Gesunde (und zu sensibel auf Diskriminierung Reagierende) verboten!

Unser neuer, von Lobbypolitik der Pharma- und Bio-Tech-Industrie bestimmter, öffentlicher Alltag

Es klingt wie ein schlechter Scherz: Gesunde Menschen, die keinen medizinischen Nachweis, also kein Testergebnis oder keinen Ausweis dafür vorlegen können, dass sie tatsächlich gesund sind, sind heute im öffentlichen Leben unerwünscht. Es genügt heute nicht mehr als Beweis für die eigene Gesundheit, wenn Menschen, die keinerlei Krankheitssymptome aufweisen, behaupten, dass sie sich zusätzlich gesund fühlen
Gefühlsduselei macht sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus staatlicher, aus ökonomischer, Perspektive keinen Sinn, zumindest solange Menschen sich deswegen nicht krank und behandlungsbedürftig fühlen – weil sie nur schwer oder gar nicht messbar und be- oder umrechenbar ist. Menschen, die eindeutig belegen können, dass sie genesen, (gesund) getestet oder geimpft (bzw. krankhaft hochsensibel) sind, sind leichter zu händeln (vielleicht auch zu gängeln?).

Für mich ist die aktuelle Lage, nicht nur meiner Nation, eher die Pointe einer langen Geschichte: Dass Menschen mit einem völlig gesunden Menschenverstand, mit einem Herz, das noch zu Mitgefühl fähig ist und einem Bauch, der ankündigt, dass sie das, was sie tun (sollen/“müssen“), besser nicht tun würden, weder im Gesundheitssystem noch in der medizinischen Forschung erwünscht sind, ist mir schon seit mehr als 20 Jahren klar. – Aber welch leichtes Spiel es in Zeiten von gekaufter Forschung und (Lobby-)Politik ist, einen Großteil der Menschheit, die bisher kein ausgeprägtes Helfersyndrom hatte, über (soziale) Medien so zu manipulieren, dass sie wie MedizinerInnen bereit sind, nicht nur Tieren, sondern auch Menschen Schaden zuzufügen (um angeblich andere zu retten), ist für mich genauso überraschend wie erschreckend …

Ich weiß zwar schon lange, wie ungesund moderne Menschen leben; aber jetzt scheinen es pharmazeutische Unternehmen tatsächlich geschafft zu haben, eine demokratische Mehrheit zu Dauer(angst)patientInnen, zu chronisch vorerkrankten Risikogruppen, zu machen, die nicht nur allzeit paranoid hinsichtlich unsichtbarer Krankheitserreger sind und in ständiger Alarmbereitschaft sein müssen, um nicht Opfer ihrer Vorerkrankungen zu werden, sondern die zum Teil sogar glauben, der Kontakt zu gesunden Menschen würde ihr Leben (und ihre Freiheiten) bedrohen.

Früher haben gesunde Menschen Kranke gepflegt – heute müssen sich auch ÄrztInnen und Pflegekräfte

  • mit Kranken solidarisch zeigen, also selbst innerhalb der letzten Monate krank gewesen sein;
  • vorsorglich gegen Krankheiten behandeln, also impfen lassen und Nebenwirkungen von Körpereingriffen in Kauf nehmen, gegen die sie bereits eine körpereigene Immunabwehr habe oder sie leicht aufbauen könnten – wenn sie sie, sobald sie krank wären, auskurieren dürften;
  • gegenseitig beweisen, dass sie tatsächlich gesund getestet sind – mit Tests, die eigentlich nur dafür zugelassen sind, eine Krankheitsdiagnose zu bestätigen.

Deutlicher als mit „Gesunde verboten“ lässt sich eine völlig kranke, durcherkrankte, Menschheit gar nicht mehr beschreiben …
Da bleibe ich sogar freiwillig außerhalb der neuen Verbotszonen.
Ich habe in meinem Leben nicht erst ein Mal gelernt, dass es gut und gesund für mich ist, auf gewisse Dinge zu verzichten, genauso wie darauf, Versprechen von PolitikerInnen oder anderer Werbung (egal ob für Produkte oder Dienstleistungen, also auch Heilmittel oder Behandlungen) zu vertrauen, deren Begleiterscheinungen und Auswirkungen der Öffentlichkeit vorenthalten werden.
Ich habe mir jahrzehntelang angeschaut, wie sich Menschen um mich herum krank machen – durch das, was sie in welchen Mengen konsumieren: was sie essen, trinken, täglich nutzen oder „nur“ kaufen, lesen, hören, auf sich niederrieseln oder einprasseln lassen usw.
Ich bin fast ein bisschen froh, wenn ich mir – weil ich schon vorher aus bestimmten Kreisen ausgeschlossen werde – weniger Ausreden einfallen oder mir weniger unsinnige Grundsatzdiskussionen mit Menschen einhandeln muss, die andere Prinzipien haben als ich, also zwar vielleicht nachfragen, aber gar nicht verstehen können, warum ich

  • nicht überall essen gehen möchte, wo andere Menschen keinerlei Probleme haben;
  • mich lieber im Garten oder den Wiesen und Wäldern vor meiner Haustür aufhalte als ins Auto steigen zu müssen, um in die Natur zu fahren;
  • Fernreisen zum eigenen Vergnügen, zur Erholung oder „nur“ um mal was anderes zu sehen und neue Eindrücke zu sammeln, verurteile;
  • kein Geld mehr für Veranstaltungen ausgeben möchte, die nur dazu dienen, über ein paar andere Menschen zu lachen statt gemeinsam mit allen Spaß zu haben;
  • selten Freude daran habe, mit Menschen nur darüber zu sprechen, was sie den ganzen Tag tun oder lassen oder erlebt haben, ohne dass sie mir auch erklären könn(t)en oder woll(t)en, warum sie dies und das tun oder auch nicht, was es ihnen gebracht hat oder was nicht;
  • andere Kriterien an Menschlichkeit und unsere Verantwortung für uns selbst oder andere und das Leben auf der Erde habe als viele andere, die sich weniger damit auseinandergesetzt haben als ich.

Ich bin fast ein bisschen neugierig darauf, wo mir vielleicht irgendwann kein Zutritt mehr zu einer gleichgesinnten Gemeinschaft gewährt wird, in der sich alle gleich krank oder gleich (aus-)therapiert fühlen dürfen, ohne damit konfrontiert werden zu müssen, dass es auch noch gesunde Menschen gibt, die nur (not-)ärztliche Hilfe brauchen, wenn sie sich ernsthaft verletzt haben.

Ich warte einfach ab … – ob sie vielleicht irgendwann wieder gesunde Menschen zu ihrer Unterstützung, zu ihrer Pflege oder sogar zum Reden brauchen: Denn ich bin sicher, es wird mit der Zeit – mit dem Fortschreiten der neuen „Impfungen“, deren Neben- und Wechselwirkungen sowie Spätfolgen wir ja gerade hautnah beobachten können bzw. noch abwarten müssen – immer mehr Menschen geben, die genug davon haben, ständig mit anderen Kranken, Impfschäden und angeblich unerklärlichen oder unerwarteten Todesfällen konfrontiert zu werden, vor denen sie Rettung in der Medizin oder in anderen (Geist-)Heilkunden, in der Religion oder (Lobby-)Politik gesucht haben und durch die sie selbst erst zu Dauerkranken geworden sind.
Unter der Regentschaft derjenigen, die aktuell unser öffentliches Leben (mit)bestimmen und die – auch vorsorgliche – medizinische Behandlung von Krankheiten offensichtlich zur Pflicht machen wollen (vielleicht weil eine Krankenversicherungspflicht sich noch nicht genug gerechnet hat?), dürfen sich Menschen nicht mehr mit natürlichen Mitteln, – (Bett-)Ruhe, Wärme, leichter Nahrung (auch für ihr Gehirn) und anderen SeelentrösterInnen, Kräutertees, ätherischen Ölen, schmerzstillenden Salben etc. – auskurieren, sondern nur noch mit in hochtechnologisierten Laboren entwickelten und industriell hergestellten Heilmitteln therapieren lassen, und werden Menschen, die bisher als Gesunde galten, vermutlich wenige oder gar keine Chancen mehr haben, von Menschen, die sie für eine Gesundheitsgefahr halten, nicht diskriminiert zu werden.

Ob es irrsinnig ist, Kontakte mit gesunden Menschen als Bedrohung für die eigene körperliche Gesundheit verbieten bzw. aus dem öffentlichen Leben ausschließen, eine Lungenkrankheit zu unserem ständigen Begleiter im Alltag machen bzw. Leben mit Testergebnissen oder neuen Pässen sowie der Diskriminierung von Menschen, die sich dem verweigern, retten zu wollen, wird die Zeit zeigen – dazu muss niemand Biologie studiert haben.
Ich hoffe nur – weil ich davon überzeugt bin, dass Unsinn auf Dauer krank macht – dass die Natur nicht allzu grausam gegenüber denjenigen ist, die, statt sich an ihre (Spiel-)Regeln zu halten, lieber Gesundheitsverordnungen umgesetzt und medizinische Hygienevorschriften befolgt haben, nur weil sie in einem Rechtsstaat erlassen wurden, und/oder sie schon ihr ganzes Leben lang

  • versucht haben, sich mit Hilfe von Medizin und medizinischen RatgeberInnen – statt mit der Hilfe der Natur: mit Ernährung, Bewegung, gesunden Beziehungen und Begegnungen mit Kranken etc. – besonders gesund zu halten oder zu „heilen„, also die Symptome ihres ungesunden, unnatürlichen Lebens zu vertuschen, statt Ursachen für ihre diagnostizierten Krankheiten herauszufinden und bestmöglich zu vermeiden bzw. für genügend Ausgleich, Ruhe- und Verzichts- bzw. Erholungs-, Entgiftungs- und Ausleitungsphasen zu sorgen, und
  • dabei völlig ignoriert haben, dass es wichtiger für ein gesundes Leben ist, natürlich und mit ausreichend Regenerationspausen trainiert statt mit Medikamenten und Impfstoffen künstlich manipuliert, unnatürlich gepimpt oder getunt, zu werden, um das, wovon man sich eigentlich erholen müsste, einfach ein bisschen länger aushalten oder ertragen zu können.

Statt öffentlich zur Diskriminierung von Menschen aufzurufen, fände ich es weitaus sinnvoller, wenn Menschen, die (angeblich) Gesundheitslügen verbreiten, sich öffentlich dazu äußern müssten (bzw. dürften). Aber: Menschen lassen sich genauso wenig wie zu ihrem Glück zu einem gesunden Leben zwingen, so lange sie nicht bereit sind, sich

  • freiwillig ehrliche, nicht nur wissenschaftliche, Meinungen anzuhören, die sie wütend, traurig oder ihnen Angst machen könnten, und
  • damit abzufinden, dass sie täglich damit rechnen müss(t)en, dass sich ihr (Gesundheits-)Wissen als absichtlich zensierte, sogar politisch akzeptierte Halbwahrheit oder als bösartig anmutende Lüge – aus Angst vor Gesichtsverlust oder als Ergebnis von Profitgier – von Menschen, denen sie vertraut haben, herausstellen könnte.

Dazu ist nicht jedes psychische Immunsystem, jedes Bewusstsein, abgehärtet, tolerant, bzw. entspannt genug.
Es freut mich deshalb sehr, immer mehr Menschen zu begegnen, bei denen ich feststellen kann, dass sie es auf natürliche, biologische Weise trainieren, – ganz ohne Apps, Nachrichtenkonsum oder andere RatgeberInnen, sondern durch ihre alltäglichen Erlebnisse und individuellen Erfahrungen, durch ihre Wahrnehmung dessen, was sich bewegt oder was ruht oder ganz zum Stillstand gekommen ist; was sie begreifen können und worüber sie sich wundern; was sie genießen können oder vermissen, weil sie es lieben – indem sie ehrlich, unzensiert und ohne Tabus, mit mir kommunizieren.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelli McClintock (auf Unsplash)!

Es ist mal wieder Endzeitstimmung …

… in einer Welt, deren Systematik, ihre (Natur-)Gesetze und (Spiel-)Regeln, mit einer bestimmten – menschlichen oder göttlichen – Absicht verwechselt wird

Verschwörungstheorien haben seit letztem Jahr, 2020, mal wieder Hochkonjunktur. Ich erinnere mich noch vage an deren Boom in meiner Jugend in den 80ern und 90ern:
Die Bösen haben die Macht an sich gerissen.
Die Guten fühlen sich dazu berufen, ihre Macht zu brechen und die Menschheit zu retten.
Du musst Dich entscheiden, auf welche Seite Du Dich stellen willst – denn Du wirst mit denen untergehen, die sich für die „falsche Seite“ entschieden haben, die Seite, die sich entschieden hat, der Dunkelheit oder dem Licht zu dienen.
Wie die Geschichte ausgehen wird, weiß niemand; wir können nur hoffen und unseren Überzeugungen vertrauen bzw. ihnen so gut wie möglich folgen.

Ich bin überzeugt, dass die Welt so ist, wie sie unter gegebenen Umständen – wie die Menschen, die sie besiedeln, sie gestalten (wollen) – nur sein kann.
Ich glaube nicht, dass das Universum eine Absicht verfolgt, außer der, sich bzw. sein Bewusstsein auszuweiten.
Alle, die (noch) dazu bereit sind, ihren eigenen Horizont zu erweitern, werden daher meiner Meinung nach auch weiterhin gut auf dieser Erde (über-)leben können.

Wer zu sehr in einem festen, endlichen Weltbild verhaftet ist, wird es dagegen schwer haben, sich eine schönere Zukunft vorzustellen.
Die Welt der Menschen, die zu viele Sicherheiten brauchen und denken, es wäre unumgänglich, dass die Welt von ein paar wenigen Weltmächten beherrscht werden müsste, um nicht im (kriegerischen) Chaos zu enden, oder die befürchten, dass sich global Polizei- oder Kontrollstaaten durchsetzen könnten, ohne dass wir Menschen genug Macht hätten, das zu verhindern, wird – zumindest sagt mir das meine Lebenserfahrung – irgendwann zu Ende sein.
Ich weiß zwar noch nicht wann – denn ich kann die Zukunft nicht termingenau vorhersagen; aber ich bin sicher, dass es irgendwann eine Zeit geben wird, in der die Menschen nicht nur verstanden haben, was in ihrer Vergangenheit immer wieder schief lief, wieso sich dieselben Muster ständig wiederholen konnten, die die Menschheit an den Rand ihrer (Weiter-)Existenz gebracht hat, sondern auch gelernt haben, wie sie zukünftig damit umgehen, also verhindern können, dass sie immer wieder versuchen, sich gegenseitig zu bekämpfen oder sogar auszurotten: Monarchen, Oligarchen oder selbsternannte Eliten – Juden, Katholiken, Muslime, Freimaurer, Rothschilds, Geimpfte etc. – und das gemeine Volk – Bauern, Barbaren oder Untermenschen und ImpfverweigererInnen.

Die Wissenschaft versagt – wie bisher – aktuell wieder kläglich dabei, Licht ins Dunkel zu bringen; weil die bekanntesten und berühmtesten WissenschaftlerInnen – die, die öffentlich zu Wort kommen dürfen und gehört werden – sich auf die Seite des Profits und der (Meinungs-)Macht, also einseitiger Werbung und Propaganda – der Regierungen oder GeldgeberInnen und ihren persönlichen Interessen – nicht auf die des umfassenden Wissens, das bereits verfügbar ist, und ihres Gewissens begeben haben.
Als für die wissenschaftliche Meinung unbedeutende Lebenswissenschaftlerin glaube ich jedenfalls, dass es weder in der Macht von Menschen liegt, die natürliche Verbreitung von Viren unter Kontrolle zu bringen noch das Leben überall auf der Welt zu zerstören, ohne dass es – irgendwie, irgendwo, irgendwann – wieder neu entstehen wird.

Das Leben ist – genauso wie das, was oft als das Gute und das Böse im Leben bezeichnet wird – nicht für immer totzukriegen.
Wir müssen uns damit arrangieren.
Wenn ich die Welt regieren dürfte, würde ich nicht nur erlauben, täglich öffentlich, umfassend und ehrlich darüber zu berichten, woran unzählige Menschen frühzeitig sterben, weil wir genauso leben wie wir jeden Tag, seit Jahrzehnten staatlich kontrolliert, leben; über alle Werbelügen und (Staats-)Propaganda oder andere Verbrechen gegen die Gesundheit und andere Grundrechte – wie Freiheit und Würde – der Menschen zu berichten, sondern auch über alle kriegerischen Strategiespiele oder Katastrophenszenarien, die uns angeblich vor einem unmöglichen (Welt-)Untergang bewahren sollen (während nicht), und dazu aufrufen, alle, die dabei übertriebene Ängste schüren – Menschen oder ganze Institutionen – als „von Paranoia befangene SicherheitsfanatikerInnen“ zu melden und aus ihrem Zuständigkeitsbereich zu entheben.
Dann können wir vielleicht endlich anfangen, so gut und schön und gesund wie möglich zu leben – statt alles verhindern zu wollen, was unser Leben bedrohen könnte.

P.s.: Nur, weil die Welt, wie Du sie kennst oder Dir vorstellst, an einem (End-)Punkt angekommen ist, an dem sie sich nicht weiterdrehen kann wie bisher, geht sie noch lange nicht unter. Es hat längst ein neuer Zyklus begonnen, und die Frage ist nur: Willst Du untätig in Deiner Endzeitstimmung verharren und abwarten, bis Deine Welt und vielleicht alles, woran Du einmal geglaubt hast, untergeht oder lieber tatkräftig mithelfen, eine neue zu schaffen, in der Du an etwas Anderes, vielleicht etwas ganz Neues glauben darfst?

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Dank für das Foto gebührt Guillermo Ferla (auf Unsplash)!

Die Herausforderungen des Lebens als kostenloses Geschenk

Sinnlose und sinnvolle Sinnfragen

Warum bin ich überhaupt hier?
Sollte ich nicht eigentlich ganz woanders sein?
Wo gehöre ich hin?
Welchen Wert hat mein Leben, ohne dass ich mir diese Fragen beantworten kann?

Mir begegnen immer wieder Menschen, bei denen ich mich tatsächlich frage, was sie hier eigentlich noch machen.
Weil sie entweder ihren (Selbst-)Wert nicht kennen oder gar nicht da sein wollen, wo sie sind.
Weil sie unglücklich mit ihrem Leben statt dankbar dafür sind.
Weil sie gar nicht wissen, was sie in oder mit ihrem Leben noch anfangen soll(t)en oder wollen.
Weil sie einfach nur das Beste daraus machen wollen, während sie sich gar nicht jeden Tag darüber freuen, auch ihr Bestes dafür geben zu müssen.

Das Beste, was Menschen geben können, ist mit Sicherheit nicht Geld, auch wenn sich damit sehr viel anfangen lässt.
Geld wird Dir nie das Gefühl geben können, dass Du, Dein Wesen oder Deine Meinung, ihm wichtig bist, genauso wenig wie Menschen, die vorgeben, Dich zu lieben, die Dich loben und Dir in allem zustimmen, weil sie sonst Gefahr liefen, Deine großzügigen Geldgeschenke oder kleinen, aber wertvollen Aufmerksamkeiten zu verlieren.
Auch ein voller Geldbeutel allein wird Menschen, die nicht wissen, wohin sie gehören, nie dorthin bringen, wo sie sein bzw. bleiben wollen, ohne dass sie sich immer wieder die Fragen stellen:

  • Kann ich hier glücklich und zufrieden sein?
  • Wer oder was fehlt mir hier auf Dauer? Welchen gleichwertigen Ersatz würde es dafür geben?
  • Womit kann ich hier nicht leben? Kann ich dem leicht aus dem Weg gehen oder gar nicht?
  • Womit würde ich mich früher oder später langweilen?
  • Womit würde ich mich den ganzen Tag beschäftigen?
  • Hätte mein Leben hier einen (neuen) Sinn?

Ich hoffe, Du kennst den Sinn Deines Lebens längst.
Für mich als Lebenswissenschaftlerin liegt er darin, jeden Tag etwas Neues dazu zu lernen und Freude daran zu haben, etwas damit anzufangen – auch wenn es erst einmal nur das bzw. die ist, darüber zu schreiben.
Weil ich überzeugt bin, dass alles was irgendwann Sinn ergeben soll, was also nachhaltig sinnvoll und nicht nur scheinbar auch für die Zukunft von Erfolg gekrönt sein soll, auch gut und lange durchdacht sein muss, also nicht einfach aus dem Bauch oder einer Not heraus entschieden werden darf.

Sonst kann es sein, dass Du Dir irgendwann die Fragen stellst:

  • Warum habe ich das damals getan?
  • Warum habe ich in meinem Leben so viel Zeit sinnlos verschwendet?
  • Warum fühle ich mich so gefangen in einem Körper, der mir geschenkt wurde, den ich also auch ablehnen, nach Belieben verändern oder einfach lieben könnte?
  • Warum ergibt mein Leben so wenig Sinn?

Und es kann sein, dass – wenn wir uns begegnen – ich Dich darauf hinweise, dass Du Dir bisher vielleicht keine falschen Fragen gestellt hast, aber Fragen, auf die Du selbst noch keine Antworten in Dir gesucht hast – obwohl Du Dir die Antworten selbst geben könntest – oder die Dir auch sonst niemand beantworten kann, der/die sich nicht in Deinen Kopf hineindenken, in Dein Herz hineinhorchen und in Deinen Bauch hineinfühlen kann.

Aus einem kostenlosen Geschenk wird nicht automatisch ein wert- oder sinnvolles, ohne dass Menschen es zu schätzen wissen oder lernen und auch seine Tücken oder Macken liebgewinnen können.
Du musst also vor allem die Herausforderung lieben, wenn Du Deinem Leben einen echten, fühlbaren Wert und Sinn geben möchtest – für den Rest der Welt wird es höchstens ein ideeller sein, also Gesprächsstoff oder Filmmaterial u.ä. liefern, mit dem sie versuchen, ihr eigenes Leben aufzuwerten oder sich daran zu bereichern.

P.s.: Nur weil Du denkst, Du hättest Dich gar nicht dafür entschieden, das Geschenk des Lebens als Mensch anzunehmen, heißt das nicht, dass Du nicht vor die Wahl gestellt wurdest: So wie ich mich kenne, habe ich vermutlich gar nicht bis zu Ende zugehört und es angenommen, sobald ich „kostenlos“ gehört habe. Bei anderen Menschen habe ich den Eindruck, dass sie auf die schönen (Werbe-)Versprechen und sehr einseitige Darstellungen des Lebens – ohne Naturgewalten bzw. -katastrophen, Unfälle, Versorgungsengpässe und daraus entstehende Krankheiten oder den Tod – auf der Erde hereingefallen sind, also von ihrem Leben enttäuscht sind, weil sie etwas anderes erwartet haben.

 

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Dank für das Foto gebührt Riley Pitzen (auf Unsplash)!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lass‘ Dir nicht von (Un-)Menschen mit Raubtier- und/oder (Angst-)Hasenmentalität einreden …

…, wir wären zu JägerInnen und SammlerInnen geboren!

Wir Menschen sind – wie nur wenige andere Lebewesen – potentielle, genügsame AllesfresserInnen: Eigentlich müss(t)en wir nur in Notzeiten – wenn das Pflanzen- und Pilzreich nicht genügend Nahrung für uns hervorbringt – jagen gehen und könn(t)en ansonsten friedlich, friedliebend, unsere Kreativität ausleben, um zu überleben – statt Tiere zu töten oder uns, um unseren Lebensunterhalt zu sichern, mit Gewalt gegeneinander auszuspielen, gegenseitig zu bekriegen und besiegen zu wollen.

Viele Menschen, die davon keine Kenntnis haben oder denken, dass

  • Menschen nicht nur hart, sondern auch im Alltag jederzeit zu Grausamkeiten bereit sein müssen, zur eigenen Sicherheit – wenn sie sich nicht schnell genug in sichere Löcher flüchten und sich verstecken können – selbst um sich zu schlagen und andere zu verletzen oder sogar zu töten, gewaltsame Tode (in Kriegen oder durch Menschen verursachte Hungersnöte o.ä.) hinzunehmen oder andere Menschen (oder Maschinen) für uns töten zu lassen,
  • uns Krankheiten und der Tod bedrohen, wenn wir keine tierischen Nahrungsmittel, also Teile von toten Tieren oder Produkte, die eigentlich – wie Eier oder Milch – dafür da sind, ihnen – nicht uns – neues Leben zu spenden, zu uns nehmen,

glauben auch heute immer noch, dass wir wie unsere Vorfahren dazu bestimmt sind, JägerInnen und SammlerInnen zu sein.
Dabei könnte jeder Mensch wissen, also selbst die Erfahrung gemacht haben, dass wir eine natürliche (Beiß- und Tötungs-)Hemmung, nämlich unser Mitgefühl, sowie die Möglichkeit, uns gegenseitig ausgiebig zu warnen oder nur zu drohen, wenn wir etwas verteidigen möchten, oder zu bitten, wenn wir etwas haben möchten, was anderen gehört, mit auf unseren Weg bekommen haben, die wir übergehen, also ignorieren müssen, wenn wir Gewalt gegenüber anderen ausüben (sollen), und dass wir ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn wir diese natürliche Grenze aus Unachtsamkeit oder nur anderen zuliebe, bzw. weil sie uns dazu überredet oder unter Druckausübung genötigt haben, überschritten haben.

In Notzeiten, in Ausnahmesituationen, ist es für uns überlebenswichtig, diese Schwelle übertreten zu können. – Aber ich kann nicht erkennen, dass sich bei unseren heutigen Möglichkeiten der Nahrungsmittelbeschaffung, bei unserer Überproduktion und -versorgung in vielen Ländern, ein Großteil der Menschen in einer solchen Notsituation befindet.
Mir als überzeugter Pazifistin, als Frau, die

  • vielleicht Worte benutzt, von denen sich Menschen verletzt fühlen, weil sie selbst nicht gelernt haben, sich (nur) mit Worten zu verteidigen;
  • aber nie mit Absicht anderen weh tun wollte, nur weil sie sich von ihnen verletzt fühlte;
  • die ihre Mädchenträume, Tierärztin zu werden oder in der Pharmaindustrie Heilmittel zu erforschen, aufgegeben hat, weil sie
  • feststellen musste, dass es in der Medizin nicht in erster Linie um das Leben und die Gesundheit von Mensch und Tier geht, sondern darum, als Arzt oder Ärztin, als Wissenschaftler oder Wissenschaftlerin davon leben zu können,

ist es unverständlich, dass Menschen ihren Alltag von aggressiven Menschen (mit-)bestimmen oder sogar beherrschen lassen (wollen): Von PolitikerInnen oder anderen, auch religiösen, Führungskräften, WissenschaftlerInnen, u.a., die selbst von veralteten Vorstellungen oder unsinnigen Ängsten beherrscht werden, dass wir uns alle tagtäglich in einer Ausnahme-Notsituation befänden; die täglich gegen Krankheiten und den Tod und für unser Seelenheil kämpfen statt das Leben zu genießen und Krankheiten und den Tod als wichtige Bestandteile des Lebens, als LehrerInnen, anzuerkennen, während sie gleichzeitig dafür zu sorgen, dass sich Menschen nicht unnötig krank machen (lassen) oder in (Lebens-)Gefahr begeben.
Ich bin überzeugt, dass viele ÄrztInnen oder andere selbsternannten LebensretterInnen und HeilmittelforscherInnen nicht von Vernunft und Mitgefühl, von (Mit-)Menschlichkeit, sondern von ihren Ängsten oder Ehrgeiz, also nur den ältesten Teilen ihres Gehirns, ihrem Reptiliengehirn, beherrscht werden.
Mich macht traurig, wenn ich Menschen beobachten kann, die

  • denken, alle anderen Menschen wären entweder (auch) friedliche Kaninchen oder nicht nur spielerisch angriffslustige, sondern blutrünstige Raubtiere – weil sie noch nie gesehen haben, wie erbittert gnadenlos sich auch Kaninchen bekämpfen können, wenn es um ihr die Verteidigung ihres Reviers geht (während sich viele Raubtiere schon durch die Drohgebärden eines Gegenübers davon abrringen lassen, zu riskieren, bei einem Kampf verletzt zu werden);
  • nur an das Gute (oder Böse) im Menschen glauben und denken, dass sich auch in die Enge getriebene oder von Ängsten und Süchten getriebene Menschen (nicht) immer zuerst oder sogar nur friedliche Lösungen einfallen lassen würden, mit denen möglichst niemandem Schaden zugefügt wird …
  • überhaupt Teil einer Gruppe von Menschen sein wollen, die noch denken, sie müssten auf die Jagd oder Raubzüge gehen, also Kriege unterstützen oder selbst – angeblich um des lieben Friedens willen – führen, oder einer, die sich lieber vor allen potentiellen Lebensgefahren versteckt, alle Herausforderungen und Konflikte möglichst vermeidet.

Kannst Du Dir nicht – wie ich – vorstellen, dass wir uns längst über diese Evolutionsstufe hinaus bewegen und unsere Kreativität nutzen könnten, um zukünftig friedlicher, im Einklang mit der Natur, nicht als selbsternannte HerrscherInnen über sie oder als ihre hilflosen Opfer, zu leben?
Warum glaubst Du dann noch so viel von dem, was Menschen mit Raubtier- oder Kaninchenmentalität Dir weiszumachen versuchen?
Hab‘ keine Angst hast, diese Gruppe zu verlassen und Dich auf die Suche nach anderen Menschen zu machen, die erkannt haben, dass unser Leben gar kein täglicher Überlebenskampf (genauso wenig wie ein opportunistisches Sammler- oder Nomadendasein, durch das wir uns in die völlig Abhängigkeit von den Launen der Natur begeben) sein müsste – wenn wir

  • uns zusammentun;
  • uns gegenseitig alles Überlebenswichtige beibringen, also vor allem von unseren friedliebendsten und gesündesten Ältesten lernen, die sich in ihrem Leben weder mit unnötiger Gewalt noch mit übertriebener Vorsicht behaupten konnten, sondern damit, sich konsequent immer wieder daran zu erinnern, achtsam, gesprächs- und zu Einsicht bereit zu sein;
  • unsere Schwächsten so gut wie möglich gemeinsam beschützen;
  • unserer Kreativität freien lauf lassen und
  • uns gegenseitig nur zur Vernunft aufrufen, wenn wir dabei zu übermütig oder herrschsüchtig werden, also zu sehr über die Stränge schlagen und unser Mitgefühl für andere Lebewesen vergessen oder ihren Wunsch, friedlich und möglichst frei mit uns zusammen zu leben.

Es ist längst – auch wissenschaftlich – bekannt, zu was wir Menschen tatsächlich fähig sind, wenn wir – statt nur veralteter Gehirnteile – unser ganzes Bewusstsein nutzen.
Wie wäre, wenn Du den schönen Sonntag nutzt und heute damit beginnst, es selbst zu versuchen?
Viel Freude und Erfolg dabei wünsche ich Dir!

 

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Dank für das Foto gebührt Dušan veverkolog (auf Unsplash)!

 

Gemeinsam die Lasten des Alltags stemmen …

… lassen sich nicht dadurch, dass Menschen in ihrer Freizeit für sich selbst trainieren oder von TrainerInnen und Coaches trainieren lassen, um ihre Kräfte aneinander messen und/oder dabei darüber jammern oder verdrängen zu können, was

  • ihnen überhaupt den Anlass gibt, alleine oder in Gesellschaft anderer Konkurrenzkämpfe führen zu müssen;
  • sie in ihrem Leben und Alltag hindert, gleich das zu tun, was sie tun könnten, um sich auch bei ihrer Arbeit gesund und fit, also bei Kräften zu halten.

Viel sinnvoller wäre es doch,

  • sich gleich gegenseitig dabei zu helfen, das zu erreichen, mehr gesunde Sportlichkeit und spielerische Leichtigkeit in unser Alltagsleben zu bringen, also
  • nicht so viel Zeit damit zu verschwenden, sich von dem abzulenken, was besonders ungesund im eigenen Leben ist und viel Krafteinsatz fordert bzw. auszehrt, weil es alleine gar nicht zu bewältigen ist, und
  • Hindernisse für körperliche Fitness und Gesundheit oder mehr Freude am Sport und Spiel im Alltag gemeinsam aus dem Weg zu räumen statt immer wieder nur über sie zu reden oder sich mit wenig(er) sinnvollen persönlichen Erfolgserlebnissen beim Sport oder Spielen darüber hinwegtrösten zu wollen.

In Gesellschaften, in der es vor allem die schaffen, also eine gesellschaftliche (An-)Stellung (er-)halten, die besonders hart dafür trainieren und ihr Bestes zu geben bereit sind, die also

  • besonders hart sowohl im Zuschlagen als auch im Nehmen sind und
  • genug Zeit und Möglichkeiten – und auch keine Angst vor den möglichen Spätfolgen, weil sie ihnen entweder nicht bewusst sind oder von anderen ausgeredet werden – haben, besonders viel über das zu jammern, was ihnen ihre ganze Körperkraft raubt, oder
  • besonders viel davon verdrängen können, weil sie ihre (Betäubungs- oder schmerzlindernden Heil-)Mittel und (Erfolgs-)Wege dazu gefunden haben,

werden wir wohl alle noch ein bisschen mehr Ausdauertraining absolvieren müssen…

Ich bleibe optimistisch, dass irgendwann genug Menschen ganz von alleine darauf kommen werden, dass es für uns Menschen viel sinnvoller und effektiver ist, wenn wir echte, große Lasten tragen und Hindernisse beseitigen möchten, die uns vor allem auf dem Herzen liegen oder die es nur in unseren Köpfen gibt, wenn

  • möglichst viele von uns miteinander statt gegeneinander arbeiten, und
  • wir uns alle zusammen endlich einmal ein nachhaltig sinnvolles Trainings- bzw. (Über-)Lebensprogramm einfallen lassen würden, mit dem wir gesund und lange fit und dabei glücklich bleiben, weil es uns Freude bereitet oder sogar allen richtig viel Spaß macht,

statt das Denken und die Umsetzung von Ideen immer wieder nur ein paar wenigen SpezialistInnen zu überlassen, die mit ihren großen Idealen oder neuen (Bio-)Technologien und anderen gutgemeinten Ratschlägen für unsere Zukunft kommen, die sie alleine – also ohne alle Beteiligten vorher nach ihren Vorstellungen und Wünschen zu fragen – gestalten oder verändern wollen, oder ein vielen anderen, die bereits uralte Techniken, Erfahrungen oder Fähigkeiten, die die Menschheit in ihrer gesunden Weiterentwicklung auch nicht wirklich gefördert haben, wieder neu aufleben lassen wollen.

Davon dass sich ein Teil der Menschheit gemeinsam in Gebäude zurückzieht, um – angeblich oder viel zu – harte (Kopf-)Arbeit zu leisten, während andere, die sie draußen umsetzen, gar keine Zeit und Energie, also auch gar „keinen Kopf mehr“ hat, sich um ihre körperliche Gesundheit und Fitness zu kümmern, wird sich meiner Meinung nach jedenfalls nichts gemeinsam stemmen lassen, was uns allen auf den Schultern lastet.
Solange es zu viele Menschen gibt, die das, was sie gerade tun, als alternativlos betrachten, wird sich für sie jedenfalls nichts verändern.

Wenn Du nicht zu dieser Gruppe gehören möchtest, sondern andere Menschen suchst, die gemeinsam mit Dir Deine Lasten tragen, – weil es gleichzeitig auch ihre sind – darfst Du nicht

  • versuchen, sie auf andere abzustülpen, indem Du sie vor ihnen zwar ausschüttest, aber ihre Ratschläge nicht annehmen willst, noch
  • so tun, als hättest Du gar keine, die andere mit Dir tragen könnten, weil sie allein Dein Problem sind, oder
  • vorgeben, Du hättest selbst noch genug Zeit und Kraft übrig, die anderer Menschen auch noch auf Dich zu nehmen.

Geh‘ lieber auf die Suche nach anderen Menschen, denen es so geht wie Dir, triff Dich mit ihnen persönlich, so dass Du sie Dir genau anschauen und ihnen zuhören kannst, und sprich‘ mit ihnen über ihre größten Probleme und ihre einfachsten Ziele, Träume und Wünsche – statt umgekehrt. Du kannst ihnen vielleicht nicht sofort helfen, ihre größten Probleme zu lösen; aber es ist sinnvoller, ihnen einen einfach Wunsch zu erfüllen, wenn Du ihnen dabei auch Mut machen kannst, große Probleme nicht alleine lösen, sondern gemeinsam angehen zu können, statt ihnen zu raten, sich einen großen Traum zu erfüllen und zu hoffen, dass sie dabei ihre Lasten vergessen oder daraus genug Kraft schöpfen, sie hinterher wieder ganz alleine tragen zu wollen.

 

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Dank für das Foto gebührt Sam Moqadam (auf Unsplash)!

Unter die Erde bringen (lassen) …

… sich viele Menschen und Tiere heute nicht mehr friedlich, sondern während andere schweigend dabei zusehen, wie sie gewaltsam ins Grab befördert wurden

„Du bringst mich noch ins Grab!“ ist ein Ausspruch, an den ich mich aus meiner Kindheit noch erinnere und den ich damals für einen Spaß hielt – weil ich noch kein Verständnis dafür hatte, wie eng verbunden sich Menschen, aber auch Menschen und Tiere, fühlen können, so dass sie auch aus Angst und Sorge umeinander so krank werden können, dass sie dadurch sterben; wenn ihre Lebensfreude und ihr Lebenswille – ihre Lebenskräfte – nicht von anderen neu erweckt werden.
Es ist weder „Altersschwäche“ noch sind es schicksalhafte bzw. vererbte und unvermeidbare Krankheiten, an denen viele, vielleicht sogar die meisten Menschen, aber auch Tiere, die eng mit uns Menschen zusammenleben, sterben. Es sind Zivilisationserkrankungen, also eine Todesursache, die sich vermeiden ließe, wenn wir uns nicht weiter so zivilisiert benehmen (wollen) würden bzw. uns dazu von anderen nötigen lassen würden, denen wir sonst Kummer bereiten (könnten) – davon bin ich fest überzeugt.

Weder Menschen noch Tiere bereiten sich gegenseitig absichtlich Sorgen, sondern versuchen, friedlich und sorglos mit anderen zusammen zu leben und sich in erster Linie um ihre eigenen Bedürfnisse zu kümmern.
Mir hat schon immer Kummer bereitet, dass so viele Menschen dabei vergessen oder nicht wissen (wollen), also bewusst oder unbewusst ignorieren, wie viel Leid und Tod sie dadurch in die Welt bringen, dass sie

  • nicht auf die Bedürfnisse anderer Lebewesen achten;
  • keine Zusammenhänge sehen wollen zwischen ihrem bequemen Leben und verhungernden Kindern in Afrika;
  • dass sie keine Verbindung sehen zwischen dem Steak auf ihrem Teller und abgeholztem Regenwald oder industrieller Massentierhaltung und -schlachtung;
  • auch keinen Grund für „Notschlachtungen“ von Kälbern oder Kühen in ihrem Konsum von Butter, Joghurt, Sahne oder Käse bzw. für Kükenschreddern in ihrem Appetit auf Hühnereier; und
  • erst recht keinen zur Annahme, dass sie selbst für ihre Krankheiten bzw. deren Verlauf und dafür mitverantwortlich sind, wenn Menschen (oder Tiere), mit denen sie sich verbunden fühlen, krank werden oder sterben.

Ich habe mir über viele Jahrzehnte meine Lebensfreude und -kraft nicht davon nehmen zu lassen – wenn auch nicht ohne dass ich dabei Menschen ver- oder loslassen musste, die meine Sorgen nicht geteilt bzw. durch ihr eigenes Verhalten sogar noch bestärkt haben. Ich konnte immer wieder neue Kraft daraus schöpfen konnte, dass mir Menschen begegnet sind, die mir ihre eigenen Strategien vorgelebt haben, mit denen sie ihren Lebensmut behalten haben, oder die mich vor die Herausforderungen gestellt haben, verstehen zu wollen (denn ich bin immer noch neu- und wissbegierig!), wie sie aus etwas Kraft schöpfen können, was mir meine Kraft raubt bzw. rauben würde.

Nicht nur als Lebenswissenschaftlerin bin ich überzeugt, dass Schwäche oder Schwächeanfälle im Leben – also fehlender Mut, Lebensfreude oder Vertrauen in den Sinn des eigenen Lebens – sich nicht dadurch nachhaltig beheben lassen, dass sich Menschen durch autogenes Training dazu anleiten, sich rechtzeitig davon abzulenken oder sie bewusst zu ignorieren, oder durch andere mentale Techniken lernen, sie gelassener als unvermeidbar anzunehmen. So lassen sie sich höchstens aufschieben oder erträglicher machen, aber mit Sicherheit nicht in Luft auflösen. Genauso wenig werden Menschen sie durch Krafttraining oder -futter und strenge Disziplin, also Abhärtung gegenüber den Einflüssen, die uns Menschen schwach machen, los, wenn nicht gleichzeitig auch Ausdauer und Beweglichkeit sowie Achtsamkeit trainiert werden, die rechtzeitig in Alarmbereitschaft für Notfälle versetzt, für die Menschen – auch zusammen mit Tieren – ihre Notfallstrategien entwickeln können.

Es kostet Lebenskraft bzw. -mut, um neue/n zu gewinnen, und Menschen können versuchen, ihre Lebensfreude dadurch zu steigern, dass sie mit anderen oder über andere Menschen lachen, oder ihren Überlebenswillen, indem sie sich täglich vor neue Herausforderungen stellen. Aber es genügt nicht, sich nur auf eine dieser persönlichen, inneren Stärken zu konzentrieren, um lange gesund am Leben zu bleiben:
Am frühesten unter der Erde landen – zumindest ist das mein Eindruck – nicht unbedingt die, deren Körperkraft früh zu Ende geht, weil sie sie überstrapaziert haben, um möglichst lange am Leben zu bleiben; zumindest solange sie noch genug Lebensfreude und -willen in sich gespeichert haben oder fürsorgliche Menschen um sich, die ihnen einen Grund zum (Weier-)Leben oder zumindest Durchhalten geben.
Früh unter der Erde landen auch nicht die, deren Lebenswille sie so trotzig gegenüber dem Tod, genauso wie gegenüber den Menschen, die ihnen ihr Leben unnötig schwer gemacht haben, macht, dass sie es denen oder dem Leben, zu dem sie sich durch sie haben nötigen lassen, auf ihre Weise zurückzahlen wollen.
Früh – im Grunde freiwillig, weil ihre anderen Lebenskräfte Mut und Vertrauen sie verlassen – verabschieden sich oft die, die entweder keinen Sinn (mehr) darin sehen, anderen nur Kummer zu bereiten, oder die, die mit Gewalt versuchen, ihrem Leben einen Sinn zu geben, weil sie nicht sehen können oder wollen, welchen Sinn jedes Leben hat: etwas daraus zu lernen, mit Freude und ohne Zwang, also auf freiwilliger Basis.

Sobald die innere (Lebens-)Kraft oder die äußere Unterstützung fehlt, sich selbst noch dazu anzuspornen, auch den eigenen Körper täglich neu kennenzulernen und mit Freude fit zu halten, beschleunigt sich der körperliche Alterungsprozess; genauso wie der geistige bei – ich nenne sie hoffnungslos optimistische – Menschen, die denken, sie müssten nur ihren Körper maltraitieren, um trotz fehlender Lebensfreude so lange leben zu können, bis sie wieder die Chance bekommen, sich in ihrem Leben glücklich zu fühlen.
Menschen – vielleicht sogar unsere Tiere – die, weil sie die Verbindung von Körper, Geist und Seele nicht sehen oder bewusst ignorieren, wenn sie im Spiegel bzw. im Feedback durch andere entweder nur ihren Körper oder nur ihre Seele erkennen, schöpfen ihre (Lebens-)Kraft daraus , dass sie nur – einseitig – körperlich beweglich oder kräftig bleiben, während sie gleichzeitig geistig bzw. körperlich abbauen.

Ich denke, dass es mein Lernprozess ist, zu warten, bis ich ihnen vielleicht irgendwann dabei helfen kann, nicht unnötig weiter unter etwas zu leiden, was sich leicht vermeiden ließe, wenn sie ihren Fokus in ihrem Leben auf etwas anderes richten, ihren Horizont, ihr Bewusstsein, erweitern, und mehr tun würden, was ihr Herz – nicht ihr Bauch oder ihr Kopf – ihnen sagt; oder zu akzeptieren, dass ich ihnen gar nicht weiterhelfen kann – weil es gar nicht in meiner Macht oder meinem Zuständigkeitsbereich liegt.
Ich denke, meine inneren Kräfte – meine Wünsche, meine Hoffnungen, meine Überzeugungen – werden mir noch eine ganze Weile genug Kraft geben werden, um jeden Tag wieder mit neuem Lebensmut und -freude zu beginnen und möglichst auch dafür zu sorgen, dass weder meine körperliche Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer zu schnell abbauen, weil ich sie vernachlässige, noch mein Interesse daran, etwas Neues zu lernen und mich darauf zu konzentrieren, verliere.
Ich weiß nicht, wie lange ich es tatsächlich schaffen werde, alle Ideen in die Tat umzusetzen bzw. wie lange ich genug Rückzugsmöglichkeiten von dem und den Menschen haben werde, was bzw. die mir täglich Lebenskraft rauben, weil sie mich vor Herausforderungen stellen, die mich traurig, wütend oder fast wahnsinnig machen – entweder weil sie in meinen Augen völlig unsinnig sind und nicht nur unnötig für ein glückliches, gesundes Leben und ein friedliches Miteinander von Menschen – und Tieren und der Natur – sind, sondern es sogar verhindern: unser viel- und hochgepriesenes, modernes, bequemes, geordnetes, angeblich sicheres Leben bzw. die Menschen, die sogar unsere neuesten gesundheits- und gesellschaftsschädlichen, menschenfeindlichen Hygienemaßnahmen und politischen, rein ökonomisch statt ökologisch orientierten Great ResetZukunftsbestrebungen weiterhin vehement verteidigen oder zumindest nicht (mehr – weil sie viel zu sehr darin gefangen oder süchtig danach sind) bereit dazu sind, es so schnell wie möglich zu stoppen, also selbst möglichst aus allem auszusteigen, was sie zwar liebgewonnen haben, was sie oder ihre Liebsten aber (tot)krank macht oder schon gemacht hat, und Alternativen dazu zu schaffen.

Ich tue einfach mein Bestes, – auch wenn es mir schwer fällt, weil ich mich ihnen zu früheren Zeiten einmal eng verbunden gefühlt habe – mir nicht allzu viele Sorgen um sie zu machen. – Denn es gibt jetzt wichtigere Menschen in meinem Leben, mit denen ich mir eine lebenswerte, menschliche Zukunft, wieder mehr im Einklang mit der Natur und unseren echten, nicht den künstlich geschaffenen, Bedürfnissen oder Freiheiten und Rückzugsmöglichkeiten aus unserem Alltag vorstellen kann, die heute nur ersatzbefriedigt werden mit künstlichen, umwelt- und/oder gesundheitsschädlichen Produkten und Dienstleistungen.
Wenn Du selbst nicht Gefahr laufen willst, so zu enden, wie die Menschen, um die Du Dich aufopfernd kümmerst bzw. kümmern musst, weil sie es nicht mehr selbst tun können und niemanden außer Dir haben, der/die das übernehmen würde, dann such‘ Dir außerdem – zum Ausgleich – lebensfrohe Menschen, die Dir Mut machen und Dir freiwillig einen Teil ihrer Kraft abgeben – weil sie wissen, dass auch sie davon profitieren, wenn es Dir möglichst lange gut geht; Menschen, die noch kräftig und mutig genug sind, Widerstand zu leisten gegen andere, die Macht über das Leben, die Rechte und die Gesundheit anderer Menschen an sich zu reißen, und nicht so lebensmüde wie andere, die einfach alles mitmachen, was sie auch ganz schnell und unerwartet unter die Erde bringen könnte.

P.s.: Unser modernes, von Autoritäten bestimmtes und mit Gesetzen geregeltes Leben bereitet Menschen unnötig viel Kummer und unnatürliche Sorgen – vor allem um Geld oder gesellschaftlichen Abstieg oder Ächtung, so dass es viele früher unter die Erde bringt und damit (wieder) zu Staub macht als es eigentlich nötig und unter natürlicheren, freieren Bedingungen der Fall wäre. Das ist zumindest meine Überzeugung; und wer weiß: Vielleicht sehen das ja irgendwann noch mehr Menschen so, die bisher stillschweigend hingenommen und nicht dagegen unternommen haben, dass sich ein paar wenige vor allem um die Sorgen der Welt, um hohe Ziele wie die Globalisierung statt um die daraus entstehenden lokalen Probleme sowie die Todesursachen vor ihrer Nase kümmern: Stress, Ängste, Umweltgifte bzw. Vergiftungen und (Selbst-)Morde (durch Nötigung zu natur- und gesundheitsschädlichem oder gesellschafts- und sogar menschenverachtendem Verhalten). Wenn wir die Grundsätzlichen, die wichtigsten Dinge außer acht lassen, dürfen wir uns weder wundern, wenn wir uns irgendwann in Grund und Boden schämen oder eben genau da und früher landen, als wir uns gewünscht hätten.

P.p.s. Ich werde gleich noch in unserem Garten gehen und mal schauen, was noch in der Erde wächst bzw. wie ich das, was ich im Boden für das nächste Jahr so lebendig halten möchte, dass es dabei seine Widerstandskräfte trainieren kann, schützen kann, also so, dass ich nicht jedes Jahr wieder ganz neu damit anfangen muss, alles, was zu neuem Leben erwacht, zu verhätscheln, damit es bloß nicht krank wird oder vorzeitig stirbt. Das Leben ist hart und kein aufgehübschter Schaugarten. – Menschen, die seine natürliche Schönheit nicht (an)erkennen (wollen), dürfen sich nicht wundern, wenn sie davon – statt es bis an ihr Lebensende zu genießen – (alters-)schwach und krank werden.

 

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Dank für das Foto gebührt The New York Public Library (auf Unsplas)!

Arme Menschen …

… sind für mich nicht die, die kein Geld haben, um sich Dinge zu kaufen, die sie zum Leben brauchen, sondern die, die nicht wissen, wie sie notfalls auch ohne um Geld zu betteln überleben könnten.

… sind für mich nicht Menschen, die sich immer wieder etwas einfallen lassen (müssen), um ihrem Leben einen Wert zu geben, sondern die, für die das Leben anderer Menschen keinen oder weniger Wert hat als ihr eigenes oder die den echten Wert – also nicht nur die Produktionskosten, den Einkaufs-, Verkaufs- oder Schnäppchenpreis – all der Dinge, die sie besitzen, gar nicht kennen.

… sind für mich nicht die, die in ihrem Leben in den Augen anderer nichts erreicht oder vorzuweisen haben, sondern die anderen, die nicht sehen können, wie weit sie bei genau dem, was sie in ihrem Leben erreichen woll(t)en, gekommen sind.

… sind für mich nicht die, die nicht alles bekommen, was sie sich wünschen, sondern die, die nicht erkennen, dass Herzenswünsche immer irgendwann in Erfüllung gehen, solange sie nicht mit aller Macht dafür zu kämpfen versuchen (Denn Herzenswünsche vertragen keine Gewalt; aber nicht alle Wünsche sind echte Herzenswünsche, weil Wünsche auch aus Selbstmitleid und durch Neid auf andere entstehen können).

… sind für mich keine Menschen, die von Schicksalsschlägen getroffen werden, sondern die, die denken, das Schicksal wolle Menschen Böses statt sie zu lehren, auch mit schweren Verlusten leben zu können, bzw. alles dafür zu tun, damit anderen Menschen das gleiche Schicksal erspart bleibt.

… sind für mich nicht Menschen, die sich nicht anders zu helfen und wehren wissen als mit Worten um sich zu schlagen, sondern die, die bewusst Worte einsetzen, um andere zu verletzen oder zu manipulieren.

… sind für mich sowohl Menschen, deren Ego sich durch ehrliche Worte nicht nur beleidigt, sondern so tief verletzt fühlen, als wären sie körperlich misshandelt worden, genauso wie Menschen, die nicht nur Angst davor haben, sich Feinde damit zu machen, dass sie offen und ehrlich mit anderen reden, sondern sich dieser Angst fügen.

… sind für mich nicht die mit den größten Geldsorgen, sondern die – weil sie keine haben (wollen) – (auch) alle anderen Sorgen und Fürsorgepflichten vergessen.

Pass‘ also bitte auf, dass Du diese Welt irgendwann nicht als ärmerer Mensch verlässt als Du sie voller Vertrauen, Hoffnung und Optimismus betreten hast, obwohl Du alles dafür getan hast, mal nicht in größerer Armut leben zu müssen als Deine Eltern, oder Menschen vertraut hast, die Dir versprochen haben, dass es Dir ohne Geldsorgen mal besser gehen würde als den Menschen, die noch welche haben. Ich rede nicht von Schulden, denn in die begeben sich Menschen meiner Meinung nach viel zu sorglos. Aber Geld und Besitztümer sind nur Hilfsmittel, um möglichst einfach durchs Leben zu kommen, weil Du sie leicht tauschen kannst – mit Armut oder Reichtum haben sie für mich eher wenig zu tun (dafür viel mehr mit verdientem Glück, kleineren Betrügereien oder einflussreicher Manipulation bis hin zu  eiskaltem Kalkül).

 

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Dank für das Foto gebührt freestocks (auf Unsplash)!

Weißt Du eigentlich, welche Rolle Du im Leben anderer Menschen spielst?

Oder welche Rolle spielen andere für Dich?

Für Außenstehende, also ein Publikum, ist es oft relativ leicht zu beurteilen, wer im Umgang mit anderen Menschen wem (k)eine besondere Bedeutung im eigenen Leben zumisst – mit kleinen oder größeren, übertrieben wirkenden Aufmerksamkeit/en, mit respektvollen oder herablassenden Worten oder Blicken, mit liebevollen oder eher brutal anmutenden Handlungen.
ZuschauerInnen haben dafür keine oder wenig Ahnung davon, wie gut die Schauspielkünste von Menschen wirklich sind, z.b. sobald sie improvisieren müssen oder die eigene Bühne, die eigenen schützenden (vier) Wände verlassen haben und unbekanntes Terrain betreten und wie gut sie Rollen, die sie lieber gar nicht spielen würden, trotzdem beherrschen können. ZuschauerInnen wissen nicht, welche genauen Absprachen es möglicherweise zwischen unterschiedlichen Charakteren gegeben hat; wie zuverlässig sich alle an das halten, was sie anderen versprochen haben, ob ein heimlicher Masken-, Kostüm- oder Rollentausch stattgefunden hat, der sich erst später oder nie aufklären soll und vieles andere, was hinter den Kulissen abläuft.

Für mich ist jeder Tag eine offene Bühne, auf der ich nicht nur die unerschiedlichsten Rollenbilder erleben, sondern auch die unterschiedlichsten Menschen erleben kann, die versuchen, also sich Mühe dabei geben – oder auch nicht – sie oder einfach sich selbst darzustellen und auszudrücken: in den unterschiedlichsten Lebenssituationen, an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichsten Zeiten.

Wenn Dein Leben Dein Leben lang von Deiner Familie, ein paar wenigen FreundInnen oder nur einem einzigen Partner bzw. einer einzigen Partnerin und einem einzigen Job bestimmt wurde, von dem Du Dir mit Urlaubsreisen Auszeiten genommen hast, sowie wenn Du alle Rollenbilder mit denen aus Kino oder Fernsehen, Radio, Zeitungen oder Internet abgleichst, also eher oberflächliche Gespräche führst und Dich wenig für die hinter ihren Augen verborgene Seele der Menschen interessierst, kannst Du schwerlich behaupten, Du hättest viele unerschiedliche Menschen kennengelernt und (Lebens-)Erfahrungen mit ihnen gesammelt oder wüsstest – wenn Dich ihr Feedback zu Dir und dem, was Du tust, überhaupt nicht interessiert – viel über andere oder über Dich selbst, Deine Fähigkeiten, Deine Stärken und Schwächen.
Wenn Du wirklich wissen willst, welche Rolle Du besonders gut spielst und in welcher Du bisher vielleicht total versagt hast, musst Du lernen, nicht nur die Menschen zu fragen, die applaudieren, sobald Du Deine Bühne betrittst, sondern auch das kritische Publikum, das Dir Tipps geben könnte, besser zu werden.
Nimm‘ Kritiken nie so ernst, wie sie vielleicht für Dich klingen; aber behalte sie immer im Hinterkopf – vielleicht stellst Du selbst noch irgendwann fest, dass es gar nicht so schlecht ist und Du Dich selbst wohler fühlst, wenn Du sie berücksichtigst und eine neue Rolle daraus, also aus Dir, kreierst statt eine alte bis an Dein Lebensende zu spielen, nur weil Du sie in und auswendig kennst.

Die Bühne des Lebens steht auch Dir jeden Tag offen, zum Betreten oder „nur“ als stille oder begeisterte ZuschauerIn, die für Stimmung im Saal sorgt, auch wenn gerade ein Trauerspiel stattfindet!
Lass‘ Dich nie entmutigen, sie immer wieder zu betreten oder früher als erwartet zu verlassen, wenn Du keine Lust mehr hast, im Rampenlicht zu stehen oder Buh-Rufe für etwas zu ernten, was Du Dir mühsam ausgedacht hast und auf das Du auch ganz alleine, in Ruhe und Stille hättest stolz sein können, weil Dein Publikum eines ist, das wenig von Deiner Kunst versteht.
Alles, was Du tust, spielt immer eine Rolle – für irgendjemanden oder irgendetwas.
Also versuch‘ vor allem nicht, etwas zu verbergen, was irgendwann ohnehin ans Licht kommen wird, – denn nichts bleibt ewig im Dunkeln – egal, ob Du selbst dann noch für irgendjemanden eine Rolle spielst oder nicht: Deinen Namen oder den Deiner Familie wird man mit Sicherheit noch damit in Verbindung bringen können.

P.s.: Welche Rolle stellst Du Dir eigentlich momentan vor, wenn Du dem aktuellen political correct-Trend folgst und einen der verordneten Maulkorbvarianten anlegst: die medizinische, die bisher – aus gutem, wenn auch nicht infektiologischem Grund – nur Labor- und Pflegekräfte sowie MedizinerInnen oder Strafgefangenen vorbehalten war, oder die spezial-einheitliche, die sich bisher nur in voller Sicherheitsmontur vor Virenübertragungen schützen konnte, aber Dank neuester Technologien nur noch Feinstaubfilter(tüten) über Mund und Nase stülpen muss, um keine Gefahr, bzw. eine/n GefährderIn, mehr für sich selbst und andere Menschen darzustellen.

P.p.s.: Zu den besonders schlechten SchauspielerInnen gehören übrigens für mich Menschen, die nur so tun, als würde es sie nicht kümmern, dass andere sich nicht um sie sorgen, während das kein lebendes Wesen wirklich ernst meinen (und deshalb auch nicht ernst genommen werden) kann, wenn er/sie/es

  • dann wütend auf Menschen ist, die es tatsächlich nicht tun;
  • deswegen unglücklich ist bzw. traurig aussieht oder auf andere Menschen ungewöhnlich still oder aufgedreht wirkt;
  • dünn wegen Appetitlosikeit oder dick geworden ist vom Frustessen oder fehlendem Ansporn, sich ausreichend zu bewegen; oder
  • früher oder später – trotz angeblich (oder, in den Augen von Menschen mit vielleicht langjährigen Lebenserfahrungen, aber ohne echte Menschenkenntnisse, „tatsächlich“) bester Gesundheit – unerwartet und plötzlich (schwer) krank geworden oder vielleicht sogar verstorben ist, vor Sorgen um sich selbst oder andere, die für ihn/sie/es eine besondere oder eigentlich gar keine Rolle mehr gespielt haben bzw. hätten spielen sollen/dürfen/müssen/können.

 

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Dank für das Foto gebührt Kyle Head (auf Unsplash)!

In einem gesunden Flow sein …

… heißt weder nicht ganz bei Dir zu sein, noch Dich unter anderen Menschen aufzulösen!

Es bedeutet nicht,

  • durch Dein Leben zu hetzen
  • so viel wie möglich zu tun oder zu erleben, und dabei
  • immer wieder innehalten zu müssen, damit Du überhaupt zum Atmen kommst.

Dein Leben gerät vor allem ins Stocken oder Du ins Strudeln, wenn Du nicht das tun kannst, was Du Dir zuliebe und dem bzw. denen, die Du liebst zuliebe, tun solltest – nämlich dem Weg folgen, bei dem nicht nur Dein Geist frei fließen und/oder sich Dein Körper möglichst oft im Flow, also nicht in einer zu festen oder in zu häufig und schnell wechselnden Positionen befindet. sondern auch die Menschen, mit denen Du zusammen bist.
Menschen lieben gemeinsame und einsame Flow-Erlebnisse: (zusammen) zu feiern, zu tanzen und zu singen oder anders Musik, Kunst oder Sport zu machen und sich kreativ zu betätigen, auch bei ihrer Arbeit.
Je nachdem, ob Du in Deinem Alltag zu viel oder zu wenig davon, mit anderen oder alleine, hast: Such‘ Dir zum Ausgleich sinnvolle Hobbies, bei denen Du Deinem vernachlässigten Körper oder Deinem vernachlässigten Geist, Deinen vernachlässigten persönlichen Vorlieben oder Deinem vernachlässigten, menschlichen Gemeinschaftssinn kreative Flow-Erlebnisse verschaffen kannst.

Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, etwas Leckeres zu essen.
Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, sich unter dem Vorsatz zusammen zu finden, sich zu betrinken.
Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, zusammen an der frischen Luft zu stehen und zu rauchen.
Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, ehrgeizig oder exzessiv (Tanz-/Schwimm-/…)Sport zu treiben, ob alleine oder in einem Team.
Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, sich in einem großen Raum von Menschen auf einer Bühne unterhalten zu lassen.
Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, alleine vor einem Bildschirm zu sitzen und immer wieder dieselben Spiele zu spielen.
Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, zwanghaft Ordnung halten zu müssen, zu putzen, zu kochen oder zu backen.
Es ist kein kreatives Flow-Erlebnis, einen All inc.-Urlaub zu buchen und sich unter verschiedenen Programmangeboten täglich ein neues auszusuchen.

Es gibt unendlich viele Beispiele für den scheinbar sinnvollen Ausgleich zu einem Leben, in dem Deine Energien aber genauso wenig frei fließen können wie in den Situationen, in denen Du Dich so gefangen oder eingeengt fühlst, dass Du ihnen entrinnen bzw. sie meiden möchtest.

Dass Du Dich in Deinem Flow auf einem sicheren Holzweg befindest – zumindest falls Du etwas dafür tun willst, möglichst lange frei beweglich zu bleiben und auch im Denken nicht einzurosten – zeigt Dir irgendwann Dein Körper (mit Verspannungen oder anderen unangenehmen Gefühlen und ungewöhnlichen Veränderungen) oder Dein Geist (mit Konzentrationsproblemen oder fehlender Neugier, also Depressionen), Dein Bedürfnis nach mehr Zeit für Dich alleine, nach Meer, Meerestieren oder einem anderen Gewässer und seinen BewohnerInnen oder nach einer Gemeinschaft, zu zweit, mit wenigen oder mit vielen anderen Menschen.

Also, tritt Dir bitte endlich in den Hintern, falls Du Dich nie lange genug körperlich bewegst, um überhaupt ins Schwitzen kommen zu können; oder mach‘ lieber ein bisschen langsamer, wenn Du Dich immer nur hinterher – nachdem Du Dich körperlich ausgelastet hast – gut fühlst.
Streng‘ Deinen Kopf zur Abwechslung für etwas an, was Dir irgendwann Spaß verspricht, sobald Du es fließend kannst; oder lass‘ Deiner Fantasie öfters mal freien Lauf, wenn Du das bisher für Zeitverschwendung gehalten hast.
Nimm‘ Dir mehr Zeit für Dich, wenn Du Dich zu sehr nach den Lieblingsbeschäftigungen und damit Flow-Erlebnissen anderer richtest; oder such‘ Dir Gleichgesinnte, die Dich nicht (nur) beeindrucken, sondern von denen Du Dich beeinflussen lassen möchtest – weil in Hinsicht auf ins Stocken geratene Energien sinnvoll scheint, was sie tun.

Es gibt so viel, was Du tun kannst – außer zu denken, dass alles, was Dir bereits Spaß macht oder was Du Dir wünschst, um Dich im Flow zu fühlen, auch gut dafür ist, dass es Dir weiterhin gut geht und Du im (Energie-)Fluss bleibst.
Es ist kein freier Flow möglich, wenn Du unausgewogen lebst, das heißt Dich zu einseitig – nach oben oder unten, nach rechts oder links oder im Kreis herum – orientierst oder vor zu vielen Hindernissen anhalten bzw. sie jedes Mal schnell überspringen willst.
Geh‘ also – statt andere zu fragen, was Du dagegen tun kannst, dass Du Dich unausgeglichen fühlst – zuerst tief in Dich, bis Du das Blut in Deinen Adern fließen fühlst. Ich denke, das kann Dir am besten „zuflüstern„, was es bräuchte, was ihm also fehlt oder was es daran hindert, im Flow zu sein.
Und dann fang‘ einfach an, es zu tun; immer ein bisschen mehr davon – bis ein kleines Tröpfchen und vielleicht auch ein paar Tränen zu einem echten Fluss geworden sind, von dem sich viele Menschen sogar noch weiter durchs Leben tragen lassen, wenn ihre Füße nicht mehr wollen.

 

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Dank für das Foto gebührt Martin Adams (auf Unsplash)!

Wenn Du von anderen Menschen Veränderungen erwartest …

…, die nur Dir besonders wichtig sind, weil Du Dich dann wohler fühlst …

… – Dann wirst Du bei einigen vermutlich noch lange (er)warten bzw. Dich irgendwann ohne die anderen Menschen wohlfühlen müssen, die es satt haben, dass Du von ihnen erwartest, dass sie Deine Wohlfühl- oder Harmonie-Erwartungen erfüllen.

Nicht jede/r hat dieselben Schönheitsideale, modischen Vorlieben oder denselben Geschmack und Geruchsinn wie Du und verträgt einfach anderes – viel mehr oder weniger -, auch sich selbst mit (sehr) viel mehr oder weniger Menschen als Du – egal wie sie aussehen und sich anziehen; sich anhören oder duften; was sie essen (möchten/können/dürfen/sollen) oder was nicht; was sie glauben (wollen) oder nicht; wie gesetzestreu sie sich verhalten oder welche unsinnigen oder sogar gesundheitsschädlichen Regeln sie bewusst übertreten etc.
Wir Menschen sind definitiv nicht alle gleich!
Alle, die sich im Recht fühlen, allen anderen genau das vorschreiben zu dürfen, was ihnen selbst am Besten in den Kram passt, dürfen sich nicht wundern, wenn immer mehr tolerantere Menschen ihnen den Rücken kehren; wenn sie der willkürlichen Diskriminierung beschuldigt werden und Menschen, die sich in ihrer Nähe nicht (mehr) wohl fühlen, möglichst fern von ihnen halten.

Wir müssen nicht alle eng zusammenleben; niemand von uns muss tolerieren oder akzeptieren, was er/sie an anderen nicht akzeptieren möchte. Wir müssen nicht allen anderen um den Hals fallen und sie lieben. – Aber wir könnten uns weiterhin freundlich begegnen und wenigstens einen schönen Tag wünschen.
Es gibt vermutlich sogar Menschen, die schon wütend werden, wenn man ihren Erwartungen nicht genügt und ihre Wetterwahrnehmung nicht teilt oder -vorhersage bezweifelt. Deshalb überlege ich mir – je nach Tageslaune – immer genauer, wie viel Zeit ich mir für welche Gespräche nehmen möchte und welche meiner Erwartungen oder Hoffnungen ich dafür zurückschrauben sollte:
Umso besser Du Dich, Deine Mitmenschen und andere kennst, umso seltener enttäuscht wirst Du sein, wenn Du das Gefühl hast, Du hättest Dich selbst anderen zuliebe verändert, ohne das sie das überhaupt bemerken. Frag‘ also zukünftig immer erst einmal nach, welche Erwartungen oder Wünsche andere Menschen überhaupt mitbringen, und denke nie, Du könntest einfach für sie denken und wissen, welche Veränderungen ihnen – und dadurch vielleicht sogar Euch allen – Freude bereiten könnten.

P.s.: Menschen haben die Möglichkeit, sich entweder zukünftig so zu arrangieren, dass es allen egal ist, was die jeweils anderen tun oder lassen möchten, oder sich auf halber Strecke entgegenzukommen, also nicht nur so, dass Du einige das Gefühl haben, sie hätten schon mehr als einen Schritt oder viel größere Schritte getan und Anstrengungen auf sich genommen, ohne zu sehen, dass sich andere schon mindestens genauso viel bewegt haben, über ihre eigenen (Lid-)Schatten gesprungen sind oder sich in den eigenen Hintern getreten haben statt sich dort das Fett absaugen zu lassen.

P.p.s.: Sei bitte nie so naiv zu glauben, Menschen könnten sich nur aus Liebe zu Dir verändern! Menschen können Dir höchstens versprechen, ihr Bestes zu geben, bestimmte Verhaltensweisen in Deiner Gegenwart nicht mehr oder vermehrt an den Tag zu legen. Wirkliche, tatsächliche, nicht nur scheinbare Veränderungen können nur statt finden, wenn Menschen ihren Sinn erkannt haben und sie auch aus sich selbst heraus wollen.

 

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Dank für das Foto gebührt Raphael Lovaski (auf Unsplash)!