Immer wieder lustig, auf Dauer nur langweilig oder sogar nervtötend?

Von (pausenloser) menschlicher Lust auf Nerven(ge)kitzel (um gefühllose Nerven „wach“ zu machen bzw. irgendwie am Leben zu erhalten) oder stattdessen eher Betäubung (durch Überreizung oder Anästhesie) der eigenen bereits „frustrierten“ Nerven?

Oder: Warum es einigen Menschen schon die (Lust und) Laune verdirbt, wenn andere sie nur über Distanz oder (elektronische oder andere) Medien bzw. ihre Augen- oder Ohrennerven reizen, also gar nicht innerlich berühren, während andere – um nach ihren persönlichen (realitätsnahen, generalisierten oder idealisierten)Vorstellungen von (Frust- oder Schmerz-)Toleranz zu leben – (Grenz-)Erfahrungen suchen, um sich selbst abzuhärten oder (hinterher) von anderen dafür entschädigt – hinweggetröstet oder sogar belohnt – zu werden

Vielen – nicht einmal unbedingt nur völlig ungebildeten – Menschen scheint nicht bewusst zu sein, was sie ihrem Körper und Geist tagtäglich antun bzw. mit welchen Folgen sie fest rechnen könn(t)en, wenn sie zwar das, was sie tun, „in vollem (geistigen) Bewusstsein (des Moments)“ tun, aber ohne Gewahrsam dessen, was ein Geist – im Voraus – spüren bzw. wissen kann (oder könnte) bzw. was nicht. Möglicherweise fehlt ihnen die (individuell-lebenserfahrungsbedingte) körperlich-geistige Reife dazu oder stattdessen das (gemeinschaftliche) Interesse daran, (die eigenen) Lust- bzw. immer auch damit verbundenen Frustgefühle verstehen zu können oder wollen.
Natürlich sind nicht alle Menschen – an unterschiedlichsten Orten dieser Erde, unter unterschiedlichen Start- sowie Entwicklungsbedingungen, also Freiräumen sowie im verlaufe ihres von den eigenen Lebenserfahrungen geprägten Lebens – gleich. Deshalb sollte auch nie pauschalisiert werden, dass eine bestimmte Handlung bzw. Lebens- oder Verhaltens- (Bewegungs-, Ernährungs-, Atem-, Fortpflanzungs-)weise auf dieselben – lust- oder frustgetriebenen – Beweggründe zurückgeführt werden kann oder für alle dieselben Konsequenzen nach sich zieht.

Je nachdem, wie „gut“ oder „schlecht“ ein Körper und/oder Geist unter Berücksichtigung seiner individuellen Voraussetzungen – auch in Frustrationstoleranz – „geschult“ oder auch „einfach nur ernährt“ ist, kann er mehr oder weniger (Schicksals-)“Schläge“ aushalten (bevor er darunter zusammenbricht) oder Niederlagen vielleicht sogar völlig unbeschädigt – mit Gelassenheit – ertragen. Auch ein neugewonnenes Bewusstsein für die eigenen (Denk-)Fehler oder (körperlichen)Schwächen kann selbst bei einem unfairen, vielleicht sogar blutig oder mit anderen Verletzungen endenden „Spiel“ ein persönlicher Gewinn sein. Dabei macht es einen großen individuellen Unterschied, wie (lange) schmerzhaft die Gewinn- und/oder Verlusterfahrungen beim „spielerischen Lernen“ sind und welche „Trostpreise“ es für (enttäuschte) Verlierer oder Verliererinnen gibt. Jede Lust darauf, (spielerisch) Lebenserfahrungen machen zu wollen, um daraus zu lernen, wer vielleicht „besser“ ist oder einfach mehr „Glück“ (verdient) hat, kann sich irgendwann in Frust verwandeln, wenn sich die eigene (Spiel-)Strategie auf Dauer nicht auszahlt, niemand mehr mitspielen möchte oder aufgrund von Gewöhnungseffekten kein (Lust-)Gewinn mehr erbracht wird.

Nicht nur um der eigenen Gesundheit bzw. körperlichen Unversehrtheit (um z.B. Parästhesien zu vermeiden), sondern auch um der Lust bzw. Freude am eigenen Leben willen, macht es Sinn, die eigenen Fähigkeiten und (Widerstands-)Kräfte bzw. notwendige Regenerationszeiten (von Umwelteinflüssen) und dazu hilfreiche Entspannungstechniken und unterstützende Entgiftungsmaßnahmen zu kennen bzw. kennenzulernen und einzuhalten, sich also beim eigenen Zeitvertreib – nicht nur zum Spaß, weil etwas so lustig oder gewinnversprechend ist – danach zu richten.

Freude oder Lust auf etwas aus anderen „herauskitzeln“ zu wollen, die sie gar nicht in sich haben, wenn sie genau das sehr ernst nehmen (statt locker-entspannt damit umgehen bzw. es mit einem Lächeln im Gesicht umgehen zu können), kann jedenfalls für alle Beteiligten zur Qual werden.
Dann sollte man sich lieber so lange getrennt voneinander vergnügen, bis die Sehnsucht nacheinander die Lust mit sich bringt, wieder etwas zu versuchen, worauf vielleicht wirklich alle gemeinsam Lust haben (was also nicht nur die Bereitschaft erfordert, anderen zu Liebe zur Not auch lustlos  – ohne Sinn danach und Verstand bzw. Verständnis dafür – mitzumachen).

 

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Dank für das Foto gebührt Tim Gouw (auf unsplash.com)!

Von Anfang an (und bis zum eigenen Ende) gut vorbereitet fürs und vom Leben lernen

Wie Menschen (und Tiere) entweder lebenslang an ihren Lebensaufgaben bzw. den Fragen, die sich ihnen dazu stellen, natürlich wachsen und erstarken oder vor sich hinkümmern und eingehen, sie also meistern oder daran scheitern können 

Unser menschliches oder vielmehr menschengemachtes Leben, für das „Kulturschaffende“ – sowohl in der (noch relativ) freien Natur (in der Menschen inmitten von bzw. mit  und von der Natur leben, das heißt mit den natürlichen Ressourcen, die sie ihnen bietet, ohne „Importwaren“ voll versorgen können) als auch in unseren (noch) dörflich geprägten oder (groß-)städtischen „Zivilisationen“ (die davon leben, dass sie von außen mit natürlichen Grundnahrungsmitteln und anderen Rohstoffen versorgt werden) – (mit-)verantwortlich sind, ist für viele Menschen, selbst wenn sie es studiert haben, im Großen und Ganzen immer noch ein großes Mysterium: Um es – vermeintlich – besser verstehen zu können, erkunden und erforschen sie dessen Dimensionen weiterhin bis an seine entlegensten Grenzen  oder untersuchen es gründlich bis ins kleinste Detail gründlich. Zwar wirft jede neue Erkenntnis nur neue Fragen auf, die sich dazu stellen lassen; trotzdem nimmt gleichzeitig natürlich mit jedem neuen Tag an – global gesehen – unzähligen neuen Entdeckungen oder Lebenserfahrungen auch ein universelles (Verantwortungs-)Bewusstsein stetig zu, zumindest innerhalb der (Tier-)Gattungen oder Individuen, die sich – wenn auch nur bildlich und (noch) nicht in geschriebener FormFragen zu ihrem Dasein stellen können. „Was liegt in meiner eigenen Macht bzw. innerhalb meines Einflussbereichs?“ „Was kann ich also bewirken und was nicht?“ Beziehungsweise: „Wovon sollte ich vielleicht zukünftig besser die Finger lassen, weil es mir (wieder) auf die Füße fallen und nicht „nur umgangssprachlich“ Kopf-, Bauch- oder Herzschmerzen, sondern echte körperliche Probleme bereiten könnte?'“ Das sind einige der Fragen, die Menschen – meist un- oder unterbewusst – antreiben oder zumindest angetrieben haben, bis sie – meist aufgrund schlechter Erfahrungen – ihr „kindliches“, argloses Interesse daran, verloren haben. Wessen Fragen nie befriedigend beantwortet werden – weil sie vielleicht

  • den „falschen“, also in der „Materie“ unerfahrenen Menschen gestellt wurden, die gar keine Antworten darauf kennen oder dazu neigen, sie nur unzureichend bzw. schwer verständlich  zu geben, oder
  • am „falschen Ort„, zum „falschen Zeitpunkt“ von Bedeutung waren, wenn niemand Zeit hatte, sich gedanklich so damit auseinanderzusetzen, um gute Erklärungen dazu abgeben zu können.

Mir scheint, dass sich gerade trotzdem ein völlig natürlicher, evolutionär bedingter, universaler Erkenntnis– bzw. menschlicher (Bewusstseins-)Entwicklungsprozess so sehr beschleunigt, dass er immer mehr Menschen klar vor Augen geführt oder anders erfahr– und spürbar gemacht wird. Selbst vielen Menschen,

  • die von niemandem darin geschult, also unterrichtet wurden, ihre Augen, Ohren und anderen Sinnesorgane sowie körperlichen und geistigen (Wahrnehmungs-)Fähigkeiten so zu nutzen, um (lebens-)wichtige Informationen nicht nur finden und verarbeiten zu können, sondern auch auf ihre Echtheit, also ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen, das heißt sinnvoll zu filtern, bzw.
  • die ihn anderen, die ihn schon lange haben kommen sehen bzw. mitverfolgt haben, nicht abgenommen, also nicht daran geglaubt haben, dass sich von einem Tag auf den anderen wirklich alles ändern könnte, was sie bisher für „normal“ oder „ganz natürlich“ und „selbstverständlich“ hielten,

fällt oft keine andere Erklärung mehr dazu ein, die sie als Ausrede dafür nutzen könnten, dass sie vieles selbst gar nicht wissen bzw. verstehen könn(t)en, weil sie nicht an eine generelle und lebenslange Lernfähigkeit oder Veränderungs– und damit Anpassungsfähigkeit des Menschen an völlig neue, eben veränderte Lebensbedingungen glauben.

Eine plötzliche, unbeabsichtigte Erkenntnis bzw. eine Idee, deren Äußerung oder praktische Umsetzung zu einem – vielleicht sogar unerwarteten – Lernerfolg führt, begeistert normalerweise jedes Kind, kann aber Menschen, die dachten,

  • bereits ausgelernt zu haben bzw. nichts mehr lernen zu müssen, woran sie gar kein (Eigen-)Interesse haben, und
  • nur noch eigene Lern- oder sonstige Ziele im Leben verfolgen zu können,

völlig aus der Bahn – ihrer eigenen (Um-/Lauf-)Bahn bzw. in Zyklen verlaufenden Entwicklungslinie – werfen.
Dabei könnten alle Menschen entweder – wenn sie nicht völlig verzogen bzw. in ihrer Individualentwicklung (zugunsten einer bestimmten Gruppe) gebremst oder zu einseitig gefördert wurden – noch intuitiv wissen, was tatsächlich richtig bzw. wirklich gut oder wichtig für sie zu wissen (oder tun) ist (und was eher nicht), oder Möglichkeiten haben, es – alleine oder gemeinsam mit anderen Interessierten – herauszufinden. Denn dass die Fähigkeit oder Prädisposition dazu – eine Begabung dafür – allen Menschen eigen, also von Natur aus auf ihren Lebensweg mitgegeben worden ist, davon bin ich überzeugt. Sie sinnvoll und nachhaltig zu nutzen (statt sie dabei abzunutzen oder sogar zu missbrauchen) „will“ allerdings – in der praktischen Anwendung – gelernt sein.

Den Fokus der eigenen (Selbst-)Wahrnehmung, wie in vielen Gesellschaften von Menschen üblich, von klein an auf das (geistige oder seelische) Wohlergehen oder sogar den materiellen Wohlstand einer (Lebens-)Gemeinschaft (statt auf

  • die eigene (Selbst-)Wahrnehmung der äußeren Umstände, die unseren Lebensraum ausmachen und unsere Lebenszeit mitbestimmen, und
  • eine möglichst freie, unabhängige Entwicklung zur Selbstständigkeit)

auszurichten, hat schwerwiegende Auswirkungen auf jedes Individuum, das sich nicht losgelöst davon erleben kann. Daher können auf diese Weise „geschulte“ – oder so einseitig (ein-)gebildete, gelehrte, indoktrinierte bzw. aufgrund dessen oft auch körperlich einseitig entweder besonders abwechslungsreich „gut“ oder einseitig „schlecht“ er– oder genährte – Menschen natürlich auch nicht oder nur sehr schwer für sich allein sprechen bzw. frei-willig oder -geistig bzw. auch körperlich ungehemmt – ohne Rücksicht auf die Meinung ihrer „soziale Gruppe“ – die Verantwortung für sich selbst übernehmen.
Ein Sozial– und auch Bildungssystem, in dem Menschen bewusst „alle gleich“ behandelt werden sollen, so dass einzelne für andere nur dann eine besondere Rolle spielen, wen sie „besonders auffällig“ – im guten oder schlechten Sinne – sind und sich dadurch aus der Masse herausheben und andere beeindrucken (also die – lebenswichtige – Aufmerksamkeit anderer auf sich ziehen) können, erschafft sich – auf ganz natürliche Weise – seine eigenen – vermeintlich – „Lernbehinderten“ oder sogar Soziopathen und Soziopathinnen, für die das Wohlergehen anderer, die sie als „unter ihrer (Menschen-)Würde“ betrachten, kaum eine Rolle spielt.

Das unnatürliche Leben (und vorschriftsmäßige Lernen), das jungen Generationen aktuell an vielen Orten dieser Erde in die Wiege bzw. schon in jungen Jahren in die Hände gelegt wird, kann von ihnen gar nicht frei von gesellschaftlichen, kulturell geprägten Erwartungen und Traditionen gestaltet werden. Selbst wenn für alle, die genau hinschauen (können/wollen/müssen), ganz offensichtlich ist, dass damit an vielen Stellen mehr Schaden angerichtet wird als dass an anderen etwas nachhaltig Sinnvolles daraus entsteht, müssen Kinder gesetzlich festgeschriebene (mehr oder weniger tägliche) „Pflichten“ erfüllen, die ihnen auferlegt werden. Dabei macht es prinzipiell keinen Unterschied, ob sie in den öffentlichen Dienst treten, eine Managerlaufbahn einschlagen, einen (freien oder Ausbildungs-)Beruf erlernen oder nur ein Hobby, also eine Freizeitbeschäftigung ausüben wollen – wem Türen geöffnet werden sollen, die „Nicht-Pflichtbewussten“, für Auswendiglernerei zu „querDenkenden oder für reines „Nachmachen“ zu Kreativen meist verschlossen bleiben, muss sich menschengemachte Regeln nicht nur merken, sondern sich auch dann daran halten können, wenn sie der eigenen Natur völlig zuwider oder aus entwicklungsgeschichtlicher Sicht längst nicht mehr zeitgemäß sind.

Alle Menschen könnten etwas darüber lernen und daher auch wissen, dass einseitig routinierte Abläufe, die sowohl unser modernes Berufsleben als auch vielerlei Freizeitaktivitäten prägen, auf Dauer gesundheitsschädlich oder zumindest schwindelerregend sind bzw. eine (Schwind-?)Suchtgefahr mit sich bringen, wenn Menschen nicht immer wieder innehalten und bewusst – zur Erholung davon bzw. als AusgleichGegenbewegungen machen. Wir wären prinzipiell dazu in der Lage, gezielte Aufklärungsarbeit über die menschliche Lernbereitschaft bzw. Wissbegier (und den Tribut, den sie in der Vergangenheit häufig gefordert hat, ohne dass Menschen hinterher bereit waren, ihn auch selbst zu zahlen) zu betreiben und vor Gefahren zu warnen, die es mit sich bringt, bei etwas zu leichtsinnig oder übermütig-unvorsichtig und wenig vorausschauend vorzugehen (weil man glaubt, völliges Neuland zu betreten und das Ergebnis ohnehin noch nicht absehen zu können). Es gäbe hinreichend abschreckende Beispiele; auch oder vor allem unter denen, deren Verhalten oder Denkweisen in der Vergangenheit oft als „vorbildlich“ in die Köpfe von Menschen gepflanzt wurde.Es wäre meiner Meinung nach längst an der Zeit, dass auch Erwachsene sich selbst und ihren – angeblich oder vermeintlich demokratisch – „auserwählten Experten und Expertinnen“ nicht nur wieder mehr Fragen stellen, sondern auch darauf bestehen, dass sie ehrlich und so ausführlich gegeben werden, bis auch die Letzten sie verstanden und keine (Verständnis-)Fragen mehr dazu haben. Lebenserfahrene Menschen könnten vor allem Jüngeren mit Sicherheit dabei helfen, ihre Fragen dazu zu beantworten, wie sie selbst zulassen oder vielleicht sogar daran mitwirken konnten, dass vieles in der Welt so weit kommen konnte, wie es aktuell gekommen ist (weil zu wenige einen Schritt zurücktreten und andere vortreten bzw. etwas einfach ganz sein oder geschehen lassen und nur aufmerksam beobachten oder zuhören wollten, um etwas daraus lernen zu können). Menschen könnten gut vorbereitet ins Leben starten und auf alles gefasst sein, was sie erwarten könnte – wenn sie weder im einseitigen Glauben an eine „heile“ (Märchen-) oder unberechenbar gefährliche (Horrorgeschichten-)Welt“ großgezogen werden würden. Das erlernte Denken, dass sich alles, was vielleicht „nur aus Versehen“ zerstört wurde, auch (schnell) wieder reparieren oder notfalls ersetzen und damit – ohne großen zeitlichen Verzug (der für eine natürliche Regeneration oder Heilung notwendig wäre) – wiedergutmachen lässt, kann eine Seele genauso an der Realität zerbrechen lassen wie die Überzeugung, dass im Grunde nichts im Leben eine tragende Rolle spielt, auf der die Zukunft aufgebaut werden könnte (weil alles ohnehin vergänglich ist und jeden Tag wieder vorbei – zu Ende – sein kann); spätestens wenn Menschen das Gegenteil dessen am eigenen Leib erfahren., was sie sich selbst davon erwartet haben, sich auf ihr (Körper-)Gefühl, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu verlassen.

Ich kann häufig nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich mitbekommen, wie wenig kritisch Menschen befragt werden, die weitreichende Entscheidungen treffen dürfen, selbst wenn sie nicht „nur Geld“ oder andere „tote“, rein materielle Dinge, sondern damit auch das Leben diverser Menschen (oder Tiere und vielfältiger anderer Lebewesen) betreffen. Allerdings habe ich aufgehört, mich zu sehr über Menschen aufzuregen, die in den Positionen oder Lebenslagen, in denen sie sich befinden,  keinerlei Widerstand gegen ihre „Unterdrückung mit (schlau klingenden) Worten“ leisten – weil ihnen (noch) nicht beigebracht wurde, „gute“ Ausreden zu erkennen und diese nicht nur neu – geschickter – zu hinterfragen, sondern sich vor allem zu weigern, diese als Erklärung oder „guten Rat“, anzuerkennen, also möglicherweise als Empfehlung oder sogar strikte Anweisung, danach zu handeln. Niemand muss tun bzw. sich zu etwas zwingen lassen, was er oder sie für keine gute Idee hält bzw. ihm oder ihr keinen Lerneffekt oder anderen „Spaß“ verspricht. Es kann nicht immer nur Freude bereiten, anderen dabei zusehen zu müssen, wie sie selbstständig lernen (und ihre eigenen theoretischen Denk- oder praktischen Ausführungsfehler machen) wollen. Aber wenn ich etwas – was mir auch mein Biologiestudium bisher nur bestätigen konnte – vom Leben gelernt habe, dann ist es, dass es immer Voreilige geben wird, für die bereits „alles zu spät“ ist, weil sie nie auf den „richtigen“ Zeitpunkt für ein Vorhaben warten, sondern es möglichst früh oder sogar um jeden Preis als Erste erleben wollen, und andere, die in Ruhe – geduldig – darauf warten können, dass sie auch ihre Chancen bekommen werden, etwas mit dem anfangen zu können, was sie in ihrem Leben gelernt haben, auch wenn sie vielleicht manchmal denken, dieser Moment würde nie kommen.

 

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Dank für das Foto gebührt Andre Taissin (auf Unsplash) und ein ganz herzlicher Gruß geht an alle Menschen, denen ich zutraue, dass sie noch lange bereit sind, aus ihrem Leben zu lernen und es mit mir oder anderen zu teilen)!

Wenn sich kein Kreis schließt, sondern eine Falle zuschnappt

Eheliche Pflichten statt freie, selbstverantwortliche, respekt- und vertrauensvolle Liebe

Der kulturell begründete „heilige Bund der Ehe“ kann aus biologischer Sicht zur Gesundheitsgefährdung werden: Wenn Menschen, die sich – oftmals im Rausch von (Glücks-)Gefühlen oder aufgrund einer Torschlusspanik(-attacke), also nicht bei klarem Verstand befinden – ein Versprechen gegeben haben, das sie auch halten, wenn sie darunter (gesundheitlich) zu leiden beginnen.

Natürlich mag es – vor allem Menschen, die entweder

  • genau wissen, dass sie alleine dazu neigen, schlecht für sich selbst zu sorgen, oder
  • wenig Ahnung haben, wie sie überhaupt alleine für sich sorgen, also all ihre Bedürfnisse (vor allem vielleicht die nach körperlicher Nähe oder sogar nach einer „eigenen Familie“) selbstständig befriedigen könnten –

ein Gefühl der Sicherheit geben, sich in beiderseitigem Einverständnis mit einem anderen Menschen „freiwillig“ dazu zu verpflichten, sich nicht nur in „guten“, sondern auch in „schlechten Zeiten“ beizustehen.

Für mich bleibt es allerdings fraglich, ob sich viele Paare auch so lange (zumindest nach außen hin) die Treue halten würden, wenn sie diese zwischenmenschliche Verbindung (einer „rechtmäßigen“ Ehe) nicht völlig „unnatürlich“ – nämlich „offiziell-förmlich“, rituell bzw. nach familiären, kulturellen, traditionsbewussten oder bewusst „modernen“, individuellen Idealvorstellungen unter Zeugen – eingegangen wären und/oder auch „gebührend gefeiert“ hätten, sondern sie jeden Tag wieder neu – völlig „unvorbelastet“, frei – entscheiden könnten, ob sie den gewählten Partner oder die gewählte Partnerin auch weiterhin behalten möchten.
Selbst Menschen, die über viele Jahre voneinander begeistert waren und aufgrund ihrer gemeinsamen Vorlieben glücklich zusammengelebt haben, können sich mit zunehmendem Alter – vor allem, wenn gemeinsame Perspektiven fehlen – in völlig unterschiedliche Richtungen, also z.B. neue, sich möglicherweise gegenseitig ausschließende und daher zu Streitigkeiten führende Interessen oder (Essens-, Trink-, Schlaf-, oder sonstige) Gewohnheiten entwickeln (bzw. möglicherweise aufgrund ungesunder Gewohnheiten schwer zu ertragende Krankheitsbilder, die ein harmonisches Zusammensein unmöglich machen können).

Ich glaube, dass sich erst dann, wenn Menschen ehrlich miteinander darüber reden, warum und unter welchen Bedingungen sie ihr Leben miteinander verbringen möchten, – statt sich (bei) etwas „auf alle Ewigkeit“ oder zumindest „bis dass der Tod sie scheidet“ zu ver-sprechen – zeigt, wer sich wirklich liebt und gemeinsame Lebensziele verfolgt. Natürlich kann es für Menschen auch Sinn machen, aus Pragmatismus oder Angst vor dem Alleinsein und fehlender „liebevoller“ Versorgung (mit Nahrung oder einem „lebenswerten“ Zuhause) ein Zusammenleben mit einer – vermeintlich – zuverlässigen oder „billigen Hilfskraft“ bzw. einem „Spielgefährten“ (bzw. einer „Spielgefährtin“) oder einem „Leidensgenossen“ (bzw. einer“ Leidensgenossin“) in Kauf zu nehmen und sich bei Bedarf gegenseitig die einem Eheversprechen zugrundeliegenden „Liebesdienste“ zu erweisen.

Mögen alle „einsamen Seelen“, die es aktuell vorziehen, dieses meiner Meinung nach scheinheilige – von Staaten und Kirchen bzw. Religionen oder auch Hollywood und einer „Hochzeitsbranche“ – unterstützte (Vorzeige/Paradebei-)Spiel nicht mehr mitzuspielen, trotzdem früher oder später auf ihre „Traumpartner“ oder „-partnerinnen“ treffen. Es gibt bessere bzw. zumindest andere Gründe, als Paar zusammenzuleben, als Steuern oder Versicherungszahlungen zu sparen oder eine „offiziell anerkannte“ (und damit auch steuerlich geförderte) Familie zu gründen, d.h. Kinder zu „produzieren„, um sie im Glauben an bestehende („Sozial“-, Rechts-, Schul-, Gesundheits-, …)Systeme aufzu- bzw. zu erziehen.

 

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Dank für das Foto gebührt Bruno Ticianelli (auf pexels.com)!

Geschmacklos, aber wirkungsvoll (oder umgekehrt)?

Oder: Was richten Menschen guten Gewissens (un-)freiwillig an (bzw. produzieren, konsumieren und/oder zerstören sie), ohne sich die Zeit zu nehmen, über Konsequenzen nachzudenken, oder überhaupt die alleinige Verantwortung dafür tragen zu können?

Menschen sind sehr unterschiedlich (nerven-)stark oder schwach darin, etwas, was ihnen von anderen „geschenkt“ bzw. vorgesetzt wird als gegeben hinzunehmen oder stattdessen – in den (dankbaren) Augen anderer mehr oder weniger – „freundlich“ von sich, also zurückzuweisen, wenn sie wissen, dass von ihnen erwartet wird, sich an etwas zu beteiligen. Daran, was „passend“ ist (und wer sich unangepasst verhält), also ob Menschen sich vor anderen keine Blöße geben, das heißt „bloß nicht unangenehm auffallen“ oder demonstrativ zeigen sollten bzw. dürfen, wie sie sich gerade – in der Gesellschaft anderer, die entweder einen gesellschaftlichen Druck ausüben oder nicht – fühlen, scheiden sich nicht nur die Geister, sondern zerbrechen auch ganze Familien (oder Staaten).

Dabei müssten Menschen sich nur die Mühe machen bzw. Zeit nehmen, herauszufinden, wofür sie – selbst wenn sie einmal begeistert dafür geschwärmt und es anfangs frei– oder sogar mutwillig tun bzw. getan, vielleicht sogar hart dafür gearbeitet und möglicherweise viel Geld dafür ausgegeben haben – hinterher am meisten büßen mussten: Wenn etwas

  • definitiv nicht so gut wirkt,
  • schwer im Magen liegt,
  • (immer wieder) Kopfschmerzen (oder ein schlechtes Gewissen) bereitet,
  • Herzrasen macht bzw.
  • den eigenen Puls steigen lässt,
  • Atemnot oder Hustenanfälle beschert, also
  • so unpassend ist oder war, dass es ihnen in irgendeiner Weise – physischen oder psychischen – Schaden angerichtet hat,

leidet entweder die eigene Körperkraft bzw. –stärke, – energie, –ausdauer oder Flexibilität (inklusive Körpersprache, Gestik und Mimik) und früher oder später – früher vor allem für geübte Augen – die eigene Ausstrahlung und Lebensfreude (am eigenen „Outfit„) darunter.

Es ist mit Sicherheit keine sinnlose Zeit- oder Energieverschwendung, sich selbst immer wieder zu fragen, ob der eigene – von

  • vielfältigen Lebenserfahrungen,
  • anderen – vorbildhaften oder eher abschreckenden – Menschen,
  • „Geschmacksverstärkern“ oder „-neutralisatoren“, also betonenden oder ausgleichenden natürlichen „Gewürzen“ oder in Labors produzierten Chemikalien,
  • kulturellen Traditionen oder Modeerscheinungen

geprägte – Geschmackssinn vielleicht täuschen könnten. Denn man kann sich nie sicher sein, ob andere gezielt – mit einer bewussten (Vertuschungs-)Absicht oder weil sie einen Plan bzw. vor allem eigene Interessen damit verfolgen – einen bestimmten Eindruck erwecken oder sich anderen zeigen möchten, wie sie wirklich sind: nicht nur von ihrer „Schokoladenseite„, sondern auch von der, die ehrlich zugibt, dass Schokolade nur eine Ersatzbefriedigung für andere unerfüllte Bedürfnisse ist.

Man kann im Grunde nie wissen, welche Absicht „Angebote“ verfolgen: ob andere einfach gerne herauszufinden, wer bereit ist, alles anzunehmen und auch – bis zum (bitteren) Ende – zu schlucken, was für sie oder ihn vorbereitet wurde, bzw. wer sich bereitwillig mit dem zufrieden gibt, was unter Berücksichtigung selbstgewählter Geschmacksvorlieben oder anderer selbstbestimmten Kriterien für sie oder ihn übrig bleibt, und wer nicht.
Es könnte sein, dass Einladungen zu einem Gericht nur erfolgen, um für die Zukunft aussortieren zu können, mit wem man besonders „gut kann“ und mit wem nicht, weil er oder sie nicht dieselben Vorlieben oder Moralvorstellungen hat. Bei einer gemeinsamen Mahlzeit lässt sich – je nachdem, ob man sie ganz alleine angerichtet hat oder sie in Auftrag gegeben – leicht herausfinden, wer

  • bereit ist, alles zu (fr-)essen, was ihm oder ihr vorgesetzt wird, auch ohne genaues Wissen darüber, woher das, was er oder sie zu sich nimmt, eigentlich herstammt, oder wie es zubereitet wurde,
  • strengen eigenen Regeln folgt und beherzt nach dem greift, was diesen gerecht wird,
  • sich leicht erweichen lässt, anderen zuliebe „zurückzustecken“, selbst wenn es unangenehme Folgen für ihn oder sie haben könnte, und/oder
  • verlässlich dabei hilft, alle Reste zu „verwerten“ und womöglich (zum Dank) sogar noch Spendengelder dafür einzutreiben oder den „Tatort“ zu reinigen, so dass man am Ende auf nichts sitzenbleibt und sich vielleicht sogar noch „ganz allein“ etwas dabei verdient hat.

Es könnte für Menschen empfehlenswert sein, immer gut darauf zu achten, von wem sie aus welchem Anlass „zu Tisch geladen„, also gebeten werden, sich mit ihm oder ihr oder ihnen gemeinsam an einen Tisch zu setzen. Darüber hinaus ist vor Ort bestimmt interessant, wer welche „Darbietungen“ völlig freiwillig ablehnt, weil er oder sie dessen Geschmack (oder Wirkung) nicht mag, oder wer sie – angeblich – so schlecht verträgt, dass er oder sie „leider“ darauf verzichten „muss“.

 

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Dank für das Foto gebührt Chait Goli (auf pexels.com)!

In Würde altern …

statt im Alter das nachholen „müssen“, was Menschen entsagt blieb, die unbedingt schnell älter – erwachsen – werden wollten (oder „mussten“, weil sie nicht wussten, wie sie sich dem hätten verweigern können)

Altern kann für Menschen – wenn sie es nicht besser wissen – bedeuten

  • den eigenen „jugendlichen Leichtsinn“ zu verlieren und von einem „kleinen“, charmanten Dickkopf zu einem alten, verbitterten Sturkopf zu werden, der bzw. die auf Einhaltung der nur auf den eigenen Lebenserfahrungen beruhenden, für andere also oft nur wenig nachvollziehbaren – „strengen“ – (Spiel-)Regeln pocht (die vor allem für alte, von ihrem eigenen Leben und den von ihnen errungenen „Erfolgen“ entweder zu begeisterte oder enttäuschte Menschen Sinn ergeben),
  • plötzliche körperliche und/oder geistige Verfallserscheinungen (zu) ernst oder als unumkehrbar, „natur-“ oder „gottgegeben“ hinnehmen zu müssen oder
  • von Jüngeren Respekt (für die eigenen Lebensleistungen) zu fordern, ohne dass überhaupt ein Beweis dafür vorliegen müsste oder könnte, dass das, was Menschen sich im Laufe ihres Lebens geleistet haben, überhaupt den Respekt anderer verdient hätte (weil das, was sie in ihrem Leben erreicht haben, besonders oder überhaupt tatsächlich rücksichtsvoll gegenüber anderen und nicht nur zuvorkommend-höflich – so wie es ihnen beigebracht wurde oder wie sie es sich selbst eingeredet haben – gewesen wäre).

Viele Menschen haben oder hatten – angeblich und/oder vermeintlich – in ihrem Leben „keine Möglichkeit“ bzw. keine Lust, sich die Zeit zu nehmen, um sich biologische Kenntnisse (über ihren Körper und dessen Bedürfnisse oder die Funktionsweise und „gesunde Auslastung“ ihres Geistes) anzueignen, sich also mit – sinnvoller, achtsamer – Gesundheitsvorsorge (und lebensgefährlichen Verhaltensweisen, Dingen oder Substanzen) zu beschäftigen. Natürlich wissen sie sich dann auch mit zunehmendem Alter selten anders zu helfen als sich – unterwürfig – auf Menschen zu verlassen, die sich Heiler oder Heilerinnen bzw. Heilpraktiker oder -praktikerinnen, Medizinmänner oder -frauen bzw. Ärzte oder Ärztinnen nennen (und versprochen, also einen Eid geleistet haben, Menschen – zur Not auch immer wieder – von ihren Leiden zu befreien.

Mit Würde altern würde für mich bedeuten, würdevoll die Konsequenzen für das eigene Leben zu tragen (und nicht wie kleine Kinder darauf zu hoffen, dass andere „Heilmittel“ gegen all das anzubieten haben, was nicht so leicht oder schnell „wieder gut“ werden kann, weil es auf jahre- oder jahrzehntelangem Versagen bzw. auf Nachlässigkeit gegenüber den natürlichen Bedürfnissen des eigenen Körper und Geistes beruht). Es würde für Menschen bedeuten, nicht nur

  • mit einem zufriedenen Lächeln über die „guten alten Zeiten“ und die eigenen Erfolge zu sprechen, als hätten sie keine Opfer gefordert oder nie einen bitteren Beigeschmack gehabt, sondern auch
  • vor anderen zugeben zu können, dass sie sich selbst das Leben (vor allem das menschliche Miteinander) entweder zu leicht oder viel zu schwer vorgestellt bzw. die eigene Person (und deren Handlungsauswirkungen) zeitweise entweder viel zu ernst genommen oder für viel zu unbedeutend gehalten haben,

Ein – möglicherweise schadenfrohes – Lächeln nach dem Motto „Mach‘, Du naives Kind, erst einmal all meine Erfahrungen, bevor Du mich weiter mit Deinen Träumereien (was ich hätte „besser“ oder zumindest „anders“ machen können) belustigst„, hat noch niemandem Würde verliehen oder nachhaltig dazu beigetragen, die Welt für nachfolgende Generationen einfacher oder schöner zu machen. Vielleicht könnten viele (selbst-)zufriedenere, menschenwürdige Lächeln daraus werden, wenn alle, deren (Menschen-)Würde im Laufe ihres Lebens vielleicht nicht nur im übertragenen Sinn – mit beleidigenden Worten – mit Füßen getreten wurde, mithelfen würden aufzuklären, wie und warum bzw. von wem ihnen ihre Jugend – ihre angeborene Vertrauensselig- und Sorglosigkeit – geraubt wurde?

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader (auf natur-highlights.de)!

„Anständig“ bzw. mit Anstand (mit) Lust bzw. Appetit oder Liebe und Dankbarkeit bzw. Respekt vor anderen Lebewesen füttern (bzw. essen)?

Von der Schwierigkeit, mit Gefühlen oder Moralvorstellungen behaftete Begriffe in Zeiten des Überflusses oder Mangels „richtig“, also den jeweiligen Umständen entsprechend und allgemeinverständlich einzuordnen

Oder: Von der situationsabhängigen emotionalen Differenzierung zwischen (natürlichen) „Familienmitgliedern“ oder Freunden und Freundinnen, mit denen Menschen sich – statt sie „aus Liebe auffressen“ zu können bzw. wollen – nicht nur gemeinsam an einen Tisch setzen, sondern auch ohne eine Notsituation freiwillig ihre (Nahrungsmittel-)Vorräte teilen (würden), und (Fraß- oder Fress-)Feinden und (-)Feindinnen

Menschen verhalten sich, je nachdem, ob sie sich anderen – egal ob Tieren oder Menschen – über- oder unterlegen bzw. – zu Dankbarkeit – verpflichtet fühlen oder sich selbst in Sicherheit oder Lebensgefahr wähnen, von Natur aus oft völlig konträr und damit von außen – objektiv – betrachtet absurd bzw. abwechselnd „menschlich“(-verständlich) oder „unmenschlich“(-„irre„), vor allem, wenn es um das geht, was ihnen – als Nahrung (für Körper, Geist und/oder Seele) – Energie spendet: Die Taten (zu einem anderen Zeitpunkt, aus einer anderen Perspektive vielleicht eher Untaten) derjenigen, die sich häufig „vernünftige Erwachsene“ nennen, weil sie sowohl die (Entscheidungs-)Macht über das haben, was auf „ihrem“ Tisch serviert wird, als auch – vermeintlich – die Verantwortung (mit-)tragen müssen für andere, die ihre Füße unter dem Tisch still halten (müssen, wenn sie etwas abhaben wollen), sind nur für die „logischnachvollziehbar bzw. leicht verständlich und daher meist auch voll und ganz sinnvoll erscheinend, die mit ihnen mitfühlen können (weil sie sich genau in derselben Lage wie sie befinden oder sich zumindest in sie hineinfühlen können. Wer ähnliche Erfahrungen – der Lust und Liebe (oder des Hungers danach) sowie des Gefühls, (freiwillig) anderen zuliebe auf etwas verzichten zu „müssen“, was man selbst gerne hätte  – bereits am eigenen Körper gemacht hat, kann häufig leicht nachvollziehen, was im Körper anderer vor sich gehen „muss“.

Nur weil etwas „logisch“ bzw. für andere Menschen leicht verständlich und auch nicht zu dementieren ist (oder auch Tieren als alltägliche „Normalität“ vor Augen geführt werden kann, so dass sie es schlecht ignorieren können), heißt das allerdings noch lange nicht, dass es auch „richtig“ oder „die einzige Möglichkeit“ ist (etwas zu verstehen oder sich darauf zu verständigen). Noch weniger heißt es für mich, dass wir aus Traditionsbewusstsein etwas wie ein (Ess-)Kulturgut aufrechterhalten sollten, das wahrscheinlich nicht nur „falsch“ ist, sondern der Menschheit auch unnötig Probleme mit der Natur (ihrem Körper, ihrem Geist und ihrer Seele) einhandelt, auf die sie für ihr Überleben angewiesen ist bzw. von der sie sich -so sehr sie es auch versucht – gar nicht abtrennen bzw. unabhängig machen kann.

Aber jeder und jede kann natürlich – als freier Mensch – machen, was er oder sie will, und sich gegenüber anderen verhalten, wie er bzw. sie es möchte.
Ich kann und möchte als Wissenschaftlerin nur das beitragen, was meine eigenen Beobachtungen bzw. Lebenserfahrungen und meine damit verbundenen Gefühle hergeben und hoffen, dass ich damit anderen nicht zu viel zumute, was sie nur schwer verdauen können. Aber ich sehe es auch nicht als meine Lebensaufgabe, mich darum zu kümmern, dass andere etwas „Richtiges“ zu essen bekommen oder sich selbst mit allem versorgen können, was sie brauchen.
Wenn ich selbst schlecht gehaushaltet bzw. in der Rückschau zu viel (oder zu wenig) für mich gesammelt, besorgt, zubereitet – „gemacht“ – habe, weil ich die Absicht, Möglichkeit oder einfach Lust dazu hatte (bzw. so unvorsichtig war, sie ungenutzt verstreichen zu lassen), gebe ich gerne etwas weiter oder der Natur – für die Kompostherstellung – zurück (bzw. schränke ich mich notfalls selbst ein).

Ich bin überzeugt, dass auf dieser Erde immer genug für alle da wäre, die aktuell hier leben.
Aber es könnten definitiv nicht alle haben, was sie am Liebsten haben wollen (oder denken, für ihr Überleben bzw. zu einem gesunden Leben zu brauchen). Wer – in einer auf Konkurrenzdenken beruhenden Gesellschaft – nicht weiß bzw. gelernt hat, wie man daraus, dass man sinnvoll mit anderen (Aufgaben) teilt (also so kooperiert, dass nicht alle ständig beschäftigtausgelastet – sind, sondern sich genügend Auszeiten zur Erholung nehmen können), Energie gewinnen bzw. einsparen kann, muss natürlich viel mehr energiespendende Nahrung für sich alleine beanspruchen als tatsächlich notwendig wäre.

 

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Dank für das Foto gebührt Karolina Grabowska (auf pexels.com)!

Cheers! (oder besser „Nu schto? Dawajte!”)

Grund- und rücksichtslos aus kulturellem oder familiären „Traditionsbewusstsein“ oder wenigstens zum eigenen Wohl(stand) feiern – einfach weil mal wieder ein Jahr vorbei ist

Wenn Menschen keine Erfolge oder – weil sie (gemeinsam) etwas erreicht haben – bereits herrschenden Glücksgefühle (mehr) brauchen, sondern sich – sobald ein bestimmter Termin erreicht ist – guten Gewissens, entsprechend den Wünschen des Gastgebers bzw. der Gastgeberin oder um ihn, sie bzw. andere Anwesende bewusst zu provozieren, festlich (ver-)kleiden und mit einem „feierlichen Unterhaltungsprogramm“ bespaßen dürfen (selbst wenn Landsleute Kriege führen, in denen Menschen mit brutaler Waffengewalt getötet werden)

Ich muss gestehen, ich habe es auch lange Zeit genossen, „einfach mal (wieder)“ mit anderen Menschen zu feiern, ohne dass es wirklich einen Anlass zu guter Laune gegeben hätte. Ich weiß, wie wichtig es für einen sozialen Zusammenhalt ist, auch mal „in lockerer Atmosphäre“ zusammenzukommen und einen ganzen Abend Zeit zu haben, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, mit denen man sonst nicht so schnell „warm“ genug dafür wird.

Heute, da es den wenigsten Menschen bei einer Feier darum zu gehen scheint, sich auch mit „denen“ zu unterhalten, mit denen sie im „normalen Alltagsleben“ schon so wenig wie möglich zu tun haben wollen, finde ich es oft ziemlich abstoßend, Menschen dabei zu sehen, wie sie miteinander (über Nichtanwesende) lachen, tanzen, (fr)essen, (sich be-)trinken oder (sich) möglicherweise auch (be- oder aus-)kotzen – während es weitaus Sinnvolleres für uns alle zu tun gäbe in dieser Welt.

Es ist oft nicht zu übersehen, wie viele Menschen diese „Erholungszeiten“ (für ihren Kopf bzw. Geist oder auch Körper) brauchen – in denen sie „Fünfe getrost gerade sein lassen“, also ihren Verstand abschalten und sich aufführen, ausgelassen sein, (angst- oder sorgen-)frei reden oder laut singen dürfen wie ein kleines Kind, das noch wenig oder gar keine Ahnung hat von den (vor allem langfristigen) Folgen dessen, was es tut: um hinterher, möglicherweise mit neuen Erkenntnissen bzw. bewusstseinsverändernden Erfahrungen oder weniger bzw. veränderten Gehirnzellen wieder zur Vernunft zu kommen.

Möglicherweise ist eine entspannte Umgebung, in die Menschen eingeladen werden, um miteinander Spaß zu haben und zwanglos zu kommunizieren die einzig sinnvolle, um gemeinsam friedliche Lösungen für Probleme zu finden (an denen man selbst meistens nicht unbeteiligt ist). Allerdings müsste es dann Türsteher oder Türsteherinnen geben, die verhindern, dass diejenigen frühzeitig die Party verlassen, denen es irgendwann zu „unangenehm“ – wild – wird.

Wer gemeinsam feiern (statt einfach nur alleine tanzen oder singen bzw. sich von anderen bedienen und/oder unterhalten lassen) will und kann, sollte meiner Meinung auch – solidarisch – bis zum „bitteren Ende“ durchhalten (wollen und können bzw. sich darin trainieren).
Bei jedem Fest, das im Sinne der (Völker-)Verständigung ausgerichtet wird – um Menschen aus anderen Kulturen kennenzulernen oder sich auch mit „Andersgläubigen“ unterhalten zu können – und nicht nur zur „(Volks-)Belustigung“ stattfindet (um Menschen darüber hinwegzutrösten, dass es in ihrem Leben sonst so wenig zu lachen gibt), sollte dafür gesorgt sein, dass sich irgendwann auch wirklich alle in den Armen liegen oder zumindest bereit sind, die Hände zu reichen, und das Chaos, das im Prinzip immer entsteht, wenn unterschiedlichste Menschen (mit unterschiedlichsten Bedürfnissen und Schwächen) aufeinandertreffen, nicht nur von wenigen oder einem bzw. einer allein beseitigt werden muss.

Es könnte möglicherweise viel mehr gemeinsam zu feiern geben, wenn es nicht so viele „professionellePartyveranstalter und -veranstalterinnen gäbe bzw. Menschen, die wissen, wie man davon profitiert, dass andere mit zunehmendem Alter und/oder aufgrund ihrer schlechten Lebenserfahrungen zu träge bzw. (lebens-)müde, fantasielos und/oder möglicherweise auch ängstlich geworden sind, um

  • sich einen guten Grund zum Feiern einfallen zu lassen,
  • freiwillige Helfer und Helferinnen zur Planung zu suchen,
  • eigene, für alle Menschen gleichermaßen leicht zugängliche und/oder vor möglichen „Störenfrieden“ gut gesicherte Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen,
  • in Kauf zu nehmen, dass uneingeladene Gäste oder völlig fremde Menschen um Einlass bitten; auftauchen,zu öffnen.
  • selbstständig (Haus- bzw. Umgangs-)Regeln aufzustellen, mit denen sich alle Anwesenden abfinden können, bzw.
  • auf die (gemeinschaftliche) Eigenverantwortung ihrer Gäste zu zählen bzw. zumindest hoffen oder sie dazu aufzufordern.

Ich frage mich manchmal, ob der Konsum von Cannabis und vielen anderen rein pflanzlichen „Drogen“ (die die Natur völlig kostenlos zur Verfügung stellt) – im Gegensatz zu dem von Alkohol und anderen angstlösenden oder schmerzstillenden Medikamenten – schon so lange verboten ist, weil natürliche Wirkstoffe (im Gegensatz zu „menschengemachten“, unter deren Zeit- und Energieaufwand hergestellten) Menschen schneller außer Gefecht setzen statt sie über längere Zeit aufzuputschen und in Kampfbereitschaft zu halten?

Bleibt vielleicht zu hoffen, dass es den – in der zunehmenden Menge von Zivilisationserkrankten oder -gestörten und „Naturfreunden oder -freudinnen“, die zu Selbstzerstörung bzw. einer „Angriff ist die beste Verteidigung“-Haltung neigen wenigen übriggebliebenen „friedliebenden Grünen“ auf dieser Welt bald gelingt, das zu (re-)legalisieren, was nicht nur den (verbotenen) „Partydrogenmarkt“ verändern, sondern vielleicht auch die Macht der Pharmaindustrie und die globale Kriegstreiberei (um Territorialherrschaften) beenden könnte: den freien Zugriff der Menschen auf alles, was die Natur ihnen unverfälscht bietet, wenn sie ihm in ihrem Leben den (Zeit-)Raum geben, den es braucht, um natürlich (-un)gefährlich wachsen zu können bzw. zur Not auch angewandt zu werden.

Um alleine vernünftige Entscheidungen für sich selbst oder auch andere, denen das unter bestimmten – emotionalen – Umständen nicht möglich ist, treffen zu können, braucht es sowohl Erfahrungen mit (Nach-)Wirkungen am eigenen Leib als auch die ganze, unzensiert vor Augen geführte Wahrheit über (Spät-)Folgen übertriebenen Feierns.
Ich denke, die Chance, dass das gemeinschaftlich – gesamtgesellschaftlich, vielleicht irgendwann sogar global – gelingen kann, steigt mit jedem und jeder einzelnen kooperationsbereiten „Eingeweihten„, dem oder der bewusst ist, wie schnell Menschen die Kontrolle über etwas, über ihre „Aufsichtsbedürftigen“ oder sogar sich selbst verlieren – umso mehr vielleicht, als sie es vorher für einen völlig harmlosen oder sogar gesundheitsförderlichen Zeitvertreib gehalten haben.

P.s.: Ich wünsche natürlich trotzdem allen, die am heutigen Silvesterabend das Ende eines alten bzw. den Beginn eines neuen Jahres feiern, einen guten Start in das Jahr 2024 und uns allen möglichst wenige Neben- bzw. unangenehme Nach- oder Auswirkungen der kalendarisch festgeschriebenen Vorlage zum (christlichen) Feiern!

 

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Dank für das Foto gebührt cottonbro studio (auf pexels.com)!

Das hast Du Dir wirklich verdient!

Auch wenn Du möglicherweise nicht damit gerechnet hast – weil Du gar nicht versucht hast, mehr zu verlangen als das, was andere bereit waren, Dir freiwillig für Deine Arbeit und Mühe zu geben

Heutzutage scheint die größte Angst vieler, vor allem ehrgeiziger, Menschen zu sein, ihre Lebenszeit oder Kraft und Energie anderen „unter Wertverkaufen zu „müssen“.
Doch wer gibt überhaupt den Normwert vor, den ein Menschenleben kosten bzw. wer was und wie viel davon für die eigene Lebenszeit oder Körperkraft bzw. den eigenen Ideenreichtum oder die Fähigkeit, die eigene Kreativität zu vermarkten, verlangen darf?

Ich weiß nicht, ob es vor allem „wir“ Europäer und Europäerinnen sind, die sich im Gegensatz zu Menschen aus „ärmeren Verhältnissen“ – egal ob im eigenen Land oder auf anderen Kontinenten – für besonders wertvoll halten. Ich sehe jedenfalls viele davon, die neben teurem („Mode-“ oder „echtem“ Trend-)Schmuck um den Hals, an den Ohren oder um die Handgelenke und Geld in ihren Taschen (oder in vielfältigen Wertgegenständen „angelegt“) auch viele Sorgen um ihren Besitz auf ihren Schultern, um die (enge) Brust geschnürt oder als Kummerspeck auf den Hüften mit sich herumtragen. Sogar für ungeübte Augen ist das leicht erkennbar, wenn sie mit wenigstens einem offenen Ohr „zusammenarbeiten“: man kann die Klagen darüber hören, z.B. über „Rücken“ bzw. dass sich Wirbelsäulen unter all der Last (bzw. den Lastern, die Reichtum mit sich bringt, weil Menschen sie sich dann leichter leisten können) gebeugt bzw. zusammengequetscht oder Brustkörbe so verformt zu haben scheinen, dass keine (husten-)freie Atmung mehr möglich ist (und entweder regelmäßige Luftveränderungen oder Kraft- und Ausdauertraining notwendig geworden sind, um überhaupt noch ein „normales (Erwachsenen-)Leben“ führen zu können – ohne Hilfe von Menschen, die beim Tragen helfen, also sie (therapeutisch) begleiten müssen, wenn im eigenen Leben wieder einmal „alles“ zu schwer wird.
Da heute auch die meisten „Helfer“ und „Helferinnen“ für ihre Mühen belohnt werden wollen, tragen sie auf diesem Wege auch dazu bei, dass (Hoch-)Vermögende sich langsam des hart oder schwer verdienten Lohns für ihr „Lebenswerk“ bzw. für die Arbeit, die sie hinein gesteckt haben, um mit aller Kraft dorthin zu kommen, wo sie gerade sind, wieder entledigen können.

Die Gesetze des Universums sorgen seit jeher – völlig ohne „richterliches“ oder „richtendes“ Zutun des Menschen – für Gerechtigkeit bzw. Umverteilungen: alle, die sich mehr nehmen als ihnen von Natur aus und im Vergleich zu allen anderen, die von den verfügbaren (natürlich-ursprünglichen oder „menschengemachten“)  Ressourcen leben müssen – damit sie ihrer Arbeit nachgehen und (Versorgungs-)Kreisläufe möglichst ökonomisch im Fluss halten können – zusteht, werden dafür zur Kasse gebeten. Sie leiden – sobald sie mehr besitzen als sie sich selbstständig, mit ihrem eigenen Körper und Geist sowie mit ganzem Herzen erarbeiten konnten – wenn (noch) nicht körperlich, so doch unter einem schlechten Gewissen anderen gegenüber, die weniger haben oder mehr geben bzw. mit anderen teilen als sie selbst.

Mit – mehr oder weniger (un-)freiwilligen – Geldspenden lassen sich in der Natur allerdings nur Menschen, weder Tiere oder Pflanzen noch Pilze oder Mikroorganismen, dazu antreiben bzw. bestechen, produktiver zu werden. Die tun „einfach“, was sie tun können oder wollen – aus welchen Gründen und für wen auch immer, von dem oder der sie vielleicht denken, er oder sie hätte es sich verdient, von ihnen (egal ob in Form von Zeit und Energie oder Liebe und Aufmerksamkeit) beschenkt zu werden.

Früher oder später bezahlen wir alle – wie sie – mit unserem Leben dafür. Die Frage ist nur, für wen hat es sich am Ende wirklich gelohnt und für wen eher nicht – so dass er oder sie möglicherweise auf die Erde zurückkehren und versuchen kann (oder darf?), beim nächsten Mal etwas ein bisschen oder ziemlich viel völlig anders zu machen?

 

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Dank für das Foto gebührt Karolina Grabowska (auf pexels.com)!

Generation „Traum vom Eigenheim“

Wenn der (Tag-)Traum längst aus sein könnte, weil er aus logischen – platz- bzw. anderen ressourcenbedingten – Gründen unrealisierbar ist, aber viele weiterhin davon träumen (wollen)

Wir Menschen sind nicht generell, aber dann definitiv zu viele, wenn alle denselben Traum von einem „modernen Leben“ träumen bzw. auszuleben versuchen.
Wir sind einfach zu viele für diesen Planeten, um alle ein Häuschen im Grünen oder zumindest mit Garten zu besitzen – von dem vielleicht Milliarden von Menschen träumen, die heute in Städten leben (um dort das Geld zu verdienen, um irgendwann in ihrem eigenen Häuschen leben und alt werden zu können).

Wir sind zu viele „groß“ – und egoistisch – denkende Individuen, die nicht bereit sind zu teilen und stattdessen Dutzende oder Hunderte oder noch mehr Quadratmeter für sich allein bzw. nur mit ihrer eigenen Familie und vielleicht ein paar anderen ausgewählten – künstlich selektierten – Arten von Lebewesen besetzen bzw. besitzen wollen (während alle unerwünschten, ungebetenen Gäste ausgeschlossen oder – vor allem wenn es sich um Tiere oder Pflanzen und andere Arten von „nicht-menschlichen“ Lebewesen handelt – gnadenlos vernichtet werden).
Wir sind zu viele „kreative“ Perfektionisten oder Perfektionistinnen, die sich nicht mit gebrauchten Dingen zufrieden geben können, sondern alles individuell neu machen müssen.
Wir sind zu viele Menschen, die „Wichtigeres“ zu tun haben als selbst nachzudenken – darüber,

  • was sie in ihrem Leben wirklich für sich alleine oder ihre Gemeinschaft mit anderen Menschen brauchen bzw. was unser Planet braucht, um für uns als Lebenraum erhalten zu werden,
  • wonach sie sich eigentlich sehnen, wenn sie Wohneigentum ganz für sich alleine besitzen wollen (um dessen Erhalt oder Entsorgung sie sich auch kümmern müssen/sollten, wenn sie es nachhaltig nutzen wollen),
  • was ihnen warum in ihrem Leben fehlt, so dass sie sich erst innerhalb der eigenen vier Wände sicher fühlen,
  • warum sie so leichgläubig Werbeversprechungen zur Finanzierung oder Umweltverträglichkeit von Neubauten vertrauen, wo doch allen Menschen, die sich selbst informieren können, klar sein sollte, dass Werbung für Unternehmen dazu da ist, (immer wieder) zahlende – keinen zufriedenen – KundInnen zu gewinnen.

Wer so viel Geld für (Eigen-)Werbung hat bzw. ausgeben muss, um damit sogar Millionen oder Milliarden von Menschen zu erreichen, kann – ganz offensichtlich – keine Produkte haben oder Dienstleistungen erbringen, die allein für sich sprechen und viele Menschen davon überzeugen können, sie zu kaufen (oder für sie als Multiplikatoren bzw. Multiplikatorinnen Mund-zu-Mund-Propaganda zu betreiben).

Man kann natürlich daran glauben (oder weiterhin davon träumen), sich nicht nur einen Traum (der „schon immer“ auch ein Herzenswunsch war) zu erfüllen, sondern gleichzeitig auch das (Menschen-)Recht auf Eigentum zu haben bzw. die „ganz besondere„, individuelle Möglichkeit zu bekommen bzw. sich selbst zu verdienen: möglicherweise zu einem „guten Preis“ oder sogar als „Schnäppchenangebot„…
Solange ich nicht gegenrechnen kann, ob ich am Ende der Woche oder Monats – im Vergleich zu der oder dem davor – oder am Ende meines Lebens tatsächlich etwas dabei gespart oder sogar einen Gewinn daraus erzielt habe, können mir „traumhafte Angebote„, von denen Menschen schwärmen, nur noch ein müdes Lächeln abgewinnen.
Aber Menschen müssen „einfach“ alle selbst(ständig) feststellen, wessen – feuchte oder trocken-realistische – Träume dadurch in Erfüllung gegangen sind, dass sie geglaubt haben, jemand würde sich für ihre eigenen interessieren, geschweige denn persönlich für das Privateigentum anderer ins Zeug legen, wenn nicht auch eigenes dabei herausspringt.

 

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Dank für das Foto gebührt Mick Haupt (auf Unsplash)!