Überleben unter DogmatikerInnen

Mehr als ein Mal habe ich mir in meinem Leben den Vorwurf gefallen lassen müssen, ich sei eine Dogmatikerin.
Heute weiß ich, dass die Menschen, die mir das vorgeworfen haben, nur ihr Bild von DogmatikerInnen – Menschen, die sowohl auf ihren Standpunkten beharren, als auch alles daran setzen, dass sich alle anderen auch daran orientieren oder halten – nur auf mich projiziert haben. Wer einfach nur einen Dickkopf und eine eigene Meinung hat, die er/sie auch laut kundtut, wird auch in einer angeblich freien Demokratie, in der es laut Grundgesetz sowohl Meinungs- als auch Religionsfreiheit gibt, schnell unter „DogmatikerIn“ abgestempelt. Haben die Menschen, die einst das Grundgesetz geschrieben haben, verpasst, dafür zu sorgen, dass auch jede/r BürgerIn weiß, was darin steht bzw. sicher zu stellen, dass es immer Menschen gibt, die dafür sorgen, dass das auch umgesetzt wird?

Wenigstens dem Satz „Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“ oder das Remonstrationsrecht von StaatsdienerInnen, die Ausführung von unrechtmäßigen Anordnungen (z.B. das Demonstrations- oder Versammlungsverbot) oder Befehlen zu verweigern, um sich nicht selbst mit-schuldig daran zu machen, hätte vielleicht ein etwas größerer Raum, vielleicht sogar schon im Grundschullehrplan, eingeräumt werden können, wenn ich mir den „Schlamassel“ ansehe, den Regierungen anrichten, wenn BürgerInnen keine Möglichkeit sehen einzugreifen.
Die meisten sind in meinen Augen viel zu dogmatisiert aufgewachsen

Ich habe nie verstanden, warum sich Menschen von einer Meinung, die ihrer eigenen widerspricht – denn nichts anderes war das, was ich schon immer von mir gegeben habe, ohne zu erwarten, dass andere sie übernehmen – so angegriffen fühlen können. Ich weiß selbst, dass Diskussionen immen heftiger werden können, wenn man feststellt, dass das Gegenüber eigentlich gar keine Antworten auf das gibt, was man in Frage stellt, oder dass er/sie gar nicht versteht, was man selbst sagt, manchmal weiß man das – im Eifer des Gefechts – vielleicht selbst gar nicht mehr; aber ich habe noch nie verstanden, warum man sich hinterher deswegen lange böse sein sollte, wenn man sich sonst gut miteinander arrangieren kann.

Ich frage mich, wie sich unsere PolitikerInnen in eine Gesellschaft integrieren lassen würden, die frei denkt, in der ihnen jemand die Meinung sagt …

P.s.: Die Inschrift „Dem Deutschen Volke“ soll Kaiser Wilhelm II übrigens so lange am Reichstagsgebäude verhindert haben – weil er, wie übrigens auch unsere amtierende Bundeskanzlerin, nichts von der Herrschaft des Volkes, also von Demokratie hielt -, bis er 1916 die Unterstützung, also Rückendeckung der Menschen im Ersten Weltkrieg brauchte … Ich bin sicher, dass er meine nicht bekommen hätte, weil ich nicht bereit wäre, für mein Leben, aber auch für kein anderes, in einen Krieg zu ziehen. Was friedliche Problemlösungen betrifft, bin ich wohl dogmatisch.

 

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Dank für das Foto gebührt Tim Hüfner (auf Unsplash)!

Vom gesunden Menschenverstand

Wenn wir uns selbst mit Unsinn zu schützen versuchen

Unser menschliches Gehirn ist dazu gemacht, uns zu helfen, in dieser Welt nicht nur zu überleben, sondern auch möglichst gut und glücklich zu leben.
Es dient unserem Selbstschutz und unserer Selbstsicherheit.
Und deshalb ist es auch ein so guter Lügner.

Deshalb belügen wir uns leicht selbst damit, unsere Lebensumstände nicht verursacht zu haben oder nichts daran ändern zu können – weil es schmerzfreier und einfacher ist, als den Ursachen auf den Grund zu gehen und wenigstens dafür zu sorgen, dass nachfolgende Generationen nicht mehr mit denselben Problemen zu kämpfen haben.
Deshalb „lieben“ Kinder auch lange Zeit Eltern, die sie misshandeln. oder Erwachsene ihre Lebenspartner – weil es ungefährlicher ist als sich gegen sie zu wehren.
Deshalb gibt es das Stockholm-Syndrom.
Deshalb „hassen“ viele Menschen andere, die ihnen etwas angetan haben – weil es unangenehmer ist und verletzend sein kann, sich einzugestehen, das man sich vielleicht hätte wehren können.

Deshalb, weil unser Gehirn von Natur dafür sorgen soll, dass wir ehrlich miteinander, aber auch vor allem mit uns selbst, authentisch, sind, werden Menschen, deren Leben auf Lügen aufgebaut ist, mit der Zeit oft krank. Wenn der „gesunde Menschenverstand“ zu sehr aus seiner Balance gerät, verzweifeln wir oder drehen durch.
Manche Menschen belügen sich ihr Leben lang lieber immer wieder selbst anstatt sich Hilfe dabei zu suchen, ein ehrliches Leben zu führen.
Ich verstehe heute die Geschichten von Menschen, die auf ihrem Sterbebett noch so einiges loswerden, beichten wollten.
Ich verstehe nur nicht, dass sie das nicht schon früher getan haben.
Ich verstehe heute auch nicht mehr, kann aber nachvollziehen, warum es so ist, dass so wenig darüber bekannt ist, also gesprochen wird, wie leicht, also widerstandslos, sich gutgläubige Menschen in unserer Vergangenheit von Ideologien anderer – vor allem von politischen, religiösen oder als „Wissenschaft“ getarnten – haben „verleiten“ und steuern lassen.

Ich befürchte, wenn wir nichts aus unserer Geschichte gelernt haben und die Menschen nicht nur vernünftiger, sondern gleichzeitig auch mutiger geworden sind, dass die wenigsten Menschen darüber nachdenken wollen und irgendwann auch offen darüber sprechen werden, dass sie sich haben weismachen lassen,

  • wir könnten die Verbreitung von Viren in der Natur bzw. in unserem menschlichen Alltag aufhalten oder
  • der einzige Schutz vor den neuesten, aktuellen Coronaviren (mit denen wir bisher jedes Jahr ohne politische Maßnahmen gelebt haben) wäre eine Impfung, mit denen unser Körper genetisch manipuliert wird (denn es ist eine genetische Manipulation, auch wenn sich die Genveränderung nicht vererben sollte!),
  • wir könnten andere Menschen vor uns selbst schützen, wenn wir uns einfach eine Maske aufsetzen, ohne dabei strengste Hygieneregeln beachten zu müssen,
  • wir würden Menschenleben retten, während Selbstmorde zunehmen, mehr Menschen – vor allem Kinder und hilfsbedürftige Menschen – verhungern oder pflegebedürftige Menschen „weggesperrt“ und isoliert werden.

Man muss nicht immer gleich über alles reden, und manchmal ist es wichtiger, erst einmal etwas zu tun: Unterstützung bei Menschen suchen, die nicht lange diskutieren, sondern möglichst schnell handeln wollen.
Wenn das aber über Jahrzehnte so gemacht wird, landen wir irgendwann wieder da, wo wir angefangen haben oder gerade angelangt sind – in einer Welt, wo eigentlich alle schon lange an ihrem gesunden Menschenverstand zweifeln müssten.

Demokratie funktioniert – genauso wie Gerechtigkeit und Frieden auf der Welt – nur, wenn Menschen mitdenken und mitreden wollen.
Freie Demokratien funktionieren nur mit Menschen, die an den gesunden Menschenverstand glauben.
Menschen, die Autoritäten mehr vertrauen als ihrem eigenen, gesunden Menschenverstand, sind die Menschen, die widerstandslos zulassen, dass AlleinherrscherInnen die Macht übernehmen können.

Ich persönlich habe extrem viel Vertrauen in die menschliche Vernunftfähigkeit; ich bin überzeugt, dass jede/r einzelne mit Informationen, mit dem, was er/sie sieht und hört, mit dem, was er/sie vermutet oder fühlt, so in Einklang bringen kann, um daraus sinnvolle Handlungen für sich und die Mitwelt abzuleiten.
Ich verstehe heute aber auch, welch leichtes Spiel FaschistInnen – also autoritäre, selbstherrliche und demokratiefeindliche IdealistInnen, IdeologInnen oder DogmatikerInnen, in der Vergangenheit hatten, die Macht in einem ganzen Land zu übernehmen; wenn sie dazu nur ein paar, heute grundrechtswidrige, Verordnungen erlassen mussten, gegen die sich aus Angst niemand gewehrt hat, gegen die sich aus Gutgläubigkeit oder Bequemlichkeit zu wenige Menschen verbündet haben, um Widerstand zu leisten.

Großartige DenkerInnen, die die Gefahren für ein Leben der Menschen in demokratischer Freiheit mit ihrem gesunden Menschenverstand erkannt haben – die „Banalität“ hinter grausamen Handlungen von Regimen, wie Hannah Arendt es mal genannt hat – , haben dafür gesorgt, dass sich jeder Mensch in diesem Land heute auf unser Grundgesetz berufen kann, wenn er/sie sich „vom Staat“ ungerecht behandelt fühlt:

  • wir könnten uns, jede/r einzelne von uns könnte sich, gegen unrechtmäßige Verordnungen wehren, die Gesetzen untergeordnet sind,
  • wir könnten wissenschaftliche Ergebnisse, also Beweise einfordern für das, was politisch durchgesetzt wird, müssten uns nicht auf die „Prognosen“ von „ExpertInnen“ verlassen – auf Hochrechnungen mit Hilfe von KI, also von Algorithmen, die Menschen aufgrund ihrer persönlichen Annahmen Programmierungen zugrunde legen, oder auf ideologie-gefärbten Prophezeiungen.

Wer das noch nicht wusste – wer auch noch nicht wusste, dass niemand in diesem Land eine Gefahr für die Gesundheit anderer Menschen darstellt, nur weil er/sie keine Maske trägt oder Abstände nicht einhält; wer noch nicht wusste, dass niemand Bußgelder zahlen oder seine Unschuld beweisen muss, sondern von denen, die Verordnungen erlassen, eine Beweislast einfordern kann dafür, dass man angeblich andere Menschen gefährdet hat – nun, der/die weiß es jetzt.
Ich würde mir wirklich wünschen, dass mehr Menschen den Mut hätten, sich auf ihren gesunden, angstfreien Menschenverstand verlassen, um sich – wie gerade in  Weimar geschehen, wo ein Freispruch hinsichtlich des Verstoßes gegen die Kontaktbeschränkung erzielt wurde – zu wehren gegen das, was uns PolitikerInnen ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage, also „einfach nur“ – wie es Frau Merkel bei einer der letzten Pressekonferenzen, die ich teilweise mitverfolgt habe, auch zugibt – politisch, das bedeutet willkürlich, verordnen.

Denn wer hält die Maßnahmen tatsächlich für sinnvoll bzw. fühlt sich durch sie geschützt? Warum sollten sich dann andere, warum überhaupt irgendjemand, geschützt fühlen oder tatsächlich geschützt werden?
Denkt doch mal nach, liebe Mitmenschen!
Vielleicht hat am Wochenende ja der eine oder die andere Zeit dazu.

P.s.: Auch für JournalistInnen – ein großes Dankeschön für seine Arbeit, nicht nur für den aktuellen Beitrag, an Boris Reitschuster – wäre es in meinen Augen höchste Zeit, sich dessen bewusst zu werden, was eigentlich ihre Aufgabe ist, was sie wissen können und was sie nur glauben, und welche Fragen sie vielleicht mal stellen sollten, damit auch ihr Verstand etwas hat, womit er arbeiten kann.

P.p.s. Ich weiß zwar nicht, ob mein Querdenken gesund ist, aber immer wenn ich Ideen habe und auf andere Menschen stoße, die darüber geforscht haben, freue ich mich – so wie über das Forschungsergebnis (wenn auch nicht darüber, dass offensichtlich kaum jemand schon etwas darauus gelernt hat …), dass nicht nur der übertriebene Einsatz von Antibiotika, sondern auch Hygienemaßnahem, also Desinfektionsmittel Antibiotika-Resistenzen fördern. Fragen sich nicht noch mehr Menschen, ob tatsächlich Viren und Bakterien bzw. Menschen, die sie in und auf sich tragen können, die eigentlichen GefährderInnen der eigenen bzw. der Gesundheit anderer Menschen sind?

P.p.p.s.: Die größten Lebenslügen werden wahrscheinlich immer wieder auf dem Gerüst der Lebenslügen anderer aufgebaut; und eine der größten ist für mich die, dass wir Menschen die Krone der Schöpfung – statt ein Teil von ihr – sein sollen und uns die Erde Untertan machen sollen – statt sie und all ihre, also auch unsere eigenen, Ressourcen zu schützen und wie ein wertvolles Geschenk zu betrachten, also liebevoll und nachhaltig, vernünftig, zu nutzen.

 

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Dank für das Foto gebührt Mark König (auf Unsplash), der mich damit auch auf den Dichter und Menschen Henrik Wergeland aufmerksam gemacht hat!

Ja, ist denn schon wieder oder immer noch Fassenacht?

Kostümierungen für unser Alltags-Karnevalsprogramm

Maskieren; mit Gleichgesinnten zusammentun; oft streng geordnet oder sich selbst kontrollierend an Tischen herumsitzen; sich entschuldigen, wenn man „mal ‚raus muss“; und nur aufspringen, wenn es auch alle anderen tun (würden); Alkohol oder andere Drogen konsumieren und vom Unterhaltungsprogramm berieseln lassen, … Es gab vor vielen Jahren Zeiten, da hatte ich tatsächlich auch mal Spaß daran – als ich noch jung war und dachte, es geht wirklich um Spaß, also die Freude daran, sich selbst zum Affen zu machen.

Vielleicht ist mein Empfinden von Lebensfreude einfach anders als bei anderen Menschen; aber mir macht es keinen Spaß, über andere Menschen zu lachen oder mit „Humor“ über sie herzuziehen, die im Großen und Ganzen überhaupt nicht lustig sind.
Menschen, die Angst vor Coronaviren haben, sind für mich auch nicht lustig; aber es ist definitiv komisch, dass sie sich jetzt schon monatelang wie IdiotInnen aufführen, die nicht wissen, wie sie sich vor ihren körpereigenen Viren schützen können. Viele, zum Glück von Anfang an nicht alle und mittlerweile immer weniger, Menschen lassen sich jetzt fast schon ein ganzes Jahr von sogenannten ExpertInnen in den Medien mit aus ihrem Zusammenhang gerissenen Zahlen und gezielt mit Bildern, die wir sonst in der westlichen Welt eher nicht zu sehen bekommen, in die Irre leiten, oder vielmehr – sagen wir es, wie es ist – verarschen.

Nur weil Menschen die Fähigkeit zum Denken und zu vernünftigen Handlungen besitzen, heißt das allerdings noch lange nicht, dass sie sie auch zu gebrauchen wissen und sinnvoll nutzen. Diese Erkenntnis ist für mich nicht erfreulich – es frustriert, wenn man bemerkt, dass die Denkfähigkeit von Menschen davon abhängt, wie gut oder schlecht es ihnen geht. Es frustriert noch mehr, wenn man als mit anderen mitfühlendes Wesen bemerkt, dass es anscheinend immer noch viel zu vielen Menschen in diesem Land viel zu gut zum Denken und Kreativwerden geht bzw. dass viele immer noch denken, sie dürften selbst gerade nicht darüber nachdenken, dass es ihnen selbst schlecht geht, weil andere ja noch viel schlechter dran sind … Ein Teufelskreis des Nicht-Denkens unter Menschen, den sich PolitikerInnen oder ihre BeraterInnen, oder alle zusammen, schon immer schamlos zunutze gemacht haben.

Es ist nicht zum Lachen, wenn man feststellt, dass man als „erfolglose“ Biologin, die nie eine Karriere machen, sondern einfach nur leben wollte, und dadurch natürlich auch nicht als „ExpertIn“, die von renommierten GeldgeberInnen schon (Forschungs-)Preise für die eigenen „wissenschaftlichen Leistungen“ bekommen hat oder anderweitig gerühmt und geehrt wird, versucht, Menschen zum eigenen Denken zu ermuntern und ihnen mit einfachen Worten zu erklären, dass die heutige Wissenschaft keine ehrliche Wissenschaft ist und ehrlich aufklärt, also alles sagt, was wissenschaftlich bekannt ist. Ich versuche seit Monaten, Menschen begreiflich zu machen, dass es keine wissenschaftlichen Beweise dafür gibt, dass bzw. welche genau unter den Milliarden von virusartigen Strukturen Krankheiten tatsächlich verursachen; es kann sie gar nicht geben, weil eben erst alle anderen Ursachen, alle anderen Milliarden von Viren, alle Umweltfaktoren, alle Vorerkrankungen, alle psychischen Faktoren, als Krankheitsauslöser ausgeschlossen werden müssten.
Es ist tragikomisch, wenn Menschen sich aus Angst vor einer vermeintlichen Todesursache nicht nur ihr eigenes, sonder ihr komplettes gesellschaftliches Leben verderben lassen.

Mir hilft darüber kein Alkohol, keine lustigen Sprüche, kein albernes Getue hinweg.
Wer mich tröstet, sind Menschen – BiologInnen, ÄrztInnen, JournalistInnen und andere WhistleblowerInnen – in der ganzen Welt, die zum Teil seit Jahrzehnten versuchen, die Machenschaften anderer aufzudecken, unter denen sie selbst und viele andere leiden oder durch die sie Menschen verloren haben. Es sind traurige Geschichten. Und es macht keinen Spaß, sie zu erzählen; und es macht noch weniger Spaß, sie Menschen erzählen zu wollen, die sie nicht hören wollen.
Aber ich habe, weil ich es nicht mag, mich zum „Opfer von Umständen“ machen zu lassen oder selbst dazu erklären zu müssen, gelernt, damit umzugehen. Vielleicht ist es mir als Biologin dadurch ein bisschen leichter gefallen, dass ich selbst ziemlich gut weiß, wie Lebewesen, also auch Menschen, vor allem unter Stressbedingungen „ticken“.
Ich weiß auch, dass ich nur für Dinge in meinem Leben oder der Welt verantwortlich bin, die ich auch selbst in der Hand habe und beeinflussen kann; und nicht für das Leben anderer Menschen oder das, was sie tun und vor sich selbst verantworten müssen.
Ich habe festgestellt, dass Humor, und auch Karneval, für viele Menschen schon immer ein Ausweg war, um nicht an all den Dingen im Alltag, die sie gerne ändern würden, zu zerbrechen. Aber es macht mich traurig, wenn mir auffällt, wie böse und gehässig ihr Humor oft ist, ohne dass ich ihn als „gut gemachten“ Sarkasmus bezeichnen könnte; wie verbittert die Menschen also sind, die das, was sie machen, als Humor bezeichnen.

Ich lache trotzdem noch gerne. Vor allem auch immer noch über mich! Es ist besser, über sich selbst zu lachen – wie man versucht, gegen Wände zu rennen -, als sich dabei irgendwann den eigenen Kopf zu zertrümmern. Ich habe zwar seit Monaten nicht besonders viel zu lachen; vor allem weil ich feststellen musste, dass ich nicht mehr mit denselben Menschen wie noch vor nicht allzu langer Zeit kann. Mittlerweile bin ich immer glücklicher darüber, weil ich so oft gar nicht über deren Witze lachen konnte: Witze von Menschen, die auch über die aussichtslosen Versuche von Katzen lachen, die nach einem Laserpointer zu jagen. Oder Menschen, die sprechende Labormäuse, die sich über Menschenversuche amüsieren, wirklich witzig finden. Oder sich über ImpfgegnerInnen lustig machen, deren Kinder vielleicht lebenslang an Impfschäden leiden werden oder gestorben sind.

Lachen ist ja bekanntlich die beste Medizin – nur ihre Anwendung scheinen die vielen kranken Menschen dieser Welt noch nicht verstanden zu haben. Ich würde wetten, dass vor allem viele „KomikerInnen“ darunter sind, die nicht (mehr) oder wenig über sich selbst lachen können und wütend werden, wenn andere sie auslachen – selbst wenn sie wissen müssten, dass sie sich extrem dämlich verhalten. Meiner Meinung nach sollten wir – ohne in Selbstmitleid zu verfallen – viel öfters mal zusammen weinen – darüber, was wir gerne verändern würden, weil wir es für unmenschlich halten; darüber, was wir in unserem Leben gerne anders gemacht hätten, weil wir uns selbst damit geschadet oder andere damit verletzt haben. Tränen sind in meinen Augen mindestens genauso heilsam wie Lachen; und vielleicht ist der eigene Kopf hinterher sogar manchmal klarer.
Ich habe jedenfalls – weil mir klar geworden ist, wie sinnlos es ist – aufgegeben, Menschen ungefragt Dinge aus meiner biologischen Sicht erklären zu wollen, für die sie bereits ihre eigenen feststehenden Erklärungen gefunden haben. Ich versuche, mich nicht über sie lustig zu machen, wenn ich feststelle, wie absurd ihre Erklärungen für mich sind und wie wenig überzeugend es klingt, wenn die eigene Argumentationsweise Lücken hat, die man noch nicht durchdacht hat; aber ich kann mich mittlerweile immer mehr darüber amüsieren, dass 2020 als das Jahr in die Geschichte eingehen wird, in dem die Fastnacht im Alltag verordnet wurde  – weil sich so gut wie alle darin einig waren, dass es aus medizinischer Sicht Sinn macht, sich täglich zu maskieren – vor allem, sobald man sich von anderen beobachtet fühlt. Einst „brave BürgerInnen“ können auch nach Monaten noch ganz leicht in Kostüme schlüpfen, in denen sie andere bösartig diffamieren, diskriminieren oder bei Ordnungsämtern anschwärzen. Viele andere führen sich einfach wie Narren auf, die zur Abwechslung unsere Regierenden die Rolle derjenigen übernehmen lassen, die die Bevölkerung verarschen dürfen. Anfangs waren zwar vor allem selbst genähte Kostüme noch weit verbreitet, um das Gefühl zu haben, wie medizinisches Pflegepersonal oder LaborarbeiterInnen oder ÄrztInnen auszusehen; aber aus ökonomischen Gründen macht es natürlich Sinn, jetzt auch alle ordentlich geprüften Karnevalsartikel unter’s Volk zu bringen, die vorsorglich bestellt und produziert worden waren. Wer sich jetzt nicht an die immer strengeren Garderobenzwänge halten will, muss ja nicht an der Party teilnehmen – dazu wird ja niemand gezwungen! Auf Feste ohne Alkohol verzichten die meisten Deutschen vermutlich ohnehin freiwillig. Trinken können sie auch daheim.

Täusche ich mich oder ist das nicht sogar eine win-win-Situation?
Ich als alte Frohnatur vom bayrischen Main, die mit den Jahren einfach gehessischer geworden ist, würde sagen: Ein Hoch und ein dreifaches „Helau“ auf den neuen Karneval – alleine oder im engsten Familienkreis; innerhalb der Wände, in denen man sich am wohlsten fühlt; ohne die früher oder später aufdringlich werdenden Betrunkenen und ohne die vielen Reden und Sprüche, über die ich nur selten ehrlich und unbeschwert lachen konnte (auch wenn viele der Menschen, von denen sie stammten, einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben) !

HELAU! HELAU! HELAU!

 

Schuster, bleib‘ bei Deinen Leisten

„Der Forschungsstand ist keine Meinung“ und andere unwissenschaftliche Behauptungen von „HaltungsjournalistInnen“, die meinen, zu allem etwas sagen zu können

Also, liebe taz: Der aktuelle Forschungsstand ist schon immer die Meinung von WissenschaftlerInnen, die ihre Forschungsergebnisse interpretieren. Die Faktenlage, die dazu herangezogen wird, also auch das, was z.B. Algorithmen berechnen und uns als wissenschaftlich gesicherte Zukunftsprognosen „verkaufen“ sollen, sind nur die Grundlagen für ihre Meinungsbildung.
Wenn man länger als Wissenschaftlerin an einer Universität gearbeitet hat, weiß man, wie umstritten die jeweils „herrschende“ Meinung ist. Das war mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auch einst diejenige, die in den Belegen dafür gründete, dass die Erde eine Scheibe ist!
Wer also denkt, es gäbe nur „eine Wahre“, die uns „ehrliche“ und „glaubhafte“ Medien vermitteln, betreibt selbst eher einen religiösen Kult statt etwas über wissenschaftliche, demokratische, Meinungsfindung (welch auffällige Parallele zu dem, was unsere PolitikerInnen gerade betreiben …) zu wissen, ist also entweder selbst gar kein/e WissenschaftlerIn oder einer Ideologie verfallen.

Die vielen kritischen Stimmen aus der Wissenschaft, die gerade nicht zu Wort kommen dürfen in den Leit- bzw. Staats-Medien – und auch von der taz überhaupt nicht erwähnt oder glaubhaft wissenschaftlich widerlegt werden – wären notwendig, damit sich auch jede/r einzelne BürgerIn eine eigenen Meinung bilden könnte. Unser Grundgesetz hielt die BürgerInnen unseres Landes für dazu in der Lage – deshalb ist bzw. wäre, laut Staatsvertrag, gerade der öffentliche Rundfunk auch zu umfassender Aufklärung dafür zahlender Menschen verpflichtet (was mich übrigens dazu veranlasst hat, die Zahlungen für etwas einzustellen, was ich gar nicht geliefert bekommen).

Dass schon sehr lange oder immer mehr zensiert, also nicht in den „renommierten“ Zeitschriften und anderen Medien veröffentlicht wird, was nicht publik werden soll, ist ein alter Hut (der gerade auch in unserer „meinungsfreien“ Gesellschaft so große Ausmaße annimmt, dass es hoffentlich bald den letzten auffällt!). Dass Produkte, die mit viel finanzieller Unterstützung „auf ihren Nutzen hin erforscht“ wurden, auch Absatz finden, dafür sorgen seit jeher Menschen, die meist mit viel Geld auf deren Verkauf spekuliert haben, mit ihrer „PR“ bzw. Propagandablättchen wie oben genannten; aber keine ehrlichen ForscherInnen, die transparent und nach bestem Wissen und Gewissen, sozusagen demokratisch, Schaden gegen Nutzen abwägen!
Ich empfehle erneut das Buch „Gekaufte Forschung“ von Christian Kreiß (über die Problematik wurde vor vielen Jahren sogar noch im Fernsehen berichtet …).
Wie kriminell die Handlungen vieler Unternehmen im Medizinbereich lässt sich im mit reichlich wissenschaftlichen Quellenangaben untermauerten „Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität“ von P.C. Gøtzsche nachlesen, der selbst viele Jahre in der Pharmaindustrie gearbeitet hat und Medikamente nicht generell für schlecht und – wie ich nach jahrelanger Auseinandersetzung mit Krankheiten und „Heilmitteln“ – für generell überflüssig und mehr Schaden anrichtend als Nutzen bringend hält.

Ich habe mir, weil mir die „corona-fakten“ der taz übermittelt wurden, damit ich meine bisherige Argumentationsweise vielleicht überdenke, die Mühe gemacht, sie insgesamt ein bisschen zu kommentieren, und möchte die Gelegenheit nutzen, mehr Menschen daran teilhaben zu lassen und hoffentlich zu inspirieren, sich endlich die Frage zu stellen: „Sind meine offenen Fragen jetzt tatsächlich geklärt?“ Oder habe die sogenannten FaktenCheckerInnen nur neue Fragen aufgeworfen, ohne mir – mit Quellenangaben – die Möglichkeit zu geben, mich weiter zu informieren (wie es z.B. die Tagesschau tut, die nur wissenschaftliche Meinungen wiedergibt, ohne sie selbst noch kritisch zu hinterfragen).

Also, los.

Die Querdenken-Kritik auf „Rücksichtslosigkeit“ zu reduzieren, finde ich süß. Nach jahrelanger Arbeit mit – im Vergleich zu biologischen
Laboren – albernen „Hygienemaßnahmen“ im Tierheim-Alltag und viel Recherche zu Viren und ihrer Verbreitungen bin ich überzeugt: Viren
werden sich immer unkontrollierbar verbreiten, eine Stoffmaske schränkt vielleicht den Radius von Aerosolen beim Spucken, Niesen oder Husten ein; aber ich traue sogar schon kleinen Kindern zu, dass sie das auch – wie bisher bei jeder Krankheitswelle – auch ohne verordnete Masken und staatlich kontrollierte Abstandregeln hinkriegen würden. Bisher durfte man sich entschuldigen, wenn man versehentlich zu spät die Hand vor das eigene Gesicht hob – vielleicht wird es in Zukunft als rücksichtsloser Mordversuch geahndet?

Das an Paranoia grenzende Argument der „stillen“ Infektionen ist wissenschaftlich überhaupt nicht belegbar. Es gibt nicht einmal wissenschaftliche Beweise, also Nachweismethoden für eine „Infektion“. Diese ist wissenschaftlich nämlich dadurch definiert, dass sie diagnostiziert werden muss, weil ein Test – genau wie alle wissenschaftlich ermittelten Daten und Fakten – nicht dazu in der Lage ist, die Denkarbeit zu übernehmen und Diagnosen zu stellen (auch wenn in Medizinkreisen die menschliche Intelligenz-Komponente immer mehr wegrationalisiert und durch KI ersetzt wird …). Deshalb noch einmal zum Mitschreiben: es gibt keine Nachweismethoden für Infektionen, also auch keine Tests, um infektiöse von nicht-infektiösen Viren zu unterscheiden!
Leicht verständliche Erklärungen für das mediale „Spiel mit Infektions-, Inzidenz- und anderen Zahlen“ finden sich überall im Internet und in jedem Buch, das sich mit Statistik und ihren Einsatzgebieten beschäftigt – für jede/n, der/die sich dafür interessiert (und wessen Fragen dann immer noch nicht geklärt sind, dem/der stehe ich jederzeit zur Verfügung, sie auch an mich zu richten).
Vielen Menschen fehlt noch das Bewusstsein dafür, dass wir seit unserer Geburt Milliarden von „stillen Infektionen“, nämlich potenziell gefährlichen
Viren, in uns tragen, die jederzeit mutieren und andere krank machen könnten. Aus eigener Erfahrungen und Beobachtungen in fast 44 Jahren würde ich persönlich behaupten, dass  das nie ohne Vorwarnung geschieht (und dass ich auch noch nie jemanden „versehentlich“ umgebracht habe); im Grunde weiß oder spürt doch zumindest jede/r – oder etwa nicht? -, ob, wann oder warum er/sie krank wird, das eigene Immunsystem also aus Krankensicht nicht optimal arbeitet (aus meiner Perspektive tut es das immer; nur verstehen auch das erst sehr wenige Menschen!).
Ich bin optimistisch, dass – in die Coronakrise eingebettet – gerade ein Erkenntnisprozess einsetzt bzw. von gesellschaftlichen „Randgruppen“, den „Alternativen“, auf die große Masse überschwappt, die sich noch vehement gegen einen Paradigmenwechsel wehrt, der ihre eigenen Überzeugungen, ihr Wissen, in Frage stellt, also als langjährige Glaubenssätze enttarnt: Dass nicht nur Bakterien, sondern auch Viren und der häufige Kontakt zu ihnen lebenswichtig für uns sind, und es die eigenen Gesundheit dauerhaft schädigen kann, einzelne mit Antibiotika bekämpfen zu wollen – bzw. mit „sicheren“ Impfstoffen, die Krankheiten vorbeugen sollen, ohne dass wir überhaupt wissen, ob wir jemals krank werden würden; dass wir also in erster Linie das eigene Immunsystem gegen sie stärken und etwas mehr für die eigenen Gesundheit tun könn(t)en/müss(t)en als Medikamente einzunehmen oder uns „vorsorglich“ impfen zu lassen.

Die Berechnungen zu den Kosten an Lebensjahren finde ich sehr einseitig, also fragwürdig, berechnet oder zu weit hergeholt – zumal die traumatischen, also psychischen gesundheitlichen Folgen, die mit Sicherheit Lebensjahre kosten werden, überhaupt nicht berücksichtigt sind. Es zeigt mir aber, wie wenig es
auch der taz gerade um die Gesundheit lebender Menschen geht und stattdessen in erster Linie um rein materielle, ökonomische Einbußen oder um nicht-wissenschaftlich-durchdachten, wenig nachhaltig sinnvollen, also „blinden Da-müssen-wir-doch-was-tun,-um-Leben-zu-retten“-Aktionismus.
Die Welt ist nicht überall für alle Menschen schön; aber wir müssen sie doch nicht immer schlimmer machen, wenn wir mir dem, was wir tun, immer mehr zukünftigen Schaden anrichten!
Dass die Wirtschaftsleistung vieler Länder auch „ohne Corona“ eingebrochen wäre, davon bin ich allerdings auch überzeugt, habe also keinen Einwand dagegen, dass es nicht sowieso einen Konjunktureinbruch gegeben hätte (weil zum Glück für die Natur immer mehr Menschen – vor allem die, die noch über ihre eigene Lebenszeit hinaus denken – immer nachhaltigere Überlegungen anstellen, bevor sie Konsumentscheidungen treffen, und sich die Reichsten seit Jahren verspekulieren?). Ich kann mir aber vorstellen, dass es gerade nicht die Ärmsten, die vielen FreiberuflerInnen und KleinunternehmerInnen und mittelständische Unternehmen getroffen hätte … Und viele andere hätten vermutlich keine plausiblen Argumente dafür gehabt, „gerettet“ werden zu müssen … Aber das ist nur meine wissenschaftliche Hypothese, für die ich – ohne Parallelwelt, in der keine Pandemie ausgerufen und Maßnahmen verhängt wurden – niemals werde Belege vorweisen können.

Zur angeblichen Ungefährlichkeit von Masken habe ich eine Gegenfrage: Wieso gab es bisher Arbeitsschutzrichtlinien, die bei Masken
eingehalten werden mussten? Und zur Wirksamkeit: Wieso steht auf den meisten
Maskenverpackungen, dass sie nicht dazu dienen, Viren aufzuhalten? Mir genügt – obwohl ich mir viele Studien dazu zum Teil genauer angeschaut habe – eigentlich das Wissen, dass Viren so klein sind, um auch mit der Atemluft verbreitet zu werden, um folglich zu wissen, dass ich mich von anderen Menschen komplett fernhalten muss, wenn ich nicht in Kontakt mit den Viren anderer Menschen kommen möchte.
Aber warum dürfen wir das nicht mehr selbst entscheiden? Warum werden auch Risikogruppen gar nicht gefragt, ob sie „zu ihrer eigenen Sicherheit“ isoliert werden wollen?
Warum kommen unsere Regierungen nicht mehr ihrer Aufgabe nach, dafür zu sorgen, dass für alle die Menschen, die tatsächlich krank werden, genug Krankenhausbetten zur Verfügung stehen? Stattdessen sind im letzten Jahr fast zwei Dutzend Krankenhäuser geschlossen worden, und ich höre immer öfters, dass Menschen sich heute nicht mehr freiwillig in Krankenhäuser oder Pflegeheime begeben, aus Angst vor multiresistenten Keimen oder der fehlenden (Zeit für) Menschlichkeit im Pflegealltag. Wären die strengsten Maßnahmen – ich meine keine Abstandsregeln und Maskenpflicht! – nicht zuerst hier durchzusetzen?

Alle Behauptungen zur Vergleichbarkeit der Grippe- mit Coronaviren können wissenschaftlich in Frage gestellt werden, da die Grippe meines Wissens dieses Jahr gar nicht erfasst wurde, also alle Grippetoten in den Coronastatistiken untergegangen sind. Da es für mich wenig plausibel ist, dass sich diese bisher so häufig diagnostizierte Krankheit völlig in Luft aufgelöst hat oder auf sonst eine wundersame Weise „verschwunden“ ist, frage ich mich, wie überhaupt jemand ausschließt, dass nicht alle verstorbenen Menschen seit Beginn unserer globalen Krisensituation, also seitdem die SARS-CoV-2-Pandemie von der WHO ausgerufen wurde, nicht auch mit oder an Grippeviren verstorben sind …

Ein neues Coronavirus und seine Mutanten (die es ja auch bisher schon jedes Jahr gab – das wusste ich bis März übrigens selbst noch nicht; aber ich habe, nicht nur  aus eigenen familiären Beweggründen, intensiv dazu recherchiert und dazugelernt in den letzten Monaten!) als einzige Ursache für die Schädigung von Lungenbläschen verantwortlich zu machen, während in Italien vor allem Gegenden mit extremer Luftverschmutzung die höchsten Todeszahlen verzeichnet worden sein sollen (übrigens nachdem dort vielfach alte Menschen geimpft worden waren – ich suche die Quellen dieser Informationen für Interessierte gerne noch heraus!) und bei uns das Thema Feinstaubbelastung auch nicht unerheblich ist, finde ich nicht umfassend wissenschaftlich betrachtet. Eine gute Note oder sonstige Bewertung hätte dafür vermutlich niemand im Studium bekommen. Aber dass der wissenschaftliche Hintergrund einiger unserer Mainstream-ExpertInnen auf sehr zweifelhaften Bewertungen wissenschaftlich-stümperhafter Arbeit gründet, hat sich vielleicht ja schon herumgesprochen.

Die Zahlen, die ich bisher gesehen habe, geben in Deutschland keine Grundlage für überzeugende Argumente für eine Übersterblichkeit im Jahr 2020 her, zumindest wenn man sich nicht nur die Vorjahre herauspickt, in denen weniger Menschen gestorben sind. In anderen Ländern spricht für mich alles dafür, dass nicht das Coronavirus selbst, sondern der schlechtere gesundheitliche Allgemeinzustand (für den jede/r einzelne persönlich „haftbar“ gemacht werden könnte oder eine Staatsregierung, weil sie nicht genug Aufklärung betreibt; aber doch nicht die komplette Gesellschaft!), der höhere Altersdurchschnitt (wie in Italien) und die schlechtere medizinische Versorgung kranke Menschen, also in Relation zur Gesamtbevölkerung oft weniger verfügbare Krankenhausbetten, vielleicht auch strengere Maßnahmen, höhere Todeszahlen verursacht haben.

Der Impfstoff hat mich Sicherheit nicht nur EINE Wirkung, wenn er in das Immunsystem eingreift! Ich halte das Coronavirus definitiv für berechenbarer in seiner „Gefährlichkeit“ und möchte nicht das Risiko eingehen, dass meine Zellen eventuell dazu animiert werden, unkontrolliert Antikörper zu produzieren, die Entzündungsreaktionen im ganzen Körper auslösen können. Nur weil ExpertInnen, ohne dass sie Langzeitstudien dazu vorweisen können, behaupten, dass mRNA kurzlebig ist, heißt das für mich nicht, dass sie nicht vorher unabänderliche Veränderungen in einem Organismus in Gang setzen können.

Zum PCR-Test habe ich schon wiederholt etwas geschrieben; aber da es ja so schwer verständlich zu sein scheint, dass Testmethoden keine „Glaubwürdigkeit“ an sich besitzen müssen, weil sie nur für medizinische Diagnosen herangezogen, sie aber nicht vorwegnehmen dürfen (s.o.)!
Der mir sehr sympathische Entwickler der PCR-Methode, Kary Mullis erklärt seit Jahren, dass die Tests Laborspielzeuge und nicht für kommerzielle Interessen geeignet sind; übrigens genauso wenig für die Diagnose von HIV. Ausführlicher darüber gesprochen hat er auch, nachdem ihm der Nobelpreis dafür verliehen wurde.
Die Aussagen des Erfinders scheint der Hersteller von „Drosten-Tests“ bei TIB Molbiol, Olfert Landt, der schon lange eng und gede jetzt sehr erfolgreich mit Christian Drosten zusammenarbeitet offensichtlich nicht zu kennen. Aber er ist ja selbst auch „nur“ Unternehmer und kein Experte – darauf hätte ihn vielleicht erst einer hinweisen müssen …

Aber es gibt doch diesen berühmten, typisch deutschen Spruch: Wer nicht fragt, muss hinterher auch nicht bestreiten, dass er/sie von allem hätte etwas wissen können oder müssen!

Oder wie genau lautete der doch gleich?

P.s.: Ich kenne übrigens eine wissenschaftlich anerkannte, unzweifelhaft wirksame Methode, um Pandemien zu beenden: aufhören, mit zweifelhaften Methoden nach „möglichen“ Erregern zu suchen; Menschen wieder einen Alltag ohne Freiheitsbeschränkungen zurückgeben und sich endlich nur noch um die Menschen kümmern, die krank werden und Hilfe brauchen. Aber wenn jetzt schon TV-Star-Wissenschaftler Ranga Yogeshwar Sympathie für eine noch härtere „no COVID-Strategie“ zeigt, um ein paar neue, mutierte unter – mit großer Wahrscheinlichkeit lebenswichtigen – Coronaviren zum Verschwinden zu bringen (obwohl uns etliche WissenschaftlerInnen wiederholt erklärt haben, dass wir die nicht wieder loswerden können, sondern lernen müssen, mit ihnen zu leben!), … ja …, dann muss ich meine Argumente vielleicht doch noch mal irrational überdenken.

P.p.s.: Ich sammle übrigens jederzeit Argumente, die dagegen sprechen, sich mit anderen Menschen zusammen zu tun, um möglichst viel Widerstand gegen Maßnahmen zu leisten, die niemanden über einen Placebo-Effekt hinaus schützen; sondern vor allem die Ärmsten dieser Erde, Kinder und pflegebedürftige Menschen, also die Schwächsten in unseren Gesellschaften, enorm und nachhaltig, mit jedem Tag mehr, schädigen.

 

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Dank für das Foto gebührt Tingey Injury Law Firm (auf Unsplash)!

Natürlich lernen …

… wir nicht für die Schule. Aber wir lernen heute auch so gut wie nichts mehr über das Leben!

Ich vermute, die meisten Menschen kennen die Fragen: „Wozu soll ich das denn lernen? Wofür kann ich das jemals in meinem Leben gebrauchen?“.
Wir kommen als lernfähige und unendlich neugierige Wesen auf die Welt. Wir wollen alles wissen und erklärt bekommen; wir suchen von klein auf nach dem Sinn hinter allem. Und wir bekommen viele Dinge erklärt, die wir gar nicht wissen woll(t)en oder in denen wir einfach keinen Sinn erkennen können.
Wir werden nie im Voraus wissen, ob wir das, was wir aus unseren guten wie schlechten Erfahrungen selbst lernen oder was uns jemand – zum Teil mit leichtem Druck oder gewaltsam – beibringt, jemals gebrauchen können; am Ende müssen wir immer selbst darüber entscheiden, was davon wir behalten und was lieber vergessen, was wir wissen und üben wollen und was nicht.

Es gibt vielleicht mehr Menschen, denen unterstellt wird, sie wüssten alles „besser“, nur weil sie sich angeblich so aufführen oder eine andere als die eigene Meinung vertreten, als Menschen, die tatsächlich „BesserwisserInnen“ sein können. Denn ob etwas „mehr“ oder „anders“ wissen gleichbedeutend mit „besser“ oder „schlechter“ ist, darüber ließe sich diskutieren …

Diskussionen sind aber in unserer modernen Welt anscheinend politisch, also mehrheitlich gesellschaftlich nicht (mehr) erwünscht; von Streitkultur scheinen die wenigsten Menschen je etwas gehört zu haben, geschweige denn ihre Anwendung gelernt.


Wem noch nicht aufgefallen ist, dass Querdenken ein freies Denken ist, das sich nicht an – von anderen – vorgegebene Bahnen hält, der/die könnte sich selbst zuerst einmal fragen, ob er/sie weiß, wozu das eigene Gehirn fähig wäre …

In meinen Augen ist es entweder naiv oder überheblich, in erster Linie aber traurig, wenn Menschen glauben, sie wären umfassend gebildet und wüssten viel oder sogar schon genug über das Leben, nur weil sie einen guten Schulabschluss hatten, erfolgreich in ihrem Beruf sind oder waren und jeden Tag die Zeitung lesen, Radio hören oder Nachrichten schauen.
Ich bin überzeugt, dass niemand, der/die tatsächlich etwas aus dem eigenen Leben gelernt hat, vor allem über sich selbst, und der/die nicht zu viel Angst davor hat, die eigenen Irrtümer und Fehlschläge zuzugeben, ernsthaft behaupten würde, er/sie könne sowohl alles aus der Vergangenheit noch ganz sicher wissen als auch prophezeien, was zukünftig geschehen wird.
Das können nur viele unserer PolitikerInnen und führenden WissenschaftlerInnen und ExpertInnen sowie ein gewisser Anteil an ÄrztInnen, LehrerInnen, JuristInnen, JournalistInnen …Vor allem Menschen, die besonders gut dastehen und Vorbilder sein wollen, bemerken oft gar nicht, wie schlecht und unglaubwürdig sie sich dabei aufführen.

Schon Kinder lernen vor allem aus dem, was sie beobachten, was sie hören und sehen, und gleichen es mit dem ab, was sie fühlen oder – warum auch immer – glauben. Sie müssen sich keine lernenden Menschen zum Vorbild nehmen, um selbst dazulernen zu wollen. Sie suchen sich ihre Vorbilder, denen sie nacheifern; und ich frage mich häufig, welche Vorbilder die Menschen wohl hatten, die heute damit ihr Geld verdienen, dass sie das Leben anderer Menschen steuern und kontrollieren, also oft auch immer strengere Verordnungen über andere Menschen verhängen.
Als Biologin habe ich nicht den Eindruck, dass sie verstanden haben, wie wir Menschen lernen, dass wir lebenslang lernfähig bleiben oder wie wir unseren naturgegebenen Spaß am Lernen, also unsere Neugier nicht verlieren.
Genau das lernen wir selten (oder noch gar nicht).
Ich sehe kaum Menschen, die offensichtlich wissen, wie man sich gegenseitig leicht beibringen, also vorleben kann, welches Wissen wirklich wichtig im Leben ist.
Ich habe z.B. nie gelernt, ich musste selbst herausfinden, wie ich am leichtesten lernen kann.
Mir hat nie jemand erklärt, wie ich konfliktfrei durch’s Leben kommen kann, wie Liebe „funktioniert“ oder wie man im Zusammenleben glücklich wird.
Mir wurde nicht beigebracht, wie ich authentisch bleiben oder mir ehrlichen Respekt verdienen kann.
Es gab bei mir kein Unterrichtsfach “ Wie prüfe ich, ob der Inhalt von Schulbüchern und Lehrplänen glaubwürdig oder sinnvoll ist, wer also Einfluss darauf nimmt und eigene Interessen damit verfolgen könnte, um mein Verhalten zu steuern?“.
Mir war bis vor Kurzem nicht klar, dass sich hinter vielen „VerschwörungsTHEORETIKERINNEN“ diskreditierte HistorikerInnen verbergen, die in meinen Augen glaubhafte Belege für ihre Theorien vorweisen können.

Stattdessen habe ich in vielen Jahren viel selbst recherchieren müssen …

Ich kann mir heute erklären, warum es trotz „Gesundheitsaufklärung“ so viele kranke Menschen gibt und warum die Klimaerwärmung trotz neuester Technologien voraussichtlich ungehindert voranschreiten wird.
Ich weiß, warum immer wieder „sinnlose“ Kämpfe stattfinden, obwohl es keinen guten Grund für Kriege gibt.
Ich habe gelernt, dass nicht nur in Deutschland, sondern fast weltweit, nicht die Menschen mit dem umfassendsten Wissen oder Rechtsbewusstsein regieren, sondern die, die ihre Machtinteressen durchzusetzen versuchen, also Recht haben oder sprechen und „für Ordnung sorgen“, also Menschen kontrollieren wollen.
Es kostet Zeit, Informationen zu sammeln. Es macht nicht immer Spaß zu recherchieren; was man dabei ent- oder aufdeckt, ist nicht immer angenehm. Die Lust am Lernen kann dadurch auch verloren gehen.

Zum Glück gibt es noch genügend wissbegierige Menschen, mit denen man sich leicht zusammentun und vernetzen kann. Es macht mir immer wieder neuen Mut, festzustellen, dass ich – so wie es mir viele Gesellschafts– oder RegierungskritikerInnen vormachen – mit jeder neuen, zusätzlichen Information sicherer und friedlicher in meiner Argumentationsweise werde.
Die aggressivsten Menschen, die mir begegnen oder die ich auf Bildschirmen beobachten kann, sind immer die, die offensichtlich aufgehört haben, lernen und sich weiter entwickeln zu wollen; die lieber nur noch maschinenartig ihr „Wissen“ anwenden, das ihnen beigebracht wurde oder das sie sich im Laufe ihres Lebens antrainiert haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie noch viel Freude am Leben haben.
Lernfähige Menschen wissen, dass täglich neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden können; wir also jeden einzelnen Tag etwas dazulernen könnten. Ich glaube, viele Menschen haben nur Angst, dass ihnen der Kopf davon platzen könnte.

Deshalb wäre es in meinen Augen, nicht nur für Kinder und Jugendliche, besonders wichtig zu lernen, wie man mit Informationen umgeht, wie man eigene „Denkfehler“ (die aus anerzogenen oder angelernten Glaubenssätzen entstehen können) enttarnt und wo man Hilfe findet, wenn man sich im Informationsgewirr unserer Zeit nicht mehr zurecht findet.

Denn: Wer kann mehr über uns lernen als wir selbst?
Wer außer uns selbst kann die Verantwortung für uns und unser Leben übernehmen?
Was ist wichtiger und was können wir selbst mehr beeinflussen als unser eigenes Leben?

Den Menschen, die uns unsere Bildung ermöglichen, ist unser aller Leben nichts wert, solange wir nicht irgendwann für sie arbeiten.
Das habe ich auch gelernt, auch wenn ich es mal nicht geglaubt habe.
Was ich allerdings noch nicht verstanden habe, wofür ich noch keine plausible Erklärung gefunden habe, ist: Warum setzen wir nicht unsere im Überfluss vorhandenen und noch lange nicht ausgeschöpften, geistigen Ressourcen (wir nutzen nur einen kleinen Bruchteil der Möglichkeiten, die uns unser Gehirn, unser menschliches Bewusstsein bietet!) dafür ein, nachhaltiger und achtsamer im Umgang mit den Ressourcen der Erde oder auch unseren körperlichen und seelischen zu leben, sie also vernünftiger oder gerechter zu verteilen und nicht einseitig auszubeuten?

Im Moment warte ich erst einmal neugierig darauf, was wir alle noch alles aus dem Jahr 2020 und der sogenannten „Corona-Pandemie“ lernen werden; aus unseren öffentlichen Leitmedien kann ich bisher nur entnehmen, was unkritische ZuschauerInnen, HörerInnen oder LeserInnen in diesem Land, die also weder Quellenangaben überprüfen noch Fragen zur Relation von Zahlen stellen oder sich zusätzlich aus anderen Quellen informieren, glauben soll!

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader, der mir mehr oder weniger geduldig eigentlich täglich etwas Neues beibringt und sich gleichzeitig, vor allem seitdem ich meinen „Unterrichtsstil“ überarbeitet habe, immer auch noch von mir bele(e)hren lässt!

Wenn PolitikerInnen Gesundheitsbeauftragte spielen …

… werden „medizinische Verordnungen“ immer ungesünder.

„Mutti“ muss viel Unsinn erzählt haben, weil ihre verordneten Maßnahmen gar nicht den erwünschten Erfolg bringen. Unsere Bayerischer Ministerpräsident Söder – der ähnlich gut im Prognosen-Stellen ist wie ein Prof. Dr. Drosten schon in Zeiten von Vogel- und Schweinegrippe – hat vorausschauend schon letztes Frühjahr zur Maskenher- und bestellung aufgerufen, von der sich viele Menschen Profite versprochen haben … Jetzt – gab es vielleicht zu viel Druck von Menschen, die bisher auf ihren FFP2-Masken sitzen geblieben sind? – werden die „besseren“ Masken endlich zur Pflicht, die auch von „seriösen“ HerstellerInnen und VerkäuferInnen, also nicht SelbstbastlerInnen daheim, „geprüft“ wurden (wenn auch seltsamerweise immer noch nicht generell für den Alltagsgebrauch oder zum Schutz vor Viren zugelassen …).
Vielleicht können sich LehrerInnen in Zukunft viel Arbeit sparen, wenn wir das „Selbstzeugnis-„Ausstellen  einfach schon in der Schule beginnen lassen? Auf eine zweite Meinung zu sich selbst legen heute ohnehin die wenigsten Erwachsenen noch Wert – entweder weil sie glauben, sie schon vorher zu kennen, oder weil sie ohnhin nicht in ihre eigenen Überlegungen einbeziehen.

Solange dieser sowohl biologische wie auch medizinisch-gesundheitlicher Unsinn immer nur noch weiter getrieben wird (der einzige Sinn liegt darin, dass HerstellerInnen vom Verkauf ihrer Produkte profitieren und sich ein paar Menschen in einer Pseudo-Sicherheit besser fühlen), werde ich nicht müde, mein biologisches Wissen zu verbreiten oder meine Gesundheitsempfehlungen, von denen nur die Menschen, die sie anwenden, profitieren können,  zu wiederholen:

  • Viren werden auch mit der Atemluft verbreitet; etwas eingeschränkt wird nur die Tröpfchenverbreitung beim Husten oder Niesen.
    Masken machen vielleicht – auch das ist wissenschaftlich umstritten – in Krankenhäusern oder Laboren einen gewissen Sinn, um nicht dauernd wieder neu desinfizieren zu „müssen“ (auch das hat ja nur mit dazu geführt, dass es heute multiresistente Keime gibt oder Menschen zumindest immer empfindlicher auf sie reagieren, weil mit den chemischen Mitteln ja auch das eigene Biom, die eigene lebenswichtige Bakterienflora zerstört wird).
    Ich würde raten, jedem/jeder, der/die das Tragen einer Maske vorschreibt, vor allem wenn genug Abstand zu anderen Menschen, die sich selbst für gefährdet halten, gewahrt werden kann, nach wissenschaftlichen Beweisen der Wirksamkeit zu fragen und gleichzeitig nach seiner/ihrer Haftung in gesundheitlichen „Schadensfällen“ durch die behinderte Atmung.
  • Eine unnatürliche Atmung, bei der der freie Austausch von ab-, also ausgeatmeter mit neu eingeatmeter Luft behindert ist, ist ungesund. Wer das nicht einmal mehr bemerkt, wer es für „eine Lappalie“ hält, nicht frei atmen zu dürfen, hat auch vorher schon unnatürlich geatmet, also mit der eigenen Atmung nicht zur eigenen Gesundheit beigetragen und den Körper ausreichend mit Sauerstoff versorgt bzw. genug Kohlenstoffdioxid abgeatmet. Wer das versäumt, vergiftet sich mit der Zeit, auch über Jahre oder Jahrzehnte, immer mehr selbst.
    Ich würde zu häufiger Atembeobachtung – viele Menschen wissen nicht einmal, wie sie in welchen Situationen atmen – und -training, also bewusstem, möglichst tiefen Ein- und Ausatmen, nicht nur in die Brust, sondern bis in den Bauch, raten, vor allem an der frischen Luft. Bewegung und Sport ist auch hilfreich, weil sich die Atmung dabei selbst reguliert und „lernt“, also noch eine Zeitlang nach dem Sport für eine gesunde Sauerstoffversorgung sorgt.
  • Die angeblich neuen Coronaviren verhalten sich wie jedes Jahr; ein Großteil der Menschen schaut nur wie gebannt auf Einzelfälle oder eine Presse, die schon seit Jahren intensiver auf die desaströse Situation in Krankenhäusern und Pflegeheimen hätte schauen können. Das einzig neue ist, dass alle Kranken, die mit Grippesymptomen oder nachdem sie vorher positiv auf einen Test reagiert haben, der ein gesuchtes Gen-Schnipselchen in ihnen gefunden hat, sterben, seit 2020 „Corona-Tote“ genannt werden.
    Denkanregung: Wäre es nicht möglich, dass Menschen auch aufgrund der aktuellen politischen Krisen-Situation versterben, also eher „Corona-Maßnahmen-Tote“ sind, oder dass Menschen an ihren Vorerkrankungen oder an Altersschwäche sterben? Die weltweiten Todesfälle alter Menschen kurz nach der Impfung finden in unseren Leitmedien ja auch kaum Erwähnung oder werden den neuen Impfstoffen zugeschrieben.
  • Die angeblich „sicheren“, neuen Impfstoffe sind bisher kaum am Menschen getestet und haben nur eine „Notfallzulassung„.
    Ich kann nur raten, sich umfassend zu informieren und für die eigene Meinungsbildung unterschiedlichsten Menschen zuzuhören. Nebenwirkungen und nachhaltige schwere Schäden von „Gesundheitsmaßnahmen“, von Impfungen u.v.m., verschwinden nicht aus der Welt, wenn man sie ignoriert. Da wir schon immer mit Viren zusammen leben, halte ich die „Schäden“ und Langzeitfolgen, die manche „WissenschaftlerInnen“ durchlaufenen Viruserkrankungen zuschreiben, eher für die Folgen davon, dass Kranke sich – aufgrund ihrer Lebensumstände – nicht ausreichend davon erholen, also heilen konnten, bzw. nicht gesund gepflegt wurden.
  • Wer sich nicht zutraut, eigene Entscheidungen treffen zu können, darf sich in meinen Augen hinterher auch nicht bei denen beschweren, deren Meinung und Vorgaben man unkritisch übernommen hat. Ich finde Medizinskandale wie Contergan immer wieder dramatisch; aber noch dramatischer finde ich eigentlich, wenn Menschen nicht daraus lernen und sich von Medikamenten und „medizinischem Fortschritt“ möglichst frei machen – also lieber ihre Gesundheit zu erhalten oder mit möglichst nebenwirklungsfreien Methoden „zurückerobern versuchen -, sondern weiterhin daran glauben wollen, dass Medikamente heilen oder zumindest nebenwirkungsfrei helfen können, wieder gesund zu werden. So leicht ist das aber nicht, wenn man nicht mal wissen will, warum man krank geworden ist, bzw. glaubt zu wissen, wer daran „Schuld“ trägt.
  • Angst vor neuen Viren lohnt sich nicht, weil man dann ständig Angst vor sich selbst haben müsste: Viren können in jedem von uns jederzeit mutieren. Vielleicht ja sogar besonders, wenn unser Immunsystem von Angst lahmgelegt wird?

Es ist auf jeden Fall – wenn unsere Demokratie sich nicht völlig in eine Gesundheitsdiktatur „auflösen“ soll; wenn es also noch genug DemokratInnen in diesem Land gibt, die Politik mitgestalten wollen – höchste Zeit, die eigene „Corona-Angst“ abzulegen und Menschen zuzuhören oder sich ihnen anzuschließen und sie zu unterstützen, die dafür sorgen wollen, dass unsere PolitikerInnen ihre uneingeschränkte HerrscherInnenrolle nicht ein bisschen zu weit treiben – obwohl es kaum noch weiter geht …

Sie wären nicht die ersten, denen das „passiert“, weil Macht eine Sucht ist, über die Menschen die Kontrolle verlieren können, wenn niemand ihnen begreiflich macht: Jetzt reicht es aber mal! Jetzt zerstörst Du mit Deinem Verhalten auch mein bzw. unser Leben! Dir kannst Du vielleicht etwas vormachen; aber wir sind keine naiven, kleinen Kinder, denen Du alles glaubhaft machen kannst!

P.s.: Ich habe schon vor einer ganzen Weil Corona-Informationen gesammelt und für unseren Niedernhausener Bürgermeister, der es bisher nicht für nötig befunden hat, auf kritische BürgerInnenstimmen einzugehen und darauf zu antworten, und unseren Landrat im Rheingau-Taunus, der mich immerhin zu einem netten Gespräch eingeladen hatte, zusammengestellt – vielleicht hilft sie heute dem/der ein oder anderen Interessierten, der/die langsam genug von der einseitigen Meinungsmache in den öffentlichen Leitmedien hat, bei einer eigenen Meinungsbildung ja weiter.
Aktuelle Berichte zur Situation und zum Widerstand der Bevölkerung in vielen anderen Ländern finden sich bei 2020news.de, die im Rahmen des von der Rechtsanwältin Viviane Fischer schon im Juli ins Leben gerufenen Corona-Untersuchungsausschusses entstanden sind.

 

Ist Konservierung sinnvoll zur Arterhaltung?

Weil ich mich ja täglich weiterbilde, ist mir heute Morgen bewusst geworden, dass es sehr unbedacht ist, in der Natur generell davon zu sprechen, dass nur diejenigen Individuen überleben, die am Besten an ihre natürlichen Lebensbedingungen angepasst sind oder so kreativ, die Lebensbedingungen nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten.
Am Ende dürfen immer nur so viele Individuen überleben, dass Populationen nicht zu groß werden. Sie dürfen ihre Nahrungsgrundlagen nicht verlieren und ihren Lebensraum nicht über-besiedeln, weil dann Krankheiten um sich greifen. Viren und Bakterien sorgen schon immer dafür, dass Arten oder Populationen, die sich zu stark vermehrt haben, „zusammenbrechen“, damit hinterher wieder ein gesundes Gleichgewicht zur Mitwelt hergestellt werden kann.
Vielleicht „opfern“ sich aber z.B. auch im Tierreich viel mehr „Besser-Angepasste“ als wir uns vorstellen können für ihre schwächeren Artgenossen, wenn sie feststellen, also am eigenen Leib erfahren, dass nicht genug Nahrung oder Platz für alle da ist?
Wissenschaftlich ausgeschlossen ist das nicht; das einseitige Bild von Evolution als stetiger „Weiter-“ oder „Höherentwicklung“ darf also in Frage gestellt werden. Nur weil unser Gehirn so komplex und wir Menschen die kreativsten Geschöpfe sind, ist es in meinen Augen anmaßend, uns als „die Besten“ oder „Vernünftigsten“ zu bezeichnen.

Es ist offensichtlich, dass „unvernünftig“ handelnde Menschen, die keine oder wenig Rücksicht auf andere und die Natur, also ihre Lebensgrundlage, nehmen, und Menschen, die ohne technische Hilfsmittel, Medikamente, angelieferte Nahrungsmittel und andere alltäglich notwendige Produkte oder sonstige Unterstützung gar nicht überleben könnten, zahlenmäßig immer mehr zunehmen.

Es ist ein nobler Gedanke, jedes einzelne Leben oder ganze Arten retten zu wollen, die sonst aussterben würden, also ohne fremde Hilfe zum Sterben „verurteilt“ sind.
Es tut gut, anderen etwas Gutes tun zu können.
Es beruhigt – wenn man es als einzelner Mensch für aussichtslos hält, die Welt wenigstens ein bisschen besser zu machen -, andere, die behaupten, genau das zu tun, zu unterstützen.
Tier-, Naturschutz- und andere Hilfsorganisationen verdienen viel Geld damit; die Medien sind voll von ihren Spendenaufrufen und „Erfolgsstories„.

Es ist gleichzeitig in den allermeisten Fällen eine kurzsichtige oder eigennützige, falsch verstandene Natur-oder Tierliebe.
Viele Menschen ignorieren oder wissen tatsächlich nicht, dass Tiere und Pflanzen auch einen passenden Lebensraum brauchen, in dem sie artgerecht leben können; dass es also keinen nachhaltigen, ökologischen „Nutzen“ hat, sie in künstlichen Lebensräumen zu erhalten oder sie grenzenlos künstlich „nachzuproduzieren“, ohne dafür zu sorgen, dass auch ein natürlicher Lebensraum für sie vorhanden ist oder geschaffen wird, oder darauf zu achten, wie gesund und (über-)lebensfähig sie in dem ihnen angedachten Lebensraum anschließend auch tatsächlich sind.
Es gibt genug Vorerfahrungen dazu; Menschen müssen also das Rad nicht immer wieder neu erfinden und  immer wieder neue „Kollateralschäden„, also viel Leid und Tod, vor allem bei ihrem „Züchtungswahn“ zu verursachen – dem oft jede Vernunft fehlt, mit dem sich aber Geld verdienen lässt.

Lebensräume verändern sich mit der Zeit, weil unser Klima sich seit jeher verändert, und alle Lebewesen, Tiere wie Pflanzen entwickeln sich zusammen mit ihrer Umgebung weiter, passen sich bestmöglich an oder sterben manchmal aus.
Viele Menschen versuchen, alle zu retten, die ihnen leid tun – oft ohne zu erkennen, wie sie selbst zu deren Leid beigetragen haben und täglich weiter dazu beitragen.
Viele Menschen können sich schlecht abgrenzen von dem, was sie nicht ändern können, und schlecht loslassen, was längst verloren ist.
Viele Menschen versäumen es aber gleichzeitig, zukünftiges Leid zu vermeiden, indem sie ihr Verhalten und Leben ändern.

Menschen können schlecht langfristig zu denken. Viele Menschen können nicht ökologisch denken. Viele wollen gar nicht darüber nachdenken, dass sie auch Leid und Zerstörung verursachen.
Viele Menschen können nicht akzeptieren, dass die Natur sich immer wieder ihre eigene Ordnung schaffen wird, vielleicht irgendwann ganz ohne uns Menschen. Sie wird sich nie von uns kontrollieren lassen.
Menschen haben bereits enorme Schäden auf unserer Erde angerichtet, gentechnische „Monster“ und Qualzüchtungen geschaffen bzw. in künstlichen Umgebungen natürliche Arten zur „Erhaltung“ vermehrt, in der Hoffnung, sie an ihren ursprünglichen oder einen neu geschaffenen Lebensraum zurückkehren lassen zu können.
Selbst die Menschen werden häufig künstlich gezeugt oder zur Welt gebracht und zu Erwachsenen „herangezüchtet“, die kaum mehr Bezug zu unserem natürlichen Ursprung haben und am Besten gar nicht darüber nachdenken sollen, was sie verloren haben, um nur noch nach dem streben, was ihnen andere Menschen vorgeben.

Wir haben es immer wieder so weit kommen lassen, dass Menschen zu Unmenschen geworden sind.
Wir gehen immer wieder viel zu weit – vor allem, um das in Gewahrsam zu halten, was sich gar nicht mehr lohnt, bewahrt zu werden – wenn wir als Art überleben, als Menschen weiterhin auf dieser Erde leben möchten.

Statt weiterhin zu viel zu konservieren wäre vielleicht ein vernünftiger Konsens darüber notwendig, worauf wir uns zukünftig konzentrieren und konditionieren könnten.
Wenn wir aufhören, Zuchtprogramme zu betreiben und unsere Mitwelt so gestalten zu wollen, wie wir sie haben wollen, und uns stattdessen an die Arbeit machen, uns so nachhaltig naturfreundlich zu verhalten, wie wir müssten, damit nicht noch mehr Arten vom Aussterben gefährdet werden, hätten wir sogar die Chance, noch zu lernen, wie sie wirklich – in freier Natur, also nicht nur konserviert oder in Gefangenschaft – sind: ein Teil unserer Wirklichkeit und somit auch ein Teil von uns.

Es ist aussichtsvoller, bei sich selbst anzufangen statt nur die Welt verändern zu wollen.
Das wird sie dadurch automatisch tun.
Und gemeinsam könn(t)en wir sogar Freude daran haben oder uns gegenseitig über Verluste hinwegtrösten.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader!

Die härtesten Überlebenskämpfe …

… werden von Menschen geführt, die friedlich Widerstand leisten

Es ist keine Kunst, für das eigene Überleben mit allen verfügbaren Waffen zu kämpfen.
Eine echte Herausforderung ist es, sich unbewaffnet bewaffneten oder streitlustigen Gegenübern zu stellen, die etwas versuchen durchzusetzen, womit man nicht einverstanden, was also in den eigenen Augen nicht gerecht oder rechtmäßig ist.
Es erfordert Mut, in Kauf zu nehmen, dass man dabei selbst verletzt oder misshandelt wird.
Es erfordert Willensstärke, sich nicht von den eigenen Emotionen, der eigenen Angst oder Wut und Verzweiflung beherrschen zu lassen, sondern (innere) Ruhe zu bewahren und sich auch nicht zu gewaltsamem Widerstand verleiten zu lassen, wenn die eigenen Grenzen dabei überschritten werden.

Mir ist ein friedliches Miteinander wert, das zu lernen, also an mir zu arbeiten, d.h. mir bewusst das anzutrainieren, womit ich sowohl meinen Herzschlag und Puls beruhigen als auch klare Gedanken fassen kann, um dann damit vernünftig, menschlich, zu handeln.
Ich habe den Eindruck, in der Theorie sehen die meisten Menschen die Vorteile dieser Achtsamkeitsübung und diejenigen, die sich hinterher immer wieder kritisch selbst hinterfragen, wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie sie es sich von sich gewünscht hätten, wissen, wie schwer sie ist.

Es kann frustrieren, die inneren Kämpfe immer wieder zu verlieren.
Es kann deprimieren, wenn niemand bemerkt, wie sehr man sich angestrengt hat und dass man Trost und Ermunterung und eine Aussicht auf Erfolg gebrauchen könnte.
Ich persönlich gebe mich mittlerweile meist damit zufrieden, dass ich selbst feststelle, dass ich jedes Mal geübter und besser werde, damit umzugehen, und früher wieder bereit bin, es noch einmal zu versuchen.

Ein großer Dank gebührt aber auch all den vielen friedliebenden Menschen, die mich umgeben, die mir allein damit den Rücken stärken und mich anspornen, dass ich auch bei ihnen sehen kann:
Es lohnt sich immer wieder, sich für die eigenen Ideale – vor allem, wenn man sich selbst oder andere ungerecht behandelt fühlt – auch unbewaffnet und widerspruchslos in „Gefahrensituationen“ zu begeben statt zu hoffen, dass andere die Ungerechtigkeit bemerken und beseitigen werden!

P.s.: Die IdealistInnen, die gewalttätig für Freiheit kämpfen, laufen Gefahr, die späteren SklavenaufseherInnen zu werden.

P.p.s.: Ich kenne zwar beides – die Bibel und das Grundgesetz – nur in Auszügen; aber ich habe den Eindruck, dass vor allem Menschen, die sich als die höchsten DienerInnen Gottes und/oder des Staates ausgeben, um unter Menschen für Gerechtigkeit zu „kämpfen“,

  • begeben sich selbst am wenigsten unter die Ärmsten und stellen sich ihren Sorgen und Nöten meist gar nicht persönlich,
  • leben am prunkvollsten und am meisten abgeschottet vom „normalen Volk“,
  • sorgen mit ihren Predigten dafür, dass Geld am Ende immer auch wieder im Überfluss zurück zu denen fließt, die am meisten gespendet habe,
  • schaffen mehr Spaltung unter Menschen als sie zusammenzubringen, und
  • begegnen anderen Menschen selten auf Augenhöhe, neigen also dazu, auf einige hinab- und zu anderen hinauf zu schauen,
  • haben also beide Werke offensichtlich nicht verstanden.

P.p.p.s.: Und auch die direkten „DienerInnen“ der (Gesundheit der) Menschen haben den „Kampf“ gegen den (bio-)technologischen Fortschritt und/oder ihr Streben nach Erfolg mittlerweile fast geschlossen verloren, obwohl sich schon seit 20 Jahren abzeichnet, dass es in der Medizin nicht mehr um die Gesundheit der Menschen geht – zumindest hat 2002 das Ärzteblatt darüber berichtet (besonders beachtenswert ist Punkt 11; und falls der Link zensiert ist: ich habe eine PDF gesichert – bei Interesse bitte einfach melden!).

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Dank für das Foto gebührt Koshu Kunii (auf Unsplash)!

Lebenszeichen deuten

Das Ich-Verständnis als Lebensgefahr

Was das Leben genau ausmacht, darüber streiten sich nicht nur WissenschaftlerInnen.
Deshalb finden sich dazu unzählige, leicht voneinander abweichende, wissenschaftliche und bewusst nicht- oder nach Meinung diverser WissenschaftlerInnen unwissenschaftliche Definitionen.

Keine kann jemals ausreichend sein, kein Mensch wird jemals in Worten ausdrücken können, was Leben ist, weil man leben, es also erfahren, bzw. daran gehindert werden muss, um überhaupt eine Vorstellung davon zu bekommen.
Deshalb wird vermutlich auch jede/r nicht-Biologe verstehen, was ich meine, wenn ich darauf hinweise, dass jedes Lebenszeichen gar nicht allein für sich betrachtet werden kann, sondern nur im Zusammenhang Sinn ergibt und daher jedes einzelne nur für sich mit Vorsicht zu genießen ist und in fließenden Übergängen zu allen anderen steht.

Ein Kennzeichen von Leben ist auf jeden Fall (Fort-)Bewegung, auch geistige: Menschen sind nicht dazu gemacht, still zu sitzen und keine Gedanken zu haben; sie fühlen sich sogar mit der Zeit selbst faul oder unausgeglichen, wenn sie zu wenig für ihren Körper und/oder Geist tun, wenn es zu wenig (An-)Spannung in ihrem Leben gibt. Sie brauchen aber immer wieder auch ausreichend Ruhe- und Entspannungszeiten, weil sowohl körperliche Bewegungen als auch das Denken Energie kosten, die vorher bereitgestellt worden sein muss.

Ein weiteres Kennzeichen von Leben ist also der (Energie-)Stoffwechsel: Menschen brauchen Nahrung, auch geistige, um ihr Leben, ihre Organfunktionen – bzw.vor allem ihre Steuerzentrale, das Gehirn – aufrecht zu erhalten, und sie brauchen Ausscheidungswege, um anfallende „Abfälle“ zu entsorgen bzw. hin und wieder aus bewusst „auszumisten“ und ihrem ganzen Organismus die Möglichkeit zu geben, sich neu zu ordnen – vor allem wenn sich die Umweltbedingungen ändern.

Alle Lebewesen müssen an ihre jeweiligen Lebensumstände angepasst sein; oder sie müssen kreativ genug sein, sich ihre Lebensumstände so zu gestalten, dass sie darin (über-)leben können. Anpassung ist ein Lernprozess – wer als Lebewesen nicht in eine Umwelt hineingeboren wird, an die es von Natur aus angepasst ist, oder wer nicht lernt, sich noch daran anzupassen, wird früher oder später nicht mehr lebensfähig sein und sterben.

Lernen heißt Informationsverarbeitung; Lernen im Leben heißt also lebenslang Trial & Error auszuhalten: etwas ausprobieren, damit scheitern oder Erfolg haben und dann etwas Neues ausprobieren. Wer denkt, er/sie könne sich die eigenen „Fehler“ komplett sparen, hat (noch) nicht verstanden, was Leben bedeutet.

Leben bedeutet eben auch potenziell unendliches Wachstum, potenziell unendliche Weiterentwicklung (Evolution) und potenziell unendliche (Entfaltungs-)Möglichkeiten – wenn wir dabei nicht unsere lebensnotwendigen Ressourcen aufbrauchen.

Für uns Menschen wird auf dieser Erde das Leben allerdings zu Ende sein, wenn wir keine Nahrung mehr finden, keine Energie mehr aufbringen, uns nicht mehr an die verfügbaren Lebensumstände anpassen und nicht mehr selbst weiter wachsen, uns nicht mehr weiter entwickeln können – für uns auf individueller Basis genauso wie für die Art Homo sapiens.

Im Prinzip sind alle Organismen von Natur aus unsterblich, wenn sie nachhaltig leben; aber sie sind als Individuen vergänglich, wenn sie es nicht schaffen, ihren Organismus vor der Zerstörung von außen oder innen zu bewahren.
Es gibt in einer Welt voller Unsicherheit und Unvorhersehbarkeiten viele Gefahren von Außen, gegen die sich einzelne Organismen – Zellen oder „höher organisierte“ Lebewesen, im Grunde Zell-Systeme – allein oft gar nicht schützen können; so dass sie sich überindividuell zusammentun müssen, um ihre individuelle Überlebensmöglichkeit in der Gruppe zu erhöhen.
So tauschen sie ihre Identität, ihre eigene, individuelle Verwundbarkeit, ihre Verletzlichkeit, gegen mehr Sicherheit, aber damit auch Abhängigkeit von anderen, ein. Manche Lebewesen geben ihr „Ich“ aus Angst (vor der eigenen Vergänglichkeit im Leben) schon lange auf, bevor sie sterben.

Einzelne, eigenständig überlebensfähige Zellen wie Bakterien, sozusagen „natürliche Ich-Persönlichkeiten“ teilen sich – zu Zeiten wenn sie besonders gut versorgt sind und bevor sie eine bestimmte Größe erreicht haben, bevor sie also „zu groß“ werden und vielleicht platzen könnten – „sicherheitshalber“ schon mal in zwei neue Zellen, geben also ihr „Ich“ auf, um es gleichmäßig auf zwei oder mehr neue Individuen zu verteilen. Ich vermute, das ist einer der natürlichen Gründe, warum sich sowohl Pflanzen als auch Tiere und Menschen in Stresssituationen besonders stark zu vermehren versuchen, also besonders viele Nachkommen zeugen.
Viele der „Sprösslinge“ können es gar nicht schaffen, unter denselben Stressbedingungen zu leben, also nur die, die es schaffen, sich am Besten damit abzufinden und daran anzupassen.

Wir Menschen haben die Fähigkeit, ein natürliches Bewusstsein dafür, das zu verhindern – indem wir lernen, die Lebenszeichen zu deuten und zu verhindern, dass wir nicht in blindem Aktionismus aus Mitleid jedes Leben zu retten versuchen, für das gar kein zukünftiger Lebensraum und nicht genug Ressourcen verfügbar sein können, für die wir also selbst gar nicht genug eigene Ressourcen – in erster Linie Zeit, Energie und Liebe – aufbringen können, die wir also selbst gar nicht lebenslang immer wieder retten können.

Jedes Lebewesen, jeder Mensch, der bereits das Licht der Welt erblickt hat, hat in meinen augen die bestmögliche Unterstützung durch andere verdient, solange er/sie sich nicht selbst versorgen kann. Aber jede/s Lebewesen, jeder Mensch muss auch irgendwann die Möglichkeit bekommen, sein Leben entweder möglichst unabhängig von der Hilfe durch andere führen zu können oder jederzeit freiwillig zurückkehren zu dürfen zu denen, die es/ihn/sie erschaffen, gezeugt oder vor irgendetwas oder jemandem gerettet haben.

Auf der Erde wird vielen diese Möglichkeit überhaupt nicht gegeben oder auf immer gewährleistet.
Die meisten Menschen lernen, trotz umfänglichen verfügbaren Wissens nicht einmal, auf ihren eigenen Organismus zu achten; wissen nicht einmal, dass sowohl Körper als auch Geist und Seele gut versorgt werden müssen, um nicht krank zu werden; haben keine Ahnung davon, wie sie ihre natürlichen Bedürfnisse verstehen könnten und lassen sich von (lebens-)unwichtigen, äußeren Einflüssen ablenken statt sich vor den eigentlichen Lebensgefahren zu hüten.

Wir Menschen können heute frühzeitig verstehen (lernen), wenn wir das Interesse und den Mut dazu haben, was Leben und Verantwortung dafür bedeutet: denn Lernen kostet Zeit, Energie und auch Selbstvertrauen, etwas lernen zu können. Zum Spaß lernen heute die wenigsten. Das wurde vielen bereits in der Schule, spätestens in einer Ausbildung oder auch in einem Studium, das gar nicht halten konnte, was für die wenigsten hält, was sie sich davon versprechen, abtrainiert. Menschen müssten nicht immer wieder die gleichen schmerzvollen Erfahrungen machen, wenn sie genau beobachten, zuhören, nachfragen und auch immer wieder nach innen nachspüren würden.

Menschen könnten lebenslang Freude am Lernen und am Leben haben – statt einfach nur möglichst viel Spaß, den man sie sich zu bereiten versuchen, wenn sie nicht verstanden haben, wofür die Dinge, die keinen Spaß machen – vermutlich niemandem – da sind.
Sie könnten lernen, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und sie auch vor all dem Leid und vor dem Tod nicht zu verschließen. Wir Menschen sind dazu geschaffen, mit vorhandenem Leid ungehen zu lernen und dadurch auch zukünftiges Leid bewusst zu verhindern, indem wir nicht unbewusst und unnötig weiter dazu beizutragen.

Menschen sind nicht dazu gemacht, untätig zu bleiben.
Menschen können sich im Prinzip immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um gleichzeitig sowohl ihren natürlichen Bedürfnissen nachkommen als auch anderen dabei helfen zu können, für ihre zu sorgen. Hierbei gibt es nur offensichtlich noch viele Verwechslungen und Missverständnisse (im Informationsaustausch), die sich aus dem Ich-Verständnis jedes einzelnen ergeben.
Mich macht traurig, wenn ich sehe, wie viele Menschen sich damit selbst boykottieren oder zerstören; aber helfen kann sich am Ende jede/r nur selbst – indem er/sie sich die Informationen sammelt, die er/sie braucht, um mehr Selbstverständnis und -sicherheit zu gewinnen und ein selbstständiges, selbstverantwortliches Leben führen zu können und Spaß daran zu haben.

Menschen müss(t)en ihre Freude am Leben nicht verlieren, wenn sie sie sich nicht von anderen – oder sogar vom eigenen „Ich“, dem Ego, nehmen lassen, das nicht herausfindet, welche wichtige Rolle es auch im Leben vieler anderer Menschen spielt.
Jeder Mensch könn(t)en sie sich – genauso wie die eigene Gesundheit, jeden Tag – solange er/sie lebt – zurückerobern, es zumindest versuchen; denn im Prinzip weiß niemand, welche Lebens- und Selbstheilungskraft tatsächlich in jedem/jeder einzelnen von uns steckt, solange er/sie es nicht versucht, sie „auszuprobieren“ und sie sinnvoll und vernünftig, bewusst, zu nutzen.

Ich persönlich bin mir sicher, dass es – auch wenn ich ihn noch nicht gesehen habe – einen „Ort“, vermutlich eher ein Bewusstsein gibt, an dem ich immer sicher und willkommen sein werde, auch wenn ich keine Lebenszeichen mehr von mir geben kann.

P.s.: „Leave nothing but footprints“ ist vermutlich ein Lebensmotto, an dem die Menschen nur scheitern können; aber es wäre in meinen Augen bereits erstrebenswert, wenn wir es uns zum allgemeinen Ideal machen würden, dem wir uns alle, aber in erster Linie individuell, bestmöglich anzunähern versuchen würden statt möglichst viel Schaden dabei anzurichten und „Dinge“ zu hinterlassen, mit denen andere vielleicht auch noch etwas anfangen können.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader, der einer unter vielen ist, die mir in meinem Leben schon dabei geholfen haben, immer besser zu unterscheiden, welche Hilferufe ich ernst nehmen sollte und was ich persönlich tun kann, um meine Mitwelt am Leben zu erhalten und meine Lebensumständen möglichst lebendig zu gestalten, und wen ich gar nicht retten kann.

Was WissenschaftlerInnen sagen …

… hängt davon ab,

  • was sie gelernt haben;
  • von wem sie gelernt haben;
  • wie viel sie immer noch täglich neu dazu lernen (wollen);
  • wie gut sie also (immer noch) beobachten (können);
  • wie gut sie (immer noch) zuhören können;
  • wie überzeugt sie von dem sind, was sie tun; und
  • auf welcher Seite sie stehen – vor allem wenn es um Ansehen, Ehre, Ruhm und Geld geht.

Was und wem Menschen glauben …

… nun …

WissenschaftlerInnen sind auch nur Menschen.

Und an den weisen Rat „audiatur et altera pars“ („Hör‘ Dir immer auch die andere/n Seite/n an“) scheint sich niemand mehr zu erinnern. Vielleicht hat das digitale Zeitalter mit seinen Nullen und Einsen, aber auch einfach dafür gesorgt, dass Menschen glauben, es gäbe ohnehin nur EINE richtige Betrachtungs- und Vorgehensweise und die müssten die ExpertInnen und PolitikerInnen, denen sie vertrauen, ja wissen. Dass die in der Vergangenheit schon oft nicht besonders „richtig“ im Sinne des Gemeinwohls lagen, das verdrängen am schnellsten immer wieder die, die am wenigsten davon betroffen waren …

P.s.: Immerhin ist es eine „schöne“, lehrreiche neue Erfahrung für mich als LebenswissenschaftlerIn, die gar nichts anderes tun kann, als täglich auch zu beobachten, zu experimentieren und Erkenntnisse zu sammeln bzw. sie auch anzuwenden, wer – wie sehr und wie viel – Wert auf meine wissenschaftliche Erfahrung und Meinung legt; wer in diesen Tag noch auf sich selbst und unser Menschsein, unsere Natur und Biologie vertraut, und wer nicht.

P.p.s.: „Die einen, die Materialisten, zerren alles aus dem Himmel und der Welt des Unsichtbaren herab auf die Erde, als wollten sie geradezu Felsen und Eichen mit ihren Fäusten umklammern. Da packen sie an und behaupten, nur das Greifbare und Faßbare sei das allein Existierende. Sie halten die körperliche Existenz für die Existenz schlechthin und sehen blasiert herab auf die anderen, auf solche, die neben den körperlichen noch einen anderen Bereich des Seins anerkennen, und wollen durchaus keiner anderen Meinung Gehör schenken.“ (Platon, Sophistes. Angeblich übersetzt von Karl Kindt; gefunden in Jakob von Uexküll & Georg Kriszat. Streifzüge durch die Umwelten von Tieren und Menschen / Bedeutungslehre, 1970, S. Fischer Verlag). Ich habe den Eindruck, er wäre überrascht, wie viele Menschen sich selbst für religiös halten oder – vor allem heute – als spirituell bezeichnen, obwohl sie (noch) tief in ihrem materiellen Denken verhaftet sind. Jede/r der z.B. Angst vor dem natürlichen Tod hat und „um jeden Preis“ versucht, Lebewesen davor zu bewahren, hat seinen Sinn in der Natur noch nicht verstanden – hat in meinen Augen weder ein ökologisches Verständnis noch ist er/sie besonders gläubig, und zahlt vermutlich selbst irgendwann dafür.

 

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Dank für das Foto gebührt Noam Jordan (auf Unsplash)!