Es sagt wenig über Menschen aus, ob für sie ein Glas halb voll oder halb leer ist

Viel interessanter wird es, wenn in einer Runde eine limitierte Menge an Drinks aufgeteilt werden soll

Dürfen sich alle nehmen, so viel sie möchten, bis der Vorrat aufgebraucht ist?

Bekommt jemand die hoheitsvolle Aufgabe, willkürlich – ohne nach persönlichen, individuellen Wünschen fragen zu müssen – Gerechtigkeit walten zu lassen oder dürfen sich alle dazu äußern und werden gehört?

Wer gibt sich damit zufrieden, aus Rücksicht auf andere, vielleicht ganz zu verzichten?

Wer lässt sich erst einmal nur ein Schlückchen einschenken, aber zügig nachfüllen?

Wer bringt das Glas (fast) zum Überlaufen und warum?

Nich immer sind es die, die am meisten für sich selbst beanspruchen und sorgfältig darauf achten, dass sie es auch bekommen, sondern Menschen, die sich von anderen Dingen ablenken lassen (auf die sie viel mehr achten, weil sie ihnen wichtiger sind als das, was sie trinken können) – auch wenn Menschen, die andere danach beurteilen, ob die öfters ein fast leeres, halb oder zu volles Glas haben, sich das vielleicht kaum vorstellen können.

 

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Dank für das Foto gebührt Liks Digital (auf Unsplash)!

Wähle sorgsam, was oder wem Du glaubst – vor allem, wenn ein zu güter, für Gerechtigkeit sorgender Gott im Spiel ist – oder was Du sicherheitshalber selbst erst noch genauer prüfst

Von Menschen, die Mitleid mit allen Lebewesen predigen, aber statt es – sympathisch – zu praktizieren und Verständnis für ihre natürlichen Bedürfnisse zu haben (bzw. dazu beizutragen, dass sie sich keine unnatürlichen Ersatzbefriedigungen suchen), nur dafür beten, dass ihr Gott sich ihrer erbarme – wenn „mitfühlende“ erzieherische (Zwangs-)Maßnahmen erfolglos bleiben, ihre Moralvorstellungen zu Spaltungen oder extremistischer Gewalt innerhalb von Gemeinschaften führen oder sie im Tod nicht endgültig von ihren „Leiden“ erlöst werden

Ich stoße immer wieder auf energ(et)ischen Widerstand, wenn ich naturwissenschaftlich – denn alles ist meiner Meinung nach relativ – relativiere, was Menschen an sich selbst oder anderen, mit denen sie Sympathie – also Mitleid – empfinden können, „gut“ oder „schlecht“ finden.
Denn: Es kann lebensrettend sein zu stehlen oder sogar zu töten.

Ist es Diebstahl, anderen etwas wegzunehmen, das die sich vorher unrechtmäßig – mit betrügerischen Mitteln oder gewaltsam – angeeignet haben, weil sie wussten, wie man gutgläubige, „schlecht“, nämlich nur einseitig gebildete Menschen betrügt oder Schwache – mit wenig Selbstbewusstsein und/oder – vertrauen – leicht unter Kontrolle bringt, indem man ihnen droht?
Ist Fremdgehen Ehebruch, wenn sich herausstellt, dass das Versprechen der gegenseitigen Liebe unter einem übersteigerten Hormoneinfluss gegeben wurde, also Beteiligte im Grunde als unzurechnungsfähig gelten können?
Warum sollen wir einen Gott ehren, der über allen Menschen steht, und ihm das Schicksal der Menschheit überlassen, wenn alle Wesen auch ein Teil von ihm sein sollen, so dass wir selbst mit ihnen in Kontakt treten und gemeinsam darüber entscheiden könnten, wie wir leben wollen?
Warum sollen wir nicht fluchten dürfen über das, was uns in unserem Leben missfällt – solange wir niemandem damit schaden außer uns selbst, weil Wut selbstzerstörerisch sein kann, wenn wir sie nicht unter Kontrolle bringen (also uns ihre gefährliche Nutzlosigkeit bewusst machen, wenn wir durch sie nicht ins Handeln kommen und etwas an dem ändern können, was uns wütend macht)?
Warum sollten wir uns nur bestimmte Feiertage festlegen, an denen wir fröhlich und ohne Strafen dafür befürchten zu müssen, all unsere angestauten Energien bzw. unser Bedürfnis nach Freiheit ausleben dürfen – statt dafür zu sorgen, dass wir nicht krank werden, weil wir unser Leben nicht täglich feiern, also über unsere natürlichen Bedürfnisse hinaus zwanglos genießen können?
Warum sollten Kinder auch Eltern ehren, die sie misshandelt haben oder von denen sie und ihre natürlichen Bedürfnisse oder besonderen Fähigkeiten, die jedes Kind mit auf die Welt bringt, missachtet wurden?
Wo liegt der Unterschied zwischen „töten“ und „Leben opfern“?
Warum sollten Menschen sich davor hüten müssen, etwas zu sagen, was sie – weil sie (vielleicht noch) keine Beweise dafür haben und es „nur“ glauben – für die Wahrheit halten, auch wenn es sich später als „falsch“ bzw. „unvollständig“ herausstellt? Wo beginnen Lügen bzw. warum sollten sie immer nur bewusst in die Welt gesetzt werden?

Ich denke, es gibt mehr Menschen auf der Welt, die auf die „Lügen“ der Weltreligionen hereingefallen sind bzw. sie weiterhin glauben. Denn die ganze Wahrheit kann nur ein Gott kennen, den alle Lebewesen gemeinsam verkörpern; von dem alle, die ein Bewusstsein für sich selbst und die Welt, in der sie leben, besitzen, ein Teil sind.
WissenschaftlerInnen behalten immer nur so lange Recht, bis irgendjemand das widerlegen kann, was sie – vielleicht über lange Zeit – als „richtig“ behaupten konnten, weil sich sonst noch niemand so viele Gedanken dazu gemacht und – um ihre eigenen Thesen zu überprüfen – Studienobjekte beobachtet und/oder Experimente, um verwertbare Daten daraus zu gewinnen, dazu überlegt hatte wie sie.
Mir genügt die Biologie und andere Naturwissenschaften, um mir die Welt und das Universum zu erklären – zumindest solange ich

  • Menschen glaube, denen ich nicht nur intuitiv vertraue, sondern die mir ihre Welt erklären können oder wollen, und
  • zusätzlich eine intelligente Macht hinter allem, was geschieht, vermute, die immer wieder dafür sorgt, dass alles möglichst im Gleichgewicht bleibt und nicht auseinanderbricht (indem alle, die ihr natürliches Gleichgewicht zwischen“gut für sie“ und „schlecht für sie selbst“ nicht finden, früher vergehen als andere, die dafür sorgen können, dass es erhalten bleibt).

Ich kann mir allerdings vorstellen, dass auch ein intelligent durchdachtes Spiel ein Ende haben kann und einen Neuanfang braucht, wenn bestimmte (Mit-)SpielerInnen die alleinige Macht – Alleinherrschaft – darüber an sich reißen und es in sich zusammenbrechen lassen – wie vielleicht vor sehr langer Zeit, als es einen lauten Urknall gegeben haben soll.

 

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Dank für das Foto gebührt Jens Auer (auf Unsplash)!

(Art-)Gerecht für alle Arten von Lebewesen ist von Natur aus nur die Freiheit, bis zu ihrem Tod vor anderen dorthin flüchten zu können, wo sie frei(willig) leben wollen

Zumindest so lange sie in ihrem Freiheitsdrang niemandem vorher Schaden zugefügt haben und vor einer (art-)gerechten Strafe zu fliehen versuchen

Das Leben verläuft nicht nur für viele Tiere, die sich vor langer Zeit freiwillig – vertrauensvoll – den Menschen angeschlossen haben sollen, naturgemäß, nach den Gesetzen der Natur, so dass sie sich mit Recht ungerecht behandelt fühlen können: von denen, die sie – egal ob als Nutztiere, angeblich gleichberechtigte PartnerInnen oder Familienmitglieder, um die sich alle kümmern – hinter verschlossenen Türen bzw. in abgeschlossenen Gehegen halten. Nur weil sich viele Menschen erst so – in einer solchen Umgebung, insbesondere innerhalb ihrer eigenen vier Wände, in denen sie sich vor anderen verschließen können –  sicher fühlen, sogenannte „Sicherheitszonen“ oder „Schutzgebiete“ auszeichnen, heißt das nicht, dass andere sich nicht in ihrer persönlichen Freiheit davon eingeschränkt, sondern stattdessen eher davon eingesperrt fühlen.

Wenn man nicht nur an den Einfluss traumatischer (früh-)kindlicher Erfahrungen auf das eigene Freiheits- und/oder Sicherheitsbedürfnis, sondern auch an Evolution – auch die des menschlichen Bewusstseins des Menschen – glaubt, lässt sich schwer erklären, warum der Geist so vieler Menschen immer noch nicht frei von generellen Vorstellungen davon ist, was ein „Leben in (demokratischer) Freiheit“ gleichzeitig für alle bedeuten soll.
Dafür, dass weiterhin fleißig Gebäude und andere Gefängnisse errichtet werden, in denen Menschen sich angeblich einzeln oder mit ihren PartnerInnen bzw. für eine begrenzte Zeit auch mit ihren Familienmitgliedern „sicher und frei“ fühlen können, verlieren andere ihr Leben, ihre Freiheit oder Sicherheiten.

Freiheit bleibt nur so lange gerecht verteilt, so lange sie anderen zuliebe auch in dem Maße freiwillig eingeschränkt wird, dass diese auch ein möglichst freies Leben führen können.
Niemand kann menschliche Vergehen an der Freiheit anderer damit in irgendeiner Weise ungeschehen machen oder verhindern, dass sie immer wieder geschehen, indem TäterInnen ein einziges Mal daran erinnert oder nach mehrmaligen, eindeutig formulierten und /oder schriftlich festgehaltenen Ermahnungen – mit Geld- oder Haftstrafen – bestraft werden. Solange sie – auch in der Erinnerung – nicht ehrlich vergeben statt „einfach nur“ irgendwann vergessen wurden, kann auf dieser Erde meiner Meinung nach keine (Art-)Gerechtigkeit einkehren.
Menschen müssen sich – wenn sie nicht selbstgerecht handeln und sich nicht in ihre abgeschlossenen (inneren oder äußeren) Räume zurückziehen sollen – sicher sein können, dass sie dafür geliebt werden, dass sie sich selbst mit ihren Vergehen an der Freiheit anderer konfrontieren. Die Sicherheit dazu geben, um selbstsicher zu handeln und nicht anderen die alleinige Schuld an ihrem eigenen Versagen (bei der Beurteilung von Freiheit und/oder Gerechtigkeit zu ihrer eigenen Sicherheit) zu geben, können sie sich nur selbst.
Menschen sind dazu in der Lage, freiwillig die Verantwortung für alles, was sie in ihrem Leben tun, selbst zu übernehmen, sobald ihnen bewusst ist, wann sie sie freiwillig tragen oder von wem sie sie sich in welchen Situationen auflasten lassen, um sich in ihrem Leben möglichst geliebt, sicher und/oder frei fühlen zu können.

Ob sie es tatsächlich tun oder sich lieber Ausflüchte suchen, bleibt ihnen immer selbst überlassen – zumindest so lange ihnen noch Türen oder andere Fluchtwege offen stehen.

 

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Dank für das Foto gebührt Matthew Ansley (auf Unsplash)!

Natürlich machen wir das (nicht) freiwillig!

Wenn Menschen sich einbilden, sie würden sich (nicht) von ihren Gefühlen steuern lassen, wenn sie vernünftig – „richtig“ oder falsch“ – handeln

Hunger, Durst, Müdigkeit, Liebe – also Vertrauen und Mitgefühl oder Mitleid bzw. sexuelle Anziehungskraft – oder Verantwortungsgefühle, Angst, Traurigkeit, Wut, Verzweiflung oder andere (Stress-)Energien bzw. Bewegungsdrang nach langem, vor allem erzwungenen, Stillhalten können selbst ein Faultier, das sich jeden Tag nur so viel bewegt, wie unbedingt zu seinem Überleben notwendig ist, zu Leistungen antreiben, die es – wenn man es danach fragen könnte – freiwillig vielleicht nicht erbringen würde.

Wirklich freiwillig können also nur Menschen handeln, denen ihre individuellen Gefühle (die auf ihren eigenen, ganz persönlichen Lebenserfahrungen und den damit verbundenen Erinnerungen beruhen) bzw. ihre körperlichen, geistigen und seelischen Bedürfnisse bewusst sind, die von Natur aus jeden Tag erfüllt sein müssen, damit wir uns unsere Gesundheit und Lebensfreude erhalten. Wirklich frei darüber entscheiden, ob sie dem folgen wollen, was ihr Kopf, ihr Herz oder ihr Magen bzw. andere Bauchorgane ihnen sagen – weil sie etwas sehen, hören, riechen oder anders zu spüren bekommen – oder nicht, können nur Menschen, die über all das Bescheid wissen, also genug biologische (Menschen-)Kenntnisse besitzen.

Intuitiv handeln wir meiner Meinung nach so, dass das, was wir tun, mit einem inneren Bild von uns selbst, das wir uns im Laufe ihres Lebens bewusst ausgesucht oder un- bzw. unterbewusst (ein-)gebildet haben (bzw. durch unsere Erziehung haben ein-bilden lassen), in Einklang steht. Niemand handelt also aus dem Bauch oder Herzen heraus immer unbedingt so, dass es auch nachhaltig sinnvoll und damit gesund für ihn oder sie ist, auch wenn es vermutlich die meisten Menschen glücklicher macht zu wissen, dass ihr Leben davon bestimmt war, dass sie ihrem Herz statt ihren Bauchgefühlen – also Hunger oder Angst – gefolgt sind.

Wirklich Sinn ergeben und dauerhaft glücklich und zufrieden machen können nur Handlungen, die nicht nur Erleichterung oder Freude bereiten, weil sie sich richtig anfühlen, sondern auch so – verantwortungsvoll durchdacht sind, dass sie anderen leicht – mit einfachen Worten erklärt werden können, so dass jede/r sie verstehen kann.

Ich finde es verständlich, wenn Menschen grausame, unverständliche Dinge tun, – Kurzschlusshandlungen begehen – sobald jemand mit vorgehaltener Waffe vor ihnen steht und ihr Leben bedroht oder das Leben ihrer Liebsten in akuter in Gefahr ist.
Wenn es „nur“ darum geht, einen Job, Geld oder materielle Besitztümer zu verlieren und auf Dinge (oder liebgewonnene Tätigkeiten) verzichten zu müssen, für die sich relativ leicht Alternativen finden lassen würden, fängt bei mir der Zweifel am gesunden Menschenverstand derjenigen an, die sich davon beeinflussen lassen.
Allerdings wachsen heute die wenigsten Menschen wirklich glücklich – unter gesunden Bedingungen, in denen sie ehrlich aufgeklärt werden über das Leben, die Menschen und ihre kulturellen Gemeinschaften – auf. Deshalb ist es für mich als Biologin bzw. Anthropologin wieder leicht verständlich ist, dass sie oft relativ wenig über sich selbst und ihre – natürlichen oder angelernten – Gefühle oder Bedürfnisse (und damit verbundenen Ängste) wissen.

Angst macht mir nur, dass andere Menschen dieses Unwissen skrupellos für ihre eigenen Zwecke ausnutzen können, wenn sie – freiwillig – so skrupellos sein wollen (weil „Gefühlsduselei“ Entscheidungen nur negativ beeinflusst).
Aber vielleicht ist ihnen einfach auch gar nicht bewusst, was sie – vielleicht in bester Absicht bzw. zumindest mit „guten“ Gefühlen (nicht unbedingt, weil sie sich damit wohl fühlen oder ein reines Gewissen deswegen haben) – tun?

Bleibt zu hoffen, dass Menschen, die unser (Ein-)Bildungssystem gestalten, irgendwann einsehen, dass Menschen von Natur aus besser sind bzw. verstanden werden könn(t)en als sie bzw. es seit Langem von „Kultur-“ bzw. „Zivilisationsgeschädigten“ – ohne Wissen über biologische Zusammenhänge – dargestellt wurde und – insbesondere von Menschen, die andere in „Gute und Böse“ einteilen – auch heute immer noch häufig verbreitet wird.

 

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Dank für das Foto gebührt Sofia Sforza (auf Unsplash)!

Wie vielleicht aus giftigen Pflanzen (und Tieren oder Pilzen) wirksame Nahrungs-, Heil- oder Genussmittel wurden

Wenn Menschen zu kreativ werden, um zu überleben

Als Wissenschaftlerin mache ich nicht nur Beobachtungen. Ich entwickle Theorien zu allem, was ich sehe und/oder fühle.
Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen wenig Verständnis für ein naturnahes Leben und eine natürliche Ernährungsweise – im Einklang mit der Natur – haben. Wir alle sind beeinflusst von dem, was uns unsere Eltern oder die Gesellschaften, in denen wir aufwachsen, als „normal“ vorgelebt haben, selbst wenn wir uns als Kinder erst daran gewöhnen müssen, dass vieles, was wir überhaupt nicht mögen, gut für uns sein soll oder sein kann.
Weil ich überzeugt bin, dass wir selbst am Besten wissen, was uns – weil wir es spüren, schmecken oder riechen – wirklich gut tut, denke ich, dass das, was wir dazu hören, also gesagt bekommen, nicht unbedingt der Wahrheit entspricht: dem, wie es von Natur aus für uns gedacht ist.

Alles, was wir erst zubereiten, also nicht frisch und roh – in seiner natürlichen Form – zu uns nehmen können, ohne dass uns davon übel wird und wir vielleicht sogar schwer krank werden können, ist meiner Meinung nach ein von Menschen geschaffenes Kunstwerk, seien es gekochte oder anders abgetötete – sterilisierte, konservierte – Pflanzen (oder Tiere) oder Teile, Extrakte, und Mischungen, die daraus gewonnen bzw. hergestellt wurden.
Wir vertragen weder die meisten frischen, ungekeimten Hülsenfrüchte noch die meisten sogenannten Heilpflanzen, -pilze oder Gewürze und „essbaren“ Tiere in Mengen, um nur davon satt zu werden bzw. damit gesund zu bleiben. Da uns die Natur seit Anbeginn der Menschheit – bevor unsere Vorfahren begonnen haben, Nahrungsmittel nicht mehr nur zu sammeln bzw. uns zu erjagen, falls sie in der Lage waren, uns davonzulaufen, zu kriechen, zu schwimmen oder zu fliegen – alles geboten haben muss, was wir zum Leben gebraucht haben, müssten wir auch heute noch in der Lage sein, uns von ihr ernähren zu können, ohne die Methoden zu kennen, die sich Menschen im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte haben einfallen lassen, um sich das Leben bzw. die Nahrungsmittelbeschaffung vielleicht nur leichter, angenehmer zu machen.
Es kostet vielleicht Energie, Pflanzen selbst erst anzubauen oder Tiere selbst zu halten – sie zu kultivieren bzw. zu züchten, zu pflegen und mit dem zu versorgen, was sie als Nahrung brauchen – und/oder sie erst genieß- bzw. über ihre Lebenszeit hinaus haltbar zu machen; aber dafür kann man hinterher einfach zugreifen anstatt sie erneut sammeln bzw. erjagen zu müssen.
Wenn man sich – wie abenteuerlustige Menschen – neue Lebensräume erschließen möchte, ohne zu wissen, ob man dort etwas Essbares findet, kann es überlebenswichtig sein, genug Proviant mitgenommen zu haben, bevor sich die eigene Verdauung an neue Lebensmittel gewöhnt hat.
Der Bauer frisst nur so lange nichts, was er nicht kennt, solange er noch genug von dem hat, was ihn bisher völlig zufrieden gestellt, also gesättigt hat.
Nicht alle Menschen sind so neugierig, so experimentierfreudig, freiwillig „exotische“ Pflanzen, Pilze oder Tiere bzw. Teile davon zu sich zu nehmen und Gefahr zu laufen, sich daran zu vergiften.

Ich weiß nicht, ob wir den VertreterInnen unserer Vorgängergenerationen dafür dankbar sein sollen oder nicht, dass sie es uns ermöglicht haben, uns heute völlig unnatürlich zu ernähren – nicht mehr nur von (Nuss-)Früchten oder Samen, Wurzeln, Knollen oder Rüben, Sprossen oder Keimlingen und jungen Pflänzchen oder Blättern (die keine große Menge an Giftstoffen produzieren, deren Wirkung sich Menschen seit jeher zur Bewusstseinsveränderung oder um damit – bei Unwohlsein – einen Brechreiz auszulösen zu Nutze gemacht haben).
Sehr viele Menschen scheinen aus meiner Sicht unter ernährungsbedingten Krankheiten oder den Folgen ihres zu hohen Fleisch-, Fisch-, Pilz oder Genussmittelkonsums bzw. der Einnahme von wirksamen Heil- bzw. Giftpflanzen in unnatürlichen Mengen zu leiden, auch wenn ihnen gar nicht bewusst ist, dass ihre körperlichen Beschwerden damit zusammenhängen könnten.

Auf der anderen Seite leben andere Menschen sehr gut davon, dass sich so viele Produkte aus Pflanzen, Tieren und diversen Pilzen sowie auch mit Hilfe von Mikroorganismen herstellen und – Dank jahrhunderte- oder sogar jahrtausendealter Werbung dafür – leicht verkaufen lassen.
Jede/r freie Mensch, der oder die freie Entscheidungen treffen kann, bekommt irgendwann (zurück), was er oder sie (sich) verdient hat und unbedingt haben bzw. konsumieren oder in Umlauf bringen möchte. Denn in der Natur wird nichts vergessen, egal ob es mit besten Absichten oder böswillig geschehen ist. Aber ich habe den Eindruck, dass sie normalerweise all denen vergibt, die ehrlich bereuen, was sie sich selbst – ihrem eigenen Körper – angetan haben, weil sie es nicht besser wussten und dachten, sie könnten sich auf das verlassen, was ihnen irgendwann einmal so gelehrt wurde, dass sie es sich zur Gewohnheit gemacht haben.
Nur einschränken oder ganz sein lassen sollten sie es tunlichst bald – um sich nicht weiterhin unnötig stark damit zu vergiften, sondern stattdessen ihre körpereigenen Entgiftungsmechanismen wirksam werden zu lassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Conscious Design (auf Unsplash)!

Sich auf Kosten anderer (oder des eigenen Körpers) Späße erlauben, um Freude am Leben zu haben

… wird sich nur so lange auszahlen, bis die „Geschädigten“ es denen irgendwann auf dieselbe Weise zurückzahlen, die zu wenig darüber nachgedacht haben, was sie damit eigentlich anrichten

Viele Menschen wissen wenig darüber, wie, wann und/oder warum – in welchen Situationen – sie „echte“ bzw. auch nachhaltig und immer wieder wirkende Freude empfinden, sich also wirklich glücklich (und zufrieden) fühlen, oder wann sie es (sich) „nur“ schätzen können, weil ihr Körper von Glückshormonen überflutet wird und ihre bewusste Wahrnehmung dadurch einschränkt bzw. zumindest verändert ist. Glück ist ein Zustand innerer Zufriedenheit, der in den unterschiedlichsten Situationen aus der Erfahrung des eigenen Selbst – aus sich selbst heraus – entstehen kann (bzw. sogar muss, um unzufriedenen, unbefriedigten Gemütern überhaupt Glücksgefühle bescheren zu können).
Dazu ist nicht immer derselbe oder ein ähnlicher äußerer Spaßfaktor oder eine bestimmte – immer anregend oder beruhigend wirksame Umgebung – notwendig bzw. kann es gar nicht sein. – Denn mit der Zeit gewöhnen sich Menschen an alles, und ein Gewöhnungseffekt birgt entweder eine Suchtgefahr in sich (so dass ohne das oder die Suchtmittel irgendwann gar kein Spaß mehr möglich ist und die Lebensfreude abnimmt) oder verursacht Langeweile (die auch wenig mit Lebensfreude zu tun hat).

Menschen brauchen Spaß in ihrem bzw. am Leben. Nur mit Lebensfreude lässt sich all das Leid ertragen, das jeden Tag stattfindet, ohne dass wir viel daran ändern können.
Mir als Gesundheitsforscherin macht es wenig Spaß, spaßsüchtige Menschen auf die gesundheitliche Problematik – die Schädigung ihrer eigenen Gesundheit – hinzuweisen, die damit verbunden ist, dass sie möglichst viel Spaß haben wollen – als Entschädigung dafür, dass sie auch ein Leben führen, das ihnen wenig Spaß macht. Dauerhaft schwer geschädigt von den Dingen, die ihnen besonders viel Spaß machen, werden vor allem Menschen, die es sich außerdem zur Gewohnheit gemacht haben,

  • die Augen vor dem zu verschließen, was sie nicht sehen wollen, und nur auf das zu schauen, was ihnen gut gefällt oder Freude bereitet;
  • Menschen nicht zuzuhören bzw. keine Gespräche mit Menschen zu führen oder zu verfolgen, die ihnen unangenehme Wahrheiten erzählen könnten;
  • Situationen zu vermeiden, die ihnen keinen Spaß machen oder nicht versprechen, vergnüglich zu werden;

weil sie dann noch mehr unter ihren physischen – am eigenen Körper spür- und/oder messbaren – oder psychischen – „nur“ seelisch begründeten und durch Mitleid erfahrbaren – Schmerzen leiden könnten als sie es in ihrem spaßgesteuerten, spaßabhängigen Leben ohnehin schon tun.
Mir bereitet es wenig Freude, immer wieder die Spaßbremse für andere Menschen zu sein, weil ich das Leben und die Natur liebe, ohne dass ich erwarte, dass es bzw. sie nur dazu da ist, mir Spaß oder mich allein glücklich zu machen.

Ich mache es trotzdem. Denn nicht nur ich habe ein Recht, mein Leben so zu führen, wie ich es gerne möchte, so dass ich Freude daran habe: möglichst wenig auf Kosten anderer; aber auch ohne, dass ich für andere arbeiten muss, die sich ihr bequemes Leben, ihren Wohlstand mit der Zerstörung der Natur und Ausbeutung von Menschen, also mit modernen Kriegszügen „verdienen“.

Die wenigsten Menschen scheinen sich darüber im Klaren zu sein, wie sehr ihre eigene Lebensfreude davon abhängt, dass andere fühlende Wesen – Menschen, Tiere, Pflanzen, … – die in friedlichen, natürlichen Gemeinschaften zusammengelebt, sich arrangiert hatten, aus ihrer Heimat vertrieben wurden oder –  wenn sie nicht rechtzeitig in der Hoffnung auf einen neuen Platz zum Leben flüchten konnten oder sich umsiedeln lassen wollten (weil sie wussten, dass es keine alternative Heimat für sie geben kann, in der sie sich ein neues Zuhause so gestalten könnten, wie sie es bräuchten, um dort glücklich leben zu können) dort ihr Leben lassen mussten.
Nich nur in fremden, angeblich „ärmeren“ Ländern pflastern Leichen nicht nur die Wege und Straßen, die dort – angeblich „zum Besten der Menschheit“ gebaut werden. Auch vor unserer eigenen Haustür kaufen oder erobern sich Menschen Land, um es willkürlich nur für ihre eigenen Zwecke zu nutzen, also so besetzt zu halten, dass alle, die auch dort leben wollen, sich „freiwillig“ den dort aufgestellten Regeln unterwerfen müssen, wenn sie noch ein bisschen Spaß an ihrem Leben haben möchten.

Irgendwann „muss“ auch mal Schluss mit lustig sein, zumindest für Menschen, die sich damit beschäftigen möchten, wie man sich die Freude am und vor allem im eigenen Leben ganz ohne Abhängigkeiten erhalten oder sie wiedergewinnen kann – indem man jeden Tag etwas dafür tut, sich ein bisschen freier von dem zu machen, was am Ende nicht nur allen Menschen jeden Spaß verderben kann.

P.s.: Sei Dir sicherheitshalber – Deiner eigenen körperlichen und geistigen Gesundheit und Deinem Seelenheil zuliebe – nie zu sicher, dass Du nie bereuen wirst, was Du Dir und Deinem Körper oder anderen Menschen bzw. der Natur gerade antust bzw. in Kauf nimmst, um Dir (einen) Spaß zu erlauben. Es gibt vieles, womit Du dafür sorgen kannst, dass Du Dich entweder herausgefordert oder erleichtert und freier oder sogar alles zugleich fühlst: indem Du öfters mal etwas sein lässt, von dem Du weißt, dass es ungesund für Dich oder schädlich für die Umwelt ist, und Dir eine gesündere Alternative dazu suchst und angewöhnst. Pass‘ aber auf, dass Du nicht süchtig danach wirst, Dich unabhängiger zu machen und Dein Leben einfacher zu gestalten! Erwarte vor allem nicht, dass andere Dich dafür loben, beglückwünschen, dass Du ihnen ihre eigenen Süchte, ihre Suche nach mehr Lebensfreude bzw. ihre Abhängigkeiten von toten Dingen oder lebenden „Objekten“ ihrer Begierde, seien es Menschen oder andere Arten von Lebewesen anderen , die sie – vermeintlich – glücklich machen können, bewusst machst.

 

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Dank für das Foto gebührt denen, die es mir ermöglicht haben, es letztes Wochenende selbst zu machen, als ich bei einer Fahrradfahrt durch den Wald zufällig daran vorbeigekommen bin (und die mithelfen, dass es zukünftig ein paar Fahrradwege weniger geben wird, die ich vielleicht gerne irgendwann noch einmal genutzt hätte).

Wenn Menschen durch ihre Erziehung zum dauerhaften, bewegungslosen Durchhalten (nicht nur im Sitzen) ihre natürliche, ursprüngliche, intuitive bzw. selbstständig erlernte Schwanzsteuerung verloren haben

… und denken, ihre Unterleibsorgane, ihr Magen oder ihr Kopf könnte ihnen dabei helfen, dahin zu gelangen, wo sie bekommen, was sie von Natur aus brauchen, sich also von ganzem Herzen wünschen

Auf mich machen relativ wenige Menschen den Eindruck, ihren Körper (oder Geist) zu verstehen, bzw. sehen für mich so aus, als stünde ihr Körper im Einklang mit einem friedlichen Geist und einer zufriedenen Seele.
Mich macht skeptisch, wenn Menschen, die eindeutige Krankheitszeichen wie

  • (Lebens-)Energie– oder Lustlosigkeit, also (Lebens-)Müdigkeit, Trägheit und fehlenden Appetit oder
  • ein übersteigertes, zwanghaftes Bedürfnis nach Nahrung, Sex oder Schlaf;
  • Probleme damit, sich freiwillig auf Dinge einlassen oder konzentrieren zu können, die nützlich – wichtig, gesund – für unser (Über-)Leben sind (denn wir sind nicht dazu gemacht, unseren Fokus auf Befehl – ohne eine Erklärung, die uns schlüssig erscheint – auf etwas zu richten, was uns selbst überflüssig und damit nutzlos anmutet), und – dadurch verursacht –
  • eine körperliche Unförmigkeit, geistige Abwesenheit, also Unansprechbarkeit, oder seelische Unausgeglichenheit zwischen übermäßiger Freude oder Wut und tiefer Traurigkeit, in der sie – bewegungslos – versinken,

aufweisen, behaupten, sie wären gesund oder glücklich, genau so, wie sie sind.

Allerdings befürchte ich, dass viele – weil sie es noch nie erfahren haben oder sich nicht mehr daran erinnern können, wie es als Kind war, als man sich mit dem zufrieden geben konnte oder musste, was andere bereit waren zu geben – sich nicht einmal vorstellen können, wie sich Glück und Zufriedenheit mit dem eigenen Leben anfühlen kann, ohne dass sie sich ständig neue (Fern-)Ziele setzen, die es zu erreichen gilt (um ihrem unnatürlichen Leben entfliehen oder sich vermeintliche Herzenswünsche erfüllen zu können).

Besonders unausgeglichen-traumatisiert wachsen viele Kinder auf, wenn ihre Eltern all ihre körperlichen Bedürfnisse auf die Nahrungszufuhr durch den Mund oder den Geist reduzieren und nicht ehrlich darüber aufklären, dass Menschen auch sexuelle Bedürfnisse oder den Drang haben, sich selbstständig und eigenverantwortlich – ohne immer Rücksicht auf andere nehmen, ihne zuliebe besonders vorsichtig sein zu müssen – zu bewegen und persönlich – auf ihre individuelle Weise frei – weiterzuentwickeln.
Menschen brauchen immer wieder neue Herausforderungen, vor die sie sich stellen können, um zu wissen, erfahren zu können, wo ihre eigenen Grenzen – die sie sich netweder selbst in den Kopf gesetzt haben oder von anderen haben suggerieren lassen – tatsächlich liegen.

Diejenigen, die nicht bedenken, dass wir Menschen mit aufrechtem Gang dazu gemacht sind, Schritt für Schritt durchs Leben zu gehen, möglichst auf dem Boden zu bleiben bzw. immer wieder sanft darauf aufzukommen und dabei zu lernen, unsere (Lebens-)Erfahrungen zu sammeln, sondern sich – vielleicht un- oder unterbewusst – vorstellen, sie hätten immer noch einen Schwanz, der ihnen dabei hilft, sich auch auf gefährlichem Terrain – wo es wichtig ist, das Gleichgewicht zu (be-)halten – sicher fortzubewegen oder den eigenen Körper nach einem Absprung durch die Luft steuern zu können (um an einem anvisierten Ort zu landen) wagen vielleicht zu große Sprünge.
Früher oder später werden sie es wahrscheinlich büßen – weil unser Körper nicht ewig mitmacht, wozu er von Natur aus nicht gemacht ist.

Zum Glück gibt es die biologische Forschung, die ihnen dann vielleicht helfen kann, den Ursprüngen ihrer Beschwerden auf den Grund zu gehen – damit sie ihre eigene Evolution, ihre eigene Entwicklung zu dem Menschen, der sie geworden sind, verstehen und vielleicht sogar revolutionieren, also wenigstens teilweise umkehren, in etwas umwandeln können, mit dem sie sich – auch ohne den Schwanz, den wir Menschen alle einmal verloren haben bzw. der uns nur rudimentär als Steißbein erhalten geblieben ist – (wieder) wohler fühlen.

 

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Dank für das Foto gebührt Jason Leung (auf Unsplash)!

Ansteckungsrisiko! Das unaufhaltsame, pandemische Umsichgreifen eingebildeter Krankheiten

Wie mit ehrgeizigem oder schambehafteten Einfallsreichtum bzw. angstgesteuerten Erkenntnissen über das Leben, die als Lehren verkauft werden aus (un)glücklich-, (un)zufrieden-kranken Menschen oder den Solidargemeinschaften, in den sie zusammen leben und sich dabei gegenseitig infizieren können, eine angeblich unheilbar kranke, kriegerische Welt wird, die droht, im Chaos zu versinken

Menschen müssen sich – um naturgemäß friedlich und angstfrei miteinander leben zu können – ihre Welt und sich selbst erklären können.
Sie müssen – wenn sie nicht mit der Zeit unzufrieden und dadurch unglücklich und krank werden wollen – wissen, wer sie sind:

  • Woher sie kommen bzw. woher nicht;
  • was sie können oder nicht können, und
  • was sie in ihrem Leben wie noch erreichen oder auf keinen Fall werden wollen.

Menschen, die nicht mit sich selbst im Reinen sind und sich selbst nicht verstehen, neigen dazu, die Welt oder andere Menschen als ihnen feindlich gesinnt zu sehen, als Übel, das beseitigt oder zumindest unter Kontrolle gebracht werden müsste oder könnte.
Dabei ist Unzufriedenheit oder persönliches Unglück immer eine individuelle Angelegenheit, auch wenn viele andere auch – in ähnlicher Weise – davon betroffen sind, die als LeidensgenossInnen oder Seelenverwandte (an-)erkennen.

Solidarisch geteiltes Leid ist – vor allem für Menschen, die Mathematik beherrschen und gut (be-)rechnen können, aber wenig bzw. nur sehr einseitige, schlechte Lebenserfahrungen beisitzen – nur ein halbes Leid, vor allem, wenn man sich gegenseitig, gemeinsam, einreden kann, dass man selbst in der „verschworenen Gruppe“, die ein oder mehrere Heilmittel für sich gefunden hat, alles richtig macht – jetzt, nachdem man vielleicht aus Unwissenheit einige Fehler begangen hat, die der eigenen Gesundheit geschadet haben – oder nichts gegen das eigene Leid tun kann als gemeinsam weiter zu leiden bzw. sich davon abzulenken, dass man körperliche oder seelische Schmerzen hat (denn unser Gehirn, in dem unser Geist wirkt, ist schmerzunempfindlich):

  • Mit erblichen oder ansteckenden Krankheiten, vor denen man sich angeblich nicht schützen kann, lässt sich ein ungesunder Lebensstil, dem Kranke fröhnen, entschuldigen.
  • Hinter einem zu stressigen oder eintönigen Job und daraus entstehendem Bewegungsmangel aus Energielosigkeit lassen sich private Krisen verbergen.
  • Mit Wetterfühligkeit lassen sich ein allgemeines Unwohlsein, schlechte Laune oder Kreislaufbeschwerden erklären.
  • Mit dem gemeinsamen Jammern über Wechseljahresbeschwerden lässt sich eine die Trauer über eine „verlorene“ Jugend leichter ertragen.
  • Mit Zeckenbissen können Menschen sich ihre Depressionen wegdenken.

Für jeden Zweck, jedes Krankheitssymptom, gibt es einen passenden „Schuldigen“, auch wenn sich viele Menschen heute als „selbst schuld“ betrachten, weil sie sich allein für ihre eigenen körperlichen oder geistigen Eskapaden verantwortlich machen.
Dabei sind kranke Menschen heute nur ein Zeichen dafür, dass die Gemeinschaften, in denen sie leben, kein Gesundheitsbewusstsein besitzen und nicht an natürliche Selbstheilungskräfte glauben.
Echte HeilkundlerInnen, die Krankheiten auf den Grund gehen, um sie zu heilen – die umfassend untersuchen, warum Menschen krank geworden sind und wie sie sich von ihren Krankheiten heilen könn(t)en – denn nicht alle sind bereit, ihre gesundheitsschädlichen Beziehungen oder anderen Solidargemeinschaften aufzugeben, um sich von ihren Leiden zu befreien, oder ihr Leben so zu verändern, dass sie die Gelassenheit entwickeln können, sich selbst unsolidarisch ihnen gegenüber zu verhalten und eigenständig, ohne ihre Unterstützung, ein gesünderes, zufriedeneres, glücklicheres Leben im Einklang mit sich selbst, nicht in erster Linie mit anderen zu führen.
Gefährliche, ansteckende Krankheiten lassen sich so leicht vermeiden: Mit einem gesunden Abstand zu Menschen, die sich selbst für (un-)heilbar krank halten, weil sie noch keinen Weg gefunden haben, ohne regelmäßige Besuche bei ÄrztInnen, HeilpraktikerInnen oder in Kliniken, ohne die Einnahme von Medikamenten oder „Nahrungsergänzungsmitteln und/oder ohne den „Schutz“ durch Impfungen gesund zu bleiben. Zusätzlich ist ein gesunder Abstand zu allen, die Krankheiten als lebensbedrohlich und ihre Lösungen – um die Welt von ihnen zu heilen oder alle Menschen und „die Natur“, also vor allem große, sichtbare Tiere oder Pflanzen und Pilze vor ihnen zu retten – als alternativlos propagieren, zu empfehlen.

Gegen sehr viel eigene Fantasie oder den großen Ideenreichtum der führenden Köpfe der Welt hilft – genau wie gegen eigene Scham, Familienschande oder einen gewaltbereiten Nationalstolz und Angst – nach der bewussten Konfrontation mit sich selbst und der eigenen Vergangenheit bzw. der Einsicht, dass man sich damit nicht nur bisher geschadet hat sondern auf Dauer nur selbst immer mehr damit schadet – nur das (gemeinsame) bewusste Heraus- und Zurücklassen des damit verbundenen Schmerzes sowie das regelmäßige Erinnern daran, selbst wenn es mit der Zeit langweilig wird

Wenn Menschen nicht ignorieren oder vergessen könn(t)en, dass sie krank werden könnten, wenn sie sich nicht gesund halten; wenn Menschen sich angewöhnen könn(t)en, sich selbst immer wieder zu Ruhe und Neuordnung aufzurufen bzw. von anderen, die ihnen dabei helfen wollen, aufrufen zu lassen, können vor allem chronische Krankheiten bzw. akute Beschwerden, die aus vorhandenen Vorerkrankungen – eines (immun-)geschwächten Körpers, Geistes oder einer entzündeten Seele – meiner Meinung nach mit einem gesunden, angstfreien, Selbstbewusstsein, einem zufriedenen – statt kämpferischen – Selbstbild, in der ganzen Welt „ausgerottet“ werden.

Da es allerdings nicht nur große ProfiteurInnen von Gesundheitskrisen bzw. (Ur-)Ängsten oder dem menschlichen Bedürfnis nach Geheimniskrämereien gibt (wenn uns etwas peinlich ist, worüber wir nicht offen reden möchten), die nicht nur unsere Medienwelt beherrschen, werden eingebildete Krankheiten aber wohl weiterhin immer wieder – medial verbreitet – um sich greifen, bis alle unzufriedenen, kranken, wütenden und/oder unglücklichen Menschen bzw. ganzen Gesellschaften vielleicht auf andere, ursprünglichere Weise wie Mundpropaganda, also gemeinsame Gespräche auf Augenhöhe zu ihrer gesunden, friedlichen und glücklichen Natur gefunden haben, die sie gemeinsam pflegen und sogar die ganze Welt damit heilen könnten.
Für GesundheitswissenschaftlerInnen wird es vermutlich weiterhin schwer bleiben, Kranke von ihrem verzerrten Selbstbild zu überzeugen, das für sie – ihre Seele – mehr als einen Gewinn darstellt, sogar wenn sie stark unter ihren körperlichen und/oder geistigen Symptomen leiden.
Ich denke, es gibt trotzdem Hoffnung. Denn die stirbt bekanntlich immer zuletzt.

P.s.: Weder ein Gesundheits- oder anderes System, das die belohnt, die sich „richtig“, angemessen, verhalten, noch diejenigen bestraft, die es nicht tun und dadurch krank oder straffällig werden, wird auf Dauer dafür sorgen, dass Menschen gesund und glücklich und zufrieden bleiben. Es muss erlaubt sein, Fehler zu begehen und sich auch einmal unangemessen zu verhalten – in dem Wissen, dass man die Möglichkeit bekommt, sich zu entschuldigen. Von Natur aus haben wir die und können selbst alte Wunden ausheilen lassen. Nur das Wissen oder Vertrauen dazu haben viele Menschen noch nicht.

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Dank für das Foto gebührt Usman Yousaf (auf Unsplas)!

Den sprichwörtlichen – roten? – Faden können Menschen nie verlieren, solange sie leben

Er führt uns weiter, sobald wir uns selbst verlieren

Wenn Menschen, das, was sie antreibt, sobald sie die Lust verlieren weiterzumachen, (noch) nicht sehen oder verstehen (wollen) und wissen können, ob oder wie sie ihn – willkürlich oder nur nach den Regeln, die er uns von Natur aus vorgibt – nutzen dürfen, wird ihr eigenes Leben zum Selbstläufer.
Nicht darüber nachdenken wollen und keine Menschen um sich zu haben, denen man vertraut und die einem helfen, es wieder eigenständig in die „richtigen Bahnen“ zu lenken, kann fatale Folgen für die eigene – körperliche, geistige oder seelische – Gesundheit haben.
Menschen müssen wissen bzw. glauben, dass sie ihr Leben in ihrer eigenen Hand halten und eigene Entscheidungen treffen können, wo sie sich aufhalten oder wohin sie stattdessen lieber gehen wollen und wo bzw. wohin nicht.
Sobald sie feststellen, dass etwas sie – gegen ihren Willenführen möchte, irgendwohin, worin sie weder einen Sinn, einen kurz- oder langfristigen Nutzen, sehen oder wo sie sich auch in bester Gesellschaft nicht wohl fühlen können, begehren sie wie kleine Kinder dagegen auf.

Es mag für viele Menschen verführerisch sein, den einfachsten, verlockendsten Weg oder den zu gehen, der auf Dauer den größten, nachhaltig-dauerhaften Erfolg in der Zukunft verspricht, den sie erreichen möchten – wenn sie bereit sind, dafür persönliche Opfer zu bringen, also nicht nur so viel Lebenszeit, (-)Kraft und (-)Energie dafür zu investieren, wie sie selbst möchten.
Denn Menschen können nicht einfach im Hier und Jetzt leben, ohne an ihre Vergangenheit oder die Zukunft zu denken, in die sie ihr Leben führen wird. – Sie können es nur versuchen, sich also von anderen in die Versuchung führen lassen, es zu tun.
Sie können verdrängen, wer sie (geworden) sind, weil sie den Weg, den sie bisher gegangen sind, gewählt haben. Sie können sich eine Zukunft erträumen, die sie nie erreichen werden, wenn so blind für den (roten) Faden weitergehen, der sich durch ihr komplettes Leben – vielleicht schon das ihrer Vorfahren, wenn die genauso blind dafür waren – schlängelt.
Denn wirklich gerade Linien sind für die Natur viel zu unflexibel um sehr lange bestand haben zu können. – Was für den einen Menschen allerdings eine Ewigkeit darstellt, ist für andere Lebewesen oft nur ein kurzer Augenblick, in dem sie keine Veränderungen wahrnehmen. Nichts im Leben bleibt aber jemals, vor allem nicht auf Dauer genau gleich, selbst wenn Menschen versuchen, Routinen daraus zu machen. Viele merken die kleinen schleichenden Veränderungen aber erst, wenn sie sich mal wieder fühlen als hätten sie gerade den Faden verloren, den sie wieder finden müssten – auch wenn ihnen in diesen Augenblicken stattdessen bewusst werden könnte, dass es wichtiger ist, davon überzeugt zu sein, dass dieses Gefühl einen Sinn ergibt: weil man sich in etwas verloren hat, was anfangs viel weniger wichtig erschien als es vielleicht tatsächlich war oder sein sollte.

Am Ende ist alles wichtig, was wir aus dem gelernt haben, was einmal war oder aktuell ist, wie es (geworden) ist.

 

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Dank für das Foto gebührt Lisa Woakes (auf Unsplash)!

Liebe, Lust und Leidenschaft

Die Macht der natürlichen, hormonbedingten menschlichen Anziehungskräfte über vernünftige, glaub- oder gewissenhafte Vermeidungs- oder bewusste Abstoßungsreaktionen

Menschen, die in ihrem Leben zufällig – weil sie sich entschieden haben, zu einem bestimmten Zeitpunkt am selben Ort bzw. an einem bestimmten Ort zur selben Zeit zu sein – aufeinandertreffen, treten miteinander in Resonanz. Selbst wenn sie sich weder besonders sympathisch sind, also intuitiv gleiches Mitleid für sich oder andere empfinden bzw. ähnlich leidvolle Erfahrungen in ihrem Leben gemacht haben, noch gemeinsame Interessen finden, die ihnen Lust darauf machen, sich wiederzusehen, oder sich ineinander verlieben, weil sie sich von Anfang an gefallen, gerne zuhören, gut riechen und schnell eine gemeinsame Zukunft vorstellen können, können sich unterbewusst Anziehungskräfte entwickeln, wenn die natürliche Chemie zwischen ihnen stimmt (die nicht von künstlichen Düften, gekünstelten gegenseitigen Vorstellungen oder anerzogenen – statt frei erlernten – Verhaltensweisen getäuscht werden kann).

Wer sich und die eigenen sieben Sinne (inklusive der feineren, feinstofflichen oder hellen, erhellenden Form) – bzw. wie sie sich befriedigen bzw. beruhigen lassen – schon gut kennt, spürt, wenn ihm oder ihr harmlos, unauffällig oder sogar abstoßend wirkende Menschen gefährlich werden können, oder andere, die sich besonders auffällig verhalten oder kleiden, keine besondere Bedrohung darstellen, sondern nur anwesendpräsentsein oder wahrgenommen werden wollen.

Alle anderen lernen es im Laufe ihres Lebens – je nachdem, wie

  • neu- bzw. wissbegierig und experimentierfreudig (oder traumatisiert – verletzt oder durch Vorerfahrungen sozial gestört) sie sind,wie
  • viel Zeit sie sich dafür nehmen wollen und wie
  • viel Lust sie darauf haben oder wie
  • sehr sie sich selbst vertrauen (können) statt sich nur auf das verlassen zu müssen, was andere ihnen weismachen wollen –

früher oder später – schneller oder langsamer – oder vielleicht auch gar nicht, in wessen Nähe sie sich gefahrlos begeben und aufhalten können, ohne es hinterher zu bereuen, oder wem sie besser möglichst aus dem Weg gehen bzw. von wem sie sich lieber baldmöglichst wieder freundlich verabschieden sollten, wenn sie nicht immer wieder unnötig lange darunter leiden – also Mitleid empfinden oder Sehnsucht nach (neuer oder mehr) Liebe, Lust und Leidenschaft spüren wollen, weil manche Menschen sie immer wieder in Versuchung führen, d.h. mit (un-)bewusster (Um-)Werbung versuchen bzw. es sogar schaffen, sie abhängig davon bzw. regelrecht süchtig danach zu machen.

 

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Dank für das Foto gebührt Dan-Cristian Pădureț (auf Unsplash)!