Die härtesten Überlebenskämpfe …

… werden von Menschen geführt, die friedlich Widerstand leisten

Es ist keine Kunst, für das eigene Überleben mit allen verfügbaren Waffen zu kämpfen.
Eine echte Herausforderung ist es, sich unbewaffnet bewaffneten oder streitlustigen Gegenübern zu stellen, die etwas versuchen durchzusetzen, womit man nicht einverstanden, was also in den eigenen Augen nicht gerecht oder rechtmäßig ist.
Es erfordert Mut, in Kauf zu nehmen, dass man dabei selbst verletzt oder misshandelt wird.
Es erfordert Willensstärke, sich nicht von den eigenen Emotionen, der eigenen Angst oder Wut und Verzweiflung beherrschen zu lassen, sondern (innere) Ruhe zu bewahren und sich auch nicht zu gewaltsamem Widerstand verleiten zu lassen, wenn die eigenen Grenzen dabei überschritten werden.

Mir ist ein friedliches Miteinander wert, das zu lernen, also an mir zu arbeiten, d.h. mir bewusst das anzutrainieren, womit ich sowohl meinen Herzschlag und Puls beruhigen als auch klare Gedanken fassen kann, um dann damit vernünftig, menschlich, zu handeln.
Ich habe den Eindruck, in der Theorie sehen die meisten Menschen die Vorteile dieser Achtsamkeitsübung und diejenigen, die sich hinterher immer wieder kritisch selbst hinterfragen, wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie sie es sich von sich gewünscht hätten, wissen, wie schwer sie ist.

Es kann frustrieren, die inneren Kämpfe immer wieder zu verlieren.
Es kann deprimieren, wenn niemand bemerkt, wie sehr man sich angestrengt hat und dass man Trost und Ermunterung und eine Aussicht auf Erfolg gebrauchen könnte.
Ich persönlich gebe mich mittlerweile meist damit zufrieden, dass ich selbst feststelle, dass ich jedes Mal geübter und besser werde, damit umzugehen, und früher wieder bereit bin, es noch einmal zu versuchen.

Ein großer Dank gebührt aber auch all den vielen friedliebenden Menschen, die mich umgeben, die mir allein damit den Rücken stärken und mich anspornen, dass ich auch bei ihnen sehen kann:
Es lohnt sich immer wieder, sich für die eigenen Ideale – vor allem, wenn man sich selbst oder andere ungerecht behandelt fühlt – auch unbewaffnet und widerspruchslos in „Gefahrensituationen“ zu begeben statt zu hoffen, dass andere die Ungerechtigkeit bemerken und beseitigen werden!

 

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Dank für das Foto gebührt Koshu Kunii (auf Unsplash)!

Was WissenschaftlerInnen sagen …

… hängt davon ab,

  • was sie gelernt haben;
  • von wem sie gelernt haben;
  • wie viel sie immer noch täglich neu dazu lernen (wollen);
  • wie gut sie also (immer noch) beobachten (können);
  • wie gut sie (immer noch) zuhören können;
  • wie überzeugt sie von dem sind, was sie tun; und
  • auf welcher Seite sie stehen – vor allem wenn es um Ansehen, Ehre, Ruhm und Geld geht.

Was und wem Menschen glauben …

… nun …

WissenschaftlerInnen sind auch nur Menschen.

P.s.: Immerhin ist es eine „schöne“, lehrreiche neue Erfahrung für mich als LebenswissenschaftlerIn, die gar nichts anderes tun kann, als täglich auch zu beobachten, zu experimentieren und Erkenntnisse zu sammeln bzw. sie auch anzuwenden, wer – wie sehr und wie viel – Wert auf meine wissenschaftliche Erfahrung und Meinung legt; wer in diesen Tag noch auf sich selbst und unser Menschsein, unsere Natur und Biologie vertraut, und wer nicht.

 

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Dank für das Foto gebührt Noam Jordan (auf Unsplash)!

Unsere natürliche Weltordnung

Grundlagen von sinnvollen Netzwerken

Die Natur wird nie im Chaos versinken.

Es wird immer kreative Wesen geben, die sich ihre Ordnungsmöglichkeiten, ihre Regeln, zu Nutze machen und sich darin eigenständig und „vernünftig“ entwickeln werden, ohne dass sie ein Menssch kontrollieren müsste – davon bin ich überzeugt.
Die Natur ist auch nicht totzukriegen.
Wir Menschen könnten sie allerdings – trotz unseres Erfindungsreichtums – als unsere Lebensgrundlage tot-ordnen oder tot-kontrollieren.
Wir sind auf dem besten Weg dahin – wenn ich mir die Welt von heute anschaue …

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, welche Spielregeln sie uns vorgibt, wenn wir leben und gesund bleiben wollen.
Viele Menschen scheinen nicht zu wissen, sich nicht einmal dafür zu interessieren, welches Chaos sie mit ihrem Leben auf der Erde anrichten.
Viele Menschen wissen offensichtlich nicht, wie man sich als Mensch, als ErdenbürgerIn ordentlich verhalten kann, wie sie achtsam mit dem umgehen, was die Natur ihnen schenkt.

Viele, vor allem Menschen, die immer noch alteingesessenen Parteien ihr Vertrauen schenken und deren VertreterInnen mit Regierungsaufgaben betrauen, denken immer noch, ihre PolitikerInnen wüssten das und würden sich darum kümmern.
Viele Menschen nehmen gerade in Kauf, dass „unsere“ Regierungen „kontrolliert“ für Ordnung sorgen und

  • alte und kranke Menschen isolieren
  • die Unternehmen und Unternehmungen gesunder, selbstständig arbeitender und denkender Menschen zerstören
  • nur noch diejenigen „belohnt“ oder von ihnen „versorgt“ werden, die sich an ihre – umweltschädlichen, tyrannischen, menschenverachtenden – Regeln halten.

Von Natur aus können wir Menschen uns innerhalb einer Gemeinschaft gut selbst versorgen.
Wir können selbst, jede/r einzelne kann selbst für Ordnung sorgen, wenn man uns lässt: wenn man es uns einerseits beibringt und uns andererseits selbst lernen, also eigene Erfahrungen sammeln lässt.
Wir sind alle imstande zu erkennen, was gut funktioniert und was nicht. Wir sind alle zu der Einsicht fähig, dass wir Hilfe gebrauchen könnten, wenn wir es selbst nicht gut hinkriegen.

Früher oder später hat jeder Mensch das Bedürfnis, mal wieder „auszumisten“ und Ordnung ins eigenen Leben zu bringen: auszusortieren, was zu viel ist oder einfach nicht mehr gebraucht wird ; was nicht mehr en vogue, nicht mehr zeitgemäß oder einfach zu alt geworden ist, um es noch sinnvoll nutzen zu können;  und Platz zu schaffen für Neues, das vielleicht noch zum eigenen Glück fehlt, oder für unerwartet Notwendiges, weil sich etwas im Leben verändert hat.

Die wenigsten Menschen machen immer wieder genau dieselben Fehler, häufen – auch wenn sie sich dabei gerne ein paar Mal im Kreis drehen – immer wieder denselben „Mist“ an, lassen sich also mit der Zeit immer weniger dazu verlocken, z.B. wenn ihnen neue, vielversprechende Produkte „auf dem Markt“ angeboten werden .

Ich vermute fast, dass das der Auslöser der aktuellen globalen Krise ist.

Immer mehr Menschen haben schon länger erkannt, dass sie betrogen und ausgenutzt werden von den Menschen, die sie, also uns alle regieren.

Immer mehr Menschen suchen sich alternative Wege; nutzen alternative Medien, alternative Medizin; versorgen sich selbst mit Lebensmitteln; recyceln und upcyceln statt neu zu kaufen; immer mehr Menschen machen sich unabhängiger von denen, die unsere Natur zerstören.
Allerdings sitzen enorm viele davon, einstige „WeltverbessererInnen“, in unseren Regierungen: Menschen, die vielleicht eine umwelt- und menschenfreundliche Politik machen wollten; aber die Spielregeln der Natur dabei außer acht gelassen haben, die sie uns Menschen vorgibt.

Menschen, die ihre eigene Politik, „ihr eigenes Ding“ machen wollen und uns ihre unrealistisch hohen, ideologischen Ziele als „realisierbar“ verkaufen, wissen es ja immer besser.

„Man kann die Natur ja nicht einfach so verwildern lassen.“ hat einmal ein zu vernünftigem Denken fähiger Mensch – ich glaube, es war ein Jäger – zu einem Biologen gesagt.

Seine Meinung hat vermutlich viele FollowerInnen.
Die werden es schon richten.
Die werden schon wieder für Ordnung sorgen in diesem Land und auf der Welt.
Wer Chaos verursacht, wird es irgendwann wieder aufräumen müssen.
Früher oder später.
Für manche ist es schon groß genug; andere versuchen weiterhin mit ihren, immer strengeren, Ordnungsregeln.

Mir wäre es am liebsten, wenn wir lieber früher als zu spät – ohne dass uns politische Verordnungen daran hindern – versuchen könnten, zu unserem natürlichen, menschlichen Ursprung, zur Natur, zurückzukehren, also vor allem einfach wieder planmäßig ablaufen könnte, was die Natur vorgibt – auch wenn damit kein Ziel, sondern eine ständige Weiterentwicklung „erreicht“ wird. Aber ich lasse mir bestimmt – zusammen mit vielen anderen „RegierungskritikerInnen“ oder echten „AussteigerInnen“ – auch etwas einfallen, weiterhin im Einklang mit ihr leben zu können, wenn andere ihre eigene, künstlich – mit Hilfe von (Bio-)Technik und Digitalisierung – geschaffene, „neue Weltordnung“ durchzusetzen versuchen.

Melde Dich gerne bei mir, wenn Du realisierbare Ideen dazu beizutragen hast, die also weder auf naiven noch auf utopischen Weltvorstellungen oder „ExpertInnenmeinungen“, sondern auf einem gesunden Menschenverstand beruhen, oder wenn Du an meinen Aktivitäten interessiert bist!

P.s.: Niemand anders als Du selbst kannst Ordnung in Dein eigenes Leben bringen, niemand kann Dir die Verantwortung dafür abnehmen; Du wirst also auch nie zufrieden damit sein können, wenn Du versuchst, Dich davon freizukaufen und anderen Geld dafür zu „spenden“, dass sie das tun, was Du selbst tun könntest oder wofür Du im weitesten Sinne mit-verantwortlich bist: für Schäden, die entstehen, wenn Du etwas freiwillig tust oder mitmachst, was vor allem Dir nützt.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader, mit dem mir zum Glück immer wieder Neues einfällt, was im Moment vielleicht noch chaotisch oder eine Traumvorstellung, aber keine (technokratische) Dystopie ist; was also prinzipiell von allen Menschen frei „gelebt“ werden kann.
(Es ist nie alles umsetzbar – vor allem, wenn wir nicht oder möglichst wenig auf Kosten anderer, Ärmerer; zu Lasten von PflegerInnen im Alter oder bei Krankheit“ oder von „andersartigen“ Menschen und Lebewesen leben wollen, die sich momentan von unseren oder ihren Regierungen oder ArbeitgeberInnen ausbeuten lassen, um zu überleben, oder einfach ausgebeutet werden, weil sie sich nicht wehren können. Aber es gibt unzählige Möglichkeiten, die Menschen noch nicht ausgelotet haben, um friedlich in der Natur, unserer Mitwelt, zu leben, sie also zu erhalten bzw. sie regenerieren zu lassen und nachhaltig zu nutzen, damit alle ihre „Kreaturen“ auf einer gemeinsamen freiwilligen Basis und selbstverantwortlich zusammen leben können!)

 

 

Generationen- und andere Konflikte

Wenn „friedliebende“ Menschen nicht einsehen (wollen), dass sie auch KriegstreiberInnen sind

Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen sich einreden, also versuchen, sich vorzumachen, dass vor allem unser, angeblich demokratisches, Gesellschaftssystem mit seinen Regeln und Gesetzen für Ruhe und Frieden und Gerechtigkeit in der Welt und zwischen Menschen sorgt. Wer jedoch die Augen öffnet und nicht nur die aktuelle Berichterstattung verfolgt, sondern auch ein bisschen in unserer Vergangenheit stöbert, erkennt ziemlich leicht, dass das noch nie der Fall und Frieden immer nur die Zeit zwischen zwei Kriegen war.

Genauso – wie sollte es in einer Welt, in der alles mit allem anderen zusammenhängt, auch anders sein – funktionieren auch viele Familien und Partnerschaften, sogar Freundschaften und Unternehmen. Ich sehe heute kaum menschliche Beziehungen, die so funktionieren, dass auftretende Probleme schnell wieder gemeinsam, friedlich und demokratisch, gelöst werden. Ich sehe stattdessen, wie sich Menschen, die behaupten, dass sie sich lieben und respektieren, sich gegenseitig entweder zu kontrollieren und manipulieren versuchen oder sich sogar immer mehr Probleme machen – weil sie gar nicht alle dieselben Probleme haben oder sehen können und stattdessen versuchen, alleine sowohl die eigenen als auch die aller anderen zu lösen. Dass das frustriert und wütend oder deprimiert macht, ist für mich nicht verwunderlich – auf jeden Fall führt es auch dazu, dass – statt endlich mehr – immer weniger (gewaltfrei, friedlich) miteinander kommuniziert wird.

Ich habe eine These, die mir erklärt, warum gerade die Menschen so besonders unmenschlich und grausam werden können, ohne dass es – wie bei besonders blutigen Auseinandersetzungen im Tierreich – um Leben und Tod oder den Schutz des eigenen Nachwuchses gehen würde: Die Gewalt(bereitschaft) zwischen Lebewesen nimmt in dem Maße zu wie die Gesprächsbereitschaft abnimmt. Und: Umso mehr Verständigungsmöglichkeiten und Verständnis (also auch Intelligenz) es gibt bzw. geben könnte, umso grausamere Ausmaße kann sie annehmen.

Im Tierreich wird entweder lautstark kommuniziert, um sicher zu stellen, dass andere verstehen, was man vermitteln möchte; oder mit Nachdruck, also Geduld und Ausdauer gearbeitet, wenn man etwas erreichen und sich bzw. die eigenen Bedürfnisse verständlich möchte. Vor allem der Umgang mit ihren Jungtieren ist bei sozialen Tierarten oft sehr viel liebevoller als der der Menschen, die – aufgrund eines etablierten Gesellschaftssystems – unter sozialem, gesellschaftlichen Druck stehen.
Druck, den ein System schafft, das für Gerechtigkeit und Frieden sorgen soll …

In meinen Augen lassen „friedliebende“ Menschen genau damit, dass sie selbst keine Politik betreiben, nicht „unnötig“ diskutieren, nicht protestieren keine Verhandlungen führen, nicht immer wieder neue Absprachen treffen und nicht immer wieder neu begegnen wollen – also im Prinzip aus Bequemlichkeit – zu, dass andere darüber entscheiden (müssen/dürfen), was wir alle in unserem Leben, für unser Überleben, brauchen, was also lebenswichtig für uns ist, und was uns schützen soll. Ich vermute, die meisten wissen spätestens jetzt – nach Monaten der Repression wegen einer „Pandemie“, die sich im Rahmen der jährlichen Grippewille (die ja auch eine Pandemie ist!)  – , dass das naiv und kindisch war.
Glücklicherweise gibt es heute, nach Jahren der Politikverdrossenheit, wieder viele Menschen, die „gesellschaftlich erwachsen“ geworden sind bzw. das Ende ihrer „politischen Pubertätsphase“, in der sie sich Politik vollkommen verweigert haben; die sich also nicht mehr wie kleine Kinder von einer „Mutti“ vorschreiben lassen möchten, was sie in ihrem Leben dürfen und was nicht.
Ich habe bisher in meinem Leben nie die Chance gesehen, politisch etwas verändern zu können, weil zu viele der Menschen, die für eine funktionierende Demokratie notwendig sind, überhaupt nichts an ihrem Leben und Verhalten ändern wollten, „nur“ damit es anderen, ärmeren Menschen, vor allem in ärmeren Ländern, Tieren oder der Natur, also ihrer Mitwelt zukünftig auch besser geht.
Heute freue ich mich über jede/n Einzelnen, der erkannt hat, was Demokratie und (Meinungs-)Freiheit bedeutet: allen nicht nur eine eigene Meinung und Stimme zuzugestehen, sondern sie auch immer wieder danach zu fragen; sie nicht nur zu bitten, auch Unangenehmes zur Sprache zu bringen, sondern sie sogar so lange dazu zu ermuntern, bis sie alles, was vielleicht sogar gegen eine Mehrheitsmeinung spricht, offen auf den Tisch zu legen bzw. ihnen klar zu machen, dass sie jede Entscheidung mittragen müssen, sich also nicht damit aus der Verantwortung ziehen können, dass sie sich ihrer Stimme enthalten, also darüber schweigen, was sie wissen und vielleicht aus Feigheit, „falscher Scham“ nicht zur Sprache bringen.

Ich habe den Eindruck, viele soziale Tiergruppen schlagen sich enorm viel besser als Menschen darin, demokratisch zu sein, also sich mit echten demokratischen Entscheidungen abzufinden bzw. auch zusammen aufzubegehren, wenn ein/e selbsternannte/r Diktator/in nicht im Sinne des Gemeinwohls, also ungerecht handelt.
Tiere in Freiheit leiden freiwillig nie so lange wie Menschen, wenn sie etwas an ihrer Situation ändern können. Tiere wissen, dass sie sterben, wenn sie nicht dafür sorgen, dass ihre Bedürfnisse wahrgenommen und respektiert werden. Tiere werden dadurch schneller kreativ. Sie lassen nicht zu, dass sich Wut und Verzweiflung so lange anstauen, bis sie so zerstörerisch werden wie im Reich des modernen Menschen, wo selbst eng beieinander lebende Menschen oft nicht einmal bemerken, wenn anderen etwas fehlt oder was sie brauchen. Wildlebende Tiere kommen vermutlich auch öfters in die Situation, lernen früher oder besser, sich verständlich machen zu müssen, aber auch, loslassen oder aufzugeben, wenn niemand da ist, der/die zuhört oder verstehen könnte – zumindest habe ich den Eindruck, sie lassen sich von Verlusten im Leben nicht ganz so quälen wie Menschen oder auch unsere Haustiere, die wir domestiziert, also von uns abhängig gemacht haben.
Tiere sind vielleicht nicht so schlau wie Menschen, aber sie sind auch lange nicht so uneinsichtig und grausam. Allerdings können auch Tiere, die trauern oder über lange Zeit Verzweiflung und Wut anstauen, extrem aggressiv gegenüber anderen Tieren und Menschen reagieren, die ihre Signale nicht verstehen oder absichtlich ignorieren.

Menschen, die denken, sie wären friedliebend, aber im Prinzip nur ihre Ruhe (von anderen Menschen oder von Politik) haben wollen, erkennen oft nicht, welchen empathielosen Egomanen sie damit eine Plattform bieten und wie sie diesen mit ihrer Zurückhaltung sogar zu Ruhm und Ehren verhelfen können.
Menschen, die von anderen vor allem in Ruhe gelassen werden, sich in erster Linie um ihr eigenen Vergnügen und Seelenheil kümmern wollen, vergessen manchmal, dass wir als soziale Wesen alleine nicht gut klarkommen.
Menschen, die nur glauben und hoffen, dass andere sich in derselben Weise um sie kümmern, wie sie sich vielleicht einmal um sie gekümmert haben, scheint nicht bewusst zu sein, dass gar nicht alle anderen Menschen genauso sind wie sie selbst;  dass sie gar nicht alle dieselben Bedürfnisse, Vorstellungen oder Möglichkeiten haben: Eltern, die ihre Kinder in erster Linie großziehen oder erziehen wollen, aber keine echte Beziehung zu ihnen aufbauen und am Leben erhalten, können dabei enttäuscht und wütend werden.
Menschen, die sich erwählt fühlen, Entscheidungen für andere treffen zu dürfen, ohne sie immer wieder erst zu fragen (deren Ziel es also gar nicht ist, eine demokratische Mehrheitsentscheidung umzusetzen); die erwarten, dass es von Anfang an Protest geben würde, wenn sich jemand in seinen Bedürfnissen vernachlässigt fühlt, unterschätzen womöglich die Gutgläubigkeit und Leidensfähigkeit der Menschen.

Wer sich für andere Menschen interessiert, wer Empathie mit den verschiedenste Menschen lernt, wer Ungerechtigkeiten wahrnimmt und vor allen Menschen denselben Respekt empfindet (auch wenn er/sie das nicht immer, in jeder unvorhersehbaren Situation, vermitteln kann), weiß, dass Leid irgendwann in Widerstand oder (schwer kontrollierbare) Wut und (Selbst-)Zerstörung umschlägt.
Die Gewalt, natürlich in erster Linie die häusliche – wenn Menschen zu Hause eingesperrt werden, die nicht gelernt haben, friedlich auf engem Raum miteinander zu leben und kommunizieren – nimmt seit Monaten zu. Immer neue Gesetze zum Schutz von Kindern vor ihren Eltern, sogenannte „Kinderrechte“ werden lautstark gefordert – vermutlich vor allem von Menschen, die keinerlei Verständnis für die Ursachen von Gewalt und keinerlei Empathie für die Bedürfnisse anderer Menschen haben, von Menschen, die wenig Ahnung davon haben, was Leben bedeutet, was unser modernes, westliches Leben für Tiere und Menschen – vor allem ärmere, auch in anderen Ländern -, die sich nicht wehren (können),  bedeutet.

In einer Welt von fehlendem Verständnis füreinander und von Missverständnissen, von fehlendem Interesse füreinander, weil jede/r genug mit sich selbst beschäftigt ist, ist absehbar, dass Gewalt irgendwann eskalieren wird, wenn niemand gegensteuert; wenn nicht möglichst alle zusammen gegensteuern bzw. versprechen, ihr Bestes dafür zu geben, friedlich zu bleiben und Frieden zu stiften.

Ich habe meine Erfahrungen gesammelt; ich hüte mich heute – ziemlich erfolgreich – davor, wütend auf andere zu werden, und ich gebe mir Mühe damit, nicht unbewusst die Wut anderer Menschen zu provozieren, indem ich versuche, sie (vor sich selbst) zu beschützen, wenn ich sehe, dass sie dabei sind, sich selbst und andere zu zerstören. Am Ende wird oder wird nicht jede/r selbst darauf kommen.
Am Ende wird jede/r seinen Frieden finden.
Umso früher man ihn mit sich selbst schließt, umso früher kann man das auch mit anderen Menschen tun.
Dazu bieten sich sogar – dank Technologie – noch Möglichkeiten, selbst wenn wir alle einzeln eingesperrt sein sollten; vor allem für Paare und Familien, in denen bisher wenig gegenseitig und ausgeglichen Rücksicht aufeinander genommen oder darüber gesprochen wurde, welche Probleme (sich selbst und die eigene Wut zu verstehen) eigentlich jede/r einzeln/e hat und wie man sie gemeinsam lösen könnte.

In meinen Augen brauchen wir keine Überwachung, um uns vor „gefährlichen“ Menschen, vor GewalttäterInnen, keine Aufrüstung, um uns vor Angriffen zu schützen. Wir Menschen sind im Grunde friedliche Wesen, vor denen niemand Angst haben müsste. Wir nutzen unser naturgegebenes Potenzial nur (noch nicht?) dauerhaft friedlich; weil wir immer wieder die Verantwortung dafür auf andere abladen, die Sicherheit versprechen und behaupten, uns bzw. unser „Gewaltpotenzial“ kontrollieren zu können.
Wir müssten „nur“ lernen, immer wieder – in regelmäßigen Abständen – als Menschen friedlich miteinander zu kommunizieren, die Bedürfnisse aller anderen Menschen genauso ernst zu nehmen wie unsere eigenen. Dazu müssten wir sie in erster Linie selbst verstehen lernen, um anschließend darüber zu diskutieren, wie wir nicht nur uns selbst, sonder uns auch gegenseitig am Bestem schützen und füreinander sorgen können.
Vielleicht könnten wir dann auch irgendwann global denken …

Leider haben nicht nur kleine Kinder und Pubertierende oft „ihren eigenen Kopf“, sondern vor allem erwachsene Menschen lernen immer schwerer noch neu dazu – umso erwachsener sie sich fühlen; umso mehr sie der Meinung sind, sie hätte in ihrem Leben schon genug gelernt und wüssten ohnehin schon alles. Leider werden wir von Menschen regiert, die offensichtlich nur ExpertInnenmeinungen und Lobbyisten wirklich Gehör schenken, also deren Bedürfnisse zu verstehen scheinen bzw. ihre eigenen von ihnen verstanden fühlen.

Deshalb zähle ich auf und unterstütze selbst bestmöglich die „ewig-junggebliebenen“ FriedensaktivistInnen, auf eine neue basisdemokratische Bewegung, die sich gerade auf den Weg gemacht hat, unsere Gesellschaft langfristig zu verändern; auf Eltern, die sich für ihre Kinder eine weniger grausame Welt, weniger Unterdrückung und Gewalt wünschen und sich dafür engagieren; und auf die jüngeren und jüngsten Generationen bzw. deren Sehnsucht nach Freiheit, also weniger Kontrolle, Überwachung oder feste Gesetzgebung, und nach mehr Sinn und sinnvollen, vernünftigen, nachhaltig gewaltfreien Lösungen für die Probleme der Menschheit.
Unsere aktuelle „Mutti“ wird das wohl nicht richten können; und auch keinen ihrer „Jungs und Mädels“ scheint sie so verständnisvoll für die Bedürfnisse der BügerInnen in dem von ihr regierten Land aufgezogen zu haben, dass sie – zumindest auf mich mit ihren immer härteren, menschenverachtenden, auch militärischen (Aufrüstungs-)Maßnahmen – wirken, als wäre das überhaupt ihr Anliegen.

 

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Dank für das Foto gebührt bill wegener (auf Unsplash)!

Wer laut wird, lügt

Und auch: Über wortlose Kommunikation

Als Lebenswissenschaftlerin beschäftige ich mich nicht nur mit dem, was ich beobachten kann, sondern natürlich auch damit, was ich höre oder selbst so von mir gebe und fühle.
Wir Menschen werden oft als Augentiere bezeichnet, die die Welt in erster Linie danach beurteilen, was sie sehen; die z.B. vor allem auf Aussehen und Körpersprache anderer Menschen und Lebensformen achten, also die größten Datenmengen visuell aufnehmen.
Ich weiß nicht, ob die, die das behaupten, selbst extrem kurzsichtig sind, oder ob diese „Erkenntnis“ gezielt in die Welt gesetzt wurde, um Menschen zu lenken und ihnen das Vertrauen in ihre anderen Sinne zu nehmen.

„Der erste Eindruck zählt.“

„Kleider machen Leute.“

Von diesen Glaubenssätzen – oder Werbeslogans? Oder Propaganda? – lassen sich viele Menschen offensichtlich immer noch beeinflussen.

Dabei sind Lebewesen so viel mehr als ein sichtbares Äußeres.

Vor allem das, womit sie kommunizieren – Laute, Stimme und Sprache – sagt enorm viel über sie und das, was sie gelernt haben, also wissen und umsetzen, aus. Menschen, aber auch Tiere, die besonders laut werden,

  • sind entweder besonders aufgeregt – begeistert oder in Bedrängnis (weil andere nicht verstehen, was sie sagen wollen, oder ihnen Argumente ausgehen);
  • haben nicht gelernt, ruhig zu kommunizieren, also keine anderen Erfahrungen gemacht, um sich selbst Gehör verschaffen zu können,
  • sind selbst schwerhörig und denken, dass sie nur gehört werden, wenn sie besonders laut reden.

Wer in sehr unterschiedlich lauten Umgebungen aufwächst, muss – wenn es ihm/ihr überhaupt bewusst wird – erst lernen zu verstehen, was der/die jeweils andere „sagt“, wenn er/sie sehr ruhig oder sogar ganz stumm bleibt. Manche Menschen verzichten gänzlich auf Worte und verzeihen sich trotzdem (verzichten und verzeihen haben übrigens denselben Wortursprung, was mich darauf gebracht hat!); für andere ist es extrem wichtig, reumütige Worte zu hören, um das Verhalten „eines“ Gegenübers zu entschuldigen.

Für mich als Forscherin ist außerdem sehr spannend zu lernen, was man selbst aussagt, wenn man in den Augen anderer „den falschen Ton“ erwischt.

Ich würde heute behaupten, es ist enorm vorteilhaft, manchmal vielleicht sogar überlebenswichtig, wenn man als Mensch nicht nur „zwischen den Zeilen lesen“ kann, sondern auch „zwischen den Worten hören“.

Und ich wünschte, viele, viele Menschen in Deutschland würden aufhören, in erster Linie einfach nur das zu glauben, was in den Zeitungen von Menschen berichtet oder über sie geschrieben steht, sondern ihnen persönlich zuhören und darauf achten, was sie wirklich sagen bzw. zu sagen haben.

P.s.: Mein aktueller Erkenntnisstand, also für den Moment mein lebenswissenschaftliches Fazit:

  • Wer unnötig laut wird, belügt in erster Linie sich selbst – indem er/sie entweder denkt, „das“ Gegenüber wolle, müsse oder könne ihn/sie anders nicht verstehen, also die immer gleichen Argumente müssten nur immer lauter ausgesprochen werden, oder er/sie würde selbst die Wahrheit sagen, während andere lügen.
  • Wer jemandem einfach nur die Meinung sagen möchte, kann sich dabei auch gewählt ausdrücken.
  • Wer schweigt, tut das nicht immer, weil er/sie Angst oder nichts mehr zu sagen hat.
  • Und wer sich nie die Meinung sagen lassen möchte, anderen also komplett „den Mund verbietet“ oder Menschen Mund-Nasen-Masken verordnet, um sie zum Schweigen zu bringen, der/die zeigt damit sehr deutlich, wie viel Wert er auf deren oder freie Meinungsäußerung legt und was er von vielen anderen Menschen hält.
  • Wen man sich auf Augenhöhe begegnet und immer wieder dahin zurückholt, kann es aber ein toller Lernerfolg sein oder einfach Spaß bringen, laut werden zu dürfen und hinterher darüber zu lachen, wie viel „unnötige“ Energie man damit verschwendet hat, dass man sich nicht mehr Zeit zum Nachdenken und Ruhige-Worte-Finden genommen hat.

P.p.s.: Immer strengere Maßnahmen verhängen übrigens vor allem Menschen, die sich nicht zuerst mit allen Betroffenen an einen Tisch setzen wollen, um mit vernünftigen Argumenten zu überzeugen, die also – was mit der Zeit auch immer mehr andere feststellen – von Anfang an keine sehr umfassend guten Argumente für ihre Vorgehensweise haben, sondern versuchen, mit „Durchsetzungskraft“ nicht von ihrem eigennützigen Kurs, ihrem Ego-Trip, abweichen zu müssen.

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Dank für das Foto gebührt Icons8 Team (auf Unsplash)!

Mund-Nasen-Bedeckungen ökonomisch betrachtet

Ist es wirtschaftlich durchdacht, der eigenen Gesundheit zu schaden, während sich an der Verbreitung von Viren im Alltag gar nichts ändern lässt?

Ich denke ja in erster Linie ökologisch.
Und ich weiß, dass ich mich für einige wiederhole.
Ich versuche trotzdem noch einmal, auf den, nicht nur ökologischen, sondern heute auch – im Sinne des Gemeinwohls – ökonomischen Irrsinn von Alltagsmasken und anderen -Hygienemaßnahmen hinzuweisen.
Mir liegt in erster Linie die individuelle Gesundheit von Menschen am Herzen. Ich kann aber auch keinen wirtschaftlichen Nutzen für eine menschliche Gemeinschaft sehen, wenn Menschen immer kränker werden.
Allerdings sehe ich in Regierungskreisen skrupellose Menschen, die in Kauf nehmen, dass mit ihrer Politik, mit ihren kurzsichtigen Verordnungen, an denen vor allem große Konzerne, Lieferdienste, Masken-, Hygieneartikel-, Test- und ImpfstoffherstellerInnen u.ä. verdienen, Menschen unnötig nachhaltiger Schaden an ihrer Gesundheit und ihrem Sozialleben zugefügt wird.
Ich habe den Eindruck, dass immer noch viel zu wenige Menschen verstanden haben, dass es gesundheitliche Gründe dafür gibt, möglichst frei und nicht durch eine Stoffschicht zu atmen, sei sie noch so geprüft; dass es für uns als soziale Wesen wichtig für unsere Psyche und unser Immunsystem ist, mit anderen Menschen auch körperlichen Kontakt zu haben.

Es ist ein menschlicher (Irr-)Glaube, eine verzweifelte Hoffnung vielleicht; es fehlt aber jegliche wissenschaftliche Grundlage für die Annahme, man könnte mit den aktuellen Maßnahmen sich selbst oder andere Menschen vor einem einzigen oder ein paar wenigen ähnlichen unter Millionen Viren schützen, also deren Verbreitung im menschlichen Alltag verhindern.
Wer sich vor fremden oder andere vor den eigenen Viren schützen und auf Nummer sicher gehen möchte, muss jeglichen Kontakt zu anderen Menschen vermeiden und darf auch keinen einzigen Ort der Welt, den auch andere nutzen, zu einer anderen Zeit betreten.
Aber wer würde einen „totalen Lockdown“ schon lange überleben? Wer möchte wirklich – auch wenn er/sie hin und wieder von einer einsamen Insel träumt – abgeschieden vom Rest der Welt leben?

Wir hinterlassen immer überall unsichtbare Spuren unseres Bioms, also der Viren und Bakterien, die auf uns und in uns, also mit uns leben; und wir sind darauf angewiesen, auch mit allen anderen friedlich zusammenleben zu können, unser Immunsystem mit ihnen zu trainieren, weil wir sonst krank werden.
Zu viel Abschottung vor der Natur ist für Lebewesen mit der Zeit tödlich.

Ich habe die Befürchtung, das wird vielen Menschen noch klar werden.
Und ich wünsche mir für sie, dass es ihnen für ihre eigene Gesundheit dann noch etwas bringt: dass sie damit also noch lange gesund weiterleben oder zumindest glücklich in dem Wissen, dass sie etwas daraus gelernt haben, was sie vielleicht sogar an andere weitergeben konnten.

Es gibt bereits viele engagierte Menschen, die versuchen, ihre eigenen Erfahrungen mit Krankheiten in die Welt zu tragen, damit irgendwann vielleicht auch schon gesunde Kinder in der Schule im Biologieunterricht davon erfahren können – anstatt als „Opfer“ einer bio-technokratischen „Zukunftsbewegung“ aufzuwachsen, die sich in erster Linie an einseitig ökonomischem, gewinnorientierten, statt ganzheitlich an ökologisch-nachhaltigem, systemischen Wissen orientiert.

P.s.: Nach fast einem Jahr voller Diskreditierung, Diffamierungen und Zensur regt sich dann doch auch in ein paar wenigen „Leitmedien“ ganz zaghaft die eine oder andere Stimme, ob es denn sinnvoll ist, sich in Krisensituationen nur auf die „Besten“ unter den ExpertInnen zu verlassen, insbesondere auf einen Herrn Prof. Dr. Drosten, der schon in der Vergangenheit völlig falsche Prognosen geliefert hatte und gegen den bereits gerichtlich vorgegangen wird; während „alternative“, also kleinere und unabhängigere Medien bzw. freiere JournalistInnen immer vernichtendere wissenschaftliche Beurteilungen über die fast weltweiten politischen Entscheidungen zu Tage fördern.

 

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Dank für das Foto bzw. den Ausschnitt daraus, den ich gewählt habe, gebührt engin akyurt (auf Unsplash)!

Die Kunst, glücklich und gesund zu leben

… besteht darin,

  • das, was dafür getan werden muss, zu tun;
  • das, was Gesundheit und Glück schadet, möglichst zu vermeiden und
  • herauszufinden, wie man das unter gegebenen Umständen in seinem Leben umsetzen kann.

 

Wer seine Balance darin nicht findet, sich unglücklich fühlt oder krank wird,

  • versteht entweder nicht, was für ihn/sie gesund ist und ihm/ihr schadet;
  • nutzt also auch (unbewusst) zu wenige der Möglichkeiten, sich und der eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun, oder
  • setzt sich im Verhältnis dazu zu vielen „Dingen“ oder Menschen aus, die der eigenen Gesundheit schaden oder die ihn/sie von sich abhängig machen
    (Wenn Menschen – so wie Tiere und vermutlich alle Lebewesen – sich ihrer Entscheidungs- und Bewegungs-Freiheit(en) beraubt fühlen, „verkümmern“ sie mit der Zeit automatisch, weil sie sich dadurch als Individuen nicht mehr gebraucht fühlen.), und
  • nutzt nicht die Möglichkeiten, sich die eigenen Lebensumstände so zu gestalten, sich mit den Menschen zu umgeben, die und deren Bedürfnisse man genauso respektiert oder zu respektieren lernen kann wie umgekehrt, und die eigenen „Herzensdinge“ so umzusetzen, dass er/sie darin bzw. mit und unter ihnen die eigene Balance findet.

Es ist keine Kunst, möglichst viele Dinge zu erleben, möglichst viele Eindrücke im Leben zu sammeln, möglichst viel zu sehen.

Die Kunst ist für mich, sich in jeder Situation, in jedem Moment, auch schlechten, bewusst zu sein, dass

  • nichts selbstverständlich ist;
  • alles einen Grund bzw. sogar nicht nur einen, sondern einen Zusammenhang mit allem anderen hat;
  • man immer einen Einfluss darauf hat, wie man das eigene Leben betrachtet und
  • dass man immer wieder neu entscheiden kann, wie man es zukünftig leben möchte.

Wer das, was er/sie tut, und die Menschen, mit denen er/sie lebt, liebt, für den zählt nicht, wie viel Erfolge er/sie dabei hat, das, was er sie gerne verändern möchte, tatsächlich zu verändern, sondern dass er/sie nicht die Freude daran verliert, es zu versuchen.

Leben heißt für mich weder, sich bestmöglich an die gegebenen Lebensumstände anzupassen und sich mit allem einfach abzufinden, noch alles, was man nicht mag zu vermeiden, zu verbieten und abschaffen zu wollen; sondern sich innerhalb der von der Natur gesetzten Grenzen die Freiheiten zu bewahren, immer mal wieder Neues auszuprobieren, was einem selbst Freude bereitet und dadurch sowohl zur persönlichen Weiterentwicklung als auch zur Evolution des Menschen beiträgt.

Viele der Menschen, die gerade die Welt regieren und die Politik für uns machen oder das zukünftig vorhaben, scheinen das (leider) anders zu sehen und andere Weiterentwicklungen zu verfolgen.
Immerhin bin ich mir sicher, dass ich in meinem Leben genug über Gesundheit und Glück gelernt und schon viele – für mich – wichtige und „richtige“ Menschen, „LebenskünstlerInnen“, gefunden habe, um mit ihnen weiterhin Möglichkeiten zu finden, uns unsere Freiheiten, unser Glück und unsere Gesundheit zu bewahren.
Kunst wird eben erst zu „echter“ Kunst, wenn es viele Menschen gibt, die sie auch ehrlich zu schätzen wissen.

 

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Dank für das Foto gebührt Mehmet Turgut Kirkgoz (auf Unsplash)!

Vom fehlenden Verständnis der Menschen füreinander

Und auch von WissenschaftlerInnen, denen das Verständnis für Zusammenhänge fehlt

Ich würde sagen, dass ich in dem naiven Gefühl aufgewachsen bin, einigermaßen verstanden zu werden. Zumindest hatte ich das Gefühl, die Dinge, die ich nicht verstehen kann , könnte man als Mensch ohnehin nicht verstehen. Und später habe ich nicht erwartet, dass andere alles verstehen, was ich tue, solange ich selbst dahinter stehen konnte und dafür auch nie so bestraft wurde, dass ich es nicht irgendwie verstanden hätte.
Ich hatte aber einerseits auch viele Freiheiten, es gab für mich also wenige unverständliche, in meinen Augen unsinnige, nur auf der Willkür anderer, beruhende  Einschränkungen, und ich war andererseits eine „Schisserin“, Verbote zu übertreten.
Heute kann ich mich in die vielen Kinder gut hineinversetzen, die schon früh „Probleme“ mit ihrer Verwandtschaft haben. Ich kann sehen, wie wenig Verständnis füreinander herrscht, weil die meisten entweder denken, sie hätten schon alles verstanden, oder das könnte ohnehin niemand verstehen; sie wüssten schon, was das „für eine/r“ ist, ohne dass sie sich jemals wirklich zugehört und sich erklärt hätten.

Ich habe nie erwartet, dass andere Menschen das an mir verstehen, was ich selbst noch gar nicht verstanden habe.
Aber ich habe dazugelernt.
Ich bin studieren gegangen. Ich habe an diversen Stellen gearbeitet. Ich habe viele unterschiedlichste Menschen über längere Zeit  kennenlernen, als Lebensforscherin beobachten dürfen, vom untersten Ende in unserer Gesellschaft – den MitarbeiterInnen im Tierheim – bis zu DoktorInnen und ProfessorInnen.
Heute stelle ich fest, wie wenige Menschen verstehen oder überhaupt verstehen wollen, was ich zu sagen habe; obwohl ich bereit wäre, mir die Zeit zu nehmen, um es ihnen zu erklären.

Es ist nicht so, dass Menschen nicht alles verstehen könnten.
Menschen funktionieren alle gleich – jede/r auf seine/ihre individuelle Weise: Jede/r könnte irgendwann das verstehen, was andere sagen; wenn sie Geduld trainieren und sich genug Zeit dafür nehmen würden.
Aber Menschen setzen ihre Prioritäten; sie müssen Prioritäten setzen, weil der Tag für alle von uns nur 24 Stunden hat.

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die Natur und das (Zusammen-)Leben, Menschen, Tiere, Pflanzen und alle anderen kleineren Organismen verstehen zu wollen. Und ich werde heute selten wirklich überrascht.
Das heißt, ich bin immer wieder überrascht, wie vielfältig die Probleme der Menschen sind, wie leicht oder schwer wir uns das Leben miteinander machen, weil viele die Zusammenhänge nicht sehen wollen.
Vielen Menschen fehlt jegliches Verständnis für sich, also auch für andere und die vielen Verbindungen dazwischen..
Sie wissen vielleicht, was sie bei ihrer Arbeit zu leisten haben, sie wissen, was andere tun oder in ihren Augen zu tun haben, wie man auf Viren testet oder wie man ihre Verbreitung mit Algorithmen hochrechnet; aber verstanden haben sie in ihrem Leben wenig.

Ich behaupte nicht, dass ich das hätte; aber ich habe meine Augen darauf geschult, nach möglichen Verbindungen zu suchen, die viele andere nicht sehen können, ohne dass sie darauf hingewiesen werden.
Vielleicht kommen sie irgendwann noch selbst darauf.
Mir wäre das zu viel kostbare Lebenszeitverschwendung.
Ich will lieber möglichst schnell verstehen, was um mich herum los ist. Und das tue ich gerade.

 

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Dank für das Titelbild mit ihren „Tänzerinnen“ gebührt meiner Lieblingskünstlerin Suleika Bachmann aus der Schweiz, auf deren zukünftige Werke – Trainingswerkzeuge für mein Verständnisvermögen – ich mich schon riesig freue!

Überlebenstipps für Körper, Geist und Seele

Die „passenden Bausteine“ finden und loslegen

Zu einem „guten“ Leben, das immer ein individuelles ist – weil Menschen nicht alle gleich sind – gehört es also erst einmal, zu wissen, was man individuell dafür braucht. Werbung und Tipps von anderen Menschen werden Dir das nie sagen können; sie können Dir nur Anhaltspunkte dafür liefern.

Falls Du also noch gar nicht weiß, was Du brauchst; womit es Dir gut geht, ohne dass Du Dich hinterher unwohl fühlst (das ist NIE der Preis dafür, wenn Du ehrlich zu Dir bist!) – finde es heraus! Einen guten Anhaltspunkt liefert mir schon lange die Frage – vor allem, wenn mir bewusst wird oder ich nur denke, dass ich etwas gar nicht gebrauchen kann oder konnte: „Womit habe/hatte ich mir das eigentlich verdient?“ Dass Nichts aus einem Nichts heraus entsteht und am Ende alles miteinander verbunden ist, das gehört zu meinem Weltbild (das sich deshalb auch so schlecht mit unserem Geld- und Gesellschaftssystem in Einklang bringen lässt; aber das nur nebenbei).
Erkenntnisse erlangen auch erwachsene Menschen nur, wenn sie – wie Kinder – bereit sind zu lernen und immer wieder Neues auszuprobieren. Auch erwachsene Menschen lernen nicht aus Büchern, aus dem Fernsehen, vom Zuschauen – sie lernen nur, wenn sie das, was sie lernen wollen, auch anwenden; wenn sie den Mut haben, es auszuprobieren, manchmal auf eine ganz neue, individuelle Weiese, und dabei auf die Nase zu fallen, oder die von anderen aufgestellte Verbote zu übertreten und hin und wieder damit durchzukommen – oder zumindest an ihrem Mut, es versucht zu haben, wachsen.

Wer selbst gar nichts über sich gelernt hat, kann auch nicht erwarten, dass er/sie etwas über andere Menschen weiß.
Wer sich und andere Menschen verstehen möchte, braucht Feedback.
Niemand weiß alles oder lernt viel über sich, wenn er/sie sich nur durch die eigene Brille betrachtet.

Hab‘ also den Mut – vor allem wenn Du ratlos bist, warum etwas bei Dir nicht so „funktioniert“ oder „passt“ wie bei anderen – , nicht nur Dich schonungslos zu hinterfragen, sondern auch die Menschen, die Dich lieben, vielleicht sogar nur wenig Bekannte, um ihr ehrliches Feedback zu bitten.
Frag‘ Dich, was und wer Dir wirklich wichtig ist.
Frag‘ andere, was sie an Dir lieben.
Frag‘ Dich, was du gerne an Dir ändern würdest.
Frag‘ andere, was sie an Dir nicht mögen.

Wenn Du verzweifelt und wütend auf Dich bist, weil andere nicht so sind, wie Du sie gerne hättest, dann frag‘ Dich zuerst, warum Dich das wütend macht. Warum sollten alle dasselbe für sich tun?
Aber sag‘ ihnen auch ehrlich, wenn sie Dich umgekehrt genauso behandeln, Dir also das Gefühl geben, Du wärst nicht so, wie sie Dich gerne hätten.

Wenn es z.B. Menschen sind, die Du nur kurz siehst und vielleicht gar nicht kennst – gerade zum Beispiel zu „unerlaubten Zeiten“ auf der Straße oder beim Einkaufen ohne Mundnasenbedeckung – die also vielleicht nicht das machen, was Du gerne hättest, die also anderen (Spiel-)Regeln folgen als Du, dann gestehe ihnen zu, dass sie ihre eigenen, überlebenswichtigen Gründe dafür haben; dass sie sich um ihre Gesundheit sorgen; und lass‘ sie einfach sein, wie sie sind, solange sie Dir nicht zu nahe kommen.
Vielen der neuen, selbsternannten Hilfssheriffs dieser Welt machen nicht den Eindruck, als würden sie ein glückliches Leben führen.
So wie ein gesunder Geist nur in einem gesunden Körper wohnt, wohnen aber auch selten unglückliche Seelen in gesunden Körpern.

Zum Glück hat niemand in diesem Land (schon) die gesetzlich geregelte Pflicht, die eigene Gesundheit schädigen zu müssen, um andere – angeblich, vermutlich, sicherheitshalber, ohne klare wissenschaftliche Belege – zu schützen (obwohl wir auf dem besten Weg dahin sind, weil anscheinend niemand mehr selbst weiß, wie er/sie selbst Verantwortung dafür übernehmen kann …).

Viel Spaß und Erfolg also beim Üben!
Und hoffentlich viele „Trainings- bzw. SpielpartnerInnen“: weil es viel mehr Spaß macht, auch anderen dabei zuzuschauen, wie sie immer mal wieder versagen; aber wie man gleichzeitig feststellt, dass man gemeinsame Fortschritte macht! Vielleicht wird sogar was richtig Großes, Buntes, Abwechslungsreiches, draus, wenn nicht jede/r nur „sein eigenes Ding“ macht und mit der Zeit immer mehr Vorteile darin sieht, dass nicht alle anderen alles genauso machen oder haben möchten wie man selbst.

Auch in Gesundheits- und (Über-)Lebensfragen heißt es: von nichts kommt nichts, und nichts ist umsonst!
Und Du hast selbst die Wahl, wie offen und neugierig oder wie lustlos und verbissen Du Dich ihnen stellst!

P.s.: Experimentierfreudigen, im Leben unterforderten Menschen empfehle ich, schon errichtete „Kunstwerke“ umzubauen, aus denselben „Bausteinen“ immer mal wieder etwas Neues zu schaffen und vor allem nie alle aufzubrauchen, also entweder neue dazu zu suchen oder alte wieder frei zu geben.

P.p.s.: Für Fortgeschrittene empfehle ich, Brücken zu anderen Lebensweisen zu bauen, also entweder zu sehen, wer aus einer entgegenkommenden Richtung auch schon dabei ist, oder wer lieber (noch) alleine an seinem Leben basteln möchte. Auch wenn es manchmal nicht so aussieht, als würde daraus jemals eine stabile Brücke werden können – mit genug Fantasie und Kreativität haben Menschen schon öfters Dinge geschaffen oder geschafft, die niemand vorher für möglich gehalten hätte.

 


Dank für das Foto gebührt Caleb Woods (on Unsplash)!

Wachstum und Entwicklung

Zusammenhalt und Spaltung

Es ist für mich in Zeiten, in denen der Biologieunterricht immer mehr zugunsten von Digitalisierung und Technik gekürzt wird, nicht verwunderlich, dass so viele Menschen denken, dass Wachsen und Sich-Entwickeln passive Prozesse sind, oder dass sie überzeugt sind, es wären PolitikerInnen oder ExpertInnen notwendig, um Wachstum und Entwicklungen voranzutreiben.

Ich kann nur sagen: Nichts und niemand wächst einfach nur dem Licht entgegen oder automatisch zusammen, nur weil jemand denkt oder sich wünscht, dass das so ist oder bestimmte Menschen und Dinge einfach zusammengehören.
Es gibt immer Gründe, natürliche Ursachen dafür, wenn sich lebende Organismen oder Organe dem, diesen menschlichen Glaubenssätzen, widersetzen.

Wer wachsen will, muss zuerst einmal die Absicht dazu, einen Lebens- oder Entwicklungswillen, haben.
Wer sich entwickeln will, muss bereit sein, Lebenszeit und -energie ins Lernen und Scheitern, also das Aus-Fehlern-lernen, zu investieren.
Wer mit anderen zusammenwachsen möchte, muss sich sicher sein, dass sie dasselbe wollen, oder sie dazu bringen, dasselbe zu tun – sonst wird es immer nur ein scheinbarer Zusammenhalt bleiben, der kein Erdbeben überleben oder nicht einmal einem Sturm standhalten kann.

Wer echt zusammenhält, hat gemeinsame Interessen, gemeinsame Ziele, gemeinsame Ideale; wer echt zusammenhält, weiß, was die jeweils anderen brauchen und was sie überhaupt nicht gebrauchen können.
Nur wer sich im Zusammenhalt ehrlich gestützt fühlt, wer allen anderen voll vertraut, kann sich auch selbst darin völlig gehen oder fallen lassen, sozusagen darin aufgehen.
Ein Leben lang zusammenhalten kann nur, wer lebenslang weiter zusammen wächst.
Und nur wer bereit ist, auch die anderen mit aller Kraft zu stützen; nur wer freiwillig das eigene Leben so von anderen abhängig machen möchte, nur wem es das wirklich wert ist, seine Unabhängigkeit dafür aufzugeben, der lässt sich überhaupt auf so enge (Ver-)Bindungen ein.

Vor allem den Menschen ist dieses Bewusstsein im Laufe ihrer Zivilisation, und vielen anderen Tieren im Laufe ihrer Domestizierung verloren gegangen …
Dafür wissen sie mehr oder weniger gut, wie Spaltung funktioniert, wie sich Menschen entzweien können, wie sie sich gegeneinander ausspielen, wie sie sich selbst (in ihrer Entwicklung) steuern lassen – vor allem, wenn sie anderen Menschen freiwillig und gutgläubig oder auch sehr gezielt viel von sich preisgeben, Bilder zeigen, ein Gesamtbild vermitteln oder „Framing“ betreiben.
Menschen könnten wissen, dass sie versuchen, sich gegenseitig zu erziehen (statt zu lernen, wie sie echte, ehrliche Beziehungen aufbauen könnten).
Zumindest tun das in meinen Augen sehr viele; ich bin nur oft unsicher, ob sie eigentlich wissen, was sie da tun.

P.s.: Ich weiß nicht so recht, ob ich mich für die Menschen freuen soll, die vor allem auf die (bio-)technischen Weiterentwicklungen und Fortschritte zählen, die ihnen – vielleicht – immer wieder das Leben retten, oder für die, die immer wieder Trost in den vielen Dingen oder Worten von Menschen finden, die ihnen suggerieren, dass es doch eigentlich ganz schön ist, sich Diskussionen zu ersparen, auf niemanden Rücksicht nehmen zu müssen und sich alleine durch’s Leben kämpfen zu können…

 

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Wem ich für das Bild danken kann, weiß ich leider nicht mehr – ich glaube, ich habe es aus einem Naturkalender, vielleicht aber auch aus einer Zeitschrift ausgeschnitten