Fortschrittliches (Erwachsenen-)Leben?

Oder infantiler, von (Verlust-, Versagens- oder Bindungs-)Ängsten oder Erfolgsdruck geleiteter, „falscher“ Ehrgeiz, dem „echten Leben“ zu entfliehen?

Unsere Welt wird nicht von erwachsenen, vernünftig handelnden Menschen regiert, sondern von „gut“ erzogenen Menschen, die sich von Geld(gier), ihrem Perfektionismus, freiheitlichen oder regelkonformen Idealvorstellungen bzw. einer Angst vor Armut oder Einsamkeit leiten lassen. Gleichzeitig brauchen sie – um sich in ihrem Alltag überhaupt zurechtzufinden bzw. ihr „fortschrittliches“ Leben führen zu können – Maschinen oder andere Werk- und Spielzeuge, Ratschläge, Anleitungen, also diverseste „Hilfsmittel“: Produkte oder Dienstleistungen anderer Menschen, die sie sich kaufen „können“.
Unser aller Lebensraum wird von Menschen besetzt, die sich auch im Erwachsenenalter wie kleine Kinder verhalten,

  • denen die Welt zu gefährlich erscheint als dass sie darin selbstständig – ohne staatliche Unterstützung bzw. Absicherung, mobile Fortbewegungsmittel oder „weise Voraussicht“ bzw. vielfach sogar die Erlaubnis anderer – leben und Entscheidungen darüber treffen könnten, welche Schritte sie in Richtung ihrer eigenen Zukunft gehen wollen,
  • deren Denkfähigkeiten noch nicht ausgebildet genug sind, um die Folgen dessen, was sie wollen oder tun, abschätzen zu können, oder
  • die sich – aus Angst vor den Folgen – noch (oder wieder) streng an die Regeln oder Verträge und auswendiggelernten Glaubenssätze halten, die andere (in der Vergangenheit) für sie aufgestellt bzw. ihnen plausibel gemacht haben.

Ein Großteil der Menschheit hat nie beigebracht bekommen oder vergessen, dass unser Körper nicht nur zum Vorwärtsgehen, –Kriechen oder Umdrehen und Weglaufen, zum Buckeln oder Geradestehen gedacht ist, sondern dass er – genau wie unser Geist, wenn wir beides gesund halten wollen – Abwechslung und auch noch im Erwachsenenalter die Freiheit braucht, immer wieder etwas völlig anders machen zu können. Angewohnheiten und Routinen geben ängstlichen, vom Leben überforderten Menschen – wie instinktiv, nach arteigenen gewohnten Mustern oder Ritualen, handelnden Tieren – zwar Sicherheiten, sind aber auf Dauer Gift sowohl für ihre Beweglichkeit als auch ihre Kreativität.

Menschen, die in ihrer körperlichen Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind – weil sie abhängig von bestimmten Menschen sind oder ihre gewohnten Umgebungen ungerne verlassen – können ihre geistige Kreativität – ihre Fantasie – in Kombination mit Körperübungen nutzen, um auch auf begrenztem Raum gesund und flexibel zu bleiben. Wer dagegen die Möglichkeit hat, sich jederzeit völlig frei bewegen zu können, ohne sich erst Gedanken über Gefahren auf dem Weg oder am Ziel machen zu müssen oder wollen, muss – um das eigene Leben nicht unnötigen Gefahren auszusetzen – mit allem rechnen, also auf jede, auch böse Überraschung gefasst sein, die ihn oder sie zu Boden zwingen könnte.

Körper und Geist lassen sich weder durch Untätigkeit oder sich ständig gleichartige, gleichmäßig wiederholende Bewegungen konservieren noch lässt sich verhindern, dass sie durch unerwartete, plötzliche „Angriffe“ zeitweise überstrapaziert werden können, so dass sie hinterher wieder genug Zeit und Nahrung zur Erholung brauchen bzw. für Übungen, um neue Kraft oder Beweglichkeit aufzubauen. Wer sie nicht regelmäßig gleichzeitig trainiert, läuft mit zunehmendem Alter Gefahr, entweder die Fähigkeiten des eigenen Körpers oder des eigenen Geistes – je nach tatsächlicher Überbe- oder sinnvoller Auslastung – zu über- oder unterschätzen.
Als Spiegel der Seele bzw. Ausdrucksformen des Geistes verraten die Körperhaltungen und -formen der Menschen viel, wenn natürlich auch nicht alles, über ihren Bewusstseinsstand.

Es ist menschlich, sich von Dingen (oder Menschen) verzaubern zu lassen, die neu oder jung und kräftig bzw. standhaft aussehen und vielleicht sogar versprechen, dafür zu sorgen, dass es in Zukunft keine Altersbeschwerden mehr geben wird bzw. niemand mehr darunter leiden muss, von ihrem Leben gezeichnete Generationen versorgen zu müssen. Von Natur aus ist der Homo sapiens allerdings vor allem mit zunehmendem Alter und Interesse an den Erfahrungen, die Menschen bereits in der Vergangenheit gesammelt haben, dazu in der Lage, zu erkennen – zu realisieren -, dass die Zukunft wenig mit Wissenschaft und ernstzunehmenden Berechnungen zu tun hat, sondern Prognosen immer ein Glücksspiel sind und wir die Verantwortung für alles, was wir auf Geheiß anderer tun, am Ende selbst tragen werden.

Wir könnten im Grunde freiwillig aufhören, Lebenszeit damit zu verlieren, uns (sinnlos) mit Dingen zu beschäftigen, die weder unserer eigenen Gesundheit und unserem Wohlbefinden dienen noch einer lebenswerten Zukunft in (für Gäste oder Rat und Hilfe Suchenden) offenen Gemeinschaften mit unterschiedlichsten Menschen oder sogar einem Leben im Einklang mit der ganzen Natur und den Rhythmen, die sie vorgibt.
Menschen könnten es sein lassen, Zeit damit zu verschwenden, das Unaufhaltsame aufhalten, also Vergängliches unvergänglich machen oder das Unvorhersehbare verhindern zu wollen. Die Welt dreht sich auch ohne unser Zutun jeden Tag weiter, und das menschliche Bewusstsein wächst automatisch mit jeder Erfahrung, die es macht.
Niemand kann sich etwas (heraus-)nehmen, ohne – beim Fortschreiten – auf irgendeine Weise mit der eigenen Lebenszeit oder -qualität (also körperlichem, geistigen und seelischem Wohlbefinden) dafür zu bezahlen. Dass unser „Fortschritt“ also tatsächlich einer ist, der Menschen ihr Leben leichter macht oder dazu beiträgt, ihr/e Leid/en erträglicher zu machen, wage ich – schon seit Jahrzehnten – zu bezweifeln.

Ich bin allerdings nur eine Naturwissenschaftlerin, die weiß, dass man damit leben können muss, dass die eigenen wissenschaftlichen Thesen nur so lange ihre Gültigkeit haben, bis sie jemand widerlegt. Also werde ich weiter beobachten, zuhören und – sobald ich etwas nicht mehr verstehe – so lange Fragen stellen, bis sie für mich geklärt sind.
Das bedeutet auch, dass ich weiterhin in Frage stellen werde, welche „Möglichkeiten“ andere mir eröffnen oder was sie mir vorschreiben oder schmackhaft machen wollen, wenn ich überhaupt keinen Sinn, sondern eher nur Nachteile für mich und vor allem für den Erhalt unserer Ökosysteme darin erkennen kann, von denen unser aller Leben abhängt.

P.s.: Wer noch keine Vergangenheit hat, kann leicht so tun, als gäbe es sie nicht bzw. als wäre nur die Zukunft wichtig; und manchmal ist es gut, gemeinsam zu beschließen, die Vergangenheit einfach ruhen zu lassen, vor allem, wenn man möglichst unbefangen in die Zukunft gehen möchte. Solange es aber noch Menschen gibt, die Einwände dagegen haben, – weil sie nicht verstehen, warum sie unter dem leiden sollen, was „vor ihrer Zeit“ geschehen ist oder ohne ihre Zustimmung beschlossen wurde – kann es meiner Meinung nach fatal sein, sie einfach übergehen bzw. mit „fortschrittlicheren Ideen“ und schöneren Zukunftsaussichten vertrösten zu wollen.

 

 

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Dank für das Foto gebührt Eugene Zhyvchik (auf Unsplash)!

 

 

 

Von natürlichen (Frei-)Handelsabkommen

Das Leben ist auch, aber nicht nur ein Geben und Nehmen

Es ist außerdem ein

  • Verschenken oder (Auf-)Teilen und Akzeptieren oder Nicht-Hinnehmen,
  • Sich-einfach-etwas-Herausnehmen, ohne es sich ehrlich verdient zu haben, und Auf-andere-Weise-Zurückzahlen oder ein
  • hemmungsloses, gieriges – „vorsorgliches“ – Anhäufen oder Verlangen, durch das andere bzw. die Natur und ihre natürlichen Ressourcen ausgebeutet werden, die uns vermeintlich unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

Ich denke allerdings – weil alles in der Natur nach einem natürlichen Gleichgewicht strebt, also auf der Erde für Ausgeglichenheit gesorgt ist – , dass alle irgendwie, irgendwann dafür „zahlen“ werden, was sie in ihrem Leben (hin-)genommen haben, ohne dass sie bereit waren, etwas dafür aufzugeben. Jeder einzelne Mensch, jeder Mann, jede Frau, jedes Kind, handelt sich mit allem, was er/sie/es im eigenen Leben tut (oder nicht tut) etwas anderes ein – selbst wenn das noch nicht offensichtlich ist.

Damit ich mir nicht noch unnötig mehr Zeitverschwendung mit einem elektronischen Medium einhandele, während ich viel sinnvollere Dinge – mit der Natur, anderen Menschen oder Dingen, die nicht erst (energie-)kostenintensiv hergestellt oder betrieben werden müssen – tun könnte, habe ich heute beschlossen, das tägliche Bloggen einzustellen. Ich befürchte, ich werde nie genug Entschädigungszahlungen für das leisten können, was für den „technologischen Fortschritt“ in der Natur von dem zerstört wird, was sie in Jahrmillionen aufgebaut hat – dafür dass Menschen leichter, schneller oder an mehr (kostenlose) Informationen kommen als zu Zeiten, als man noch dem vertraut hat, was Menschen, die man zum Informationsaustausch persönlich treffen musste, aus eigener Erfahrung – nicht über Dritte, also Medien – wussten (und dass ich meinen Kopf freier kriege).

Ich mache mich jetzt also wieder an meine Arbeit bzw. Lebensaufgabe: den Versuch, mich immer unabhängiger von Menschen zu machen, die Gegen(dienst-)leistungen oder Geld für Dinge verlangen, die sie selbst niemals alleine leisten bzw. herstellen könnten, und die niemals für all die Schäden aufkommen könnten, die bei ihrer Arbeit bzw. der Herstellung, (Weiter-)Verarbeitung oder Entsorgung dieser Dinge angerichtet werden (die sie selbst nicht nur für wertvoll, sondern für ihr Eigentum halten, so dass andere sie sich nicht einfach von ihnen nehmen, sondern ihnen etwas dafür geben müssen).

P.s.: Nicht nur Eigentum verpflichtet (z.B. dazu, es nicht mutwillig oder aus Leichtsinnigkeit zu zerstören und damit auch für andere unbrauchbar zu machen, oder es im Notfall auch mit anderen Menschen, die es zum Leben brauchen, zu teilen), sondern auch Besitztümer verpflichten – dazu, möglichst gut auf sie zu achten bzw. sie selbst möglichst so zu nutzen, dass andere nicht auf die Ideen kommen, eigene Besitzansprüche darauf geltend machen zu können, dürfen, müssen oder wollen.

 

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Dank für das Foto gebührt CHUTTERSNAP (auf Unsplash)!

Was ist nur aus den Menschen geworden – die nie so sein wollten wie „die anderen“?

Wie sich Menschen, die (familiäre) Strukturen brauchen, denen sie blind vertrauen können, zu empathielos funktionierenden Robotern entwickeln können, die zwar noch gerne in Erinnerungen schwelgen, aber im Grunde trotzdem alles, woran sie mal geglaubt haben, vergessen zu haben scheinen

Es ist normal, dass Menschen sich im Laufe ihres Lebens vor allem äußerlich verändern. Aber nur wenige, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend gegen die gemein- oder gesellschaftlichen Strukturen rebelliert haben, die sie in ihrer freien Entwicklung (hin zu dem, was bzw. wer sie gerne sein wollten) behindert haben, scheinen sich bzw. ihren inneren (Ideal-)Vorstellungen – z.B. von Frieden, Freiheit, Gewaltlosigkeit, der Gleich- und/oder Einzigartigkeit der Menschen – ihr Leben lang treu bleiben zu können.

Besonders rücksichtsvolle Menschen, die anderen wiederholt gerne freiwillig Platz machen, – auch wenn die sich dann verhalten als

  • würde ihnen die Welt alleine gehören,
  • müssten alle anderen ihnen zuliebe auf ihre Freiheiten oder eigenen Ansprüche verzichten oder
  • wäre es normal, dass man dann auch freiwillig allen Müll wegräumt, den sie hinterlassen (haben) –

werden häufig feststellen, dass irgendwann gar kein (Rückzugs-)Raum mehr für sie selbst bleibt, an dem sie vor dem Einfluss anderer sicher wären.

Vielleicht ist es gut, sie so in Erinnerung zu behalten, wie sie mal waren: als gute FreundInnen, denen man einmal vertraut hat (die sich aber anderen Menschen untergeordnet und damit ihre Vertrauenswürdigkeit abgegeben haben).
Vielleicht ist es auch gut, die Gedanken an sie loszulassen und sich an vertrauenserweckenderen Menschen zu orientieren, die

  • noch nicht in einer Masse von mehr oder weniger gleichgeschalteten, gleichartig funktionierenden, berechenbaren Individuen untergegangen sind,
  • (weiterhin) zwischenmenschlichen Idealen folgen und
  • noch für Überraschungen gut sind.

Für mich als Verhaltensökologin ist es immerhin eine Erklärung (wenn auch keine Entschuldigung für das, was unzählige Menschen damit anrichten), dass es ihnen vielleicht selbst (gesundheitlich) schlecht (damit) geht. Gegen ungute Gefühle (von Ohnmacht oder Schwere) versuchen schon Kinder, (es) sich selbst möglichst leicht zu machen und dafür zu sorgen, dass es in erster Linie ihnen ein gutes Gefühl verschafft, dass sie keine oder zuindest wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse „anderer“ (insbesondere wenn sie ihnen noch völlig oder generell ziemlich fremd sind) – nehmen, geschweige denn Verantwortung für sie tragen, d.h. ihnen Rede und Antwort stehen müssen.

Es gibt hin und wieder auch Menschen, die werden einem mit der Zeit sympathischer, obwohl man früher nicht viel mit ihnen gemeinsam hatte. Und einige verändern sich irgendwie nie, während man selbst viel Neues dazulernt, Enttäuschungen erlebt bzw. neue Angewohnheiten entwickelt.
Am Ende, wenn die alten verschwunden sind, werden jedenfalls immer neue Arten von Menschen zurückbleiben, die ihre Chance bekommen, alles anders zu machen als die vor ihnen.
Es bleibt für die WissenschaftlerInnen der Zukunft jedenfalls spannend, zu erforschen, was sie wie und warum aus sich und dem, was war, gemacht haben.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly Sikkema (auf Unsplash), und dafür, dass sie mich auf das verlinkte Musikvideo aufmerksam gemacht hat, gebührt er meiner lieben Freundin Suleika (die ich seit mehr als 25 kenne und auch heute noch (mit-)erleben darf – wie sie auf ihre Weise friedlich Widerstand gegen vieles leistet, womit sie nicht leben will)!

Das war schon immer so

und wird sich auch nie ändern!

… sagen nur Menschen, die nichts von (unseren) Anfängen wissen und keine Vorstellung davon haben (wollen), dass von einem Tag auf den anderen wirklich alles anders sein kann – auch wenn das dann „nur“ einen neuen Anfang für etwas darstellt, nachdem vorher etwas Altes zu Ende gegangen ist.

Wer immer noch nicht merkt, dass wir uns (genau wie unsere Erde) alle im Kreis drehen – wenigstens unsere Gedanken um etwas kreisen lassen – (müssen), bevor wir bereit sind, einen Schritt weiter oder zurück zu gehen, oder bereit ist, einen Blick in unsere Geschichtsbücher zu werfen, bevor er oder sie „einfach so weitermacht wie bisher„, dem bzw. der ist wahrscheinlich einfach nicht zu helfen.
Es war glücklicherweise tatsächlich schon immer so, dass im Laufe der Evolution die überlebt haben, die sich am Besten an die Natur anpassen bzw. mit natürlichen – vor allem klimatischen – Veränderungen leben konnten – nicht die, die versucht haben, sie zu verhindern und die Natur künstlich zu verändern bzw. mit ihren Techniken/Technologien zu beherrschen.

 

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Dank für das Foto gebührt Etienne Bösiger (auf Unsplash)!

 

Von der – in der Geschichte der Menschheit – zyklisch wiederkehrenden „Modeerscheinung“ der Maskierung – in immer subtilerer oder absurderer Form

Warum sich Menschen gerne verstecken oder sogar freiwillig gemeinschaftlichen (Gruppen-)Zwängen fügen – somit anderen Menschen, die Vorgaben machen, unterwerfen- und gesellschaftliches Theater mitzuspielen

Irgendein Grund hat sich in der Geschichte der Menschheit immer mal wieder gefunden, das eigene Gesicht hinter etwas zu verbergen, das es entweder hübscher macht oder den ganzen Menschen gefährlicher aussehen lässt als er oder sie eigentlich ist. Einzelne Menschen, die sich (gerne) – ganz bewusst oder weil sie es sich, nachdem sie es bei einzelnen anderen gesehen haben, einfach zur Gewohnheit gemacht haben – maskieren, unterstreichen damit (wenn sie nichts hinter ihrer Maskerade verstecken wollen) ihre Individualität. In Gruppen von Menschen, die gemeinschaftlich ihr Gesicht verbergen (müssen), ist Individualität dagegen eher unerwünscht: Einzelne sollen darin lieber untergehen, also nicht als Menschen auffallen, die gar nichts zu verbergen haben (bzw. anderen vielleicht ein schlechtes Gewissen machen, weil sie sich keine eigene Maske leisten können). Es gibt immer Menschen, die davon profitieren, dass andere Menschen sich ihren Maskenverordnungen unterwerfen:

  • MaskenherstellerInnen;
  • Menschen, die ihr eigenes Gesicht nicht gerne – oder stattdessen besonders gerne unter Maskierten – offen zur Schau tragen; und
  • Menschen, die die (physio- und psychologischen, individuellen und gesellschaftlichen) Schäden beheben können, die durch das Tragen von Masken entstehen (die die freie Atmung – über die Gesichtshaut oder Mund und Nase – und somit die Sauerstoffversorgung und Entgiftung des Körper behindern.

Irgendwann sind Maskenbälle oder „Alltagsmasken“ immer auch wieder aus der Mode gekommen. – Vielleicht weil Menschen sich nicht nur gerne in die Augen schauen, sondern sich auch mal gegenseitig die Zähne zeigen wollen oder das Bedürfnis haben, sich freundlich-zurückhaltend anzulächeln. Vielleicht auch, weil Menschen von Natur aus offene und ehrliche Wesen sind und ihnen irgendwann klar wurde, was dahinter steckte – welche Lügen und Täuschung (dass sie Menschen schöner oder ungefährlicher für andere machen könnten) oder welche Scham (von Menschen, die ein ängstliches Gesicht damit verbergen wollten, das sie nicht gerne offen zeigen).
Nicht allen Menschen ist bewusst, welchen Schaden es anrichten kann, sich als Mensch nicht so zu zeigen, wie man tatsächlich ist. Viele haben offenbar noch kein Verständnis für den (Un-)Sinn von Maskeraden. Das Bedürfnis, aus Spaß oder zum Selbstschutz (weil sie denken, dass es besser für sie oder andere ist) die eigene Mimik – die eigenen Gefühle – vor anderen zu verstecken bzw. mit einem Stück (Kunst-)Stoff, Holz, Porzellan oder vielleicht sogar Haut und/oder Haar eines verstorbenen Tieres oder Menschens zu überdecken, kehrt offenbar zyklisch wieder. Ich vermute – als Verhaltensforscherin – wenn Menschen über längere Zeit zu offenherzig waren und in blindem Vertrauen gegenüber anderen freizügig alles von sich preisgegeben haben.
Die Enttäuschung kann groß sein, wenn andere – die offene Ehrlichkeit selbst nicht gewohnt sind und (noch) nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen – dieses Vertrauen missbrauchen. Allerdings kann sie genauso groß sein, wenn Menschen hinter Masken irgendwann ihr wahres Gesicht zeigen. Deshalb würde ich mir nicht nur als Ökologin (denn dadurch ließen sich viele natürliche Ressourcen sparen!), sondern auch als Gesundheitswissenschaftlerin wirklich wünschen, dass Menschen der Natur – ihrer eigenen Gesundheit und der anderer – zuliebe irgendwann das freiwillige oder angeordnete Versteckspiel einfach komplett sein lassen würden.
Ich bin überzeugt, dass viele Menschen dann sogar mit dem Suchen nach ihrem Glück oder der Liebe aufhören könnten und leicht herausfinden würden, was wirklich in ihnen steckt (das sie bisher davon abgehalten hat, sich einfach glücklich zu schätzen oder geliebt zu fühlen).

P.s.: Es mag vielleicht helfen, die eigenen Atemwege kurzzeitig vor Staub oder anderen gesundheitsschädlichen Partikeln und heißem Qualm zu schützen, wenn es mal brennt. Menschen ohne ehrliche Aufklärung über die möglichen Folgen und persönliche Haftung bei Schäden dazu zu veranlassen, sich über längere Zeit oder sogar tagtäglich Situationen auszusetzen, die ihre Lungen so sehr schädigen können, dass sie sich in den Auszeiten nicht wieder davon regenerieren, stellt eine Straftat dar – nämlich Leugnung von Tatsachen bzw. (Wissenschafts-)Betrug oder Nötigung zur Körperverletzung. Ich denke, es ist kein Zufall, dass vor allem Menschen, die Verbrechen begehen (wollen) dafür sorgen, dass sie nicht eindeutig identifiziert werden können, ihr Gesicht dabei also nicht zu erkennen ist. Allerdings können auch Finger- und Fußabdrücke oder andere Muster genauso verräterisch sein ….

 

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Dank für das Foto gebührt Jacek Pobłocki (auf Unsplash)!

Selbstständig und gemeinschaftlich immer wieder über willkürlich gesetzte, natürlich unerreichbare (Naturschutz-)Ziele hinaus- oder völlig daran vorbeischiessen

Von natürlich und kulturell bedingter Verantwortungslosigkeit und zu hohen (oder – konsequenterweise – niedrigen) Zielen gegenüber der Natur bzw. Realität

Menschen ohne Naturverständnis lieben es, frei – ohne sich vor anderen verantworten zu wollen oder müssen – handlungsfähig zu sind, also tun und lassen zu können, was, wie und wann sie es für richtig halten, und/oder allen anderen (gesetzlich) vorschreiben zu können, wie sie sich zu verhalten haben, damit – angeblich – alle so frei leben können, wie sie wollen. Sie neigen zwar von Natur aus dazu, sozial zu sein, das heißt, sich in Gegenwart anderer – um nicht unangenehm aufzufallen und Gefahr zu laufen, aus einer Gruppe ausgeschlossen bzw. verstoßen zu werden – auch sozial – entgegenkommend – zu benehmen, gleichzeitig haben sie allerdings auch die Tendenz, ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele über die anderer zu stellen.
Natürliches, nicht im Voraus bereits geregeltes Sozialverhalten erfordert, dass Menschen viel und auf unterschiedlichste Weise miteinander kommunizieren und immer wieder – tages-, jahreszeiten-, wetter- oder tageslaunenabhängige – Vereinbarungen treffen. Um sich selbst und auch allen anderen das Leben – vermeintlich – zu erleichtern bzw. vereinfachen, haben sich in den meisten Kulturen Regeln etabliert oder wurde Gesetze festgeschrieben, die Menschen vor allem Zeit und Energie sparen soll(t)en – weil nicht erst lange darüber diskutiert werden muss, was jeden Tag von wem und warum oder wie zu tun ist.

Mit der individuellen (Entscheidungs-)Freiheit der Menschen hat jede Kultur also seit jeher wenig zu tun, noch weniger unsere angeblich freiheitlich-demokratischen Sozial- oder Rechtsstaaten.
Mit Recht und Gesetzen lässt sich nur Frieden stiften oder für Ruhe und Ordnung und die Zufriedenheit aller sorgen, wenn niemand – ohne Ausnahme – sie in Frage stellt, sondern alle sie für sinnvoll halten. Aber: Nur weil etwas für menschliche Ohren sinnvoll klingt bzw. für ihre Augen oder ihren Kopf Sinn ergibt, heißt das noch nicht, dass es für sie auch realistisch, erreichbar ist.

Unsere Welt wird daher immer gleichzeitig beherrscht von IdealistInnen, die noch begeistert oder bereits verzweifelt versuchen, „gute“ Menschen zu sein und sich sozialvorbildlich, richtig – zu verhalten, und anderen, die aufgegeben haben, es überhaupt zu versuchen, weil sie keinerlei Sinn (mehr) darin sehen, es anderen Recht machen zu wollen, die – aufgrund eines unterschiedlichen Verständnisses von Recht bzw. Unrecht – selten oder nie zufrieden damit sind.

Ein bisschen mehr Sinn für unsere Realität, die Natur, würde uns Menschen gut tun.
Stattdessen lassen wir uns – mehr oder wenig freiwillig – von Kulturbegeisterten oder von kulturell (vor-)geformten, an eine Irrealität Angepassten beherrschen, die Strukturen geschaffen haben und Vorschriften machen (dürfen), die unserem Leben Halt oder eine Richtung geben sollen.
Ich persönlich vermute, Sie kennen entweder keine Naturgesetze oder (Spiel-)Regeln des Lebens oder können bzw. wollen ihr eigenes Leben (in Richtung Tod) nicht so akzeptieren wie es nun mal – von Natur aus – einfach ist: vorschriftsmäßig unvorhersehbar und willkürlich weniger beeinflussbar als es sich viele oder vielleicht sogar die meisten Menschen wünschen würden. Für NaturwissenschaftlerInnen, die nicht nur tote Materie oder Energieformen, sondern Lebewesen erforschen und (noch) draußen „im echten Leben“, nicht nur innerhalb von Labors oder Büroräumen arbeiten, ist (wahrscheinlich wie für HistorikerInnen, die bestimmte natürliche Regelkreise erkannt haben) leicht abzusehen, wann sich Menschen auf einem (selbstgebauten und brüchigen) Holzweg oder in einer Sackgasse befinden.
Ich denke, auch in Zukunft wird es weiterhin viele – auch bewegte und bewegende – Bilder davon geben, welche Spuren sie außer denen ihrer eigenen Füße in der realen Welt hinterlassen. Wie lange wir die Natur so noch als Lebensraum für begeistert nach bestimmten Regeln (aber blind für das reale Leben) um sich schießende, aber ansonsten orientierungslose Menschen erhalten können, wird sich zeigen bzw. die Natur festlegen. Denn die kann sich seit jeher selbst beherrschen und vor „feindlicher Übernahme“ schützen – indem sie geduldig abwartet, bis diejenigen nicht mehr unter Bedingungen weiterleben können, die sie sich selbst – aus Achtlosigkeit gegenüber natürlichen Zeichen oder Vorwarnungen – geschaffen haben.

 

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Dank für das Foto gebührt www.Florida-Guidebook.com (auf Unsplash)!

Leben unter (kopflastigen) Dichtern und Denkern (statt mit ihnen)

…, die – obwohl sie von anderen Germanen oder Alemannen, „ganze Männer“ genannt werden – nicht mehr wissen, wie man auch mit dem eigenen Körper für Freiheit kämpft oder Widerstand gegen Unterdrückung leistet

(sondern stattdessen ihren „großen – weißen oder roten – Brüdern“ nacheifern, die mit Freiheitsversprechungen, teuren Kriegen oder billigen Tricks in Schuldenfallen oder andere Abhängigkeiten gelockt wurden, die sie aggressiv, krank oder fett und träge machen)

Die Deutschen entstanden offenbar aus einem Bedürfnis heraus, ihre Sprache von denen romanischen Ursprungs abzugrenzen.
Mittlerweile können viele zwar immer noch relativ gut und selbstständig (wenn auch unter Verwendung von Anglizismen oder anderen Fremdwörtern) reden und stolz das mitmachen, was ihre „führenden Köpfe“ ihnen vorgeben, sich aber oft keinen Reim mehr auf das machen, was um sie herum vor sich geht.
An ihren Taten sind schon immer leicht die zu erkennen, die das Denken vor allem anderen überlassen (entweder weil sie sie – obwohl sie sich selbst meist für schlau halten – für höher gebildet und deshalb wissender halten als sich selbst, oder weil sie sich für schlau genug halten, sich den hohen Energieaufwand für eigenes Denken sparen und trotzdem effizient oder effektiv arbeiten zu können).

In vielen Bundesländern lassen sich heute Menschen beobachten, die eine Pause von ihrer Arbeit – ihrem Tun oder Denken – machen und den Tag, wenn sie wollen, nach Belieben feiern können bzw. dürfen (solange sie sich keines Vergehens an anderen schuldig machen).
Ich wünsche also allen, die sich wie kleine Kinder schon länger auf diese Belohnung als gebührende Entschädigung für viele Arbeitstage gefreut haben (und die vielleicht sonst keinen Grund sehen, ihr Leben jeden Tag zu feiern) einen wunderschönen, erlebnisreichen und vielleicht auch denkwürdigen Tag.

Falls Dir nicht nach Feiern zumute ist, dann such‚ Dir bitte einen Grund bzw. mach‘ etwas, was Dir einfach gut tut, weil es Dir Spaß macht. Du musst nicht mit anderen Menschen zusammen einen Tag genießen, die unter „Feiern“ oder „Genuss“ etwas völlig anderes verstehen als Du.
Vielleicht magst Du einfach nur in Ruhe nachdenken oder etwas dichten? Es ändert sich zwar nichts an Deinem Leben, wenn Du grübelst, bis Dein Kopf raucht, oder Du Dich mit anderen RaucherInnen in geschützten Räumen darüber austauschst, wer die „FeindInnen“ sind, die Dich bzw. Euch Deiner bzw. Eurer Freiheiten berauben oder die Sicherheit der Menschen gefährden; aber solange niemandem etwas Besseres einfällt, fühlt es sich für die meisten Menschen wenigstens nicht wie vergeudete (Lebens-)Zeit an.

Vielleicht erinnerst Du Dich an Zeiten, in denen es Dir – weil Du (noch) kreativ genug dazu warst – Spaß gemacht hat, zu boykottieren, was andere Dir vorschreiben wollten? Dann wünsche ich Dir – falls Du den Mut hast, es nach langer Zeit wieder zu versuchen (denn nur Übung macht die MeisterInnen) viel Erfolg und Freude dabei!
Vielleicht hast Du dann ja wenigstens am Ende des Tages etwas zu feiern und kannst zufrieden damit einschlafen, dass Du entweder (bereits) in diesem Land geboren wurdest oder mit (nicht unter) den Menschen hier leben darfst (weil Du ausreichend darauf vorbereitet wurdest oder Dich selbstständig darauf vorbereitet hast)?!
Vielleicht stellst Du sogar fest, dass es nicht ausreicht, sich nur auf Dichter und Denker oder Frauen, die Männern nacheifern (um männliche Rollen übernehmen zu können), zu berufen, sondern nicht nur Deutschland auch Dichterinnen und Denkerinnen braucht, die ausbügeln können, was andere mit – männlicher – Kraft oder Gewalt statt weiblicher (Ver-)Führungskunst angerichtet haben? Alleine sollte man meiner Meinung nach weder Menschen mit zu männlichen noch mit einseitig weiblichen Eigenschaften ein Land (oder die Welt) regieren lassen: Gutes kann nur dabei herauskommen, wenn sich beide (ver-)einigen – sich darüber einig werden – müssen, was sie gemeinsam beschließen oder sich vertrauensvoll mit Worten – schriftlich, per Handschlag oder Umarmung – versprechen wollen oder können, weil sie es auch sicher einhalten oder zumindest ihr Bestes dafür geben werden.

P.s.: Mit einem eigenen Hund (an der Leine) die Natur zu genießen, mag Menschen ein Gefühl von Freiheit und (Selbst-)Sicherheit vermitteln (die beide notwendig sind, um in „Feierlaune“ zu kommen). Dafür, dass das ein Hund so empfindet, müsste man ihm vermutlich anderes bieten.

 

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Dank für das Foto gebührt Yuriy Bogdanov (auf Unsplash)!

Ein lebendiger, meist vetrauensvoller, aber liebloser Markt(platz) …

…, auf dem es darum geht, möglichst konzentriert – schnell und einfach – möglichst viele „gute“ Geschäfte abzuwickeln (um hinterher mehr Geld oder „Freizeit“ übrig zu haben) regelt nicht nur effektiv, dass den Menschen in einem Großteil ihres Lebens Güte, Liebe und Aufmerksamkeit fehlt

Die moderne Welt wird beherrscht von Menschen, die entweder – weil sie nicht alles, was sie brauchen, bereits besitzen – einkaufen oder Dinge , die sie haben oder (über-)produziert haben, obwohl sie sie selbst gar nicht gebrauchen können (aber nicht unentgeltlich mit anderen teilen oder verschenken wollen) verkaufen wollen oder müssen (wenn ihnen entweder der eigene Vorrat oder das Geld ausgeht.

Mit gegenseitiger Unterstützung und menschlicher Hilfe haben Märkte, auf denen Menschen sich und ihre Produkte präsentieren – anpreisen – können, im Grunde seit jeher recht wenig zu tun. Der eigentliche Wert jedes Produktes, selbst der von Grundnahrungsmitteln wie Getreide, Obst oder Gemüse (die mit mehr oder weniger viel Arbeit aus natürlichen Pflanzen „gewonnen“ werden) hängt von der – liebevollen oder fehlenden – Hingabe der HerstellerInnen ab.
Es gibt Menschen, die

  • entweder immer noch denken (wollen), mit von Menschen, egal ob eifrig oder sorgfältig hergestellten Maschinen ließen sich dieselben Produkte – bzw. sogar noch schönere (für ihre Augen) oder größere, ertragreichere und gesündere – „effektiver“ herstellen (so dass nur weiter geforscht oder der Markt mehr oder weniger kontrolliert werden müsste, damit es allen Menschen auf der Erde damit gut gehen kann;
  • oder die bereits wissen, dass die Lebenszeit von Menschen, die sich aufmerksam und liebevoll mit etwas (das für andere nur ein „Produkt“ ihrer Fantasie oder eigenen Hände ist) beschäftigen, teuer sein kann, wenn man sie sich erkaufen möchte.

Früher habe ich es geliebt, auf Märkte zu gehen und mir die Vielfalt an Dingen anzuschauen, die Menschen anzubieten haben.
Heute – seitdem ich weiß, wie wenig Menschen über die Natur und ihre Kreisläufe wissen – überzeugen mich häufig nicht einmal mehr die „natürlichsten“ Produkte „vom Bauern um die Ecke“.
Allerdings habe ich das Glück, Menschen zu kennen, die das, was sie selbstständig – zeitintensiv, gut recherchiert oder durchdacht und mit viel Sorgfalt – produzieren, sogar oft kostenlos, also nicht gegen Geld abgeben, sondern im Vertrauen darauf, dass sie etwas – eine materielle oder immaterielle Gegenleistung wie Zeit (um bei etwas mitzuhelfen) oder Wissen (mit dem sie selbst etwas anfangen können) – dafür zurückbekommen werden, weil es für sie einen ähnlich hohen Wert hat.

Wirtschaftliche Ziele eines Staates, der in der Welt im Vergleich zu anderen „gut dastehen“ möchte, lassen sich damit eher nicht erreichen…
Ich erinnere mich an Zeiten, als deutsche Wertarbeit noch etwas war, worüber die Welt gesprochen hat – bevor die, die sie geleistet haben, vielleicht

  • die Gier gepackt hat, damit auch viel Geld verdienen zu können, oder
  • die Lust an dem verloren haben, was sie lange Zeit liebend gerne – auch ohne hohe oder jegliche Bezahlung – gemacht haben; denn ohne eigene Lust (die aus einem inneren Bedürfnis heraus entsteht) vergeht auf Dauer jede Liebe, die nicht von anderen wertgeschätzt und gebührend entlohnt wird.

Heute sprechen viele eher über Marktanteile und sehen nicht das große Gesamtbild, das eine Welt ergibt, die von Märkten, von Geschäftsleuten – ihren Produkten und Dienstleistungen – und „dankbaren“ KundInnen (jeglichen Alters und Geschlechts) beherrscht wird statt von Menschen, die freiwillig etwas Sinnvolles tun könn(t)en, was nicht nur ihnen selbst, ihrem eigenen Wohlergehen, sondern auch anderen dienen würde: von Frauen und Männern, sich entwickelnden Kindern und Jugendlichen, selbstständigen Erwachsenen und hilfsbedürftigen Alten.

Es ist überlebenswichtig, überprüfen zu können, ob etwas oder jemand das hät, was er, sie oder es verspricht: Sich nur auf das eigene, aus dem Inneren aufsteigende Gefühl zu verlassen, kann genau so trügerisch sein, wie „nur“ den eigenen Sinnesorganen – Augen, Ohren, Nase, Zunge, Haut und Haaren – und dem äußerlich Wahrnehmbaren bzw. Informationen zu vertrauen, die andere uns geben.
Sowohl beim Verkauf als auch beim (Ein-)Kauf von Dingen lohnt sich nicht nur vorurteilsfreie, vertrauensvoll Neugier, sondern auch Achtsamkeit hinsichtlich dessen, was man gibt und dafür bekommt oder verlangt.

Ohne Zeit (um Kauf- oder Verkaufsentscheidungen zu treffen) und die Bereitschaft bzw. den Mut zur Kommunikation ist es wahrscheinlich, dass Menschen irgendwann feststellen, dass sie viele schlechte Tauschgeschäfte eingegangen sind.

 

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Dank für das Foto gebührt Renate Vanaga (auf Unsplash)!

Schaffe, schaffe, Autos (Häusle, Mietkomplexe, Flughäfen, Bahnhöfe, Computer, Handies, …) baue (und teuer verkaufen, verscherbeln oder verschrotten)

Altersschwach(sinnig)e Systeme – ohne nachhaltig-ökologischen Sinn oder gesunden Menschenverstand (weil zu viele Menschen zu wenigen anderen freiwillig das Planen, Denken und die Verantwortung für unser aller Leben überlassen)

Hierarchischautoritär aufgebaute Rechtssysteme, in denen nicht alle das gleiche Sagen haben bzw. Verantwortung für das tragen (wollen oder üssen), was sie tun, sollen – angeblich – für Gerechtigkeit und Selbstverantwortrung der Menschen in der Welt beitragen und Kriege (um mehr Rechte) verhindern.
Ein Sozial- und Gesundheitssystem, in das man vorsorglich Geld einzahlen muss, wenn man menschlich behandelt werden möchte.
Ein Rentensystem, das auch unruhige, unzufriedene Menschen im Alter ruhig bzw. zufrieden stellen soll.
Ein Bildungssystem, in dem Kinder und ältere Menschen viel lernen können (oder dürfen oder müssen), ohne dass Einwände von den Lehrenden berücksichtig oder kritische Fragen dazu zur Zufriedenheit von SkeptikerInnen beantwortet werden müssten.

Dass sich Menschen freiwillig einer Diktatur durch andere unterworfen würden, klingt für viel absurd – zumindest solange sie keine (bzw. nur eine veraltete, medien- oder Hollywood-gemachte) Vorstellung von TyrannInnen haben und nach bösen Menschen statt guten VerkäuferInnen von Produkten (mit Suchtpotential) oder als „(Allgemein-)Wissen“ getarnten Informationen (die Schuldgefühle gegenüber anderen, „ärmeren Menschen“ hervorrufen) Ausschau halten.
Niemand müsste sie ihnen freiwillig abnehmen bzw. dem glauben, was sie verbreiten, und sogar noch Geld (oder mit der eigenen Gesundheit) dafür bezahlen.

Ich finde es im Prinzip – im Sinne von nachhaltiger Nutzung nach dem Prinzip des eigentlich freiwilligen Teilens (nicht dem des Ausleihens gegen unverhandelbar festgesetzte Gebühren) – nur gerecht, wenn sich Menschen unerlaubt – mit (Enkel-)Tricks – das holen, was andere sich im Laufe ihres Lebens – vermeintlich rechtmäßig – erarbeitet haben.
Oder kann mir jemand vernünftige Gründe nennen, warum Menschen etwas ihr Eigentum nennen sollten, wenn es sich gerade weder in ihrem Besitz (oder auf ihrem Wohnsitz) befindet noch mit der expliziten Bitte um Rückgabe an andere zur Nutzung oder Weiterverbreitung weitergegeben wurde (weil sie es später selbst wieder brauchen)?

 

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Dank für das Foto gebührt Harry Dona (auf Unsplash)!

Ehrgeizig liebes- bzw. erfolgs- oder lebenshungrig

Nach Ruhm, Ehre oder Erfolgserlebnissen (und Siegerurkunden oder anderen besonderen Auszeichnungen dafür) zu gieren  – statt freiwillig darauf verzichten zu können – macht vor allem süchtig, aber nie zufrieden

Ich verzichte für den Rest des Pfingstwochenendes – vermutlich mehr oder wenig erfolgreich – darauf, zufrieden vor einem Bildschirm zu sitzen und das aufzuschreiben, was ich – um es nicht in mich hineinzufressen – liebend gerne loswerden würde.
Aber da das Leben kein Konkurrenzkampf ist, und ich meine Leistungen meistens großzügig bewerte, denke ich, dass ich die angeblich, da offiziell, „freie“ (Lebens-)Zeit (zum Feiern) auf jeden Fall – wie eigentlich immer – auch ohne Festessen, aber mit Dingen bzw.Tätigkeiten, die ich liebe, weil sie möglichst biologisch-nachhaltig und gesund für mich sind, genießen kann.

Ich hoffe, Du auch!

 

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Dank für das Foto gebührt Abigail Miller (auf Unsplash)!