Menschliche Feindbilder

Der Teufel und die Bösen, der Russe, Juden, Nazis, Viren, der eigene Körper oder Querdenker und andere alltäglichen BegleiterInnen – Menschen, die Zwietracht säen und andere bekämpfen wollen, lassen sich immer wieder Neue einfallen

Es ist tatsächlich eine verquerte Welt, in der wir aktuell leben …
Aber Querdenken und dabei gedankliche Verstrickungen auflösen bzw. Zusammenhänge klarer sehen erfordert viel Zeit und Geistesarbeit.
Die haben vielbeschäftigte, moderne Menschen gar nicht, wenn sie sich um wichtigere Dinge kümmern müssen.

Kein Wunder also, dass „Querdenker“ zum neuesten Schimpfwort auserkoren wurde – damit niemand übereifrig damit anfängt nachzudenken: frei, also auch quer, selbst zu denken.
So wie auch niemand offen zugeben würde, dass er oder sie selbst nicht nur Gutes tut; Moralapostel für Gesandte des Teufels hält; Putin (oder auch Trump) weniger kriegstreibenden Ehrgeiz zumutet als Merkel oder Biden; die größten BetrügerInnen und VerbrecherInnen dieser Erde in den jüdischen Eliten vermutet oder Nazis als Menschen mit einem übertriebenen Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu einer künstlich geschaffenen Heimat, also verlorenene Seelen betrachtet, die sich genauso leicht von Menschen mit Machtinteressen – mit Angst vor ihrer eigenen Ohnmacht – instrumentalisieren lassen wie Menschen mit übertriebener Angst vor Viren oder Krankheiten und dem Tod.

Es hat seine Gründe, dass ich – seit ich  ich erinnern kann – als Querdenkerin belächelt wurde. Neu ist, dass ich jetzt häufiger das Gefühl habe, dass ich als Gefahrenquelle betrachtet und bekämpft werde.
Ich bleibe optimistisch, dass die – in meinen Augen denkfaulen oder emotional abgestumpften, denn Nachdenken muss Freude bereiten, damit Menschen es tun – GeradeausdenkerInnen irgendwann auch noch die Verbindungslinien erkennen werden, die mit Schubladen (oder Mülltonnen) voll von Gedankengut anderer Menschen zugestellt sind.
Ich glaube nicht, dass alle FeindbilderschafferInnen automatisch MenschenfeindInnen sind; aber ich glaube, dass einige von ihnen so viel Ehrgeiz oder Angst haben, dass sie bereit wären, dafür in Kriege zu ziehen und Menschen zu beseitigen, die ihnen und ihren Zielen entweder im Weg stehen oder Todesangst einflößen.

Manchmal – wenn Zwietracht herrscht – muss man sich, selbst wenn man versucht, unparteiisch zu bleiben, entscheiden, auf welche Seite man sich stellt, vor allem, wenn der Graben dazwischen so tief wird, dass man den Spagat nicht mehr schafft.
Mich tröstet der Gedanke, dass ich auf einer Seite stehe, auf der alle Menschen willkommen sind, ob Ausländer, Nazi oder Querdenker, auf der also allen die Hand gereicht wird; und deshalb fühle ich mich auch auf der sicheren Seite, die Bestand haben und nicht wegbrechen wird – weil ich glaube, dass wir viel mehr sind als ein paar wenige Menschen, die gerne ihr weiteres Leben lang Masken tragen oder sich jedes halbe Jahr mit etwas impfen lassen möchten, vor dessen unvorhersehbaren Nebenwirkungen sie vielleicht wirklich Angst haben sollten.

 

———————————————

Dank für das Foto gebührt Marc-Olivier Jodoin (auf Unsplash)!

 

Die Sonderstellung der Menschen in der Natur

Menschen sind wohl die einzigen Lebewesen, die sich – vor die Wahl gestellt, obwohl sie sich nicht in einer Notlage befinden – für das kleinste von mehreren Übeln entscheiden anstatt sich zu weigern, überhaupt eines davon anzunehmen, die also nicht dankend ablehnen und ganz darauf verzichten würden, was ihnen angeboten wird.
Wer – obwohl er oder sie gar nichts mit totem Pferdefleisch anfangen kann, sollte das Tier nicht mehr lange überleben – mit Sprüchen wie „einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“ oder anderen, unter ganz anderen Lebensumständen als den eigenen, gewonnenen Lebensweisheiten großgezogen – (streng) erzogen, wird, gewöhnt sich mehr als eine Absonderlichkeit an, die sich Menschen glücklicherweise auch wieder abgewöhnen können – sobald sie ihre Sonderstellung, freie Entscheidungen treffen zu können, erkennen bzw. von denen zurückfordern, die sie ihnen nehmen wollen …

P.s.: „Die Hinnahme kleinerer Übel wird bewusst dafür genutzt, die Beamten wie auch die Bevölkerung im Allgemeinen daran zu gewöhnen, das Übel an sich zu akzeptieren. Um nur eines von vielen Beispielen zu geben: Der Vernichtung der Juden ging eine schrittweise Folge antijüdischer Maßnahmen voraus, welche jeweils gebilligt wurde mit dem Argument, dass die Verweigerung, daran mitzuwirken, nur alles verschlimmert hätte – bis eine Stufe erreicht war, dass Schlimmeres überhaupt nicht mehr passieren konnte.“ (Hannah Arendt: „Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur“, Piper Verlag GmbH, 5. Auflage, 2020)

P.p.s.: Was die Menschen außerdem besonders macht, ist ihre Fähigkeit, sie ihre eigene Welt rosa einzufärben, also eine Traumwelt zu erschaffen, die mit der Realität, dem was tagtäglich wirklich geschieht, wenig gemein hat. Für kurze Zeit kann das – wenn ein Geschehen auf Erden zu bedrückend wird und den eigenen Lebenswillen gefährde -, lebensrettend sein; auf Dauer macht es körperlich krank oder psychisch wahnsinnig – denn wir Menschen sind von Natur aus nur dazu gemacht, in einem echten Leben, keinem künstlich geschaffenen, nicht nur überleben, sondern auch gesund und glücklich sein zu können.

P.p.p.s.: Menschen sind vermutlich die einzigen Lebewesen, unter denen es – wie unter domestizierten und in Gefangenschaft gehaltenenen Tieren – viele gibt, die ganz ohne Kenntnis ihres Selbst und ihrer eigenen Fähigkeiten, also ohne Menschenkenntnis, ohne Kenntnis ihrer Mitmenschen, lange leben können (wenn sie daran glauben wollen, dass das, was lange währt, auch irgendwann noch gut werden kann); die – auch wenn vor ihren Augen ganz offensichtlich Gräueltaten verübt werden, wenn überall deutlich erkennbar ist, dass sie stattfinden – noch behaupten können, sie könnten sich nicht vorstellen, dass Menschen dazu überhaupt fähig sind; deren Beitrag zu ihrer Gesellschaft auch darin liegen kann, dass sie – wie wiederholt im Laufe unserer Menschheitsgeschichte geschehen, weil Menschen mit zunehmendem Alter weniger lernbereit sind – schweigend dazu beitragen, dass aus wenigstens scheinbar demokratischen Verhältnissen immer wieder Diktaturen werden, auch wenn die Pläne dafür ganz offen auf dem Tisch liegen.

 

—————————————-

Dank für das Foto gebührt Volodymyr Hryshchenko (auf Unsplash)!

Die Personalisierung der Menschheit auf ihrem Höhepunkt

Wenn Du Dich selbst mit „der Sache“ verwechselst oder andere Menschen wie seelenlose Objekte behandelst

Ich hatte es in einem oder mehreren meiner früheren Beiträge schon erwähnt: Die aktuelle Maskenpflicht spiegelt extrem „schön“ wieder, wie sehr sich Menschen von anderen zu Personen – RollenspielerInnen, ursprünglich MaskenträgerInnen – machen, also in bestimmte Rollen – aktuell die der gehor- und folgsamen Untertanen – drängen lassen: Unterwürfig einem Virus, also einer potentiellen – wenn auch nicht bewiesenen – Lebensgefahr oder unterwürfig gegenüber geschlossenen Verträgen (selbst wenn sie sie gar nicht selbst geschlossen haben), Verordnungen und Gesetzen hörig (die nur einige wenige undemokratisch beschließen).
Der Homo sapiens ist im Zuge seines Fortschritts in menschlicher Hinsicht an einem neuen Tiefpunkt, die Personalisierung, Entmenschlichung dafür an einem neuen Höhepunkt, angekommen: weltweit – zumindest in den Staaten, die von öffentlichem Interesse sein sollen, über die also in unseren öffentlichen Medien berichtet wird.

Um sich in unserer modernen Welt noch erfolgreich einreden zu können, dass die eigene Persönlichkeit für unsere Gesellschaftssysteme noch irgendeine Bedeutung, einen Wert hätte, der im Gegenzug von irgendjemandem geschätzt oder geschützt würde, außer von den Menschen, die ihn im direkten Kontakt und Zusammensein erfahren können, braucht man mittlerweile mehr als viel Fantasie.
Solange es GroßunternehmerInnen und RegierungsbeamtInnen, die ohnehin immer mehr zu denselben Personen verschmelzen, noch gut geht, also die Wirtschaft läuft, sind für sie alle anderen Menschen ersetzbar.
Wenn neues Personal in Großunternehmen und öffentlichen Einrichtungen gebraucht wird, werden einfach der Mittelstand und die selbstständigen Solo- und KleinunternehmerInnen „umfunktioniert“. Rollentausch hinter Masken.

Ich nehme das persönlich!
Weil es hier nicht um eine Sache, sondern um mein Leben geht.
Es geht um unser aller Leben, weil ein umbenanntes Grippevirus jeden einzelnen Tag nicht die ganze Menschheit bedroht, sondern alte und kranke Menschen, deren Leben auch von vielen anderen Dingen, aber nicht vom Kontakt mit Gesunden, also Menschen, die keine Krankheitssymptome aufweisen, bedroht wird – zum Beispiel von Vereinsamung und fehlenden menschlichen Kontakten, auch wenn es sich dabei „nur“ um Personal handelt.

Hör‘ also auf, Dich über Menschen aufzuregen, die Dich wegen EINER oder ein paar wenigen Sachen vielleicht mal persönlich angreifen, werde Dir bewusst, dass Du viel mehr als das bist – und dass das die anderen vermutlich sogar wissen, wenn sie Dich persönlich kennen – und dass auch in Deinem Gegenüber eine Seele steckt, auch wenn Du sie noch nie oder schon lange nicht mehr bemerkt hast.
Es wird langsam Zeit mitzuhelfen, einen globalen Wahnsinn zu beenden, den vermutlich Menschen begonnen haben, die vergessen zu haben scheinen, was es heißt, ein Mensch mit einer Seele zu sein, oder die glauben, sie könnten ihre eigene ohnehin nicht mehr vor der Hölle oder nur retten, indem sie andere dafür opfern.

Vielleicht hast Du ja am Wochenende noch nichts vor?

 

———————————-

Dank für das Foto gebührt Alora Griffiths (auf Unsplash)!

Menschlichen Größen- und Wachstumswahn notbremsen

Statt mit einer politischen Notbremse gesellschaftliches Leben zu zerstören, KleinunternehmerInnen und MittelständlerInnen in den Ruin zu treiben, wäre mein vorschlag gewesen, die Reichsten, Mächtigsten, Ideologischsten und mit fragwürdigen Titeln Ausgezeichneten dieser Erde in ihre Grenzen zu weisen: nicht weiter LobbyistInnen über unser aller Leben, zumindest über das Leben der Mehrheit von Menschen auf dieser Erde, bestimmen zu lassen.
Viele Menschen sind heute Opfer ihres eigenen Größenwahns, auch schon im Kleinen: sie wollen es selbst immer besser haben, mehr Wohlstand oder Wohnraum, mehr Einfluss, mehr Dinge, sich selbst also immer mehr erlauben und anderen immer mehr bieten, immer höhere und weiter entfernte, geographische Ziele erreichen, auch wenn sie dabei mehr Platz, natürliche Ressourcen oder Kalorien, also Wärme- oder Energiequellen verbrauchen als gesund für unsere Natur und Mitwelt ist.

Eine gerechte Aufteilung dessen, was unsere, vor allem in den letzten Jahrzehnten bis an ihre Grenzen ausgebeutete, Erde hergibt, kann nur erfolgreich sein, wenn die, die sich zu viel genommen haben, das zurückgeben, damit andere mehr davon haben.
Warum können reiche UnternehmerInnen Millionen von Hektar Farmland besitzen, das nur für Tierzucht oder Pflanzen genutzt wird, mit denen sie in erster Linie Geld verdienen statt Menschen ernähren wollen?
Warum können die reichsten Menschen der Welt ihr Geld gewinnbringend, z.B. in neue (Bio-)Technologien, investieren statt es zum Aufbau der Lebensmittel- und Wasserversorgung von Menschen, die unter unsicheren Versorgungsbedinungen leben, spenden zu müssen?

Die Menschen, unsere Tiere und Autos werden immer dicker. Vielleicht wird Fettsucht irgendwann zum neuen Lebensziel und adipöse Menschen bald wieder zum Schönheitsideal ernannt; unsere Straßen werden wir an vielen Stellen aber nicht weiter verbreitern können, ohne die Anzahl der Spuren verringern oder Einbahnstraßen daraus machen zu müssen.
Ich habe noch die Hoffnung, dass sich Menschen auf der Straße und beim Parken immer mehr über ihre überdimensionierten Autos und die AutobauerInnen statt über FahrradfahrerInnen, zu enge Straßen und Parkplätze aufregen, so dass der menschliche Größenwahn irgendwann auch wieder ein Ende hat.
Bei sich selbst fangen ja die wenigsten an, wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen.

 

———————————

Dank für das Foto gebührt  Adam Rhodes (auf Unsplash)!

Lachen befreit …

… Menschen, die auch über sich selbst lachen können

Lachen ist nicht gleich lachen …
Lachen kann genauso befreiend sein wie es verletzen kann.
Wenn man sieht, wie albern sich andere verhalten, kann es schwer fallen, das eigene Lachen zu unterdrücken.
Es fällt noch schwerer, wenn sie dabei völlig ernst tun und sich auch nicht erklären lassen wollen, warum sie sich gerade selbst zu Witzfiguren machen.

Traurig wird es allerdings, wenn offensichtlich ist, dass sie sich selbst damit schädigen; wenn sie spüren müssten, dass das, was sie tun, keinen Sinn ergibt und nicht nur lächerlich, sondern sogar gefährlich – für die eigene Gesundheit; für die Gesundheit anderer, vor allem von Kindern; für unser soziales, gesellschaftliches Leben. Ich könnte tagtäglich heulen, wenn ich sehe, was Menschen sich selbst und anderen, Tieren und anderen Lebewesen sowie unserer Natur und Erde antun.
Ich versuche, nicht zu sarkastisch zu werden, um überhaupt noch lachen zu können.
Ich weiß zum Glück: „Wer zuletzt lacht, lacht am Besten.“
Momentan fühle ich mich ohnehin öfters hinterher wieder befreiter, wenn ich einfach ein bisschen vor mich hin geweint habe.

Also hebe ich mir mein befreiendes Lachen für Situationen auf, die – zusammen mit möglichst vielen anderen Menschen zusammen – wirklich ein Anlass zur Freude sind; ohne dass jemand krampfhaft versucht, witzig zu sein oder etwas Witziges aus traurigen Situationen zu machen, und begnüge mich solange mit den komischen Situation, in die ich mich selbst immer wieder bringe oder von denen mir andere, die sie selbst erlebt haben, erzählen.
Mir hat es noch nie viel Spaß gemacht, über andere zu lachen – vor allem, wenn dafür nur ein gehässiges oder mitleidiges Lachen notwendig war.

Aber die Deutschen waren – wie Angehörige anderer, „vorbildlicher“, Wohlstandsgesellschaften – soweit ich weiß noch nie für ihren Humor bzw. ihre Lebensfreude bekannt; seit einigen Jahrzehnten vielleicht, weil sie sich nie darüber lustig machen durften, wie dumm es war oder ist, Worten und Versprechen von führenden PolitikerInnen zu glauben (statt zu sehen, von welchen Ideologien, GeldgeberInnen oder anderen StrippenzieherInnen sie sich an der Nase herumführen lassen).

P.s.: Wer über wen lachen darf, ist eine willkürliche Entscheidung, eine politische, gesellschaftliche oder private – je nach Fähigkeit der Belächelten zur Selbstironie. Alles andere als befreiend kann es sein, wenn Du etwas Witziges laut und deutlich aussprichst, wovon sich andere persönlich angesprochen bzw. (in ihrer Person oder Intelligenz) beleidigt fühlen.

 

——————————-

Dank für das Foto gebührt Priscilla Du Preez (auf Unsplash)!

Gute Fragen und schlechte Fragen

Wenn Du ehrliche Antworten statt Ausreden und Lügen erwartest …

„Warum hast Du das getan. obwohl Du im Prinzip wusstest oder hättest wissen können, dass das, was Du tust, nicht gut (für Dich/für mich/für andere) ist?“ zwingt Menschen, ihre eigene Fehlinformation und mangelnde Bildung oder Kreativität bzw. die Kraft- oder Mutlosigkeit, ihre Ideen umzusetzen. zuzugeben.
„Warum hast Du das denn alles mitgemacht, obwohl Du im Prinzip wusstest, dass das, was Du tust, nicht gut (für Dich/für mich/für andere) ist?“ zwingt Menschen, zuzugeben, dass sie Angst davor haben, alleine dazustehen, wenn sie etwas nicht mitmachen.
Je nachdem, auf welche Menschen Du triffst, welche Schwächen sie gerne zugeben und welche nicht, wirst Du also hinterher wissen, warum es Wichtigeres im Leben des oder der Befragten gab als sich zu informieren oder die Zeit zu nehmen, selbst kreativ zu werden oder sich Hilfe und Mut (bei Gleichgesinnten) zu suchen, sich also mit anderen zusammenzutun, die auch wussten, dass das, was sie tun oder getan haben, nicht gut für sie selbst oder andere ist.
Manche Antworten auf unsere gestellten Fragen werden wir nie aus dem Mund anderer hören – aber wir können uns viele meistens, wenn wir Empathie trainieren, also uns in andere Menschen hineinversetzen lernen, irgendwann selbst erklären. Dazu braucht es keine hellseherischen Fähigkeiten, sondern den Einsatz unserer Feinsinne; und etwas Zeit (zum Üben).

Besonders Zeitfragen brauchen Zeit, bis sie beantwortet werden.
In unserer immer schnelllebigeren Zeit werden wir aber vermutlich nicht sehr lange Geduld haben und warten müssen, bis es öffentliche Erklärungen dazu geben wird, weshalb ein Pandemie ohne Datengrundlage über ein Jahr lang aufrecht erhalten wurde, weshalb Menschen zur reinen „Vorsicht“, ohne dass wissenschaftliche Studien ihren Sinn und Zweck bestätigen konnten, Alltagsmasken tragen, sich medizinischen Tests unterziehen und den Gefahren neuer Impfstoffe aussetzen mussten.
Allerdings werden sich dann – weil unsere Gegenwart mehr von der Vergangenheit beeinflusst ist als moderne, modebewusste, Menschen, die mit der Zeit gehen und nicht in der Vergangenheit leben wollen, wahrhaben – vermutlich viele Menschen noch wundern, welch gute Ausreden bzw. Schuldige sich Menschen für Ereignisse, die vor 80 Jahren stattgefunden haben, haben einfallen und verbreiten lassen, bis alle sie geglaubt haben: mit ihren gekauften Medien, inklusive derjenigen, die für den Inhalt von Schulbüchern verantwortlich sind, in denen nur ihre Version der Geschichte erzählt wurde.

Lügen haben bekanntlich kurze Beine und in einer unsportlichen Zeit, voll von übergewichtigen Menschen, vermutlich auch keine besonders lange Ausdauer – wenn eine Ausrede auffliegt kann schnell auch ein ganzes Lügengebäude zusammenbrechen, so dass wir irgendwann immer feststellen können, wenn wir einmal keine ehrlichen Antworten bekommen oder vielleicht auch die falschen Fragen – keine weiteren Fragen dazu – gestellt hast.
Überlege Dir also – wenn Du überhaupt ehrliche Antworten statt der Bestätigung dessen, was Du selbst vorher schon vermutest, hören willst – genau, was Du von anderen wissen möchtest und wie sie Deine Fragestellung reagieren.
Und sei Dir bewusst, dass Menschen Zeit zum Überlegen brauchen, wenn sie mit einer Frage überfallen werden, auf die sie (noch) keine Antwort haben, weil sie sich noch keine überlegen konnten – frag‘ also vielleicht einfach später noch einmal nach; dann wirst Du feststellen, ob sie Dir zuliebe darüber nachgedacht haben oder nicht.
Es ist tatsächlich nicht nur Ehrensache, sondern ein Liebesbeweis, wenn Menschen Dir (und sich selbst) ehrlich Rede und Antwort stehen (können oder wollen) – in einer Zeit, in der Menschen zwar in Form von Bildern oder Statements viel von sich über soziale Medien verbreiten, um Antworten, Reaktionen, darauf zu bekommen, sich aber keine kritischen Rück-Fragen dazu stellen lassen wollen.
So weit sind wir als Menschen schon gekommen, ohne dass es den meisten bewusst zu sein scheint.
Die Frage, die mir auf den Lippen brennt, lautet daher: „Wie weit willst Du noch gehen, wie lange mitlaufen oder auf dem Zug bleiben, auf den Du aufgesprungen bist?“
Wenn ich mich umhöre und umschaue, scheinen viele Menschen darauf (immer noch) keine Antwort zu haben.
Große öffentliche Befragungen oder Anhörungen, bei denen ehrliche Antworten gefordert werden, wird es wohl erst geben, wenn es für mehr Menschen aufhört, erträglich zu sein, belogen und betrogen zu werden.

 

——————————–

Dank für das Foto gebührt Hello I’m Nik (auf Unsplash)!

Die Entwürdigung des Menschlichen …

hat entweder mit Ehrfurcht, also Angst, vor unserer Natur oder mit deren Erniedrigung begonnen

Die Würde des Menschen ist heute, wenn sie es denn überhaupt je war, nur auf dem Papier unantastbar. Es reicht auch nicht, sie in Stein zu meißeln.
Unsere Menschheitsgeschichte ist voll von menschlichen Entwürdigungen einerseits und Vergötterungen, also Entmenschlichungen in entgegengesetzter Richtung, andererseits.
Aktuell soll uns unser natürliches Recht auf körperliche Unversehrtheit genommen werden – im Rahmen eines Infektionsschutzgesetzes, das allein Menschen dient, die Angst vor dem Kontakt mit Viren haben, gegen die ihr natürliches Immunsystem gut gewappnet wäre, wenn sie ein gesundes, naturverbundenes Leben führen würden.
WürdenträgerInnen, Menschen, die aktuell unsere Welt regieren, haben dafür gesorgt.

Menschen, die sich über andere Menschen erhaben fühlen, können (oder wollen) Menschen, die sich entwürdigt fühlen, selten verstehen: im Großen und Ganzen missachten sie deren natürliche Bedürfnisse daher – bewusst oder unbewusst.
Menschen, die sich entwürdigt fühlen, können ihre eigenen Bedürfnisse nicht (mehr) spüren – weil uns die Natur mit Selbstschutzmechanismen ausgestattet hat, um keinen dauerhaften – körperlichen oder psychischen – Schaden von entwürdigenden Situationen davonzutragen.
Von Natur aus verhalten sich Menschen nicht dauerhaft würdelos – andere demütigend und damit entwürdigend oder selbst entwürdigt und mutlos andererseits. Von Natur aus haben Menschen ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich so verhalten, und versuchen, sich zu entschuldigen.
Erst unsere Zivilisationen, das Wachstum der Bevölkerungszahl, die Unübersichtlichkeit unseres Gesellschaftssystems hat uns die Möglichkeit gegeben, keine Verantwortung mehr für entwürdigendes Verhalten übernehmen zu müssen; umso höher des sogenannte gesellschaftliche „Ansehen“ eines Menschen, umso unantastbarer ist er oder sie im Hinblick darauf, für ein unmenschliches Verhalten bestraft zu werden.
Die Unantastbarkeit der Würde der ärmsten oder ungebildetsten Menschen dieser Erde scheint sich umgekehrt proportional zur Unantastbarkeit unwürdigen Verhaltens der gesellschaftlich Angesehensten, reichen oder besonders schlauen Menschen zu verhalten.
In unserem modernen gesellschaftlichen Leben wurde vergessen, was menschliche Würde bedeutet: Freiheit und Eigenständigkeit, sich um sein Leben kümmern zu können, also lebensnotwendige Besitztümer zu haben, sowie empathisch als Mensch mit Bedürfnissen beachtet oder geachtet zu werden.

Schon Kinder werden in zivilisierten Gesellschaften entwürdigt – mit Freiheitsentzug oder anderen Strafen für Verhaltensweisen, die sie noch nicht lange lernen konnten.
Ich glaube, Entwürdigung hat viel mit Unwissen und Ungeduld bzw. fehlendem Vertrauen zu tun von Menschen, die denken, müssten alles vorher oder besser wissen.
Ich sehe, dass die Entwürdigung, ungerechtfertigte Abwertung oder Aufwertung der Menschen bzw. der menschlichen Werte eng mit dem Wert von Geld und Besitztümern zusammenhängt. In Ländern, in denen es nur wenige Menschen „geschafft“ haben, reich zu werden, also „gutes“ Geld zu verdienen, begegnen sich Menschen oft noch würdevoller, auf Augenhöhe (nicht zu verwechseln mit Ländern, in denen Menschen ihre Blicke senken vor anderen, die mehr haben als sie selbst).
Meine einzige Hoffnung, die uns unsere Menschenwürde dauerhaft sichern würde, ist dass Menschen sich unser natürliches Geburtsrecht, unsere Menschenwürde, nicht nur in Erinnerung rufen, sondern anfangen, sie jeden Tag neu einzufordern.

Es ist nicht entwürdigend, anderen die eigene Meinung zu sagen – das nenn man ehrliche Offenheit.
Entwürdigend sind herabwürdigend klingende Worte erst, wenn sie auch so gemeint sind – meiner Erfahrung nach sind sie meistens eher dazu gedacht aufzubauen; aber Missverständnisse gibt es ja viele zwischen Menschen, die denken, man könne die Welt nur aus einer Perspektive sehen, die gegenüberliegende müsse also auf jeden Fall eine falsche und das Gegenüber böse oder dumm sein, wenn man selbst nur Gutes will und sich gebildet und damit würdevoll fühlt.

P.s.: Es ist genauso menschlich entwürdigend – häufig unberechtigt oder willkürlich und gewissenlos herab- oder heraufwürdigend – für erbrachte Leistungen benotet zu werden wie andere für ihre Taten verurteilen zu dürfen, ohne dass Geschädigte und TäterInnen deswegen auch nur ein Wort darüber miteinander verlieren müssten. Über Dritte und andere Umwege können Menschen innerhalb größerer Gesellschaften häufig ihr schlechtes Gewissen umgehen oder sich von Menschen (oder anderen Lebewesen), die unter ihren Taten, unter ihrem Verhalten leiden, ihren Opfern, so weit fernhalten, dass sie nicht mehr erkennen können, dass sie auch für deren Leben verantwortlich sind.

P.p.s.: Menschen, die sich ihre eigenen Vergehen damit schön reden (können), dass sie sich damit rechtfertigen, es gäbe auf dieser Welt noch viel größere VerbrecherInnen, tragen nur dazu bei, dass immer mehr Straftaten, vor allem die, die Menschen ihrer unsichtbaren Würde berauben, ungestraft bleiben – obwohl im Prinzip alle Menschen wissen könnten, wer dafür verantwortlich ist und dafür zuerst zur Verantwortung gezogen werden könnte, indem er oder sie sich die eigene („verlorene“) Würde zurückholt, um danach die zur Verantwortung zu ziehen, die im Grunde einen Raubzug dagegen geführt haben.

—————————————–

Dank für das Foto gebührt Dave Lowe (auf Unsplash)!

Die Zukunft vorhersagen mit menschlichen Orakeln oder technischen und biotechnologischen Hilfsmitteln

ist heute genauso unmöglich wie vor 500 oder 500 000 000 Jahren, also Scharlatanerie

Zukuntsängste, die Angst, falsche Entscheidungen zu treffen oder Unsicherheiten, ob eine bereits getroffene Entscheidung die richtige war oder rückgängig gemacht werden sollte, und eigene Zukunftsvoraussagen, Vermutungen aus Beobachtungen, die bestätigt werden sollen, treiben seit jeher immer wieder auch vernünftig denkende Menschen, die sich als RealistInnen bezeichnen würden, zu WahrsagerInnen.
Aber kein Mensch hat hellseherische Fähigkeiten, die die Zukunft voraussagen könnten.
Menschen haben Feinsinne, die sie spüren lassen, wenn sich etwas anbahnt, was sie vorher schon einmal erlebt oder wovon sie vorher schon einmal gehört haben, was sie emotional nachvollziehen konnten.
Weder Hände, Augen oder andere Körperteile oder Knochen, Glaskugeln, Kaffeesatz oder Orakelmaschinen, die (Test-)Ergebnisse ausspucken, nachdem man sie befragt hat, können etwas über die Zukunft wissen. Sie können sich aber als sich selbst erfüllende Prophezeiungen bewahrheiten, wenn Menschen ihnen blinden Glauben schenken: ProphetInnen werden immer wieder zu WahrheitsverkünderInnen, wenn Menschen deren übersinnliche Fähigkeiten, die meist „nur“ gute Psychologie-, Natur- und Menschen- oder Marketingkenntnisse sind, nicht in Frage stellen und überprüfen.

Als Biologin, die sich lange Jahre mit der freien Natur, außerhalb von Laboren, mit Hirnphysiologie und Bio-Psychologie, mit der Rolle von (Aber-)Glauben und (Gut-)Gläubigkeit während der Entwicklung der Menschheit und des Menschseins auseinandergesetzt und zusätzlich eine Weiterbildung im Management von Marketing/Vertrieb genossen hat, behaupte ich:

  • HandleserInnen können erkennen, wie Hände bisher genutzt wurden.
  • Augen-, Puls- und andere Diagnosearten können etwas über den Ist-Zustand eines Körpers, Geistes oder einer Seele aussagen und Hinweise darauf geben, wie er erreicht wurde.
  • KartenlegerInnen können deuten, was ihre KundInnen intuitiv selbst auch wissen oder eigenständig herausfinden könn(t)en.
  • ÄrztInnen können dabei helfen, körperliche oder geistige Schäden, Verletzungen oder Vergiftungen, zu verarzten und die Voraussetzungen für selbstständige Heilung schaffen bzw. durch gute Ratschläge zukünftig weitere und neue Schäden zu vermeiden.
  • WissenschaftlerInnen können über ihre Versuchsergebnisse unter ihren Versuchsbedingungen – mit dem Material und den Methoden, mit den ProbandInnen und der (technischen oder biotechnischen) Ausstattung, mit denen sie gearbeitet haben – Aussagen machen.
  • JournalistInnen können über Ereignisse berichten, die in der Vergangenheit liegen.
  • Eltern, LehrerInnen, PolitikerInnen, UnternehmerInnen, Menschen, können anderen nur beibringen, was sie in ihrer Vergangenheit selbst aus Büchern gelernt, am eigenen Leib oder von anderen erfahren haben.

Die Zukunft steht nur in den Sternen, das könnte heute jedes Kind wissen – und sogar die sagen uns, weil für unsere Augen sichtbare Informationen Zeit brauchen, bis sie sie und danach unser Gehirn mit Lichtgeschwindigkeit erreichen können, im Grunde nur, was bereits in der Vergangenheit liegt.

Wenn Du keine Fehler machen willst, wenn Du sicher sein willst, dass sich das, was Du gerade tust oder worauf Du wartest, auch wirklich lohnt – dass das was Du in Deinem Leben bereits getan hast oder gerade tust, auch in der Zukunft noch einen Sinn und Zweck erfüllt – dann schau‘ Dich lieber um, höre Dich um und fühle in Dich hinein. Dann kannst Du ganz alleine herausfinden, ob das, womit Du Dich gerade beschäftigst, der Ort, an dem Du bist, die Menschen, die in Deiner Nähe sind, ob all das auch das ist, was sich auf jeden Fall, komme was wolle, auszahlt; oder ob genauso wahrscheinlich oder wahrscheinlicher ist, dass Du irgendwann einmal dafür zahlen musst, dass Du das getan, Dich dort aufgehalten oder mit den Menschen dort länger als nötig beschäftigt hast.

Ich hoffe, Du kannst damit etwas anfangen und selbst etwas aus Deiner Zukunft machen statt sie Dir von anderen vorhersagen zu lassen.

P.s.: Außer der Möglichkeit, Dir selbst ein paar Tarotkarten zu ziehen, Dir selbst in die Augen, auf Deine Hände oder den Rest Deines Körpers zu schauen – gibt es noch ein paar geflügelte Worte, die hilfreich dabei sein können, einen Blick in die Zukunft zu wagen: Quid pro quo „Was gebe ich wem?“, ist nicht nur ein (Grund-)Rechtsprinzip und cui bono, „Wem nützt das?“, nicht nur eine gute Frage, um Straftaten aufzudecken – zusammen mit ein paar grundlegenden Biologiekenntnissen und etwas intuitivem Verständnis für Naturgesetze oder die Spielregeln des Lebens können sie Dir Einsicht in Deine Abhängigkeit von der Natur und anderen Menschen, die Du liebst oder nicht, geben, die keine menschliche Erfindung, keine Technik der Welt verändern oder verbessern kann, auf die aber Du und nur Du selbst Einfluss hast.

 

————————————————

Dank für das Foto gebührt Jen Theodore (auf Unsplash)!

Bessere Menschen …

… führen keine Kriege, auch nicht oder vor allem nicht für andere!

Vielleicht teilen viele Menschen meine Meinung nicht; aber: Kriege und Kämpfe haben noch nie ein Frieden geschaffen, nur Opfer und Menschen, die sich irgendwann ergeben.

Menschen, die für eine gute Sache kämpfen bzw. Widerstand leisten, ergeben sich allerdings selten.
Menschen, die denken, sie tun das Richtige, zeigen sich und ihr Gesicht statt es hinter Masken zu verstecken.
Menschen, die noch mitdenken können und ein gutes Gewissen haben (wollen), lassen keine Kinder, die sich nicht selbst wehren, also noch nicht genügend eigene Abwehrkräfte entwickeln konnten, unter Maßnahmen leiden, die deren Gesundheit schädigen und, wenn überhaupt irgendeiner, dann vermutlich nur der Sicherheit alter, vorerkrankter Menschen dienen, die ihre körpereigenen Abwehrkräfte lebenslang geschädigt oder ihre Lebenszeit nicht genutzt haben, sie zu entwickeln.

Aktuell wiederholen sich eindeutig Muster – medial mit Zahlen und Bildern geschürte, völlig übertriebene, also unsinnige Angst vor nicht sichtbaren bzw. nicht vorhandenen, angeblich neuen Lebensgefahren, während über tatsächliche Sicherheitslücken, politisches, menschliches Versagen und Todesursachen nicht (mehr) gesprochen wird -, die schon vor 8o Jahren zu einem sinnlosen Weltkrieg geführt haben.
Vor einer Woche wurde, während sich viele Menschen von Fußballübertragungen haben bespaßen lassen, wurden unsere bürgerlichen Grundrechte ziemlich unbemerkt durch ein sogenanntes Infektionsschutzgesetz weiter eingeschränkt, unsere demokratische Freiheit im Grunde beendet.

Vielleicht hat sich die Menschheit in den letzten Hundert Jahren extrem schnell weiter entwickelt … besser geworden ist sie mit Sicherheit kein bisschen.
Ich befürchte eher das Gegenteil.
Aber gut und böse oder schlecht waren schon immer Ermessensangelegenheiten, bei denen ich selten einer Meinung mit anderen war, die sich die zivilisierte Welt in meinen Augen zu schön, einfach, sicher und bequem, und ein Leben in und mit der Natur zu schlecht, zu beschwerlich und gefährlich, geredet haben.
Wenn ich mir eine bessere Welt vorstelle, kommen darin zumindest keine Großstädte, Strom- und Sendemasten oder andere Zeichen von Elektrotechnik, Computer, Fernseher, … vor.

P.s.: Solange noch Menschen in Regierungen sitzen dürfen, die sich keine besseren Alternativen zum Kriegführen einfallen lassen als militärische Abwehr und Aufrüstung, hat die Menschheit vermutlich keine bessere Welt verdient.

P.p.s.: Ich wünsche allen Menschen ein gutes Wochenende und definitiv auch ein bisschen gute Besserung!

 

—————————————

Dank für das Foto gebührt Diego González (auf Unsplash)!

Ungesund und unglücklich Leben nach finanziellen Maßgaben

Die Herrschaft des Geldes über natürliche menschliche Bedürfnisse oder deren Unterdrückung durch Geldsorgen

Geld beherrscht – zusammen mit der Natur – unsere moderne Welt, so gut wie jede/n einzelne/n von uns.
Die wenigsten von uns haben sich vermutlich jemals gefragt, woher dieses Geld eigentlich kommt, wem es also gehört, wer es uns zuteilt, wer bestimmt, wer es sich verdienen darf und wer nicht und warum es ungesund sein und unglücklich könnte, sein Leben am Geldverdienen auszurichten.
Von Natur aus wissen wir, wenn wir auf unsere natürlichen Bedürfnisse und die Warnzeichen unseres Körpers, unserer Vernunft und unseres Gewissens, hören, automatisch, was gut für uns ist und was nicht.
Menschen in Gesellschaften, die sich nicht mehr lokal selbst organisieren dürfen, sondern möglichst großflächig, immer monopolistischer konzentriert regiert werden, folgen dagegen – bewusst oder unbewusst – vor allem unnatürlichen, auf menschlicher Willkür beruhenden Regeln, die von denen gemacht werden, die das (meiste) Geld besitzen und es nur an diejenigen verteilen, die sich auch an ihre rechtlich festgelegten, finanziellen Maßgaben halten wollen.
Rein rechtlich gesehen darf nicht jeder sein Geld legal so verdienen, wie er oder sie es möchte, – es gibt rechtliche Regelungen und Gesetze, die illegales „Schwarzgeld“ definieren und viele Jobs verbieten – auch wenn diese „nur“ dem eigenen Überleben dienen sollen.

Die Mehrheit der Menschen auf dieser Erde ist heute nicht mehr nur auf Nahrung, Wasser und einen sicheren Platz zum Leben mit Menschen, die sich notfalls um sie kümmern, angewiesen, sondern zusätzlich auf das Geld, um sich vieles davon kaufen zu können.
Nur wer es schafft, die eigene Lebenszeit und Arbeitskraft so einzusetzen, dass andere bereit sind, dafür Geld zu bezahlen, kann in der modernen Welt als Mensch überleben, dem die Natur eigentlich alles Überlebenswichtige umsonst anbietet.

Ein Großteil der Menschheit hat sich – absurderweise – vom Geld bzw. Menschen kaufen und abhängig machen lassen, die ihnen Geld und Unabhängigkeit dafür versprochen haben, dass sie für sie – statt sich um ihr eigenes Leben zu kümmern – arbeiten.
Nur wenige haben das bisher erkannt und sind aus diesem „System“ komplett ausgestiegen, haben sich in einer kleinen Gemeinschaft und eigenem Landbesitz ihre eigenen, lokalen Währungs- bzw. Tauschsysteme geschaffen.
Nur wenige arbeiten bisher nicht mehr – direkt oder indirekt über Steuern oder ihren Konsum – für Menschen, für die sie, wenn sie sie und ihre Absichten persönlich kennen würden, freiwillig nie arbeiten würden.
Nur wenige haben sich bisher eingestanden, welche „Machenschaften“ sie mit ihrem Geld oder ihrer Arbeitskraft unterstützen, von Betrug, Diebstahl oder regelrechte Beutzüge, über Ungerechtigkeit und Armut in der Welt, Tierversuche und vielfältige andere grausame Experimente an Pflanzen oder anderen lebendigen Organismen, immer öfters auch am Menschen und ganzen Lebensräumen bis hin zu Natur- und Klimakatastrophen durch die weltweite Naturzerstörung zur Gewinnung von Rohstoffen wie Öl, Gas oder Kohle, Uran oder seltene Erden für technologische Weiterentwicklung und Sand für Betonbauten – obwohl die Natur, die für unsere Gesundheit und unser Glücksempfinden verantwortlich ist, eigene Regeln hat und keine ungehemmte Weiterentwicklung erlaubt, sondern Kreislaufsysteme fordert, um nachhaltig intakt bleiben, also funktionieren zu können.

Mich erstaunt nicht, dass so viele Menschen, die ursprünglich ein Teil der Natur, freie Lebewesen, aber mittlerweile Süchtige, abhängig von Geld(geberInnen), geworden sind, Erkrankungen ihres (Blut-)Kreislaufes haben, ungehemmt wachsende Tumore entwickeln oder sogar immer mehr allergisch auf angeblich „natürliche“ Substanzen reagieren.
Mich erstaunt nur, dass sie den Zusammenhang nicht erkennen, obwohl ich sicher bin, dass sie ihn (noch) fühlen können.
Alles, was die Natur, unser großes zusammenhängendes Ökosystem, unsere Biosphäre, also auch die Menschen, auf Dauer zu sehr schädigt, ist im Sinnes des Weiterlebens derer, die sich an ihre Regeln halten, vergänglich, bricht also irgendwann zusammen oder stirbt.
Ich werde also weiterhin geduldig darauf warten, dass unser aktuelles Finanzsystem irgendwann zusammenbricht, dass Reichtum endlich neu und gerecht verteilt und dafür gesorgt wird, dass Menschen – wenn sie es sich erst einmal selbst eingestanden haben – sich nicht noch einmal einreden lassen, sie müssten so ungesund leben, dafür dass sie sich Glück und Sorgenfreiheit kaufen können.
Menschen, die bisher mit Krankheiten statt Gesundheitsaufklärung ihr Geld verdient haben, werden es dann allerdings vermutlich nicht mehr so leicht haben, Neukunden zu gewinnen.

 

———————————————

Dank für das Foto gebührt Jason Leung (auf Unsplash)!