Zum Trotzen – sowohl gegenüber Ja-Sager/Innen als auch Widerständler/Innen – geboren

Warum Ge- und Verbote für kreative Menschen keine Wege verschließen, sondern nur neue Möglichkeiten eröffnen (von denen auch alle anderen profitieren können)

Die Welt der Menschen wird beherrscht von gutgläubigen Individuen, die all dem vertrauen, was andere – auf vermeintlich rechtschaffende Vorbilder zählende – Menschen ihnen über gute und böse Menschen (und wie diese für ihre „Verdienste“ belohnt oder Taten bestraft werden müssen oder zumindest in einer gerechten Welt bestraft werden sollten) beigebracht haben.

Dabei neigen schon Kinder, die sich von anderen ungerecht behandelt fühlen (weil ihnen z.B. niemand verständlich machen kann, warum nicht bei ihnen die Ausnahmeregelung herrscht, die sie bei anderen schon beobachtet haben), dazu, sich über – angeblich – vernünftige oder zumindest allgemein akzeptierte Verbote hinwegzusetzen, also in bestimmten Situationen „böse“ zu  sein, während sie unter anderen Umständen wahre Engel sind.
Was schwerer wiegt – ihr Liebreiz oder ihre Bösartigkeit -, hängt wiederum davon ab, wer davon betroffen ist, sich also damit herumschlagen muss, oder wer davon profitiert.

Rechtsprechung ist keine leichte, in meinen Augen sogar eine unmögliche Aufgabe, weil es im Grunde immer „mildernde Umstände“ gibt, die Taten – egal ob besonders gute oder schlechte – relativieren. Streiten lässt sich über alles, vor allem darüber, wem es wann (zu) gut oder schlecht (genug) geht, um etwas zu rechtfertigen, bzw. was eine „gerechte“ oder „ungerechte“ Strafe, Entschädigung oder Belohnung für jemanden ist.

Während andere damit beschäftigt sind, über bestehende Gesetze oder Ge- und Verbote zu diskutieren (statt sie wörtlich zu nehmen) oder neue Gesetze zu beschließen (weil die alten – wie zu erwarten – missbraucht werden konnten) entstehen schon immer Möglichkeiten, die Gunst der Stunde zu nutzen, um selbst zu überdenken, ob es nicht sinnvoller ist, sich etwas völlig Neues einfallen zu lassen, wozu es – aktuell – noch gar keine einheitlichen Regelungen oder diese auch nicht mehr gibt, weil sich herausgestellt hat, dass es unmöglich war, diese zu kontrollieren.

Es gibt immer noch Kontrollfreaks – fanatische AnhängerInnen einer Verbotskultur – auf dieser Erde, die denken, dass sich zwischenmenschliche und gesellschaftliche Probleme einfach verbieten lassen würden, ohne dass man

  • ihnen auf den Grund gehen,
  • sie in aller Öffentlichkeit bzw. zumindest unter Beteiligung aller Betroffenen diskutieren und
  • sich darüber – nicht nur mehrheitlich – einigen müsste, wie zukünftig damit umgegangen werden soll, dass es menschlich ist, NEIN zu sagen zu allem, was sich schlecht oder ungerecht anfühlt, also nicht einfach alles hinzunehmen, was andere als gut und gerecht oder zumindest normal, natürlich oder notwendig, also unumgänglich propagieren.

Als Verhaltensökologin kann ich nur hoffen, dass sie – ihrer etablierten, festgefahrenen Meinung zum Trotz – irgendwann noch eines Besseren belehrt werden: Dass der Homo sapiens nicht entstanden ist, weil sich seine VertreterInnen freiwillig anderen Menschenarten untergeordnet haben bzw. von ihnen ihren überlebenswichtigen Drang nach (Entscheidungs-/Meinungs-/Religions-/beruflicher/…)Freiheit – aus angeblich vernünftigen Gründen, nämlich zum Besten aller – haben verbieten lassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Jon Tyson (auf Unsplash)!

Hinterher sind wir immer schlauer (aber körperlich und/oder gesellschaftlich gezeichnet, wenn wir uns nicht auch wieder auf ein anderes Level begeben können)

Warum am Ende nie alles besser, sondern nur anders sein wird als vorher (und nie dauerhaft innere Zufriedenheit oder Frieden zwischen Menschen herrschen wird, ohne dass sie bzw. er täglich neu beschlossen wird und alle bereitwillig dafür sorgen, dass dieser Zustand so erhalten bleibt)

Lebewesen, also nicht nur Menschen, mit einem Bewusstsein, sind von Natur aus in der Lage bzw. – weil sie es gar nicht abschalten können – dazu verdammt, zu lernen, d.h. neue Einsichten zu gewinnen. Sie entwickeln sich – ihren Körper und Geist, meiner Meinung nach auch ihre Seele – dabei weiter, so dass sie am Ende ihres Lebens schlauer, sich ihrer selbst und ihrer Umwelt bewusster als zu Beginn.

Manche Menschen machen gleich am Anfang ihres Lebens sehr schmerzhafte, traumatische (Lern-)Erfahrungen. Aus Angst vor weiteren oder aus Trotz gegenüber denen, die ihnen danach noch etwas beibringen wollen, was ihnen neue Schmerzen bereiten könnte, behalten einige, vielleicht – je nach Schwere der Traumatisierung – sogar alle, eine individuelle Lernbehinderung bei, die sie davon abhält, die Welt und andere Lebewesen so zu erfahren, wie sie wirklich – von Natur aus – sind und aufgrund von Naturgesetzen auch bleiben werden: auf einem natürlichen Kurs in Richtung Zukunft (und Weiterentwicklung des Lebens, also auch des eigenen Bewusstseins), den kein Mensch verändern kann – weder maschinell noch mit geistigen Techniken. Am Ende wird immer die Erkenntnis herrschen, dass Menschen, die die Welt nach ihrem Willen verändern bzw. besser machen wollten, damit gescheitert sind.

Die Welt ist – so wie sie ist – gut, in einem perfekten Gleichgewicht zwischen Überfluss und Mangel, der Menschen täglich dazu antreibt, ihn zu beseitigen, um satt zu werden. Nur den Menschen ist sie schon lange nicht mehr gut genug bzw. der Mangel oder die Angst davor zu groß.
Sie versuchen seit jeher, sich ihr Leben zu erleichtern und sich – vorsorglich – gegen „Mangelerscheinungen“ abzusichern. Jede Generation wünscht sich, dass es ihre Kinder mal besser, schöner haben sollen – und macht dabei im Grunde alles nur schlimmer: Denn Menschen, die zur eigenen Sicherheit Vorräte horten (oder Geld sparen), nehmen anderen Ressourcen weg.
Wer nach „Perfektion“, dem Gefühl von absoluter Güte (oder Sicherheit) strebt, zeigt dabei ein immer hässlicheres Gesicht – weil Menschen, wie alle anderen Lebewesen auch, nicht perfekt sind bzw. es nie sein können. Perfektion ist ein Endzustand , eine Verfassung, in der alles gut zu sein scheint. – Evolution sieht allerdings kein Ende vor, weil es natürliche Zyklen gibt, die – aufgrund der Naturgesetze bzw. des Energieerhaltungssatzes – in der Lage sind, sich ewig zu wiederholen.

Ich denke, es ist kein Zufall, dass am Anfang vieler Kriege der Schrei der Menschen nach einer neuen Verfassung steht bzw. sich Menschen am Ende von Kriegen oft eine neue Verfassung geben, also festlegen, welche Fehler der Vergangenheit sie nicht wieder mache wollen.
Nicht alle Länder dieser Erde bzw. im Grunde kein einziges (denn es gibt keinen globalen Friedensvertrag) besitzen bereits ein Grundgesetz, das Menschen vor feindlichen Übergriffen – sei es durch ihre eigene Regierung, ihre Nachbarn oder ihre Nachbarländer – schützt, sobald diese in der Lage sind, sich eigene Gesetze zu machen – mit Geld oder (Waffen-)Gewalt.

Gewalt neigt von Natur aus dazu zu eskalieren, wenn niemand bewusst de-eskaliert, im Wissen, dass es sonst auch viele „Unschuldige“ treffen wird, die nur zur falschen Zeit am falschen Ort – am Ort eines Kampfes oder Krieges, den andere begonnen haben – waren bzw. gelebt haben und sich wehren mussten, um überleben zu können.
Irgendwann, sobald Menschen des Kämpfens müde werden (weil ihnen bewusst wird, was sie da eigentlich tun bzw. zu was sie selbst fähig sind), wird immer – zusammen mit einem Bewusstseinswandel und neuen Vorsätzen für ein zukünftiges friedliche(re)s Miteinander – Frieden einkehren und alles – vorübergehend – wieder gut sein. So wie schon immer in der Vergangenheit.
Ich kann es mir zwar noch nicht ganz vorstellen, aber ich würde mir wirklich wünschen, dass alle Menschen, die sich Homo sapiens nennen (wollen), irgendwann einsehen, wo ihre Denkfehler liegt: Wer die Natur oder andere (Menschen, Tiere, Pflanzen oder andere lebendige Wesen) willkürlich – nach eigenen Gesetzen, denen alle anderen nicht erst zustimmen müssen – beherrschen, sie ohne sie oder sich selbst zu fragen, ob man das überhaupt darf, be- oder ausnutzen (sie sich Untertan machen) will, darf sich nicht wundern, wenn sie sich das irgendwann nicht mehr Gefallen lässt bzw. lassen und hart zurückschlägt bzw. -schlagen.

P.s.: Menschen, für die alles perfekt ist, weil sie alles erreicht haben, was sie in ihrem Leben erreichen wollten, lassen sich aus Langeweile oft genauso viel Unsinn einfallen (den sie oder andere hinterher wieder ausbügeln müssen) wie andere, denen man nichts Recht machen kann, aus Ehrgeiz – weil sie nie zufrieden mit sich oder dem sind, was sie besitzen, mit anderen teilen oder ihnen schenken, also tun oder aufgeben, sein lassen, könnten.

 

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Dank für das Foto gebührt Steven Lasry (auf Unsplash)!

Selbstverstümmelung als Schönheitsideal

Wenn Menschen ihrem inneren Schmerz äußerlich Ausdruck verleihen (und sich damit auf Dauer wahrscheinlich selbst schaden)

Ich habe kürzlich die meisten meiner Piercings abgelegt bzw. aus den Löchern – Kanälen – herausgenommen, die ich teilweise vor sehr langer Zeit in meinen Körper habe stechen lassen. Nicht, weil ich sie nicht mehr schön finden würde, sondern weil ich denke, dass es nicht gesund ist, mit Metallen natürliche Energie- bzw. Nervenbahnen zu unterbrechen bzw. sie mit metallischen Eigenschaften zu beeinflussen.
Ich habe den Eindruck, dass Menschen – wenn ihre Seele unter etwas leidet und es ihnen nicht gelingt, sie vernünftig, also mit Hilfe ihres Verstandes, zu trösten – ihren Schmerz offen zeigen müssen, (wenn sie deswegen nicht in eine Depression fallen und einsam daran zugrunde gehen wollen). Denn so ziehen sie – bewusst oder unbewusst – Gleichgesinnte an, bei denen sie auf Verständnis stoßen und mit denen sie sich gegenseitig trösten können, das heißt Mut zusprechen, dass es sich lohnt, trotz ihres – vielleicht untröstlichen – Schmerzes weiterzumachen.

Wenn Menschen unter etwas leiden, was sich nicht wiedergutmachen lässt bzw. woran sie selbst nichts ändern können, z.B. an dem Verlust eines geliebten Menschens, Tieres oder von Lebensräumen, die sie entweder verlassen mussten oder die andere (mutwillig oder ignorant und zu unerreichbar, um sie davon abhalten zu können ) zerstören, müssen sie lernen, damit zu leben und sich mit dem Schmerz als zukünftigem Begleiter abzufinden. Menschen können sich – wie alle anderen Lebewesen auch an Schmerzen gewöhnen, ohne dass sie ihnen irgendwann noch bewusst sind, vor allem, wenn sie sie für notwendig halten.
Schmerzerfahrung ist subjektiv, für diejenigen, denen von anderen – bewusst oder unbewusst – Leid zugefügt wird. Es gibt unzählige Menschen, die aufgrund traumatischer Erfahrungen ihr Körpergefühl bzw. die Verbindung zu ihrem Schmerzzentrum im Gehirn verloren und daher eine gestörte, gesundheitsschädliche Wahrnehmung ihrer selbst haben. Aber dass etwas schmerzen sollte, weil es dem Körper Schaden zufügt – Eingriffe mit Nadeln, Skalpellen, Bohrern etc. oder auch unnatürliche körperliche Verbiegungen oder dauerhaft einseitige Fehlhaltungen – lässt sich spannender-, überraschenderweise weiterhin mitfühlen bzw. durch Mitleid, empathisch, nur im Geist erfahren.
Du kannst Menschen immer glauben, wenn sie behaupten, dass sie – auch ohne Betäubungsmittel – keinen oder wenig Schmerz bei Eingriffen in ihre körperliche Unversehrtheit gefühlt haben. – Denn unser Körper schüttet – um uns vor allzu schmerzhaften Erfahrungen zu schützen – Endorphine aus: sobald sie sich psychisch bzw. mit Ablenkungsmanövern, die sie sich antrainiert haben, auf körperliche Schmerzen vorbereiten können, sind die meisten von uns gut dafür gewappnet (in dem Wissen, dass auch schon andere Menschen vor ihnen – vermeintlich ohne jeglichen Schaden davonzutragen – durch diesen Schmerz gegangen sind).

Alle Wunden können heilen. Allerdings hinterlassen sie Narben, die Menschen gesundheitliche – körperliche, geistige oder seelische – Probleme machen können, wenn sie sie immer wieder an eine schmerzhafte Erfahrung erinnern, für die ihnen das Verständnis fehlt.
Erst wenn wir verstehen,

  • warum unser Leben ist, wie es ist;
  • warum wir sind, wie wir sind, und
  • wofür unsere schmerzhaften (oder guten) Erfahrungen gut sind, die uns zu mehr Vorsicht (oder Mut) aufrufen und vor Wiederholungstaten bewahren (oder Laune darauf machen) bzw. dazu bringen können, andere zu warnen (oder anzuspornen), dieselben leidvollen (oder freudigen) Erfahrungen machen zu müssen (bzw. dürfen),

können wir beginnen, sie sinnvoll mit anderen zu teilen, so dass sie keine Belastung mehr für uns allein darstellen (sondern in das Universalbewusstsein der Menschheit, auf das wir alle Zugriff haben, eingehen). Wenn es nicht genug Bewusstsein für die Folgen dessen gibt, was wir unserem Körper (bzw. auch unserem Geist und unserer Seele bzw. anderen) antun (können), – sei es in Form von Verletzungen, willkürlichen „Zwangsmaßnahmen„, Ernährung oder Bewegungseinschränkungen – braucht niemand erwarten oder darauf hoffen, dass sich irgendetwas daran ändert, dass die Anzahl unserer körperlich, geistig und/oder seelisch Zivilisationskranken und -gestörten weiter steigt.

Wir haben nur einen Körper (und vermutlich auch Geist bzw. Verstand, der auf unserer Gehirntätigkeit und dem, was unser Körper dazu fühlt, beruht), den wir – wenn wir ihn möglichst lange behalten wollen – nicht allzu oft malträtieren, misshandeln, sollten (im Glauben, dass er sich mit Hilfe eines Gesundheitssystems bzw. von ÄrztInnen und MedizinerInnen oder andere studierten und praktizierenden WissenschaftlerInnen – wie eine Maschine – immer wieder wiederherstellen ließe). Unter Nutzung ihrer Vernunft und mit entsprechender Körperkonditionierung könn(t)en alle Menschen mehr auf sich und ihre Gesundheit – ihre körperliche sowie geistige und seelische Unversehrtheit – achten (und vor allem ihre Schönheitsideale in Frage stellen).
Ob sie es tun, bleibt ihnen selbst überlassen. Jede/r muss ihr bzw. sein Leben allein (oder in Gemeinschaften aus besonders schön gemachten oder auch weniger herausgeputzten, gesunden oder kranken, fröhlichen oder leidenden, sehr ähnlichen oder auffällig diversen Menschen, die sie oder er für sich gewählt hat), als Individuum in einem großen Gefüge aus unzähligen anderen Lebewesen führen – so schmerzhaft diese Erkenntnis für viele Menschen vielleicht auch (noch) ist.

P.s.: Es ist keine Heldentat, das eigene Bewusstsein und Schmerzempfinden ausschalten bzw. von der Körperebene abkoppeln zu können. – Es ist entweder ein unbewusst stattfindender natürlicher Selbstschutzmechanisus (vor allem im Kindesalter) oder eine bewusst eingesetzte Technik (häufig von schmerzgeplagten Menschen, um ihr Leid zu überwinden). Weil ich an den Sinn von schmerzhaften Warnungen glaube bzw. weiß, dass (Selbst-)Heilung nur stattfinden kann, wenn man den Ursache/n von Schmerzen auf den Grund geht, bis man sie sicher kennt, und sich genügend Zeit gibt, um sich davon zu regenerieren, bzw. lernt, vernünftig damit umzugehen, sind die Folgen für Körper, Geist und/oder Seele unabsehbar (wenn für den eigenen Organismus lebensbedrohliche Schmerzen wiederholt ignoriert – aus Gewohnheit nicht erkannt – werden).

 

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Dank für das Foto gebührt Tom Morbey (auf Unsplash)!

 

 

 

Drum prüfe, wer sich – ewig oder auch auf kürzere Zeit – bindet …

Wenn Menschen darunter leiden (oder davon krank werden), dass sie sich vor Zeugen Versprechen gegeben oder Verträge unterschrieben haben, die sie hinterher bereuen

Es ist relativ einfach, Menschen lange in Abhängigkeiten zu halten: Man muss sie nur dazu bringen, sich bzw. anderen „freiwillig“ etwas zu versprechen. Denn: Menschen sind als soziale Wesen von Natur aus dazu gemacht, sich oder Treueeiden, die sie geleistet haben, treu zu bleiben. In jedem Menschen finden allerdings mit der Zeit – mit zunehmendem Alter – Entwicklungen, also Veränderungen statt; bei einigen schnellere, bei anderen nur langsam, je nachdem, wie entspannt und bereit dazu sie sind.
Wer feste, von anderen beeinflusste – in Gedanken vorgefertigte – Ziele hat und diese Pläne verfolgt, verwickelt sich eher neu statt bei sich selbst zu bleiben und die eigene – freie und, weil jeder Moment entscheidende Veränderungen mit sich bringen kann, situationsabhängige – Entwicklung zuzulassen, die unserem natürlichen Wesen entspricht.

Feste, sicher in sich geschlossene, gesellschaftlich anerkannte Strukturen mögen hilfreich sein, Menschen so zu erziehen, wie man sie haben möchte. Mit (Entscheidungs-)Freiheit, die uns von Natur aus gegeben ist, hat das wenig zu tun: uns z.B. sicherheitshalber außerhalb „gewisser Kreise“ – in die Menschen leicht hinein-, aus denen sie aber schwer wieder herauskommen – zu bewegen, um dort nicht gefangen zu werden bzw. bleiben.

Menschen – vor allem Menschen, denen suggeriert wird, sie müssten sich in den Kreisen, in die sie hineingeboren wurden, oder den „höheren“, die sie sich, vielleicht hart, erarbeitet haben, sowohl frei als auch sicher und geborgen fühlen – kommen selten auf die Idee, dass nicht siefalsch ticken„, wenn sie dort nicht ihr (Lebens-)Glück finden oder gesund bleiben. Ordnungsstrukturen, die in Krisensituationen – als viele Menschen Angst hatten und froh waren, dass andere freiwillig das Ruder übernommen haben – oder aus der Bequemlichkeit vieler Menschen heraus, keine eigenen, (über-)lebenswichtigen Entscheidungen treffen oder selbstständig immer wieder eigene Wege gehen (und Gemeinschaften für sich finden) zu müssen, Sinn ergeben, sind allerdings nicht dazu geeignet, auch in „guten“ oder zumindest „besseren Zeiten“ für Ruhe und Ordnung unter freiheitsliebenden und kreativen Menschen zu sorgen: Wenn sie keine großen Sorgen, sondern Zeit für sich selbst und gewisse Sicherheiten haben, lassen sich Menschen ungern von anderen vorgeben, was sie zu tun haben.
Nicht wenige stellen – in Zeiten der Entspannung, wenn sie die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln – immer wieder auch fest, dass es in der Vergangenheit voreilig bzw. (weil sie nicht genug Wissen dazu oder Erfahrungen damit hatten) unbedacht war, sich – ohne die eigene oder äußere Entwicklungen voraussehen zu können – zu (gefühls-, also hormongesteuerten) Versprech(ung)en oder sogar schriftlichen Verträgen hinreißen zu lassen.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass Versprechen auch bedeuten kann, etwas falsch zu sagen?
Aus gesundheitlicher Sicht – um nicht irgendwann sehr von einem schlechten Gewissen gequält zu werden – würde (s)ich also empfehlen, jede Entscheidung, die Menschen treffen, eher als Versuch bzw. „gute Absicht„, sich auch daran zu halten, zu formulieren. Wer wirklich ein freier Mensch bleiben möchte (der jeden Tag wieder freie Entscheidungen treffen kann), muss auch auf Unverbindlichkeit Unverfänglichkeiten – achten.
Ich gehe allerdings davon aus, dass vor allem Menschen, die bisher darauf angewiesen waren, dass Menschen die mit ihnen geschlossenen Verträge strikt einhalten, selbst wenn sich oder sogar sie selbst die Bedingungen verändern, nicht sehr begeistert davon wären und mit all ihrer Macht zu verhindern versuchen werden, dass alle Menschen sich die Freiheit herausnehmen könnten, sich – ohne Folgen bzw. Strafverfolgung befürchten zu müssen – daraus lösen könnten. Mit (sorgen-)kranken, pflege- oder therapiebedürftigen Menschen (die sich nicht selbstständig versorgen bzw. -pflegen können, sondern eine Belastung für andere darstellen) neue Verbindungen einzugehen bzw. neue Verträge zu schließen, werden sie sich – wenn sie selbst überhaupt noch die freie Wahl haben – sich allerdings auch gut überlegen.

Ohne dass die Menschheit also erst einmal ihre Zivilisationskrankheiten in den Griff bekommt, wäre meiner (wissenschaftlich begründeten, wenn auch staatlich ungeprüften) Meinung nach zuerst zu prüfen, welche der alten Versprechungen und geschlossenen Verträge dazu geführt haben, dass heute so viele Menschen krank sind – um sie dann gegebenenfalls als „gesundheitsschädlich“ bzw. eine „Gefährdung für Menschenleben“ mit sofortiger Wirkung für ungültig (da zu voreilig und unbedacht – nicht nach heutigem bestem Wissen und Gewissen geschlossen) zu erklären.
Nur mit Menschen, die sich körperlich und geistig gesund sowie seelisch ausgeglichen fühlen, nicht mit von Ehrgeiz und persönlichen Erfolgen angetriebenen, lässt sich unsere Zukunft sinnvoll planen und – wenn es die richtige Zeit dafür ist – nachhaltig gestalten. Davon gibt es in der Praxis aktuell wenige. – Denn die, die genug theoretisches Wissen und eigene Erfahrungen in kleinen, offenen Kreisen (die Menschen jederzeit betreten oder auch verlassen dürfen, um später vielleicht doch wieder zurückzukehren) dazu besitzen, werden von den in alten, festen Strukturen eingefahrenen Menschen bzw. Gesetzen leider gehindert, in größeren Gemeinschaften  zu überprüfen, ob sich alle – als eigenverantwortliche Menschen mit Entscheidungsfreiheit – dauerhaft wohl darin fühlen könnten – so wie es meiner Meinung nach von Natur aus sogar für uns gedacht ist.

P.s.: Konsequent von anderen zu fordern, feste – verpflichtende – Bindungen einzugehen und alle neu hinzukommenden Informationen zu ignorieren, heißt auch, von Natur aus sinnvolle Entwicklungen bzw. Veränderungen laufender Systeme – natürliche Evolution zugunsten menschlicher Willkür – zu behindern, die erforderlich werden (würde/n), sobald offensichtlich wird, dass dadurch mehr Schaden angerichtet wird als jemals wieder gut gemacht werden könnte … Kranke Menschen können wieder gesund werden, wenn ihnen die Möglichkeit bzw. Zeit gegeben wird, sich – innerhalb ihrer Gemeinschaften und ohne schlechtes Gewissen – zu regenerieren, also ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Aktuell weigern sich noch viele angeblich moderne MedizinerInnen und WissenschaftlerInnen (die sich auf dem neuesten Stand der Forschung befinden sollten), die unser Gesundheitswesen mitbestimmen, anzuerkennen, dass dazu in erster Linie Verhaltensänderungen, eine gesunde Ernährung sowie Bewegungsweise und regelmäßige natürliche Entgiftungsmaßnahmen – keine Medikamente und/oder Behandlungen – notwendig sind. Dass außerdem weiterhin eine gesundheitsschädliche (Lobby-)Politik verfolgt wird, die weltweit die Natur vergiftet und natürliche Ökosysteme bzw. ihre Kreisläufe zerstört, von denen das (Über-)Leben der Menschen abhängt, das ließe sich leicht überprüfen – wenn man sich auch mal andere Seiten derselben Geschichten anhört, die uns unsere Schulen, Bildungsstätten und/oder anderen öffentlichen Einrichtungen und Medien erzählen.

 

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Dank für das Foto gebührt Janosch Diggelmann (auf Unsplash)!

Schmutzige Wäsche zu waschen macht noch lange keine weiße Weste

Wenn religiöse Reinheitsgebote und/oder medizinische Hygieneregeln nicht nur den eigenen Körper und Geist oder sogar die eigene Seele krank machen, sondern damit ganze Gemeinschaften vergiften können – die damit einen gemeinsamen „Volkskörper“ gegen Feinde ihrer (körperlichen, geistigen oder seelischen) Gesundheit immun machen wollen

Als Naturforscherin und Gesundheitswissenschaftlerin kann man den Glauben an die Menschheit – an den gesunden Menschenverstand – leicht verlieren.
Menschen, die es für ungesund halten,

  • sich schmutzig zu machen oder „unreine“ Gedanken zu haben,
  • Erde bzw. „Dreck“ zu (fr-)essen, auch oder vor allem, wenn man etwas zu viel gewagt und sich dabei auf die Schnauze gelegt hat,
  • sich nicht täglich unter eine Dusche zu stellen oder irgendwie anders Körper, Geist und Seele rein zu waschen,
  • Kleidung mehr als ein einziges Mal für ein paar Stunden am eigenen Körper zu tragen oder sich selbst nicht erst herauszuputzen, bevor sie sich in Gesellschaft anderer begeben,

haben ein – vermutlich kulturell bedingtes – gestörtes Verhältnis zu ihrer bzw. unserer menschlichen Natur.
Sie (ver-)zweifeln eher an sich selbst und dem, was sie denken bzw. fühlen, statt in Zweifel zu ziehen, was andere ihnen über „Gott und die (naturwissenschaftlich oder theologisch begründete) Welt“ erzählen.

Dabei könnte beides so leicht in Einklang gebracht werden – wenn Menschen nur denen Glauben schenken bzw. vertrauen würden, die ihnen all ihre Fragen beantworten können bzw. versuchen, mit ihnen gemeinsam Antworten zu finden (statt sie damit zufrieden stellen zu wollen, dass das „einfach – grundlos – so oder Gottes Wille sei„, ohne dass man dem auf den Grund gehen und es verstehen oder – alleine oder gemeinsam – etwas daran ändern könnte.
Vielleicht fragt sich der eine oder die andere, warum er oder sie im Laufe des Lebens so viele Allergien entwickelt hat – auf Wasch- oder andere Reinigungsmittel, Duft- oder andere Stoffe und (künstliche) Fasern oder Dinge, die er oder sie einmal gerne mochte und eigentlich auch gerne wieder (ohne schlechtes Gewissen) essen würde.
Dass gottgewollt ist, dass Menschen in ihre Leben leiden oder vieles „nur noch nicht ausreichend wissenschaftlich erforscht“ ist, um allen Menschen helfen zu können, das kann glauben, wer will.

Ich persönlich halte die Natur, unsere Mutter Erde, für die „fürsorgliche Herrscherin“ über alle Lebewesen, die allen, die sich an ihre Gesetze und Spielregeln zu halten versuchen, eine faire (Überlebens-)Chance gibt (Fehler sind also erlaubt), um ihre eigenen Fähigkeiten unter den bestehenden Bedingungen bestmöglich zu nutzen und aus ihren Fehlern – wenn sie nicht zu leichtsinnig oder lebensmüde waren und zu häufig wiederholt werden – zu lernen.
Wer selbst schon Erfahrungen mit Heilerde gemacht hat, wer die heilende Wirkung der Natur kennt, weiß, dass nicht alles, was nach Schmutz, Chaos oder auch tot aussieht, schlecht für die eigene Gesundheit ist.
Und wer weiß, unter welchen gesundheitlichen Problemen – die Körper, Geist oder das Seelenleben betreffen können – Menschen in besonders weißen Westen oder Kitteln (die behaupten, Leben oder die Natur retten zu wollen) leiden, wird sich davor hüten, ihren angeblich vernünftigen Reinigungsempfehlungen bzw. Hygieneverordnungen zu unkritisch Folge zu leisten.

 

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Dank für das Foto gebührt Megan Lee (auf Unsplash)!

Wie vielleicht aus giftigen Pflanzen (und Tieren oder Pilzen) wirksame Nahrungs-, Heil- oder Genussmittel wurden

Wenn Menschen zu kreativ werden, um zu überleben

Als Wissenschaftlerin mache ich nicht nur Beobachtungen. Ich entwickle Theorien zu allem, was ich sehe und/oder fühle.
Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen wenig Verständnis für ein naturnahes Leben und eine natürliche Ernährungsweise – im Einklang mit der Natur – haben. Wir alle sind beeinflusst von dem, was uns unsere Eltern oder die Gesellschaften, in denen wir aufwachsen, als „normal“ vorgelebt haben, selbst wenn wir uns als Kinder erst daran gewöhnen müssen, dass vieles, was wir überhaupt nicht mögen, gut für uns sein soll oder sein kann.
Weil ich überzeugt bin, dass wir selbst am Besten wissen, was uns – weil wir es spüren, schmecken oder riechen – wirklich gut tut, denke ich, dass das, was wir dazu hören, also gesagt bekommen, nicht unbedingt der Wahrheit entspricht: dem, wie es von Natur aus für uns gedacht ist.

Alles, was wir erst zubereiten, also nicht frisch und roh – in seiner natürlichen Form – zu uns nehmen können, ohne dass uns davon übel wird und wir vielleicht sogar schwer krank werden können, ist meiner Meinung nach ein von Menschen geschaffenes Kunstwerk, seien es gekochte oder anders abgetötete – sterilisierte, konservierte – Pflanzen (oder Tiere) oder Teile, Extrakte, und Mischungen, die daraus gewonnen bzw. hergestellt wurden.
Wir vertragen weder die meisten frischen, ungekeimten Hülsenfrüchte noch die meisten sogenannten Heilpflanzen, -pilze oder Gewürze und „essbaren“ Tiere in Mengen, um nur davon satt zu werden bzw. damit gesund zu bleiben. Da uns die Natur seit Anbeginn der Menschheit – bevor unsere Vorfahren begonnen haben, Nahrungsmittel nicht mehr nur zu sammeln bzw. uns zu erjagen, falls sie in der Lage waren, uns davonzulaufen, zu kriechen, zu schwimmen oder zu fliegen – alles geboten haben muss, was wir zum Leben gebraucht haben, müssten wir auch heute noch in der Lage sein, uns von ihr ernähren zu können, ohne die Methoden zu kennen, die sich Menschen im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte haben einfallen lassen, um sich das Leben bzw. die Nahrungsmittelbeschaffung vielleicht nur leichter, angenehmer zu machen.
Es kostet vielleicht Energie, Pflanzen selbst erst anzubauen oder Tiere selbst zu halten – sie zu kultivieren bzw. zu züchten, zu pflegen und mit dem zu versorgen, was sie als Nahrung brauchen – und/oder sie erst genieß- bzw. über ihre Lebenszeit hinaus haltbar zu machen; aber dafür kann man hinterher einfach zugreifen anstatt sie erneut sammeln bzw. erjagen zu müssen.
Wenn man sich – wie abenteuerlustige Menschen – neue Lebensräume erschließen möchte, ohne zu wissen, ob man dort etwas Essbares findet, kann es überlebenswichtig sein, genug Proviant mitgenommen zu haben, bevor sich die eigene Verdauung an neue Lebensmittel gewöhnt hat.
Der Bauer frisst nur so lange nichts, was er nicht kennt, solange er noch genug von dem hat, was ihn bisher völlig zufrieden gestellt, also gesättigt hat.
Nicht alle Menschen sind so neugierig, so experimentierfreudig, freiwillig „exotische“ Pflanzen, Pilze oder Tiere bzw. Teile davon zu sich zu nehmen und Gefahr zu laufen, sich daran zu vergiften.

Ich weiß nicht, ob wir den VertreterInnen unserer Vorgängergenerationen dafür dankbar sein sollen oder nicht, dass sie es uns ermöglicht haben, uns heute völlig unnatürlich zu ernähren – nicht mehr nur von (Nuss-)Früchten oder Samen, Wurzeln, Knollen oder Rüben, Sprossen oder Keimlingen und jungen Pflänzchen oder Blättern (die keine große Menge an Giftstoffen produzieren, deren Wirkung sich Menschen seit jeher zur Bewusstseinsveränderung oder um damit – bei Unwohlsein – einen Brechreiz auszulösen zu Nutze gemacht haben).
Sehr viele Menschen scheinen aus meiner Sicht unter ernährungsbedingten Krankheiten oder den Folgen ihres zu hohen Fleisch-, Fisch-, Pilz oder Genussmittelkonsums bzw. der Einnahme von wirksamen Heil- bzw. Giftpflanzen in unnatürlichen Mengen zu leiden, auch wenn ihnen gar nicht bewusst ist, dass ihre körperlichen Beschwerden damit zusammenhängen könnten.

Auf der anderen Seite leben andere Menschen sehr gut davon, dass sich so viele Produkte aus Pflanzen, Tieren und diversen Pilzen sowie auch mit Hilfe von Mikroorganismen herstellen und – Dank jahrhunderte- oder sogar jahrtausendealter Werbung dafür – leicht verkaufen lassen.
Jede/r freie Mensch, der oder die freie Entscheidungen treffen kann, bekommt irgendwann (zurück), was er oder sie (sich) verdient hat und unbedingt haben bzw. konsumieren oder in Umlauf bringen möchte. Denn in der Natur wird nichts vergessen, egal ob es mit besten Absichten oder böswillig geschehen ist. Aber ich habe den Eindruck, dass sie normalerweise all denen vergibt, die ehrlich bereuen, was sie sich selbst – ihrem eigenen Körper – angetan haben, weil sie es nicht besser wussten und dachten, sie könnten sich auf das verlassen, was ihnen irgendwann einmal so gelehrt wurde, dass sie es sich zur Gewohnheit gemacht haben.
Nur einschränken oder ganz sein lassen sollten sie es tunlichst bald – um sich nicht weiterhin unnötig stark damit zu vergiften, sondern stattdessen ihre körpereigenen Entgiftungsmechanismen wirksam werden zu lassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Conscious Design (auf Unsplash)!

Wenn Menschen durch ihre Erziehung zum dauerhaften, bewegungslosen Durchhalten (nicht nur im Sitzen) ihre natürliche, ursprüngliche, intuitive bzw. selbstständig erlernte Schwanzsteuerung verloren haben

… und denken, ihre Unterleibsorgane, ihr Magen oder ihr Kopf könnte ihnen dabei helfen, dahin zu gelangen, wo sie bekommen, was sie von Natur aus brauchen, sich also von ganzem Herzen wünschen

Auf mich machen relativ wenige Menschen den Eindruck, ihren Körper (oder Geist) zu verstehen, bzw. sehen für mich so aus, als stünde ihr Körper im Einklang mit einem friedlichen Geist und einer zufriedenen Seele.
Mich macht skeptisch, wenn Menschen, die eindeutige Krankheitszeichen wie

  • (Lebens-)Energie– oder Lustlosigkeit, also (Lebens-)Müdigkeit, Trägheit und fehlenden Appetit oder
  • ein übersteigertes, zwanghaftes Bedürfnis nach Nahrung, Sex oder Schlaf;
  • Probleme damit, sich freiwillig auf Dinge einlassen oder konzentrieren zu können, die nützlich – wichtig, gesund – für unser (Über-)Leben sind (denn wir sind nicht dazu gemacht, unseren Fokus auf Befehl – ohne eine Erklärung, die uns schlüssig erscheint – auf etwas zu richten, was uns selbst überflüssig und damit nutzlos anmutet), und – dadurch verursacht –
  • eine körperliche Unförmigkeit, geistige Abwesenheit, also Unansprechbarkeit, oder seelische Unausgeglichenheit zwischen übermäßiger Freude oder Wut und tiefer Traurigkeit, in der sie – bewegungslos – versinken,

aufweisen, behaupten, sie wären gesund oder glücklich, genau so, wie sie sind.

Allerdings befürchte ich, dass viele – weil sie es noch nie erfahren haben oder sich nicht mehr daran erinnern können, wie es als Kind war, als man sich mit dem zufrieden geben konnte oder musste, was andere bereit waren zu geben – sich nicht einmal vorstellen können, wie sich Glück und Zufriedenheit mit dem eigenen Leben anfühlen kann, ohne dass sie sich ständig neue (Fern-)Ziele setzen, die es zu erreichen gilt (um ihrem unnatürlichen Leben entfliehen oder sich vermeintliche Herzenswünsche erfüllen zu können).

Besonders unausgeglichen-traumatisiert wachsen viele Kinder auf, wenn ihre Eltern all ihre körperlichen Bedürfnisse auf die Nahrungszufuhr durch den Mund oder den Geist reduzieren und nicht ehrlich darüber aufklären, dass Menschen auch sexuelle Bedürfnisse oder den Drang haben, sich selbstständig und eigenverantwortlich – ohne immer Rücksicht auf andere nehmen, ihne zuliebe besonders vorsichtig sein zu müssen – zu bewegen und persönlich – auf ihre individuelle Weise frei – weiterzuentwickeln.
Menschen brauchen immer wieder neue Herausforderungen, vor die sie sich stellen können, um zu wissen, erfahren zu können, wo ihre eigenen Grenzen – die sie sich netweder selbst in den Kopf gesetzt haben oder von anderen haben suggerieren lassen – tatsächlich liegen.

Diejenigen, die nicht bedenken, dass wir Menschen mit aufrechtem Gang dazu gemacht sind, Schritt für Schritt durchs Leben zu gehen, möglichst auf dem Boden zu bleiben bzw. immer wieder sanft darauf aufzukommen und dabei zu lernen, unsere (Lebens-)Erfahrungen zu sammeln, sondern sich – vielleicht un- oder unterbewusst – vorstellen, sie hätten immer noch einen Schwanz, der ihnen dabei hilft, sich auch auf gefährlichem Terrain – wo es wichtig ist, das Gleichgewicht zu (be-)halten – sicher fortzubewegen oder den eigenen Körper nach einem Absprung durch die Luft steuern zu können (um an einem anvisierten Ort zu landen) wagen vielleicht zu große Sprünge.
Früher oder später werden sie es wahrscheinlich büßen – weil unser Körper nicht ewig mitmacht, wozu er von Natur aus nicht gemacht ist.

Zum Glück gibt es die biologische Forschung, die ihnen dann vielleicht helfen kann, den Ursprüngen ihrer Beschwerden auf den Grund zu gehen – damit sie ihre eigene Evolution, ihre eigene Entwicklung zu dem Menschen, der sie geworden sind, verstehen und vielleicht sogar revolutionieren, also wenigstens teilweise umkehren, in etwas umwandeln können, mit dem sie sich – auch ohne den Schwanz, den wir Menschen alle einmal verloren haben bzw. der uns nur rudimentär als Steißbein erhalten geblieben ist – (wieder) wohler fühlen.

 

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Dank für das Foto gebührt Jason Leung (auf Unsplash)!

Ansteckungsrisiko! Das unaufhaltsame, pandemische Umsichgreifen eingebildeter Krankheiten

Wie mit ehrgeizigem oder schambehafteten Einfallsreichtum bzw. angstgesteuerten Erkenntnissen über das Leben, die als Lehren verkauft werden aus (un)glücklich-, (un)zufrieden-kranken Menschen oder den Solidargemeinschaften, in den sie zusammen leben und sich dabei gegenseitig infizieren können, eine angeblich unheilbar kranke, kriegerische Welt wird, die droht, im Chaos zu versinken

Menschen müssen sich – um naturgemäß friedlich und angstfrei miteinander leben zu können – ihre Welt und sich selbst erklären können.
Sie müssen – wenn sie nicht mit der Zeit unzufrieden und dadurch unglücklich und krank werden wollen – wissen, wer sie sind:

  • Woher sie kommen bzw. woher nicht;
  • was sie können oder nicht können, und
  • was sie in ihrem Leben wie noch erreichen oder auf keinen Fall werden wollen.

Menschen, die nicht mit sich selbst im Reinen sind und sich selbst nicht verstehen, neigen dazu, die Welt oder andere Menschen als ihnen feindlich gesinnt zu sehen, als Übel, das beseitigt oder zumindest unter Kontrolle gebracht werden müsste oder könnte.
Dabei ist Unzufriedenheit oder persönliches Unglück immer eine individuelle Angelegenheit, auch wenn viele andere auch – in ähnlicher Weise – davon betroffen sind, die als LeidensgenossInnen oder Seelenverwandte (an-)erkennen.

Solidarisch geteiltes Leid ist – vor allem für Menschen, die Mathematik beherrschen und gut (be-)rechnen können, aber wenig bzw. nur sehr einseitige, schlechte Lebenserfahrungen beisitzen – nur ein halbes Leid, vor allem, wenn man sich gegenseitig, gemeinsam, einreden kann, dass man selbst in der „verschworenen Gruppe“, die ein oder mehrere Heilmittel für sich gefunden hat, alles richtig macht – jetzt, nachdem man vielleicht aus Unwissenheit einige Fehler begangen hat, die der eigenen Gesundheit geschadet haben – oder nichts gegen das eigene Leid tun kann als gemeinsam weiter zu leiden bzw. sich davon abzulenken, dass man körperliche oder seelische Schmerzen hat (denn unser Gehirn, in dem unser Geist wirkt, ist schmerzunempfindlich):

  • Mit erblichen oder ansteckenden Krankheiten, vor denen man sich angeblich nicht schützen kann, lässt sich ein ungesunder Lebensstil, dem Kranke fröhnen, entschuldigen.
  • Hinter einem zu stressigen oder eintönigen Job und daraus entstehendem Bewegungsmangel aus Energielosigkeit lassen sich private Krisen verbergen.
  • Mit Wetterfühligkeit lassen sich ein allgemeines Unwohlsein, schlechte Laune oder Kreislaufbeschwerden erklären.
  • Mit dem gemeinsamen Jammern über Wechseljahresbeschwerden lässt sich eine die Trauer über eine „verlorene“ Jugend leichter ertragen.
  • Mit Zeckenbissen können Menschen sich ihre Depressionen wegdenken.

Für jeden Zweck, jedes Krankheitssymptom, gibt es einen passenden „Schuldigen“, auch wenn sich viele Menschen heute als „selbst schuld“ betrachten, weil sie sich allein für ihre eigenen körperlichen oder geistigen Eskapaden verantwortlich machen.
Dabei sind kranke Menschen heute nur ein Zeichen dafür, dass die Gemeinschaften, in denen sie leben, kein Gesundheitsbewusstsein besitzen und nicht an natürliche Selbstheilungskräfte glauben.
Echte HeilkundlerInnen, die Krankheiten auf den Grund gehen, um sie zu heilen – die umfassend untersuchen, warum Menschen krank geworden sind und wie sie sich von ihren Krankheiten heilen könn(t)en – denn nicht alle sind bereit, ihre gesundheitsschädlichen Beziehungen oder anderen Solidargemeinschaften aufzugeben, um sich von ihren Leiden zu befreien, oder ihr Leben so zu verändern, dass sie die Gelassenheit entwickeln können, sich selbst unsolidarisch ihnen gegenüber zu verhalten und eigenständig, ohne ihre Unterstützung, ein gesünderes, zufriedeneres, glücklicheres Leben im Einklang mit sich selbst, nicht in erster Linie mit anderen zu führen.
Gefährliche, ansteckende Krankheiten lassen sich so leicht vermeiden: Mit einem gesunden Abstand zu Menschen, die sich selbst für (un-)heilbar krank halten, weil sie noch keinen Weg gefunden haben, ohne regelmäßige Besuche bei ÄrztInnen, HeilpraktikerInnen oder in Kliniken, ohne die Einnahme von Medikamenten oder „Nahrungsergänzungsmitteln und/oder ohne den „Schutz“ durch Impfungen gesund zu bleiben. Zusätzlich ist ein gesunder Abstand zu allen, die Krankheiten als lebensbedrohlich und ihre Lösungen – um die Welt von ihnen zu heilen oder alle Menschen und „die Natur“, also vor allem große, sichtbare Tiere oder Pflanzen und Pilze vor ihnen zu retten – als alternativlos propagieren, zu empfehlen.

Gegen sehr viel eigene Fantasie oder den großen Ideenreichtum der führenden Köpfe der Welt hilft – genau wie gegen eigene Scham, Familienschande oder einen gewaltbereiten Nationalstolz und Angst – nach der bewussten Konfrontation mit sich selbst und der eigenen Vergangenheit bzw. der Einsicht, dass man sich damit nicht nur bisher geschadet hat sondern auf Dauer nur selbst immer mehr damit schadet – nur das (gemeinsame) bewusste Heraus- und Zurücklassen des damit verbundenen Schmerzes sowie das regelmäßige Erinnern daran, selbst wenn es mit der Zeit langweilig wird

Wenn Menschen nicht ignorieren oder vergessen könn(t)en, dass sie krank werden könnten, wenn sie sich nicht gesund halten; wenn Menschen sich angewöhnen könn(t)en, sich selbst immer wieder zu Ruhe und Neuordnung aufzurufen bzw. von anderen, die ihnen dabei helfen wollen, aufrufen zu lassen, können vor allem chronische Krankheiten bzw. akute Beschwerden, die aus vorhandenen Vorerkrankungen – eines (immun-)geschwächten Körpers, Geistes oder einer entzündeten Seele – meiner Meinung nach mit einem gesunden, angstfreien, Selbstbewusstsein, einem zufriedenen – statt kämpferischen – Selbstbild, in der ganzen Welt „ausgerottet“ werden.

Da es allerdings nicht nur große ProfiteurInnen von Gesundheitskrisen bzw. (Ur-)Ängsten oder dem menschlichen Bedürfnis nach Geheimniskrämereien gibt (wenn uns etwas peinlich ist, worüber wir nicht offen reden möchten), die nicht nur unsere Medienwelt beherrschen, werden eingebildete Krankheiten aber wohl weiterhin immer wieder – medial verbreitet – um sich greifen, bis alle unzufriedenen, kranken, wütenden und/oder unglücklichen Menschen bzw. ganzen Gesellschaften vielleicht auf andere, ursprünglichere Weise wie Mundpropaganda, also gemeinsame Gespräche auf Augenhöhe zu ihrer gesunden, friedlichen und glücklichen Natur gefunden haben, die sie gemeinsam pflegen und sogar die ganze Welt damit heilen könnten.
Für GesundheitswissenschaftlerInnen wird es vermutlich weiterhin schwer bleiben, Kranke von ihrem verzerrten Selbstbild zu überzeugen, das für sie – ihre Seele – mehr als einen Gewinn darstellt, sogar wenn sie stark unter ihren körperlichen und/oder geistigen Symptomen leiden.
Ich denke, es gibt trotzdem Hoffnung. Denn die stirbt bekanntlich immer zuletzt.

P.s.: Weder ein Gesundheits- oder anderes System, das die belohnt, die sich „richtig“, angemessen, verhalten, noch diejenigen bestraft, die es nicht tun und dadurch krank oder straffällig werden, wird auf Dauer dafür sorgen, dass Menschen gesund und glücklich und zufrieden bleiben. Es muss erlaubt sein, Fehler zu begehen und sich auch einmal unangemessen zu verhalten – in dem Wissen, dass man die Möglichkeit bekommt, sich zu entschuldigen. Von Natur aus haben wir die und können selbst alte Wunden ausheilen lassen. Nur das Wissen oder Vertrauen dazu haben viele Menschen noch nicht.

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Dank für das Foto gebührt Usman Yousaf (auf Unsplas)!

Liebe, Lust und Leidenschaft

Die Macht der natürlichen, hormonbedingten menschlichen Anziehungskräfte über vernünftige, glaub- oder gewissenhafte Vermeidungs- oder bewusste Abstoßungsreaktionen

Menschen, die in ihrem Leben zufällig – weil sie sich entschieden haben, zu einem bestimmten Zeitpunkt am selben Ort bzw. an einem bestimmten Ort zur selben Zeit zu sein – aufeinandertreffen, treten miteinander in Resonanz. Selbst wenn sie sich weder besonders sympathisch sind, also intuitiv gleiches Mitleid für sich oder andere empfinden bzw. ähnlich leidvolle Erfahrungen in ihrem Leben gemacht haben, noch gemeinsame Interessen finden, die ihnen Lust darauf machen, sich wiederzusehen, oder sich ineinander verlieben, weil sie sich von Anfang an gefallen, gerne zuhören, gut riechen und schnell eine gemeinsame Zukunft vorstellen können, können sich unterbewusst Anziehungskräfte entwickeln, wenn die natürliche Chemie zwischen ihnen stimmt (die nicht von künstlichen Düften, gekünstelten gegenseitigen Vorstellungen oder anerzogenen – statt frei erlernten – Verhaltensweisen getäuscht werden kann).

Wer sich und die eigenen sieben Sinne (inklusive der feineren, feinstofflichen oder hellen, erhellenden Form) – bzw. wie sie sich befriedigen bzw. beruhigen lassen – schon gut kennt, spürt, wenn ihm oder ihr harmlos, unauffällig oder sogar abstoßend wirkende Menschen gefährlich werden können, oder andere, die sich besonders auffällig verhalten oder kleiden, keine besondere Bedrohung darstellen, sondern nur anwesendpräsentsein oder wahrgenommen werden wollen.

Alle anderen lernen es im Laufe ihres Lebens – je nachdem, wie

  • neu- bzw. wissbegierig und experimentierfreudig (oder traumatisiert – verletzt oder durch Vorerfahrungen sozial gestört) sie sind,wie
  • viel Zeit sie sich dafür nehmen wollen und wie
  • viel Lust sie darauf haben oder wie
  • sehr sie sich selbst vertrauen (können) statt sich nur auf das verlassen zu müssen, was andere ihnen weismachen wollen –

früher oder später – schneller oder langsamer – oder vielleicht auch gar nicht, in wessen Nähe sie sich gefahrlos begeben und aufhalten können, ohne es hinterher zu bereuen, oder wem sie besser möglichst aus dem Weg gehen bzw. von wem sie sich lieber baldmöglichst wieder freundlich verabschieden sollten, wenn sie nicht immer wieder unnötig lange darunter leiden – also Mitleid empfinden oder Sehnsucht nach (neuer oder mehr) Liebe, Lust und Leidenschaft spüren wollen, weil manche Menschen sie immer wieder in Versuchung führen, d.h. mit (un-)bewusster (Um-)Werbung versuchen bzw. es sogar schaffen, sie abhängig davon bzw. regelrecht süchtig danach zu machen.

 

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Dank für das Foto gebührt Dan-Cristian Pădureț (auf Unsplash)!

Der absurde Schrei nach (oder Kampf für) Freiheit von Menschen, die sich nur in festen, vorgeordneten gesellschaftlichen Strukturen sicher fühlen

Warum Freiheit vor allem für ängstliche Menschen verlockend klingt, die sich (in ihren Routinen, Abhängigkeiten und Sehnsüchten) gefangen fühlen (und denen nur verboten wurde, sich frei innerhalb der begrenzten Gebiete zu bewegen, die sie gewohnt sind), obwohl sie gar nicht den Mut haben, selbstständig aus ihren selbstgebauten Käfigen auszubrechen

Völlige Freiheit im Leben kann Menschen überfordern, die gar nicht gelernt haben, völlig freie Entscheidungen zu treffen, weil andere ihre Auswahlmöglichkeiten – bewusst (manipulativ) oder unbewusst (weil ihnen selbst keine anderen Ideen kamen) – vorher eingegrenzt haben, ohne dass es einen vernünftigen Grund dafür gibt (sondern nur einen geschichtlichen Hintergrund).
Ein vernünftiger Grund, um die eigene Entscheidungsfreiheit zu begrenzen, ist meiner Meinung nach das Wissen, dass man mit dem, was man vorhat, sich selbst oder anderen – egal ob Mensch, Tier, Pflanze oder einem ganzen Lebensgemeinschaft aus unterschiedlichen Organismen – schadet bzw. dazu beiträgt, dass andere – statt dafür mit Ver- oder Missachtung gestraft zu werden – mit (Be-)Achtung (oder einer anderen Bezahlung) dafür belohnt werden, dass sie das tun.
(Schadens-)Freiheit bedeutet nicht, alles tun zu dürfen, was man möchte, sondern vor allem auch den Boykott dessen, den Verzicht auf das, was abhängig macht, und/oder derjenigen, die ungestraft – in ihrer Werbung für das, was sie tun oder produzieren – Sicherheiten versprechen dürfen (die es im Leben im Prinzip nie geben kann).
(In bestimmten Positionen kommen heute selbst Menschen ungeschoren davon, wenn ihre „Prognosen“ – Hiobsbotschaften, mit denen sie Angst geschürt haben, oder verlockende „Himmel-auf-Erden“-Reden, mit denen sie Menschen falsche Hoffnungen machen – nicht eintreffen, obwohl sie sich im Voraus dafür haben bezahlen lassen.)

Ein freies Leben bedeutet ein Leben voller Überraschungen – weil man sich jeden Tag dafür oder dagegen entscheiden kann, einen Plan oder Weg weiter zu verfolgen oder sich einen neuen, besseren zu überlegen.
Nur fantasielose Menschen (oder Menschen, die blind und taub für vernünftige, durchdachte Hinweise sind) lassen sich nie von ihrem einmal eingeschlagenen Pfad des Lebens abbringen, selbst wenn ihnen bewusst wird, dass er ihnen nicht gut tut: sie sich also oft schlecht dabei fühlen oder selbst gar nicht gut dabei aussehen.

Den Mut, sich wirklich frei – auch von ihrem Sicherheits- und Besitzdenken oder ihrem Bedürfnis nach Liebe und Bestätigung durch andere – zu machen, haben die wenigsten.
Vielleicht weil sie dann feststellen würden, wie unbedeutend sie selbst sind und wie wenig ihr eigenes Schicksal den Lauf der Welt ändern kann. – Vor allem nicht, wenn sie selbst nichts dagegen tun, ihn aufzuhalten, weil sie unbedingt ein Teil dessen sein wollen, was sie für „die Mehrheit“ halten.

  • Die Mehrheit auf dieser Erde, die sich über Jahrmillionen immer erfolgreich durchgesetzt hat, sind nicht die größten und mächtigsten Organismen, die von bestimmten, speziellen Dingen abhängig sind, sondern die Kleinsten, mit den wenigsten Ansprüchen, und Opportunistischsten: Diejenigen, die
  • genug Freiheit besitzen, Freizeit, Vertrauen und Geduld haben zu warten bzw. die Ausdauer durchzuhalten, und die
  • wissen, Gelegenheiten zu nutzen, die sich ihnen bieten, statt dabei zu verzweifeln, dass die, nach denen sie eifrig suchen, nie kommen (oder die, die sie sich aus eigener Kraft mit ihrem – vor allem im Hinblick auf die Zukunft – begrenzten Denken – geschaffen haben, überhaupt nicht den gewünschten, langfristigen Erfolg haben).

Ich weiß nicht, ob es den Menschen – insbesondere dem Homo sapiens, der sich für so schlau hält, bewusste Entscheidungen über das Leben und die Freiheit anderer treffen zu dürfen – bestimmt ist, sich noch lange weiterzuentwickeln. Ich kann mir auch vorstellen, dass irgendwann eine andere Art von Lebewesen, die die Erde weniger willkürlich ausbeuten und umgestalten will, – und sich die Freiheit dazu auf Kosten anderer einfach herausnimmt – irgendwann ihre Chance bekommt.
Vielleicht werden es neue Menschen – unabhängigere, weniger süchtige, entscheidungsfreiere – sein, die sich aufgrund ihres Bewusstseins nicht für die „HerrscherInnen“ über diese Erde halten, sondern die Traumata ihrer kriegerischen Vergangenheit hinter sich gelassen haben und sich auch freiwillig selbst beherrschen, also zurücknehmen können (statt weiter voranpreschen zu wollen).
In einer freien Welt brauchen auch alle anderen Arten von Lebewesen im gemeinsamen Miteinander genug Freiraum, also Rückzugsräume, in die sie sich jederzeit verkriechen können, wenn sie eine Pause von denen brauchen, die sich auch in Gegenwart anderer mit völlig anderen Bedürfnissen und Schmerzgrenzen – verhalten als würde ihnen die Welt alleine gehören.

Niemand kann immer Rücksicht auf alle anderen nehmen, und es ist utopisch zu denken, dass es ein Leben ohne unschuldige Opfer durch Unfälle geben könnte.
Allerdings ließe sich der Schaden definitiv begrenzen, der aus dem unsinnigen Freiheitsdrang von Menschen (in selbstgebauten Käfigen die sich Länder, Städte, Häuser, Familien, Berufe etc. nennen) entsteht – wenn sie sich an anderen gemeinschaftlichen Regeln orientieren würden als an denen, mit denen nur sie selbst sich frei in ihren Handlungen und Bewegungen fühlen (können oder wollen).

Für Freiheit oder gegen Unterdrückung kann man nicht nachhaltig erfolgreich kämpfen, solange man dabei andere opfern oder gegen ihren Willen Gefangene nehmen „muss“ (die ihre Freiheit irgendwann zurückhaben möchten). – Freiheit kann man sich nur nehmen – wenn man bereit ist, selbst die Opfer zu bringen, die notwendig sind, um sich aus seinen eigenen Abhängigkeiten zu lösen: indem man sich daran gewöhnt, keine Sicherheiten mehr zu haben, sondern immer eine Alternative – einen Plan B – kennen oder zumindest wissen muss, wie man sich selbstständig – mit vorhandenen eigenen Ideen oder indem man andere fragt oder um Unterstützung bittet – weiterhelfen kann, wenn ein Weg, der bis kurz vorher noch frei war, plötzlich versperrt ist.

 

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Dank für das Foto gebührt Dino Reichmuth (auf Unsplash)!