Das ist doch unerhört!

Dass es Menschen gibt, die einfach nicht vorbildlich – vorschriftsmäßig – machen, worum andere sie bitten oder was ihnen von anderen aufgetragen wird und stattdessen so tun, als könnten sie entweder nicht hören oder nicht lesen bzw. wären zu schwach, um das zu (er-)tragen, was sie ausführen sollen

Es gibt vieles, worüber sich Menschen aufregen, weil es ihr „Unrechtsbewusstsein“ anspricht.
Allerdings glauben viele Menschen, wir könnten bzw. müssten uns erst gegenseitig beibringen, was „richtig“ und was „falsch“ für uns oder andere ist, selbst wenn wir es gar nicht nachempfinden können (weil es viel zu abstrakt für uns ist bzw. auf unsere eigene Lebenssituation gar nicht zutrifft).

Was wirklich richtig, falsch oder zu viel – von uns oder anderen – verlangt ist bzw. war, werden wir immer irgendwann am eigenen Leib erfahren können. Mit etwas Feingefühl uns selbst gegenüber – indem wir früh bzw. immer wieder bewusst wahrnehmen, was unsere inneren Stimmen uns zuflüstern – können wir es uns im Laufe unseres Lebens immer besser ersparen, uns Ausreden einfallen lassen zu müssen, warum wir etwas überhört, überlesen oder bewusst ignoriert haben. Es macht nämlich viel mehr Sinn, anderen Menschen in ruhigem Ton erklären zu können, warum nicht unsere Reaktion unerhört ist, sondern dass das, wozu sie uns auffordern, geradezu danach schreit, von uns nicht gehört, sondern stattdessen ignoriert zu werden – weil wir es als eine Zumutung empfinden, die weit über das hinaus geht, was wir für den uns von Natur aus zugeschriebenen und von uns kontrollierbaren „Zuständigkeitsbereich“ halten.

Natürlich gibt es mutigere und weniger mutige, besser und schlecher erzogene bzw. „hörige“ Menschen.
Ich glaube aber tatsächlich dass das nur eine auf unterschiedlichen kulturellen Zwängen beruhende Zivilisationskrankheit – eine Seuche – ist, die global um sich gegriffen hat, und dass wir alle von Natur aus dazu fähig sind, uns friedlich, ohne jeglichen Zuhörzwang, irgendwann – wenn die verfügbaren Informationen dazu doch alle „zufällig“ erreicht haben – darauf zu einigen, was Menschen wirklich guten Gewissens überhören bzw. ignorieren sollten (um uns keine Schuld aufzulasten, die wir später – im stillen Dialog mit uns alleine – bereuen und nicht nur als Jugendsünden abtun könnten).

 

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Dank für das Foto gebührt Allan Franca Carmo (auf pexels.com)!

Mit Liebe (voller Vertrauen und Mitgefühl sowie Geduld statt beladen mit Verlust- oder anderen Ängsten) aufgezogen bzw. zum selbstständigen Gehen oder freiwilligen Bleiben gebracht, bewusst oder unbeabsichtigt vernachlässigt und kleingehalten oder „vorbildlich“ groß- bzw. erzogen?

Wie sich Menschen gegenseitig in ihrer Entwicklung fördern, überfordern oder ausbremsen bzw. unterfordern können (und dabei ihr Selbstbild oder auch ihre „Ebenbilder“ formen)

Ich bin überzeugt, dass vielen Menschen ihre „wahre Größe“ gar nicht bewusst ist – die, die sie haben könnten, wenn sie sich nicht völlig frei hätten entwickeln dürfen oder müssen, sondern wenn ihnen Menschen mit Rat und Tat zur Seite gestanden hätten, um sie dabei zu unterstützen, gesund und glücklich, ohne körperliche (Wachstums-)Schmerzen, Verzweiflung oder seelisches Leid aufzuwachsen.
Auch wenn Eltern oder andere „Erziehungsberechtigten“ innerhalb von Gemeinschaften, ihr Bestes geben mögen, um „ihre“ Kinder „groß zu kriegen“, herrscht nicht nur weltweit Uneinigkeit darüber, was Menschen überhaupt brauchen, um zu „gedeihen“, also auch Widerstandskraft aufzubauen und ein glückliches Leben führen zu können. Kulturell bedingte Unterschiede kann es bereits in kleinen Kommunen geben, in denen es gemeinschaftlich anerkannt sein kann, Kinder möglichst viele Freiräume zu bieten, oder als chic gelten kann, sie besonders „kurz zu halten“ und/oder dabei ordentlich zu erziehen.

Welche individuelle Größe letztendlich dabei herauskommt, ist äußerst unterschiedlich – je nach persönlicher Willensstärke und der Bereitschaft, sich sowohl denen unterzuordnen, die in jungen Jahren (wenn sich Menschen noch nicht selbstständig versorgen können) die Vormundschaft darüber haben, was – vermeintlich oder angeblich – „gut“ oder „schlecht“ für Menschen oder insbesondere ihre Kinder ist, als auch denen, die auch alten Menschen noch Vorgaben machen bzw. Vorschriften erteilen, wie sie ihr Leben zu führen, was sie zu tun und was sie zu lassen haben.
Es gibt Menschen, die fühlen sich wohl unter Größeren oder auch Stärkeren, sehen also weder einen Grund, sich von ihnen fernzuhalten, noch selbst einmal so „groß und stark“ wie sie werden zu „müssen“ (sondern suchen sich lieber größere bzw. „starke Freunde und/oder Freundinnen). Andere entwickeln – weil sie vielleicht einseitig (nicht so, wie sie es bräuchten bzw. sich wünschen würden) ernährt oder so unterdrückt werden, dass sich ihr Rückgrat dabei nicht aufbauen kann bzw. immer wieder gebrochen wird  – entweder vor allem geistige oder, womöglich auch gleichzeitig, seelische, emotionale, Stärke bzw. Härte. Die körperlich Größten sind nicht unbedingt auch diejenigen, die sich gerne so groß sehen bzw. dauerhaft damit wohl fühlen, andere zu überragen – weil sie keine andere Wahl für sich erkennen konnten als möglichst schnell oder zumindest irgendwann später so groß werden zu „müssen“.

Es ist jedenfalls wenig erstrebenswert, im eigenen Leben etwas bzw. eine bestimmte Größe oder Stärke bzw. Körpermasse erreichen zu wollen, für die wir Menschen von Natur aus gar nicht gemacht, also konstruiert, bzw. gedacht sind:

  • kein Mensch müsste so großgezogen oder kleingehalten werden, dass er oder sie dabei unnötig leidet (also unter dem, was andere ihm oder ihr antun statt zu ermöglichen, das heißt, zur freien Wahl zu stellen);
  • sobald unser Knochenwachstum abgeschlossen ist, können wir ohnehin nur noch in die Breite oder geistig wachsen; und
  • auch Muskelkraft bzw. das trainierte Dickenwachstum macht nur so lange Sinn, so lange sich Menschen damit noch schmerzfrei bewegen (d.h. nicht nur, wenn sie auf der Stelle treten) und selbstständig immer wieder aufstehen können, ohne unter ihrem eigenen Gewicht zusammenzubrechen.

Wer unzufrieden mit sich selbst oder dem eigenen Leben ist bzw. unter Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Stillsitzen leidet, ohne zu wissen, woher die kommen, hat jederzeit die Möglichkeit, dem bzw. sich selbst auf den Grund zu gehen und eine „innere Balance“ bzw. Schmerzfreiheit oder Leichtigkeit wiederherzustellen. – Es braucht „nur“ die Zeit, um

  • in sich hinein zu spüren und herauszufinden, was belastet oder vielleicht auch als „zu einfach“ erscheint, also keinen Spaß (mehr) macht (weil sonst niemand mithalten kann und man es deshalb immer alleine machen muss);
  • die eigene Ernährung bzw. geistige Nahrung und das, was die eigene Seele nicht nur berührt, sondern auch aufbaut oder in ihre Schranken weist, zu überdenken und sie langsam – in dem Tempo, das man braucht, um sich dabei gut zu fühlen – umzustellen, und
  • die dabei neu entstehende, also freigesetzte Energie im eigenen Körper sinnvoll so zu leiten, dass nicht nur die eigenen, bereits bestehenden Stärken davon profitieren und für ein Ungleichgewicht in Deinem Körper, Geist und Deiner Seele sorgen, sondern man insgesamt ausgeglichener wird – je nachdem, vor welche Herausforderung man im Leben gestellt wird, friedlicher oder zur Not auch bereit, für sich selbst oder das bzw. die zu kämpfen, was wirklich wichtig ist bzw. für die das eigene Herz besonders kräftig oder schnell (und ohne dass es Dir Angst oder ein schlechtes Gewissen macht) schlägt.

P.s.: Menschen können, wenn es ihre Lebenssituaton erfordert, so lange über sich hinauswachsen (oder über ihren eigenen Schatten springen), bis ihnen die Ressourcen dafür ausgehen und sie in sich zusammenfallen. – Denn was in ihrem Kopf „Realität“ ist, weil sie es zufällig ein oder mit viel Training ein paar Mal geschafft haben, ist auch auf Dauer körperlich unbeschadet durchzuhalten.

 

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Der Dank für die Idee zum Text gebührt all den wundervollen – großen und kleinen, starken und schmächtigen, dicken und dürren – Menschen, denen ich in meinem Leben schon begegnen durfte (von denen sich einige vermutlich für völlig normal halten und andere denken, sie seine vollkommen verrückt und denen ich wünsche, dass sie alle zu der innerlichen Stärke finde, die sie brauchen, um gelassen durchs Leben gehen zu können, in dem man auf alles gefasst sein muss, was prinzipiell möglich ist) und für das Foto  Daniele Levis Pelusi (auf Unsplash)!

Das sieht (riecht, hört, spürt, schmeckt, fühlt, weiß) man doch (aus eigener Erfahrung)!

Dass hier etwas nicht natürlich ist, sondern übertrieben hübsch, sinnlich, verführerisch, schmackhaft, empfindsam, professionell, …  dargestellt wird und man den davon ausgelösten (Hoch-)Gefühlen besser nicht trauen sollte!

Es gibt Menschen, die scheinen sich (weil sie auch vor anderen davon schwärmen) von „traumhaft schönen Dingen„, „ganz speziellen“ Orten oder auch Menschen angezogen zu fühlen, die einen „besonderen Wert“ auf ihr Äußeres, ihr Erscheinungsbild, legen bzw. damit berühmt geworden sind, etwas „Exquisiteskreiert zu haben . Ich denke, den wenigsten ist bewusst, was sie damit – unbewusst – ausdrücken, dass sie sich „unnatürlich“, nämlich einseitig hingezogen fühlen zu allem, was ihnen gut gefällt und deshalb – vermeintlich – auch gut: künstlich gestaltete Umgebungen oder künstlerische Vorführungen. Diese haben allerdings wenig zu tun mit dem „echten Leben“ und seinen „hässlichen Seiten„, in dem nicht alles „hübsch hergerichtet“ für uns ist, jeden Augenblick auch etwas Schreckliches, Unvorhergesehenes passieren kann und wir uns im Grunde nie völlig entspannt und zufrieden zurücklehnen können, weil wir immer achtsam – auf der Hut sein sollten bzw. es immer etwas für uns zu tun gibt bzw. gäbe.

Den Dingen auf den Grund und anderen Menschen unter die Haut zu gehen oder ins Herz zu schauen, möglichst ohne sie dabei zu verletzen, heißt auch, sich selbst näher kennenzulernen. Menschen können erkennen, was sie sich im Laufe ihres Lebens – weil Menschen sich auch über lange Zeit an so gut wie alles, auch unerträgliche Situationen, gewöhnen können – angewöhnt haben, intuitiv (um sich vor dem zu schützen, was sich „nicht gut“ angefühlt hat) oder um dafür von anderen „gut behandelt“ oder sogar belohnt zu werden: das „sinnvoll“ zu unterstreichen oder -malen bzw. in Erinnerung zu behalten, was ihnen (überlebens)wichtig erschien, oder das zu kaschieren, was sie vor anderen verbergen oder selbst nicht unnötig oft sehen woll(t)en.

Es erfordert nicht nur Geduld, sondern – wenn man möglichst wenig dabei „kaputt machen“ möchte – auch ein gewisses Geschick, sich etwas oder jemandem, für den, die oder das man sich interessiert, vorsichtig zu nähern und Schicht für Schicht zu „erarbeiten“, um bis ins Innerste (den wahren Kern bzw. den Wahrheitsgehalt dessen, was er, sie oder es – scheinbar, oberflächlich betrachtet – repräsentiert) „vorzuarbeiten“: indem man ihm, ihr oder sich selbst Fragen stellt bzw. nicht nur ihren „Geistes-, Wissens- bzw. Wahrheitsgehalt“ oder ihre empfindsame Seele erkundet (also prüft, ob sie vertrauenswürdig erscheint oder man selbst ein sicheres Gefühl daraus gewinnt) sondern auch „tiefer in die Materie“ – möglicherweise bis auf atomare Ebene – einzudringen.

Ich habe den Eindruck, dass ein Großteil von Menschen sich sehr schnell damit zufrieden gibt, anderen einfach zu glauben, was die ihnen von der Welt – den unterschiedlichsten Orten und Organismen – oder aus ihrem eigenen Leben erzählen, vor allem, wenn sie selbstsicher auftreten und keinen Anlass geben, an ihren Worten zu zweifeln.
Wer selbst immer ehrlich und unverhüllt oder –schämt durchs Leben gekommen ist, also sich nicht – hart – antrainieren – musste, andere Menschen zu belügen bzw. betrügen kann sich selten vorstellen, für wie „selbstverständlich“ oder sogar (lebens-)notwendig es andere Menschen halten, sich gut ver- (oder auch ent-)stellen zu können, dass sie es sogar ihren Kindern – notfalls mit Gewalt bzw. schmerzhaften Erfahrungen – beibringen oder zumindest beizubringen versuchen:

Kulturell bedingt, also nicht von Natur aus, zeigen viele Menschen anderen ihr wahres, entspanntes oder ungeschminktes Gesicht erst, wenn sie offiziell in deren Familie aufgenommen wurden.
Kulinarisch bedingt, weil die Arbeit in Küchen es erfordert (wenn die zubereiteten Nahrungsmittel entweder nicht frisch aus der Natur kommen oder die Natur nicht genug produziert, womit sich entweder sehr anspruchsvolle oder einfach zu viele Gäste oder Kunden und Kundinnen, also Konsumenten oder Konsumentinnen dessen, was Köche oder Köchinnen anzubieten haben, schlecht abfinden können), nutzen „moderne Menschen“ gerne bzw. oftmals ohne jegliche Bedenken oder ein schlechtes Gewissen „Geschmacksverstärker“ wie Salz, Zucker oder eine „Extra-Portion“ Fett bzw. vorgefertigte „Würzmischungen“ und künstliche „Aromastoffe“ (statt natürlicher Gewürze oder Kräuter-, Blüten- und Fruchtaromen).

Mich persönlich machen Menschen skeptisch, die

  • sich durch ihr – auf mich unnatürlich wirkendes – „kultivertes Verhalten“ hervortun bzw.
  • „niedere (emotionsgeladene, hormonell bedingte) Verhaltensweisen“ als „unmöglich“ abwerten und/oder
  • sich vor allem in einem Ambiente wohl fühlen, das herzlich wenig mit der freien Natur, also unserer natürlichen, ursprünglichen Umwelt (sei es ein Wald oder eine Steppenlandschaft) zu tun hat (in der selten alles gleichzeitig verlockend auf die eigenen Sinne einwirkt oder „perfekt positioniert“ aussieht).

Nicht alle künstlichen – menschengemachten – Bilder, Düfte, Geräusche, Geschmacksrichtungen, … müssen besonders aufdringlich wirken, um ihr Suchtpotenzial entfalten zu können, und werden daher besonders von Menschen, die sich dessen bewusst sind bzw. davon profitieren, dass sich ihre Produkte oder Dienstleistungen nachhaltig gut verkaufen, gerne auch sehr dezent, mit „vornehmer Zurückhaltung„, eingesetzt.
Es ist also, wenn Du mal Deinen Augen oder Ohren nicht traust, nicht sehr sinnvoll, Dich auf Deine Glücks- oder Panikgefühle zu verlassen, die dabei gleichzeitig „hochschießen„. Atme lieber so lange tief durch, bis Dein Puls sich wieder normalisiert hat, schlaf‘ eine oder besser gleich mehrere Nächte darüber, rede mit jemandem darüber und überprüfe dann, was Du siehst, hörst, riechst, schmeckst oder fühlst, sobald Du Dich erneut in die Situation bringst, die Deine Wahrnehmung „vernebelt“ hat.
Mag sein, dass sich für Dich nichts verändert hat, außer dass Du Dir dann ziemlich sicher sein kannst, dass Dein Körper, Dein Geist und Deine Seele gut zusammenarbeiten und Du Dich voll auf Deine „sieben Sinne“ verlassen kannst.
Vielleicht hast Du aber auch etwas über Dich, andere oder den Rest der Welt dazugelernt? Dann hätte dieser Text seinen Sinn und Zweck erfüllt: Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass sie an jedem einzelnen Tag nicht nur interessante Neuigkeiten von anderen erfahren, sondern auch etwas spannendes, aufregendes und damit auch beunruhigendes Neues an sich entdecken können – womit sie sich auseinandersetzen könnten.

Niemand muss warten, bis er oder sie krank von der eigenen Sorglosigkeit ist – weil er oder sie dachte, es gäbe im eigenen Leben gar nichts Besonderes, was beachtet werden „müsste“ bzw. was überhaupt auch völlig ohne Krankheitssymptome und ärztliche Untersuchung verstanden werden könnte.

 

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Dank für das Foto gebührt Venus HD Make-up & Perfume (auf pexels.com)!

 

 

Vom wem lässt Du Dich leicht bezirzen und Dir dabei den Kopf verdrehen (statt ihn Dir mal selbst zu waschen)?

(Woll-)Lust, zuckersüße Lockmittel und Verführungskunst (statt ehrlicher Worte und Führungsqualität)

Oder, wenn der eigene (Ehr-)Geiz oder die eigene (Eifer-)Sucht zur Last wird und nicht nur die eigene Gesundheit gefährdet, sondern auch friedliche Beziehungen zu anderen Menschen belastet

Auch ich bin – wie alle Menschen – von einer regelmäßigen Dosis Zucker bzw. der Zufuhr von Kohlenhydraten abhängig, aus denen mein Körper Zucker gewinnen und alle meine Zellen, die es für ihren Stoffwechsel, also dafür brauchen, am Leben zu bleiben, versorgen kann, vor allem mein besonders stoffwechselaktives Gehirn. Und ich bin selbst nicht davor gefeit, trotz anfänglicher Skepsis irgendwann nachzugeben, wenn jemand lange genug mit Engelszungen auf mich einredet oder ich in einen schwachen Moment erwischt werde.
Allerdings bin ich mir der (Sucht-)Gefahren und Nebenwirkungen bewusst, die alles Süße – vor allem bei über- oder sehr regelmäßigem Konsum – mit sich bringt (und halte auch „Empfehlungen“ der WHO, – unserer sogenannten „Weltgesundheitsorganisation“, die von Menschen finanziert wird, die Erkrankte ruhig bzw. zufrieden stellen wollen – überhaupt Zucker in einer unnatürlichen, künstlich veränderten, extrahierten, wortwörtlich raffinierten, Form zu sich zu nehmen bereits, für mitverantwortlich für den verantwortungslosen Umgang vieler Menschen mit industriell hergestellten Produkten):
Diabetes, Übergewicht (und trotzdem Mangelerscheinungen), ADHS, ein schwer kontrollierbares Verlangen nach immer höheren Zucker-Dosen bzw. „Süßwaren“ oder sogar tröstenden und ermutigenden Worten, mit denen wir unseren Körper und Geist bzw. unser Gehirn belohnen sowie unsere Seele ersatz-befriedigen können u.v.m. – sie alle sind „nur“ Folgeerscheinungen unseres modernen „süßen Lebens„, fernab vom Einklang mit der für einen Großteil des Jahres (wenn es keine reifen Früchte für uns gibt) viel weniger süßen Natur.

Ich bin überzeugt, dass die wenigsten Menschen wissen, wie sie auch ohne Zuckerzufuhr bittere Zeiten überstehen oder dafür sorgen können, dass jemand nicht mehr sauer auf sie ist.
Ich habe den Eindruck, dass die meisten Menschen heute daran gewöhnt sind bzw. wurden, „süße Verführungskünste“ anwenden zu müssen, um an ihre (Lebens-)Ziele gelangen zu können; vor allem, wenn sie – innerhalb „friedliebender Gemeinschaften“, die nicht einmal Wortgefechte zulassen – nicht dafür kämpfen wollen.
Ich glaube, dass wenigen Menschen bewusst ist, wie viel sowohl ihr Umgang mit Süßigkeiten als auch ihr LockverhaltenSüßholzgeraspel oder das Winken mit Belohnungen – oder ihr (mit Bedacht oder nach Gefühl) gewähltes Äußeres über ihr inneres Stresslevel bzw. ihre Einsamkeit oder Sehnsucht nach Verbundenheit verraten. Was bei anderen „zieht„, stellt (Ver-)Bindungen her bzw. zumindest Menschen in Aussicht, die sich gerne an Land ziehen lassen – egal ob „Wirrköpfe“, die wenig mit künstlichen Locken oder hübschen Frisuren und Garderobezwängen anfangen können, aber anderen vielleicht gerne den Kopf waschen (würden), oder bewusst, mit Lust, verführerisch hergerichtete Gestalten, die nicht nur wissen, wie man mit den Gefühlen anderer Menschen spielt, sondern es auch schamlos tun.

Ich kann nur empfehlen, dem eigenen (Süßmittel-)Konsumverhalten auf den Grund zu gehen und herauszufinden, wer die süßesten Lock- und damit auch Macht- oder Druckmittel besitzt oder produziert und gezielt – für eigene Zwecke – einsetzt bzw. davon profitiert, dass es immer noch genug Menschen gibt, die sich für ein Zuckerbrot nur nur einen Peitschenhieb geben lassen, sondern bereitwillig mehr einstecken (womöglich um sich selbst oder anderen zu beweisen, wie hart sie sind, statt einzusehen, welche menschlichen Schwächen oder Sehnsüchte sie damit – für andere ganz offensichtlich – zu verbergen versuchen).

 

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Dank für das Foto gebührt Felipe Balduino (auf pexels.com)!

Better not touch/Besser die Finger lassen von Touchpads oder – vor allem oberflächlich und solange sich niemand dagegen wehrt – auf unsere Hände verführerisch wirkende Pro- oder „Objekte“

Von wem lässt Du Dich widerspruchslos (auch unangenehm) berühren, in wessen Hände begibst Du Dich freiwillig oder von wem klässt Du Dich sogar noch dafür bezahlen, dass Du Dir die Finger schmutzig oder selbst gar keinen Finger krumm machen musst – vielleicht aus Angst, sonst etwas zu verpassen bzw. nicht ermöglicht oder erlaubt zu bekommen?

Viele von uns werden in Gesellschaften großgezogen, in denen er „normal“ geworden ist, dass man sich schon als kleines Kind nicht nur von der – zum Teil ungeliebten – Verwandtschaft, sondern von völlig fremden Menschen anfassen, Ver– oder Behandlungen über sich ergehen lassen muss, selbst wenn wir uns dabei nicht wohlfühlen. Die wenigsten von uns verstehen wahrscheinlich, warum entweder das eigene Gefühl bzw. der eigene Geist oder der eigene Körper innerliche oder sogar äußere Anziehungs- oder Abwehrreaktionen auf etwas oder jemanden zeigt, obwohl wir davon bzw. von ihm oder ihr vorher noch gar nicht an- oder unangenehm berührt wurden, also keine Ahnung von dem haben dürften, was mit uns geschehen könnte.

Unser Körper muss nicht erst tatsächlich – mechanisch – von außen stimuliert werden, um etwas in unserem Inneren zu reizen und in Bewegung zu setzen. In ihm sind in unterschiedlichster Form Erinnerungen gespeichert, die sogar über unser eigenes Leben hinaus- bis auf unsere Vorfahren zurückgehen gehen.
Menschen, die noch mit einem besonderen, natürlichen Feingefühl oder Hellsinnen ausgestattet sind, weil sie noch nicht mit (Kontakt-)Informationen überfrachtet wurden, die sie haben abstumpfen lassen, nehmen Berührungen anders auf als Menschen, die sich daran gewöhnt haben, von den unterschiedlichsten Menschen auf verschiedensten Wegen berührt zu werden.

Es ist natürlich, Mitgefühl für andere fühlende Wesen – für Menschen, Tiere oder sogar Pflanzen – zu empfinden, sich also auch emotional von ihnen persönlich oder ihrem Schicksal berühren zu lassen. Aber es ist übertrieben, sogar anhand von beeindruckenden Bildern, Worten oder sie untermalenden Klängen bzw. Melodien mit ihnen zu leiden bzw. sich davon beeinflussen zu lassen, ohne in ihrer Gegenwart bzw. direkten Nähe auch völlig ohne Worte oder andere „beweiskräftige“ Unterlagen spüren können zu müssen, ob sie es tatsächlich auf Mitleid anlegen (oder lieber darauf verzichten und sich eigenständig um sich selbst kümmern würden).

Es ist natürlich, sich dazu verlocken zu lassen, etwas anzufassen, was uns – aus den unterschiedlichsten, individuellen Gründen – begehrenswert erscheint. Aber es ist fahrlässig, sich nicht zu überlegen, was – in einer Welt, in der angeblich schon Blicke töten können sollen – alles passieren könnte, wenn man etwas, was einem selbst gar nicht gehört, berührt und damit vielleicht aus seiner natürlichen Ordnung oder aus der Ruhe bringt.

Es ist also überlebenswichtig, zu lernen, NEIN zu sagen; nicht nur zu Tätigkeiten, deren Folgen man selbst gar nicht einschätzen kann, weil sie völlig neu(artig) sind, sondern auch oder insbesondere zu Menschen, die versuchen Druck auszuüben und andere Menschen das ausführen zu lassen, was sie selbst nicht (mehr) tun wollen, weil ihnen vielleicht längst bewusst ist, was sie damit verursachen bzw. auslösen: entweder in ihrem eigenen Körper, ihrem Geist oder in ihrer Seele, die oft zuerst spürt, wenn etwas nicht schnell wieder vorbei, sondern auf Dauer unerträglich ist, bzw. bei anderen fühlenden oder besonders empfindsamen (Lebe-)Wesen und der Natur, in der sie leben.

Nicht jeder Mensch ist ganz automatisch – ohne Vorerfahrungen – in der Lage, wirklich zu spüren bzw. professionelle von intuitiv „richtigen“, aus einem ehrlichen Gefühl heraus entstandenen oder gespielt falschen Darstellungen einer Lage zu unterscheiden, (ab) wann etwas für andere unerträglich wird oder bereits unzumutbar ist. Die Freude an Unterdrückung bzw. Druck, den man in unterschiedlicher Stärke auch auf sich selbst ausüben kann wird, oder stattdessen Berührungsängste und damit verbundene Schmerzgrenzen sind individuell äußerst verschieden, auch wenn nur wenige Menschen umfassend darüber aufgeklärt wurden oder je in Frage gestellt haben, dass andere die Welt anders – schmerzhafter oder weniger leidvoll – wahrnehmen könnten als sie selbst. Zu Zeiten, in denen Menschen die Möglichkeit haben zu recherchieren, darüber nachzudenken und dementsprechend zu wissen, dass andere noch mehr erleiden müssen als sie selbst, haben sich viele angewöhnt, die Zähne zusammenzubeißen oder den Mund zu halten und abzuwinken – zumindest so lange, bis ihnen auch kein mitfühlender (Zahn- oder anderer)Arzt bzw. eine freundlich-gesinnte und geduldige (Zahn- oder andere)Ärztin mehr weiterhelfen kann.

Wir leben in einer Ära, in der sich Geduld oder das Abwarten, bis alle Nach- und Rückfragen geklärt sind, für viele nicht auszahlt, weil Zeit Geld ist, das verschwendet werden kann. Daher fehlt ihnen auch häufig die Zeit für „echte“ Berührungen mit „echten“ Menschen, die sich nichts darüber vormachen (lassen), was ihnen wirklich unter die Haut geht und was sie stattdessen – bei näherer Betrachtung, über kurz oder lang – abstößt. Dafür profitieren davon andere, die es schaffen, menschliche Gefühle „anzusprechen“, Menschen also Angst machen oder Hoffnung geben. Es ist absurd bzw. ein Paradoxon, vielleicht auch ein Rätsel, das viele Menschen leider noch nicht verstanden haben zu lösen: Wer nämlich weniger bereit dazu wäre, hart – möglichst emotionslos – genau daran (mit) zu arbeiten oder (anderen) Geld dafür bezahlen zu können, dass das nicht geschieht, könnte es im Grunde – wenn er oder sie sich ein Herz bzw. zuerst an die eigene Nase fassen würde – viel leichter (nämlich ohne sich dabei von der „Mithilfe“ – Fügsamkeit, Kooperationsbereit- oder Komplizenschaft bzw. Compliance anderer abhängig zu machen) erreichen:

  • eigene (Berührungs-)Ängste oder Hemmungen zu verlieren, Widerstand zu leisten gegen Menschen, die Eingriffe in die eigene körperliche, geistige oder seelische Unversehrtheit von Lebewesen dulden oder sogar fordern, und dabei
  • einen Zugewinn an Lebensfreude bzw. innerer Zufriedenheit und Ausgeglichenheit sowie – vielleicht ein neues, nie gekanntes bzw. aufgrund von Lebenserfahrungen vergessenes – Vertrauen in die Natur und ihre Heilkräfte (die immer auch „ihre Zeit“ brauchen, also nicht willkürlich vorangetrieben, durch Streicheleinheiten oder schmerzhafte Operationen schneller oder wirkungsvoller werden können) zu verzeichnen.

P.s.: Ich persönlich finde es – auch wenn ich es selbst liebe, Tiere zu sreicheln, oder mich gerne darum kümmere, dass es ihnen so gut wie möglich dabei geht, dass sie von Menschen (als Gefangene) gehalten werden – mittlerweile wirklich abstoßend, wenn Menschen ihre eigenen Haustiere wie einen „echten“ Partner oder eine „treue“ Partnerin, ein Kind oder als Lehrer bzw. Lehrerin betrachten oder genau so behandeln. Tieren ihre natürlichen Bedürfnisse abzusprechen, macht sie häufig zu reinen Objekten menschlicher Emotionen bzw. (Sehn-)Süchte: sie spenden vielen Menschen, die sich allein fühlen und nicht anders zu helfen wissen, in erster Linie durch ihre Anwesenheit und ohne, dass sie viel dafür verlangen (können), Kraft und Trost bzw. geben ihnen das Gefühl, nicht nur eine emotionale Verbindung, sondern auch eine liebe- und damit sinnvolle Lebensaufgabe zu haben (die sie leisten können bzw. die sie so erfüllen kann, dass sie ihnen den Rückblick auf ein erfülltes Leben ermöglicht). Dabei zeigt sich partnerschaftliche Liebe nicht darin, sich einseitig körperlich, auf geistiger oder emotionaler, seelischer Ebene zu berühren oder von anderen behandeln zu lassen, wie sie es vorgeben, sondern auch darin, sich gegenseitig die Freiheit zu lassen, sich eigene Rechte zu erkämpfen oder Räume zu schaffen bzw. jederzeit auch (an die frische Luft) gehen zu können, um Dampf ablassen und sich etwas Neues – weniger Aufregendes, Nervenaufreibendes – überlegen zu können.

 

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Dank für das Foto gebührt Cottonbro (auf pexels.com)!

Augen(klappe), Mund und Nase zu und durch – auch wenn das, was sich täglich weiter ansammelt, bereits zum Himmel stinkt

Wie Menschen mit der Möglichkeit, sich Geld zu drucken oder zumindest den Geldwert zu bestimmen (und gekauften Medien oder Bildungseinrichtungen), ihre gutgläubigen Mitmenschen dazu bringen, freiwillig (oder sogar mit dem gutem Gefühl, einen „sinnvollen Beitrag zur Gemeinschaft“ geleistet zu haben) zu Müllschluckern und -schluckerinnen (ganzer Nationen) zu werden bzw. dafür zu bezahlen, dass der Müll, den sie gar nicht selbst produziert haben, entsorgt wird (und damit die Paläste und Schlösser oder Kathedralen finanzieren, in denen (aus-)erwählte Regierungsbeamte und andere „führenden Köpfe“ aller Länder residieren dürfen und als Gegenleistung für ihre „uneigennützige“ Arbeit königlich versorgt werden)

Heute sagt die Überschrift bzw. ihr Untertitel im Grunde in einem (langen) Satz schon all das aus, was die Menschheit an ihren heutigen „Punkt“ (in unserer Menschheitsgeschichte) gebracht hat bzw. bringt es meiner Meinung und Erfahrung nach im Großen und Ganzen auf den Punkt bzw. mehrere gemeinsame Nenner, wovon sich Menschen in ihrem Leben antreiben lassen (wenn ihnen sonst nichts Sinnvolles einfällt):

  • von ihrer natürlichen Sehnsucht bzw. Suche nach einer Lebensaufgabe, für die sie bereit sind, ihr Leben auch irgendwann wieder aufzugeben – um denen, die nach ihnen kommen, den Platz zu räumen bzw. so ordentlich zu hinterlassen, dass sie selbst auch dort würden leben wollen, und der
  • Aussicht auf eine Belohnung dafür – in Form von Glücksgefühlen bzw. den symbolischen, rituellen Handlungen, die für Menschen mit Glücksgefühlen in Verbindung gebracht werden: wenn sie etwas erreicht haben, worauf sie entweder selbst stolz sind, weil sie sich so fühlen, oder in den Augen anderer sein können, weil es auf gesellschaftlicher Ebene als Erfolg gilt (z.B. so wohlhabend zu sein, dass alle es auch sehen können, also entweder viel Geld bzw. „Privateigentum“ zu besitzen und selbstständig verteidigen zu können, so dass es niemand so einfach wegnehmen kann, oder viele Anhänger und/oder Anhängerinnen, die sich bei Gefahr schützend vor sie stellen, also bereit sind, für sie zu sterben).

Ich bin nicht sicher, wofür Menschen sowohl mit einer angeborenen, natürlichen Neugier als auch mit einem zu lernfähigen, zu vernünftigen, achtsamen und nachhaltig durchdachten Handlungen fähigen Gehirn ausgestattet wurden, wenn sie beides so selten nutzen bzw. mit der Zeit verkümmern lassen, weil sie sich nur noch von ihren (Sehn-)Süchten oder – oft damit verbundenen – Schuldgefühlen durchs Leben leiten lassen.
Ich denke, es könnte damit zusammenhängen, dass nicht nur jeder Körper (innerlich) immer fauler oder schwer(mütig)er, sondern auch jeder Geist täglich träger wird, wenn er zu viel Müll (in Form von

  • „Lebensmitteln“,
  • (einseitig verlockenden oder abschreckenden, in die Irre führenden) Informationen oder
  • (das eigene Denken – bewusst oder unbewusst – lenkenden statt umfassend dazu anleitenden) Unterhaltungsmedien
  • oder Predigten von Menschen, die ihre eigenes Leben der Aufgabe geopfert haben, andere Menschen davon zu überzeugen, sie für ihre „aufopferungsvolle“ bzw. „entbehrungsreiche“ Arbeit zu bezahlen )

konsumieren und für andere entsorgen oder selbst produzieren muss, damit sich das eigene Leben überhaupt lohnt, also rechnet.

Es ist nicht einfach, in dieser Welt gesund, also möglichst ablehnend zu bleiben und darauf zu achten, sich nicht unnötig viel Abfall anderer aufzuladen, oder ihnen nicht dabei helfen zu wollen, die volle Verantwortung für das zu übernehmen, was sie der Natur entnommen und kulturell, künstlich oder künstlerisch verändert als schwer zu entsorgenden, nicht-kompostierbaren, gesundheitsschädlichen „Giftmüll“ in die Welt gebracht haben: oft unter hohem Energieeinsatz oder zulasten unzähliger Menschenleben, die sich „freiwillig“, mit der Aussicht auf Erfolg bzw. eine „gute Sache“, oder weil sie unter (privater, öffentlicher oder staatlicher) Gewaltandrohung dazu gezwungen wurden, mit dafür eingesetzt haben. Wenn wir irgendwann wirklich frei davon leben und nicht weiterhin Menschen, die unser aller Umwelt oft völlig unnötig (weil Alternativen bewussteres Handeln erfordern würden) verschmutzen, mit gemeinschaftlich-öffentlich versorgen wollen, ohne dass sie Rechenschaft darüber ablegen müssten, warum sie sich was in ihrem Leben auf Kosten anderer oder auch ihrer eigenen Gesundheit alles geleistet haben, ist es allerdings notwendig, durchzuhalten, also nicht immer wieder schwach zu werden und einzuknicken, also der Verlockung zu widerstehen, sich einzureden, dass alles „gar nicht so schlimm“ ist, wie es „nur“ an manchen Orten dieser Erde und auch gar nicht immer aussieht.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly (auf pexels.com)!

Völlig nüchtern betrachtet …

… lässt sich vieles in unserem Leben kaum oder zumindest schlecht ertragen – weil es unseren Verstand bzw. unser logisches Verständnis und Mitgefühl übersteigt (obwohl es andere, die man für fühlende Wesen hält, es als „natürlich“ propagieren und/oder „selbstverständlich“ völlig freiwillig, ohne dass sie jemand unter Gewaltandrohung dazu zwingen würde, tun):

  • Menschen zu sehen, die sich – vermeintlich skrupellos – gegen- oder auch nur einseitig Gewalt antun, den Krieg erklären oder in der Not im Stich lassen.
  • Menschen zuzuhören, die davon reden, dass es keine besseren, menschen-, tier- oder naturfreundlicheren Alternativen zu dem gäbe, was sie deshalb – unfreiwillig und/oder zumindest mit schlechtem Gewissen – tun „müssen“ oder nicht sein lassen können.
  • Sich als Eltern nicht verantwortlich für den Schutz der eigenen, „minderjährigen“ Kinder (die angeblich noch nicht erwachsen genug sind, Verantwortung für sich selbst übernehmen und JA zu dem, sagen zu können, was ihnen gut tut bzw. sie gerne freiwillig tun, bzw. NEIN zu dem, worunter sie leiden, wenn es ihnen von anderen aufgetragen oder vorgeschrieben wird) und ihre Aufklärung (über die Tücken und Gefahren, aber auch Chancen und wichtigen Lernerfahrungen in dieser Welt) fühlen zu müssen bzw. sollen.
  • In einer Welt bzw. einem Land zu leben, in dem viele Menschen keine echten, familiären Vertrauten oder Geliebte und Liebhaber haben, sondern „freundliche“ Lehrer oder Lehrerinnen, „gutmütige“ (oder zumindest speziell dafür ausgebildete) „Erzieher oder Erzieherinnen“, „gute“ Ärzte oder „einfühlsame“ Therapeutinnen brauchen, denen sie sich – ohne Scham – öffnen können bzw. wollen (weil sie an deren „Schweigepflicht“ glauben oder gar nicht darüber nachdenken, was sie fremden Menschen offenbaren oder auflasten – ohne die Verpflichtung, ihnen das irgendwann auch wieder abzunehmen).
  • Sich als Kind bzw. Mensch, der/die/das ein „erfolgreiches“ oder zumindest „schönes“, möglichst sorgenfreies Leben führen möchte, „anpassungsfähig“ machen lassen zu müssen: an von anderen – mächtigeren, (einfluss-)reicheren oder schlaueren – Menschen vorgegebenen Bedingungen, die – angeblich – allen Menschen gleichermaßen sowie der Erhaltung unserer Lebensräume dienen sollen.

Es gäbe unzählige weitere Gründe, die es rechtfertigen würden, jeden einzelnen Tag dafür zu sorgen, sich bzw. die eigenen Sinnesorgane bzw. Eingangspforten der Wahrnehmung möglichst zu verändern:

  • sie mit nervenberuhigenden Chemikalien, die Erregungsübertragungen behindern, zu betäuben,
  • den Organismus einseitig zu beschäftigen, z.B. mit etwas „Nervenaufreibendem“, mit dem die Wirkung von Neurotransmittern verstärkt wird, „zuzudröhnen“,
  • sich – mental oder physisch, indem man andere Orte aufsucht – in (realitäts-)ferne Welten zu begeben, also zu (tag-)träumen oder von fremdartigen Eindrücken inspirieren zu lassen, bzw.
  • die eigene Aufmerksamkeit zumindest so zu fokussieren oder abzulenken, dass nur noch die (überraschend) schönen, wundervollen, Seiten des Lebens zu Tage treten können oder es – mit genug Übung – irgendwann gleichgültig wird, ob sich etwas gerade (besonders) gut oder schlecht anfühlt.

Am Ende wird alles irgendwann langweilig, auch jede (Sehn-)Sucht oder Suche; vor allem, wenn man dabei nicht das Erhoffte findet oder immer wieder auch schöne Überraschungen erlebt.
Aus gesundheitswissenschaftlicher, verhaltensökonomischer Sicht kann ich also nur empfehlen, eine gesunde Balance zwischen völlig nüchternen Betrachtungsweisen und rauschartigen Zuständen zu halten, von denen man sowohl physisch als auch psychisch abhängig werden kann – je nachdem, wie angenehm, erregend oder entspannend, die damit verbundenen körperlichen oder geistig-spirituellen Erfahrungen sind (bzw. wie unangenehm die Nebenwirkungen). Ob man sich dazu etwas – der Einfachheit halber – zur Regel machen sollte oder sich stattdessen auf sich selbst verlassen kann (oder auf andere, in die eigenen Vorhaben Eingeweihte , die mit darauf achten, dass man keine „toxische Dosis“ – an zu viel Vernunft oder Gelassenheit – erreicht), ist individuell sehr unterschiedlich und abhängig von der aktuellen Lebenssituation.

Ich bin – Dank (trickreicher) antiautoritärer Erziehung und (alternativ-)wissenschaftlichen (Aus-)Bildung – schon sehr lange überzeugt: Gemeinsam – auch mit völlig Fremden – macht alles mehr Spaß; auch wenn ich den notfalls (sollte mir niemand einfallen, mit dem oder der ich ihn haben könnte, oder der Mut bzw. Ansporn fehlt, mir jemand Neues zu suchen) ganz alleine mit mir haben kann!
Ich wünsche noch einen schönen – klaren, nüchternen oder bewusstseinsveränderten bzw. -dernden Sonntag; je nachdem, was mehr dazu beiträgt, offen und neugierig bzw. interessiert an der Realität zu bleiben oder zumindest gelassen ertragen zu können, was man Neues dabei und darüber erfährt! Einfach nur (weiter) darunter zu leiden, dient mit Sicherheit vielen anderen Menschen, die sich liebend gerne mit Leidtragenden bzw. ihren „Wehwehchen“ beschäftigen, wenn sie damit ihren Lebensunterhalt bestreiten, aber nicht der eigenen Gesundheit oder Heilung.

 

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Dank für das Foto gebührt Laura Tancredi (auf pexels.com)!

Die Superstars in der Familie, einer Manege bzw. auf einer großen Showbühne oder auf dem modernen (Arbeits-)“Markt“, umjubelt von Menschen, die sie lieben

Wie Menschen sich mit kinderleichten Mitteln – Fantasie gepaart mit strategischem Ausspielen von Konkurrenten oder Konkurrentinnen (und im besten Fall „Sensations“-Medien, die darüber berichten bzw. sie im besten Licht dastehen lassen) – ihr Leben (oder sich selbst) schön(er) machen können … zumindest solange sie ihre Aufmerksamkeit nur auf ihr Publikum richten, das vor Begeisterung jubelt statt unter ihrer Show leidet oder sie kritisiert

Vielen Menschen scheint es heute nicht zu genügen, einfach nur Menschen zu sein, die – egal ob im Beruf oder zumindest in ihrer Freizeit – nicht erst Abenteuer bestehen und gegen „feindselige Schurken“ bis zum „bitteren Ende“ kämpfen bzw. eine eigene Show haben müssen, um von anderen Menschen geliebt zu werden bzw. ihr Leben als erfolgreich betrachten zu können. Ich denke nicht, dass es erst mit Hollywood, anderen Traum-Kinematographen oder auch unbebilderten Geschichtenerzählungen angefangen hat, dass sich Menschen von anderen so haben inspirieren – begeistern – lassen, dass sie sich nicht mehr damit begnügen konnten, nur sie selbst zu sein und das leisten zu können, was von Natur aus – auch völlig ohne besonderes Talent oder beeindruckendes (Hand-)Werkszeug – aus im Rahmen ihrer eigenen Möglichkeiten lag.
Menschen, die im Glauben aufwachsen (müssen), mit sich selbst – der „naturgegebenen“ Lebenssituation und den eigenen Leistungen – nicht zufrieden sein zu können, sondern „höhere„, kulturell oder religiös begründete gemeinschaftliche, familiäre oder „gesellschaftlicheIdeale verfolgen zu müssen, können nur schwerlich ein gesundes, ausgeglichenesmal mit sich allein zufriedenes, mal unzufriedenesSelbst-Bewusstsein entwickeln. Auf ihnen, die sich nicht nach Lust und Laune – zum eigenen Vergnügen, nicht um andere damit zu unterhalten – anstrengen oder gehenlassen können, sondern sich mit dem abfinden müssen, was andere ihnen – ausnahmslos, ohne individuelle Alternativen – anzubieten haben, weil sie die von anderen geforderten Bestleistungen zu erbringen versuchen, um damit nicht besser, sondern einfach nur gut dastehen zu können bzw. dafür gelobt statt getadelt zu werden, lastet ein beständiger Druck, den sie oftmals gar nicht mehr wahrnehmen, weil er für sie schon früh im Leben „normal“ geworden ist.

Es dürfte heute bekannt sein, dass Menschen schon von Natur aus soziale Wesen sind, die – um sich unnötigen Ärger zu ersparen – eher versuchen zu kooperieren als ihren eigenen Willen alleine durchzusetzen. Alle Menschen könnten längst wissen, dass man andere nicht mit Gewalt zu „guten“ oder sogar besonders herausragenden, „prominenten“ Menschen“ erziehen muss bzw. auch nicht kann, wenn man ihnen nicht gleichzeitig ein Leben vorlebt, das sie für gut befinden – weil es für sie mit „guten Gefühlen“ (der Zufriedenheit, Geborgenheit oder Freiheit – je nachdem, was sie sich gerade wünschen bzw. am meisten brauchen) verbunden ist.

Wer allerdings im eigenen Leben

  • mit dem „sozialen Wesen“ mehr schwere Niederlagen erlitten statt Herausforderungen gemeistert als haben,
  • nur anderen zuliebe auf vieles verzichtet hat, was ohne sie leicht möglich gewesen wäre,
  • aus Mitleid auch mal für andere statt nur für sich selbst gekämpft und dabei Schläge eingesteckt hat, ohne dafür Dank oder Wertschätzung – wenigstens Beachtung oder -stätigung durch lobende Worte – zu erfahren,

sucht sich eher „asoziale“ Gesellschaft, in der andere gemeinschaftliche Regeln gelten bzw. alle – angeblich – so dürfen, wie sie sind bzw. so schauspielen dürfen, wie es ihnen gerade – um sich selbst einen Spaß daraus zu machen – in den Sinn kommt.

In jeder Gemeinschaft hört der Spaß allerdings auf, wenn aus Spielen erbitterte Konkurrenz– oder sogar Wettkämpfe werden, auf die Menschen Geld oder anderes Vermögen wetten bzw. bei denen es für einige im Grunde um Leben und Tod geht: nämlich darum, eine hart erkämpfte (gesellschaftliche) Stellung zu verlieren, die sie freiwillig nicht wieder abgeben wollen.

Ich habe wenig Zweifel daran, dass es vor allem Menschen – Männer oder Frauen – waren, die unter dem Einfluss von (Stress-)Hormonen begonnen haben, im Hinblick auf ihre eigenes Überleben kompromisslose „Alles-oder-Nichts-Kriege gegen andere zu führen, also wagemutig in Kauf zu nehmen, dabei entweder zu gewinnen oder sogar das eigene Ansehen zu verlieren.
Glücklicherweise – dessen bin ich mir sicher – wird es immer mitfühlende Menschen geben, die Trostpreise verteilen. Es wird meiner Meinung nach auch immer achtsame Menschen geben, denen z.B. auffällt, wer – ungeachtet des Endergebnisses – in einem Zweikampf die bessere Figur gemacht oder sich mit unfairen Mitteln einen Sieg verschafft hat. Ich halte es für ein Märchen, dass Menschen sich den bis heute andauernden gesellschaftlichen Zirkus tatsächlich wünschen würden, wenn sie Alternativen dazu kennen würden. Aus biologischer Sicht ist es ein übles Gerücht, dass es von Natur aus Menschen gäbe, die eine Vorliebe für brutale (Mannschafts- oder Einzelgänger-)Kämpfe hätten, geschweige denn (Blut-)Opfer von Menschen (oder Tieren), die zum Wohle der Gemeinschaft auf ihre körperliche Unversehrtheit verzichten.
Im Grunde ergänzt es sich aber mit dem, das darüber kursiert, dass es eine Erfüllung sein soll, lebenslang kranke oder (im Zweikampf) verwundete Menschen zu verarzten oder ihre – womöglich in ihrem Stolz bzw. ihrer Menschenwürde verletzte – Seele über selbstverursachte Schmerzen hinwegzutrösten. Wahrscheinlich braucht es noch etwas Zeit, bis unsere „Helden oder Heldinnen des menschlichen Alltags“, ausgestorben sind, die – um attraktiv auf andere zu wirken – versuchen, das, was sie besitzen, als Waffe gegen andere zu benutzen –

ihr Vermögen bzw. das, was sie sich davon kaufen können,

ihre Männlich- oder Weiblichkeit bzw. ihre zielstrebige Körperkraft oder Verführungskunst,

ihr schauspielerisches Talent oder ihre Fähigkeit, sich Hilfe zu holen oder benötigte Hilfsmittel – Werkzeuge – selbst herzustellen.

Bis sich neue Verhaltensweisen, vor allem in Folgegenerationen durchsetzen, braucht es Zeit – nachdem Menschen eingesehen haben, dass sie sich zum Affen gemacht haben, weil sie sich vor allem auf ihre Urinstinkte verlassen haben. Womöglich brauchen wir irgendwann weder Arenen noch große Marktplätze, auf denen sich unsere häufig selbsternannten „Helden des Alltags“ noch präsentieren können, und können stattdessen gemeinsam oder öffentlich die Menschen feiern, die es sich ehrlich – durch „harte“ bzw. eine vernünftige Arbeit statt mit (Hobby- und Wett-)Spielereien – verdient haben, als Superstars gefeiert zu werden.

 

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Dank für das Foto gebührt Jose Antonio Gallego Vázquez (auf pexels.com)!

Alle Jahre wieder …

Vom Sinn und Unsinn vom Festhalten an Familientraditionen und vom einseitigen Heraufbeschwören schöner oder bedeutungsvoller Erinnerungen

Das 4. Adventslicht steht für das (All- oder Vollständig-)Sein: Für alles, was bisher geschehen und heute Teil unseres Lebens ist – ob von allen Menschen gewünscht oder sogar erwartet oder nicht

Die Adventszeit – das Warten auf etwas, das unumgänglich kommen wird – geht zu Ende. Vielleicht erwarten die meisten Menschen, die schon länger auf dieser Erde weilen, dass „alles wie immer“, also wie gewohnt oder zumindest nicht ungewöhnlich neu sein wird? Vielleicht freuen sich viele darauf, wieder einmal mit Menschen zusammenzukommen, die sie länger nicht gesehen haben, oder über schöne Überraschungsgeschenke, die ihnen ihr eigenes Leben selten bietet. Vielleicht graut einigen eher davor, an Feierlichkeiten teilnehmen zu müssen, mit denen sie selbst überhaupt nichts anfangen können – weil etwas gefeiert wird, was sie überhaupt nicht in andächtige oder ausgelassene Festtagsstimmung versetzt.

Die Vorstellungen, die Menschen davon haben, wie sich die in unseren Breiten kälteste und dunkelste Zeit des Jahres möglichst angenehm überbrücken lässt, sind vielfältig: Einigen Menschen dienen die letzten Wochen des Jahres – statt

  • sich auf andere zu konzentrieren, denen sie eine Freude bereiten oder nach Möglichkeit helfen wollen, heil durch den Winter und in ein neues Jahr zu kommen
  • über Geschenke nachzudenken, oder
  • sich über neue Dinge zu freuen –

eher dazu, in ihrem Leben Altes auszumisten, angesammelte Vorräte zu verbrauchen, Platz zu schaffen und sich vor allem auf sich selbst zu konzentrieren, um zur Ruhe zu kommen, über das vergangene Jahr oder das bisherige Leben nachsinnen und mit Kraft und neuen Ideen – statt mit zusätzlichem Ballast und Gewicht auf den eigenen Schultern oder Rippen – in ein neues Frühjahr starten zu können.

Um aus

  • unseren Erfolgen oder dem, was uns bisher nicht gelungen ist,
  • Angst-, Schuld- oder Glücks-Gefühlen,
  • Gewissensbissen oder anderen Schmerzen
  • Zweifeln oder Sicherheiten, also
  • schönen Momenten sowie Erfahrungen zu lernen, die wir gerne vergessen und uns zukünftig gerne ersparen würden,

brauchen wir Menschen sowohl Ruhe und Zeit für bzw. mit uns alleine als auch Menschen, die uns dazu inspirieren, etwas Neues zu versuchen.

Wir können uns entweder gegenseitig mit „schönen“ Geschenken, die uns erfreuen, unterhalten oder beschäftigen und davon ablenken sollen, dass in dieser Welt oder unserem eigenen Leben nicht alles so ist, wie wir es uns wünschen würden, darüber hinwegtrösten, dass es uns nicht gelingt, die Hürden zu nehmen, die jeder neue Anfang mit sich bringt. Wir können unsere Wünsche nach Veränderungen damit befriedigen, uns möglichst viele Lustgefühle mit dem zu bescheren, was wir bereits kennen: mit Hilfe unserer Kreativität können wir aus allem Altem etwas Neues machen oder Erinnerungen aufleben lassen, so dass wir in den damit verbundenen Glücksgefühle schwelgen können.

Menschen sind – vor allem in Gemeinschaft – gut darin, sich das Leben mit bestimmten Ritualen, die von der Realität ablenken, schön zu machen und zu verdrängen, was sie hinterher bereuen könnten:

  • üppige Mahlzeiten, süße Knabbereien und übertriebener Konsum von Getränken oder anderen Genussmitteln, die weder gesund noch umwelt- oder tierfreundlich waren und die sie sich mit viel Entschluss- bzw. Muskelkraft und Energieaufwand hinterher wieder von den Rippen abarbeiten bzw. von denen sie ihren suchtanfälligen Geist entwöhnen müss(t)en, wenn es ihnen ihre Knochen und Gelenke, ihr Herz-Kreislauf- oder Nervensystem und ihre davon überlasteten (Hormon-)Drüsenaktivitäten und Faszien, also Bindegewebsfasern und Weichteile wert wären ;
  • den Zeit- und Energieaufwand für den Kauf oder die Vorbereitung von Geschenken, über die sich niemand wirklich gefreut hat, weil das, was „gewöhnlich“ verschenkt wird, heute selten noch jemand braucht, also im Grunde überflüssig ist, oder
  • die eigene Unfähigkeit, eine ehrliche Meinung zu Geschenken abzugeben, die weder auf ihre nachhaltige, ressourcenschonende Produktion noch Verpackung oder Recyclingfähigkeit überprüft wurden, die also vielfach in erster Linie Müllberge wachsen lassen bzw. für die häufig viele Menschen unter umwelt- und gesundheitsschädlichen, menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten mussten.

Wir können nichts daran ändern, dass die Welt ist, wie sie heute ist – so wie unsere Vorfahrengenerationen sie uns hinterlassen haben. Wir können nur dankbar annehmen, was sie in Liebe und nach bestem Wissen und Gewissen für uns aufgebaut haben.
Aber wir könnten auch aufhören, so zu tun, als wäre daran nichts mehr zu ändern bzw. als müssten wir alles tolerieren und weiterführen, nur weil sie es begonnen und uns als Tradition übergeben haben.
Wir könnten es sein lassen, an Alternativlosigkeit und daran zu glauben, dass sich andere um unsere größten Probleme kümmern, z.B. unsere eigene Gesundheit oder die Naturzerstörung, die uns als „Klimawandel“ verkauft wird – wie uns das schon seit Jahren mantraartig über die bzw. in den unterschiedlichsten Medien vorgebetet wird.

Die ungemütlichsten Tage des Jahres – während die Natur eine Pause macht und sich vor uns zurückzieht – lassen sich nutzen, um sich einmal genauer umzuschauen und in Stille zu betrachten, was man selbst eigentlich (noch) will bzw. sich für die Zukunft wünscht oder gerne vermeiden möchte: Draußen mag es stiller als sonst sein und trüb, vieles sogar krank oder tot aussehen; aber die Sonne ist unserer Erde und uns allen – in den wenigen Stunden, die sie uns direkt ins Gesicht scheinen kann – auch nicht ferner als sonst, und im Boden, auch oder vor allem unter einer dichten Schneedecke, und an den Bäumen laufen bereits die Vorarbeiten für ein neues Erwachen zum Leben.
Wo befinden wir uns aktuell eigentlich? Was oder wen haben wir um uns herum ange- bzw. versammelt? Was haben wir damit gewonnen, dass wir entweder fast immer alles oder selten das, was wir uns wirklich gewünscht hätten, bekommen haben?
Vielleicht lohnt sich zur Abwechslung ein neu(gierig)er Blick dahin, wohin wir – aus welchen Gründen auch immer – bisher noch nie so genau geschaut haben, und ein – wenigstens kurzer, schneller – mutiger auf das, was wir längst wissen, wohin wir aber lieber nicht wieder schauen wollten:

  • weil wir bereuen, dass wir es so weit haben kommen lassen;
  • aus Angst davor, es damit nur noch schlimmer zu machen;
  • oder der „eigenen Meinung„, die wir uns gar nicht selbst (ein-)gebildet, sondern von anderen haben einreden lassen, dass wir jetzt ohnehin nichts mehr daran ändern oder wiedergutmachen können.

Nichts, was in der Vergangenheit geschehen ist, lässt sich jemals genau so wiederherstellen, wie es einmal mal. Wir könn(t)en es nur rekonstruieren und ein Verständnis dafür bekommen, was passiert ist. Wir könn(t)en uns darüber verständigen, wie wir zukünftig damit umgehen oder dafür sorgen wollen, dass nicht noch mehr Menschen dadurch zu Schaden kommen oder andere fühlende Wesen unnötig verletzt werden. Wir könn(t)en

  • uns all das verzeihen, was wir früher noch nicht wissen konnten oder wollten,
  • die damit verbundenen Gewohnheiten loslassen, die uns dazu bringen, uns im Kreis zu drehen, bzw.
  • alte Rituale abschaffen, die keinen Raum für die freie Entscheidung lassen, sich entweder in den Kreis zu begeben oder ihm auch unentschuldigt fernzubleiben, ohne dass andere damit enttäuscht werden, sich dadurch beleidigt oder gedemütigt fühlen.

Die Welt wird sich weiter drehen, auch völlig ohne dass wir uns routiniert mit ihr nur in (selbst-)bestimmten oder sogar von anderen (gesetzlich) festgelegten Kreisen bewegen. Wir sind ein Teil der Natur und enger mit ihr verbunden als Du vielleicht denkst; aber wir können frei wählen, wem oder welchen Tätigkeiten, Bedürfnissen und Leidenschaften wir uns hingeben bzw. gedankenlos unterwerfen wollen.
Wir können uns vor den Herausforderungen, vor die wir gestellt werden, drücken, sie annehmen oder uns vor eigene, völlig andere stellen, also unseren Fokus verändern und die ausblenden, die uns nicht zielführend erscheinen.
Wir sind in der Lage zu entscheiden, wofür wir (Lebens-)Energie verschwenden oder woraus wir sie schöpfen können oder wollen und wofür wir sie vielleicht überhaupt nicht benötigen, weil wir wissen, dass wir das Talent haben, sie uns zu ersparen, indem wir darauf verzichten, etwas zu tun.

Es gibt in unserem Leben unendlich viel zu beachten – lass‘ Dich davon aber nicht beirren oder Dir Angst und Schwindelgefühle einjagen! Achte darauf, dass Du vor allem Menschen um Dich hast, mit denen Du Dich wohl fühlst, weil sie entweder besonders auf Dich achten oder Dir Dinge zu beachten geben, auf die Du selbst wenig oder gar keinen Wert legst.
Pass‘ auf, dass Du andere nicht dafür verachtest, dass sie nicht sind wie Du und Deine Wertvorstellungen teilen, sondern halte lieber eine gewisse Distanz zu ihnen. Ich bin mir sicher, dass irgendwann alle Menschen – wenn es sein soll, weil es wichtig für sie und ihre persönliche Entwicklung ist – die Gelegenheit bekommen herauszufinden, warum alles ist, wie es ist und sie da und so sind, wo und wie sie (geworden) sind.
Zu Veränderungen bereit ist niemand, der oder die vollends zufrieden mit der Welt und dem eigenen Leben ist. Ohne dass andere den Anstoß dazu geben, setzen sich viele – vor allem gut erzogene – Menschen, die gelernt haben zu warten, bis sie an der Reihe sind und dazu aufgerufen werden, vorsichtshalber nicht selbstständig in Bewegung. Nachhaltig erfolgreich dabei sein, uns immer wieder an das anzupassen, was aktuell erforderlich ist – weil die Zeit von Natur aus Veränderungen mit sich bringt – können wir nur gemeinsam: indem wir sie mit anderen Menschen, die selbst noch nicht ausgelernt haben und zu Veränderungen bereit sind, nicht nur routiniert durchstehen, sondern so bodenständig durchlaufen, dass wir dabei immer auch offen und flexibel bleiben für „Dinge“ bzw. Informationen, die uns völlig abgehoben oder „unter aller Sau“ erscheinen.

Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde (bzw. dem tiefsten Untergrund) als wir uns alle jemals alleine vorstellen können. Deshalb ist es auf jeden Fall hilfreich, regelmäßig zusammenzukommen, um das auszutauschen, was wir alle Neues wissen oder aus unseren Lebenserfahrungen gelernt haben.
Ich wünsche Dir also eine schöne letzte Adventswoche mit vielen sinnvollen Begegnungen und vielleicht auch völlig neuen, schönen Ideen für den Jahresabschluss 2022!

 

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Dank für das Foto gebührt pixabay (auf pexels.com)!

Wenn die eigene Hütte brennt

Es mag ein beruhigendes Gefühl sein, im Notfall von Zuhause aus um Hilfe von außerhalb rufen zu können – zur wirklichen Sicherheit bräuchten wir aber Menschen in unserer unmittelbaren Nähe, die wissen, wie man sich auch erst einmal selbst bzw. gegenseitig weiterhelfen kann

Unser modernes, naturfernes, gesellschaftliches – kultiviertes oder kulturelles bzw. zivilisiertes – Leben mag vielen Menschen ein Gefühl von scheinbaren Sicherheiten vor Lebensgefahren vermitteln. Dabei haben wir uns nur völlig neue damit geschaffen, dass wir heute so leben (wollen), wie wir leben (wollen).

Was für viele Menschen früher noch ein Todesurteil gewesen sein mag, ist heute vielleicht leicht vermeidbar oder – falls es sich um eine Krankheit gehandelt hat – relativ leicht behandel- und mit genügend Zeit und Erholung völlig ausheilbar. Dafür haben wir uns – weil das Leben einfach ein (Zeitschinde-)Spiel mit bzw. gegen den Tod ist und es immer bleiben wird – viele neue Möglichkeiten eingehandelt, die uns langsam dahinsiechen lassen oder uns unverhofft das Genick brechen oder den Kopf, also unsere bisheriges Leben kosten können. Wir bekommen – zumindest ist das meine Überzeugung – allerdings immer bzw. vermutlich sogar immer wieder die Chance, das Leben, das unsere (körperliche, geistige und seelische) Gesundheit bzw. Unversehrtheit in Gefahr gebracht hat, zu überdenken und noch einmal ganz neu von vorne zu beginnen. Wir können – wenn wir wirklich leben wollen – nicht nur jeden materiellen Verlust verkraften, auch schwere, lebensgefährliche Verletzungen ausheilen, wenn wir ihnen genug Aufmerksamkeit schenken und die Zeit geben, die sie brauchen, um auch keine „unschönen“ Narben (auf unserer Seele) zu hinterlassen. Wir können uns damit abfinden, dass sie oder auch schwere Verluste ein Teil von uns sind und sie bewusst in unsere tägliche Körperpflege bzw. Psychohygiene einbinden, so dass sie nicht unbewusst – aus Unachtsamkeit, weil wir versucht haben, sie zu ignorieren – immer wieder aufgerissen werden oder schmerzen, wenn wir sie zu Gesicht bekommen, also bewusst wahrnehmen und uns daran erinnern lassen „müssen“, dass es sie gibt.

Meiner Meinung nach werden früher oder später alle Menschen Erfahrungen machen, die sie sich oder anderen gerne erspart hätten – weil das Leben nicht nur ein fairer, sondern auch ein harter Lernprozess ist, der uns immer wieder vor die Wahl stellt, etwas zu akzeptieren oder es aufzugeben (es weiter auf die bisherige Weise zu versuchen). Vor allem, wenn sich Menschen – in „gutem Glauben“ bzw. aus Selbstüberschätzung und fehlender Demut vor dem, was im schlimmsten Fall kommen könnte – zu viel für ihren Rücken, ihre Arme oder Beine bzw. Muskelkraft, Ausdauer oder Dehnungsfähigkeit, also Flexibilität, vielleicht auch Schulden auf ihrem Bankkonto oder bei anderen Menschen aufgelastet haben, kann im Grunde jederzeit eine Notfallsituation eintreten. Dann ist es gut zu wissen,

  • wie man sich auch selbst bzw. mit den Menschen, mit denen man zusammenlebt, wenigstens notdürftigvorübergehend – weiterhelfen oder
  • wo man sich so lange in Sicherheit bringen kann, bis die akute Lebensgefahr gebannt ist.

Ich werde weiterhin – auch wenn das Leben vieler Menschen davon abhängt, dass sie anderen in Notfällen helfen, weil sie von ihnen dafür bezahlt werden – daran glauben, dass es immer auch Menschen geben wird, die in echten Notfällen auch unentgeltlich , aus völlig freien Stücken bzw. einem inneren Bedürfnis heraus und daher mit ganzem Herzen bei der Sache ihre Hilfe und das, was sie haben oder geben können, ohne ihr eigenes Leben zu gefährden, mit anderen teilen werden, ohne das geringste dafür, also nicht einmal ein Dankeschön zu verlangen.

Vielleicht „müssen“ viele Menschen einfach noch oder wieder lernen, dass es hilfreich ist, wenn man noch nicht verlernt hat, andere nicht nur rechtzeitig – vorsorglich um Hilfe zu bitten und in guten Zeiten Zuständigkeiten zu verteilen und gemeinsame Vorkehrungen zu treffen, sondern auch zu spüren, auf welche Menschen man sich im Notfall so lange verlassen kann, bis man wieder selbstständig in der Lage ist, sich weiterzuhelfen. Nicht alle Menschen haben die Kraft, für andere so lange ihre individuellen Freiheiten aufzugeben; vor allem, wenn sie nicht sicher sind, dass es sich auch für sie lohnt, ihr Leben – wenigstens zeitweise – mit anderen zu teilen und sie bestmöglich darin zu unterstützen, wieder oder endlich einmal auf eigenen Beinen zu stehen.

Ich wünsche uns allen noch ein Leben ohne die Erfahrung, sich völlig überraschend – ohne dass wir uns mental darauf hätten vorbereiten oder es hätten vermeiden können – im Stich gelassen zu fühlen! Wir habe alle gemeinsam ein – nicht für alle erholsames oder besinnliches – 4. Adventswochenende vor uns: Mit hoffentlich möglichst wenig brennenden (statt hell erleuchteten) Räumen, Wohnungen oder Häusern, weil irgendwer zu unvorsichtig mit Gas, Elektronik bzw. einem elektrischen Gerät oder Feuerzeug, Räucherstoffen oder brennenden Kerzen umgegangen ist, also ohne ausreichende Kenntnis oder Beachtung der Gefahren mit dem Feuer gespielt hat.

 

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Dank für das Foto gebührt imustbedead (auf pexels.com)!