Wie vielleicht aus giftigen Pflanzen (und Tieren oder Pilzen) wirksame Nahrungs-, Heil- oder Genussmittel wurden

Wenn Menschen zu kreativ werden, um zu überleben

Als Wissenschaftlerin mache ich nicht nur Beobachtungen. Ich entwickle Theorien zu allem, was ich sehe und/oder fühle.
Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen wenig Verständnis für ein naturnahes Leben und eine natürliche Ernährungsweise – im Einklang mit der Natur – haben. Wir alle sind beeinflusst von dem, was uns unsere Eltern oder die Gesellschaften, in denen wir aufwachsen, als „normal“ vorgelebt haben, selbst wenn wir uns als Kinder erst daran gewöhnen müssen, dass vieles, was wir überhaupt nicht mögen, gut für uns sein soll oder sein kann.
Weil ich überzeugt bin, dass wir selbst am Besten wissen, was uns – weil wir es spüren, schmecken oder riechen – wirklich gut tut, denke ich, dass das, was wir dazu hören, also gesagt bekommen, nicht unbedingt der Wahrheit entspricht: dem, wie es von Natur aus für uns gedacht ist.

Alles, was wir erst zubereiten, also nicht frisch und roh – in seiner natürlichen Form – zu uns nehmen können, ohne dass uns davon übel wird und wir vielleicht sogar schwer krank werden können, ist meiner Meinung nach ein von Menschen geschaffenes Kunstwerk, seien es gekochte oder anders abgetötete – sterilisierte, konservierte – Pflanzen (oder Tiere) oder Teile, Extrakte, und Mischungen, die daraus gewonnen bzw. hergestellt wurden.
Wir vertragen weder die meisten frischen, ungekeimten Hülsenfrüchte noch die meisten sogenannten Heilpflanzen, -pilze oder Gewürze und „essbaren“ Tiere in Mengen, um nur davon satt zu werden bzw. damit gesund zu bleiben. Da uns die Natur seit Anbeginn der Menschheit – bevor unsere Vorfahren begonnen haben, Nahrungsmittel nicht mehr nur zu sammeln bzw. uns zu erjagen, falls sie in der Lage waren, uns davonzulaufen, zu kriechen, zu schwimmen oder zu fliegen – alles geboten haben muss, was wir zum Leben gebraucht haben, müssten wir auch heute noch in der Lage sein, uns von ihr ernähren zu können, ohne die Methoden zu kennen, die sich Menschen im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte haben einfallen lassen, um sich das Leben bzw. die Nahrungsmittelbeschaffung vielleicht nur leichter, angenehmer zu machen.
Es kostet vielleicht Energie, Pflanzen selbst erst anzubauen oder Tiere selbst zu halten – sie zu kultivieren bzw. zu züchten, zu pflegen und mit dem zu versorgen, was sie als Nahrung brauchen – und/oder sie erst genieß- bzw. über ihre Lebenszeit hinaus haltbar zu machen; aber dafür kann man hinterher einfach zugreifen anstatt sie erneut sammeln bzw. erjagen zu müssen.
Wenn man sich – wie abenteuerlustige Menschen – neue Lebensräume erschließen möchte, ohne zu wissen, ob man dort etwas Essbares findet, kann es überlebenswichtig sein, genug Proviant mitgenommen zu haben, bevor sich die eigene Verdauung an neue Lebensmittel gewöhnt hat.
Der Bauer frisst nur so lange nichts, was er nicht kennt, solange er noch genug von dem hat, was ihn bisher völlig zufrieden gestellt, also gesättigt hat.
Nicht alle Menschen sind so neugierig, so experimentierfreudig, freiwillig „exotische“ Pflanzen, Pilze oder Tiere bzw. Teile davon zu sich zu nehmen und Gefahr zu laufen, sich daran zu vergiften.

Ich weiß nicht, ob wir den VertreterInnen unserer Vorgängergenerationen dafür dankbar sein sollen oder nicht, dass sie es uns ermöglicht haben, uns heute völlig unnatürlich zu ernähren – nicht mehr nur von (Nuss-)Früchten oder Samen, Wurzeln, Knollen oder Rüben, Sprossen oder Keimlingen und jungen Pflänzchen oder Blättern (die keine große Menge an Giftstoffen produzieren, deren Wirkung sich Menschen seit jeher zur Bewusstseinsveränderung oder um damit – bei Unwohlsein – einen Brechreiz auszulösen zu Nutze gemacht haben).
Sehr viele Menschen scheinen aus meiner Sicht unter ernährungsbedingten Krankheiten oder den Folgen ihres zu hohen Fleisch-, Fisch-, Pilz oder Genussmittelkonsums bzw. der Einnahme von wirksamen Heil- bzw. Giftpflanzen in unnatürlichen Mengen zu leiden, auch wenn ihnen gar nicht bewusst ist, dass ihre körperlichen Beschwerden damit zusammenhängen könnten.

Auf der anderen Seite leben andere Menschen sehr gut davon, dass sich so viele Produkte aus Pflanzen, Tieren und diversen Pilzen sowie auch mit Hilfe von Mikroorganismen herstellen und – Dank jahrhunderte- oder sogar jahrtausendealter Werbung dafür – leicht verkaufen lassen.
Jede/r freie Mensch, der oder die freie Entscheidungen treffen kann, bekommt irgendwann (zurück), was er oder sie (sich) verdient hat und unbedingt haben bzw. konsumieren oder in Umlauf bringen möchte. Denn in der Natur wird nichts vergessen, egal ob es mit besten Absichten oder böswillig geschehen ist. Aber ich habe den Eindruck, dass sie normalerweise all denen vergibt, die ehrlich bereuen, was sie sich selbst – ihrem eigenen Körper – angetan haben, weil sie es nicht besser wussten und dachten, sie könnten sich auf das verlassen, was ihnen irgendwann einmal so gelehrt wurde, dass sie es sich zur Gewohnheit gemacht haben.
Nur einschränken oder ganz sein lassen sollten sie es tunlichst bald – um sich nicht weiterhin unnötig stark damit zu vergiften, sondern stattdessen ihre körpereigenen Entgiftungsmechanismen wirksam werden zu lassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Conscious Design (auf Unsplash)!

Liebe, Lust und Leidenschaft

Die Macht der natürlichen, hormonbedingten menschlichen Anziehungskräfte über vernünftige, glaub- oder gewissenhafte Vermeidungs- oder bewusste Abstoßungsreaktionen

Menschen, die in ihrem Leben zufällig – weil sie sich entschieden haben, zu einem bestimmten Zeitpunkt am selben Ort bzw. an einem bestimmten Ort zur selben Zeit zu sein – aufeinandertreffen, treten miteinander in Resonanz. Selbst wenn sie sich weder besonders sympathisch sind, also intuitiv gleiches Mitleid für sich oder andere empfinden bzw. ähnlich leidvolle Erfahrungen in ihrem Leben gemacht haben, noch gemeinsame Interessen finden, die ihnen Lust darauf machen, sich wiederzusehen, oder sich ineinander verlieben, weil sie sich von Anfang an gefallen, gerne zuhören, gut riechen und schnell eine gemeinsame Zukunft vorstellen können, können sich unterbewusst Anziehungskräfte entwickeln, wenn die natürliche Chemie zwischen ihnen stimmt (die nicht von künstlichen Düften, gekünstelten gegenseitigen Vorstellungen oder anerzogenen – statt frei erlernten – Verhaltensweisen getäuscht werden kann).

Wer sich und die eigenen sieben Sinne (inklusive der feineren, feinstofflichen oder hellen, erhellenden Form) – bzw. wie sie sich befriedigen bzw. beruhigen lassen – schon gut kennt, spürt, wenn ihm oder ihr harmlos, unauffällig oder sogar abstoßend wirkende Menschen gefährlich werden können, oder andere, die sich besonders auffällig verhalten oder kleiden, keine besondere Bedrohung darstellen, sondern nur anwesendpräsentsein oder wahrgenommen werden wollen.

Alle anderen lernen es im Laufe ihres Lebens – je nachdem, wie

  • neu- bzw. wissbegierig und experimentierfreudig (oder traumatisiert – verletzt oder durch Vorerfahrungen sozial gestört) sie sind,wie
  • viel Zeit sie sich dafür nehmen wollen und wie
  • viel Lust sie darauf haben oder wie
  • sehr sie sich selbst vertrauen (können) statt sich nur auf das verlassen zu müssen, was andere ihnen weismachen wollen –

früher oder später – schneller oder langsamer – oder vielleicht auch gar nicht, in wessen Nähe sie sich gefahrlos begeben und aufhalten können, ohne es hinterher zu bereuen, oder wem sie besser möglichst aus dem Weg gehen bzw. von wem sie sich lieber baldmöglichst wieder freundlich verabschieden sollten, wenn sie nicht immer wieder unnötig lange darunter leiden – also Mitleid empfinden oder Sehnsucht nach (neuer oder mehr) Liebe, Lust und Leidenschaft spüren wollen, weil manche Menschen sie immer wieder in Versuchung führen, d.h. mit (un-)bewusster (Um-)Werbung versuchen bzw. es sogar schaffen, sie abhängig davon bzw. regelrecht süchtig danach zu machen.

 

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Dank für das Foto gebührt Dan-Cristian Pădureț (auf Unsplash)!

Familienmitglieder mit besonderen Bedürfnissen

Von der menschlichen Verlockung, ihre eigene Existenz darauf zu begründen, vor allem mit Schwächeren oder hilfsbedürftig Erscheinenden – die sich über jede Unterstützung freuen (sollten) – zu interagieren statt sich um die Interessen derer zu sorgen, die stark genug scheinen, das selbst zu tun, oder Hilfsangebote ablehnen

Kein Mensch ist wie ein/e andere/r, genauso wenig wie eine Familie einer anderen gleicht.
Es gibt kleine und große; schwergewichtige oder starke bzw. eindrucksvolle oder einfache und vielleicht unbedeutend oder schwächer erscheinende; eher leise-zurückhaltende oder laute-draufgängerische, eintönige oder bunte, welche mit über- oder unterdurchschnittlich vielen „Extremitäten“ bzw. „extrem anderen Mitgliedern“ oder Besonderheiten, selbst innerhalb eines Verwandtschaftskreises.
Die Natur bietet unendlich viele Möglichkeiten für individuelle Entwicklungen und Zusammenstellungen unterschiedlicher, von Natur aus zwei- oder vier- bis vielbeiniger oder sogar beinloser Individuen.

Für mich als Biologin gehören nicht nur Eltern oder Groß- und Urgroßeltern, Geschwister, Tanten, Onkels, Cousins und Cousinen, Neffen und Nichten etc., sondern alle Säugetiere zu einer natürlichen Familie, innerhalb der allen die gleichen Lebensrechte bzw. individuelle Rücksichtnahme entgegengebracht werden sollte. Dass wir auch mit allen anderen Arten von Lebewesen rücksichtsvoll, gemäß ihrer, aber auch unserer natürlichen Bedürfnisse umgehen sollten, ist für mich allerdings auch gar keine Frage. Mir gehen Menschen zu weit, die sich eigene Gesetze machen und Rechte geben, also so tun, als dürften sie auf dieser Welt ungestraft tun und lassen, was sie wollten, sich also alle anderen Lebewesen unterordnen.
Ich bin überzeugt, kein freilebendes Tier (das sich nicht an menschliche Regeln und Routinen gewöhnt hat)  käme auf die Idee, sich automatisch schon beim Aufwachen – nur aufgrund der eigenen Verfassung oder Laune – für stärker und „besser“ oder schwächer und „schlechter“ zu halten als andere, ohne es überprüft zu haben: Alle, die sich bisher aufgrund ihrer Fähigkeiten Vorrechte angeeignet hatten bzw. für sich beansprucht haben, könnten diese – sollten sich z.B. irgendwelche (Umwelt-)Faktoren und damit die individuellen Voraussetzungen oder Umgebungsbedingungen (überraschend) geändert haben – nicht weiter benötigen und verteidigen wollen (sondern stattdessen Hilfe bei etwas brauchen).
In der Natur ist jeder Tag wirklich neu. Alle müssen täglich in erster Linie gut für sich selbst sorgen (können) – den eigenen Körper und Geist sowie seelische Bedürfnisse bzw. die Nahrungsmittel, mit denen sie genährt, also aufgebaut oder erhalten, und bei Bedarf entgiftet werden – oder zumindest wissen, wer oder was ihnen behilflich dabei sein kann, das zu bekommen, was sie brauchen und daher gerne  haben möchten.

Nur Menschen haben sich angewöhnt, zu denken, sie müssten auch über die Köpfe anderer hinweg – die vielleicht nicht einmal ihre eigenen Kinder oder Haustiere sind, für deren Verhalten bzw. daraus entstehende Schäden sie selbst die Verantwortung tragen müssen, oder die ganz offensichtlich zeigen, dass sie nicht damit einverstanden sind, sich also z.B. dagegen sträuben – Entscheidungen zu treffen. Selbst Eltern, die von Natur aus die Bedürfnisse ihres eigenen Nachwuchses, also ihres eigenen Fleisch und Blutes intuitiv verstehen könnten (wenn sie genug Selbstbewusstsein und –vertrauen hätten), hören heute viel zu oft auf andere, die sich aufgrund ihres mit Zeugnissen oder Urkunden und anderen Schriftstücken nachgewiesenen Bildungsstandes, ihrer Ausbildung oder ihrer Berufserfahrungen „ExpertInnen“ nennen (können/wollen/dürfen).
Viele Menschen wissen nicht, dass es nicht mehr als eine unbewiesene Behauptung, eine wissenschaftliche These ist, die (Körper-)Sprache von „Untersuchungs- oder Versuchsobjekten“ – den „Objekten menschlicher Begierden“ bzw. ihres intuitiven Tatendrangs – so genau studiert zu haben, dass man sie – ohne überhaupt irgendetwas über ihre Vergangenheit wissen zu müssen – auf Anhieb verstehen und wissen könnte, wie man sie auf einen Blick „liest“ und – vielleicht mithilfe wissenschaftlicher Fragebögen oder anderer Anleitungen und Testverfahren – ihre „wahren“ Bedürfnisse erkennt.

Nur Menschen denken – vor allem wenn sie sich mit anderen, die sie für besser (oder auch schlechter) als sich selbst halten, vergleichen – sie wären in der Vergangenheit oder insgesamt nicht konsequent oder streng bzw. unterwürfig genug (gewesen), wenn andere sich ihnen gegenüber nicht immer wie erwartet oder gewünscht verhalten. Freilebende Tiere wissen, dass sie immer damit rechnen müssen, dass etwas Unerwartetes geschieht oder etwas immer wieder neu versuchen können bzw. sogar müssen, weil es von der Tagesform des Gegenübers abhängt, ob sie mit ihrem – aufdringlich-fordernden oder demütigen – Verhalten erfolgreich sein könn(t)en oder nicht.

Nur Menschen haben sich ihre natürliche Achtsamkeit – sowohl im Hinblick auf ihre eigenen körperlichen, geistigen und/oder seelischer Bedürfnisse als auch ihre intuitive Vorsicht und Rücksichtnahme auf die anderer – ab- und dafür einen lebenslangen Beschützer- oder Mutterinstinkt, ein unnatürliches, krankhaftes Helfersyndrom, antrainieren, anerziehen, lassen: dadurch, dass sie an festen Orten in lebenslangen Gemeinschaften auch mit besonders unvorsichtigen oder rücksichtslosen, sehr ängstlichen oder draufgängerischen anderen leben wollen oder müssen, wenn sie nicht als NomadInnen durchs Leben ziehen und sich nur bei Menschen (oder Tieren) niederlassen wollen, mit denen sie sich von Natur aus wohl oder besonders verbunden fühlen.

Nur Menschen, die sich – weil ihre individuellen, besonderen Bedürfnisse nicht ausreichend wahrgenommen bzw. gestillt werden – in ihren natürlichen Gemeinschaften nicht wohl fühlen, kommen auf die Idee, diese zu verlassen und sich andere zu suchen bzw. sogar eigene Familien zu gründen, für die sie – als Familienoberhaupt – die Verantwortung übernehmen wollen.

Nur Menschen, die perfektionistisch versuchen, sich um alles und jede/n zu kümmern, erfinden Ausreden für sich, warum sie sich nicht genug Zeit dafür nehmen können oder Energie haben, sich um sich selbst zu kümmern (oder dagegen zu wehren, dass andere über ihren Kopf hinweg Entscheidungen treffen können – selbst wenn sie die nicht für gut befinden).

Ich sehe heute selten wirklich glückliche Menschen oder vorbildliche Familien, sondern eher Trauerspiele, die Menschen aufführen, die

  • (Tier-)ÄrztInnen brauchen, die ihnen bei Krankheitssymptomen sagen müssen, was denen fehlt, um die sie sich hätten kümmern sollen;
  • nicht wissen, wie man natürliche Bedürfnisse bei anderen erkennt bzw. richtig deutet, wenn die sich dafür schämen bzw. unangenehme Erfahrungen damit gemacht haben;
  • zu wenig Wissen über ganz normale VertreterInnen ihrer eigenen Art oder einer Tierart haben, die sie in ihre Familie aufnehmen möchten;
  • denken, sie wären nur zu gutherzig-inkonsequent, um feste, strenge Regeln zu etablieren, mit denen alle glücklich und zufrieden – ohne Stress miteinander haben oder sich übereinander ärgern zu müssen – leben könnten, sobald sie sich ihnen unterworfen hätten …

Was für viele Menschen „vernünftig klingt„, oder einst vernünftig geklungen hat, ergibt oft nur solange Sinn, bis man beginnt, eigene Erfahrungen damit zu machen.
Dann kommt – wenn man anerkennen kann, dass unser Leben dazu da ist, Erkenntnisse zu sammeln und dazuzulernen – die Zeit, darüber nachzudenken, woher die eigenen Vorstellungen vom und Erwartungen an das Leben kommen und es auch einmal aus anderen Perspektiven zu betrachten.
Aus meiner Perspektive erscheint es mir nicht
besonders vernünftig, sich im Voraus auf Jahre oder Jahrzehnte bzw. vielleicht sogar lebenslang einer festen Lebensgemeinschaft zu verpflichten.
Es mag schön sein, sich als Teil einer über viele Jahre eingeschworenen Gemeinschaft zu fühlen.
Ich nehme mir lieber die Freiheit heraus, meine Lebenszeit dafür zu investieren, mich mit den Problemen der Menschen im Miteinander oder bei ihrem Verständnis von Tieren und Pflanzen bzw. anderen Arten von Lebewesen – also vor allem der lebenden Natur (aber auch in Verbindung zur toten) – und mit natürlichen, gesunden, ökologischen Beziehungen zu beschäftigen. In der Natur geht es nicht um Gewinn-und-Verlust-Rechnungen, also darum, ob sich alles Leid (auf das Freude folgen kann) lohnt, um glückliche Zeiten auskosten zu können, sondern um gegenseitiges Ver- oder ein gesundes – anfängliches, vorsichtiges – Misstrauen und einen achtsamen, verantwortungsvollen Umgang miteinander, nachdem man sich die Zeit genommen hat, sich näher kennenzulernen (oder eher aus dem Weg zu gehen und nur aus der Ferne zu grüßen).

Es gibt immer wieder Zeiten, in denen Menschen (oder auch Tiere) mehr persönliche Freiheit und Zeit für sich alleine oder mehr Zuneigung bzw. die Sicherheit brauchen, dass andere im Notfall für sie da sind.
Es hat also wenig mit den Menschen (oder Tieren) an sich zu tun hat, sondern vor allem mit ihren individuellen Lebensumständen und Angewohnheiten, sich „normalerweise“ die Zeit zu vertreiben, von der sie hin und wieder eine Auszeit brauchen, um sich davon erholen zu können. – Denn das, was anfangs viel Sicherheit und/oder Wohlbefinden verspricht, – unnatürliche Routinen und/oder Genuss-Süchte, die unsere natürlichen Sinne unter- bzw. überreizen und früher oder später keine Überraschungen (mehr) bieten können – macht Menschen auf Dauer krank und/oder unglücklich und/oder hilfsbedürftig und/oder irgendwann schlauer als vorher. Wer besonders sozial veranlagt ist oder erzogen wurde, neigt dazu, neugewonnenes Wissen so schnell wie möglich in der Welt verbreiten zu wollen, damit anderen schmerzhafte Erfahrungen erspart bleiben; Menschen – die eher schadenfroh sind bzw. sich erst mit anderen solidarisch fühlen, wenn diese dieselben Lebenserfahrungen wie sie selbst gemacht haben – können fröhlich oder zumindest entspannt dabei zuschauen, wie andere dieselben „Dummheiten“ im Leben begehen wie sie selbst.

Es ist weder ein Freundschaftsdienst noch ein Liebesbeweis, andere – weil sie vermeintlich oder angeblich keine eigenen, sinnvollen Entscheidungen für sich treffen können oder würden, wenn sie genug für sie leicht verständliche Informationen dazu (bekommen) hätten – wie willen- oder gehirnlose Wesen zu behandeln und nicht immer wieder zu versuchen, mit ihnen in Kontakt zu treten bzw. zu kommunizieren, bis sie den Eindruck erwecken, verstanden zu haben, was sie tun bzw. welche Verantwortung sie damit auf sich laden (- dass sie die Folgen ihres Tuns nicht versuchen abzuschätzen). – Das ist menschliche Anmaßung begründet auf festen Vorurteilen und fehlendem Wissen über andere und das Leben oder Naturgesetze und Anziehungskräfte oder Abstoßungsreaktionen im Universum.

In meinen Augen ist es außerdem Dummheit aus Gedankenlosigkeit oder aufgrund von fehlender Zeit, Geduld bzw. einem Mangel an Inter-Esse an anderen (also daran, wirklich bewusst mit ihnen zu sein, sich mit ihnen verbunden zu fühlen) von Menschen, die sich angewöhnt haben, ihre eigene Existenz, das eigene, individuelle Dasein auf dem anderer zu begründen, sich also davon abhängig zu machen, oder nur mit ihnen zu inter-agieren, es also willkürlich – bunt, wild und ungezügelt oder nach strengen Regeln – miteinander zu treiben (um so möglichst viel Spaß am Leben zu haben).
Es ist für mich das größte Versagen des Homo sapiens, zu denken, man könne die Stärksten und (Einfluss-)Reichsten einfach tun lassen, was sie vorhaben, oder sein zu lassen, wie sie sind, ohne ihnen täglich wieder ihre Grenzen aufzeigen zu müssen, sobald sie ihre Macht über andere zu sehr ausnutzen. Viele Menschen, die tun als wären sie die Allein-HerrscherInnen über die Erde oder die im Geheimen Auserwählten, um die Interessen der Natur als Ganzes und gleichzeitig der Menschheitsfamilie als einer Art  – unter unzähligen anderen – zu vertreten, ignorieren häufig, wenn Interessen ihren diametral entgegenstehen bzw. nicht miteinander vereinbar sind.
Die Zeit wird zeigen, welche sich irgendwann durchsetzen

P.s.: Es ist nicht damit getan, sich um körperliche oder seelische Bedürfnisse anderer zu kümmern wie die nach materieller Nahrung, Wasser, einem Schlafplatz, ausreichend Bewegungsraum und Streicheleinheiten. Es ist genauso essentiell für dauerhaft und nachhhaltig gute oder enge Familienbeziehungen, Angehörige intellektuell zu fordern, also vor immer wieder neue Herausforderungen oder Probleme zu stellen, die sie bewältigen können (oder für die sich gemeinsam Lösungen finden lassen), oder bei ihrer Körperpflege zu helfen, wenn sie selbst dazu noch oder gerade nicht bzw. vor allem im Alter nicht mehr selbstständig dazu in der Lage sind, oder im Krankheitsfall zu wissen, wie man ihnen helfen kann, vor allem, wenn sie besonders anfällig für bestimmte Gesundheitsprobleme sind

 

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Dank für das Foto gebührt CDC (auf Unsplash)!

Was Menschen für normal halten …

…, während es völlig unnatürlich ist und die Funktionsweise unseres Organismus sogar so stören kann, dass er Krankheitssymptome entwickelt

Kaum ein Mensch hinterfragt Dinge, die er oder sie für normal hält, und viele wundern sich sogar noch darüber, dass Menschen trotz ihres vermeintlich „gesunden Lebensstils“ irgendwann krank werden. Dabei leben heute kaum noch Menschen, die das eigene Leben gar nicht in den eigenen Händen halten (also z.B. für andere statt nur für sich allein, um damit leben zu können, arbeiten müssen), wirklich so wie es für uns Menschen von Natur aus, so wie wir uns also natürlich entwickelt haben normal wäre.

Es ist alles andere als normal, sondern aus biologischer Sicht krankhaft, abnorm,

  • in Häusern (zu einem bestimmten Datum, also nicht einfach unter bestimmten Umständen) zur Welt kommen und leben;
  • auf weichen Matratzen oder in Wasserbetten zu Zeiten zu schlafen, zu denen man lieber wach wäre;
  • sich zu einer bestimmten Uhrzeit wecken zu lassen;
  • morgens als erstes etwas zu essen; (statt sich körperlich und mental auf die Futtersuche vorzubereiten);
  • schön zum Frühstück toxisch wirkende Genussmittel zu konsumieren;
  • als erwachsene Menschen noch Milch zu konsumieren;
  • in ‚Gegenden oder zu Jahreszeiten, in denen man auch ohne tierische Lebensmittel überleben kann (weil genug pflanzliche Nahrung und genug Sonnenlicht zur freien Verfügung steht), Energie für die Jagd oder die Herstellung von „Frischmilchprodukten“ zu verschwenden;
  • zu Jahreszeiten, in denen man genug kalorienreiche Nahrung findet, zusätzlich auf kalorienhaltige Getränke aus konservierten Pflanzenteilen zurückzugreifen;
  • Kleidung zu tragen, wenn es so warm ist, dass man ins Schwitzen kommt, ohne dass eine Sonnenbrandgefahr besteht;
  • in Behausungen wohnen, in denen sich Schimmel bilden kann oder die anders der eigenen Gesundheit schaden können;
  • zu denken, ein böser Geist oder Fremdkörper, der sich nicht von alleine wieder auflösen könnte, wäre in den eigenen Körper gefahren, wenn man sich schlecht fühlt (und ein Arzt oder eine Ärztin eine „gefährliche Krankheit“ diagnostiziert);
  • unsichtbare Viren wie klar erkennbare Bakterien für Organismen zu halten, die dem Menschen gefährlich werden können, wenn sein natürliche Abwehr geschwächt ist;
  • willkürlich Masse aus einem rotierenden und sich in Kreisen bewegenden, lebenden Körper wie unserer Erde entfernen oder verschieben und nicht damit zu rechnen, dass er dadurch seine Umlaufbahn um den Planeten, der ihm Lebensenergie spendet, ändern oder aus dem Gleichgewicht kommen könnte, das für seine BewohnerInnen überlebenswichtig ist;
  • Orakeln, HellseherInnen oder Computerprognosen zu vertrauen;
  • sich auf Papier geschriebene Menschenrechte zu verlassen, um als Mensch z.B. ein Recht auf ein freies, unabhängiges Leben und eigenverantwortliche Entscheidungen einfordern zu dürfen;
  • als Kind oder Jugendlicher die eigene Zukunft (und vielleicht sogar Familie) planen und sich auf etwas festzulegen, was man sein Leben lang tun will, bis man – angeblich – wieder zu alt dafür ist;
  • sich als BewohnerIn eines Landes auf einem endlichen Planeten, in dem die Menschen so viele Ressourcen verbrauchen, dass wir mehrere Erden bräuchten, wenn alle so leben wollen würden, eigene Kinder zu wünschen;
  • selbst Kinder in die Welt setzen zu wollen, wenn man weiß, wie lebensgefährlich eine Schwangerschaft oder Geburt für Menschenfrauen sein kann, wenn sie nicht jede Hilfe bekommen, die sie dafür brauchen;
  • in unglücklichen Beziehungen zu bleiben, die keine gemeinsamen Ziele verfolgen, weil man sich zu abhängig von ihnen gemacht hat, um sich noch zuzutrauen, ohne sie überleben zu können;
  • Menschen oder Tiere und Pflanzen, die man liebt bzw. geliebt werden, einzusperren und dabei ihrer natürlichen Freiheit zu berauben;
  • aus Dingen, die Spaß machen, Wettbewerbe oder sogar Konkurrenzkämpfe um Trophäen zu machen;
  • sich das Lachen, Weinen, Niesen, Husten, Einwände erheben, … verkneifen;
  • auf erwachsene Menschen zu warten oder sie zu etwas anzutreiben, wenn sie gar nicht mitkommen, etwas lernen oder sich beteiligen möchten.

Ich würde mich riesig freuen, wenn ich andere Menschen dazu bringen könnte, über ihr eigenes Leben nachzudenken und herauszufinden, warum sie vielleicht ein Leben führen, das sie auf Dauer krank oder unglücklich gemacht hat oder noch machen könnte, weil wir unsere menschliche Natur nicht verleugnen können.
Aber ich erwarte nicht, dass mir viele glauben werden, dass wir relativ leicht wieder mehr zur Natur zurückkehren könnten – wenn wir uns neue Wertsysteme schaffen und denen ihre Macht nehmen würden, die mit ihrem Geld und ihrem Technologiewahn die Entfremdung von unserer Natur vorantreiben und gleichzeitig unsere schöne Erde zerstören oder sie aus ihrem natürlichen, fein austarierten, Gleichgewicht bringen. Ich spare mir viel Energie, wenn ich mich auf die konzentriere, die bereits bereit dafür sind, ihr Leben wirklich ökologischer, naturfreundlicher und damit auch gesünder, gestalten zu wollen, also auch auf Dinge zu verzichten, die noch nie normal waren, sondern nur von Menschen für normal erklärt wurden, die nicht viel vom Menschsein zu verstehen scheinen.
Menschen, die etwas dadurch schöner machen wollen, dass sie es zerstören, – vor allem wenn es um ihre eigene Gesundheit geht – sind für mich genauso wenig normal wie andere, die es für normal halten, ihnen untätig dabei zuzuschauen. Solange es „nur“ um ein einzelnes Leben geht, mag das kein allzu großes Drama sein. – Aber wenn von „Großmogulen“ oder anderen (einfluss-)reichen Menschen gekaufte Medienhäuser sogar noch dafür belohnt werden, dass diese in Zeitungen und anderen Propagandamedien über sich selbst und ihre „Heldentaten“ berichten (lassen) können, weil sie gekauft oder sogar abonniert werden, ist das für mich – als relativ normale Biologin, denn ich habe ein Universitätsstudium beendet und bewiesen, dass ich wissenschaftlich arbeiten und meine Meinung mit eigenen Experimenten und überzeugenden Argumenten vertreten kann – aktuell der Gipfel des Abnormen (das viele Menschen für unsere neue Normalität zu halten scheinen).

 

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Dank für das Foto gebührt Artem Beliaikin (auf Unsplash)!

Einfach schön leben

In einer Welt voll von wundervollen, schönen Bildern und Produkten, die weder zeigen, was ein einfaches Leben wirklich bedeutet, noch, was Wundervolles und Schönes in der Natur dafür zerstört wurde

Selbst Menschen, die die Bilder und Produkte herstellen, die andere einfach nur noch kaufen, wissen heute selten wirklich etwas über die Rohstoffe, mit denen sie arbeiten – weil sie sie eben einfach auch nur irgendwo gekauft haben.

Viele Menschen machen es sich gerne besonders einfach.
Viele Menschen delegieren Aufgaben, die ihnen selbst nicht liegen, – weil sie ihnen entweder keinen Spaß machen oder sie sogar ein schlechtes Gefühl dabei haben – gerne an andere.
Viele Menschen wollen gar nicht alles wissen, was sie tun, vor allem, wenn sie feststellen, dass es etwas ist, was anderen schadet – weil sie es nicht ausreichend bedacht hatten, als sie angefangen haben, sich dafür zu begeistern.

Menschen sind allerdings alle in der Lage,

  • dazuzulernen;
  • sich (Denk-)Fehler einzugestehen und sie auch vor anderen zuzugeben, vor allem, wenn sie sie davor bewahren möchten, dieselben zu begehen;
  • sich vorzunehmen, das neugewonnene Wissen zukünftig auch praktisch zu nutzen, also nicht so zu tun, als gäbe es überhaupt keine Alternative zur bisherigen Vorgehensweise;
  • sich zum Ziel zu setzen, irgendwann wirklich ein einfach schönes Leben – im Einklang mit der Natur, also ohne sie dabei weiterhin so zu zerstören, wie sie es bisher für all die einfach schönen Bilder und Produkte getan haben, mit denen sie ihr Leben bereichert oder finanziert haben, weil sie sie selbst produziert haben.

Nur beginnen müssten sie es erst einmal, indem sie damit aufhören, weiterhin neue Bilder und Produkte zu kaufen oder herzustellen, die weder nachhaltig produziert werden können – ohne also dabei mehr Natur zerstören zu müssen als nachwachsen kann, bevor ihre Ressourcen erneut benötigt werden – noch einen nachhaltigen Sinn ergeben, der zum Beispiel darin liegt, andere Menschen darüber aufzuklären, wie sinnlos die Menschheit die Natur lange Zeit für einfach schöne Bilder und Produkte zerstört und sogar Menschen dabei grausam ausgebeutet hat.

Jedes Eigentum verpflichtet, bereits von Natur aus (damit ihre Ressourcen für alle Kreisläufe verfügbar sind, die sie brauchen, um am Leben gehalten zu werden). Alle Lebewesen außer dem Menschen, der seine eigenen Regeln aufgestellt hat, folgen deshalb  – bewusst oder unbewusst, intuitiv oder durch eigene Erfahrungen – den Naturgesetzen,

  • sich Informationen darüber einzuholen, wem etwas gehört bzw. vorher gehört hat und vielleicht weggenommen wurde,
  • achtsam mit den eigenen Besitztümern umzugehen, um sie nicht versehentlich zu zerstören, und
  • dafür Sorge zu tragen, dass es – sollten sie es nicht mehr brauchen – andere noch etwas damit anfangen können.

Es ist nicht damit getan zu denken, irgendjemand würde sich schon finden, der oder die sich darum – um eine nachhaltige Produktion oder verantwortungsvolle Müllentsorgung – kümmert, vor allem, wenn niemand überhaupt einen Überblick darüber hat, woher alles kommt und geht, was man im täglichen Leben benutzt (obwohl man es im Grunde überhaupt nicht zum „normalen Leben“ als Mensch in der Natur braucht).

 

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Dank für das Foto gebührt Jazmin Quaynor (auf Unsplash)!

Morgenmuffel langsam aufgewacht! Die Welt leidet lange genug unter Eurem Trotzkopf

Ihr boykottiert nicht nur Menschen, die Euch das Aufstehen erleichtern wollen und damit Eure Beziehungen, sondern auch Euch selbst und auf Dauer Eure Gesundheit bzw. körperliche, geistige und seelische Ausgeglichenheit

Ich habe das Glück, mich als Kind intuitiv an dem Menschen orientiert zu haben, der morgens als Erster mit guter Laune und viel Energie die Verantwortung für den Rest seiner Familie übernommen hat. Es macht für mich keinen Sinn, sich zu lange Zeit dazu zu lassen, wenn man ohnehin aufstehen „muss“ (um einer Arbeit nachzugehen, der man – aus welchem Grund auch immer – nachgehen möchte), sich vorzustellen, wie kalt es sein wird und schon „vorsorglich“ einem warmen Bett hinterherzutrauern oder sich gedanklich damit aufzuhalten, dass das, was eine/n erwartet, nicht nur so sein könnte, wie man es sich wünscht. Es macht keinen nachhaltigen Sinn, – zumindest in gesundheitlicher Hinsicht – Kaffee zu trinken, um die eigenen Nerven und Muskeln zu Arbeit zu zwingen, die ihnen ihrem Verstand als „unsinnig“ oder zumindest „nicht erstrebens- oder des Aufstehens wert“ abgespeichert ist. Und es macht – wieder im Hinblick auf die eigene Gesundheit – noch weniger Sinn, zu einem Kaffee, der aufputscht, eine Zigarette zu rauchen, die der Beruhigung dienen soll.

Wenn Du also zu den sogenannten „Morgenmuffeln“ – ich nenne sie eher Trotzköpfe gegen den Beginn jedes neuen Tages – gehörst, dann fang‘ doch Deinem Körper, Deinen Nerven, Deinen Muskeln, Deinen Knochen, Deinem Kreislauf und Deinen Liebsten zuliebe mal an, Dich selbst – Deine Gedanken – sinnvoll zu kontrollieren und ihnen etwas Positiveres vorzugeben als das, was Du bisher morgens gedacht hast. Trainiere Dir an, Deine Nerven mit guten Vorsätzen zu stimulieren, ihnen also dadurch Lust aufs Aufstehen zu machen, dass Ihr Euch sicher seid, dass der Tag etwas schönes Neues und nicht nur Erfahrungen bringen wird, auf die Ihr lieber verzichten würdet.
Nimm‘ dabei Rücksicht auf Deinen Körper, bewege ihn schon im Bett vorsichtig, um ihn auf den Temperaturwechsel vorzubereiten. Strecke Dich aus, damit Dein Blut wieder überall hinfließen kann, wo es in der Nacht, beim ruhigen Schlafen, nicht gebraucht wurde. Wenn Du sehr unruhig schläfst und unerholt aufwachst, weil Dein Körper nachts das nachholt, was Du ihm tagsüber verwehrt hast , versucht Dein Körper Dir vielleicht nur klarzumachen, dass Du ihn tagsüber zu wenig bewegst oder auch sonst zu wenig auf das achtest, was er braucht, um nachts die Pause zum Nichtstun genießen zu können.
Gib‘ Deinen Muskeln zum Aufstehen – neben der Wärme, die Du mit Dehnen und Strecken produzieren kannst – auch genug Sauerstoff, schlaf‘ also am Besten bei offenem Fenster, atme kräftig und verdränge die Luft aus Deinen Lungen nicht schon frühmorgens mit Zigarettenqualm, auch wenn Du dadurch weniger spürst, dass Deine Muskeln schmerzen.
Nimm‘ Dir Zeit für ein paar „Aufwachübungen“ – Dein Körper wird es Dir lange danken, wenn Du nicht immer versuchst, ihn in kürzester Zeit von 0 auf 100 Hochzudrehen.

Man kann morgens auch schon unkonzentriert herumlaufen und trotzdem die Dinge erledigen, die man sich im Laufe seines Lebens antrainiert, also zur Gewohnheit gemacht hat – wie in Ruhe Kaffee kochen und ihn dann bei jedem Schluck genießen statt ihn nur als Antriebsmittel zu sehen, das dafür verantwortlich ist, ob der Tag beginnen kann oder nicht.
Ich sehe mittlerweile ein, dass es Menschen gibt, die unbedingt überall mitreden wollen und dann von anderen Menschen genervt sind, die das auch schon direkt nach dem Aufstehen können – ohne sich darauf konzentrieren zu müssen, weil sie intuitiv über das sprechen können, was sie beschäftigt.
Ich verstehe heute, dass man sich viele Worte und damit auch Energie sparen könnte, wenn man versucht, Menschen, die nur bewusst geplant statt intuitiv sprechen möchten, davon zu überzeugen, dass man Energie zurückbekommt, wenn man bereit ist, sie zu investieren – zumindest von Menschen, die dieses Naturgesetz nicht mit ihrem Trotzkopf zu boykottieren versuchen.
Ich weiß ja, dass Menschen den Mut haben müssen, etwas Neues auszuprobieren, wenn sie neue Erfahrungen machen und etwas Neues dabei lernen wollen.
Aber es ist natürlich bequemer, sich einreden zu lassen, man wäre eben von Natur aus ein Morgenmuffel statt sich eingestehen zu müssen, dass man sich dieses Verhalten nur hart antrainiert, also angewöhnt hat – weil man

  • schon als Kleinkind morgens nicht genug Zeit bekommen hat, es richtig zu lernen, also intuitiv alles zu machen, was man dazu braucht;
  • es im Laufe des Lebens nicht beibehalten konnte, weil man sich zu hohe Ziele gesetzt hat (oder auch zu niedrige, die auch wenig dazu anspornen, dafür aufzustehen); oder
  • nie auf die Idee kam, es abzugewöhnen und anzufangen, sich auf jeden neuen Tagesbeginn zu freuen und ihn sich mit milderen Mitteln als Nervengiften so angenehm wie möglich zu machen:vielleicht zuerst mit einem Lächeln; hinterher durch ein paar kleine Bewegungen der Füße und Beine, gefolgt vom Ausstrecken der Arme und Vertreiben der verbrauchten Luft aus den Lungen, also kräftigem Gähnen.

Wenn Du dann noch etwas findest, vielleicht eine ganz eigene Technik erfindest, die Dir Spaß macht, um Dich vorsichtig aus dem Bett rollen und/oder möglichst gelenkschonend auf die Beine bringen zu können, dann wirst Du vielleicht feststellen, wie viel Zeit und Energie Du in Deinem Leben damit verschwendet hast, es Dir unnötig schwer damit zu machen, den Tag möglichst nicht einfach, nämlich friedlich und im Einklang mit Dir selbst und den Menschen bzw. Stimmen um Dich herum (statt sehr leichtsinnig im Hinblick auf Deine Gesundheit) zu beginnen.

Ich hoffe, Dein Tag hat trotzdem irgendwie gut begonnen, auch ohne dass Du beschlossen – weil Du es mit dem Weckerklingeln oder beim ersten Augenaufschlag ausgeschlossen) hast, dass er überraschend der Beste Deines Lebens werden könnte! Ich finde es löblich, dass Du der Welt offen zeigen willst, was Du von Ihr hältst. – Aber lass‘ Deine Wut oder Verzweiflung darüber nicht an den Menschen aus, die versuchen, Dein Leben schöner zu machen, sondern eher an denen, die Dir die Hoffnung genommen haben, dass es Sinn macht, jeden Morgen wieder gutgelaunt, mit neuen guten Vorsätzen und Plänen für ein schöneres Leben aufzustehen – auch wenn die sich jeden Tag ändern, weil unerwartet etwas weniger Schönes vorher erledigt werden und man sie noch einmal verschieben musste.

P.s.: Wenn Du Dir das Aufstehen und Wachwerden bzw. In-die-Gänge-kommen nicht unnötig schwer machen willst, gewöhnst Du Dir an, bei offenem Fenster (notfalls mit Ohrstöpseln, falls Du sonst keine erholsame Ruhe findest) zu schlafen und Dir nicht gleich als Erstes morgens den Magen vollzuschlagen. Menschen, die anschließend in (Büro-)Stühlen oder an ihren Arbeitsgeräten sitzen und in Ruhe dabei verdauen können, mag das nicht schaden; alles anderen profititeren davon, ihre Energiereserven vom Vorabend zu mobilisieren und erst zu essen, wenn sie hungrig geworden sind von ihrer körperlichen oder geistigen Ertüchtigung.

 

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Dank für das Foto gebührt Karina Tess (auf Unsplash) und für die Erfahrungen, die ich mit Morgenmuffeln machen durfte, allen, neben denen ich in meinem Leben schon aufgewacht bin oder mit denen ich die ersten Stunden des Tages verbringen durfte!

 

Warum Dein schlechtes Gewissen und Glück gemeinsam die Welt verändern und retten können

Und warum selbstbewusste Menschen ohne Selbstvertrauen nicht nur sie meist unbewusst zerstören

Als WeltverbessererIn braucht man nicht nur ein eigenes schlechtes Gewissen und Streben nach Glück. Man braucht in einer Welt der bewussten und unbewussten Zerstörung auch unendlich viel Ausdauer, Geduld und das Vertrauen, dass es sich überhaupt noch lohnt, andere Menschen auf ihr destruktives Leben hinzuweisen. Und man braucht immer wieder neue Ideen, um für unterschiedlichste Menschen Möglichkeiten zu schaffen, dabei mitzuhelfen, die Welt (zum Besseren, Schöneren) zu verändern, ohne sie dabei zu schockieren, wie schlecht und unschön sie in vieler Hinsicht ist, weil Menschen genau so (weiter-)leben „wollen“ wie sie es aktuell tun …
Denn: Die Welt verändern können wir entweder alle zusammen – in unserem Sinne – oder indem wir das umsetzen, was sich ein paar wenige, (einfluss-)reiche und (welt-)machtversessene Menschen unter einer „schönen, neuen Welt“ oder auch einem Neuanfang vorstellen und mit ihren Jahrhundertelang erprobten Mitteln (Geld, Information) bzw. Systemen (Staaten, Medienhäuser, wissenschaftliche und religiöse Institutionen) weiter vorantreiben.

Wenn Du vielleicht selbst WeltverbessererIn werden willst, muss Du einerseits bereit sein, vor vielen Menschen dasselbe immer wieder zu wiederholen – auch gegen Widerstände von vor allem sehr selbstbewussten Menschen, die behaupten, alles, was Du sagst, schon zu wissen und auch verstanden zu haben, obwohl sie das Leben gar nicht umfassend studiert haben und dadruch oft wenig oder sogar keinerlei Selbstvertrauen, Menschenkenntnis bzw. Naturverständnis haben. Menschen, die weder sich selbst noch andere Menschen und die Natur gut kennen – was für mich als Naturforscherin und Lebenswissenschaftlerin eng miteinander verflochten ist – brauchen einfache Möglichkeiten, ein schnell und unerwartet auftauchendes schlechtes Gewissen (hinsichtlich des eigenen unzureichenden oder mangelhaften Wissens) auch schnell wieder zu beheben; damit es ihnen Hoffnung (im Hinblick auf eine bessere Welt in der Zukunft) gibt und sie nicht in die Verzweiflung treibt.

Menschen, die Vertrauen in die Evolution und die menschliche Bewusstseinsentwicklung haben;
Menschen, die wissen, dass sie selbst aus einem guten Grund auf dieser Erde sind (auch wenn sie alleine wenig an ihr verändern können) und ihre Stärken spüren können, ohne dass sie sie sich hart antrainiert hätten;
Menschen, die wissen, dass sie andere verzaubern können, ohne dabei tricksen zu müssen;
Menschen, die sich sicher sind, dass sie weniger Bedeutung haben als das große Ganze, für das sie automatisch – ohne dass sie es wollen oder können müssten – leben und arbeiten,
können gar nicht anders als mit gutem Gewissen leben und ihr Bestes dafür tun, dass es so bleibt (auch wenn sie dabei an anderen Menschen verzweifeln, die denken, sie müssten sich ihr Leben erst verdienen).

Es gibt Menschen, die – wie ich – ihr Leben lang erfolgreich ihrem Herzen, ihrer Intuition folgen konnten, weil sie keine höheren Ziele hatten bzw. sich dabei immer am richtigen Platz (wenn auch nicht Ziel) gefühlt haben. Ihnen fehlt häufig das Verständnis für Menschen, die das nicht (mehr) tun und stattdessen vor allem Vernunft- oder Bauchentscheidungen treffen – weil ihnen nur so von anderen genug Liebe und Verständnis entgegengebracht wurde, um ihre eigene Herzensenergie, die ihnen geschenkt wurde, am Leben zu erhalten.
Aber: Die Welt wird beherrscht von IndividualistInnen, die ständig auf der Suche (nach der Liebe oder dem Sinn ihres Lebens) sind und denken, dass ihnen etwas fehlt – obwohl sie gar nichts verloren haben, sondern nur nicht wissen, dass sie das, was sie suchen, längst besitzen.

Niemand, kein Mann und keine Frau, braucht sich deswegen zu schämen oder muss ein schlechtes Gewissen haben, wenn er bzw. sie keine Eltern oder LehrerInnen hatte, die ihm oder ihr das beigebracht hätte.
Und niemand muss sich meiner Meinung nach von anderen ein schlechtes Gewissen machen lassen, die Liebesdienste verlangen, die er oder sie nicht leisten kann oder möchte.
Aber: Hast Du Dich je gefragt, woher Deine persönlichen Erwartungen und Wünsche, die Du anderen – die Du behauptest zu lieben – entgegenbringst, eigentlich wirklich kommen oder von wem Du Dir warum genau ein schlechtes Gewissen machen lässt?
Wer kann daran etwas ändern?
Wer könnte freiwillig an sich arbeiten und sich neue Verhaltensweisen angewöhnen?
Wer könnte in sich gehen und hören oder fühlen, neu recherchieren, gemeinsam mit anderen darüber nachdenken, unterschiedliche Strategien entwickeln und zu Diskussion stellen, um gemeinsame Lösungen für ein zukünftig friedlicheres und schöneres, liebevolleres Zusammenleben zu finden?
Und wer wählt den alten, eingefahrenen – angeblich besseren, schnelleren oder einfacheren – Weg, Menschen keine wissenschaftliche Literatur, sondern Ratgeber in die Hand zu drücken, ihnen keine umfassenden Informationen an die Hand geben, sondern Ratschläge erteilen oder sie sogar persönlich (um-)erziehen zu wollen, damit sie zukunftsfähig bleiben oder werden und die Welt dabei nicht zerstören bzw. retten (obwohl sie gar nicht gerettet werden müsste, wenn Menschen sie nicht zerstören würden …)?
Wer glaubt ungeprüft, dass die Welt immer schon so war und weiterhin ist, wie spezielle Gelehrte es behaupten?

Viel Freude beim Finden Deiner Antworten – wenn Du danach suchst und dabei vielleicht sogar Dich selbst verändern oder retten kannst!

Weisheit beginnt im Staunen, soll schon Sokrates gesagt haben

Weisheit beginnt nicht darin, etwas unbedingt wissen bzw. herausfinden zu wollen, was man sich vorher schon gedacht hat

Die moderne Wissenschaft hat ihre Neugier verloren – vielleicht, weil es im Grunde schon genug Erklärungen für alles gibt, was Menschen unbedingt herausfinden wollten: Wie sich die Natur nachhaltig nutzen lässt, ohne dass sie dabei kontrolliert oder völlig beherrscht werden kann; weil sie eigenen Regeln folgt.
Menschen können ihr Verhalten, also auch Naturkatastrophen zwar vorhersagen, aber nicht verhindern.

Es gibt WissenschaftlerInnen, die wollen das entweder nicht einsehen oder können vielleicht (noch) nicht soweit denken.
Stattdessen schaffen sie sich ihre unnatürlichen Fantasiewelten und natürlich unnützes oder sogar (lebens-)gefährliches, geistiges Wissen, das sie sich daraus herleiten – statt Erklärungen und Lösungen für die Probleme zu finden, die sie sich damit – mit ihrer Uneinsichtigkeit, dass sie das Leben immer nur möglichst sinnvoll leben, aber nie im Voraus berechnen ode gegenüber allen Gefahren absichern können – immer wieder selbst neu schaffen.

Ich bin neugierig, wie lange ich noch darüber staunen darf bzw. mich darüber wundern muss, dass theoretisch zu Intelligenz fähige Menschen in der Praxis der Anwendung des verfügbaren Wissens so elendig versagen.

 

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Dank für das Foto und die Idee zum Titel gebührt Brett Jordan (auf Unsplash)!

Wie vermeidbare Krankheiten und Körperverletzungen oder -entstellungen zu neuen „Gesundheitsregeln“ oder Schönheitsidealen führen

Von krankhaften Schuldgefühlen, unnatürlicher Scham oder fehlgeleiteten Sympathien, also (selbst-)zerstörerischen, unmenschlichen Mitleidsbeweisen

Geboostert ist das neue gesund.
Adipositas ist das neue Normalgewicht.
Körperlich entstellt oder auf die Unterstützung von neuen (Bio-)Technologien angewiesen ist das neue schön und glücklich.
Es ist nicht verwunderlich, dass Krankheiten und bereits „angeborene körperliche oder psychische Auffälligkeiten“ zunehmen und der Eintritt in den Transhumanismus für viele Menschen ein persönliches Lebensziel wird. – Für Menschen, die kaum etwas über natürliche Gesundheit, Immunität und (Selbst-)Heilung oder die Ursachen von umweltbedingten Krankheiten oder „Geburtsschäden“ wissen, sondern sich vor allem darauf verlassen, dass es die Medizin gibt, die sie persönlich heilen kann, oder (bio-)medizinische Forschung irgendwann soweit sein wird, die Krankheiten sogar ganz besiegen werden.

Menschen, die

  • sich ihrer eigenen „Schuld“ bzw. Verantwortung für ihren eigenen Körper und Geist bewusst werden;
  • erkennen, dass sie sich in ihrem Leben – durch ihren eigenen Lebensstil, vor allem, wenn sie den trotzig, überheblich oder übereilt, entgegen dem Rat von Menschen, die sie vor der ein oder anderen „schlechten Angewohnheit„, den Auswirkungen ihrer körperlichen Exzesse oder ihres ungesunden Umfeldes gewarnt haben, gewählt haben – selbst krank gemacht haben;
  • Unfälle verursacht oder anders dazu beigetragen haben, dass sie selbst oder andere Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen oder geistigen Behinderungen leben müssen,

neigen sie dazu, dieses persönliche Versagen zu verdrängen.

Die Mehrheit der Menschen scheut sich, der Wahrheit in ihr hässlichstes Gesicht zu schauen, und vermeidet es, ehrlich über Dinge zu reden, die ihnen unangenehm sind.
Stattdessen fokussieren sie sich darauf, sich einzureden, dass sie es nicht besser wussten bzw. auch nicht besser hätten wissen können, selbst wenn sie sich vorher schlauer gemacht, also Zeit dafür genommen hätten, sich zu informieren.
Kranke oder verletzte Menschen und Menschen, die wissen, dass sie zu den Erkrankungen oder Verletzungen anderer beigetragen haben, zeigen sich meistens besonders solidarisch mit anderen, die ähnlich gerne ihre Verantwortung leugnen und die Schuld bei anderen suchen bzw. sich einreden, genau diese Krankheiten oder Verletzungen seien – auch unter anderen Umständen, wenn sie selbst anders gelebt hätten – unvermeidbar gewesen.

Die (bio-)technologische und -medizinische Forschung freut sich: Über zahlungswillige KundInnen, die nicht dafür sorgen, dass es zukünftig weniger Kranke, Auffällige oder Entstellte, also vermeidbare Krankheiten und angeborene oder im Laufe des Lebens erworbene Missbildungen gibt, sondern freiwillig mitfinanzieren, dass sie vielleicht irgendwann so gesellschaftsfähig gemacht werden, dass unser aller Leben und medizinische Versorgung davon abhängt, dass es sie gibt.

Meiner Meinung nach ist es nicht nur persönliche Dummheit bzw. Feigheit, sich nicht dem zu stellen, sich damit zu konfrontieren, was man längst wissen könnte, und sich stattdessen lieber zum Opfer der Medizin, von unachtsamen Mitmenschen oder von UnternehmerInnen, die tote Lebensmittel herstellen, unsere Umwelt vergiften und niemanden für ungesunde Arbeitsbedingungen entschädigen, zu erklären. Es ist ein kollektives, globales Versagen der Menschheit, die sich Homo sapiens und aufrecht gehend nennt, dass sie noch nicht Mensch genug ist, sich bei all ihrem verfügbaren, angesammelten Wissen ehrlich mit körperlicher und geistiger Gesundheit auseinanderzusetzen und die wahren Schuldigen, unsere menschlichen Schwächen – z.B. Voreiligkeit oder Vormundschaft über andere, eigene Überheblichkeit oder Machtmissbrauch gegenüber anderen – zu benennen, so dass wir uns in Zukunft gegenseitig besser vor ihnen schützen können.
Ich glaube nicht, dass wir sie verhindern können oder unter Strafe stellen müssen, weil sie sich auch sinnvoll für unsere menschlichen Gemeinschaften – z.B. zur Kommunikation darüber, als Lernbeispiele oder zur gegenseitigen Unterhaltung – nutzen ließen.
Wir könn(t)en alle lernen, – ganz (bio-)technologische Forschung und Medizin – bessere Menschen zu werden; wenn wir es woll(t)en und das (Selbst-)Vertrauen hätten, es nicht nur werden zu können, wenn wir (noch) viel Zeit dafür haben, sondern jeden Tag unseres Lebens dazu beitragen zu können: Indem wir offen und ehrlich, auch in aller Öffentlichkeit, über unsere selbstgemachten, weil im Grunde vermeidbaren (Zivilisations-)Krankheiten, gesundheitsschädlichen Fehlentscheidungen oder krankhaften Schönheitsideale und über unsere – auf Angst, nicht fehlender Intelligenz – beruhende Ignoranz sprechen (statt sie unter gespielter, vorgetäuschter Toleranz oder Akzeptanz zu verstecken).

Was Schmerzen verursacht (hat), aber vermeidbar ist oder gewesen wäre, sollte meiner (Minderheiten-)Meinung nach kein weiterer Mensch stillschweigend tolerieren oder solidarisch akzeptieren müssen. Ich hoffe noch, dass sich irgendwann in der Zukunft eine Mehrheit von Menschen darauf einigt.

P.s.: Seit jeher dulden Menschen willkürliche Zucht-Versuche von experimentierfreudigen – angeblich nach dem Schönen und/oder Wahren und/oder Guten strebenden – WissenschaftlerInnen mit Pflanzen, Tieren oder sogar mit völlig un- oder kaum gebildeten, gutgläubigen, vertrauensseligen Menschen. Seit jeher muss kein/e ForscherIn, der oder die dabei kranke oder missgebildete, alleine nicht überlebensfähige Lebewesen, sogenannte „Kollateralschäden“, geschaffen hat, die Verantwortung dafür tragen und sich dazu verpflichten, die weitere Versorgung derer sicherzustellen, die sich selbst überlassen sterben werden. Immer noch können sich WissenschaftlerInnen damit aus der Affaire ziehen, dass sie im Sinne des Fortschrittes, des Vorankommens der Menschheit handeln und ihren „Versuchsobjekten“ nach ihrem angeblich unvermeidbaren Leiden einen kurzen und schmerzlosen, schönen Tod, einen eu thanatos, gewährleisten. Immer noch lassen sich Menschen nicht nur Gesundheitsprodukte oder Schönheitsideale, sondern auch „bedrohte“ Tiere oder Pflanzen verkaufen, für deren (Über-)Leben andere Lebewesen Qualen erleiden mussten. Vielleicht ist es daher ausgleichende Gerechtigkeit, die mit jedem neuen Impfstoff in die Welt einkehrt? Damit all jene, die sich bisher nicht dafür interessiert haben, woher all die schönen, guten, oft sogar angeblich gleichzeitig gesunden Dinge kommen, die sie tagtäglich – gedankenlos oder bewusst – kaufen und konsumieren, zukünftig etwas mehr Zeit dafür investieren müssen; zumindest wenn sie selbst – mit Unterstützung durch andere – gut, gesund, weiterleben bzw. sich (wieder) schön oder wenigstens ansehnlich finden wollen, sobald sie sich im Spiegel betrachten.

 

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Dank für das Foto gebührt Jon Tyson (auf Unsplash)!

Genau genommen …

… gibt es Menschen, die es mit völlig unwichtigen Dingen viel zu genau oder ernst nehmen und die wirklich wichtigen dafür außer Acht lassen.
Frag‘ Dich selbst –  bevor Du Deine Lebenszeit damit verbringst und/oder Energie dafür zu investieren, dass Du etwas genau wissen, messen oder sonstwie tun möchtest – zuerst selbst, was Du eigentlich damit erreichen willst, was Du Dir davon erhoffst oder warum Du Dir das vielleicht auch von anderen wünschst.

Es gibt für uns alle etwas, was wir schlecht einfach so stehen oder sein lassen können oder wollen, ohne dass es für uns passt.
Nicht allen anderen Menschen ist aber alles genau so wichtig wie für uns.
Nicht alle anderen Menschen sehen die Welt die „die Dinge“ genau wie wir.

Aber genau genommen ist es doch in erster Linie wichtig, dass wir uns mit den Menschen, mit denen wir zusammen leben wollen, irgendwann darauf einigen, worauf wir genau achten wollen und wo wir auch immer mal – den anderen zuliebe – ein Auge zudrücken und Pi mal Daumen rechnen können.

P.s.: Genau genommen gibt es keinen Grund, von anderen zu erwarten, dass Du genau der oder die Richtige in ihrem Leben bist oder sie das für Dich sind. Aber niemand muss die eigene Messlatte nur anderen zuliebe niedriger oder höher anlegen, ohne dass zumindest darüber geredet und geklärt wurde, ob die anderen auch nach anderen Maßstäben und mit anderen Messmethoden gut leben können.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias P.R. Reding (auf Unsplash)!