Natürliche Selbstreinigungsmechanismen wie der Lotuseffekt …

… können (wie Selbstheilung) ungehindert nur in dem natürlichen Zusammenhang, in dem sie einst entstanden sind, funktionieren

Seit Langem versuchen von der Natur begeisterte Menschen, diese willkürlich – bionisch – nachzubauen bzw. zu nutzen, wie es ihnen gerade – oft völlig ohne Verstand bzw. wirkliches Wissen und Verständnis für das, was sie tun – in den Sinn kommt.
Dabei herrschen in der Natur strenge Regeln, die dafür sorgen, dass ein natürliches Gleichgewicht aller Kräfte – auf- und abbauenden bzw. an- und entspannenden, ablagernden und loslösenden – eingehalten wird. In der Natur herrscht weder Verschwendung noch ein unsinniger Überfluss, der nicht dazu dienen würde, die Fülle und Vielfalt der Natur dauerhaft erhalten zu können, ohne sie dabei zu verschmutzen – zuzumüllen.

Nur Menschen ist bzw. war sie nicht sauber (oder gesund) genug zum Leben, so dass sie angefangen haben, sie mit selbst erfundenen – künstlichen, egal ob chemischen oder physikalischen Reinigungs- und Hygienemaßnahmen oder -mitteln (sowie angeblich gesünderen, nährstoffhaltigeren Produkten, die ihrem Lebenserhalt dienen sollen) zu überschwemmen …
Wenn natürliche, lokale Wasserkreisläufe durch Entwaldung und Versiegelung der Böden gestört sind, braucht man – gegen Dürre oder Sturmfluten – auch keine künstlichen Oberflächen mit Lotuseffekt mehr. Genauso wenig wie in einer Umwelt, in der Regen nicht mehr perlt, sondern aufgrund des Einsatzes von Seifen schäumt.
Wenn Blätter bzw. das Blattgrün, das unseren Sauerstoff aus Kohlenstoffdioxid produziert, nicht mehr schnell genug in ausreichender Menge neu entstehen kann, während es an anderer Stelle zerstört wird, brauchen wir uns nicht wundern, dass höhere CO2-Werte gemessen werden.
Wenn unsere natürlichen Ökosysteme bzw. Organismen mehr Giften – also unnatürlichen Mengen, Konzentrationen, Extrakten oder künstlichen Gemischen natürlicher (Roh-)Stoffe – ausgesetzt werden als ihre Organe – wenn sie genug Zeit und Ruhe, Frischluftzufuhr sowie sauberes Wasser und Nährstoffe dafür bekommen – automatisch ausscheiden können, braucht niemand zu erwarten, dass sie keinen Schaden davon tragen werden.

Es ist im Grunde traurig, wie viele – vermeintlich gebildete – Menschen immer noch nicht wissen, wie sie unsere Umwelt sauber(er) halten und/oder sich selbst vor Umweltverschmutzung schützen können – egal ob auf körperlicher, geistiger oder seelischer Ebene: durch weniger Konsum, vor allem von Produkten, die in erster Linie ihrem Genuss und ihrer Unterhaltung dienen, ihnen also das Leben leichter oder einfacher machen und sie vor – angeblich – allzu schwerer Kost schützen sollen.
Im wahren Leben können Menschen, die noch mit der bzw. ihrer Natur verbunden sind, spüren,

  • wenn ihnen etwas im Grunde gut Verdauliches auf den Magen schlägt (weil sie es zur „falschen Zeit am falschen Ort“ probiert oder sich dazu in Versuchung führen lassen haben) oder den Appetit verdirbt, weil es ungesund für sie ist;
  • was genau ihnen – außer Koffein oder Nikotin – Herzklopfen bereitet oder – wie zu viel Zucker – den Schlaf raubt, so dass sie etwas dagegen tun können, oder
  • wovon ihre Kopfschmerzen kommen bzw. wie sie sie auch ohne ärztliche Hilfe wieder loswerden.

Sie müssen keine saubere, besonders helle oder farbenfrohe Kleidung tragen, um ihnen ihr inneres Leuchten ansehen zu können. Und einigen von ihnen ist mit Sicherheit bewusst, dass Tränen manchmal der einzige Weg sind, sich von all der (mit gesundheitsschädlichen, immunschwächenden Stresshormonen verbundenen) Trauer oder Verzweiflung über die Verschmutzung der Erde und Zerstörung von lebendiger Natur – zugunsten dessen, was Menschen unter Nachhaltigkeit, „Fortschritt“ oder „sauberer Energie“ bzw. „grünen Technologien“ verstehen – zu reinigen.

 

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Dank für das Foto gebührt Marina Logvin (auf Unsplash)!

 

Was da ist, muss weg! (Oder was noch nicht da ist, muss als lebensbedrohlich emp- bzw. erfunden, produziert und mit „guter“ Werbung als lebensrettend oder zumindest noch zum eigenen Glück fehlend verkauft werden)

Wie ein – „Dank“ einseitiger Propaganda – ökonomisches statt ökologisches Verständnis von der Welt (sowie anerzogene Glaubenssätze oder traumatische Verlusterfahrungen) Menschen zu Wahnsinnigen machen und/oder – auch andere – Leben zerstören

Dass viele Menschen – statt in der Realität zu leben und das zu tun, was sie gerne tun würden – ihren Alltag von Medien und Politik beherrschen lassen, zeigt sich allein darin, dass sie freiwillig Steuern und anderes Geld an Menschen zahlen, die damit Kriege und Propaganda für ihre „zukunftsorientierte“ Politik finanzieren, die die Umwelt vergiftet bzw. so zerstört, dass Klimaextreme zur Normalität werden (weil regulierende Wälder gnadenlos abgeholzt, Ökosysteme zerstückelt und ökologische Kreisläufe damit unterbrochen oder große Bodenflächen versiegelt werden). Oberflächlich mag es für alle, denen nicht bewusst ist, wie überlebenswichtig das Leben im Boden nicht nur für uns Menschen, so erscheinen, als würde es auch in Städten eine lebendige Vielfalt geben können. Ohne die Zahl der Bodenorganismen – die dafür sorgen, dass Kohlenstoff im Boden gespeichert wird oder neue organische Masse entstehen kann – herrscht ein lebensbedrohliches Ungleichgewicht.

Da alles mit allem verbunden ist und das Äußere – für Menschen, die (noch) wissen, wie man genau hinschaut bzw. auch mit dem Herzen sehen kann – nur das Innere, das Oben nur das Unten, das Rechte nur das Linke, große Dinge die kleinen und ein Kind meist (wenn es sich nicht bewusst dagegen entscheidet) die Sehnsüchte der Eltern widerspiegelt, genügt im Grunde ein kurzer Rundum-Blick bis in die eigene Gefühls- und Gedankenwelt, um sich ein Bild von dem, was wirklich ist, zu verschaffen.

Ich habe den Eindruck, viele Menschen scheuen sich davor, Einsicht zu zeigen – auch in sich zu gehen statt sich vor allem an anderen zu orientieren.
Solange ihnen noch Aufmerksamkeit zukommt, solange sie noch für das, was sie tun, von irgendjemandem gelobt oder sogar bejubelt, vielleicht sogar bezahlt werden, machen sie jeden – sogar beleidigenden, demütigenden, menschenverachtenden – Irrsinn mit. Im Glauben, „wenigstens etwas beizutragen“ zu einer Welt, die nicht auf einzelne Menschen angewiesen ist, sondern auch gut – vielleicht besser – ohne uns alle funktionieren würde.

Für mich ist das noch lange kein Grund,

  • Menschen und ihre Natur einseitig schlecht zu machen und – wie schon in der Vergangenheit auch viele Pflanzen- oder Tierarten und weitere Gruppen von Organismen – zu Schädlingen erklären,
  • alles, was sie von Natur aus gerne tun würden, lenken oder sogar streng kontrollieren zu wollen und
  • skrupellos Forschung zu betreiben und dafür bzw. dabei Menschen, Tiere oder Böden bzw. ganze Ländereien auszubeuten, um Rohstoffe für naturzerstörerische Technologien gewinnen, finanzierbare bzw. sich lohnende Produktionsorte schaffen und mit absurden Verkaufsstrategien umwelt- bzw. gesundheitsschädliche Produkte in die Welt bringen zu können (um damit – angeblich – die Menschheit zu retten).

Alle, die sich selbst für schlecht – (aus-)gebildet – oder – körperlich, geistig oder seelisch – benachteiligt halten und nicht erkennen, was sie alles – völlig freiwillig und aus eigener Kraft – besser machen bzw. sein lassen könnten (statt sich nicht nur vor anderen Menschen zum Affen machen oder von ihnen für dumm verkaufen lassen zu müssen könnten), fehlt – für mich ganz offensichtlich – ein wichtiger Teil ihrer oder ihres Selbst bzw. ihr Zugang dazu.
Vielleicht ist es hinter all ihren unsinnigen Besitztümern verloren gegangen, vielleicht hinter einer dicken Fettschicht, vielleicht in all den Gedanken, die sie sich um andere(s) machen.
Ich kann nur sagen: Verluste sind nicht immer lebensbedrohend. Sie haben schon immer vielen Menschen das Leben gerettet bzw. eine völlig andere Seite gezeigt, die vorher für sie unvorstellbar war.
Die Kunst eines glücklichen, gesunden Lebens ist es, beide Seiten als lebenswichtig anzuerkennen bzw. einzusehen, dass ein Extrem nur immer wieder zu einem anderen führt, wenn Menschen die eigene, entspannte Mitte dazwischen nicht finden (sondern von der Angst beherrscht werden, wieder ins Letzte zurückzufallen, so dass sie versuchen, den Kontakt mit allem oder allen zu vermeiden, was sie daran erinnert bzw. schmerzhafte Erinnerungen daran hervorrufen könnten).

P.s.: Es mag verlockend klingen, wenn Menschen versprechen, anderen ihre Arbeit abzunehmen, also zu ersparen, dass sie vielleicht viele Tränen, Schweiß und Blut vergießen müssen, um dahin zu kommen, wo sie gerne wären (um dort sich selbst – zum eigenen natürlichen inneren Frieden und Glück – zu finden. Allerdings sind die, die Menschen davon weggeführt haben, selten die, die irgendwann auch wieder zur Umkehr aufrufen.

 

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Dank für das Foto gebührt Documerica (auf Unsplash)!

Zum Trotzen – sowohl gegenüber Ja-Sager/Innen als auch Widerständler/Innen – geboren

Warum Ge- und Verbote für kreative Menschen keine Wege verschließen, sondern nur neue Möglichkeiten eröffnen (von denen auch alle anderen profitieren können)

Die Welt der Menschen wird beherrscht von gutgläubigen Individuen, die all dem vertrauen, was andere – auf vermeintlich rechtschaffende Vorbilder zählende – Menschen ihnen über gute und böse Menschen (und wie diese für ihre „Verdienste“ belohnt oder Taten bestraft werden müssen oder zumindest in einer gerechten Welt bestraft werden sollten) beigebracht haben.

Dabei neigen schon Kinder, die sich von anderen ungerecht behandelt fühlen (weil ihnen z.B. niemand verständlich machen kann, warum nicht bei ihnen die Ausnahmeregelung herrscht, die sie bei anderen schon beobachtet haben), dazu, sich über – angeblich – vernünftige oder zumindest allgemein akzeptierte Verbote hinwegzusetzen, also in bestimmten Situationen „böse“ zu  sein, während sie unter anderen Umständen wahre Engel sind.
Was schwerer wiegt – ihr Liebreiz oder ihre Bösartigkeit -, hängt wiederum davon ab, wer davon betroffen ist, sich also damit herumschlagen muss, oder wer davon profitiert.

Rechtsprechung ist keine leichte, in meinen Augen sogar eine unmögliche Aufgabe, weil es im Grunde immer „mildernde Umstände“ gibt, die Taten – egal ob besonders gute oder schlechte – relativieren. Streiten lässt sich über alles, vor allem darüber, wem es wann (zu) gut oder schlecht (genug) geht, um etwas zu rechtfertigen, bzw. was eine „gerechte“ oder „ungerechte“ Strafe, Entschädigung oder Belohnung für jemanden ist.

Während andere damit beschäftigt sind, über bestehende Gesetze oder Ge- und Verbote zu diskutieren (statt sie wörtlich zu nehmen) oder neue Gesetze zu beschließen (weil die alten – wie zu erwarten – missbraucht werden konnten) entstehen schon immer Möglichkeiten, die Gunst der Stunde zu nutzen, um selbst zu überdenken, ob es nicht sinnvoller ist, sich etwas völlig Neues einfallen zu lassen, wozu es – aktuell – noch gar keine einheitlichen Regelungen oder diese auch nicht mehr gibt, weil sich herausgestellt hat, dass es unmöglich war, diese zu kontrollieren.

Es gibt immer noch Kontrollfreaks – fanatische AnhängerInnen einer Verbotskultur – auf dieser Erde, die denken, dass sich zwischenmenschliche und gesellschaftliche Probleme einfach verbieten lassen würden, ohne dass man

  • ihnen auf den Grund gehen,
  • sie in aller Öffentlichkeit bzw. zumindest unter Beteiligung aller Betroffenen diskutieren und
  • sich darüber – nicht nur mehrheitlich – einigen müsste, wie zukünftig damit umgegangen werden soll, dass es menschlich ist, NEIN zu sagen zu allem, was sich schlecht oder ungerecht anfühlt, also nicht einfach alles hinzunehmen, was andere als gut und gerecht oder zumindest normal, natürlich oder notwendig, also unumgänglich propagieren.

Als Verhaltensökologin kann ich nur hoffen, dass sie – ihrer etablierten, festgefahrenen Meinung zum Trotz – irgendwann noch eines Besseren belehrt werden: Dass der Homo sapiens nicht entstanden ist, weil sich seine VertreterInnen freiwillig anderen Menschenarten untergeordnet haben bzw. von ihnen ihren überlebenswichtigen Drang nach (Entscheidungs-/Meinungs-/Religions-/beruflicher/…)Freiheit – aus angeblich vernünftigen Gründen, nämlich zum Besten aller – haben verbieten lassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Jon Tyson (auf Unsplash)!

Von der – in der Geschichte der Menschheit – zyklisch wiederkehrenden „Modeerscheinung“ der Maskierung – in immer subtilerer oder absurderer Form

Warum sich Menschen gerne verstecken oder sogar freiwillig gemeinschaftlichen (Gruppen-)Zwängen fügen – somit anderen Menschen, die Vorgaben machen, unterwerfen- und gesellschaftliches Theater mitzuspielen

Irgendein Grund hat sich in der Geschichte der Menschheit immer mal wieder gefunden, das eigene Gesicht hinter etwas zu verbergen, das es entweder hübscher macht oder den ganzen Menschen gefährlicher aussehen lässt als er oder sie eigentlich ist. Einzelne Menschen, die sich (gerne) – ganz bewusst oder weil sie es sich, nachdem sie es bei einzelnen anderen gesehen haben, einfach zur Gewohnheit gemacht haben – maskieren, unterstreichen damit (wenn sie nichts hinter ihrer Maskerade verstecken wollen) ihre Individualität. In Gruppen von Menschen, die gemeinschaftlich ihr Gesicht verbergen (müssen), ist Individualität dagegen eher unerwünscht: Einzelne sollen darin lieber untergehen, also nicht als Menschen auffallen, die gar nichts zu verbergen haben (bzw. anderen vielleicht ein schlechtes Gewissen machen, weil sie sich keine eigene Maske leisten können). Es gibt immer Menschen, die davon profitieren, dass andere Menschen sich ihren Maskenverordnungen unterwerfen:

  • MaskenherstellerInnen;
  • Menschen, die ihr eigenes Gesicht nicht gerne – oder stattdessen besonders gerne unter Maskierten – offen zur Schau tragen; und
  • Menschen, die die (physio- und psychologischen, individuellen und gesellschaftlichen) Schäden beheben können, die durch das Tragen von Masken entstehen (die die freie Atmung – über die Gesichtshaut oder Mund und Nase – und somit die Sauerstoffversorgung und Entgiftung des Körper behindern.

Irgendwann sind Maskenbälle oder „Alltagsmasken“ immer auch wieder aus der Mode gekommen. – Vielleicht weil Menschen sich nicht nur gerne in die Augen schauen, sondern sich auch mal gegenseitig die Zähne zeigen wollen oder das Bedürfnis haben, sich freundlich-zurückhaltend anzulächeln. Vielleicht auch, weil Menschen von Natur aus offene und ehrliche Wesen sind und ihnen irgendwann klar wurde, was dahinter steckte – welche Lügen und Täuschung (dass sie Menschen schöner oder ungefährlicher für andere machen könnten) oder welche Scham (von Menschen, die ein ängstliches Gesicht damit verbergen wollten, das sie nicht gerne offen zeigen).
Nicht allen Menschen ist bewusst, welchen Schaden es anrichten kann, sich als Mensch nicht so zu zeigen, wie man tatsächlich ist. Viele haben offenbar noch kein Verständnis für den (Un-)Sinn von Maskeraden. Das Bedürfnis, aus Spaß oder zum Selbstschutz (weil sie denken, dass es besser für sie oder andere ist) die eigene Mimik – die eigenen Gefühle – vor anderen zu verstecken bzw. mit einem Stück (Kunst-)Stoff, Holz, Porzellan oder vielleicht sogar Haut und/oder Haar eines verstorbenen Tieres oder Menschens zu überdecken, kehrt offenbar zyklisch wieder. Ich vermute – als Verhaltensforscherin – wenn Menschen über längere Zeit zu offenherzig waren und in blindem Vertrauen gegenüber anderen freizügig alles von sich preisgegeben haben.
Die Enttäuschung kann groß sein, wenn andere – die offene Ehrlichkeit selbst nicht gewohnt sind und (noch) nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen – dieses Vertrauen missbrauchen. Allerdings kann sie genauso groß sein, wenn Menschen hinter Masken irgendwann ihr wahres Gesicht zeigen. Deshalb würde ich mir nicht nur als Ökologin (denn dadurch ließen sich viele natürliche Ressourcen sparen!), sondern auch als Gesundheitswissenschaftlerin wirklich wünschen, dass Menschen der Natur – ihrer eigenen Gesundheit und der anderer – zuliebe irgendwann das freiwillige oder angeordnete Versteckspiel einfach komplett sein lassen würden.
Ich bin überzeugt, dass viele Menschen dann sogar mit dem Suchen nach ihrem Glück oder der Liebe aufhören könnten und leicht herausfinden würden, was wirklich in ihnen steckt (das sie bisher davon abgehalten hat, sich einfach glücklich zu schätzen oder geliebt zu fühlen).

P.s.: Es mag vielleicht helfen, die eigenen Atemwege kurzzeitig vor Staub oder anderen gesundheitsschädlichen Partikeln und heißem Qualm zu schützen, wenn es mal brennt. Menschen ohne ehrliche Aufklärung über die möglichen Folgen und persönliche Haftung bei Schäden dazu zu veranlassen, sich über längere Zeit oder sogar tagtäglich Situationen auszusetzen, die ihre Lungen so sehr schädigen können, dass sie sich in den Auszeiten nicht wieder davon regenerieren, stellt eine Straftat dar – nämlich Leugnung von Tatsachen bzw. (Wissenschafts-)Betrug oder Nötigung zur Körperverletzung. Ich denke, es ist kein Zufall, dass vor allem Menschen, die Verbrechen begehen (wollen) dafür sorgen, dass sie nicht eindeutig identifiziert werden können, ihr Gesicht dabei also nicht zu erkennen ist. Allerdings können auch Finger- und Fußabdrücke oder andere Muster genauso verräterisch sein ….

 

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Dank für das Foto gebührt Jacek Pobłocki (auf Unsplash)!

Intuitives Bauchgefühl vs. Verstand

Als die Mehrheit der Menschen sich noch vernünftig-maßvoll ernährt und ausgewogen gelebt hat, aber so ungebildet war, dass sie dachten, dicke Bäuche (bzw. Menschen, die stolz welche tragen) wären etwas Erstrebenswertes – weil sie höheren Wohlstand oder übernatürliche Fruchtbarkeit signalisieren (und nicht nur ein Symbol für Fresssucht sind)

Der sogenannte „Wohlstandsbauch„, den ein großer Teil der Menschen unserem modernen Leben in Hülle und Fülle – auch in Hinsicht auf Stress für unseren Körper und Geist oder unsere Seele (die vor allem Ruhe und Frieden braucht) – zu verdanken hat, kann primitiv-denkende Männer oder Frauen, die auf der Suche nach einem außerordentlich gutsituierten Partner oder einer besonders fruchtbaren Partnerin für eine Familiengründung sind, heute stark in die Irre leiten: Dicke Wampen deuten keineswegs nur darauf hin, dass Menschen (ohne Interesse oder Verständnis dafür, welche gesundheitlichen Folgen ein Fettbauch für sie haben kann) es sich leisten können, sich den Magen mit hochwertiger Nahrung vollzuschlagen.
Ein boomender Lebensmittelmarkt, – häufig in industrialisierter Form – der Menschen den Anbau, die Ernte und die Haltbarmachung ihrer Nahrungsmittel abgenommen hat, produziert keineswegs nur natürliche Nahrung. Dank wissenschaftlicher Forschungsarbeit und umfassender Erkenntnisse darüber, wie sich der menschliche Körper (und Geist) mit „Ersatzbefriedigungen“ abfinden kann – in erster Linie mit Hilfe von Geschmacksverstärkern oder Füllmitteln – lässt sich die Menschheit im 21. Jahrhundert zwar nicht mehr gesund, aber mit billig produzierten Kalorien (egal ob in Form von Fetten, Proteinen oder Kohlenhydraten) relativ lange – mit einem guten Gefühl im Bauch – am Leben halten.

Ungut fühlen sich Menschen erst, wenn ihnen – weil sie sie am eigenen Leib zu spüren bekommen – die gesundheitlichen Probleme bewusst werden, die sie sich entweder mit ihrer Ernährung oder mit ihrem Glauben an den Sinn eines Lebens im Wohlstands eingehandelt haben. Menschen, die nicht nur nach einer Nahrungsmittelsicherheit in ihrem Leben streben, sondern auch anderweitig vorsorgen wollen, müssen hart dafür arbeiten, nämlich geschützte Vorräte anlegen, die ihnen diese Sicherheit gewähren.
Ihr körperlicher sowie geistiger Zustand zeigt deutlich, wie gut ihnen dies gelingt. Menschen, die zu viel bzw. hart für die eigene Sicherheit, den eigenen Wohlstand, arbeiten, laufen Gefahr, sich körperlich dabei so auszulaugen, dass sie entweder abmagern oder ihr (Stress-)Hormonhaushalt so sehr aus dem Gleichgewicht kommt, dass Ihr Stoffwechsel irgendwann beginnt, auf Sparflamme zu laufen. Müdigkeit, (Nerven-, Muskel- oder Knochen- und Gelenk-)Schmerzen (durch mangelhafte Entgiftung und zunehmende Ablagerung von Stoffwechselprodukten), Gewichtszu- oder -abnahme (trotz gleichbleibender Kalorienzufuhr) sind die typischen Symptome zivilisationskranker Menschen, die mit steigendem Alter (und Bauchumfang) zunehmen.

Unser eigenständiges, selbstverantwortliches Leben beginnt mit unserem ersten, intuitiven Atemzug. Den können wir – wenn wir wollen – bewusst – von unserem Verstand gelenkt – dahingehend beeinflussen, dass wir uns entscheiden, nur oberflächlich, bis in die Brust, oder bis tief in den Bauch hinein einzuatmen, bzw. unser Bewusstsein vor allem auf unsere Ausatmung, also auf unsere Entgiftung von Atemgasen zu richten. Dafür, dass wir automatisch einatmen, wenn wir nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt sind, sorgt die Natur. Dafür, dass wir uns – weil wir uns vor allem hektisch atmend um unsere körperliche oder geistige Nahrung bzw. Versorgung kümmern – immer auch ausreichend aus dem Bauch heraus entgiften können, sorgt vor allem das Einziehen des Bauches durch die Anspannung der Bauchmuskeln.
Ich denke, daraus könnte sich jedes Kind ableiten, wie es effektiv verhindern kann, zu viel ungesundes Bauchfett anzusetzen.
Vermutlich wird es – trotz der unzähligen Bildungsstätten, die in den letzten Jahrzehnten überall auf der Welt errichtet wurden – noch eine Weile dauern, bis mehr Menschen ein gesundes Bewusstsein für einen „erstrebenswerten“ Bauch bzw. einen weder zu vollen noch zu leeren Magen haben. Immerhin wird es leicht sein, diejenigen zu erkennen, denen es auch in Fleisch (und Seele) übergegangen ist.
Ich werde mich an ihrem Anblick erfreuen; denn ich finde Fettpolster, auch meine eigenen, zwar nicht schlimm, aber definitiv auch nicht ästhetisch.

 

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Dank für das Foto gebührt Ehimetalor Akhere Unuabona (auf Unsplash)!

Selbstständig und gemeinschaftlich immer wieder über willkürlich gesetzte, natürlich unerreichbare (Naturschutz-)Ziele hinaus- oder völlig daran vorbeischiessen

Von natürlich und kulturell bedingter Verantwortungslosigkeit und zu hohen (oder – konsequenterweise – niedrigen) Zielen gegenüber der Natur bzw. Realität

Menschen ohne Naturverständnis lieben es, frei – ohne sich vor anderen verantworten zu wollen oder müssen – handlungsfähig zu sind, also tun und lassen zu können, was, wie und wann sie es für richtig halten, und/oder allen anderen (gesetzlich) vorschreiben zu können, wie sie sich zu verhalten haben, damit – angeblich – alle so frei leben können, wie sie wollen. Sie neigen zwar von Natur aus dazu, sozial zu sein, das heißt, sich in Gegenwart anderer – um nicht unangenehm aufzufallen und Gefahr zu laufen, aus einer Gruppe ausgeschlossen bzw. verstoßen zu werden – auch sozial – entgegenkommend – zu benehmen, gleichzeitig haben sie allerdings auch die Tendenz, ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele über die anderer zu stellen.
Natürliches, nicht im Voraus bereits geregeltes Sozialverhalten erfordert, dass Menschen viel und auf unterschiedlichste Weise miteinander kommunizieren und immer wieder – tages-, jahreszeiten-, wetter- oder tageslaunenabhängige – Vereinbarungen treffen. Um sich selbst und auch allen anderen das Leben – vermeintlich – zu erleichtern bzw. vereinfachen, haben sich in den meisten Kulturen Regeln etabliert oder wurde Gesetze festgeschrieben, die Menschen vor allem Zeit und Energie sparen soll(t)en – weil nicht erst lange darüber diskutiert werden muss, was jeden Tag von wem und warum oder wie zu tun ist.

Mit der individuellen (Entscheidungs-)Freiheit der Menschen hat jede Kultur also seit jeher wenig zu tun, noch weniger unsere angeblich freiheitlich-demokratischen Sozial- oder Rechtsstaaten.
Mit Recht und Gesetzen lässt sich nur Frieden stiften oder für Ruhe und Ordnung und die Zufriedenheit aller sorgen, wenn niemand – ohne Ausnahme – sie in Frage stellt, sondern alle sie für sinnvoll halten. Aber: Nur weil etwas für menschliche Ohren sinnvoll klingt bzw. für ihre Augen oder ihren Kopf Sinn ergibt, heißt das noch nicht, dass es für sie auch realistisch, erreichbar ist.

Unsere Welt wird daher immer gleichzeitig beherrscht von IdealistInnen, die noch begeistert oder bereits verzweifelt versuchen, „gute“ Menschen zu sein und sich sozialvorbildlich, richtig – zu verhalten, und anderen, die aufgegeben haben, es überhaupt zu versuchen, weil sie keinerlei Sinn (mehr) darin sehen, es anderen Recht machen zu wollen, die – aufgrund eines unterschiedlichen Verständnisses von Recht bzw. Unrecht – selten oder nie zufrieden damit sind.

Ein bisschen mehr Sinn für unsere Realität, die Natur, würde uns Menschen gut tun.
Stattdessen lassen wir uns – mehr oder wenig freiwillig – von Kulturbegeisterten oder von kulturell (vor-)geformten, an eine Irrealität Angepassten beherrschen, die Strukturen geschaffen haben und Vorschriften machen (dürfen), die unserem Leben Halt oder eine Richtung geben sollen.
Ich persönlich vermute, Sie kennen entweder keine Naturgesetze oder (Spiel-)Regeln des Lebens oder können bzw. wollen ihr eigenes Leben (in Richtung Tod) nicht so akzeptieren wie es nun mal – von Natur aus – einfach ist: vorschriftsmäßig unvorhersehbar und willkürlich weniger beeinflussbar als es sich viele oder vielleicht sogar die meisten Menschen wünschen würden. Für NaturwissenschaftlerInnen, die nicht nur tote Materie oder Energieformen, sondern Lebewesen erforschen und (noch) draußen „im echten Leben“, nicht nur innerhalb von Labors oder Büroräumen arbeiten, ist (wahrscheinlich wie für HistorikerInnen, die bestimmte natürliche Regelkreise erkannt haben) leicht abzusehen, wann sich Menschen auf einem (selbstgebauten und brüchigen) Holzweg oder in einer Sackgasse befinden.
Ich denke, auch in Zukunft wird es weiterhin viele – auch bewegte und bewegende – Bilder davon geben, welche Spuren sie außer denen ihrer eigenen Füße in der realen Welt hinterlassen. Wie lange wir die Natur so noch als Lebensraum für begeistert nach bestimmten Regeln (aber blind für das reale Leben) um sich schießende, aber ansonsten orientierungslose Menschen erhalten können, wird sich zeigen bzw. die Natur festlegen. Denn die kann sich seit jeher selbst beherrschen und vor „feindlicher Übernahme“ schützen – indem sie geduldig abwartet, bis diejenigen nicht mehr unter Bedingungen weiterleben können, die sie sich selbst – aus Achtlosigkeit gegenüber natürlichen Zeichen oder Vorwarnungen – geschaffen haben.

 

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Dank für das Foto gebührt www.Florida-Guidebook.com (auf Unsplash)!

Vom (kollektiven) Dementieren der – vor allem schmerzhaften – Realität (entgegen der natürlichen Bewusstseinsevolution der Menschheit)

Warum nicht alle Menschen in der Lage sind, über ihre eigenen Dummheiten zu lachen, oder so tun können, als würden sie etwas nicht (mehr) wissen (um den damit verbundenen Schmerz vergessen zu können)

Menschen machen täglich Erfahrungen, die nicht immer sehr erfreulich oder auch vernünftig für sie sind. Jede Erfahrung, die eine – vermeintlich oder tatsächlich – potentielle Bedrohung für unser Leben darstellt (weil sie schmerzhaft ist und wir uns nur schwer von ihr erholen), wird automatisch – zum Selbstschutz – in unserem Schmerzgedächtnis gespeichert, selbst wenn sie nicht immer auch mit dem eigenen Verstand erfasst – verstanden – werden kann.
Wenn Menschen sich „versehentlich“ selbst verletzen oder in einen Unfall verwickelt werden – weil sie nicht „richtig“ hingeschaut haben, also unachtsam oder zu übermütig, leichtsinnig oder zu schlecht informiert waren, unter Zeitdruck gehandelt oder Sicherheits-/Abstandregeln nicht eingehalten haben – geben das viele genau wenig zu wie wenn sie von den Worten oder Taten anderer verletzt werden, weil die mit voller oder völlig ohne böse Absicht (weil sie sie gar nicht kennen konnten) ihre – aus ihrer Vergangenheit stammenden – „wunden Punkte“ getroffen haben.

Damit Menschen nicht ihre Lebensfreude, ihren Lebensmut verlieren, mit dem sie immer wieder auch „schlechte Zeiten“ – der Trauer, Wut, Enttäuschungen oder körperlichen Beschwerden und Schmerzen – überstehen können, dürfen sie

  • nicht immer wieder die alten oder neue Erfahrungen machen, die ihnen Leid bereiten (und damit ihren Körper oder Geist auf Dauer schädigen bzw. schwächen)
  • nicht zu viel Angst davor haben, erneut einen der „Fehler“ zu machen, die in ihrem Leben dazu geführt haben, dass sie, über kurze oder längere Zeit, leiden mussten, also nicht zu vorsichtig sein;
  • sich selbst nicht für VersagerInnen halten, die wenig oder gar keinen Einfluss darauf haben, ihr Leben selbstständig zu verbessern oder zukünftig auch für andere etwas „richtig“ zu machen.

Menschen sind deshalb dazu in der Lage zu vergessen,

  • entweder das, was in ihrem eigenen Einflussbereich gelegen hätte;
  • oder die Dinge bzw. Taten von Menschen, denen sie zu einer Zeit hilflos ausgeliefert waren, als sie (noch) nicht wussten, wie sie sich dagegen wehren können.

Sobald sich andere Menschen ehrlich bei ihnen entschuldigen, können sie – wenn sie einen Sinn darin sehen und großmütig sind – ihnen sogar Gewalttaten verzeihen und die Informationen im Schmerzgedächtnis dabei löschen.

In unserer Gesellschaft haben sich viele Menschen „unverzeihliche Dinge“ noch nicht verziehen.
Für mich ist es deshalb nicht überraschend, dass viele Menschen am liebsten nur über „die schönen alten Zeiten“ reden oder sogar – mit oder ohne Hilfe von (Bio-)Technologien – versuchen, zukünftig nur noch „schöne“ und „gute“, hilfreiche, vermeintlich für alle sinnvolle Informationen abzuspeichern.
So einfach macht es uns die Natur – leider oder glücklicherweise – nicht. Menschen können versuchen, „sinnvolle“ schmerzhafte Erfahrungen aus ihrem Leben bzw. Bewusstsein zu verbannen, also ignorant so zu tun als gäbe es sie nicht oder könne niemand etwas daran ändern – Erfahrungen, die uns helfen, zukünftig tatsächliche Gefahren für unser eigenes oder das Leben anderer möglichst zu vermeiden. Sie können sie – je nach (Menschen-)Typ der Einfachheit halber (um sie für sich abhaken zu können)

  • sich schön reden als wichtige Erfahrung (wie es vor allem spirituelle Menschen tun);
  • besonders schlecht machen als tägliche Bedrohung für alle (wie es vor allem krankhaft ängstliche Menschen tun) oder
  • relativieren als etwas – auch zukünftig – „Unvermeidbares“, also etwas, was sich – selbst mit mehr Achtsamkeit, Zeit oder Wissen (und Menschen, die es verbreiten) nicht könne verhindern lassen (wie es vor allem Menschen tun, die wenige bzw. nur sehr einseitige wissenschaftliche Kenntnisse haben).

Meinen Beobachtungen und eigenen Erfahrungen nach, verschaffen  sie sich damit nur eine kurzzeitige „Erlösung“ von der – schmerzhaften – Realität, in der Schmerzen, Unfälle, Krankheiten und – endgültige, tödliche – Verluste an der Tagesordnung stehen. Viele, vielleicht die meisten davon sind bzw. wären vermeidbar – wenn Menschen ehrlich darüber kommunizieren würden, was entgegen jeder Vernunft täglich stattfindet.
Menschen, die nicht zugeben wollen, dass sie

  • gar nicht richtig verstehen, warum sie das, was sie tun, eigentlich tun sollen (oder wollen) oder
  • Angst davor haben, mehr auf sich selbst als auf andere Menschen zu hören, die in ihren Augen Unsinn machen, und
  • lieber gemeinschaftlich ein Schauspiel aufführen bzw. so tun als befänden sie sich in einem Zirkus oder Irrenhaus.

handeln sich mit der Zeit häufig, vielleicht sogar immer schmerzhaftere, belastendere Erfahrungen ein, bis sie ihre eigenen Fehler, ihre eigene „Dummheit“, Unachtsamkeit, Übereilig-, Übermütig- oder Leichtsinnigkeit sowohl eingesehen als auch vor anderen zuzugeben haben.
Es ist selten – wenn man genau hinschaut – wirklich zum Lachen, was Menschen sich selbst oder gegenseitig antun. Aber wir könn(t)en lernen, nicht nur gemeinsam darüber zu lachen, dass andere Dummheiten begehen und sich dabei verletzen, sondern auch gemeinsam zu weinen, wenn uns etwas weh tut, wenn wir bereuen, was wir getan haben oder – noch – nicht wissen, wie wir verhindern können, dass Menschen immer wieder vergessen, was wirklich wichtig im Leben ist – weil sie sich von ihren Jobs, ihren Gelüsten bzw. ihrer Sehnsucht nach mehr Lebensfreude und Einfachheit davon ablenken.

Wie bereits erwähnt: So schön einfach ist das Leben nicht; selbst wenn uns andere versprechen, dass wir es uns – mit ihrer bzw. der Hilfe ihrer Produkte und Dienstleistungen – nicht komplizierter, schwerer machen müssen als notwendig (indem wir warten, bis eine – von ihnen angekündigte, prophezeiteNotlage eingetreten ist). Es ist unbequem, sich mit dem eigenen Versagen oder der eigenen Vergesslichkeit, zu beschäftigen und es braucht ein kollektiven Einverständnis, um zukünftig eine sinnvolle, sinnhafte, Fehlerkultur betreiben zu können. Bisher haben wir uns wiederholt in denselben Notlagen gebracht:

  • globale Krisen,
  • gesellschaftliche Spaltungen und
  • Kriege von Menschen, die vergessen haben, dass wir alle die gleichen Rechte haben, unser Leben so zu führen, wie wir es wollen (ohne für andere Zirkus oder unheilbar Kranke spielen oder uns ihrem Willen unterwerfen zu müssen) gegeneinander,

bis immer irgendwann wieder Vernunft und ein – bisher nur teilweise – kollektives Bewusstsein für die eigene Schuld oder individuelle Unschuld an der Situation eingekehrt ist.
Vielleicht ist – Dank der globalen Vernetzung, die den Informationsfluss (trotz Zensur) länderübergreifend erleichtert – endlich die Zeit gekommen, in der Menschen (weil sie wissen, dass sie nicht die einzigen sind, die darunter leiden) offener über ihre Gedächtnisprobleme bzw. Dinge kommunizieren, die sie bewusst oder unbewusst verdrängt haben – um sich besser, leichter, freier, zu fühlen bzw. nicht zu stark unter den damit verbundenen Schmerzen oder (Be-)Last(ung)en zu leiden?

Ich denke, das wäre mal ein echter Anlass zur (Lebens-)Freude!

P.s.: Niemand hat meiner Meinung nach die Pflicht, andere Menschen vor sich selbst und der eigenen Ignoranz zu schützen. Das kann man dementieren. Letztendlich schweigen allerdings sowieso immer diejenigen zuerst, verschwinden mit lautem Gepolter oder verdrücken sich still und heimlich, denen keine guten (Gegen-)Argumente (mehr) einfallen.

 

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Dank für das Foto gebührt Oleg Ivanov (auf Unsplash)!

Selbstverstümmelung als Schönheitsideal

Wenn Menschen ihrem inneren Schmerz äußerlich Ausdruck verleihen (und sich damit auf Dauer wahrscheinlich selbst schaden)

Ich habe kürzlich die meisten meiner Piercings abgelegt bzw. aus den Löchern – Kanälen – herausgenommen, die ich teilweise vor sehr langer Zeit in meinen Körper habe stechen lassen. Nicht, weil ich sie nicht mehr schön finden würde, sondern weil ich denke, dass es nicht gesund ist, mit Metallen natürliche Energie- bzw. Nervenbahnen zu unterbrechen bzw. sie mit metallischen Eigenschaften zu beeinflussen.
Ich habe den Eindruck, dass Menschen – wenn ihre Seele unter etwas leidet und es ihnen nicht gelingt, sie vernünftig, also mit Hilfe ihres Verstandes, zu trösten – ihren Schmerz offen zeigen müssen, (wenn sie deswegen nicht in eine Depression fallen und einsam daran zugrunde gehen wollen). Denn so ziehen sie – bewusst oder unbewusst – Gleichgesinnte an, bei denen sie auf Verständnis stoßen und mit denen sie sich gegenseitig trösten können, das heißt Mut zusprechen, dass es sich lohnt, trotz ihres – vielleicht untröstlichen – Schmerzes weiterzumachen.

Wenn Menschen unter etwas leiden, was sich nicht wiedergutmachen lässt bzw. woran sie selbst nichts ändern können, z.B. an dem Verlust eines geliebten Menschens, Tieres oder von Lebensräumen, die sie entweder verlassen mussten oder die andere (mutwillig oder ignorant und zu unerreichbar, um sie davon abhalten zu können ) zerstören, müssen sie lernen, damit zu leben und sich mit dem Schmerz als zukünftigem Begleiter abzufinden. Menschen können sich – wie alle anderen Lebewesen auch an Schmerzen gewöhnen, ohne dass sie ihnen irgendwann noch bewusst sind, vor allem, wenn sie sie für notwendig halten.
Schmerzerfahrung ist subjektiv, für diejenigen, denen von anderen – bewusst oder unbewusst – Leid zugefügt wird. Es gibt unzählige Menschen, die aufgrund traumatischer Erfahrungen ihr Körpergefühl bzw. die Verbindung zu ihrem Schmerzzentrum im Gehirn verloren und daher eine gestörte, gesundheitsschädliche Wahrnehmung ihrer selbst haben. Aber dass etwas schmerzen sollte, weil es dem Körper Schaden zufügt – Eingriffe mit Nadeln, Skalpellen, Bohrern etc. oder auch unnatürliche körperliche Verbiegungen oder dauerhaft einseitige Fehlhaltungen – lässt sich spannender-, überraschenderweise weiterhin mitfühlen bzw. durch Mitleid, empathisch, nur im Geist erfahren.
Du kannst Menschen immer glauben, wenn sie behaupten, dass sie – auch ohne Betäubungsmittel – keinen oder wenig Schmerz bei Eingriffen in ihre körperliche Unversehrtheit gefühlt haben. – Denn unser Körper schüttet – um uns vor allzu schmerzhaften Erfahrungen zu schützen – Endorphine aus: sobald sie sich psychisch bzw. mit Ablenkungsmanövern, die sie sich antrainiert haben, auf körperliche Schmerzen vorbereiten können, sind die meisten von uns gut dafür gewappnet (in dem Wissen, dass auch schon andere Menschen vor ihnen – vermeintlich ohne jeglichen Schaden davonzutragen – durch diesen Schmerz gegangen sind).

Alle Wunden können heilen. Allerdings hinterlassen sie Narben, die Menschen gesundheitliche – körperliche, geistige oder seelische – Probleme machen können, wenn sie sie immer wieder an eine schmerzhafte Erfahrung erinnern, für die ihnen das Verständnis fehlt.
Erst wenn wir verstehen,

  • warum unser Leben ist, wie es ist;
  • warum wir sind, wie wir sind, und
  • wofür unsere schmerzhaften (oder guten) Erfahrungen gut sind, die uns zu mehr Vorsicht (oder Mut) aufrufen und vor Wiederholungstaten bewahren (oder Laune darauf machen) bzw. dazu bringen können, andere zu warnen (oder anzuspornen), dieselben leidvollen (oder freudigen) Erfahrungen machen zu müssen (bzw. dürfen),

können wir beginnen, sie sinnvoll mit anderen zu teilen, so dass sie keine Belastung mehr für uns allein darstellen (sondern in das Universalbewusstsein der Menschheit, auf das wir alle Zugriff haben, eingehen). Wenn es nicht genug Bewusstsein für die Folgen dessen gibt, was wir unserem Körper (bzw. auch unserem Geist und unserer Seele bzw. anderen) antun (können), – sei es in Form von Verletzungen, willkürlichen „Zwangsmaßnahmen„, Ernährung oder Bewegungseinschränkungen – braucht niemand erwarten oder darauf hoffen, dass sich irgendetwas daran ändert, dass die Anzahl unserer körperlich, geistig und/oder seelisch Zivilisationskranken und -gestörten weiter steigt.

Wir haben nur einen Körper (und vermutlich auch Geist bzw. Verstand, der auf unserer Gehirntätigkeit und dem, was unser Körper dazu fühlt, beruht), den wir – wenn wir ihn möglichst lange behalten wollen – nicht allzu oft malträtieren, misshandeln, sollten (im Glauben, dass er sich mit Hilfe eines Gesundheitssystems bzw. von ÄrztInnen und MedizinerInnen oder andere studierten und praktizierenden WissenschaftlerInnen – wie eine Maschine – immer wieder wiederherstellen ließe). Unter Nutzung ihrer Vernunft und mit entsprechender Körperkonditionierung könn(t)en alle Menschen mehr auf sich und ihre Gesundheit – ihre körperliche sowie geistige und seelische Unversehrtheit – achten (und vor allem ihre Schönheitsideale in Frage stellen).
Ob sie es tun, bleibt ihnen selbst überlassen. Jede/r muss ihr bzw. sein Leben allein (oder in Gemeinschaften aus besonders schön gemachten oder auch weniger herausgeputzten, gesunden oder kranken, fröhlichen oder leidenden, sehr ähnlichen oder auffällig diversen Menschen, die sie oder er für sich gewählt hat), als Individuum in einem großen Gefüge aus unzähligen anderen Lebewesen führen – so schmerzhaft diese Erkenntnis für viele Menschen vielleicht auch (noch) ist.

P.s.: Es ist keine Heldentat, das eigene Bewusstsein und Schmerzempfinden ausschalten bzw. von der Körperebene abkoppeln zu können. – Es ist entweder ein unbewusst stattfindender natürlicher Selbstschutzmechanisus (vor allem im Kindesalter) oder eine bewusst eingesetzte Technik (häufig von schmerzgeplagten Menschen, um ihr Leid zu überwinden). Weil ich an den Sinn von schmerzhaften Warnungen glaube bzw. weiß, dass (Selbst-)Heilung nur stattfinden kann, wenn man den Ursache/n von Schmerzen auf den Grund geht, bis man sie sicher kennt, und sich genügend Zeit gibt, um sich davon zu regenerieren, bzw. lernt, vernünftig damit umzugehen, sind die Folgen für Körper, Geist und/oder Seele unabsehbar (wenn für den eigenen Organismus lebensbedrohliche Schmerzen wiederholt ignoriert – aus Gewohnheit nicht erkannt – werden).

 

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Dank für das Foto gebührt Tom Morbey (auf Unsplash)!

 

 

 

Drum prüfe, wer sich – ewig oder auch auf kürzere Zeit – bindet …

Wenn Menschen darunter leiden (oder davon krank werden), dass sie sich vor Zeugen Versprechen gegeben oder Verträge unterschrieben haben, die sie hinterher bereuen

Es ist relativ einfach, Menschen lange in Abhängigkeiten zu halten: Man muss sie nur dazu bringen, sich bzw. anderen „freiwillig“ etwas zu versprechen. Denn: Menschen sind als soziale Wesen von Natur aus dazu gemacht, sich oder Treueeiden, die sie geleistet haben, treu zu bleiben. In jedem Menschen finden allerdings mit der Zeit – mit zunehmendem Alter – Entwicklungen, also Veränderungen statt; bei einigen schnellere, bei anderen nur langsam, je nachdem, wie entspannt und bereit dazu sie sind.
Wer feste, von anderen beeinflusste – in Gedanken vorgefertigte – Ziele hat und diese Pläne verfolgt, verwickelt sich eher neu statt bei sich selbst zu bleiben und die eigene – freie und, weil jeder Moment entscheidende Veränderungen mit sich bringen kann, situationsabhängige – Entwicklung zuzulassen, die unserem natürlichen Wesen entspricht.

Feste, sicher in sich geschlossene, gesellschaftlich anerkannte Strukturen mögen hilfreich sein, Menschen so zu erziehen, wie man sie haben möchte. Mit (Entscheidungs-)Freiheit, die uns von Natur aus gegeben ist, hat das wenig zu tun: uns z.B. sicherheitshalber außerhalb „gewisser Kreise“ – in die Menschen leicht hinein-, aus denen sie aber schwer wieder herauskommen – zu bewegen, um dort nicht gefangen zu werden bzw. bleiben.

Menschen – vor allem Menschen, denen suggeriert wird, sie müssten sich in den Kreisen, in die sie hineingeboren wurden, oder den „höheren“, die sie sich, vielleicht hart, erarbeitet haben, sowohl frei als auch sicher und geborgen fühlen – kommen selten auf die Idee, dass nicht siefalsch ticken„, wenn sie dort nicht ihr (Lebens-)Glück finden oder gesund bleiben. Ordnungsstrukturen, die in Krisensituationen – als viele Menschen Angst hatten und froh waren, dass andere freiwillig das Ruder übernommen haben – oder aus der Bequemlichkeit vieler Menschen heraus, keine eigenen, (über-)lebenswichtigen Entscheidungen treffen oder selbstständig immer wieder eigene Wege gehen (und Gemeinschaften für sich finden) zu müssen, Sinn ergeben, sind allerdings nicht dazu geeignet, auch in „guten“ oder zumindest „besseren Zeiten“ für Ruhe und Ordnung unter freiheitsliebenden und kreativen Menschen zu sorgen: Wenn sie keine großen Sorgen, sondern Zeit für sich selbst und gewisse Sicherheiten haben, lassen sich Menschen ungern von anderen vorgeben, was sie zu tun haben.
Nicht wenige stellen – in Zeiten der Entspannung, wenn sie die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln – immer wieder auch fest, dass es in der Vergangenheit voreilig bzw. (weil sie nicht genug Wissen dazu oder Erfahrungen damit hatten) unbedacht war, sich – ohne die eigene oder äußere Entwicklungen voraussehen zu können – zu (gefühls-, also hormongesteuerten) Versprech(ung)en oder sogar schriftlichen Verträgen hinreißen zu lassen.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass Versprechen auch bedeuten kann, etwas falsch zu sagen?
Aus gesundheitlicher Sicht – um nicht irgendwann sehr von einem schlechten Gewissen gequält zu werden – würde (s)ich also empfehlen, jede Entscheidung, die Menschen treffen, eher als Versuch bzw. „gute Absicht„, sich auch daran zu halten, zu formulieren. Wer wirklich ein freier Mensch bleiben möchte (der jeden Tag wieder freie Entscheidungen treffen kann), muss auch auf Unverbindlichkeit Unverfänglichkeiten – achten.
Ich gehe allerdings davon aus, dass vor allem Menschen, die bisher darauf angewiesen waren, dass Menschen die mit ihnen geschlossenen Verträge strikt einhalten, selbst wenn sich oder sogar sie selbst die Bedingungen verändern, nicht sehr begeistert davon wären und mit all ihrer Macht zu verhindern versuchen werden, dass alle Menschen sich die Freiheit herausnehmen könnten, sich – ohne Folgen bzw. Strafverfolgung befürchten zu müssen – daraus lösen könnten. Mit (sorgen-)kranken, pflege- oder therapiebedürftigen Menschen (die sich nicht selbstständig versorgen bzw. -pflegen können, sondern eine Belastung für andere darstellen) neue Verbindungen einzugehen bzw. neue Verträge zu schließen, werden sie sich – wenn sie selbst überhaupt noch die freie Wahl haben – sich allerdings auch gut überlegen.

Ohne dass die Menschheit also erst einmal ihre Zivilisationskrankheiten in den Griff bekommt, wäre meiner (wissenschaftlich begründeten, wenn auch staatlich ungeprüften) Meinung nach zuerst zu prüfen, welche der alten Versprechungen und geschlossenen Verträge dazu geführt haben, dass heute so viele Menschen krank sind – um sie dann gegebenenfalls als „gesundheitsschädlich“ bzw. eine „Gefährdung für Menschenleben“ mit sofortiger Wirkung für ungültig (da zu voreilig und unbedacht – nicht nach heutigem bestem Wissen und Gewissen geschlossen) zu erklären.
Nur mit Menschen, die sich körperlich und geistig gesund sowie seelisch ausgeglichen fühlen, nicht mit von Ehrgeiz und persönlichen Erfolgen angetriebenen, lässt sich unsere Zukunft sinnvoll planen und – wenn es die richtige Zeit dafür ist – nachhaltig gestalten. Davon gibt es in der Praxis aktuell wenige. – Denn die, die genug theoretisches Wissen und eigene Erfahrungen in kleinen, offenen Kreisen (die Menschen jederzeit betreten oder auch verlassen dürfen, um später vielleicht doch wieder zurückzukehren) dazu besitzen, werden von den in alten, festen Strukturen eingefahrenen Menschen bzw. Gesetzen leider gehindert, in größeren Gemeinschaften  zu überprüfen, ob sich alle – als eigenverantwortliche Menschen mit Entscheidungsfreiheit – dauerhaft wohl darin fühlen könnten – so wie es meiner Meinung nach von Natur aus sogar für uns gedacht ist.

P.s.: Konsequent von anderen zu fordern, feste – verpflichtende – Bindungen einzugehen und alle neu hinzukommenden Informationen zu ignorieren, heißt auch, von Natur aus sinnvolle Entwicklungen bzw. Veränderungen laufender Systeme – natürliche Evolution zugunsten menschlicher Willkür – zu behindern, die erforderlich werden (würde/n), sobald offensichtlich wird, dass dadurch mehr Schaden angerichtet wird als jemals wieder gut gemacht werden könnte … Kranke Menschen können wieder gesund werden, wenn ihnen die Möglichkeit bzw. Zeit gegeben wird, sich – innerhalb ihrer Gemeinschaften und ohne schlechtes Gewissen – zu regenerieren, also ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Aktuell weigern sich noch viele angeblich moderne MedizinerInnen und WissenschaftlerInnen (die sich auf dem neuesten Stand der Forschung befinden sollten), die unser Gesundheitswesen mitbestimmen, anzuerkennen, dass dazu in erster Linie Verhaltensänderungen, eine gesunde Ernährung sowie Bewegungsweise und regelmäßige natürliche Entgiftungsmaßnahmen – keine Medikamente und/oder Behandlungen – notwendig sind. Dass außerdem weiterhin eine gesundheitsschädliche (Lobby-)Politik verfolgt wird, die weltweit die Natur vergiftet und natürliche Ökosysteme bzw. ihre Kreisläufe zerstört, von denen das (Über-)Leben der Menschen abhängt, das ließe sich leicht überprüfen – wenn man sich auch mal andere Seiten derselben Geschichten anhört, die uns unsere Schulen, Bildungsstätten und/oder anderen öffentlichen Einrichtungen und Medien erzählen.

 

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Dank für das Foto gebührt Janosch Diggelmann (auf Unsplash)!

Warum Sozialstaaten ohne HerrscherInnen und „Bauernopfer“ (unter denen, die arbeiten oder für Sicherheit und den Nachwuchs sorgen) ein schöner Traum, aber unnatürlich, also von Natur aus unrealistisch sind

Wir Menschen sind von Natur aus dazu gemacht, uns auch um Fremde zu sorgen, aber nicht dafür, uns unentgeltlich um sie zu kümmern als wären sie unsere FreundInnen oder Familienangehörigen

Soziale Strukturen unter Lebewesen, die alle die gleichen (Freiheits-)Rechte haben wollen – ohne sich anderen „freiwillig zu verpflichten“, also z.B. für sie in Gefahr begeben zu müssen – haben ihre natürlichen Grenzen: Sobald Gemeinschaften zu groß werden als dass alle Mitglieder noch direkt – nicht über Boten, die Nachrichten verfälschen könnten – miteinander kommunizieren und persönliche (Streit-)Fragen miteinander klären könnten, beginnt ein natürlicher Automatismus: einige Individuen ordnen sich freiwillig dem unter, was – vermutlich oder tatsächlich – von ihnen erwartet wird, andere übernehmen freiwillig Führungsrollen – im Glauben, der ihnen von ersteren vermittelt wird, anderen dabei helfen zu müssen, sich zu ordnen.

Solange Menschen in Führungspositionen immer daraus vertrieben werden könnten, sobald sich herausstellt, dass sie

  • nicht halten können, was sie sich zugetraut und anderen – denen, die es ihnen zugetraut haben – versprochen haben, oder anders
  • das Vertrauen in ihre Person – ihre (Macht-)Position – verspielt haben,
  • könnten von Menschen gegründete Staaten genauso friedlich existieren wie die von Ameisen oder Bienen.

Allerdings haben Menschen mehr Möglichkeiten, ihre Führungspositionen zu sichern. Geldmittel und/oder Gesetze (die sie häufig mitschreiben durften bzw. sich erkaufen konnten) schützen sie davor, dass das „gemeine Volk“ – ihre „freiwillig“ Untergebenen – sie ihnen nehmen könnten, wenn sie die ihnen übertragenen Aufgaben nicht zur Zufriedenheit erfüllen, sondern Unfrieden stiften oder sogar gezielt Kriege in Auftrag geben oder selbst führen (die Opfer von ihren eigenen StaatsbürgerInnen verlangen).

In der Vergangenheit haben sich „die Bauern“ – die nicht immer wirklich Bauern, sondern mutige VertreterInnen des Volkes waren, das unter einer Herrschaft gelitten hat – immer wieder ihre Freiheit erkämpfen können: dadurch dass sie ihre eigene Arbeit niedergelegt und gestreikt haben oder blutige Aufständen angezettelt.
Den einzigen Fehler, den sie gemacht haben, war der, zu glauben, dass ihre neuen AnführerInnen, denen sie sich freiwillig unterworfen haben, ihre Aufgaben nachhaltig besser erledigen würden, wenn sie ihnen auch die Zuordnung bzw. Verteilung von (Steuer-)Geldern sowie die Gesetzgebung überlassen.

Man kann Gewalt zwar teilen, darf aber nicht erwarten, dass sie sich nicht irgendwann zu einer höheren verbindet, sobald friedliebende Menschen beginnen, sich gegen jegliche zu verbünden – weil sie die Rolle von Machthabenden in den („nur“ für das Volk) unsinnigen Kriegen auf dieser Erde, in denen (Friedens-)Verhandlungen erst nach der völligen Zerstörung alter Strukturen (die den Interessen einfluss-reicher und mächtiger Menschen im Weg stehen) geführt werden – erkannt haben.
Wenige Menschen bemühen sich heutzutage – das ist zumindest der Eindruck, den ich von unserer „mobilen und nach Freiheit statt gemeinschaftlichen Verpflichtungen strebenden Gesellschaft habe – darum, die sozialen Gemeinschaften, in denen sie leben und in denen sie alle anderen Menschen noch persönlich kennen, unabhängig vom Einfluss staatlicher (Ver-)Ordnung(-en) zu machen (selbst wenn die für die Menschen vor Ort keinerlei Sinn ergeben). Stattdessen fühlen sich offensichtlich – ohne dass vorher lokale die Probleme der Menschen lösen oder ihre Fragen beantworten wollen würden – viele zu höheren Aufgaben (z.B. der Verständigung und sinnvollen Vernetzung mit Nachbarn oder der Versorgung von Fremden, ohne dass die Menschen vor Ort ausreichend versorgt wären) oder Ämtern (im Dienste der ganzen Menschheit) berufen.

Es ist – wie schon immer – nur eine Frage der Zeit, bis sich genügend unzufriedene oder sogar geschädigte Menschen sinnvoll vernetzt haben, um sich gegen die alte Ordnung zu wehren, die mal wieder zu einer Unordnung geworden ist, weil nicht genug Menschen den Überblick darüber behalten haben, wie viele Menschen unnötig – als Asoziale in einem Sozialstaat – leiden: z.B. unter Armut und Mangel oder Fettsucht und anderen Abhängigkeiten; unter Einsamkeit bzw. fehlenden Partnerschaften, FreundInnen oder Familien bzw. anderen „Vertrauenspersonen“; oder der Antriebslosigkeit, sich für Geld an einen Staat zu verkaufen, der mit dem verdienten Geld

  • Menschen besticht oder (mit einseitiger Propaganda von Zielen, die angeblich dem Wohle der Menschheit dienen sollen) betrügt,
  • Kriege und Naturzerstörung finanziert, also
  • dafür sorgt, dass Menschen, die sich (weil sie nie selbst darüber nachgedacht haben, sich sinnvoll zu vernetzen) nicht anders zu helfen wissen als „Staatshilfen“ anzunehmen, auch „treue StaatsdienerInnen“ bleiben.

Unsere Menschenrechte berechtigen uns dazu, den (Kriegs-)Dienst oder Aufgaben, die wir nicht mit unserem Gewissen vereinbaren können, zu verweigern. Ich habe die Hoffnung, dass sich irgendwann die Bauern oder andere „Unterschichten“, denen ihre Besitztümer mit Hilfe von SoldatInnen weggenommen werden, mit denen verbünden, die – angeblich – in unser aller Auftrag handeln und Menschenleben gefährden. Wir sind alle potentielle Opfer derer, die unsere Staaten regieren. Denn in ihren Augen sind wir wie Ameisen oder Bienen, die dazu beitragen, dass alles so funktioniert, wie sie sich ihren Staat (im Vergleich mit anderen) vorstellen – in erster Linie (gute, brave, anständige oder schlechte, widerspenstige, rebellische) ArbeiterInnen oder Soldaten und Drohnen, die für sie Erkundungen anstellen oder kämpfen bzw. genügend Nachwuchs sicherstellen, der in Zukunft ihre Aufgaben übernehmen kann; aber mit Sicherheit keine ihnen ebenbürtigen, individuell schützenswerten Menschen.

Ich habe keine konkreten Vorschläge, wie man der herrschenden Meinung (der Meinung nicht nur vieler Führungskräfte) begegnen könnte, wir Menschen könnten uns (ungestraft) der Natur widersetzen und gleichzeitig friedlich die Erde beherrschen. Aber sicher ist für mich als Lebenswissenschaftlerin und Verteidigerin von Tier- und Menschenrechten, dass – wenn ein dauerhaft friedliches Miteinander wirklich das Ziel einer Mehrheit von Menschen ist – zukünftigen Generationen erklärt werden müsste, warum sowohl der Herrschaftsgedanke als auch die freiwillige, bedingungslose Unterordnung unter andere menschenunwürdig ist.
Nur weil sich vieles vielleicht dadurch, dass jemand (der oder die sich für klüger hält oder verkauft) nachgibt, schneller klären lässt oder Abläufe vereinfachen lassen, muss es noch lange nicht der Goldstandard sein, der im Sinne einer Gemeinschaft für alle gelten sollte.
Mit (Buckeln für) Wohlstand (und/oder Versorgung bei Krankheiten oder im Rentenalter) bzw. dem Glauben an den Sinn von sozialen Rechtsstaaten (statt an kleinere, voneinander unabhängige, aber sinnvoll miteinander vernetzte, zu Kooperation bereite Solidargemeinschaften) allein lässt sich kein einziges Menschenleben retten – wenn es ständig neuen Gefahren für seine Gesundheit ausgesetzt bleibt. Diese können sowohl in Form von Menschen auftreten, die – körperlichen, psychischen oder seelischen – Stress auslösen, indem sie – durch ihre ErwartungshaltungenDruck auf Menschen ausüben oder sogar kriminalisieren, die sich nicht freiwillig ihren Zielen unterwerfen: einer Ökonomie, die angeblich allen zu ihrem Besten dienen soll, aber

  • Menschen die Möglichkeit gibt, ungestraft nachweislich gesundheitsschädliche Produkte zu verkaufen (solange sie den Geldfluss bzw. die Verschuldung ankurbeln), und
  • vor allem auf Gewinne und persönliches Wachstum ausgerichtet ist statt auf ökologsche Nachhaltigkeit, also ein stabiles Gleichgewicht zwischen Gewinnen und Verlusten, und ein nachhaltig sinnvolles Miteinander, das keine starren, im Voraus festgelegten Strukturen hat, sondern flexibel auf wechselnde Bedürfnisse und Umwelteinflüsse reagieren kann.

Das menschliche Gehirn braucht genau wie der menschliche Körper zu seiner Ernährung und dem Erhalt seiner Funktionen von Natur aus mehr Abwechslung und kreativen Spielraum als eine Ameise oder Biene. Es bleibt also spannend, was Menschen sich nach Tausenden von Jahren Geschichtsschreibung noch alles werden einfallen lassen, um sich ihr eigenes Leben – tatsächlich oder eher vermeintlich – schöner und einfacher zu organisieren.

 

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Dank für das Foto gebührt Stanislav Maslov (auf Unsplash)!