Natürlich machen wir das (nicht) freiwillig!

Wenn Menschen sich einbilden, sie würden sich (nicht) von ihren Gefühlen steuern lassen, wenn sie vernünftig – „richtig“ oder falsch“ – handeln

Hunger, Durst, Müdigkeit, Liebe – also Vertrauen und Mitgefühl oder Mitleid bzw. sexuelle Anziehungskraft – oder Verantwortungsgefühle, Angst, Traurigkeit, Wut, Verzweiflung oder andere (Stress-)Energien bzw. Bewegungsdrang nach langem, vor allem erzwungenen, Stillhalten können selbst ein Faultier, das sich jeden Tag nur so viel bewegt, wie unbedingt zu seinem Überleben notwendig ist, zu Leistungen antreiben, die es – wenn man es danach fragen könnte – freiwillig vielleicht nicht erbringen würde.

Wirklich freiwillig können also nur Menschen handeln, denen ihre individuellen Gefühle (die auf ihren eigenen, ganz persönlichen Lebenserfahrungen und den damit verbundenen Erinnerungen beruhen) bzw. ihre körperlichen, geistigen und seelischen Bedürfnisse bewusst sind, die von Natur aus jeden Tag erfüllt sein müssen, damit wir uns unsere Gesundheit und Lebensfreude erhalten. Wirklich frei darüber entscheiden, ob sie dem folgen wollen, was ihr Kopf, ihr Herz oder ihr Magen bzw. andere Bauchorgane ihnen sagen – weil sie etwas sehen, hören, riechen oder anders zu spüren bekommen – oder nicht, können nur Menschen, die über all das Bescheid wissen, also genug biologische (Menschen-)Kenntnisse besitzen.

Intuitiv handeln wir meiner Meinung nach so, dass das, was wir tun, mit einem inneren Bild von uns selbst, das wir uns im Laufe ihres Lebens bewusst ausgesucht oder un- bzw. unterbewusst (ein-)gebildet haben (bzw. durch unsere Erziehung haben ein-bilden lassen), in Einklang steht. Niemand handelt also aus dem Bauch oder Herzen heraus immer unbedingt so, dass es auch nachhaltig sinnvoll und damit gesund für ihn oder sie ist, auch wenn es vermutlich die meisten Menschen glücklicher macht zu wissen, dass ihr Leben davon bestimmt war, dass sie ihrem Herz statt ihren Bauchgefühlen – also Hunger oder Angst – gefolgt sind.

Wirklich Sinn ergeben und dauerhaft glücklich und zufrieden machen können nur Handlungen, die nicht nur Erleichterung oder Freude bereiten, weil sie sich richtig anfühlen, sondern auch so – verantwortungsvoll durchdacht sind, dass sie anderen leicht – mit einfachen Worten erklärt werden können, so dass jede/r sie verstehen kann.

Ich finde es verständlich, wenn Menschen grausame, unverständliche Dinge tun, – Kurzschlusshandlungen begehen – sobald jemand mit vorgehaltener Waffe vor ihnen steht und ihr Leben bedroht oder das Leben ihrer Liebsten in akuter in Gefahr ist.
Wenn es „nur“ darum geht, einen Job, Geld oder materielle Besitztümer zu verlieren und auf Dinge (oder liebgewonnene Tätigkeiten) verzichten zu müssen, für die sich relativ leicht Alternativen finden lassen würden, fängt bei mir der Zweifel am gesunden Menschenverstand derjenigen an, die sich davon beeinflussen lassen.
Allerdings wachsen heute die wenigsten Menschen wirklich glücklich – unter gesunden Bedingungen, in denen sie ehrlich aufgeklärt werden über das Leben, die Menschen und ihre kulturellen Gemeinschaften – auf. Deshalb ist es für mich als Biologin bzw. Anthropologin wieder leicht verständlich ist, dass sie oft relativ wenig über sich selbst und ihre – natürlichen oder angelernten – Gefühle oder Bedürfnisse (und damit verbundenen Ängste) wissen.

Angst macht mir nur, dass andere Menschen dieses Unwissen skrupellos für ihre eigenen Zwecke ausnutzen können, wenn sie – freiwillig – so skrupellos sein wollen (weil „Gefühlsduselei“ Entscheidungen nur negativ beeinflusst).
Aber vielleicht ist ihnen einfach auch gar nicht bewusst, was sie – vielleicht in bester Absicht bzw. zumindest mit „guten“ Gefühlen (nicht unbedingt, weil sie sich damit wohl fühlen oder ein reines Gewissen deswegen haben) – tun?

Bleibt zu hoffen, dass Menschen, die unser (Ein-)Bildungssystem gestalten, irgendwann einsehen, dass Menschen von Natur aus besser sind bzw. verstanden werden könn(t)en als sie bzw. es seit Langem von „Kultur-“ bzw. „Zivilisationsgeschädigten“ – ohne Wissen über biologische Zusammenhänge – dargestellt wurde und – insbesondere von Menschen, die andere in „Gute und Böse“ einteilen – auch heute immer noch häufig verbreitet wird.

 

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Dank für das Foto gebührt Sofia Sforza (auf Unsplash)!

Eroberungen kosten oft nicht nur viel Herzblut, sondern geben – selbst wenn sie mit dem strategischen Einsatz von Gewalt(androhungen), mit echten Gewehren oder anderen möglicherweise todbringenden Waffen durchgeführt werden – niemals Gewähr(leistungen) über den aktuellen Moment hinaus

Wenn Menschen denken, sie könnten sich auf dem, was sie sich selbst oder andere für sie erkämpft haben, ausruhen oder sogar zur Ruhe setzen

Ich habe den Eindruck, dass es vor allem ein „männliches Problem“ bzw. eine Eigenart von Menschen, die glauben, sie müssten bzw. könnten sich unter anderen Menschen, die die Macht in Händen halten, diese Welt nach ihrem Willen zu regieren, ihre Freiheit erkämpfen und unabhängig machen – indem sie sich mit Eigentum absichern: mit einem „sicheren „Grund und Boden“, auf den sie sich immer zurückziehen können, weil er ihnen alles Lebensnotwendige bietet.

Jeder Grund und Boden verändert sich – genau wie alles, was damit oder darauf gebaut wurde oder darin bzw. darauf lebt – mit der Zeit, selbst wenn er bewirtschaftet oder anders „in Stand“ gehalten wird. Nichts hält ewig dem Einfluss der Naturkräfte stand.
Deshalb macht es meiner Meinung nach aus biologischer Sicht mehr Sinn, sie sich so zu Nutze zu machen, dass man nicht zusätzlich gewaltsam gegen sie kämpfen muss – mit der Absicht, alle „Eroberungen“ im eigenen Leben genau so zu erhalten, wie sie ursprünglich waren oder wie man sie vielleicht möglichst auch der Nachwelt übergeben möchte, weil sie viele Menschen begeistert haben.

Meine Begeisterung für die Eroberungen meiner Vorgängergenerationen, mit denen sie sich ihr Leben angenehmer machen wollten oer gemacht haben – denn grundlos fängt niemand an, für etwas oder gegen andere zu kämpfen, um ihnen etwas wegzunehmen – hält sich in Grenzen. Ich bin froh, wenn es viele nur noch auf Bildern einer Vergangenheit gibt, die sie sich damit geschaffen haben – selbst wenn sie viele der modernen Errungenschaften entweder völlig in den Schatten stellen oder immer noch ihre Schatten darüber werfen.

Am Ende ist es immer wieder die Natur, die sich das auf ihre friedliche Weise – die aber beharrlich zerstörerisch gegenüber dem oder denen vorgeht, was bzw. die ihr Wachstum, ihre Weiterentwicklung behindert oder zugunsten ihrer (art-)eigenen Bedürfnisse aufhalten wollen – zurückerobert, was Menschen ihr auf ihren Eroberungs- oder vielmehr Raubzügen genommen haben.
In meinen Augen lohnt es sich nie, gegen die Natur kämpfen zu wollen – vor allem nicht nach menschengemachten (Spiel-)regeln, die aus Angst vor der Natur oder aus Unkenntnis ihrer Gesetze, nicht aus gebührendem Respekt gegenüber ihrer Gewalt(igkeit) aufgestellt wurden (mit der sie für Gerechtigkeit für alle Lebewesen sorgt, deren Leben von ihrer reichhaltigen Fülle abhängt).
Sich ihr demütig zu ergeben und zu lernen, für sie oder mit ihr zusammen zu arbeiten, kann Menschen mehr Ruhe – vor allem im Herzen – bescheren als sie sich jemals hätten vorstellen können – auf ihrer Suche nach immer neuen Herausforderungen im Leben. Denn Menschen sind selten – wenn sie nicht immer wieder darauf aufmerksam gemacht werden oder sich selbst daran erinnern – zufrieden mit dem, was sie sich erkämpft haben – weil sie feststellen, dass es sie gar nicht ruhiger, gelassener oder freier gemacht hat, sondern im Grunde nur dazu veranlasst, den neugewonnenen Besitz abzusichern, also gegen Angriffe von außen zu verteidigen, und/oder sich ein neues Ziel, ein noch sichereres oder schöneres Ruheplätzchen für die eigene Seele zu suchen und notfalls auch zu erkämpfen.

Frieden auf Erden wird sich mit solchen Menschen, die nicht bereit sind, alles, was sie einmal nur für sich selbst erobert haben, bzw. die Lebenserfahrungen, die sie dabei gewonnen haben, mit möglichst vielen anderen Arten von Lebewesen, natürlich auch oder vor allem Menschen, zu teilen, vermutlich nicht so schnell erreichen lassen.
Aber mir macht Hoffnung, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben mehr Menschen sehe, die nicht nur von einem friedlichen Miteinander auf Erden träumen, sondern auch erkannt haben, dass Menschen alleine es nicht in der Hand haben, es auch umzusetzen, wenn sie ihre und unser aller, also den Rest der Natur und ihre vielfältigen Bedürfnisse (die sich aber aufgrund unserer gemeinsamen Abstammung immer auf gemeinsame Nenner bringen lassen), auch dabei berücksichtigen.

Ein großes Dankeschön an alle, die es bereits mutig, im Vertrauen darauf, dass sie auf dem richtigen Weg sind, und beharrlich – auch gegen alle Widerstände von Menschen, die ihre veralteten Weltbilder in Stein gemeißelt haben und weiterhin gegen „AngreiferInnen“ verteidigen – umzusetzen versuchen.
Es ist von Natur aus nicht leicht, sich nicht dazu hinreißen zu lassen, etwas – selbst wenn es dem eigenen Körper oder Geist und der darin lebenden Seele schadet – zu widerstehen, was sich zu lohnen scheint, weil es einen Gewinn (an Lebenserfahrungen oder anderem Eigentum verspricht).
Wir sind – wie alle anderen Lebewesen auch – geborene ErobererInnen dieser Welt.
Allerdings weilen unter uns Menschen viele, die dazu neigen (können), ihr Wissen oder andere Machtmittel zu missbrauchen, während andere sich damit begnügen, sich von ihnen erobern zu lassen, um sich ihnen unterordnen zu können. Es lebt sich für viele Menschen – wie für kleine Kinder in der Obhut der Eltern – einfach leichter, wenn sie im Leben keine eigenen Entscheidungen (mehr) treffen müssen bzw. dürfen (die vielleicht erfordern würden, sich etwas zurückzuerobern, was sie entweder aus Unachtsamkeit verloren haben oder – übereilt – kampflos an andere, die es unbedingt haben wollten, abgegeben haben).

 

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Dank für das Foto gebührt Boban Simonovski auf Unsplash)!

Die vermeintliche Unvollkommenheit (durch fehlende Aufklärung und Medienkompetenz) der menschlichen Seelen

Eine Welt der Gedanken und Gefühle in Scherben und voller Lücken (damit Menschen bzw. Medien, die vollkommen virtuelle Welten erschaffen können, weiterleben können)

Viele Menschen bekommen von Kindesbeinen an, sobald sie Worte verstehen können, bewusst oder sogar gezielt – weil in den Gemeinschaften, in denen sie Leben, einem Menschenleben allein wenig oder gar kein Wert zugeschrieben wird – oder unabsichtlich – weil ihre Eltern und LehrerInnen es selbst nicht besser wissen bzw. im Laufe ihres Lebens kein Selbstwertgefühl entwickeln konnten – vermittelt,

  • dass ihnen in ihrem bzw. zu ihrem Leben etwas fehlen würde,
  • dass sie unvollständig wären und im Laufe ihres Lebens erst etwas erreichen müssten, um ein ganzer Mann oder eine echte Frau zu sein, oder
  • dass sie vor allem als LückenfüllerInnen für andere Menschen, denen etwas fehlt, dienen sollen.

In unserer modernen Welt werden Menschen über Medien über die Realität „aufgeklärt“, die in erster Linie eigene Interessen – nicht die ihrer ZuschauerInnen oder ZuhörerInnen (oder SchülerInnen, die von ihnen etwas über das echte Leben lernen wollen) – verfolgen, weil sie entweder Geld mit ihrer Arbeit (für andere) verdienen oder eigene Produkte und Dienstleistungen verkaufen wollen bzw. müssen, um davon leben zu können.
Das, was viele Menschen für die Wirklichkeit halten, ist das, was andere Menschen – Informations- bzw. NachrichtenübermittlerInnen, also Medien oder MedienmacherInnen – ihnen gesagt oder gezeigt oder anders vorgespielt haben, weil die entweder selbst glauben, dass das, was sie sagen, zeigen oder anders beweisen wollen, wirklich so ist, oder sie wissen, dass andere genau das von ihnen erwarten, also erfahrensehen, hören oder fühlen – wollen, damit ihnen das „Lernen“ bzw. Konsumieren dieser Informationen möglichst leicht fällt.

Wenn Menschen also das – vielleicht ständige – ungute Gefühl haben, sie oder ihre Welt wären nicht vollständig, weil ihnen noch etwas Wichtiges (zu ihrer Erfüllung) fehlt oder um sich sich oder sie – in ihrer Ganzheit – zu verstehen, dann

  • haben sie wahrscheinlich irgendwann im Laufe ihres Lebens ihre Naivität, ihre kindliche Neugier und/oder ihren Leichtsinn verloren, die oder der uns jeden Tag viele neue Möglichkeiten (des freiwilligen Dazulernens) eröffnet (und gegen Ignoranz – Nichts-mehr-wissen-wollen – und/oder Schwermut eingetauscht), oder
  • ist vielleicht ihr Glauben an sich selbst bzw. ihr Urvertrauen in die Hilfsbereitschaft anderer zerbrochen, der bzw. das alle Neugeborenen auf dieser Erde noch erfüllt (die sich sowohl aus eigener Kraft als auch mit Hilfe ihrer Mutter oder anderer Menschen ihren Weg an Licht erkämpft haben).

Es gibt zwar die Behauptungen, dass Scherben Glück bringen oder dass wir in unserem Leben bewusst immer wieder Plätze frei halten oder machen sollten, damit etwas oder andere sie ausfüllen kann bzw. können: neue Dinge oder seelenverwandte, ge- oder zerbrochene, Menschen, die sich selbst auch unvollständig fühlen oder ihr Leben nur noch als Scherbenhaufen vor sich sehen und nach einem neuen Halt bzw. nach einem Topf suchen, auf den sie passen, oder nach einem Loch, das sie stopfen können. – Aber was wir gegen eine Leere in uns oder gegen unsere Trauer darüber tun können, dass unser Herz vielleicht sehr an einem „guten Stück“ hing, das – bewusst von anderen oder aus eigenem Versagen – zerstört wurde, nach einer Reparatur nie mehr so aussehen wird wie vorher oder überhaupt nicht mehr zusammengesetzt werden kann, das können nur Menschen wissen, die Erfahrungen damit gemacht haben, wie etwas wieder vollständig heilen kann, ohne dass es aussehen, sich anhören oder sich anfühlen muss wie vor dem Zeitpunkt, bevor es kaputt ging (oder gemacht wurde).

Als promovierte Biologin, Mensch und erwachsene Frau mit 45 Jahren Lebenserfahrung kann ich dazu nur sagen: Es ist keine menschengemachte Technik, die Dinge – sei es vollkommen leblose Materie oder seien es Teile von einst oder noch lebenden Körpern – ersetzen kann, zu denen Menschen von Natur aus eine besondere Beziehung haben oder aufgebaut hatten. Genauso wenig kann ein „neues“ Lebewesen den Platz eines anderen einnehmen, zu dem einmal eine enge Bindung bestand.
Menschen sind allerdings von Natur aus extrem anpassungsfähig und können sich gut mit Ersatzbefriedigungen abfinden. Tief im Inneren wird meiner Meinung nach allen, die das noch tun, so lange etwas fehlen, bis sie verstanden haben, warum sie sich nach etwas sehnen, was sie nicht haben (oder nur denken, nicht zu haben – weil sie anderen geglaubt haben, dass sie es nicht hätten).

Ich denke nicht, dass Schulen oder Universitäten und andere sogenannte Bildungsstätten es jemals schaffen werden, all die Wissenslücken zu enthüllen oder Desinformationen aufzuarbeiten, die durch schlecht aufgeklärte, medien-inkompetente, aber von ihrem – zu einseitigen oder veralteten – Wissen oder Können überzeugte LehrerInnen, JournalistInnen und VertreterInnen viele anderer Berufsgruppen in der Welt verbreitet wurden.
Aber ich glaube daran, dass in einer vollkommenen Welt, in der alles – ganzheitlich – miteinander verbunden ist, irgendwann Klarheit darüber herrschen wird, warum destruktive Menschen Dinge kaputt machen oder Unachtsame sie kaputt gehen lassen bzw. in der Vergangenheit bewusst, mit voller Absicht, zerstört haben, was sie selbst oder viele andere eigentlich gebraucht hätten … „Nur“ um etwas Neues, angeblich Besseres, Schöneres, Einfacheres, Sichereres, … aufzubauen, wovon sie nur dachten, dass sie es bräuchten – obwohl sie es weder fühlen noch wissen konnten.
Wenn dann noch Einigkeit darüber herrscht, was getan werden kann, damit unsere Welt sich davon erholen kann – die Seele/n Natur möglichst rückstands- oder spurlos ausheilen kann/können – kann, dann befinden wir uns vielleicht sogar auf einem guten Weg, nicht mehr nur über unsere menschliche Unvollkommenheit zu jammern, sondern sie sinnvoll auszugleichen: nicht mit (sehn-)süchtig machenden Mitteln oder angeblichen Wegen zum Glück für alle, sondern mit echter, ehrlich gemeinter und individueller, gegenseitiger Hilfe.

 

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Dank für das Foto gebührt Jilbert Ebrahimi (auf Unsplash); meinen Eltern und LehrerInnen dafür, dass sie mich in dem Glauben großgezogen bzw. aufwachsen lassen haben, dass ich so, wie ich bin, gut bin und die Welt, so wie sie ist, gut ist; sowie allen anderen Menschen, die mich deswegen schon ins Zweifeln, zum Recherchieren und Nachdenken oder dazu gebracht haben, meine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben (insbesondere meines Liebsten, mit dem zusammen ich nie „Heile Welt“ spielen muss, wenn mir gerade eher danach ist, in Trümmern herumzuwühlen oder Scherben wegzuräumen!

Wem hältst Du – womöglich gegen jede Vernunft – die Treue?

Wie Menschen sich mit Treueschwüren (oder dem Sammeln von Bonuspunkten) ihren freien Willen absprechen und stattdessen ein schlechtes (oder gutes) Gewissen machen (lassen)

Es ist schön zu wissen bzw. zu glauben, dass man FreundInnen oder eine/n oder mehrere PartnerInnen, Familienmitglieder, vielleicht ÄrztInnen oder HeilpraktikerInnen, ArbeitgeberInnen, VersicherungsagentInnen, PolitikerInnen oder Banken hat, die einem/einer – zumindest oder vor allem in Notfällen – immer treu zur Seite stehen und mit Rat und/oder Tat (oder materiellen Gütern wie Geld) weiterhelfen (werden oder könnten).
Wenn Menschen „gut“, also auf vielfältige, natürliche Weise sozialisiert wurden, also unter unterschiedlichsten anderen aufwachsen durften bzw. von ihnen liebe- und verständnisvoll erzogen wurden (weil alle Menschen, die wenige Lebenserfahrungen mit Gefahren haben, in die sie sich begeben könnten, dazu neigen, lebensgefährliche, gesundheitsschädliche „Dummheiten“ zu machen, wenn andere sie nicht darüber aufklären), haben sie von Natur aus nicht nur

  • Mitgefühl mit allen, die ihnen auf ihrem Lebensweg hilfreich zur Seite gestanden haben, sondern auch
  • das Bedürfnis, anderen, Hilfsbedürftigen oder in Not Geratenen, zu helfen.

Menschen bekommen ein schlechtes Gewissen, wenn sie ihre Hilfe, die sie leisten könnten, verweigern.
Allerdings scheinen viele nicht zu lernen, wer in dieser Welt wirklich Hilfe oder Unterstützung dabei braucht, anderen zu helfen, bzw. wer ein Geschäftsmodell daraus entworfen hat, anderen das Gefühl zu vermitteln, Gutes zu tun, und gleichzeitig Nutzen daraus zu ziehen.
Bei modernen Geschäftsmodellen geht es nicht darum, dass ALLE Beteiligten hinterher zufrieden sind. Bei Geschäftsmodellen geht es darum, möglichst effizient, also sparsam zu arbeiten, aber dabei möglichst hohe Gewinne aus dem eigenen Zeiteinsatz zu erzielen. Denn: Zeit ist für viele in unserer Welt in erster Linie Geld (und Freizeit da, um hart verdientes Geld wieder auszugeben).

In der freien Natur gibt es keine Kosten-Nutzen- oder andere Modell-Rechnungen, um die eigene Lebenszeit nicht sinnlos zu verschwenden.
In der Natur tun alle intuitiv das, was ihnen in den Sinn kommt bzw. möglichst das, was getan werden muss, um wohlbehalten durch den Tag zu kommen und etwas daraus für die Zukunft zu lernen. Wer noch jung ist und sich zu naiv, „gutgläubig“ oder draufgängerisch verhält (statt sich an vertrauenswürdige Lebenserfahrenere zu halten), bezahlt dafür schnell mit dem eigenen Leben. Es gibt weder einen Glauben an das „Richtige“ oder „Falsche“, an „kostengünstigere“, sparsamere oder effizientere Lösungen oder daran, dass man jemandem ewig die Treue halten müsste, der einen selbst gezielt ge- bzw. die eigenen Erwartungen enttäuscht hat.
In der Natur verlieren diejenigen ihre einst „treuen Fans“, wenn sie ihnen nicht jeden Tag wieder das bieten, was sie ihnen versprochen haben (bzw. was die sich davon versprochen haben, ihnen die Treue zu halten.

Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen – neben anderen Rudel- oder Herdentieren, die alleine schlecht zurechtkommen oder keine Möglichkeiten kennen bzw. haben, sich ein anderes Rudel zu suchen oder in einer anderen Herde aufgenommen zu werden – besonders „treudoof“ sind, selbst wenn sie längst wissen könnten, dass sie von anderen für deren Zwecke ausgenutzt werden.
Meiner Erfahrung nach sind moderne Menschen die Lebewesen, die am meisten unter ihren ArtgenosInnen zu leiden bereit sind, die sich „freiwillig“ – weil sie es zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht besser wussten – so abhängig von deren „Dienstleistungen“ oder Produkten gemacht haben, dass sie sich ein Leben ohne sie überhaupt nicht mehr vorstellen können. Kein Wunder, dass den führenden Köpfen dieser Erde,

  • die anderen schon immer gerne vorgegeben haben, was ihrer Meinung das Beste für sie war/ist (ohne dass sie selbst bereit waren, die dazu  notwendige Arbeit zu übernehmen) und
  • von denen sich der Rest der Menschheit, der sich für zu ungebildet hielt/hält, um eigenständige, andere Entscheidungen treffen zu können oder ihnen widersprechen zu dürfen, schon immer gerne anführen und beherrschen ließ,

schon oft nichts Sinnvolleres mehr eingefallen ist bzw. schon lange nichts mehr, als natürliche „Suchtmittel“ wie Brot und (Karten-)Spiele – bzw. heute von großen Firmen in Fabriken hergestellten Drogen, die sie als „Lebensmittel“ tarnen dürfen, und Computerbildschirme zu nutzen, um diese zu beschäftigen bzw. ruhig zu stellen, wenn gar nicht genug Beschäftigung für alle mehr da war/ist. Mit deren Hilfe können sie sich nicht nur die Zeit und Energie sparen, den persönlichen Kontakt zu anderen Menschen oder zu ihrer Umwelt, Tieren, Pflanzen oder anderen Arten von Lebewesen und toten Materialien zu suchen, sondern völlig alleine, nur mit/gegen sich selbst spielen (und dabei keine Niederlagen vor anderen zugeben zu müssen), sondern sich sogar eigene virtuelle Welten, mit guten FreundInnen, perfekten PartnerInnen oder Haustieren und pflegeleichten, unzerstörbaren oder immer wiederbelebbaren Pflanzen und/oder vermeintlich sinnvollen – kreativen, spannenden oder entspannenden – Beschäftigungen erschaffen.

Es ist verlockend einfach, zu denken, man könnte sich blind und/oder ewig auf andere Menschen verlassen, die

  • es geschafft haben, einen guten ersten Eindruck zu erwecken,
  • einem über schlechte Zeiten hinweggeholfen bzw.
  • dabei unterstützt haben, bestimmte Hürden im Leben zu nehmen,

oder etwas wirklich und nachhaltig Gutes – außer Menschen bei etwas geholfen zu haben, was sie gerne damit erreichen wollten – bewirken, indem man eine Treuekarte zückt oder sich vertraglich an jemanden bindet.
Es ist vor allem einfacher als jeden Tag überprüfen zu müssen, ob man nicht selbst einen Fehler gemacht haben könnte, sich auf sie einzulassen und ihnen vielleicht nur mit Worten hätte Treue schwören sollen, – die sich relativ leicht mit einer ehrlichen Entschuldigung für das eigene Versagen oder einer ausweichenden Erklärung, um sich nicht selbst zu schlecht dabei zu fühlen bzw. vor dem/der anderen dazustehen, widerrufen lassen, sondern sich schriftlich mit der eigenen Unterschrift, also vertraglich, an sie zu binden (ohne von Anfang an eigene vertragliche Bedingungen festlegen zu können bzw. in Erfahrung zu bringen, ob/wie sich ein voreilig geschlossener Vertrag auch leicht wieder auflösen lässt.

Bevor Du Dir oder anderen also das nächste Mal etwas versprichst oder abverlangst, überleg‘ Dir genau, wie realistisch es ist, dass Du es auch morgen, nächsten Monat oder ein paar Jahre später – wenn Du viel Zeit gehabt hättest, darüber nachzudenken bzw. intensiv dazu zu recherchieren – noch dasselbe (Treue-)Versprechen geben oder von anderen fordern würdest, es Dir zu geben.
Es mag, – wie anfangs schon gesagt – ein schöner Gedanke, eine schöne Traumvorstellung sein, der bzw. die sich für die eine oder den anderen auch zeitweise erfüllen mag…
Davon auszugehen, dass Menschen die Zukunft mit – egal ob virtuellen, auf echtem Papier oder Kunststoffen geschriebenen, gedruckten oder eingravierten – Verträgen bzw. (Treue-)Karten in ihren Händen halten würden, ohne jeden Tag daran oder dafür arbeiten zu müssen, ist fern

  • jeder Realität,
  • jedes tagtäglich freien Willens (völlig neue Entscheidungen zu treffen) und
  • jedes Gewissens, möglichst oft (nicht nur dann, wenn man gerade Lust dazu hat oder das, was man dazu tun müsste, nicht allzu viel Kraft erfordert) vorsorglich eine Leistung dafür zu erbringen, dass man im Notfall auch eine im Gegenzug erwarten darf.

P.s.: Es ist nicht freundlich-zuvorkommend, wenn „UnternehmerInnen“ bzw. Menschen, die sich eine bestimmte Gegenleistung – eine Be- oder Entlohnung bzw. Aufwandsentschädigung oder zumindest ein Dankeschön, das sich für sie auszahlt, erwarten – von dem erwarten, Dir etwas schenken. Entweder bezahlst Du selbst oder andere in irgendeiner Form dafür (heute oft als Daten, die Werbeagenturen nutzen, um Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen). Vor allem sehr junge, naive, oder in den Tücken des modernen Alltags unerfahrene, ältere Menschen, die sich von Treuegelübten oder anderen Versprechungen dazu verlocken lassen, Geld oder ihre Arbeitskraft zu „investieren“, und leider oft auch Menschen, die aus einem schlechten Gewissen heraus dazu neigen, Geld sparen oder anderen spenden zu wollen, also vor allem die Schwächsten in unserer Gesellschaft mit der geringsten Allgemeinbildung, müssten in meinen Augen besonders davor geschützt werden, dass andere sich auf ihre Kosten bereichern oder zumindest selbst ein schönes Leben machen – indem sie es sich mit ihrer Arbeit, egal ob ehrlich oder betrügerisch, für die sie ein bereits vorher berechnetes, gut kalkuliertes, und nur für sich selbst festgelegtes Entgelt verlangen, verdienen.

 

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Dank für das Foto gebührt Clay Banks (auf Unsplash)!

In Würde altern …

… heißt für mich weder,

  • den eigenen jugendlichen Leichtsinn zu verlieren und von einem kleinen, charmanten Dickkopf zu einem alten, verbitterten Sturkopf zu werden, der/die auf Einhaltung von Regeln pocht, die vor allem für alte, von ihrem eigenen Leben und den von ihnen errungenen Erfolgen entweder zu begeisterte oder enttäuschte Menschen Sinn ergeben, noch
  • plötzliche körperliche und/oder geistige Verfallserscheinungen zu ernst oder als unumkehrbar, „natur-“ oder „gottgegeben“ hinnehmen zu müssen (weil man keine Möglichkeit, Zeit oder Lust hatte, sich biologische Kenntnisse anzueignen und sich mit sinnvoller, achtsamer Gesundheitsvorsorge zu beschäftigen, sondern sich nicht anders zu helfen wusste als sich auf Menschen zu verlassen, die sich HeilerInnen, HeilpraktikerInnen, Medizinmänner oder -frauen bzw. ÄrztInnen nennen und versprochen haben, Menschen immer wieder von ihren Leiden zu befreien) oder
  • von Jüngeren Respekt zu fordern, ohne dass man ihnen beweisen müsste oder überhaupt könnte, dass man sich tatsächlich ihren Respekt verdient hat (weil das, was sie in ihrem Leben erreicht haben, besonders oder überhaupt tatsächlich rücksichtsvoll gegenüber anderen und nicht nur zuvorkommend-höflich – so wie es ihnen beigebracht wurde oder wie sie es sich selbst eingeredet haben – gewesen wäre).

In Würde altern heißt für mich, würdevoll die Konsequenzen für das eigene Leben, vor allem auch für die eigenen Versagen, tragen zu können: Also

  • nicht nur mit einem Lächeln über die „guten alten Zeiten“ und die eigenen Erfolge zu sprechen oder auch am Ende noch zufrieden darüber lächeln zu können, dass man sich selbst das Leben (vor allem das menschliche Miteinander) oft etwas zu leicht vorgestellt oder sich selbst über lange Zeit viel zu ernst genommen hat,
  • sondern auch – wenn man sich hoffentlich spätestens in fortgeschrittenem Alter damit auseinandergesetzt hat – anderen möglichst viel davon zu erzählen, was man der eigenen (Lebens-)Ansicht nach anders, besser machen könnte.

Ein schadenfrohes Lächeln nach dem Motto „Mach‘, Du naives Kind, erst einmal all meine Erfahrungen, bevor Du mich weiter mit Deinen Träumereien belustigst“, hat noch niemandem Würde verliehen oder nachhaltig dazu beigetragen, die Welt für nachfolgende Generationen einfacher oder schöner zu machen. Vermutlich haben viele der heute Alten in ihrem Leben die Würde anderer nicht nur im übertragenen Sinn – mit beleidigenden Worten – mit Füßen getreten, sondern wurden auch selbst von anderen tief gedemütigt … Deshalb sei ihnen jedes zufriedene Lächeln gegönnt.

P.s.: Die Trauer über eine „verlorene“ oder vermeintlich verpasste Jugend, weil man sie gefühlt nicht ausleben konnte, lässt sich meiner Meinung nach genauso in fünf Phasen unterteilen wie jeder andere natürliche Zyklus (bis zu einem Neuanfang):

Neugier und Freude über eine neue, angenehme bzw. unbewusste Verdrängung oder bewusste Ignoranz einer unangenehmen Entdeckung oder Erfahrung“;

Herstellung von Verknüpfungen im Gehirn oder Rest des Körpers bzw. Einordnung der neuen oder unbewusstes Erfahren von alten, damit verbundenen Gefühle wie Angst oder Wut über eigene Handlungsunfähigkeit oder Ohnmacht in der Vergangenheit;

Bewusste oder unbewusste Mobilisierung der eigenen Ideen und/oder Körperkräfte, um etwas Neues daraus zu erschaffen bzw. mit den bisherigen und neuen Lebenserfahrungen weiterleben zu können;

Verhandlungen mit sich selbst oder sie Suche nach Gleichgesinnten, mit denen man sich einig werden kann, um sich zu versichern, dass man bisher „richtig“ gehandelt hat und das eigene Leben Sinn ergibt;

innere Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit dem Ergebnis bzw. Verständnis für das, was dabei herausgekommen ist, weil sich nur das daraus ergeben konnte; Akzeptanz oder Nicht-Akzeptieren des eigenen Schicksals, das in diesem Leben nicht umgangen wurde.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader (auf natur-highlights.de: Kambodscha-Archiv)!

Leben in der eigenen, oft (früh-)kindlichen Vergangenheit

Vom Glauben an die eigene Zukunft – ohne Bewusstsein für das, was das Jetzt herbeigeführt hat oder zur Folge haben wird

Viele Menschen, die erkennen, dass sie in der Vergangenheit zu unbewusst und unachtsamunvorsichtig oder rücksichtslos gegenüber sich selbst oder anderen – gelebt und sich damit Folgeschäden für sich selbst – ihre eigene Gesundheit oder für das, was sie besitzen oder hüten – eingehandelt haben.
Statt sich auf die Suche nach den Auslösern, den tatsächlichen Ursachen für ihre Probleme zu machen, sich selbst auf den Grund zu gehen, beginnen viele, ihr Heil im aktuellen Moment zu finden, den sie einfach – ohne sich Gedanken über die Vergangenheit oder Zukunft machen zu müssen – erleben können, wodurch sie eventuell noch unvorsichtiger oder rücksichtsloser gegenüber anderen oder ihrer eigenen Gesundheit werden, deren Erhalt nicht nur individuelles Wohlbefinden, sondern auch vernünftiges Denken verlangt – vor allem hinsichtlich der Dinge, über die sich Menschen Sorgen machen sollten, weil sie ihrer Gesundheit oder der der Menschen, mit denen sie ihr Leben verbringen (möchten) schwer schaden könn(t)en.

Menschen, die sich auf „neueste wissenschaftliche Forschungsergebnisse und/oder Therapien (bzw. das, was Medien darüber verbreiten und gut- oder leichtgläubige, „schwarmdumme“ Menschen deshalb oft mehrheitlich darüber denken)“ verlassen, haben oft wenig oder keinerlei Ahnung davon, dass die mit öffentlichen oder privaten Geldern gewinnversprechend (vor-)finanziert werden mussten, weil an wissenschaftlichen Erkenntnissen vor allem Menschen interessiert sind, die an die Zukunft glauben, sie aber gleichzeitig kontrollieren bzw. mit Hilfe ihres Geldes oder Einflusses auf andere „nach ihrem Bilde„, also so, wie sie sie sich vorstellen, gestalten wollen.

Mir fällt auf, wie viele Menschen sich „schöne alte Zeiten“ zurückwünschen, während die Welt doch angeblich so gut und schön wie nie zuvor ist – zumindest ist es das, was mehrheitlich von den „öffentlichen Medien“ verbreitet wird wird, denen viele Menschen – wenn auch vielleicht keine Mehrheit mehr – im Gegensatz zu den „alternativen“, die es bereits überall gibt, vertrauen.
Im Grunde leben sie im Glauben an Dinge bzw. Ideen, die längst der Vergangenheit angehören, aber noch nicht bereit dazu sind, Platz zu machen für andere, die für die Zukunft gebraucht werden: nicht nur angeblich ökologisch und nachhaltig produzierte, sondern auch rückstandslos und schadstofffrei zu entsorgende, ohne dass dabei Naturräume für andere Lebewesen zerstört werden, die für die Gesundheit bzw. das Überleben der Menschen wichtig sind.

Alles Leben ist an Kreisläufe gebunden.
Jede/r von uns wird also – wenn er oder sie versucht, einfach nur weiter stur so unvorsichtig oder rücksichtlos weiterzumachen wie bisher im eigenen Leben, ohne ökologisches Denken zu lernen und den Mut zu haben, Ursachen auf den Grund zu gehen, die genau dahin geführt haben, dass er bzw. sie sich in der aktuellen Situation befindet – früher oder später feststellen, dass er oder sie trotz all der neuen Erfahrungen keinen Schritt weiter gekommen ist als zuvor, oft nicht einmal weiter als die eigene Vorgängergeneration, die schon mit denselben (privaten, gesundheitlichen, familiären oder beruflichen und gesellschaftlichen) Problemen „gekämpft“ hat.
Wer weiß, dass alles wieder kommt und mit dem zusammenhängt, was war, muss nicht gegen etwas Vergangenes oder für etwas Zukünftiges kämpfen – das ist old school-(Sozial-)Darwinismus. Es reicht,

  • das eigene Leben so gut wie möglich nachhaltig zu gestalten;
  • sich so wenig wie möglich Kunststoffen oder anderen unnatürlichen, schwer wieder ausscheidbaren Substanzen oder energetischen Feldern auszusetzen, also vielleicht mit etwas zu vergiften, über dessen Langzeitwirkung noch kaum etwas bekannt ist (was aber Allergien oder andere Autoimmunerkrankungen auslösen und dadurch die eigene Gesundheit, das eigene Wohlbefinden und die eigene körperliche und/oder geistige Leistungs- oder Regenerationsfähigkeit stark beeinflussen kann);

aber nicht, sich nur vorzustellen, dass alles irgendwann wieder besser wird, weil andere sich darum kümmern werden.

Bereits in der Vergangenheit hat sich das besonders für die ausgezahlt, die heute nicht unter dem leiden, – z.B. Zivilisationserkrankungen – was vielen, vielleicht der Mehrheit, zu schaffen macht, weil sie mehr auf die vor ihnen vertraut haben als auf sich selbst oder ihre eigenen Kinder bzw. darauf, dass sie auch ihren eigenen gesunden Menschenverstand nutzen könnten statt „nur“ Zeitungen, Zeitschriften oder andere (Weltanschauungs-)Ratgeberliteratur zu lesen und/oder unkritisch dem zuschauen, -hören bzw. auf das zu hören, was andere ihnen vorgeben, -spielen oder -lesen.

P.s.: Für mich ergab es noch nie Sinn – sobald man erkennt, was man alles schlecht macht bzw. was in der Vergangenheit immer wieder schief lief (aber was man einfach irgendwann auf sich beruhen lassen wollte) – sich weiterhin einzureden, es könnte irgendwann noch etwas Gutes dabei herauskommen, ohne dass etwas verändert, überdacht oder vielleicht komplett anders gemacht werden müss(t)e. Wenn Du also dazu neigst, immer erst lange zu warten, bis Du etwas unternimmst, dann mach‘ zur Abwechslung doch mal etwas völlig spontan; und wenn Du normalerweise schnell umsetzt, was Dir spontan einfällt, dann gib‘ Dir öfters mal Zeit, um darüber nachzudenken. Wenn Du glaubst, Du bist ein Nachtmensch, dann entdecke den Tag, Abend oder Morgen für Dich. Wenn Du Dich für optimistisch oder pessimistisch hältst, dann frag‘ Dich, ob es nicht hin und wieder besser für Dich wäre, Dir die Welt nicht ganz so schön oder schlecht auszumalen, wie sie Dir erscheint, sondern beschäftige Dich lieber mehr mit der Realität, die uns heute vor allem von Menschen mit „alten Werten“ vorgegeben wird, die denken, dass Naturgesetze unmenschlich brutal wären …

P.p.s.: Ich wünsche wirklich allen Kindern dieser Erde, dass ihre Eltern auf bessereandere, neue – Ideen kommen als sie an ein Jetzt gewöhnen oder vielleicht sogar mit Gewalt an etwas anpassen zu wollen, das vielen Menschen keine Zukunft mehr bieten wird.

 

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Dank für das Foto gebührt insung yoon (auf Unsplash)!

 

Familienmitglieder mit besonderen Bedürfnissen

Von der menschlichen Verlockung, ihre eigene Existenz darauf zu begründen, vor allem mit Schwächeren oder hilfsbedürftig Erscheinenden – die sich über jede Unterstützung freuen (sollten) – zu interagieren statt sich um die Interessen derer zu sorgen, die stark genug scheinen, das selbst zu tun, oder Hilfsangebote ablehnen

Kein Mensch ist wie ein/e andere/r, genauso wenig wie eine Familie einer anderen gleicht.
Es gibt kleine und große; schwergewichtige oder starke bzw. eindrucksvolle oder einfache und vielleicht unbedeutend oder schwächer erscheinende; eher leise-zurückhaltende oder laute-draufgängerische, eintönige oder bunte, welche mit über- oder unterdurchschnittlich vielen „Extremitäten“ bzw. „extrem anderen Mitgliedern“ oder Besonderheiten, selbst innerhalb eines Verwandtschaftskreises.
Die Natur bietet unendlich viele Möglichkeiten für individuelle Entwicklungen und Zusammenstellungen unterschiedlicher, von Natur aus zwei- oder vier- bis vielbeiniger oder sogar beinloser Individuen.

Für mich als Biologin gehören nicht nur Eltern oder Groß- und Urgroßeltern, Geschwister, Tanten, Onkels, Cousins und Cousinen, Neffen und Nichten etc., sondern alle Säugetiere zu einer natürlichen Familie, innerhalb der allen die gleichen Lebensrechte bzw. individuelle Rücksichtnahme entgegengebracht werden sollte. Dass wir auch mit allen anderen Arten von Lebewesen rücksichtsvoll, gemäß ihrer, aber auch unserer natürlichen Bedürfnisse umgehen sollten, ist für mich allerdings auch gar keine Frage. Mir gehen Menschen zu weit, die sich eigene Gesetze machen und Rechte geben, also so tun, als dürften sie auf dieser Welt ungestraft tun und lassen, was sie wollten, sich also alle anderen Lebewesen unterordnen.
Ich bin überzeugt, kein freilebendes Tier (das sich nicht an menschliche Regeln und Routinen gewöhnt hat)  käme auf die Idee, sich automatisch schon beim Aufwachen – nur aufgrund der eigenen Verfassung oder Laune – für stärker und „besser“ oder schwächer und „schlechter“ zu halten als andere, ohne es überprüft zu haben: Alle, die sich bisher aufgrund ihrer Fähigkeiten Vorrechte angeeignet hatten bzw. für sich beansprucht haben, könnten diese – sollten sich z.B. irgendwelche (Umwelt-)Faktoren und damit die individuellen Voraussetzungen oder Umgebungsbedingungen (überraschend) geändert haben – nicht weiter benötigen und verteidigen wollen (sondern stattdessen Hilfe bei etwas brauchen).
In der Natur ist jeder Tag wirklich neu. Alle müssen täglich in erster Linie gut für sich selbst sorgen (können) – den eigenen Körper und Geist sowie seelische Bedürfnisse bzw. die Nahrungsmittel, mit denen sie genährt, also aufgebaut oder erhalten, und bei Bedarf entgiftet werden – oder zumindest wissen, wer oder was ihnen behilflich dabei sein kann, das zu bekommen, was sie brauchen und daher gerne  haben möchten.

Nur Menschen haben sich angewöhnt, zu denken, sie müssten auch über die Köpfe anderer hinweg – die vielleicht nicht einmal ihre eigenen Kinder oder Haustiere sind, für deren Verhalten bzw. daraus entstehende Schäden sie selbst die Verantwortung tragen müssen, oder die ganz offensichtlich zeigen, dass sie nicht damit einverstanden sind, sich also z.B. dagegen sträuben – Entscheidungen zu treffen. Selbst Eltern, die von Natur aus die Bedürfnisse ihres eigenen Nachwuchses, also ihres eigenen Fleisch und Blutes intuitiv verstehen könnten (wenn sie genug Selbstbewusstsein und –vertrauen hätten), hören heute viel zu oft auf andere, die sich aufgrund ihres mit Zeugnissen oder Urkunden und anderen Schriftstücken nachgewiesenen Bildungsstandes, ihrer Ausbildung oder ihrer Berufserfahrungen „ExpertInnen“ nennen (können/wollen/dürfen).
Viele Menschen wissen nicht, dass es nicht mehr als eine unbewiesene Behauptung, eine wissenschaftliche These ist, die (Körper-)Sprache von „Untersuchungs- oder Versuchsobjekten“ – den „Objekten menschlicher Begierden“ bzw. ihres intuitiven Tatendrangs – so genau studiert zu haben, dass man sie – ohne überhaupt irgendetwas über ihre Vergangenheit wissen zu müssen – auf Anhieb verstehen und wissen könnte, wie man sie auf einen Blick „liest“ und – vielleicht mithilfe wissenschaftlicher Fragebögen oder anderer Anleitungen und Testverfahren – ihre „wahren“ Bedürfnisse erkennt.

Nur Menschen denken – vor allem wenn sie sich mit anderen, die sie für besser (oder auch schlechter) als sich selbst halten, vergleichen – sie wären in der Vergangenheit oder insgesamt nicht konsequent oder streng bzw. unterwürfig genug (gewesen), wenn andere sich ihnen gegenüber nicht immer wie erwartet oder gewünscht verhalten. Freilebende Tiere wissen, dass sie immer damit rechnen müssen, dass etwas Unerwartetes geschieht oder etwas immer wieder neu versuchen können bzw. sogar müssen, weil es von der Tagesform des Gegenübers abhängt, ob sie mit ihrem – aufdringlich-fordernden oder demütigen – Verhalten erfolgreich sein könn(t)en oder nicht.

Nur Menschen haben sich ihre natürliche Achtsamkeit – sowohl im Hinblick auf ihre eigenen körperlichen, geistigen und/oder seelischer Bedürfnisse als auch ihre intuitive Vorsicht und Rücksichtnahme auf die anderer – ab- und dafür einen lebenslangen Beschützer- oder Mutterinstinkt, ein unnatürliches, krankhaftes Helfersyndrom, antrainieren, anerziehen, lassen: dadurch, dass sie an festen Orten in lebenslangen Gemeinschaften auch mit besonders unvorsichtigen oder rücksichtslosen, sehr ängstlichen oder draufgängerischen anderen leben wollen oder müssen, wenn sie nicht als NomadInnen durchs Leben ziehen und sich nur bei Menschen (oder Tieren) niederlassen wollen, mit denen sie sich von Natur aus wohl oder besonders verbunden fühlen.

Nur Menschen, die sich – weil ihre individuellen, besonderen Bedürfnisse nicht ausreichend wahrgenommen bzw. gestillt werden – in ihren natürlichen Gemeinschaften nicht wohl fühlen, kommen auf die Idee, diese zu verlassen und sich andere zu suchen bzw. sogar eigene Familien zu gründen, für die sie – als Familienoberhaupt – die Verantwortung übernehmen wollen.

Nur Menschen, die perfektionistisch versuchen, sich um alles und jede/n zu kümmern, erfinden Ausreden für sich, warum sie sich nicht genug Zeit dafür nehmen können oder Energie haben, sich um sich selbst zu kümmern (oder dagegen zu wehren, dass andere über ihren Kopf hinweg Entscheidungen treffen können – selbst wenn sie die nicht für gut befinden).

Ich sehe heute selten wirklich glückliche Menschen oder vorbildliche Familien, sondern eher Trauerspiele, die Menschen aufführen, die

  • (Tier-)ÄrztInnen brauchen, die ihnen bei Krankheitssymptomen sagen müssen, was denen fehlt, um die sie sich hätten kümmern sollen;
  • nicht wissen, wie man natürliche Bedürfnisse bei anderen erkennt bzw. richtig deutet, wenn die sich dafür schämen bzw. unangenehme Erfahrungen damit gemacht haben;
  • zu wenig Wissen über ganz normale VertreterInnen ihrer eigenen Art oder einer Tierart haben, die sie in ihre Familie aufnehmen möchten;
  • denken, sie wären nur zu gutherzig-inkonsequent, um feste, strenge Regeln zu etablieren, mit denen alle glücklich und zufrieden – ohne Stress miteinander haben oder sich übereinander ärgern zu müssen – leben könnten, sobald sie sich ihnen unterworfen hätten …

Was für viele Menschen „vernünftig klingt„, oder einst vernünftig geklungen hat, ergibt oft nur solange Sinn, bis man beginnt, eigene Erfahrungen damit zu machen.
Dann kommt – wenn man anerkennen kann, dass unser Leben dazu da ist, Erkenntnisse zu sammeln und dazuzulernen – die Zeit, darüber nachzudenken, woher die eigenen Vorstellungen vom und Erwartungen an das Leben kommen und es auch einmal aus anderen Perspektiven zu betrachten.
Aus meiner Perspektive erscheint es mir nicht
besonders vernünftig, sich im Voraus auf Jahre oder Jahrzehnte bzw. vielleicht sogar lebenslang einer festen Lebensgemeinschaft zu verpflichten.
Es mag schön sein, sich als Teil einer über viele Jahre eingeschworenen Gemeinschaft zu fühlen.
Ich nehme mir lieber die Freiheit heraus, meine Lebenszeit dafür zu investieren, mich mit den Problemen der Menschen im Miteinander oder bei ihrem Verständnis von Tieren und Pflanzen bzw. anderen Arten von Lebewesen – also vor allem der lebenden Natur (aber auch in Verbindung zur toten) – und mit natürlichen, gesunden, ökologischen Beziehungen zu beschäftigen. In der Natur geht es nicht um Gewinn-und-Verlust-Rechnungen, also darum, ob sich alles Leid (auf das Freude folgen kann) lohnt, um glückliche Zeiten auskosten zu können, sondern um gegenseitiges Ver- oder ein gesundes – anfängliches, vorsichtiges – Misstrauen und einen achtsamen, verantwortungsvollen Umgang miteinander, nachdem man sich die Zeit genommen hat, sich näher kennenzulernen (oder eher aus dem Weg zu gehen und nur aus der Ferne zu grüßen).

Es gibt immer wieder Zeiten, in denen Menschen (oder auch Tiere) mehr persönliche Freiheit und Zeit für sich alleine oder mehr Zuneigung bzw. die Sicherheit brauchen, dass andere im Notfall für sie da sind.
Es hat also wenig mit den Menschen (oder Tieren) an sich zu tun hat, sondern vor allem mit ihren individuellen Lebensumständen und Angewohnheiten, sich „normalerweise“ die Zeit zu vertreiben, von der sie hin und wieder eine Auszeit brauchen, um sich davon erholen zu können. – Denn das, was anfangs viel Sicherheit und/oder Wohlbefinden verspricht, – unnatürliche Routinen und/oder Genuss-Süchte, die unsere natürlichen Sinne unter- bzw. überreizen und früher oder später keine Überraschungen (mehr) bieten können – macht Menschen auf Dauer krank und/oder unglücklich und/oder hilfsbedürftig und/oder irgendwann schlauer als vorher. Wer besonders sozial veranlagt ist oder erzogen wurde, neigt dazu, neugewonnenes Wissen so schnell wie möglich in der Welt verbreiten zu wollen, damit anderen schmerzhafte Erfahrungen erspart bleiben; Menschen – die eher schadenfroh sind bzw. sich erst mit anderen solidarisch fühlen, wenn diese dieselben Lebenserfahrungen wie sie selbst gemacht haben – können fröhlich oder zumindest entspannt dabei zuschauen, wie andere dieselben „Dummheiten“ im Leben begehen wie sie selbst.

Es ist weder ein Freundschaftsdienst noch ein Liebesbeweis, andere – weil sie vermeintlich oder angeblich keine eigenen, sinnvollen Entscheidungen für sich treffen können oder würden, wenn sie genug für sie leicht verständliche Informationen dazu (bekommen) hätten – wie willen- oder gehirnlose Wesen zu behandeln und nicht immer wieder zu versuchen, mit ihnen in Kontakt zu treten bzw. zu kommunizieren, bis sie den Eindruck erwecken, verstanden zu haben, was sie tun bzw. welche Verantwortung sie damit auf sich laden (- dass sie die Folgen ihres Tuns nicht versuchen abzuschätzen). – Das ist menschliche Anmaßung begründet auf festen Vorurteilen und fehlendem Wissen über andere und das Leben oder Naturgesetze und Anziehungskräfte oder Abstoßungsreaktionen im Universum.

In meinen Augen ist es außerdem Dummheit aus Gedankenlosigkeit oder aufgrund von fehlender Zeit, Geduld bzw. einem Mangel an Inter-Esse an anderen (also daran, wirklich bewusst mit ihnen zu sein, sich mit ihnen verbunden zu fühlen) von Menschen, die sich angewöhnt haben, ihre eigene Existenz, das eigene, individuelle Dasein auf dem anderer zu begründen, sich also davon abhängig zu machen, oder nur mit ihnen zu inter-agieren, es also willkürlich – bunt, wild und ungezügelt oder nach strengen Regeln – miteinander zu treiben (um so möglichst viel Spaß am Leben zu haben).
Es ist für mich das größte Versagen des Homo sapiens, zu denken, man könne die Stärksten und (Einfluss-)Reichsten einfach tun lassen, was sie vorhaben, oder sein zu lassen, wie sie sind, ohne ihnen täglich wieder ihre Grenzen aufzeigen zu müssen, sobald sie ihre Macht über andere zu sehr ausnutzen. Viele Menschen, die tun als wären sie die Allein-HerrscherInnen über die Erde oder die im Geheimen Auserwählten, um die Interessen der Natur als Ganzes und gleichzeitig der Menschheitsfamilie als einer Art  – unter unzähligen anderen – zu vertreten, ignorieren häufig, wenn Interessen ihren diametral entgegenstehen bzw. nicht miteinander vereinbar sind.
Die Zeit wird zeigen, welche sich irgendwann durchsetzen

P.s.: Es ist nicht damit getan, sich um körperliche oder seelische Bedürfnisse anderer zu kümmern wie die nach materieller Nahrung, Wasser, einem Schlafplatz, ausreichend Bewegungsraum und Streicheleinheiten. Es ist genauso essentiell für dauerhaft und nachhhaltig gute oder enge Familienbeziehungen, Angehörige intellektuell zu fordern, also vor immer wieder neue Herausforderungen oder Probleme zu stellen, die sie bewältigen können (oder für die sich gemeinsam Lösungen finden lassen), oder bei ihrer Körperpflege zu helfen, wenn sie selbst dazu noch oder gerade nicht bzw. vor allem im Alter nicht mehr selbstständig dazu in der Lage sind, oder im Krankheitsfall zu wissen, wie man ihnen helfen kann, vor allem, wenn sie besonders anfällig für bestimmte Gesundheitsprobleme sind

 

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Dank für das Foto gebührt CDC (auf Unsplash)!

Welche Lebensaufgabe hast Du Dir auferlegt?

Ich glaube nicht, dass wir schon mit einer Lebensaufgabe geboren werden.
Aber ich glaube, dass vielen Menschen nicht geholfen wird, – weder von ihren Eltern noch den Gemeinschaften, in denen sie aufwachsen – eine sinnvolle zu finden, also Entscheidungen zu treffen, die nicht nur ihnen selbst, sondern auch ihren Mitmenschen dienlich sind.

Menschen wachsen heute statt zu kreativen HandwerkerInnen und/oder anderen (Lebens-)KünstlerInnen oft

  • zu „SklaventreiberInnen“ heran, die nicht nur sich selbst, sondern auch möglichst viele andere dazu bringen wollen, ihre Lebensziele zu erreichen;
  • zu (Staats- oder anderen) DienerInnen, die sich damit begnügen, sich anderen, „Höhergestellten„, unterzuordnen; oder
  • zu selbstständigen (oft verantwortungslosen, schlecht sozialisierten) „Freigeistern“ heran, die weder Druck auf andere ausüben noch sich von ihnen herumkommandieren lassen, sondern einfach etwas produzieren und anderen anbieten wollen, was diese gut gebrauchen können.

Ich sehe es als meine Lebensaufgabe, meine eigenen Lebenserfahrungen und mein Wissen, das ich mir seit meiner Kindheit aus Büchern über das Leben, die Natur, Menschen, Tiere, Pflanzen und ihre Gemeinschaften oder Gesundheit und Krankheiten angelesen oder mit Hilfe anderer Medien angeeignet habe, weiterzugeben, also mit anderen Menschen zu teilen, die bereit dazu sind, also Interesse daran haben.

Ich bin allerdings selbst nicht dazu bereit, nur geschönte Geschichten zu erzählen.
Es ist meine Überzeugung, dass Menschen über den Ernst der Lage – nicht nur der Lage unseres Planeten, sondern ihrer eigenen – aufgeklärt werden sollten, in die viele sich unwissend selbst gebracht haben – weil es für sie verlockend geklungen hat, ihr Leben in eine Aktentasche oder einen Koffer packen zu können, aus dem heraus es sich einfach leben lässt – so lange man damit Geld verdienen bzw. ein Leben bestreiten, finanzieren, kann.

P.s.: Besonders schwer fallen mir Gespräche mit Menschen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, andere – in ihren Augen hilfsbedürftige – Menschen oder Tiere „eigenverantwortlich“ retten zu wollen, ohne sich also ausführlich über sie und ihre natürlichen Bedürfnisse bzw. verfügbaren Lebensräume zu informieren bzw. gar nicht persönlich, sondern nur mit Unterstützung von für Notfälle ausgebildeten (Tier-)ÄrztInnen und/oder (Tier-)PflegerInnen um sie zu kümmern. Es ist nicht leicht einzusehen, dass man anderen nicht dadurch helfen kann, dass man ihnen die Verantwortungum für ihr (Über-)Leben abnimmt, sie also ungefragt in „liebevolle“ Obhut nimmt, ohne ihnen gleichzeitg Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit ans Herz legen bzw. beibrigen zu können. Alle Lebewesen werden dabei nicht nur uneigenständiger und hilfsbedürftiger als vorher, sondern verlieren zunehmend ihre gesunde Widerstandskraft (gegen aufdringliche Menschen) und werden mit der Zeit (immun-)geschwächter, also krankheitsanfälliger  – weil sie sich sehr schnell daran gewöhnen, versorgt zu werden, sich also selbst keine Sorgen mehr um ihr (Über-)Leben machen zu müssen.

P.p.s.: Ich wünschte, wir Menschen würden es uns zur Lebensaufgabe machen, uns immer mal wieder – nicht nur böse – zu überraschen, weil wir uns – selbst oder gegenseitig – täglich daran erinnern (lassen), also bewusst machen und darauf achten, dass es lebensgefährlich für potentielle „Gewohnheitstiere“ ist, sich zu sehr darauf zu verlassen, dass andere – die unsere Gewohnheiten genau kennen, weil sie sie studiert haben und wissen, wie sie sie kontrollieren bzw. gewinnbringend darauf spekulieren können – immer nur gut mit uns (statt in erster Linie mit dem „Geldbeutel“ in ihrer eigenen Tasche) meinen.

 

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Dank für das Foto gebührt Marten Bjork (auf Unsplash)!

Ehrliche Verantwortung für das Leben tragen lernen – das eigene und das anderer, deren Leben davon abhängt, dass es Menschen gibt, die offene (Lebens-)Fragen (er-)klären können

Wenn schon Spielplätze von unverständlichen oder übertriebenen (Sicherheits-)Regeln beherrscht werden oder von Menschen, die anderen beweisen müssen, dass sie zwar wenig Verantwortungsgefühl, aber – trotz fehlender guten Argumente – noch einen freien Willen haben

Als Biologin habe ich nicht nur Naturgesetze oder Tiere und Pflanzen, sondern auch Menschen über viele Jahre bzw. seit etwa einem Vierteljahrhundert studiert, so dass unsere moderne, naturentfremdete Welt mit all ihren künstlichen, menschengeschaffenen Angeboten statt eines großen Spielplatzes für Menschen (deren kindliche Seele sich nicht frei zu einer erwachsenen entwickeln durfte) eher ein riesiges Irrenhaus ist: Eines, das Menschen dazu verlockt, sich für krank erklären zu lassen, wenn sie sich (oder andere) aufgrund von fehlenden oder einseitigen Gesundheitskenntnissen (oder dem Umwillen, sie umzusetzen) krank und/oder unglücklich gemacht, also (Mit-)Leid verursacht haben. – Trotzdem lässt sich menschliche Unvernunft, fehlendes Wissen oder Hang zum „Besserwissen“ (durch fleißiges Auswendiglernen von Lehrinhalten oder Ausreden, also ohne wirkliche Lebenserfahrungs- oder kritisch-hinterfragte Studiengrundlage) besonders leicht aus Kindheitserfahrungen herleiten.

Viele Kinderseelen werden dadurch verletzt, traumatisiert, dass besonders regelkonforme und/oder wenig verantwortungsbewusste Erwachsene (die Fragen anderer nicht beantworten können oder möchten) ihren freien Willen mit einem schlechten Gewissen manipulieren oder ihn mehr oder weniger ganz brechen. Es ist genauso unverantwortlich, wenn Erwachsene

  • unerklärliche und unberechtigte Ängste (weil gar keine akute Gefahr oder ein bestätigtes Risiko besteht) auf Kinder übertragen, ihnen also „vererben“ oder „einbläuen„, sobald die etwas freiwilliggerne – tun, sagen oder haben möchten, das gar niemandem, nicht einmal ihnen selbst, schadet, ohne ihnen eine ehrliche und sinnvolle Erklärung dafür liefern zu können, indem sie sie entweder mit Liebesentzug dafür strafen oder es ihnen – vielleicht sogar unter Gewaltandrohung – „ausreden“ (indem sie das Gewünschte zum Beispiel einem göttlich-strafenden Wissen oder Gewissen unterordnen), wie
  • Kindern einreden, sie bräuchten vor nichts Angst zu haben und könnten tun und lassen, was sie wollten – weil im Leben auch niemand von alleine Rücksicht auf sie und ihre Bedürfnisse nehmen würde.

Um Verantwortung zu lernen, müssten Menschen es sich zuerst gefallen lassen, dass ihnen Fragen gestellt werden, die sie sich selbst noch nicht beantworten können.
Viele Menschen scheinen sich angewöhnt zu haben, zu denken bzw. – ohne es selbstständig, eigenverantwortlich, überprüft zu haben – zu glauben, es gäbe Dinge im Leben, die sich nicht aus einem Ursache-Wirkungsprinzip erklären ließen, so dass es nicht auf alle Fragen eine Antwort geben könnte. Und es gibt im Gegensatz dazu sogar WissenschaftlerInnen, die nicht wissen, dass sich einzelne Ursachen und Wirkungen in einem grenzenlosen, ineinander verflochtenen Universum nur unter streng kontrollierten und leicht wiederholbaren Laborbedingungen ergründen lassen, so dass allgemein – also auch überall sonst – gültige, generalisierte Aussagen dazu unwissenschaftlich sind.

Nur weil viele Menschen einig sind, dass bestimmte Regeln für alle gelten sollten, heißt das nicht, dass diese Regeln für alle Sinn ergeben.
Es macht wenig Sinn, sich ihnen aus Trotz zu widersetzen, wenn man nicht bereit ist, die Konsequenzen dafür zu tragen, dass man anderen beweisen möchte, dass ihre aufgestellten Regeln unsinnig oder sogar gefährlich sind – weil sie Menschen davon abhalten, selbst zu denken (und nach Antworten auf Fragen zu suchen, die seit der eigenen Kindheit unbeantwortet geblieben sind).
Ich tue es trotzdem gerne – weil ich mir wünsche, dass all die menschengemachten, für die Allgemeinheit sinnlosen Regeln (weil immer nur ein Teil davon profitiert) irgendwann wieder aus der Welt verschwinden.

Ich werfe Menschen vor, dass sie sich selbst belügen, wenn sie sich einbilden, sie würden nicht nur ein Verantwortungsbewusstsein besitzen, sondern sich auch der Verantwortung für ihr eigenes Leben bzw. das anderer, für die sie freiwillig die Verantwortung übernommen habent (weil die ihnen oder anderen entweder – noch – keine Fragen stellen oder Antworten gar nicht verstehen können).
Ich bin überzeugt, dass es naive und übermütige Kinderseelen sind bzw. waren, die sich eine Welt zusammengebastelt haben, die wenig mit der Realität aller anderen zu tun hat – weil ihnen keine erwachsenen Menschen geholfen haben, die Welt bzw. vor allem Menschen kritisch im Auge zu behalten und die Wirklichkeit und ihre Prinzipien zu verstehen.
Ich wünschte, alle Menschen würden sich selbst die Frage stellen (lassen) bzw. sie ehrlich beantworten (können), was der Sinn ihres Lebens ist bzw. sein soll, – worin er für sie selbst liegt – woher sie kommen und wohin sie gerne noch gehen oder wo sie vielleicht gerne irgendwann sterben würden.
Es mag eine Überlebensstrategie sein, sich – wie ein kleines Kind oder gefangenes Tier – jeden Tag einfach von dem überraschen zu lassen, was das Leben bzw. andere Dir anzubieten hat bzw. haben und zur Wahl stellen.

Aber denk‘ bitte nicht, dass Du Dein Leben nicht töricht aufs Spiel setzt, es also auf dem Spielplatz des Lebens zu bunt treibst, weil Du Dich an alle Sicherheits- und Verhaltensregeln hältst und keine Verbote oder rote Linien übertrittst. Glaub‘ einfach nicht alles, was selbst kleine Kinder – schon oder noch – kritisch hinterfragen!

P.s.: Ehrliche Antworten zu geben kann auch immer bedeuten, dass sie nicht allen gleichermaßen gefallen … Rücksicht gegenüber Wagemutigeren kann für zurückhaltendere, ängstlichere, sicherheitsbedachte ZeitgenossInnen eine zu große Herausforderung sein, und Frust oder Langeweile ist oft für Menschen oder Tiere vorprogrammiert, die mehr Energie oder einen größeren Freiheitsdrang haben als andere. Wir müssen nicht alle zur selben Zeit Lust auf die gleichen Spiele haben – aber wir könnten uns alle bemühen, die Kunst des friedlichen Miteinander- bzw. (Lebens-)Frage-und-Antwort-Spielens zu lernen, damit es möglichst wenige Verletzte dabei gibt und zuimindest alle wissen, wie man sich hinterher gebührend entschuldigt: gegebenenfalls Wunden verarztet, sich tröstet und vergibt.

 

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Dank für das Foto gebührt Oakville News (auf Unsplash)!

Wessen Modellvorstellung folgt Dein Leben und was ist Dein Plan?

Von Menschen, die vorbildlich leben und sich wundern, dass sie genau dieselben Fehler wie die vor ihnen machen, nur anders oder sogar noch schlimmer

Viele Menschen, die die Spielregeln des (modernen) Lebens nicht durchschaut haben, die uns von der Natur vorgegeben werden, denken nur, sie würde ihr eigenes Leben – so wie sie es führen wollen – leben.
Menschen, die nicht bewusst durch den Tag gehen und kritisch hinterfragen, was andere ihnen entweder vorspiegeln oder ihnen vorzuleben oder sogar vorzuschreiben versuchen, übersehen leicht, welche bzw. wessen Erwartungen sie dabei unbewusst erfüllen (und zu wessen Lasten es geht, dass sie nicht ihrem eigenen inneren, von außen unbeeinflussten Plan folgen).

Menschen wissen von Natur aus, – denn sonst könnten sie selbstständig nicht überleben – was gut und was schlecht für sie ist, was sie brauchen und was nicht. Schon bei ihrer Geburt, spätestens danach, wenn sie unvorbereitet ins Leben geholt werden, tun Kleinkinder lautstark kund, wenn ihre Bedürfnisse nicht so erfüllt werden, wie sie es sich wünschen würden. Eltern oder vor allem Mütter, die wenig oder gar kein natürliches Gespür (mehr) für ihren eigenen Körper haben, neigen dazu, andere Menschen, denen sie mehr Erfahrungen damit zutrauen, um Rat zu fragen.
Und viele Menschen folgen dem, was andere ihnen anraten, weil sie es für das einzig Richtige halten, auch gegen ihre inneren Widerstände.

Bereits im frühesten Kindesalter beginnt für viele Menschen ein modernes Drama: der Spagat zwischen dem Menschen, der bzw. die sie von Natur aus sein wollen, und dem oder der, der bzw. die sie gerne sein möchten, um in der eigenen Familie oder gesellschaftlich anerkannt zu werden und in einem Leben erfolgreich zu sein, das kaum Rücksicht auf natürliche Bedürfnisse der Menschen nimmt.

Es ist kein natürliches Bedürfnis, auch nicht des Menschen, die eigenen Bedürfnisse nach einer Uhrzeit oder einem anderen passenden Zeitpunkt zu richten.
Es ist kein natürliches Bedürfnis, auch nicht des Menschen, in Beziehungen mit Menschen zu leben, die die eigenen natürlichen Bedürfnisse ignorieren.
Es ist kein natürliches Bedürfnis, auch nicht des Menschen, Auszeiten vom eigenen Leben zu brauchen und wegrennen, -fahren oder -fliegen zu wollen, weil ihnen von anderen so viel aufgelastet wurde, dass sie es alleine nicht mehr (er-)tragen können und eine Pause brauchen, um neue Kräfte zu sammeln (statt sich in ihrem Alltag Hilfe beim Tragen zu suchen).

Es ist das, was Menschen erwartungsgemäß denken, wenn sie sich an den Erwartungen und Plänen anderer Menschen orientieren, die diese über Medien verbreiten.
Menschen, die sich Menschen im Fernsehen oder Zeitungen oder in hohen, angesehenen Positionen, vielleicht sogar die eigenen Eltern zum Vorbild nehmen statt sich in erster Linie vorzunehmen, nicht dieselben Fehler wie sie zu machen, falls ihr Leben sie krank und unglücklich gemacht hat, dürfen sich nicht wundern, wenn sie sich selbst dabei immer mehr verlieren.

Es gibt keine Blaupause für Dein Leben, der Du einfach nur folgen müsstest.
Wir alle könn(t)en unsere eigenen Augen und Ohren offenhalten und unsere eigenen Fein- und Hellsinne benutzen, um das Leben zu führen, das wirklich zu uns passt und uns glücklich macht – ohne Rücksicht auf das, was andere über uns denken, solange wir uns nicht rücksichtslos ihnen gegenüber verhalten.

Unsere Gedanken waren schon immer frei und werden es – zumindest vermute ich das – auch immer bleiben, selbst wenn es Menschen gibt, die alles tun, um sie abzustellen oder (mit Hilfe von Technologien) kontrollieren zu lassen, und andere, die sich schon verhalten als hätten sie gar keine eigenen mehr.
Ich glaube, oder hoffe es zumindest, – auch wenn ich es nicht wissenschaftlich beweisen kann – sie machen sich – vorbildlich, weil man das als moderner Homo sapiens nun mal so macht – selbst und anderen nur etwas vor.
Welchen Plan sie selbst damit verfolgen, weiß ich nämlich nicht; aber ich wünsche ihnen, dass er wenigstens für sie aufgeht.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly Sikkema (auf Unsplash)!