Natürliche Selbstreinigungsmechanismen wie der Lotuseffekt …

… können (wie Selbstheilung) ungehindert nur in dem natürlichen Zusammenhang, in dem sie einst entstanden sind, funktionieren

Seit Langem versuchen von der Natur begeisterte Menschen, diese willkürlich – bionisch – nachzubauen bzw. zu nutzen, wie es ihnen gerade – oft völlig ohne Verstand bzw. wirkliches Wissen und Verständnis für das, was sie tun – in den Sinn kommt.
Dabei herrschen in der Natur strenge Regeln, die dafür sorgen, dass ein natürliches Gleichgewicht aller Kräfte – auf- und abbauenden bzw. an- und entspannenden, ablagernden und loslösenden – eingehalten wird. In der Natur herrscht weder Verschwendung noch ein unsinniger Überfluss, der nicht dazu dienen würde, die Fülle und Vielfalt der Natur dauerhaft erhalten zu können, ohne sie dabei zu verschmutzen – zuzumüllen.

Nur Menschen ist bzw. war sie nicht sauber (oder gesund) genug zum Leben, so dass sie angefangen haben, sie mit selbst erfundenen – künstlichen, egal ob chemischen oder physikalischen Reinigungs- und Hygienemaßnahmen oder -mitteln (sowie angeblich gesünderen, nährstoffhaltigeren Produkten, die ihrem Lebenserhalt dienen sollen) zu überschwemmen …
Wenn natürliche, lokale Wasserkreisläufe durch Entwaldung und Versiegelung der Böden gestört sind, braucht man – gegen Dürre oder Sturmfluten – auch keine künstlichen Oberflächen mit Lotuseffekt mehr. Genauso wenig wie in einer Umwelt, in der Regen nicht mehr perlt, sondern aufgrund des Einsatzes von Seifen schäumt.
Wenn Blätter bzw. das Blattgrün, das unseren Sauerstoff aus Kohlenstoffdioxid produziert, nicht mehr schnell genug in ausreichender Menge neu entstehen kann, während es an anderer Stelle zerstört wird, brauchen wir uns nicht wundern, dass höhere CO2-Werte gemessen werden.
Wenn unsere natürlichen Ökosysteme bzw. Organismen mehr Giften – also unnatürlichen Mengen, Konzentrationen, Extrakten oder künstlichen Gemischen natürlicher (Roh-)Stoffe – ausgesetzt werden als ihre Organe – wenn sie genug Zeit und Ruhe, Frischluftzufuhr sowie sauberes Wasser und Nährstoffe dafür bekommen – automatisch ausscheiden können, braucht niemand zu erwarten, dass sie keinen Schaden davon tragen werden.

Es ist im Grunde traurig, wie viele – vermeintlich gebildete – Menschen immer noch nicht wissen, wie sie unsere Umwelt sauber(er) halten und/oder sich selbst vor Umweltverschmutzung schützen können – egal ob auf körperlicher, geistiger oder seelischer Ebene: durch weniger Konsum, vor allem von Produkten, die in erster Linie ihrem Genuss und ihrer Unterhaltung dienen, ihnen also das Leben leichter oder einfacher machen und sie vor – angeblich – allzu schwerer Kost schützen sollen.
Im wahren Leben können Menschen, die noch mit der bzw. ihrer Natur verbunden sind, spüren,

  • wenn ihnen etwas im Grunde gut Verdauliches auf den Magen schlägt (weil sie es zur „falschen Zeit am falschen Ort“ probiert oder sich dazu in Versuchung führen lassen haben) oder den Appetit verdirbt, weil es ungesund für sie ist;
  • was genau ihnen – außer Koffein oder Nikotin – Herzklopfen bereitet oder – wie zu viel Zucker – den Schlaf raubt, so dass sie etwas dagegen tun können, oder
  • wovon ihre Kopfschmerzen kommen bzw. wie sie sie auch ohne ärztliche Hilfe wieder loswerden.

Sie müssen keine saubere, besonders helle oder farbenfrohe Kleidung tragen, um ihnen ihr inneres Leuchten ansehen zu können. Und einigen von ihnen ist mit Sicherheit bewusst, dass Tränen manchmal der einzige Weg sind, sich von all der (mit gesundheitsschädlichen, immunschwächenden Stresshormonen verbundenen) Trauer oder Verzweiflung über die Verschmutzung der Erde und Zerstörung von lebendiger Natur – zugunsten dessen, was Menschen unter Nachhaltigkeit, „Fortschritt“ oder „sauberer Energie“ bzw. „grünen Technologien“ verstehen – zu reinigen.

 

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Dank für das Foto gebührt Marina Logvin (auf Unsplash)!

 

Was ist nur aus den Menschen geworden – die nie so sein wollten wie „die anderen“?

Wie sich Menschen, die (familiäre) Strukturen brauchen, denen sie blind vertrauen können, zu empathielos funktionierenden Robotern entwickeln können, die zwar noch gerne in Erinnerungen schwelgen, aber im Grunde trotzdem alles, woran sie mal geglaubt haben, vergessen zu haben scheinen

Es ist normal, dass Menschen sich im Laufe ihres Lebens vor allem äußerlich verändern. Aber nur wenige, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend gegen die gemein- oder gesellschaftlichen Strukturen rebelliert haben, die sie in ihrer freien Entwicklung (hin zu dem, was bzw. wer sie gerne sein wollten) behindert haben, scheinen sich bzw. ihren inneren (Ideal-)Vorstellungen – z.B. von Frieden, Freiheit, Gewaltlosigkeit, der Gleich- und/oder Einzigartigkeit der Menschen – ihr Leben lang treu bleiben zu können.

Besonders rücksichtsvolle Menschen, die anderen wiederholt gerne freiwillig Platz machen, – auch wenn die sich dann verhalten als

  • würde ihnen die Welt alleine gehören,
  • müssten alle anderen ihnen zuliebe auf ihre Freiheiten oder eigenen Ansprüche verzichten oder
  • wäre es normal, dass man dann auch freiwillig allen Müll wegräumt, den sie hinterlassen (haben) –

werden häufig feststellen, dass irgendwann gar kein (Rückzugs-)Raum mehr für sie selbst bleibt, an dem sie vor dem Einfluss anderer sicher wären.

Vielleicht ist es gut, sie so in Erinnerung zu behalten, wie sie mal waren: als gute FreundInnen, denen man einmal vertraut hat (die sich aber anderen Menschen untergeordnet und damit ihre Vertrauenswürdigkeit abgegeben haben).
Vielleicht ist es auch gut, die Gedanken an sie loszulassen und sich an vertrauenserweckenderen Menschen zu orientieren, die

  • noch nicht in einer Masse von mehr oder weniger gleichgeschalteten, gleichartig funktionierenden, berechenbaren Individuen untergegangen sind,
  • (weiterhin) zwischenmenschlichen Idealen folgen und
  • noch für Überraschungen gut sind.

Für mich als Verhaltensökologin ist es immerhin eine Erklärung (wenn auch keine Entschuldigung für das, was unzählige Menschen damit anrichten), dass es ihnen vielleicht selbst (gesundheitlich) schlecht (damit) geht. Gegen ungute Gefühle (von Ohnmacht oder Schwere) versuchen schon Kinder, (es) sich selbst möglichst leicht zu machen und dafür zu sorgen, dass es in erster Linie ihnen ein gutes Gefühl verschafft, dass sie keine oder zuindest wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse „anderer“ (insbesondere wenn sie ihnen noch völlig oder generell ziemlich fremd sind) – nehmen, geschweige denn Verantwortung für sie tragen, d.h. ihnen Rede und Antwort stehen müssen.

Es gibt hin und wieder auch Menschen, die werden einem mit der Zeit sympathischer, obwohl man früher nicht viel mit ihnen gemeinsam hatte. Und einige verändern sich irgendwie nie, während man selbst viel Neues dazulernt, Enttäuschungen erlebt bzw. neue Angewohnheiten entwickelt.
Am Ende, wenn die alten verschwunden sind, werden jedenfalls immer neue Arten von Menschen zurückbleiben, die ihre Chance bekommen, alles anders zu machen als die vor ihnen.
Es bleibt für die WissenschaftlerInnen der Zukunft jedenfalls spannend, zu erforschen, was sie wie und warum aus sich und dem, was war, gemacht haben.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly Sikkema (auf Unsplash), und dafür, dass sie mich auf das verlinkte Musikvideo aufmerksam gemacht hat, gebührt er meiner lieben Freundin Suleika (die ich seit mehr als 25 kenne und auch heute noch (mit-)erleben darf – wie sie auf ihre Weise friedlich Widerstand gegen vieles leistet, womit sie nicht leben will)!

Vom sinnlosen und sinnvollen Klagen oder Rebellieren

Es gibt Dinge in unser aller Leben, die lassen sich nicht ändern: nämlich alles, was in der Vergangenheit liegt oder zu dem geführt hat, was heute ist.

Wenn allerdings ganz offensichtlich ist, dass nur nicht genug Menschen bereit sind, etwas daran zu ändern, dass sich dieselben beklagenswerten Zustände ständig wiederholen (weil sie es vorziehen, sich im Kreis zu drehen statt einen Schritt nach vorne zu tun oder zurückzutreten), dann ist das meiner Meinung nach nicht nur ein guter Grund, still und leise darüber zu klagen, also in Trauer oder Fassungs- und Tatenlosigkeit zu verfallen oder einen Gott oder gleich mehrere Götter und Göttinnen um Hilfe zu bitten. Es ist dann auch leicht verständlich oder sogar – weil es Erleichterung verschafft – gesundheitlich vorteilhaft, lauter als gewöhnlich über die eigene Ohnmacht oder andere Menschen zu schimpfen und somit – auch in aller Öffentlichkeit – dagegen aufzubegehren, als einzelner Mensch breitflächig Widerstand gegen Kriege oder andere menschenverursachte Notlagen leisten zu können, ist genauso eine Illusion wie zu glauben, man hätte überhaupt keine Möglichkeiten, die Zukunft so zu gestalten, dass weniger Menschen darüber klagen müss(t)en.

 

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Dank für das Foto gebührt Levi Meir Clancy (auf Unsplash)!

Was da ist, muss weg! (Oder was noch nicht da ist, muss als lebensbedrohlich emp- bzw. erfunden, produziert und mit „guter“ Werbung als lebensrettend oder zumindest noch zum eigenen Glück fehlend verkauft werden)

Wie ein – „Dank“ einseitiger Propaganda – ökonomisches statt ökologisches Verständnis von der Welt (sowie anerzogene Glaubenssätze oder traumatische Verlusterfahrungen) Menschen zu Wahnsinnigen machen und/oder – auch andere – Leben zerstören

Dass viele Menschen – statt in der Realität zu leben und das zu tun, was sie gerne tun würden – ihren Alltag von Medien und Politik beherrschen lassen, zeigt sich allein darin, dass sie freiwillig Steuern und anderes Geld an Menschen zahlen, die damit Kriege und Propaganda für ihre „zukunftsorientierte“ Politik finanzieren, die die Umwelt vergiftet bzw. so zerstört, dass Klimaextreme zur Normalität werden (weil regulierende Wälder gnadenlos abgeholzt, Ökosysteme zerstückelt und ökologische Kreisläufe damit unterbrochen oder große Bodenflächen versiegelt werden). Oberflächlich mag es für alle, denen nicht bewusst ist, wie überlebenswichtig das Leben im Boden nicht nur für uns Menschen, so erscheinen, als würde es auch in Städten eine lebendige Vielfalt geben können. Ohne die Zahl der Bodenorganismen – die dafür sorgen, dass Kohlenstoff im Boden gespeichert wird oder neue organische Masse entstehen kann – herrscht ein lebensbedrohliches Ungleichgewicht.

Da alles mit allem verbunden ist und das Äußere – für Menschen, die (noch) wissen, wie man genau hinschaut bzw. auch mit dem Herzen sehen kann – nur das Innere, das Oben nur das Unten, das Rechte nur das Linke, große Dinge die kleinen und ein Kind meist (wenn es sich nicht bewusst dagegen entscheidet) die Sehnsüchte der Eltern widerspiegelt, genügt im Grunde ein kurzer Rundum-Blick bis in die eigene Gefühls- und Gedankenwelt, um sich ein Bild von dem, was wirklich ist, zu verschaffen.

Ich habe den Eindruck, viele Menschen scheuen sich davor, Einsicht zu zeigen – auch in sich zu gehen statt sich vor allem an anderen zu orientieren.
Solange ihnen noch Aufmerksamkeit zukommt, solange sie noch für das, was sie tun, von irgendjemandem gelobt oder sogar bejubelt, vielleicht sogar bezahlt werden, machen sie jeden – sogar beleidigenden, demütigenden, menschenverachtenden – Irrsinn mit. Im Glauben, „wenigstens etwas beizutragen“ zu einer Welt, die nicht auf einzelne Menschen angewiesen ist, sondern auch gut – vielleicht besser – ohne uns alle funktionieren würde.

Für mich ist das noch lange kein Grund,

  • Menschen und ihre Natur einseitig schlecht zu machen und – wie schon in der Vergangenheit auch viele Pflanzen- oder Tierarten und weitere Gruppen von Organismen – zu Schädlingen erklären,
  • alles, was sie von Natur aus gerne tun würden, lenken oder sogar streng kontrollieren zu wollen und
  • skrupellos Forschung zu betreiben und dafür bzw. dabei Menschen, Tiere oder Böden bzw. ganze Ländereien auszubeuten, um Rohstoffe für naturzerstörerische Technologien gewinnen, finanzierbare bzw. sich lohnende Produktionsorte schaffen und mit absurden Verkaufsstrategien umwelt- bzw. gesundheitsschädliche Produkte in die Welt bringen zu können (um damit – angeblich – die Menschheit zu retten).

Alle, die sich selbst für schlecht – (aus-)gebildet – oder – körperlich, geistig oder seelisch – benachteiligt halten und nicht erkennen, was sie alles – völlig freiwillig und aus eigener Kraft – besser machen bzw. sein lassen könnten (statt sich nicht nur vor anderen Menschen zum Affen machen oder von ihnen für dumm verkaufen lassen zu müssen könnten), fehlt – für mich ganz offensichtlich – ein wichtiger Teil ihrer oder ihres Selbst bzw. ihr Zugang dazu.
Vielleicht ist es hinter all ihren unsinnigen Besitztümern verloren gegangen, vielleicht hinter einer dicken Fettschicht, vielleicht in all den Gedanken, die sie sich um andere(s) machen.
Ich kann nur sagen: Verluste sind nicht immer lebensbedrohend. Sie haben schon immer vielen Menschen das Leben gerettet bzw. eine völlig andere Seite gezeigt, die vorher für sie unvorstellbar war.
Die Kunst eines glücklichen, gesunden Lebens ist es, beide Seiten als lebenswichtig anzuerkennen bzw. einzusehen, dass ein Extrem nur immer wieder zu einem anderen führt, wenn Menschen die eigene, entspannte Mitte dazwischen nicht finden (sondern von der Angst beherrscht werden, wieder ins Letzte zurückzufallen, so dass sie versuchen, den Kontakt mit allem oder allen zu vermeiden, was sie daran erinnert bzw. schmerzhafte Erinnerungen daran hervorrufen könnten).

P.s.: Es mag verlockend klingen, wenn Menschen versprechen, anderen ihre Arbeit abzunehmen, also zu ersparen, dass sie vielleicht viele Tränen, Schweiß und Blut vergießen müssen, um dahin zu kommen, wo sie gerne wären (um dort sich selbst – zum eigenen natürlichen inneren Frieden und Glück – zu finden. Allerdings sind die, die Menschen davon weggeführt haben, selten die, die irgendwann auch wieder zur Umkehr aufrufen.

 

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Dank für das Foto gebührt Documerica (auf Unsplash)!

Zum Trotzen – sowohl gegenüber Ja-Sager/Innen als auch Widerständler/Innen – geboren

Warum Ge- und Verbote für kreative Menschen keine Wege verschließen, sondern nur neue Möglichkeiten eröffnen (von denen auch alle anderen profitieren können)

Die Welt der Menschen wird beherrscht von gutgläubigen Individuen, die all dem vertrauen, was andere – auf vermeintlich rechtschaffende Vorbilder zählende – Menschen ihnen über gute und böse Menschen (und wie diese für ihre „Verdienste“ belohnt oder Taten bestraft werden müssen oder zumindest in einer gerechten Welt bestraft werden sollten) beigebracht haben.

Dabei neigen schon Kinder, die sich von anderen ungerecht behandelt fühlen (weil ihnen z.B. niemand verständlich machen kann, warum nicht bei ihnen die Ausnahmeregelung herrscht, die sie bei anderen schon beobachtet haben), dazu, sich über – angeblich – vernünftige oder zumindest allgemein akzeptierte Verbote hinwegzusetzen, also in bestimmten Situationen „böse“ zu  sein, während sie unter anderen Umständen wahre Engel sind.
Was schwerer wiegt – ihr Liebreiz oder ihre Bösartigkeit -, hängt wiederum davon ab, wer davon betroffen ist, sich also damit herumschlagen muss, oder wer davon profitiert.

Rechtsprechung ist keine leichte, in meinen Augen sogar eine unmögliche Aufgabe, weil es im Grunde immer „mildernde Umstände“ gibt, die Taten – egal ob besonders gute oder schlechte – relativieren. Streiten lässt sich über alles, vor allem darüber, wem es wann (zu) gut oder schlecht (genug) geht, um etwas zu rechtfertigen, bzw. was eine „gerechte“ oder „ungerechte“ Strafe, Entschädigung oder Belohnung für jemanden ist.

Während andere damit beschäftigt sind, über bestehende Gesetze oder Ge- und Verbote zu diskutieren (statt sie wörtlich zu nehmen) oder neue Gesetze zu beschließen (weil die alten – wie zu erwarten – missbraucht werden konnten) entstehen schon immer Möglichkeiten, die Gunst der Stunde zu nutzen, um selbst zu überdenken, ob es nicht sinnvoller ist, sich etwas völlig Neues einfallen zu lassen, wozu es – aktuell – noch gar keine einheitlichen Regelungen oder diese auch nicht mehr gibt, weil sich herausgestellt hat, dass es unmöglich war, diese zu kontrollieren.

Es gibt immer noch Kontrollfreaks – fanatische AnhängerInnen einer Verbotskultur – auf dieser Erde, die denken, dass sich zwischenmenschliche und gesellschaftliche Probleme einfach verbieten lassen würden, ohne dass man

  • ihnen auf den Grund gehen,
  • sie in aller Öffentlichkeit bzw. zumindest unter Beteiligung aller Betroffenen diskutieren und
  • sich darüber – nicht nur mehrheitlich – einigen müsste, wie zukünftig damit umgegangen werden soll, dass es menschlich ist, NEIN zu sagen zu allem, was sich schlecht oder ungerecht anfühlt, also nicht einfach alles hinzunehmen, was andere als gut und gerecht oder zumindest normal, natürlich oder notwendig, also unumgänglich propagieren.

Als Verhaltensökologin kann ich nur hoffen, dass sie – ihrer etablierten, festgefahrenen Meinung zum Trotz – irgendwann noch eines Besseren belehrt werden: Dass der Homo sapiens nicht entstanden ist, weil sich seine VertreterInnen freiwillig anderen Menschenarten untergeordnet haben bzw. von ihnen ihren überlebenswichtigen Drang nach (Entscheidungs-/Meinungs-/Religions-/beruflicher/…)Freiheit – aus angeblich vernünftigen Gründen, nämlich zum Besten aller – haben verbieten lassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Jon Tyson (auf Unsplash)!

Friedlich ge- oder entschlafen oder von lauten Schreien nach Frieden aufgeweckt?

Von Menschen, die keine (innere) Ruhe finden – weil sie die Welt zu gut oder nicht (mehr) verstehen

Innerer Friede braucht – genauso wie die (Selbst-)Heilung von Krankheiten – nicht nur Hoffnung und Konzentration darauf, um auch bei aufsteigender Wut, Verzweiflung oder anderen destruktiven Gefühlen (über den eigenen aufgewühlten Zustand) friedlich zu bleiben, sondern auch Verständnis für die eigene innere Unruhe.
Kein Mensch sieht die Welt wie ein anderer. Nur für wenige – selbst nicht für Kinder, die sich von ihren Eltern beschützt fühlen sollten – ist sie ein ruhiger, friedlicher Ort, an dem nicht täglich Lärm herrscht und Kriege geführt werden oder das eigene Zuhause, in dem sie Frieden finden könnten, bedrohen.
Viele leben in ständiger Angst um ihr eigenes Leben bzw. dem Bedürfnis, ihr Leben auch vorsorglich – wenn es gar nicht akut angegriffen wird – vor (Lebens-)Gefahren zu schützen.

Es macht allerdings einen großen Unterschied, zu wissen, was man alles tun könnte oder müsste, um sich abzusichern und dann – vermeintlich – in (ewiger) Ruhe schlafen zu können, oder was wirklich Sinn ergibt und eigentlich guten Gewissens erlaubt ist – um es nicht zu übertreiben mit der eigenen Vorsicht oder Rücksicht auf andere, die dem eigenen Leben gefährlich werden könnten.
Das eigene Leben kann kürzer als geplant sein, und der Tod ist ohnehin unausweichlich, so dass es wenig Sinn macht, sich mit der Angst davor (oder vor Menschen, die einem vermeintlich nach dem Leben trachten, so dass es angeblich Sinn acht, sich mit „Werkzeugen“ vor ihren Angriffen zu schützen), die eigene Laune verderben zu lassen. Menschen können lernen, sich mit ihren Ängsten und Befürchtungen auseinanderzusetzen bzw. darauf vorbereiten, ihnen mutig, aber entspannt – freundlich, friedlich gesinnt, aber in vollem Bewusstsein der eigenen Stärke – ins Gesicht zu schauen.
Angst kann sich jede/r nur selbst nehmen – mit dem Verständnis dafür, wer oder was sie ausgelöst hat: Worte oder eigene schlechte, demütigende Erfahrungen, die sich wiederholen und dieselben entmutigenden Gefühle – der Angst (vor einem Verlust, der eigenen Ohnmacht oder dem Versagen), Neid, Wut oder Scham – erneut auslösen könnten.

Nicht alle Menschen konfrontieren sich freiwillig – um ihres inneren Friedens willen – mit einer schmerzhaften Vergangenheit oder Gegenwart, sondern konzentrieren sich stattdessen darauf, sie aus ihrem Gedächtnis zu verdrängen, also keine Gefühle aufsteigen zu lassen, die im entspannten Zustand an die Oberfläche treten könnten. Sie merken oft gar nicht, wie sehr sie innerlich dagegen ankämpfen müssen. Denn sowohl unser Körper als auch unser Geist neigen von Natur aus (damit sie nicht krank werden und Gefahr laufen, dem Tod zum Opfer zu fallen) dazu, Ruhe finden zu wollen bzw. müssen, wenn etwas in ihnen passiert ist, was ihnen ihre natürliche Ausgeglichenheit, ihre Gesundheit nimmt: um Zeit zum Nachdenken, Einsehen und Verstehen oder dafür zu haben, kreativ gegen den inneren Unfrieden vorzugehen.
Nicht alle kreativen Lösungen machen – wenn sie nicht gut, in weiser Vor(aus)sicht, durchdacht sind – auch nachhaltig Sinn, können also früher oder später wieder Unfrieden (in oder unter Menschen) stiften – vor allem, wenn sie erneut zu rücksichtslos gegenüber natürlichen Bedürfnissen (nach ausreichend Ruhe und Frieden) umgesetzt werden.

Vor allem Menschen, die sich – statt „nur“ inspirieren, also neuen Lebensmut einhauchen – leicht von anderen für alles Mögliche begeistern und mitreißen lassen (statt auf sich selbst vertrauen zu können), laufen Gefahr, den eigenen Körper und (ruhigen) Geist zu vernachlässigen bzw. die Stimme ihrer Vernunft oder eigenen Intuition auszuschalten.
Niemand müsste die (Selbst-)Erkenntnis mit ins Grab nehmen, die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten – die eigene Lebenszeit – nicht genutzt zu haben, um sich selbst und die eigenen Ängste oder Stärken und Schwächen kennenzulernen (und ihnen nicht erst im Augenblick des Todes begegnen zu müssen). Jede/r hat die Möglichkeit, jeden Tag etwas Neues über sich zu erfahren und einen friedlichen Umgang damit zu lernen. Es gibt vieles, was – ohne ein schlechtes Gewissen oder Reue (es entweder getan oder nicht schon viel früher angefangen zu haben) zu hinterlassen – Freude macht und inneren Frieden schenkt.

Mit einer inneren Unruhe, mit einem aufgewühlten Herzen lässt sich jedenfalls kein Frieden in der Welt schaffen – auch nicht mit gutem Willen oder Absicht (wenn nicht alle anderen die auch verfolgen). Dann ist es sicherer, wenn möglichst viele Menschen weiter unruhig oder nur noch mit Beruhigungsmitteln schlafen und dann tagsüber zu müde zum Kämpfen sind, sondern nach möglichst viel Harmonie streben.
Alle friedliebenden Menschen, der nicht gerne unnötig lange schlafen, müssen nur aufpassen, sie zu schnell, unvorsichtig, zu wecken – mit Informationen zu dem, was sie vorher nicht verstanden haben (weil sie zu lebensmüde, gutgläubig oder abgelenkt waren, um sich damit zu beschäftigen).
Denn dann kann ganz schnell Unfrieden herrschen, wo kurz vorher noch alles ruhig war und in friedlicher (Rechts-)Ordnung schien.

 

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Dank für das Foto gebührt Sunguk Kim (auf Unsplash)!

Hinterher sind wir immer schlauer (aber körperlich und/oder gesellschaftlich gezeichnet, wenn wir uns nicht auch wieder auf ein anderes Level begeben können)

Warum am Ende nie alles besser, sondern nur anders sein wird als vorher (und nie dauerhaft innere Zufriedenheit oder Frieden zwischen Menschen herrschen wird, ohne dass sie bzw. er täglich neu beschlossen wird und alle bereitwillig dafür sorgen, dass dieser Zustand so erhalten bleibt)

Lebewesen, also nicht nur Menschen, mit einem Bewusstsein, sind von Natur aus in der Lage bzw. – weil sie es gar nicht abschalten können – dazu verdammt, zu lernen, d.h. neue Einsichten zu gewinnen. Sie entwickeln sich – ihren Körper und Geist, meiner Meinung nach auch ihre Seele – dabei weiter, so dass sie am Ende ihres Lebens schlauer, sich ihrer selbst und ihrer Umwelt bewusster als zu Beginn.

Manche Menschen machen gleich am Anfang ihres Lebens sehr schmerzhafte, traumatische (Lern-)Erfahrungen. Aus Angst vor weiteren oder aus Trotz gegenüber denen, die ihnen danach noch etwas beibringen wollen, was ihnen neue Schmerzen bereiten könnte, behalten einige, vielleicht – je nach Schwere der Traumatisierung – sogar alle, eine individuelle Lernbehinderung bei, die sie davon abhält, die Welt und andere Lebewesen so zu erfahren, wie sie wirklich – von Natur aus – sind und aufgrund von Naturgesetzen auch bleiben werden: auf einem natürlichen Kurs in Richtung Zukunft (und Weiterentwicklung des Lebens, also auch des eigenen Bewusstseins), den kein Mensch verändern kann – weder maschinell noch mit geistigen Techniken. Am Ende wird immer die Erkenntnis herrschen, dass Menschen, die die Welt nach ihrem Willen verändern bzw. besser machen wollten, damit gescheitert sind.

Die Welt ist – so wie sie ist – gut, in einem perfekten Gleichgewicht zwischen Überfluss und Mangel, der Menschen täglich dazu antreibt, ihn zu beseitigen, um satt zu werden. Nur den Menschen ist sie schon lange nicht mehr gut genug bzw. der Mangel oder die Angst davor zu groß.
Sie versuchen seit jeher, sich ihr Leben zu erleichtern und sich – vorsorglich – gegen „Mangelerscheinungen“ abzusichern. Jede Generation wünscht sich, dass es ihre Kinder mal besser, schöner haben sollen – und macht dabei im Grunde alles nur schlimmer: Denn Menschen, die zur eigenen Sicherheit Vorräte horten (oder Geld sparen), nehmen anderen Ressourcen weg.
Wer nach „Perfektion“, dem Gefühl von absoluter Güte (oder Sicherheit) strebt, zeigt dabei ein immer hässlicheres Gesicht – weil Menschen, wie alle anderen Lebewesen auch, nicht perfekt sind bzw. es nie sein können. Perfektion ist ein Endzustand , eine Verfassung, in der alles gut zu sein scheint. – Evolution sieht allerdings kein Ende vor, weil es natürliche Zyklen gibt, die – aufgrund der Naturgesetze bzw. des Energieerhaltungssatzes – in der Lage sind, sich ewig zu wiederholen.

Ich denke, es ist kein Zufall, dass am Anfang vieler Kriege der Schrei der Menschen nach einer neuen Verfassung steht bzw. sich Menschen am Ende von Kriegen oft eine neue Verfassung geben, also festlegen, welche Fehler der Vergangenheit sie nicht wieder mache wollen.
Nicht alle Länder dieser Erde bzw. im Grunde kein einziges (denn es gibt keinen globalen Friedensvertrag) besitzen bereits ein Grundgesetz, das Menschen vor feindlichen Übergriffen – sei es durch ihre eigene Regierung, ihre Nachbarn oder ihre Nachbarländer – schützt, sobald diese in der Lage sind, sich eigene Gesetze zu machen – mit Geld oder (Waffen-)Gewalt.

Gewalt neigt von Natur aus dazu zu eskalieren, wenn niemand bewusst de-eskaliert, im Wissen, dass es sonst auch viele „Unschuldige“ treffen wird, die nur zur falschen Zeit am falschen Ort – am Ort eines Kampfes oder Krieges, den andere begonnen haben – waren bzw. gelebt haben und sich wehren mussten, um überleben zu können.
Irgendwann, sobald Menschen des Kämpfens müde werden (weil ihnen bewusst wird, was sie da eigentlich tun bzw. zu was sie selbst fähig sind), wird immer – zusammen mit einem Bewusstseinswandel und neuen Vorsätzen für ein zukünftiges friedliche(re)s Miteinander – Frieden einkehren und alles – vorübergehend – wieder gut sein. So wie schon immer in der Vergangenheit.
Ich kann es mir zwar noch nicht ganz vorstellen, aber ich würde mir wirklich wünschen, dass alle Menschen, die sich Homo sapiens nennen (wollen), irgendwann einsehen, wo ihre Denkfehler liegt: Wer die Natur oder andere (Menschen, Tiere, Pflanzen oder andere lebendige Wesen) willkürlich – nach eigenen Gesetzen, denen alle anderen nicht erst zustimmen müssen – beherrschen, sie ohne sie oder sich selbst zu fragen, ob man das überhaupt darf, be- oder ausnutzen (sie sich Untertan machen) will, darf sich nicht wundern, wenn sie sich das irgendwann nicht mehr Gefallen lässt bzw. lassen und hart zurückschlägt bzw. -schlagen.

P.s.: Menschen, für die alles perfekt ist, weil sie alles erreicht haben, was sie in ihrem Leben erreichen wollten, lassen sich aus Langeweile oft genauso viel Unsinn einfallen (den sie oder andere hinterher wieder ausbügeln müssen) wie andere, denen man nichts Recht machen kann, aus Ehrgeiz – weil sie nie zufrieden mit sich oder dem sind, was sie besitzen, mit anderen teilen oder ihnen schenken, also tun oder aufgeben, sein lassen, könnten.

 

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Dank für das Foto gebührt Steven Lasry (auf Unsplash)!

Von der – in der Geschichte der Menschheit – zyklisch wiederkehrenden „Modeerscheinung“ der Maskierung – in immer subtilerer oder absurderer Form

Warum sich Menschen gerne verstecken oder sogar freiwillig gemeinschaftlichen (Gruppen-)Zwängen fügen – somit anderen Menschen, die Vorgaben machen, unterwerfen- und gesellschaftliches Theater mitzuspielen

Irgendein Grund hat sich in der Geschichte der Menschheit immer mal wieder gefunden, das eigene Gesicht hinter etwas zu verbergen, das es entweder hübscher macht oder den ganzen Menschen gefährlicher aussehen lässt als er oder sie eigentlich ist. Einzelne Menschen, die sich (gerne) – ganz bewusst oder weil sie es sich, nachdem sie es bei einzelnen anderen gesehen haben, einfach zur Gewohnheit gemacht haben – maskieren, unterstreichen damit (wenn sie nichts hinter ihrer Maskerade verstecken wollen) ihre Individualität. In Gruppen von Menschen, die gemeinschaftlich ihr Gesicht verbergen (müssen), ist Individualität dagegen eher unerwünscht: Einzelne sollen darin lieber untergehen, also nicht als Menschen auffallen, die gar nichts zu verbergen haben (bzw. anderen vielleicht ein schlechtes Gewissen machen, weil sie sich keine eigene Maske leisten können). Es gibt immer Menschen, die davon profitieren, dass andere Menschen sich ihren Maskenverordnungen unterwerfen:

  • MaskenherstellerInnen;
  • Menschen, die ihr eigenes Gesicht nicht gerne – oder stattdessen besonders gerne unter Maskierten – offen zur Schau tragen; und
  • Menschen, die die (physio- und psychologischen, individuellen und gesellschaftlichen) Schäden beheben können, die durch das Tragen von Masken entstehen (die die freie Atmung – über die Gesichtshaut oder Mund und Nase – und somit die Sauerstoffversorgung und Entgiftung des Körper behindern.

Irgendwann sind Maskenbälle oder „Alltagsmasken“ immer auch wieder aus der Mode gekommen. – Vielleicht weil Menschen sich nicht nur gerne in die Augen schauen, sondern sich auch mal gegenseitig die Zähne zeigen wollen oder das Bedürfnis haben, sich freundlich-zurückhaltend anzulächeln. Vielleicht auch, weil Menschen von Natur aus offene und ehrliche Wesen sind und ihnen irgendwann klar wurde, was dahinter steckte – welche Lügen und Täuschung (dass sie Menschen schöner oder ungefährlicher für andere machen könnten) oder welche Scham (von Menschen, die ein ängstliches Gesicht damit verbergen wollten, das sie nicht gerne offen zeigen).
Nicht allen Menschen ist bewusst, welchen Schaden es anrichten kann, sich als Mensch nicht so zu zeigen, wie man tatsächlich ist. Viele haben offenbar noch kein Verständnis für den (Un-)Sinn von Maskeraden. Das Bedürfnis, aus Spaß oder zum Selbstschutz (weil sie denken, dass es besser für sie oder andere ist) die eigene Mimik – die eigenen Gefühle – vor anderen zu verstecken bzw. mit einem Stück (Kunst-)Stoff, Holz, Porzellan oder vielleicht sogar Haut und/oder Haar eines verstorbenen Tieres oder Menschens zu überdecken, kehrt offenbar zyklisch wieder. Ich vermute – als Verhaltensforscherin – wenn Menschen über längere Zeit zu offenherzig waren und in blindem Vertrauen gegenüber anderen freizügig alles von sich preisgegeben haben.
Die Enttäuschung kann groß sein, wenn andere – die offene Ehrlichkeit selbst nicht gewohnt sind und (noch) nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen – dieses Vertrauen missbrauchen. Allerdings kann sie genauso groß sein, wenn Menschen hinter Masken irgendwann ihr wahres Gesicht zeigen. Deshalb würde ich mir nicht nur als Ökologin (denn dadurch ließen sich viele natürliche Ressourcen sparen!), sondern auch als Gesundheitswissenschaftlerin wirklich wünschen, dass Menschen der Natur – ihrer eigenen Gesundheit und der anderer – zuliebe irgendwann das freiwillige oder angeordnete Versteckspiel einfach komplett sein lassen würden.
Ich bin überzeugt, dass viele Menschen dann sogar mit dem Suchen nach ihrem Glück oder der Liebe aufhören könnten und leicht herausfinden würden, was wirklich in ihnen steckt (das sie bisher davon abgehalten hat, sich einfach glücklich zu schätzen oder geliebt zu fühlen).

P.s.: Es mag vielleicht helfen, die eigenen Atemwege kurzzeitig vor Staub oder anderen gesundheitsschädlichen Partikeln und heißem Qualm zu schützen, wenn es mal brennt. Menschen ohne ehrliche Aufklärung über die möglichen Folgen und persönliche Haftung bei Schäden dazu zu veranlassen, sich über längere Zeit oder sogar tagtäglich Situationen auszusetzen, die ihre Lungen so sehr schädigen können, dass sie sich in den Auszeiten nicht wieder davon regenerieren, stellt eine Straftat dar – nämlich Leugnung von Tatsachen bzw. (Wissenschafts-)Betrug oder Nötigung zur Körperverletzung. Ich denke, es ist kein Zufall, dass vor allem Menschen, die Verbrechen begehen (wollen) dafür sorgen, dass sie nicht eindeutig identifiziert werden können, ihr Gesicht dabei also nicht zu erkennen ist. Allerdings können auch Finger- und Fußabdrücke oder andere Muster genauso verräterisch sein ….

 

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Dank für das Foto gebührt Jacek Pobłocki (auf Unsplash)!

Selbstständig und gemeinschaftlich immer wieder über willkürlich gesetzte, natürlich unerreichbare (Naturschutz-)Ziele hinaus- oder völlig daran vorbeischiessen

Von natürlich und kulturell bedingter Verantwortungslosigkeit und zu hohen (oder – konsequenterweise – niedrigen) Zielen gegenüber der Natur bzw. Realität

Menschen ohne Naturverständnis lieben es, frei – ohne sich vor anderen verantworten zu wollen oder müssen – handlungsfähig zu sind, also tun und lassen zu können, was, wie und wann sie es für richtig halten, und/oder allen anderen (gesetzlich) vorschreiben zu können, wie sie sich zu verhalten haben, damit – angeblich – alle so frei leben können, wie sie wollen. Sie neigen zwar von Natur aus dazu, sozial zu sein, das heißt, sich in Gegenwart anderer – um nicht unangenehm aufzufallen und Gefahr zu laufen, aus einer Gruppe ausgeschlossen bzw. verstoßen zu werden – auch sozial – entgegenkommend – zu benehmen, gleichzeitig haben sie allerdings auch die Tendenz, ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele über die anderer zu stellen.
Natürliches, nicht im Voraus bereits geregeltes Sozialverhalten erfordert, dass Menschen viel und auf unterschiedlichste Weise miteinander kommunizieren und immer wieder – tages-, jahreszeiten-, wetter- oder tageslaunenabhängige – Vereinbarungen treffen. Um sich selbst und auch allen anderen das Leben – vermeintlich – zu erleichtern bzw. vereinfachen, haben sich in den meisten Kulturen Regeln etabliert oder wurde Gesetze festgeschrieben, die Menschen vor allem Zeit und Energie sparen soll(t)en – weil nicht erst lange darüber diskutiert werden muss, was jeden Tag von wem und warum oder wie zu tun ist.

Mit der individuellen (Entscheidungs-)Freiheit der Menschen hat jede Kultur also seit jeher wenig zu tun, noch weniger unsere angeblich freiheitlich-demokratischen Sozial- oder Rechtsstaaten.
Mit Recht und Gesetzen lässt sich nur Frieden stiften oder für Ruhe und Ordnung und die Zufriedenheit aller sorgen, wenn niemand – ohne Ausnahme – sie in Frage stellt, sondern alle sie für sinnvoll halten. Aber: Nur weil etwas für menschliche Ohren sinnvoll klingt bzw. für ihre Augen oder ihren Kopf Sinn ergibt, heißt das noch nicht, dass es für sie auch realistisch, erreichbar ist.

Unsere Welt wird daher immer gleichzeitig beherrscht von IdealistInnen, die noch begeistert oder bereits verzweifelt versuchen, „gute“ Menschen zu sein und sich sozialvorbildlich, richtig – zu verhalten, und anderen, die aufgegeben haben, es überhaupt zu versuchen, weil sie keinerlei Sinn (mehr) darin sehen, es anderen Recht machen zu wollen, die – aufgrund eines unterschiedlichen Verständnisses von Recht bzw. Unrecht – selten oder nie zufrieden damit sind.

Ein bisschen mehr Sinn für unsere Realität, die Natur, würde uns Menschen gut tun.
Stattdessen lassen wir uns – mehr oder wenig freiwillig – von Kulturbegeisterten oder von kulturell (vor-)geformten, an eine Irrealität Angepassten beherrschen, die Strukturen geschaffen haben und Vorschriften machen (dürfen), die unserem Leben Halt oder eine Richtung geben sollen.
Ich persönlich vermute, Sie kennen entweder keine Naturgesetze oder (Spiel-)Regeln des Lebens oder können bzw. wollen ihr eigenes Leben (in Richtung Tod) nicht so akzeptieren wie es nun mal – von Natur aus – einfach ist: vorschriftsmäßig unvorhersehbar und willkürlich weniger beeinflussbar als es sich viele oder vielleicht sogar die meisten Menschen wünschen würden. Für NaturwissenschaftlerInnen, die nicht nur tote Materie oder Energieformen, sondern Lebewesen erforschen und (noch) draußen „im echten Leben“, nicht nur innerhalb von Labors oder Büroräumen arbeiten, ist (wahrscheinlich wie für HistorikerInnen, die bestimmte natürliche Regelkreise erkannt haben) leicht abzusehen, wann sich Menschen auf einem (selbstgebauten und brüchigen) Holzweg oder in einer Sackgasse befinden.
Ich denke, auch in Zukunft wird es weiterhin viele – auch bewegte und bewegende – Bilder davon geben, welche Spuren sie außer denen ihrer eigenen Füße in der realen Welt hinterlassen. Wie lange wir die Natur so noch als Lebensraum für begeistert nach bestimmten Regeln (aber blind für das reale Leben) um sich schießende, aber ansonsten orientierungslose Menschen erhalten können, wird sich zeigen bzw. die Natur festlegen. Denn die kann sich seit jeher selbst beherrschen und vor „feindlicher Übernahme“ schützen – indem sie geduldig abwartet, bis diejenigen nicht mehr unter Bedingungen weiterleben können, die sie sich selbst – aus Achtlosigkeit gegenüber natürlichen Zeichen oder Vorwarnungen – geschaffen haben.

 

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Dank für das Foto gebührt www.Florida-Guidebook.com (auf Unsplash)!

Freiwillig verantwortungslos, krank, einsam und trotzdem zufrieden?

Warum Menschen Gründe bzw. umfassende und ehrliche Informationen und Möglichkeiten statt nur offene Ohren und helfende Hände brauchen, um nachhaltig selbst für ihre Gesundheit zu sorgen (statt sich in ihrer Hilflosigkeit wohl zu fühlen, in der Hoffnung, dass andere sich dann um sie sorgen werden)

Jedes Kind lässt sich von Natur aus so lange von der eigenen Intutition und gesundem Menschenverstand durchs Leben führen, bis es damit zu viele schlechte, schmerzhafte Erfahrungen macht – weil andere Menschen es mit Gewalt oder Androhungen von schmerzhaften Verlusten davon überzeugen, dass es sinnvoller ist, auf andere statt auf sich selbst und die eigenen Gefühle zu hören.

Kein Mensch möchte alleine sein bzw. kann ohne die Unterstützung, das Mitwirken anderer Menschen, Tiere oder Pflanzen, die ihm als (Seelen-)Nahrung dienen, glücklich leben und gesund bleiben – denn wir werden als soziale Wesen und Teil der Natur, in der wir als Menschen überleben können, geboren.
Allerdings beobachte, höre und fühle ich, dass sich viele Menschen innerhalb der Gesellschaften, in denen sie leben, entweder in die fast völlige Isolation von der realen, lebenden Außen-, dafür in eine virtuelle, maschinengesteuerte Medienwelt oder in eine Individualität flüchten, die sie unter Gleichgesinnten ausleben können – die sich genauso von ihrer eigenen Natur, von sich selbst, haben entfremden lassen und dadurch gleichzeitig das Vertrauen in die Natur und das soziale Bewusstsein anderer Menschen verloren, aber ihre Sehnsucht danach behalten haben.

Menschen genießen es, sich mit anderen verbunden zu fühlen – weil es ihnen in einer unsicheren Welt Sicherheit vermittelt.
Menschen gestehen sich nicht gerne ein, verdrängen als bewusst, wie unsicher das eigene Leben ist, wie schnell es vorbei sein kann. Stattdessen klammern sich unbewusst an alles, was ihnen das nur das (Glücks-)Gefühl vermittelt, tatsächlich lebendig zu sein bzw. sinnvoll gelebt, in ihrem Leben etwas erreicht, aufgebaut, erschaffen zu haben.

Glücksgefühle, die nur aus persönlichen Erfolgserlebnissen heraus entstehen, nicht aus der Einsicht, wie wundervoll das Leben ist, ohne dass man irgendetwas dafür tun muss, – außer es zu fühlen – machen Menschen süchtig bzw. unglücklich, wenn sie sie nicht haben.
Du kannst täglich wieder versuchen,

  • irgendwann Dein Glück zu finden, indem Du andere Menschen beobachtest, die Du für glücklich oder noch glücklicher als Dich selbst hältst;
  • dem Glück hinterherzujagen, weil Du der Meinung bist, Du müsstest nur ein bisschen schneller machen und Dich beeilen, um es zu erreichen;
  • darauf zu warten, dass das Glück Dir gewogen ist und Dich findet;
  • dafür zu arbeiten, dass Du Dir irgendwann alles leisten kannst, was Dich endlich glücklich machen wird, oder
  • Dir einzureden, dass Du für Dein eigenes Glück und Unglück keinerlei Verantwortung trägst, weil andere ihm im Weg stehen und es absichtlich behindern.

Dabei trägst nur Du allein die Verantwortung für Dein eigenes „Schicksal„.
Menschen sind nicht verantwortlich für Dinge, die ihnen passieren, ohne dass sie gefragt wurden oder sich – aufgrund ihres Entwicklungsstandes – körperlich oder mit Worten dagegen hätten wehren können. Aber sie sind dafür verantwortlich, dass sie keine eigenen (Rück-)Fragen gestellt haben, wenn sie die Zeit dafür gehabt hätten, oder sich selbst hinterher nicht sorgfältig überprüfen (lassen) – in Hinsicht darauf, was sie vorher getan haben.
Menschen sind selbst verantwortlich – auch wenn sie unbedacht bzw. nicht gut recherchiert waren oder immer noch sind – für all die Antworten, die sie sich und anderen geben, für all die Reaktionen auf die Schicksalsschläge und unerwarteten Situationen, die das Leben für alle von uns bereithält (damit wir lernen und/oder auch andere lehren können, sinnvoll auf sie zu reagieren, ohne dass wir uns selbst oder anderen dabei auf Dauer zu viel Schaden zuzufügen).
Niemand kann Dich niemand zwingen, die (vorgegebenen oder empfohlenen) Antworten auf die Fragen zu geben, die andere Dir stellen, ohne dass Du Dir genau überlegt und abgewogen hast, was die kurz- und langfristigen Folgen für Dich sein könnten.
Ich kann und will auch niemanden zwingen, sich mehr mit der (eigenen) Natur, den eigenen Widerstands- und Selbstheilungskräften und ihrer leichtsinnigen oder mutwilligen, unbewussten oder absichtlichen Zerstörung zu beschäftigen. Ich kann Menschen nur ans Herz legen, mehr Vertrauen in sich selbst und in den Sinn der eigenen schmerzhaften Erfahrungen, Krankheiten, zerstörten Beziehungen und/oder Gewissensbisse, zu haben, die – meiner Meinung nach – dazu dienen sollen, dass wir sie zukünftig anderen ersparen könnten. Es wäre allerdings nötig, dass wir offen und ehrlich und auch laut, in aller Öffentlichkeit, nicht nur flüsternd, hinter vorgehaltener Hand oder verschlossenen Türen darüber reden bzw. sie für möglichst viele Menschen mit Bildern oder (Lebens-)Geschichten, in Farben oder Tönen erfahrbar machen, statt sie möglichst zu verheimlichen, damit sich – angeblich – andere, denen es „sowieso (auch) schon nicht gut“ geht, nicht noch mehr unnötig darüber aufregen oder Sorgen machen.

Ihr Leben wir für Menschen nicht schöner oder länger und sie nicht zufriedener dadurch, dass sie es

  • möglichst lange verpassen,
  • in Therapien verbringen oder
  • einsam bzw. gemeinsam mit ihren PartnerInnen, Tieren oder Pflanzen, die auch für ein Leben an der frischen Luft geschaffen wurden, in ihren Wohnungen verbringen oder
  • sich mit einer Arbeit erst verdienen wollen, die sie unzufrieden oder auf Dauer sogar krank macht.

Du kannst es natürlich – wie viele andere schon seit Jahrzehnten – weiterhin auf diese Weise versuchen.
Ich würde mich nur nicht darauf verlassen, dass – wenn alle es so machen und ein bestehendes, gemeinschaftliches System ausreizen bzw. überlasten – im Notfall immer noch jemand zur Stelle sein kann, wenn Du selbst mal wirklich Hilfe brauchst, weil Du alleine nicht mehr weiter weißt oder kommst.
Deine Gesundheits- und Notfallvorsorge liegt genausowenig in der Hand oder Verantwortung anderer wie ihre in Deiner, wenn sie Dich gar nicht darum gebeten haben und Du ihnen überhaupt nicht versprochen, also eingewilligt hast, sie für sie zu übernhemen.

 

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Dank für das Foto gebührt Yuris Alhumaydy (auf Unsplash)!