Es sagt wenig über Menschen aus, ob für sie ein Glas halb voll oder halb leer ist

Viel interessanter wird es, wenn in einer Runde eine limitierte Menge an Drinks aufgeteilt werden soll

Dürfen sich alle nehmen, so viel sie möchten, bis der Vorrat aufgebraucht ist?

Bekommt jemand die hoheitsvolle Aufgabe, willkürlich – ohne nach persönlichen, individuellen Wünschen fragen zu müssen – Gerechtigkeit walten zu lassen oder dürfen sich alle dazu äußern und werden gehört?

Wer gibt sich damit zufrieden, aus Rücksicht auf andere, vielleicht ganz zu verzichten?

Wer lässt sich erst einmal nur ein Schlückchen einschenken, aber zügig nachfüllen?

Wer bringt das Glas (fast) zum Überlaufen und warum?

Nich immer sind es die, die am meisten für sich selbst beanspruchen und sorgfältig darauf achten, dass sie es auch bekommen, sondern Menschen, die sich von anderen Dingen ablenken lassen (auf die sie viel mehr achten, weil sie ihnen wichtiger sind als das, was sie trinken können) – auch wenn Menschen, die andere danach beurteilen, ob die öfters ein fast leeres, halb oder zu volles Glas haben, sich das vielleicht kaum vorstellen können.

 

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Dank für das Foto gebührt Liks Digital (auf Unsplash)!

Wähle sorgsam, was oder wem Du glaubst – vor allem, wenn ein zu güter, für Gerechtigkeit sorgender Gott im Spiel ist – oder was Du sicherheitshalber selbst erst noch genauer prüfst

Von Menschen, die Mitleid mit allen Lebewesen predigen, aber statt es – sympathisch – zu praktizieren und Verständnis für ihre natürlichen Bedürfnisse zu haben (bzw. dazu beizutragen, dass sie sich keine unnatürlichen Ersatzbefriedigungen suchen), nur dafür beten, dass ihr Gott sich ihrer erbarme – wenn „mitfühlende“ erzieherische (Zwangs-)Maßnahmen erfolglos bleiben, ihre Moralvorstellungen zu Spaltungen oder extremistischer Gewalt innerhalb von Gemeinschaften führen oder sie im Tod nicht endgültig von ihren „Leiden“ erlöst werden

Ich stoße immer wieder auf energ(et)ischen Widerstand, wenn ich naturwissenschaftlich – denn alles ist meiner Meinung nach relativ – relativiere, was Menschen an sich selbst oder anderen, mit denen sie Sympathie – also Mitleid – empfinden können, „gut“ oder „schlecht“ finden.
Denn: Es kann lebensrettend sein zu stehlen oder sogar zu töten.

Ist es Diebstahl, anderen etwas wegzunehmen, das die sich vorher unrechtmäßig – mit betrügerischen Mitteln oder gewaltsam – angeeignet haben, weil sie wussten, wie man gutgläubige, „schlecht“, nämlich nur einseitig gebildete Menschen betrügt oder Schwache – mit wenig Selbstbewusstsein und/oder – vertrauen – leicht unter Kontrolle bringt, indem man ihnen droht?
Ist Fremdgehen Ehebruch, wenn sich herausstellt, dass das Versprechen der gegenseitigen Liebe unter einem übersteigerten Hormoneinfluss gegeben wurde, also Beteiligte im Grunde als unzurechnungsfähig gelten können?
Warum sollen wir einen Gott ehren, der über allen Menschen steht, und ihm das Schicksal der Menschheit überlassen, wenn alle Wesen auch ein Teil von ihm sein sollen, so dass wir selbst mit ihnen in Kontakt treten und gemeinsam darüber entscheiden könnten, wie wir leben wollen?
Warum sollen wir nicht fluchten dürfen über das, was uns in unserem Leben missfällt – solange wir niemandem damit schaden außer uns selbst, weil Wut selbstzerstörerisch sein kann, wenn wir sie nicht unter Kontrolle bringen (also uns ihre gefährliche Nutzlosigkeit bewusst machen, wenn wir durch sie nicht ins Handeln kommen und etwas an dem ändern können, was uns wütend macht)?
Warum sollten wir uns nur bestimmte Feiertage festlegen, an denen wir fröhlich und ohne Strafen dafür befürchten zu müssen, all unsere angestauten Energien bzw. unser Bedürfnis nach Freiheit ausleben dürfen – statt dafür zu sorgen, dass wir nicht krank werden, weil wir unser Leben nicht täglich feiern, also über unsere natürlichen Bedürfnisse hinaus zwanglos genießen können?
Warum sollten Kinder auch Eltern ehren, die sie misshandelt haben oder von denen sie und ihre natürlichen Bedürfnisse oder besonderen Fähigkeiten, die jedes Kind mit auf die Welt bringt, missachtet wurden?
Wo liegt der Unterschied zwischen „töten“ und „Leben opfern“?
Warum sollten Menschen sich davor hüten müssen, etwas zu sagen, was sie – weil sie (vielleicht noch) keine Beweise dafür haben und es „nur“ glauben – für die Wahrheit halten, auch wenn es sich später als „falsch“ bzw. „unvollständig“ herausstellt? Wo beginnen Lügen bzw. warum sollten sie immer nur bewusst in die Welt gesetzt werden?

Ich denke, es gibt mehr Menschen auf der Welt, die auf die „Lügen“ der Weltreligionen hereingefallen sind bzw. sie weiterhin glauben. Denn die ganze Wahrheit kann nur ein Gott kennen, den alle Lebewesen gemeinsam verkörpern; von dem alle, die ein Bewusstsein für sich selbst und die Welt, in der sie leben, besitzen, ein Teil sind.
WissenschaftlerInnen behalten immer nur so lange Recht, bis irgendjemand das widerlegen kann, was sie – vielleicht über lange Zeit – als „richtig“ behaupten konnten, weil sich sonst noch niemand so viele Gedanken dazu gemacht und – um ihre eigenen Thesen zu überprüfen – Studienobjekte beobachtet und/oder Experimente, um verwertbare Daten daraus zu gewinnen, dazu überlegt hatte wie sie.
Mir genügt die Biologie und andere Naturwissenschaften, um mir die Welt und das Universum zu erklären – zumindest solange ich

  • Menschen glaube, denen ich nicht nur intuitiv vertraue, sondern die mir ihre Welt erklären können oder wollen, und
  • zusätzlich eine intelligente Macht hinter allem, was geschieht, vermute, die immer wieder dafür sorgt, dass alles möglichst im Gleichgewicht bleibt und nicht auseinanderbricht (indem alle, die ihr natürliches Gleichgewicht zwischen“gut für sie“ und „schlecht für sie selbst“ nicht finden, früher vergehen als andere, die dafür sorgen können, dass es erhalten bleibt).

Ich kann mir allerdings vorstellen, dass auch ein intelligent durchdachtes Spiel ein Ende haben kann und einen Neuanfang braucht, wenn bestimmte (Mit-)SpielerInnen die alleinige Macht – Alleinherrschaft – darüber an sich reißen und es in sich zusammenbrechen lassen – wie vielleicht vor sehr langer Zeit, als es einen lauten Urknall gegeben haben soll.

 

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Dank für das Foto gebührt Jens Auer (auf Unsplash)!

Natürlich machen wir das (nicht) freiwillig!

Wenn Menschen sich einbilden, sie würden sich (nicht) von ihren Gefühlen steuern lassen, wenn sie vernünftig – „richtig“ oder falsch“ – handeln

Hunger, Durst, Müdigkeit, Liebe – also Vertrauen und Mitgefühl oder Mitleid bzw. sexuelle Anziehungskraft – oder Verantwortungsgefühle, Angst, Traurigkeit, Wut, Verzweiflung oder andere (Stress-)Energien bzw. Bewegungsdrang nach langem, vor allem erzwungenen, Stillhalten können selbst ein Faultier, das sich jeden Tag nur so viel bewegt, wie unbedingt zu seinem Überleben notwendig ist, zu Leistungen antreiben, die es – wenn man es danach fragen könnte – freiwillig vielleicht nicht erbringen würde.

Wirklich freiwillig können also nur Menschen handeln, denen ihre individuellen Gefühle (die auf ihren eigenen, ganz persönlichen Lebenserfahrungen und den damit verbundenen Erinnerungen beruhen) bzw. ihre körperlichen, geistigen und seelischen Bedürfnisse bewusst sind, die von Natur aus jeden Tag erfüllt sein müssen, damit wir uns unsere Gesundheit und Lebensfreude erhalten. Wirklich frei darüber entscheiden, ob sie dem folgen wollen, was ihr Kopf, ihr Herz oder ihr Magen bzw. andere Bauchorgane ihnen sagen – weil sie etwas sehen, hören, riechen oder anders zu spüren bekommen – oder nicht, können nur Menschen, die über all das Bescheid wissen, also genug biologische (Menschen-)Kenntnisse besitzen.

Intuitiv handeln wir meiner Meinung nach so, dass das, was wir tun, mit einem inneren Bild von uns selbst, das wir uns im Laufe ihres Lebens bewusst ausgesucht oder un- bzw. unterbewusst (ein-)gebildet haben (bzw. durch unsere Erziehung haben ein-bilden lassen), in Einklang steht. Niemand handelt also aus dem Bauch oder Herzen heraus immer unbedingt so, dass es auch nachhaltig sinnvoll und damit gesund für ihn oder sie ist, auch wenn es vermutlich die meisten Menschen glücklicher macht zu wissen, dass ihr Leben davon bestimmt war, dass sie ihrem Herz statt ihren Bauchgefühlen – also Hunger oder Angst – gefolgt sind.

Wirklich Sinn ergeben und dauerhaft glücklich und zufrieden machen können nur Handlungen, die nicht nur Erleichterung oder Freude bereiten, weil sie sich richtig anfühlen, sondern auch so – verantwortungsvoll durchdacht sind, dass sie anderen leicht – mit einfachen Worten erklärt werden können, so dass jede/r sie verstehen kann.

Ich finde es verständlich, wenn Menschen grausame, unverständliche Dinge tun, – Kurzschlusshandlungen begehen – sobald jemand mit vorgehaltener Waffe vor ihnen steht und ihr Leben bedroht oder das Leben ihrer Liebsten in akuter in Gefahr ist.
Wenn es „nur“ darum geht, einen Job, Geld oder materielle Besitztümer zu verlieren und auf Dinge (oder liebgewonnene Tätigkeiten) verzichten zu müssen, für die sich relativ leicht Alternativen finden lassen würden, fängt bei mir der Zweifel am gesunden Menschenverstand derjenigen an, die sich davon beeinflussen lassen.
Allerdings wachsen heute die wenigsten Menschen wirklich glücklich – unter gesunden Bedingungen, in denen sie ehrlich aufgeklärt werden über das Leben, die Menschen und ihre kulturellen Gemeinschaften – auf. Deshalb ist es für mich als Biologin bzw. Anthropologin wieder leicht verständlich ist, dass sie oft relativ wenig über sich selbst und ihre – natürlichen oder angelernten – Gefühle oder Bedürfnisse (und damit verbundenen Ängste) wissen.

Angst macht mir nur, dass andere Menschen dieses Unwissen skrupellos für ihre eigenen Zwecke ausnutzen können, wenn sie – freiwillig – so skrupellos sein wollen (weil „Gefühlsduselei“ Entscheidungen nur negativ beeinflusst).
Aber vielleicht ist ihnen einfach auch gar nicht bewusst, was sie – vielleicht in bester Absicht bzw. zumindest mit „guten“ Gefühlen (nicht unbedingt, weil sie sich damit wohl fühlen oder ein reines Gewissen deswegen haben) – tun?

Bleibt zu hoffen, dass Menschen, die unser (Ein-)Bildungssystem gestalten, irgendwann einsehen, dass Menschen von Natur aus besser sind bzw. verstanden werden könn(t)en als sie bzw. es seit Langem von „Kultur-“ bzw. „Zivilisationsgeschädigten“ – ohne Wissen über biologische Zusammenhänge – dargestellt wurde und – insbesondere von Menschen, die andere in „Gute und Böse“ einteilen – auch heute immer noch häufig verbreitet wird.

 

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Dank für das Foto gebührt Sofia Sforza (auf Unsplash)!

Wie vielleicht aus giftigen Pflanzen (und Tieren oder Pilzen) wirksame Nahrungs-, Heil- oder Genussmittel wurden

Wenn Menschen zu kreativ werden, um zu überleben

Als Wissenschaftlerin mache ich nicht nur Beobachtungen. Ich entwickle Theorien zu allem, was ich sehe und/oder fühle.
Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen wenig Verständnis für ein naturnahes Leben und eine natürliche Ernährungsweise – im Einklang mit der Natur – haben. Wir alle sind beeinflusst von dem, was uns unsere Eltern oder die Gesellschaften, in denen wir aufwachsen, als „normal“ vorgelebt haben, selbst wenn wir uns als Kinder erst daran gewöhnen müssen, dass vieles, was wir überhaupt nicht mögen, gut für uns sein soll oder sein kann.
Weil ich überzeugt bin, dass wir selbst am Besten wissen, was uns – weil wir es spüren, schmecken oder riechen – wirklich gut tut, denke ich, dass das, was wir dazu hören, also gesagt bekommen, nicht unbedingt der Wahrheit entspricht: dem, wie es von Natur aus für uns gedacht ist.

Alles, was wir erst zubereiten, also nicht frisch und roh – in seiner natürlichen Form – zu uns nehmen können, ohne dass uns davon übel wird und wir vielleicht sogar schwer krank werden können, ist meiner Meinung nach ein von Menschen geschaffenes Kunstwerk, seien es gekochte oder anders abgetötete – sterilisierte, konservierte – Pflanzen (oder Tiere) oder Teile, Extrakte, und Mischungen, die daraus gewonnen bzw. hergestellt wurden.
Wir vertragen weder die meisten frischen, ungekeimten Hülsenfrüchte noch die meisten sogenannten Heilpflanzen, -pilze oder Gewürze und „essbaren“ Tiere in Mengen, um nur davon satt zu werden bzw. damit gesund zu bleiben. Da uns die Natur seit Anbeginn der Menschheit – bevor unsere Vorfahren begonnen haben, Nahrungsmittel nicht mehr nur zu sammeln bzw. uns zu erjagen, falls sie in der Lage waren, uns davonzulaufen, zu kriechen, zu schwimmen oder zu fliegen – alles geboten haben muss, was wir zum Leben gebraucht haben, müssten wir auch heute noch in der Lage sein, uns von ihr ernähren zu können, ohne die Methoden zu kennen, die sich Menschen im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte haben einfallen lassen, um sich das Leben bzw. die Nahrungsmittelbeschaffung vielleicht nur leichter, angenehmer zu machen.
Es kostet vielleicht Energie, Pflanzen selbst erst anzubauen oder Tiere selbst zu halten – sie zu kultivieren bzw. zu züchten, zu pflegen und mit dem zu versorgen, was sie als Nahrung brauchen – und/oder sie erst genieß- bzw. über ihre Lebenszeit hinaus haltbar zu machen; aber dafür kann man hinterher einfach zugreifen anstatt sie erneut sammeln bzw. erjagen zu müssen.
Wenn man sich – wie abenteuerlustige Menschen – neue Lebensräume erschließen möchte, ohne zu wissen, ob man dort etwas Essbares findet, kann es überlebenswichtig sein, genug Proviant mitgenommen zu haben, bevor sich die eigene Verdauung an neue Lebensmittel gewöhnt hat.
Der Bauer frisst nur so lange nichts, was er nicht kennt, solange er noch genug von dem hat, was ihn bisher völlig zufrieden gestellt, also gesättigt hat.
Nicht alle Menschen sind so neugierig, so experimentierfreudig, freiwillig „exotische“ Pflanzen, Pilze oder Tiere bzw. Teile davon zu sich zu nehmen und Gefahr zu laufen, sich daran zu vergiften.

Ich weiß nicht, ob wir den VertreterInnen unserer Vorgängergenerationen dafür dankbar sein sollen oder nicht, dass sie es uns ermöglicht haben, uns heute völlig unnatürlich zu ernähren – nicht mehr nur von (Nuss-)Früchten oder Samen, Wurzeln, Knollen oder Rüben, Sprossen oder Keimlingen und jungen Pflänzchen oder Blättern (die keine große Menge an Giftstoffen produzieren, deren Wirkung sich Menschen seit jeher zur Bewusstseinsveränderung oder um damit – bei Unwohlsein – einen Brechreiz auszulösen zu Nutze gemacht haben).
Sehr viele Menschen scheinen aus meiner Sicht unter ernährungsbedingten Krankheiten oder den Folgen ihres zu hohen Fleisch-, Fisch-, Pilz oder Genussmittelkonsums bzw. der Einnahme von wirksamen Heil- bzw. Giftpflanzen in unnatürlichen Mengen zu leiden, auch wenn ihnen gar nicht bewusst ist, dass ihre körperlichen Beschwerden damit zusammenhängen könnten.

Auf der anderen Seite leben andere Menschen sehr gut davon, dass sich so viele Produkte aus Pflanzen, Tieren und diversen Pilzen sowie auch mit Hilfe von Mikroorganismen herstellen und – Dank jahrhunderte- oder sogar jahrtausendealter Werbung dafür – leicht verkaufen lassen.
Jede/r freie Mensch, der oder die freie Entscheidungen treffen kann, bekommt irgendwann (zurück), was er oder sie (sich) verdient hat und unbedingt haben bzw. konsumieren oder in Umlauf bringen möchte. Denn in der Natur wird nichts vergessen, egal ob es mit besten Absichten oder böswillig geschehen ist. Aber ich habe den Eindruck, dass sie normalerweise all denen vergibt, die ehrlich bereuen, was sie sich selbst – ihrem eigenen Körper – angetan haben, weil sie es nicht besser wussten und dachten, sie könnten sich auf das verlassen, was ihnen irgendwann einmal so gelehrt wurde, dass sie es sich zur Gewohnheit gemacht haben.
Nur einschränken oder ganz sein lassen sollten sie es tunlichst bald – um sich nicht weiterhin unnötig stark damit zu vergiften, sondern stattdessen ihre körpereigenen Entgiftungsmechanismen wirksam werden zu lassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Conscious Design (auf Unsplash)!

Wenn Menschen durch ihre Erziehung zum dauerhaften, bewegungslosen Durchhalten (nicht nur im Sitzen) ihre natürliche, ursprüngliche, intuitive bzw. selbstständig erlernte Schwanzsteuerung verloren haben

… und denken, ihre Unterleibsorgane, ihr Magen oder ihr Kopf könnte ihnen dabei helfen, dahin zu gelangen, wo sie bekommen, was sie von Natur aus brauchen, sich also von ganzem Herzen wünschen

Auf mich machen relativ wenige Menschen den Eindruck, ihren Körper (oder Geist) zu verstehen, bzw. sehen für mich so aus, als stünde ihr Körper im Einklang mit einem friedlichen Geist und einer zufriedenen Seele.
Mich macht skeptisch, wenn Menschen, die eindeutige Krankheitszeichen wie

  • (Lebens-)Energie– oder Lustlosigkeit, also (Lebens-)Müdigkeit, Trägheit und fehlenden Appetit oder
  • ein übersteigertes, zwanghaftes Bedürfnis nach Nahrung, Sex oder Schlaf;
  • Probleme damit, sich freiwillig auf Dinge einlassen oder konzentrieren zu können, die nützlich – wichtig, gesund – für unser (Über-)Leben sind (denn wir sind nicht dazu gemacht, unseren Fokus auf Befehl – ohne eine Erklärung, die uns schlüssig erscheint – auf etwas zu richten, was uns selbst überflüssig und damit nutzlos anmutet), und – dadurch verursacht –
  • eine körperliche Unförmigkeit, geistige Abwesenheit, also Unansprechbarkeit, oder seelische Unausgeglichenheit zwischen übermäßiger Freude oder Wut und tiefer Traurigkeit, in der sie – bewegungslos – versinken,

aufweisen, behaupten, sie wären gesund oder glücklich, genau so, wie sie sind.

Allerdings befürchte ich, dass viele – weil sie es noch nie erfahren haben oder sich nicht mehr daran erinnern können, wie es als Kind war, als man sich mit dem zufrieden geben konnte oder musste, was andere bereit waren zu geben – sich nicht einmal vorstellen können, wie sich Glück und Zufriedenheit mit dem eigenen Leben anfühlen kann, ohne dass sie sich ständig neue (Fern-)Ziele setzen, die es zu erreichen gilt (um ihrem unnatürlichen Leben entfliehen oder sich vermeintliche Herzenswünsche erfüllen zu können).

Besonders unausgeglichen-traumatisiert wachsen viele Kinder auf, wenn ihre Eltern all ihre körperlichen Bedürfnisse auf die Nahrungszufuhr durch den Mund oder den Geist reduzieren und nicht ehrlich darüber aufklären, dass Menschen auch sexuelle Bedürfnisse oder den Drang haben, sich selbstständig und eigenverantwortlich – ohne immer Rücksicht auf andere nehmen, ihne zuliebe besonders vorsichtig sein zu müssen – zu bewegen und persönlich – auf ihre individuelle Weise frei – weiterzuentwickeln.
Menschen brauchen immer wieder neue Herausforderungen, vor die sie sich stellen können, um zu wissen, erfahren zu können, wo ihre eigenen Grenzen – die sie sich netweder selbst in den Kopf gesetzt haben oder von anderen haben suggerieren lassen – tatsächlich liegen.

Diejenigen, die nicht bedenken, dass wir Menschen mit aufrechtem Gang dazu gemacht sind, Schritt für Schritt durchs Leben zu gehen, möglichst auf dem Boden zu bleiben bzw. immer wieder sanft darauf aufzukommen und dabei zu lernen, unsere (Lebens-)Erfahrungen zu sammeln, sondern sich – vielleicht un- oder unterbewusst – vorstellen, sie hätten immer noch einen Schwanz, der ihnen dabei hilft, sich auch auf gefährlichem Terrain – wo es wichtig ist, das Gleichgewicht zu (be-)halten – sicher fortzubewegen oder den eigenen Körper nach einem Absprung durch die Luft steuern zu können (um an einem anvisierten Ort zu landen) wagen vielleicht zu große Sprünge.
Früher oder später werden sie es wahrscheinlich büßen – weil unser Körper nicht ewig mitmacht, wozu er von Natur aus nicht gemacht ist.

Zum Glück gibt es die biologische Forschung, die ihnen dann vielleicht helfen kann, den Ursprüngen ihrer Beschwerden auf den Grund zu gehen – damit sie ihre eigene Evolution, ihre eigene Entwicklung zu dem Menschen, der sie geworden sind, verstehen und vielleicht sogar revolutionieren, also wenigstens teilweise umkehren, in etwas umwandeln können, mit dem sie sich – auch ohne den Schwanz, den wir Menschen alle einmal verloren haben bzw. der uns nur rudimentär als Steißbein erhalten geblieben ist – (wieder) wohler fühlen.

 

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Dank für das Foto gebührt Jason Leung (auf Unsplash)!

Ansteckungsrisiko! Das unaufhaltsame, pandemische Umsichgreifen eingebildeter Krankheiten

Wie mit ehrgeizigem oder schambehafteten Einfallsreichtum bzw. angstgesteuerten Erkenntnissen über das Leben, die als Lehren verkauft werden aus (un)glücklich-, (un)zufrieden-kranken Menschen oder den Solidargemeinschaften, in den sie zusammen leben und sich dabei gegenseitig infizieren können, eine angeblich unheilbar kranke, kriegerische Welt wird, die droht, im Chaos zu versinken

Menschen müssen sich – um naturgemäß friedlich und angstfrei miteinander leben zu können – ihre Welt und sich selbst erklären können.
Sie müssen – wenn sie nicht mit der Zeit unzufrieden und dadurch unglücklich und krank werden wollen – wissen, wer sie sind:

  • Woher sie kommen bzw. woher nicht;
  • was sie können oder nicht können, und
  • was sie in ihrem Leben wie noch erreichen oder auf keinen Fall werden wollen.

Menschen, die nicht mit sich selbst im Reinen sind und sich selbst nicht verstehen, neigen dazu, die Welt oder andere Menschen als ihnen feindlich gesinnt zu sehen, als Übel, das beseitigt oder zumindest unter Kontrolle gebracht werden müsste oder könnte.
Dabei ist Unzufriedenheit oder persönliches Unglück immer eine individuelle Angelegenheit, auch wenn viele andere auch – in ähnlicher Weise – davon betroffen sind, die als LeidensgenossInnen oder Seelenverwandte (an-)erkennen.

Solidarisch geteiltes Leid ist – vor allem für Menschen, die Mathematik beherrschen und gut (be-)rechnen können, aber wenig bzw. nur sehr einseitige, schlechte Lebenserfahrungen beisitzen – nur ein halbes Leid, vor allem, wenn man sich gegenseitig, gemeinsam, einreden kann, dass man selbst in der „verschworenen Gruppe“, die ein oder mehrere Heilmittel für sich gefunden hat, alles richtig macht – jetzt, nachdem man vielleicht aus Unwissenheit einige Fehler begangen hat, die der eigenen Gesundheit geschadet haben – oder nichts gegen das eigene Leid tun kann als gemeinsam weiter zu leiden bzw. sich davon abzulenken, dass man körperliche oder seelische Schmerzen hat (denn unser Gehirn, in dem unser Geist wirkt, ist schmerzunempfindlich):

  • Mit erblichen oder ansteckenden Krankheiten, vor denen man sich angeblich nicht schützen kann, lässt sich ein ungesunder Lebensstil, dem Kranke fröhnen, entschuldigen.
  • Hinter einem zu stressigen oder eintönigen Job und daraus entstehendem Bewegungsmangel aus Energielosigkeit lassen sich private Krisen verbergen.
  • Mit Wetterfühligkeit lassen sich ein allgemeines Unwohlsein, schlechte Laune oder Kreislaufbeschwerden erklären.
  • Mit dem gemeinsamen Jammern über Wechseljahresbeschwerden lässt sich eine die Trauer über eine „verlorene“ Jugend leichter ertragen.
  • Mit Zeckenbissen können Menschen sich ihre Depressionen wegdenken.

Für jeden Zweck, jedes Krankheitssymptom, gibt es einen passenden „Schuldigen“, auch wenn sich viele Menschen heute als „selbst schuld“ betrachten, weil sie sich allein für ihre eigenen körperlichen oder geistigen Eskapaden verantwortlich machen.
Dabei sind kranke Menschen heute nur ein Zeichen dafür, dass die Gemeinschaften, in denen sie leben, kein Gesundheitsbewusstsein besitzen und nicht an natürliche Selbstheilungskräfte glauben.
Echte HeilkundlerInnen, die Krankheiten auf den Grund gehen, um sie zu heilen – die umfassend untersuchen, warum Menschen krank geworden sind und wie sie sich von ihren Krankheiten heilen könn(t)en – denn nicht alle sind bereit, ihre gesundheitsschädlichen Beziehungen oder anderen Solidargemeinschaften aufzugeben, um sich von ihren Leiden zu befreien, oder ihr Leben so zu verändern, dass sie die Gelassenheit entwickeln können, sich selbst unsolidarisch ihnen gegenüber zu verhalten und eigenständig, ohne ihre Unterstützung, ein gesünderes, zufriedeneres, glücklicheres Leben im Einklang mit sich selbst, nicht in erster Linie mit anderen zu führen.
Gefährliche, ansteckende Krankheiten lassen sich so leicht vermeiden: Mit einem gesunden Abstand zu Menschen, die sich selbst für (un-)heilbar krank halten, weil sie noch keinen Weg gefunden haben, ohne regelmäßige Besuche bei ÄrztInnen, HeilpraktikerInnen oder in Kliniken, ohne die Einnahme von Medikamenten oder „Nahrungsergänzungsmitteln und/oder ohne den „Schutz“ durch Impfungen gesund zu bleiben. Zusätzlich ist ein gesunder Abstand zu allen, die Krankheiten als lebensbedrohlich und ihre Lösungen – um die Welt von ihnen zu heilen oder alle Menschen und „die Natur“, also vor allem große, sichtbare Tiere oder Pflanzen und Pilze vor ihnen zu retten – als alternativlos propagieren, zu empfehlen.

Gegen sehr viel eigene Fantasie oder den großen Ideenreichtum der führenden Köpfe der Welt hilft – genau wie gegen eigene Scham, Familienschande oder einen gewaltbereiten Nationalstolz und Angst – nach der bewussten Konfrontation mit sich selbst und der eigenen Vergangenheit bzw. der Einsicht, dass man sich damit nicht nur bisher geschadet hat sondern auf Dauer nur selbst immer mehr damit schadet – nur das (gemeinsame) bewusste Heraus- und Zurücklassen des damit verbundenen Schmerzes sowie das regelmäßige Erinnern daran, selbst wenn es mit der Zeit langweilig wird

Wenn Menschen nicht ignorieren oder vergessen könn(t)en, dass sie krank werden könnten, wenn sie sich nicht gesund halten; wenn Menschen sich angewöhnen könn(t)en, sich selbst immer wieder zu Ruhe und Neuordnung aufzurufen bzw. von anderen, die ihnen dabei helfen wollen, aufrufen zu lassen, können vor allem chronische Krankheiten bzw. akute Beschwerden, die aus vorhandenen Vorerkrankungen – eines (immun-)geschwächten Körpers, Geistes oder einer entzündeten Seele – meiner Meinung nach mit einem gesunden, angstfreien, Selbstbewusstsein, einem zufriedenen – statt kämpferischen – Selbstbild, in der ganzen Welt „ausgerottet“ werden.

Da es allerdings nicht nur große ProfiteurInnen von Gesundheitskrisen bzw. (Ur-)Ängsten oder dem menschlichen Bedürfnis nach Geheimniskrämereien gibt (wenn uns etwas peinlich ist, worüber wir nicht offen reden möchten), die nicht nur unsere Medienwelt beherrschen, werden eingebildete Krankheiten aber wohl weiterhin immer wieder – medial verbreitet – um sich greifen, bis alle unzufriedenen, kranken, wütenden und/oder unglücklichen Menschen bzw. ganzen Gesellschaften vielleicht auf andere, ursprünglichere Weise wie Mundpropaganda, also gemeinsame Gespräche auf Augenhöhe zu ihrer gesunden, friedlichen und glücklichen Natur gefunden haben, die sie gemeinsam pflegen und sogar die ganze Welt damit heilen könnten.
Für GesundheitswissenschaftlerInnen wird es vermutlich weiterhin schwer bleiben, Kranke von ihrem verzerrten Selbstbild zu überzeugen, das für sie – ihre Seele – mehr als einen Gewinn darstellt, sogar wenn sie stark unter ihren körperlichen und/oder geistigen Symptomen leiden.
Ich denke, es gibt trotzdem Hoffnung. Denn die stirbt bekanntlich immer zuletzt.

P.s.: Weder ein Gesundheits- oder anderes System, das die belohnt, die sich „richtig“, angemessen, verhalten, noch diejenigen bestraft, die es nicht tun und dadurch krank oder straffällig werden, wird auf Dauer dafür sorgen, dass Menschen gesund und glücklich und zufrieden bleiben. Es muss erlaubt sein, Fehler zu begehen und sich auch einmal unangemessen zu verhalten – in dem Wissen, dass man die Möglichkeit bekommt, sich zu entschuldigen. Von Natur aus haben wir die und können selbst alte Wunden ausheilen lassen. Nur das Wissen oder Vertrauen dazu haben viele Menschen noch nicht.

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Dank für das Foto gebührt Usman Yousaf (auf Unsplas)!

Der absurde Schrei nach (oder Kampf für) Freiheit von Menschen, die sich nur in festen, vorgeordneten gesellschaftlichen Strukturen sicher fühlen

Warum Freiheit vor allem für ängstliche Menschen verlockend klingt, die sich (in ihren Routinen, Abhängigkeiten und Sehnsüchten) gefangen fühlen (und denen nur verboten wurde, sich frei innerhalb der begrenzten Gebiete zu bewegen, die sie gewohnt sind), obwohl sie gar nicht den Mut haben, selbstständig aus ihren selbstgebauten Käfigen auszubrechen

Völlige Freiheit im Leben kann Menschen überfordern, die gar nicht gelernt haben, völlig freie Entscheidungen zu treffen, weil andere ihre Auswahlmöglichkeiten – bewusst (manipulativ) oder unbewusst (weil ihnen selbst keine anderen Ideen kamen) – vorher eingegrenzt haben, ohne dass es einen vernünftigen Grund dafür gibt (sondern nur einen geschichtlichen Hintergrund).
Ein vernünftiger Grund, um die eigene Entscheidungsfreiheit zu begrenzen, ist meiner Meinung nach das Wissen, dass man mit dem, was man vorhat, sich selbst oder anderen – egal ob Mensch, Tier, Pflanze oder einem ganzen Lebensgemeinschaft aus unterschiedlichen Organismen – schadet bzw. dazu beiträgt, dass andere – statt dafür mit Ver- oder Missachtung gestraft zu werden – mit (Be-)Achtung (oder einer anderen Bezahlung) dafür belohnt werden, dass sie das tun.
(Schadens-)Freiheit bedeutet nicht, alles tun zu dürfen, was man möchte, sondern vor allem auch den Boykott dessen, den Verzicht auf das, was abhängig macht, und/oder derjenigen, die ungestraft – in ihrer Werbung für das, was sie tun oder produzieren – Sicherheiten versprechen dürfen (die es im Leben im Prinzip nie geben kann).
(In bestimmten Positionen kommen heute selbst Menschen ungeschoren davon, wenn ihre „Prognosen“ – Hiobsbotschaften, mit denen sie Angst geschürt haben, oder verlockende „Himmel-auf-Erden“-Reden, mit denen sie Menschen falsche Hoffnungen machen – nicht eintreffen, obwohl sie sich im Voraus dafür haben bezahlen lassen.)

Ein freies Leben bedeutet ein Leben voller Überraschungen – weil man sich jeden Tag dafür oder dagegen entscheiden kann, einen Plan oder Weg weiter zu verfolgen oder sich einen neuen, besseren zu überlegen.
Nur fantasielose Menschen (oder Menschen, die blind und taub für vernünftige, durchdachte Hinweise sind) lassen sich nie von ihrem einmal eingeschlagenen Pfad des Lebens abbringen, selbst wenn ihnen bewusst wird, dass er ihnen nicht gut tut: sie sich also oft schlecht dabei fühlen oder selbst gar nicht gut dabei aussehen.

Den Mut, sich wirklich frei – auch von ihrem Sicherheits- und Besitzdenken oder ihrem Bedürfnis nach Liebe und Bestätigung durch andere – zu machen, haben die wenigsten.
Vielleicht weil sie dann feststellen würden, wie unbedeutend sie selbst sind und wie wenig ihr eigenes Schicksal den Lauf der Welt ändern kann. – Vor allem nicht, wenn sie selbst nichts dagegen tun, ihn aufzuhalten, weil sie unbedingt ein Teil dessen sein wollen, was sie für „die Mehrheit“ halten.

  • Die Mehrheit auf dieser Erde, die sich über Jahrmillionen immer erfolgreich durchgesetzt hat, sind nicht die größten und mächtigsten Organismen, die von bestimmten, speziellen Dingen abhängig sind, sondern die Kleinsten, mit den wenigsten Ansprüchen, und Opportunistischsten: Diejenigen, die
  • genug Freiheit besitzen, Freizeit, Vertrauen und Geduld haben zu warten bzw. die Ausdauer durchzuhalten, und die
  • wissen, Gelegenheiten zu nutzen, die sich ihnen bieten, statt dabei zu verzweifeln, dass die, nach denen sie eifrig suchen, nie kommen (oder die, die sie sich aus eigener Kraft mit ihrem – vor allem im Hinblick auf die Zukunft – begrenzten Denken – geschaffen haben, überhaupt nicht den gewünschten, langfristigen Erfolg haben).

Ich weiß nicht, ob es den Menschen – insbesondere dem Homo sapiens, der sich für so schlau hält, bewusste Entscheidungen über das Leben und die Freiheit anderer treffen zu dürfen – bestimmt ist, sich noch lange weiterzuentwickeln. Ich kann mir auch vorstellen, dass irgendwann eine andere Art von Lebewesen, die die Erde weniger willkürlich ausbeuten und umgestalten will, – und sich die Freiheit dazu auf Kosten anderer einfach herausnimmt – irgendwann ihre Chance bekommt.
Vielleicht werden es neue Menschen – unabhängigere, weniger süchtige, entscheidungsfreiere – sein, die sich aufgrund ihres Bewusstseins nicht für die „HerrscherInnen“ über diese Erde halten, sondern die Traumata ihrer kriegerischen Vergangenheit hinter sich gelassen haben und sich auch freiwillig selbst beherrschen, also zurücknehmen können (statt weiter voranpreschen zu wollen).
In einer freien Welt brauchen auch alle anderen Arten von Lebewesen im gemeinsamen Miteinander genug Freiraum, also Rückzugsräume, in die sie sich jederzeit verkriechen können, wenn sie eine Pause von denen brauchen, die sich auch in Gegenwart anderer mit völlig anderen Bedürfnissen und Schmerzgrenzen – verhalten als würde ihnen die Welt alleine gehören.

Niemand kann immer Rücksicht auf alle anderen nehmen, und es ist utopisch zu denken, dass es ein Leben ohne unschuldige Opfer durch Unfälle geben könnte.
Allerdings ließe sich der Schaden definitiv begrenzen, der aus dem unsinnigen Freiheitsdrang von Menschen (in selbstgebauten Käfigen die sich Länder, Städte, Häuser, Familien, Berufe etc. nennen) entsteht – wenn sie sich an anderen gemeinschaftlichen Regeln orientieren würden als an denen, mit denen nur sie selbst sich frei in ihren Handlungen und Bewegungen fühlen (können oder wollen).

Für Freiheit oder gegen Unterdrückung kann man nicht nachhaltig erfolgreich kämpfen, solange man dabei andere opfern oder gegen ihren Willen Gefangene nehmen „muss“ (die ihre Freiheit irgendwann zurückhaben möchten). – Freiheit kann man sich nur nehmen – wenn man bereit ist, selbst die Opfer zu bringen, die notwendig sind, um sich aus seinen eigenen Abhängigkeiten zu lösen: indem man sich daran gewöhnt, keine Sicherheiten mehr zu haben, sondern immer eine Alternative – einen Plan B – kennen oder zumindest wissen muss, wie man sich selbstständig – mit vorhandenen eigenen Ideen oder indem man andere fragt oder um Unterstützung bittet – weiterhelfen kann, wenn ein Weg, der bis kurz vorher noch frei war, plötzlich versperrt ist.

 

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Dank für das Foto gebührt Dino Reichmuth (auf Unsplash)!

 

Eroberungen kosten oft nicht nur viel Herzblut, sondern geben – selbst wenn sie mit dem strategischen Einsatz von Gewalt(androhungen), mit echten Gewehren oder anderen möglicherweise todbringenden Waffen durchgeführt werden – niemals Gewähr(leistungen) über den aktuellen Moment hinaus

Wenn Menschen denken, sie könnten sich auf dem, was sie sich selbst oder andere für sie erkämpft haben, ausruhen oder sogar zur Ruhe setzen

Ich habe den Eindruck, dass es vor allem ein „männliches Problem“ bzw. eine Eigenart von Menschen, die glauben, sie müssten bzw. könnten sich unter anderen Menschen, die die Macht in Händen halten, diese Welt nach ihrem Willen zu regieren, ihre Freiheit erkämpfen und unabhängig machen – indem sie sich mit Eigentum absichern: mit einem „sicheren „Grund und Boden“, auf den sie sich immer zurückziehen können, weil er ihnen alles Lebensnotwendige bietet.

Jeder Grund und Boden verändert sich – genau wie alles, was damit oder darauf gebaut wurde oder darin bzw. darauf lebt – mit der Zeit, selbst wenn er bewirtschaftet oder anders „in Stand“ gehalten wird. Nichts hält ewig dem Einfluss der Naturkräfte stand.
Deshalb macht es meiner Meinung nach aus biologischer Sicht mehr Sinn, sie sich so zu Nutze zu machen, dass man nicht zusätzlich gewaltsam gegen sie kämpfen muss – mit der Absicht, alle „Eroberungen“ im eigenen Leben genau so zu erhalten, wie sie ursprünglich waren oder wie man sie vielleicht möglichst auch der Nachwelt übergeben möchte, weil sie viele Menschen begeistert haben.

Meine Begeisterung für die Eroberungen meiner Vorgängergenerationen, mit denen sie sich ihr Leben angenehmer machen wollten oer gemacht haben – denn grundlos fängt niemand an, für etwas oder gegen andere zu kämpfen, um ihnen etwas wegzunehmen – hält sich in Grenzen. Ich bin froh, wenn es viele nur noch auf Bildern einer Vergangenheit gibt, die sie sich damit geschaffen haben – selbst wenn sie viele der modernen Errungenschaften entweder völlig in den Schatten stellen oder immer noch ihre Schatten darüber werfen.

Am Ende ist es immer wieder die Natur, die sich das auf ihre friedliche Weise – die aber beharrlich zerstörerisch gegenüber dem oder denen vorgeht, was bzw. die ihr Wachstum, ihre Weiterentwicklung behindert oder zugunsten ihrer (art-)eigenen Bedürfnisse aufhalten wollen – zurückerobert, was Menschen ihr auf ihren Eroberungs- oder vielmehr Raubzügen genommen haben.
In meinen Augen lohnt es sich nie, gegen die Natur kämpfen zu wollen – vor allem nicht nach menschengemachten (Spiel-)regeln, die aus Angst vor der Natur oder aus Unkenntnis ihrer Gesetze, nicht aus gebührendem Respekt gegenüber ihrer Gewalt(igkeit) aufgestellt wurden (mit der sie für Gerechtigkeit für alle Lebewesen sorgt, deren Leben von ihrer reichhaltigen Fülle abhängt).
Sich ihr demütig zu ergeben und zu lernen, für sie oder mit ihr zusammen zu arbeiten, kann Menschen mehr Ruhe – vor allem im Herzen – bescheren als sie sich jemals hätten vorstellen können – auf ihrer Suche nach immer neuen Herausforderungen im Leben. Denn Menschen sind selten – wenn sie nicht immer wieder darauf aufmerksam gemacht werden oder sich selbst daran erinnern – zufrieden mit dem, was sie sich erkämpft haben – weil sie feststellen, dass es sie gar nicht ruhiger, gelassener oder freier gemacht hat, sondern im Grunde nur dazu veranlasst, den neugewonnenen Besitz abzusichern, also gegen Angriffe von außen zu verteidigen, und/oder sich ein neues Ziel, ein noch sichereres oder schöneres Ruheplätzchen für die eigene Seele zu suchen und notfalls auch zu erkämpfen.

Frieden auf Erden wird sich mit solchen Menschen, die nicht bereit sind, alles, was sie einmal nur für sich selbst erobert haben, bzw. die Lebenserfahrungen, die sie dabei gewonnen haben, mit möglichst vielen anderen Arten von Lebewesen, natürlich auch oder vor allem Menschen, zu teilen, vermutlich nicht so schnell erreichen lassen.
Aber mir macht Hoffnung, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben mehr Menschen sehe, die nicht nur von einem friedlichen Miteinander auf Erden träumen, sondern auch erkannt haben, dass Menschen alleine es nicht in der Hand haben, es auch umzusetzen, wenn sie ihre und unser aller, also den Rest der Natur und ihre vielfältigen Bedürfnisse (die sich aber aufgrund unserer gemeinsamen Abstammung immer auf gemeinsame Nenner bringen lassen), auch dabei berücksichtigen.

Ein großes Dankeschön an alle, die es bereits mutig, im Vertrauen darauf, dass sie auf dem richtigen Weg sind, und beharrlich – auch gegen alle Widerstände von Menschen, die ihre veralteten Weltbilder in Stein gemeißelt haben und weiterhin gegen „AngreiferInnen“ verteidigen – umzusetzen versuchen.
Es ist von Natur aus nicht leicht, sich nicht dazu hinreißen zu lassen, etwas – selbst wenn es dem eigenen Körper oder Geist und der darin lebenden Seele schadet – zu widerstehen, was sich zu lohnen scheint, weil es einen Gewinn (an Lebenserfahrungen oder anderem Eigentum verspricht).
Wir sind – wie alle anderen Lebewesen auch – geborene ErobererInnen dieser Welt.
Allerdings weilen unter uns Menschen viele, die dazu neigen (können), ihr Wissen oder andere Machtmittel zu missbrauchen, während andere sich damit begnügen, sich von ihnen erobern zu lassen, um sich ihnen unterordnen zu können. Es lebt sich für viele Menschen – wie für kleine Kinder in der Obhut der Eltern – einfach leichter, wenn sie im Leben keine eigenen Entscheidungen (mehr) treffen müssen bzw. dürfen (die vielleicht erfordern würden, sich etwas zurückzuerobern, was sie entweder aus Unachtsamkeit verloren haben oder – übereilt – kampflos an andere, die es unbedingt haben wollten, abgegeben haben).

 

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Dank für das Foto gebührt Boban Simonovski auf Unsplash)!

Vorbildliche Verhaltensweisen

Warum Menschen, die wissen, was sie tun oder sagen müssen bzw. vor anderen darstellen oder ihnen vormachen müssen, damit sie ihnen gefallen (oder unangenehm auffallen), nicht automatisch bessere (oder schlechtere) Menschen sind

Ich schätze, dass die meisten Menschen es lieben, Bilder gezeigt zu bekommen:

  • von schönen Orten (an denen sie gerne selbst einmal sein würden),
  • von Dingen (die sie selbst gerne besitzen würden),
  • von „besonderen“ Menschen (mit denen sie besondere Gefühle verbinden).

Vermutlich wissen aber die meisten Menschen nicht, wie fern der Realität die meisten Bilder bzw. die Geschichten, die dazu erzählt werden sind – weil sie nur einen klitzekleinen Teil einer langen (Lebens-)Geschichte erzählen.
Ich denke, den meisten Menschen ist nicht bewusst, welche Geschichten sie sich selbst dazu erzählen, wenn sie sich Bilder anschauen, also im Kopf zusammenreimen, ohne dass sie bei denen, die die Bilder gemacht haben, nachgefragt bzw. sich selbst dazu hinterfragt haben:

  • Warum gibt es dieses Bild überhaupt?
  • Wollte sich damit jemand selbst in Szene setzen, um sich besser zu fühlen (weil er oder sie sonst zu wenig Beachtung findet)?
  • Soll es ein Erinnerungsstück an einen besonderen Moment sein – vielleicht nur für sich selbst (weil Menschen sich zwar auch im Kopf erinnern können, aber ihr Erinnerungsvermögen mit der Zeit schwächer wird, also aufgrund der täglich neuen irgendwann nur noch sehr tief eingeprägte Erfahrungen leicht abrufen kann) oder sogar für die Nachwelt?
  • Ist das, was auf dem Bild gezeigt wird, überhaupt aussagekräftig und/oder bedeutsam bzw. überhaupt authentisch, ohne dass es eine zusätzliche Erklärung dazu gibt?

Menschen, von denen oft Bilder gemacht, also auch gezeigt werden, – weil sie vielleicht beschlossen haben, ein Leben im Rampenlicht zu führen, um damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen – haben oft ein großes Problem: Sie dürfen dieses Image, mit dem sie andere Menschen für sich begeistert haben, nicht wieder verlieren, müssen sich also Mühe geben, möglichst immer genauso hübsch und ordentlich (oder besonders hässlich gestylt) zu erscheinen, wie andere (die sie dafür bezahlen) sie sehen wollen.

Menschen, die sich zu sehr mit Personen auf Bildern identifizieren, die es so vielleicht überhaupt nicht (mehr) gibt, weil Menschen sich jeden Tag verändern (können) bzw. vielleicht überhaupt nicht so abgebildet wurden, wie sie sind, waren oder jemals sein wollten, stecken in ihren Vorstellungen von anderen fest.
Sich stärker von Bildern als von realen Erlebnisse durchs Leben führen zu lassen, kann zu viel größeren Enttäuschungen führen als jedes Bild, das vermittelt – also medial verbreitet – immer zuerst einmal kritisch zu sehen, selbst wenn es auf den ersten Blick schön oder besonders schlecht aussieht.

Ich glaube nicht an die Behauptung, dass der erste Eindruck von etwas der wichtigste ist. Er kann vielleicht bei Unsicherheiten herangezogen werden, wenn es irgendwann darum geht, Erklärungen dafür zu finden, warum die Entscheidung, jemanden oder etwas schön und gut bzw. zu sich selbst passend oder hässlich und schlecht bzw. völlig ungeeignet zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse – des eigenen Schönheitsempfindens, das die persönlichen Sehnsucht nach schönen Dingen ausdrückt – zu finden, intuitiv richtig oder falsch war, sich also auch noch später als passend oder nicht mehr zutreffend erwiesen hat.
Bilder – vor allem, wenn sie dazu gemacht sind, nicht für sich selbst zu sprechen und deshalb einfach schön zu sein, sondern Menschen etwas zu verkaufen, was darauf abgebildet ist (und was diese haben, also selbst besitzen wollen) – verfälschen leicht die Wirklichkeit für die BetrachterInnen. Solange FotographInnen oder andere BildermacherInnen nicht ehrlich darüber aufklären oder sich selbst nicht bewusst, warum ihre Kunstwerke eigentlich entstanden sind – unter welchem Druck bzw. aus welchem Schmerz heraus oder mit welcher Absicht – werden auch Vorbilder immer nur sehr einseitige Bilder in Köpfen bleiben, die man sich aufhängen oder an denen man sich selbst immer wieder aufhängen kann oder auch nicht.

Da das Leben aus ständiger Veränderung – nicht aus einer Aneinanderreihung nur schöner Momente, die es lohnt, auf Bildern festzuhalten – besteht, ist es – um nicht zu lange in einer Vergangenheit festzustecken, die es so, wie man sie bildlich vor sich hat, vielleicht ohnehin nie wirklich gab – auch für die eigene geistige Gesundheit vorteilhaft, sie wenigstens hin und wieder mal auszuwechseln und sie durch aktuellere zu ersetzen.
Es kann sehr heilend sein zu sehen, wohin sich einstige Vorbilder entwickelt haben, was aus ihnen geworden ist, genauso wie zu entdecken, dass es sich oft überhaupt nicht lohnt, sich über lange Zeit vorbildlich verhalten zu wollen; weil wir alle einfach nur Menschen sind, zu denen es nicht nur besonders schöne (oder nur schlechte) Ansichten gibt.

So einfach ist das Leben nicht; auch wenn es hin und wieder aussagekräftiger sein kann, die Welt in Hell und Dunkel – Schwarz und Weiß – zu „malen“, weil viele bunte Farben vom eigentlichen Motiv ablenken können.
Wer weiß, welchen Täuschungen das eigene Gehirn gerne zum Opfer fällt, kann auch lernen, sich davor zu schützen.
Es mag nicht vorbildlich sein, schlechter über einstige Vorbilder zu sprechen als früher; aber es ist wenigstens ehrlicher als sie anderen weiterhin nur im besten Licht dar- bzw. sie sich vorzustellen.

Jede/r darf sich selbst entscheiden, was ihm oder ihr – vor allem im Hinblick auf die eigene Zukunft – wichtiger ist; dazu haben wir Meiner Meinung nach unseren freien Willen geschenkt bekommen, den ich schon immer gerne freiwillig nutze. Vermutlich werde ich weiterhin den Fehler machen, einige/s in unserem Leben schlechter zu machen als es tatsächlich ist – weil es Lebensräume für Tiere und Pflanzen oder viele andere Lebewesen zerstört, „nur“ damit wir Menschen es nutzen können. – Aber wenigstens wird es mir vermutlich nie mehr passieren, dass ich die Welt zu rosig sehe (weil ich Rosa – im Gegensatz zu Pink, das ich auch nur als Farbtupfer vertrage – eine relativ langweilige Farbe finde) und dadurch irgendwann schwer von etwas oder anderen enttäuscht werde.
Ob jemand vorbildlich lebt bzw. gelebt hat, sollte man immer erst am Ende eines Lebens, als Gesamtbild, beurteilen – weil jedes Verhalten Auswirkungen sowohl auf den eigenen Körper, Geist und die Seele als auch auf andere hat, die sich davon beeinflussen lassen oder dadurch in ihrem eigenen eingeschränkt werden. Sobald ein gesundes Gleichgewicht zwischen Licht- und Schattenscheiten des eigenen Dasein gestört ist, verblasst auch jede natürlich gesunde Haut- und/oder Haarfarbe eher früher als später (auch wenn sie sich heute Dank unzähliger Möglichkeiten der Bildbearbeitung leicht wieder aufhübschen lässt).

Mein größtes Vorbild ist schon lange unser angeblich blauer Planet, dem erst das Grün der Pflanzen in Verbindung mit Licht und Wärme Leben einhaucht, in seiner bunten Vielfaltigkeit – weil er unendlich vielen Wesen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen Lebensräume und die Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders bietet. Nur unter den Menschen gibt es einige, – in meinen Augen viel zu viele – denen das bzw. in deren Weltbild das nicht passt: denen das nicht genug ist, was sie sich nur für sich selbst nehmen dürften (ohne dass sie es anderen damit wegnehmen müssen, vor allem denen, die gerne länger davon leben würden bzw. leichter länger damit leben könnten als sie)  – wenn sie sich überhaupt vorbildlich verhalten wollten.

 

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Dank für das Foto gebührt Dariusz Sankowski (auf Unsplash)!

 

 

Suchtgefahr Mutter- oder Elternschaft

Kopfgeburten oder der Missbrauch menschlicher (Er-)Schaffenskraft zum persönlichen Vergnügen bzw. zum Stillen der eigenen (Sehn-)Sucht nach Verbindungen

Menschen, denen

  • der Sinn in ihrem Leben fehlt,
  • ihr Beruf oder ihr Privatleben nicht erfüllend genug ist und
  • die Gefahren einer Schwangerschaft und Geburt nicht bewusst oder egal sind
  • und die außerdem ihre eigenen Möglichkeiten oder Fähigkeiten überschätzen,

neigen dazu, ihre Hoffnung (sich als wertvoller oder „vollständig erwachsener“ Teil der Gemeinschaften, in denen sie leben, zu fühlen) in die „Produktion“ eigenen Nachwuchses zu setzen; vor allem, wenn sie zusätzlich (mit Glückwünschen, Lob, Kindergeld oder anderen Geschenken) dafür belohnt werden, Kinder in die Welt zu setzen.

Viele Menschen können sich vermutlich nicht vorstellen, wie einseitig schön, erstrebenswert, Mutter- oder Elternschaft in unseren westlichen Gesellschaften propagiert wird – aus Unwissen, Gutgläubigkeit oder gezielt, – gesellschaftspolitisch – wenn Kinder z.B. als

  • „HoffnungsträgerInnen für ganze (mit ihrem eigenen Leben unzufriedene oder davon enttäuschte) Generationen,
  • zukünftige ArbeiterInnen oder Pflegekräfte im Alter bzw.
  • als KundInnen benötigt werden, um den Reichtum eines „produktiven“ Landes zu erhalten oder sogar zu mehren.

Vielen Frauen und Männern fällt auch heute oft noch nichts Kreativeres ein, um sich selbst zu verwirklichen, der Welt etwas von sich mitzugeben bzw. nach dem eigenen Tod zu überlassen (auf das sie stolz sein können) als sich selbst fortzupflanzen und dadurch zumindest Teile von sich selbst erfolgreich zu ersetzen, zu verdoppeln, zu verdrei-, -vier- oder sogar vielfachen.
Vielleicht ist vielen Menschen trotz biologischer Schulbildung (über die Wirkung körpereigener Drogen, Aufputsch- oder Beruhigungsmittel) gar nicht bewusst, wenn sie Opfer ihrer Hormone werden, die ihnen – auch im Unglück – Glücksgefühle versprechen bzw. bescheren (wenn sie ihrer Intuition folgen).

Mit einer vernünftigen Entscheidung, zu der Menschen nach reiflicher Überlegung fähig sind, hat im Grunde keine Schwangerschaft zu tun, auch wenn sie sich „richtig“ anfühlt; eher mit einer „freudigen Erwartung„. Wie oft diese über das Kindesalter hinaus – wenn die natürliche, hormonell bedingte Mutter- bzw. Eltern-Kind-Bindung nachlässt – anhält, darüber lässt sich nur spekulieren.
Von Natur aus sind Blutsverwandte selten lebenslang enger miteinander verbunden als (Seelen-)freundInnen oder „Brüder (oder Schwestern) im Geiste“, deren Bindungen zueinander auf Freiwilligkeit beruhen. Sie sind deshalb auch „normalerweise“, ohne dass es ihnen abtrainiert wird, im Erwachsenenalter (erwartungs-)frei – höchstens hoffnungsvoll – ihnen gegenüber.

Unter bestimmten Umständen – wenn es um ihr Überleben geht oder ihre gemeinschaftlichen Strukturen es von Natur aus (oder aufgrund ihrer Kultur, ihrer angelernten Überlebensstrategie) erfordern – bleibt eine (Ver-)Bindung zwischen Blutsverwandten lebenslang bestehen. Die Natur macht nicht nur Menschen – wenn es vorteilhaft für sie ist – vieles, in erster Linie Schmerzen durch körpereigene Betäubungsmittel – Endorphine – erträglich, die sie „normalerweise“ nicht ertragen würden (ohne sich dagegen zu wehren oder einen Ausweg aus ihrer Situation zu suchen).

Dass Menschen (oder auch Tiere) freiwillig, unbeeinflusst von anderen oder ihren eigenen Hormonen – einfach weil sie

  • es intuitiv für eine gute Idee hielten,
  • sich umfassend darüber informiert, also Beobachtungen dazu an- oder anderen Fragen dazu gestellt,
  • darüber nachgedacht und anschließend
  • gemeinsam mit einem passenden Partner dazu entschieden haben

– Eltern werden (wollen), kann ich mir als (Lebens-)Wissenschaftlerin, die ihre Studienergebnisse vor allem aus dem menschlichen Alltag zieht, und als Frau ohne Kinder wirklich nicht vorstellen.
Ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen im Laufe ihres Lebens wünschen, sie hätten keine Kinder bekommen (ein Dank an all die, die mir das – trotz der Liebe, die sie über mehr oder weniger lange Zeit für ihren Nachwuchs empfunden haben – in meinem Leben schon gestanden haben), also vernünftiger gehandelt, wenn sie aufgeklärter gewesen wären (z.B. über natürliche Verhütungsmethoden oder alternative, gemeinschaftliche Lebensmodelle).
Vielleicht werden sie es in einem nächsten Leben nicht mehr tun, wenn sie die Chance dazu bekommen – und nicht Opfer ihrer Sehnsucht nach kreativer Erfüllung oder anderer werden, die davon profitieren, dass sich Eltern und Kinder ihr Leben lang nicht nur abhängig voneinander, sondern verantwortlich füreinander fühlen, vielleicht sogar mehr als für ihr eigenes Leben und ihre eigene Gesundheit (wenn sie dazu erzogen werden, das zu tun).

Von Natur aus würde je intelligente Frau, die sich der Gefahr für ihr eigenes Leben spätestens bei ihrer ersten Geburt bewusst (geworden) ist und Möglichkeiten kennt, sich vor einer erneuten Schwangerschaft zu bewahren, darauf verzichten, sich erneut selbst zu gefährden; vor allem, wenn sie die Erziehung ihrer bereits geborenen Kinder niemand anderem überlassen möchte.
Aber von „süßen Dingen“ haben sich Menschen – auch Männer – seit jeher zu Dummheiten verlocken lassen oder sind sie schon oft süchtig geworden.

Heutzutage könnten sie – Dank naturwissenschaftlicher Forschung – darüber Bescheid wissen.

P.s.: Der perverseste Missbrauch menschlicher Kreativität findet für mich übrigens in „der“ Kunst, Kultur oder Wissenschaft statt – sobald dort

  • menschliche Werke bewundert und begeistert aufgenommen statt respektvoll anerkannt oder
  • KünstlerInnen bzw. kreative Köpfe entweder in den Himmel gelobt oder dafür verantwortlich gemacht werden, dass die Welt immer mehr verkommt
  • mit menschengemachten (Bio-)Technologien Lebewesen – egal ob Viren oder Bakterien, Pilze, Pflanzen, Tiere oder Menschen – willkürlich so verändert werden, wie Menschen (vielleicht Männer, die selbst gerne Kinder gebähren würden, Frauen, die lieber Karrriere machen statt die Verantwortung für die Erziehung eigener Kinder übernehmen wollen, oder Menschen, die kein Naturverständnis oder keine Wunschkinder haben und denken sie müssten/könnten die Welt damit besser machen) sie sich wünschen.

Allerdings kann ich mich damit trösten, dass den meisten Menschen überhaupt nicht bewusst ist, welches kreative Potential in ihnen selbst liegt, das ihnen mit ihrer Geburt zur freien Entwicklung mitgegeben wurde. Nicht viele wissen, wie sie ihrem eigenen Schicksal, das andere für sie festgelegt haben, aus dem Weg gehen und sich ihm nicht ergeben müssen, sondern dafür entscheiden können, sich gegen jegliche Einflussnahme von außen auf ihren eigenen Weg zu machen bzw. den frei zu gestalten, auf den sie einmal von anderen geschickt oder gelockt wurden.
Es ist nicht nur die Frage „Was will oder kann ich aus meinem Leben – meinen Ideen, die Früchte tragen könn(t)en – machen und daraus erschaffen?“, sondern auch „Was darf ich tun und was sollte ich lieber sein lassen, weil ich nicht nur mich selbst damit anspornen oder andere damit begeistern, befruchten kann, sondern mir oder ihnen damit schaden könnte?“, die sich jede/r stellen könnte, der oder die beschließt, selbst schöpferisch tätig zu werden.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly Sikkema (auf Unsplash)!