Moral und Verantwortung im Leben

Warum es unmoralisch ist, keine oder ausweichende Antworten zu geben (und Risiken mit unabsehbaren Folgen für andere einzugehen)

Wenn man wissen möchte, ob Menschen ehrlich – zu sich selbst und anderen – sind, kann man sie einfach etwas fragen, was ihnen unangenehm ist.

Wenn man wissen möchte, ob das, was Menschen tun, so moralisch ist, so dass sie auch die volle Verantwortung dafür tragen wollen, muss man sie nur fragen, ob sie mögliche Folgen, Risiken und schädliche Nebenwirkungen, „Kollateralschäden“, berücksichtigt und Vorkehrungen getroffen haben, damit nicht andere in der Zukunft größere Mängel oder Zerstörung ausbaden zu müssen als es ursprünglich gab, sie also versucht haben zu beseitigen.

Es gibt wenige Menschen, die die „richtigen“ Fragen stellen – ich schätze, weil sie uns in der Schule oder im Elternhaus niemand beibringt, der oder die eigene unmoralische, unverantwortliche Geheimnisse hat und Gefahr läuft, dass die ans Licht kommen könnten; weil man hartnäckig durchhalten muss, immer wieder keine oder nur ausweichende Antworten zu bekommen, bis man endlich versteht, warum manche Menschen in ihrem Leben Ausflüchte vor den einfachsten Fragen suchen.

„Ich weiß nicht.“ ist vielleicht eine ehrlichere Antwort auf eine überraschende Frage als „Das ist eben so“, „Das ist einfach die beste Lösung und alternativlos“ oder „Das wird schon (wieder) gut werden“. Aber ich persönlich finde es heute schon mehr als verdächtig, wenn Menschen sich nicht die Mühe machen wollen, eine Antwort zu finden oder sich gemeinsam zu überlegen, warum etwas ist, wie es ist – vor allem, wenn offensichtlich ist, wie viel es Fragenden bedeutet, eine bessere zu bekommen, mit der sie etwas anfangen könnten. Es ist im Grunde schon ein Beweis, dass etwas verheimlicht oder gelogen wird, wenn nur die positiven Seiten dessen, was man tut, hervorgehoben werden, wenn nicht berücksichtigt wird, dass andere darunter leiden oder einseitig davon profitieren, also Ungerechtigkeiten gefördert werden.

Ich weiß, dass ich viele Menschen nerve, damit, dass ich so gut wie alle Antworten neu hinterfrage – aber ich bin eben eine geborene Wissenschaftlerin, die sich nicht damit zufrieden gibt, dass das, was sich Menschen bisher haben einfallen lassen, das Beste sein soll, was sie schaffen könnten.
Für Menschen wie mich gibt es davon nur selten Urlaub, also auch selten ein freies Wochenende; deshalb:
Ist das, was Du so tust, eigentlich moralisch oder belügst Du Dich und andere öfters als dass Du offen und ehrlich über alles mit ihnen sprichst, was sie von Dir wissen möchten, weil Du etwas darüber wissen könntest?
Wie viel Verantwortung trägst Du eigentlich für Dein Leben und welche unbeantworteten Fragen – und damit verbundene Probleme – lastest Du einfach anderen auf?

Egal, wie Deine Antworten ausfallen, ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und dass Du Menschen um Dich hast, die zusammen mit Dir Verantwortung tragen wollen – denn darauf vertrauen, dass in unternehmens- und politik- oder geldgesteuerten menschlichen Gesellschaften Moral herrscht, würde ich persönlich nicht.

 

————————-

Dank für das Foto Yuiizaa September (auf Unsplash)!

Unsere zivilisierte Welt des unnatürlichen Konkurrenzkampfes

Wenn Menschen sich gegenseitig wie WettbewerberInnen – auf die andere gesetzt haben – behandeln und denken, sie müssten besser, schneller, großartiger, … sein als andere oder dürften nicht verlieren

Ordnung, Fleiß und Pünktlichkeit – das sind die Tugenden, an denen sich vor allem wir Deutschen uns messen lassen (müssen).
Warum oder wer das festgelegt hat, kann ich nicht sagen. Ich schätze, es ging in erster Linie um Geld oder Macht oder andere menschliche Streitpunkte.
Dass sich immer noch so viele Menschen von anderen damit stressen lassen, dass sie nicht ordentlich, fleißig oder pünktlich, … genug wären, das kann ich nicht verstehen. Ich schätze, es hat mit fehlendem Selbstbewusstsein, -vertrauen oder -wertgefühl zu tun.

Alles ist relativ!
Wenn ich mir die „ordentlichen“ Gärten und Häuser vieler Menschen anschaue, kann ich darin oft so gut wie nichts mehr von einer natürlichen, gesunden Ordnung erkennen. Viele Menschen haben aber auch wenig Ahnung von natürlich und nachhaltig funktionierenden Ökosystemen.
Wenn ich sehe, wie fleißig Menschen daran arbeiten, sich selbst krank zu machen, als Singles zu leben und unsere Welt, die Natur, zu zerstören, wünschte ich, sie würden damit mal ein bisschen langsamer tun. Viele Menschen denken aber einfach nur ans Weitermachen und Durchhalten statt daran, einfach mal damit aufzuhören, was sie tun.
Wenn ich erfahre, wie oft Menschen heute ihre privaten Verabredungen komplett absagen, weil sie bei ihrer Arbeit nicht pünktlich Schluss machen konnten, dann frage ich mich, ob es nicht sinnvoller ist, sich irgendwann später noch zu sehen als gar nicht. Viele Menschen haben – selbst wenn etwas bzw. ein möglicher Treffpunkt auf ihrem Weg liegt – auch Zeitgrenzen, für wen sich wann etwas lohnt oder für wen nicht.

Ich weiß nicht, ob ich schon so auf die Welt gekommen oder durch meine Lebenserfahrungen, durch das, was ich beobachtet, gehört oder anders gespürt und gelernt habe, so geworden bin: Aber ich persönlich sehe keinen Sinn darin mich von anderen in einen Wettbewerb schicken zu lassen, von dem nur die profitieren, die auf etwas, das ich tue oder nicht tue, sage oder nicht sage, gewettet haben, also von mir etwas erwarten – ohne dass sie mich gefragt haben, ob ich das leisten kann oder möchte.
Ich laufe nicht erst los, wenn andere es mir erlauben; aber ich bin auch nicht böse, wenn andere nicht auf mich warten, solange das zwischen uns gar nicht abgesprochen war oder ich sie nachträglich darum gebeten habe.
Ich finde es seltsam, nur um zu siegen und gefeiert zu werden, etwas zu tun, was mir sowieso Freude bereitet oder was ich gut kann.

Wir Menschen sind von Natur aus nicht alle gleich und es ist in meinen Augen ein moderner Irrsinn, sich an dem messen lassen zu wollen, was man tut – weil Du automatisch, ganz von Natur aus, daran gemessen wirst.
Wenn Du nicht selbst jeden Tag Glücksgefühle, also Deine körpereigene Belohnung, dafür spürst, womit Du Dein Leben verbringst, dann überlege doch vielleicht, für wen sich das, was Du tust, eigentlich lohnt, wer also davon profitiert, Geld verdient oder Macht über Dich gewinnt, eventuell sogar mehr als Du selbst.

P.s.: Wenn Du eine/r von den Guten bist, die nur darauf warten, dass die nächste Katastrophe geschieht, bei der sie losstürmen und Menschenleben retten kannen, könntest Du Dich fragen, ob sogar Du jemand bist, der oder die selbst davon profitiert, dass andere manchmal alles verlieren.

 

———————————–

Dank für das Foto gebührt Braden Collum (auf Unsplash)!

Die Sonderstellung der Menschen in der Natur

Menschen sind wohl die einzigen Lebewesen, die sich – vor die Wahl gestellt, obwohl sie sich nicht in einer Notlage befinden – für das kleinste von mehreren Übeln entscheiden anstatt sich zu weigern, überhaupt eines davon anzunehmen, die also nicht dankend ablehnen und ganz darauf verzichten würden, was ihnen angeboten wird.
Wer – obwohl er oder sie gar nichts mit totem Pferdefleisch anfangen kann, sollte das Tier nicht mehr lange überleben – mit Sprüchen wie „einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“ oder anderen, unter ganz anderen Lebensumständen als den eigenen, gewonnenen Lebensweisheiten großgezogen – (streng) erzogen, wird, gewöhnt sich mehr als eine Absonderlichkeit an, die sich Menschen glücklicherweise auch wieder abgewöhnen können – sobald sie ihre Sonderstellung, freie Entscheidungen treffen zu können, erkennen bzw. von denen zurückfordern, die sie ihnen nehmen wollen …

P.s.: „Die Hinnahme kleinerer Übel wird bewusst dafür genutzt, die Beamten wie auch die Bevölkerung im Allgemeinen daran zu gewöhnen, das Übel an sich zu akzeptieren. Um nur eines von vielen Beispielen zu geben: Der Vernichtung der Juden ging eine schrittweise Folge antijüdischer Maßnahmen voraus, welche jeweils gebilligt wurde mit dem Argument, dass die Verweigerung, daran mitzuwirken, nur alles verschlimmert hätte – bis eine Stufe erreicht war, dass Schlimmeres überhaupt nicht mehr passieren konnte.“ (Hannah Arendt: „Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur“, Piper Verlag GmbH, 5. Auflage, 2020)

P.p.s.: Was die Menschen außerdem besonders macht, ist ihre Fähigkeit, sie ihre eigene Welt rosa einzufärben, also eine Traumwelt zu erschaffen, die mit der Realität, dem was tagtäglich wirklich geschieht, wenig gemein hat. Für kurze Zeit kann das – wenn ein Geschehen auf Erden zu bedrückend wird und den eigenen Lebenswillen gefährde -, lebensrettend sein; auf Dauer macht es körperlich krank oder psychisch wahnsinnig – denn wir Menschen sind von Natur aus nur dazu gemacht, in einem echten Leben, keinem künstlich geschaffenen, nicht nur überleben, sondern auch gesund und glücklich sein zu können.

P.p.p.s.: Menschen sind vermutlich die einzigen Lebewesen, unter denen es – wie unter domestizierten und in Gefangenschaft gehaltenenen Tieren – viele gibt, die ganz ohne Kenntnis ihres Selbst und ihrer eigenen Fähigkeiten, also ohne Menschenkenntnis, ohne Kenntnis ihrer Mitmenschen, lange leben können (wenn sie daran glauben wollen, dass das, was lange währt, auch irgendwann noch gut werden kann); die – auch wenn vor ihren Augen ganz offensichtlich Gräueltaten verübt werden, wenn überall deutlich erkennbar ist, dass sie stattfinden – noch behaupten können, sie könnten sich nicht vorstellen, dass Menschen dazu überhaupt fähig sind; deren Beitrag zu ihrer Gesellschaft auch darin liegen kann, dass sie – wie wiederholt im Laufe unserer Menschheitsgeschichte geschehen, weil Menschen mit zunehmendem Alter weniger lernbereit sind – schweigend dazu beitragen, dass aus wenigstens scheinbar demokratischen Verhältnissen immer wieder Diktaturen werden, auch wenn die Pläne dafür ganz offen auf dem Tisch liegen.

 

—————————————-

Dank für das Foto gebührt Volodymyr Hryshchenko (auf Unsplash)!

Sinnvolle menschliche Kämpfe

Mit sich selbst ringen und gewaltfrei Widerstand leisten statt Kriege für andere führen und dadurch verursachtes Leid hinnehmen

Gewalt ist in meinen Augen nie eine Lösung.
Aber leider ist ein Großteil gewalttätiger Handlungen für die Augen der meisten Menschen, die nur spüren können, dass sie stattfinden, unsichtbar.
Gewalt ist  nicht nur unsichtbar, wenn sie im Verborgenen, hinter Wänden und verschlossenen Türen geschieht, sondern auch, wenn sie auf subtile Weise, als psychologischer Krieg ausgeführt wird: mit gezielter Manipulation, unwiderstehlichen Verlockungen zu Gewalttaten, ernsten Drohungen bei Verweigerung dazu oder falschen Versprechungen, z.B. des kleinsten oder nur kurzzeitigen Übels, die die, die sie aussprechen, gar nicht einhalten können oder möchten, also mit der fahrlässigen oder gezielten Verbreitung eigenen Unwissens, einseitiger, also zensierter Daten und Informationen oder dreister Lügen.

Wer friedlich und gewaltfrei durch’s Leben gehen will, muss Gewalt widerstehen können, darf sich nicht von Kampfhandlungen, die auch Wortgefechte – ums eigene Recht und Unrecht – sein können, anstecken und mitreißen lassen.
Aber Menschen, die denken, sie könnten sich einfach heraushalten aus den „Kampfhandlungen“ anderer, die wir alle täglich vor Augen geführt bekommen oder anders wahrnehmen könn(t)en, wir müssten einfach – um unsere Hände in Unschuld waschen zu können – nur abwarten, bis die vorbei sind, täuschen sich bzw. belügen sich im Grunde nur selbst.
Wer „richtig“ handelt bzw. gehandelt hat, wird sich immer erst irgendwann später herausstellen – wenn Zweifel und Reue ausbleiben und nicht irgendwoher verborgene, bewusst versteckte Opfer erscheinen.
Ob Drohungen, die leicht auch mit gutgemeinten, aber nicht ausreichend durchdachten Warnungen, also Zukunftsprophezeiungen verwechselt werden, wahr werden, kann sich nur Menschen zeigen, die – nach eigenen Recherchen und reiflichen Überlegungen, also innerer Auseinandersetzung damit – sich in Geduld üben den Mut haben abzuwarten, also nichts zu tun, was sie angeblich zur eigenen Sicherheit tun sollen.

Die sinnlosesten Kämpfe, die wir alle nur verlieren können – die uns Menschen auf Dauer krank und unglücklich machen, und am Ende auch töten, auch wenn wir uns immer wieder, mantraartig, einzureden versuchen, sie seien notwendig – sind die gegen andere Menschen, die uns persönlich gar nicht getan haben, im Namen anderer, für die wir sie ausfechten sollen, auch gegen die eigenen inneren Widerstände.
Immer wenn Du also spürst, dass sich in Dir etwas wehrt – gegen etwas, das Du siehst, hörst oder auf anderen Wegen erfährst -, dann finde heraus, was Du zukünftig dagegen tun kannst. Denn manchmal ist es einfach zu spät oder zu gefährlich, Widerstand zu leisten; aber sei nicht so naiv zu glauben, dass Du nie wieder in dieselbe Situation kommen könntest.
Bereite Dich also vor, konfrontiere Dich, vielleicht auch andere, immer wieder mit dem, was geschehen ist, sensibilisiere Dich und andere für die Gewalttaten unseres menschlichen Alltags – damit immer mehr Menschen auch die sehen, die sie bisher nicht wahrgenommen haben, und mithelfen, sie zukünftig zu verhindern.
Versuche nicht auszusteigen, Dich also vor dem Kämpfen für Deine Ideale, vor Deinem Gewissen, zu drücken – sie werden Dich immer wieder einholen, wenn Du nicht das für sie getan hast, was Du hättest tun sollen und auch tun können; denn sie sind ein Teil von Dir und werden es immer bleiben, solange Du lebst.
Menschen, die ihrem Gespür oder ihrem Gewissen, also nicht dem, was andere sagen, folgen und gewaltfreien Widerstand leisten, tun das oft genauso wenig offensichtlich wie die, die Gewalt ausüben; aber Du tust es definitiv bewusster – wenn Du es trainierst und genau weißt, was Du tust, oder zumindest weißt, was passiert oder passieren könnte, wenn Du nichts tun (würdest).

P.s.: Die Kraft dazu kannst Du nur alleine – je nach Trainingszustand im Stillen oder innerhalb von Lärm, in der freien, unberührten Natur oder in dunklen, beengten Räumen – in Auseinandersetzung mit den eigenen „inneren Dämonen“ und den von anderen Menschen bewusst, medial, oder unbeabsichtigt geschaffenen Feindbildern üben. Viele werden sich als harmloser herausstellen, als Du dachtest, und sich leicht „bezwingen“, also friedlich „kontrollieren“ lassen, wenn Du sie als eigenständige Lebewesen mit einem Recht auf ihr Leben respektierst und ihre Warnhinweise – wenn Du ihre Gebiete betrittst, auf denen Du nichts verloren, also zu suchen hast – verstehst. Andere überraschen Dich vielleicht zunächst böse.

P.p.s.: Nachdem ich jetzt schon fast 2 Jahrzehnte meinen oft einsamen „Kampf“ gegen das Leid von („Nutz-„)Tieren geführt habe, der „nur“ darin bestand, es zu vermeiden, Geld in Unternehmen zu „investieren“, die es mit mit der Ausbeutung von Tierkörpern verdienen (wollen), habe ich ihn jetzt – da es mittlerweile genug Menschen gibt, die ihn weiterführen – auf unser „Gesundheitssystem„, das mit kranken Menschen sein Geld verdient, und unsere öffentlich-rechtlichen Medien, die mit einem einseitigen Programm und Desinformation statt umfassender Bildung entweder Geld sparen (müssen) oder Profite machen (wollen), ausgeweitet, auch wenn es sich dabei noch um kaum berührtes Terrain handelt und vielen Menschen vielleicht berechtigterweise (noch) als zu gefährlich erscheint. Wir werden sehen bzw. ich werde selbst feststellen, welche Opfer ich dafür noch werde bringen müssen.

 

———————————————

Dank für das Foto gebührt Max (auf Unsplash)!

Die Personalisierung der Menschheit auf ihrem Höhepunkt

Wenn Du Dich selbst mit „der Sache“ verwechselst oder andere Menschen wie seelenlose Objekte behandelst

Ich hatte es in einem oder mehreren meiner früheren Beiträge schon erwähnt: Die aktuelle Maskenpflicht spiegelt extrem „schön“ wieder, wie sehr sich Menschen von anderen zu Personen – RollenspielerInnen, ursprünglich MaskenträgerInnen – machen, also in bestimmte Rollen – aktuell die der gehor- und folgsamen Untertanen – drängen lassen: Unterwürfig einem Virus, also einer potentiellen – wenn auch nicht bewiesenen – Lebensgefahr oder unterwürfig gegenüber geschlossenen Verträgen (selbst wenn sie sie gar nicht selbst geschlossen haben), Verordnungen und Gesetzen hörig (die nur einige wenige undemokratisch beschließen).
Der Homo sapiens ist im Zuge seines Fortschritts in menschlicher Hinsicht an einem neuen Tiefpunkt, die Personalisierung, Entmenschlichung dafür an einem neuen Höhepunkt, angekommen: weltweit – zumindest in den Staaten, die von öffentlichem Interesse sein sollen, über die also in unseren öffentlichen Medien berichtet wird.

Um sich in unserer modernen Welt noch erfolgreich einreden zu können, dass die eigene Persönlichkeit für unsere Gesellschaftssysteme noch irgendeine Bedeutung, einen Wert hätte, der im Gegenzug von irgendjemandem geschätzt oder geschützt würde, außer von den Menschen, die ihn im direkten Kontakt und Zusammensein erfahren können, braucht man mittlerweile mehr als viel Fantasie.
Solange es GroßunternehmerInnen und RegierungsbeamtInnen, die ohnehin immer mehr zu denselben Personen verschmelzen, noch gut geht, also die Wirtschaft läuft, sind für sie alle anderen Menschen ersetzbar.
Wenn neues Personal in Großunternehmen und öffentlichen Einrichtungen gebraucht wird, werden einfach der Mittelstand und die selbstständigen Solo- und KleinunternehmerInnen „umfunktioniert“. Rollentausch hinter Masken.

Ich nehme das persönlich!
Weil es hier nicht um eine Sache, sondern um mein Leben geht.
Es geht um unser aller Leben, weil ein umbenanntes Grippevirus jeden einzelnen Tag nicht die ganze Menschheit bedroht, sondern alte und kranke Menschen, deren Leben auch von vielen anderen Dingen, aber nicht vom Kontakt mit Gesunden, also Menschen, die keine Krankheitssymptome aufweisen, bedroht wird – zum Beispiel von Vereinsamung und fehlenden menschlichen Kontakten, auch wenn es sich dabei „nur“ um Personal handelt.

Hör‘ also auf, Dich über Menschen aufzuregen, die Dich wegen EINER oder ein paar wenigen Sachen vielleicht mal persönlich angreifen, werde Dir bewusst, dass Du viel mehr als das bist – und dass das die anderen vermutlich sogar wissen, wenn sie Dich persönlich kennen – und dass auch in Deinem Gegenüber eine Seele steckt, auch wenn Du sie noch nie oder schon lange nicht mehr bemerkt hast.
Es wird langsam Zeit mitzuhelfen, einen globalen Wahnsinn zu beenden, den vermutlich Menschen begonnen haben, die vergessen zu haben scheinen, was es heißt, ein Mensch mit einer Seele zu sein, oder die glauben, sie könnten ihre eigene ohnehin nicht mehr vor der Hölle oder nur retten, indem sie andere dafür opfern.

Vielleicht hast Du ja am Wochenende noch nichts vor?

 

———————————-

Dank für das Foto gebührt Alora Griffiths (auf Unsplash)!

Im Einklang mit der Natur leben …

… können nur Menschen, die bereit sind, sich mit ihren Ängsten, ihrem Unwissen und ihrer Gewaltbereitschaft zu konfrontieren

Menschen, die

  • andere Menschen verurteilen, ohne dass sie sie persönlich näher kennen oder jemals überhaupt getroffen haben;
  • idealistische, persönliche Ziele verfolgen, ohne auf die Bedürfnisse von Menschen, Tieren und dem Rest der Natur zu achten;
  • statt mit fühlenden Wesen mit Aktenzeichen und Nummern arbeiten;
  • das Leben und seinen Sinn rein rational verstehen wollen;
  • ihrer Intuition nicht vertrauen oder sie mit ihrem Bauchgefühl – Hunger nach etwas – verwechseln;
  • versuchen, mit purer Vernunft und gesellschaftlich anerkannten Prinzipien – ungeachtet der Naturgesetze und Spielregeln des Lebens – ein glückliches und gesundes Leben zu leben;
  • Tiere töten, weil sie sich entweder in ihre Wohnung verirrt oder sie zu ihrem zukünftigen Lebensraum auserkoren haben;
  • die Schlachtung von Tieren hinnehmen, weil sie ihnen besser als pflanzliche Alternativen zum Sattwerden schmecken;
  • nur Pflanzen „lieben“ oder tolerieren und wachsen lassen, die sie nach rein äußerlichen Kriterien bewerten oder die sie – wie gefühl- oder seelenlose Gegenstände – als Nutzpflanzen betrachten und über Unkräuter oder – heute vermehrt – Eindringlinge, Xenophyten, stellen;
  • bestimmte Pilze nicht mögen;
  • Angst vor Bakterien und Viren oder anderen Mikroorganismen, die sie nicht einmal sehen können, haben, und
  • sich als tierlieb oder Naturliebhaber bezeichnen, obwohl sie – ähnlich Pädophiler – unachtsam oder rücksichtslos nur persönliche Vorlieben ausleben,

werden schwerlich ein harmonisches Verhältnis zur Natur herstellen können, das auf gegenseitigem Respekt, nicht auf Angst, Überlegenheitsgefühlen oder Macht- und Herrschafts- oder Besitzansprüchen beruht.

Wenn Du also erfolgreich nach Harmonie suchen, also darauf hoffen willst, dass Du sie auch irgendwann findest, musst Du erst einmal die Disharmonien in Deinem Inneren beseitigen, die immer wieder verhindern werden, dass Du im Gleichklang mit der Natur schwingen kannst.
Vielleicht erfährst Du dann sogar, was natürliche Selbstheilungskräfte und Glücksgefühle sind – denn die hat Dir die Natur bei Deiner Geburt geschenkt. Vermutlich hast Du es nur nicht bemerkt oder einfach vergessen.

Ich hoffe, Du bist auf ein harmonisches Wochenende mit Deinen Liebsten eingestimmt und schaffst es unter Umständen sogar, Deine Liebe zur Natur (neu) zu entdecken, sie also nicht weiterhin mit Deinen persönlichen Vorlieben, Deinen eigenen idealistischen Vorstellungen, die Du im Laufe Deines Lebens entwickelt hast statt Dich selbst weiterzuentwickeln, zu verwechseln.

 

—————————-

Dank für das Foto gebührt Magic Bowls (auf Unsplash)!

Gute Fragen und schlechte Fragen

Wenn Du ehrliche Antworten statt Ausreden und Lügen erwartest …

„Warum hast Du das getan. obwohl Du im Prinzip wusstest oder hättest wissen können, dass das, was Du tust, nicht gut (für Dich/für mich/für andere) ist?“ zwingt Menschen, ihre eigene Fehlinformation und mangelnde Bildung oder Kreativität bzw. die Kraft- oder Mutlosigkeit, ihre Ideen umzusetzen. zuzugeben.
„Warum hast Du das denn alles mitgemacht, obwohl Du im Prinzip wusstest, dass das, was Du tust, nicht gut (für Dich/für mich/für andere) ist?“ zwingt Menschen, zuzugeben, dass sie Angst davor haben, alleine dazustehen, wenn sie etwas nicht mitmachen.
Je nachdem, auf welche Menschen Du triffst, welche Schwächen sie gerne zugeben und welche nicht, wirst Du also hinterher wissen, warum es Wichtigeres im Leben des oder der Befragten gab als sich zu informieren oder die Zeit zu nehmen, selbst kreativ zu werden oder sich Hilfe und Mut (bei Gleichgesinnten) zu suchen, sich also mit anderen zusammenzutun, die auch wussten, dass das, was sie tun oder getan haben, nicht gut für sie selbst oder andere ist.
Manche Antworten auf unsere gestellten Fragen werden wir nie aus dem Mund anderer hören – aber wir können uns viele meistens, wenn wir Empathie trainieren, also uns in andere Menschen hineinversetzen lernen, irgendwann selbst erklären. Dazu braucht es keine hellseherischen Fähigkeiten, sondern den Einsatz unserer Feinsinne; und etwas Zeit (zum Üben).

Besonders Zeitfragen brauchen Zeit, bis sie beantwortet werden.
In unserer immer schnelllebigeren Zeit werden wir aber vermutlich nicht sehr lange Geduld haben und warten müssen, bis es öffentliche Erklärungen dazu geben wird, weshalb ein Pandemie ohne Datengrundlage über ein Jahr lang aufrecht erhalten wurde, weshalb Menschen zur reinen „Vorsicht“, ohne dass wissenschaftliche Studien ihren Sinn und Zweck bestätigen konnten, Alltagsmasken tragen, sich medizinischen Tests unterziehen und den Gefahren neuer Impfstoffe aussetzen mussten.
Allerdings werden sich dann – weil unsere Gegenwart mehr von der Vergangenheit beeinflusst ist als moderne, modebewusste, Menschen, die mit der Zeit gehen und nicht in der Vergangenheit leben wollen, wahrhaben – vermutlich viele Menschen noch wundern, welch gute Ausreden bzw. Schuldige sich Menschen für Ereignisse, die vor 80 Jahren stattgefunden haben, haben einfallen und verbreiten lassen, bis alle sie geglaubt haben: mit ihren gekauften Medien, inklusive derjenigen, die für den Inhalt von Schulbüchern verantwortlich sind, in denen nur ihre Version der Geschichte erzählt wurde.

Lügen haben bekanntlich kurze Beine und in einer unsportlichen Zeit, voll von übergewichtigen Menschen, vermutlich auch keine besonders lange Ausdauer – wenn eine Ausrede auffliegt kann schnell auch ein ganzes Lügengebäude zusammenbrechen, so dass wir irgendwann immer feststellen können, wenn wir einmal keine ehrlichen Antworten bekommen oder vielleicht auch die falschen Fragen – keine weiteren Fragen dazu – gestellt hast.
Überlege Dir also – wenn Du überhaupt ehrliche Antworten statt der Bestätigung dessen, was Du selbst vorher schon vermutest, hören willst – genau, was Du von anderen wissen möchtest und wie sie Deine Fragestellung reagieren.
Und sei Dir bewusst, dass Menschen Zeit zum Überlegen brauchen, wenn sie mit einer Frage überfallen werden, auf die sie (noch) keine Antwort haben, weil sie sich noch keine überlegen konnten – frag‘ also vielleicht einfach später noch einmal nach; dann wirst Du feststellen, ob sie Dir zuliebe darüber nachgedacht haben oder nicht.
Es ist tatsächlich nicht nur Ehrensache, sondern ein Liebesbeweis, wenn Menschen Dir (und sich selbst) ehrlich Rede und Antwort stehen (können oder wollen) – in einer Zeit, in der Menschen zwar in Form von Bildern oder Statements viel von sich über soziale Medien verbreiten, um Antworten, Reaktionen, darauf zu bekommen, sich aber keine kritischen Rück-Fragen dazu stellen lassen wollen.
So weit sind wir als Menschen schon gekommen, ohne dass es den meisten bewusst zu sein scheint.
Die Frage, die mir auf den Lippen brennt, lautet daher: „Wie weit willst Du noch gehen, wie lange mitlaufen oder auf dem Zug bleiben, auf den Du aufgesprungen bist?“
Wenn ich mich umhöre und umschaue, scheinen viele Menschen darauf (immer noch) keine Antwort zu haben.
Große öffentliche Befragungen oder Anhörungen, bei denen ehrliche Antworten gefordert werden, wird es wohl erst geben, wenn es für mehr Menschen aufhört, erträglich zu sein, belogen und betrogen zu werden.

 

——————————–

Dank für das Foto gebührt Hello I’m Nik (auf Unsplash)!

Die Entwürdigung des Menschlichen …

hat entweder mit Ehrfurcht, also Angst, vor unserer Natur oder mit deren Erniedrigung begonnen

Die Würde des Menschen ist heute, wenn sie es denn überhaupt je war, nur auf dem Papier unantastbar. Es reicht auch nicht, sie in Stein zu meißeln.
Unsere Menschheitsgeschichte ist voll von menschlichen Entwürdigungen einerseits und Vergötterungen, also Entmenschlichungen in entgegengesetzter Richtung, andererseits.
Aktuell soll uns unser natürliches Recht auf körperliche Unversehrtheit genommen werden – im Rahmen eines Infektionsschutzgesetzes, das allein Menschen dient, die Angst vor dem Kontakt mit Viren haben, gegen die ihr natürliches Immunsystem gut gewappnet wäre, wenn sie ein gesundes, naturverbundenes Leben führen würden.
WürdenträgerInnen, Menschen, die aktuell unsere Welt regieren, haben dafür gesorgt.

Menschen, die sich über andere Menschen erhaben fühlen, können (oder wollen) Menschen, die sich entwürdigt fühlen, selten verstehen: im Großen und Ganzen missachten sie deren natürliche Bedürfnisse daher – bewusst oder unbewusst.
Menschen, die sich entwürdigt fühlen, können ihre eigenen Bedürfnisse nicht (mehr) spüren – weil uns die Natur mit Selbstschutzmechanismen ausgestattet hat, um keinen dauerhaften – körperlichen oder psychischen – Schaden von entwürdigenden Situationen davonzutragen.
Von Natur aus verhalten sich Menschen nicht dauerhaft würdelos – andere demütigend und damit entwürdigend oder selbst entwürdigt und mutlos andererseits. Von Natur aus haben Menschen ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich so verhalten, und versuchen, sich zu entschuldigen.
Erst unsere Zivilisationen, das Wachstum der Bevölkerungszahl, die Unübersichtlichkeit unseres Gesellschaftssystems hat uns die Möglichkeit gegeben, keine Verantwortung mehr für entwürdigendes Verhalten übernehmen zu müssen; umso höher des sogenannte gesellschaftliche „Ansehen“ eines Menschen, umso unantastbarer ist er oder sie im Hinblick darauf, für ein unmenschliches Verhalten bestraft zu werden.
Die Unantastbarkeit der Würde der ärmsten oder ungebildetsten Menschen dieser Erde scheint sich umgekehrt proportional zur Unantastbarkeit unwürdigen Verhaltens der gesellschaftlich Angesehensten, reichen oder besonders schlauen Menschen zu verhalten.
In unserem modernen gesellschaftlichen Leben wurde vergessen, was menschliche Würde bedeutet: Freiheit und Eigenständigkeit, sich um sein Leben kümmern zu können, also lebensnotwendige Besitztümer zu haben, sowie empathisch als Mensch mit Bedürfnissen beachtet oder geachtet zu werden.

Schon Kinder werden in zivilisierten Gesellschaften entwürdigt – mit Freiheitsentzug oder anderen Strafen für Verhaltensweisen, die sie noch nicht lange lernen konnten.
Ich glaube, Entwürdigung hat viel mit Unwissen und Ungeduld bzw. fehlendem Vertrauen zu tun von Menschen, die denken, müssten alles vorher oder besser wissen.
Ich sehe, dass die Entwürdigung, ungerechtfertigte Abwertung oder Aufwertung der Menschen bzw. der menschlichen Werte eng mit dem Wert von Geld und Besitztümern zusammenhängt. In Ländern, in denen es nur wenige Menschen „geschafft“ haben, reich zu werden, also „gutes“ Geld zu verdienen, begegnen sich Menschen oft noch würdevoller, auf Augenhöhe (nicht zu verwechseln mit Ländern, in denen Menschen ihre Blicke senken vor anderen, die mehr haben als sie selbst).
Meine einzige Hoffnung, die uns unsere Menschenwürde dauerhaft sichern würde, ist dass Menschen sich unser natürliches Geburtsrecht, unsere Menschenwürde, nicht nur in Erinnerung rufen, sondern anfangen, sie jeden Tag neu einzufordern.

Es ist nicht entwürdigend, anderen die eigene Meinung zu sagen – das nenn man ehrliche Offenheit.
Entwürdigend sind herabwürdigend klingende Worte erst, wenn sie auch so gemeint sind – meiner Erfahrung nach sind sie meistens eher dazu gedacht aufzubauen; aber Missverständnisse gibt es ja viele zwischen Menschen, die denken, man könne die Welt nur aus einer Perspektive sehen, die gegenüberliegende müsse also auf jeden Fall eine falsche und das Gegenüber böse oder dumm sein, wenn man selbst nur Gutes will und sich gebildet und damit würdevoll fühlt.

P.s.: Es ist genauso menschlich entwürdigend – häufig unberechtigt oder willkürlich und gewissenlos herab- oder heraufwürdigend – für erbrachte Leistungen benotet zu werden wie andere für ihre Taten verurteilen zu dürfen, ohne dass Geschädigte und TäterInnen deswegen auch nur ein Wort darüber miteinander verlieren müssten. Über Dritte und andere Umwege können Menschen innerhalb größerer Gesellschaften häufig ihr schlechtes Gewissen umgehen oder sich von Menschen (oder anderen Lebewesen), die unter ihren Taten, unter ihrem Verhalten leiden, ihren Opfern, so weit fernhalten, dass sie nicht mehr erkennen können, dass sie auch für deren Leben verantwortlich sind.

P.p.s.: Menschen, die sich ihre eigenen Vergehen damit schön reden (können), dass sie sich damit rechtfertigen, es gäbe auf dieser Welt noch viel größere VerbrecherInnen, tragen nur dazu bei, dass immer mehr Straftaten, vor allem die, die Menschen ihrer unsichtbaren Würde berauben, ungestraft bleiben – obwohl im Prinzip alle Menschen wissen könnten, wer dafür verantwortlich ist und dafür zuerst zur Verantwortung gezogen werden könnte, indem er oder sie sich die eigene („verlorene“) Würde zurückholt, um danach die zur Verantwortung zu ziehen, die im Grunde einen Raubzug dagegen geführt haben.

—————————————–

Dank für das Foto gebührt Dave Lowe (auf Unsplash)!

Die Zukunft vorhersagen mit menschlichen Orakeln oder technischen und biotechnologischen Hilfsmitteln

ist heute genauso unmöglich wie vor 500 oder 500 000 000 Jahren, also Scharlatanerie

Zukuntsängste, die Angst, falsche Entscheidungen zu treffen oder Unsicherheiten, ob eine bereits getroffene Entscheidung die richtige war oder rückgängig gemacht werden sollte, und eigene Zukunftsvoraussagen, Vermutungen aus Beobachtungen, die bestätigt werden sollen, treiben seit jeher immer wieder auch vernünftig denkende Menschen, die sich als RealistInnen bezeichnen würden, zu WahrsagerInnen.
Aber kein Mensch hat hellseherische Fähigkeiten, die die Zukunft voraussagen könnten.
Menschen haben Feinsinne, die sie spüren lassen, wenn sich etwas anbahnt, was sie vorher schon einmal erlebt oder wovon sie vorher schon einmal gehört haben, was sie emotional nachvollziehen konnten.
Weder Hände, Augen oder andere Körperteile oder Knochen, Glaskugeln, Kaffeesatz oder Orakelmaschinen, die (Test-)Ergebnisse ausspucken, nachdem man sie befragt hat, können etwas über die Zukunft wissen. Sie können sich aber als sich selbst erfüllende Prophezeiungen bewahrheiten, wenn Menschen ihnen blinden Glauben schenken: ProphetInnen werden immer wieder zu WahrheitsverkünderInnen, wenn Menschen deren übersinnliche Fähigkeiten, die meist „nur“ gute Psychologie-, Natur- und Menschen- oder Marketingkenntnisse sind, nicht in Frage stellen und überprüfen.

Als Biologin, die sich lange Jahre mit der freien Natur, außerhalb von Laboren, mit Hirnphysiologie und Bio-Psychologie, mit der Rolle von (Aber-)Glauben und (Gut-)Gläubigkeit während der Entwicklung der Menschheit und des Menschseins auseinandergesetzt und zusätzlich eine Weiterbildung im Management von Marketing/Vertrieb genossen hat, behaupte ich:

  • HandleserInnen können erkennen, wie Hände bisher genutzt wurden.
  • Augen-, Puls- und andere Diagnosearten können etwas über den Ist-Zustand eines Körpers, Geistes oder einer Seele aussagen und Hinweise darauf geben, wie er erreicht wurde.
  • KartenlegerInnen können deuten, was ihre KundInnen intuitiv selbst auch wissen oder eigenständig herausfinden könn(t)en.
  • ÄrztInnen können dabei helfen, körperliche oder geistige Schäden, Verletzungen oder Vergiftungen, zu verarzten und die Voraussetzungen für selbstständige Heilung schaffen bzw. durch gute Ratschläge zukünftig weitere und neue Schäden zu vermeiden.
  • WissenschaftlerInnen können über ihre Versuchsergebnisse unter ihren Versuchsbedingungen – mit dem Material und den Methoden, mit den ProbandInnen und der (technischen oder biotechnischen) Ausstattung, mit denen sie gearbeitet haben – Aussagen machen.
  • JournalistInnen können über Ereignisse berichten, die in der Vergangenheit liegen.
  • Eltern, LehrerInnen, PolitikerInnen, UnternehmerInnen, Menschen, können anderen nur beibringen, was sie in ihrer Vergangenheit selbst aus Büchern gelernt, am eigenen Leib oder von anderen erfahren haben.

Die Zukunft steht nur in den Sternen, das könnte heute jedes Kind wissen – und sogar die sagen uns, weil für unsere Augen sichtbare Informationen Zeit brauchen, bis sie sie und danach unser Gehirn mit Lichtgeschwindigkeit erreichen können, im Grunde nur, was bereits in der Vergangenheit liegt.

Wenn Du keine Fehler machen willst, wenn Du sicher sein willst, dass sich das, was Du gerade tust oder worauf Du wartest, auch wirklich lohnt – dass das was Du in Deinem Leben bereits getan hast oder gerade tust, auch in der Zukunft noch einen Sinn und Zweck erfüllt – dann schau‘ Dich lieber um, höre Dich um und fühle in Dich hinein. Dann kannst Du ganz alleine herausfinden, ob das, womit Du Dich gerade beschäftigst, der Ort, an dem Du bist, die Menschen, die in Deiner Nähe sind, ob all das auch das ist, was sich auf jeden Fall, komme was wolle, auszahlt; oder ob genauso wahrscheinlich oder wahrscheinlicher ist, dass Du irgendwann einmal dafür zahlen musst, dass Du das getan, Dich dort aufgehalten oder mit den Menschen dort länger als nötig beschäftigt hast.

Ich hoffe, Du kannst damit etwas anfangen und selbst etwas aus Deiner Zukunft machen statt sie Dir von anderen vorhersagen zu lassen.

P.s.: Außer der Möglichkeit, Dir selbst ein paar Tarotkarten zu ziehen, Dir selbst in die Augen, auf Deine Hände oder den Rest Deines Körpers zu schauen – gibt es noch ein paar geflügelte Worte, die hilfreich dabei sein können, einen Blick in die Zukunft zu wagen: Quid pro quo „Was gebe ich wem?“, ist nicht nur ein (Grund-)Rechtsprinzip und cui bono, „Wem nützt das?“, nicht nur eine gute Frage, um Straftaten aufzudecken – zusammen mit ein paar grundlegenden Biologiekenntnissen und etwas intuitivem Verständnis für Naturgesetze oder die Spielregeln des Lebens können sie Dir Einsicht in Deine Abhängigkeit von der Natur und anderen Menschen, die Du liebst oder nicht, geben, die keine menschliche Erfindung, keine Technik der Welt verändern oder verbessern kann, auf die aber Du und nur Du selbst Einfluss hast.

 

————————————————

Dank für das Foto gebührt Jen Theodore (auf Unsplash)!

Sinn und Zweck des menschlichen Daseins

Besinnliches zum Sonntag

Für mich als lebenssinn-gläubige Wissenschaftlerin besteht Sinn und Zweck des Lebens darin, einen Sinn und Zweck darin zu erkennen, dass man lebt.
Solange Menschen sinnerfüllt leben und auch einen Sinn und Zweck im Leben anderer erfüllen, werden sie höchstens Opfer von Unfällen oder Verbrechen, aber selten von Krankheiten oder anderem Unglück.
Sobald Menschen dabei aber so leichtsinnig mit dem eigenen Leben umgehen, dass sie es dabei verlieren könnten, dürfen sie sich nicht wundern, wenn das – wenn ihr Karma- oder Sinnkonto aufgebraucht ist – auch passiert.
Solange sie niemandem dabei schaden und niemanden damit ausnutzen, auch nicht die Ressourcen der Erde, indem sie dafür nichts – auch nicht an die Natur, die im Prinzip nichts als gesundes Maßhalten mit dem, was sie uns schenkt, und Rücksichtnahme auf ihre Bedürfnisse dafür verlangt – zurückgeben, kann es auch sinnvoll sein, einfach nur in den Tag hinein zu leben.

Für mich persönlich ergibt es keinen Sinn, die Welt in Ordnung bringen zu wollen, wenn sie sich ohne uns Menschen selbst sinnvoll ordnen kann – weil sie weiß, was sinnvoll für ihr eigenes Überleben ist und sie allen, die in ihr leben wollen, nur solange einen Platz bietet, solange sie sich nicht zu sehr in ihr ausbreiten.
Für mich ergibt es noch weniger Sinn, immer noch zu denken, wir würden irgendetwas sinnvoller machen als unsere Vorfahren, und zukünftige Generationen müssten weniger von dem ausbaden, was wir anrichten.
Für mich ergibt es auch keinen Sinn, dass ich irgendwann auf die ständige, also nicht nur vorübergehende Hilfe durch andere Menschen angewiesen sein soll, weil ich nicht sinnvoll, bewusst, für mich, meinen Körper und Geist, gesorgt habe, sondern mich gehen lassen oder immer wieder so lange verausgabt habe, bis mich andere, mit ihren Unterhaltungsprogrammen, Coachings, Heilmittelchen oder anderen potentiellen – weil sie dafür sorgen, dass Menschen sich damit besser fühlen – Suchtmitteln, wieder auf die Beine gestellt haben, so dass ich es irgendwann nicht mehr selbstständig schaffe, mich fortzubewegen, alleine Nahrung zu mir zu nehmen, zu trinken oder mich zu waschen.
Vermutlich hänge ich einfach, obwohl ich das Leben aus vollem Herzen liebe, wenig am modernen Leben im angeblichen Wohlstand, mit seinen angeblichen Annehmlichkeiten, als andere Menschen oder sehe uns zivilisierten Menschen nicht als so sinnvoll auf dieser Erde an, dass ich dort um jeden Preis und so lange wie irgendwie möglich, unsinnig, mein Leben fristen möchte.

Was lange währt, ist nicht unbedingt und wird vielleicht auch nie gut, nur weil es lange einen Sinn erfüllt oder einem Zweck dient.
Aber wenn wir öfters mal Momente nutzen würden, um innezuhalten, würde uns vielleicht auch immer wieder etwas neues Sinnvolles einfallen, was wir tun könnten, um unserem Leben einen Sinn zu geben, der nicht nur – wie bei allen anderen Lebewesen – darin besteht, Kinder in die Welt zu setzen, also die eigenen Gene weiterzugeben, oder ohne um sich zu schauen und genau zu überlegen, jedes Leben auf dieses Erde um jeden Preis so lange wie möglich bewahren zu wollen.

Ich wünsche einen schönen Sonntag mit vielen besinnlichen und vielleicht auch ein paar unzivilisierten Momenten!

P.s.:Sich darauf zu verlassen, dass etwas sinnvoll ist, nur weil andere es behaupten, ergibt für mich auch keinen Sinn. Wir haben einen (Fein-)Sinn dafür, zu spüren, ob uns jemand belügt oder (mit uns oder unserer Unterstützung) Unsinn betreibt, und wir haben einen Körper und Geist, um persönlich zu prüfen, ob das, was andere uns als sinnvoll verkaufen wollen und was uns im ersten Moment als sinnvoll erscheinen kann, auch tatsächlich sinnvoll für uns ist.

P.p.s.: Ich setze wirklich große Hoffnung in die zukünftigen Generationen, die spüren, wie sehr moderne Eltern unter ihrer Verantwortung als Eltern leiden: dass sie einerseits so schlau sind, nicht unbedingt selbst Kinder in die Welt setzen zu wollen, weil sie keinen Sinn darin sehen, sich das Leben unnötig schwer zu machen, andererseits so empathisch, also einfühlsamer und weniger ehrgeizig als ihre Elterngeneration, um verzeihen zu können, was ihnen angetan wurde – weil sie spüren, dass es nicht aus bösem Willen geschah, sondern weil Eltern es einfach nicht besser wussten und einen Sinn in dem sahen, was sie getan haben.

P.p.p.s.: Der Kampf ums Dasein – wie ich ihn in der Natur sehen kann – wird aus Liebe zum Leben oder den eigenen Nachkommen geführt und nicht – wie ich ihn bei vielen Menschen sehe – aus Angst vor dem Sterben, im Angesicht des Todes, oder selektiv, aus blindem Aktionismus, wenn keine akute Lebensgefahr besteht. Menschen sind in meinen Augen die einzigen Lebewesen, die sinnlose Kriege und (Alltags-)Kämpfe führen, sie sogar als humanitäre oder medizinische Hilfe bezeichnen, wenn bei ihren Einsätzen, mit ihren Maßnahmen, mehr Menschen, gezielt ausgewählte, ihr Leben verlieren als es ohne diese der Fall gewesen wäre.

 

————————————-

Dank für das Foto gebührt Drew Dau (auf Unsplash)!