Was da ist, muss weg! (Oder was noch nicht da ist, muss als lebensbedrohlich emp- bzw. erfunden, produziert und mit „guter“ Werbung als lebensrettend oder zumindest noch zum eigenen Glück fehlend verkauft werden)

Wie ein – „Dank“ einseitiger Propaganda – ökonomisches statt ökologisches Verständnis von der Welt (sowie anerzogene Glaubenssätze oder traumatische Verlusterfahrungen) Menschen zu Wahnsinnigen machen und/oder – auch andere – Leben zerstören

Dass viele Menschen – statt in der Realität zu leben und das zu tun, was sie gerne tun würden – ihren Alltag von Medien und Politik beherrschen lassen, zeigt sich allein darin, dass sie freiwillig Steuern und anderes Geld an Menschen zahlen, die damit Kriege und Propaganda für ihre „zukunftsorientierte“ Politik finanzieren, die die Umwelt vergiftet bzw. so zerstört, dass Klimaextreme zur Normalität werden (weil regulierende Wälder gnadenlos abgeholzt, Ökosysteme zerstückelt und ökologische Kreisläufe damit unterbrochen oder große Bodenflächen versiegelt werden). Oberflächlich mag es für alle, denen nicht bewusst ist, wie überlebenswichtig das Leben im Boden nicht nur für uns Menschen, so erscheinen, als würde es auch in Städten eine lebendige Vielfalt geben können. Ohne die Zahl der Bodenorganismen – die dafür sorgen, dass Kohlenstoff im Boden gespeichert wird oder neue organische Masse entstehen kann – herrscht ein lebensbedrohliches Ungleichgewicht.

Da alles mit allem verbunden ist und das Äußere – für Menschen, die (noch) wissen, wie man genau hinschaut bzw. auch mit dem Herzen sehen kann – nur das Innere, das Oben nur das Unten, das Rechte nur das Linke, große Dinge die kleinen und ein Kind meist (wenn es sich nicht bewusst dagegen entscheidet) die Sehnsüchte der Eltern widerspiegelt, genügt im Grunde ein kurzer Rundum-Blick bis in die eigene Gefühls- und Gedankenwelt, um sich ein Bild von dem, was wirklich ist, zu verschaffen.

Ich habe den Eindruck, viele Menschen scheuen sich davor, Einsicht zu zeigen – auch in sich zu gehen statt sich vor allem an anderen zu orientieren.
Solange ihnen noch Aufmerksamkeit zukommt, solange sie noch für das, was sie tun, von irgendjemandem gelobt oder sogar bejubelt, vielleicht sogar bezahlt werden, machen sie jeden – sogar beleidigenden, demütigenden, menschenverachtenden – Irrsinn mit. Im Glauben, „wenigstens etwas beizutragen“ zu einer Welt, die nicht auf einzelne Menschen angewiesen ist, sondern auch gut – vielleicht besser – ohne uns alle funktionieren würde.

Für mich ist das noch lange kein Grund,

  • Menschen und ihre Natur einseitig schlecht zu machen und – wie schon in der Vergangenheit auch viele Pflanzen- oder Tierarten und weitere Gruppen von Organismen – zu Schädlingen erklären,
  • alles, was sie von Natur aus gerne tun würden, lenken oder sogar streng kontrollieren zu wollen und
  • skrupellos Forschung zu betreiben und dafür bzw. dabei Menschen, Tiere oder Böden bzw. ganze Ländereien auszubeuten, um Rohstoffe für naturzerstörerische Technologien gewinnen, finanzierbare bzw. sich lohnende Produktionsorte schaffen und mit absurden Verkaufsstrategien umwelt- bzw. gesundheitsschädliche Produkte in die Welt bringen zu können (um damit – angeblich – die Menschheit zu retten).

Alle, die sich selbst für schlecht – (aus-)gebildet – oder – körperlich, geistig oder seelisch – benachteiligt halten und nicht erkennen, was sie alles – völlig freiwillig und aus eigener Kraft – besser machen bzw. sein lassen könnten (statt sich nicht nur vor anderen Menschen zum Affen machen oder von ihnen für dumm verkaufen lassen zu müssen könnten), fehlt – für mich ganz offensichtlich – ein wichtiger Teil ihrer oder ihres Selbst bzw. ihr Zugang dazu.
Vielleicht ist es hinter all ihren unsinnigen Besitztümern verloren gegangen, vielleicht hinter einer dicken Fettschicht, vielleicht in all den Gedanken, die sie sich um andere(s) machen.
Ich kann nur sagen: Verluste sind nicht immer lebensbedrohend. Sie haben schon immer vielen Menschen das Leben gerettet bzw. eine völlig andere Seite gezeigt, die vorher für sie unvorstellbar war.
Die Kunst eines glücklichen, gesunden Lebens ist es, beide Seiten als lebenswichtig anzuerkennen bzw. einzusehen, dass ein Extrem nur immer wieder zu einem anderen führt, wenn Menschen die eigene, entspannte Mitte dazwischen nicht finden (sondern von der Angst beherrscht werden, wieder ins Letzte zurückzufallen, so dass sie versuchen, den Kontakt mit allem oder allen zu vermeiden, was sie daran erinnert bzw. schmerzhafte Erinnerungen daran hervorrufen könnten).

P.s.: Es mag verlockend klingen, wenn Menschen versprechen, anderen ihre Arbeit abzunehmen, also zu ersparen, dass sie vielleicht viele Tränen, Schweiß und Blut vergießen müssen, um dahin zu kommen, wo sie gerne wären (um dort sich selbst – zum eigenen natürlichen inneren Frieden und Glück – zu finden. Allerdings sind die, die Menschen davon weggeführt haben, selten die, die irgendwann auch wieder zur Umkehr aufrufen.

 

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Dank für das Foto gebührt Documerica (auf Unsplash)!

Das war schon immer so

und wird sich auch nie ändern!

… sagen nur Menschen, die nichts von (unseren) Anfängen wissen und keine Vorstellung davon haben (wollen), dass von einem Tag auf den anderen wirklich alles anders sein kann – auch wenn das dann „nur“ einen neuen Anfang für etwas darstellt, nachdem vorher etwas Altes zu Ende gegangen ist.

Wer immer noch nicht merkt, dass wir uns (genau wie unsere Erde) alle im Kreis drehen – wenigstens unsere Gedanken um etwas kreisen lassen – (müssen), bevor wir bereit sind, einen Schritt weiter oder zurück zu gehen, oder bereit ist, einen Blick in unsere Geschichtsbücher zu werfen, bevor er oder sie „einfach so weitermacht wie bisher„, dem bzw. der ist wahrscheinlich einfach nicht zu helfen.
Es war glücklicherweise tatsächlich schon immer so, dass im Laufe der Evolution die überlebt haben, die sich am Besten an die Natur anpassen bzw. mit natürlichen – vor allem klimatischen – Veränderungen leben konnten – nicht die, die versucht haben, sie zu verhindern und die Natur künstlich zu verändern bzw. mit ihren Techniken/Technologien zu beherrschen.

 

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Dank für das Foto gebührt Etienne Bösiger (auf Unsplash)!

 

Menschen, die zum Reden Ruhe und Bedenk- oder zumindest eine Vorlaufzeit brauchen …

…, haben meiner Meinung nach „nur“ Angst, dass sie einmal unüberlegt etwas Falsches – nämlich ihre ehrliche, von Gefühlen (oder einem schlechten Gewissen) gelenkte Meinung – sagen könnten

Zwanglos unterhalten kann man sich mit solchen – von Worten bzw. ernsten Gesprächen traumatisierten – Menschen also in erster Linie über unverfängliche Themen wie das Wetter, ihren Beruf (falls man Interesse daran hat), ihre Hobbies, ihre PartnerInnen oder Familien (falls man ihnen kein ehrliches Feedback dazu geben möchte).
Niemand, der oder die schnelle Antworten parat hat, sagt, was er oder sie denkt, sondern was er bzw. sie aus tiefstem Inneren heraus zu sagen bzw. gut vorbereitet, sich also antrainiert bzw. angewöhnt hat.
Spannend ist für mich, wie sie sich stattdessen – weil alle Menschen irgendwann Ventile für ihre Gefühle brauchen, die sie als soziale Wesen, für die Kommunikation (über-)lebenswichtig ist, anderen gerne mitteilen möchten – mit Farben oder in Bildern, Melodien oder Liedern (und Texten), die sie in Stille schreiben, ausdrücken.
Auch wenn ich – als Frau, die zwar schnell viel denkt, aber trotzdem häufig davor schon den Mund aufmacht und zu reden beginnt – vermutlich viele Erklärungen dazu bräuchte, um sie zu verstehen (weil mir persönlich erst ausgesprochene Worte Klarheit verschaffen) – kann ich mir oft meinen eigenen Reim darauf machen, was in ihnen vor sich geht. Mich überrascht heute selten etwas wirklich böse, also ohne Vorwarnung, was andere irgendwann einmal in Ruhe oder nach einer gewissen Vorlaufzeit – sehr wahrscheinlich über (verletzte oder nicht erwiderte) Gefühle oder ein schlechtes Gewissen – ein mit mir bereden wollen. Nur wagen sich das ohnehin (noch) nicht besonders viele Menschen außerhalb eines (z.B. von einer ärztlichen Schweigepflicht oder anderen Verschwiegenheitserklärungen) gesicherten Rahmens (oder des Internets).
Glücklicherweise habe ich den Eindruck, dass es mehr werden, die auch in persona offen und ehrlich miteinander reden (bzw. streiten).
Als Gesundheitswissenschaftlerin, die allen Menschen Gesundheit gönnt, freue ich mich darüber. – Denn ich bin überzeugt, dass es nicht nur ihnen, sondern der ganzen Welt gut tun wird, wenn mehr Menschen freiwillig Erklärungen abgeben für ihre Worte, die sie nicht ausreichend selbstständig bedacht oder recherchiert, aber trotzdem – voreilig – geäußert haben.

 

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Dank für das Foto gebührt Tim Mossholder (auf Unsplash)!

Ihr Leben in die eigenen Hände nehmen …

können nur Menschen, die wissen, wie sie auch – von innen heraus – Probleme an Stellen lösen können, an die sie selbst nicht aus eigener Kraft herankommen können.

Menschen, die sich – statt selbst Hand anzulegen bzw. sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen – wiederholt von anderen behandeln lassen, um Misshandlungen oder -achtung ihres eigenen Körpers wiedergutzumachen, dürfen sich nicht wundern, wenn ihnen ihr Leben mit der Zeit immer mehr entgleitet oder aus der Hand genommen zu werden scheint.
Vielleicht gibt es Menschen, die damit – auch dauerhaft – glücklich und zufrieden sind, sich von anderen bedienen zu lassen?
Ich denke eher, viele haben entweder nie gelernt oder im Laufe ihres Lebens vergessen, was alles – welche Macht (über ihr Leben) – in ihren eigenen Händen liegt.

Ich hoffe, Du kennst die Kraft Deiner Hände und Deines Kopfes und weißt sie friedlich zu nutzen. Denn am Ende schadest Du nur Dir selbst, wenn Du zu gewaltsam – ungeduldig, mit Wut im Bauch oder verzweifelt, also ohne wirklich von dem überzeugt zu sein, was Du tust – mit Dir selbst oder anderen umgehst.

Sei bitte vorsichtig, lass‘ die Finger nicht von allem, was andere Dir – angeblich zu Deinem eigenen Schutz – verbieten wollen und glaub‘ vor allem keinen Vorsichtsmaßnahmen, die andere als die einzig richtigen für alle anderen propagieren, ohne dass sie sich selbst daran halten (weil nur sie angeblich die Gefahren für sich selbst und andere richtig einschätzen können).

 

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Dank für das Foto gebührt Toa Heftiba (auf Unsplash)

Eine einseitig helle, unaufgeklärte, flache Postkarten- und Werbeprospekt-Perspektive auf die Erde …

… voll von unbewusster Mundpropaganda und Schleichwerbung für angeblich immer schönere (als die bestehende), „ferne Welten“

Menschen bleiben oder siedeln von Natur aus nicht freiwillig an Orten, an denen es ihnen in vieler Hinsicht nicht gefällt.
Menschen gewöhnen sich aber notfalls an alles, was – ohne dass sie sich dafür anstrengen, ohne hart dafür oder dagegen arbeiten zu müssen – immer da ist und ihnen alles Lebensnotwendige bietet, so dass sie – als Lohn für Arbeit bzw. Energieaufwand, den sie freiwillig nicht leisten würden,- „etwas Besseres„, „Schöneres“ erwarten.
Viele Menschen sind dort, wo sie sind, zwar mit vielem unzufrieden (und gönnen sich so oft wie nur irgendwie möglich Auszeiten davon), begnügen sich aber mit den eingeschränkten Möglichkeiten, die ihnen – warum auch immer – andere für ihr Leben, das sie angeblich frei-willig führen, bieten.

Alle, die die Freiheit haben, – scheinbar ganz ohne Anstrengung –

  • dorthin gehen zu können, wo andere es sich – aus Langeweile oder Überdruss an dem, was sie bereits haben – schöner vorstellen, oder
  • das tun und/oder lassen zu können, worin andere Menschen eine Auszeit von ihrem anstrengenden Leben oder einen Ausweg aus einer Situation sehen, die ihnen aussichtslos erscheint,

oder die sich diese Freiheit mit viel Mühe nehmen, wecken bei anderen, mit ihrem Leben unzufriedenen Menschen völlig natürliche Begierden, es ihnen gleichzutun.
Nur ist das vielen Menschen in keinster Weise bewusst – Menschen mit wenig Selbstbewusstsein bzw. ohne vielfältige Lebenserfahrungen oder umfassendes Wissen über ihren oder überhaupt den menschlichen Körper und Geist.
Viele lassen völlig unbewusst ihr Gehirn von Bildern, Worten, Klängen oder Düften und anderen chemischen Reaktionen beeinflussen, also ihren vermeintlich „freien Willen“ oder Geist steuern.
Und genauso unbewusst betreiben viele Mund- oder andere Propaganda für Dinge, die ihnen einseitig „nur schön“ oder „traumhaft“ erscheinen, ohne darauf aufmerksam zu machen, dass Träume nur kleine Ausschnitte einer viel längeren Geschichte sind, die im Dunklen oder zumindest bei geschlossenen Augen (und vielleicht sogar mit Ohrstöpseln) stattfindet.

Alles in dieser von der Sonne beschienen Welt hat Schattenseiten, auch oder vor allem die Menschen, die dazu neigen, sich möglichst nur im besten Licht zu zeigen
Es gibt Menschen, die reden offen und ehrlich über alles, weil sie wissen, dass echte, umfassende Aufklärung wichtig ist, um möglichst vernünftige, nachhaltig sinnvolle Entscheidungen für das eigene Leben (und die Werbung, die man dabei in der Welt verbreitet) treffen bzw. überlegen zu können, worüber man zukünftig ausschweifend reden möchte und worüber lieber nicht.
Und es gibt Menschen, die wollen lieber gar nicht alles so genau wissen – weil sie sich sonst vielleicht nicht mehr besonders wohl dort fühlen würden, wo sie sich aktuell befinden und woraus sie aktuell keinen Ausweg sehen.

Gespräche zwischen solch unterschiedlichen Menschen enden häufig in der Grundsatzdiskussion, ob sich die Welt verändern lässt oder nicht.
Liebe Mitmenschen, – möchte ich ihnen am liebsten sagen – die Welt verändert sich täglich, ganz ohne dass Ihr etwas dagegen tun könnt – allein dadurch, dass

  • alle Lebewesen, aber auch tote Materialien einem Alterungsprozess unterworfen sind, aber auch dadurch, dass
  • wir täglich etwas dazulernen können, was unser weiteres Handeln bestimmen kann.

Bevor Du also zukünftig Postkarten schreibst oder Werbung für etwas oder andere machst, mach‘ doch lieber etwas Sinnvolles mit den Menschen um Dich herum, die Dir am Herzen liegen: schmiedet Pläne, wie sich Euer Leben auf einfache Weise schöner, besser machen lässt – ohne dass Ihr dazu

  • weit weg fahren müsst von da, wo Ihr lebt,
  • Eure FreundInnen von weit her zusammentrommeln,
  • Eure Familie besuchen,
  • erst einmal einkaufen gehen oder
  • warten müsst, bis das wieder geöffnet und einen Termin für Euch hat, womit Ihr Euch ein bisschen mehr innere Zufriedenheit und weniger Fernweh verschafft.

Die Nähe, das Gefühl der Verbundenheit zur Natur bzw. zu den Menschen vor der eigenen Haustür bzw. an dem Ort, an dem sie leben, ist das einzige, was Menschen immer und überall glücklich macht; zumindest so lange sich alle darüber einig sind, dass es sich für Menschen nicht lohnt, neidisch auf andere zu sein oder auch alle Dinge haben zu wollen, die sie sich leisten können – vor allem nicht die, für die jemand völlig Fremdes Werbung machen musste, weil sie sonst vor Ort vielleicht gar niemand würde haben wollen.

 

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Dank für das Foto gebührt Murat Karahan (auf Unsplash)!

Wenn Emotionen den menschlichen Verstand beherrschen (bzw. ausschalten) und aus ehrgeizigen Freiheitskämpfer/Innen obrigkeitsgläubige und gewissen-, herzlose Faschist/Innen werden können

Von Solidarität und Mitleid, verständnisvollem Mitgefühl oder mitfühlender Verständnislosigkeit und verdienter, gerechter oder unverdienter, ungerechter Gnade bzw. Gnädigkeit

Menschen sind von Natur aus dazu in der Lage, nicht nur mit ArtgenossInnen, sondern auch mit anderen Arten von Lebewesen – sobald sie sie als „fühlend“ erkennen – Mitgefühl zu entwickeln, egal ob diese Anzeichen von (Lebens-)Freude, Trauer oder anderen Schmerzen zeigen.
Biologisch, am Leben – der „belebten“, entwicklungsfähigen, ohne (Sonnen-)Energiezufuhr vergänglichen, Natur und ihren Lebewesen – interessierte ForscherInnen versuchen seit jeher herauszufinden,

  • ob Bewegungen und andere offensichtliche Aktionen oder Reaktionen etwas mit einem gefühlten, (mit-)fühlenden Leben zu tun haben oder automatisch ablaufen, weil zwei oder mehr unterschiedliche „Stoffe“ oder Materialien (also Stoffgemische aus verschiedenen Molekülen, Moleküle aus unterschiedlichen Elementen oder einzelne Elemente) sich annähern und eine Verbindung eingehen oder sich abstoßen;
  • wo das Leben, das – im Vergleich zu toter, ohne (Bewegungs-)Energiezufuhr unveränderlich bleibende Materie – Mitleid verdient, also überhaupt beginnt; und
  • wann Mitgefühl oder -leid für Menschen oder andere Tiere, Pflanzen oder sonstigen Lebewesen “ erlaubt “ ist und wann nicht.

Sobald Menschen entweder ihre Ähnlichkeit zu anderen Lebewesen erkennen können, können sie auch abschätzen, dass andere ähnlich empfinden wie sie selbst, also von Natur aus automatisch Mitgefühl empfinden und sich annähernd in ihre Lage, sogar wirklich in sie hinein versetzen – wenn sie bzw. die anderen es zulassen, also (sich) Fragen dazu erlauben und ehrlich beantworten.
Zusätzlich sind wir Menschen dazu fähig, unseren Verstand zu nutzen, um herauszufinden, auszukundschaften, ob andere, die uns anfänglich – weil sie nicht mit uns kommunizieren woll(t)en oder können – erscheinen, als hätten sie überhaupt nichts mit uns zu tun, doch näher verwandt mit uns sein könnten als wir dachten oder eine Bedeutung für unser ihr eigenes Leben haben, also in einem größeren Zusammenhang wichtig für uns sind.

NaturforscherInnen, insbesondere LebenswissenschaftlerInnen, haben schon viel herausgefunden – über das,

  • was uns unser menschliches Gefühl sagen kann und was – auch auf Nachfrage – nicht;
  • wie es bzw. wir selbst oder andere uns betrügen und
  • wie wir uns auch selbst zur Vernunft rufen können – wenn uns unser (Mit-)Gefühl allein nicht weiterhilft.

Die meisten Menschen lassen sich meiner (lebens-)wissenschaftlichen Meinung nach – je nach ihren individuellen Erfahrungen, was sich besser für sie „anfühlt“ – vor allem von ihren Augen – dem, was sie sehen – oder ihren Ohren – dem, was sie hören – durchs Leben leiten. Über ihre natürlichen, der Spezies Mensch von Natur aus mit auf den Weg gegebenen, intuitiven, sozialen, Voraussetzungen hinaus fühlen sich Menschen – aufgrund ihrer entwicklungsgeschichtlich entstandenen Verbundenheitsgefühle – unterschiedlich stark mit anderen Menschen, Tieren, Pflanzen, lebendigen Organismen oder leblosen, toten Dingen, die entweder ihren Augen oder ihren Ohren besonders gut tun, verbunden. Blinde und/oder taube Menschen bzw. Menschen, die Augen und Ohren schließen und sich auf das einlassen können, was sie dann noch empfinden können, können ein zusätzliches Gespür für „Verbündete“ entwickeln, die ihrer Meinung nach ihr Mitgefühl verdienen.
Nur unser rationaler Verstand kann uns (neben Außenstehenden, die uns eine neue Perspektive dazu eröffnen können) davor bewahren, uns unsinnig stark von anderen oder etwas getrennt, abgestoßen, (rechtlich) über- oder untergeordnet oder angezogen bzw. ihnen gleich(artig) zu fühlen.

Ob Tiere wie

  • Würmer oder Schnecken, die sich für viele Menschen so anfühlen wie etwas, vor dem sie instinktiv ihre Hand zurück ziehen, wenn sie es berühren und nicht wüssten, dass es harmlos für sie ist, oder
  • Insekten, die uns sogar stechen und Schmerzen zufügen können, ohne dass wir sie bedroht haben,

oder

  • schnellwachsende Pflanzen und Pilze oder alle möglichen anderen Organismengruppen, die die Nahrungsgrundlage für alle anderen darstellen, also täglich in großen Mengen bei lebendigem Leib verspeist werden,

dasselbe menschliche Mitgefühl „verdienen“ wie Lebewesen, die erfolgreicher um ihr Überleben kämpfen, rennen, fliegen oder schwimmen können, muss im Grunde jeder Mensch selbst mit sich ausmachen: mit Hilfe des eigenen Verstandes, Bauchs und Herzens oder unter Nutzung vorhandenen Wissens und des eigenen Gewissens.

Dagegen, dass automatisch Gefühle in uns aufsteigen, wenn wir anderen Lebewesen begegnen, können wir nichts tun. Wir können uns nur dafür entscheiden, ihnen nachzugeben oder uns zu fragen, woher sie eigentlich kommen, wer vielleicht sogar mit unserem Mitleid spielt und davon profitiert, dass Menschen es haben. Menschen sind in der Lage, – gemeinsam oder allein – etwas dagegen zu tun, dass sie – wir alle – zukünftig immer wieder Mitleid mit „Schwachen“ bzw. Schwächeren als andere empfinden „müssen“. Menschen müssten ehrgeizigen und ihre eigene Freiheit liebenden Menschen keine (Entscheidungs-)Macht über andere überlassen, die sich nicht dagegen wehren können oder wollen, weil sie freiwillig bereit sind, sich mit ihrer eigenen Unfreiheit abzufinden (und sich damit von der Verantwortung für ihr eigenes Leben entbinden). Sich solidarisch mit anderen „Unterdrückten“ fühlen zu können, kann Seelen trösten. Vor einem schlechten Gewissen, dass sie nichts gegen den äußeren Druck, ihre Bedrückung bzw. UnterdrückerInnen unternehmen, können diese Gefühle – ihr Mitleid – nicht ewig bewahren.
Vielleicht stellt der eine oder die andere also irgendwann fest, dass Mitleid nicht nur gefühlt, sondern auch genauer unter die Lupe genommen, untersucht, werden sollte – weil es unter anderem auch davon abhängt, ob man den- oder diejenigen, der oder die leidet, für schuldig oder unschuldig am eigenen Leid hält (weil er oder sie zu viel erreichen wollte oder zu wenig für sich getan hat) und ob man bereit ist, Gnade walten zu lassen oder nicht (weil im Grunde gerechtfertigt oder natürlich ist, gar nicht zu verhindern war, dass er oder sie unter dem leidet, was zu der leidlichen Situation geführt hat).

 

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Dank für das Foto gebührt Emily Crawford (auf Unsplash)!

Die Zeit ist nicht immer wirklich reif …

… für etwas, was Du unbedingt haben willst

Aber jede/r muss seine oder ihre eigenen Erfahrungen machen, wann es sich lohnt, auf etwas Bestimmtes zu warten und wann es vielleicht wichtiger ist, frühzeitig so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln – damit man auch genug Vergleichsmöglichkeiten hat, ob es mit der Zeit (indem man es in regel- oder unregelmäßigen Abständen wiederholt) besser wird oder nicht.

Solange Du daran glaubst, dass etwas immer noch besser werden könnte, ist es wichtig, sich genug von dem zu bewahren, was sich – bevor andere es für sich beanspruchen und abernten oder verbrauchen – noch frei weiterentwickeln kann. Erst wenn irgendwann offensichtlich oder anders spürbar ist, dass es im verfaulten, vertrockneten, umgekippten oder abgestandenen Zustand nicht zu einer Delikatesse, sondern ungenießbar geworden ist, ist der perfekte Zeitpunkt zwar vorbei, aber man kann sich – da alles zyklisch wiederkehrt – wenigstens sicher sein, dass man es zukünftig nicht wieder so weit kommen lassen, sondern besser achtgeben wird.

Geduld lernt man nicht dadurch, dass man nie zu lange auf etwas wartet, was man doch irgendwann aufgeben muss, ohne dass es das entsprechende – erwartete oder erhoffte – Erfolgserlebnis hatte. Geduldiger und damit auch selbst reifer werden nur Menschen, die ausdauernd immer wieder Fehlschläge riskieren und scheinbar umsonst auf etwas warten, im Vertrauen darauf, dass das, was sie tun, Sinn macht, selbst wenn andere ihnen einreden wollen, dass sie entweder in „längst vergangenen Zeiten“ leben würden oder es für sie längst zu spät – der „richtige“ Zeitpunkt oder „die beste Zeit“ also lange vergangen – und damit vorbei ist.

In der Natur gibt es meiner Meinung nach viele Zyklen, die Menschenleben und ganze Generationen überdauern, die Menschen noch lange nicht durchschaut haben. Ich warte als Naturforscherin also auch gerne ab, was passiert, wenn ich nicht in sie eingreife, sondern einfach nur beobachte, zuhöre und/oder anders – auch intuitivInformationen über sie sammle und versuche, mein Bestes dafür zu geben, dass das, was ich beobachten möchte, auch erhalten bleibt.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader!

Schmutzige Wäsche zu waschen macht noch lange keine weiße Weste

Wenn religiöse Reinheitsgebote und/oder medizinische Hygieneregeln nicht nur den eigenen Körper und Geist oder sogar die eigene Seele krank machen, sondern damit ganze Gemeinschaften vergiften können – die damit einen gemeinsamen „Volkskörper“ gegen Feinde ihrer (körperlichen, geistigen oder seelischen) Gesundheit immun machen wollen

Als Naturforscherin und Gesundheitswissenschaftlerin kann man den Glauben an die Menschheit – an den gesunden Menschenverstand – leicht verlieren.
Menschen, die es für ungesund halten,

  • sich schmutzig zu machen oder „unreine“ Gedanken zu haben,
  • Erde bzw. „Dreck“ zu (fr-)essen, auch oder vor allem, wenn man etwas zu viel gewagt und sich dabei auf die Schnauze gelegt hat,
  • sich nicht täglich unter eine Dusche zu stellen oder irgendwie anders Körper, Geist und Seele rein zu waschen,
  • Kleidung mehr als ein einziges Mal für ein paar Stunden am eigenen Körper zu tragen oder sich selbst nicht erst herauszuputzen, bevor sie sich in Gesellschaft anderer begeben,

haben ein – vermutlich kulturell bedingtes – gestörtes Verhältnis zu ihrer bzw. unserer menschlichen Natur.
Sie (ver-)zweifeln eher an sich selbst und dem, was sie denken bzw. fühlen, statt in Zweifel zu ziehen, was andere ihnen über „Gott und die (naturwissenschaftlich oder theologisch begründete) Welt“ erzählen.

Dabei könnte beides so leicht in Einklang gebracht werden – wenn Menschen nur denen Glauben schenken bzw. vertrauen würden, die ihnen all ihre Fragen beantworten können bzw. versuchen, mit ihnen gemeinsam Antworten zu finden (statt sie damit zufrieden stellen zu wollen, dass das „einfach – grundlos – so oder Gottes Wille sei„, ohne dass man dem auf den Grund gehen und es verstehen oder – alleine oder gemeinsam – etwas daran ändern könnte.
Vielleicht fragt sich der eine oder die andere, warum er oder sie im Laufe des Lebens so viele Allergien entwickelt hat – auf Wasch- oder andere Reinigungsmittel, Duft- oder andere Stoffe und (künstliche) Fasern oder Dinge, die er oder sie einmal gerne mochte und eigentlich auch gerne wieder (ohne schlechtes Gewissen) essen würde.
Dass gottgewollt ist, dass Menschen in ihre Leben leiden oder vieles „nur noch nicht ausreichend wissenschaftlich erforscht“ ist, um allen Menschen helfen zu können, das kann glauben, wer will.

Ich persönlich halte die Natur, unsere Mutter Erde, für die „fürsorgliche Herrscherin“ über alle Lebewesen, die allen, die sich an ihre Gesetze und Spielregeln zu halten versuchen, eine faire (Überlebens-)Chance gibt (Fehler sind also erlaubt), um ihre eigenen Fähigkeiten unter den bestehenden Bedingungen bestmöglich zu nutzen und aus ihren Fehlern – wenn sie nicht zu leichtsinnig oder lebensmüde waren und zu häufig wiederholt werden – zu lernen.
Wer selbst schon Erfahrungen mit Heilerde gemacht hat, wer die heilende Wirkung der Natur kennt, weiß, dass nicht alles, was nach Schmutz, Chaos oder auch tot aussieht, schlecht für die eigene Gesundheit ist.
Und wer weiß, unter welchen gesundheitlichen Problemen – die Körper, Geist oder das Seelenleben betreffen können – Menschen in besonders weißen Westen oder Kitteln (die behaupten, Leben oder die Natur retten zu wollen) leiden, wird sich davor hüten, ihren angeblich vernünftigen Reinigungsempfehlungen bzw. Hygieneverordnungen zu unkritisch Folge zu leisten.

 

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Dank für das Foto gebührt Megan Lee (auf Unsplash)!

Es sagt wenig über Menschen aus, ob für sie ein Glas halb voll oder halb leer ist

Viel interessanter wird es, wenn in einer Runde eine limitierte Menge an Drinks aufgeteilt werden soll

Dürfen sich alle nehmen, so viel sie möchten, bis der Vorrat aufgebraucht ist?

Bekommt jemand die hoheitsvolle Aufgabe, willkürlich – ohne nach persönlichen, individuellen Wünschen fragen zu müssen – Gerechtigkeit walten zu lassen oder dürfen sich alle dazu äußern und werden gehört?

Wer gibt sich damit zufrieden, aus Rücksicht auf andere, vielleicht ganz zu verzichten?

Wer lässt sich erst einmal nur ein Schlückchen einschenken, aber zügig nachfüllen?

Wer bringt das Glas (fast) zum Überlaufen und warum?

Nich immer sind es die, die am meisten für sich selbst beanspruchen und sorgfältig darauf achten, dass sie es auch bekommen, sondern Menschen, die sich von anderen Dingen ablenken lassen (auf die sie viel mehr achten, weil sie ihnen wichtiger sind als das, was sie trinken können) – auch wenn Menschen, die andere danach beurteilen, ob die öfters ein fast leeres, halb oder zu volles Glas haben, sich das vielleicht kaum vorstellen können.

 

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Dank für das Foto gebührt Liks Digital (auf Unsplash)!

Vorbildliche Verhaltensweisen

Warum Menschen, die wissen, was sie tun oder sagen müssen bzw. vor anderen darstellen oder ihnen vormachen müssen, damit sie ihnen gefallen (oder unangenehm auffallen), nicht automatisch bessere (oder schlechtere) Menschen sind

Ich schätze, dass die meisten Menschen es lieben, Bilder gezeigt zu bekommen:

  • von schönen Orten (an denen sie gerne selbst einmal sein würden),
  • von Dingen (die sie selbst gerne besitzen würden),
  • von „besonderen“ Menschen (mit denen sie besondere Gefühle verbinden).

Vermutlich wissen aber die meisten Menschen nicht, wie fern der Realität die meisten Bilder bzw. die Geschichten, die dazu erzählt werden sind – weil sie nur einen klitzekleinen Teil einer langen (Lebens-)Geschichte erzählen.
Ich denke, den meisten Menschen ist nicht bewusst, welche Geschichten sie sich selbst dazu erzählen, wenn sie sich Bilder anschauen, also im Kopf zusammenreimen, ohne dass sie bei denen, die die Bilder gemacht haben, nachgefragt bzw. sich selbst dazu hinterfragt haben:

  • Warum gibt es dieses Bild überhaupt?
  • Wollte sich damit jemand selbst in Szene setzen, um sich besser zu fühlen (weil er oder sie sonst zu wenig Beachtung findet)?
  • Soll es ein Erinnerungsstück an einen besonderen Moment sein – vielleicht nur für sich selbst (weil Menschen sich zwar auch im Kopf erinnern können, aber ihr Erinnerungsvermögen mit der Zeit schwächer wird, also aufgrund der täglich neuen irgendwann nur noch sehr tief eingeprägte Erfahrungen leicht abrufen kann) oder sogar für die Nachwelt?
  • Ist das, was auf dem Bild gezeigt wird, überhaupt aussagekräftig und/oder bedeutsam bzw. überhaupt authentisch, ohne dass es eine zusätzliche Erklärung dazu gibt?

Menschen, von denen oft Bilder gemacht, also auch gezeigt werden, – weil sie vielleicht beschlossen haben, ein Leben im Rampenlicht zu führen, um damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen – haben oft ein großes Problem: Sie dürfen dieses Image, mit dem sie andere Menschen für sich begeistert haben, nicht wieder verlieren, müssen sich also Mühe geben, möglichst immer genauso hübsch und ordentlich (oder besonders hässlich gestylt) zu erscheinen, wie andere (die sie dafür bezahlen) sie sehen wollen.

Menschen, die sich zu sehr mit Personen auf Bildern identifizieren, die es so vielleicht überhaupt nicht (mehr) gibt, weil Menschen sich jeden Tag verändern (können) bzw. vielleicht überhaupt nicht so abgebildet wurden, wie sie sind, waren oder jemals sein wollten, stecken in ihren Vorstellungen von anderen fest.
Sich stärker von Bildern als von realen Erlebnisse durchs Leben führen zu lassen, kann zu viel größeren Enttäuschungen führen als jedes Bild, das vermittelt – also medial verbreitet – immer zuerst einmal kritisch zu sehen, selbst wenn es auf den ersten Blick schön oder besonders schlecht aussieht.

Ich glaube nicht an die Behauptung, dass der erste Eindruck von etwas der wichtigste ist. Er kann vielleicht bei Unsicherheiten herangezogen werden, wenn es irgendwann darum geht, Erklärungen dafür zu finden, warum die Entscheidung, jemanden oder etwas schön und gut bzw. zu sich selbst passend oder hässlich und schlecht bzw. völlig ungeeignet zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse – des eigenen Schönheitsempfindens, das die persönlichen Sehnsucht nach schönen Dingen ausdrückt – zu finden, intuitiv richtig oder falsch war, sich also auch noch später als passend oder nicht mehr zutreffend erwiesen hat.
Bilder – vor allem, wenn sie dazu gemacht sind, nicht für sich selbst zu sprechen und deshalb einfach schön zu sein, sondern Menschen etwas zu verkaufen, was darauf abgebildet ist (und was diese haben, also selbst besitzen wollen) – verfälschen leicht die Wirklichkeit für die BetrachterInnen. Solange FotographInnen oder andere BildermacherInnen nicht ehrlich darüber aufklären oder sich selbst nicht bewusst, warum ihre Kunstwerke eigentlich entstanden sind – unter welchem Druck bzw. aus welchem Schmerz heraus oder mit welcher Absicht – werden auch Vorbilder immer nur sehr einseitige Bilder in Köpfen bleiben, die man sich aufhängen oder an denen man sich selbst immer wieder aufhängen kann oder auch nicht.

Da das Leben aus ständiger Veränderung – nicht aus einer Aneinanderreihung nur schöner Momente, die es lohnt, auf Bildern festzuhalten – besteht, ist es – um nicht zu lange in einer Vergangenheit festzustecken, die es so, wie man sie bildlich vor sich hat, vielleicht ohnehin nie wirklich gab – auch für die eigene geistige Gesundheit vorteilhaft, sie wenigstens hin und wieder mal auszuwechseln und sie durch aktuellere zu ersetzen.
Es kann sehr heilend sein zu sehen, wohin sich einstige Vorbilder entwickelt haben, was aus ihnen geworden ist, genauso wie zu entdecken, dass es sich oft überhaupt nicht lohnt, sich über lange Zeit vorbildlich verhalten zu wollen; weil wir alle einfach nur Menschen sind, zu denen es nicht nur besonders schöne (oder nur schlechte) Ansichten gibt.

So einfach ist das Leben nicht; auch wenn es hin und wieder aussagekräftiger sein kann, die Welt in Hell und Dunkel – Schwarz und Weiß – zu „malen“, weil viele bunte Farben vom eigentlichen Motiv ablenken können.
Wer weiß, welchen Täuschungen das eigene Gehirn gerne zum Opfer fällt, kann auch lernen, sich davor zu schützen.
Es mag nicht vorbildlich sein, schlechter über einstige Vorbilder zu sprechen als früher; aber es ist wenigstens ehrlicher als sie anderen weiterhin nur im besten Licht dar- bzw. sie sich vorzustellen.

Jede/r darf sich selbst entscheiden, was ihm oder ihr – vor allem im Hinblick auf die eigene Zukunft – wichtiger ist; dazu haben wir Meiner Meinung nach unseren freien Willen geschenkt bekommen, den ich schon immer gerne freiwillig nutze. Vermutlich werde ich weiterhin den Fehler machen, einige/s in unserem Leben schlechter zu machen als es tatsächlich ist – weil es Lebensräume für Tiere und Pflanzen oder viele andere Lebewesen zerstört, „nur“ damit wir Menschen es nutzen können. – Aber wenigstens wird es mir vermutlich nie mehr passieren, dass ich die Welt zu rosig sehe (weil ich Rosa – im Gegensatz zu Pink, das ich auch nur als Farbtupfer vertrage – eine relativ langweilige Farbe finde) und dadurch irgendwann schwer von etwas oder anderen enttäuscht werde.
Ob jemand vorbildlich lebt bzw. gelebt hat, sollte man immer erst am Ende eines Lebens, als Gesamtbild, beurteilen – weil jedes Verhalten Auswirkungen sowohl auf den eigenen Körper, Geist und die Seele als auch auf andere hat, die sich davon beeinflussen lassen oder dadurch in ihrem eigenen eingeschränkt werden. Sobald ein gesundes Gleichgewicht zwischen Licht- und Schattenscheiten des eigenen Dasein gestört ist, verblasst auch jede natürlich gesunde Haut- und/oder Haarfarbe eher früher als später (auch wenn sie sich heute Dank unzähliger Möglichkeiten der Bildbearbeitung leicht wieder aufhübschen lässt).

Mein größtes Vorbild ist schon lange unser angeblich blauer Planet, dem erst das Grün der Pflanzen in Verbindung mit Licht und Wärme Leben einhaucht, in seiner bunten Vielfaltigkeit – weil er unendlich vielen Wesen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen Lebensräume und die Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders bietet. Nur unter den Menschen gibt es einige, – in meinen Augen viel zu viele – denen das bzw. in deren Weltbild das nicht passt: denen das nicht genug ist, was sie sich nur für sich selbst nehmen dürften (ohne dass sie es anderen damit wegnehmen müssen, vor allem denen, die gerne länger davon leben würden bzw. leichter länger damit leben könnten als sie)  – wenn sie sich überhaupt vorbildlich verhalten wollten.

 

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Dank für das Foto gebührt Dariusz Sankowski (auf Unsplash)!