Es sagt wenig über Menschen aus, ob für sie ein Glas halb voll oder halb leer ist

Viel interessanter wird es, wenn in einer Runde eine limitierte Menge an Drinks aufgeteilt werden soll

Dürfen sich alle nehmen, so viel sie möchten, bis der Vorrat aufgebraucht ist?

Bekommt jemand die hoheitsvolle Aufgabe, willkürlich – ohne nach persönlichen, individuellen Wünschen fragen zu müssen – Gerechtigkeit walten zu lassen oder dürfen sich alle dazu äußern und werden gehört?

Wer gibt sich damit zufrieden, aus Rücksicht auf andere, vielleicht ganz zu verzichten?

Wer lässt sich erst einmal nur ein Schlückchen einschenken, aber zügig nachfüllen?

Wer bringt das Glas (fast) zum Überlaufen und warum?

Nich immer sind es die, die am meisten für sich selbst beanspruchen und sorgfältig darauf achten, dass sie es auch bekommen, sondern Menschen, die sich von anderen Dingen ablenken lassen (auf die sie viel mehr achten, weil sie ihnen wichtiger sind als das, was sie trinken können) – auch wenn Menschen, die andere danach beurteilen, ob die öfters ein fast leeres, halb oder zu volles Glas haben, sich das vielleicht kaum vorstellen können.

 

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Dank für das Foto gebührt Liks Digital (auf Unsplash)!

Vorbildliche Verhaltensweisen

Warum Menschen, die wissen, was sie tun oder sagen müssen bzw. vor anderen darstellen oder ihnen vormachen müssen, damit sie ihnen gefallen (oder unangenehm auffallen), nicht automatisch bessere (oder schlechtere) Menschen sind

Ich schätze, dass die meisten Menschen es lieben, Bilder gezeigt zu bekommen:

  • von schönen Orten (an denen sie gerne selbst einmal sein würden),
  • von Dingen (die sie selbst gerne besitzen würden),
  • von „besonderen“ Menschen (mit denen sie besondere Gefühle verbinden).

Vermutlich wissen aber die meisten Menschen nicht, wie fern der Realität die meisten Bilder bzw. die Geschichten, die dazu erzählt werden sind – weil sie nur einen klitzekleinen Teil einer langen (Lebens-)Geschichte erzählen.
Ich denke, den meisten Menschen ist nicht bewusst, welche Geschichten sie sich selbst dazu erzählen, wenn sie sich Bilder anschauen, also im Kopf zusammenreimen, ohne dass sie bei denen, die die Bilder gemacht haben, nachgefragt bzw. sich selbst dazu hinterfragt haben:

  • Warum gibt es dieses Bild überhaupt?
  • Wollte sich damit jemand selbst in Szene setzen, um sich besser zu fühlen (weil er oder sie sonst zu wenig Beachtung findet)?
  • Soll es ein Erinnerungsstück an einen besonderen Moment sein – vielleicht nur für sich selbst (weil Menschen sich zwar auch im Kopf erinnern können, aber ihr Erinnerungsvermögen mit der Zeit schwächer wird, also aufgrund der täglich neuen irgendwann nur noch sehr tief eingeprägte Erfahrungen leicht abrufen kann) oder sogar für die Nachwelt?
  • Ist das, was auf dem Bild gezeigt wird, überhaupt aussagekräftig und/oder bedeutsam bzw. überhaupt authentisch, ohne dass es eine zusätzliche Erklärung dazu gibt?

Menschen, von denen oft Bilder gemacht, also auch gezeigt werden, – weil sie vielleicht beschlossen haben, ein Leben im Rampenlicht zu führen, um damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen – haben oft ein großes Problem: Sie dürfen dieses Image, mit dem sie andere Menschen für sich begeistert haben, nicht wieder verlieren, müssen sich also Mühe geben, möglichst immer genauso hübsch und ordentlich (oder besonders hässlich gestylt) zu erscheinen, wie andere (die sie dafür bezahlen) sie sehen wollen.

Menschen, die sich zu sehr mit Personen auf Bildern identifizieren, die es so vielleicht überhaupt nicht (mehr) gibt, weil Menschen sich jeden Tag verändern (können) bzw. vielleicht überhaupt nicht so abgebildet wurden, wie sie sind, waren oder jemals sein wollten, stecken in ihren Vorstellungen von anderen fest.
Sich stärker von Bildern als von realen Erlebnisse durchs Leben führen zu lassen, kann zu viel größeren Enttäuschungen führen als jedes Bild, das vermittelt – also medial verbreitet – immer zuerst einmal kritisch zu sehen, selbst wenn es auf den ersten Blick schön oder besonders schlecht aussieht.

Ich glaube nicht an die Behauptung, dass der erste Eindruck von etwas der wichtigste ist. Er kann vielleicht bei Unsicherheiten herangezogen werden, wenn es irgendwann darum geht, Erklärungen dafür zu finden, warum die Entscheidung, jemanden oder etwas schön und gut bzw. zu sich selbst passend oder hässlich und schlecht bzw. völlig ungeeignet zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse – des eigenen Schönheitsempfindens, das die persönlichen Sehnsucht nach schönen Dingen ausdrückt – zu finden, intuitiv richtig oder falsch war, sich also auch noch später als passend oder nicht mehr zutreffend erwiesen hat.
Bilder – vor allem, wenn sie dazu gemacht sind, nicht für sich selbst zu sprechen und deshalb einfach schön zu sein, sondern Menschen etwas zu verkaufen, was darauf abgebildet ist (und was diese haben, also selbst besitzen wollen) – verfälschen leicht die Wirklichkeit für die BetrachterInnen. Solange FotographInnen oder andere BildermacherInnen nicht ehrlich darüber aufklären oder sich selbst nicht bewusst, warum ihre Kunstwerke eigentlich entstanden sind – unter welchem Druck bzw. aus welchem Schmerz heraus oder mit welcher Absicht – werden auch Vorbilder immer nur sehr einseitige Bilder in Köpfen bleiben, die man sich aufhängen oder an denen man sich selbst immer wieder aufhängen kann oder auch nicht.

Da das Leben aus ständiger Veränderung – nicht aus einer Aneinanderreihung nur schöner Momente, die es lohnt, auf Bildern festzuhalten – besteht, ist es – um nicht zu lange in einer Vergangenheit festzustecken, die es so, wie man sie bildlich vor sich hat, vielleicht ohnehin nie wirklich gab – auch für die eigene geistige Gesundheit vorteilhaft, sie wenigstens hin und wieder mal auszuwechseln und sie durch aktuellere zu ersetzen.
Es kann sehr heilend sein zu sehen, wohin sich einstige Vorbilder entwickelt haben, was aus ihnen geworden ist, genauso wie zu entdecken, dass es sich oft überhaupt nicht lohnt, sich über lange Zeit vorbildlich verhalten zu wollen; weil wir alle einfach nur Menschen sind, zu denen es nicht nur besonders schöne (oder nur schlechte) Ansichten gibt.

So einfach ist das Leben nicht; auch wenn es hin und wieder aussagekräftiger sein kann, die Welt in Hell und Dunkel – Schwarz und Weiß – zu „malen“, weil viele bunte Farben vom eigentlichen Motiv ablenken können.
Wer weiß, welchen Täuschungen das eigene Gehirn gerne zum Opfer fällt, kann auch lernen, sich davor zu schützen.
Es mag nicht vorbildlich sein, schlechter über einstige Vorbilder zu sprechen als früher; aber es ist wenigstens ehrlicher als sie anderen weiterhin nur im besten Licht dar- bzw. sie sich vorzustellen.

Jede/r darf sich selbst entscheiden, was ihm oder ihr – vor allem im Hinblick auf die eigene Zukunft – wichtiger ist; dazu haben wir Meiner Meinung nach unseren freien Willen geschenkt bekommen, den ich schon immer gerne freiwillig nutze. Vermutlich werde ich weiterhin den Fehler machen, einige/s in unserem Leben schlechter zu machen als es tatsächlich ist – weil es Lebensräume für Tiere und Pflanzen oder viele andere Lebewesen zerstört, „nur“ damit wir Menschen es nutzen können. – Aber wenigstens wird es mir vermutlich nie mehr passieren, dass ich die Welt zu rosig sehe (weil ich Rosa – im Gegensatz zu Pink, das ich auch nur als Farbtupfer vertrage – eine relativ langweilige Farbe finde) und dadurch irgendwann schwer von etwas oder anderen enttäuscht werde.
Ob jemand vorbildlich lebt bzw. gelebt hat, sollte man immer erst am Ende eines Lebens, als Gesamtbild, beurteilen – weil jedes Verhalten Auswirkungen sowohl auf den eigenen Körper, Geist und die Seele als auch auf andere hat, die sich davon beeinflussen lassen oder dadurch in ihrem eigenen eingeschränkt werden. Sobald ein gesundes Gleichgewicht zwischen Licht- und Schattenscheiten des eigenen Dasein gestört ist, verblasst auch jede natürlich gesunde Haut- und/oder Haarfarbe eher früher als später (auch wenn sie sich heute Dank unzähliger Möglichkeiten der Bildbearbeitung leicht wieder aufhübschen lässt).

Mein größtes Vorbild ist schon lange unser angeblich blauer Planet, dem erst das Grün der Pflanzen in Verbindung mit Licht und Wärme Leben einhaucht, in seiner bunten Vielfaltigkeit – weil er unendlich vielen Wesen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen Lebensräume und die Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders bietet. Nur unter den Menschen gibt es einige, – in meinen Augen viel zu viele – denen das bzw. in deren Weltbild das nicht passt: denen das nicht genug ist, was sie sich nur für sich selbst nehmen dürften (ohne dass sie es anderen damit wegnehmen müssen, vor allem denen, die gerne länger davon leben würden bzw. leichter länger damit leben könnten als sie)  – wenn sie sich überhaupt vorbildlich verhalten wollten.

 

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Dank für das Foto gebührt Dariusz Sankowski (auf Unsplash)!

 

 

Erlebnisse oder Eindrücke und bewusste oder professionelle Einflussnahme auf das Leben anderer

Wenn Menschen glauben, was sie sehen oder hören, ohne zu wissen, warum (oder ohne daran zu denken, dass andere damit eine Absicht verfolgen, ihnen etwas besonders deutlich zu sagen oder zu zeigen)

Wir Menschen funktionieren – genau wie die anderen Lebewesen dieser Erde (und vermutlich auch im Rest des Universums) – im Grunde alle gleich: Wir reagieren auf Reize, die unsere Sinnesorgane erreichen. Der eine mehr, die andere weniger – je nach individueller, körperlicher Voraussetzung oder und dem geistigen Bewusstsein für die eigene Wahrnehmung oder die – körperliche, geistige oder seelische – Manipulation durch andere Menschen, die beeindrucken oder Einfluss ausüben (wollen).
Menschen müssen – wenn sie überleben wollen – wissen, wie andere, deren Hilfe sie vielleicht einmal brauchen, auf sie – ihr Auftreten oder ihre Anliegen – reagieren. Vor allem müssen sie wissen, wie sie – falls sie Hilfe benötigen, die ihnen verweigert wird – doch noch bekommen, was sie brauchen: durch Überzeugungsarbeit bzw. Betteln oder einfach – wenn sie darin keine Erfolgschancen sehen – bei anderen Menschen.
Auch wenn ich denke, dass die meisten Menschen wissen, wie sie ihre Ziele (nicht) erreichen können, vermute ich, dass den wenigsten bewusst ist, wie manipulativ sie sich verhalten, wenn sie

  • z.B. in Rätseln oder Gleichnissen sprechen bzw. um den heißen Brei herumreden – vielleicht weil sie in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen damit gemacht haben, Klartext zu reden, also deutlich, ehrlich die Wahrheit zu sagen – und
  • sie sich selbst mit Worten bzw. Bitten zurückhalten (um Mitgefühl bzw. Respekt zu erwecken) oder
  • anderen ein schlechtes Gefühl – wie Ehrfurcht, die eine Angst bzw. Unterdrückungsform darstellt – damit vermitteln, dass sie sich besser, größer, schöner als sie darstellen (wollen).

Oft sind nicht die auf ungeübte Augen oder ängstliche Gemüter gefährlich-wirkenden, aufbrausenden Charaktere die größten Kontrollfreaks, die versuchen, andere mit mit Macht dazu zu bringen zu tun, was sie wollen – zumindest wenn sie so schlau sind zu wissen, dass Gewalt immer auch Gegengewalt hervorruft. Es sind meiner Beobachtung nach eher die ruhigen, unauffällig und rücksichtsvoll wirkenden, die ihre Strategien – ihre (manipulative) Kunst, mit der sie anderen schmeicheln oder sie beeindrucken wollen – ausarbeiten und auf ihre Chancen warten.
„Dank“ unseres Gehirns, also unserer geistigen Intelligenz und unseres Sprachvermögens sind Menschen dazu in der Lage, Erkenntnisse über sich selbst und andere zu gewinnen, die sie verschweigen oder an andere weitergeben können – je nachdem, ob sie sie aufklären, also ihnen ihr Wissen weitergeben oder es stattdessen selbst anwenden und damit – bewusst oder „ohne böse Absicht“ – Einfluss auf sie nehmen wollen.

Ich persönlich halte es für gefährlich, Menschen in Richtungen lenken zu wollen, die man selbst für erstrebenswert hält – ohne sie ehrlich darüber aufzuklären, warum sie das auch für sie sein könnten, bzw. ohne sie zu fragen, ob sie überhaupt von anderen Menschen angeleitet werden wollen.
Erwachsene Menschen sind von Natur aus daran gewöhnt, sich erst von etwas oder jemandem beeindrucken lassen zu müssen, bevor sie in all Vielfalt des Lebens – der ArtgenossInnen, Mitlebewesen und Dinge – überhaupt noch Begeisterung für etwas oder Interesse an anderen entwickeln können. Sie sind nicht mehr wie kleine Kinder neugierig auf alles, sondern haben vielfach festgestellt, dass nicht alles, was anfangs aufregend oder besonders schön erscheint, lange hält, was es versprochen hat (oder Menschen ihre Treueschwüre immer ernst meinen). Daher beherrscht Werbung bzw. Propaganda eigener Vorzüge die Menschenwelt genau wie den Rest der Natur: Es geht schließlich um Erfolgserlebnisse im Leben sowie die eigene Fortpflanzung bzw. Weitergabe des angeeigneten Wissens oder Könnens an jüngere Generationen.

Nur Menschen könn(t)en allerdings hinterfragen, warum sie eigentlich

  • schön finden, was sie als schön wahrnehmen;
  • mögen, was ihnen ein gutes Gefühl verschafft;
  • beeindruckend finden, was andere ihnen vorspielen;
  • Einfluss auf das nehmen wollen, was andere tun, und damit vielleicht selbst
  • Eindruck schinden möchten (statt zufrieden mit sich selbst und den eigenen Kenntnissen und Fähigkeiten zu sein und sie anderen einfach anzubieten).

In der heutigen Angebotsvielfalt müssen Menschen abgestumpft sein, – strenge Auswahlkriterien, vielleicht Schönheitsideale, haben – um sich überhaupt noch zurechtzufinden bzw. Entscheidungen für sich treffen zu können. Oder sie müssen mit ihrem Herzen sehen (können), das sich schwerer täuschen lässt und mit weniger zufrieden gibt als ihre Augen, ihr Bauch oder ihr Gehirn.
Dass das wenige tun, viele Menschen also nicht allein durch ihre innere Zufriedenheit reich werden (wollen), lässt sich unschwer daran erkennen, dass „InfluencerIn“ ein anerkannter Beruf bzw. sogar Berufswunsch von Kindern ist, dem sie nachgehen könnten, weil andere, die von dieser Arbeit profitieren, sie dafür bezahlen.
Es ist mein Eindruck, dass sie damit in Zukunft immer weniger Menschen so beeinflussen können, wie sie es sich heute vorstellen.
Aber vielleicht erlebe ich noch mein blaues Wunder, weil ich mich in der natürlichen Evolution (des Menschen) getäuscht habe und wir zukünftig von UnternehmerInnen beherrscht werden, die nicht nur genau wissen, was sie selbst wollen, sondern auch, wie sie es bekommen (ohne darum bitten zu müssen).

 

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Dank für das Foto gebührt Birmingham Museums Trust (auf Unsplash)!

Wie positive und negative Ladungen zu guten und schlechten Energien werden

Menschen bewerten ihre eigenen Gefühle und Stimmungen – bewusst oder unbewusst – mit energetischen Ladungen: als positiv oder negativ, je nachdem, ob sie sich dabei frei und lebendig oder gefangen und verlassen fühlen.
Für einige von uns, sehr energiegeladene Menschen, ist Wut deshalb etwas Positives, aus dem sich etwas Neues erschaffen lässt, weil sie sie konstruktiv zu nutzen wissen. Für andere, z.B. feinfühligere Menschen, die eher auf Sparflamme laufen, ist sie dagegen destruktiv und somit negativ belastet.
Für Menschen, die von ihren bisherigen Beziehungen enttäuscht wurden, ist Liebe und Nähe mit Schmerz verbunden. Für andere ist sie der rettende Hafen aus ihrer Einsamkeit.

Je nachdem, welche Erfahrungen und damit verbundenen Gefühle unser Leben prägen, können wir andere Menschen mit völlig anderen Lebenserfahrungen und Gefühlsäußerungen schwer verstehen. Viele von uns halten sich lieber unter Gleichgesinnten, gleichgepolten Menschen, auf – vielleicht aus einer unbewussten Angst heraus, von ihrem Gegenüber verletzt zu werden oder es verletzen zu können, wenn sich ihre Energien diametral gegenüberliegen und gegenseitig aufheben und dabei auslöschen könnten, wenn sie sich zu nahe kommen; selbst wenn sie sich stark davon angezogen fühlen bzw. tatsächlich häufig in die Situation kommen, sich mit ihnen auseinandersetzen zu müssen.

Wenn Du selbst in Deinem Leben keine Herausforderungen suchst, sondern einfach in Ruhe gelassen werden und so sein willst, wie Du bist, dann denk‘ daran, dass sich von Natur aus – warum auch immer – auch im Magnetfeld der Erde plötzliche Polsprünge ereignen und Plus- und Minus-, Nord- und Südpol umkehren können.
Wundere Dich also bitte nicht, wenn aus eher trägen ZeitgenossInnen auf einmal sehr bewegungsfreudige werden oder einstmals introvertiert erscheinende plötzlich aufblühen und umgekehrt.
Alles nimmt einmal ein gutes oder böses Ende – je nachdem, ob es vorher sehr negativ oder positiv beladen war.
Die sicherste Variante im Leben besteht also meiner Meinung nach darin, sich nicht zu einseitig auf der Sonnenseite bewegen zu wollen, sondern immer auch mit Wolken, Regen, Hagel oder Schnee zu rechnen, ohne etwas davon zu prophezeien.
Es wird sich immer wieder – wenn eine Zeit für Veränderungen gekommen ist, auf die wir selbst kaum Einfluss haben – zeigen, wer gelernt hat, die eigenen Energien sinnvoll – positiv? – einzusetzen.

 

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Dank für das Foto gebührt Chris Nagahama (auf Unsplash)!

Menschen funktionieren nicht wie Uhren, die immer im gleichen Takt schlagen oder irgendeinem Taktgeber folgen (müssen)

Wir als menschliche Wesen mit

  • einem freien Willen,
  • Füßen, um anderen aus dem Weg zu gehen, sowie
  • einem Mund und Armen, um uns anderen verständlich zu machen,

können beeinflussen, also selbstständig entscheiden, ob wir ständig in Bewegung bleiben (wollen) – zwischen

  • Aufstehen, Loslaufen und Hinsetzen oder Hinlegen;
  • Rechts und Links, nach Vorne und wieder Zurück;
  • begeistertem Nach-oben-Streben und dann wieder steil abstürzen.

Wir könn(t)en stattdessen – wenn wir Untätigkeit ohne schlechtes Gewissen ertragen können – auch völlig still halten und einfach nur beobachten, hören, riechen und dabei in uns hinein spüren und ruhig, gelassen, weiteratmen, bis uns etwas Sinnvolles einfällt, was wir tun könnten: ganz egal ob für unser Weiterkommen oder gegen die Hindernisse oder Blockaden, die uns dabei im Weg stehen.

Ich habe schon oft gehört, dass Menschen verstorben sind, weil sie zu viel oder zu wenig für sich und/oder andere getan haben, aber noch nie, dass sie beim Warten auf etwas oder andere plötzlich nicht mehr atmen konnten und kurz darauf tot ungefallen sind – solange sie neben der Sorge für ihre Sauerstoffversorgung auch die Nahrungs- und Wasseraufnahme nicht vernachlässigt und dabei nicht so unbeweglich geworden sind, dass sie nicht mehr schmerzfrei oder ohne Unterstützung selbstständig aufstehen konnten, um ihre Notdurft zu verrichten.
Aber wartende Menschen, die mit wenig zufrieden sind und sich selbst versorgen können, sind einfach schlechte ArbeiterInnen und schwer zu gewinnen für etwas, was ihnen gar keinen Spaß macht.
Ihnen muss man – vor allem, wenn man mit ihnen wirtschaftliche Interessen verfolgt – erst einmal Angst machen, dass ihre Zeit ablaufen könnte, ohne dass sie einen sinnvollen Beitrag zu einer menschlichen Wertegemeinschaft beigetragen haben, in der die Uhrmacherei sowohl als Handwerk als auch als echte Kunst gilt, nicht als „brotlose“.
Für mich als Biologin, die sich schon sehr lange damit beschäftigt, wie Menschen ticken ergibt das sowohl Sinn als auch gar keinen – je nachdem, aus wessen Perspektive man es betrachtet: aus menschlicher oder unternehmerischer, gesellschaftspolitischer.

P.s.: Dass man Menschen mit mechanischer Gleichtönigkeit gut unter Kontrolle halten kann, dürfte allen bewusst sein, die sich „gerne“ mit elektronischer Musik beruhigen oder in geistige Sphären befördern, in denen sie sich wie freie Menschen fühlen können – ohne Bewusstsein dafür, dass sie sich dabei wie in ihrem echten Leben von anderen abhängig machen, die die Töne für sie erklingen lassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Bryan Williams (auf Unsplash)!

Das automatische Ende ungesunder menschlicher Angewohnheiten

Wenn Menschen denken, dass sie sich ihr Leben damit vereinfachen könnten, dass sie es von Automaten kontrollieren oder sich selbst von immer wieder neuen, besseren Angewohnheiten oder Produkten leiten lassen

Wir Menschen mögen von Natur aus dazu neigen, uns bestimmte Verhaltensweisen anzugewöhnen – wenn wir daraus Vorteile für uns erkennen können, die uns unser Leben leichter, absehbarer, sicherer, machen, weil wir dann irgendwann nicht mehr darüber nachdenken müssen, was wir tun.
Sowohl unser Körper als auch unser Geist ist dazu in der Lage, aus etwas völlig Neuem, Fremden, vielleicht sogar Angsteinflößenden, etwas (Alt-)Bekanntes und oft irgendwann auch Liebgewonnenes – eine Angewohnheit, die zu unserer Persönlichkeit, mit der wir uns identifizieren – gehört, zu machen. Mit genügend „guter“ PR, also Werbeversprechungen und deren eingängige Wiederholungen – Slogans bis hin zu regelrechten Schlachtrufen – kann man Menschen, die sich auch Gewohnheit wie Gewohnheitstiere benehmen, im Grunde alles andrehen oder sie dazu bringen, sich wie Esel zu verhalten, denen man eine Karotte vor die Nase hält. Solange Menschen sich nicht die Mühe machen, von Anfang an zu hinterfragen, wer oder was eigentlich dahinter steckt, dass sie sich mit etwas Neuem, einer neuen Angewohnheit oder einem leblosen Produkt, das ihnen angeblich ihr Leben erleichtern und schöner machen soll, anfreunden sollen – selbst wenn es ihrer Gesundheit schadet und ihnen daher von Natur aus vielleicht sogar unheimlich erscheint – werden sie es so lange mitmachen, bis ihr Körper, ihr Geist oder ihre Seele darunter zu leiden und abzubauen beginnt, also jegliche Lebenslust verliert.
AutomatenherstellerInnen und ihre angestellten VerkäuferInnen, zumindest die, die sich mit Kundenwünschen beschäftigen und sie analysieren, weil sie eine Verkaufsstrategie verfolgen, wissen das: Sie kennen Kundenwünsche und -ängste sowie Gewöhnungseffekte und die passenden Mittel und Wege, sie zu bedienen bzw. die Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die ihnen im Weg stehen.

Es gibt viele Menschen, die – auch oder vor allem Dank wissenschaftlicher Forschung –  die Regeln kennen, nach denen Menschen spielen, die sie für ihre Zwecke benutzen, also als zahlende KundInnen oder auch brave MitarbeiterInnen gewinnen möchten.
Sie wissen, wie sie Menschen – die aus Gewohnheit überall Spuren hinterlassen bzw. ihre Meinung laut, vielleicht über ihre Kleidung oder das, was sie sonst besitzen, kundtun – leicht erkennen und erreichen bzw. in erster Linie das erreichen können, was sie von ihnen wollen, indem sie ihnen etwas bieten können, das sie zufriedener mit ihrem Leben macht.
Ihnen ist bewusst, dass skeptische, zufriedene und bewegungsfaule Menschen dazu neigen, immer erst einmal NEIN zu etwas Neuem zu sagen, so dass sie es ihnen so einfach wie möglich machen müssen, das – ihre Produkte oder Dienstleistungen – zu bekommen, was sie ihnen als Bereicherung ihres Lebens anpreisen möchten (um selbst davon leben zu können bzw. ihren eigenen Reichtum zu erhalten oder zu vermehren).
Man nennt sie geborene Geschäftsleute, und sie sehen ihre Mitmenschen in erster Linie als potentielle AbnehmerInnen dessen, was sie ihnen bieten können.
Vielen Menschen ist nicht einmal bewusst, dass es ihre natürliche Hilfsbereitschaft, ihr soziales Wesen ist, das kulturgesellschaftlich pervertiert wurde – weil es uns von Natur aus Lohn genug ist, ArtgenossInnen bei etwas zu unterstützen, das sie nicht alleine schaffen, und uns nur frustriert, wenn wir mehr geben, mehr investieren, als wir von anderen von Natur aus dafür zurückbekommen. Jeder Mensch hat nur eine bestimmte verfügbare Menge an Kraft und Energie, die er oder sie aus seiner – materiellen oder geistigen – Nahrung zieht, die ganz automatisch mit der Zeit weniger wird, wenn er sie nicht sinnvoll wieder erneuert, also auffüllt, indem er oder sie sich selbst mit etwas Gesundem belohnt oder auch mal andere damit überrascht, dass er oder sie sich zur Abwechslung mal etwas nachhaltig Energie- und Kraftspendendes tut.

Als Biologin weiß ich, dass Menschen irgendwann, nach Jahren oder erst Jahrzehnten krank davon werden, wenn ihr Leben keine Überraschungen mehr bietet, weil alles durchschaubar – zur Routine – geworden ist.
Menschen drehen sich zwar gerne im Kreis, weil sie dann sicher sein können, dass sie wieder dorthin zurückfinden, wo sie ein sicheres Plätzchen zum Ausruhen, Nahrung zu sich nehmen und Schöpfen neuer Kräfte – ihren Kraftort, ihr Haus, ihre Wohnung oder ein anderes Zuhause – haben, das ihnen das Gefühl einer Heimat vermittelt, in der sie geschützt sind und aufatmen bzw. einfach sein können, wie sie wollen.
Mich überraschen Menschen selten. Ich kann absehen, dass sie irgendwann etwas tun werden, um sich aus einer misslichen, gesundheitsschädlichen Lage – die ich ihnen, ihrem Körper, ansehen oder ihren Worten entnehmen kann – zu befreien; zumindest wenn sie noch vorhaben, länger weiterzuleben als sie es mit ihren gesundheitsschädlichen, auf Dauer tödlichen, Angewohnheiten könnten.
Mich überrascht nur, wie schwer es vielen fällt, sich selbst zu durchschauen und auszutricksen, um nicht immer wieder Opfer ihrer automatisierten Routinen zu werden, also immer wieder nur auf andere, neue Menschen mit neuen Gesichtern oder in anderen Gewändern und schöner klingenden Angeboten hereinfallen, die ihnen neue Produkte und Dienstleistungen anbieten (von deren Verkauf in erster Linie VerkäuferInnen und HerstellerInnen profitieren, während der Rest der Welt, der Natur und damit auch die Gesundheit aller Menschen unter ihnen – ihrer Produktion Instandhaltung und /oder Entsorgung – leidet).

Ich denke, es werden noch viele in ihren Angewohnheiten verfangene Menschen wie an Ort und Stelle verwurzelte Pflanzen vor sich hinvegetieren, wenn niemand sie mit all dem versorgt, was sie zum Leben brauchen, bis sich überall herumgesprochen hat, dass wir – zumindest die meisten von uns – zusätzlich auch noch

  • zwei Beine und Füße haben, mit denen wir uns nicht nur im Kreis bewegen, sondern auch sonst überell hinlaufen könnten, wohin wir wollen, wenn wir bereit sind, auch mal überraschend die Richtung zu wechseln;
  • einen Rücken, der sich nicht nur dankbar nach vorne, sondern in alle Richtungen beugen lässt;
  • einen Mund, mit dem wir auch einmal andere Menschen ansprechen könnten als darauf zu warten, dass sie uns ein Gespräch (und vielleicht ihre Hilfe) anbieten;
  • Ohren, um genau hinzuhören;
  • Arm und Hände, die gemeinsam mit anderen etwas anpacken könnten, was vielleicht über sehr lange Zeit von Automaten erledigt wurde, die vor allem Ressourcen gefressen haben, die wir anderen wegnehmen mussten – weil wir sie selbst gar nicht produzieren können; und
  • einen Verstand, der uns sowohl dabei hilft,uns immer mal wieder selbst etwas wirklich Neues einfallen zu lassen, um unserem Leben einen neuen Sinn zu geben.

Ich war – ganz ungewohnt zu dieser Zeit – gerade mit meinem Liebsten eine Runde im Wald spazieren und werde jetzt mal frühstücken, was schon eher der Zeit entspricht, in der mein Magen normalerweise dazu bereit ist, auch größere Nahrungsmengen zu sich zu nehmen. – Vorher begnüge ich mich lieber nur mit meinem Geist, also meinen Ideen, und körperlichen Aktivitäten, also den Dingen, die ich gleich morgens erledigen will (weil sie am Vortag liegengeblieben sind bzw. mich bei dem, was ich sonst noch vorhabe, stören würden).
Es ist ein intuitiver Automatismus, den ich mir nicht bewusst angewöhnt habe und den mir zum Glück auch noch niemand abgewöhnt hat – weil ich sonst mt Sicherheit auf Dauer krank oder zumindest so unglücklich werden würde, dass ich mir etwas anderes einfallen lassen müsste.

P.s.: Vor allem hormon-, also angstgesteuerte oder liebestolle Menschen sind besonders anfällig dafür, nach Techniken oder Produkten zu suchen, die ihnen helfen, ihre natürlichen Bedürfnisse unter Kontrolle zu halten. Daran ist nichts Verwerfliches. Ungesund wird es für sie und manchmal auch gefährlich oder zumindest leidvoll und schmerzhaft für andere, die gemeinsam mit ihnen leben möchten, erst, wenn sie nicht bemerken, wie sie das, was ihnen definitv nicht gut tut, zu ignorieren lernen und all das, was ihrer Gesundheit (ihrer Lebensenergie, -kraft, Beweglichkeit und damit auch ihrem Glück) stattdessen wirklich nützen würde, ablehnen – aus dem Bedürfnis heraus, gegen andere aufzubegehren, die ihnen verbieten wollen, ihre natürlichen Bedürfnisse – z.B. nach freien, selbstständigen Entscheidungen – auszuleben.

 

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Dank für das Foto gebührt Boston Public Library (auf Unsplash)!

Vom angeblichen Gerechtigkeitssinn (und Gespür für heldenInnenhafte Taten) der Menschen

Solange sich nur staatlich ernannte GesetzeshüterInnen und Menschen, die es sich mit HeldInnentaten verdient haben, sich um Recht und Gerechtigkeit in der Welt kümmern dürfen oder sogar sollen, kann es keine gerechten Strafen für menschliche Vergehen geben, die auf ungleich verteilte Informationen oder fehlende Ressourcen und daraus entstandene Wissensdefizite und einen Mangel an alternativen Handlungsmöglichkeiten zurückzuführen sind

Ich vermute, die meisten Menschen haben ein Gespür dafür, was Ungerechtigkeiten sind, sobald sie sehen oder spüren, dass jemand – seien es andere Menschen oder Tiere, vielleicht auch Pflanzen wie Bäume oder blühende Kräuter und Stauden – leidet oder deswegen stirbt.
Aber wissen sie deshalb, was – ohne dass nachgefragt werden könnte oder Hintergründe und Absichten geklärt werden müssten, die dazu geführt haben, dass jemand leidet oder stirbt – von Natur aus wirklich gerechte Verteilungen oder auch Strafen sind? Vielleicht hätten noch viel mehr andere gelitten oder wären gestorben, wenn das vermeintliche Unrecht nicht stattgefunden hätte? Oder vielleicht hat eine freiwillige Absicht der oder der Leidenden dahinter gesteckt, Leid oder Tod sicht- oder fühlbar auch für andere zu machen (um damit zu verhindern, dass sie selbst einmal unnötig früh davon ereilt werden)?
Gerechtigkeit herrscht, wenn alle mit einem vorläufigen Endergebnis zufrieden sind. Bei einer Verteilung von Ressourcen (die auch Strafarbeiten sein können) könnte man alle, denen sie zugeteilt wurden, befragen oder ihre Zufriedenheit anhand von bestimmten Merkmalen „abfragen“, also beurteilen. Bei Straftaten neigen Menschen dazu, nur die TäterInnen zu verurteilen, während Opfer nicht gezwungen werden, sich damit auseinanderzusetzen, warum sie zum Opfer geworden sind. Genauso wenig wie TäterInnen wahrscheinlich selten bis nie ein eigenes Urteil abgeben dürfen, ihre Tat/en bzw. ihre Beweggründe erklären oder sie so gut wie möglich wiedergutmachen, sich also dafür entschuldigen oder ihre Opfer um Verzeihung bitten könnten oder müssten, müssen ihre Opfer geloben, in der Zukunft dafür zu sorgen, dass sie sich nicht immer wieder in die unterlegene Opferrolle begeben und andere, von Natur aus aggressivere Menschen vielleicht unbewusst dazu verleiten, sich mit ihnen anzulegen
In meiner Wahrnehmung – von der ich wünschte, sie hätte wenig mit der Realität zu tun – übernehmen JuristInnen häufig die Rolle von HeldInnen oder RächerInnen für andere, die sich nicht selbst verteidigen oder vor – verbalen oder körperlichen – Angriffen schützen können, nicht von Menschen, die versuchen, Straftaten ehrlich aufzuklären, um sie zukünftig sinnvoller verhindern zu können als mit der – vermeintlich – abschreckenden Wirkung von Strafen oder der Erziehung angeblich schlechterer, böser Menschen.

Genauso wenig wie die Androhung von Strafen jemals dafür gesorgt hat, dass Drogenkonsum zurückging – weil es immer viel mehr Menschen gibt, die Verlockungen erliegen als Menschen, die sich aus Angst vor strafen davon abhalten lassen – war meiner Meinung nach unsere Verbotskultur jemals dazu gedacht, Menschen davon abzuhalten, zu StraftäterInnen zu werden. Umso mehr es davon gibt, umso besser für diejenigen, die

  • Gefängnisse betreiben und deren Arbeitsplatz davon abhängt, dass es Straftaten, Gerichte und Gefängnisse oder andere Strafanstalten gibt;
  • davon profitieren, dass Menschen in ständiger Angst vor VerbrecherInnen – in fremder Person oder der eigenen Haut – gehalten werden (weil sich ängstliche Menschen leichter führen bzw. von Sicherheitsversprechungen verlocken und damit kontrollieren lassen);
  • für sich beanspruchen (dürfen?), Recht zu sprechen über andere Menschen, sich also zutrauen, Gut und Böse unterscheiden zu können.

In der Natur gibt es keine Guten und Bösen. In der Natur hat alles einen Sinn – etwas daraus zu lernen oder nicht; sich persönlich weiterentwickeln und stärker oder widerstandskräftiger oder vor- und nachsichtiger gegenüber anderen werden zu können oder nicht.
In unserem aktuellen Un-Rechtssystem kann ich genauso wenig Sinn erkennen wie in allen anderen unseren Systemen, sei es das Bildungs-, Gesundheits- oder Sozialsystem.
Als Lebenswissenschaftlerin bin ich überzeugt, dass es vor allem darin begründet liegt, dass wir nur einen Sinn für Unrecht, aber (noch?) gar keinen für Recht (oder Rechte, die Menschen zugesprochen werden) haben – weil wir dazu viel länger miteinander kommunizieren müssten als es bisher getan wurde.
Ich wüsste nicht, wann mit allen Menschen geklärt wurde, ob sie eigentlich mit den „rechtlichen Lösungen“ wirklich zufrieden sind, an die sie sich in ihrem Leben halten sollen, nur weil andere sie beschlossen haben. Ich halte nicht nur PolitikerInnen für überheblich, die annehmen, dass die Mehrheit der Menschen wirklich einverstanden mit Dingen ist, mit denen sie sich aus Gutmütigkeit, fehlender emotionaler Betroffenheit oder aufgrund anderer Prioritäten abfindet.
Immerhin stellen immer mehr Menschen – Menschen, die Zusammenhänge bisher noch nicht sehen oder zumindest spüren konnten, dass auch Themen wie (Gesellschafts-)Politik oder Geschichte ihr eigenes Leben direkt betreffen, auch wenn sie an der Vergangenheit nichts mehr ändern können – fest, dass es nicht sehr viele „wichtigere Dinge“ zu tun gibt als ihr Recht auf Bildung und ehrliche Aufklärung (über öffentliche Medien), zumindest für zukünftige Generationen, einzufordern.

Ich bin überzeugt, dass wenn alles Unrecht erst einmal transparent offengelegt würde, das in unserer menschlichen Vergangenheit im Namen des Rechts und der Gerechtigkeit (oder Gottes oder mächtiger, global agierender „UnternehmerInnen“) an Menschen in aller Welt (oder auch an anderen Lebewesen und der Natur) verübt wurde, würde die Mehrheit der Menschen nicht mehr zulassen, dass weiterhin

  • nur PolitikerInnen und StaatsdienerInnen für „Recht und Ordnung“ zuständig sein dürfen oder
  • unzählige Menschenleben für politische – also angeblich höhere – Ziele geopfert werden, während öffentlich behauptet und über Medien verbreitet werden darf, die dazu erforderlichen Maßnahmen seien notwendig und alternativlos bzw. würden allen oder zumindest der Mehrheit der Menschen dienen.

Vielleicht gehört es zum natürlichen, evolutionären Lernprozess der Menschheit? Wir haben gelernt bzw. umfassend wissenschaftlich erforscht, wie wir unsere körperlichen Sinnesorgane wie Augen, Ohren, Nase, Haut- und andere Zellen auf den Oberflächen unserer inneren und äußeren Organen nutzen bzw. uns auch in ihnen täuschen können. Jetzt haben wir die Möglichkeit, unseren Sinn für Recht und Gerechtigkeit, Wissen und Gewissen(haftigkeit) zu überprüfen.
Ob wir uns zu einer friedlicheren, nachsichtigeren gegenüber menschlichen Schwächen und Bedürfnissen, oder eine kriegerischere Gesellschaft sein wird, die brutal jeden und jede bestraft, der oder die sich auch mal schwach oder bedürftig zeigt und nicht in Selbstbeherrschung üben will, das wird sich zeigen.
Ich denke, viel ungerechter kann sie kaum werden.

P.s.: Es ist genauso wenig ein Heldentat, nur still vor sich hin zu leiden (und die eigene körperliche Gesundheit, geistige Ausgeglichenheit oder seelische Zufriedenheit davon zerstören zu lassen, dass Selbstmitleid den eigenen Körper von innen her auffrisst), wie Menschen, unter denen andere leiden, – ohne zu fragen, warum sie tun, was sie tun – zu VerbrecherInnen zu erklären und sie zu verfolgen oder von PolizistInnen oder anderen im Voraus bezahlten KopfgeldjägerInnen verfolgen zu lassen und vor ein Gericht zu bringen (das verspricht, Gerechtigkeit walten zu lassen). Beides zeugt für mich von kindlicher Naivität und wenig Menschen- oder Geschichtskenntnis. Erwachsen (und vielleicht auch fähig, Gerechtigkeitssinn zu entwickeln) wird man als Mensch allerdings nicht einfach dadurch, dass man ein bestimmtes – fortpflanzungs- oder gesellschaftsfähiges – Alter erreicht oder bewiesen hat, dass man sich auch gegen Ältere, Lebenserfahrenere, durchsetzen oder zumindest mit ihnen messen kann (ohne erklären zu können oder müssen, warum man als soziales Wesen überhaupt versucht, sich gegen andere durchzusetzen oder an ihren Kräften zu messen).

P.p.s.: Zufriedenheit mit sich selbst und den eigenen (HeldInnen-)Taten entsteht aus dem Gefühl, selbstständig, ohne fremde Hilfe, etwas für sich – den eigenen Körper, Geist oder die eigene Seele – oder für andere getan hat (ohne dabei Schaden angerichtet, also ein schlechtes Gewissen zu haben). Für Kinder und Menschen, die sich der Folgen all ihrer Handlungen (noch) nicht bewusst sind, weil sie sie nicht ausreichend durchdacht haben, ist die Welt so in (friedlicher) Ordnung/Unordnung. Sie merken wahrscheinlich selten selbst, dass sie dabei gar kein Selbstvertrauen, sondern nur Ehrgeiz und neuen Erfolgsdruck entwickeln (und ihre kreative Vorstellungskraft darunter leidet), dass sie immer erst auch einen Effekt, ein zufriedenstellendes Ergebnis, sehen wollen, das sie auch anderen zeigen können (die sonst auch nicht genug Fantasie bzw. eigene Erfahrungen haben, um zu verstehen, was sie in ihrem Leben erreicht haben).

 

 

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Dank für das Foto gebührt Tom Barrett (auf Unsplash)!

 

Wenn Menschen sich zu schnell im Kreis bewegen oder den Kopf verdrehen lassen, also einem Schwindel aufsitzen (während sie selbst stillstehen)?

Wenn die Welt plötzlich Kopf steht oder Menschen schwindelig ist, weil sie sich in Relation zu ihrer Geschwindigkeit zu schnell gedreht haben, die Erde sich für sie zu schnell dreht oder sie feststellen, dass jemand ihren Augen etwas nur vorgegaukelt hat

Es ist meiner Meinung nach kein Zufall, dass Menschen sich nicht nur einer Ohnmacht nahe fühlen, in die sie sogar fallen können, wenn

  • sie sich zu schnell von der Stelle oder in zu große Höhen fortbewegt haben (deren Herausforderung sie gesucht haben) oder
  • sie sich selbst zu oft oder schnell auf der Stelle im Kreis gedreht haben, ohne sich dabei sinnvoll weiterzuentwickeln und z.B. ihre Balance zu schulen, sondern auch wenn
  • ihnen bewusst wird, wie sehr sie sich in ihrem Leben in etwas oder anderen Menschen und dem, was diese in der Welt verbreitet haben, getäuscht haben, weil sie es – ohne es selbst zu überprüfen – einfach geglaubt haben.

Wenn sie den Mut haben, die Augen wieder aufzumachen, werden sie – wenn sie nicht einfach aufstehen und genauso bis zum nächsten Umkippen weitermachen wollen wie bisher – die Welt und andere Menschen, aber auch sich selbst hoffentlich mit anderen Augen – kritischer, achtsamer, vorsichtiger – betrachten.
Jedes Aufstehen, jeder neue Anfang ist eine Gelegenheit, ab jetzt zu versuchen, gleichzeitig auf dem Boden zu bleiben und einen Schritt vor den anderen zu setzen, um nicht nur möglichst sicher voranzukommen, sondern sich auch wirklich frei dabei zu fühlen, sinnvolle Entscheidungen für ihre Zukunft zu treffen.
Jeder Mensch hat – je nach den eigenen Fähigkeiten und persönlichen Voraussetzungen bzw. je nach „Trainingszustand“ seines bzw. ihres Körpers und Geistes – die Möglichkeit sich dabei schneller zu bewegen als andere oder höher zu „fliegen“.
Nur weil sie damit viel Eindruck schinden, heißt das für mich nicht, dass es erstrebenswert ist, es ihnen gleich zu tun oder ihnen zu glauben, dass das, was sie da machen, völlig ungefährlich für sie und/oder auch alle anderen ist.
Ich verlasse mich lieber auf meine lebens- und gesundheitswissenschaftlichen Erkenntnisse und meine Intuition, die mir sagt, dass sie Wahnsinnige – nicht mehr und nicht weniger – sind.

 

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Dank für das Foto gebührt Jeff Golenski (auf Unsplash)!

Was Menschen für normal halten …

…, während es völlig unnatürlich ist und die Funktionsweise unseres Organismus sogar so stören kann, dass er Krankheitssymptome entwickelt

Kaum ein Mensch hinterfragt Dinge, die er oder sie für normal hält, und viele wundern sich sogar noch darüber, dass Menschen trotz ihres vermeintlich „gesunden Lebensstils“ irgendwann krank werden. Dabei leben heute kaum noch Menschen, die das eigene Leben gar nicht in den eigenen Händen halten (also z.B. für andere statt nur für sich allein, um damit leben zu können, arbeiten müssen), wirklich so wie es für uns Menschen von Natur aus, so wie wir uns also natürlich entwickelt haben normal wäre.

Es ist alles andere als normal, sondern aus biologischer Sicht krankhaft, abnorm,

  • in Häusern (zu einem bestimmten Datum, also nicht einfach unter bestimmten Umständen) zur Welt kommen und leben;
  • auf weichen Matratzen oder in Wasserbetten zu Zeiten zu schlafen, zu denen man lieber wach wäre;
  • sich zu einer bestimmten Uhrzeit wecken zu lassen;
  • morgens als erstes etwas zu essen; (statt sich körperlich und mental auf die Futtersuche vorzubereiten);
  • schön zum Frühstück toxisch wirkende Genussmittel zu konsumieren;
  • als erwachsene Menschen noch Milch zu konsumieren;
  • in ‚Gegenden oder zu Jahreszeiten, in denen man auch ohne tierische Lebensmittel überleben kann (weil genug pflanzliche Nahrung und genug Sonnenlicht zur freien Verfügung steht), Energie für die Jagd oder die Herstellung von „Frischmilchprodukten“ zu verschwenden;
  • zu Jahreszeiten, in denen man genug kalorienreiche Nahrung findet, zusätzlich auf kalorienhaltige Getränke aus konservierten Pflanzenteilen zurückzugreifen;
  • Kleidung zu tragen, wenn es so warm ist, dass man ins Schwitzen kommt, ohne dass eine Sonnenbrandgefahr besteht;
  • in Behausungen wohnen, in denen sich Schimmel bilden kann oder die anders der eigenen Gesundheit schaden können;
  • zu denken, ein böser Geist oder Fremdkörper, der sich nicht von alleine wieder auflösen könnte, wäre in den eigenen Körper gefahren, wenn man sich schlecht fühlt (und ein Arzt oder eine Ärztin eine „gefährliche Krankheit“ diagnostiziert);
  • unsichtbare Viren wie klar erkennbare Bakterien für Organismen zu halten, die dem Menschen gefährlich werden können, wenn sein natürliche Abwehr geschwächt ist;
  • willkürlich Masse aus einem rotierenden und sich in Kreisen bewegenden, lebenden Körper wie unserer Erde entfernen oder verschieben und nicht damit zu rechnen, dass er dadurch seine Umlaufbahn um den Planeten, der ihm Lebensenergie spendet, ändern oder aus dem Gleichgewicht kommen könnte, das für seine BewohnerInnen überlebenswichtig ist;
  • Orakeln, HellseherInnen oder Computerprognosen zu vertrauen;
  • sich auf Papier geschriebene Menschenrechte zu verlassen, um als Mensch z.B. ein Recht auf ein freies, unabhängiges Leben und eigenverantwortliche Entscheidungen einfordern zu dürfen;
  • als Kind oder Jugendlicher die eigene Zukunft (und vielleicht sogar Familie) planen und sich auf etwas festzulegen, was man sein Leben lang tun will, bis man – angeblich – wieder zu alt dafür ist;
  • sich als BewohnerIn eines Landes auf einem endlichen Planeten, in dem die Menschen so viele Ressourcen verbrauchen, dass wir mehrere Erden bräuchten, wenn alle so leben wollen würden, eigene Kinder zu wünschen;
  • selbst Kinder in die Welt setzen zu wollen, wenn man weiß, wie lebensgefährlich eine Schwangerschaft oder Geburt für Menschenfrauen sein kann, wenn sie nicht jede Hilfe bekommen, die sie dafür brauchen;
  • in unglücklichen Beziehungen zu bleiben, die keine gemeinsamen Ziele verfolgen, weil man sich zu abhängig von ihnen gemacht hat, um sich noch zuzutrauen, ohne sie überleben zu können;
  • Menschen oder Tiere und Pflanzen, die man liebt bzw. geliebt werden, einzusperren und dabei ihrer natürlichen Freiheit zu berauben;
  • aus Dingen, die Spaß machen, Wettbewerbe oder sogar Konkurrenzkämpfe um Trophäen zu machen;
  • sich das Lachen, Weinen, Niesen, Husten, Einwände erheben, … verkneifen;
  • auf erwachsene Menschen zu warten oder sie zu etwas anzutreiben, wenn sie gar nicht mitkommen, etwas lernen oder sich beteiligen möchten.

Ich würde mich riesig freuen, wenn ich andere Menschen dazu bringen könnte, über ihr eigenes Leben nachzudenken und herauszufinden, warum sie vielleicht ein Leben führen, das sie auf Dauer krank oder unglücklich gemacht hat oder noch machen könnte, weil wir unsere menschliche Natur nicht verleugnen können.
Aber ich erwarte nicht, dass mir viele glauben werden, dass wir relativ leicht wieder mehr zur Natur zurückkehren könnten – wenn wir uns neue Wertsysteme schaffen und denen ihre Macht nehmen würden, die mit ihrem Geld und ihrem Technologiewahn die Entfremdung von unserer Natur vorantreiben und gleichzeitig unsere schöne Erde zerstören oder sie aus ihrem natürlichen, fein austarierten, Gleichgewicht bringen. Ich spare mir viel Energie, wenn ich mich auf die konzentriere, die bereits bereit dafür sind, ihr Leben wirklich ökologischer, naturfreundlicher und damit auch gesünder, gestalten zu wollen, also auch auf Dinge zu verzichten, die noch nie normal waren, sondern nur von Menschen für normal erklärt wurden, die nicht viel vom Menschsein zu verstehen scheinen.
Menschen, die etwas dadurch schöner machen wollen, dass sie es zerstören, – vor allem wenn es um ihre eigene Gesundheit geht – sind für mich genauso wenig normal wie andere, die es für normal halten, ihnen untätig dabei zuzuschauen. Solange es „nur“ um ein einzelnes Leben geht, mag das kein allzu großes Drama sein. – Aber wenn von „Großmogulen“ oder anderen (einfluss-)reichen Menschen gekaufte Medienhäuser sogar noch dafür belohnt werden, dass diese in Zeitungen und anderen Propagandamedien über sich selbst und ihre „Heldentaten“ berichten (lassen) können, weil sie gekauft oder sogar abonniert werden, ist das für mich – als relativ normale Biologin, denn ich habe ein Universitätsstudium beendet und bewiesen, dass ich wissenschaftlich arbeiten und meine Meinung mit eigenen Experimenten und überzeugenden Argumenten vertreten kann – aktuell der Gipfel des Abnormen (das viele Menschen für unsere neue Normalität zu halten scheinen).

 

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Dank für das Foto gebührt Artem Beliaikin (auf Unsplash)!

Wer schön sein will, muss leiden

Zumindest wenn Menschen verbreiteten Schönheitsidealen folgen und nicht die natürliche Perfektion ihrer Individualität erkennen

Nur weil viele Menschen etwas schön finden, heißt das für mich noch lange nicht, dass ich es auch schön finden muss. Ich kann eigentlich an allem Schönen auch etwas Hässliches erkennen und an allem Hässlichen immer auch etwas Schönes.
Für mich sind besonders „schöne Dinge“ oft besonders langweilig – weil sie oft keine Überraschungen bergen, sondern bestimmten „Schönheitsregeln“ folgen und dadurch vorhersehbar sind.
In einer kunden- und verkaufsorientierten Welt der ProduktherstellerInnen mag es von Vorteil sein, wenn besonders viele Menschen von etwas „Schönem“ begeistert sind und es für sich haben wollen.
In der Natur überleben diejenigen am Leichtesten, die sich mit dem begnügen können, was sonst niemand außer ihnen haben will oder andere freiwillig übrig lassen.

Ich frage mich, warum Menschen es sich also oft so schwer machen; warum schon junge Mädchen Schönheits-OPs über sich ergehen lassen oder ihre Füße mit modischen, oft viel zu engen oder unförmigen Schuhen zerstören, „nur“ weil sie sich darin gefallen oder von anderen dafür Komplimente erhalten.

Es ist keine Kunst, sich besonders schön herzurichten oder herrichten zu lassen, wenn man genug Zeit oder Geld und/oder gute FreundInnen hat.
Das Leiden beginnt oft hinterher, wenn der eigene Körper zu lange in ein Zwangskorsett gequetscht wurde, die unnatürlichen „Kunstwerke“ von SchönheitschirurgInnen, die keinem natürlichen Alterungsprozess folgen, langsam in sich zusammenfallen, oder der Blick in den Spiegel nach dem Abschminken oder Aufwachen am nächsten Morgen so enttäuscht, dass der Leidensprozess von vorne beginnt.

Menschen, die denken, (äußerliche) Schönheit könne man sich damit erarbeiten, erkaufen und/oder erhalten, indem man mit unnatürlichen Werkzeugen selbst daran herumschraubt oder andere an sich Operationen vornehmen lässt, haben vielleicht kein Auge für Menschen, die von Innen heraus strahlen, weil sie sich einfach für gut genug halten wie sie von Natur aus sind.
Es hat einen Grund, warum Du bist wie Du bist; und falls Du aktuell darunter leidest, dass Du Dich nicht für schön genug (für was oder wen eigentlich?) hältst, dann konzentriere Dich einfach mehr auf das, was Du wirklich an Dir magst statt das verbergen oder aufhübschen zu wollen, was Dir selbst missfällt. Werde Dir bewusst, warum Du – wie jeder Mensch – auch unschöne Seiten an Dir hast; aber hör‘ auf, Dich dafür zu schämen oder entschuldigen zu wollen. Verteidige sie lieber wie jeden anderen Teil von Dir. – Aber überlege Dir, ob Dich das nicht auf Dauer mehr Kraft und Energie kostet als Dich mit ihnen anzufreunden, sie also auch irgendwann schön zu finden oder ihnen keine besondere Aufmerksamkeit mehr, also zumindest nicht mehr als Körperteile es verdienen, zukommen zu lassen – wenn sie nicht besonderer Pflege bedürfen, weil sie Schaden davongetragen haben, dass Du sie schöner machen wolltest. Dann wäre es allerdings schön, wenn Du andere Menschen, die sich selbst für hässlich oder nicht schön genug halten, davor warnen und dazu inspirieren würdest, sich selbst in ihrer ganz individuellen natürlichen Perfektion entdecken zu können.

P.s.: Perfekte Schönheit für unsere Augen, die bestimmten (Proportions-)Regeln folgt, spielt vor allem bei Schönheitswettbewerben oder für TrophäenjägerInnen eine Rolle, die den, die oder das Schönste küren oder besitzen wollen. Ansonsten können alle Dinge und Menschen perfekt schön für uns sein, solange sie – situationsabhängig – Emotionen in uns wecken (und aufrechterhalten können), die wir als schön oder einfach immer perfekt empfinden (solange wir uns nicht abhängig von ihnen machen, also süchtig danach sind).

 

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Dank für das Foto gebührt Ksenia Makagonova (auf Unsplash)!