Wie vielleicht aus giftigen Pflanzen (und Tieren oder Pilzen) wirksame Nahrungs-, Heil- oder Genussmittel wurden

Wenn Menschen zu kreativ werden, um zu überleben

Als Wissenschaftlerin mache ich nicht nur Beobachtungen. Ich entwickle Theorien zu allem, was ich sehe und/oder fühle.
Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen wenig Verständnis für ein naturnahes Leben und eine natürliche Ernährungsweise – im Einklang mit der Natur – haben. Wir alle sind beeinflusst von dem, was uns unsere Eltern oder die Gesellschaften, in denen wir aufwachsen, als „normal“ vorgelebt haben, selbst wenn wir uns als Kinder erst daran gewöhnen müssen, dass vieles, was wir überhaupt nicht mögen, gut für uns sein soll oder sein kann.
Weil ich überzeugt bin, dass wir selbst am Besten wissen, was uns – weil wir es spüren, schmecken oder riechen – wirklich gut tut, denke ich, dass das, was wir dazu hören, also gesagt bekommen, nicht unbedingt der Wahrheit entspricht: dem, wie es von Natur aus für uns gedacht ist.

Alles, was wir erst zubereiten, also nicht frisch und roh – in seiner natürlichen Form – zu uns nehmen können, ohne dass uns davon übel wird und wir vielleicht sogar schwer krank werden können, ist meiner Meinung nach ein von Menschen geschaffenes Kunstwerk, seien es gekochte oder anders abgetötete – sterilisierte, konservierte – Pflanzen (oder Tiere) oder Teile, Extrakte, und Mischungen, die daraus gewonnen bzw. hergestellt wurden.
Wir vertragen weder die meisten frischen, ungekeimten Hülsenfrüchte noch die meisten sogenannten Heilpflanzen, -pilze oder Gewürze und „essbaren“ Tiere in Mengen, um nur davon satt zu werden bzw. damit gesund zu bleiben. Da uns die Natur seit Anbeginn der Menschheit – bevor unsere Vorfahren begonnen haben, Nahrungsmittel nicht mehr nur zu sammeln bzw. uns zu erjagen, falls sie in der Lage waren, uns davonzulaufen, zu kriechen, zu schwimmen oder zu fliegen – alles geboten haben muss, was wir zum Leben gebraucht haben, müssten wir auch heute noch in der Lage sein, uns von ihr ernähren zu können, ohne die Methoden zu kennen, die sich Menschen im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte haben einfallen lassen, um sich das Leben bzw. die Nahrungsmittelbeschaffung vielleicht nur leichter, angenehmer zu machen.
Es kostet vielleicht Energie, Pflanzen selbst erst anzubauen oder Tiere selbst zu halten – sie zu kultivieren bzw. zu züchten, zu pflegen und mit dem zu versorgen, was sie als Nahrung brauchen – und/oder sie erst genieß- bzw. über ihre Lebenszeit hinaus haltbar zu machen; aber dafür kann man hinterher einfach zugreifen anstatt sie erneut sammeln bzw. erjagen zu müssen.
Wenn man sich – wie abenteuerlustige Menschen – neue Lebensräume erschließen möchte, ohne zu wissen, ob man dort etwas Essbares findet, kann es überlebenswichtig sein, genug Proviant mitgenommen zu haben, bevor sich die eigene Verdauung an neue Lebensmittel gewöhnt hat.
Der Bauer frisst nur so lange nichts, was er nicht kennt, solange er noch genug von dem hat, was ihn bisher völlig zufrieden gestellt, also gesättigt hat.
Nicht alle Menschen sind so neugierig, so experimentierfreudig, freiwillig „exotische“ Pflanzen, Pilze oder Tiere bzw. Teile davon zu sich zu nehmen und Gefahr zu laufen, sich daran zu vergiften.

Ich weiß nicht, ob wir den VertreterInnen unserer Vorgängergenerationen dafür dankbar sein sollen oder nicht, dass sie es uns ermöglicht haben, uns heute völlig unnatürlich zu ernähren – nicht mehr nur von (Nuss-)Früchten oder Samen, Wurzeln, Knollen oder Rüben, Sprossen oder Keimlingen und jungen Pflänzchen oder Blättern (die keine große Menge an Giftstoffen produzieren, deren Wirkung sich Menschen seit jeher zur Bewusstseinsveränderung oder um damit – bei Unwohlsein – einen Brechreiz auszulösen zu Nutze gemacht haben).
Sehr viele Menschen scheinen aus meiner Sicht unter ernährungsbedingten Krankheiten oder den Folgen ihres zu hohen Fleisch-, Fisch-, Pilz oder Genussmittelkonsums bzw. der Einnahme von wirksamen Heil- bzw. Giftpflanzen in unnatürlichen Mengen zu leiden, auch wenn ihnen gar nicht bewusst ist, dass ihre körperlichen Beschwerden damit zusammenhängen könnten.

Auf der anderen Seite leben andere Menschen sehr gut davon, dass sich so viele Produkte aus Pflanzen, Tieren und diversen Pilzen sowie auch mit Hilfe von Mikroorganismen herstellen und – Dank jahrhunderte- oder sogar jahrtausendealter Werbung dafür – leicht verkaufen lassen.
Jede/r freie Mensch, der oder die freie Entscheidungen treffen kann, bekommt irgendwann (zurück), was er oder sie (sich) verdient hat und unbedingt haben bzw. konsumieren oder in Umlauf bringen möchte. Denn in der Natur wird nichts vergessen, egal ob es mit besten Absichten oder böswillig geschehen ist. Aber ich habe den Eindruck, dass sie normalerweise all denen vergibt, die ehrlich bereuen, was sie sich selbst – ihrem eigenen Körper – angetan haben, weil sie es nicht besser wussten und dachten, sie könnten sich auf das verlassen, was ihnen irgendwann einmal so gelehrt wurde, dass sie es sich zur Gewohnheit gemacht haben.
Nur einschränken oder ganz sein lassen sollten sie es tunlichst bald – um sich nicht weiterhin unnötig stark damit zu vergiften, sondern stattdessen ihre körpereigenen Entgiftungsmechanismen wirksam werden zu lassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Conscious Design (auf Unsplash)!

Wenn Menschen durch ihre Erziehung zum dauerhaften, bewegungslosen Durchhalten (nicht nur im Sitzen) ihre natürliche, ursprüngliche, intuitive bzw. selbstständig erlernte Schwanzsteuerung verloren haben

… und denken, ihre Unterleibsorgane, ihr Magen oder ihr Kopf könnte ihnen dabei helfen, dahin zu gelangen, wo sie bekommen, was sie von Natur aus brauchen, sich also von ganzem Herzen wünschen

Auf mich machen relativ wenige Menschen den Eindruck, ihren Körper (oder Geist) zu verstehen, bzw. sehen für mich so aus, als stünde ihr Körper im Einklang mit einem friedlichen Geist und einer zufriedenen Seele.
Mich macht skeptisch, wenn Menschen, die eindeutige Krankheitszeichen wie

  • (Lebens-)Energie– oder Lustlosigkeit, also (Lebens-)Müdigkeit, Trägheit und fehlenden Appetit oder
  • ein übersteigertes, zwanghaftes Bedürfnis nach Nahrung, Sex oder Schlaf;
  • Probleme damit, sich freiwillig auf Dinge einlassen oder konzentrieren zu können, die nützlich – wichtig, gesund – für unser (Über-)Leben sind (denn wir sind nicht dazu gemacht, unseren Fokus auf Befehl – ohne eine Erklärung, die uns schlüssig erscheint – auf etwas zu richten, was uns selbst überflüssig und damit nutzlos anmutet), und – dadurch verursacht –
  • eine körperliche Unförmigkeit, geistige Abwesenheit, also Unansprechbarkeit, oder seelische Unausgeglichenheit zwischen übermäßiger Freude oder Wut und tiefer Traurigkeit, in der sie – bewegungslos – versinken,

aufweisen, behaupten, sie wären gesund oder glücklich, genau so, wie sie sind.

Allerdings befürchte ich, dass viele – weil sie es noch nie erfahren haben oder sich nicht mehr daran erinnern können, wie es als Kind war, als man sich mit dem zufrieden geben konnte oder musste, was andere bereit waren zu geben – sich nicht einmal vorstellen können, wie sich Glück und Zufriedenheit mit dem eigenen Leben anfühlen kann, ohne dass sie sich ständig neue (Fern-)Ziele setzen, die es zu erreichen gilt (um ihrem unnatürlichen Leben entfliehen oder sich vermeintliche Herzenswünsche erfüllen zu können).

Besonders unausgeglichen-traumatisiert wachsen viele Kinder auf, wenn ihre Eltern all ihre körperlichen Bedürfnisse auf die Nahrungszufuhr durch den Mund oder den Geist reduzieren und nicht ehrlich darüber aufklären, dass Menschen auch sexuelle Bedürfnisse oder den Drang haben, sich selbstständig und eigenverantwortlich – ohne immer Rücksicht auf andere nehmen, ihne zuliebe besonders vorsichtig sein zu müssen – zu bewegen und persönlich – auf ihre individuelle Weise frei – weiterzuentwickeln.
Menschen brauchen immer wieder neue Herausforderungen, vor die sie sich stellen können, um zu wissen, erfahren zu können, wo ihre eigenen Grenzen – die sie sich netweder selbst in den Kopf gesetzt haben oder von anderen haben suggerieren lassen – tatsächlich liegen.

Diejenigen, die nicht bedenken, dass wir Menschen mit aufrechtem Gang dazu gemacht sind, Schritt für Schritt durchs Leben zu gehen, möglichst auf dem Boden zu bleiben bzw. immer wieder sanft darauf aufzukommen und dabei zu lernen, unsere (Lebens-)Erfahrungen zu sammeln, sondern sich – vielleicht un- oder unterbewusst – vorstellen, sie hätten immer noch einen Schwanz, der ihnen dabei hilft, sich auch auf gefährlichem Terrain – wo es wichtig ist, das Gleichgewicht zu (be-)halten – sicher fortzubewegen oder den eigenen Körper nach einem Absprung durch die Luft steuern zu können (um an einem anvisierten Ort zu landen) wagen vielleicht zu große Sprünge.
Früher oder später werden sie es wahrscheinlich büßen – weil unser Körper nicht ewig mitmacht, wozu er von Natur aus nicht gemacht ist.

Zum Glück gibt es die biologische Forschung, die ihnen dann vielleicht helfen kann, den Ursprüngen ihrer Beschwerden auf den Grund zu gehen – damit sie ihre eigene Evolution, ihre eigene Entwicklung zu dem Menschen, der sie geworden sind, verstehen und vielleicht sogar revolutionieren, also wenigstens teilweise umkehren, in etwas umwandeln können, mit dem sie sich – auch ohne den Schwanz, den wir Menschen alle einmal verloren haben bzw. der uns nur rudimentär als Steißbein erhalten geblieben ist – (wieder) wohler fühlen.

 

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Dank für das Foto gebührt Jason Leung (auf Unsplash)!

Ansteckungsrisiko! Das unaufhaltsame, pandemische Umsichgreifen eingebildeter Krankheiten

Wie mit ehrgeizigem oder schambehafteten Einfallsreichtum bzw. angstgesteuerten Erkenntnissen über das Leben, die als Lehren verkauft werden aus (un)glücklich-, (un)zufrieden-kranken Menschen oder den Solidargemeinschaften, in den sie zusammen leben und sich dabei gegenseitig infizieren können, eine angeblich unheilbar kranke, kriegerische Welt wird, die droht, im Chaos zu versinken

Menschen müssen sich – um naturgemäß friedlich und angstfrei miteinander leben zu können – ihre Welt und sich selbst erklären können.
Sie müssen – wenn sie nicht mit der Zeit unzufrieden und dadurch unglücklich und krank werden wollen – wissen, wer sie sind:

  • Woher sie kommen bzw. woher nicht;
  • was sie können oder nicht können, und
  • was sie in ihrem Leben wie noch erreichen oder auf keinen Fall werden wollen.

Menschen, die nicht mit sich selbst im Reinen sind und sich selbst nicht verstehen, neigen dazu, die Welt oder andere Menschen als ihnen feindlich gesinnt zu sehen, als Übel, das beseitigt oder zumindest unter Kontrolle gebracht werden müsste oder könnte.
Dabei ist Unzufriedenheit oder persönliches Unglück immer eine individuelle Angelegenheit, auch wenn viele andere auch – in ähnlicher Weise – davon betroffen sind, die als LeidensgenossInnen oder Seelenverwandte (an-)erkennen.

Solidarisch geteiltes Leid ist – vor allem für Menschen, die Mathematik beherrschen und gut (be-)rechnen können, aber wenig bzw. nur sehr einseitige, schlechte Lebenserfahrungen beisitzen – nur ein halbes Leid, vor allem, wenn man sich gegenseitig, gemeinsam, einreden kann, dass man selbst in der „verschworenen Gruppe“, die ein oder mehrere Heilmittel für sich gefunden hat, alles richtig macht – jetzt, nachdem man vielleicht aus Unwissenheit einige Fehler begangen hat, die der eigenen Gesundheit geschadet haben – oder nichts gegen das eigene Leid tun kann als gemeinsam weiter zu leiden bzw. sich davon abzulenken, dass man körperliche oder seelische Schmerzen hat (denn unser Gehirn, in dem unser Geist wirkt, ist schmerzunempfindlich):

  • Mit erblichen oder ansteckenden Krankheiten, vor denen man sich angeblich nicht schützen kann, lässt sich ein ungesunder Lebensstil, dem Kranke fröhnen, entschuldigen.
  • Hinter einem zu stressigen oder eintönigen Job und daraus entstehendem Bewegungsmangel aus Energielosigkeit lassen sich private Krisen verbergen.
  • Mit Wetterfühligkeit lassen sich ein allgemeines Unwohlsein, schlechte Laune oder Kreislaufbeschwerden erklären.
  • Mit dem gemeinsamen Jammern über Wechseljahresbeschwerden lässt sich eine die Trauer über eine „verlorene“ Jugend leichter ertragen.
  • Mit Zeckenbissen können Menschen sich ihre Depressionen wegdenken.

Für jeden Zweck, jedes Krankheitssymptom, gibt es einen passenden „Schuldigen“, auch wenn sich viele Menschen heute als „selbst schuld“ betrachten, weil sie sich allein für ihre eigenen körperlichen oder geistigen Eskapaden verantwortlich machen.
Dabei sind kranke Menschen heute nur ein Zeichen dafür, dass die Gemeinschaften, in denen sie leben, kein Gesundheitsbewusstsein besitzen und nicht an natürliche Selbstheilungskräfte glauben.
Echte HeilkundlerInnen, die Krankheiten auf den Grund gehen, um sie zu heilen – die umfassend untersuchen, warum Menschen krank geworden sind und wie sie sich von ihren Krankheiten heilen könn(t)en – denn nicht alle sind bereit, ihre gesundheitsschädlichen Beziehungen oder anderen Solidargemeinschaften aufzugeben, um sich von ihren Leiden zu befreien, oder ihr Leben so zu verändern, dass sie die Gelassenheit entwickeln können, sich selbst unsolidarisch ihnen gegenüber zu verhalten und eigenständig, ohne ihre Unterstützung, ein gesünderes, zufriedeneres, glücklicheres Leben im Einklang mit sich selbst, nicht in erster Linie mit anderen zu führen.
Gefährliche, ansteckende Krankheiten lassen sich so leicht vermeiden: Mit einem gesunden Abstand zu Menschen, die sich selbst für (un-)heilbar krank halten, weil sie noch keinen Weg gefunden haben, ohne regelmäßige Besuche bei ÄrztInnen, HeilpraktikerInnen oder in Kliniken, ohne die Einnahme von Medikamenten oder „Nahrungsergänzungsmitteln und/oder ohne den „Schutz“ durch Impfungen gesund zu bleiben. Zusätzlich ist ein gesunder Abstand zu allen, die Krankheiten als lebensbedrohlich und ihre Lösungen – um die Welt von ihnen zu heilen oder alle Menschen und „die Natur“, also vor allem große, sichtbare Tiere oder Pflanzen und Pilze vor ihnen zu retten – als alternativlos propagieren, zu empfehlen.

Gegen sehr viel eigene Fantasie oder den großen Ideenreichtum der führenden Köpfe der Welt hilft – genau wie gegen eigene Scham, Familienschande oder einen gewaltbereiten Nationalstolz und Angst – nach der bewussten Konfrontation mit sich selbst und der eigenen Vergangenheit bzw. der Einsicht, dass man sich damit nicht nur bisher geschadet hat sondern auf Dauer nur selbst immer mehr damit schadet – nur das (gemeinsame) bewusste Heraus- und Zurücklassen des damit verbundenen Schmerzes sowie das regelmäßige Erinnern daran, selbst wenn es mit der Zeit langweilig wird

Wenn Menschen nicht ignorieren oder vergessen könn(t)en, dass sie krank werden könnten, wenn sie sich nicht gesund halten; wenn Menschen sich angewöhnen könn(t)en, sich selbst immer wieder zu Ruhe und Neuordnung aufzurufen bzw. von anderen, die ihnen dabei helfen wollen, aufrufen zu lassen, können vor allem chronische Krankheiten bzw. akute Beschwerden, die aus vorhandenen Vorerkrankungen – eines (immun-)geschwächten Körpers, Geistes oder einer entzündeten Seele – meiner Meinung nach mit einem gesunden, angstfreien, Selbstbewusstsein, einem zufriedenen – statt kämpferischen – Selbstbild, in der ganzen Welt „ausgerottet“ werden.

Da es allerdings nicht nur große ProfiteurInnen von Gesundheitskrisen bzw. (Ur-)Ängsten oder dem menschlichen Bedürfnis nach Geheimniskrämereien gibt (wenn uns etwas peinlich ist, worüber wir nicht offen reden möchten), die nicht nur unsere Medienwelt beherrschen, werden eingebildete Krankheiten aber wohl weiterhin immer wieder – medial verbreitet – um sich greifen, bis alle unzufriedenen, kranken, wütenden und/oder unglücklichen Menschen bzw. ganzen Gesellschaften vielleicht auf andere, ursprünglichere Weise wie Mundpropaganda, also gemeinsame Gespräche auf Augenhöhe zu ihrer gesunden, friedlichen und glücklichen Natur gefunden haben, die sie gemeinsam pflegen und sogar die ganze Welt damit heilen könnten.
Für GesundheitswissenschaftlerInnen wird es vermutlich weiterhin schwer bleiben, Kranke von ihrem verzerrten Selbstbild zu überzeugen, das für sie – ihre Seele – mehr als einen Gewinn darstellt, sogar wenn sie stark unter ihren körperlichen und/oder geistigen Symptomen leiden.
Ich denke, es gibt trotzdem Hoffnung. Denn die stirbt bekanntlich immer zuletzt.

P.s.: Weder ein Gesundheits- oder anderes System, das die belohnt, die sich „richtig“, angemessen, verhalten, noch diejenigen bestraft, die es nicht tun und dadurch krank oder straffällig werden, wird auf Dauer dafür sorgen, dass Menschen gesund und glücklich und zufrieden bleiben. Es muss erlaubt sein, Fehler zu begehen und sich auch einmal unangemessen zu verhalten – in dem Wissen, dass man die Möglichkeit bekommt, sich zu entschuldigen. Von Natur aus haben wir die und können selbst alte Wunden ausheilen lassen. Nur das Wissen oder Vertrauen dazu haben viele Menschen noch nicht.

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Dank für das Foto gebührt Usman Yousaf (auf Unsplas)!

Liebe, Lust und Leidenschaft

Die Macht der natürlichen, hormonbedingten menschlichen Anziehungskräfte über vernünftige, glaub- oder gewissenhafte Vermeidungs- oder bewusste Abstoßungsreaktionen

Menschen, die in ihrem Leben zufällig – weil sie sich entschieden haben, zu einem bestimmten Zeitpunkt am selben Ort bzw. an einem bestimmten Ort zur selben Zeit zu sein – aufeinandertreffen, treten miteinander in Resonanz. Selbst wenn sie sich weder besonders sympathisch sind, also intuitiv gleiches Mitleid für sich oder andere empfinden bzw. ähnlich leidvolle Erfahrungen in ihrem Leben gemacht haben, noch gemeinsame Interessen finden, die ihnen Lust darauf machen, sich wiederzusehen, oder sich ineinander verlieben, weil sie sich von Anfang an gefallen, gerne zuhören, gut riechen und schnell eine gemeinsame Zukunft vorstellen können, können sich unterbewusst Anziehungskräfte entwickeln, wenn die natürliche Chemie zwischen ihnen stimmt (die nicht von künstlichen Düften, gekünstelten gegenseitigen Vorstellungen oder anerzogenen – statt frei erlernten – Verhaltensweisen getäuscht werden kann).

Wer sich und die eigenen sieben Sinne (inklusive der feineren, feinstofflichen oder hellen, erhellenden Form) – bzw. wie sie sich befriedigen bzw. beruhigen lassen – schon gut kennt, spürt, wenn ihm oder ihr harmlos, unauffällig oder sogar abstoßend wirkende Menschen gefährlich werden können, oder andere, die sich besonders auffällig verhalten oder kleiden, keine besondere Bedrohung darstellen, sondern nur anwesendpräsentsein oder wahrgenommen werden wollen.

Alle anderen lernen es im Laufe ihres Lebens – je nachdem, wie

  • neu- bzw. wissbegierig und experimentierfreudig (oder traumatisiert – verletzt oder durch Vorerfahrungen sozial gestört) sie sind,wie
  • viel Zeit sie sich dafür nehmen wollen und wie
  • viel Lust sie darauf haben oder wie
  • sehr sie sich selbst vertrauen (können) statt sich nur auf das verlassen zu müssen, was andere ihnen weismachen wollen –

früher oder später – schneller oder langsamer – oder vielleicht auch gar nicht, in wessen Nähe sie sich gefahrlos begeben und aufhalten können, ohne es hinterher zu bereuen, oder wem sie besser möglichst aus dem Weg gehen bzw. von wem sie sich lieber baldmöglichst wieder freundlich verabschieden sollten, wenn sie nicht immer wieder unnötig lange darunter leiden – also Mitleid empfinden oder Sehnsucht nach (neuer oder mehr) Liebe, Lust und Leidenschaft spüren wollen, weil manche Menschen sie immer wieder in Versuchung führen, d.h. mit (un-)bewusster (Um-)Werbung versuchen bzw. es sogar schaffen, sie abhängig davon bzw. regelrecht süchtig danach zu machen.

 

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Dank für das Foto gebührt Dan-Cristian Pădureț (auf Unsplash)!

Vorbildliche Verhaltensweisen

Warum Menschen, die wissen, was sie tun oder sagen müssen bzw. vor anderen darstellen oder ihnen vormachen müssen, damit sie ihnen gefallen (oder unangenehm auffallen), nicht automatisch bessere (oder schlechtere) Menschen sind

Ich schätze, dass die meisten Menschen es lieben, Bilder gezeigt zu bekommen:

  • von schönen Orten (an denen sie gerne selbst einmal sein würden),
  • von Dingen (die sie selbst gerne besitzen würden),
  • von „besonderen“ Menschen (mit denen sie besondere Gefühle verbinden).

Vermutlich wissen aber die meisten Menschen nicht, wie fern der Realität die meisten Bilder bzw. die Geschichten, die dazu erzählt werden sind – weil sie nur einen klitzekleinen Teil einer langen (Lebens-)Geschichte erzählen.
Ich denke, den meisten Menschen ist nicht bewusst, welche Geschichten sie sich selbst dazu erzählen, wenn sie sich Bilder anschauen, also im Kopf zusammenreimen, ohne dass sie bei denen, die die Bilder gemacht haben, nachgefragt bzw. sich selbst dazu hinterfragt haben:

  • Warum gibt es dieses Bild überhaupt?
  • Wollte sich damit jemand selbst in Szene setzen, um sich besser zu fühlen (weil er oder sie sonst zu wenig Beachtung findet)?
  • Soll es ein Erinnerungsstück an einen besonderen Moment sein – vielleicht nur für sich selbst (weil Menschen sich zwar auch im Kopf erinnern können, aber ihr Erinnerungsvermögen mit der Zeit schwächer wird, also aufgrund der täglich neuen irgendwann nur noch sehr tief eingeprägte Erfahrungen leicht abrufen kann) oder sogar für die Nachwelt?
  • Ist das, was auf dem Bild gezeigt wird, überhaupt aussagekräftig und/oder bedeutsam bzw. überhaupt authentisch, ohne dass es eine zusätzliche Erklärung dazu gibt?

Menschen, von denen oft Bilder gemacht, also auch gezeigt werden, – weil sie vielleicht beschlossen haben, ein Leben im Rampenlicht zu führen, um damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen – haben oft ein großes Problem: Sie dürfen dieses Image, mit dem sie andere Menschen für sich begeistert haben, nicht wieder verlieren, müssen sich also Mühe geben, möglichst immer genauso hübsch und ordentlich (oder besonders hässlich gestylt) zu erscheinen, wie andere (die sie dafür bezahlen) sie sehen wollen.

Menschen, die sich zu sehr mit Personen auf Bildern identifizieren, die es so vielleicht überhaupt nicht (mehr) gibt, weil Menschen sich jeden Tag verändern (können) bzw. vielleicht überhaupt nicht so abgebildet wurden, wie sie sind, waren oder jemals sein wollten, stecken in ihren Vorstellungen von anderen fest.
Sich stärker von Bildern als von realen Erlebnisse durchs Leben führen zu lassen, kann zu viel größeren Enttäuschungen führen als jedes Bild, das vermittelt – also medial verbreitet – immer zuerst einmal kritisch zu sehen, selbst wenn es auf den ersten Blick schön oder besonders schlecht aussieht.

Ich glaube nicht an die Behauptung, dass der erste Eindruck von etwas der wichtigste ist. Er kann vielleicht bei Unsicherheiten herangezogen werden, wenn es irgendwann darum geht, Erklärungen dafür zu finden, warum die Entscheidung, jemanden oder etwas schön und gut bzw. zu sich selbst passend oder hässlich und schlecht bzw. völlig ungeeignet zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse – des eigenen Schönheitsempfindens, das die persönlichen Sehnsucht nach schönen Dingen ausdrückt – zu finden, intuitiv richtig oder falsch war, sich also auch noch später als passend oder nicht mehr zutreffend erwiesen hat.
Bilder – vor allem, wenn sie dazu gemacht sind, nicht für sich selbst zu sprechen und deshalb einfach schön zu sein, sondern Menschen etwas zu verkaufen, was darauf abgebildet ist (und was diese haben, also selbst besitzen wollen) – verfälschen leicht die Wirklichkeit für die BetrachterInnen. Solange FotographInnen oder andere BildermacherInnen nicht ehrlich darüber aufklären oder sich selbst nicht bewusst, warum ihre Kunstwerke eigentlich entstanden sind – unter welchem Druck bzw. aus welchem Schmerz heraus oder mit welcher Absicht – werden auch Vorbilder immer nur sehr einseitige Bilder in Köpfen bleiben, die man sich aufhängen oder an denen man sich selbst immer wieder aufhängen kann oder auch nicht.

Da das Leben aus ständiger Veränderung – nicht aus einer Aneinanderreihung nur schöner Momente, die es lohnt, auf Bildern festzuhalten – besteht, ist es – um nicht zu lange in einer Vergangenheit festzustecken, die es so, wie man sie bildlich vor sich hat, vielleicht ohnehin nie wirklich gab – auch für die eigene geistige Gesundheit vorteilhaft, sie wenigstens hin und wieder mal auszuwechseln und sie durch aktuellere zu ersetzen.
Es kann sehr heilend sein zu sehen, wohin sich einstige Vorbilder entwickelt haben, was aus ihnen geworden ist, genauso wie zu entdecken, dass es sich oft überhaupt nicht lohnt, sich über lange Zeit vorbildlich verhalten zu wollen; weil wir alle einfach nur Menschen sind, zu denen es nicht nur besonders schöne (oder nur schlechte) Ansichten gibt.

So einfach ist das Leben nicht; auch wenn es hin und wieder aussagekräftiger sein kann, die Welt in Hell und Dunkel – Schwarz und Weiß – zu „malen“, weil viele bunte Farben vom eigentlichen Motiv ablenken können.
Wer weiß, welchen Täuschungen das eigene Gehirn gerne zum Opfer fällt, kann auch lernen, sich davor zu schützen.
Es mag nicht vorbildlich sein, schlechter über einstige Vorbilder zu sprechen als früher; aber es ist wenigstens ehrlicher als sie anderen weiterhin nur im besten Licht dar- bzw. sie sich vorzustellen.

Jede/r darf sich selbst entscheiden, was ihm oder ihr – vor allem im Hinblick auf die eigene Zukunft – wichtiger ist; dazu haben wir Meiner Meinung nach unseren freien Willen geschenkt bekommen, den ich schon immer gerne freiwillig nutze. Vermutlich werde ich weiterhin den Fehler machen, einige/s in unserem Leben schlechter zu machen als es tatsächlich ist – weil es Lebensräume für Tiere und Pflanzen oder viele andere Lebewesen zerstört, „nur“ damit wir Menschen es nutzen können. – Aber wenigstens wird es mir vermutlich nie mehr passieren, dass ich die Welt zu rosig sehe (weil ich Rosa – im Gegensatz zu Pink, das ich auch nur als Farbtupfer vertrage – eine relativ langweilige Farbe finde) und dadurch irgendwann schwer von etwas oder anderen enttäuscht werde.
Ob jemand vorbildlich lebt bzw. gelebt hat, sollte man immer erst am Ende eines Lebens, als Gesamtbild, beurteilen – weil jedes Verhalten Auswirkungen sowohl auf den eigenen Körper, Geist und die Seele als auch auf andere hat, die sich davon beeinflussen lassen oder dadurch in ihrem eigenen eingeschränkt werden. Sobald ein gesundes Gleichgewicht zwischen Licht- und Schattenscheiten des eigenen Dasein gestört ist, verblasst auch jede natürlich gesunde Haut- und/oder Haarfarbe eher früher als später (auch wenn sie sich heute Dank unzähliger Möglichkeiten der Bildbearbeitung leicht wieder aufhübschen lässt).

Mein größtes Vorbild ist schon lange unser angeblich blauer Planet, dem erst das Grün der Pflanzen in Verbindung mit Licht und Wärme Leben einhaucht, in seiner bunten Vielfaltigkeit – weil er unendlich vielen Wesen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen Lebensräume und die Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders bietet. Nur unter den Menschen gibt es einige, – in meinen Augen viel zu viele – denen das bzw. in deren Weltbild das nicht passt: denen das nicht genug ist, was sie sich nur für sich selbst nehmen dürften (ohne dass sie es anderen damit wegnehmen müssen, vor allem denen, die gerne länger davon leben würden bzw. leichter länger damit leben könnten als sie)  – wenn sie sich überhaupt vorbildlich verhalten wollten.

 

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Dank für das Foto gebührt Dariusz Sankowski (auf Unsplash)!

 

 

Die vermeintliche Unvollkommenheit (durch fehlende Aufklärung und Medienkompetenz) der menschlichen Seelen

Eine Welt der Gedanken und Gefühle in Scherben und voller Lücken (damit Menschen bzw. Medien, die vollkommen virtuelle Welten erschaffen können, weiterleben können)

Viele Menschen bekommen von Kindesbeinen an, sobald sie Worte verstehen können, bewusst oder sogar gezielt – weil in den Gemeinschaften, in denen sie Leben, einem Menschenleben allein wenig oder gar kein Wert zugeschrieben wird – oder unabsichtlich – weil ihre Eltern und LehrerInnen es selbst nicht besser wissen bzw. im Laufe ihres Lebens kein Selbstwertgefühl entwickeln konnten – vermittelt,

  • dass ihnen in ihrem bzw. zu ihrem Leben etwas fehlen würde,
  • dass sie unvollständig wären und im Laufe ihres Lebens erst etwas erreichen müssten, um ein ganzer Mann oder eine echte Frau zu sein, oder
  • dass sie vor allem als LückenfüllerInnen für andere Menschen, denen etwas fehlt, dienen sollen.

In unserer modernen Welt werden Menschen über Medien über die Realität „aufgeklärt“, die in erster Linie eigene Interessen – nicht die ihrer ZuschauerInnen oder ZuhörerInnen (oder SchülerInnen, die von ihnen etwas über das echte Leben lernen wollen) – verfolgen, weil sie entweder Geld mit ihrer Arbeit (für andere) verdienen oder eigene Produkte und Dienstleistungen verkaufen wollen bzw. müssen, um davon leben zu können.
Das, was viele Menschen für die Wirklichkeit halten, ist das, was andere Menschen – Informations- bzw. NachrichtenübermittlerInnen, also Medien oder MedienmacherInnen – ihnen gesagt oder gezeigt oder anders vorgespielt haben, weil die entweder selbst glauben, dass das, was sie sagen, zeigen oder anders beweisen wollen, wirklich so ist, oder sie wissen, dass andere genau das von ihnen erwarten, also erfahrensehen, hören oder fühlen – wollen, damit ihnen das „Lernen“ bzw. Konsumieren dieser Informationen möglichst leicht fällt.

Wenn Menschen also das – vielleicht ständige – ungute Gefühl haben, sie oder ihre Welt wären nicht vollständig, weil ihnen noch etwas Wichtiges (zu ihrer Erfüllung) fehlt oder um sich sich oder sie – in ihrer Ganzheit – zu verstehen, dann

  • haben sie wahrscheinlich irgendwann im Laufe ihres Lebens ihre Naivität, ihre kindliche Neugier und/oder ihren Leichtsinn verloren, die oder der uns jeden Tag viele neue Möglichkeiten (des freiwilligen Dazulernens) eröffnet (und gegen Ignoranz – Nichts-mehr-wissen-wollen – und/oder Schwermut eingetauscht), oder
  • ist vielleicht ihr Glauben an sich selbst bzw. ihr Urvertrauen in die Hilfsbereitschaft anderer zerbrochen, der bzw. das alle Neugeborenen auf dieser Erde noch erfüllt (die sich sowohl aus eigener Kraft als auch mit Hilfe ihrer Mutter oder anderer Menschen ihren Weg an Licht erkämpft haben).

Es gibt zwar die Behauptungen, dass Scherben Glück bringen oder dass wir in unserem Leben bewusst immer wieder Plätze frei halten oder machen sollten, damit etwas oder andere sie ausfüllen kann bzw. können: neue Dinge oder seelenverwandte, ge- oder zerbrochene, Menschen, die sich selbst auch unvollständig fühlen oder ihr Leben nur noch als Scherbenhaufen vor sich sehen und nach einem neuen Halt bzw. nach einem Topf suchen, auf den sie passen, oder nach einem Loch, das sie stopfen können. – Aber was wir gegen eine Leere in uns oder gegen unsere Trauer darüber tun können, dass unser Herz vielleicht sehr an einem „guten Stück“ hing, das – bewusst von anderen oder aus eigenem Versagen – zerstört wurde, nach einer Reparatur nie mehr so aussehen wird wie vorher oder überhaupt nicht mehr zusammengesetzt werden kann, das können nur Menschen wissen, die Erfahrungen damit gemacht haben, wie etwas wieder vollständig heilen kann, ohne dass es aussehen, sich anhören oder sich anfühlen muss wie vor dem Zeitpunkt, bevor es kaputt ging (oder gemacht wurde).

Als promovierte Biologin, Mensch und erwachsene Frau mit 45 Jahren Lebenserfahrung kann ich dazu nur sagen: Es ist keine menschengemachte Technik, die Dinge – sei es vollkommen leblose Materie oder seien es Teile von einst oder noch lebenden Körpern – ersetzen kann, zu denen Menschen von Natur aus eine besondere Beziehung haben oder aufgebaut hatten. Genauso wenig kann ein „neues“ Lebewesen den Platz eines anderen einnehmen, zu dem einmal eine enge Bindung bestand.
Menschen sind allerdings von Natur aus extrem anpassungsfähig und können sich gut mit Ersatzbefriedigungen abfinden. Tief im Inneren wird meiner Meinung nach allen, die das noch tun, so lange etwas fehlen, bis sie verstanden haben, warum sie sich nach etwas sehnen, was sie nicht haben (oder nur denken, nicht zu haben – weil sie anderen geglaubt haben, dass sie es nicht hätten).

Ich denke nicht, dass Schulen oder Universitäten und andere sogenannte Bildungsstätten es jemals schaffen werden, all die Wissenslücken zu enthüllen oder Desinformationen aufzuarbeiten, die durch schlecht aufgeklärte, medien-inkompetente, aber von ihrem – zu einseitigen oder veralteten – Wissen oder Können überzeugte LehrerInnen, JournalistInnen und VertreterInnen viele anderer Berufsgruppen in der Welt verbreitet wurden.
Aber ich glaube daran, dass in einer vollkommenen Welt, in der alles – ganzheitlich – miteinander verbunden ist, irgendwann Klarheit darüber herrschen wird, warum destruktive Menschen Dinge kaputt machen oder Unachtsame sie kaputt gehen lassen bzw. in der Vergangenheit bewusst, mit voller Absicht, zerstört haben, was sie selbst oder viele andere eigentlich gebraucht hätten … „Nur“ um etwas Neues, angeblich Besseres, Schöneres, Einfacheres, Sichereres, … aufzubauen, wovon sie nur dachten, dass sie es bräuchten – obwohl sie es weder fühlen noch wissen konnten.
Wenn dann noch Einigkeit darüber herrscht, was getan werden kann, damit unsere Welt sich davon erholen kann – die Seele/n Natur möglichst rückstands- oder spurlos ausheilen kann/können – kann, dann befinden wir uns vielleicht sogar auf einem guten Weg, nicht mehr nur über unsere menschliche Unvollkommenheit zu jammern, sondern sie sinnvoll auszugleichen: nicht mit (sehn-)süchtig machenden Mitteln oder angeblichen Wegen zum Glück für alle, sondern mit echter, ehrlich gemeinter und individueller, gegenseitiger Hilfe.

 

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Dank für das Foto gebührt Jilbert Ebrahimi (auf Unsplash); meinen Eltern und LehrerInnen dafür, dass sie mich in dem Glauben großgezogen bzw. aufwachsen lassen haben, dass ich so, wie ich bin, gut bin und die Welt, so wie sie ist, gut ist; sowie allen anderen Menschen, die mich deswegen schon ins Zweifeln, zum Recherchieren und Nachdenken oder dazu gebracht haben, meine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben (insbesondere meines Liebsten, mit dem zusammen ich nie „Heile Welt“ spielen muss, wenn mir gerade eher danach ist, in Trümmern herumzuwühlen oder Scherben wegzuräumen!

Was Du hörst, siehst, riechst oder fühlst, ist von Natur aus nicht immer wirklich so existent, wie Du denkst

Wenn moderne Menschen übertrieben einseitige Bild- und Ton- bzw. Symbolsprache oder manipulierte Düfte für zu bare Münze nehmen und sich davon durch ihr Leben steuern lassen

Vielleicht steht am Anfang der Homo sapiens-Geschichte tatsächlich das Wort, wie es uns die Bibel erzählen will.
Vermutlich war diese biologische Art tatsächlich die erste, die sich

  • aufgrund ihres Sprachapparates (dessen Anatomie bzw. Physiologie sich Dank ihres aufrechten, zweibeinigen Ganges entwickeln konnte) sowie
  • wegen ihres natürlich begründetet Einfallreichtums (der sich aus der Nutzung ihrer Hände als Werkzeuge oder zur Werkzeugherstellung ergab – denn Lebewesen nutzen von Natur aus alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten) und
  • durch ihre Intelligenz – ihrer Fähigkeit, sich einen eigenen dritten, einen dazwischenliegenden Mittelweg wählen zu können, wenn andere ihnen nur zwei Optionen zur Auswahl stellen –

ein kompliziertes Sprachsystem ausdenken konnte, mit dem sie in der Lage war, sich gegenseitig die Welt bis ins kleinste Detail zu erklären.
Aus biologischer Sicht ist es allerdings zu kurz gegriffen, die Menschheitsgeschichte, um sie verstehen zu können, erst bei Adam und Eva anfangen zu lassen.
Nur weil die Menschenarten vor uns nicht sprechen konnten, heißt das nicht, dass sie sich vorher nicht miteinander unterhalten, über sich selbst und die eigenen Vorhaben oder Absichten und über ihren Lebensraum kommunizieren konnten.
Alle Lebewesen haben die Fähigkeit, sich aufeinander einzulassen oder sich gegenseitig bewusst zu ignorieren, also zu signalisieren, ob sie in Ruhe gelassen werden wollen oder – zum Austausch von Informationen (oder sogar materiellen Waren) – an einem (Körper-)Kontakt interessiert sind, für den sie auch Berührungen in Kauf nehmen oder sogar – bewusst – zulassen (wollen).

In der Natur begegnet man sich je nach Tageslaune und/oder je nach den persönlichen, im eigenen Körper automatisch (mit Hilfe eines Gehirns oder rudimentäreren Nervensystems) abgespeicherten Lebenserfahrungen mit ArtgenossInnen oder artfremden Individuen –

  • falls man Augen oder andere Organe besitzt, die einen Eindruck der Umgebung vermitteln – in Bildern;
  • falls man Ohren oder andere Organe besitzt, um Geräusche wahrzunehmen – in Tönen;
  • falls man eine Nase oder andere Riechorgane besitzt – in Gerüchen;
  • falls man mit anderen, zusätzlichen Sinnesorganen oder vielleicht besonderen Fein- und Hellsinnen ausgestattet ist – in anderen Schwingungen bzw. Gefühlen,

gegenseitig neugierig oder eher vorsichtig-skeptisch.

Panische Angstreaktionen, ohne dass vorher ausreichend (Warn-)Signale dafür abgegeben wurden, dass eine Gefahr im Anmarsch ist, lassen sich in der freien Natur eher selten beobachten. Wer als JägerIn in der Natur überleben will, muss sich möglichst lange zusammenreißen und harmlos darstellen, um auf erfolgreiche Überraschungsangriffe setzen zu können. Beutetiere halten sich zur eigenen Sicherheit nicht sicherheitshalber den ganzen Tag oder die ganze Nacht möglichst fern von ihnen, weil sie sonst in ihrem Leben überhaupt keine ruhige Sekunde mehr hätten.
Aber: Sie sind immer möglichst wachsam und halten ihre Augen, Ohren, Nase oder andere Sinnesorgane weit geöffnet bzw. verlassen sich, wenn sie in Gruppen leben, – auch wenn sie vermutlich nichts darüber wissen können, weil sie keine Möglichkeit haben, es miteinander abzusprechen – auf die natürliche Schwarmintelligenz ihrer Gruppe, die dafür sorgt, dass immer jemand wachsam sein und alle anderen warnen wird.

Ich weiß nicht, ob

  • Menschen sich ihr Leben gegenseitig einfach zu kompliziert gemacht und zu viele (energetische) Informationen in die Welt gebracht haben, so dass sich nur wenige darin überhaupt noch zurechtfinden und ihren eigenen Sinnen vertrauen (sondern stattdessen eher dem, was ihnen Nachrichtendienste zutragen);
  • es unter den Menschen besonders viele Spaßvögel gibt, die anderen mit ihrem „Humor“ oder ihrer Sensationssucht das Leben zur Hölle machen, weil sie es lieben, so zu tun, als bestünde eine akute Lebensgefahr für alle, auch wenn überhaupt keine Gefahr herrscht (so dass viele andere irgendwann überhaupt nicht mehr auf Warnsignale reagieren); oder ob
  • unter uns Menschen zu wenige unvoreingenommen, immer noch auf das Leben und andere Menschen, Tiere, Pflanzen, Pilze, Bakterien, Viren, … neugierig sind, denen es außerdem (noch) Freude bereitet, andere Menschen an den eigenen, unerfreulichen, aber selbstverantworten Lebenserfahrungen teilhaben zu lassen (die sich daraus ergeben haben, dass sie selbst viel zu übertrieben auf keine echte Gefahr oder viel zu langsam auf etwas sich lange Abzeichnendes reagiert haben).

Jedenfalls stelle ich fest, dass wenige andere ehrlich darüber aufklären, was sie aus eigener Dummheit – weil sie zu viel oder zu wenig Angst vor realen Gefahren hatten – in ihrem bisherigen Leben alles „falsch“ eingeschätzt und vielleicht deshalb auch gemacht haben.
Menschen, die – entgegen dem, was andere über sie denken (könnten) – ein bestimmtes Bild von sich selbst kreieren wollen, mit dem sie sich wohl fühlen (statt sich dafür vor anderen, die sie für besser/schlauer/schöner/gebildeter/… halten, schämen zu müssen), stellen sich und das, was sie in ihrem Leben tun, gerne nur im besten Licht, also sehr einseitig dar.
Menschen, die nicht einfach „nur“ selbst denken, sie hätten ihre eigenen sieben Sinne(sorgane) immer beisammen, sondern wissen – weil sie sie genauestens studiert und über viele Jahre an sich und anderen beobachtet haben – wie „fehleranfällig“ und leicht beeinflussbar sie von außen sind (bzw. seit den ersten Kindheitstagen waren), befinden sich jedenfalls meiner Meinung nach auf einer sichereren Seite (was ihr Erkenntnisvermögen hinsichtlich Sinnestäuschungen betrifft): Sie werden – weil sie es bei Menschen, mit denen sie sich länger beschäftigt haben, absehen können – selten davon überrascht, wenn sie erfahren, dass die sich einen Spaß daraus gemacht haben, Menschen zu täuschen, oder davon profitieren, dass andere dem, was sie sagen oder tun, blind vertrauen).

Natürlich kann man sich – wenn man sich entweder als Mann als Opfer einer Frau fühlt oder als Frau als das schwache Geschlecht  – einer alten Bildergeschichte Glauben schenken, in der eine Frau auf das verlockende Angebot einer bösen, verführerischen Schlange, der man die Schuld daran in die Schuhe schieben kann, dass die Menschen aus dem Paradies vertrieben wurden. Natürlich kann man darauf hoffen, dass immer wieder HeilsbringerInnen kommen und alles Böse von der Erde vertreibt, ohne dass man selbst dabei irgendetwas Wichtiges verliert, was man sich über viele Jahre hart gegenüber sich selbst (und oft auch skrupellos gegenüber anderen) erarbeitet hat.

Man könnte aber auch einfach

  • die Symbolsprache erkennen,
  • sich bewusst machen, dass wir ohne schlechte Zeiten oder Erlebnisse mit der Zeit gar nicht mehr wüssten, was gute sind bzw. waren, und
  • die Parallelen zur heutigen Welt ziehen.

Naturwissenschaftlich-ökologisches, ganzheitliches (statt nur leblos-ökonomisches) Denken in Kombination mit meinen Lebenserfahrungen hat mich davon überzeugt, dass

  • alle Materie auch von einem Geist, von Energien, erfüllt ist, die sich selbstständig ineinander umwandeln (können) oder – in guter oder böser Absicht, um andere zu ärgern oder bewusst für eigene Zwecke zu manipulieren – ineinander umwandeln lassen,
  • alles im Leben – außer die Entwicklung des Bewusstseins durch Lerneffekte, die sich in der materiellen Natur manifestieren können (wenn Menschen ihre Ressourcen nicht gleichzeitig zu sehr für sich alleine beanspruchen, also ausbeuten) – zyklisch verläuft,
  • es nach jedem Ende nicht nur einen neuen Anfang gibt, sondern dass sich jeder neue Kreis auch irgendwann wieder schließen (lassen) muss, weil alles, was beginnt, irgendwann einmal enden wird (vielleicht weil Menschen – wie schon in unserer Vergangenheit – etwas zu eng gesehen oder zu weit getrieben haben).

Es ist nicht so schwer, die Naturgesetze zu lernen und zu verstehen, mit denen unsere Welt im Gleichgewicht – zwischen „guten“ und „bösen“ Energien (wenn Du sie so sehen willst, um sie besser für Dich einordnen zu können) – bleibt. Es macht keinen Sinn, gegen die zu kämpfen, die nicht in Dein „heiles“ Weltbild passen, wenn das überhaupt kein vollständiges ist.
Beschäftige Dich lieber damit, warum Du die Welt so wahrnimmst, wie Du es tust: mit Deinen Augen oder Ohren und all Deinen anderen äußeren und inneren (Sinnes-)Organen, – vielleicht erklärt sie sich Dir dann sogar irgendwann genauso von selbst wie unseren Vorfahren. Die sind mit ziemlicher Sicherheit nicht weniger friedlich oder kämpferisch miteinander umgegangen als wir heute (auch wenn sie weitaus weniger gefährliche, zerstörerische Waffen hatten …), und für sie war die Welt mit ziemlicher Sicherheit auch nicht mehr oder weniger in Ordnung als sie es für uns heute ist (obwohl entweder sinnes-/wahrnehmungsgestörte oder naturwissenschaftlich sehr ungebildete Menschen sie immer noch ordentlicher herrichten wollen …).

P.s.: Wenn du das Gefühl hast, niemand interessiert sich für Dich und das, was Dir am Herzen liegt, kann es entweder daran liegen, dass Du nichts wirklich Interessantes weißt, sagst oder tust, oder dass andere die besseren (finanziellen) Möglichkeiten und (Markt-)Instrumente haben, um das Interesse von Menschen für das zu wecken, was sie interessiert oder ihnen persönlich am Herzen liegt. Und wenn Du offenbar so anziehend auf andere wirkst, dass Du Dich vielleicht sogar schon verfolgt fühlst, würde ich mir überlegen, ob es daran liegt, dass Du Dich als besonders begehrenswert darzustellen versuchst oder ob Du etwas besitzen könntest, was andere gerne von Dir für sich selbst haben würden (und ob Du überhaupt bereit bist, ihnen das zu geben). Die Welt kann sich für Dich – weil sie rund ist und je nachdem, wie Du sie betrachtest – von einem Moment auf den anderen völlig auf den Kopf stellen oder verdrehen, ohne dass sie sich in der Realität dadurch verändert. Warum vertraust du dann Menschen, die behaupten, sie für Dich besser zu machen; findest ihre Denkfehler, Wissenslücken oder anderen Schwachstellen heraus und nimmst Dein Leben mehr selbst in die Hand?

 

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Dank für das Foto gebührt Simon Stratford (auf Unsplash)!

 

Wenn „Hundeprofis“ hartes Überlebenstraining mit ausgelassen-entspanntem „Spiel“ verwechseln

Oder wenn Menschen panische (Verlust-)Angstreaktionen für draufgängerische „Streitlustigkeit“ oder „Bösartigkeit“ halten

Wenn ich im Alltag die Meinungen vieler Menschen übereinander höre, habe ich oft den Eindruck, viele wissen weder viel über menschliche, körperliche Ausdrucksformen (die über den Inhalt ihres Gesagten hinausgehen) noch über Rollen, die Menschen in ihrem Leben (gelernt haben zu) spielen.
Deshalb wundert mich deren Meinung über Hunde noch weniger.
Ohne Mitgefühl und/oder Verständnis für die eigene Spezies – nicht nur für „Lieblingsexemplare“ – weil es durch (zu viele, vielleicht bereits frühkindliche) schmerzhafte Erfahrungen abgestumpfe und nicht bewusst gegengesteuert, also neues (Ur-)Vertrauen aufgebaut wurde – können sich Menschen leicht einreden, eine andere Tierart besser zu verstehen. – Für mich ist es aus biologischer Sicht unwahrscheinlich, dass dieses „Verständnis“ viel mit der Realität zu tun, dass also das „Gesagte“ oder anders „Kommunizierte“ wirklich das „Gemeinte“ einer anderen Art von Lebewesen ist, die man überhaupt nicht studiert hat.

Von Natur aus verhalten sich Hunde nicht immer gleich vorhersehbar, sondern in Gegenwart fremder Menschen oder Hunde anders als gegenüber denen, die sie bereits kennengelernt oder selbst „genauestens unter die Lupe genommen“ haben, so dass sie sie und ihre Reaktionen einschätzen können.
Hunde vertrauen wie auch Menschen in erster Linie sich selbst und ihrer Intuition – solange ihnen niemand schmerzhaft (mit Strafen oder so großen Verlockungen, dass sogar ein „gesunder Hundeverstand“ damit dauerhaft außer Kraft gesetzt werden kann) beigebracht hat, dass „Herrchen“ oder „Frauchen“ es besser weiß und dass entweder gar keine Gefahr droht oder es überhaupt nichts zu sehen gibt (obwohl es ihr Interesse geweckt hatte).

Ich weiß, dass Hunde wie Menschen in unserer modernen Welt angepasst leben müssen, damit sie sich nicht unnötig viele Probleme mit anderen einhandeln. Da man ihnen – selbst als „HundeversteherIn“ – den Sinn von Regeln aber noch weniger gut erklären kann als Menschen (die man wenigstens mit Freiheitsversprechungen durch die „Hilfe“ oder das Geld, das sie dafür bekommen, entlohnen oder trösten kann), wundert mich nicht, dass vor allem die kleinsten Rassen, die sich von „ihren Menschen“ behütet fühlen, besonders lange „glücklich“ leben – wenn sie mit fortschreitender Lebenszeit neben ihren zuchtbedingten Problemen keine zusätzlichen Stress-, also modernen Zivilisationserkrankungen (wie Essstörungen oder Allergien, Herz-/Kreislauf-, Nieren oder Schilddrüsenerkrankungen und Diabetes) entwickeln.
Mich wundert allerdings auch nicht, wenn Hunde dieselben gesundheitlichen  oder „Aggressionsprobleme“ wie die Menschen haben, bei denen sie leben.
Es gibt einen Grund, warum Menschen sich von Hunden angezogen fühlen und bestimmte Hunde auch von bestimmten Menschen, die ihnen den Eindruck vermitteln, ihnen ein schönes oder zumindest besseres Leben als bisher versprechen zu können.

Wie gut oder schön es tatsächlich wird, bestimmen heute viele unterschiedliche Hunde-ExpertInnen – je nach individuellem Bedarf findet sich auf jeden Fall eine/r – maßgeblich mit.
Ich begnüge mich nicht nur damit, Menschen, die sich für biologische Zusammenhänge interessieren, mit zusätzlichen Informationen zu versorgen oder ihren Alltag ein Stück zu begleiten – so dass sie die Möglichkeit bekommen, möglichst viele „Kommunikations- und Verständnisprobleme“ zu erkennen und selbstständig zu beheben. – Für mich gehört zur Tierliebe auch, ehrlich über menschlichen Irrsinn aufzuklären, z.B.

  • die Hundehaltung in Lebensräumen, die tagtäglich ihrer Gesundheit schaden – weil sie darin so gut wie keinen freien Bewegungsraum haben oder ihre natürlichen Bedürfnisse kaum noch ausleben können,
  • die Betrachtung von Hunden (oder anderen Tieren) als engere Familienmitglieder als Menschen, oder
  • eine Tierfütterung – egal ob mit Industriefutter oder möglichst naturbelassener Nahrung – ohne Wissen über die globale Lebensmittelproduktion und Hunger in der Welt, geschweige denn über ökologische Nachhaltigkeit.

Tiere haben unseren Respekt verdient. – Respekt bedeutet aber eigentlich auch, sie nicht willkürlich zu züchten oder zu LeidensgenossInnen in einem Leben zu machen, das Menschen nicht einmal alleine führen wollen.
Im Grunde macht es also Sinn, wenn zu ihrem Überlebenstraining irgendwann auch gehört, die Hand zu beißen, die sie füttert – wenn die Angst ums eigene Überleben in der Obhut von Menschen größer wird als ohne deren „Hilfe“.
Wir hätten es – als tierliebe Menschen mit Verständnis für andere, die Angst vor (bestimmten) Tieren haben – in der Hand, uns in unserem Leben etwas wirklich Vernünftiges, Zukunftsfähiges einfallen zu lassen, was allen unterschiedlichsten, tierischen und menschlichen Bedürfnissen (nach möglichst viel Freiheit, aber auch Sicherheit) entgegenkäme, wenn sie dabei ausreichend berücksichtigt und sinnvoll, z.B. zeitlich und lokal, sowohl getrennt als auch offen miteinander verknüpft wären (so dass es möglichst häufig, wenn auch nicht jederzeit möglich ist, einem anderen nachzugehen bzw. herauszufinden, ob man bereit ist, zur Abwechslung mal etwas Neues oder ganz Anderes auszuprobieren).
Stattdessen lassen sich noch sehr viele uns von viel „wichtigeren (ernsteren) Dingen“ beherrschen bzw. stressen und erwarten dann von Tieren (oder der Natur), dass sie für den Ausgleich dazu, zu ihrer (spielerischen) Erholung, beitragen. Für viele wird es vermutlich irgendwann dahin führen, dass sie feststellen, dass sie sich

  • einiges im Leben zu leicht vorgestellt haben, vor allem die Sorge um andere, die man liebt,
  • sich in sich selbst getäuscht oder von dem, was ihnen andere vorgemacht haben, zu etwas haben verlocken lassen, was in ihrer Realität völlig anders aussieht.
  • in ihrer Kosten-Nutzen-Rechnung vollkommen verrechnet haben – weil sie sich entweder zu wenig Zeit dafür genommen oder ihre naturwissenschaftlichen bzw. biologischen Kenntnisse überschätzt haben.

Es wird immer Profis geben – Menschen, die schon fast ihr ganzes Leben lang davon geträumt haben, einem bestimmten Beruf nachzugehen, oder die öffentlich behaupten (dürfen/wollen), z.B. indem sie „Testimonials“ zufriedener KundInnen für sich sprechen lassen, ihre eigenen Lebenserfahrungen wären dazu geeignet, dem Leben anderer zu dienen. Mir persönlich ist es zu gefährlich, die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass es dabei Missverständnisse geben könnte – weil ich weiß, was Menschen mit bestimmten Erwartungen (oder Hoffnungen) an andere aus dem ziehen, was die ihnen anraten (vor allem, wenn Zeitdruck oder Ungeduld und Scham, für ungebildet gehalten zu werden ins Spiel kommt und Menschen sich nicht die Zeit nehmen, von Anfang an bis ganz zum Ende zuzuhören oder nachzufragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben).
Ich bin überzeugt: Alle HundehalterInnen haben die Hunde, die sie brauchen, um mit ihrer Hilfe etwas für ihr eigenes Leben zu lernen. – Selbst wenn sie irgendwann die Lehre daraus ziehen, dass lebendes Eigentum noch zu mehr verpflichtet als rein materielles und ihr Leben – so wie es ist – völlig ungeeignet ist, einem Hund ein gesundes und glückliches Leben zu bieten. Alle Hunde, die ihre eigenen HalterInnen als mehr oder weniger gleichberechtigte Rudelmitglieder ins Herz geschlossen haben (statt sich „nur“ als RudelführerInnen zu akzeptieren) hätten es verdient, dass ihre HalterInnen sie genauso zurücklieben: dass sie bereit sind, daran etwas zu ändern und ihr Leben hundefreundlicher zu machen. Ich meine damit nicht, dass sie ihnen ein „besseres Zuhause“ bei Menschen suchen sollen, die mehr Zeit haben, sich mit ihnen zu beschäftigen und um sie und ihre natürlichen (oder künstlich, durch unnatürliche Eingriffe geschaffenen) Bedürfnisse zu kümmern. Meiner Erfahrung nach gibt es heute – neben anderen Haustieren – bereits ohnehin viel zu viele Hunde für viel zu wenig (Menschen-)Zeit. Solange Menschen also nichts an dem verändern, womit sie ihre Lebenszeit verbringen bzw. sich Unterstützung anderer Hundefreund- oder liebhaberInnen holen, ist es vielleicht ein tröstender, aber auch völlig utopischer (oder verantwortungslos-kindlicher, selbstsüchtiger) Gedanke, andere Menschen könnten/wollten das (freiwillig) gut zu Ende bringen, was man selbst schlecht angefangen hat.

 

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Dank für das Foto gebührt Tadeusz Lakota (auf Unsplash)!

Leben in der eigenen, oft (früh-)kindlichen Vergangenheit

Vom Glauben an die eigene Zukunft – ohne Bewusstsein für das, was das Jetzt herbeigeführt hat oder zur Folge haben wird

Viele Menschen, die erkennen, dass sie in der Vergangenheit zu unbewusst und unachtsamunvorsichtig oder rücksichtslos gegenüber sich selbst oder anderen – gelebt und sich damit Folgeschäden für sich selbst – ihre eigene Gesundheit oder für das, was sie besitzen oder hüten – eingehandelt haben.
Statt sich auf die Suche nach den Auslösern, den tatsächlichen Ursachen für ihre Probleme zu machen, sich selbst auf den Grund zu gehen, beginnen viele, ihr Heil im aktuellen Moment zu finden, den sie einfach – ohne sich Gedanken über die Vergangenheit oder Zukunft machen zu müssen – erleben können, wodurch sie eventuell noch unvorsichtiger oder rücksichtsloser gegenüber anderen oder ihrer eigenen Gesundheit werden, deren Erhalt nicht nur individuelles Wohlbefinden, sondern auch vernünftiges Denken verlangt – vor allem hinsichtlich der Dinge, über die sich Menschen Sorgen machen sollten, weil sie ihrer Gesundheit oder der der Menschen, mit denen sie ihr Leben verbringen (möchten) schwer schaden könn(t)en.

Menschen, die sich auf „neueste wissenschaftliche Forschungsergebnisse und/oder Therapien (bzw. das, was Medien darüber verbreiten und gut- oder leichtgläubige, „schwarmdumme“ Menschen deshalb oft mehrheitlich darüber denken)“ verlassen, haben oft wenig oder keinerlei Ahnung davon, dass die mit öffentlichen oder privaten Geldern gewinnversprechend (vor-)finanziert werden mussten, weil an wissenschaftlichen Erkenntnissen vor allem Menschen interessiert sind, die an die Zukunft glauben, sie aber gleichzeitig kontrollieren bzw. mit Hilfe ihres Geldes oder Einflusses auf andere „nach ihrem Bilde„, also so, wie sie sie sich vorstellen, gestalten wollen.

Mir fällt auf, wie viele Menschen sich „schöne alte Zeiten“ zurückwünschen, während die Welt doch angeblich so gut und schön wie nie zuvor ist – zumindest ist es das, was mehrheitlich von den „öffentlichen Medien“ verbreitet wird wird, denen viele Menschen – wenn auch vielleicht keine Mehrheit mehr – im Gegensatz zu den „alternativen“, die es bereits überall gibt, vertrauen.
Im Grunde leben sie im Glauben an Dinge bzw. Ideen, die längst der Vergangenheit angehören, aber noch nicht bereit dazu sind, Platz zu machen für andere, die für die Zukunft gebraucht werden: nicht nur angeblich ökologisch und nachhaltig produzierte, sondern auch rückstandslos und schadstofffrei zu entsorgende, ohne dass dabei Naturräume für andere Lebewesen zerstört werden, die für die Gesundheit bzw. das Überleben der Menschen wichtig sind.

Alles Leben ist an Kreisläufe gebunden.
Jede/r von uns wird also – wenn er oder sie versucht, einfach nur weiter stur so unvorsichtig oder rücksichtlos weiterzumachen wie bisher im eigenen Leben, ohne ökologisches Denken zu lernen und den Mut zu haben, Ursachen auf den Grund zu gehen, die genau dahin geführt haben, dass er bzw. sie sich in der aktuellen Situation befindet – früher oder später feststellen, dass er oder sie trotz all der neuen Erfahrungen keinen Schritt weiter gekommen ist als zuvor, oft nicht einmal weiter als die eigene Vorgängergeneration, die schon mit denselben (privaten, gesundheitlichen, familiären oder beruflichen und gesellschaftlichen) Problemen „gekämpft“ hat.
Wer weiß, dass alles wieder kommt und mit dem zusammenhängt, was war, muss nicht gegen etwas Vergangenes oder für etwas Zukünftiges kämpfen – das ist old school-(Sozial-)Darwinismus. Es reicht,

  • das eigene Leben so gut wie möglich nachhaltig zu gestalten;
  • sich so wenig wie möglich Kunststoffen oder anderen unnatürlichen, schwer wieder ausscheidbaren Substanzen oder energetischen Feldern auszusetzen, also vielleicht mit etwas zu vergiften, über dessen Langzeitwirkung noch kaum etwas bekannt ist (was aber Allergien oder andere Autoimmunerkrankungen auslösen und dadurch die eigene Gesundheit, das eigene Wohlbefinden und die eigene körperliche und/oder geistige Leistungs- oder Regenerationsfähigkeit stark beeinflussen kann);

aber nicht, sich nur vorzustellen, dass alles irgendwann wieder besser wird, weil andere sich darum kümmern werden.

Bereits in der Vergangenheit hat sich das besonders für die ausgezahlt, die heute nicht unter dem leiden, – z.B. Zivilisationserkrankungen – was vielen, vielleicht der Mehrheit, zu schaffen macht, weil sie mehr auf die vor ihnen vertraut haben als auf sich selbst oder ihre eigenen Kinder bzw. darauf, dass sie auch ihren eigenen gesunden Menschenverstand nutzen könnten statt „nur“ Zeitungen, Zeitschriften oder andere (Weltanschauungs-)Ratgeberliteratur zu lesen und/oder unkritisch dem zuschauen, -hören bzw. auf das zu hören, was andere ihnen vorgeben, -spielen oder -lesen.

P.s.: Für mich ergab es noch nie Sinn – sobald man erkennt, was man alles schlecht macht bzw. was in der Vergangenheit immer wieder schief lief (aber was man einfach irgendwann auf sich beruhen lassen wollte) – sich weiterhin einzureden, es könnte irgendwann noch etwas Gutes dabei herauskommen, ohne dass etwas verändert, überdacht oder vielleicht komplett anders gemacht werden müss(t)e. Wenn Du also dazu neigst, immer erst lange zu warten, bis Du etwas unternimmst, dann mach‘ zur Abwechslung doch mal etwas völlig spontan; und wenn Du normalerweise schnell umsetzt, was Dir spontan einfällt, dann gib‘ Dir öfters mal Zeit, um darüber nachzudenken. Wenn Du glaubst, Du bist ein Nachtmensch, dann entdecke den Tag, Abend oder Morgen für Dich. Wenn Du Dich für optimistisch oder pessimistisch hältst, dann frag‘ Dich, ob es nicht hin und wieder besser für Dich wäre, Dir die Welt nicht ganz so schön oder schlecht auszumalen, wie sie Dir erscheint, sondern beschäftige Dich lieber mehr mit der Realität, die uns heute vor allem von Menschen mit „alten Werten“ vorgegeben wird, die denken, dass Naturgesetze unmenschlich brutal wären …

P.p.s.: Ich wünsche wirklich allen Kindern dieser Erde, dass ihre Eltern auf bessereandere, neue – Ideen kommen als sie an ein Jetzt gewöhnen oder vielleicht sogar mit Gewalt an etwas anpassen zu wollen, das vielen Menschen keine Zukunft mehr bieten wird.

 

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Dank für das Foto gebührt insung yoon (auf Unsplash)!

 

Wessen Modellvorstellung folgt Dein Leben und was ist Dein Plan?

Von Menschen, die vorbildlich leben und sich wundern, dass sie genau dieselben Fehler wie die vor ihnen machen, nur anders oder sogar noch schlimmer

Viele Menschen, die die Spielregeln des (modernen) Lebens nicht durchschaut haben, die uns von der Natur vorgegeben werden, denken nur, sie würde ihr eigenes Leben – so wie sie es führen wollen – leben.
Menschen, die nicht bewusst durch den Tag gehen und kritisch hinterfragen, was andere ihnen entweder vorspiegeln oder ihnen vorzuleben oder sogar vorzuschreiben versuchen, übersehen leicht, welche bzw. wessen Erwartungen sie dabei unbewusst erfüllen (und zu wessen Lasten es geht, dass sie nicht ihrem eigenen inneren, von außen unbeeinflussten Plan folgen).

Menschen wissen von Natur aus, – denn sonst könnten sie selbstständig nicht überleben – was gut und was schlecht für sie ist, was sie brauchen und was nicht. Schon bei ihrer Geburt, spätestens danach, wenn sie unvorbereitet ins Leben geholt werden, tun Kleinkinder lautstark kund, wenn ihre Bedürfnisse nicht so erfüllt werden, wie sie es sich wünschen würden. Eltern oder vor allem Mütter, die wenig oder gar kein natürliches Gespür (mehr) für ihren eigenen Körper haben, neigen dazu, andere Menschen, denen sie mehr Erfahrungen damit zutrauen, um Rat zu fragen.
Und viele Menschen folgen dem, was andere ihnen anraten, weil sie es für das einzig Richtige halten, auch gegen ihre inneren Widerstände.

Bereits im frühesten Kindesalter beginnt für viele Menschen ein modernes Drama: der Spagat zwischen dem Menschen, der bzw. die sie von Natur aus sein wollen, und dem oder der, der bzw. die sie gerne sein möchten, um in der eigenen Familie oder gesellschaftlich anerkannt zu werden und in einem Leben erfolgreich zu sein, das kaum Rücksicht auf natürliche Bedürfnisse der Menschen nimmt.

Es ist kein natürliches Bedürfnis, auch nicht des Menschen, die eigenen Bedürfnisse nach einer Uhrzeit oder einem anderen passenden Zeitpunkt zu richten.
Es ist kein natürliches Bedürfnis, auch nicht des Menschen, in Beziehungen mit Menschen zu leben, die die eigenen natürlichen Bedürfnisse ignorieren.
Es ist kein natürliches Bedürfnis, auch nicht des Menschen, Auszeiten vom eigenen Leben zu brauchen und wegrennen, -fahren oder -fliegen zu wollen, weil ihnen von anderen so viel aufgelastet wurde, dass sie es alleine nicht mehr (er-)tragen können und eine Pause brauchen, um neue Kräfte zu sammeln (statt sich in ihrem Alltag Hilfe beim Tragen zu suchen).

Es ist das, was Menschen erwartungsgemäß denken, wenn sie sich an den Erwartungen und Plänen anderer Menschen orientieren, die diese über Medien verbreiten.
Menschen, die sich Menschen im Fernsehen oder Zeitungen oder in hohen, angesehenen Positionen, vielleicht sogar die eigenen Eltern zum Vorbild nehmen statt sich in erster Linie vorzunehmen, nicht dieselben Fehler wie sie zu machen, falls ihr Leben sie krank und unglücklich gemacht hat, dürfen sich nicht wundern, wenn sie sich selbst dabei immer mehr verlieren.

Es gibt keine Blaupause für Dein Leben, der Du einfach nur folgen müsstest.
Wir alle könn(t)en unsere eigenen Augen und Ohren offenhalten und unsere eigenen Fein- und Hellsinne benutzen, um das Leben zu führen, das wirklich zu uns passt und uns glücklich macht – ohne Rücksicht auf das, was andere über uns denken, solange wir uns nicht rücksichtslos ihnen gegenüber verhalten.

Unsere Gedanken waren schon immer frei und werden es – zumindest vermute ich das – auch immer bleiben, selbst wenn es Menschen gibt, die alles tun, um sie abzustellen oder (mit Hilfe von Technologien) kontrollieren zu lassen, und andere, die sich schon verhalten als hätten sie gar keine eigenen mehr.
Ich glaube, oder hoffe es zumindest, – auch wenn ich es nicht wissenschaftlich beweisen kann – sie machen sich – vorbildlich, weil man das als moderner Homo sapiens nun mal so macht – selbst und anderen nur etwas vor.
Welchen Plan sie selbst damit verfolgen, weiß ich nämlich nicht; aber ich wünsche ihnen, dass er wenigstens für sie aufgeht.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly Sikkema (auf Unsplash)!