Natürliche Selbstreinigungsmechanismen wie der Lotuseffekt …

… können (wie Selbstheilung) ungehindert nur in dem natürlichen Zusammenhang, in dem sie einst entstanden sind, funktionieren

Seit Langem versuchen von der Natur begeisterte Menschen, diese willkürlich – bionisch – nachzubauen bzw. zu nutzen, wie es ihnen gerade – oft völlig ohne Verstand bzw. wirkliches Wissen und Verständnis für das, was sie tun – in den Sinn kommt.
Dabei herrschen in der Natur strenge Regeln, die dafür sorgen, dass ein natürliches Gleichgewicht aller Kräfte – auf- und abbauenden bzw. an- und entspannenden, ablagernden und loslösenden – eingehalten wird. In der Natur herrscht weder Verschwendung noch ein unsinniger Überfluss, der nicht dazu dienen würde, die Fülle und Vielfalt der Natur dauerhaft erhalten zu können, ohne sie dabei zu verschmutzen – zuzumüllen.

Nur Menschen ist bzw. war sie nicht sauber (oder gesund) genug zum Leben, so dass sie angefangen haben, sie mit selbst erfundenen – künstlichen, egal ob chemischen oder physikalischen Reinigungs- und Hygienemaßnahmen oder -mitteln (sowie angeblich gesünderen, nährstoffhaltigeren Produkten, die ihrem Lebenserhalt dienen sollen) zu überschwemmen …
Wenn natürliche, lokale Wasserkreisläufe durch Entwaldung und Versiegelung der Böden gestört sind, braucht man – gegen Dürre oder Sturmfluten – auch keine künstlichen Oberflächen mit Lotuseffekt mehr. Genauso wenig wie in einer Umwelt, in der Regen nicht mehr perlt, sondern aufgrund des Einsatzes von Seifen schäumt.
Wenn Blätter bzw. das Blattgrün, das unseren Sauerstoff aus Kohlenstoffdioxid produziert, nicht mehr schnell genug in ausreichender Menge neu entstehen kann, während es an anderer Stelle zerstört wird, brauchen wir uns nicht wundern, dass höhere CO2-Werte gemessen werden.
Wenn unsere natürlichen Ökosysteme bzw. Organismen mehr Giften – also unnatürlichen Mengen, Konzentrationen, Extrakten oder künstlichen Gemischen natürlicher (Roh-)Stoffe – ausgesetzt werden als ihre Organe – wenn sie genug Zeit und Ruhe, Frischluftzufuhr sowie sauberes Wasser und Nährstoffe dafür bekommen – automatisch ausscheiden können, braucht niemand zu erwarten, dass sie keinen Schaden davon tragen werden.

Es ist im Grunde traurig, wie viele – vermeintlich gebildete – Menschen immer noch nicht wissen, wie sie unsere Umwelt sauber(er) halten und/oder sich selbst vor Umweltverschmutzung schützen können – egal ob auf körperlicher, geistiger oder seelischer Ebene: durch weniger Konsum, vor allem von Produkten, die in erster Linie ihrem Genuss und ihrer Unterhaltung dienen, ihnen also das Leben leichter oder einfacher machen und sie vor – angeblich – allzu schwerer Kost schützen sollen.
Im wahren Leben können Menschen, die noch mit der bzw. ihrer Natur verbunden sind, spüren,

  • wenn ihnen etwas im Grunde gut Verdauliches auf den Magen schlägt (weil sie es zur „falschen Zeit am falschen Ort“ probiert oder sich dazu in Versuchung führen lassen haben) oder den Appetit verdirbt, weil es ungesund für sie ist;
  • was genau ihnen – außer Koffein oder Nikotin – Herzklopfen bereitet oder – wie zu viel Zucker – den Schlaf raubt, so dass sie etwas dagegen tun können, oder
  • wovon ihre Kopfschmerzen kommen bzw. wie sie sie auch ohne ärztliche Hilfe wieder loswerden.

Sie müssen keine saubere, besonders helle oder farbenfrohe Kleidung tragen, um ihnen ihr inneres Leuchten ansehen zu können. Und einigen von ihnen ist mit Sicherheit bewusst, dass Tränen manchmal der einzige Weg sind, sich von all der (mit gesundheitsschädlichen, immunschwächenden Stresshormonen verbundenen) Trauer oder Verzweiflung über die Verschmutzung der Erde und Zerstörung von lebendiger Natur – zugunsten dessen, was Menschen unter Nachhaltigkeit, „Fortschritt“ oder „sauberer Energie“ bzw. „grünen Technologien“ verstehen – zu reinigen.

 

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Dank für das Foto gebührt Marina Logvin (auf Unsplash)!

 

Vom sinnlosen und sinnvollen Klagen oder Rebellieren

Es gibt Dinge in unser aller Leben, die lassen sich nicht ändern: nämlich alles, was in der Vergangenheit liegt oder zu dem geführt hat, was heute ist.

Wenn allerdings ganz offensichtlich ist, dass nur nicht genug Menschen bereit sind, etwas daran zu ändern, dass sich dieselben beklagenswerten Zustände ständig wiederholen (weil sie es vorziehen, sich im Kreis zu drehen statt einen Schritt nach vorne zu tun oder zurückzutreten), dann ist das meiner Meinung nach nicht nur ein guter Grund, still und leise darüber zu klagen, also in Trauer oder Fassungs- und Tatenlosigkeit zu verfallen oder einen Gott oder gleich mehrere Götter und Göttinnen um Hilfe zu bitten. Es ist dann auch leicht verständlich oder sogar – weil es Erleichterung verschafft – gesundheitlich vorteilhaft, lauter als gewöhnlich über die eigene Ohnmacht oder andere Menschen zu schimpfen und somit – auch in aller Öffentlichkeit – dagegen aufzubegehren, als einzelner Mensch breitflächig Widerstand gegen Kriege oder andere menschenverursachte Notlagen leisten zu können, ist genauso eine Illusion wie zu glauben, man hätte überhaupt keine Möglichkeiten, die Zukunft so zu gestalten, dass weniger Menschen darüber klagen müss(t)en.

 

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Dank für das Foto gebührt Levi Meir Clancy (auf Unsplash)!

Was da ist, muss weg! (Oder was noch nicht da ist, muss als lebensbedrohlich emp- bzw. erfunden, produziert und mit „guter“ Werbung als lebensrettend oder zumindest noch zum eigenen Glück fehlend verkauft werden)

Wie ein – „Dank“ einseitiger Propaganda – ökonomisches statt ökologisches Verständnis von der Welt (sowie anerzogene Glaubenssätze oder traumatische Verlusterfahrungen) Menschen zu Wahnsinnigen machen und/oder – auch andere – Leben zerstören

Dass viele Menschen – statt in der Realität zu leben und das zu tun, was sie gerne tun würden – ihren Alltag von Medien und Politik beherrschen lassen, zeigt sich allein darin, dass sie freiwillig Steuern und anderes Geld an Menschen zahlen, die damit Kriege und Propaganda für ihre „zukunftsorientierte“ Politik finanzieren, die die Umwelt vergiftet bzw. so zerstört, dass Klimaextreme zur Normalität werden (weil regulierende Wälder gnadenlos abgeholzt, Ökosysteme zerstückelt und ökologische Kreisläufe damit unterbrochen oder große Bodenflächen versiegelt werden). Oberflächlich mag es für alle, denen nicht bewusst ist, wie überlebenswichtig das Leben im Boden nicht nur für uns Menschen, so erscheinen, als würde es auch in Städten eine lebendige Vielfalt geben können. Ohne die Zahl der Bodenorganismen – die dafür sorgen, dass Kohlenstoff im Boden gespeichert wird oder neue organische Masse entstehen kann – herrscht ein lebensbedrohliches Ungleichgewicht.

Da alles mit allem verbunden ist und das Äußere – für Menschen, die (noch) wissen, wie man genau hinschaut bzw. auch mit dem Herzen sehen kann – nur das Innere, das Oben nur das Unten, das Rechte nur das Linke, große Dinge die kleinen und ein Kind meist (wenn es sich nicht bewusst dagegen entscheidet) die Sehnsüchte der Eltern widerspiegelt, genügt im Grunde ein kurzer Rundum-Blick bis in die eigene Gefühls- und Gedankenwelt, um sich ein Bild von dem, was wirklich ist, zu verschaffen.

Ich habe den Eindruck, viele Menschen scheuen sich davor, Einsicht zu zeigen – auch in sich zu gehen statt sich vor allem an anderen zu orientieren.
Solange ihnen noch Aufmerksamkeit zukommt, solange sie noch für das, was sie tun, von irgendjemandem gelobt oder sogar bejubelt, vielleicht sogar bezahlt werden, machen sie jeden – sogar beleidigenden, demütigenden, menschenverachtenden – Irrsinn mit. Im Glauben, „wenigstens etwas beizutragen“ zu einer Welt, die nicht auf einzelne Menschen angewiesen ist, sondern auch gut – vielleicht besser – ohne uns alle funktionieren würde.

Für mich ist das noch lange kein Grund,

  • Menschen und ihre Natur einseitig schlecht zu machen und – wie schon in der Vergangenheit auch viele Pflanzen- oder Tierarten und weitere Gruppen von Organismen – zu Schädlingen erklären,
  • alles, was sie von Natur aus gerne tun würden, lenken oder sogar streng kontrollieren zu wollen und
  • skrupellos Forschung zu betreiben und dafür bzw. dabei Menschen, Tiere oder Böden bzw. ganze Ländereien auszubeuten, um Rohstoffe für naturzerstörerische Technologien gewinnen, finanzierbare bzw. sich lohnende Produktionsorte schaffen und mit absurden Verkaufsstrategien umwelt- bzw. gesundheitsschädliche Produkte in die Welt bringen zu können (um damit – angeblich – die Menschheit zu retten).

Alle, die sich selbst für schlecht – (aus-)gebildet – oder – körperlich, geistig oder seelisch – benachteiligt halten und nicht erkennen, was sie alles – völlig freiwillig und aus eigener Kraft – besser machen bzw. sein lassen könnten (statt sich nicht nur vor anderen Menschen zum Affen machen oder von ihnen für dumm verkaufen lassen zu müssen könnten), fehlt – für mich ganz offensichtlich – ein wichtiger Teil ihrer oder ihres Selbst bzw. ihr Zugang dazu.
Vielleicht ist es hinter all ihren unsinnigen Besitztümern verloren gegangen, vielleicht hinter einer dicken Fettschicht, vielleicht in all den Gedanken, die sie sich um andere(s) machen.
Ich kann nur sagen: Verluste sind nicht immer lebensbedrohend. Sie haben schon immer vielen Menschen das Leben gerettet bzw. eine völlig andere Seite gezeigt, die vorher für sie unvorstellbar war.
Die Kunst eines glücklichen, gesunden Lebens ist es, beide Seiten als lebenswichtig anzuerkennen bzw. einzusehen, dass ein Extrem nur immer wieder zu einem anderen führt, wenn Menschen die eigene, entspannte Mitte dazwischen nicht finden (sondern von der Angst beherrscht werden, wieder ins Letzte zurückzufallen, so dass sie versuchen, den Kontakt mit allem oder allen zu vermeiden, was sie daran erinnert bzw. schmerzhafte Erinnerungen daran hervorrufen könnten).

P.s.: Es mag verlockend klingen, wenn Menschen versprechen, anderen ihre Arbeit abzunehmen, also zu ersparen, dass sie vielleicht viele Tränen, Schweiß und Blut vergießen müssen, um dahin zu kommen, wo sie gerne wären (um dort sich selbst – zum eigenen natürlichen inneren Frieden und Glück – zu finden. Allerdings sind die, die Menschen davon weggeführt haben, selten die, die irgendwann auch wieder zur Umkehr aufrufen.

 

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Dank für das Foto gebührt Documerica (auf Unsplash)!

Friedlich ge- oder entschlafen oder von lauten Schreien nach Frieden aufgeweckt?

Von Menschen, die keine (innere) Ruhe finden – weil sie die Welt zu gut oder nicht (mehr) verstehen

Innerer Friede braucht – genauso wie die (Selbst-)Heilung von Krankheiten – nicht nur Hoffnung und Konzentration darauf, um auch bei aufsteigender Wut, Verzweiflung oder anderen destruktiven Gefühlen (über den eigenen aufgewühlten Zustand) friedlich zu bleiben, sondern auch Verständnis für die eigene innere Unruhe.
Kein Mensch sieht die Welt wie ein anderer. Nur für wenige – selbst nicht für Kinder, die sich von ihren Eltern beschützt fühlen sollten – ist sie ein ruhiger, friedlicher Ort, an dem nicht täglich Lärm herrscht und Kriege geführt werden oder das eigene Zuhause, in dem sie Frieden finden könnten, bedrohen.
Viele leben in ständiger Angst um ihr eigenes Leben bzw. dem Bedürfnis, ihr Leben auch vorsorglich – wenn es gar nicht akut angegriffen wird – vor (Lebens-)Gefahren zu schützen.

Es macht allerdings einen großen Unterschied, zu wissen, was man alles tun könnte oder müsste, um sich abzusichern und dann – vermeintlich – in (ewiger) Ruhe schlafen zu können, oder was wirklich Sinn ergibt und eigentlich guten Gewissens erlaubt ist – um es nicht zu übertreiben mit der eigenen Vorsicht oder Rücksicht auf andere, die dem eigenen Leben gefährlich werden könnten.
Das eigene Leben kann kürzer als geplant sein, und der Tod ist ohnehin unausweichlich, so dass es wenig Sinn macht, sich mit der Angst davor (oder vor Menschen, die einem vermeintlich nach dem Leben trachten, so dass es angeblich Sinn acht, sich mit „Werkzeugen“ vor ihren Angriffen zu schützen), die eigene Laune verderben zu lassen. Menschen können lernen, sich mit ihren Ängsten und Befürchtungen auseinanderzusetzen bzw. darauf vorbereiten, ihnen mutig, aber entspannt – freundlich, friedlich gesinnt, aber in vollem Bewusstsein der eigenen Stärke – ins Gesicht zu schauen.
Angst kann sich jede/r nur selbst nehmen – mit dem Verständnis dafür, wer oder was sie ausgelöst hat: Worte oder eigene schlechte, demütigende Erfahrungen, die sich wiederholen und dieselben entmutigenden Gefühle – der Angst (vor einem Verlust, der eigenen Ohnmacht oder dem Versagen), Neid, Wut oder Scham – erneut auslösen könnten.

Nicht alle Menschen konfrontieren sich freiwillig – um ihres inneren Friedens willen – mit einer schmerzhaften Vergangenheit oder Gegenwart, sondern konzentrieren sich stattdessen darauf, sie aus ihrem Gedächtnis zu verdrängen, also keine Gefühle aufsteigen zu lassen, die im entspannten Zustand an die Oberfläche treten könnten. Sie merken oft gar nicht, wie sehr sie innerlich dagegen ankämpfen müssen. Denn sowohl unser Körper als auch unser Geist neigen von Natur aus (damit sie nicht krank werden und Gefahr laufen, dem Tod zum Opfer zu fallen) dazu, Ruhe finden zu wollen bzw. müssen, wenn etwas in ihnen passiert ist, was ihnen ihre natürliche Ausgeglichenheit, ihre Gesundheit nimmt: um Zeit zum Nachdenken, Einsehen und Verstehen oder dafür zu haben, kreativ gegen den inneren Unfrieden vorzugehen.
Nicht alle kreativen Lösungen machen – wenn sie nicht gut, in weiser Vor(aus)sicht, durchdacht sind – auch nachhaltig Sinn, können also früher oder später wieder Unfrieden (in oder unter Menschen) stiften – vor allem, wenn sie erneut zu rücksichtslos gegenüber natürlichen Bedürfnissen (nach ausreichend Ruhe und Frieden) umgesetzt werden.

Vor allem Menschen, die sich – statt „nur“ inspirieren, also neuen Lebensmut einhauchen – leicht von anderen für alles Mögliche begeistern und mitreißen lassen (statt auf sich selbst vertrauen zu können), laufen Gefahr, den eigenen Körper und (ruhigen) Geist zu vernachlässigen bzw. die Stimme ihrer Vernunft oder eigenen Intuition auszuschalten.
Niemand müsste die (Selbst-)Erkenntnis mit ins Grab nehmen, die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten – die eigene Lebenszeit – nicht genutzt zu haben, um sich selbst und die eigenen Ängste oder Stärken und Schwächen kennenzulernen (und ihnen nicht erst im Augenblick des Todes begegnen zu müssen). Jede/r hat die Möglichkeit, jeden Tag etwas Neues über sich zu erfahren und einen friedlichen Umgang damit zu lernen. Es gibt vieles, was – ohne ein schlechtes Gewissen oder Reue (es entweder getan oder nicht schon viel früher angefangen zu haben) zu hinterlassen – Freude macht und inneren Frieden schenkt.

Mit einer inneren Unruhe, mit einem aufgewühlten Herzen lässt sich jedenfalls kein Frieden in der Welt schaffen – auch nicht mit gutem Willen oder Absicht (wenn nicht alle anderen die auch verfolgen). Dann ist es sicherer, wenn möglichst viele Menschen weiter unruhig oder nur noch mit Beruhigungsmitteln schlafen und dann tagsüber zu müde zum Kämpfen sind, sondern nach möglichst viel Harmonie streben.
Alle friedliebenden Menschen, der nicht gerne unnötig lange schlafen, müssen nur aufpassen, sie zu schnell, unvorsichtig, zu wecken – mit Informationen zu dem, was sie vorher nicht verstanden haben (weil sie zu lebensmüde, gutgläubig oder abgelenkt waren, um sich damit zu beschäftigen).
Denn dann kann ganz schnell Unfrieden herrschen, wo kurz vorher noch alles ruhig war und in friedlicher (Rechts-)Ordnung schien.

 

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Dank für das Foto gebührt Sunguk Kim (auf Unsplash)!

Hinterher sind wir immer schlauer (aber körperlich und/oder gesellschaftlich gezeichnet, wenn wir uns nicht auch wieder auf ein anderes Level begeben können)

Warum am Ende nie alles besser, sondern nur anders sein wird als vorher (und nie dauerhaft innere Zufriedenheit oder Frieden zwischen Menschen herrschen wird, ohne dass sie bzw. er täglich neu beschlossen wird und alle bereitwillig dafür sorgen, dass dieser Zustand so erhalten bleibt)

Lebewesen, also nicht nur Menschen, mit einem Bewusstsein, sind von Natur aus in der Lage bzw. – weil sie es gar nicht abschalten können – dazu verdammt, zu lernen, d.h. neue Einsichten zu gewinnen. Sie entwickeln sich – ihren Körper und Geist, meiner Meinung nach auch ihre Seele – dabei weiter, so dass sie am Ende ihres Lebens schlauer, sich ihrer selbst und ihrer Umwelt bewusster als zu Beginn.

Manche Menschen machen gleich am Anfang ihres Lebens sehr schmerzhafte, traumatische (Lern-)Erfahrungen. Aus Angst vor weiteren oder aus Trotz gegenüber denen, die ihnen danach noch etwas beibringen wollen, was ihnen neue Schmerzen bereiten könnte, behalten einige, vielleicht – je nach Schwere der Traumatisierung – sogar alle, eine individuelle Lernbehinderung bei, die sie davon abhält, die Welt und andere Lebewesen so zu erfahren, wie sie wirklich – von Natur aus – sind und aufgrund von Naturgesetzen auch bleiben werden: auf einem natürlichen Kurs in Richtung Zukunft (und Weiterentwicklung des Lebens, also auch des eigenen Bewusstseins), den kein Mensch verändern kann – weder maschinell noch mit geistigen Techniken. Am Ende wird immer die Erkenntnis herrschen, dass Menschen, die die Welt nach ihrem Willen verändern bzw. besser machen wollten, damit gescheitert sind.

Die Welt ist – so wie sie ist – gut, in einem perfekten Gleichgewicht zwischen Überfluss und Mangel, der Menschen täglich dazu antreibt, ihn zu beseitigen, um satt zu werden. Nur den Menschen ist sie schon lange nicht mehr gut genug bzw. der Mangel oder die Angst davor zu groß.
Sie versuchen seit jeher, sich ihr Leben zu erleichtern und sich – vorsorglich – gegen „Mangelerscheinungen“ abzusichern. Jede Generation wünscht sich, dass es ihre Kinder mal besser, schöner haben sollen – und macht dabei im Grunde alles nur schlimmer: Denn Menschen, die zur eigenen Sicherheit Vorräte horten (oder Geld sparen), nehmen anderen Ressourcen weg.
Wer nach „Perfektion“, dem Gefühl von absoluter Güte (oder Sicherheit) strebt, zeigt dabei ein immer hässlicheres Gesicht – weil Menschen, wie alle anderen Lebewesen auch, nicht perfekt sind bzw. es nie sein können. Perfektion ist ein Endzustand , eine Verfassung, in der alles gut zu sein scheint. – Evolution sieht allerdings kein Ende vor, weil es natürliche Zyklen gibt, die – aufgrund der Naturgesetze bzw. des Energieerhaltungssatzes – in der Lage sind, sich ewig zu wiederholen.

Ich denke, es ist kein Zufall, dass am Anfang vieler Kriege der Schrei der Menschen nach einer neuen Verfassung steht bzw. sich Menschen am Ende von Kriegen oft eine neue Verfassung geben, also festlegen, welche Fehler der Vergangenheit sie nicht wieder mache wollen.
Nicht alle Länder dieser Erde bzw. im Grunde kein einziges (denn es gibt keinen globalen Friedensvertrag) besitzen bereits ein Grundgesetz, das Menschen vor feindlichen Übergriffen – sei es durch ihre eigene Regierung, ihre Nachbarn oder ihre Nachbarländer – schützt, sobald diese in der Lage sind, sich eigene Gesetze zu machen – mit Geld oder (Waffen-)Gewalt.

Gewalt neigt von Natur aus dazu zu eskalieren, wenn niemand bewusst de-eskaliert, im Wissen, dass es sonst auch viele „Unschuldige“ treffen wird, die nur zur falschen Zeit am falschen Ort – am Ort eines Kampfes oder Krieges, den andere begonnen haben – waren bzw. gelebt haben und sich wehren mussten, um überleben zu können.
Irgendwann, sobald Menschen des Kämpfens müde werden (weil ihnen bewusst wird, was sie da eigentlich tun bzw. zu was sie selbst fähig sind), wird immer – zusammen mit einem Bewusstseinswandel und neuen Vorsätzen für ein zukünftiges friedliche(re)s Miteinander – Frieden einkehren und alles – vorübergehend – wieder gut sein. So wie schon immer in der Vergangenheit.
Ich kann es mir zwar noch nicht ganz vorstellen, aber ich würde mir wirklich wünschen, dass alle Menschen, die sich Homo sapiens nennen (wollen), irgendwann einsehen, wo ihre Denkfehler liegt: Wer die Natur oder andere (Menschen, Tiere, Pflanzen oder andere lebendige Wesen) willkürlich – nach eigenen Gesetzen, denen alle anderen nicht erst zustimmen müssen – beherrschen, sie ohne sie oder sich selbst zu fragen, ob man das überhaupt darf, be- oder ausnutzen (sie sich Untertan machen) will, darf sich nicht wundern, wenn sie sich das irgendwann nicht mehr Gefallen lässt bzw. lassen und hart zurückschlägt bzw. -schlagen.

P.s.: Menschen, für die alles perfekt ist, weil sie alles erreicht haben, was sie in ihrem Leben erreichen wollten, lassen sich aus Langeweile oft genauso viel Unsinn einfallen (den sie oder andere hinterher wieder ausbügeln müssen) wie andere, denen man nichts Recht machen kann, aus Ehrgeiz – weil sie nie zufrieden mit sich oder dem sind, was sie besitzen, mit anderen teilen oder ihnen schenken, also tun oder aufgeben, sein lassen, könnten.

 

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Dank für das Foto gebührt Steven Lasry (auf Unsplash)!

Von der – in der Geschichte der Menschheit – zyklisch wiederkehrenden „Modeerscheinung“ der Maskierung – in immer subtilerer oder absurderer Form

Warum sich Menschen gerne verstecken oder sogar freiwillig gemeinschaftlichen (Gruppen-)Zwängen fügen – somit anderen Menschen, die Vorgaben machen, unterwerfen- und gesellschaftliches Theater mitzuspielen

Irgendein Grund hat sich in der Geschichte der Menschheit immer mal wieder gefunden, das eigene Gesicht hinter etwas zu verbergen, das es entweder hübscher macht oder den ganzen Menschen gefährlicher aussehen lässt als er oder sie eigentlich ist. Einzelne Menschen, die sich (gerne) – ganz bewusst oder weil sie es sich, nachdem sie es bei einzelnen anderen gesehen haben, einfach zur Gewohnheit gemacht haben – maskieren, unterstreichen damit (wenn sie nichts hinter ihrer Maskerade verstecken wollen) ihre Individualität. In Gruppen von Menschen, die gemeinschaftlich ihr Gesicht verbergen (müssen), ist Individualität dagegen eher unerwünscht: Einzelne sollen darin lieber untergehen, also nicht als Menschen auffallen, die gar nichts zu verbergen haben (bzw. anderen vielleicht ein schlechtes Gewissen machen, weil sie sich keine eigene Maske leisten können). Es gibt immer Menschen, die davon profitieren, dass andere Menschen sich ihren Maskenverordnungen unterwerfen:

  • MaskenherstellerInnen;
  • Menschen, die ihr eigenes Gesicht nicht gerne – oder stattdessen besonders gerne unter Maskierten – offen zur Schau tragen; und
  • Menschen, die die (physio- und psychologischen, individuellen und gesellschaftlichen) Schäden beheben können, die durch das Tragen von Masken entstehen (die die freie Atmung – über die Gesichtshaut oder Mund und Nase – und somit die Sauerstoffversorgung und Entgiftung des Körper behindern.

Irgendwann sind Maskenbälle oder „Alltagsmasken“ immer auch wieder aus der Mode gekommen. – Vielleicht weil Menschen sich nicht nur gerne in die Augen schauen, sondern sich auch mal gegenseitig die Zähne zeigen wollen oder das Bedürfnis haben, sich freundlich-zurückhaltend anzulächeln. Vielleicht auch, weil Menschen von Natur aus offene und ehrliche Wesen sind und ihnen irgendwann klar wurde, was dahinter steckte – welche Lügen und Täuschung (dass sie Menschen schöner oder ungefährlicher für andere machen könnten) oder welche Scham (von Menschen, die ein ängstliches Gesicht damit verbergen wollten, das sie nicht gerne offen zeigen).
Nicht allen Menschen ist bewusst, welchen Schaden es anrichten kann, sich als Mensch nicht so zu zeigen, wie man tatsächlich ist. Viele haben offenbar noch kein Verständnis für den (Un-)Sinn von Maskeraden. Das Bedürfnis, aus Spaß oder zum Selbstschutz (weil sie denken, dass es besser für sie oder andere ist) die eigene Mimik – die eigenen Gefühle – vor anderen zu verstecken bzw. mit einem Stück (Kunst-)Stoff, Holz, Porzellan oder vielleicht sogar Haut und/oder Haar eines verstorbenen Tieres oder Menschens zu überdecken, kehrt offenbar zyklisch wieder. Ich vermute – als Verhaltensforscherin – wenn Menschen über längere Zeit zu offenherzig waren und in blindem Vertrauen gegenüber anderen freizügig alles von sich preisgegeben haben.
Die Enttäuschung kann groß sein, wenn andere – die offene Ehrlichkeit selbst nicht gewohnt sind und (noch) nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen – dieses Vertrauen missbrauchen. Allerdings kann sie genauso groß sein, wenn Menschen hinter Masken irgendwann ihr wahres Gesicht zeigen. Deshalb würde ich mir nicht nur als Ökologin (denn dadurch ließen sich viele natürliche Ressourcen sparen!), sondern auch als Gesundheitswissenschaftlerin wirklich wünschen, dass Menschen der Natur – ihrer eigenen Gesundheit und der anderer – zuliebe irgendwann das freiwillige oder angeordnete Versteckspiel einfach komplett sein lassen würden.
Ich bin überzeugt, dass viele Menschen dann sogar mit dem Suchen nach ihrem Glück oder der Liebe aufhören könnten und leicht herausfinden würden, was wirklich in ihnen steckt (das sie bisher davon abgehalten hat, sich einfach glücklich zu schätzen oder geliebt zu fühlen).

P.s.: Es mag vielleicht helfen, die eigenen Atemwege kurzzeitig vor Staub oder anderen gesundheitsschädlichen Partikeln und heißem Qualm zu schützen, wenn es mal brennt. Menschen ohne ehrliche Aufklärung über die möglichen Folgen und persönliche Haftung bei Schäden dazu zu veranlassen, sich über längere Zeit oder sogar tagtäglich Situationen auszusetzen, die ihre Lungen so sehr schädigen können, dass sie sich in den Auszeiten nicht wieder davon regenerieren, stellt eine Straftat dar – nämlich Leugnung von Tatsachen bzw. (Wissenschafts-)Betrug oder Nötigung zur Körperverletzung. Ich denke, es ist kein Zufall, dass vor allem Menschen, die Verbrechen begehen (wollen) dafür sorgen, dass sie nicht eindeutig identifiziert werden können, ihr Gesicht dabei also nicht zu erkennen ist. Allerdings können auch Finger- und Fußabdrücke oder andere Muster genauso verräterisch sein ….

 

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Dank für das Foto gebührt Jacek Pobłocki (auf Unsplash)!

Intuitives Bauchgefühl vs. Verstand

Als die Mehrheit der Menschen sich noch vernünftig-maßvoll ernährt und ausgewogen gelebt hat, aber so ungebildet war, dass sie dachten, dicke Bäuche (bzw. Menschen, die stolz welche tragen) wären etwas Erstrebenswertes – weil sie höheren Wohlstand oder übernatürliche Fruchtbarkeit signalisieren (und nicht nur ein Symbol für Fresssucht sind)

Der sogenannte „Wohlstandsbauch„, den ein großer Teil der Menschen unserem modernen Leben in Hülle und Fülle – auch in Hinsicht auf Stress für unseren Körper und Geist oder unsere Seele (die vor allem Ruhe und Frieden braucht) – zu verdanken hat, kann primitiv-denkende Männer oder Frauen, die auf der Suche nach einem außerordentlich gutsituierten Partner oder einer besonders fruchtbaren Partnerin für eine Familiengründung sind, heute stark in die Irre leiten: Dicke Wampen deuten keineswegs nur darauf hin, dass Menschen (ohne Interesse oder Verständnis dafür, welche gesundheitlichen Folgen ein Fettbauch für sie haben kann) es sich leisten können, sich den Magen mit hochwertiger Nahrung vollzuschlagen.
Ein boomender Lebensmittelmarkt, – häufig in industrialisierter Form – der Menschen den Anbau, die Ernte und die Haltbarmachung ihrer Nahrungsmittel abgenommen hat, produziert keineswegs nur natürliche Nahrung. Dank wissenschaftlicher Forschungsarbeit und umfassender Erkenntnisse darüber, wie sich der menschliche Körper (und Geist) mit „Ersatzbefriedigungen“ abfinden kann – in erster Linie mit Hilfe von Geschmacksverstärkern oder Füllmitteln – lässt sich die Menschheit im 21. Jahrhundert zwar nicht mehr gesund, aber mit billig produzierten Kalorien (egal ob in Form von Fetten, Proteinen oder Kohlenhydraten) relativ lange – mit einem guten Gefühl im Bauch – am Leben halten.

Ungut fühlen sich Menschen erst, wenn ihnen – weil sie sie am eigenen Leib zu spüren bekommen – die gesundheitlichen Probleme bewusst werden, die sie sich entweder mit ihrer Ernährung oder mit ihrem Glauben an den Sinn eines Lebens im Wohlstands eingehandelt haben. Menschen, die nicht nur nach einer Nahrungsmittelsicherheit in ihrem Leben streben, sondern auch anderweitig vorsorgen wollen, müssen hart dafür arbeiten, nämlich geschützte Vorräte anlegen, die ihnen diese Sicherheit gewähren.
Ihr körperlicher sowie geistiger Zustand zeigt deutlich, wie gut ihnen dies gelingt. Menschen, die zu viel bzw. hart für die eigene Sicherheit, den eigenen Wohlstand, arbeiten, laufen Gefahr, sich körperlich dabei so auszulaugen, dass sie entweder abmagern oder ihr (Stress-)Hormonhaushalt so sehr aus dem Gleichgewicht kommt, dass Ihr Stoffwechsel irgendwann beginnt, auf Sparflamme zu laufen. Müdigkeit, (Nerven-, Muskel- oder Knochen- und Gelenk-)Schmerzen (durch mangelhafte Entgiftung und zunehmende Ablagerung von Stoffwechselprodukten), Gewichtszu- oder -abnahme (trotz gleichbleibender Kalorienzufuhr) sind die typischen Symptome zivilisationskranker Menschen, die mit steigendem Alter (und Bauchumfang) zunehmen.

Unser eigenständiges, selbstverantwortliches Leben beginnt mit unserem ersten, intuitiven Atemzug. Den können wir – wenn wir wollen – bewusst – von unserem Verstand gelenkt – dahingehend beeinflussen, dass wir uns entscheiden, nur oberflächlich, bis in die Brust, oder bis tief in den Bauch hinein einzuatmen, bzw. unser Bewusstsein vor allem auf unsere Ausatmung, also auf unsere Entgiftung von Atemgasen zu richten. Dafür, dass wir automatisch einatmen, wenn wir nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt sind, sorgt die Natur. Dafür, dass wir uns – weil wir uns vor allem hektisch atmend um unsere körperliche oder geistige Nahrung bzw. Versorgung kümmern – immer auch ausreichend aus dem Bauch heraus entgiften können, sorgt vor allem das Einziehen des Bauches durch die Anspannung der Bauchmuskeln.
Ich denke, daraus könnte sich jedes Kind ableiten, wie es effektiv verhindern kann, zu viel ungesundes Bauchfett anzusetzen.
Vermutlich wird es – trotz der unzähligen Bildungsstätten, die in den letzten Jahrzehnten überall auf der Welt errichtet wurden – noch eine Weile dauern, bis mehr Menschen ein gesundes Bewusstsein für einen „erstrebenswerten“ Bauch bzw. einen weder zu vollen noch zu leeren Magen haben. Immerhin wird es leicht sein, diejenigen zu erkennen, denen es auch in Fleisch (und Seele) übergegangen ist.
Ich werde mich an ihrem Anblick erfreuen; denn ich finde Fettpolster, auch meine eigenen, zwar nicht schlimm, aber definitiv auch nicht ästhetisch.

 

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Dank für das Foto gebührt Ehimetalor Akhere Unuabona (auf Unsplash)!

Drum prüfe, wer sich – ewig oder auch auf kürzere Zeit – bindet …

Wenn Menschen darunter leiden (oder davon krank werden), dass sie sich vor Zeugen Versprechen gegeben oder Verträge unterschrieben haben, die sie hinterher bereuen

Es ist relativ einfach, Menschen lange in Abhängigkeiten zu halten: Man muss sie nur dazu bringen, sich bzw. anderen „freiwillig“ etwas zu versprechen. Denn: Menschen sind als soziale Wesen von Natur aus dazu gemacht, sich oder Treueeiden, die sie geleistet haben, treu zu bleiben. In jedem Menschen finden allerdings mit der Zeit – mit zunehmendem Alter – Entwicklungen, also Veränderungen statt; bei einigen schnellere, bei anderen nur langsam, je nachdem, wie entspannt und bereit dazu sie sind.
Wer feste, von anderen beeinflusste – in Gedanken vorgefertigte – Ziele hat und diese Pläne verfolgt, verwickelt sich eher neu statt bei sich selbst zu bleiben und die eigene – freie und, weil jeder Moment entscheidende Veränderungen mit sich bringen kann, situationsabhängige – Entwicklung zuzulassen, die unserem natürlichen Wesen entspricht.

Feste, sicher in sich geschlossene, gesellschaftlich anerkannte Strukturen mögen hilfreich sein, Menschen so zu erziehen, wie man sie haben möchte. Mit (Entscheidungs-)Freiheit, die uns von Natur aus gegeben ist, hat das wenig zu tun: uns z.B. sicherheitshalber außerhalb „gewisser Kreise“ – in die Menschen leicht hinein-, aus denen sie aber schwer wieder herauskommen – zu bewegen, um dort nicht gefangen zu werden bzw. bleiben.

Menschen – vor allem Menschen, denen suggeriert wird, sie müssten sich in den Kreisen, in die sie hineingeboren wurden, oder den „höheren“, die sie sich, vielleicht hart, erarbeitet haben, sowohl frei als auch sicher und geborgen fühlen – kommen selten auf die Idee, dass nicht siefalsch ticken„, wenn sie dort nicht ihr (Lebens-)Glück finden oder gesund bleiben. Ordnungsstrukturen, die in Krisensituationen – als viele Menschen Angst hatten und froh waren, dass andere freiwillig das Ruder übernommen haben – oder aus der Bequemlichkeit vieler Menschen heraus, keine eigenen, (über-)lebenswichtigen Entscheidungen treffen oder selbstständig immer wieder eigene Wege gehen (und Gemeinschaften für sich finden) zu müssen, Sinn ergeben, sind allerdings nicht dazu geeignet, auch in „guten“ oder zumindest „besseren Zeiten“ für Ruhe und Ordnung unter freiheitsliebenden und kreativen Menschen zu sorgen: Wenn sie keine großen Sorgen, sondern Zeit für sich selbst und gewisse Sicherheiten haben, lassen sich Menschen ungern von anderen vorgeben, was sie zu tun haben.
Nicht wenige stellen – in Zeiten der Entspannung, wenn sie die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln – immer wieder auch fest, dass es in der Vergangenheit voreilig bzw. (weil sie nicht genug Wissen dazu oder Erfahrungen damit hatten) unbedacht war, sich – ohne die eigene oder äußere Entwicklungen voraussehen zu können – zu (gefühls-, also hormongesteuerten) Versprech(ung)en oder sogar schriftlichen Verträgen hinreißen zu lassen.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass Versprechen auch bedeuten kann, etwas falsch zu sagen?
Aus gesundheitlicher Sicht – um nicht irgendwann sehr von einem schlechten Gewissen gequält zu werden – würde (s)ich also empfehlen, jede Entscheidung, die Menschen treffen, eher als Versuch bzw. „gute Absicht„, sich auch daran zu halten, zu formulieren. Wer wirklich ein freier Mensch bleiben möchte (der jeden Tag wieder freie Entscheidungen treffen kann), muss auch auf Unverbindlichkeit Unverfänglichkeiten – achten.
Ich gehe allerdings davon aus, dass vor allem Menschen, die bisher darauf angewiesen waren, dass Menschen die mit ihnen geschlossenen Verträge strikt einhalten, selbst wenn sich oder sogar sie selbst die Bedingungen verändern, nicht sehr begeistert davon wären und mit all ihrer Macht zu verhindern versuchen werden, dass alle Menschen sich die Freiheit herausnehmen könnten, sich – ohne Folgen bzw. Strafverfolgung befürchten zu müssen – daraus lösen könnten. Mit (sorgen-)kranken, pflege- oder therapiebedürftigen Menschen (die sich nicht selbstständig versorgen bzw. -pflegen können, sondern eine Belastung für andere darstellen) neue Verbindungen einzugehen bzw. neue Verträge zu schließen, werden sie sich – wenn sie selbst überhaupt noch die freie Wahl haben – sich allerdings auch gut überlegen.

Ohne dass die Menschheit also erst einmal ihre Zivilisationskrankheiten in den Griff bekommt, wäre meiner (wissenschaftlich begründeten, wenn auch staatlich ungeprüften) Meinung nach zuerst zu prüfen, welche der alten Versprechungen und geschlossenen Verträge dazu geführt haben, dass heute so viele Menschen krank sind – um sie dann gegebenenfalls als „gesundheitsschädlich“ bzw. eine „Gefährdung für Menschenleben“ mit sofortiger Wirkung für ungültig (da zu voreilig und unbedacht – nicht nach heutigem bestem Wissen und Gewissen geschlossen) zu erklären.
Nur mit Menschen, die sich körperlich und geistig gesund sowie seelisch ausgeglichen fühlen, nicht mit von Ehrgeiz und persönlichen Erfolgen angetriebenen, lässt sich unsere Zukunft sinnvoll planen und – wenn es die richtige Zeit dafür ist – nachhaltig gestalten. Davon gibt es in der Praxis aktuell wenige. – Denn die, die genug theoretisches Wissen und eigene Erfahrungen in kleinen, offenen Kreisen (die Menschen jederzeit betreten oder auch verlassen dürfen, um später vielleicht doch wieder zurückzukehren) dazu besitzen, werden von den in alten, festen Strukturen eingefahrenen Menschen bzw. Gesetzen leider gehindert, in größeren Gemeinschaften  zu überprüfen, ob sich alle – als eigenverantwortliche Menschen mit Entscheidungsfreiheit – dauerhaft wohl darin fühlen könnten – so wie es meiner Meinung nach von Natur aus sogar für uns gedacht ist.

P.s.: Konsequent von anderen zu fordern, feste – verpflichtende – Bindungen einzugehen und alle neu hinzukommenden Informationen zu ignorieren, heißt auch, von Natur aus sinnvolle Entwicklungen bzw. Veränderungen laufender Systeme – natürliche Evolution zugunsten menschlicher Willkür – zu behindern, die erforderlich werden (würde/n), sobald offensichtlich wird, dass dadurch mehr Schaden angerichtet wird als jemals wieder gut gemacht werden könnte … Kranke Menschen können wieder gesund werden, wenn ihnen die Möglichkeit bzw. Zeit gegeben wird, sich – innerhalb ihrer Gemeinschaften und ohne schlechtes Gewissen – zu regenerieren, also ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Aktuell weigern sich noch viele angeblich moderne MedizinerInnen und WissenschaftlerInnen (die sich auf dem neuesten Stand der Forschung befinden sollten), die unser Gesundheitswesen mitbestimmen, anzuerkennen, dass dazu in erster Linie Verhaltensänderungen, eine gesunde Ernährung sowie Bewegungsweise und regelmäßige natürliche Entgiftungsmaßnahmen – keine Medikamente und/oder Behandlungen – notwendig sind. Dass außerdem weiterhin eine gesundheitsschädliche (Lobby-)Politik verfolgt wird, die weltweit die Natur vergiftet und natürliche Ökosysteme bzw. ihre Kreisläufe zerstört, von denen das (Über-)Leben der Menschen abhängt, das ließe sich leicht überprüfen – wenn man sich auch mal andere Seiten derselben Geschichten anhört, die uns unsere Schulen, Bildungsstätten und/oder anderen öffentlichen Einrichtungen und Medien erzählen.

 

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Dank für das Foto gebührt Janosch Diggelmann (auf Unsplash)!

Wenn Emotionen den menschlichen Verstand beherrschen (bzw. ausschalten) und aus ehrgeizigen Freiheitskämpfer/Innen obrigkeitsgläubige und gewissen-, herzlose Faschist/Innen werden können

Von Solidarität und Mitleid, verständnisvollem Mitgefühl oder mitfühlender Verständnislosigkeit und verdienter, gerechter oder unverdienter, ungerechter Gnade bzw. Gnädigkeit

Menschen sind von Natur aus dazu in der Lage, nicht nur mit ArtgenossInnen, sondern auch mit anderen Arten von Lebewesen – sobald sie sie als „fühlend“ erkennen – Mitgefühl zu entwickeln, egal ob diese Anzeichen von (Lebens-)Freude, Trauer oder anderen Schmerzen zeigen.
Biologisch, am Leben – der „belebten“, entwicklungsfähigen, ohne (Sonnen-)Energiezufuhr vergänglichen, Natur und ihren Lebewesen – interessierte ForscherInnen versuchen seit jeher herauszufinden,

  • ob Bewegungen und andere offensichtliche Aktionen oder Reaktionen etwas mit einem gefühlten, (mit-)fühlenden Leben zu tun haben oder automatisch ablaufen, weil zwei oder mehr unterschiedliche „Stoffe“ oder Materialien (also Stoffgemische aus verschiedenen Molekülen, Moleküle aus unterschiedlichen Elementen oder einzelne Elemente) sich annähern und eine Verbindung eingehen oder sich abstoßen;
  • wo das Leben, das – im Vergleich zu toter, ohne (Bewegungs-)Energiezufuhr unveränderlich bleibende Materie – Mitleid verdient, also überhaupt beginnt; und
  • wann Mitgefühl oder -leid für Menschen oder andere Tiere, Pflanzen oder sonstigen Lebewesen “ erlaubt “ ist und wann nicht.

Sobald Menschen entweder ihre Ähnlichkeit zu anderen Lebewesen erkennen können, können sie auch abschätzen, dass andere ähnlich empfinden wie sie selbst, also von Natur aus automatisch Mitgefühl empfinden und sich annähernd in ihre Lage, sogar wirklich in sie hinein versetzen – wenn sie bzw. die anderen es zulassen, also (sich) Fragen dazu erlauben und ehrlich beantworten.
Zusätzlich sind wir Menschen dazu fähig, unseren Verstand zu nutzen, um herauszufinden, auszukundschaften, ob andere, die uns anfänglich – weil sie nicht mit uns kommunizieren woll(t)en oder können – erscheinen, als hätten sie überhaupt nichts mit uns zu tun, doch näher verwandt mit uns sein könnten als wir dachten oder eine Bedeutung für unser ihr eigenes Leben haben, also in einem größeren Zusammenhang wichtig für uns sind.

NaturforscherInnen, insbesondere LebenswissenschaftlerInnen, haben schon viel herausgefunden – über das,

  • was uns unser menschliches Gefühl sagen kann und was – auch auf Nachfrage – nicht;
  • wie es bzw. wir selbst oder andere uns betrügen und
  • wie wir uns auch selbst zur Vernunft rufen können – wenn uns unser (Mit-)Gefühl allein nicht weiterhilft.

Die meisten Menschen lassen sich meiner (lebens-)wissenschaftlichen Meinung nach – je nach ihren individuellen Erfahrungen, was sich besser für sie „anfühlt“ – vor allem von ihren Augen – dem, was sie sehen – oder ihren Ohren – dem, was sie hören – durchs Leben leiten. Über ihre natürlichen, der Spezies Mensch von Natur aus mit auf den Weg gegebenen, intuitiven, sozialen, Voraussetzungen hinaus fühlen sich Menschen – aufgrund ihrer entwicklungsgeschichtlich entstandenen Verbundenheitsgefühle – unterschiedlich stark mit anderen Menschen, Tieren, Pflanzen, lebendigen Organismen oder leblosen, toten Dingen, die entweder ihren Augen oder ihren Ohren besonders gut tun, verbunden. Blinde und/oder taube Menschen bzw. Menschen, die Augen und Ohren schließen und sich auf das einlassen können, was sie dann noch empfinden können, können ein zusätzliches Gespür für „Verbündete“ entwickeln, die ihrer Meinung nach ihr Mitgefühl verdienen.
Nur unser rationaler Verstand kann uns (neben Außenstehenden, die uns eine neue Perspektive dazu eröffnen können) davor bewahren, uns unsinnig stark von anderen oder etwas getrennt, abgestoßen, (rechtlich) über- oder untergeordnet oder angezogen bzw. ihnen gleich(artig) zu fühlen.

Ob Tiere wie

  • Würmer oder Schnecken, die sich für viele Menschen so anfühlen wie etwas, vor dem sie instinktiv ihre Hand zurück ziehen, wenn sie es berühren und nicht wüssten, dass es harmlos für sie ist, oder
  • Insekten, die uns sogar stechen und Schmerzen zufügen können, ohne dass wir sie bedroht haben,

oder

  • schnellwachsende Pflanzen und Pilze oder alle möglichen anderen Organismengruppen, die die Nahrungsgrundlage für alle anderen darstellen, also täglich in großen Mengen bei lebendigem Leib verspeist werden,

dasselbe menschliche Mitgefühl „verdienen“ wie Lebewesen, die erfolgreicher um ihr Überleben kämpfen, rennen, fliegen oder schwimmen können, muss im Grunde jeder Mensch selbst mit sich ausmachen: mit Hilfe des eigenen Verstandes, Bauchs und Herzens oder unter Nutzung vorhandenen Wissens und des eigenen Gewissens.

Dagegen, dass automatisch Gefühle in uns aufsteigen, wenn wir anderen Lebewesen begegnen, können wir nichts tun. Wir können uns nur dafür entscheiden, ihnen nachzugeben oder uns zu fragen, woher sie eigentlich kommen, wer vielleicht sogar mit unserem Mitleid spielt und davon profitiert, dass Menschen es haben. Menschen sind in der Lage, – gemeinsam oder allein – etwas dagegen zu tun, dass sie – wir alle – zukünftig immer wieder Mitleid mit „Schwachen“ bzw. Schwächeren als andere empfinden „müssen“. Menschen müssten ehrgeizigen und ihre eigene Freiheit liebenden Menschen keine (Entscheidungs-)Macht über andere überlassen, die sich nicht dagegen wehren können oder wollen, weil sie freiwillig bereit sind, sich mit ihrer eigenen Unfreiheit abzufinden (und sich damit von der Verantwortung für ihr eigenes Leben entbinden). Sich solidarisch mit anderen „Unterdrückten“ fühlen zu können, kann Seelen trösten. Vor einem schlechten Gewissen, dass sie nichts gegen den äußeren Druck, ihre Bedrückung bzw. UnterdrückerInnen unternehmen, können diese Gefühle – ihr Mitleid – nicht ewig bewahren.
Vielleicht stellt der eine oder die andere also irgendwann fest, dass Mitleid nicht nur gefühlt, sondern auch genauer unter die Lupe genommen, untersucht, werden sollte – weil es unter anderem auch davon abhängt, ob man den- oder diejenigen, der oder die leidet, für schuldig oder unschuldig am eigenen Leid hält (weil er oder sie zu viel erreichen wollte oder zu wenig für sich getan hat) und ob man bereit ist, Gnade walten zu lassen oder nicht (weil im Grunde gerechtfertigt oder natürlich ist, gar nicht zu verhindern war, dass er oder sie unter dem leidet, was zu der leidlichen Situation geführt hat).

 

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Dank für das Foto gebührt Emily Crawford (auf Unsplash)!

Übung macht den Meister (oder die Meisterin) – auch in der Bewältigung von Schmerzen

Nachhaltig sinnvolle statt nur (scheinbar) wirkungsvolle Schmerztherapien

Gegen Schmerz(en) hilft es zwar über eine gewisse Zeit, Heil(ung) „nur“ in geistiger, spiritueller Erleuchtung (statt auch auf materieller, naturwissenschaftlich-messbarer Ebene nachvollziehbarer Weisheit oder Wissenschaft) zu suchen oder sich einfach die eigenen „Lichter auszuschießen„, also das eigene Bewusstsein so zu verändern bzw. von anderen (die entweder wissen, wie man damit spielen kann, oder es unbewusst tun, weil sie sich selbst für gelernte SchmerztherapeutInnen halten) beeinflussen zu lassen, dass es sich schmerzunempfindlich, unverletzbar, fühlt. – Menschen, die sich aber nicht zusätzliche leidvolle(re) Erfahrungen als Nebenwirkungen ihrer Schmerztherapie(n) einhandeln möchten, sollten sie lieber versuchen, möglichst nachhaltig friedlich damit zu leben, dass sie in ihrem Leben auf Erden „immer wieder“ – hin und wieder – unter dem leiden werden, was sie

  • sehen oder sehen „müssen“, weil es ihnen jemand zeigt,
  • hören oder sich von anderen sagen lassen („müssen“) bzw.
  • auf irgendeine andere Weise wahrnehmen bzw. am eigenen Leib zu spüren bekommen, ohne sie einen Einfluss darauf hätten.

Schmerzen lassen sich zwar mit viel Übung – mit gezieltem Fokus auf andere, „schmerzfreie Zonen“ – wegdenken oder mit individuell unterschiedlich effektiven Schmerzmitteln betäuben oder zumindest erträglich machen. Sie lassen sich aber auch aushalten, indem man sie als etwas Natürliches betrachtet, das zum Leben gehört bzw. sogar wichtig ist, um uns Menschen davor zu bewahren, uns selbst lebensbedrohlich dadurch zu schädigen, dass wir uns zu oft schmerzhaften (oder auch zu scherzhaften, leichtsinnigen) Erfahrungen aussetzen, die unseren Körper oder Geist und damit auch unsere Seele schädigen (selbst wenn diese unsterblich sein sollte).

Menschen sind dazu in der Lage, Schmerzen – langsam bzw. ausdauernd, mit Einsicht und viel Übung, wenn sie mit der Zeit nicht automatisch, im sichtbaren Verlauf einer Heilung, wieder vergehen – bewusstwegzuatmen„:
Indem Du – wenn Du nicht weißt, woher sie kommen, oder Angst hast, dass sie nicht mehr verschwinden – in Deine Schmerzen hinein spürst, sie wirklich fühlst und ihren Auslösern, also Ursachen beim stillen Atmen (und vielleicht auch Weinen oder Schreien) und mit Fragen oder anderen Recherchen auf den Grund gehst, kannst Du

  • einerseits lernen, sie als unvermeidbares, (lebens-)notwendiges Übel zu akzeptieren, also damit zu leben, dass Du verstanden hast und anderen erklären kannst, wie sie Deine eigene Endorphin-Ausschüttung kontrollieren bzw. verhindern, dass Du Dein körpereigenes Schmerzmittel-Reservoir nutzen kannst, oder
  • Dir andererseits – wenn Du vielleicht nur noch nicht wusstest, dass Du Deine Endorphinausschüttung auch selbst kontrollieren bzw. (re-)aktivieren kannst – ein individuelles Trainingsprogramm erstellen.

Sowohl mit Visualisierungen bzw. dem Fokus auf das, was Du auf friedliche Weise – ohne andere oder Dich selbst zu verletzen – erreichen kannst als auch mit auflockernden, lockeren Körperübungen, die Dich entspannen, flexibler oder stärker, widerstandskräftiger – gegen Schicksals- oder andere) Schläge – machen, kannst Du an Deiner inneren und äußeren – unentspannten, unflexiblen, starrsinnigen – Haltung (die Dich anfällig für Verletzungen macht) arbeiten und damit Schmerzen vorbeugen bzw. ihnen mit der Zeit immer entspannter begegnen (statt sie „nur“ aushalten oder vor ihnen flüchten zu müssen).
Wenn Du viel Glück oder genug Ausdauer hast, kannst Du das eine oder andere, was Dir (Bauch-, Kopf- oder Herz-)Schmerzen bereitet, irgendwann ganz aus der Welt räumen, ohne dass Du anderen dabei weh tun würdest, weil es ihnen fehlen könnte.

Sei Dir bewusst, bereite Dich also sicherheitshalber darauf vor, dass Dir das nicht immer gelingen wird bzw. gelingen kann – weil nicht nur Du ein Mensch mit Gefühlen bzw. Bedürfnissen bist, die schwach machen und dazu verleiten können, ganz bewusst Fehler machen zu wollen, um daraus lernen zu können.
Stell‘ Dich darauf ein, dass Du immer wieder einmal auch ein paar zusätzliche Schmerzmittel brauchen oder Tränen vergießen wirst, die Dir aber immer mehr Erleichterung verschaffen werden. Pass‘ nur auf, dass das „immer wieder“ ein „hin und wieder“, in unregelmäßigen Abständen bleibt – wenn Du Dich nicht abhängig davon machen, also süchtig danach werden willst (weil Menschen lernen können, auch lange – leidend – auf ihre nächste Schmerzmitteldosis zu warten, wenn sie keine Lust haben oder ihnen der Wille fehlt, an sich selbst zu arbeiten und sich mit ihrem Schmerz oder ihren damit verbundenen Ängsten auseinanderzusetzen).

Erst wenn Menschen einsehen, dass es ihnen auf Dauer wenig bringt,

  • sich und ihre Gefühle betäuben zu wollen, sie – sich selbst – zu ignorieren,
  • leise nur für sich zu weinen oder
  • das eigene Leid anders auszudrücken, indem sie es anderen klagst oder sie sogar dafür anklagen,

kann ihnen eine Alternative dazu, etwas Sinnvolles einfallen, was sie tun können, ohne gleichzeitig auch nur einer Fliege etwas zu Leide zu tun, also ohne irgendjemanden dabei zu verletzen.

Du selbst kannst – wenn Du nicht daran verzweifeln willst, dass sich Leid und Schmerzen im Leben nicht werden vermeiden lassen – im Grunde „einfach“ nur versuchen, Dein Leben damit zu verbringen, weder Dich selbst noch andere unnötig zu quälen bzw. jeden Tag neu damit beginnen, irgendwie mit dem dazu notwendigen Training weiterzumachen und fleißig „schmerzlosen Verzicht auf leidvolle Erfahrungen“ zu üben – je nach Tageslaune bzw. körperlicher, mentaler oder seelischer Verfassung mehr oder weniger.

Für AnfängerInnen empfehle ich: Achtsames Spazierengehen in der freien Natur – möglichst ohne etwas zu zertreten, was auf dem Weg liegt.

 

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Dank für das Foto gebührt Katherine Hanlon (auf Unsplash)!