Wenn nichts mehr geht …

… kann irgendwann auch kein fahrbarer Untersatz mehr einer bewegungsunfähig gewordenen Masse genug Lebensenergie zu geben, damit sie immer wieder ins Rollen kommt, bzw. ihr noch den Ansporn geben, überhaupt noch auf eigenen Beinen von einem Ort zum anderen gelangen zu wollen

Es gibt heute viele Menschen, die kurz davor scheinen, in völliger Bewegungslosigkeit zu erstarren, bzw. Gefahr laufen, es zu tun – nicht immer, weil sie sich zu wenig bewegen, sondern, weil sie Körper und Geist dabei nicht im Einklang halten.

  • Immer wieder zu schnell – unaufgewärmt – lossprinten;
  • mehr mental als körperlich (oder umgekehrt) trainieren bzw. nicht dafür sorgen, dass nicht nur der eigene Körper, sondern auch das Gehirn all das bekommt, was es braucht, um gut genug versorgt zu sein;
  • sich bzw. den eigenen Kräften zu viel abverlangen statt ihnen auch immer wieder Aufbau- und Ruhephasen zu gönnen, oder
  • es für „Aufwärmtraining“ halten, sich eine Wärmflasche zu machen, die Heizung aufzudrehen, eine Tasse heißen Tee oder Kaffee aufzubrühen, sich in die Sonne zu legen oder heiße Zigaretten- oder andere Glimmstengel-) Luft einzuatmen

mag lange problemlos „funktionieren“, auf Dauer dazu , wenn sie nicht nur immer kältere Füße und Beine bekommen, sondern all ihre Gliedmaßen mit der Zeit immer tauber werden und nur schwer wieder zu re-aktivieren oder dazu zu animieren sind, sich mit Freude und Leichtigkeit bewegen zu wollen.

Menschen, die ein besonders „cooles Leben“ führen und sich nicht „unnötig“ damit auseinandersetzen wollen, auf wessen Kosten sie dabei leben, zahlen letztendlich ähnlich dafür wie andere, die viel eigene (Lebens-)Energie dabei verschwenden, sich mit viel Aufwand ein gemütliches Plätzchen zu suchen oder selbstständig zu erschaffen, an dem auch ihr Gewissen zur Ruhe kommen kann: mit Schmerzen in ihrem geschundenen Körper oder Geist bzw. Verletzungen ihrer (bewegungsfreudigen) Seele, die zum Heilen nicht nur Zeit, sondern auch etwas braucht, was sie wieder in Schwung bringt, damit all der Ballast, der sich dort angesammelt hat, überhaupt abtransportiert bzw. entsorgt werden kann.

Ich kann nur empfehlen, sich häufiger mal auf den Kopf und die Beine auf diese Weise dorthin zu stellen, wo „normalerweise“ die Entscheidungen gefällt werden. So kann lebensspendendes Blut viel leichter in Richtungen fließen, die umgekehrt – aufgrund von Gefäßverengungen oder verspannungsbedingten Stauungen – nicht mehr oder nur schlecht erreicht werden. Vielleicht verschwindet der fehlende oder übermäßige Bewegungsdrang dann irgendwann von ganz alleine – weil im Kopf ganz neue, vorher ungeahnte Ideen dazu entstehen?

 

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Dank für das Foto gebührt Jonathan Cooper (auf www.pexels.com)

Menschenwürde, Hochmut oder Armseligkeit (und fehlende Weit- oder Einsicht)?

Wann kannst Du wirklich stolz auf Dich und das sein, was Du tust oder bisher in Deinem Leben erreicht hast, und wann bildest Du es Dir nur ein – weil andere Dir das Gefühl geben, dass Du etwas besonders gut oder richtig gemacht hast?

Jeder Mensch – jeder Mann. jede Frau, jedes Kind – braucht im eigenen ihrem Leben etwas, worauf er, sie oder es stolz bzw. womit er, sie oder es zufrieden sein kann, und was ihn, sie oder es jeden Tag dazu bringt, aufzustehen, um weiter daran zu „arbeiten„, also voranzukommen bzw. sich die eigene Lebenslust und den eigenen Lebensmut zu erhalten.
Menschen, deren natürliches Bedürfnis danach nicht gestillt wird, weil sie in einer Umgebung aufwachsen, in der Unfrieden herrscht, gegen den sie alleine nicht ankommen können, und in der sie sich fragen, wie Menschen mit dem, was sie tagtäglich tun, überhaupt glücklich und zufrieden sein können, gehen auf die Suche:

  • nach Gleichgesinnten, die ihnen entweder helfen, sich ein friedliches Gefühl zu verschaffen, oder sie von dem ablenken, womit sie sich nicht zufrieden geben wollen,
  • Möglichkeiten, Frieden zu stiften bzw. andere – notfalls mit Gewaltandrohungen – dazu zu bringen, sich zu vertragen, oder
  • nach Orten, an denen mehr (innerer) Frieden bzw. Einigkeit unter den Menschen herrscht, bzw. Positionen, in denen sie selbst – voller Stolz – für „Ruhe und Ordnung“ und – vermeintlich – sogar Frieden unter den Menschen bzw. in der ganzen Welt sorgen bzw. sich freiwillig in den Dienst derer stellen können, die nicht nur ver-, also vor sich hin gesprochen, sondern sogar „so wahr ihnen Gott helfe“ geschworen haben, das zu tun.

Mich erschreckt, wie viele Menschen sich auch heute noch dazu herablassen (oder auch dazu berufen fühlen; weil andere es ihnen einreden oder schriftlich, mit Urkunden o.ä., in denen ihnen eine „besondere Ehre“ zugeschrieben wird, bestätigen) und die Menschenwürde anderer (anscheinend völlig ohne schlechtes Gewissen) – nicht nur mit Worten (was legitim sein sollte in einer Welt, in der angeblich Redefreiheit herrscht), sondern indem sie handgreiflich werden oder sogar härtere, lebensbedrohliche Waffen einsetzen – angreifen , sie ihrer (Entscheidungs-)Freiheit berauben oder im wahrsten Sinne des Wortes von oben herab mit Füßen treten.
Alle könnten – Dank Geschichtsschreibung, wissenschaftlicher Aufklärungsarbeit und unzähliger Medien, über die Informationen dazu verbreitet werden – wissen, in wessen Fußstapfen sie gerade – bewusst oder unbewusst, bei dem Versuch, genau das zu vermeiden – treten.
Vielleicht spüren viele, dass mit ihrem Selbst– und/oder Welt- und Werteverständnis etwas nicht stimmt (weil sie sich z.B. niedergeschlagen fühlen, während sie doch alles Lebensnotwendige haben), können sich aber nicht erklären, wie es so weit mit ihnen kommen konnte.

Ich kann dazu nur anmerken: Menschen, die einfach nur auf „ihrem Weg“ bleiben (dem, den sie einfach nur für sich alleine gehen wollten – ohne das Gefühl, auch andere damit stolz machen zu müssen oder nicht in Verlegenheit bringen zu dürfen) möchten, haben es nicht leicht in modernen Zeiten:
Wir leben in einer Welt der menschlichen Willkür, in der sich „mächtige“, (einfluss-)reiche Menschen – ohne sich dazu eine Erlaubnis einholen zu müssen, also über die Köpfe und damit auch Einspruchsmöglichkeiten von Menschen hinweg – „Gesetzesvorlagen“ machen, also selbst Gesetzestexte schreiben dürfen, an deren Durchsetzung Menschen mitarbeiten, die selbst davon profitieren, während sich andere, deren Leben direkt davon betroffen ist oder sogar beeinträchtigt wird, sich nicht dagegen wehren können.

Mich macht es jedenfalls nicht stolz, in einem Land zu leben, in dem gar nicht alle ein Mitspracherecht haben oder jemals hatten, weil sie dazu erzogen wurden oder sich angewöhnt haben, lieber zu schweigen statt jemandem mit mehr Körperstärke oder Einflusskraft zu widersprechen. Ich bin froh, dass ich unter Menschen aufwachsen durfte, die mich dazu ermutigt oder es zumindest nicht geschafft haben, mich – z.B. durch Demütigungen – zu entmutigen, weiterhin laut meine Meinung zu sagen, auch wenn ich weiß, dass ich Menschen damit ihren Stolz auf das nehmen kann, was sie jeden Tag tun oder bisher in ihrem Leben erreicht haben.
Es gibt so viel mehr als „Zeugnisse“ oder andere „Befugnisse“ vorzeigen und Paragraphen aufzählen oder Gesetzestexte auswendig zitieren zu können, worauf Menschen sich wirklich etwas einbilden könnten: Wahre menschliche Stärke und damit sich auch des Menschseins würdig zeigen alle, die nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Menschen etwas erreichen wollen und einen Beitrag dazu leisten, dass auch unterschiedlich große oder v.a. (finanz-)starke Menschen sich auf Augenhöhe statt hoch- oder demütig begegnen und kooperieren können.
Unsere Welt wird allerdings aktuell offensichtlich von Menschen (und ihren Bediensteten) regiert, die – ganz für sich allein bzw. aus ihrem sicheren Umfeld, ihren eigenen Kreisen, heraus – etwas aus– oder vor anderen aufführen bzw. Menschen vorführen (wollen), die sich einer – angeblichen – Mehrheitsmeinung oder sogar dem „freien Willen“ des ganzen Volkes (als dessen „gewählte“ Vertreter oder Vertreterinnen sie sich betrachten, selbst wenn sie sich ihm gar nicht unterwerfen müssen) nicht fügen (wollen).

Glücklicherweise kennt die Natur auch kein Erbarmen mit Menschen, die sich nicht an ihre lebenserhaltenden Regeln, halten, die die Erde seit ihrer Entstehung – im Laufe der Evolution – zum Erblühen und dazu gebracht haben, den komplexesten Organismen einen Lebensraum zu bieten. Es ist weder natürlich noch lebensrettend, sich – mit Hilfe

  • von Worten bzw. einer Sprache und Schrift,
  • von Papier oder anderen, (Schreib-)Stiften, Druckern oder anderen Maschinen bzw.
  • von Texten, die für die Nachwelt als (konservierte) Beweise herangezogen werden können, dafür, dass alles nicht nur genau so gewesen, sondern auch „rechtens“ ist,

eigene Regeln zu machen, auf die irgendjemand besonders – und nachhaltig – stolz sein könnte.

Das alles ist nur wichtig für Menschen, die innerhalb eines sozialen Gefüges – einer Ordnung – Karriereleitern zu erklimmen bzw. sich auf hohen Pos(i)t(ion)en Vorrechte gegenüber anderen zu sichern versuchen, denen sie im Laufe ihres Lebens (oder vielleicht auch im Jenseits, nach ihrem Tod) als Konkurrenten (bzw. Konkurrentinnen) begegnen (müssen oder könnten), ohne sie an ihrer Seite haben bzw. ein Stück des Weges begleiten zu wollen. – Vielleicht aus Ehrfurcht (weil sie sich selbst ihrer unwürdig fühlen) oder aus Angst, dass andere (die sich auch für etwas Besseres halten) darüber spotten könnten?

 

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Dank für das Foto gebührt Pixabay (auf pexels.com)!

Better not touch/Besser die Finger lassen von Touchpads oder – vor allem oberflächlich und solange sich niemand dagegen wehrt – auf unsere Hände verführerisch wirkende Pro- oder „Objekte“

Von wem lässt Du Dich widerspruchslos (auch unangenehm) berühren, in wessen Hände begibst Du Dich freiwillig oder von wem klässt Du Dich sogar noch dafür bezahlen, dass Du Dir die Finger schmutzig oder selbst gar keinen Finger krumm machen musst – vielleicht aus Angst, sonst etwas zu verpassen bzw. nicht ermöglicht oder erlaubt zu bekommen?

Viele von uns werden in Gesellschaften großgezogen, in denen er „normal“ geworden ist, dass man sich schon als kleines Kind nicht nur von der – zum Teil ungeliebten – Verwandtschaft, sondern von völlig fremden Menschen anfassen, Ver– oder Behandlungen über sich ergehen lassen muss, selbst wenn wir uns dabei nicht wohlfühlen. Die wenigsten von uns verstehen wahrscheinlich, warum entweder das eigene Gefühl bzw. der eigene Geist oder der eigene Körper innerliche oder sogar äußere Anziehungs- oder Abwehrreaktionen auf etwas oder jemanden zeigt, obwohl wir davon bzw. von ihm oder ihr vorher noch gar nicht an- oder unangenehm berührt wurden, also keine Ahnung von dem haben dürften, was mit uns geschehen könnte.

Unser Körper muss nicht erst tatsächlich – mechanisch – von außen stimuliert werden, um etwas in unserem Inneren zu reizen und in Bewegung zu setzen. In ihm sind in unterschiedlichster Form Erinnerungen gespeichert, die sogar über unser eigenes Leben hinaus- bis auf unsere Vorfahren zurückgehen gehen.
Menschen, die noch mit einem besonderen, natürlichen Feingefühl oder Hellsinnen ausgestattet sind, weil sie noch nicht mit (Kontakt-)Informationen überfrachtet wurden, die sie haben abstumpfen lassen, nehmen Berührungen anders auf als Menschen, die sich daran gewöhnt haben, von den unterschiedlichsten Menschen auf verschiedensten Wegen berührt zu werden.

Es ist natürlich, Mitgefühl für andere fühlende Wesen – für Menschen, Tiere oder sogar Pflanzen – zu empfinden, sich also auch emotional von ihnen persönlich oder ihrem Schicksal berühren zu lassen. Aber es ist übertrieben, sogar anhand von beeindruckenden Bildern, Worten oder sie untermalenden Klängen bzw. Melodien mit ihnen zu leiden bzw. sich davon beeinflussen zu lassen, ohne in ihrer Gegenwart bzw. direkten Nähe auch völlig ohne Worte oder andere „beweiskräftige“ Unterlagen spüren können zu müssen, ob sie es tatsächlich auf Mitleid anlegen (oder lieber darauf verzichten und sich eigenständig um sich selbst kümmern würden).

Es ist natürlich, sich dazu verlocken zu lassen, etwas anzufassen, was uns – aus den unterschiedlichsten, individuellen Gründen – begehrenswert erscheint. Aber es ist fahrlässig, sich nicht zu überlegen, was – in einer Welt, in der angeblich schon Blicke töten können sollen – alles passieren könnte, wenn man etwas, was einem selbst gar nicht gehört, berührt und damit vielleicht aus seiner natürlichen Ordnung oder aus der Ruhe bringt.

Es ist also überlebenswichtig, zu lernen, NEIN zu sagen; nicht nur zu Tätigkeiten, deren Folgen man selbst gar nicht einschätzen kann, weil sie völlig neu(artig) sind, sondern auch oder insbesondere zu Menschen, die versuchen Druck auszuüben und andere Menschen das ausführen zu lassen, was sie selbst nicht (mehr) tun wollen, weil ihnen vielleicht längst bewusst ist, was sie damit verursachen bzw. auslösen: entweder in ihrem eigenen Körper, ihrem Geist oder in ihrer Seele, die oft zuerst spürt, wenn etwas nicht schnell wieder vorbei, sondern auf Dauer unerträglich ist, bzw. bei anderen fühlenden oder besonders empfindsamen (Lebe-)Wesen und der Natur, in der sie leben.

Nicht jeder Mensch ist ganz automatisch – ohne Vorerfahrungen – in der Lage, wirklich zu spüren bzw. professionelle von intuitiv „richtigen“, aus einem ehrlichen Gefühl heraus entstandenen oder gespielt falschen Darstellungen einer Lage zu unterscheiden, (ab) wann etwas für andere unerträglich wird oder bereits unzumutbar ist. Die Freude an Unterdrückung bzw. Druck, den man in unterschiedlicher Stärke auch auf sich selbst ausüben kann wird, oder stattdessen Berührungsängste und damit verbundene Schmerzgrenzen sind individuell äußerst verschieden, auch wenn nur wenige Menschen umfassend darüber aufgeklärt wurden oder je in Frage gestellt haben, dass andere die Welt anders – schmerzhafter oder weniger leidvoll – wahrnehmen könnten als sie selbst. Zu Zeiten, in denen Menschen die Möglichkeit haben zu recherchieren, darüber nachzudenken und dementsprechend zu wissen, dass andere noch mehr erleiden müssen als sie selbst, haben sich viele angewöhnt, die Zähne zusammenzubeißen oder den Mund zu halten und abzuwinken – zumindest so lange, bis ihnen auch kein mitfühlender (Zahn- oder anderer)Arzt bzw. eine freundlich-gesinnte und geduldige (Zahn- oder andere)Ärztin mehr weiterhelfen kann.

Wir leben in einer Ära, in der sich Geduld oder das Abwarten, bis alle Nach- und Rückfragen geklärt sind, für viele nicht auszahlt, weil Zeit Geld ist, das verschwendet werden kann. Daher fehlt ihnen auch häufig die Zeit für „echte“ Berührungen mit „echten“ Menschen, die sich nichts darüber vormachen (lassen), was ihnen wirklich unter die Haut geht und was sie stattdessen – bei näherer Betrachtung, über kurz oder lang – abstößt. Dafür profitieren davon andere, die es schaffen, menschliche Gefühle „anzusprechen“, Menschen also Angst machen oder Hoffnung geben. Es ist absurd bzw. ein Paradoxon, vielleicht auch ein Rätsel, das viele Menschen leider noch nicht verstanden haben zu lösen: Wer nämlich weniger bereit dazu wäre, hart – möglichst emotionslos – genau daran (mit) zu arbeiten oder (anderen) Geld dafür bezahlen zu können, dass das nicht geschieht, könnte es im Grunde – wenn er oder sie sich ein Herz bzw. zuerst an die eigene Nase fassen würde – viel leichter (nämlich ohne sich dabei von der „Mithilfe“ – Fügsamkeit, Kooperationsbereit- oder Komplizenschaft bzw. Compliance anderer abhängig zu machen) erreichen:

  • eigene (Berührungs-)Ängste oder Hemmungen zu verlieren, Widerstand zu leisten gegen Menschen, die Eingriffe in die eigene körperliche, geistige oder seelische Unversehrtheit von Lebewesen dulden oder sogar fordern, und dabei
  • einen Zugewinn an Lebensfreude bzw. innerer Zufriedenheit und Ausgeglichenheit sowie – vielleicht ein neues, nie gekanntes bzw. aufgrund von Lebenserfahrungen vergessenes – Vertrauen in die Natur und ihre Heilkräfte (die immer auch „ihre Zeit“ brauchen, also nicht willkürlich vorangetrieben, durch Streicheleinheiten oder schmerzhafte Operationen schneller oder wirkungsvoller werden können) zu verzeichnen.

P.s.: Ich persönlich finde es – auch wenn ich es selbst liebe, Tiere zu sreicheln, oder mich gerne darum kümmere, dass es ihnen so gut wie möglich dabei geht, dass sie von Menschen (als Gefangene) gehalten werden – mittlerweile wirklich abstoßend, wenn Menschen ihre eigenen Haustiere wie einen „echten“ Partner oder eine „treue“ Partnerin, ein Kind oder als Lehrer bzw. Lehrerin betrachten oder genau so behandeln. Tieren ihre natürlichen Bedürfnisse abzusprechen, macht sie häufig zu reinen Objekten menschlicher Emotionen bzw. (Sehn-)Süchte: sie spenden vielen Menschen, die sich allein fühlen und nicht anders zu helfen wissen, in erster Linie durch ihre Anwesenheit und ohne, dass sie viel dafür verlangen (können), Kraft und Trost bzw. geben ihnen das Gefühl, nicht nur eine emotionale Verbindung, sondern auch eine liebe- und damit sinnvolle Lebensaufgabe zu haben (die sie leisten können bzw. die sie so erfüllen kann, dass sie ihnen den Rückblick auf ein erfülltes Leben ermöglicht). Dabei zeigt sich partnerschaftliche Liebe nicht darin, sich einseitig körperlich, auf geistiger oder emotionaler, seelischer Ebene zu berühren oder von anderen behandeln zu lassen, wie sie es vorgeben, sondern auch darin, sich gegenseitig die Freiheit zu lassen, sich eigene Rechte zu erkämpfen oder Räume zu schaffen bzw. jederzeit auch (an die frische Luft) gehen zu können, um Dampf ablassen und sich etwas Neues – weniger Aufregendes, Nervenaufreibendes – überlegen zu können.

 

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Dank für das Foto gebührt Cottonbro (auf pexels.com)!

Augen(klappe), Mund und Nase zu und durch – auch wenn das, was sich täglich weiter ansammelt, bereits zum Himmel stinkt

Wie Menschen mit der Möglichkeit, sich Geld zu drucken oder zumindest den Geldwert zu bestimmen (und gekauften Medien oder Bildungseinrichtungen), ihre gutgläubigen Mitmenschen dazu bringen, freiwillig (oder sogar mit dem gutem Gefühl, einen „sinnvollen Beitrag zur Gemeinschaft“ geleistet zu haben) zu Müllschluckern und -schluckerinnen (ganzer Nationen) zu werden bzw. dafür zu bezahlen, dass der Müll, den sie gar nicht selbst produziert haben, entsorgt wird (und damit die Paläste und Schlösser oder Kathedralen finanzieren, in denen (aus-)erwählte Regierungsbeamte und andere „führenden Köpfe“ aller Länder residieren dürfen und als Gegenleistung für ihre „uneigennützige“ Arbeit königlich versorgt werden)

Heute sagt die Überschrift bzw. ihr Untertitel im Grunde in einem (langen) Satz schon all das aus, was die Menschheit an ihren heutigen „Punkt“ (in unserer Menschheitsgeschichte) gebracht hat bzw. bringt es meiner Meinung und Erfahrung nach im Großen und Ganzen auf den Punkt bzw. mehrere gemeinsame Nenner, wovon sich Menschen in ihrem Leben antreiben lassen (wenn ihnen sonst nichts Sinnvolles einfällt):

  • von ihrer natürlichen Sehnsucht bzw. Suche nach einer Lebensaufgabe, für die sie bereit sind, ihr Leben auch irgendwann wieder aufzugeben – um denen, die nach ihnen kommen, den Platz zu räumen bzw. so ordentlich zu hinterlassen, dass sie selbst auch dort würden leben wollen, und der
  • Aussicht auf eine Belohnung dafür – in Form von Glücksgefühlen bzw. den symbolischen, rituellen Handlungen, die für Menschen mit Glücksgefühlen in Verbindung gebracht werden: wenn sie etwas erreicht haben, worauf sie entweder selbst stolz sind, weil sie sich so fühlen, oder in den Augen anderer sein können, weil es auf gesellschaftlicher Ebene als Erfolg gilt (z.B. so wohlhabend zu sein, dass alle es auch sehen können, also entweder viel Geld bzw. „Privateigentum“ zu besitzen und selbstständig verteidigen zu können, so dass es niemand so einfach wegnehmen kann, oder viele Anhänger und/oder Anhängerinnen, die sich bei Gefahr schützend vor sie stellen, also bereit sind, für sie zu sterben).

Ich bin nicht sicher, wofür Menschen sowohl mit einer angeborenen, natürlichen Neugier als auch mit einem zu lernfähigen, zu vernünftigen, achtsamen und nachhaltig durchdachten Handlungen fähigen Gehirn ausgestattet wurden, wenn sie beides so selten nutzen bzw. mit der Zeit verkümmern lassen, weil sie sich nur noch von ihren (Sehn-)Süchten oder – oft damit verbundenen – Schuldgefühlen durchs Leben leiten lassen.
Ich denke, es könnte damit zusammenhängen, dass nicht nur jeder Körper (innerlich) immer fauler oder schwer(mütig)er, sondern auch jeder Geist täglich träger wird, wenn er zu viel Müll (in Form von

  • „Lebensmitteln“,
  • (einseitig verlockenden oder abschreckenden, in die Irre führenden) Informationen oder
  • (das eigene Denken – bewusst oder unbewusst – lenkenden statt umfassend dazu anleitenden) Unterhaltungsmedien
  • oder Predigten von Menschen, die ihre eigenes Leben der Aufgabe geopfert haben, andere Menschen davon zu überzeugen, sie für ihre „aufopferungsvolle“ bzw. „entbehrungsreiche“ Arbeit zu bezahlen )

konsumieren und für andere entsorgen oder selbst produzieren muss, damit sich das eigene Leben überhaupt lohnt, also rechnet.

Es ist nicht einfach, in dieser Welt gesund, also möglichst ablehnend zu bleiben und darauf zu achten, sich nicht unnötig viel Abfall anderer aufzuladen, oder ihnen nicht dabei helfen zu wollen, die volle Verantwortung für das zu übernehmen, was sie der Natur entnommen und kulturell, künstlich oder künstlerisch verändert als schwer zu entsorgenden, nicht-kompostierbaren, gesundheitsschädlichen „Giftmüll“ in die Welt gebracht haben: oft unter hohem Energieeinsatz oder zulasten unzähliger Menschenleben, die sich „freiwillig“, mit der Aussicht auf Erfolg bzw. eine „gute Sache“, oder weil sie unter (privater, öffentlicher oder staatlicher) Gewaltandrohung dazu gezwungen wurden, mit dafür eingesetzt haben. Wenn wir irgendwann wirklich frei davon leben und nicht weiterhin Menschen, die unser aller Umwelt oft völlig unnötig (weil Alternativen bewussteres Handeln erfordern würden) verschmutzen, mit gemeinschaftlich-öffentlich versorgen wollen, ohne dass sie Rechenschaft darüber ablegen müssten, warum sie sich was in ihrem Leben auf Kosten anderer oder auch ihrer eigenen Gesundheit alles geleistet haben, ist es allerdings notwendig, durchzuhalten, also nicht immer wieder schwach zu werden und einzuknicken, also der Verlockung zu widerstehen, sich einzureden, dass alles „gar nicht so schlimm“ ist, wie es „nur“ an manchen Orten dieser Erde und auch gar nicht immer aussieht.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly (auf pexels.com)!

Völlig nüchtern betrachtet …

… lässt sich vieles in unserem Leben kaum oder zumindest schlecht ertragen – weil es unseren Verstand bzw. unser logisches Verständnis und Mitgefühl übersteigt (obwohl es andere, die man für fühlende Wesen hält, es als „natürlich“ propagieren und/oder „selbstverständlich“ völlig freiwillig, ohne dass sie jemand unter Gewaltandrohung dazu zwingen würde, tun):

  • Menschen zu sehen, die sich – vermeintlich skrupellos – gegen- oder auch nur einseitig Gewalt antun, den Krieg erklären oder in der Not im Stich lassen.
  • Menschen zuzuhören, die davon reden, dass es keine besseren, menschen-, tier- oder naturfreundlicheren Alternativen zu dem gäbe, was sie deshalb – unfreiwillig und/oder zumindest mit schlechtem Gewissen – tun „müssen“ oder nicht sein lassen können.
  • Sich als Eltern nicht verantwortlich für den Schutz der eigenen, „minderjährigen“ Kinder (die angeblich noch nicht erwachsen genug sind, Verantwortung für sich selbst übernehmen und JA zu dem, sagen zu können, was ihnen gut tut bzw. sie gerne freiwillig tun, bzw. NEIN zu dem, worunter sie leiden, wenn es ihnen von anderen aufgetragen oder vorgeschrieben wird) und ihre Aufklärung (über die Tücken und Gefahren, aber auch Chancen und wichtigen Lernerfahrungen in dieser Welt) fühlen zu müssen bzw. sollen.
  • In einer Welt bzw. einem Land zu leben, in dem viele Menschen keine echten, familiären Vertrauten oder Geliebte und Liebhaber haben, sondern „freundliche“ Lehrer oder Lehrerinnen, „gutmütige“ (oder zumindest speziell dafür ausgebildete) „Erzieher oder Erzieherinnen“, „gute“ Ärzte oder „einfühlsame“ Therapeutinnen brauchen, denen sie sich – ohne Scham – öffnen können bzw. wollen (weil sie an deren „Schweigepflicht“ glauben oder gar nicht darüber nachdenken, was sie fremden Menschen offenbaren oder auflasten – ohne die Verpflichtung, ihnen das irgendwann auch wieder abzunehmen).
  • Sich als Kind bzw. Mensch, der/die/das ein „erfolgreiches“ oder zumindest „schönes“, möglichst sorgenfreies Leben führen möchte, „anpassungsfähig“ machen lassen zu müssen: an von anderen – mächtigeren, (einfluss-)reicheren oder schlaueren – Menschen vorgegebenen Bedingungen, die – angeblich – allen Menschen gleichermaßen sowie der Erhaltung unserer Lebensräume dienen sollen.

Es gäbe unzählige weitere Gründe, die es rechtfertigen würden, jeden einzelnen Tag dafür zu sorgen, sich bzw. die eigenen Sinnesorgane bzw. Eingangspforten der Wahrnehmung möglichst zu verändern:

  • sie mit nervenberuhigenden Chemikalien, die Erregungsübertragungen behindern, zu betäuben,
  • den Organismus einseitig zu beschäftigen, z.B. mit etwas „Nervenaufreibendem“, mit dem die Wirkung von Neurotransmittern verstärkt wird, „zuzudröhnen“,
  • sich – mental oder physisch, indem man andere Orte aufsucht – in (realitäts-)ferne Welten zu begeben, also zu (tag-)träumen oder von fremdartigen Eindrücken inspirieren zu lassen, bzw.
  • die eigene Aufmerksamkeit zumindest so zu fokussieren oder abzulenken, dass nur noch die (überraschend) schönen, wundervollen, Seiten des Lebens zu Tage treten können oder es – mit genug Übung – irgendwann gleichgültig wird, ob sich etwas gerade (besonders) gut oder schlecht anfühlt.

Am Ende wird alles irgendwann langweilig, auch jede (Sehn-)Sucht oder Suche; vor allem, wenn man dabei nicht das Erhoffte findet oder immer wieder auch schöne Überraschungen erlebt.
Aus gesundheitswissenschaftlicher, verhaltensökonomischer Sicht kann ich also nur empfehlen, eine gesunde Balance zwischen völlig nüchternen Betrachtungsweisen und rauschartigen Zuständen zu halten, von denen man sowohl physisch als auch psychisch abhängig werden kann – je nachdem, wie angenehm, erregend oder entspannend, die damit verbundenen körperlichen oder geistig-spirituellen Erfahrungen sind (bzw. wie unangenehm die Nebenwirkungen). Ob man sich dazu etwas – der Einfachheit halber – zur Regel machen sollte oder sich stattdessen auf sich selbst verlassen kann (oder auf andere, in die eigenen Vorhaben Eingeweihte , die mit darauf achten, dass man keine „toxische Dosis“ – an zu viel Vernunft oder Gelassenheit – erreicht), ist individuell sehr unterschiedlich und abhängig von der aktuellen Lebenssituation.

Ich bin – Dank (trickreicher) antiautoritärer Erziehung und (alternativ-)wissenschaftlichen (Aus-)Bildung – schon sehr lange überzeugt: Gemeinsam – auch mit völlig Fremden – macht alles mehr Spaß; auch wenn ich den notfalls (sollte mir niemand einfallen, mit dem oder der ich ihn haben könnte, oder der Mut bzw. Ansporn fehlt, mir jemand Neues zu suchen) ganz alleine mit mir haben kann!
Ich wünsche noch einen schönen – klaren, nüchternen oder bewusstseinsveränderten bzw. -dernden Sonntag; je nachdem, was mehr dazu beiträgt, offen und neugierig bzw. interessiert an der Realität zu bleiben oder zumindest gelassen ertragen zu können, was man Neues dabei und darüber erfährt! Einfach nur (weiter) darunter zu leiden, dient mit Sicherheit vielen anderen Menschen, die sich liebend gerne mit Leidtragenden bzw. ihren „Wehwehchen“ beschäftigen, wenn sie damit ihren Lebensunterhalt bestreiten, aber nicht der eigenen Gesundheit oder Heilung.

 

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Dank für das Foto gebührt Laura Tancredi (auf pexels.com)!

Wer kommt denn jetzt morgen und bringt „braven Kindern“ Geschenke? Das Christuskind, der Heiland oder Weihnachtsmann?

Wenn Menschen im Glauben erzogen werden, dass sie nur geduldig darauf warten müssen, dass all ihre Wünsche erfüllt werden bzw. die Welt von ihrem Übel erlöst und überall Frieden einkehren wird (oder dass sie auf keinen Fall die himmlische Ruhe stören und laut gegenüber anderen Menschen werden dürfen, wenn sie „in den Himmel kommen“ wollen)

Ich habe Weihnachten die meiste Zeit meines bisherigen Lebens geliebt:

  • die Kerzen und anderen Lichter, die die dunkelsten Tage des Jahres ein bisschen freundlicher gemacht haben;
  • die „Plätzchen“- bzw. Lebkuchenzeit“, also die süße Weihnachtsbäckerei;
  • die Vorbereitungen darauf, anderen Menschen ein kleine Freude machen zu können, indem man ihnen etwas schenkt, und natürlich auch
  • die Vorfreude auf „Dinge“, die man sich selbst von anderen gewünscht hat und von ihnen als Geschenke erwartet.

Auch Überraschungsgeschenke, mit denen Menschen überhaupt nicht gerechnet hatten, weil sie den Wunsch danach gar nicht geäußert hatten, – von anderen Menschen, die Wünsche gut von sehnsüchtigen Augen ablesen können – oder das Zusammenkommen vieler Menschen, die eine wichtige Rolle im eigenen Leben spielen, machen Weihnachten für viele zu einem ganz besonderen Fest.

Je mobiler und weltoffener (oder traumatisierter von Familientraditionen …) Menschen sind, desto weiter entfernt leben heute allerdings viele Familienmitglieder oder früher engen Freunde und Freundinnen voneinander, so dass auch ein traditionelles Weihnachtsfest an Bedeutung verlieren kann; vor allem, wenn Menschen nicht an die dahinter verborgene Geschichte glauben können.
Ich weiß, dass gemeinsame, heilsame Glücksmomente, die normalerweise situationsabhängig – ohne Vorplanung – entstehen, leichter erinnert werden, wenn sie einen bestimmten Rahmen hatten oder in Zusammenhang mit einem Ritual, einem Fest oder einem anderen denkwürdigen Ereignis standen, und dass sie erneut – aus der Erinnerung – heraufbeschworen werden können, so lange sich Menschen darauf einlassen, also dafür öffnen.

Für mich hat sich im Laufe der Zeit – mit Zunahme des materiellen Überflusses und Übergewichtes in den Gesellschaften, die auch in der Weihnachtszeit wenig zur Besinnung zu kommen scheinen – das Weihnachtsfest entzaubert: als hoffnungsloser Versuch, an den letzten Tagen des Jahres alles wieder gut zu machen, was man im Laufe des Jahres vernachlässigt oder verpasst hat bzw. darauf zu hoffen, dass irgendwann doch noch „der Retter“ kommt und Menschen aus der Situation befreit bzw. erlöst, in die sie sich selbst – häufig völlig freiwillig, ohne dass andere sie dazu gedrängt hätten – gebracht haben.

Ich kann nur sagen: (Er-)Warten, ohne flexibel zu bleiben und sich mental darauf vorzubereiten, dass alles auch ganz anders, jemand völlig anderes oder gar niemand kommen könnte, lohnt sich selten – zumindest wenn man sich allzu schwere Enttäuschungen ersparen möchte.

 

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Dank für das Foto gebührt Jeswin Thomas (auf pexels.com)!

Auf der Mauer (auf der Lauer?)

… statt gegen die Wand

In den Köpfen von Menschen gibt es keine Mauern, die sich ohne Weiteres so einreißen lassen, dass dabei niemand schwer verletzt werden könnte. Eher rennt man sich dabei den eigenen Kopf blutig, bevor sie nachgeben. Denn sie sind zum natürlichen Eigenschutz errichtet worden. Und die Natur kann eine harte Nuss sein!

Es gibt darin aber stattdessen viel leeren Raum, den man mit verlockenden, neuen Ideen füllen kann, so dass die eine oder andere Mauer plötzlich gar kein Hindernis mehr darstellt, das nicht von beiden Seiten überwunden werden könnte. – Man muss nur kreativ genug sein, um bei denen, zu denen man näher Kontakt aufnehmen oder sich womöglich sogar wiedervereinen möchte, entweder die Hoffnung oder Neugier darauf zu wecken, mal etwas völlig ander(e)s sehen zu können als das, was man bereits kannte bzw. wusste, oder etwas Altbekanntes bzw. früher einmal Geliebtes, was man verloren geglaubt hatte.

Man sollte sich nur immer bewusst ein Hintertürchen offen halten bzw. sicher wissen, dass man auch dorthin zurückkehren kann, woher man gekommen ist. Es soll schon Menschen gegeben haben, die sich aus einem Paradies haben „vertreiben“ lassen (müssen) – weil sie nicht mit dem zufrieden waren, was ihnen auf der anderen Seite angeboten wurde, sondern der Verlockung erlegen sind, unbedingt auch Nachbars Kirschen bzw. Äpfel zu probieren, obwohl es ihnen verboten worden war.

 

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Dank für das Foto gebührt Ozan Çulha (auf pexels.com)!

 

Von Menschen, die die Welt unterbewusst nur umrisshaft, in schwarz-weiß, verschwommen bunt oder als Stummfilm wahrnehmen können

Wie einsam, krank oder verletzt ist Deine Seele – so dass sie viele Eindrücke (unter-)bewusst ausblenden „muss“, damit Du in Ruhe heilen kannst?

Ich treffe immer wieder auf Menschen, die mir die – zumindest für mich als Biologin – „einfachsten Dinge“ bzw. Zusammenhänge nicht glauben, die auch für jedes Kind, dem man sie zeigt bzw. erklärt, erkenn- und leicht nachvollziehbar wären. Viele Menschen scheinen selbst nicht zu verstehen, warum sie – statt andere Menschen in ihrer Gänze zu sehen – vor allem eine Aura wahrnehmen.
Anderen Menschen fällt bei bestimmten einzelnen (Zauber-)Worten, Sätzen (auf die sie sich keinen Reim machen können) oder Tonlagen und Melodien die Kinnlade herunter – als ob sie nicht zu unserer Welt gehören dürften. Und wiederum andere sind überfordert, wenn man ihnen etwas, was sie nur als Symbol oder Momentaufnahme – vielleicht sogar nur in Schwarz-Weiß – sehen (wollen), in den buntesten Farben zu einer oder sogar unterschiedlichen Geschichten ausmalt.

Mir persönlich fallen nicht nur bei Menschen, sondern bei „allem Lebenden“ ziemlich schnell nicht nur ihre – verborgenen oder für Einblicke von außen geöffneten – inneren Gefühlswelten, sondern auch all die Verbindunglinien auf, die sie in der Realität zu anderen Lebewesen oder auch Dingen haben.
Natürlich weiß ich, dass ich mir aus ihren Verhaltensweisen nicht ihr ganzes Leben zusammenreimen kann, aber zumindest ihre Überlebens– oder (Gefahren-)Vermeidungsstrategien offenbaren Menschen allein dadurch, wie sie in der Öffentlichkeit auftreten bzw. in welchen Kreisen (in denen sie sich sicher fühlen) sie sich bewegen.

Wir alle sind im Laufe unseres Lebens schon Risiken eingegangen und haben dabei traumatische Erfahrungen sammeln „dürfen“, (wenn wir zu übermütig waren und uns „falsch“ einge-, also unsere Kräfte über- oder die Herausforderung unterschätzt bzw. mit ganz anderen Faktoren, Bedingungen oder Entwicklungen gerechnet haben). Vielleicht haben auch alle von uns (Erb-)Krankheiten oder Verletzungen – unbewusst – von unseren Vorfahren oder Menschen, bei bzw. mit denen wir aufgewachsen sind, übernommen, ohne dass wir sie jemals „abnormal“ oder „unnatürlich“ erfahren hätten (weil sie für alle oder zumindest eine Mehrheit von Menschen um uns herum „selbstverständlich“ waren, auch ohne dass sie hätten erklären können, warum).

Das muss man (auch) nicht verstehen“ ist für mich ein Satz von Menschen, die schon oft versucht haben, nachzuvollziehen, warum ihr oder „das“ Leben ist, wie es ist, aber es irgendwann aufgegeben haben, weil es sie zu viel Energie gekostet und zu keinem Ergebnis gebracht hat. Kein Wunder, dass sie sich nicht vorstellen können, dass alles nicht nur einen, sondern vielfältige Ursachen und Gründe haben kann oder in keiner besonderen – völlig freiwilligenAbsicht, sondern immer nur als Reaktion auf etwas vorher Geschehenes geschieht, aber z.B. ausgeschlossen ist, dass alles „einfach immer so

  • bleibt,
  • weitergeht,
  • zu einem guten Ende kommt oder
  • schlecht ausgeht.

Unser universales Bewusstsein, auf das wir als Menschen – je nach individuellem Entwicklungsstand bzw. Möglichkeiten oder Interesse, an bereits verfügbare Informationen zu kommen – alle Zugriff haben, entwickelt sich beständig weiter: durch die Erfahrungen, die wir alle tagtäglich neu machen. Ich wünschte, wir würden bald endlich alle zusammentragen können, die uns fehlen, damit unsere „Weltenseele“ – ein großes Netzwerk von Kranken und/oder Verletzten – langsam heilen kann.
Ich hoffe, Du verstehst, was Dir Deine damit sagen will, dass Du heute fühlst, was Du bzw. wie Du Dich (alleine oder sobald andere zu Dir Kontakt aufzunehmen versuchen) fühlst. Verlier‘ nicht die Geduld dabei, immer wieder auch genau(er) hinzuschauen oder hinzuhören bzw. Dich vielleicht nicht nur auf Deine bisherige, individuelle Weise verständlich zu machen, sondern auch so, dass andere Individuen, die Du erreichen möchtest, Dich trotz völlig anderer Verständigungsmöglichkeiten verstehen können. Sei Dir sicher, dass wir alle mehr oder weniger seelenverwandt sind und miteinander kommunizieren bzw. uns sogar gegenseitig von unseren Verletzungen oder Ängsten vor „schlimmen“ Krankheitsverläufen heilen können. Wenn wir es sowohl wollen bzw. uns wünschen und daran glauben als uns außerdem genug Zeit dafür nehmen, uns darüber klar zu werden, warum es manchmal so leicht, ein anderes Mal enttäuschend ist (weil es uns im Stich gelassen hat), und was unsere eigenen Angewohnheiten, unser Lebensstil, damit zu tun haben bzw. hat, können wir alles – vielleicht nicht völlig spurlos hinter uns lassen, aber zumindest so „heil machen“, dass es irgendwann uns selbst nicht und auch sonst niemandem (mehr) weh tut.

P.s.: Die eigene Seele mit Hilfe von schmerzstillenden, beruhigenden oder bewusstseinsverändernden Mitteln bzw. Chemikalien heilen zu wollen, halte ich persönlich nicht nur für Unsinn, sondern für äußerst gefährlich – weil 1. unser Unterbewusstsein uns davor schützt, allzu schmerzhafte Erfahrungen auf einmal zu durchleben bzw. vielleicht sogar daran zu zerbrechen, und 2. unser Bewusstsein davor, im Drogenrausch Ding zu tun, mit denen wir andere – unbewusst – verletzten könnten. Wer diese „Schutz-„Tore – vielleicht sogar regelmäßig, weil ein Gewöhnungseffekt eingetreten ist – öffnet, sollte also eher mit Heilungsverzögerungen statt damit rechnen, sich bzw. die eigene verletzte oder im Laufe des Lebens einsam gewordene Seele so „selbst heilen“ zu können.

 

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Dank für das Foto gebührt Mikhail Nilov (auf pexels.com)!

Das ist ja der Hammer!

Was andere Menschen sich einfach erlauben, ohne sich erst eine Erlaubnis dafür geholt zu haben

Wir Menschen „ticken“ – je nachdem,

  • wo wir geboren wurden, also in welche Umgebung hinein,
  • wie frei wir uns entwickeln konnten oder
  • wie sehr wir von Eltern nach ihren Vorbildern erzogen wurden –

alle unterschiedlich, auch wenn sich viele Parallelen oder ähnliche Muster erkennen lassen.

Ich persönlich glaube, dass eine große Rolle dabei, wie sehr wir „von Natur aus“ dem vertrauen, was wir von anderen Menschen einfach übernehmen, nicht nur die Erfahrungen, die wir während unseres eigenen Lebens machen konnten, sondern vor allem auch unsere Geschichte, also das Leben unserer Vorfahren spielt.
Menschen, die von anderen abstammen, die einst über andere herrschen durften, tragen die Gene bzw. die Erinnerung in ihrem Körper und Geist mit sich, dass ihnen andere untergeben gedient haben.
Wer familiengeschichtlich einmal von Stärkeren vertrieben wurde, hütet sich vermutlich im eigenen Leben öfters davor, sich mit – vermeintlich – Stärkeren anzulegen als jemand, der oder die dort, wo er oder sie gelebt hat, „seinen Mann“ oder „ihre Frau stehen“ konnte.
Verletzte oder gebrochene Menschen, die in ihrer Familie nie Heilung erfahren durften und dort immer wieder in Ruhe gesund werden konnten, weil sie liebevoll gepflegt wurden, machen sich mit Sicherheit öfters auf die Suche nach „Heilung im Außen“ oder Behandlungen durch völlig Fremde als andere, die – wie auch ich – das Glück hatten, zu lernen, dass man mit ein wenig Bestärkung durch andere, Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen immer wieder auch selbst heilen kann (zumindest solange der eigene Körper nicht unter allzu starken Vergiftungen – Altlasten – leidet, die nicht ausreichend ausgeschieden werden).

Viele hören das, was ihnen ihre inneren Stimmen, Gefühle oder andere aus ihrer Perspektive sagen, so lange nicht, bis es laut knallt, ihnen jemand ins Gesicht oder „ihr letztes Stündlein schlägt“. Niemand bräuchte Angst vor Krankheit und Tod haben – weil es viel gesünder ist, entspannt damit umzugehen, dass wir alle eines Tages gehen „müssen“; auch wenn es uns oder anderen nicht gefällt.

Es ist traurig, dass einige Menschen – obwohl sie zu vernünftigem und mitfühlenden Handeln begabt sind – sich so weit ausbreiten, dass es auch eng für alle anderen wird, während andere weit unter ihren eigenen Möglichkeiten bleiben und „freiwilligzurückstecken („müssen“). Viel zu viele halten es für Unsinn, für ihr eigenes Lebensrecht zu „kämpfen“ bzw. friedlich einzustehen, sich also gegen die zu behaupten, die es ihnen nehmen möchten – vielleicht aus einer angeborenen, ererbten Ur-Angst heraus, dafür von anderen geköpft zu werden?

Ich kann aus gesundheitlicher Sicht nur dazu ermuntern, es sich selbst einzuräumen. Es ist genug Platz für alle da!
So lange dabei alle von uns auch auf alle anderen – natürlichen Bedürfnisse bzw. Erdlinge (und ihre Vorlieben oder Befürchtungen) – Rücksicht nehmen bzw. gemeinsame Kompromisse finden, um sie zu befriedigen bzw. sowohl ausleben als auch friedlich, entspannt und angstfrei mit ihnen leben zu können, wenn wir sie anderen zuliebe einmal unterdrücken müssen.#

P.s.: Wir sind es vielleicht gewohnt, dass irgendjemand für schuldig befunden wird, die „öffentliche Ruhe und Ordnung“ gestört zu haben (die ein Teil von Menschen für sich gepachtet zu haben scheint), nachdem der Hammer gefallen ist. Für mich ist es eher eine (ungerechtfertigte) Krönung, dass Menschen anderen nicht nur ihre Meinung sagen, sondern sogar Urteile über sie fällen dürfen, völlig ohne ihnen entweder ein Mitspracherecht zu geben oder – falls sie es vorziehen, zu schweigen bzw. sich von anderen Menschen verteidigen zu lassen – eine Mitsprachepflicht bei dem aufzuerlegen, wie sie sich entweder für etwas entschuldigen oder einen angerichteten Schaden wiedergutmachen könn(t)en.

 

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Dank für das Foto gebührt Sora Shimazaki (auf pexels.com)!

Was Dein Geschmack Dir darüber sagt, wo oder wie Du im Leben stehst

Und was Hungergefühle oder Appetit, also Lust bzw. Verlangen, (nicht) mit (Selbst-)Vertrauen und Wissen oder Angewohnheiten und Abhängigkeiten zu tun haben

Wir Menschen mögen nicht alle dieselben Dinge:
Was manche süß finden, finden genauso viele ekelerregend oder zumindest abstoßendunattraktiv oder –interessant für sie.
Was einen Mann oder eine Frau scharf macht, ist für den oder die andere zu heiß oder „uncool„.
Auch über den Salzgehalt oder Bitterkeit lässt sich streiten, ohne dass es zu einer (Ver-)Einigung kommen muss.

Vielen Menschen ist etwas allerdings vielleicht (noch) nicht bewusst: Unser Geschmack, unsere Vorlieben oder auch jahrzehntelangen Gewohnheiten können sich im Laufe unseres Lebens jederzeit verändern – je nachdem, wie ge- bzw. übersättigt oder unzufrieden wir damit bzw. uns selbst sind. Wir sind von Natur aus (Elementar-)Wesen, die sich aus natürlichen BausteinenElementen mit unterschiedlichen Energieniveaus – zusammensetzen und sich in ihrer Umwelt (die lokale und regionale Eigenheiten besitzt) möglichst wohl – ausgeglichen – fühlen möchten. Dazu müssen wir uns sowohl die Energie zuführen, die uns – unserem Geist – ein Wohlgefühl verschafft, als sich auch sinnvoll in unserem Körper zu den Strukturen verstoffwechseln bzw. –bauen lässt, mit denen wir uns auch gut – süß oder scharf bzw. anziehend auf andere wirkend – fühlen, wenn wir uns im Spiegel betrachten.

Wir brauchen – um unseren Organismus am Leben zu halten – rund um die Uhr sowohl Energie– als auch (elementare) Baustoffreserven. Auch wenn wir – bewusst oder weil uns nichts Besseres einfällt – nichts tun, führt unser autonomes Nervensystem lebenswichtige Ver– und Entsorgungs– bzw. Reparaturarbeiten durch. Wann immer dazu – für einen reibungslosen Ablauf – Elemente fehlen, schlägt unser Körper Alarm: in Form von Hunger oder Durst bzw. Appetit auf bestimmte Nährstoffgruppen, Vitamine, Mineralien oder sekundäre Pflanzenstoffe. Genauso gut kann allerdings unsere Energie– bzw. Sauerstoffver– oder (Atem-)Giftentsorgung im Körper – durch zu wenig Frischluftzufuhr bzw. –austausch mit der freien Natur, Bewegung oder eine zu flache Ein- oder Ausatmung – gestört sein, so dass wir uns trotz abwechslungsreicher Nahrungszufuhr müde fühlen oder nur unter Schmerzen oder Krämpfen bewegen können. Aufputsch– oder bewusstseinsverändernde, schmerzhemmende oder entkrampfende Mittel können uns kurzzeitig Linderung verschaffen und es uns erleichtern, trotzdem aufzustehen und uns auf die Suche nach der Ursache unserer Probleme zu machen bzw. eine Lösung dafür – eine Erlösung von unserem Unwohlsein – zu finden.

Dabei zu sehr im eigenen Element bzw. körperlich, geistig und/oder seelisch unausgeglichen bzw. –

  • auf dem Boden (der erdigen, beständig – aus Vernunft- oder Verständnisgründen bleibenden Tatsachen),
  • im Feuer (der lustvollen oder leidenschaftlichen Liebe für Genuss),
  • im (Luft-)Hauch (der süßen Verführungen) oder
  • im Wasser (bzw. Fluss des intuitiven, situationsabhängigen Lebens) –

einseitig aus-, überlastet oder unterfordert zu bleiben, kann zu

  • unkontrollierbaren Heißhungerattacken bzw.
  • überschießenden (Panik-)Reaktionen,
  • Sucht– bzw. Entzugserscheinungen oder zu
  • völliger Bewegungslosigkeit

führen und jeglichen Genuss bei der Nahrungsaufnahme bzw. Energiezufuhr zunichte machen.

Ess- bzw. Wahrnehmungsstörungen hinsichtlich dessen, was gesund für ihren Organismus wäre, liegen bei Menschen, die darunter bzw. unter den damit verbundenen körperlichen Symptomen (wie Ekel, Völlegefühl oder ständigem Appetit) oder Gewichts- und anderen – psychischen – Problemen leiden, wahrscheinlich bereits in frühen Entwicklungsphasen im Bauch der Mutter und den ersten, prägenden Lebensjahren begründet: Das, was wir über unsere sich entwickelnden Sinne oder Nervenbahnen wahr- sowie über unser Verdauungssystem aufnehmen, halten wir für „normal“, auch wenn unsere Mutter z.B. unter übertriebenen Ängsten und damit verbundenen (stress-)hormonellen Ungleichgewichten leidet oder mangelernährt ist und die Umwelt, in die wir hineingeboren werden, unnatürlich bzw. gesundheitsschädlich für uns ist.
Dank der Vielzahl an wissenschaftlichen Erkenntnissen und Medien, die sie verbreiten, können Menschen heute immer leichter selbst feststellen, was mit ihnen „nicht stimmt“: warum sie z.B. mit sich selbst so selten zufrieden sind oder andere, die unter ganz anderen elementaren Einflüssen stehen und daher andere Bedürfnisse haben, nicht mit ihnen bzw. dem, was ihnen – logischerweise – völlig selbstverständlich erscheint (weil es sich für sie gut und richtig anfühlt).

Die mehr oder weniger schwierige Kunst ist es dann, selbstständig für die eigene, individuell richtige Würze im Leben bzw. passende, ausgleichende Energie- und Nähr- bzw. Vitalstoffzufuhr im Leben zu sorgen. Es genügt nicht, dem Beispiel anderer Menschen zu folgen, die vielleicht ähnliche Symptomatiken zeigen oder Lösungen für deren Behebung anbieten, aber völlig andere Hintergründe für ihre Vorlieben, Abneigungen oder bewussten Verzicht auf bestimmte elementare Stoffe bzw. für das haben, was ihnen hilft, sich gesund zu halten.
Ich für mich habe zum Beispiel beschlossen, mich möglichst pflanzlich zu ernähren – weil ich mir nicht vorstellen kann, dass mich Körperteile von geschlachteten oder erschossenen Tieren bzw. Körperflüssigkeiten, die von Natur aus dazu gedacht sind, sie selbst bzw. ihren Nachwuchs lebendig zu halten, artgerecht nähren können. Ich muss keinem Vogel seine Eier stehlen, um meinen Eiweißbedarf decken zu können. Und ich weiß, dass mein Gehirn nur für Tätigkeiten, die ich konzentriert erledigen muss bzw. die neu für mich sind, viele Baustoffe – für das Wachstum von Nervenzellen – benötigt; sobald aber mein Körper dabei warm gelaufen bzw. damit warm geworden ist, ist im Grunde nur noch die Sauerstoffzufuhr bzw. ausreichende Entgiftung der (lust-)begrenzende Faktor.
Wenn ich Hunger auf oder ein Verlangen nach etwas – egal ob auf Essen oder eine andere Tätigkeit – bekomme bzw. mir etwas verlockend Erscheinendes angeboten wird, sagt mir mein gesunder Menschenverstand zwar nicht immer, aber mittlerweile ziemlich oft:
Gibt es einen guten Grund für Dein Gefühl?
Wofür – für welches (fehlende oder im Überfluss vorhandene) Element steht das, was Dir gerade offenbar fehlt, eigentlich?
Was enthält das, womit Du den Mangel in Dir beheben willst (zusätzlich; zur Geschmacksverstärkung bzw. um ihn zu überdecken oder konservieren)?
Woher stammt es und wer profitiert davon, wenn Du jetzt zugreifst? Dient es in erster Linie Dir oder jemand anderem, weil Du vielleicht spätestens hinterher dafür zahlst?
Brauchst Du aktuell wirklich eine Nahrungszufuhr für Deinen Körper (den Du überlastet oder ausgelaugt hast), für Deine Seele (die sich einsam fühlt) oder Dein Ego, Deine (geistige, kreative) Persönlichkeit (die sich langweilt, weil sie nicht ausgelastet ist)?

Ich vermute, dass sich bisher die wenigsten Menschen diese Mühe machen bzw. Zeit nehmen (können oder wollen). Es ist nicht zu übersehen, dass die meisten Menschen ihre elementarsten Bedürfnisse vor allem mit Essen bzw. überhöhter Energiezufuhr befriedigen. Wer unter Strom steht, fühlt sich definitiv lebendig – nämlich im Kampf ums Überleben. Wer es sich genüsslich so gemütlich wie möglich macht, verliert irgendwann die Lust, überhaupt noch für oder gegen etwas einstehen (oder sich gegen Süchte bzw. Abhängigkeit oder Unterdrückung wehren) zu wollen – fühlt sich also irgendwann so zufrieden mit sich selbst und der Welt, um sich darin zur Ruhe zu setzen oder legen.

Das sind die beiden Extreme unserer modernen, unnatürlichen Wohlstandsgesellschaften.
Ich hoffe für Dich, dass Du Dich irgendwo in der Mitte, in einer gesunden Balance, befindest und Deinen Appetit oft genug auch von etwas (bzw. von Deinem, Deiner oder Deinen Liebensüßen zu etwas) anregen lässt, worauf Du eigentlich keine Lust hast (weil es Dir komischwenig verlockend – vorkommt), was aber ganz sicher eine gute Abwechslung bzw. Ergänzung für Dich ist – je nachdem ob in Deinem Leben

  • das Feuer (bunte Früchte und proteinreiche Samen oder scharfe Gewürze und bittere Kräuter bzw. Erfolge bei Deinem kreativen Schaffen),
  • Wasser (grüne bzw. andersfarbige Blätter oder – gesäuerte, vergorene – Kohlenhydrate bzw. Bewegung und Entgiftung),
  • Luft (Blüten und Fette oder Sauerstoff bzw. süße Leichtigkeit)
  • oder Erde (Wurzeln oder Salz und andere Mineralien bzw. Standhaftigkeit)

fehlt.

 

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Dank für das Foto gebühr Karolina Grabowska (auf pexels.com)!