Moral und Verantwortung im Leben

Warum es unmoralisch ist, keine oder ausweichende Antworten zu geben (und Risiken mit unabsehbaren Folgen für andere einzugehen)

Wenn man wissen möchte, ob Menschen ehrlich – zu sich selbst und anderen – sind, kann man sie einfach etwas fragen, was ihnen unangenehm ist.

Wenn man wissen möchte, ob das, was Menschen tun, so moralisch ist, so dass sie auch die volle Verantwortung dafür tragen wollen, muss man sie nur fragen, ob sie mögliche Folgen, Risiken und schädliche Nebenwirkungen, „Kollateralschäden“, berücksichtigt und Vorkehrungen getroffen haben, damit nicht andere in der Zukunft größere Mängel oder Zerstörung ausbaden zu müssen als es ursprünglich gab, sie also versucht haben zu beseitigen.

Es gibt wenige Menschen, die die „richtigen“ Fragen stellen – ich schätze, weil sie uns in der Schule oder im Elternhaus niemand beibringt, der oder die eigene unmoralische, unverantwortliche Geheimnisse hat und Gefahr läuft, dass die ans Licht kommen könnten; weil man hartnäckig durchhalten muss, immer wieder keine oder nur ausweichende Antworten zu bekommen, bis man endlich versteht, warum manche Menschen in ihrem Leben Ausflüchte vor den einfachsten Fragen suchen.

„Ich weiß nicht.“ ist vielleicht eine ehrlichere Antwort auf eine überraschende Frage als „Das ist eben so“, „Das ist einfach die beste Lösung und alternativlos“ oder „Das wird schon (wieder) gut werden“. Aber ich persönlich finde es heute schon mehr als verdächtig, wenn Menschen sich nicht die Mühe machen wollen, eine Antwort zu finden oder sich gemeinsam zu überlegen, warum etwas ist, wie es ist – vor allem, wenn offensichtlich ist, wie viel es Fragenden bedeutet, eine bessere zu bekommen, mit der sie etwas anfangen könnten. Es ist im Grunde schon ein Beweis, dass etwas verheimlicht oder gelogen wird, wenn nur die positiven Seiten dessen, was man tut, hervorgehoben werden, wenn nicht berücksichtigt wird, dass andere darunter leiden oder einseitig davon profitieren, also Ungerechtigkeiten gefördert werden.

Ich weiß, dass ich viele Menschen nerve, damit, dass ich so gut wie alle Antworten neu hinterfrage – aber ich bin eben eine geborene Wissenschaftlerin, die sich nicht damit zufrieden gibt, dass das, was sich Menschen bisher haben einfallen lassen, das Beste sein soll, was sie schaffen könnten.
Für Menschen wie mich gibt es davon nur selten Urlaub, also auch selten ein freies Wochenende; deshalb:
Ist das, was Du so tust, eigentlich moralisch oder belügst Du Dich und andere öfters als dass Du offen und ehrlich über alles mit ihnen sprichst, was sie von Dir wissen möchten, weil Du etwas darüber wissen könntest?
Wie viel Verantwortung trägst Du eigentlich für Dein Leben und welche unbeantworteten Fragen – und damit verbundene Probleme – lastest Du einfach anderen auf?

Egal, wie Deine Antworten ausfallen, ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und dass Du Menschen um Dich hast, die zusammen mit Dir Verantwortung tragen wollen – denn darauf vertrauen, dass in unternehmens- und politik- oder geldgesteuerten menschlichen Gesellschaften Moral herrscht, würde ich persönlich nicht.

 

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Dank für das Foto Yuiizaa September (auf Unsplash)!

Die Zukunft vorhersagen mit menschlichen Orakeln oder technischen und biotechnologischen Hilfsmitteln

ist heute genauso unmöglich wie vor 500 oder 500 000 000 Jahren, also Scharlatanerie

Zukuntsängste, die Angst, falsche Entscheidungen zu treffen oder Unsicherheiten, ob eine bereits getroffene Entscheidung die richtige war oder rückgängig gemacht werden sollte, und eigene Zukunftsvoraussagen, Vermutungen aus Beobachtungen, die bestätigt werden sollen, treiben seit jeher immer wieder auch vernünftig denkende Menschen, die sich als RealistInnen bezeichnen würden, zu WahrsagerInnen.
Aber kein Mensch hat hellseherische Fähigkeiten, die die Zukunft voraussagen könnten.
Menschen haben Feinsinne, die sie spüren lassen, wenn sich etwas anbahnt, was sie vorher schon einmal erlebt oder wovon sie vorher schon einmal gehört haben, was sie emotional nachvollziehen konnten.
Weder Hände, Augen oder andere Körperteile oder Knochen, Glaskugeln, Kaffeesatz oder Orakelmaschinen, die (Test-)Ergebnisse ausspucken, nachdem man sie befragt hat, können etwas über die Zukunft wissen. Sie können sich aber als sich selbst erfüllende Prophezeiungen bewahrheiten, wenn Menschen ihnen blinden Glauben schenken: ProphetInnen werden immer wieder zu WahrheitsverkünderInnen, wenn Menschen deren übersinnliche Fähigkeiten, die meist „nur“ gute Psychologie-, Natur- und Menschen- oder Marketingkenntnisse sind, nicht in Frage stellen und überprüfen.

Als Biologin, die sich lange Jahre mit der freien Natur, außerhalb von Laboren, mit Hirnphysiologie und Bio-Psychologie, mit der Rolle von (Aber-)Glauben und (Gut-)Gläubigkeit während der Entwicklung der Menschheit und des Menschseins auseinandergesetzt und zusätzlich eine Weiterbildung im Management von Marketing/Vertrieb genossen hat, behaupte ich:

  • HandleserInnen können erkennen, wie Hände bisher genutzt wurden.
  • Augen-, Puls- und andere Diagnosearten können etwas über den Ist-Zustand eines Körpers, Geistes oder einer Seele aussagen und Hinweise darauf geben, wie er erreicht wurde.
  • KartenlegerInnen können deuten, was ihre KundInnen intuitiv selbst auch wissen oder eigenständig herausfinden könn(t)en.
  • ÄrztInnen können dabei helfen, körperliche oder geistige Schäden, Verletzungen oder Vergiftungen, zu verarzten und die Voraussetzungen für selbstständige Heilung schaffen bzw. durch gute Ratschläge zukünftig weitere und neue Schäden zu vermeiden.
  • WissenschaftlerInnen können über ihre Versuchsergebnisse unter ihren Versuchsbedingungen – mit dem Material und den Methoden, mit den ProbandInnen und der (technischen oder biotechnischen) Ausstattung, mit denen sie gearbeitet haben – Aussagen machen.
  • JournalistInnen können über Ereignisse berichten, die in der Vergangenheit liegen.
  • Eltern, LehrerInnen, PolitikerInnen, UnternehmerInnen, Menschen, können anderen nur beibringen, was sie in ihrer Vergangenheit selbst aus Büchern gelernt, am eigenen Leib oder von anderen erfahren haben.

Die Zukunft steht nur in den Sternen, das könnte heute jedes Kind wissen – und sogar die sagen uns, weil für unsere Augen sichtbare Informationen Zeit brauchen, bis sie sie und danach unser Gehirn mit Lichtgeschwindigkeit erreichen können, im Grunde nur, was bereits in der Vergangenheit liegt.

Wenn Du keine Fehler machen willst, wenn Du sicher sein willst, dass sich das, was Du gerade tust oder worauf Du wartest, auch wirklich lohnt – dass das was Du in Deinem Leben bereits getan hast oder gerade tust, auch in der Zukunft noch einen Sinn und Zweck erfüllt – dann schau‘ Dich lieber um, höre Dich um und fühle in Dich hinein. Dann kannst Du ganz alleine herausfinden, ob das, womit Du Dich gerade beschäftigst, der Ort, an dem Du bist, die Menschen, die in Deiner Nähe sind, ob all das auch das ist, was sich auf jeden Fall, komme was wolle, auszahlt; oder ob genauso wahrscheinlich oder wahrscheinlicher ist, dass Du irgendwann einmal dafür zahlen musst, dass Du das getan, Dich dort aufgehalten oder mit den Menschen dort länger als nötig beschäftigt hast.

Ich hoffe, Du kannst damit etwas anfangen und selbst etwas aus Deiner Zukunft machen statt sie Dir von anderen vorhersagen zu lassen.

P.s.: Außer der Möglichkeit, Dir selbst ein paar Tarotkarten zu ziehen, Dir selbst in die Augen, auf Deine Hände oder den Rest Deines Körpers zu schauen – gibt es noch ein paar geflügelte Worte, die hilfreich dabei sein können, einen Blick in die Zukunft zu wagen: Quid pro quo „Was gebe ich wem?“, ist nicht nur ein (Grund-)Rechtsprinzip und cui bono, „Wem nützt das?“, nicht nur eine gute Frage, um Straftaten aufzudecken – zusammen mit ein paar grundlegenden Biologiekenntnissen und etwas intuitivem Verständnis für Naturgesetze oder die Spielregeln des Lebens können sie Dir Einsicht in Deine Abhängigkeit von der Natur und anderen Menschen, die Du liebst oder nicht, geben, die keine menschliche Erfindung, keine Technik der Welt verändern oder verbessern kann, auf die aber Du und nur Du selbst Einfluss hast.

 

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Dank für das Foto gebührt Jen Theodore (auf Unsplash)!

Die Folgen der Trennung von Körper und Seele

Unsere moderne Welt ist einerseits von „Seelenlosen“, – die ich lieber als „Herzlose“ bezeichne, denn für mich beginnt die Seele der Menschen mit dem ersten Herzschlag zu leben – andererseits von „Körperlosen“ beherrscht, die keinen oder wenig Bezug zu oder Kenntnis von ihrem natürlichen, menschlichen Körper mit all seinen Eigenheiten zu haben scheinen.

Einige wenige scheinen sogar beides – beide Verluste – in sich zu vereinen und nur noch aus Geist zu bestehen, also wie Geistwesen durch die Welt zu wandeln – im Positiven wie im Negativen.

Ich werde keine Beispiele nennen, weil ich mir sicher bin, dass jedes menschliche Wesen selbst welche finden wird; vielleicht sogar in der eigenen Person, die bei vielen nicht mehr viel mit dem Kind, dem Jungen oder Mädchen, also dem Menschen zu tun hat, der/die/das sie mal war.

Ich frage mich allerdings, wie lange pädophile (und andere „vertrauliche“, seelenlose und körpernegierende) „Spiele“ noch weiter gespielt werden „müssen“, – in Religionsgemeinschaften, unter PolitikerInnen, SchauspielerInnen und ganz offensichtlich auch in Wissenschaftskreisen – die

  • dem Wortsinn zum Trotz rein gar nichts mit Liebe, sondern genau
  • damit zu tun haben, dass Menschen nicht Menschen aus Fleisch und Blut – mit Körper und Seele, also mit natürlichen Bedürfnissen und Ängsten, nicht nur mit Verstand – sein dürfen,
  • also Missbrauch sind,

bevor vor allem Eltern, die beschlossen haben, eine neue Generation von Menschen in die Welt zu setzen, und andere Menschen, die glauben, Verantwortung für das Leben von Menschen übernehmen zu können, zur Vernunft kommen …

 

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Dank für das Foto gebührt Kat J (auf Unsplash)!

Schau genauer hin und suche nach Bekanntem, nach Wiederholungen und Mustern

Wer (ver)suchet, findet oder sieht irgendwann auch – Tipps bei verzerrtem Sehen oder verschwommenen Sichtweisen

Ich selbst weiß, wie mühsam und langwierig es ist, Augen zu trainieren, denen man es über Jahrzehnte mit Hilfsmitteln ermöglicht hat, nur das zu sehen, was sie sehen wollten. Aber ich weiß auch, dass man Augenmuskeln – wie alle anderen Muskeln – wieder fit machen kann, wenn man lange genug übt; dass verhärtete Linsen wieder elastischer werden können, wenn sie mit Nährstoffen und Flüssigkeiten versorgt werden, die sie dafür brauchen.
Ich weiß, dass ich bei vielen Lebenserscheinungen noch nicht weiß, wie genau sie funktionieren bzw. wie genau ich sie dazu bringen kann, dass sie (wieder) so funktionieren wie ich mir das wünschen würde.
Ich bin mir sicher, dass dieselben Tipps und Vorgehensweisen nie für alle Menschen hilfreich sein werden, weil wir zwar prinzipiell alle gleich, aber doch alle auch individuell funktionieren.
Ich bin unsicher, ob ich Menschen, die nicht an sich selbst und ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten glauben, weil sie sich lieber von anderen vorgeben lassen, was sie tun dürfen oder sollen und was nicht, dazu bringen kann, das zu tun, oder ob ich nur darauf hoffen kann, dass sie es selbst noch feststellen bzw. von allein versuchen.
Aber ich bin überzeugt, dass Menschen keine Sehhilfe bräuchten, wenn sie lernen würden, ihre Augen so zu gebrauchen, dass sie sowohl die Dinge vor ihrer Nase als auch die in weiter Ferne erkennen können.

Für reine Augenmuskel- und Entspannungsübungen gibt es bereits viele Ratgeber, ich als ganzheitlich denkende Gesundheitsforscherin möchte zusätzlich auf die geistigen Zusammenhänge aufmerksam machen, also auf das, was unser Gehirn wahrnimmt und sich als inneres Bild auch dem, was wir sehen, also auch lesen, aber auch hören „zusammenbastelt“.
Die Welt enthält weitaus mehr Informationen als Du Dir – genauso wie vermutlich die meisten anderen – vorzustellen vermagst; aber sehr viel mehr ist auch offensichtlich und leicht verständlich, wenn Du nur genau hinschaust und Dich nicht darauf verlässt, was irgendein/e ExpertIn, sondern Deine innere Stimme Dir dazu sagt,

So viel mehr ist selbsterklärend, so viel mehr als Du denkst; Du kannst so viel mehr als vielleicht gedacht leicht selbst erkennen, wenn Du es – wie beim Verbinden von Zahlen beim Zeichnen-nach-Zahlen – schaffst, die Verbindungslinien zu ziehen und das versteckte Bild zu erkennen.
In unserer lebendigen Welt entsteht zwar ständig Neues, aber es zeigen sich auch immer wieder dieselben Muster. Es müssen immer wieder Kreisläufe ablaufen, die sich prinzipiell – weil alles Leben einem Kreislauf aus Leben und Tod unterworfen ist, den kein Mensch in meinen Augen je wird durchbrechen können – ähneln, umso mehr, umso besser Du ihre Regeln verstanden hast.

Halte doch mal – auch wenn Du denkst, die Zeiten und Menschen hätten sich längst geändert, also weiterentwickelt – die Augen auf nach

Nutze doch den freien Sonntag für ein bisschen Augentraining, das gleichzeitig auch Dein Gehirn und Denkvermögen trainiert, Deinen Horizont erweitert und Dich vielleicht sogar dazu bringt, hinterher aufstehen und etwas anderes Sinnvolles tun zu wollen.
Das ist das Schöne an der ganzheitlichen Denkweise, dem freien und Quer-Denken – am Ende ergibt alles Sinn und macht deshalb sogar meistens Spaß; zumindest, wenn Du nicht daran verzweifelst, dass Du so viele Muster und Zusammenhänge bisher noch nicht gesehen hast.
Glaub mir, Du bist nicht der oder die Einzige; und alle wird ein einzelner Mensch vermutlich auch nie sehen können.
Aber deshalb können wir uns ja gegenseitig das zeigen, was wir selbst erkennen.
Achte aber darauf, dass es Menschen gibt, die selbst noch gar nichts erkannt haben, obwohl sie so tun, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen, nur weil sie die oft veralteten (wissenschaftlichen) Meinungen anderer „klugen Köpfe“, ihrer BeraterInnen, MeisterInnen oder Gurus, wiedergeben, im Prinzip stumpfsinnig wiederholen; die  sich also selbst leicht in die Irre führen oder belügen lassen und dann die Lügen anderer in der Welt verbreiten – heutige Fake News, die ich täglich in den öffentlichen Medien finden kann, deren JournalistInnen offensichtlich nichts (oder vielleicht doch …?) von „Lügen mit Statistik“ oder wissenschaftlichem Arbeiten verstehen.

Ein stimmiges Bild kann sich vor Deinem inneren Auge nie ergeben, solange Du nicht herausfindest, wo Du falsche Verbindungslinien gezogen hast.

Ich wünsche einen schönen Sonntag und viel Erfolg beim Finden der Fehler und beim Nachbessern!

P.s.: Ich freue mich immer, wenn ich feststellen darf, dass es in meinem Heimatland Bayern außer vieler Blindfische, die nur große Töne spucken und Versprechungen machen, die sie nie halten wollen, auch immer wieder – wie schon in meiner Jugend z.B. der immer noch aufmerksame und wache Hans Söllner – Menschen, die die Augen weit auf halten und sich trauen, ehrlich davon zu erzählen, was sie sehen. Ich habe den Eindruck, auch im Osten Deutschlands gibt es heute viele Menschen, die viele weitere, hilfreiche Seh-Tipps geben könen. Frag‘ doch mal welche und schau‘ sie Dir genau an, hör‘ Ihnen aber auch genau zu!

P.p.s.: Halte Dich nicht für zu dumm, kurz-, weitsichtig oder blind, weil Du nicht sehen kannst, was „schlaue Köpfe“ behaupten zu sehen; weil alle anderen es angeblich sehen; weil es angeblich offensichtlich und bewiesen ist oder weil etwas angeblich gar nicht anders sein kann und alternative Sichtweisen nicht erlaubt. Verlaß‘ Dich lieber auf Deine Augen, Deinen Verstand, also Deine inneren Augen, und Dein Herz, das vielleicht einem dritten Augenpaar entspricht – auch wenn es Zeit braucht, bis Du verstehst, was sie Dir zeigen oder sagen! (inspiriert von Worten, die Buddha zugeschrieben werden, u.a. gefunden bei Pinterest)

P.p.s.:Werbung und Propaganda wird übrigens immer für die Massen gemacht. Und wer weiß, wie viel Geld und Personal mittlerweile große Unternehmen in unsere Leitmedien stecken, muss sich eigentlich nicht lange fragen, ob es nicht sinnvoller wäre, auch alternative Sichtweisen heranzuziehen, um sich ein eigenes Bild von alternativlosen Situationen oder zu Maßnahmen zu machen, die angeblich nicht hinterfragt werden dürfen..

 

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Mein Dank für das Titelbild gebührt Dasha Yukhymyuk (auf Unsplash) und für den im Text verlinkten Comic der Telegram-Gruppe Der Staat ist nicht Dein Freund #dsindf!

 

Unsere Realität ist voller Prinzessinnen und Prinzen, Engel, Hexen, ZaubererInnen und Flüche – ohne dass sie jemand wahrnehmen muss

Aber Wunder können wir als Menschen nur bewirken – wenn wir an uns glauben und Menschen vertrauen, die uns Märchen ehrlich erzählen, also auch ihre Hintergründe kennen und uns erklären können, wie „es wirklich ist oder war“!

Es war einmal …

… ein Ich, das war immer wieder erstaunt darüber, hat sich also gewundert,

  • wie selbstsicher sich Menschen auf der einen Seite aufspielen können, die von dem, wovon sie reden, ganz offensichtlich keine Ahnung haben, weil sie sich überhaupt nicht damit auseinandergesetzt haben, sondern nur die Meinung anderer – „sauber“ wissenschaftlich begründet oder ohne jegliche Quellenangaben – wiedergeben, und
  • wie ängstlich-zurückhaltend sie sich an anderer Stelle verhalten, an der sie sich wirklich auskennen (könnten), weil sie viele eigene Erfahrungen dazu gesammelt haben.

Mich hat früher oft erstaunt, wie sicher sich Menschen ihrer Selbst sein konnten, ohne dass es aufgesetzt wirkte; wie selbstsicher sie über ihre Spiritualität oder ihr Schicksal und ihre Berufungen sprechen konnten oder wie sicher sie sich sein konnten, dass es „höhere Mächte„, also einen Gott oder eine Göttin, beide oder viele davon oder etwas anderes gibt, das über sie und alles andere wacht.
Ich bin mir sicher, ich bin vielen guten SchauspielerInnen, die sich darunter befanden, zum Opfer gefallen.
Aber ich bin heute überzeugt, dass viele davon selbst wirklich tief davon überzeugt sind und an das glauben, was sie sagen.

Mich macht traurig, wenn ich Menschen reden höre, die Meinungen, in erster Linie die Meinungen anderer, die sie übernommen haben, verbreiten; die wütend werden und andere Menschen verfluchen, nur weil diese dieselbe Meinung nicht in Gänze übernehmen wollen, sondern oft nur Anmerkungen und Ergänzungen dazu haben, ihnen im Prinzip also gar nicht völlig widersprechen .
Ich weiß aber, wie es ist, sich alleine mit dem eigenen Glauben, dem eigenen Weltbild, zu fühlen, das andere nicht zu verstehen scheinen.
Zum Glück habe ich immer wieder Menschen – meine persönlichen Engel – gefunden, die mich darin bestätigt haben, dass es gut ist, wie es ist, und dass es sich nicht lohnt, dagegen oder gegen andere Menschen, im Grunde gegen Dämonen zu kämpfen, die sich nicht besiegen, höchstens töten, lassen, solange sie selbst glauben, dass sie selbst Dämnen sind. Ich habe friedlichere Wege gefunden, – in der Meditation, in der Besinnung auf mich selbst, mein Selbst, vielleicht meine Seele – um zur Ruhe zu kommen, Ich weiß, dass ich niemandem böse sein muss, der/die meine Hoffnungen oder Erwartungen, (Zukunfts-)Träume und Wünsche nicht erfüllt.
Und ich gebe mir täglich Mühe, sie so zu formulieren, dass niemand sie persönlich nimmt – weil ich oft genug erfahren habe, wie groß die Egos vieler Menschen sind und wie klein ihr Herz und wie verletzlich ihr Glaube an sich selbst bzw. an das, was sie tun und sagen, was sie also für die Wahrheit halten.

Viele Menschen haben im Laufe ihres Lebens ihren Glauben, ihr Urvertrauen in andere und sich selbst, verloren.
Es gibt Menschen, die sind überzeugt, man solle Kindern keine Märchen mehr erzählen, die ihnen zu viel Angst machen.
Es gibt Menschen, – vermutlich die, die erst in ferne Welten reisen mussten, um zu sich selbst zu finden oder ihren inneren Dämonen zu entfliehen – die glauben, es sei wichtig und (über-)lebensnotwendig, gegen unsere Natur zu leben, also aufzuhören zu träumen, uns Fantasiewelten zu schaffen, und sattdessen nur noch in der realen Welt zu leben.
Die sogenannten „RealistInnen“ unter uns zerstören seit Langem unsere Erde und unser Leben – weil sie nicht verstanden oder vermutlich eher vergessen haben oder wollen, dass alles Leben auch eine Seele hat, die zerstört werden kann und genährt werden muss.
Glauben Menschen tatsächlich, es gäbe im Leben keine „übernatürlichen“ Gefahren, „Bösewichte„, Verführungen u.ä., vor denen schon Kinder gewarnt werden sollten? Wie erklären Eltern ihren Kindern heute die Welt? Sind sie zu fantasielos geworden, Symbole zu verstehen und zu erklären, weil die Welt gleichzeitig immer diabolischer, teuflischer und grausamer zu werden scheint?

Es ist eine Welt voller ÄrztInnen oder TherapeutInnen, die Menschen im Grunde nur mit ihren gelernten, stumpfsinnig antrainierten, Methoden behandeln und ihnen ihre persönlichen, einstudierten Meinungen aufdrücken oder tief einpflanzen wollen statt ihnen bei ihren Problemen zu helfen.
(Vermutlich sind viele mittlerweile so verzweifelt darüber, dass sie beseelten Menschen mit ihrer rein mechanisch funktionierenden Vorgehensweise oft nicht weiterhelfen können, dass sie sich wünschen würden, es gäbe eine Impfung gegen die Seele, wie Rudolf Steiner sie sie sich schon vor etwa 100 Jahren ausgemalt hat.)

Es ist eine Welt voller PolitikerInnen, die überzeugt sind, sie alleine könnten für Ordnung sorgen und die Welt retten, und die bereit sind, dafür Menschenopfer zu bringen.

Es ist eine Welt voller JournalistInnen, die ihre persönlichen Geschichten erzählen, aber sie als objektive Informationen bezeichnen.

Es ist eine Welt voll von LehrerInnen und ErzieherInnen oder anderen Betreuungspersonen, denen nicht das Wohl ihrer Schützlinge am Herzen liegt, sondern der Lohn, den sie für ihre Arbeit bekommen und der auch allein darin liegen kann, dass sich andere am Ende eines Tages genauso unwohl fühlen wie sie selbst.

Es ist eine Welt, in der NaturliebhaberInnen und NaturschützerInnen leben, die uns Menschen für Schädlinge halten, die aus der Natur entfernt werden müssten, damit sich die Natur von ihnen erholen kann.

Und es gibt in dieser Welt IdealistInnen, die glauben, sie könnten Maschinen oder Heilmittel entwickeln, die es uns abnehmen könnten, unser Leben und unsere Gesundheit oder die Natur selbst zu schützen.

Ich weiß nicht, woher dieser Aberglaube kommt. Ich weiß nicht, wer Menschen diesen Irrsinn, entweder durch Halbwissen oder gezieltes Lügen in den Kopf gesetzt hat. Ich weiß nicht, wann die Menschen den Bezug zu sich selbst, zu ihrem tiefsten Inneren, ihrer Seele, verloren haben und stattdessen ihr Ego übermäßig lieben gelernt haben. Ich weiß nicht, ob das im Laufe der Geschichte „einfach so passiert“ ist oder ob sich die Menschen in ihrem Streben nach Freiheit gewünscht haben, dass das passiert – weil sie sich sonst zu schutzlos ausgeliefert gefühlt hätten. Denn wer zu viel Angst und kein Vertrauen in sich und das Leben, die Natur oder andere Menschen hat, wählt nicht die Freiheit.
Ich weiß heute, dass es Menschen gibt, die das ausnutzen und davon profitieren; die damit ihr Geld verdienen und sich ihre Stellungen und Machtpositionen sichern.
Ich weiß, weil ich weiß, also am eigenen Leib nachvollziehen kann, wie unsere menschliche Psyche „funktioniert“, dass freiheitsliebende, aber ängstliche Menschen sich von ihnen bzw. von ihrem eigenen Ego, ihren egoistischen Wünschen, leicht einfangen lassen.
Und ich bin ziemlich sicher, dass sie sich, also auch wir alle uns, nur daraus befreien können, wenn wir uns eingestehen, dass wir alleine Nichts sind, dass wir alleine keine Bedeutung in dieser Welt haben.
Geschichte(n) schreiben und Wunder vollbringen könn(t)en wir nur zusammen, im Kleinen, aber auch global – wenn nicht nur wir selbst, sondern auch alle anderen daran glauben, dass wir das könn(t)en.
Ich bin Lebenswissenschaftlerin, ich habe mich über Jahrzehnte intensiv mit meinem und dem Leben anderer auseinandergesetzt, und ich bin überzeugt, dass wir alle Wunder bewirken können, wenn wir das wollen und daran glauben.
Glaubst Du mir das?
Du musst mir nicht glauben; aber lass Dich bitte wenigstens nicht länger von Menschen mit egoistischen Absichten verführen – glaub‘ lieber an Dich selbst, an das, was Dich schon als kleines Kind ausgemacht hat, auch wenn das vielleicht niemand wahrgenommen hat. Vielleicht ist Dir nur nicht bewusst, wie viele Menschen Du selbst schon verzaubert hast – im positiven Sinne?
Hör‘ auf, Dich über andere oder Dinge zu wundern – finde lieber heraus, warum sie Dich erstaunen oder verwirren; werde lieber selbst ZaubererIn.
Hör‘ besser sofort auf, andere zu verfluchen – denn irgendjemand wird immer wissen, wie man Flüche umkehrt und zurückleitet.
Es gibt Schutzengel und gute Feen oder Elfen, aber auch mehr Hexen und Zauberer auf dieser Welt, als Dir vielleicht lieb ist.
Zum Glück sind es im Grunde aber alle nur Menschen …
Ich habe deshalb die Hoffnung, dass wir irgendwann auch alle zusammen ein neues Märchen schreiben, statt uns immer wieder die alten erzählen lassen oder miterleben zu müssen, in denen nur aus Gier gefressen wird oder jemand verhungern muss, während andere sich die Bäuche vollschlagen; Prinzessinen von alleine wieder aufwachen können statt auf ihre Retter warten zu müssen oder Stiefmütter sich liebevoll um Kinder kümmern, als wären es ihre eigenen.
So unrealistisch finde ich das nämlich gar nicht; nur mühsam.

P.s.: Dass sich Menschen weltweit fast alle gleichzeitig ein Horrormärchen erzählen lassen, Menschen in Deutschland in Massen auf (politische) Propaganda hereinfallen und ungeprüft mitmachen oder weitertragen würden, hätte ich bis vor einem Jahr noch nicht für möglich gehalten. Mittlerweile weiß ich, dass es davon in unserer Geschichte schon mehrere, zumindest Versuche, gab, die nur nicht die aktelle Tragweite erreicht haben, weil ein paar wenige, denen Narrative, also das, was erzählt wurde, komisch vorkamen, und die sogar Hinweise darauf gesammelt hatten, dass Lügengeschichten erzählt wurden, als VerschwörungstheoretikerInnen und SpinnerInnen im Gegensatz zu den sogenannten glaubwürdigen MärchenerzählerInnen wenig Gehör fanden.
Ich persönlich liebe es, Menschen zuzuhören, die – trotz aller Dramatik – geduldig und immer wieder versuchen, erwachsenen Menschen zu erklären, dass ihnen mit übertrieben inszenierten Bildern und Berichten oder sehr willkürlich berechneten oder dargestellten Zahlen sowie mit enorm guten DarstellerInnen, z.B.  der „dunklen Propheten“- oder „Hofnarr“- und „HeilsbringerInnen“-Rollen eine Geschichte erzählt wurde und immer noch wird, die wenig mit unserer Realität zu tun hat.
Mir fehlt dazu noch die Geduld; aber ich arbeite daran. Ich weiß, dass es oft nicht genügt, „nur“ zu verstehen, worum es geht. Wir brauchen Details, Szenen, die uns persönlich berühren und wenigstens den Ausblick auf ein Happy End. – Vielleicht werde ich, wenn ich ein bisschen mehr übe, ja irgendwann noch professionelle Geschichtenerzählerin? Erzählt habe ich ja schon immer viel und gerne. Nur gleichzeitg dabei schauspielen konnte ich noch nie gut; ich zeige mich am liebsten, wie ich selbst bin, und sage das, was ich denke, nicht unbedingt das, was andere gerne von mir hören würden.

 

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Dank für das Foto gebührt photo-nic.co.uk nic (auf Unsplash)!

Führen wir einen globalen Glaubenskrieg?

Jede/r, die/der glaubt, etwas zu wissen, gegen alle anderen, die das nicht akzeptieren wollen?

Wenn es nicht ums nackte Überleben und Ressourcen oder die Befreiung aus Unterdrückung geht, sind unsere Kriege ja eigentlich schon immer Glaubenskriege, die aus Ideologien heraus entstehen oder von Religionen ausgehen.

Allerdings fällt mir immer mehr auf, dass die Kriege, die geführt wurden oder auch aktuell geführt werden, um sich aus der Unterdrückung durch andere, aus Gewaltherrschaften, zu befreien, nur geführt wurden oder werden („mussten“/“müssen“), weil sich Menschen vorher immer wieder „freiwillig“, aus einer Ideologie heraus, zu Sklaven haben machen lassen: Sie lassen sich seit jeher von tollen Ideen oder Geld verlocken, von Idolen blenden, bzw. sind gut darin, alles auszublenden, was den „schönen Schein“, den sie sehen, oder den „heiligen Gral“, den sie selbst haben möchten, verderben könnte.
Mir fällt immer mehr auf, in wie vielen Parallelwelten Menschen dadurch leben können; sozusagen den unterschiedlichsten „Fantasiewelten“, die viele Menschen nicht nur für ihre eigene, sondern für die ganze Wahrheit halten.

Ich frage mich, ob es damit zusammenhängt, dass in unserer modernen Welt schon Kindern das Träumen, Geschichtenerfinden und Fantasieren früh ausgetrieben wird – vor allem indem „LügnerInnen“ bestraft werden – um sie auf das „echte Leben“ vorzubereiten, das uns vorgesetzt wird, weil dort mächtige Menschen mit viel Geld ihren Utopien oder Lügen mehr oder weniger freien Lauf lassen können.
Leben in Absurdistan; oder eher im Fantasialand – weil Menschen nicht von Natur aus wissen, wie man das eigene Gehirn so nutzt, dass es Realität und (Wunsch-)Vorstellungen sinnvoll voneinander trennt; das müssten wir erst einmal (neu) lernen.

Ich würde auf jeden Fall dafür plädieren, in Schulen statt Geschichte Märchenstunden zu etablieren (in unseren „beschönigten“ Geschichtsbüchern stehen ohnehin viele – denn Fehler oder Lügen haben auch historische Personen mit Sicherheit noch nie freiwillig zugegeben!); oder zumindest einen gemeinsamen Religionsunterricht, in dem Kinder Spiritualität vermittelt werden kann, deren Eltern vor lauter Geistestraining vielleicht gar keine Verbindung mehr zu ihrer Seele haben, aus der die schönsten und ehrlichsten Geschichten entspringen.

Dass mehr oder weniger „seelenlose“ Menschen großen Schaden anrichten können, wenn sie irgendwann im „echten Leben“ Politik machen dürfen; ja das bekommen wir gerade tagtäglich vor Augen geführt.

 

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Dank für das Foto gebührt meinem Lieblings-, live und analog, Geschichtenerzähler Mathias Csader!

Wenn der Atem der Natur stockt …

… überdauert ihr Geist und ihre Seele im Verborgenen

Dass viele Menschen völlig die Verbindung zur Natur und damit auch zu einem Teil ihrer eigenen Seele und zu ihrem (natürlichen) Körper verloren haben, erkenne ich daran, dass sie es für eine Lappalie – witziger Zufall, dass dieses Wort auf „(Stoff-)Lappen“ zurückgehen soll … -, halten, sich eine Stoffmaske vor Mund und Nase zu ziehen und nicht mehr frei atmen zu dürfen, also nicht mehr frei Luft holen zu dürfen, die unseren Organismus zwar auch schädigen kann, aber gleichzeitig am Leben erhält, wenn wir Schadstoffe über unsere Lungen ausatmen können.

Für mich ist es ein Zeichen von fehlendem oder fehlgeleitetem Vertrauen in die Natur, unseren Ursprung oder auch in unsere/n „SchöpferInnen“ und naiv, Menschen, die man nicht einmal persönlich kennt, nur aufgrund ihres öffentlichen Auftretens zu vertrauen und zu glauben, wir könnten oder müssten andere Menschen vor unserer eigenen Ausatmung schützen.
Vor allem ExpertInnen, PolitikerInnen, JournalistInnen und alle Menschen, die vehement behaupten, etwas ganz genau zu „wissen“, also selbst erforscht, gehört oder gesehen zu haben oder absehen zu können, machen mich als Lebenswissenschaftlerin heute besonders skeptisch. So einfach ist das Leben nicht; und Menschen, die denken, sie könnten es mit Hilfe von KI im Voraus berechnen, mit Technik „verbessern“, „mal schnell“ – vor laufender Kamera oder in einem kurzen Gespräch – etwas darüber sagen oder – mit zusätzlichen Informationen aus den Nachrichten oder anderen „Leitmedien“ – etwas davon verstehen, treiben mich hin und wieder ein bisschen zur Verzweiflung.

Dann atme ich erst einmal ruhig, schöpfe damit neue Kraft und mache mich anschließend (weiter) auf meine Suche nach neuen Erlebnissen, die mir neue Argumente für die unzerstörbare Seele der Natur liefern – und dafür, dass es selbstzerstörerisch ist, die Verbindung zu ihr zu verlieren oder zu verleugnen -, oder ich suche mir neue Informationen bzw. „InformantInnen“, also Menschen, mit denen ich mich verbunden fühle und denen ich mein Vertrauen schenken möchte.
Wer etwas verstanden hat und gleichzeitig Rücksicht auf andere nehmen und sie verstehen möchte, kann es – oder sich – den anderen auch in Ruhe erklären.

Es ist schön zu beobachten, zu hören, zu begreifen, zu spüren, also selbst zu erfahren, dass immer mehr Menschen zurück zur Natur und dadurch auch mehr zu sich selbst finden! Es macht mir Hoffnung, dass unsere Erde doch noch zu retten ist, bevor wir sie als Lebensraum für uns Menschen zerstört haben.

 

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Dank für das Foto gebührt meinem Lieblingsinformanten Mathias Csader, der mir mittlerweile auch schon so viel vertraut, um nicht mehr alles selbst noch einmal nachzurecherchieren, was ich von mir gebe!

Die modernen GesundheitspäpstInnen und MenschenretterInnen

Wenn auch Regierungschefs und Kirchenvorstände keine Vorstellungen mehr von Gefahren für die Gesundheit der Menschen haben und sich von Heilsversprechungen großer Konzerne beherrschen lassen; oder wenn sich moderne Gesellschaften eher von einer Angst- statt Sicherheitspolitik regieren lassen

Ich bin eine dieser Biologinnen, die in der Natur – zu der für mich auch das Zusammenleben oder die Gesundheit der Menschen gehört – nach Mustern und Zusammenhängen sucht.
Mich interessieren keine Lösungen für Probleme, die ich nicht „durchschaut“ und verstanden habe – weil ich in meinem Leben immer wieder am eigenen Leibe erfahren oder beobachten konnte, wie wenig nachhaltig es ist, „Symptombekämpfungen“ zu betreiben anstatt sich die Zeit zu nehmen, Ursachen (es ist NIE nur eine!) zu finden.
Ich finde es traurig, wenn ich sehe, wie sehr sich manche Menschen in ihrem Leben im Kreise drehen oder sogar in eine Abwärtsspirale befördern.

Deshalb habe ich zum Beispiel den zu Beginn meines Biologie-Studiums ursprünglich geplanten Weg in die Pharmaindustrie irgendwann abgebrochen: als mir klar wurde, dass Medikamentenentwicklung nicht das geringste mit der Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen, der Natur, zu tun hat – weil Gesundheit für mich ein ursprünglicher, natürlicher Zustand ist. Für mich ist es naiv zu denken, man könne von anderen oder mit Medikamenten „geheilt werden“, ohne dass man dazu die Ursachen ausfindig machen und möglichst beseitigen oder verändern müsste; für mich ist es naiv zu denken, dass man gesund bleiben könne, wenn man sich einerseits mit einem gesundheitsschädlichen Lebensstil viel zu weit von Gesundheit entfernt, sich andererseits aber mögliche Gefahren für die eigene Gesundheit vom Leib hält: Mit Impfungen oder anderen technisch hergestellten „vorbeugenden Mitteln“, mit Abstandregeln, mit Mund-Nase-Bedeckungen.

Mir als Biologin ist wirklich unverständlich, wie Menschen solchen „Blödsinn“ glauben können; aber es führt mir vor Augen, wie sehr die Menschen sich von ihrem natürlichen, gesunden Zustand, ihrer Natur entfernt haben.
Vielleicht irre ich mich ja einfach selbst in der Annahme, dass die Natur für ihre Lebewesen vorgesehen hat, gesund zu sein, dass die Erde von Natur aus gesund ist und dass in erster Linie krank wird, wer sich nicht an die Regeln der Natur hält, wer nicht im Einklang mit ihr Leben, sondern sie beherrschen möchte?
Ich habe jedenfalls den Eindruck, die wenigsten unserer führenden WissenschaftlerInnen oder PolitikerInnen noch die VorsteherInnen unserer führenden Religionen halten viel von dieser „verklärten“ Sicht auf die Welt (mit der sich auch schlecht Geld verdienen lässt …). Sie verlassen sich lieber auf die Studien und Prognosen von – in meinen Augen paranoiden – WissenschaftlerInnen, um ihre Schäfchen vor den Übeln in der Welt zu retten: vor Krankheiten, weltweiten Seuchen, Biowaffen, … Mir erscheint es sogar, als wollen sie ihnen „auf Teufel komm ‚raus“ glauben.
Sie machen sich zu Spielfiguren in angst-schürenden Planspielen (z.B. gegen Terroranschläge) – denn so gut wie jede Bedrohung für die Menschheit ist heute vorher schon genau durchgespielt worden, was in mir nicht den Eindruck von Gefahrenabwehr, sondern von sich selbst erfüllenden Prophezeiungen hinterlässt. Sie holen sich anscheinend nicht einmal mehr unabhängige Meinungen zu den stattfindenden Planspielen ein.

Die Welt zeigt mir gerade, dass viele führenden Menschen dieser Welt sich von Angst(mache) beherrschen lassen, von großen Konzernen, die ihnen Lösungen für die Abwehr von Gefahren versprechen, die sie sich vorher selbst herbeireden … Geschickte VerkäuferInnen ihrer Sicherheitsprodukte! Die Wissen eben, wie Marketing funktioniert, wie es in unserer Menschheitsgeschichte schon immer funktioniert hat, um Menschen dazu zu bringen, dass sie ihnen etwas abkaufen oder sich sogar so verhalten, wie man sie gerne hätte, also unter ideologischer Kontrolle.

Gegen Angst gibt es kein Heilmittel – die kann jede/r nur selbst abbauen, indem er/sie sich bei Menschen informiert, die aufklären möchten, also nicht neue Ängste schüren oder Mittel gegen die Angst verkaufen möchten. Ängste lassen sich nur mit Eigeninitiative abbauen, man muss bereit sein, sich mit dem zu konfrontieren, wovor man Angst hat. Vielleicht in vielen Fällen sogar, um eine Krankheit hinter sich lassen zu können und gesund zu werden?

Ich wünschte, die Menschen würden irgendwann mehrheitlich Regierungen fordern, die es sich zur Aufgabe machen, für eine angstfreie Gesellschaft, für ein harmonisches, gesundes Miteinander ohne gegenseitigen Argwohn sorgen.
Ich befürchte aber, dafür sind viele noch nicht bereit …  Event 201 des Center for Health Security, das sich im letzten Jahr mit der nächsten Pandemie „beschäftigte“ läuft viel zu gut nach Plan …

Also versuche ich wenigstens, mehr Menschen „aufzuklären“ in der Hoffnung, dass ich ihnen die Angst vor Viren oder vor anderen „natürlichen Gefahren“ nehmen kann – die dummerweise mit der Verantwortungsübernahme für ihre eigene Gesundheit verbunden ist.
Ich hoffe, dass sie spätestens dann über ihre eigenen (Angst-)Schatten springen, wenn Ihnen bewusst wird, wie andere mit ihrer Angst spielen; wie sie selbst „verarscht“ werden, weil sie sich hinters Licht führen lassen; wie vielen Menschen gleichzeitig dabei geschadet wird; wie viele, die ihre Angst überwunden haben und nicht mehr mitspielen wollen, wie viele „Unbeteiligte“ also, auf der Strecke bleiben; nur weil sie selbst dieses Spiel immer noch mitspielen (wollen).

 

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Dank für das Photo gebührt Priscilla Du Preez (auf Unsplash)!

Geschichte(n) lieber mitschreiben statt sich Märchen erzählen lassen – Anleitung zum (wissenschaftlich) sinnvollen Fragen und Zuhören

Wie sich mit gesundem Skeptizismus genug Lücken in der Argumentationsweise anderer aufdecken lassen, um lieber eigene Entscheidungen treffen zu wollen

Ich zweifle ja momentan sehr oft am gesunden Menschenverstand, wenn ich beobachte, wie hörig Menschen Anweisungen „von oben“ befolgen – weil sich anscheinend niemand mehr zutraut, selbst zu denken bzw. zu wissen oder verantworten zu können, was er/sie selbst tut.

Was ich lange Zeit alleim fehlenden Mut und Selbstvertrauen zugesprochen habe, könnte allerdings einfach fehlendes Verständnis für das sein, was WissenschaftlerInnen oder PolitikerInnen eben gerade NICHT sagen.
Deshalb möchte ich heute dazu inspirieren, in Zukunft genauer hinzuhören und (sich selbst) Fragen zu stellen, die bisher unbeantwortet bleiben.

Als allererstes, bevor irgendjemand anfängt, Fragen zu formulieren, würde ich auf jeden Fall empfehlen, die Annahme aus dem eigenen Kopf zu eliminieren „Er/Sie wird schon wissen und auch sagen, was „das Richtige“/gut oder sogar das Beste für mich und/oder alle anderen ist“! Menschen, auch WissenschaftlerInnen und PolitikerInnen geben in erster Linie wieder, wovon sie selbst überzeugt sind, was sie persönlich glauben.

Besonders hilfreich kann es also sein, auch wenn das oft nichts „zur Sache“ beizutragen scheint, Beweggründen auf den Grund zu gehen. „Warum glauben Sie, dass eine Impfung der einzige Weg aus dieser Pandemie ist?“, „Warum gibt es keine anderen Möglichkeiten?“, „Warum denken Sie das, also auf welchen Daten beruhen vor allem Ihre Zukunftsprognosen?“  „Wie schließen sie aus, dass …“
Dazu müssten sich die meisten Nachfragenden allerdings erst einmal umfassender informieren, Gegenargumente kennen, sich also gedanklich mit einem Thema auseinandergesetzt haben …

Ich finde extrem traurig, dass mir in den letzten Monaten vor Augen geführt wurde, wie wenige Menschen sich mit der eigenen Gesundheit auseinandersetzen und für wie viele sie gleichbedeutend mit Krankheitsbehandlung oder vorsorglichen Tests und Impfungen ist.
Vielleicht fällt mir ja noch eine Anleitung dazu ein, wie sich der eigene Gesundheitszustand geschickt hinterfragen und dem eigenen Körper individuell am Besten Gehör schenken lässt.

Jetzt zurück zu meinen aktuell offenen, unbeantworteten wissenschaftlichen Fragen, die ich persönlich z.B. einem Herrn Drosten oder auch einem Bill Gates sehr gerne stellen würde, auf die leider – meines Wissens – bisher kein/e JournalistInnen gekommen sind (oder die sie nicht stellen durften?):

Wieso halten Sie Viren eigentlich für gefährliche Krankheitserreger – wo doch nie alle Menschen davon krank werden, also wo es doch eine enorm hohe Dunkelziffer geben könnte, die belegt, dass Menschen unentdeckt, ohne jegliche Krankheitssymptome, bestimmte Viren in sich tragen und damit sogar uralt werden?

Wie kommen Sie zu der Annahme, dass bestimmte, einzelne Viren als alleinige Krankheitsursache herhalten können/sollten?

Wie findet man als Virologe den/die genauen „Schuldigen“? Wie wird ausgeschlossen, dass nicht einer der unzähligen anderen, millionen- oder milliardenfach immer vorhandenen Viren ein bestimmtes Krankheitsbild hervorruft?

Wieso wird nicht danach geforscht, welche Faktoren zusammen kommen müssen, damit jemand an einem Virus erkrankt vor allem – um vielleicht andere als den Kontakt mit einem Virus zukünftig minimieren und Geld für die Impfstoffentwicklung sparen zu können?

Wie wird ausgeschlossen – wenn es tatsächlich, also ohne weitere Interessen und ohne unnötige Abhängigkeiten zu schaffen, um die Gesundheit von Menschen und Gefahrenvermeidung gehen soll -, dass es für Menschen nicht gesünder ist, den Fokus auf das eigene Immunsystem zu richten und Viren angstfrei zu begegnen statt sich überängstlich vor ihnen schützen zu wollen, bis ein (gefährlicher, weil viel zu kurz getesteter) Impfstoff verfügbar ist?
Wieso setzen Sie sich nicht dafür ein, dass sich möglichst wenige Menschen einer unabsehbaren Gefahr, die womöglich für den Körper von neuen Impfstoffen oder neu-eingeführten „Alltagsmasken“ ausgeht und der Seele durch Angst und soziale Abgrenzung schadet, aussetzen müssen?
Warum halten Sie Menschen erst für gesund, wenn sie Zugang zu Medikamenten haben und geimpft sind?

Wie wird ausgeschlossen, dass z.B. die Kindersterblichkeit in Afrika wegen verbesserter Versorgungsbedingungen, der Anwesenheit von ÄrztInnen vor Ort, des neuen, immunstärkenden Sicherheitsgefühls zurückgegangen ist statt aufgrund von Impfstoffen, die viele Kinder schwer krank gemacht haben?
Denn Impfschäden können in vielen Köpfen vielleicht ausgeblendet werden, für mich gibt es genug betroffene Eltern, ÄrztInnen und WissenschaftlerInnen, die sie belegen.

Wozu entwerfen Sie zukünftige Horrorszenarien – wenn sich doch bisher alle pandemischen Horrorvisionen als nicht gerechtfertig herausgestellt haben und es keinen wissenschaftlichen Anhaltspunkt dafür gibt, dass Menschen nicht gegen jedes Virus auch aus „eigener Kraft“, also mit Hilfe der körpereigenen Abwehrkräfte immun werden könnten?

Wieso leugnen sie die Möglichkeiten eines gut funktionierenden Immunsystems und erwähnen nicht, dass alle Viren bisher immer nur die Schwächsten der Immungeschwächten (Gestressten, Verängstigten, sich in Hungersnöten befindenden) wirklich schwer getroffen haben?

Wie konnten wir die Toten während der jährlichen, pandemischen Grippesaison eigentlich bisher verantworten? Wären die verstorbenen Menschen heute noch am Leben, wenn es schon Masken- und Abstandsregeln gegeben hätte? Retten wir mit gravierenden gesellschaftlichen und persönlichen gesetzlichen Einschränkungen jetzt jedes Jahr ein paar Tausend Menschen, während Hunderttausende weiterhin an Ursachen sterben, für die sich die Politik kaum verantwortlich fühlt, die sie lieber hintanstellt – Umweltverschmutzung, Ernährung, Bewegungsmangel, Medikamente, Drogen, Alkohol, Straßenverkehr?

Mir würden bestimmt noch etliche Fragen einfallen; bestimmt würden manche Antworten ganz neue aufwerfen!

 

Beim Zuhören würde ich versuchen, mir Zeit zu lassen, möglichst viel „zwischen den Zeilen zu lesen“, wenig zu unterbrechen, genau hinzuhören, um zu erkennen, wo Antworten vielleicht ausweichend werden und an diesen Stellen gezielter nachfragen; ich würde Körpersprache beobachten.

Ich würde in erster Linie versuchen herauszufinden, welche Interessen jemand verfolgt, der mir mit Hilfe von wissenschaftlichen Daten seine Meinung aufzudrängen versucht.

Und ich würde versuchen, dem-/oder derjenigen möglichst angstfrei und dafür neugierig, wissbegierig, zu begegnen.

 

Mir ist bewusst, dass momentan viel zu viele Menschen von viel zu viel Angst beherrscht werden, um von selbst auf vernünftige Fragen zu kommen.
Ich weiß, dass die meisten „modernen“ Menschen keinen gesunden Skeptizismus gegenüber ÄrztInnen und in vielen Gesundheitsfragen mehr haben, weil ihnen z.B. auch jahrzehntelang erfolgreich Angst vor Viren „eingeimpft“ wurde.
Ich bin leider ziemlich sicher, dass die meisten Menschen so indoktriniert sind, dass sich kaum jemand,  obwohl er/sie selbst TATSÄCHLICH MILLIONEN ODER MILLIARDEN VON VIREN in seinem/ihrem Körper beheimatet, vorstellen kann, man könne „gesund“ mit EINEM VIRUS weiterleben.

Aber ich hoffe sehr, dass der eine oder die andere noch ein gesundes Bauchgefühl besitzt, noch Zugang zu seinem/ihrem inneren Wegweiser hat, so dass nur noch ein kleiner Ansporn fehlt (oder vielleicht bisher gefehlt hat, so dass ich ihn jetzt geben konnte), (sich) die individuell richtigen Fragen zu stellen, um nicht weiter in einer Entscheidungs-Schockstarre zu verharren, sondern in Bewegung kommen zu können.
Ich hoffe sehr, dass es noch genug Menschen gibt, die gerne eigene Entscheidungen in Fragen, die ihre eigene Gesundheit betreffen, fällen oder zumindest gerne darüber mitentscheiden würden.

Allerdings bin ich auch ziemlich sicher, dass sich Menschen, die sich die individuell „richtigen“ Antworten holen, also durch eigenes Nachfragen Neues dazu lernen, was ihnen irgendwie weiter hilft, irgendwann in den eigenen Entscheidungen sicherer und gestärkter fühlen werden als die, die weiterhin „blind“ befolgen, was andere entschieden haben.

P.s.: Sehr interessieren würde mich persönlich auch noch, auf welcher „wissenschaftlichen Grundlage“ die Definition einer Pandemie nach der Schweinegrippe (deren Verlauf sich für die bisherige Definition als zu mild herausstellte) geändert wurde oder wie die politische Aussage „Die Pandemie ist erst beendet, wenn ein Impfstoff verfügbar ist“ mit demokratischen Mitbestimmungsrechten in Deutschland vereinbar sind, auf welcher (wissenschaftlichen?) Grundlage Menschen in Deutschland weiterhin unter Corona-Maßnahmen leiden sollen, die sehr gut mit dem Virus leben können, also ganz ohne sich davor schützen zu müssen, geschweige denn zu wollen.

P.p.s.: Eine gute Idee ist es, sobald man merkt, dass einem ein Märchen aufgetischt wird, sofort aufzuhören, jeden Blödsinn mitzumachen; auch wenn man noch nicht verstanden hat, was eigentlich gerade passiert.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader!

Wenn der eigene Kopf macht, was er will

Oder wenn Gefühle wie Angst die Kontrolle übernehmen

Ich habe sehr viel Neues gelernt in den letzten Wochen: über mich, über die Menschen um mich herum, über (menschliche) Gemeinschaften, über die (menschliche) Natur.

Die Welt, wir alle zusammen stecken in einer Krise, aus der wir in meinen Augen nur gemeinsam herauskommen können. Weder auf Politik noch auf Wissenschaften noch auf irgendwelche bisherigen (Glaubens-)Systeme können „normale Menschen“ sich gerade verlassen, sollten es vielleicht sogar besser nicht tun – vor allem der eigenen Gesundheit und Freiheit, aber auch der aller Menschen auf der ganzen Welt zu Liebe.

Jede/r einzelne Mensch weiß immer am besten, was gut für ihn/sie ist, was er/sie braucht; egal was andere ihm/ihr erzählen.
Nur haben viel zu viele, vielleicht vor allem „zivilisierte“, Menschen dieses Wissen verlernt oder es nie gelehrt bekommen; entweder durch, vor allem frühkindliche, schlechte Erfahrungen oder indem es ihnen – mehr oder weniger gewaltsam, mit Strafen oder „nur“ Drohungen – aberzogen wurde. Sich selbst oder anderen Menschen in ihrer direkten Umgebung vertrauen in meinen Augen viel zu wenige Menschen in unserer modernen Welt; vertrauenswürdig sind für viele immer noch besonders „höhere Instanzen“.
Deren Kopf macht dieses „emotionale Psychospiel“ meistens so lange mit, bis er selbst dabei verrückt oder der Körper dadurch krank wird.

Wir modernen Menschen bekommen ja auch täglich von allen Seiten, durch verschiedenste Medien, erzählt, was „gut für uns“ oder „ganz schlimm“ sei.

Um sich eine eigene Meinung dazu zu bilden, braucht es unter anderem Selbstbewusstsein bzw. achtsam erlernte Selbstkenntnis, um also selbst sicher einordnen zu können, ob etwas stimmt oder nicht.
Dafür nehmen sich viele Menschen in meinen Augen viel zu wenig Zeit – weil sie sich darauf verlassen, dass ihnen das „andere schneller oder besser sagen können“.
Wer außerdem nicht den Mut aufbringt zuzugeben, dass er/sie noch gar keine Zeit oder auch gar keine Lust oder wiederum nicht den Mut hatte, sich umfassend mit einem Thema zu beschäftigen, um sich selbst dazu eine eigene Meinung bilden zu können; wem es unangenehm ist, über sich selbst zu reflektieren, das eigene Selbstbild mit dem von anderen eingeholten, ehrlichen Feedback abzugleichen, tendiert dazu, sich hinter angeblich allgemeingültigen „Prinzipien“ zu verstecken statt zu seiner/ihrer individuellen, eigenen Persönlichkeit zu stehen.
Im Prinzip stecken viele dabei eher in Vorurteilen fest, so dass sie gar nicht bemerken, dass es sich bei der eigenen „Prinzipientreue“ eigentlich um die Meinung anderer handelt, die sie irgendwann aufgehört haben zu hinterfragen.

Dass Menschen aufhören, Fragen zu stellen, hat viele Ursachen: wegen anderer „wichtiger Dinge“, also aus Zeitmangel bzw. Prioritätenverschiebung, aus Bequemlichkeit; wenn sie auf Hindernisse stoßen, also niemanden finden, der befriedigende Antworten gibt; aus Selbstunsicherheit, wegen fehlender sozialer Rückendeckung oder einfach aus Angst, sich dadurch Anfeindungen entweder nahestehender oder anderer prinzipientreuer, selbst oft angstgetriebener Menschen auszuliefern. Angeblich fragt „man“ manche Dinge ja einfach nicht … Es kann schwerwiegende Folgen haben, zu viel nachzufragen und damit persönliche Grenzen zu übertreten, die manche Menschen auch mit Gewalt verteidigen. Menschen können dabei brutal zueinander sein oder werden.
Menschen werden zum Teil unvorstellbar grausam, wenn sie selbst Angst haben – vor allem um das, was sie sich erarbeitet haben, in ihren Augen also selbst besitzen und um das, was sie ausmacht, also ihr eigenes Selbstbild. Besonders angstgeplagte Menschen tendieren im Extremfall entweder dazu, als folgsame Untertanen derjenigen, die Rettung versprechen oder genug Strafandrohungen aussprechen, Grausamkeiten zu verüben oder sie übernehmen, wenn sie genug Einfluss oder Macht über andere haben, die totalitäre Tyrannenrolle gleich selbst.
Andere haben sich selbst noch nie hinterfragt, leben also völlig entfremdet von sich, haben sozusagen Angst vor sich selbst, die genauso in Gewalttätigkeit gegenüber sich selbst oder anderen münden und Menschen zu Sklaven ihrer selbst werden lassen kann.

Ich finde erschreckend, wie viele Untertanen, aber auch (einmal wieder, aber jetzt zeitgleich zusammen) Diktatoren in der Welt sich gerade offenbaren, die (ängstlich) mit Gewalt versuchen, etwas am Leben zu erhalten, was sie mit aufgebaut haben, aber was gerade dabei ist einzustürzen – in vielen Ländern, in unserer Bundesrepublik, vor der eigenen Haustür, im Freundes- und Bekanntenkreis. Angst regiert die Welt vielleicht noch mehr als Geld, und mächtige, reiche Menschen wissen, sie zu schüren …
Ich bin froh, wenn ich sehe, wie viele Menschen gerade keine Angst mehr vor einem medial gefährlich hochgepuschten Coronavirus – einem unter sich ständig verändernden, alljährlich über den Globus verbreiteten Coronaviren – oder vor Sanktionen haben, die unsere Bürgerrechte aushebeln.
Ich bin zwar traurig, dass viele Menschen in meinem Umfeld (noch) nicht dazu gehören. Es ist traurig, dass sich Menschen gerade in Gruppen spalten: die einen, die dem Kurs unserer PolitikerInnen entweder vertrauen (wollen) oder stillschweigend mitmachen, weil sie zu viel Angst haben, sich dagegen zu wehren, oder nicht wissen; die anderen stehen für unsere freiheitliche, auf Selbstbestimmung und -verantwortung gründende Demokratie ein (die wir aber im Prinzip noch gar nie hatten, weil sich frühere Generationen damit zufrieden gegeben haben, dass die Politik unser Leben bestimmt …).
Aber besonders glücklich macht mich, wenn ich sehe, wie viele Menschen mit einst unterschiedlichen Meinungen und Prinzipien, die früher nicht einmal miteinander gesprochen oder sich gegenseitig zugehört hätten, sich gerade ganz neu und sogar länderübergreifend zusammentun, um gegen einen politischen Kurs aufzustehen, der schon lange nichts mehr mit dem Schutz von Menschen und Menschenrechten zu tun hat.

Vielleicht wird ja irgendwann eine gemeinsame, weltweite Bewegung daraus, die sich endlich für mehr Gesundheit (und nicht nur medizinische Versorgung), für gesunde, natürliche Lebensräume, den Erhalt unserer Natur einsetzt – bei der jede/r einzelne zählt, also jede/r individuell etwas tun kann, aber auch tun muss.
Aber ich will ja nicht zu sehr ins Träumen kommen.
Dazu müssten viel mehr Menschen erst noch (oder wieder?) lernen, welche Verantwortung sie sowohl für ihr eigenes Leben als auch für das aller anderen haben, wie sehr wir also alle miteinander verbunden sind.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader, der zum Glück für mich schon so viele verschiedene, tolle Fotos in den unterschiedlichsten Umgebungen gemacht hat!