Wenn nichts mehr geht …

… kann irgendwann auch kein fahrbarer Untersatz mehr einer bewegungsunfähig gewordenen Masse genug Lebensenergie zu geben, damit sie immer wieder ins Rollen kommt, bzw. ihr noch den Ansporn geben, überhaupt noch auf eigenen Beinen von einem Ort zum anderen gelangen zu wollen

Es gibt heute viele Menschen, die kurz davor scheinen, in völliger Bewegungslosigkeit zu erstarren, bzw. Gefahr laufen, es zu tun – nicht immer, weil sie sich zu wenig bewegen, sondern, weil sie Körper und Geist dabei nicht im Einklang halten.

  • Immer wieder zu schnell – unaufgewärmt – lossprinten;
  • mehr mental als körperlich (oder umgekehrt) trainieren bzw. nicht dafür sorgen, dass nicht nur der eigene Körper, sondern auch das Gehirn all das bekommt, was es braucht, um gut genug versorgt zu sein;
  • sich bzw. den eigenen Kräften zu viel abverlangen statt ihnen auch immer wieder Aufbau- und Ruhephasen zu gönnen, oder
  • es für „Aufwärmtraining“ halten, sich eine Wärmflasche zu machen, die Heizung aufzudrehen, eine Tasse heißen Tee oder Kaffee aufzubrühen, sich in die Sonne zu legen oder heiße Zigaretten- oder andere Glimmstengel-) Luft einzuatmen

mag lange problemlos „funktionieren“, auf Dauer dazu , wenn sie nicht nur immer kältere Füße und Beine bekommen, sondern all ihre Gliedmaßen mit der Zeit immer tauber werden und nur schwer wieder zu re-aktivieren oder dazu zu animieren sind, sich mit Freude und Leichtigkeit bewegen zu wollen.

Menschen, die ein besonders „cooles Leben“ führen und sich nicht „unnötig“ damit auseinandersetzen wollen, auf wessen Kosten sie dabei leben, zahlen letztendlich ähnlich dafür wie andere, die viel eigene (Lebens-)Energie dabei verschwenden, sich mit viel Aufwand ein gemütliches Plätzchen zu suchen oder selbstständig zu erschaffen, an dem auch ihr Gewissen zur Ruhe kommen kann: mit Schmerzen in ihrem geschundenen Körper oder Geist bzw. Verletzungen ihrer (bewegungsfreudigen) Seele, die zum Heilen nicht nur Zeit, sondern auch etwas braucht, was sie wieder in Schwung bringt, damit all der Ballast, der sich dort angesammelt hat, überhaupt abtransportiert bzw. entsorgt werden kann.

Ich kann nur empfehlen, sich häufiger mal auf den Kopf und die Beine auf diese Weise dorthin zu stellen, wo „normalerweise“ die Entscheidungen gefällt werden. So kann lebensspendendes Blut viel leichter in Richtungen fließen, die umgekehrt – aufgrund von Gefäßverengungen oder verspannungsbedingten Stauungen – nicht mehr oder nur schlecht erreicht werden. Vielleicht verschwindet der fehlende oder übermäßige Bewegungsdrang dann irgendwann von ganz alleine – weil im Kopf ganz neue, vorher ungeahnte Ideen dazu entstehen?

 

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Dank für das Foto gebührt Jonathan Cooper (auf www.pexels.com)

Mit Liebe (voller Vertrauen und Mitgefühl sowie Geduld statt beladen mit Verlust- oder anderen Ängsten) aufgezogen bzw. zum selbstständigen Gehen oder freiwilligen Bleiben gebracht, bewusst oder unbeabsichtigt vernachlässigt und kleingehalten oder „vorbildlich“ groß- bzw. erzogen?

Wie sich Menschen gegenseitig in ihrer Entwicklung fördern, überfordern oder ausbremsen bzw. unterfordern können (und dabei ihr Selbstbild oder auch ihre „Ebenbilder“ formen)

Ich bin überzeugt, dass vielen Menschen ihre „wahre Größe“ gar nicht bewusst ist – die, die sie haben könnten, wenn sie sich nicht völlig frei hätten entwickeln dürfen oder müssen, sondern wenn ihnen Menschen mit Rat und Tat zur Seite gestanden hätten, um sie dabei zu unterstützen, gesund und glücklich, ohne körperliche (Wachstums-)Schmerzen, Verzweiflung oder seelisches Leid aufzuwachsen.
Auch wenn Eltern oder andere „Erziehungsberechtigten“ innerhalb von Gemeinschaften, ihr Bestes geben mögen, um „ihre“ Kinder „groß zu kriegen“, herrscht nicht nur weltweit Uneinigkeit darüber, was Menschen überhaupt brauchen, um zu „gedeihen“, also auch Widerstandskraft aufzubauen und ein glückliches Leben führen zu können. Kulturell bedingte Unterschiede kann es bereits in kleinen Kommunen geben, in denen es gemeinschaftlich anerkannt sein kann, Kinder möglichst viele Freiräume zu bieten, oder als chic gelten kann, sie besonders „kurz zu halten“ und/oder dabei ordentlich zu erziehen.

Welche individuelle Größe letztendlich dabei herauskommt, ist äußerst unterschiedlich – je nach persönlicher Willensstärke und der Bereitschaft, sich sowohl denen unterzuordnen, die in jungen Jahren (wenn sich Menschen noch nicht selbstständig versorgen können) die Vormundschaft darüber haben, was – vermeintlich oder angeblich – „gut“ oder „schlecht“ für Menschen oder insbesondere ihre Kinder ist, als auch denen, die auch alten Menschen noch Vorgaben machen bzw. Vorschriften erteilen, wie sie ihr Leben zu führen, was sie zu tun und was sie zu lassen haben.
Es gibt Menschen, die fühlen sich wohl unter Größeren oder auch Stärkeren, sehen also weder einen Grund, sich von ihnen fernzuhalten, noch selbst einmal so „groß und stark“ wie sie werden zu „müssen“ (sondern suchen sich lieber größere bzw. „starke Freunde und/oder Freundinnen). Andere entwickeln – weil sie vielleicht einseitig (nicht so, wie sie es bräuchten bzw. sich wünschen würden) ernährt oder so unterdrückt werden, dass sich ihr Rückgrat dabei nicht aufbauen kann bzw. immer wieder gebrochen wird  – entweder vor allem geistige oder, womöglich auch gleichzeitig, seelische, emotionale, Stärke bzw. Härte. Die körperlich Größten sind nicht unbedingt auch diejenigen, die sich gerne so groß sehen bzw. dauerhaft damit wohl fühlen, andere zu überragen – weil sie keine andere Wahl für sich erkennen konnten als möglichst schnell oder zumindest irgendwann später so groß werden zu „müssen“.

Es ist jedenfalls wenig erstrebenswert, im eigenen Leben etwas bzw. eine bestimmte Größe oder Stärke bzw. Körpermasse erreichen zu wollen, für die wir Menschen von Natur aus gar nicht gemacht, also konstruiert, bzw. gedacht sind:

  • kein Mensch müsste so großgezogen oder kleingehalten werden, dass er oder sie dabei unnötig leidet (also unter dem, was andere ihm oder ihr antun statt zu ermöglichen, das heißt, zur freien Wahl zu stellen);
  • sobald unser Knochenwachstum abgeschlossen ist, können wir ohnehin nur noch in die Breite oder geistig wachsen; und
  • auch Muskelkraft bzw. das trainierte Dickenwachstum macht nur so lange Sinn, so lange sich Menschen damit noch schmerzfrei bewegen (d.h. nicht nur, wenn sie auf der Stelle treten) und selbstständig immer wieder aufstehen können, ohne unter ihrem eigenen Gewicht zusammenzubrechen.

Wer unzufrieden mit sich selbst oder dem eigenen Leben ist bzw. unter Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Stillsitzen leidet, ohne zu wissen, woher die kommen, hat jederzeit die Möglichkeit, dem bzw. sich selbst auf den Grund zu gehen und eine „innere Balance“ bzw. Schmerzfreiheit oder Leichtigkeit wiederherzustellen. – Es braucht „nur“ die Zeit, um

  • in sich hinein zu spüren und herauszufinden, was belastet oder vielleicht auch als „zu einfach“ erscheint, also keinen Spaß (mehr) macht (weil sonst niemand mithalten kann und man es deshalb immer alleine machen muss);
  • die eigene Ernährung bzw. geistige Nahrung und das, was die eigene Seele nicht nur berührt, sondern auch aufbaut oder in ihre Schranken weist, zu überdenken und sie langsam – in dem Tempo, das man braucht, um sich dabei gut zu fühlen – umzustellen, und
  • die dabei neu entstehende, also freigesetzte Energie im eigenen Körper sinnvoll so zu leiten, dass nicht nur die eigenen, bereits bestehenden Stärken davon profitieren und für ein Ungleichgewicht in Deinem Körper, Geist und Deiner Seele sorgen, sondern man insgesamt ausgeglichener wird – je nachdem, vor welche Herausforderung man im Leben gestellt wird, friedlicher oder zur Not auch bereit, für sich selbst oder das bzw. die zu kämpfen, was wirklich wichtig ist bzw. für die das eigene Herz besonders kräftig oder schnell (und ohne dass es Dir Angst oder ein schlechtes Gewissen macht) schlägt.

P.s.: Menschen können, wenn es ihre Lebenssituaton erfordert, so lange über sich hinauswachsen (oder über ihren eigenen Schatten springen), bis ihnen die Ressourcen dafür ausgehen und sie in sich zusammenfallen. – Denn was in ihrem Kopf „Realität“ ist, weil sie es zufällig ein oder mit viel Training ein paar Mal geschafft haben, ist auch auf Dauer körperlich unbeschadet durchzuhalten.

 

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Der Dank für die Idee zum Text gebührt all den wundervollen – großen und kleinen, starken und schmächtigen, dicken und dürren – Menschen, denen ich in meinem Leben schon begegnen durfte (von denen sich einige vermutlich für völlig normal halten und andere denken, sie seine vollkommen verrückt und denen ich wünsche, dass sie alle zu der innerlichen Stärke finde, die sie brauchen, um gelassen durchs Leben gehen zu können, in dem man auf alles gefasst sein muss, was prinzipiell möglich ist) und für das Foto  Daniele Levis Pelusi (auf Unsplash)!

Das sieht (riecht, hört, spürt, schmeckt, fühlt, weiß) man doch (aus eigener Erfahrung)!

Dass hier etwas nicht natürlich ist, sondern übertrieben hübsch, sinnlich, verführerisch, schmackhaft, empfindsam, professionell, …  dargestellt wird und man den davon ausgelösten (Hoch-)Gefühlen besser nicht trauen sollte!

Es gibt Menschen, die scheinen sich (weil sie auch vor anderen davon schwärmen) von „traumhaft schönen Dingen„, „ganz speziellen“ Orten oder auch Menschen angezogen zu fühlen, die einen „besonderen Wert“ auf ihr Äußeres, ihr Erscheinungsbild, legen bzw. damit berühmt geworden sind, etwas „Exquisiteskreiert zu haben . Ich denke, den wenigsten ist bewusst, was sie damit – unbewusst – ausdrücken, dass sie sich „unnatürlich“, nämlich einseitig hingezogen fühlen zu allem, was ihnen gut gefällt und deshalb – vermeintlich – auch gut: künstlich gestaltete Umgebungen oder künstlerische Vorführungen. Diese haben allerdings wenig zu tun mit dem „echten Leben“ und seinen „hässlichen Seiten„, in dem nicht alles „hübsch hergerichtet“ für uns ist, jeden Augenblick auch etwas Schreckliches, Unvorhergesehenes passieren kann und wir uns im Grunde nie völlig entspannt und zufrieden zurücklehnen können, weil wir immer achtsam – auf der Hut sein sollten bzw. es immer etwas für uns zu tun gibt bzw. gäbe.

Den Dingen auf den Grund und anderen Menschen unter die Haut zu gehen oder ins Herz zu schauen, möglichst ohne sie dabei zu verletzen, heißt auch, sich selbst näher kennenzulernen. Menschen können erkennen, was sie sich im Laufe ihres Lebens – weil Menschen sich auch über lange Zeit an so gut wie alles, auch unerträgliche Situationen, gewöhnen können – angewöhnt haben, intuitiv (um sich vor dem zu schützen, was sich „nicht gut“ angefühlt hat) oder um dafür von anderen „gut behandelt“ oder sogar belohnt zu werden: das „sinnvoll“ zu unterstreichen oder -malen bzw. in Erinnerung zu behalten, was ihnen (überlebens)wichtig erschien, oder das zu kaschieren, was sie vor anderen verbergen oder selbst nicht unnötig oft sehen woll(t)en.

Es erfordert nicht nur Geduld, sondern – wenn man möglichst wenig dabei „kaputt machen“ möchte – auch ein gewisses Geschick, sich etwas oder jemandem, für den, die oder das man sich interessiert, vorsichtig zu nähern und Schicht für Schicht zu „erarbeiten“, um bis ins Innerste (den wahren Kern bzw. den Wahrheitsgehalt dessen, was er, sie oder es – scheinbar, oberflächlich betrachtet – repräsentiert) „vorzuarbeiten“: indem man ihm, ihr oder sich selbst Fragen stellt bzw. nicht nur ihren „Geistes-, Wissens- bzw. Wahrheitsgehalt“ oder ihre empfindsame Seele erkundet (also prüft, ob sie vertrauenswürdig erscheint oder man selbst ein sicheres Gefühl daraus gewinnt) sondern auch „tiefer in die Materie“ – möglicherweise bis auf atomare Ebene – einzudringen.

Ich habe den Eindruck, dass ein Großteil von Menschen sich sehr schnell damit zufrieden gibt, anderen einfach zu glauben, was die ihnen von der Welt – den unterschiedlichsten Orten und Organismen – oder aus ihrem eigenen Leben erzählen, vor allem, wenn sie selbstsicher auftreten und keinen Anlass geben, an ihren Worten zu zweifeln.
Wer selbst immer ehrlich und unverhüllt oder –schämt durchs Leben gekommen ist, also sich nicht – hart – antrainieren – musste, andere Menschen zu belügen bzw. betrügen kann sich selten vorstellen, für wie „selbstverständlich“ oder sogar (lebens-)notwendig es andere Menschen halten, sich gut ver- (oder auch ent-)stellen zu können, dass sie es sogar ihren Kindern – notfalls mit Gewalt bzw. schmerzhaften Erfahrungen – beibringen oder zumindest beizubringen versuchen:

Kulturell bedingt, also nicht von Natur aus, zeigen viele Menschen anderen ihr wahres, entspanntes oder ungeschminktes Gesicht erst, wenn sie offiziell in deren Familie aufgenommen wurden.
Kulinarisch bedingt, weil die Arbeit in Küchen es erfordert (wenn die zubereiteten Nahrungsmittel entweder nicht frisch aus der Natur kommen oder die Natur nicht genug produziert, womit sich entweder sehr anspruchsvolle oder einfach zu viele Gäste oder Kunden und Kundinnen, also Konsumenten oder Konsumentinnen dessen, was Köche oder Köchinnen anzubieten haben, schlecht abfinden können), nutzen „moderne Menschen“ gerne bzw. oftmals ohne jegliche Bedenken oder ein schlechtes Gewissen „Geschmacksverstärker“ wie Salz, Zucker oder eine „Extra-Portion“ Fett bzw. vorgefertigte „Würzmischungen“ und künstliche „Aromastoffe“ (statt natürlicher Gewürze oder Kräuter-, Blüten- und Fruchtaromen).

Mich persönlich machen Menschen skeptisch, die

  • sich durch ihr – auf mich unnatürlich wirkendes – „kultivertes Verhalten“ hervortun bzw.
  • „niedere (emotionsgeladene, hormonell bedingte) Verhaltensweisen“ als „unmöglich“ abwerten und/oder
  • sich vor allem in einem Ambiente wohl fühlen, das herzlich wenig mit der freien Natur, also unserer natürlichen, ursprünglichen Umwelt (sei es ein Wald oder eine Steppenlandschaft) zu tun hat (in der selten alles gleichzeitig verlockend auf die eigenen Sinne einwirkt oder „perfekt positioniert“ aussieht).

Nicht alle künstlichen – menschengemachten – Bilder, Düfte, Geräusche, Geschmacksrichtungen, … müssen besonders aufdringlich wirken, um ihr Suchtpotenzial entfalten zu können, und werden daher besonders von Menschen, die sich dessen bewusst sind bzw. davon profitieren, dass sich ihre Produkte oder Dienstleistungen nachhaltig gut verkaufen, gerne auch sehr dezent, mit „vornehmer Zurückhaltung„, eingesetzt.
Es ist also, wenn Du mal Deinen Augen oder Ohren nicht traust, nicht sehr sinnvoll, Dich auf Deine Glücks- oder Panikgefühle zu verlassen, die dabei gleichzeitig „hochschießen„. Atme lieber so lange tief durch, bis Dein Puls sich wieder normalisiert hat, schlaf‘ eine oder besser gleich mehrere Nächte darüber, rede mit jemandem darüber und überprüfe dann, was Du siehst, hörst, riechst, schmeckst oder fühlst, sobald Du Dich erneut in die Situation bringst, die Deine Wahrnehmung „vernebelt“ hat.
Mag sein, dass sich für Dich nichts verändert hat, außer dass Du Dir dann ziemlich sicher sein kannst, dass Dein Körper, Dein Geist und Deine Seele gut zusammenarbeiten und Du Dich voll auf Deine „sieben Sinne“ verlassen kannst.
Vielleicht hast Du aber auch etwas über Dich, andere oder den Rest der Welt dazugelernt? Dann hätte dieser Text seinen Sinn und Zweck erfüllt: Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass sie an jedem einzelnen Tag nicht nur interessante Neuigkeiten von anderen erfahren, sondern auch etwas spannendes, aufregendes und damit auch beunruhigendes Neues an sich entdecken können – womit sie sich auseinandersetzen könnten.

Niemand muss warten, bis er oder sie krank von der eigenen Sorglosigkeit ist – weil er oder sie dachte, es gäbe im eigenen Leben gar nichts Besonderes, was beachtet werden „müsste“ bzw. was überhaupt auch völlig ohne Krankheitssymptome und ärztliche Untersuchung verstanden werden könnte.

 

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Dank für das Foto gebührt Venus HD Make-up & Perfume (auf pexels.com)!

 

 

„Richtig“ ausgedrückt, nichts dabei herausgekommen oder inakzeptabler „Dünnschiss“ bzw. „voll daneben“?

Wie zufrieden bis Du so mit dem, was Du täglich mit Leichtigkeit oder sogar im Überfluss produzierst oder Dir hart abringen musst?

Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere materielle, für alle Augen sichtbare Welt ein Abbild der geistigen Welt bzw. des seelischen Zustands – sowohl des „großen Ganzen“ als auch jedes einzelnen Individuums – ist. Für mich sind – selbst als Kurzsichtige, weil ich dafür gar nicht so weit in die Ferne schauen, sondern nur 1 und 1 zusammenzählen bzw. die Verbindungslinien im Geiste weiter ziehen muss – viele Zusammenhänge so klar ersichtlich, dass ich mich immer wieder wundere, warum andere sie nicht sehen können.

Daher versuche ich heute (einmal wieder) anhand eines Beispiels – nämlich mit einem unserer grundlegendsten, menschlichen Bedürfnisse – zu verdeutlichen, welche Ausdrucksformen innere Unzufriedenheit bzw. Unausgeglichenheit oder etwas, das Menschen quält, annehmen kann; so dass sich Interessierte den Ursachen für dieses „Zusammenspiel“ auf vielfältige Weise nähern können: Solltest Du also Probleme damit haben, Dich – durch welche Körperöffnung auch immer – „ordentlich“ von „Ballast“ zu (er-)lösen, so dass nichts unnötig lange in Dir verweilen muss, aber Deinem Körper auch nicht viel zu früh – ohne dass Du selbst überhaupt etwas davon hattest – entfließt oder -flieht, kann es einerseits

  • an einem unausgewogenen, ballaststoffarmen oder auch zu -reichen Konsumverhalten liegen oder
  • daran, dass Du Dir, Deinem Körper und Geist sowie Deiner empfindsamen Seele für Deine (Widerstands-)Kräfte zu viel (oder auch viel zu wenig) – von was auch immer, auf materieller, geistiger oder seelischer Ebene – auflastest bzw. zumutest oder zutraust.

Je nachdem, wie lange Du brauchst, um zu einem „zufriedenstellenden„, immer noch zu unausgegorenen oder einem längst überfälligen Ergebnis zu kommen, das Dir wenigstens eine gewisse Erleichterung verschafft, nimmst Du Dir vielleicht zu viel oder nicht ausreichend Zeit dazu oder machst Dir zu viel oder wenig Druck dabei, so dass es nicht „richtig“, nämlich ganz natürlich so „flutscht“, wie Du es Dir wünschen würdest.

Es gibt Menschen, die in der Lage sind, sich selbst im Überfluss bzw. wenn sie – auf welchem Weg auch immer – „übermäßig“ viel für ihre Körpergröße konsumieren, gezielt nur das „herauszunehmen“, also auf das zu konzentrieren, was wichtig für sie ist, weil sie es gerade (unter bestimmten Lebensbedingungen, nicht gewohnheitsmäßig!) brauchen. Andere, die sich angewöhnt haben, Routinen zu entwickeln oder eher vorsichtig vorzugehen bei dem, was sie „in sich hineinstopfen“, laufen eher Gefahr, nicht genug von dem zu bekommen, was sie vielleicht bräuchten: genügend Abwechslung. Oft entwickeln sie daher krankhafte Mangelerscheinungen, denen ihr Körper damit entgegenwirkt, dass sie ständig hungrig sind bzw. sich selten satt und zufrieden fühlen bzw. erst dann aufhören können, etwas in sich aufzunehmen, wenn entweder ihr Bauch, ihr Kopf oder Herz schmerzt, weil sie kaum noch Luft bekommen, oder ihre Speiseröhre „brennt“.

Ich wünsche jedenfalls allen, die jetzt neugierig geworden sind und Lust bekommen haben, ihren eigenen „Verdauungsproblemen“ (dem „Bockmist“, den sie produzieren, oder den „Körpersäften“, die sie unkontrolliert „verlieren“), den Sorgen (um ihre eigene oder um die Gesundheit von Menschen, die ihnen am Herzen liegen) bzw. den damit verbundenen „rein“ körperlichen oder auch geistigen Beschwerden und energetischen, emotionalen Blockaden auf den Grund zu gehen und/oder sie auch zu erforschen, also weiter zu beobachten, viel Freude und Erfolg bei ihrer „Arbeit„! Auch ich lerne gerne noch dazu und stelle z.B. fest, dass ich immer seltener körperlich davon beeinträchtigt bin, „herumzuschleimen“ – weil mir klare (Ausdrucks-)Formen zwar wichtig sind, ich aber lieber zu harte als zu weiche wähle.

Ich wünschte, allen Menschen wäre klar, dass ihr Körper ihr Freund bzw. ihre Freundin ist und ihnen jederzeit die Möglichkeit gibt, alles wiedergutzumachen, was sie ihm im Laufe ihres Lebens –

  • willentlich, um ihn oder andere damit zu verletzen,
  • aus Unwissenheit bzw., vermeintlich, mangels „genauso guter“ oder „besserer Alternativen“ oder
  • aus fehlender (Antriebs-)Kraft –

zugemutet oder angetan haben, so dass – zusammen mit einem Bewusstsein über die eigenen individuellen Schwachstellen – ein innerer Friede in ihn einkehren kann.
In dem Sinne: Nicht nur einen erfüllenden, sondern gleichzeitig oder wenigstens irgendwann hinterher lehrreich entleerten oder -leerenden Sonntag!

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader (nicht auf natur-highlights.de)!

Better not touch/Besser die Finger lassen von Touchpads oder – vor allem oberflächlich und solange sich niemand dagegen wehrt – auf unsere Hände verführerisch wirkende Pro- oder „Objekte“

Von wem lässt Du Dich widerspruchslos (auch unangenehm) berühren, in wessen Hände begibst Du Dich freiwillig oder von wem klässt Du Dich sogar noch dafür bezahlen, dass Du Dir die Finger schmutzig oder selbst gar keinen Finger krumm machen musst – vielleicht aus Angst, sonst etwas zu verpassen bzw. nicht ermöglicht oder erlaubt zu bekommen?

Viele von uns werden in Gesellschaften großgezogen, in denen er „normal“ geworden ist, dass man sich schon als kleines Kind nicht nur von der – zum Teil ungeliebten – Verwandtschaft, sondern von völlig fremden Menschen anfassen, Ver– oder Behandlungen über sich ergehen lassen muss, selbst wenn wir uns dabei nicht wohlfühlen. Die wenigsten von uns verstehen wahrscheinlich, warum entweder das eigene Gefühl bzw. der eigene Geist oder der eigene Körper innerliche oder sogar äußere Anziehungs- oder Abwehrreaktionen auf etwas oder jemanden zeigt, obwohl wir davon bzw. von ihm oder ihr vorher noch gar nicht an- oder unangenehm berührt wurden, also keine Ahnung von dem haben dürften, was mit uns geschehen könnte.

Unser Körper muss nicht erst tatsächlich – mechanisch – von außen stimuliert werden, um etwas in unserem Inneren zu reizen und in Bewegung zu setzen. In ihm sind in unterschiedlichster Form Erinnerungen gespeichert, die sogar über unser eigenes Leben hinaus- bis auf unsere Vorfahren zurückgehen gehen.
Menschen, die noch mit einem besonderen, natürlichen Feingefühl oder Hellsinnen ausgestattet sind, weil sie noch nicht mit (Kontakt-)Informationen überfrachtet wurden, die sie haben abstumpfen lassen, nehmen Berührungen anders auf als Menschen, die sich daran gewöhnt haben, von den unterschiedlichsten Menschen auf verschiedensten Wegen berührt zu werden.

Es ist natürlich, Mitgefühl für andere fühlende Wesen – für Menschen, Tiere oder sogar Pflanzen – zu empfinden, sich also auch emotional von ihnen persönlich oder ihrem Schicksal berühren zu lassen. Aber es ist übertrieben, sogar anhand von beeindruckenden Bildern, Worten oder sie untermalenden Klängen bzw. Melodien mit ihnen zu leiden bzw. sich davon beeinflussen zu lassen, ohne in ihrer Gegenwart bzw. direkten Nähe auch völlig ohne Worte oder andere „beweiskräftige“ Unterlagen spüren können zu müssen, ob sie es tatsächlich auf Mitleid anlegen (oder lieber darauf verzichten und sich eigenständig um sich selbst kümmern würden).

Es ist natürlich, sich dazu verlocken zu lassen, etwas anzufassen, was uns – aus den unterschiedlichsten, individuellen Gründen – begehrenswert erscheint. Aber es ist fahrlässig, sich nicht zu überlegen, was – in einer Welt, in der angeblich schon Blicke töten können sollen – alles passieren könnte, wenn man etwas, was einem selbst gar nicht gehört, berührt und damit vielleicht aus seiner natürlichen Ordnung oder aus der Ruhe bringt.

Es ist also überlebenswichtig, zu lernen, NEIN zu sagen; nicht nur zu Tätigkeiten, deren Folgen man selbst gar nicht einschätzen kann, weil sie völlig neu(artig) sind, sondern auch oder insbesondere zu Menschen, die versuchen Druck auszuüben und andere Menschen das ausführen zu lassen, was sie selbst nicht (mehr) tun wollen, weil ihnen vielleicht längst bewusst ist, was sie damit verursachen bzw. auslösen: entweder in ihrem eigenen Körper, ihrem Geist oder in ihrer Seele, die oft zuerst spürt, wenn etwas nicht schnell wieder vorbei, sondern auf Dauer unerträglich ist, bzw. bei anderen fühlenden oder besonders empfindsamen (Lebe-)Wesen und der Natur, in der sie leben.

Nicht jeder Mensch ist ganz automatisch – ohne Vorerfahrungen – in der Lage, wirklich zu spüren bzw. professionelle von intuitiv „richtigen“, aus einem ehrlichen Gefühl heraus entstandenen oder gespielt falschen Darstellungen einer Lage zu unterscheiden, (ab) wann etwas für andere unerträglich wird oder bereits unzumutbar ist. Die Freude an Unterdrückung bzw. Druck, den man in unterschiedlicher Stärke auch auf sich selbst ausüben kann wird, oder stattdessen Berührungsängste und damit verbundene Schmerzgrenzen sind individuell äußerst verschieden, auch wenn nur wenige Menschen umfassend darüber aufgeklärt wurden oder je in Frage gestellt haben, dass andere die Welt anders – schmerzhafter oder weniger leidvoll – wahrnehmen könnten als sie selbst. Zu Zeiten, in denen Menschen die Möglichkeit haben zu recherchieren, darüber nachzudenken und dementsprechend zu wissen, dass andere noch mehr erleiden müssen als sie selbst, haben sich viele angewöhnt, die Zähne zusammenzubeißen oder den Mund zu halten und abzuwinken – zumindest so lange, bis ihnen auch kein mitfühlender (Zahn- oder anderer)Arzt bzw. eine freundlich-gesinnte und geduldige (Zahn- oder andere)Ärztin mehr weiterhelfen kann.

Wir leben in einer Ära, in der sich Geduld oder das Abwarten, bis alle Nach- und Rückfragen geklärt sind, für viele nicht auszahlt, weil Zeit Geld ist, das verschwendet werden kann. Daher fehlt ihnen auch häufig die Zeit für „echte“ Berührungen mit „echten“ Menschen, die sich nichts darüber vormachen (lassen), was ihnen wirklich unter die Haut geht und was sie stattdessen – bei näherer Betrachtung, über kurz oder lang – abstößt. Dafür profitieren davon andere, die es schaffen, menschliche Gefühle „anzusprechen“, Menschen also Angst machen oder Hoffnung geben. Es ist absurd bzw. ein Paradoxon, vielleicht auch ein Rätsel, das viele Menschen leider noch nicht verstanden haben zu lösen: Wer nämlich weniger bereit dazu wäre, hart – möglichst emotionslos – genau daran (mit) zu arbeiten oder (anderen) Geld dafür bezahlen zu können, dass das nicht geschieht, könnte es im Grunde – wenn er oder sie sich ein Herz bzw. zuerst an die eigene Nase fassen würde – viel leichter (nämlich ohne sich dabei von der „Mithilfe“ – Fügsamkeit, Kooperationsbereit- oder Komplizenschaft bzw. Compliance anderer abhängig zu machen) erreichen:

  • eigene (Berührungs-)Ängste oder Hemmungen zu verlieren, Widerstand zu leisten gegen Menschen, die Eingriffe in die eigene körperliche, geistige oder seelische Unversehrtheit von Lebewesen dulden oder sogar fordern, und dabei
  • einen Zugewinn an Lebensfreude bzw. innerer Zufriedenheit und Ausgeglichenheit sowie – vielleicht ein neues, nie gekanntes bzw. aufgrund von Lebenserfahrungen vergessenes – Vertrauen in die Natur und ihre Heilkräfte (die immer auch „ihre Zeit“ brauchen, also nicht willkürlich vorangetrieben, durch Streicheleinheiten oder schmerzhafte Operationen schneller oder wirkungsvoller werden können) zu verzeichnen.

P.s.: Ich persönlich finde es – auch wenn ich es selbst liebe, Tiere zu sreicheln, oder mich gerne darum kümmere, dass es ihnen so gut wie möglich dabei geht, dass sie von Menschen (als Gefangene) gehalten werden – mittlerweile wirklich abstoßend, wenn Menschen ihre eigenen Haustiere wie einen „echten“ Partner oder eine „treue“ Partnerin, ein Kind oder als Lehrer bzw. Lehrerin betrachten oder genau so behandeln. Tieren ihre natürlichen Bedürfnisse abzusprechen, macht sie häufig zu reinen Objekten menschlicher Emotionen bzw. (Sehn-)Süchte: sie spenden vielen Menschen, die sich allein fühlen und nicht anders zu helfen wissen, in erster Linie durch ihre Anwesenheit und ohne, dass sie viel dafür verlangen (können), Kraft und Trost bzw. geben ihnen das Gefühl, nicht nur eine emotionale Verbindung, sondern auch eine liebe- und damit sinnvolle Lebensaufgabe zu haben (die sie leisten können bzw. die sie so erfüllen kann, dass sie ihnen den Rückblick auf ein erfülltes Leben ermöglicht). Dabei zeigt sich partnerschaftliche Liebe nicht darin, sich einseitig körperlich, auf geistiger oder emotionaler, seelischer Ebene zu berühren oder von anderen behandeln zu lassen, wie sie es vorgeben, sondern auch darin, sich gegenseitig die Freiheit zu lassen, sich eigene Rechte zu erkämpfen oder Räume zu schaffen bzw. jederzeit auch (an die frische Luft) gehen zu können, um Dampf ablassen und sich etwas Neues – weniger Aufregendes, Nervenaufreibendes – überlegen zu können.

 

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Dank für das Foto gebührt Cottonbro (auf pexels.com)!

Augen(klappe), Mund und Nase zu und durch – auch wenn das, was sich täglich weiter ansammelt, bereits zum Himmel stinkt

Wie Menschen mit der Möglichkeit, sich Geld zu drucken oder zumindest den Geldwert zu bestimmen (und gekauften Medien oder Bildungseinrichtungen), ihre gutgläubigen Mitmenschen dazu bringen, freiwillig (oder sogar mit dem gutem Gefühl, einen „sinnvollen Beitrag zur Gemeinschaft“ geleistet zu haben) zu Müllschluckern und -schluckerinnen (ganzer Nationen) zu werden bzw. dafür zu bezahlen, dass der Müll, den sie gar nicht selbst produziert haben, entsorgt wird (und damit die Paläste und Schlösser oder Kathedralen finanzieren, in denen (aus-)erwählte Regierungsbeamte und andere „führenden Köpfe“ aller Länder residieren dürfen und als Gegenleistung für ihre „uneigennützige“ Arbeit königlich versorgt werden)

Heute sagt die Überschrift bzw. ihr Untertitel im Grunde in einem (langen) Satz schon all das aus, was die Menschheit an ihren heutigen „Punkt“ (in unserer Menschheitsgeschichte) gebracht hat bzw. bringt es meiner Meinung und Erfahrung nach im Großen und Ganzen auf den Punkt bzw. mehrere gemeinsame Nenner, wovon sich Menschen in ihrem Leben antreiben lassen (wenn ihnen sonst nichts Sinnvolles einfällt):

  • von ihrer natürlichen Sehnsucht bzw. Suche nach einer Lebensaufgabe, für die sie bereit sind, ihr Leben auch irgendwann wieder aufzugeben – um denen, die nach ihnen kommen, den Platz zu räumen bzw. so ordentlich zu hinterlassen, dass sie selbst auch dort würden leben wollen, und der
  • Aussicht auf eine Belohnung dafür – in Form von Glücksgefühlen bzw. den symbolischen, rituellen Handlungen, die für Menschen mit Glücksgefühlen in Verbindung gebracht werden: wenn sie etwas erreicht haben, worauf sie entweder selbst stolz sind, weil sie sich so fühlen, oder in den Augen anderer sein können, weil es auf gesellschaftlicher Ebene als Erfolg gilt (z.B. so wohlhabend zu sein, dass alle es auch sehen können, also entweder viel Geld bzw. „Privateigentum“ zu besitzen und selbstständig verteidigen zu können, so dass es niemand so einfach wegnehmen kann, oder viele Anhänger und/oder Anhängerinnen, die sich bei Gefahr schützend vor sie stellen, also bereit sind, für sie zu sterben).

Ich bin nicht sicher, wofür Menschen sowohl mit einer angeborenen, natürlichen Neugier als auch mit einem zu lernfähigen, zu vernünftigen, achtsamen und nachhaltig durchdachten Handlungen fähigen Gehirn ausgestattet wurden, wenn sie beides so selten nutzen bzw. mit der Zeit verkümmern lassen, weil sie sich nur noch von ihren (Sehn-)Süchten oder – oft damit verbundenen – Schuldgefühlen durchs Leben leiten lassen.
Ich denke, es könnte damit zusammenhängen, dass nicht nur jeder Körper (innerlich) immer fauler oder schwer(mütig)er, sondern auch jeder Geist täglich träger wird, wenn er zu viel Müll (in Form von

  • „Lebensmitteln“,
  • (einseitig verlockenden oder abschreckenden, in die Irre führenden) Informationen oder
  • (das eigene Denken – bewusst oder unbewusst – lenkenden statt umfassend dazu anleitenden) Unterhaltungsmedien
  • oder Predigten von Menschen, die ihre eigenes Leben der Aufgabe geopfert haben, andere Menschen davon zu überzeugen, sie für ihre „aufopferungsvolle“ bzw. „entbehrungsreiche“ Arbeit zu bezahlen )

konsumieren und für andere entsorgen oder selbst produzieren muss, damit sich das eigene Leben überhaupt lohnt, also rechnet.

Es ist nicht einfach, in dieser Welt gesund, also möglichst ablehnend zu bleiben und darauf zu achten, sich nicht unnötig viel Abfall anderer aufzuladen, oder ihnen nicht dabei helfen zu wollen, die volle Verantwortung für das zu übernehmen, was sie der Natur entnommen und kulturell, künstlich oder künstlerisch verändert als schwer zu entsorgenden, nicht-kompostierbaren, gesundheitsschädlichen „Giftmüll“ in die Welt gebracht haben: oft unter hohem Energieeinsatz oder zulasten unzähliger Menschenleben, die sich „freiwillig“, mit der Aussicht auf Erfolg bzw. eine „gute Sache“, oder weil sie unter (privater, öffentlicher oder staatlicher) Gewaltandrohung dazu gezwungen wurden, mit dafür eingesetzt haben. Wenn wir irgendwann wirklich frei davon leben und nicht weiterhin Menschen, die unser aller Umwelt oft völlig unnötig (weil Alternativen bewussteres Handeln erfordern würden) verschmutzen, mit gemeinschaftlich-öffentlich versorgen wollen, ohne dass sie Rechenschaft darüber ablegen müssten, warum sie sich was in ihrem Leben auf Kosten anderer oder auch ihrer eigenen Gesundheit alles geleistet haben, ist es allerdings notwendig, durchzuhalten, also nicht immer wieder schwach zu werden und einzuknicken, also der Verlockung zu widerstehen, sich einzureden, dass alles „gar nicht so schlimm“ ist, wie es „nur“ an manchen Orten dieser Erde und auch gar nicht immer aussieht.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly (auf pexels.com)!

Wer kommt denn jetzt morgen und bringt „braven Kindern“ Geschenke? Das Christuskind, der Heiland oder Weihnachtsmann?

Wenn Menschen im Glauben erzogen werden, dass sie nur geduldig darauf warten müssen, dass all ihre Wünsche erfüllt werden bzw. die Welt von ihrem Übel erlöst und überall Frieden einkehren wird (oder dass sie auf keinen Fall die himmlische Ruhe stören und laut gegenüber anderen Menschen werden dürfen, wenn sie „in den Himmel kommen“ wollen)

Ich habe Weihnachten die meiste Zeit meines bisherigen Lebens geliebt:

  • die Kerzen und anderen Lichter, die die dunkelsten Tage des Jahres ein bisschen freundlicher gemacht haben;
  • die „Plätzchen“- bzw. Lebkuchenzeit“, also die süße Weihnachtsbäckerei;
  • die Vorbereitungen darauf, anderen Menschen ein kleine Freude machen zu können, indem man ihnen etwas schenkt, und natürlich auch
  • die Vorfreude auf „Dinge“, die man sich selbst von anderen gewünscht hat und von ihnen als Geschenke erwartet.

Auch Überraschungsgeschenke, mit denen Menschen überhaupt nicht gerechnet hatten, weil sie den Wunsch danach gar nicht geäußert hatten, – von anderen Menschen, die Wünsche gut von sehnsüchtigen Augen ablesen können – oder das Zusammenkommen vieler Menschen, die eine wichtige Rolle im eigenen Leben spielen, machen Weihnachten für viele zu einem ganz besonderen Fest.

Je mobiler und weltoffener (oder traumatisierter von Familientraditionen …) Menschen sind, desto weiter entfernt leben heute allerdings viele Familienmitglieder oder früher engen Freunde und Freundinnen voneinander, so dass auch ein traditionelles Weihnachtsfest an Bedeutung verlieren kann; vor allem, wenn Menschen nicht an die dahinter verborgene Geschichte glauben können.
Ich weiß, dass gemeinsame, heilsame Glücksmomente, die normalerweise situationsabhängig – ohne Vorplanung – entstehen, leichter erinnert werden, wenn sie einen bestimmten Rahmen hatten oder in Zusammenhang mit einem Ritual, einem Fest oder einem anderen denkwürdigen Ereignis standen, und dass sie erneut – aus der Erinnerung – heraufbeschworen werden können, so lange sich Menschen darauf einlassen, also dafür öffnen.

Für mich hat sich im Laufe der Zeit – mit Zunahme des materiellen Überflusses und Übergewichtes in den Gesellschaften, die auch in der Weihnachtszeit wenig zur Besinnung zu kommen scheinen – das Weihnachtsfest entzaubert: als hoffnungsloser Versuch, an den letzten Tagen des Jahres alles wieder gut zu machen, was man im Laufe des Jahres vernachlässigt oder verpasst hat bzw. darauf zu hoffen, dass irgendwann doch noch „der Retter“ kommt und Menschen aus der Situation befreit bzw. erlöst, in die sie sich selbst – häufig völlig freiwillig, ohne dass andere sie dazu gedrängt hätten – gebracht haben.

Ich kann nur sagen: (Er-)Warten, ohne flexibel zu bleiben und sich mental darauf vorzubereiten, dass alles auch ganz anders, jemand völlig anderes oder gar niemand kommen könnte, lohnt sich selten – zumindest wenn man sich allzu schwere Enttäuschungen ersparen möchte.

 

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Dank für das Foto gebührt Jeswin Thomas (auf pexels.com)!

Die Superstars in der Familie, einer Manege bzw. auf einer großen Showbühne oder auf dem modernen (Arbeits-)“Markt“, umjubelt von Menschen, die sie lieben

Wie Menschen sich mit kinderleichten Mitteln – Fantasie gepaart mit strategischem Ausspielen von Konkurrenten oder Konkurrentinnen (und im besten Fall „Sensations“-Medien, die darüber berichten bzw. sie im besten Licht dastehen lassen) – ihr Leben (oder sich selbst) schön(er) machen können … zumindest solange sie ihre Aufmerksamkeit nur auf ihr Publikum richten, das vor Begeisterung jubelt statt unter ihrer Show leidet oder sie kritisiert

Vielen Menschen scheint es heute nicht zu genügen, einfach nur Menschen zu sein, die – egal ob im Beruf oder zumindest in ihrer Freizeit – nicht erst Abenteuer bestehen und gegen „feindselige Schurken“ bis zum „bitteren Ende“ kämpfen bzw. eine eigene Show haben müssen, um von anderen Menschen geliebt zu werden bzw. ihr Leben als erfolgreich betrachten zu können. Ich denke nicht, dass es erst mit Hollywood, anderen Traum-Kinematographen oder auch unbebilderten Geschichtenerzählungen angefangen hat, dass sich Menschen von anderen so haben inspirieren – begeistern – lassen, dass sie sich nicht mehr damit begnügen konnten, nur sie selbst zu sein und das leisten zu können, was von Natur aus – auch völlig ohne besonderes Talent oder beeindruckendes (Hand-)Werkszeug – aus im Rahmen ihrer eigenen Möglichkeiten lag.
Menschen, die im Glauben aufwachsen (müssen), mit sich selbst – der „naturgegebenen“ Lebenssituation und den eigenen Leistungen – nicht zufrieden sein zu können, sondern „höhere„, kulturell oder religiös begründete gemeinschaftliche, familiäre oder „gesellschaftlicheIdeale verfolgen zu müssen, können nur schwerlich ein gesundes, ausgeglichenesmal mit sich allein zufriedenes, mal unzufriedenesSelbst-Bewusstsein entwickeln. Auf ihnen, die sich nicht nach Lust und Laune – zum eigenen Vergnügen, nicht um andere damit zu unterhalten – anstrengen oder gehenlassen können, sondern sich mit dem abfinden müssen, was andere ihnen – ausnahmslos, ohne individuelle Alternativen – anzubieten haben, weil sie die von anderen geforderten Bestleistungen zu erbringen versuchen, um damit nicht besser, sondern einfach nur gut dastehen zu können bzw. dafür gelobt statt getadelt zu werden, lastet ein beständiger Druck, den sie oftmals gar nicht mehr wahrnehmen, weil er für sie schon früh im Leben „normal“ geworden ist.

Es dürfte heute bekannt sein, dass Menschen schon von Natur aus soziale Wesen sind, die – um sich unnötigen Ärger zu ersparen – eher versuchen zu kooperieren als ihren eigenen Willen alleine durchzusetzen. Alle Menschen könnten längst wissen, dass man andere nicht mit Gewalt zu „guten“ oder sogar besonders herausragenden, „prominenten“ Menschen“ erziehen muss bzw. auch nicht kann, wenn man ihnen nicht gleichzeitig ein Leben vorlebt, das sie für gut befinden – weil es für sie mit „guten Gefühlen“ (der Zufriedenheit, Geborgenheit oder Freiheit – je nachdem, was sie sich gerade wünschen bzw. am meisten brauchen) verbunden ist.

Wer allerdings im eigenen Leben

  • mit dem „sozialen Wesen“ mehr schwere Niederlagen erlitten statt Herausforderungen gemeistert als haben,
  • nur anderen zuliebe auf vieles verzichtet hat, was ohne sie leicht möglich gewesen wäre,
  • aus Mitleid auch mal für andere statt nur für sich selbst gekämpft und dabei Schläge eingesteckt hat, ohne dafür Dank oder Wertschätzung – wenigstens Beachtung oder -stätigung durch lobende Worte – zu erfahren,

sucht sich eher „asoziale“ Gesellschaft, in der andere gemeinschaftliche Regeln gelten bzw. alle – angeblich – so dürfen, wie sie sind bzw. so schauspielen dürfen, wie es ihnen gerade – um sich selbst einen Spaß daraus zu machen – in den Sinn kommt.

In jeder Gemeinschaft hört der Spaß allerdings auf, wenn aus Spielen erbitterte Konkurrenz– oder sogar Wettkämpfe werden, auf die Menschen Geld oder anderes Vermögen wetten bzw. bei denen es für einige im Grunde um Leben und Tod geht: nämlich darum, eine hart erkämpfte (gesellschaftliche) Stellung zu verlieren, die sie freiwillig nicht wieder abgeben wollen.

Ich habe wenig Zweifel daran, dass es vor allem Menschen – Männer oder Frauen – waren, die unter dem Einfluss von (Stress-)Hormonen begonnen haben, im Hinblick auf ihre eigenes Überleben kompromisslose „Alles-oder-Nichts-Kriege gegen andere zu führen, also wagemutig in Kauf zu nehmen, dabei entweder zu gewinnen oder sogar das eigene Ansehen zu verlieren.
Glücklicherweise – dessen bin ich mir sicher – wird es immer mitfühlende Menschen geben, die Trostpreise verteilen. Es wird meiner Meinung nach auch immer achtsame Menschen geben, denen z.B. auffällt, wer – ungeachtet des Endergebnisses – in einem Zweikampf die bessere Figur gemacht oder sich mit unfairen Mitteln einen Sieg verschafft hat. Ich halte es für ein Märchen, dass Menschen sich den bis heute andauernden gesellschaftlichen Zirkus tatsächlich wünschen würden, wenn sie Alternativen dazu kennen würden. Aus biologischer Sicht ist es ein übles Gerücht, dass es von Natur aus Menschen gäbe, die eine Vorliebe für brutale (Mannschafts- oder Einzelgänger-)Kämpfe hätten, geschweige denn (Blut-)Opfer von Menschen (oder Tieren), die zum Wohle der Gemeinschaft auf ihre körperliche Unversehrtheit verzichten.
Im Grunde ergänzt es sich aber mit dem, das darüber kursiert, dass es eine Erfüllung sein soll, lebenslang kranke oder (im Zweikampf) verwundete Menschen zu verarzten oder ihre – womöglich in ihrem Stolz bzw. ihrer Menschenwürde verletzte – Seele über selbstverursachte Schmerzen hinwegzutrösten. Wahrscheinlich braucht es noch etwas Zeit, bis unsere „Helden oder Heldinnen des menschlichen Alltags“, ausgestorben sind, die – um attraktiv auf andere zu wirken – versuchen, das, was sie besitzen, als Waffe gegen andere zu benutzen –

ihr Vermögen bzw. das, was sie sich davon kaufen können,

ihre Männlich- oder Weiblichkeit bzw. ihre zielstrebige Körperkraft oder Verführungskunst,

ihr schauspielerisches Talent oder ihre Fähigkeit, sich Hilfe zu holen oder benötigte Hilfsmittel – Werkzeuge – selbst herzustellen.

Bis sich neue Verhaltensweisen, vor allem in Folgegenerationen durchsetzen, braucht es Zeit – nachdem Menschen eingesehen haben, dass sie sich zum Affen gemacht haben, weil sie sich vor allem auf ihre Urinstinkte verlassen haben. Womöglich brauchen wir irgendwann weder Arenen noch große Marktplätze, auf denen sich unsere häufig selbsternannten „Helden des Alltags“ noch präsentieren können, und können stattdessen gemeinsam oder öffentlich die Menschen feiern, die es sich ehrlich – durch „harte“ bzw. eine vernünftige Arbeit statt mit (Hobby- und Wett-)Spielereien – verdient haben, als Superstars gefeiert zu werden.

 

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Dank für das Foto gebührt Jose Antonio Gallego Vázquez (auf pexels.com)!

Wenn die eigene Hütte brennt

Es mag ein beruhigendes Gefühl sein, im Notfall von Zuhause aus um Hilfe von außerhalb rufen zu können – zur wirklichen Sicherheit bräuchten wir aber Menschen in unserer unmittelbaren Nähe, die wissen, wie man sich auch erst einmal selbst bzw. gegenseitig weiterhelfen kann

Unser modernes, naturfernes, gesellschaftliches – kultiviertes oder kulturelles bzw. zivilisiertes – Leben mag vielen Menschen ein Gefühl von scheinbaren Sicherheiten vor Lebensgefahren vermitteln. Dabei haben wir uns nur völlig neue damit geschaffen, dass wir heute so leben (wollen), wie wir leben (wollen).

Was für viele Menschen früher noch ein Todesurteil gewesen sein mag, ist heute vielleicht leicht vermeidbar oder – falls es sich um eine Krankheit gehandelt hat – relativ leicht behandel- und mit genügend Zeit und Erholung völlig ausheilbar. Dafür haben wir uns – weil das Leben einfach ein (Zeitschinde-)Spiel mit bzw. gegen den Tod ist und es immer bleiben wird – viele neue Möglichkeiten eingehandelt, die uns langsam dahinsiechen lassen oder uns unverhofft das Genick brechen oder den Kopf, also unsere bisheriges Leben kosten können. Wir bekommen – zumindest ist das meine Überzeugung – allerdings immer bzw. vermutlich sogar immer wieder die Chance, das Leben, das unsere (körperliche, geistige und seelische) Gesundheit bzw. Unversehrtheit in Gefahr gebracht hat, zu überdenken und noch einmal ganz neu von vorne zu beginnen. Wir können – wenn wir wirklich leben wollen – nicht nur jeden materiellen Verlust verkraften, auch schwere, lebensgefährliche Verletzungen ausheilen, wenn wir ihnen genug Aufmerksamkeit schenken und die Zeit geben, die sie brauchen, um auch keine „unschönen“ Narben (auf unserer Seele) zu hinterlassen. Wir können uns damit abfinden, dass sie oder auch schwere Verluste ein Teil von uns sind und sie bewusst in unsere tägliche Körperpflege bzw. Psychohygiene einbinden, so dass sie nicht unbewusst – aus Unachtsamkeit, weil wir versucht haben, sie zu ignorieren – immer wieder aufgerissen werden oder schmerzen, wenn wir sie zu Gesicht bekommen, also bewusst wahrnehmen und uns daran erinnern lassen „müssen“, dass es sie gibt.

Meiner Meinung nach werden früher oder später alle Menschen Erfahrungen machen, die sie sich oder anderen gerne erspart hätten – weil das Leben nicht nur ein fairer, sondern auch ein harter Lernprozess ist, der uns immer wieder vor die Wahl stellt, etwas zu akzeptieren oder es aufzugeben (es weiter auf die bisherige Weise zu versuchen). Vor allem, wenn sich Menschen – in „gutem Glauben“ bzw. aus Selbstüberschätzung und fehlender Demut vor dem, was im schlimmsten Fall kommen könnte – zu viel für ihren Rücken, ihre Arme oder Beine bzw. Muskelkraft, Ausdauer oder Dehnungsfähigkeit, also Flexibilität, vielleicht auch Schulden auf ihrem Bankkonto oder bei anderen Menschen aufgelastet haben, kann im Grunde jederzeit eine Notfallsituation eintreten. Dann ist es gut zu wissen,

  • wie man sich auch selbst bzw. mit den Menschen, mit denen man zusammenlebt, wenigstens notdürftigvorübergehend – weiterhelfen oder
  • wo man sich so lange in Sicherheit bringen kann, bis die akute Lebensgefahr gebannt ist.

Ich werde weiterhin – auch wenn das Leben vieler Menschen davon abhängt, dass sie anderen in Notfällen helfen, weil sie von ihnen dafür bezahlt werden – daran glauben, dass es immer auch Menschen geben wird, die in echten Notfällen auch unentgeltlich , aus völlig freien Stücken bzw. einem inneren Bedürfnis heraus und daher mit ganzem Herzen bei der Sache ihre Hilfe und das, was sie haben oder geben können, ohne ihr eigenes Leben zu gefährden, mit anderen teilen werden, ohne das geringste dafür, also nicht einmal ein Dankeschön zu verlangen.

Vielleicht „müssen“ viele Menschen einfach noch oder wieder lernen, dass es hilfreich ist, wenn man noch nicht verlernt hat, andere nicht nur rechtzeitig – vorsorglich um Hilfe zu bitten und in guten Zeiten Zuständigkeiten zu verteilen und gemeinsame Vorkehrungen zu treffen, sondern auch zu spüren, auf welche Menschen man sich im Notfall so lange verlassen kann, bis man wieder selbstständig in der Lage ist, sich weiterzuhelfen. Nicht alle Menschen haben die Kraft, für andere so lange ihre individuellen Freiheiten aufzugeben; vor allem, wenn sie nicht sicher sind, dass es sich auch für sie lohnt, ihr Leben – wenigstens zeitweise – mit anderen zu teilen und sie bestmöglich darin zu unterstützen, wieder oder endlich einmal auf eigenen Beinen zu stehen.

Ich wünsche uns allen noch ein Leben ohne die Erfahrung, sich völlig überraschend – ohne dass wir uns mental darauf hätten vorbereiten oder es hätten vermeiden können – im Stich gelassen zu fühlen! Wir habe alle gemeinsam ein – nicht für alle erholsames oder besinnliches – 4. Adventswochenende vor uns: Mit hoffentlich möglichst wenig brennenden (statt hell erleuchteten) Räumen, Wohnungen oder Häusern, weil irgendwer zu unvorsichtig mit Gas, Elektronik bzw. einem elektrischen Gerät oder Feuerzeug, Räucherstoffen oder brennenden Kerzen umgegangen ist, also ohne ausreichende Kenntnis oder Beachtung der Gefahren mit dem Feuer gespielt hat.

 

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Dank für das Foto gebührt imustbedead (auf pexels.com)!

Kuck‘ mal, wer da keine Lust hat, auf der Stelle zu Dir (zurück) zu kommen

Von Menschen, die offensichtlich glauben, andere hätten nichts „Schöneres“ bzw. Einfacheres zu tun als auf einen Auf-, Zu-, An- oder Rückruf zu warten

Ich liebe Spontaneität und lasse daher auch manchmal einfach alles, für das es keine Deadline gibt, stehen und liegen, um etwas anderes zu unternehmen. Bei mir liegt deshalb immer ziemlich viel Zeug herum, für das – meiner Meinung nach – auch später noch Zeit ist.
Für mich haben Begegnungen und Kontakte mit anderen Menschen immer Priorität vor Tätigkeiten, die ich zwar in den Augen anderer, vor allem unnatürliche, kulturell begründete, gesellschaftliche Ordnung oder auch Sauberkeit stärker als ich liebender Menschen, aber im Grunde gar nicht alleine machen „muss“, weil es sich nicht darum handelt, dafür meine „intimsten Zonen„, die ich vielleicht ganz für mich alleine haben möchte, verlassen zu müssen. Wenn ich wirklich alleine sein und mich erholen möchte, ziehe ich mich entweder in die Natur oder ins Bett, aber nicht in irgendwelche Räume zurück, die für mich mit Arbeit verbunden sind.

Für viele Menschen, die es nicht anders von ihren Eltern gelernt bzw. freiwillig – ohne vielleicht jemals darüber nachzudenken – übernommen haben, aber vor allem auch für einzelgängerisch lebende Tiere ist es Arbeit bzw. eine Anstrengung, andere anzusprechen, vor allem, wenn sie (noch) gar kein spezielles Interesse an ihnen haben, weil sie sie überhaupt nicht kennen. Besonders amüsiert es mich persönlich immer wieder, wenn ich draußen mit anhören „darf“, wie oft manche Namen von Hunden, die sich in Hörweite befinden, aber die Möglichkeit haben, sich frei zu bewegen, mit der Aufforderung „Komm‘ her“ o.ä., ohne dass ihnen jemand eine Belohnung dafür anzubieten hätte. Ich muss sagen, die Katzen, mit denen ich früher einmal zusammengelebt habe, kamen teilweise schneller aus der weiteren Nachbarschaft wieder nach Hause, wenn ich mich auf den Balkon gestellt und „Früüüüühstück“ oder „Aaabendessen“ gerufen habe …

Das Leben ist auch meiner Meinung nach zu kurz, um es – ohne feste Verabredungen getroffen zu haben oder zu wissen, dass man tatsächlich etwas davon haben wird – mit Warten zu verbringen; egal ob auf einen Zu-, Auf-, An- oder Rückruf. Irgendwer tut das meiner Erfahrung nach ohnehin immer mal, weil es einen guten Grund dafür, nämlich z.B. etwas zu klären oder gemeinsam zu unternehmen bzw. planen gibt.
Falls Dir also tatsächlich mal nichts Besseres in Deinem Leben einfällt als auf andere zu warten, dann schau‘ Dich doch vielleicht einfach mal um oder aus dem Fenster. Solltest Du immer noch nichts Passendes für Dich entdecken, dann frag‘ doch einfach die Menschen in Deiner Nähe, egal ob Mitbewohner oder Nachbarinnen, ob sie Hilfe gebrauchen könnten, oder schnapp‘ Dir eine Mülltüte, plane eine Route und fang‘ an aufzusammeln, was auf Deinem Weg herumliegt – statt darauf zu warten, dass sich jemand aus weiter Ferne, mit womöglich völlig anderen Interessen bzw. Prioritäten, die Mühe macht, sich mit Dir zu unterhalten.
Nichts anderes tun Tiere, die gerade keine Lust auf ein Zwiegespräch, sondern zunächst darauf haben, mehr Informationen dazu zu sammeln, wofür sie sich bzw. ihre Lebenszeit freiwillig hergeben.

Sie nehmen in Kauf, dass sie etwas, was Du oder andere ihnen anzubieten hätten bzw. hättest, verpassen. Aber vielleicht haben sie in der Zwischenzeit auch etwas viel Spannenderes oder Erholsameres, Fröhlicheres oder (Be-)Rührenderes, Einfacheres oder Herausfordernderes erleben dürfen, je nachdem, was sie sich – statt auf irgendeinen Ruf warten zu „müssen“ – gewünscht haben?

P.s.: Tierhaltern bzw. -halterinnen oder allen Menschen, die sich gerne darauf verlassen (würden), dass andere, für die sie verantwortlich sind oder sich fühlen, auch jederzeit bereit sind, ihnen zu folgen, würde ich empfehlen, abwechslungsreiche statt immer dieselben oder gar keine spannenden oder entspannenden Belohnungen dafür anzubieten – so dass es die Neugier ist, die andere dazu antreibt bzw. dadurch zurückholt.

P.p.s.: Es gibt auch die besonders „treuen“ Partner oder Partnerinnen, die selbst große Angst davor haben, alleine zurückzubleiben, wenn sie nicht umgehend auf jeden (Hilfe?-)Ruf hören. Mir deshalb darauf einbilden, dass sie das in jeder Situation, also auch wenn man sich selbst in eine Notlage gebracht hat und Hilfe braucht (statt der- oder diejenige mit der Schulter zum Anlehnen zu sein), würde ich persönlich vorsichtshalber nicht.

 

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Dank für das Foto gebührt Henda Watani (auf pexels.com)!