Ansteckungsrisiko! Das unaufhaltsame, pandemische Umsichgreifen eingebildeter Krankheiten

Wie mit ehrgeizigem oder schambehafteten Einfallsreichtum bzw. angstgesteuerten Erkenntnissen über das Leben, die als Lehren verkauft werden aus (un)glücklich-, (un)zufrieden-kranken Menschen oder den Solidargemeinschaften, in den sie zusammen leben und sich dabei gegenseitig infizieren können, eine angeblich unheilbar kranke, kriegerische Welt wird, die droht, im Chaos zu versinken

Menschen müssen sich – um naturgemäß friedlich und angstfrei miteinander leben zu können – ihre Welt und sich selbst erklären können.
Sie müssen – wenn sie nicht mit der Zeit unzufrieden und dadurch unglücklich und krank werden wollen – wissen, wer sie sind:

  • Woher sie kommen bzw. woher nicht;
  • was sie können oder nicht können, und
  • was sie in ihrem Leben wie noch erreichen oder auf keinen Fall werden wollen.

Menschen, die nicht mit sich selbst im Reinen sind und sich selbst nicht verstehen, neigen dazu, die Welt oder andere Menschen als ihnen feindlich gesinnt zu sehen, als Übel, das beseitigt oder zumindest unter Kontrolle gebracht werden müsste oder könnte.
Dabei ist Unzufriedenheit oder persönliches Unglück immer eine individuelle Angelegenheit, auch wenn viele andere auch – in ähnlicher Weise – davon betroffen sind, die als LeidensgenossInnen oder Seelenverwandte (an-)erkennen.

Solidarisch geteiltes Leid ist – vor allem für Menschen, die Mathematik beherrschen und gut (be-)rechnen können, aber wenig bzw. nur sehr einseitige, schlechte Lebenserfahrungen beisitzen – nur ein halbes Leid, vor allem, wenn man sich gegenseitig, gemeinsam, einreden kann, dass man selbst in der „verschworenen Gruppe“, die ein oder mehrere Heilmittel für sich gefunden hat, alles richtig macht – jetzt, nachdem man vielleicht aus Unwissenheit einige Fehler begangen hat, die der eigenen Gesundheit geschadet haben – oder nichts gegen das eigene Leid tun kann als gemeinsam weiter zu leiden bzw. sich davon abzulenken, dass man körperliche oder seelische Schmerzen hat (denn unser Gehirn, in dem unser Geist wirkt, ist schmerzunempfindlich):

  • Mit erblichen oder ansteckenden Krankheiten, vor denen man sich angeblich nicht schützen kann, lässt sich ein ungesunder Lebensstil, dem Kranke fröhnen, entschuldigen.
  • Hinter einem zu stressigen oder eintönigen Job und daraus entstehendem Bewegungsmangel aus Energielosigkeit lassen sich private Krisen verbergen.
  • Mit Wetterfühligkeit lassen sich ein allgemeines Unwohlsein, schlechte Laune oder Kreislaufbeschwerden erklären.
  • Mit dem gemeinsamen Jammern über Wechseljahresbeschwerden lässt sich eine die Trauer über eine „verlorene“ Jugend leichter ertragen.
  • Mit Zeckenbissen können Menschen sich ihre Depressionen wegdenken.

Für jeden Zweck, jedes Krankheitssymptom, gibt es einen passenden „Schuldigen“, auch wenn sich viele Menschen heute als „selbst schuld“ betrachten, weil sie sich allein für ihre eigenen körperlichen oder geistigen Eskapaden verantwortlich machen.
Dabei sind kranke Menschen heute nur ein Zeichen dafür, dass die Gemeinschaften, in denen sie leben, kein Gesundheitsbewusstsein besitzen und nicht an natürliche Selbstheilungskräfte glauben.
Echte HeilkundlerInnen, die Krankheiten auf den Grund gehen, um sie zu heilen – die umfassend untersuchen, warum Menschen krank geworden sind und wie sie sich von ihren Krankheiten heilen könn(t)en – denn nicht alle sind bereit, ihre gesundheitsschädlichen Beziehungen oder anderen Solidargemeinschaften aufzugeben, um sich von ihren Leiden zu befreien, oder ihr Leben so zu verändern, dass sie die Gelassenheit entwickeln können, sich selbst unsolidarisch ihnen gegenüber zu verhalten und eigenständig, ohne ihre Unterstützung, ein gesünderes, zufriedeneres, glücklicheres Leben im Einklang mit sich selbst, nicht in erster Linie mit anderen zu führen.
Gefährliche, ansteckende Krankheiten lassen sich so leicht vermeiden: Mit einem gesunden Abstand zu Menschen, die sich selbst für (un-)heilbar krank halten, weil sie noch keinen Weg gefunden haben, ohne regelmäßige Besuche bei ÄrztInnen, HeilpraktikerInnen oder in Kliniken, ohne die Einnahme von Medikamenten oder „Nahrungsergänzungsmitteln und/oder ohne den „Schutz“ durch Impfungen gesund zu bleiben. Zusätzlich ist ein gesunder Abstand zu allen, die Krankheiten als lebensbedrohlich und ihre Lösungen – um die Welt von ihnen zu heilen oder alle Menschen und „die Natur“, also vor allem große, sichtbare Tiere oder Pflanzen und Pilze vor ihnen zu retten – als alternativlos propagieren, zu empfehlen.

Gegen sehr viel eigene Fantasie oder den großen Ideenreichtum der führenden Köpfe der Welt hilft – genau wie gegen eigene Scham, Familienschande oder einen gewaltbereiten Nationalstolz und Angst – nach der bewussten Konfrontation mit sich selbst und der eigenen Vergangenheit bzw. der Einsicht, dass man sich damit nicht nur bisher geschadet hat sondern auf Dauer nur selbst immer mehr damit schadet – nur das (gemeinsame) bewusste Heraus- und Zurücklassen des damit verbundenen Schmerzes sowie das regelmäßige Erinnern daran, selbst wenn es mit der Zeit langweilig wird

Wenn Menschen nicht ignorieren oder vergessen könn(t)en, dass sie krank werden könnten, wenn sie sich nicht gesund halten; wenn Menschen sich angewöhnen könn(t)en, sich selbst immer wieder zu Ruhe und Neuordnung aufzurufen bzw. von anderen, die ihnen dabei helfen wollen, aufrufen zu lassen, können vor allem chronische Krankheiten bzw. akute Beschwerden, die aus vorhandenen Vorerkrankungen – eines (immun-)geschwächten Körpers, Geistes oder einer entzündeten Seele – meiner Meinung nach mit einem gesunden, angstfreien, Selbstbewusstsein, einem zufriedenen – statt kämpferischen – Selbstbild, in der ganzen Welt „ausgerottet“ werden.

Da es allerdings nicht nur große ProfiteurInnen von Gesundheitskrisen bzw. (Ur-)Ängsten oder dem menschlichen Bedürfnis nach Geheimniskrämereien gibt (wenn uns etwas peinlich ist, worüber wir nicht offen reden möchten), die nicht nur unsere Medienwelt beherrschen, werden eingebildete Krankheiten aber wohl weiterhin immer wieder – medial verbreitet – um sich greifen, bis alle unzufriedenen, kranken, wütenden und/oder unglücklichen Menschen bzw. ganzen Gesellschaften vielleicht auf andere, ursprünglichere Weise wie Mundpropaganda, also gemeinsame Gespräche auf Augenhöhe zu ihrer gesunden, friedlichen und glücklichen Natur gefunden haben, die sie gemeinsam pflegen und sogar die ganze Welt damit heilen könnten.
Für GesundheitswissenschaftlerInnen wird es vermutlich weiterhin schwer bleiben, Kranke von ihrem verzerrten Selbstbild zu überzeugen, das für sie – ihre Seele – mehr als einen Gewinn darstellt, sogar wenn sie stark unter ihren körperlichen und/oder geistigen Symptomen leiden.
Ich denke, es gibt trotzdem Hoffnung. Denn die stirbt bekanntlich immer zuletzt.

P.s.: Weder ein Gesundheits- oder anderes System, das die belohnt, die sich „richtig“, angemessen, verhalten, noch diejenigen bestraft, die es nicht tun und dadurch krank oder straffällig werden, wird auf Dauer dafür sorgen, dass Menschen gesund und glücklich und zufrieden bleiben. Es muss erlaubt sein, Fehler zu begehen und sich auch einmal unangemessen zu verhalten – in dem Wissen, dass man die Möglichkeit bekommt, sich zu entschuldigen. Von Natur aus haben wir die und können selbst alte Wunden ausheilen lassen. Nur das Wissen oder Vertrauen dazu haben viele Menschen noch nicht.

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Dank für das Foto gebührt Usman Yousaf (auf Unsplas)!

Liebe, Lust und Leidenschaft

Die Macht der natürlichen, hormonbedingten menschlichen Anziehungskräfte über vernünftige, glaub- oder gewissenhafte Vermeidungs- oder bewusste Abstoßungsreaktionen

Menschen, die in ihrem Leben zufällig – weil sie sich entschieden haben, zu einem bestimmten Zeitpunkt am selben Ort bzw. an einem bestimmten Ort zur selben Zeit zu sein – aufeinandertreffen, treten miteinander in Resonanz. Selbst wenn sie sich weder besonders sympathisch sind, also intuitiv gleiches Mitleid für sich oder andere empfinden bzw. ähnlich leidvolle Erfahrungen in ihrem Leben gemacht haben, noch gemeinsame Interessen finden, die ihnen Lust darauf machen, sich wiederzusehen, oder sich ineinander verlieben, weil sie sich von Anfang an gefallen, gerne zuhören, gut riechen und schnell eine gemeinsame Zukunft vorstellen können, können sich unterbewusst Anziehungskräfte entwickeln, wenn die natürliche Chemie zwischen ihnen stimmt (die nicht von künstlichen Düften, gekünstelten gegenseitigen Vorstellungen oder anerzogenen – statt frei erlernten – Verhaltensweisen getäuscht werden kann).

Wer sich und die eigenen sieben Sinne (inklusive der feineren, feinstofflichen oder hellen, erhellenden Form) – bzw. wie sie sich befriedigen bzw. beruhigen lassen – schon gut kennt, spürt, wenn ihm oder ihr harmlos, unauffällig oder sogar abstoßend wirkende Menschen gefährlich werden können, oder andere, die sich besonders auffällig verhalten oder kleiden, keine besondere Bedrohung darstellen, sondern nur anwesendpräsentsein oder wahrgenommen werden wollen.

Alle anderen lernen es im Laufe ihres Lebens – je nachdem, wie

  • neu- bzw. wissbegierig und experimentierfreudig (oder traumatisiert – verletzt oder durch Vorerfahrungen sozial gestört) sie sind,wie
  • viel Zeit sie sich dafür nehmen wollen und wie
  • viel Lust sie darauf haben oder wie
  • sehr sie sich selbst vertrauen (können) statt sich nur auf das verlassen zu müssen, was andere ihnen weismachen wollen –

früher oder später – schneller oder langsamer – oder vielleicht auch gar nicht, in wessen Nähe sie sich gefahrlos begeben und aufhalten können, ohne es hinterher zu bereuen, oder wem sie besser möglichst aus dem Weg gehen bzw. von wem sie sich lieber baldmöglichst wieder freundlich verabschieden sollten, wenn sie nicht immer wieder unnötig lange darunter leiden – also Mitleid empfinden oder Sehnsucht nach (neuer oder mehr) Liebe, Lust und Leidenschaft spüren wollen, weil manche Menschen sie immer wieder in Versuchung führen, d.h. mit (un-)bewusster (Um-)Werbung versuchen bzw. es sogar schaffen, sie abhängig davon bzw. regelrecht süchtig danach zu machen.

 

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Dank für das Foto gebührt Dan-Cristian Pădureț (auf Unsplash)!

Der absurde Schrei nach (oder Kampf für) Freiheit von Menschen, die sich nur in festen, vorgeordneten gesellschaftlichen Strukturen sicher fühlen

Warum Freiheit vor allem für ängstliche Menschen verlockend klingt, die sich (in ihren Routinen, Abhängigkeiten und Sehnsüchten) gefangen fühlen (und denen nur verboten wurde, sich frei innerhalb der begrenzten Gebiete zu bewegen, die sie gewohnt sind), obwohl sie gar nicht den Mut haben, selbstständig aus ihren selbstgebauten Käfigen auszubrechen

Völlige Freiheit im Leben kann Menschen überfordern, die gar nicht gelernt haben, völlig freie Entscheidungen zu treffen, weil andere ihre Auswahlmöglichkeiten – bewusst (manipulativ) oder unbewusst (weil ihnen selbst keine anderen Ideen kamen) – vorher eingegrenzt haben, ohne dass es einen vernünftigen Grund dafür gibt (sondern nur einen geschichtlichen Hintergrund).
Ein vernünftiger Grund, um die eigene Entscheidungsfreiheit zu begrenzen, ist meiner Meinung nach das Wissen, dass man mit dem, was man vorhat, sich selbst oder anderen – egal ob Mensch, Tier, Pflanze oder einem ganzen Lebensgemeinschaft aus unterschiedlichen Organismen – schadet bzw. dazu beiträgt, dass andere – statt dafür mit Ver- oder Missachtung gestraft zu werden – mit (Be-)Achtung (oder einer anderen Bezahlung) dafür belohnt werden, dass sie das tun.
(Schadens-)Freiheit bedeutet nicht, alles tun zu dürfen, was man möchte, sondern vor allem auch den Boykott dessen, den Verzicht auf das, was abhängig macht, und/oder derjenigen, die ungestraft – in ihrer Werbung für das, was sie tun oder produzieren – Sicherheiten versprechen dürfen (die es im Leben im Prinzip nie geben kann).
(In bestimmten Positionen kommen heute selbst Menschen ungeschoren davon, wenn ihre „Prognosen“ – Hiobsbotschaften, mit denen sie Angst geschürt haben, oder verlockende „Himmel-auf-Erden“-Reden, mit denen sie Menschen falsche Hoffnungen machen – nicht eintreffen, obwohl sie sich im Voraus dafür haben bezahlen lassen.)

Ein freies Leben bedeutet ein Leben voller Überraschungen – weil man sich jeden Tag dafür oder dagegen entscheiden kann, einen Plan oder Weg weiter zu verfolgen oder sich einen neuen, besseren zu überlegen.
Nur fantasielose Menschen (oder Menschen, die blind und taub für vernünftige, durchdachte Hinweise sind) lassen sich nie von ihrem einmal eingeschlagenen Pfad des Lebens abbringen, selbst wenn ihnen bewusst wird, dass er ihnen nicht gut tut: sie sich also oft schlecht dabei fühlen oder selbst gar nicht gut dabei aussehen.

Den Mut, sich wirklich frei – auch von ihrem Sicherheits- und Besitzdenken oder ihrem Bedürfnis nach Liebe und Bestätigung durch andere – zu machen, haben die wenigsten.
Vielleicht weil sie dann feststellen würden, wie unbedeutend sie selbst sind und wie wenig ihr eigenes Schicksal den Lauf der Welt ändern kann. – Vor allem nicht, wenn sie selbst nichts dagegen tun, ihn aufzuhalten, weil sie unbedingt ein Teil dessen sein wollen, was sie für „die Mehrheit“ halten.

  • Die Mehrheit auf dieser Erde, die sich über Jahrmillionen immer erfolgreich durchgesetzt hat, sind nicht die größten und mächtigsten Organismen, die von bestimmten, speziellen Dingen abhängig sind, sondern die Kleinsten, mit den wenigsten Ansprüchen, und Opportunistischsten: Diejenigen, die
  • genug Freiheit besitzen, Freizeit, Vertrauen und Geduld haben zu warten bzw. die Ausdauer durchzuhalten, und die
  • wissen, Gelegenheiten zu nutzen, die sich ihnen bieten, statt dabei zu verzweifeln, dass die, nach denen sie eifrig suchen, nie kommen (oder die, die sie sich aus eigener Kraft mit ihrem – vor allem im Hinblick auf die Zukunft – begrenzten Denken – geschaffen haben, überhaupt nicht den gewünschten, langfristigen Erfolg haben).

Ich weiß nicht, ob es den Menschen – insbesondere dem Homo sapiens, der sich für so schlau hält, bewusste Entscheidungen über das Leben und die Freiheit anderer treffen zu dürfen – bestimmt ist, sich noch lange weiterzuentwickeln. Ich kann mir auch vorstellen, dass irgendwann eine andere Art von Lebewesen, die die Erde weniger willkürlich ausbeuten und umgestalten will, – und sich die Freiheit dazu auf Kosten anderer einfach herausnimmt – irgendwann ihre Chance bekommt.
Vielleicht werden es neue Menschen – unabhängigere, weniger süchtige, entscheidungsfreiere – sein, die sich aufgrund ihres Bewusstseins nicht für die „HerrscherInnen“ über diese Erde halten, sondern die Traumata ihrer kriegerischen Vergangenheit hinter sich gelassen haben und sich auch freiwillig selbst beherrschen, also zurücknehmen können (statt weiter voranpreschen zu wollen).
In einer freien Welt brauchen auch alle anderen Arten von Lebewesen im gemeinsamen Miteinander genug Freiraum, also Rückzugsräume, in die sie sich jederzeit verkriechen können, wenn sie eine Pause von denen brauchen, die sich auch in Gegenwart anderer mit völlig anderen Bedürfnissen und Schmerzgrenzen – verhalten als würde ihnen die Welt alleine gehören.

Niemand kann immer Rücksicht auf alle anderen nehmen, und es ist utopisch zu denken, dass es ein Leben ohne unschuldige Opfer durch Unfälle geben könnte.
Allerdings ließe sich der Schaden definitiv begrenzen, der aus dem unsinnigen Freiheitsdrang von Menschen (in selbstgebauten Käfigen die sich Länder, Städte, Häuser, Familien, Berufe etc. nennen) entsteht – wenn sie sich an anderen gemeinschaftlichen Regeln orientieren würden als an denen, mit denen nur sie selbst sich frei in ihren Handlungen und Bewegungen fühlen (können oder wollen).

Für Freiheit oder gegen Unterdrückung kann man nicht nachhaltig erfolgreich kämpfen, solange man dabei andere opfern oder gegen ihren Willen Gefangene nehmen „muss“ (die ihre Freiheit irgendwann zurückhaben möchten). – Freiheit kann man sich nur nehmen – wenn man bereit ist, selbst die Opfer zu bringen, die notwendig sind, um sich aus seinen eigenen Abhängigkeiten zu lösen: indem man sich daran gewöhnt, keine Sicherheiten mehr zu haben, sondern immer eine Alternative – einen Plan B – kennen oder zumindest wissen muss, wie man sich selbstständig – mit vorhandenen eigenen Ideen oder indem man andere fragt oder um Unterstützung bittet – weiterhelfen kann, wenn ein Weg, der bis kurz vorher noch frei war, plötzlich versperrt ist.

 

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Dank für das Foto gebührt Dino Reichmuth (auf Unsplash)!

 

Vorbildliche Verhaltensweisen

Warum Menschen, die wissen, was sie tun oder sagen müssen bzw. vor anderen darstellen oder ihnen vormachen müssen, damit sie ihnen gefallen (oder unangenehm auffallen), nicht automatisch bessere (oder schlechtere) Menschen sind

Ich schätze, dass die meisten Menschen es lieben, Bilder gezeigt zu bekommen:

  • von schönen Orten (an denen sie gerne selbst einmal sein würden),
  • von Dingen (die sie selbst gerne besitzen würden),
  • von „besonderen“ Menschen (mit denen sie besondere Gefühle verbinden).

Vermutlich wissen aber die meisten Menschen nicht, wie fern der Realität die meisten Bilder bzw. die Geschichten, die dazu erzählt werden sind – weil sie nur einen klitzekleinen Teil einer langen (Lebens-)Geschichte erzählen.
Ich denke, den meisten Menschen ist nicht bewusst, welche Geschichten sie sich selbst dazu erzählen, wenn sie sich Bilder anschauen, also im Kopf zusammenreimen, ohne dass sie bei denen, die die Bilder gemacht haben, nachgefragt bzw. sich selbst dazu hinterfragt haben:

  • Warum gibt es dieses Bild überhaupt?
  • Wollte sich damit jemand selbst in Szene setzen, um sich besser zu fühlen (weil er oder sie sonst zu wenig Beachtung findet)?
  • Soll es ein Erinnerungsstück an einen besonderen Moment sein – vielleicht nur für sich selbst (weil Menschen sich zwar auch im Kopf erinnern können, aber ihr Erinnerungsvermögen mit der Zeit schwächer wird, also aufgrund der täglich neuen irgendwann nur noch sehr tief eingeprägte Erfahrungen leicht abrufen kann) oder sogar für die Nachwelt?
  • Ist das, was auf dem Bild gezeigt wird, überhaupt aussagekräftig und/oder bedeutsam bzw. überhaupt authentisch, ohne dass es eine zusätzliche Erklärung dazu gibt?

Menschen, von denen oft Bilder gemacht, also auch gezeigt werden, – weil sie vielleicht beschlossen haben, ein Leben im Rampenlicht zu führen, um damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen – haben oft ein großes Problem: Sie dürfen dieses Image, mit dem sie andere Menschen für sich begeistert haben, nicht wieder verlieren, müssen sich also Mühe geben, möglichst immer genauso hübsch und ordentlich (oder besonders hässlich gestylt) zu erscheinen, wie andere (die sie dafür bezahlen) sie sehen wollen.

Menschen, die sich zu sehr mit Personen auf Bildern identifizieren, die es so vielleicht überhaupt nicht (mehr) gibt, weil Menschen sich jeden Tag verändern (können) bzw. vielleicht überhaupt nicht so abgebildet wurden, wie sie sind, waren oder jemals sein wollten, stecken in ihren Vorstellungen von anderen fest.
Sich stärker von Bildern als von realen Erlebnisse durchs Leben führen zu lassen, kann zu viel größeren Enttäuschungen führen als jedes Bild, das vermittelt – also medial verbreitet – immer zuerst einmal kritisch zu sehen, selbst wenn es auf den ersten Blick schön oder besonders schlecht aussieht.

Ich glaube nicht an die Behauptung, dass der erste Eindruck von etwas der wichtigste ist. Er kann vielleicht bei Unsicherheiten herangezogen werden, wenn es irgendwann darum geht, Erklärungen dafür zu finden, warum die Entscheidung, jemanden oder etwas schön und gut bzw. zu sich selbst passend oder hässlich und schlecht bzw. völlig ungeeignet zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse – des eigenen Schönheitsempfindens, das die persönlichen Sehnsucht nach schönen Dingen ausdrückt – zu finden, intuitiv richtig oder falsch war, sich also auch noch später als passend oder nicht mehr zutreffend erwiesen hat.
Bilder – vor allem, wenn sie dazu gemacht sind, nicht für sich selbst zu sprechen und deshalb einfach schön zu sein, sondern Menschen etwas zu verkaufen, was darauf abgebildet ist (und was diese haben, also selbst besitzen wollen) – verfälschen leicht die Wirklichkeit für die BetrachterInnen. Solange FotographInnen oder andere BildermacherInnen nicht ehrlich darüber aufklären oder sich selbst nicht bewusst, warum ihre Kunstwerke eigentlich entstanden sind – unter welchem Druck bzw. aus welchem Schmerz heraus oder mit welcher Absicht – werden auch Vorbilder immer nur sehr einseitige Bilder in Köpfen bleiben, die man sich aufhängen oder an denen man sich selbst immer wieder aufhängen kann oder auch nicht.

Da das Leben aus ständiger Veränderung – nicht aus einer Aneinanderreihung nur schöner Momente, die es lohnt, auf Bildern festzuhalten – besteht, ist es – um nicht zu lange in einer Vergangenheit festzustecken, die es so, wie man sie bildlich vor sich hat, vielleicht ohnehin nie wirklich gab – auch für die eigene geistige Gesundheit vorteilhaft, sie wenigstens hin und wieder mal auszuwechseln und sie durch aktuellere zu ersetzen.
Es kann sehr heilend sein zu sehen, wohin sich einstige Vorbilder entwickelt haben, was aus ihnen geworden ist, genauso wie zu entdecken, dass es sich oft überhaupt nicht lohnt, sich über lange Zeit vorbildlich verhalten zu wollen; weil wir alle einfach nur Menschen sind, zu denen es nicht nur besonders schöne (oder nur schlechte) Ansichten gibt.

So einfach ist das Leben nicht; auch wenn es hin und wieder aussagekräftiger sein kann, die Welt in Hell und Dunkel – Schwarz und Weiß – zu „malen“, weil viele bunte Farben vom eigentlichen Motiv ablenken können.
Wer weiß, welchen Täuschungen das eigene Gehirn gerne zum Opfer fällt, kann auch lernen, sich davor zu schützen.
Es mag nicht vorbildlich sein, schlechter über einstige Vorbilder zu sprechen als früher; aber es ist wenigstens ehrlicher als sie anderen weiterhin nur im besten Licht dar- bzw. sie sich vorzustellen.

Jede/r darf sich selbst entscheiden, was ihm oder ihr – vor allem im Hinblick auf die eigene Zukunft – wichtiger ist; dazu haben wir Meiner Meinung nach unseren freien Willen geschenkt bekommen, den ich schon immer gerne freiwillig nutze. Vermutlich werde ich weiterhin den Fehler machen, einige/s in unserem Leben schlechter zu machen als es tatsächlich ist – weil es Lebensräume für Tiere und Pflanzen oder viele andere Lebewesen zerstört, „nur“ damit wir Menschen es nutzen können. – Aber wenigstens wird es mir vermutlich nie mehr passieren, dass ich die Welt zu rosig sehe (weil ich Rosa – im Gegensatz zu Pink, das ich auch nur als Farbtupfer vertrage – eine relativ langweilige Farbe finde) und dadurch irgendwann schwer von etwas oder anderen enttäuscht werde.
Ob jemand vorbildlich lebt bzw. gelebt hat, sollte man immer erst am Ende eines Lebens, als Gesamtbild, beurteilen – weil jedes Verhalten Auswirkungen sowohl auf den eigenen Körper, Geist und die Seele als auch auf andere hat, die sich davon beeinflussen lassen oder dadurch in ihrem eigenen eingeschränkt werden. Sobald ein gesundes Gleichgewicht zwischen Licht- und Schattenscheiten des eigenen Dasein gestört ist, verblasst auch jede natürlich gesunde Haut- und/oder Haarfarbe eher früher als später (auch wenn sie sich heute Dank unzähliger Möglichkeiten der Bildbearbeitung leicht wieder aufhübschen lässt).

Mein größtes Vorbild ist schon lange unser angeblich blauer Planet, dem erst das Grün der Pflanzen in Verbindung mit Licht und Wärme Leben einhaucht, in seiner bunten Vielfaltigkeit – weil er unendlich vielen Wesen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen Lebensräume und die Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders bietet. Nur unter den Menschen gibt es einige, – in meinen Augen viel zu viele – denen das bzw. in deren Weltbild das nicht passt: denen das nicht genug ist, was sie sich nur für sich selbst nehmen dürften (ohne dass sie es anderen damit wegnehmen müssen, vor allem denen, die gerne länger davon leben würden bzw. leichter länger damit leben könnten als sie)  – wenn sie sich überhaupt vorbildlich verhalten wollten.

 

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Dank für das Foto gebührt Dariusz Sankowski (auf Unsplash)!

 

 

In Würde altern …

… heißt für mich weder,

  • den eigenen jugendlichen Leichtsinn zu verlieren und von einem kleinen, charmanten Dickkopf zu einem alten, verbitterten Sturkopf zu werden, der/die auf Einhaltung von Regeln pocht, die vor allem für alte, von ihrem eigenen Leben und den von ihnen errungenen Erfolgen entweder zu begeisterte oder enttäuschte Menschen Sinn ergeben, noch
  • plötzliche körperliche und/oder geistige Verfallserscheinungen zu ernst oder als unumkehrbar, „natur-“ oder „gottgegeben“ hinnehmen zu müssen (weil man keine Möglichkeit, Zeit oder Lust hatte, sich biologische Kenntnisse anzueignen und sich mit sinnvoller, achtsamer Gesundheitsvorsorge zu beschäftigen, sondern sich nicht anders zu helfen wusste als sich auf Menschen zu verlassen, die sich HeilerInnen, HeilpraktikerInnen, Medizinmänner oder -frauen bzw. ÄrztInnen nennen und versprochen haben, Menschen immer wieder von ihren Leiden zu befreien) oder
  • von Jüngeren Respekt zu fordern, ohne dass man ihnen beweisen müsste oder überhaupt könnte, dass man sich tatsächlich ihren Respekt verdient hat (weil das, was sie in ihrem Leben erreicht haben, besonders oder überhaupt tatsächlich rücksichtsvoll gegenüber anderen und nicht nur zuvorkommend-höflich – so wie es ihnen beigebracht wurde oder wie sie es sich selbst eingeredet haben – gewesen wäre).

In Würde altern heißt für mich, würdevoll die Konsequenzen für das eigene Leben, vor allem auch für die eigenen Versagen, tragen zu können: Also

  • nicht nur mit einem Lächeln über die „guten alten Zeiten“ und die eigenen Erfolge zu sprechen oder auch am Ende noch zufrieden darüber lächeln zu können, dass man sich selbst das Leben (vor allem das menschliche Miteinander) oft etwas zu leicht vorgestellt oder sich selbst über lange Zeit viel zu ernst genommen hat,
  • sondern auch – wenn man sich hoffentlich spätestens in fortgeschrittenem Alter damit auseinandergesetzt hat – anderen möglichst viel davon zu erzählen, was man der eigenen (Lebens-)Ansicht nach anders, besser machen könnte.

Ein schadenfrohes Lächeln nach dem Motto „Mach‘, Du naives Kind, erst einmal all meine Erfahrungen, bevor Du mich weiter mit Deinen Träumereien belustigst“, hat noch niemandem Würde verliehen oder nachhaltig dazu beigetragen, die Welt für nachfolgende Generationen einfacher oder schöner zu machen. Vermutlich haben viele der heute Alten in ihrem Leben die Würde anderer nicht nur im übertragenen Sinn – mit beleidigenden Worten – mit Füßen getreten, sondern wurden auch selbst von anderen tief gedemütigt … Deshalb sei ihnen jedes zufriedene Lächeln gegönnt.

P.s.: Die Trauer über eine „verlorene“ oder vermeintlich verpasste Jugend, weil man sie gefühlt nicht ausleben konnte, lässt sich meiner Meinung nach genauso in fünf Phasen unterteilen wie jeder andere natürliche Zyklus (bis zu einem Neuanfang):

Neugier und Freude über eine neue, angenehme bzw. unbewusste Verdrängung oder bewusste Ignoranz einer unangenehmen Entdeckung oder Erfahrung“;

Herstellung von Verknüpfungen im Gehirn oder Rest des Körpers bzw. Einordnung der neuen oder unbewusstes Erfahren von alten, damit verbundenen Gefühle wie Angst oder Wut über eigene Handlungsunfähigkeit oder Ohnmacht in der Vergangenheit;

Bewusste oder unbewusste Mobilisierung der eigenen Ideen und/oder Körperkräfte, um etwas Neues daraus zu erschaffen bzw. mit den bisherigen und neuen Lebenserfahrungen weiterleben zu können;

Verhandlungen mit sich selbst oder sie Suche nach Gleichgesinnten, mit denen man sich einig werden kann, um sich zu versichern, dass man bisher „richtig“ gehandelt hat und das eigene Leben Sinn ergibt;

innere Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit dem Ergebnis bzw. Verständnis für das, was dabei herausgekommen ist, weil sich nur das daraus ergeben konnte; Akzeptanz oder Nicht-Akzeptieren des eigenen Schicksals, das in diesem Leben nicht umgangen wurde.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader (auf natur-highlights.de: Kambodscha-Archiv)!

Wenn „Hundeprofis“ hartes Überlebenstraining mit ausgelassen-entspanntem „Spiel“ verwechseln

Oder wenn Menschen panische (Verlust-)Angstreaktionen für draufgängerische „Streitlustigkeit“ oder „Bösartigkeit“ halten

Wenn ich im Alltag die Meinungen vieler Menschen übereinander höre, habe ich oft den Eindruck, viele wissen weder viel über menschliche, körperliche Ausdrucksformen (die über den Inhalt ihres Gesagten hinausgehen) noch über Rollen, die Menschen in ihrem Leben (gelernt haben zu) spielen.
Deshalb wundert mich deren Meinung über Hunde noch weniger.
Ohne Mitgefühl und/oder Verständnis für die eigene Spezies – nicht nur für „Lieblingsexemplare“ – weil es durch (zu viele, vielleicht bereits frühkindliche) schmerzhafte Erfahrungen abgestumpfe und nicht bewusst gegengesteuert, also neues (Ur-)Vertrauen aufgebaut wurde – können sich Menschen leicht einreden, eine andere Tierart besser zu verstehen. – Für mich ist es aus biologischer Sicht unwahrscheinlich, dass dieses „Verständnis“ viel mit der Realität zu tun, dass also das „Gesagte“ oder anders „Kommunizierte“ wirklich das „Gemeinte“ einer anderen Art von Lebewesen ist, die man überhaupt nicht studiert hat.

Von Natur aus verhalten sich Hunde nicht immer gleich vorhersehbar, sondern in Gegenwart fremder Menschen oder Hunde anders als gegenüber denen, die sie bereits kennengelernt oder selbst „genauestens unter die Lupe genommen“ haben, so dass sie sie und ihre Reaktionen einschätzen können.
Hunde vertrauen wie auch Menschen in erster Linie sich selbst und ihrer Intuition – solange ihnen niemand schmerzhaft (mit Strafen oder so großen Verlockungen, dass sogar ein „gesunder Hundeverstand“ damit dauerhaft außer Kraft gesetzt werden kann) beigebracht hat, dass „Herrchen“ oder „Frauchen“ es besser weiß und dass entweder gar keine Gefahr droht oder es überhaupt nichts zu sehen gibt (obwohl es ihr Interesse geweckt hatte).

Ich weiß, dass Hunde wie Menschen in unserer modernen Welt angepasst leben müssen, damit sie sich nicht unnötig viele Probleme mit anderen einhandeln. Da man ihnen – selbst als „HundeversteherIn“ – den Sinn von Regeln aber noch weniger gut erklären kann als Menschen (die man wenigstens mit Freiheitsversprechungen durch die „Hilfe“ oder das Geld, das sie dafür bekommen, entlohnen oder trösten kann), wundert mich nicht, dass vor allem die kleinsten Rassen, die sich von „ihren Menschen“ behütet fühlen, besonders lange „glücklich“ leben – wenn sie mit fortschreitender Lebenszeit neben ihren zuchtbedingten Problemen keine zusätzlichen Stress-, also modernen Zivilisationserkrankungen (wie Essstörungen oder Allergien, Herz-/Kreislauf-, Nieren oder Schilddrüsenerkrankungen und Diabetes) entwickeln.
Mich wundert allerdings auch nicht, wenn Hunde dieselben gesundheitlichen  oder „Aggressionsprobleme“ wie die Menschen haben, bei denen sie leben.
Es gibt einen Grund, warum Menschen sich von Hunden angezogen fühlen und bestimmte Hunde auch von bestimmten Menschen, die ihnen den Eindruck vermitteln, ihnen ein schönes oder zumindest besseres Leben als bisher versprechen zu können.

Wie gut oder schön es tatsächlich wird, bestimmen heute viele unterschiedliche Hunde-ExpertInnen – je nach individuellem Bedarf findet sich auf jeden Fall eine/r – maßgeblich mit.
Ich begnüge mich nicht nur damit, Menschen, die sich für biologische Zusammenhänge interessieren, mit zusätzlichen Informationen zu versorgen oder ihren Alltag ein Stück zu begleiten – so dass sie die Möglichkeit bekommen, möglichst viele „Kommunikations- und Verständnisprobleme“ zu erkennen und selbstständig zu beheben. – Für mich gehört zur Tierliebe auch, ehrlich über menschlichen Irrsinn aufzuklären, z.B.

  • die Hundehaltung in Lebensräumen, die tagtäglich ihrer Gesundheit schaden – weil sie darin so gut wie keinen freien Bewegungsraum haben oder ihre natürlichen Bedürfnisse kaum noch ausleben können,
  • die Betrachtung von Hunden (oder anderen Tieren) als engere Familienmitglieder als Menschen, oder
  • eine Tierfütterung – egal ob mit Industriefutter oder möglichst naturbelassener Nahrung – ohne Wissen über die globale Lebensmittelproduktion und Hunger in der Welt, geschweige denn über ökologische Nachhaltigkeit.

Tiere haben unseren Respekt verdient. – Respekt bedeutet aber eigentlich auch, sie nicht willkürlich zu züchten oder zu LeidensgenossInnen in einem Leben zu machen, das Menschen nicht einmal alleine führen wollen.
Im Grunde macht es also Sinn, wenn zu ihrem Überlebenstraining irgendwann auch gehört, die Hand zu beißen, die sie füttert – wenn die Angst ums eigene Überleben in der Obhut von Menschen größer wird als ohne deren „Hilfe“.
Wir hätten es – als tierliebe Menschen mit Verständnis für andere, die Angst vor (bestimmten) Tieren haben – in der Hand, uns in unserem Leben etwas wirklich Vernünftiges, Zukunftsfähiges einfallen zu lassen, was allen unterschiedlichsten, tierischen und menschlichen Bedürfnissen (nach möglichst viel Freiheit, aber auch Sicherheit) entgegenkäme, wenn sie dabei ausreichend berücksichtigt und sinnvoll, z.B. zeitlich und lokal, sowohl getrennt als auch offen miteinander verknüpft wären (so dass es möglichst häufig, wenn auch nicht jederzeit möglich ist, einem anderen nachzugehen bzw. herauszufinden, ob man bereit ist, zur Abwechslung mal etwas Neues oder ganz Anderes auszuprobieren).
Stattdessen lassen sich noch sehr viele uns von viel „wichtigeren (ernsteren) Dingen“ beherrschen bzw. stressen und erwarten dann von Tieren (oder der Natur), dass sie für den Ausgleich dazu, zu ihrer (spielerischen) Erholung, beitragen. Für viele wird es vermutlich irgendwann dahin führen, dass sie feststellen, dass sie sich

  • einiges im Leben zu leicht vorgestellt haben, vor allem die Sorge um andere, die man liebt,
  • sich in sich selbst getäuscht oder von dem, was ihnen andere vorgemacht haben, zu etwas haben verlocken lassen, was in ihrer Realität völlig anders aussieht.
  • in ihrer Kosten-Nutzen-Rechnung vollkommen verrechnet haben – weil sie sich entweder zu wenig Zeit dafür genommen oder ihre naturwissenschaftlichen bzw. biologischen Kenntnisse überschätzt haben.

Es wird immer Profis geben – Menschen, die schon fast ihr ganzes Leben lang davon geträumt haben, einem bestimmten Beruf nachzugehen, oder die öffentlich behaupten (dürfen/wollen), z.B. indem sie „Testimonials“ zufriedener KundInnen für sich sprechen lassen, ihre eigenen Lebenserfahrungen wären dazu geeignet, dem Leben anderer zu dienen. Mir persönlich ist es zu gefährlich, die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass es dabei Missverständnisse geben könnte – weil ich weiß, was Menschen mit bestimmten Erwartungen (oder Hoffnungen) an andere aus dem ziehen, was die ihnen anraten (vor allem, wenn Zeitdruck oder Ungeduld und Scham, für ungebildet gehalten zu werden ins Spiel kommt und Menschen sich nicht die Zeit nehmen, von Anfang an bis ganz zum Ende zuzuhören oder nachzufragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben).
Ich bin überzeugt: Alle HundehalterInnen haben die Hunde, die sie brauchen, um mit ihrer Hilfe etwas für ihr eigenes Leben zu lernen. – Selbst wenn sie irgendwann die Lehre daraus ziehen, dass lebendes Eigentum noch zu mehr verpflichtet als rein materielles und ihr Leben – so wie es ist – völlig ungeeignet ist, einem Hund ein gesundes und glückliches Leben zu bieten. Alle Hunde, die ihre eigenen HalterInnen als mehr oder weniger gleichberechtigte Rudelmitglieder ins Herz geschlossen haben (statt sich „nur“ als RudelführerInnen zu akzeptieren) hätten es verdient, dass ihre HalterInnen sie genauso zurücklieben: dass sie bereit sind, daran etwas zu ändern und ihr Leben hundefreundlicher zu machen. Ich meine damit nicht, dass sie ihnen ein „besseres Zuhause“ bei Menschen suchen sollen, die mehr Zeit haben, sich mit ihnen zu beschäftigen und um sie und ihre natürlichen (oder künstlich, durch unnatürliche Eingriffe geschaffenen) Bedürfnisse zu kümmern. Meiner Erfahrung nach gibt es heute – neben anderen Haustieren – bereits ohnehin viel zu viele Hunde für viel zu wenig (Menschen-)Zeit. Solange Menschen also nichts an dem verändern, womit sie ihre Lebenszeit verbringen bzw. sich Unterstützung anderer Hundefreund- oder liebhaberInnen holen, ist es vielleicht ein tröstender, aber auch völlig utopischer (oder verantwortungslos-kindlicher, selbstsüchtiger) Gedanke, andere Menschen könnten/wollten das (freiwillig) gut zu Ende bringen, was man selbst schlecht angefangen hat.

 

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Dank für das Foto gebührt Tadeusz Lakota (auf Unsplash)!

Familienmitglieder mit besonderen Bedürfnissen

Von der menschlichen Verlockung, ihre eigene Existenz darauf zu begründen, vor allem mit Schwächeren oder hilfsbedürftig Erscheinenden – die sich über jede Unterstützung freuen (sollten) – zu interagieren statt sich um die Interessen derer zu sorgen, die stark genug scheinen, das selbst zu tun, oder Hilfsangebote ablehnen

Kein Mensch ist wie ein/e andere/r, genauso wenig wie eine Familie einer anderen gleicht.
Es gibt kleine und große; schwergewichtige oder starke bzw. eindrucksvolle oder einfache und vielleicht unbedeutend oder schwächer erscheinende; eher leise-zurückhaltende oder laute-draufgängerische, eintönige oder bunte, welche mit über- oder unterdurchschnittlich vielen „Extremitäten“ bzw. „extrem anderen Mitgliedern“ oder Besonderheiten, selbst innerhalb eines Verwandtschaftskreises.
Die Natur bietet unendlich viele Möglichkeiten für individuelle Entwicklungen und Zusammenstellungen unterschiedlicher, von Natur aus zwei- oder vier- bis vielbeiniger oder sogar beinloser Individuen.

Für mich als Biologin gehören nicht nur Eltern oder Groß- und Urgroßeltern, Geschwister, Tanten, Onkels, Cousins und Cousinen, Neffen und Nichten etc., sondern alle Säugetiere zu einer natürlichen Familie, innerhalb der allen die gleichen Lebensrechte bzw. individuelle Rücksichtnahme entgegengebracht werden sollte. Dass wir auch mit allen anderen Arten von Lebewesen rücksichtsvoll, gemäß ihrer, aber auch unserer natürlichen Bedürfnisse umgehen sollten, ist für mich allerdings auch gar keine Frage. Mir gehen Menschen zu weit, die sich eigene Gesetze machen und Rechte geben, also so tun, als dürften sie auf dieser Welt ungestraft tun und lassen, was sie wollten, sich also alle anderen Lebewesen unterordnen.
Ich bin überzeugt, kein freilebendes Tier (das sich nicht an menschliche Regeln und Routinen gewöhnt hat)  käme auf die Idee, sich automatisch schon beim Aufwachen – nur aufgrund der eigenen Verfassung oder Laune – für stärker und „besser“ oder schwächer und „schlechter“ zu halten als andere, ohne es überprüft zu haben: Alle, die sich bisher aufgrund ihrer Fähigkeiten Vorrechte angeeignet hatten bzw. für sich beansprucht haben, könnten diese – sollten sich z.B. irgendwelche (Umwelt-)Faktoren und damit die individuellen Voraussetzungen oder Umgebungsbedingungen (überraschend) geändert haben – nicht weiter benötigen und verteidigen wollen (sondern stattdessen Hilfe bei etwas brauchen).
In der Natur ist jeder Tag wirklich neu. Alle müssen täglich in erster Linie gut für sich selbst sorgen (können) – den eigenen Körper und Geist sowie seelische Bedürfnisse bzw. die Nahrungsmittel, mit denen sie genährt, also aufgebaut oder erhalten, und bei Bedarf entgiftet werden – oder zumindest wissen, wer oder was ihnen behilflich dabei sein kann, das zu bekommen, was sie brauchen und daher gerne  haben möchten.

Nur Menschen haben sich angewöhnt, zu denken, sie müssten auch über die Köpfe anderer hinweg – die vielleicht nicht einmal ihre eigenen Kinder oder Haustiere sind, für deren Verhalten bzw. daraus entstehende Schäden sie selbst die Verantwortung tragen müssen, oder die ganz offensichtlich zeigen, dass sie nicht damit einverstanden sind, sich also z.B. dagegen sträuben – Entscheidungen zu treffen. Selbst Eltern, die von Natur aus die Bedürfnisse ihres eigenen Nachwuchses, also ihres eigenen Fleisch und Blutes intuitiv verstehen könnten (wenn sie genug Selbstbewusstsein und –vertrauen hätten), hören heute viel zu oft auf andere, die sich aufgrund ihres mit Zeugnissen oder Urkunden und anderen Schriftstücken nachgewiesenen Bildungsstandes, ihrer Ausbildung oder ihrer Berufserfahrungen „ExpertInnen“ nennen (können/wollen/dürfen).
Viele Menschen wissen nicht, dass es nicht mehr als eine unbewiesene Behauptung, eine wissenschaftliche These ist, die (Körper-)Sprache von „Untersuchungs- oder Versuchsobjekten“ – den „Objekten menschlicher Begierden“ bzw. ihres intuitiven Tatendrangs – so genau studiert zu haben, dass man sie – ohne überhaupt irgendetwas über ihre Vergangenheit wissen zu müssen – auf Anhieb verstehen und wissen könnte, wie man sie auf einen Blick „liest“ und – vielleicht mithilfe wissenschaftlicher Fragebögen oder anderer Anleitungen und Testverfahren – ihre „wahren“ Bedürfnisse erkennt.

Nur Menschen denken – vor allem wenn sie sich mit anderen, die sie für besser (oder auch schlechter) als sich selbst halten, vergleichen – sie wären in der Vergangenheit oder insgesamt nicht konsequent oder streng bzw. unterwürfig genug (gewesen), wenn andere sich ihnen gegenüber nicht immer wie erwartet oder gewünscht verhalten. Freilebende Tiere wissen, dass sie immer damit rechnen müssen, dass etwas Unerwartetes geschieht oder etwas immer wieder neu versuchen können bzw. sogar müssen, weil es von der Tagesform des Gegenübers abhängt, ob sie mit ihrem – aufdringlich-fordernden oder demütigen – Verhalten erfolgreich sein könn(t)en oder nicht.

Nur Menschen haben sich ihre natürliche Achtsamkeit – sowohl im Hinblick auf ihre eigenen körperlichen, geistigen und/oder seelischer Bedürfnisse als auch ihre intuitive Vorsicht und Rücksichtnahme auf die anderer – ab- und dafür einen lebenslangen Beschützer- oder Mutterinstinkt, ein unnatürliches, krankhaftes Helfersyndrom, antrainieren, anerziehen, lassen: dadurch, dass sie an festen Orten in lebenslangen Gemeinschaften auch mit besonders unvorsichtigen oder rücksichtslosen, sehr ängstlichen oder draufgängerischen anderen leben wollen oder müssen, wenn sie nicht als NomadInnen durchs Leben ziehen und sich nur bei Menschen (oder Tieren) niederlassen wollen, mit denen sie sich von Natur aus wohl oder besonders verbunden fühlen.

Nur Menschen, die sich – weil ihre individuellen, besonderen Bedürfnisse nicht ausreichend wahrgenommen bzw. gestillt werden – in ihren natürlichen Gemeinschaften nicht wohl fühlen, kommen auf die Idee, diese zu verlassen und sich andere zu suchen bzw. sogar eigene Familien zu gründen, für die sie – als Familienoberhaupt – die Verantwortung übernehmen wollen.

Nur Menschen, die perfektionistisch versuchen, sich um alles und jede/n zu kümmern, erfinden Ausreden für sich, warum sie sich nicht genug Zeit dafür nehmen können oder Energie haben, sich um sich selbst zu kümmern (oder dagegen zu wehren, dass andere über ihren Kopf hinweg Entscheidungen treffen können – selbst wenn sie die nicht für gut befinden).

Ich sehe heute selten wirklich glückliche Menschen oder vorbildliche Familien, sondern eher Trauerspiele, die Menschen aufführen, die

  • (Tier-)ÄrztInnen brauchen, die ihnen bei Krankheitssymptomen sagen müssen, was denen fehlt, um die sie sich hätten kümmern sollen;
  • nicht wissen, wie man natürliche Bedürfnisse bei anderen erkennt bzw. richtig deutet, wenn die sich dafür schämen bzw. unangenehme Erfahrungen damit gemacht haben;
  • zu wenig Wissen über ganz normale VertreterInnen ihrer eigenen Art oder einer Tierart haben, die sie in ihre Familie aufnehmen möchten;
  • denken, sie wären nur zu gutherzig-inkonsequent, um feste, strenge Regeln zu etablieren, mit denen alle glücklich und zufrieden – ohne Stress miteinander haben oder sich übereinander ärgern zu müssen – leben könnten, sobald sie sich ihnen unterworfen hätten …

Was für viele Menschen „vernünftig klingt„, oder einst vernünftig geklungen hat, ergibt oft nur solange Sinn, bis man beginnt, eigene Erfahrungen damit zu machen.
Dann kommt – wenn man anerkennen kann, dass unser Leben dazu da ist, Erkenntnisse zu sammeln und dazuzulernen – die Zeit, darüber nachzudenken, woher die eigenen Vorstellungen vom und Erwartungen an das Leben kommen und es auch einmal aus anderen Perspektiven zu betrachten.
Aus meiner Perspektive erscheint es mir nicht
besonders vernünftig, sich im Voraus auf Jahre oder Jahrzehnte bzw. vielleicht sogar lebenslang einer festen Lebensgemeinschaft zu verpflichten.
Es mag schön sein, sich als Teil einer über viele Jahre eingeschworenen Gemeinschaft zu fühlen.
Ich nehme mir lieber die Freiheit heraus, meine Lebenszeit dafür zu investieren, mich mit den Problemen der Menschen im Miteinander oder bei ihrem Verständnis von Tieren und Pflanzen bzw. anderen Arten von Lebewesen – also vor allem der lebenden Natur (aber auch in Verbindung zur toten) – und mit natürlichen, gesunden, ökologischen Beziehungen zu beschäftigen. In der Natur geht es nicht um Gewinn-und-Verlust-Rechnungen, also darum, ob sich alles Leid (auf das Freude folgen kann) lohnt, um glückliche Zeiten auskosten zu können, sondern um gegenseitiges Ver- oder ein gesundes – anfängliches, vorsichtiges – Misstrauen und einen achtsamen, verantwortungsvollen Umgang miteinander, nachdem man sich die Zeit genommen hat, sich näher kennenzulernen (oder eher aus dem Weg zu gehen und nur aus der Ferne zu grüßen).

Es gibt immer wieder Zeiten, in denen Menschen (oder auch Tiere) mehr persönliche Freiheit und Zeit für sich alleine oder mehr Zuneigung bzw. die Sicherheit brauchen, dass andere im Notfall für sie da sind.
Es hat also wenig mit den Menschen (oder Tieren) an sich zu tun hat, sondern vor allem mit ihren individuellen Lebensumständen und Angewohnheiten, sich „normalerweise“ die Zeit zu vertreiben, von der sie hin und wieder eine Auszeit brauchen, um sich davon erholen zu können. – Denn das, was anfangs viel Sicherheit und/oder Wohlbefinden verspricht, – unnatürliche Routinen und/oder Genuss-Süchte, die unsere natürlichen Sinne unter- bzw. überreizen und früher oder später keine Überraschungen (mehr) bieten können – macht Menschen auf Dauer krank und/oder unglücklich und/oder hilfsbedürftig und/oder irgendwann schlauer als vorher. Wer besonders sozial veranlagt ist oder erzogen wurde, neigt dazu, neugewonnenes Wissen so schnell wie möglich in der Welt verbreiten zu wollen, damit anderen schmerzhafte Erfahrungen erspart bleiben; Menschen – die eher schadenfroh sind bzw. sich erst mit anderen solidarisch fühlen, wenn diese dieselben Lebenserfahrungen wie sie selbst gemacht haben – können fröhlich oder zumindest entspannt dabei zuschauen, wie andere dieselben „Dummheiten“ im Leben begehen wie sie selbst.

Es ist weder ein Freundschaftsdienst noch ein Liebesbeweis, andere – weil sie vermeintlich oder angeblich keine eigenen, sinnvollen Entscheidungen für sich treffen können oder würden, wenn sie genug für sie leicht verständliche Informationen dazu (bekommen) hätten – wie willen- oder gehirnlose Wesen zu behandeln und nicht immer wieder zu versuchen, mit ihnen in Kontakt zu treten bzw. zu kommunizieren, bis sie den Eindruck erwecken, verstanden zu haben, was sie tun bzw. welche Verantwortung sie damit auf sich laden (- dass sie die Folgen ihres Tuns nicht versuchen abzuschätzen). – Das ist menschliche Anmaßung begründet auf festen Vorurteilen und fehlendem Wissen über andere und das Leben oder Naturgesetze und Anziehungskräfte oder Abstoßungsreaktionen im Universum.

In meinen Augen ist es außerdem Dummheit aus Gedankenlosigkeit oder aufgrund von fehlender Zeit, Geduld bzw. einem Mangel an Inter-Esse an anderen (also daran, wirklich bewusst mit ihnen zu sein, sich mit ihnen verbunden zu fühlen) von Menschen, die sich angewöhnt haben, ihre eigene Existenz, das eigene, individuelle Dasein auf dem anderer zu begründen, sich also davon abhängig zu machen, oder nur mit ihnen zu inter-agieren, es also willkürlich – bunt, wild und ungezügelt oder nach strengen Regeln – miteinander zu treiben (um so möglichst viel Spaß am Leben zu haben).
Es ist für mich das größte Versagen des Homo sapiens, zu denken, man könne die Stärksten und (Einfluss-)Reichsten einfach tun lassen, was sie vorhaben, oder sein zu lassen, wie sie sind, ohne ihnen täglich wieder ihre Grenzen aufzeigen zu müssen, sobald sie ihre Macht über andere zu sehr ausnutzen. Viele Menschen, die tun als wären sie die Allein-HerrscherInnen über die Erde oder die im Geheimen Auserwählten, um die Interessen der Natur als Ganzes und gleichzeitig der Menschheitsfamilie als einer Art  – unter unzähligen anderen – zu vertreten, ignorieren häufig, wenn Interessen ihren diametral entgegenstehen bzw. nicht miteinander vereinbar sind.
Die Zeit wird zeigen, welche sich irgendwann durchsetzen

P.s.: Es ist nicht damit getan, sich um körperliche oder seelische Bedürfnisse anderer zu kümmern wie die nach materieller Nahrung, Wasser, einem Schlafplatz, ausreichend Bewegungsraum und Streicheleinheiten. Es ist genauso essentiell für dauerhaft und nachhhaltig gute oder enge Familienbeziehungen, Angehörige intellektuell zu fordern, also vor immer wieder neue Herausforderungen oder Probleme zu stellen, die sie bewältigen können (oder für die sich gemeinsam Lösungen finden lassen), oder bei ihrer Körperpflege zu helfen, wenn sie selbst dazu noch oder gerade nicht bzw. vor allem im Alter nicht mehr selbstständig dazu in der Lage sind, oder im Krankheitsfall zu wissen, wie man ihnen helfen kann, vor allem, wenn sie besonders anfällig für bestimmte Gesundheitsprobleme sind

 

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Dank für das Foto gebührt CDC (auf Unsplash)!

Von perfider, menschen- bzw. mediengemachter Hypochondrie, teuer berechneten Hilfsangeboten und/oder (fehlender) Hoffnung auf Mit- oder Beileid

Wenn – unter Einsamkeit oder fehlendem Verständnis bzw. Medienkompetenz – leidende Menschen ein einseitig fehlgeleitetes Mitgefühl (ein Helfersyndrom oder übersteigertes Mitleid) für sich selbst und/oder andere – Menschen, Tiere oder Pflanzen – entwickeln, die sie für ähnlich fühlend, also (geistes-)krank, unzurechnungsfähig oder liebes- und pflegebedürftig halten (oder sich von anderen, die sich einen Spaß daraus machen, in die Irre leiten lassen können)

Jedes Jahr mindestens eine neue, zusätzliche – körperliche – Krankheit oder eingebildete Gefahr, die das Leben bestimmter Menschen oder der ganzen Menschheit bedroht. Immer wieder neue Tier-oder Pflanzenarten, die entweder auszusterben scheinen oder – angeblich – bisher völlig unbekannt waren und oft plötzlich zu gefährlichen Eindringlingen werden, die eine Gefahr für andere Arten darstellen. Ständig wieder bahnbrechende Entdeckungen oder heilbringende Erfindungen – mindestens alle paar Monate ein neues, wissenschaftlich erforschtes, (zukunfts-)sicheres Verfahren oder eine neue Technologie, die unsere Welt retten soll …
Wenige Menschen hinterfragen, wie Informationen (z.B. auch über riesige Hilfsprojekte oder Rettungsaktionen in Milliardenhöhe), die um die Welt gehen, eigentlich gemacht werden bzw. wie oder ob überhaupt getestet und bewertet wird, ob etwas wirklich wichtig oder neu – egal ob besonders gefährlich oder ungefährlich für Menschen und ihre Gesundheit – oder einfach nur etwas Altbekanntes ist, was jemand, der sich einen Namen machen und besonders hervorheben möchte, neu beschreibt.

Als Naturwissenschaftlerin weiß ich, wie unsicher, willkürlich und daher – ohne genauere Betrachtung – wenig aussagekräftig wie Zukunftsprognosen jedes für eine Diagnose entwickelte Prüf- und Testverfahren ist, das HerstellerInnen für ihre eigenen Produkte entwerfen (dürfen), um sie von anderen Produkten unterscheiden, also im Vergleich besser oder schlechter als sie abschneiden lassen können.
Als Biologin kann ich fast täglich beobachten, wie Menschen sich ihre auf Tests bzw. ihrem fehlgeleiteten Vertrauen – in andere Menschen, vor allem wenn die medial, also wiederum von anderen, als „ExpertInnen“ auf ihrem Gebiet beworben werden  statt in sich selbst – beruhenden, also auf Ängsten beruhenden Prophezeiungen selbst erfüllen.

Es ist für mich unverständlich, dass vernunftbegabte Menschen, die in der Lage sind, Veränderungen wahrzunehmen und unterschiedliche Situationen zu beurteilen, sich nicht vorstellen können, dass man vielleicht an toter, ursprünglicher Materie, also an Elementen dieselben Testparameter anwenden kann, um sie zu vergleichen, aber nicht an Lebewesen, die sich in ständigem Wachstum bzw. beständiger Weiterentwicklung befinden, oder an Produkten, die zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten hergestellt wurden. – Denn jede kleinste Veränderung der Umgebungsbedingungen – Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck oder -verschmutzung genauso wie der mentale oder Zeitdruck, unter dem PrüferInnen arbeiten oder Testobjekte oder -personen stehen u.ä. –  kann jede mit Hilfe eines Testergebnisses gestellte Diagnose , sei sie auch noch so differentialdiagnostisch erstellt worden, beeinflussen und das von den HerstellerInnen oder ErfinderInnen erwünschte bzw. erwartete Ergebnis verändern.

Menschen, die – obwohl für andere offensichtlich ist, dass sie unter etwas leiden, also mindestens ein Problem haben, das sie nicht alleine lösen können – nicht spüren können, dass sie Hilfe gebrauchen könnten, keine Hilfe annehmen wollen oder nicht wissen, wen sie um Rat fragen oder Unterstützung bei ihren Problemen bitten könnten, kann genauso wenig geholfen werden wie Menschen, die keinerlei Anzeichen von Beschwerden, dafür aber auffällige Befunde, also Testergebnisse zeigen.
Mich als Gesundheitsforscherin bringt es mich genauso zur Verzweiflung,

  • wenn in der praktischen Ausführung (von diagnostischen Verfahren) aus-, aber in der dahinterliegenden Theorie völlig ungebildete Menschen anderen ungestraft einreden (dürfen), sie bräuchten fremde Hilfe, um selbstständig wieder auf ihre Beine kommen zu können, die ihnen nur ihren Dienst versagt haben, weil sie nicht genug auf sich selbst (und ihren gesunden Menschenverstand) und vermutlich gleichzeitig auf etwas anderes oder jemand anderen geachtet haben, wie
  • dass fühlende und denkfähige Menschen Wert darauf legen, sich von häufig völlig fremden Menschen mit keinerlei Einblick in ihr Leben „helfen“, also sich selbst analysieren und gegebenenfalls behandeln lassen, nur weil ihnen von anderen Menschen – also medial, ohne dass sie aus sich selbst heraus einen Impuls dazu gespürt hätten – angeraten wurde, das vorsorglich zu tun, statt selbstständig und eigenverantwortlich herauszufinden, warum es ihnen überhaupt schlecht geht oder sie sich zumindest unwohler als sonst in ihrem Kopf oder dem Rest ihres Körpers fühlen.

Immerhin weiß ich als Biologin, die sich – aus Interesse an uns Menschen und unserem Leben – über viele Jahre anthropologisch weitergebildet hat, dass Menschen im Laufe ihres Lebens erst schmerzhaft, durch eigene Denkfehler hinsichtlich der spürbaren, schmerzhaften oder tröstenden Erfahrungen, die sie gemacht haben, lernen müssen,

  • wem sie wirklich vertrauen können und wem nicht;
  • wessen Expertise sie fälschlicherweise Glauben geschenkt haben und wer wirklich weiß, was aktueller Stand der Forschung ist;
  • wer ihnen in ihrem Leben wirklich weiterhilft und wer nicht;
  • wer sie nur von den eigenen Rettungsdiensten abhängig macht und
  • wem es am Herzen liegt, dass sich möglichst viele Menschen gegenseitig helfen, also auch im Notfall Hilfe zur Selbsthilfe leisten können statt darauf warten zu müssen, dass jemand, der beruflich dazu ausgebildet wurde bzw. sich dazu berufen gefühlt hat, zu Hilfe eilt.

Menschen können sich ihr Leben lang wie kleine – hilfsbedürftige oder sturköpfig jegliche Hilfe abweisende – Kinder verhalten, wenn sie – weil es ihnen niemand „richtig“ beigebracht, also ehrlich und umfassend vermittelt hat – nicht verstehen, was ihr eigener Körper ihnen sagt oder für andere ganz offensichtlich ausdrückt, und sie außerdem die Stimmen im eigenen Kopf oder warnende Worte von anderen Menschen dazu nicht hören (können oder wollen). Sie halten Hilfsangebote für Geschenke, die sie annehmen können, wenn sie ihnen passen, aber lieber ablehnen, wenn sie spüren, dass dafür eine Gegenleistung von ihnen verlangt wird wie die, selbst mitzuhelfen und vielleicht etwas sein (oder liegen) zu lassen, was ihnen besonders wichtig erscheint.

Sowohl ihr eigenes Gewicht als auch ihre Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit oder ihre Ansprüche an sich selbst, das Leben und andere könn(t)en Menschen jederzeit lernen, selbst, ganz ohne medizinische Hilfe oder staatliche Unterstützung zu kontrollieren – wenn sie nicht darauf warten würden, dass ihnen jemand frei Haus alle Informationen dazu liefert, die sie bräuchten, wenn sie mehr Selbstkontrolle und -versorgung – eben Hilfe zur Selbsthilfe und -verantwortung – lernen wollten.
Stattdessen leben viele offensichtlich lieber lebenslang ein mehr oder weniger verantwortungsloses Leben, in dem sich andere um sie und ihre (Betreuungs- oder Versorgungs-)Probleme kümmern, von der (früh-)kindlichen Ersatz-/Tagesmutter über die ArbeitgeberInnen und HausärztInnen bis hin zu LieferdientsleisterInnen oder Hilfs- und Pflegekräften beim altersgerecht betreuten Wohnen.

Im Grunde tun sie mir leid, weil sie so wenig über unsere menschlichen Möglichkeiten und Fähigkeiten wissen.
Allerdings liegt es in ihrem eigenen Verantwortungs-, Zuständigkeits- und Entscheidungsbereich, sich darum zu bemühen, Wissen und (Lebens-)Erfahrungen zu sammeln. Es ist nicht nur die Aufgabe von hilfsbereiten Menschen, die früh wahrnehmen können, wer ihre – aus Büchern oder ihren eigenen Erfahrungen gewonnene – Hilfe gebrauchen könnte, sie anzubieten, sondern auch die von Hilfsbedürftigen, nach der passenden Hilfe zu suchen, die sie wirklich brauchen, und darum zu bitten. Wer oder was ihnen tatsächlich irgendwann – nicht nur kurzfristig und scheinbar – weiterhilft bzw. vielleicht nur neue Probleme eingehandelt hat, bei denen sie dann wieder Hilfe brauchen, werden sie früher oder später feststellen; und hinterher vielleicht an anderer Stelle, bei anderen Menschen, die ihnen vertrauenerweckend (und/oder verlässlicher) in dem erscheinen, was sie tun, nach Hilfestellungen suchen.

P.s.: Alle Menschen haben in meinen Augen ihre eigenen, ganz individuellen „Zauberkräfte“ oder „special skills“ mit auf den Weg bekommen, um sie innerhalb von Gemeinschaften in den Dienst anderer stellen und sie bzw. sich selbst dabei verwirklichen zu können. Menschen ist nicht damit geholfen, dass man sie bewusst in den eigenen Schatten stellt bzw. sie selbst nur ein Schattendasein führen, einen Schatten ihrer selbst – der eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten – darstellen lässt, sondern indem man ihnen nachhaltig auf ihre Beine hilft bzw. sich auf die eigenen.

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Dank für das Foto gebührt Annie Spratt (auf Unsplash)!

Menschen funktionieren nicht wie Uhren, die immer im gleichen Takt schlagen oder irgendeinem Taktgeber folgen (müssen)

Wir als menschliche Wesen mit

  • einem freien Willen,
  • Füßen, um anderen aus dem Weg zu gehen, sowie
  • einem Mund und Armen, um uns anderen verständlich zu machen,

können beeinflussen, also selbstständig entscheiden, ob wir ständig in Bewegung bleiben (wollen) – zwischen

  • Aufstehen, Loslaufen und Hinsetzen oder Hinlegen;
  • Rechts und Links, nach Vorne und wieder Zurück;
  • begeistertem Nach-oben-Streben und dann wieder steil abstürzen.

Wir könn(t)en stattdessen – wenn wir Untätigkeit ohne schlechtes Gewissen ertragen können – auch völlig still halten und einfach nur beobachten, hören, riechen und dabei in uns hinein spüren und ruhig, gelassen, weiteratmen, bis uns etwas Sinnvolles einfällt, was wir tun könnten: ganz egal ob für unser Weiterkommen oder gegen die Hindernisse oder Blockaden, die uns dabei im Weg stehen.

Ich habe schon oft gehört, dass Menschen verstorben sind, weil sie zu viel oder zu wenig für sich und/oder andere getan haben, aber noch nie, dass sie beim Warten auf etwas oder andere plötzlich nicht mehr atmen konnten und kurz darauf tot ungefallen sind – solange sie neben der Sorge für ihre Sauerstoffversorgung auch die Nahrungs- und Wasseraufnahme nicht vernachlässigt und dabei nicht so unbeweglich geworden sind, dass sie nicht mehr schmerzfrei oder ohne Unterstützung selbstständig aufstehen konnten, um ihre Notdurft zu verrichten.
Aber wartende Menschen, die mit wenig zufrieden sind und sich selbst versorgen können, sind einfach schlechte ArbeiterInnen und schwer zu gewinnen für etwas, was ihnen gar keinen Spaß macht.
Ihnen muss man – vor allem, wenn man mit ihnen wirtschaftliche Interessen verfolgt – erst einmal Angst machen, dass ihre Zeit ablaufen könnte, ohne dass sie einen sinnvollen Beitrag zu einer menschlichen Wertegemeinschaft beigetragen haben, in der die Uhrmacherei sowohl als Handwerk als auch als echte Kunst gilt, nicht als „brotlose“.
Für mich als Biologin, die sich schon sehr lange damit beschäftigt, wie Menschen ticken ergibt das sowohl Sinn als auch gar keinen – je nachdem, aus wessen Perspektive man es betrachtet: aus menschlicher oder unternehmerischer, gesellschaftspolitischer.

P.s.: Dass man Menschen mit mechanischer Gleichtönigkeit gut unter Kontrolle halten kann, dürfte allen bewusst sein, die sich „gerne“ mit elektronischer Musik beruhigen oder in geistige Sphären befördern, in denen sie sich wie freie Menschen fühlen können – ohne Bewusstsein dafür, dass sie sich dabei wie in ihrem echten Leben von anderen abhängig machen, die die Töne für sie erklingen lassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Bryan Williams (auf Unsplash)!

Willst Du wirklich noch Kontakt zu Deinem inneren Kind?

Wenn es vielleicht besser Zeit ist, der Vergangenheit Lebwohl zu sagen

Es ist in Mode gekommen, Menschen einzureden, die unverarbeiteten Traumata ihrer Kindheit würden ihnen die Probleme machen, die sie in ihrem Leben haben, sei es im Job, mit ihrer Gesundheit oder in ihren Beziehungen.
Ich denke eher, diese Menschen haben viel mehr ein Problem, ihre Vergangenheit, in der sie einerseits sehr glücklich waren – denn Kinder machen immer das Beste aus ihrer Situation, selbst wenn sie darunter leiden – und andererseits sehr unterdrückt wurden, nicht loslassen zu können, während sich ihr Körper, ihr Geist und ihre Seele frei weiterentwickeln wollen.

Sie können sich von ihren TherapeutInnen oder ÄrztInnen einreden lassen, dass sie alles richtig machen bzw. gemacht haben und zu ihnen gekommen sind, weil sie Hilfe von Medikamenten oder anderen Menschen brauchen. Selbstständige, selbstverantwortliche Erwachsene werden sie dabei meistens nicht – wenn den TherapeutInnen und ÄrztInnen nicht bewusst ist, dass sie eine fürsorgliche Elternrolle für die nach Liebe und Bestätigung suchenden inneren Kinder übernehmen, die in ihrem Leben nicht alleine weiterkommen.

Jedes Kind schöpft – wenn es nicht nur einen eigenen, schlauen Dickkopf, sondern auch ein großes, mutiges Herz hat – Mut aus sich selbst, ohne dass ihm der von anderen erst gemacht, also eingeredet werden muss.
Ich habe den Eindruck, viele Menschen reden sich selbst ein, dass es ihnen Spaß machen würde, sich ordentlich zu verhalten und nicht aufzubegehren gegen das, was andere ihnen vorschreiben – obwohl es ihnen das Leben unter anderen Menschen, die – oft streng und mit Strafen wie Liebesentzug – dazu erzogen wurden, Ordnung zu halten.

Alle Menschen halten von Natur aus so viel Ordnung, wie es gesund für sie ist – weil sie den Überblick über das behalten müssen, was sie zum Leben brauchen bzw. was ihrer Gesundheit abträglich sein könnte.
Umso mehr sie besitzen, umso schwieriger wird es für sie – sowohl die Zeit aufzubringen, all ihre Siebensachen im Blick zu behalten, als auch, ihre Prioritäten zu setzen, was besonders in Ordnung gehalten und immer wieder sauber weggepackt werden muss und was einfach nur irgendwo verstaut werden kann.

Es ist also immer wieder gut, Dingen und Angewohnheiten Lebwohl zu sagen, sobald sie zu viel Raum im eigenen Leben einnehmen, vielleicht auch der Angewohnheit, in Büchern oder Praxen therapeutischen Rat zu suchen statt das eigene innere Kind einfach mal hinter sich zu lassen und sich zu fragen:

  • Wer bin ich eigentlich heute und wie konnte es sein, dass ich genau hier gelandet bin?
  • Was will ich eigentlich, also wer möchte ich viel lieber sein und wie komme ich dahin?
  • Was würde ich mir selbst eigentlich in meiner Situation empfehlen, wenn ich nicht nur vernünftig denken oder aus dem Bauch heraus handeln, sondern meinem Herzen (und vielleicht Menschen, die ich liebe) folgen würde?

Du magst glücklich aussehen auf Fotos, die andere von Dir lieben, weil Du von ihnen hübsch in Szene gesetzt wurdest.
Ich würde sie lieber zerreißen, wenn Du Dir heute sicher bist, dass sie dazu beigetragen haben, dass Du bisher vielleicht ein vorbildliches Leben – ein Leben nach (Vor-)Bildern – gelebt hast, aber mit Sicherheit keines, das Dich dahin gebracht hast, wo bzw. wie Du heute gesund und glücklich leben könntest.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du noch dorthin kommst – denn Du hast es Dir genauso verdient wie jeder und jede andere (der oder die Dich bisher vielleicht vor allem benutzt hat, damit Du ein Klischee für ihn oder sie erfüllst, also nur eine Schablone dessen, woraus Du ein echtes Kunstwerk machen könntest; vielleicht weil er oder sie Angst hat, sonst in Deinem Schatten zu stehen oder feststellen zu müssen, dass Du auch ohne sie oder ihn zurechtkommst).

P.s.: Wer von den Menschen, die Deine kindliche, hilfesuchende Seele trösten, ist im Alltag für Dich da, wenn Du Hilfe brauchst, weil Du Dich überfordert fühlst? Such‘ Dir lieber echte FreundInnen in Deiner Nähe, die sich sowohl um Dich kümmern, wenn Du einfach nur jemanden zum Reden brauchst als auch, wenn Dir zwei oder mehr helfende Hände oder andere tatkräftige UnterstützerInnen fehlen, um mit dem voranzukommen, was Du in Deinem Leben erreichen möchtest.

 

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Dank für das Foto gebührt Terricks Noah (auf Unsplash)!