Kommuniziere öfters mal schweigend

Aber geh‘ nicht davon aus, dass andere Dich gleich verstehen!

Ich hatte selbst schon vergessen, vielleicht habe ich es auch nie wirklich gelernt und gewusst, dass Menschen – wie Tiere und vermutlich auch alle anderen Lebewesen – sich auch ohne Worte verstehen und verständigen können – wenn sie sich, also auch sich selbst, gut genug kennen, lange genug und in den verschiedensten Lebenssituationen, guten wie schlechten Zeiten, beobachtet und zugehört haben, und vertrauen.
Schweigend nebeneinander her zu leben ist keine wortlose Kommunikation, sondern ein fehlender Informationsaustausch.

Wenn Du nur weißt, was Dein Gegenüber in bestimmten Situationen sagen und wie er/sie/es reagieren wird, ist das eine auf Erfahrung beruhende Kenntnis; solange Du nicht weißt, warum er/sie/es das tut, fehlt das Verständnis, ist es im Zusammenspiel also keine Verständigung miteinander, sondern nur ein unverstandener Monolog.
Wie beim Lernen einer fremden Sprache ohne Dolmetscher braucht es entweder viel Zeit oder – wenn man schon dieselbe Sprache spricht – viele Worte, viel Geduld und Ausdauer, die Absicht und den Glauben daran, dass es möglich ist, sich irgendwann auch völlig ohne Worte, in Stille, miteinander unterhalten zu können, mit Mitmenschen, aber auch mit dem Rest der Natur.

Ich bin überzeugt dass, wir als Menschen alle die Begabung dazu in uns tragen. Ich befürchte nur, dass die wenigsten überhaupt noch an sie denken, weil zu viele Menschen, die nur an die Macht der gesprochenen oder geschriebenen Worte glauben, unsere PolitikerInnen und anderen schlauen Köpfe, also auch die meisten UnternehmerInnen, unsere moderne Welt beherrschen.
Ich bin ziemlich sicher, dass vor allem ihre Halbwahrheiten – aus Unwissen, also Unerfahrenheit mit den Dingen, die gar nicht mit Worten beschrieben werden können – oder gezielte Lügen zur Werbung, also Propaganda, sich nie so weit verbreiten würden wie in der heutigen Welt der Dauerbeschallung. Ich bin mir sogar ein bisschen sicher, dass die meisten Menschen spüren, wenn ihnen nur eine Hälfte einer Geschichte erzählt wird. Aber die meisten finden sich damit ab – denken zu früh, sie hätten sie schon verstanden, wollen ihr erschreckendes oder trauriges Ende ohnehin nicht hören, weil sie nichts dagegen tun können ; die wenigsten bestehen darauf, sich auch den Rest, bis zum bitteren Ende, erzählen zu lassen – ums wenigstens ein Wort mitreden zu können und sie vielleicht irgendwann sogar umschreiben zu können.

Ich wollte schon immer ziemlich viel, vor allem mehr als das, worüber Menschen im Allgemeinen sprechen, hören; umgekehrt bestehe ich auf mein Mitspracherecht, von dem ich heute weiß, dass ich es nicht unbedingt sofort und unbedacht in Worten wahrnehmen muss.
Ich weiß heute, dass ich in meinem Leben oft schon viel zu viel und nur manchmal zu wenig gesagt habe. Das werde ich bestimmt noch nachholen.
Vielleicht aber wissen oder ahnen das die betreffenden Menschen, auch wenn ich sie schon länger nicht mehr gesehen oder gesprochen habe, ja sogar – auch ohne dass ich ihnen etwas dazu schreiben, sie anrufen oder besuchen muss.

Ich hoffe auf jeden Fall, ich finde selbst immer wieder schnell heraus, welche Menschen wirklich mit mir kommunizieren und welche lieber gar keinen Kontakt zu mir haben wollen, weil sie mich ohnehin nie verstanden haben oder verstehen werden.
Wenn man nicht eng zusammenlebt oder in irgendeiner Weise zusammen an etwas arbeitet, so dass man sich beobachten und dadurch lernen kann, wird ist Kommunikation ohne (er)klärende Worte schwierig …
Ich kommuniziere heute aber ohnehin am liebsten mit Menschen, bei denen ich mir sicher sein kann, dass sie sich auch wirklich dafür interessieren, was ich mache, weil sie mich entweder neu kennenlernen wollen oder schon so gut kennen, um zu wissen, warum ich Dinge tue oder wieso nicht; denen ich also das Warum nicht lange erklären muss, sondern nur das Weshalb gerade das. Es gibt keine dummen, aber viele voreiligen Fragen – weil vieles im Leben selbsterklärend ist, wenn Du Dir Zeit nimmst, erst einmal zuzuhören oder schweigend zu beobachten. Wenn etwas in der Stille, schweigend, geschieht, heißt das noch lange nicht, dass währenddessen nicht viel passiert, initiiert oder in die Wege geleitet wird.
Um stilles Abwarten im Alltag, also nicht Ruhe zur Erholung vom Alltagsstress, zu ertragen, brauchen die meisten Erwachsenen und leider auch schon viele Kinder heute oft viel Übung. Glücklicherweise gibt es immer mehr Menschen, die sie gerade neu lernen: Viele Menschen nutzen ihre Zwangsisolation und erschwerte Kommunikation in Zeiten von Corona, um sich mit Menschen zusammenzutun, die ihnen in ihrem Leben weiterhelfen; die nicht nur über Belanglosigkeiten sprechen und Monologe über schöne vergangene Zeiten halten, sondern darüber miteinander kommunizieren, was wirklich wichtig im Leben, vor allem für unsere Zukunft, ist. Manchmal bringt allein ein Informationsaustausch Menschen zum Handeln!

P.s.: Allen eng miteinander zusammenlebenden Menschen wünsche ich, dass ihr – zu langes, weil unverstandenes – Schweigen nie zu Gebrüll führt oder dass niemand unter ihnen erst angeschrien werden muss, damit er oder sie versteht, was oder dass er oder sie gemeint ist.

 

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Dank für das Foto gebührt Khadim Fall (auf Unsplash)!

 

Schau genauer hin und suche nach Bekanntem, nach Wiederholungen und Mustern

Wer (ver)suchet, findet oder sieht irgendwann auch – Tipps bei verzerrtem Sehen oder verschwommenen Sichtweisen

Ich selbst weiß, wie mühsam und langwierig es ist, Augen zu trainieren, denen man es über Jahrzehnte mit Hilfsmitteln ermöglicht hat, nur das zu sehen, was sie sehen wollten. Aber ich weiß auch, dass man Augenmuskeln – wie alle anderen Muskeln – wieder fit machen kann, wenn man lange genug übt; dass verhärtete Linsen wieder elastischer werden können, wenn sie mit Nährstoffen und Flüssigkeiten versorgt werden, die sie dafür brauchen.
Ich weiß, dass ich bei vielen Lebenserscheinungen noch nicht weiß, wie genau sie funktionieren bzw. wie genau ich sie dazu bringen kann, dass sie (wieder) so funktionieren wie ich mir das wünschen würde.
Ich bin mir sicher, dass dieselben Tipps und Vorgehensweisen nie für alle Menschen hilfreich sein werden, weil wir zwar prinzipiell alle gleich, aber doch alle auch individuell funktionieren.
Ich bin unsicher, ob ich Menschen, die nicht an sich selbst und ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten glauben, weil sie sich lieber von anderen vorgeben lassen, was sie tun dürfen oder sollen und was nicht, dazu bringen kann, das zu tun, oder ob ich nur darauf hoffen kann, dass sie es selbst noch feststellen bzw. von allein versuchen.
Aber ich bin überzeugt, dass Menschen keine Sehhilfe bräuchten, wenn sie lernen würden, ihre Augen so zu gebrauchen, dass sie sowohl die Dinge vor ihrer Nase als auch die in weiter Ferne erkennen können.

Für reine Augenmuskel- und Entspannungsübungen gibt es bereits viele Ratgeber, ich als ganzheitlich denkende Gesundheitsforscherin möchte zusätzlich auf die geistigen Zusammenhänge aufmerksam machen, also auf das, was unser Gehirn wahrnimmt und sich als inneres Bild auch dem, was wir sehen, also auch lesen, aber auch hören „zusammenbastelt“.
Die Welt enthält weitaus mehr Informationen als Du Dir – genauso wie vermutlich die meisten anderen – vorzustellen vermagst; aber sehr viel mehr ist auch offensichtlich und leicht verständlich, wenn Du nur genau hinschaust und Dich nicht darauf verlässt, was irgendein/e ExpertIn, sondern Deine innere Stimme Dir dazu sagt,

So viel mehr ist selbsterklärend, so viel mehr als Du denkst; Du kannst so viel mehr als vielleicht gedacht leicht selbst erkennen, wenn Du es – wie beim Verbinden von Zahlen beim Zeichnen-nach-Zahlen – schaffst, die Verbindungslinien zu ziehen und das versteckte Bild zu erkennen.
In unserer lebendigen Welt entsteht zwar ständig Neues, aber es zeigen sich auch immer wieder dieselben Muster. Es müssen immer wieder Kreisläufe ablaufen, die sich prinzipiell – weil alles Leben einem Kreislauf aus Leben und Tod unterworfen ist, den kein Mensch in meinen Augen je wird durchbrechen können – ähneln, umso mehr, umso besser Du ihre Regeln verstanden hast.

Halte doch mal – auch wenn Du denkst, die Zeiten und Menschen hätten sich längst geändert, also weiterentwickelt – die Augen auf nach

Nutze doch den freien Sonntag für ein bisschen Augentraining, das gleichzeitig auch Dein Gehirn und Denkvermögen trainiert, Deinen Horizont erweitert und Dich vielleicht sogar dazu bringt, hinterher aufstehen und etwas anderes Sinnvolles tun zu wollen.
Das ist das Schöne an der ganzheitlichen Denkweise, dem freien und Quer-Denken – am Ende ergibt alles Sinn und macht deshalb sogar meistens Spaß; zumindest, wenn Du nicht daran verzweifelst, dass Du so viele Muster und Zusammenhänge bisher noch nicht gesehen hast.
Glaub mir, Du bist nicht der oder die Einzige; und alle wird ein einzelner Mensch vermutlich auch nie sehen können.
Aber deshalb können wir uns ja gegenseitig das zeigen, was wir selbst erkennen.
Achte aber darauf, dass es Menschen gibt, die selbst noch gar nichts erkannt haben, obwohl sie so tun, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen, nur weil sie die oft veralteten (wissenschaftlichen) Meinungen anderer „klugen Köpfe“, ihrer BeraterInnen, MeisterInnen oder Gurus, wiedergeben, im Prinzip stumpfsinnig wiederholen; die  sich also selbst leicht in die Irre führen oder belügen lassen und dann die Lügen anderer in der Welt verbreiten – heutige Fake News, die ich täglich in den öffentlichen Medien finden kann, deren JournalistInnen offensichtlich nichts (oder vielleicht doch …?) von „Lügen mit Statistik“ oder wissenschaftlichem Arbeiten verstehen.

Ein stimmiges Bild kann sich vor Deinem inneren Auge nie ergeben, solange Du nicht herausfindest, wo Du falsche Verbindungslinien gezogen hast.

Ich wünsche einen schönen Sonntag und viel Erfolg beim Finden der Fehler und beim Nachbessern!

P.s.: Ich freue mich immer, wenn ich feststellen darf, dass es in meinem Heimatland Bayern außer vieler Blindfische, die nur große Töne spucken und Versprechungen machen, die sie nie halten wollen, auch immer wieder – wie schon in meiner Jugend z.B. der immer noch aufmerksame und wache Hans Söllner – Menschen, die die Augen weit auf halten und sich trauen, ehrlich davon zu erzählen, was sie sehen. Ich habe den Eindruck, auch im Osten Deutschlands gibt es heute viele Menschen, die viele weitere, hilfreiche Seh-Tipps geben könen. Frag‘ doch mal welche und schau‘ sie Dir genau an, hör‘ Ihnen aber auch genau zu!

P.p.s.: Halte Dich nicht für zu dumm, kurz-, weitsichtig oder blind, weil Du nicht sehen kannst, was „schlaue Köpfe“ behaupten zu sehen; weil alle anderen es angeblich sehen; weil es angeblich offensichtlich und bewiesen ist oder weil etwas angeblich gar nicht anders sein kann und alternative Sichtweisen nicht erlaubt. Verlaß‘ Dich lieber auf Deine Augen, Deinen Verstand, also Deine inneren Augen, und Dein Herz, das vielleicht einem dritten Augenpaar entspricht – auch wenn es Zeit braucht, bis Du verstehst, was sie Dir zeigen oder sagen! (inspiriert von Worten, die Buddha zugeschrieben werden, u.a. gefunden bei Pinterest)

P.p.s.:Werbung und Propaganda wird übrigens immer für die Massen gemacht. Und wer weiß, wie viel Geld und Personal mittlerweile große Unternehmen in unsere Leitmedien stecken, muss sich eigentlich nicht lange fragen, ob es nicht sinnvoller wäre, auch alternative Sichtweisen heranzuziehen, um sich ein eigenes Bild von alternativlosen Situationen oder zu Maßnahmen zu machen, die angeblich nicht hinterfragt werden dürfen..

 

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Mein Dank für das Titelbild gebührt Dasha Yukhymyuk (auf Unsplash) und für den im Text verlinkten Comic der Telegram-Gruppe Der Staat ist nicht Dein Freund #dsindf!

 

Wir sollten mal miteinander reden, also Rede und Antwort stehen …

… statt uns gegenseitig erklären oder Vorwürfe machen zu wollen, ohne unserem Gegenüber die Chance zu geben, sich zu erklären, und aus Vorwürfen zu lernen

Es gibt Menschen, die unterhalten sich gerne mit anderen, weil sie an anderen Meinungen, am Meinungsaustausch, interessiert sind, und es gibt Menschen, die unterhalten eher nur die anderen oder sich mit sich selbst, reden also auch gegen Wände und hoffen, dass die anderen ihnen alle zustimmen.
Menschen, die nicht aufmerksam zuhören können, sollten nicht erwarten, dass andere gerne mit ihnen reden.
Menschen, die sich nicht verstanden fühlen und Menschen, die nicht (zu)hören, was andere sagen (wollen), können keine sinnvolle Unterhaltung führen.

Ich habe noch nicht viele Menschen in meinem Leben getroffen, bei denen ich das Gefühl habe, sie hätten mit mir über alles reden wollen – weil ich gerne ehrlich alles anspreche, was mich beschäftigt und mir wichtig ist. Ich sehe wenig Sinn darin, im Zusammenleben mit anderen Dinge nur mit sich selbst ausmachen statt Verabredungen oder Vereinbarungen treffen zu müssen, wenn man sich uneinig ist.
Ich weiß aber, dass sich nur wenige Menschen genug vertrauen oder sich selbst gut genug kennen, um über ihre Gefühle und Wünsche reden zu können oder zu wollen.

Menschen, die nicht wissen, wer sie sind, warum sie sind, wie sie sind, und was sie wirklich wollen oder was sie nur tun, weil sie sich daran gewöhnt haben, dass sie damit gut durchs Leben kommen, obwohl es nur das ist, was andere von ihnen erwarten, haben oft auch nicht gelernt, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und sich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen.
Wir leben in einem demokratischen Land, in dem angeblich Meinungsfreiheit herrscht, in dem aber viele nicht einmal bemerken, wie ihre Meinung seit ihrer Kindheit von anderen – von dem, was andere sagen, oder dem, worüber sie reden – gemacht wird; wie sie dadurch in ihrem Denken, in dem, was sie über sich selbst denken und von ihrem Leben erwarten, gelenkt werden.
Menschen, die frei denken und wirklich miteinander reden wollen, werden von anderen Meschen belächelt, die der Meinung sind, es wäre schon alles gesagt oder es gäbe Menschen, mit denen man nicht reden müsse, weil es sich nicht lohnen würde.

Diese Menschen mit ihren vorgefertigten Meinungen hätten mir viel zu erklären.
Ich hätte viele Fragen an sie.
Ich hätte auch viele Fragen an die Menschen, die sich gerade ihre Freiheit und ihre Lebensgrundlage nehmen lassen aus Angst vor einer Krankheit, die die Grippe abgelöst hat.
Aber ich kann nicht auf Antworten bestehen von Menschen, die entweder nicht reden wollen, sich also gut abschotten können, oder selbst nicht einmal genau wissen, warum sie tun, was sie tun.

Also rede ich nur noch mit wenigen Menschen oder mit vielen nur noch über Dinge, die ich persönlich für belanglos halte, oder – in dem Wissen, dass sie meine Meinung nicht hören wollen – wenn ich ihren Rat oder ihre Hilfe brauche.
Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich ein paar Menschen gefunden habe, die meine Meinung hören oder mich um Hilfe bitten, auch wenn sie vielleicht nicht immer etwas damit anfangen können. Wir lernen trotzdem etwas dazu: uns gegenseitig besser zu verstehen.

Denn darum geht es doch eigentlich, oder?

Oder geht es im Leben darum, mit einer irgendwann fertig gebildeten Erwachsenen-Meinung durchs Leben zu gehen, sich nur noch mit Menschen zusammenzutun, die sie bestätigen, sich immer wieder dieselben oder alten Geschichten erzählen lassen, und vielleicht irgendwann festzustellen, dass es viele andere Menschen gab, denen man nie zugehört hat, obwohl man sie hätte verstehen hatten?

Vielleicht mag jemand irgendwann mit mir darüber reden?
Ich würde mich freuen.
Aber ich warne vor: Ich weiß ziemlich genau, wovon ich rede, weil ich mich schon lange mit mir und anderen, dem Leben und Lebewesen, beschäftige.
Ich bin nur nicht immer gut darin, es Menschen verständlich machen zu können; vor allem Menschen, die mir gar nicht zuhören oder selbst tiefer in die Materie eintauchen, also sich auch mit sich selbst auseinanderzusetzen oder mal etwas nachlesen wollen.

P.s.: Besonders gerne würde ich mir von Menschen erklären lassen, wie sie immer wieder zulassen können, dass Bewegungen von anderen, die für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit  und Menschlichkeit einstehen, von Menschen mit viel Geld unterwandert werden – die nur damit ihre Macht etablieren und proftieren können, dass andere sich von ihnen kaufen lassen oder ihre Produkte nutzen, sie ihnen also abkaufen und dadurch direkt oder indirekt für sie arbeiten.
Eine friedliche Studentenbewegung wurde mit Hilfe der Medien zu einer terroristischen Gruppierung, eine friedliche Demokratiebewegung gegen die Coronapolitik wird gerade zu einer gewaltbereiten Ansammlung von VerschwörungstheroretikerInnen und Nazis. Den Titel Verschwörungstheoretikerin trage ich gerne, weil ich weiß, welche Belege es für meine Theorien gibt; und dass ich kein Fascho bin, wissen die Menschen, die mich kennen. Aber vielleicht tun das gar nicht so viele, wie es vielleicht denken, weil sie sich ihre Meinung über mich zu schnell gebildet haben, ohne sich all das bis zu Ende anzuhören, was ich zu sagen habe? Ich lerne allerdings – noch mit mittelmäßigem Erfolg – gerade, mich auf das Wichtigste zu begrenzen …

 

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Dank für das Foto gebührt Priscilla Du Preez (auf Unsplash)!

Lerne aus Erfahrungen – vor allem aus Deinen schlechten oder aus denen von Menschen, die sich Dein Vertrauen verdient haben

Sei skeptisch, wenn Menschen Zukunftsprognosen erstellen, Prophezeiungen machen oder Dinge ständig wiederholen müssen, damit Du sie glaubst

Menschen machen gerne schöne Erfahrungen in ihrem Leben und versuchen normalerweise, die schlechten bestmöglich zu vermeiden. Dazu greifen sie gerne und oft auf Erfahrungswerte zurück – auch wenn sich Zeiten ständig ändern oder Orte wechseln, die Welt sich also entweder einfach weiter gedreht hat, Menschen dazu gelernt oder Situationen gewandelt haben.
Es gibt – schon aufgrund früher und frühester Kindheitserfahrungen – neugierigere, wagemutigere oder vorsichtigere, ängstlichere Menschen, wenn es darum geht, Situationen zu beurteilen und Entscheidungen für oder gegen eine neue Erfahrungen zu treffen. Die wenigsten Erfahrungen kommen völlig unerwartet, auch wenn Du darüber vielleicht noch nie nachgedacht hast.
Wenn Du Dich noch nie gefragt hast, woher Deine Ängste oder Dein Selbstvertrauen, Deine persönlichen Abneigungen und individuellen Vorlieben kommen, dann fang – falls Du von einer schöneren Zukunft oder mehr Gesundheit und Glück träumst – an, in Deinen Erinnerungen, schönen wie schlechten, fröhlichen und traurigen, tröstenden und schmerzhaften, zu suchen.
Sie sind das, was Dir hilft, in Deinem Leben zu verstehen, was Du noch nicht verstehst – warum Du zum Beispiel immer wieder in „dieselben“ Muster verfällst, „dieselben“ Fehler machst oder ähnlichen Menschen begegnest, denen Du gar nicht begegnen möchtest – und zu verändern, was Du gerne verändern möchtest.

Das eigene Leben, nicht das Fernsehen oder ein anderer Bildschirm, nicht das, was andere berichten, sagen oder schreiben, ist Dein/e beste/r LehrmeisterIn – zumindest wenn Du seine oder ihre Sprache verstehst und die Zeichen lesen kannst, die allen von uns alltäglich auch vor Augen geführt werden.
Menschen, die wissen, worauf sie im Leben achten müssen, z.B.

  • wie sehr sie ihren Augen, Ohren oder anderen (Sinnes-)Organen und ihrem eigenen Gehirn trauen dürfen oder misstrauen müssen;
  • wie sie erkennen können, ob es jemand ernst mit ihnen meint und ob ihnen ehrlich die Meinung gesagt wird oder nicht;
  • wie sie sich verhalten können, wenn sie in unangenehme Situationen kommen oder
  • wie sie sich selbst austricksen, um nicht unnötig in unangenehme Situationen zu kommen,

leben entspannter und gesünder. Ich würde vermuten, sie leben auch glücklicher als Menschen, die ihr Leben – weil sie sich selbst zu wenig Fachwissen, oder praktische Kenntnisse und Fähigkeiten zutrauen oder weil sie befürchten, sie wären in etwas zu unerfahren – vor allem nach dem richten, was andere ihnen sagen und vorgeben.

Ich habe während meiner Schulzeit und meines Studiums viel Theoretisches und bei Laborarbeit auch viel Lebensfernes über das Leben und Gesundheit gelernt. – Deshalb suche ich in meinem Leben den Kontakt zu Menschen und Tieren, zu Pflanzen und dem Rest der Natur, um mein Wissen zu überprüfen und mit meinen Erfahrungen abzugleichen.
Ich lerne auch heute noch viel aus Büchern. – Deshalb muss ich viele, verschiedenste lesen, damit ich Informationen einordnen kann.
Ich schaue mir gerne auch Vorträge oder Interviews und andere Gespräche mit den Menschen an, von denen ich etwas gelesen habe, um mir ein genaueres Bild von ihnen machen zu können
Wenn Du Dich nur auf eine oder einige wenige Informationen und InformantInnen, Wissens- oder Erfahrungsquellen, verlässt oder bisher verlassen hast, darfst Du Dich nicht wundern, wenn Dein Welt- und Menschenbild wenig vollständig ist und Deine eigenen Erfahrungen oft dem widersprechen, was Du glauben möchtest oder bisher geglaubt hast (zu wissen oder zu können).
Wenn Du selten aus dem Haus gehst oder Dich immer nur mit denselben Menschen oder in ähnlichen Gruppen von Menschen unterhältst und mehr redest als zuhörst, darfst Du Dich nicht wundern, wenn Du irgendwann feststellen musst, dass Du von vielem, was andere tun und wissen, noch nie etwas gehört hast.

Die wertvollsten Erfahrungen, weil es auch die einzigen sind, denen Du – wenn Du sie unverfälscht, so wie Du sie in dem Moment gemacht hast, festhalten kannst – auch hinterher noch einhundertprozentig vertrauen kannst, sind Deine eigenen. Du kannst also immer erst hinterher feststellen, ob es gute oder schlechte Erfahrungen waren. Nur Du kannst wissen, ob sie (immer noch) aus Deinem tiefsten Inneren kommen oder (bisher) gekommen sind, ob sie mehr von außen – von anderen Meinungen und abhängig von Umgebungsbedingungen – gesteuert werden oder bestätigt werden müssen.
Beobachte genau, wer versucht, Dir Erfahrungen einzureden, nur weil er oder sie sie selbst gemacht hat und an ihren Sinn oder Irrsinn, ihre „Richtigkeit“ oder Unrecht glaubt und sich bei Dir die Bestätigung holen möchte, dass sie gut oder schlecht waren oder sind.

Nicht alle Menschen in unserem Leben, die vorgeben, sich um uns zu sorgen, oder die uns sogar versprechen, sich um uns zu kümmern, tun das, weil sie genau wissen, was wir brauchen oder was uns schadet. Nur Du kannst herausfinden, wem Du vertrauen kannst; wer bereit ist, Dir zuzuhören, oder wer Dich nicht nur an die Hand nimmt, um Dich dorthin zu ziehen, wo er oder sie gerne hin möchte.
Wer unterstützt Dich dabei, Deine eigenen Erfahrungen zu machen? Wer gibt Dir Rückendeckung, wenn Du Dir mehr (Wissen) zugetraut hast als Du dann tatsächlich (liefern) konntest? Wer tröstet Dich oder spricht Dir Mut zu bei dem, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist oder was Du aber gerne (noch) einmal versuchen möchtest, auch wenn es eine (neue) schmerzhafte Erfahrung sein könnte?
Welche Erfahrungen möchtest Du überhaupt noch machen? Und welche nicht mehr?
Die Antworten wird Dir niemand abnehmen können; genauso wenig wie die Erfahrungen, die Du brauchst, um sie Dir irgendwann selbst geben zu können.
Verliere dabei nicht unnötig viel Lebenszeit – nutze Methoden, Dich aus einer Schockstarre zu lösen oder in die Gänge zu kommen! Lass‘ Dich immer wieder auf neue Erfahrungen ein!

P.s.: Ich habe aus meinen Lebenserfahrungen gelernt, weder WissenschaftlerInnen, vor allem denjenigen, deren Arbeit eng mit Unternehmen verflochten ist, – die ihre Versuchsbedingungen vorgeben und Studienergebnisse beeinflussen – noch ÄrztInnen, an deren Wartezimmer sich schon erkennen lässt, wie sehr sie unter dem Einfluss von PharmaberaterInnen stehen, zu viel Vertrauen entgegen zu bringen. – Die Entttäuschung könnte irgendwann groß sein! Ich traue den meisten VirologInnen weder epidemiologische noch Immunologie-Kenntnisse zu und wenigen ÄrztInnen, noch weniger PhysikerInnen oder Bankkaufmännern, Kenntnisse über die Zusammenhänge von körperlicher, geistiger und seelischer Gesundheit oder von Bewegung, Nervenreizungen, Psyche und einem gesunden Immunsystem.
Aber es ist für mich eine schöne Erfahrung, gerade vermehrt Menschen kennenzulernen, die zugeben, dass sie das eigentlich auch schon lange nicht mehr tun.

P.p.s.: Es ist übrigens in meinen Augen keine sehr gute Idee, den Situationen aus dem Weg gehen zu wollen, in denen Du bestimmte Erfahrungen nicht machen möchtest – irgendwann werden sie Dich einholen. Bereite Dich lieber darauf vor; übe in ähnlichen Situationen mit anderen Menschen, wie Du reagieren kannst, wenn sie tatsächlich eintreten sollten: Sei gefasst, wenn geplante Ereignisse oder bestimmte Situationen nicht gleich so verlaufen, wie erwartet – wir lernen alle nur aus unseren Erfahrungen. Freu‘ Dich, wenn alles sofort gut läuft, dann hast Du alles richtig gemacht.  Aber lass‘ Dir lieber etwas Neues einfallen, wenn Du dabei immer wieder auf die Nase oder Knie fällst.

 

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Dank für das Foto gebührt Diana Polekhina (auf Unsplash)!

Anleitendes und Abratendes zum gesunden Schlafen, behutsamen Wecken und fröhlichen Auf(er)stehen

Damit Du hoffentlich nie (wieder) ein böses Erwachen erleben musst!

Bei mir hat schon der Wunsch funktioniert, heute rechtzeitig wach zu sein, um für meine Tomatenpflänzchen vor Sonnenaufgang die Rollläden hochzuziehen, damit ich tatsächlich – ganz ohne Wecker – in der Dämmerung das erste Mal meine Augen aufgemacht habe (zum Glück wird auch mein Liebster am liebsten von der Sonne geweckt und hat sich von mir überzeugen lassen, dass er nachts neben mir keine Heizung im Schlafzimmer mehr braucht, so dass dort nie die Fenster verdunkeln).
Ich bin schon immer eine Gern-Frühaufsteherin.
Leider gehe ich auch nicht unbedingt gerne früh ins Bett.
Ich bin einfach gerne wach, so lange wie möglichst, egal ob in der Frühe oder bis spät in die Nacht – das Leben hat so viel zu bieten und jede Zeit hat ihre Besonderheiten, die ich liebe.

Allerdings weiß ich heute, – nicht unbedingt, weil ich während meines Biologiestudiums viel dazu gelernt hätte, sondern weil ich privat viel darüber gelesen und am eigenen Leib erfahren habe – dass ich meinen Körper, aber auch meine Gehirntätigkeit, also insgesamt mein Immunsystem überfordere oder schädige, wenn ich zu wenig schlafe. Gleichzeitig habe ich ein gutes Warnzeichen, wenn ich es übertreibe; wenn ich mir – während ich wach bin – auch noch zu viel Stress mache: dann zeigen sich bei mir „typische Krankheitszeichen“, die aus medizinischer Sicht auf eine unkontrollierte Verbreitung von sogenannten (humanen) Herpesviren hinweisen – zu denen außer den Herpes simplex- , dem Varizella-Zoster- und Epstein-Barr-Virus auch das Zytomegalie-Virus oder Kaposi-Sarkom-assoziierte Herpesvirus gezählt werden. Was auch immer Medizinier brauchen, um ihre Diagnosen stellen und Behandlungen planen zu können – ich weiß dann auch ohne Virentest, dass ich nicht genug Schlaf hatte oder mir tagsüber zu wenig Ruhe und Entspannungsphasen gegönnt habe.

Ich kann die Zeichen meines Körpers deuten. Ich weiß, was ich tun muss, wenn ich welche erhalte. Ich brauche heute keine ärztlichen Diagnosen mehr, um zu wissen, was ich habe. Und ich habe das Gefühl, ich gehe leichter und angstfreier durch den Tag als viele andere Menschen.
Ich weiß aber, dass ich das Glück hatte, dass mir in meinem Leben so gut wie nie Erwartungen entgegengebracht wurden, die ich nicht leicht erfüllen konnte oder die ich unbedingt erfüllen wollte, obwohl ich es nicht leicht konnte.
Vielleicht können sich andere Menschen, Menschen, die in ihrem Leben schon viel erreicht haben und stolz darauf sind, das nicht als Glück vorstellen; aber ich kann mir umgekehrt nicht vorstellen, dass Menschen in ihrem Leben wirklich glücklich sind, die Bestätigungen dafür brauchen, dass ihr Leben auch lebenswert ist, ohne dass sie dafür gelobt oder ausgezeichnet werden, dass sie die Erwartungen anderer erfüllen.

Ich habe den Eindruck, viele von ihnen schlafen schlechter als ich.
Ich habe den Eindruck, viele von ihnen kommen morgens schlechter aus dem Bett als ich.
Ich habe den Eindruck, wenige erwachsene, vor allem „ältere“ Menschen wie ich – ab ihren 40ern oder 50ern – freuen sich morgens so auf den Tag wie ich, und wachen deshalb schon energiegeladen, mit vielen schönen Ideen im Kopf auf.

Ich weiß aber heute, dass ich auch unachtsamer und „schusseliger“, viele würden wahrscheinlich sagen „blauäugiger“, durch den Tag gehe als andere Menschen und nicht unnötig viel Energie für Dinge verschwende, die mir schwer fallen, die ich aber trotzdem tun muss. Das heißt nicht, dass ich sie überhaupt nicht mache – ich habe mir nur angewöhnt, sie mir möglichst angenehm zu machen, indem ich dazu den Zeitpunkt wähle, an dem mir ihre Dringlichkeit so bewusst ist, dass ich mich nicht mehr mühselig dazu aufraffen muss, oder indem mir von Anfang an die Zeit dafür nehme, die ich brauche, um sie häppchenweise abzuarbeiten.
Ich weiß heute auch, dass es andere Menschen – wie meinen Liebsten – gibt, die ich mit vielen meiner Lebensstrategien, also wie ich durchs Leben gehe, wahnsinnig mache; für die es subjektiv viel mehr Stress bedeutet, ungeliebte Aufgaben überhaupt anzufangen – statt sie möglichst ganz von sich wegzuschieben – oder Dinge irgendwann unter Zeitdruck „nicht richtig“ tun zu können – als sie vielleicht später noch einmal nachkorrigieren zu müssen.
Ich kann mich heute – Dank ausgiebiger Diskussionen und meinem „neu gewählten“ Leben in einem alten Haus mit Garten und einem renovierungsbedürftigen Werkstadtgebäude, in dem vieles dringend gemacht werden müsste – gut in Menschen hineinfühlen, die mehr Schlaf brauchen als ich.
Ich kann heute leicht nachvollziehen, dass Menschen weniger Energie haben, wenn sie sich Sorgen um das, was sie tun gerne tun würden, aber nicht immer auch gleich tun können machen; wenn sie ihre Batterien während des Tages mit oder nach dem, was sie tun, nicht so wieder aufladen können, dass sie es am nächsten Tag wieder genauso gerne tun.
Kraft schöpfen aus dem, was wir tun, können wir nur, wenn wir etwas mit Liebe tun oder wenn wir einen Sinn darin sehen.

Gut schlafen können wir vor allem, wenn wir entweder sehr ausgelaugt und erschöpft sind, von dem, was wir getan haben, oder wenn wir zufrieden damit sind.

Fröhlich aufwachen können wir nur, wenn wir uns im Schlaf gut erholt haben; wenn wir uns nicht vorwerfen (lassen) müssen, wir hätten zu viel und zu lange geschlafen hat.

Ich werde jetzt mal eine Tasse Kaffee für meinen Liebsten füllen und sie ihm ans Bett bringen.
Ich muss aufpassen, dass ich dabei nicht gleich zu viel auf ihn einplappere, weil ich weiß, dass er seine Zeit morgens zum Aufwachen braucht.
Ich weiß, dass für ihn das Leben schwerer ist als für mich; aber ich weiß auch, dass ich es ihm nicht unnötig noch schwerer machen muss, sondern ihm jeden Tag von Neuem dabei helfen kann, dass er es ein bisschen leichter nimmt oder sich zumindest auf den aktuellen Tag freut.

Ich verrate aber nicht wie. Das kann jede/r für sich alleine herausfinden – wenn er/sie es denn will; denn nur wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg.

P.s.: Für die, die Wege aus ihrem Corona-Schlaf suchen, hat eine wagemutige Juristin – zwar schon letztes Jahr; aber passend zu Ostern – sogar eine Auferstehungs-Verordnung erlassen, die ich persönlich nur befürworten kann, also auch bestmöglich in ihrer Durchführung unterstützen werde. Ich hoffe sehr, dass nach 12 Monaten für ein paar mehr Menschen der Zeitpunkt gekommen ist, zusammen mit mir und vielen anderen gegen übertriebene politische Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen aufzustehen, die rein gar nichts mit Gesundheit und einem glücklichen Leben zu tun haben.

P.p.s.: Wer vor Sorgen oder aus Angst davor, wach zu sein und im Leben zu versagen, nicht gerne aufsteht, findet vielleicht hilfreiche Tipps in der aktuellsten Sitzung, der 46. mit dem Titel „Angst ist heilbar“, des Corona-Untersuchungsausschusses – in dem auch viele Menschen zu Wort kommen, die sich selbst vielleicht nicht ExpertInnen nennen oder für einige Menschen nicht wie ExpertInnen aussehen, die aber genau wissen, wovon sie reden, weil sie ihre eigenen (Lebens-)Erfahrungen damit gemacht haben.

P.p.p.s.: Ein frohes Ostereierfinden wünsche ich allen Suchenden und Nicht-Suchenden! Manchmal finden sich ja sogar überraschend welche, von denen man gar nicht wusste, dass sie versteckt wurden, oder ohne dass man überhaupt danach suchen musste.

 

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Dank für das Foto gebührt meinem Liebsten, der auch gleichzeitig mein Lieblingsfotograf ist, Mathias Csader.

Du musst nicht derselben Meinung wie andere sein!

Aber hör‘ auch auf, wütend auf die zu sein oder über die zu lachen, die nicht Deiner Meinung sind!

Ich habe lange Zeit nicht verstanden, warum Menschen es als Angriff gewertet haben, wenn ich ihnen in etwas widersprochen habe. Ich bin selten genau derselben Meinung wie andere. Ich sehe viele Dinge anders. Ich empfinde sie anders.
Heute weiß ich, dass die meisten Menschen Zustimmung brachen, um hinter ihrer Meinung stehen zu können – weil sie zu viel Angst haben, sie alleine zu vertreten. Heute vermute ich, dass diesen Menschen, die wütend auf mich waren, entweder meine Meinung sehr wichtig war, oder sie immer Bestätigung für das brauchen, was sie sagen, weil sie wenig Selbstvertrauen haben.

Ich habe mich selbst lange Zeit darüber geärgert, wenn andere Menschen in meinen Augen gefühllose Taten verteidigt haben: dass sie Fleisch und andere Produkte essen, für die Tiere und die Natur ausgebeutet werden; nicht auf die Herkunft dessen achten, was sie kaufen; nicht versuchen, unnötigen Müll zu vermeiden, indem sie sich genau überlegen, ob es nicht Alternativen zu dem gibt, was in ihrem Leben besonders viel Müll produziert.
Ich habe es hinnehmen müssen, weil ich lange Zeit alleine war mit meiner Meinung bzw. meinem möglichst umfassenden Boykott von Dingen, die ich nicht mit gutem Gewissen kaufen oder konsumieren kann. Ich informiere mich gerne; und ich bin nicht gut im Verdrängen. Ich bin nicht gut darin, Dinge einfach nur mitzumachen, weil eine Mehrheit sie für gut befindet, wenn ich weiß, dass sie das für mich nicht sind.

Heute weiß ich aber auch, dass Menschen unter den unterschiedlichsten Zwängen stehen, dass sich viele abhängig gemacht haben von anderen, mit denen sie sich gut stellen „müssen“, wenn sie keinen Ärger haben wollen.
Heute weiß ich, dass viele Menschen gar nicht so viel wissen wollen von der Welt, weil sie sich lieber mit dem zufrieden geben, was sie auch im Auge behalten können; weil sie sich überfordert fühlen von zu viel Information.
Heute weiß ich, dass viele Menschen nicht gerne diskutieren, weil sie dabei in ihrem Leben meistens oder immer nur verloren haben.
Heute weiß ich, dass es herrschende Meinungen gibt, schon immer gab, denen sich die Menschen untergeordnet haben, und dass es auch auf deutschem Boden noch nie eine echte Meinungsfreiheit gab, seitdem menschliche Gesellschaften begonnen haben, sich HerrscherInnen, also auch der Mehrheit, die diese HerrscherInnen gewählt hat, unterzuordnen.
Heute kann ich genau beobachten, wie herrschende Meinungen gemacht werden – über das Fernsehen, Radio, öffentliche Leitmedien; aber genauso über die renommierten wissenschaftlichen Zeitungen und Zeitschriften.

Alles, was nicht gedacht werden darf, wozu sich niemand eine eigene Meinung bilden soll, sind Verschwörungstheorien, Spinnereien, Pseudowissenschaften. Die Menschen, die sie verbreiten, sind VerschwörungstheoretikerInnen, Spinner und Pseudo- oder zumindest Nicht-WissenschaftlerInnen, denen man sich nicht anschließen sollte, wenn man nicht selbst zu diesen ExtremistInnen und Wahnsinnigen gezählt werden möchte..
Sie sind angeblich unglaubwürdig; und an etwas glauben möchte jeder Mensch, möchtest Du vermutlich auch.

Glaub‘ doch zur Abwechslung heute einfach mal nur an Dich. Vertrau‘ auf das, was eine leise Stimme in Deinem Kopf, Dein Bauchgefühl oder Herz Dir sagt, nicht was aus dem Radio oder Fernseher tönt; auf das, was Du spürst, wenn Du etwas liest, nicht auf das, was Du bei Sensationsmeldungen spüren sollst.
Sei‘ mal nicht sofort traurig über das, was Du hörst oder liest; frag‘ Dich zuerst, ob das, was Du hörst oder liest, überhaupt stimmt!
Frag‘ Dich, ob und wie Deine Meinung gelenkt wird mit emotionalen Bildern, mit Schlagworten, mit denen Menschen oder Menschengruppen mit eingängigen versehen werden, auf die unser menschliches Gehirn leicht anspringt.
Frag‘ Dich, ob Du schon eine eigene Meinung dazu hast?
Frag‘ Dich, wann und ob Du sie Dir überhaupt selbst gebildet hast?
Hattest Du je eine, an die Du Dich erinnern kannst?
Oder hast Du Dich bisher eher einfach Menschengruppen mit einer bestimmten Meinung angeschlossen, die Du „eins zu eins“ übernehmen konntest?
Hast Du jemals jemandem in Deinem sozialen Umfeld widersprochen?
Wie viele unterschiedliche Meinungen kennst und verstehst Du?
Wer widerspricht Dir nie bzw. ergänzt Deine Meinung nie um seine eigene?

Wenn Du als Mensch Dich und Deine Meinung nicht ernst genommen fühlst, hörst Du auf, Deine Meinung zu sagen oder fängst als Kind gar nicht erst an, sie überhaupt zu formulieren. Es gibt andere Wege, sich auszudrücken.
Wenn Du Dich selbst und Deine Meinung zu ernst nimmst, wirst Du leicht ungerecht und herablassend gegenüber anderen und darfst Dich nicht wundern, wenn sie sich von Dir distanzieren, möglichst wenig oder gar nicht mehr mit Dir kommunizieren wollen.
Wenn Du Dich selbst und Deine Meinung nicht ernst genug nimmst, wenn Du denkst, sie würde nichts zählen in dieser Welt, dann irrst Du Dich gewaltig und Dein Körper, Dein Geist oder Deine Seele wird Dir irgendwann das Gegenteil beweisen!

Dann ist die Frage, was Du daraus machst.

Ich persönlich habe vieles noch nie so ernst genommen, wie es für andere im ersten Momente geschienen haben mag; heute überlege ich noch mehr, spüre in mich hinein, recherchiere umfassender, bevor ich jemandem oder einem Informationsmedium mein Vertrauen schenke.
Ich persönlich nehme etwas ernst, wenn ich das Gefühl habe, dass ich es ernst nehmen sollte, nicht weil mir jemand Angst machen möchte mit dem Ernst des Lebens, den ich selbst gar nicht so sehe, oder mit etwas anderem, vor dem er/sie selbst Angst hat.
Aber auch dann recherchiere ich oft sicherheitshalber noch einmal nach, um mich selbst zu versichern, um mich abzusichern, dass ich nicht etwas Wichtiges übersehen habe, was meine Meinung ändern könnte.

Ich weiß, dass die Welt voll ist von Meinungen, von Ideen und Informationen dazu. Ich weiß, dass es für viele Menschen schwer ist, „wahre“ von „falscher“ Information zu unterscheiden.
Aber Du machst einen Denkfehler, wenn Du glaubst, Menschen würden Dich absichtlich belügen wollen oder können, ohne dass Du sie enttarnen könntest.
Menschen lügen, wenn sie sich in Ecke gedrängt fühlen. Menschen verbreiten Falschmeldungen, wenn das ihr Job ist, es ihnen also jemand vorgibt. Menschen leiten Dich in die Irre, weil sie sich einen Spaß daraus machen, über den sie Dich aber irgendwann aufklären.
Echte Menschen sind keine guten LügnerInnen, manche habe nur eine wahnsinnig große oder größenwahnsinnige Fantasien. Du kannst ihnen das aber leicht ansehen; Du kannst es in ihren Augen erkennen; Du kannst es an ihrer Stimme hören.

Wenn Du also wissen willst, wer Dich tatsächlich belügt, wessen Meinung, die Dich vielleicht sogar verzweifelt oder wütend macht, Du nicht allzu leichtfertig übernehmen solltest, musst Du „nur“ herausfinden, wer im Auftrag anderer handelt, wer SchauspielerIn ist oder einen guten Job, z.B. als VerkäuferIn, ExpertIn, Arzt oder Ärztin, LehrerIn, JournalistIn, macht, um zu wissen, wer auch gut lügen kann.

Schließ‘ Dich also nicht leichtfertig jeder Mehrheitsmeinung an, auch wenn sie von den angeblich Besten gemacht wird.
Pass‘ auf, dass Du nicht irgendwann zum Opfer der Fantasien und Erfindungen anderer wirst, – die sogar bereit sind, Menschen für die Umsetzung ihrer Ideen zu opfern, – weil Du sie zu unreflektiert zu Deinen eigenen Vorstellungen von der Welt machst.
Lach‘ nicht allzu laut über die Meinung von Minderheiten, und ärgere Dich nicht allzu sehr über Dinge, die angeblich alle anderen machen.
Vielleicht tun sie das gar nicht oder würden es gar nicht tun wollen, wenn sie mehr wüssten und sich trauen würden, ihre eigene Meinung zu sagen und auch für sie einzustehen.
Hör‘ vor allem auf, wütend auf andere zu sein, wenn Du

  • selbst keine Lust hast, Dir Zeit dafür zu nehmen, Dir eine eigene Meinung zu bilden;
  • keine Lust hast zum Lesen;
  • keine Freude am Diskutieren, am Meinungsaustausch hast, weil Dir dabei Argumente fehlen, die jede/r braucht, der/die wirklich hinter der eigenen Meinung stehen will.

Die Welt wäre ein friedlicherer Ort, wenn nicht so viele Menschen wütend aufeinander wären, weil andere nicht mehr mit ihnen oder über bestimmte Themen reden wollen, sich nicht zur Aussprache mit ihnen an einen runden Tisch setzen, (Friedens-)Verhandlungen führen und Verträge schließen wollen.
Mir macht Hoffnung, dass ich kleine Fortschritte einer großen Friedensbewegung für den Ausruf des 1. Weltfriedens sehen kann, der vielleicht schon bei der dritten Haager Friedenskonferenz beschlossen worden wäre, hätte sie nicht der erste Weltkrieg verhindert.
Auch wenn sie es noch nicht bis in die Medien geschafft hat, deren Aufgabe es ist, weiterhin vorgefertigte – kriegspropagandistische, zum Kampf statt friedlichen Widerstand aufrufende – Meinungen zu liefern … – Regierungen oder globale Unternehmen, die diese Medien finanzieren, werden nicht ewig verhindern, dass voneinander getrennte und isolierte Menschen, die sich lieben, wieder zueinander finden.

Denn ich kenne niemandem, – der/die nicht vorher indoktriniert wurde, dem/der gezielt die Meinung in den Kopf gesetzt wurde, dass Kriege überlebenswichtig und manchmal unvermeidbar seien, oder der/die von der Kriegsindustrie lebt und abhängig ist, – der/die  der Meinung widersprechen würde, dass die Welt ohne Kriege eine schönere und der Weltfrieden ein anzustrebendes Ziel wäre.

Oder bist Du anderer Meinung?

P.s.: Bist Du tatsächlich der Meinung, gesund aussehende Menschen könnten Dich mit einem lebensgefährlichen Virus infizieren? Bist Du tatsächlich der Meinung, ein Test, der kleinste Bruchstücke von Viren findet, ist in der Lage, etwas über eine Gefahrenlage auszusagen? Bist Du der Meinung, gesundheitsschädliche Maßnahmen sind dazu geeignet, die Gesundheit von Menschen zu schützen? Bist Du tatsächlich der Meinung, ein Impfstoff könnte auf seine Langzeit(neben)wirkungen ausreichend getestet sein, der innerhalb von ein paar Monaten auf den Markt gebracht wurde? Bist Du tatsächlich der Meinung, mann muss sein Leben riskieren, um dem Tod davonzulaufen?
Dann sind wir offensichtlich komplett anderer Meinung, was das Leben und Lebensgefahren betrifft. Aber ich bin ja auch nur Lebenswissenschaftlerin.

 

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Dank für das Foto gebührt Kajetan Sumila (auf Unsplash)!

 

Räume auf in Deinem Leben, wenn Du Dich nach Ruhe und Ordnung sehnst

Beseitige den Müll, den Du hinterlassen und den Du angesammelt hast – in der Welt, Deinem Zuhause, Deinem Körper, Deinem Kopf und Deinem Herzen

Manche Menschen lieben das Chaos – weil sie denken, es macht das Leben aus, turbulent zu sein.

Andere sind Ruhe- und OrdnungsfanatikerInnen – weil sie schnell durcheinandergebracht werden, wenn sie keinen Überblick haben.

Beide Extreme beruhen im Prinzip auf denselben Verlust- oder Versagens-Ängsten: Etwas (Lebens-)Wichtiges zu übersehen, nicht zu haben oder nicht zu wissen (wo sie es finden können). Nur die Umsetzungsstrategien sind unterschiedlich; und beide sind von zweifelhaftem Erfolg.
Die „Chaos-Menschen“ haben oft mehr Ordnung in ihrem Chaos als „geordnete Menschen“ vermuten würden, und die, die so tun, als wären sie besonders ordentlich, finden sich im Leben oft weniger zurecht als die, die gelernt haben, mit dem Chaos zu leben.

Die meisten Menschen haben ihre natürliche Herkunft, ihre Natur „vergesssen“ bzw. in einer zivilisierten Welt nie gelernt, d.h. nie von jemandem beigebracht bekommen, woher sie ursprünglich eigentlich kommen, welche natürlichen, vererbten – genetischen oder epigenetischen – Voraussetzung sie überhaupt mitbringen, um leben zu können, was sie als Menschen ausmacht, welche natürlichen Bedürfnisse Menschen haben und wie sie als Menschen leben müssen, wenn sie nicht krank oder unglücklich werden wollen.
Die meisten Menschen sehen und kennen die Ordnung in der Natur nicht; viele Menschen bezeichnen unberührte Natur als „Wildnis“.
Dabei könnten sie aus eigenen Erfahrungen wissen, dass nichts, was im Leben nicht geordnet abläuft, dauerhaft funktionieren kann.

Leben beruht auf Zyklen: Entstehen – also Wachstum und Entwicklung – und Vergehen – also Um- oder Abbau. In der Natur gibt es keine statische Phase des „Erwachsenseins“, in der alles einfach ohne Zutun weiterläuft; es gibt im Leben keinen Zeitpunkt, zu dem wir nichts tun müssten, ohne dass wir dafür irgendwann die Konsequenzen tragen müssten, wie uns das viele „Ratgeber“ (Menschen oder Bücher u.ä.) einreden wollen.
Wenn eine Aufbauphase beendet ist, beginnt die Abbauphase.
Jedes Lebewesen hat es im Prinzip (denn ein lebendiger Körper baut sich nicht überall gleich schnell auf und ab) in der Hand, wann dieser Zeitpunkt erreicht ist: wann es sich nicht mehr weiterentwickeln möchte, wann es nicht mehr (geistig) wachsen möchte, wann es ihm zu anstrengend ist, – mit Ernährung und Bewegung – für den Erhalt des eigenen Körpers zu sorgen.
Leben ist nicht einfach, Leben kostet Kraft und Anstrengung.
Wir können zwar „einfach leben“, wir können es uns möglichst einfach und bequem machen oder möglichst viel Verzicht üben.
Aber dann haben wir unser Leben nicht dazu genutzt, wozu es in meinen Augen als Lebenswissenschaftlerin da ist: zum Leben!
Zu einem glücklichen, gesunden, sowohl lustvollen und überschwänglichen als auch achtsamen und demütigen Leben.

Die meisten Menschen finden keine Mitte dazwischen. Die meisten Menschen neigen zu Extremen und wundern sich, wenn sie dabei extrem unglücklich sind oder schwer krank werden.

Keine Regierung der Welt, außer vielleicht Bhutan, hat Interesse daran, Menschen glücklich und gesund am Leben zu erhalten, wenn ihr tatsächlicher Fokus auf Wirtschaftswachstum, Wohlstand und/oder auf Forschung und Entwicklung von Produkten, die den Menschen dienen sollen, nicht aber auf der Entwicklung der Menschen – ihres Körpers, ihres Geistes, ihrer Seele – liegt.
Keine Regierenden der Welt haben bisher wahrscheinlich verstanden, was Gesundheit und Glück sind und wie man sie erhält oder sogar fördert.
Ich vermute, sie denken – wie die meisten Menschen – , dass

  • vor allem Erinnerungen – an die eigenen Kindheit oder Jugend und an die „gute alte Zeit“ – die glücklichsten sind oder sogar sein müss(t)en;
  • Menschen erst glücklich leben können, wenn sie dafür auch einen außergewöhnlichen, also keinen alltäglichen, Anlass zu haben, also eine Party oder ein Fest veranstalten oder eine Veranstaltung besuchen, sich etwas Schönes kaufen oder in den Urlaub fahren;
  • Glück und Gesundheit automatisch abnehmen, weil man gar nicht ausreichend auf sie achten und damit am Leben erhalten kann, selbst wenn man wollte.

Vielleicht haben PolitikerInnen und große UnternehmerInnen aber einfach auch andere Prioritäten in ihrem Leben als Gesundheit und Glück der ihnen untergebenen oder unterlegenen Menschen? Ich habe schon lange den Eindruck, dass Menschen, die andere regieren wollen, der Sinn nicht danach steht, die Welt und unser Leben in Ordnung zu halten, geschweige denn zu verbessern, sondern in erster Linie ihr eigenes, für das sie jede Zerstörung anderer in Kauf nehmen.

Wenn wir Menschen uns also um unser eigenes Leben und Glück kümmern woll(t)en und auch zukünftigen Generationen noch ein gesundes Leben ermöglichen, müss(t)en wir die Welt eher „von unten“ neu ordnen statt uns eine „neue Weltordnung“ von den Reichsten und Mächtigsten nach deren Vorstellung überstülpen zu lassen:

  • Wir müss(t)en – statt zuzulassen, dass unsere Mittelschicht immer mehr und besonders gerade gezielt zerstört wird – das Chaos von oben her beseitigen, also möglichst dort „Stellen abbauen“ – durch Arbeitsverweigerung oder Produktboykotte – , von denen bisher nichts Sinnvolles für die Menschheit geleistet wurde.
  • Die Ordnung in der Natur lässt sich leicht wieder herstellen, wenn man den Müll darin beseitigt und sie einfach „verwildern“ lässt.
    (Da wir gleichzeitig aber von ihr leben und möglichst viele Menschen mit ihr ernähren müssen, müssten wir – um sie nicht unnötig mit Transportwegen zu zerstören und mit Abgasen zu belasten – lernen, Menschen möglichst lokal zu versorgen und möglichst nur das an andere zu liefern, was für andere lebensnotwendig ist. Ich sage bewusst „möglichst“, weil ich sicher bin, dass Menschen, die die Natur achten, d.h. sie als ein Gegenüber betrachten, das uns etwas gibt, automatisch möglichst wenig von ihr nehmen oder ihr dafür etwas zurückgeben, also für einen sinnvollen Ausgleich sorgen würden.)
  • Für die Ordnung in unserem eigenen Leben gibt es schon viele – in meinen Augen sinnvolle – Ratgeber (wie die von Marie Kondo), die den Fokus auf die Dinge lenken, die wir wirklich nutzen und brauchen, weil sie uns und andere glücklich machen.
  • Wie man den eigenen Körper in Ordnung bringt, also wieder „fitter“ macht, dazu kann die Biologin einerseits nur sagen „use it or lose it“, also finde heraus, welche Organe und Körperteile Du zu selten benutzt und welche anderen Du dafür wahrscheinlich überstrapaziert hast und sorge für Ausgleich; andererseits „was man oben hinein steckt, kommt unten mehr oder weniger verwertet wieder heraus“.
  • Unser menschliches Gehirn, der Geist, ist mit Sicherheit bei den meisten Menschen, die ein „modernes Leben“ mit all seinen „Annehmlichkeiten“ führen, überfordert – einfach weil sie zu wenige davon einfach mal abweisen. Stattdessen lassen sie sich eher von allen Seiten, nicht nur dem Fernsehen oder Radio mit Informationen zumüllen und wundern sich über Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und die Zunahme von Demenzerkrankungen.
    Auch wenn wir Wiederholungen brauchen, um zu lernen, uns also manchen Filme oder Serien doppelt und dreifach ansehen: Hör‘ Dir vor allem nicht dieselben Nachrichten immer wieder an. Wenn sie für Dein Leben wirklich wichtig wären, müssten sie nicht ständig wiederholt werden, weil Du dann auch um Dich herum sehen oder spüren würdest, warum das wichtige Informationen sind. (Prüfe also sorgfältig, ob Dich jemand mit Informationen „hypnotisieren“ oder in eine Falle locken will, indem er/sie sie nur oft genug wiederholt, weil er/sie bemerkt, dass Du darauf anspringst!)
  • Zur Ordnung in Herzensangelegenheiten kann ich nur sagen: Folge dem, was Dein Herz Dir sagt. Ich weiß, dass man sich dann häufig gegen das entscheiden muss, was der Kopf oder Bauch sagt. Aber da ich weiß, wie fehleranfällig unser menschliches Gehirn ist und wie leicht es sich immer mal wieder täuschen lässt, wenn man nicht ständig auf der Hut ist; weil ich weiß, dass der Bauch oft nach Ersatzbefriedigungen für wirklich lebensnotwendige „Dinge“ (die auch andere Menschen sein können) schreit, verlasse ich mich lieber auf mein Herz, auch wenn das dabei den ein oder anderen Hieb einstecken muss. Ich hab‘ gelernt, dass es schon hilft, dann einfach ein bisschen zu weinen – bis man sich selbst damit zu doof vorkommt und sich etwas Sinnvolleres vornimmt.

Ich finde alles sinnvoll, was man tatsächlich in Ordnung bringen kann; aber es ist genauso unsinnig, Zeit mit der Ordnung vieler unwichtiger Dingen zu verschwenden, – weil die wirklich wichtigen viel Zeit und Mühe erfordern würden – wie die wichtigsten unter möglichst vielen anderen Dingen aus den Augen zu verlieren.

P.s.: Am sinnvollsten fände ich es, wenn wir dazu zuerst einmal den Einfluss der größten PsychopathInnen dieser Erde (leicht zu erkennen an ihrem Gesichtsausdruck bei Themen, die das Leben vieler Menschen gefährden), den sie aufgrund ihres Vermögens haben, begrenzen bzw. drastisch einschränken würken statt sie als Helden für Dinge zu feiern, ohne die die Menschheit problemlos überleben würde.

 

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Dank für das Foto gebührt Hermes Rivera (auf Unsplash)!

 

 

 

 

Halte Ausschau nach den Zahlen, die vielleicht Dein Leben bestimmen

Lass‘ Dein Leben vor allem nicht von Zahlen bestimmen, mit denen andere Dir Angst machen wollen

In der Natur und im Leben gibt es prinzipiell unendlich viele Zahlen und Möglichkeiten für alles Mögliche – aber nicht zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort der Erde oder des Weltalls ist auch alles möglich! Manche Dinge sind von Natur aus zu bestimmten Zeiten (der Evolution) oder unter bestimmten Umgebungsbedingungen einfach ausgeschlossen, andere verbreiteter. Alles, auch jede Zahl, die absolut erscheinen mag, ist in seiner Bedeutung immer relativ.

Im Pflanzenreich lassen sich viele Zahlenmuster und Wiederholungen leicht beobachten, weil sie – im Sinne der Pflanze bzw. ihrer Fortpflanzung – Aufmerksamkeit erregen sollen: Pflanzengruppen werden z.B. nicht nur nach der Form, sondern vor allem auch nach der Anzahl bestimmter Organe – Sprossachsen, Blattreihen, Blätter, Blattfiedern, Blüten, Kelchblätter, Kronblätter, Staub- und Fruchtblätter, Griffel, … – unterschieden.
Im Leben von Tieren, die nicht allein mit ihrem Aussehen, sondern mit sichtbaren Verhaltensweisen Sozialpartner auf sich aufmerksam machen können, spielen Zahlenmuster auf den ersten Blick vielleicht keine große Rolle; aber auch sie werden systematisch unter anderem nach ihrer Ein- oder Vielzelligkeit, der Zahl ihrer überlebenswichtigen SozialpartnerInnen, ihrer Gehäuseorgane, Körperglieder und (Sinnes-)Organe zur Fortbewegung, zum Informationsaustausch, für den eigenen Stoffwechsel und die eigene Entwicklung oder zur Fortpflanzung eingeteilt. Es gibt bestimmt viele mehr; aber ich möchte heute ja dazu aufrufen, selbst danach Ausschau zu halten und sich die Natur von dieser, ihrer mathematischen, Seite zu betrachten. Lass‘ mich gerne irgendwann wissen, was Du entdeckt hast!

Vermutlich ist vielen Menschen, vor allem denen, die den Sinn der Mathematik nie verstanden haben, nicht bewusst, wie sehr sie selbst von Zahlen beeinflusst oder sogar durchs Leben geleitet werden: denn auch das eigene Schönheitsempfinden beruht z.B. auf Zahlen bzw. ihren Proportionen zueinander. Nicht jeder Mensch empfindet dieselben Dinge als schön oder angenehm, deshalb nehmen nie alle Menschen dieselben Wege, halten nach denselben Möglichkeiten Ausschau oder nutzen dieselben, die sich ihnen bieten.

Ich habe, seit ich denken kann, gerne mit Zahlen und Wörtern gespielt, sie „von Natur aus“, intuitiv, verstanden oder in meinem Leben genutzt, ohne genau zu wissen, warum. Sie erklären mir die Welt, sie geben mir Anhaltspunkte und ich halte auch heute noch bewusst Ausschau nach ihnen, wenn ich unsicher bin oder an bestimmten Punkten, bei bestimmten Fragestellungen oder Entscheidungen nicht weiter weiß. Es gibt mir Sicherheit, wenn ich Zahlen entdecke, mit denen ich ein bestimmtes Gefühl verbinde, ein vertrautes oder vielleicht ein „ungutes“. Ich mag allerdings die Reduktion auf Glücks- oder Unglückszahlen nicht, die für alle Menschen (in einer bestimmten Gruppe?) gelten sollen; ich glaube, jede/r Mensch, vielleicht jedes Lebewesen, hat seine eigenen bzw. jede Zahl kann zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten eine ganz andere Bedeutung haben.

Das Schöne an Zahlen ist für mich, dass ich sie überall finden  kann und auf die einfachsten, niedrigsten, von 1-9 reduzieren kann: im Tier- und Pflanzenreich wie oben beschrieben, in Wörtern durch das Zählen der Buchstaben, im Jahres- oder Tagesverlauf durch die Zahl oder Länge bestimmter anderer Zyklen, in hohen Zahlen mit Hilfe der Bildung von Zahlenreihen oder Quersummen.

Heute ist der 13.3.2021. Und ich glaube, es wird ein guter Tag!

P.s.: Ein spannendes Feld für eigene Zahlenrecherchen bieten übrigens die offiziellen, nicht die von Medien interpretierten Zahlen bzw. Zahlenentwicklungen von „Corona-Infektionen“ in unterschiedlichen Ländern, d.h. die in ihrem Zusammenhang, mit Vergleichszahlen oder zumindest mit Quellenangaben versehenen Daten. Um sie verstehen zu können, muss man nämlich auch wissen, wie aussagekräftig sie sind – Zahlen aus ihrem Zusammenhang gerissen sind völlig nichtssagend. Wer etwas über Infektionen oder eine Infektionsgefahr wissen möchte, muss außerdem wissen, wie diese überhaupt definiert ist bzw. ob oder wie wissenschaftlich nachgewiesen werden kann, dass eine Infektionen mit neuen Viren stattgefunden hat. Wie sich in den letzten 12 Monaten die Zahlen von CoViD-19-Toten entwickeln bzw. die von Toten durch andere Todesursachen kann bei dem einen oder der anderen vielleicht zu den ersten erhellenden Augenblicken nach einem düsteren letzten Jahr beitragen.

 

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Dank für das Foto gebührt einer lieben, fleißigen Freundin, die sich bestimmt über Menschen freut, die sich für ihre private Seifenkunst interessieren – ich spiele gerne Kontaktvermittlerin!

Sei Du selbst, auch wenn das unangepasst ist!

Werde Dir dazu vor allem bewusst, wovon Du Dich befreien willst!

Ich habe mich schon oft gefragt, warum ich mich nicht gut anpassen kann an eine Gesellschaft von Menschen, die

  • zulassen, dass Tiere für sie gequält und getötet werden, nur damit sie bestimmt Geschmackserlebnisse haben – denn verhungern würde hierzulande niemand ohne tierische Produkte;
  • die mit Arbeit ihr Geld verdienen, die die Natur zerstört, um sich davon dann Dinge und Hobbies leisten zu können, für die natürliche Ressourcen ausgeplündert werden, die Natur also zusätzlich zerstört wird – dabei könnten wir sehr viel ressourcenschonender leben, wenn wir uns mehr Zeit zur Planung unserer Vorhaben, zum Überprüfen unserer Kriterien und Wünsche geben würden und nicht einen Markt geschaffen hätten, der nur damit überleben kann, dass er uns alles zu jeder Zeit im Überfluss anbietet;
  • Ihre eigenen Häuser bauen wollen in einer Welt, die in meinen Augen schon genug betoniert ist, in der wir Menschen schon genug Lebensraum für sich beanspruchen – wenn nicht so viele Menschen ganz alleine in Wohnungen oder zu zweit in Häusern leben wollen würden, wenn nicht so viele Gebäude in ganzen Landstrichen aufgrund fehlender Arbeitsplätze und Infrastruktur verwaist wären, sondern wieder bewohnt werden könnten, könnte eine ohnehin nicht zukunftsfähige – denn nachhaltig ist nur Um- und Wiederaufbau – Neubaubranche endlich schließen.
  • selten zufrieden sind mit dem, was sie schon haben, die also „unbedingt“ immer wieder neue Dinge brauchen, die sie aber gar nicht wirklich für das, was sie gerne und oft tun, nutzen; außer wenn das, was sie gerne und oft tun, darin besteht, sich anzuziehen und hübsch zu machen; sich schöne Dinge anzuschauen oder von fernen Orten zu träumen – dabei gibt es so viele Dinge, die Menschen viel leichter glücklich machen können, weil schon Glückshormone produziert werden, wenn man es geschafft hat, eine Runde um den Block zu rennen, oder wenn man zu Musik tanzen kann, die einem gefällt;
  • Reinigungspersonal ihren eigenen Dreck beseitigen lassen, weil sie so große Räumlichkeiten nutzen, die sie gar nicht selbst sauber halten wollen;
  • lieber über Geschmack und die Essenszubereitung diskutieren als darüber, welche Nahrungsmittel der eigenen Gesundheit gut tun und welche warum nicht, welche lokal und regional produziert und wo erworben werden können und welche nicht,
  • lieber über Bücher, Kunst oder Musik reden, die möglichst wenig mit der Realität zu tun haben oder Menschen einseitig bloß und als Feinde oder Witzpersonen darstellt, und Ratgeber, die auch für langjährige Probleme möglichst einfache und schnelle Lösungswege versprechen, als über Geschichtsbücher, die erklären, warum wir heute bestimmte Probleme haben, an deren Lösung wir zusammen arbeiten müssten, oder über andere aufklärende Literatur, meist von AussteigerInnen aus bestimmten Branchen oder Systemen, die uns vor Augen führen, dass wir die durch unser eigenes (Kauf- und Nutzungs-)Verhalten geschaffen haben, aber auch verändern könnten. „Der Markt“ ist zwar politisch viel zu mächtig, um uns überhaupt noch eine echte Wahl unter seinen Produkten zu lassen – aber wir haben immer noch die Wahl, seine Produkte gar nicht mehr zu nutzen, sondern Alternativen dazu zu suchen, die es immer gibt oder die wir selbst mit unserer menscheneigenen Kreativität schaffen können, oder uns von möglichst vielen ganz loszumachen, zu befreien also.

Wer sich von etwas Liebgewonnenem befreit, wird Zeit brauchen, sich an etwas Neues zu gewöhnen.
Es muss viele gute Gründe geben, sich von Dingen oder Menschen zu trennen, an die man sich über viele Jahre oder Jahrzehnte angepasst hat.
Der beste Grund ist der, wenn man erkennt, dass man selbst dabei krank und unglücklich geworden ist oder sich – trotz ihrer Gegenwart – immer schlechter oder sogar einsam fühlt.

Vielleicht ist es sogar der einzige Anlass, der Menschen dazu bringt, sich daran zu erinnern, wer sich wirklich sind, wer sie mal waren, bevor sie sich angepasst haben an eine Gesellschaft – sei es eine, die sich als elitär betrachtet, weil sie Golfclubs besucht oder von Straßengangs beherrscht wird -, die wenig mit einer menschlichen Gemeinschaft zu tun hat, die auch Andersdenkende und -lebende als gleichberechtigte Mitmenschen anerkennt.

Ist Dir bewusst, woran Du „nur“ angepasst bist und wo Du überhaupt nicht (mehr) DU SELBST bist?
Weißt Du, wie viele Menschen Dich durchschauen, also nicht nur das sehen, was Du offen zeigst oder worüber Du offen redest? Weißt Du, welche davon Dich so, wie Du bist, zu schätzen wissen – Menschen, denen egal ist, was Du hast oder verdienst oder ihnen bieten kannst, weil sie einfach gerne Dinge – egal was, vielleicht einfach nur spazieren gehen – MIT DIR machen und MIT DIR reden?

Wird Dir vielleicht langsam klar, wie viel (Lebens-)Energie und Kraft Du Dir sparen könntest, wenn Du nur noch für oder mit Menschen zusammen arbeiten würdest, die Dir, Deinen Idealen, Wünschen und Zielen nicht im Weg stehen, sondern sie möglichst – so gut sie können – oder sogar voll unterstützen würden?

Kannst Du Dir vorstellen, dass es den meisten anderen Menschen in unserem modernen Leben nicht besonders gut geht und sich viele, vielleicht sogar auch die meisten, nach mehr menschlicher Wärme, nach ehrlichen Gesprächen, nach weniger beruflichem, partnerschaftlichem, familiärem oder insgesamt gesellschaftlichem (Erfolgs-)Druck, nach weniger Kontrolle durch andere oder „die Technik“ und mehr Zeit in der Natur sehnen?

Merkst Du, wie sehr wir es selbst in der Hand haben – wenn wir

  • selbst Dinge oder Menschen und andere Lebewesen zu kalt und nüchtern betrachten;
  • selbst nicht offen und ehrlich reden;
  • uns Druck machen lassen von Dingen oder anderen statt entspannt unser Bestes zu geben;
  • uns unnötig Kontrollinstanzen oder -systemen, mit denen die reichsten und größten Unternehmen der Welt ihr Geld verdienen, auszuliefern, zu denen es bereits viele Alternativen gibt;
  • nicht die Natur in unserer nächsten Nähe nutzen, um „endlich mal ‚raus“ zu kommen, uns die lebendige Natur nicht ins Haus holen oder uns in unserer Freizeit nicht ein Hobby suchen, das uns wieder mehr mit der Natur verbindet statt eines, für das wir sie in erster Linie ausnutzen?

Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Wege findest, in Zukunft vor allem Du selbst zu sein.

Denn ich habe die feste Überzeugung, meine Beobachtungen und Erfahrungen bestätigen mir das, dass die Menschheit ein ganzes Stück freundlicher und friedlicher wäre, wenn sie sich vor allem an der Natur und ihren Gesetzen, an unserem Menschsein, unseren natürlichen Bedürfnissen, unserer Intuition, unserem Gewissen, orientieren (würde) und weniger versuchen müsste, sich an gesellschaftliche Normen und Regeln anzupassen, die sich nur ein paar wenige immer wieder neu überlegen oder immer detaillierter formulieren, die also immer unübersichtlicher werden.

Zurück zu dem, was wirklich wichtig ist, zu den Basics, zu Dir selbst; weg mit allem, was dem im Weg steht, also Deine freie Wahl behindert – ich bin sicher, das würde uns allen gut tun.
Wir müssten uns nur überlegen, wie all das, was wir nicht mehr brauchen, sinnvoll recycelt werden kann, und wie wir mit den Menschen, die uns nicht sein lassen wollen, wie wir sind, zukünftig friedlich zusammen leben können – zumindest wenn wir wie vernünftige Menschen damit umgehen wollen.

P.s.: Unangepasste heißen nur in den Augen der Menschen „ExtremistInnen“, die denken, man könnte guten Gewissens ein bisschen Unrecht mitmachen, das sie nicht persönlich in Auftrag gegeben haben (auch wenn sie diejenigen, die zu Unrecht aufrufen oder es verordnen, vorher in ihre Position gewählt haben oder für deren Geld arbeiten …).

 

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Dank für das Bild gebührt der einstigen EDGAR MEDIEN AG oder der SerCon GmbH, die vor Jahren die Postkarte in Auftrag gegeben hat, auf dem ich es entdeckt habe.

Sieh‘ die Welt, wie sie wirklich ist!

Nicht, wie Du Dich oder andere Menschen, Tiere und den Rest unserer Mitwelt – die Natur, das große Ganze – sehen sollst oder sehen willst!

Die Welt, in der wir leben, ist nicht so, wie wir sie gerne hätten, sondern so, wie die, die vor uns gelebt haben, sie uns hinterlassen haben.
Sowohl untergegangene Zivilisationen als auch die Generationen vor uns haben ihr Bestes getan, es so aussehen zu lassen, oder einige Ältere tun weiterhin so, als würden sie die Welt schöner – unser Leben sicherer, gesünder, bequemer – machen und dabei die Natur, unseren Lebensraum, schützen …

Menschen, die nicht eigenständig durch die Welt reisen, nicht mit an den besuchten Orten heimischen Menschen sprechen, sich die Natur nicht selbst genau anschauen, müssen sich auf Bilder oder Beschreibungen von anderen, auf das Internet, Fernsehen, Radio, Zeitungen und Zeitschriften oder Bücher verlassen.
Menschen, die in ihrem eigenen Leben, ihren Wohnungen oder Häusern, an den Orten, an denen sie leben, die allein oder mit den Menschen um sich herum nicht besonders glücklich sind und die die Begegnungen mit anderen Menschen oder das (virtuelle) Reisen an andere Orte als „Auszeit“ davon sehen, wollen sich dann nicht noch mit den Problemen anderer oder der Welt befassen oder belasten.
Menschen, die nicht gesund oder nicht besonders glücklich sind, wissen wahrscheinlich, dass es andere Menschen gibt, denen es noch schlechter geht als ihnen selbst, wollen aber selten davon hören oder selbst darüber reden – vor allem nicht mit Menschen, die sie darauf hinweisen, dass es anderen noch viel schlechter geht und sie selbst eher Luxusprobleme oder sie sich selbst eingebrockt haben.

Menschen, die in einem Land groß geworden sind,

  • in dem sie nie Hunger leiden mussten, weil nicht nur Geld, sondern auch Nahrungsmittel immer verfügbar waren;
  • in dem Strom zuverlässig aus der Steckdose und Wasser zuverlässig aus dem Hahn kommt;
  • in dem der Müll abgeholt wird, also aus dem eigenen Sichtfeld verschwindet;
  • in dem „Milch und Honig fließen“, ohne dass die Ausbeutung von „Nutztieren“ dabei sichtbar würde;
  • das einfach Lebensmittel aus ärmeren Ländern aufkauft und importiert, wenn die eigenen Ernten nicht für die Bevölkerung ausreichen;
  • das als Sozialstaat bezeichnet wird und das Dank jahrzehntelanger medialer Berichterstattung (ich würde es heute eher als gezielte Propaganda bezeichnen) als Vorzeigeobjekt – für Ordnung, Sicherheit, Großzügigkeit oder andere „Werte“ – in der Welt dient;
  • das demokratisch genannt wird und in dem Menschen glauben, es gäbe freie Wahlen, durch die sie mitbestimmen könnten, was die Regierungen umsetzen;
  • in dem nur wenig von Menschen berichtet wird, die verhungern, erfrieren, einsam und verlassen sterben oder sich das Leben nehmen;
  • in dem sie eine Bildung und Erziehung erfahren haben, die sie glauben lassen soll, sie hätten etwas über das Leben und die Welt gelernt und wären dadurch „gebildeter“ als Menschen in anderen Ländern,

bilden sich viel ein, wissen aber wenig über das wirkliche Leben, nämlich das Leben, das für einen Großteil der Menschen auf der Welt die Realität ist.
Menschen aus Industrienationen, die denken, dass alle anderen Nationen auch nur „industrialisiert“ werden müssten, damit es ihnen so gut geht wie ihnen selbst, haben kein Verständnis dafür, wie unser Ökosystem Erde funktioniert und – aufgrund seiner begrenzten Ressourcen – auch weiterhin nur funktionieren kann, wenn dort alle Menschen, die es gerade besiedeln, weiterhin überleben sollen.

Momentan produzieren wir womöglich genug Lebensmittel für alle 8 Milliarden Menschen. Momentan verhungern Menschen vielleicht nur dadurch, dass Lebensmittel ungerecht verteilt werden und nicht alle Menschen, die in kargen Gegenden leben, Zugang dazu haben.
Freiwillig würden sich Menschen allerdings wahrscheinlich überhaupt nicht dort niederlassen, wo es nicht genug Nahrung für sie gibt.

Womöglich können wir noch mehr Menschen und Tieren Wohnraum bieten, wenn wir „effektiver“ bauen.
Freiwillig würden sich die meisten Menschen vermutlich nicht auf so engem Raum wie in vielen Großstädten zusammenpferchen lassen.

Womöglich gibt es noch ein paar heile Fleckchen Erde auf der Welt, die mit viel Anstrengung erhalten werden bzw. die den schönen Schein wahren sollen, dass es Menschen gibt, die etwas für ihren Erhalt tun.
Freiwillig würden Menschen ihr Geld vermutlich eher Menschen geben, an Naturschutz- oder andere Hilfsorganisationen zu spenden, die ehrlich daran arbeiten, die Lebensbedingungen für Menschen und Tiere dauerhaft zu verbessern statt immer wieder nur Notfallhilfe leisten zu können, weil der Rest der „zivilisierten“ Menschheit ihr Überleben damit gefährdet, weiterhin Unmengen „umweltfreundlicher“ Produkte zu kaufen statt den eigenen Konsum einzuschränken, also die Verschwendung wertvoller Ressourcen zu vermeiden, weniger Müll, Abgase und andere Umweltgifte zu produzieren, möglichst wenig Strom, Erdöl oder -gas und andere Rohstoffe zu verbrauchen, für deren Gewinnung Natur auf lange Zeit zerstört wird, oder nur so viel Wasser, wie der lokale Kreislauf hergibt.

Die Welt heute ist nicht so schön, wie sie uns in vielen Bildern und Filmen vorgegaukelt wird – sie ist viel schöner, wenn wir sie wirklich erleben.
Die Welt heute ist nicht so schrecklich und gefährlich, wie uns „die andere Seite“ weismachen will – aber es ist erschreckend, grausam und traurig, was Menschen in ihr anrichten, ohne dass andere das verhindern.
Die Menschen an anderen Orten der Welt sind nicht anders als die vor der eigenen Haustür – sie leben nur unter anderen Lebensumständen, haben andere Prioritäten, Besitztümer, Sorgen, …
Die Welt ist nicht wegen Juden, wegen Geld, wegen Ausländerzuwanderung, wegen Kriegen, wegen Politik, wegen gefährlicher Viren so, wie sie ist; sie ist so, weil

  • Du bist, wie Du bist;
  • wir alle sind, wie wir sind;
  • wir nur wenigen die Macht in die Hand geben, sie nach ihren Wünschen zu verändern;
  • wir nicht alle bereit sind, das für sie zu tun, was sie bräuchte;
  • viele sich – aus Angst, dann vielleicht auf etwas verzichten zu müssen, an das sie sich gewöhnt haben – nicht einmal dafür interessieren, was sie tun könnten;
  • wir nicht (mehr) wissen oder gelehrt bekommen, wie wir Menschen uns verhalten müssten, damit wir unser alle Leben besser machen, die Natur und all ihre Bewohner schützen und damit vielleicht sogar die Welt retten könnten;
  • viele Menschen auf der ganzen Welt sich lieber von anderen mit den wirklich lebenswichtigen Dingen versorgen lassen als sich selbst damit zu (ver-)sorgen (und stattdessen Zeit für „wichtigere“ zu haben).

Dabei wäre ein automatischer Nebeneffekt, dass wir uns automatisch auch umeinander – und um die Natur – kümmern, wenn wir genau das versuchen würden: uns möglichst selbst, regional und dadurch automatisch auch saisonal zu versorgen.
Denn jede/r, der/die versucht, möglichst unabhängig von der Versorgung durch andere zu leben, anderen bzw. unserem Sozialstaat oder Pflege- und  Gesundheitssystem möglichst wenig abzuverlangen, wird feststellen, dass das alleine schwer zu bewerkstelligen ist. Niemand, der/die z.B. aus eigener Erfahrung weiß, wie zeitaufwändig, mühsam und unsicher allein gesunde Lebensmittelproduktion ist, wird versuchen, nur „sein eigenes Ding“ zu machen und möglichst andere dafür, also für sich bzw. die eigene Nahrungsproduktion, arbeiten zu lassen, sondern versuchen, einen Beitrag dazu zu leisten – indem er/sie auf die (langjährigen) Erfahrungen anderer zurückgreift oder sich mit „Gleichgesinnten“ vernetzt, die versprechen, sich gegenseitig zu unterstützen.

Die Welt ist kein bequemer Ort; die Natur ist den Naturgesetzen und den Kreisläufen von Auf-, Um- und Abbau, von Geburt, Entwicklung und Tod, von Leben und Sterben, unterworfen.
Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben optimistisch, dass immer mehr Menschen nicht nur einsehen, dass wir unseren Lebensraum und auch unser Menschsein damit weiter zerstören, dass wir uns in andere Welten, in Konsum, Alkohol, Drogen oder Parties flüchten, statt wahrzunehmen, was Wirklichkeit ist, sondern dass wir unsere Augen, Ohren und anderen Sinnesorgane, auch unser Herz dafür öffnen müssen, damit wir genug Anlass sehen und nach anderen Menschen Ausschau halten, um gemeinsam dafür zu sorgen, dass das nicht weiter so bleibt.

Dabei dürfen wir nicht vergessen, einen genaueren Blick zurück zu werfen, um die (globalisierte) Welt auch geschichtlich und politisch verstehen zu können, um zu erahren, wovon ein angeblich neues und gefährliches Coronavirus mit seinen Mutanten, die sich nicht anders verhalten als in all den Jahren zuvor, ablenken soll.

Siehst Du das auch so?

P.s.: Oder bist Du einer der Menschen, die lieber nicht so genau hinschauen und – obwohl sie behaupten, ihr Bestes zu geben – sich damit begnügen, oberflächlich einen schönen Schein oder ein „grünes Image“ zu sehen und für ausreichend wahr zu halten, also zu wahren, statt auch Ursachen auf den Grund zu gehen?

P.p.s.: Wenn Du Dir nicht vorstellen kannst, dass Menschen, die bereits – auch wenn dadurch Menschen verhungern, die es sich nicht leisten können, dafür zu bezahlen – Patente auf Medikamente, Pflanzen oder „Pflanzenschutzmittel“ und Tiere angemeldet haben, die sie genetisch manipuliert, also geschaffen haben, auch auf Menschen beanspruchen, deren DNA sie vielleicht „zufällig“ mit mRNA-Impfstoffen verändern, dann bist Du vermutlich etwas zu blauäugig, was ehrgeizige und machtgeile Menschen betrifft. Auch weltfremde Superreichegewissenlose MusterschülerInnen oder Führungskräfte ohne eigenes Rückgrat brauchen – wie alle Menschen – eine „sinnvolle“ Beschäftigung oder zumindest eine, bei der sie sich nicht nutzlos, sondern bedeutungsvoll vorkommen.

 

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Dank für das Foto gebührt Bermix Studio (auf Unsplash)!