Wie vielleicht aus giftigen Pflanzen (und Tieren oder Pilzen) wirksame Nahrungs-, Heil- oder Genussmittel wurden

Wenn Menschen zu kreativ werden, um zu überleben

Als Wissenschaftlerin mache ich nicht nur Beobachtungen. Ich entwickle Theorien zu allem, was ich sehe und/oder fühle.
Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen wenig Verständnis für ein naturnahes Leben und eine natürliche Ernährungsweise – im Einklang mit der Natur – haben. Wir alle sind beeinflusst von dem, was uns unsere Eltern oder die Gesellschaften, in denen wir aufwachsen, als „normal“ vorgelebt haben, selbst wenn wir uns als Kinder erst daran gewöhnen müssen, dass vieles, was wir überhaupt nicht mögen, gut für uns sein soll oder sein kann.
Weil ich überzeugt bin, dass wir selbst am Besten wissen, was uns – weil wir es spüren, schmecken oder riechen – wirklich gut tut, denke ich, dass das, was wir dazu hören, also gesagt bekommen, nicht unbedingt der Wahrheit entspricht: dem, wie es von Natur aus für uns gedacht ist.

Alles, was wir erst zubereiten, also nicht frisch und roh – in seiner natürlichen Form – zu uns nehmen können, ohne dass uns davon übel wird und wir vielleicht sogar schwer krank werden können, ist meiner Meinung nach ein von Menschen geschaffenes Kunstwerk, seien es gekochte oder anders abgetötete – sterilisierte, konservierte – Pflanzen (oder Tiere) oder Teile, Extrakte, und Mischungen, die daraus gewonnen bzw. hergestellt wurden.
Wir vertragen weder die meisten frischen, ungekeimten Hülsenfrüchte noch die meisten sogenannten Heilpflanzen, -pilze oder Gewürze und „essbaren“ Tiere in Mengen, um nur davon satt zu werden bzw. damit gesund zu bleiben. Da uns die Natur seit Anbeginn der Menschheit – bevor unsere Vorfahren begonnen haben, Nahrungsmittel nicht mehr nur zu sammeln bzw. uns zu erjagen, falls sie in der Lage waren, uns davonzulaufen, zu kriechen, zu schwimmen oder zu fliegen – alles geboten haben muss, was wir zum Leben gebraucht haben, müssten wir auch heute noch in der Lage sein, uns von ihr ernähren zu können, ohne die Methoden zu kennen, die sich Menschen im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte haben einfallen lassen, um sich das Leben bzw. die Nahrungsmittelbeschaffung vielleicht nur leichter, angenehmer zu machen.
Es kostet vielleicht Energie, Pflanzen selbst erst anzubauen oder Tiere selbst zu halten – sie zu kultivieren bzw. zu züchten, zu pflegen und mit dem zu versorgen, was sie als Nahrung brauchen – und/oder sie erst genieß- bzw. über ihre Lebenszeit hinaus haltbar zu machen; aber dafür kann man hinterher einfach zugreifen anstatt sie erneut sammeln bzw. erjagen zu müssen.
Wenn man sich – wie abenteuerlustige Menschen – neue Lebensräume erschließen möchte, ohne zu wissen, ob man dort etwas Essbares findet, kann es überlebenswichtig sein, genug Proviant mitgenommen zu haben, bevor sich die eigene Verdauung an neue Lebensmittel gewöhnt hat.
Der Bauer frisst nur so lange nichts, was er nicht kennt, solange er noch genug von dem hat, was ihn bisher völlig zufrieden gestellt, also gesättigt hat.
Nicht alle Menschen sind so neugierig, so experimentierfreudig, freiwillig „exotische“ Pflanzen, Pilze oder Tiere bzw. Teile davon zu sich zu nehmen und Gefahr zu laufen, sich daran zu vergiften.

Ich weiß nicht, ob wir den VertreterInnen unserer Vorgängergenerationen dafür dankbar sein sollen oder nicht, dass sie es uns ermöglicht haben, uns heute völlig unnatürlich zu ernähren – nicht mehr nur von (Nuss-)Früchten oder Samen, Wurzeln, Knollen oder Rüben, Sprossen oder Keimlingen und jungen Pflänzchen oder Blättern (die keine große Menge an Giftstoffen produzieren, deren Wirkung sich Menschen seit jeher zur Bewusstseinsveränderung oder um damit – bei Unwohlsein – einen Brechreiz auszulösen zu Nutze gemacht haben).
Sehr viele Menschen scheinen aus meiner Sicht unter ernährungsbedingten Krankheiten oder den Folgen ihres zu hohen Fleisch-, Fisch-, Pilz oder Genussmittelkonsums bzw. der Einnahme von wirksamen Heil- bzw. Giftpflanzen in unnatürlichen Mengen zu leiden, auch wenn ihnen gar nicht bewusst ist, dass ihre körperlichen Beschwerden damit zusammenhängen könnten.

Auf der anderen Seite leben andere Menschen sehr gut davon, dass sich so viele Produkte aus Pflanzen, Tieren und diversen Pilzen sowie auch mit Hilfe von Mikroorganismen herstellen und – Dank jahrhunderte- oder sogar jahrtausendealter Werbung dafür – leicht verkaufen lassen.
Jede/r freie Mensch, der oder die freie Entscheidungen treffen kann, bekommt irgendwann (zurück), was er oder sie (sich) verdient hat und unbedingt haben bzw. konsumieren oder in Umlauf bringen möchte. Denn in der Natur wird nichts vergessen, egal ob es mit besten Absichten oder böswillig geschehen ist. Aber ich habe den Eindruck, dass sie normalerweise all denen vergibt, die ehrlich bereuen, was sie sich selbst – ihrem eigenen Körper – angetan haben, weil sie es nicht besser wussten und dachten, sie könnten sich auf das verlassen, was ihnen irgendwann einmal so gelehrt wurde, dass sie es sich zur Gewohnheit gemacht haben.
Nur einschränken oder ganz sein lassen sollten sie es tunlichst bald – um sich nicht weiterhin unnötig stark damit zu vergiften, sondern stattdessen ihre körpereigenen Entgiftungsmechanismen wirksam werden zu lassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Conscious Design (auf Unsplash)!

Wenn Menschen durch ihre Erziehung zum dauerhaften, bewegungslosen Durchhalten (nicht nur im Sitzen) ihre natürliche, ursprüngliche, intuitive bzw. selbstständig erlernte Schwanzsteuerung verloren haben

… und denken, ihre Unterleibsorgane, ihr Magen oder ihr Kopf könnte ihnen dabei helfen, dahin zu gelangen, wo sie bekommen, was sie von Natur aus brauchen, sich also von ganzem Herzen wünschen

Auf mich machen relativ wenige Menschen den Eindruck, ihren Körper (oder Geist) zu verstehen, bzw. sehen für mich so aus, als stünde ihr Körper im Einklang mit einem friedlichen Geist und einer zufriedenen Seele.
Mich macht skeptisch, wenn Menschen, die eindeutige Krankheitszeichen wie

  • (Lebens-)Energie– oder Lustlosigkeit, also (Lebens-)Müdigkeit, Trägheit und fehlenden Appetit oder
  • ein übersteigertes, zwanghaftes Bedürfnis nach Nahrung, Sex oder Schlaf;
  • Probleme damit, sich freiwillig auf Dinge einlassen oder konzentrieren zu können, die nützlich – wichtig, gesund – für unser (Über-)Leben sind (denn wir sind nicht dazu gemacht, unseren Fokus auf Befehl – ohne eine Erklärung, die uns schlüssig erscheint – auf etwas zu richten, was uns selbst überflüssig und damit nutzlos anmutet), und – dadurch verursacht –
  • eine körperliche Unförmigkeit, geistige Abwesenheit, also Unansprechbarkeit, oder seelische Unausgeglichenheit zwischen übermäßiger Freude oder Wut und tiefer Traurigkeit, in der sie – bewegungslos – versinken,

aufweisen, behaupten, sie wären gesund oder glücklich, genau so, wie sie sind.

Allerdings befürchte ich, dass viele – weil sie es noch nie erfahren haben oder sich nicht mehr daran erinnern können, wie es als Kind war, als man sich mit dem zufrieden geben konnte oder musste, was andere bereit waren zu geben – sich nicht einmal vorstellen können, wie sich Glück und Zufriedenheit mit dem eigenen Leben anfühlen kann, ohne dass sie sich ständig neue (Fern-)Ziele setzen, die es zu erreichen gilt (um ihrem unnatürlichen Leben entfliehen oder sich vermeintliche Herzenswünsche erfüllen zu können).

Besonders unausgeglichen-traumatisiert wachsen viele Kinder auf, wenn ihre Eltern all ihre körperlichen Bedürfnisse auf die Nahrungszufuhr durch den Mund oder den Geist reduzieren und nicht ehrlich darüber aufklären, dass Menschen auch sexuelle Bedürfnisse oder den Drang haben, sich selbstständig und eigenverantwortlich – ohne immer Rücksicht auf andere nehmen, ihne zuliebe besonders vorsichtig sein zu müssen – zu bewegen und persönlich – auf ihre individuelle Weise frei – weiterzuentwickeln.
Menschen brauchen immer wieder neue Herausforderungen, vor die sie sich stellen können, um zu wissen, erfahren zu können, wo ihre eigenen Grenzen – die sie sich netweder selbst in den Kopf gesetzt haben oder von anderen haben suggerieren lassen – tatsächlich liegen.

Diejenigen, die nicht bedenken, dass wir Menschen mit aufrechtem Gang dazu gemacht sind, Schritt für Schritt durchs Leben zu gehen, möglichst auf dem Boden zu bleiben bzw. immer wieder sanft darauf aufzukommen und dabei zu lernen, unsere (Lebens-)Erfahrungen zu sammeln, sondern sich – vielleicht un- oder unterbewusst – vorstellen, sie hätten immer noch einen Schwanz, der ihnen dabei hilft, sich auch auf gefährlichem Terrain – wo es wichtig ist, das Gleichgewicht zu (be-)halten – sicher fortzubewegen oder den eigenen Körper nach einem Absprung durch die Luft steuern zu können (um an einem anvisierten Ort zu landen) wagen vielleicht zu große Sprünge.
Früher oder später werden sie es wahrscheinlich büßen – weil unser Körper nicht ewig mitmacht, wozu er von Natur aus nicht gemacht ist.

Zum Glück gibt es die biologische Forschung, die ihnen dann vielleicht helfen kann, den Ursprüngen ihrer Beschwerden auf den Grund zu gehen – damit sie ihre eigene Evolution, ihre eigene Entwicklung zu dem Menschen, der sie geworden sind, verstehen und vielleicht sogar revolutionieren, also wenigstens teilweise umkehren, in etwas umwandeln können, mit dem sie sich – auch ohne den Schwanz, den wir Menschen alle einmal verloren haben bzw. der uns nur rudimentär als Steißbein erhalten geblieben ist – (wieder) wohler fühlen.

 

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Dank für das Foto gebührt Jason Leung (auf Unsplash)!

Ansteckungsrisiko! Das unaufhaltsame, pandemische Umsichgreifen eingebildeter Krankheiten

Wie mit ehrgeizigem oder schambehafteten Einfallsreichtum bzw. angstgesteuerten Erkenntnissen über das Leben, die als Lehren verkauft werden aus (un)glücklich-, (un)zufrieden-kranken Menschen oder den Solidargemeinschaften, in den sie zusammen leben und sich dabei gegenseitig infizieren können, eine angeblich unheilbar kranke, kriegerische Welt wird, die droht, im Chaos zu versinken

Menschen müssen sich – um naturgemäß friedlich und angstfrei miteinander leben zu können – ihre Welt und sich selbst erklären können.
Sie müssen – wenn sie nicht mit der Zeit unzufrieden und dadurch unglücklich und krank werden wollen – wissen, wer sie sind:

  • Woher sie kommen bzw. woher nicht;
  • was sie können oder nicht können, und
  • was sie in ihrem Leben wie noch erreichen oder auf keinen Fall werden wollen.

Menschen, die nicht mit sich selbst im Reinen sind und sich selbst nicht verstehen, neigen dazu, die Welt oder andere Menschen als ihnen feindlich gesinnt zu sehen, als Übel, das beseitigt oder zumindest unter Kontrolle gebracht werden müsste oder könnte.
Dabei ist Unzufriedenheit oder persönliches Unglück immer eine individuelle Angelegenheit, auch wenn viele andere auch – in ähnlicher Weise – davon betroffen sind, die als LeidensgenossInnen oder Seelenverwandte (an-)erkennen.

Solidarisch geteiltes Leid ist – vor allem für Menschen, die Mathematik beherrschen und gut (be-)rechnen können, aber wenig bzw. nur sehr einseitige, schlechte Lebenserfahrungen beisitzen – nur ein halbes Leid, vor allem, wenn man sich gegenseitig, gemeinsam, einreden kann, dass man selbst in der „verschworenen Gruppe“, die ein oder mehrere Heilmittel für sich gefunden hat, alles richtig macht – jetzt, nachdem man vielleicht aus Unwissenheit einige Fehler begangen hat, die der eigenen Gesundheit geschadet haben – oder nichts gegen das eigene Leid tun kann als gemeinsam weiter zu leiden bzw. sich davon abzulenken, dass man körperliche oder seelische Schmerzen hat (denn unser Gehirn, in dem unser Geist wirkt, ist schmerzunempfindlich):

  • Mit erblichen oder ansteckenden Krankheiten, vor denen man sich angeblich nicht schützen kann, lässt sich ein ungesunder Lebensstil, dem Kranke fröhnen, entschuldigen.
  • Hinter einem zu stressigen oder eintönigen Job und daraus entstehendem Bewegungsmangel aus Energielosigkeit lassen sich private Krisen verbergen.
  • Mit Wetterfühligkeit lassen sich ein allgemeines Unwohlsein, schlechte Laune oder Kreislaufbeschwerden erklären.
  • Mit dem gemeinsamen Jammern über Wechseljahresbeschwerden lässt sich eine die Trauer über eine „verlorene“ Jugend leichter ertragen.
  • Mit Zeckenbissen können Menschen sich ihre Depressionen wegdenken.

Für jeden Zweck, jedes Krankheitssymptom, gibt es einen passenden „Schuldigen“, auch wenn sich viele Menschen heute als „selbst schuld“ betrachten, weil sie sich allein für ihre eigenen körperlichen oder geistigen Eskapaden verantwortlich machen.
Dabei sind kranke Menschen heute nur ein Zeichen dafür, dass die Gemeinschaften, in denen sie leben, kein Gesundheitsbewusstsein besitzen und nicht an natürliche Selbstheilungskräfte glauben.
Echte HeilkundlerInnen, die Krankheiten auf den Grund gehen, um sie zu heilen – die umfassend untersuchen, warum Menschen krank geworden sind und wie sie sich von ihren Krankheiten heilen könn(t)en – denn nicht alle sind bereit, ihre gesundheitsschädlichen Beziehungen oder anderen Solidargemeinschaften aufzugeben, um sich von ihren Leiden zu befreien, oder ihr Leben so zu verändern, dass sie die Gelassenheit entwickeln können, sich selbst unsolidarisch ihnen gegenüber zu verhalten und eigenständig, ohne ihre Unterstützung, ein gesünderes, zufriedeneres, glücklicheres Leben im Einklang mit sich selbst, nicht in erster Linie mit anderen zu führen.
Gefährliche, ansteckende Krankheiten lassen sich so leicht vermeiden: Mit einem gesunden Abstand zu Menschen, die sich selbst für (un-)heilbar krank halten, weil sie noch keinen Weg gefunden haben, ohne regelmäßige Besuche bei ÄrztInnen, HeilpraktikerInnen oder in Kliniken, ohne die Einnahme von Medikamenten oder „Nahrungsergänzungsmitteln und/oder ohne den „Schutz“ durch Impfungen gesund zu bleiben. Zusätzlich ist ein gesunder Abstand zu allen, die Krankheiten als lebensbedrohlich und ihre Lösungen – um die Welt von ihnen zu heilen oder alle Menschen und „die Natur“, also vor allem große, sichtbare Tiere oder Pflanzen und Pilze vor ihnen zu retten – als alternativlos propagieren, zu empfehlen.

Gegen sehr viel eigene Fantasie oder den großen Ideenreichtum der führenden Köpfe der Welt hilft – genau wie gegen eigene Scham, Familienschande oder einen gewaltbereiten Nationalstolz und Angst – nach der bewussten Konfrontation mit sich selbst und der eigenen Vergangenheit bzw. der Einsicht, dass man sich damit nicht nur bisher geschadet hat sondern auf Dauer nur selbst immer mehr damit schadet – nur das (gemeinsame) bewusste Heraus- und Zurücklassen des damit verbundenen Schmerzes sowie das regelmäßige Erinnern daran, selbst wenn es mit der Zeit langweilig wird

Wenn Menschen nicht ignorieren oder vergessen könn(t)en, dass sie krank werden könnten, wenn sie sich nicht gesund halten; wenn Menschen sich angewöhnen könn(t)en, sich selbst immer wieder zu Ruhe und Neuordnung aufzurufen bzw. von anderen, die ihnen dabei helfen wollen, aufrufen zu lassen, können vor allem chronische Krankheiten bzw. akute Beschwerden, die aus vorhandenen Vorerkrankungen – eines (immun-)geschwächten Körpers, Geistes oder einer entzündeten Seele – meiner Meinung nach mit einem gesunden, angstfreien, Selbstbewusstsein, einem zufriedenen – statt kämpferischen – Selbstbild, in der ganzen Welt „ausgerottet“ werden.

Da es allerdings nicht nur große ProfiteurInnen von Gesundheitskrisen bzw. (Ur-)Ängsten oder dem menschlichen Bedürfnis nach Geheimniskrämereien gibt (wenn uns etwas peinlich ist, worüber wir nicht offen reden möchten), die nicht nur unsere Medienwelt beherrschen, werden eingebildete Krankheiten aber wohl weiterhin immer wieder – medial verbreitet – um sich greifen, bis alle unzufriedenen, kranken, wütenden und/oder unglücklichen Menschen bzw. ganzen Gesellschaften vielleicht auf andere, ursprünglichere Weise wie Mundpropaganda, also gemeinsame Gespräche auf Augenhöhe zu ihrer gesunden, friedlichen und glücklichen Natur gefunden haben, die sie gemeinsam pflegen und sogar die ganze Welt damit heilen könnten.
Für GesundheitswissenschaftlerInnen wird es vermutlich weiterhin schwer bleiben, Kranke von ihrem verzerrten Selbstbild zu überzeugen, das für sie – ihre Seele – mehr als einen Gewinn darstellt, sogar wenn sie stark unter ihren körperlichen und/oder geistigen Symptomen leiden.
Ich denke, es gibt trotzdem Hoffnung. Denn die stirbt bekanntlich immer zuletzt.

P.s.: Weder ein Gesundheits- oder anderes System, das die belohnt, die sich „richtig“, angemessen, verhalten, noch diejenigen bestraft, die es nicht tun und dadurch krank oder straffällig werden, wird auf Dauer dafür sorgen, dass Menschen gesund und glücklich und zufrieden bleiben. Es muss erlaubt sein, Fehler zu begehen und sich auch einmal unangemessen zu verhalten – in dem Wissen, dass man die Möglichkeit bekommt, sich zu entschuldigen. Von Natur aus haben wir die und können selbst alte Wunden ausheilen lassen. Nur das Wissen oder Vertrauen dazu haben viele Menschen noch nicht.

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Dank für das Foto gebührt Usman Yousaf (auf Unsplas)!

Liebe, Lust und Leidenschaft

Die Macht der natürlichen, hormonbedingten menschlichen Anziehungskräfte über vernünftige, glaub- oder gewissenhafte Vermeidungs- oder bewusste Abstoßungsreaktionen

Menschen, die in ihrem Leben zufällig – weil sie sich entschieden haben, zu einem bestimmten Zeitpunkt am selben Ort bzw. an einem bestimmten Ort zur selben Zeit zu sein – aufeinandertreffen, treten miteinander in Resonanz. Selbst wenn sie sich weder besonders sympathisch sind, also intuitiv gleiches Mitleid für sich oder andere empfinden bzw. ähnlich leidvolle Erfahrungen in ihrem Leben gemacht haben, noch gemeinsame Interessen finden, die ihnen Lust darauf machen, sich wiederzusehen, oder sich ineinander verlieben, weil sie sich von Anfang an gefallen, gerne zuhören, gut riechen und schnell eine gemeinsame Zukunft vorstellen können, können sich unterbewusst Anziehungskräfte entwickeln, wenn die natürliche Chemie zwischen ihnen stimmt (die nicht von künstlichen Düften, gekünstelten gegenseitigen Vorstellungen oder anerzogenen – statt frei erlernten – Verhaltensweisen getäuscht werden kann).

Wer sich und die eigenen sieben Sinne (inklusive der feineren, feinstofflichen oder hellen, erhellenden Form) – bzw. wie sie sich befriedigen bzw. beruhigen lassen – schon gut kennt, spürt, wenn ihm oder ihr harmlos, unauffällig oder sogar abstoßend wirkende Menschen gefährlich werden können, oder andere, die sich besonders auffällig verhalten oder kleiden, keine besondere Bedrohung darstellen, sondern nur anwesendpräsentsein oder wahrgenommen werden wollen.

Alle anderen lernen es im Laufe ihres Lebens – je nachdem, wie

  • neu- bzw. wissbegierig und experimentierfreudig (oder traumatisiert – verletzt oder durch Vorerfahrungen sozial gestört) sie sind,wie
  • viel Zeit sie sich dafür nehmen wollen und wie
  • viel Lust sie darauf haben oder wie
  • sehr sie sich selbst vertrauen (können) statt sich nur auf das verlassen zu müssen, was andere ihnen weismachen wollen –

früher oder später – schneller oder langsamer – oder vielleicht auch gar nicht, in wessen Nähe sie sich gefahrlos begeben und aufhalten können, ohne es hinterher zu bereuen, oder wem sie besser möglichst aus dem Weg gehen bzw. von wem sie sich lieber baldmöglichst wieder freundlich verabschieden sollten, wenn sie nicht immer wieder unnötig lange darunter leiden – also Mitleid empfinden oder Sehnsucht nach (neuer oder mehr) Liebe, Lust und Leidenschaft spüren wollen, weil manche Menschen sie immer wieder in Versuchung führen, d.h. mit (un-)bewusster (Um-)Werbung versuchen bzw. es sogar schaffen, sie abhängig davon bzw. regelrecht süchtig danach zu machen.

 

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Dank für das Foto gebührt Dan-Cristian Pădureț (auf Unsplash)!

Survival of the emotionally fittest (im Laufe der Zeit und Evolution)

Du kannst nur zukunftsfähig bleiben, wenn Du – ökologisch – mit den Launen der Natur leben kannst, also nicht vor Angst krank wirst und (aus-)stirbst, wenn Du unvorbereitet mit ihnen konfrontiert wirst (weil Du zuerst ökonomisch denkst)

Die gängige Evolutionstheorie und natürliche Selektion, die von VertreterInnen des intelligent design angezweifelt wird, macht nur Sinn, wenn man nicht in intellektueller oder körperlicher Stärke oder Schönheits- und Machtidealen denkt, sondern in Kreativität, Andersartigkeit und neuen Möglichkeiten, Flexibilität, Ausdauer, Mut und Gelassenheit oder Genügsamkeit bzw. Unabhängigkeit von Ressourcen, die andere – Stärkere – zum Überleben brauchen, vor allem in Not- oder anderen Krisenzeiten.
Alle großen und zu komplexen oder komplizierten, körperlich oder geistig bewegungsstarren oder –faulen Organismen, die viel Energie zum Überleben brauchen oder (ungenutzt) verschwenden, bleiben zuerst auf der Strecke, wenn ihre lebensnotwendigen Ressourcen knapp werden.
Fitness zeigt sich nicht nur auf körperlicher Ebene oder in geistiger Stärke, Scharfsinnigkeit und Selbstbewusstsein, sondern auch in seelischer Gelassenheit:

  • im Vertrauen, dass alles – im Innen wie im Außen – gut ist, wie es ist, bzw. einen Sinn hat, wenn es sich gerade überhaupt nicht gut anfühlt oder einmal angefühlt hat;
  • in der Freude, auch alleine gegen jede Vernunft oder das, was andere empfehlen oder vormachen, zu handeln, z.B. gegen den Strom zu schwimmen, wenn alle anderen sich von ihm Mitreißen lassen, oder
  • dem Leichtmut, Dinge sein lassen zu können, die in der Vergangenheit vernünftig erschienen (und z.B. auch von einem – von finanzstarken Großindustriellen über lange Zeit geplanten –  gesellschaftspolitischen Great Reset oder einer mit eigenen finanziellen Mitteln vorangetriebenen industriellen Revolution der Natur bzw. anderen Menschen oder Lebewesen, die dabei ihre Lebensräume verlieren, zuliebe wieder abzulassen).

Wenn es plötzlich ums eigene Überleben geht (weil man alle Warnzeichen – inneren oder äußerlich sicht- oder hörbaren – ignoriert und sich womöglich selbst in Lebensgefahr gebracht hat), nutzt es wenig,

  • erst lange – zeit- und energieaufwendig – überlegen zu müssen, was man tun könnte, um – nach ökonomischen Gesichtspunkten – gut auf das vorbereitet zu sein, was kommt,
  • einfach dasselbe so weiter zu machen wie bisher oder
  • auf Rettung durch andere zu hoffen.

Viel wichtiger kann sein, vor allem wenn es um die Erhaltung der eigenen Art geht,

  • intuitiv zu wissen, das heißt auf un(ter)bewusst gespeicherten Informationen – Lebenserfahrungen – zugreifen zu können, die die eigenen Vorfahren bzw. Vorgängergenerationen gesammelt und überliefert haben (in Form von Genen oder epigenetisch, auf vielfältigen anderen Wegen), oder
  • im Laufe des eigenen Lebens bewusst – selbstverantwortlich oder zugleich mit Hilfe, durch Beobachtung und Nutzung der Erfahrung anderer – gelernt und verstanden zu haben,

wie man selbstständig (über-)leben und sich innerhalb von Lebensgemeinschaften auch noch erfolgreich fortpflanzen kann.

Evolutions- also immer wieder zukunftsfähig sind meiner Meinung nach nur Lebewesen, die nicht einfach nur gut an die bestehenden Lebensbedingungen angepasst sind, sondern mit – auch plötzlichen – Veränderungen und/oder Verlusten der gewohnten Bedingungen umgehen, sie also entweder gelassen hinnehmen können oder neu zu nutzen, sich also in allen neuen Lebenslagen zu helfen wissen – weil sie keine zu einseitige, spezielle, spezialisierte Überlebensstrategie haben, sondern immer auch mindestens einen Plan B (oder rechtzeitig vor dem eigenen Tod ausreichend gesunde Nachkommen).

Das Universum, das große Ganze, das alle Lebewesen gemeinsam bilden und das nur in seiner Ganzheit zu funktionieren scheint – so sieht es für mich aus – in regelmäßigen Abständen für ausgleichende Gerechtigkeit zu sorgen – wenn sich eine Art von Organismen zu lange zu unökologisch verhalten, sich übernommen – über die ihr von Natur aus zustehenden Verhältnisse gelebt –  und andere Arten oder ArtgenossInnen nicht respektiert, sondern unterdrückt und dadurch ausgebeutet oder missbraucht hat. Dadurch bekommen natürliche Mutationen – „Unarten“ oder anfänglich vielleicht nutzlos erscheinende „Abarten“ – eine Chance bekommen, als neue Arten zu überleben.

Die Intelligenz der Natur zeigt sich darin, dass es auf zumindest auf geistiger, über das individuell materiell-vergängliche hinausgehenden – Ebene nichts völlig Nutzloses, also auch keine unerklärlichen Phänomene gibt: Alles hinterlässt Spuren, also Informationen, die Lebewesen sich zunutze machen können, wenn sie aufgrund ihres individuellen Bewusstseins (oder einer zufällig sinnvollen körperlichen „Missbildung“ bzw. Mutation) nicht nur auf seelischer Ebene dazu in der Lage sind, darauf zuzugreifen. Die Frage, auf die die Evolution im Laufe der Zeit die Antwort liefern wird, ist immer nur, was genau sie daraus machen wird, weil es die beste Idee (oder sie die „fitteste“, „bestangepasste“ Mutante) war, die sich durchsetzen konnte.

Die Natur bleibt spannend! Ich hoffe, ich darf noch lange beobachten, wohin unsere Evolution-, also Entwicklungsfähigkeit, den „modernen Menschen“ bringen wird – vor allem im Hinblick auf den (bio-)technologischen Fortschrittsglauben, das fehlende biologische Wissen und die Naturferne vieler.
Menschen, die heute noch der Meinung sind, dass ein/e VersagerIn im Leben oder EnergieverschwenderIn ist, wer nicht generell so früh wie möglich ins Handeln kommt und das immer auch erfolgreich – im Idealfall termingerecht – zu Ende bringt, was einmal angefangen wurde (oder zu sentimental gegenüber „alternativloser“ Naturzerstörung, Tierquälerei oder sogar Missbrauch von Menschen als Versuchskaninchen für neuartige „Verfahren“ in diversen Bereichen – angeblich zum Nutzen der Menschheit – ist), dürf(t)en sich heute eigentlich nicht mehr darüber wundern, wenn sie am Ende auch selbst fertig sind.

P.s.: Es ist im Grunde bezeichnend, dass vor allem zu einseitig – rational oder emotional – denkende Menschen (ohne emotionale Intelligenz, also Einfühlungsvermögen in andere, die sich von ihrer Intuition, nicht von ihrem Verstand oder ihren Hormonen bzw. körperlichen Bedürfnissen ihrem leiten lassen) sich nicht vorstellen können, dass sich alles in der schöpferischen Natur weder völlig irrational noch „nur zufällig“ so entwickelt, dass sie es verstehen könn(t)en. Die Natur ist ein Wunderwerk der Geschenke, die nicht aus dem Nichts heraus entstehen können, sondern bestimmte Voraussetzungen brauchen, und die andere mutwillig, willkürlich mit voller Absicht oder aus Unachtsamkeit zerstören können, selbst wenn sie es nicht böse meinen – solange sie nicht verstanden haben, wofür sie aus evolutionärer Sicht da sind bzw. waren.

P.p.s.: Wo nur ein einzelner, gut durchdachter oder vorbereiter (Überlebens-)Wille ist, kann die Evolution schneller enden als in einer Gemeinschaft, die nur den gemeinsamen Wunsch hat, so zu leben, dass alle damit glücklich sind und in Frieden mit sich selbst und den anderen leben können, ohne aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen vom Leben immer wieder – wie wilde Stiere – gegeneinander kämpfen zu müssen. Die Möglichkeiten der natürlichen Schwarmintelligenz sorgen dafür, dass einzelne Lebewesen, die sich ihr gegenseitiges (Selbst-)Vertrauen schenken, (auch wenn ihnen „nur“ keine andere Wahl bleibt) sich auch ohne vorher ausgewählte AnführerInnen oder anderen OrdnungshüterInnen zu „höheren Strukturen“ – Strukturen, die in der Summe (vielleicht weil die Sonne etwas mehr für sie scheint) mehr Energie freisetzen oder Kraft geben als jede/r einzelne investiert hat – organisieren können, um ihre (Lebens-)Ziele zu erreichen.

 

 

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Dank für das Foto gebührt Hulki Okan Tabak (auf Unsplash)!

Was Du hörst, siehst, riechst oder fühlst, ist von Natur aus nicht immer wirklich so existent, wie Du denkst

Wenn moderne Menschen übertrieben einseitige Bild- und Ton- bzw. Symbolsprache oder manipulierte Düfte für zu bare Münze nehmen und sich davon durch ihr Leben steuern lassen

Vielleicht steht am Anfang der Homo sapiens-Geschichte tatsächlich das Wort, wie es uns die Bibel erzählen will.
Vermutlich war diese biologische Art tatsächlich die erste, die sich

  • aufgrund ihres Sprachapparates (dessen Anatomie bzw. Physiologie sich Dank ihres aufrechten, zweibeinigen Ganges entwickeln konnte) sowie
  • wegen ihres natürlich begründetet Einfallreichtums (der sich aus der Nutzung ihrer Hände als Werkzeuge oder zur Werkzeugherstellung ergab – denn Lebewesen nutzen von Natur aus alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten) und
  • durch ihre Intelligenz – ihrer Fähigkeit, sich einen eigenen dritten, einen dazwischenliegenden Mittelweg wählen zu können, wenn andere ihnen nur zwei Optionen zur Auswahl stellen –

ein kompliziertes Sprachsystem ausdenken konnte, mit dem sie in der Lage war, sich gegenseitig die Welt bis ins kleinste Detail zu erklären.
Aus biologischer Sicht ist es allerdings zu kurz gegriffen, die Menschheitsgeschichte, um sie verstehen zu können, erst bei Adam und Eva anfangen zu lassen.
Nur weil die Menschenarten vor uns nicht sprechen konnten, heißt das nicht, dass sie sich vorher nicht miteinander unterhalten, über sich selbst und die eigenen Vorhaben oder Absichten und über ihren Lebensraum kommunizieren konnten.
Alle Lebewesen haben die Fähigkeit, sich aufeinander einzulassen oder sich gegenseitig bewusst zu ignorieren, also zu signalisieren, ob sie in Ruhe gelassen werden wollen oder – zum Austausch von Informationen (oder sogar materiellen Waren) – an einem (Körper-)Kontakt interessiert sind, für den sie auch Berührungen in Kauf nehmen oder sogar – bewusst – zulassen (wollen).

In der Natur begegnet man sich je nach Tageslaune und/oder je nach den persönlichen, im eigenen Körper automatisch (mit Hilfe eines Gehirns oder rudimentäreren Nervensystems) abgespeicherten Lebenserfahrungen mit ArtgenossInnen oder artfremden Individuen –

  • falls man Augen oder andere Organe besitzt, die einen Eindruck der Umgebung vermitteln – in Bildern;
  • falls man Ohren oder andere Organe besitzt, um Geräusche wahrzunehmen – in Tönen;
  • falls man eine Nase oder andere Riechorgane besitzt – in Gerüchen;
  • falls man mit anderen, zusätzlichen Sinnesorganen oder vielleicht besonderen Fein- und Hellsinnen ausgestattet ist – in anderen Schwingungen bzw. Gefühlen,

gegenseitig neugierig oder eher vorsichtig-skeptisch.

Panische Angstreaktionen, ohne dass vorher ausreichend (Warn-)Signale dafür abgegeben wurden, dass eine Gefahr im Anmarsch ist, lassen sich in der freien Natur eher selten beobachten. Wer als JägerIn in der Natur überleben will, muss sich möglichst lange zusammenreißen und harmlos darstellen, um auf erfolgreiche Überraschungsangriffe setzen zu können. Beutetiere halten sich zur eigenen Sicherheit nicht sicherheitshalber den ganzen Tag oder die ganze Nacht möglichst fern von ihnen, weil sie sonst in ihrem Leben überhaupt keine ruhige Sekunde mehr hätten.
Aber: Sie sind immer möglichst wachsam und halten ihre Augen, Ohren, Nase oder andere Sinnesorgane weit geöffnet bzw. verlassen sich, wenn sie in Gruppen leben, – auch wenn sie vermutlich nichts darüber wissen können, weil sie keine Möglichkeit haben, es miteinander abzusprechen – auf die natürliche Schwarmintelligenz ihrer Gruppe, die dafür sorgt, dass immer jemand wachsam sein und alle anderen warnen wird.

Ich weiß nicht, ob

  • Menschen sich ihr Leben gegenseitig einfach zu kompliziert gemacht und zu viele (energetische) Informationen in die Welt gebracht haben, so dass sich nur wenige darin überhaupt noch zurechtfinden und ihren eigenen Sinnen vertrauen (sondern stattdessen eher dem, was ihnen Nachrichtendienste zutragen);
  • es unter den Menschen besonders viele Spaßvögel gibt, die anderen mit ihrem „Humor“ oder ihrer Sensationssucht das Leben zur Hölle machen, weil sie es lieben, so zu tun, als bestünde eine akute Lebensgefahr für alle, auch wenn überhaupt keine Gefahr herrscht (so dass viele andere irgendwann überhaupt nicht mehr auf Warnsignale reagieren); oder ob
  • unter uns Menschen zu wenige unvoreingenommen, immer noch auf das Leben und andere Menschen, Tiere, Pflanzen, Pilze, Bakterien, Viren, … neugierig sind, denen es außerdem (noch) Freude bereitet, andere Menschen an den eigenen, unerfreulichen, aber selbstverantworten Lebenserfahrungen teilhaben zu lassen (die sich daraus ergeben haben, dass sie selbst viel zu übertrieben auf keine echte Gefahr oder viel zu langsam auf etwas sich lange Abzeichnendes reagiert haben).

Jedenfalls stelle ich fest, dass wenige andere ehrlich darüber aufklären, was sie aus eigener Dummheit – weil sie zu viel oder zu wenig Angst vor realen Gefahren hatten – in ihrem bisherigen Leben alles „falsch“ eingeschätzt und vielleicht deshalb auch gemacht haben.
Menschen, die – entgegen dem, was andere über sie denken (könnten) – ein bestimmtes Bild von sich selbst kreieren wollen, mit dem sie sich wohl fühlen (statt sich dafür vor anderen, die sie für besser/schlauer/schöner/gebildeter/… halten, schämen zu müssen), stellen sich und das, was sie in ihrem Leben tun, gerne nur im besten Licht, also sehr einseitig dar.
Menschen, die nicht einfach „nur“ selbst denken, sie hätten ihre eigenen sieben Sinne(sorgane) immer beisammen, sondern wissen – weil sie sie genauestens studiert und über viele Jahre an sich und anderen beobachtet haben – wie „fehleranfällig“ und leicht beeinflussbar sie von außen sind (bzw. seit den ersten Kindheitstagen waren), befinden sich jedenfalls meiner Meinung nach auf einer sichereren Seite (was ihr Erkenntnisvermögen hinsichtlich Sinnestäuschungen betrifft): Sie werden – weil sie es bei Menschen, mit denen sie sich länger beschäftigt haben, absehen können – selten davon überrascht, wenn sie erfahren, dass die sich einen Spaß daraus gemacht haben, Menschen zu täuschen, oder davon profitieren, dass andere dem, was sie sagen oder tun, blind vertrauen).

Natürlich kann man sich – wenn man sich entweder als Mann als Opfer einer Frau fühlt oder als Frau als das schwache Geschlecht  – einer alten Bildergeschichte Glauben schenken, in der eine Frau auf das verlockende Angebot einer bösen, verführerischen Schlange, der man die Schuld daran in die Schuhe schieben kann, dass die Menschen aus dem Paradies vertrieben wurden. Natürlich kann man darauf hoffen, dass immer wieder HeilsbringerInnen kommen und alles Böse von der Erde vertreibt, ohne dass man selbst dabei irgendetwas Wichtiges verliert, was man sich über viele Jahre hart gegenüber sich selbst (und oft auch skrupellos gegenüber anderen) erarbeitet hat.

Man könnte aber auch einfach

  • die Symbolsprache erkennen,
  • sich bewusst machen, dass wir ohne schlechte Zeiten oder Erlebnisse mit der Zeit gar nicht mehr wüssten, was gute sind bzw. waren, und
  • die Parallelen zur heutigen Welt ziehen.

Naturwissenschaftlich-ökologisches, ganzheitliches (statt nur leblos-ökonomisches) Denken in Kombination mit meinen Lebenserfahrungen hat mich davon überzeugt, dass

  • alle Materie auch von einem Geist, von Energien, erfüllt ist, die sich selbstständig ineinander umwandeln (können) oder – in guter oder böser Absicht, um andere zu ärgern oder bewusst für eigene Zwecke zu manipulieren – ineinander umwandeln lassen,
  • alles im Leben – außer die Entwicklung des Bewusstseins durch Lerneffekte, die sich in der materiellen Natur manifestieren können (wenn Menschen ihre Ressourcen nicht gleichzeitig zu sehr für sich alleine beanspruchen, also ausbeuten) – zyklisch verläuft,
  • es nach jedem Ende nicht nur einen neuen Anfang gibt, sondern dass sich jeder neue Kreis auch irgendwann wieder schließen (lassen) muss, weil alles, was beginnt, irgendwann einmal enden wird (vielleicht weil Menschen – wie schon in unserer Vergangenheit – etwas zu eng gesehen oder zu weit getrieben haben).

Es ist nicht so schwer, die Naturgesetze zu lernen und zu verstehen, mit denen unsere Welt im Gleichgewicht – zwischen „guten“ und „bösen“ Energien (wenn Du sie so sehen willst, um sie besser für Dich einordnen zu können) – bleibt. Es macht keinen Sinn, gegen die zu kämpfen, die nicht in Dein „heiles“ Weltbild passen, wenn das überhaupt kein vollständiges ist.
Beschäftige Dich lieber damit, warum Du die Welt so wahrnimmst, wie Du es tust: mit Deinen Augen oder Ohren und all Deinen anderen äußeren und inneren (Sinnes-)Organen, – vielleicht erklärt sie sich Dir dann sogar irgendwann genauso von selbst wie unseren Vorfahren. Die sind mit ziemlicher Sicherheit nicht weniger friedlich oder kämpferisch miteinander umgegangen als wir heute (auch wenn sie weitaus weniger gefährliche, zerstörerische Waffen hatten …), und für sie war die Welt mit ziemlicher Sicherheit auch nicht mehr oder weniger in Ordnung als sie es für uns heute ist (obwohl entweder sinnes-/wahrnehmungsgestörte oder naturwissenschaftlich sehr ungebildete Menschen sie immer noch ordentlicher herrichten wollen …).

P.s.: Wenn du das Gefühl hast, niemand interessiert sich für Dich und das, was Dir am Herzen liegt, kann es entweder daran liegen, dass Du nichts wirklich Interessantes weißt, sagst oder tust, oder dass andere die besseren (finanziellen) Möglichkeiten und (Markt-)Instrumente haben, um das Interesse von Menschen für das zu wecken, was sie interessiert oder ihnen persönlich am Herzen liegt. Und wenn Du offenbar so anziehend auf andere wirkst, dass Du Dich vielleicht sogar schon verfolgt fühlst, würde ich mir überlegen, ob es daran liegt, dass Du Dich als besonders begehrenswert darzustellen versuchst oder ob Du etwas besitzen könntest, was andere gerne von Dir für sich selbst haben würden (und ob Du überhaupt bereit bist, ihnen das zu geben). Die Welt kann sich für Dich – weil sie rund ist und je nachdem, wie Du sie betrachtest – von einem Moment auf den anderen völlig auf den Kopf stellen oder verdrehen, ohne dass sie sich in der Realität dadurch verändert. Warum vertraust du dann Menschen, die behaupten, sie für Dich besser zu machen; findest ihre Denkfehler, Wissenslücken oder anderen Schwachstellen heraus und nimmst Dein Leben mehr selbst in die Hand?

 

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Dank für das Foto gebührt Simon Stratford (auf Unsplash)!

 

Wenn „Hundeprofis“ hartes Überlebenstraining mit ausgelassen-entspanntem „Spiel“ verwechseln

Oder wenn Menschen panische (Verlust-)Angstreaktionen für draufgängerische „Streitlustigkeit“ oder „Bösartigkeit“ halten

Wenn ich im Alltag die Meinungen vieler Menschen übereinander höre, habe ich oft den Eindruck, viele wissen weder viel über menschliche, körperliche Ausdrucksformen (die über den Inhalt ihres Gesagten hinausgehen) noch über Rollen, die Menschen in ihrem Leben (gelernt haben zu) spielen.
Deshalb wundert mich deren Meinung über Hunde noch weniger.
Ohne Mitgefühl und/oder Verständnis für die eigene Spezies – nicht nur für „Lieblingsexemplare“ – weil es durch (zu viele, vielleicht bereits frühkindliche) schmerzhafte Erfahrungen abgestumpfe und nicht bewusst gegengesteuert, also neues (Ur-)Vertrauen aufgebaut wurde – können sich Menschen leicht einreden, eine andere Tierart besser zu verstehen. – Für mich ist es aus biologischer Sicht unwahrscheinlich, dass dieses „Verständnis“ viel mit der Realität zu tun, dass also das „Gesagte“ oder anders „Kommunizierte“ wirklich das „Gemeinte“ einer anderen Art von Lebewesen ist, die man überhaupt nicht studiert hat.

Von Natur aus verhalten sich Hunde nicht immer gleich vorhersehbar, sondern in Gegenwart fremder Menschen oder Hunde anders als gegenüber denen, die sie bereits kennengelernt oder selbst „genauestens unter die Lupe genommen“ haben, so dass sie sie und ihre Reaktionen einschätzen können.
Hunde vertrauen wie auch Menschen in erster Linie sich selbst und ihrer Intuition – solange ihnen niemand schmerzhaft (mit Strafen oder so großen Verlockungen, dass sogar ein „gesunder Hundeverstand“ damit dauerhaft außer Kraft gesetzt werden kann) beigebracht hat, dass „Herrchen“ oder „Frauchen“ es besser weiß und dass entweder gar keine Gefahr droht oder es überhaupt nichts zu sehen gibt (obwohl es ihr Interesse geweckt hatte).

Ich weiß, dass Hunde wie Menschen in unserer modernen Welt angepasst leben müssen, damit sie sich nicht unnötig viele Probleme mit anderen einhandeln. Da man ihnen – selbst als „HundeversteherIn“ – den Sinn von Regeln aber noch weniger gut erklären kann als Menschen (die man wenigstens mit Freiheitsversprechungen durch die „Hilfe“ oder das Geld, das sie dafür bekommen, entlohnen oder trösten kann), wundert mich nicht, dass vor allem die kleinsten Rassen, die sich von „ihren Menschen“ behütet fühlen, besonders lange „glücklich“ leben – wenn sie mit fortschreitender Lebenszeit neben ihren zuchtbedingten Problemen keine zusätzlichen Stress-, also modernen Zivilisationserkrankungen (wie Essstörungen oder Allergien, Herz-/Kreislauf-, Nieren oder Schilddrüsenerkrankungen und Diabetes) entwickeln.
Mich wundert allerdings auch nicht, wenn Hunde dieselben gesundheitlichen  oder „Aggressionsprobleme“ wie die Menschen haben, bei denen sie leben.
Es gibt einen Grund, warum Menschen sich von Hunden angezogen fühlen und bestimmte Hunde auch von bestimmten Menschen, die ihnen den Eindruck vermitteln, ihnen ein schönes oder zumindest besseres Leben als bisher versprechen zu können.

Wie gut oder schön es tatsächlich wird, bestimmen heute viele unterschiedliche Hunde-ExpertInnen – je nach individuellem Bedarf findet sich auf jeden Fall eine/r – maßgeblich mit.
Ich begnüge mich nicht nur damit, Menschen, die sich für biologische Zusammenhänge interessieren, mit zusätzlichen Informationen zu versorgen oder ihren Alltag ein Stück zu begleiten – so dass sie die Möglichkeit bekommen, möglichst viele „Kommunikations- und Verständnisprobleme“ zu erkennen und selbstständig zu beheben. – Für mich gehört zur Tierliebe auch, ehrlich über menschlichen Irrsinn aufzuklären, z.B.

  • die Hundehaltung in Lebensräumen, die tagtäglich ihrer Gesundheit schaden – weil sie darin so gut wie keinen freien Bewegungsraum haben oder ihre natürlichen Bedürfnisse kaum noch ausleben können,
  • die Betrachtung von Hunden (oder anderen Tieren) als engere Familienmitglieder als Menschen, oder
  • eine Tierfütterung – egal ob mit Industriefutter oder möglichst naturbelassener Nahrung – ohne Wissen über die globale Lebensmittelproduktion und Hunger in der Welt, geschweige denn über ökologische Nachhaltigkeit.

Tiere haben unseren Respekt verdient. – Respekt bedeutet aber eigentlich auch, sie nicht willkürlich zu züchten oder zu LeidensgenossInnen in einem Leben zu machen, das Menschen nicht einmal alleine führen wollen.
Im Grunde macht es also Sinn, wenn zu ihrem Überlebenstraining irgendwann auch gehört, die Hand zu beißen, die sie füttert – wenn die Angst ums eigene Überleben in der Obhut von Menschen größer wird als ohne deren „Hilfe“.
Wir hätten es – als tierliebe Menschen mit Verständnis für andere, die Angst vor (bestimmten) Tieren haben – in der Hand, uns in unserem Leben etwas wirklich Vernünftiges, Zukunftsfähiges einfallen zu lassen, was allen unterschiedlichsten, tierischen und menschlichen Bedürfnissen (nach möglichst viel Freiheit, aber auch Sicherheit) entgegenkäme, wenn sie dabei ausreichend berücksichtigt und sinnvoll, z.B. zeitlich und lokal, sowohl getrennt als auch offen miteinander verknüpft wären (so dass es möglichst häufig, wenn auch nicht jederzeit möglich ist, einem anderen nachzugehen bzw. herauszufinden, ob man bereit ist, zur Abwechslung mal etwas Neues oder ganz Anderes auszuprobieren).
Stattdessen lassen sich noch sehr viele uns von viel „wichtigeren (ernsteren) Dingen“ beherrschen bzw. stressen und erwarten dann von Tieren (oder der Natur), dass sie für den Ausgleich dazu, zu ihrer (spielerischen) Erholung, beitragen. Für viele wird es vermutlich irgendwann dahin führen, dass sie feststellen, dass sie sich

  • einiges im Leben zu leicht vorgestellt haben, vor allem die Sorge um andere, die man liebt,
  • sich in sich selbst getäuscht oder von dem, was ihnen andere vorgemacht haben, zu etwas haben verlocken lassen, was in ihrer Realität völlig anders aussieht.
  • in ihrer Kosten-Nutzen-Rechnung vollkommen verrechnet haben – weil sie sich entweder zu wenig Zeit dafür genommen oder ihre naturwissenschaftlichen bzw. biologischen Kenntnisse überschätzt haben.

Es wird immer Profis geben – Menschen, die schon fast ihr ganzes Leben lang davon geträumt haben, einem bestimmten Beruf nachzugehen, oder die öffentlich behaupten (dürfen/wollen), z.B. indem sie „Testimonials“ zufriedener KundInnen für sich sprechen lassen, ihre eigenen Lebenserfahrungen wären dazu geeignet, dem Leben anderer zu dienen. Mir persönlich ist es zu gefährlich, die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass es dabei Missverständnisse geben könnte – weil ich weiß, was Menschen mit bestimmten Erwartungen (oder Hoffnungen) an andere aus dem ziehen, was die ihnen anraten (vor allem, wenn Zeitdruck oder Ungeduld und Scham, für ungebildet gehalten zu werden ins Spiel kommt und Menschen sich nicht die Zeit nehmen, von Anfang an bis ganz zum Ende zuzuhören oder nachzufragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben).
Ich bin überzeugt: Alle HundehalterInnen haben die Hunde, die sie brauchen, um mit ihrer Hilfe etwas für ihr eigenes Leben zu lernen. – Selbst wenn sie irgendwann die Lehre daraus ziehen, dass lebendes Eigentum noch zu mehr verpflichtet als rein materielles und ihr Leben – so wie es ist – völlig ungeeignet ist, einem Hund ein gesundes und glückliches Leben zu bieten. Alle Hunde, die ihre eigenen HalterInnen als mehr oder weniger gleichberechtigte Rudelmitglieder ins Herz geschlossen haben (statt sich „nur“ als RudelführerInnen zu akzeptieren) hätten es verdient, dass ihre HalterInnen sie genauso zurücklieben: dass sie bereit sind, daran etwas zu ändern und ihr Leben hundefreundlicher zu machen. Ich meine damit nicht, dass sie ihnen ein „besseres Zuhause“ bei Menschen suchen sollen, die mehr Zeit haben, sich mit ihnen zu beschäftigen und um sie und ihre natürlichen (oder künstlich, durch unnatürliche Eingriffe geschaffenen) Bedürfnisse zu kümmern. Meiner Erfahrung nach gibt es heute – neben anderen Haustieren – bereits ohnehin viel zu viele Hunde für viel zu wenig (Menschen-)Zeit. Solange Menschen also nichts an dem verändern, womit sie ihre Lebenszeit verbringen bzw. sich Unterstützung anderer Hundefreund- oder liebhaberInnen holen, ist es vielleicht ein tröstender, aber auch völlig utopischer (oder verantwortungslos-kindlicher, selbstsüchtiger) Gedanke, andere Menschen könnten/wollten das (freiwillig) gut zu Ende bringen, was man selbst schlecht angefangen hat.

 

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Dank für das Foto gebührt Tadeusz Lakota (auf Unsplash)!

Familienmitglieder mit besonderen Bedürfnissen

Von der menschlichen Verlockung, ihre eigene Existenz darauf zu begründen, vor allem mit Schwächeren oder hilfsbedürftig Erscheinenden – die sich über jede Unterstützung freuen (sollten) – zu interagieren statt sich um die Interessen derer zu sorgen, die stark genug scheinen, das selbst zu tun, oder Hilfsangebote ablehnen

Kein Mensch ist wie ein/e andere/r, genauso wenig wie eine Familie einer anderen gleicht.
Es gibt kleine und große; schwergewichtige oder starke bzw. eindrucksvolle oder einfache und vielleicht unbedeutend oder schwächer erscheinende; eher leise-zurückhaltende oder laute-draufgängerische, eintönige oder bunte, welche mit über- oder unterdurchschnittlich vielen „Extremitäten“ bzw. „extrem anderen Mitgliedern“ oder Besonderheiten, selbst innerhalb eines Verwandtschaftskreises.
Die Natur bietet unendlich viele Möglichkeiten für individuelle Entwicklungen und Zusammenstellungen unterschiedlicher, von Natur aus zwei- oder vier- bis vielbeiniger oder sogar beinloser Individuen.

Für mich als Biologin gehören nicht nur Eltern oder Groß- und Urgroßeltern, Geschwister, Tanten, Onkels, Cousins und Cousinen, Neffen und Nichten etc., sondern alle Säugetiere zu einer natürlichen Familie, innerhalb der allen die gleichen Lebensrechte bzw. individuelle Rücksichtnahme entgegengebracht werden sollte. Dass wir auch mit allen anderen Arten von Lebewesen rücksichtsvoll, gemäß ihrer, aber auch unserer natürlichen Bedürfnisse umgehen sollten, ist für mich allerdings auch gar keine Frage. Mir gehen Menschen zu weit, die sich eigene Gesetze machen und Rechte geben, also so tun, als dürften sie auf dieser Welt ungestraft tun und lassen, was sie wollten, sich also alle anderen Lebewesen unterordnen.
Ich bin überzeugt, kein freilebendes Tier (das sich nicht an menschliche Regeln und Routinen gewöhnt hat)  käme auf die Idee, sich automatisch schon beim Aufwachen – nur aufgrund der eigenen Verfassung oder Laune – für stärker und „besser“ oder schwächer und „schlechter“ zu halten als andere, ohne es überprüft zu haben: Alle, die sich bisher aufgrund ihrer Fähigkeiten Vorrechte angeeignet hatten bzw. für sich beansprucht haben, könnten diese – sollten sich z.B. irgendwelche (Umwelt-)Faktoren und damit die individuellen Voraussetzungen oder Umgebungsbedingungen (überraschend) geändert haben – nicht weiter benötigen und verteidigen wollen (sondern stattdessen Hilfe bei etwas brauchen).
In der Natur ist jeder Tag wirklich neu. Alle müssen täglich in erster Linie gut für sich selbst sorgen (können) – den eigenen Körper und Geist sowie seelische Bedürfnisse bzw. die Nahrungsmittel, mit denen sie genährt, also aufgebaut oder erhalten, und bei Bedarf entgiftet werden – oder zumindest wissen, wer oder was ihnen behilflich dabei sein kann, das zu bekommen, was sie brauchen und daher gerne  haben möchten.

Nur Menschen haben sich angewöhnt, zu denken, sie müssten auch über die Köpfe anderer hinweg – die vielleicht nicht einmal ihre eigenen Kinder oder Haustiere sind, für deren Verhalten bzw. daraus entstehende Schäden sie selbst die Verantwortung tragen müssen, oder die ganz offensichtlich zeigen, dass sie nicht damit einverstanden sind, sich also z.B. dagegen sträuben – Entscheidungen zu treffen. Selbst Eltern, die von Natur aus die Bedürfnisse ihres eigenen Nachwuchses, also ihres eigenen Fleisch und Blutes intuitiv verstehen könnten (wenn sie genug Selbstbewusstsein und –vertrauen hätten), hören heute viel zu oft auf andere, die sich aufgrund ihres mit Zeugnissen oder Urkunden und anderen Schriftstücken nachgewiesenen Bildungsstandes, ihrer Ausbildung oder ihrer Berufserfahrungen „ExpertInnen“ nennen (können/wollen/dürfen).
Viele Menschen wissen nicht, dass es nicht mehr als eine unbewiesene Behauptung, eine wissenschaftliche These ist, die (Körper-)Sprache von „Untersuchungs- oder Versuchsobjekten“ – den „Objekten menschlicher Begierden“ bzw. ihres intuitiven Tatendrangs – so genau studiert zu haben, dass man sie – ohne überhaupt irgendetwas über ihre Vergangenheit wissen zu müssen – auf Anhieb verstehen und wissen könnte, wie man sie auf einen Blick „liest“ und – vielleicht mithilfe wissenschaftlicher Fragebögen oder anderer Anleitungen und Testverfahren – ihre „wahren“ Bedürfnisse erkennt.

Nur Menschen denken – vor allem wenn sie sich mit anderen, die sie für besser (oder auch schlechter) als sich selbst halten, vergleichen – sie wären in der Vergangenheit oder insgesamt nicht konsequent oder streng bzw. unterwürfig genug (gewesen), wenn andere sich ihnen gegenüber nicht immer wie erwartet oder gewünscht verhalten. Freilebende Tiere wissen, dass sie immer damit rechnen müssen, dass etwas Unerwartetes geschieht oder etwas immer wieder neu versuchen können bzw. sogar müssen, weil es von der Tagesform des Gegenübers abhängt, ob sie mit ihrem – aufdringlich-fordernden oder demütigen – Verhalten erfolgreich sein könn(t)en oder nicht.

Nur Menschen haben sich ihre natürliche Achtsamkeit – sowohl im Hinblick auf ihre eigenen körperlichen, geistigen und/oder seelischer Bedürfnisse als auch ihre intuitive Vorsicht und Rücksichtnahme auf die anderer – ab- und dafür einen lebenslangen Beschützer- oder Mutterinstinkt, ein unnatürliches, krankhaftes Helfersyndrom, antrainieren, anerziehen, lassen: dadurch, dass sie an festen Orten in lebenslangen Gemeinschaften auch mit besonders unvorsichtigen oder rücksichtslosen, sehr ängstlichen oder draufgängerischen anderen leben wollen oder müssen, wenn sie nicht als NomadInnen durchs Leben ziehen und sich nur bei Menschen (oder Tieren) niederlassen wollen, mit denen sie sich von Natur aus wohl oder besonders verbunden fühlen.

Nur Menschen, die sich – weil ihre individuellen, besonderen Bedürfnisse nicht ausreichend wahrgenommen bzw. gestillt werden – in ihren natürlichen Gemeinschaften nicht wohl fühlen, kommen auf die Idee, diese zu verlassen und sich andere zu suchen bzw. sogar eigene Familien zu gründen, für die sie – als Familienoberhaupt – die Verantwortung übernehmen wollen.

Nur Menschen, die perfektionistisch versuchen, sich um alles und jede/n zu kümmern, erfinden Ausreden für sich, warum sie sich nicht genug Zeit dafür nehmen können oder Energie haben, sich um sich selbst zu kümmern (oder dagegen zu wehren, dass andere über ihren Kopf hinweg Entscheidungen treffen können – selbst wenn sie die nicht für gut befinden).

Ich sehe heute selten wirklich glückliche Menschen oder vorbildliche Familien, sondern eher Trauerspiele, die Menschen aufführen, die

  • (Tier-)ÄrztInnen brauchen, die ihnen bei Krankheitssymptomen sagen müssen, was denen fehlt, um die sie sich hätten kümmern sollen;
  • nicht wissen, wie man natürliche Bedürfnisse bei anderen erkennt bzw. richtig deutet, wenn die sich dafür schämen bzw. unangenehme Erfahrungen damit gemacht haben;
  • zu wenig Wissen über ganz normale VertreterInnen ihrer eigenen Art oder einer Tierart haben, die sie in ihre Familie aufnehmen möchten;
  • denken, sie wären nur zu gutherzig-inkonsequent, um feste, strenge Regeln zu etablieren, mit denen alle glücklich und zufrieden – ohne Stress miteinander haben oder sich übereinander ärgern zu müssen – leben könnten, sobald sie sich ihnen unterworfen hätten …

Was für viele Menschen „vernünftig klingt„, oder einst vernünftig geklungen hat, ergibt oft nur solange Sinn, bis man beginnt, eigene Erfahrungen damit zu machen.
Dann kommt – wenn man anerkennen kann, dass unser Leben dazu da ist, Erkenntnisse zu sammeln und dazuzulernen – die Zeit, darüber nachzudenken, woher die eigenen Vorstellungen vom und Erwartungen an das Leben kommen und es auch einmal aus anderen Perspektiven zu betrachten.
Aus meiner Perspektive erscheint es mir nicht
besonders vernünftig, sich im Voraus auf Jahre oder Jahrzehnte bzw. vielleicht sogar lebenslang einer festen Lebensgemeinschaft zu verpflichten.
Es mag schön sein, sich als Teil einer über viele Jahre eingeschworenen Gemeinschaft zu fühlen.
Ich nehme mir lieber die Freiheit heraus, meine Lebenszeit dafür zu investieren, mich mit den Problemen der Menschen im Miteinander oder bei ihrem Verständnis von Tieren und Pflanzen bzw. anderen Arten von Lebewesen – also vor allem der lebenden Natur (aber auch in Verbindung zur toten) – und mit natürlichen, gesunden, ökologischen Beziehungen zu beschäftigen. In der Natur geht es nicht um Gewinn-und-Verlust-Rechnungen, also darum, ob sich alles Leid (auf das Freude folgen kann) lohnt, um glückliche Zeiten auskosten zu können, sondern um gegenseitiges Ver- oder ein gesundes – anfängliches, vorsichtiges – Misstrauen und einen achtsamen, verantwortungsvollen Umgang miteinander, nachdem man sich die Zeit genommen hat, sich näher kennenzulernen (oder eher aus dem Weg zu gehen und nur aus der Ferne zu grüßen).

Es gibt immer wieder Zeiten, in denen Menschen (oder auch Tiere) mehr persönliche Freiheit und Zeit für sich alleine oder mehr Zuneigung bzw. die Sicherheit brauchen, dass andere im Notfall für sie da sind.
Es hat also wenig mit den Menschen (oder Tieren) an sich zu tun hat, sondern vor allem mit ihren individuellen Lebensumständen und Angewohnheiten, sich „normalerweise“ die Zeit zu vertreiben, von der sie hin und wieder eine Auszeit brauchen, um sich davon erholen zu können. – Denn das, was anfangs viel Sicherheit und/oder Wohlbefinden verspricht, – unnatürliche Routinen und/oder Genuss-Süchte, die unsere natürlichen Sinne unter- bzw. überreizen und früher oder später keine Überraschungen (mehr) bieten können – macht Menschen auf Dauer krank und/oder unglücklich und/oder hilfsbedürftig und/oder irgendwann schlauer als vorher. Wer besonders sozial veranlagt ist oder erzogen wurde, neigt dazu, neugewonnenes Wissen so schnell wie möglich in der Welt verbreiten zu wollen, damit anderen schmerzhafte Erfahrungen erspart bleiben; Menschen – die eher schadenfroh sind bzw. sich erst mit anderen solidarisch fühlen, wenn diese dieselben Lebenserfahrungen wie sie selbst gemacht haben – können fröhlich oder zumindest entspannt dabei zuschauen, wie andere dieselben „Dummheiten“ im Leben begehen wie sie selbst.

Es ist weder ein Freundschaftsdienst noch ein Liebesbeweis, andere – weil sie vermeintlich oder angeblich keine eigenen, sinnvollen Entscheidungen für sich treffen können oder würden, wenn sie genug für sie leicht verständliche Informationen dazu (bekommen) hätten – wie willen- oder gehirnlose Wesen zu behandeln und nicht immer wieder zu versuchen, mit ihnen in Kontakt zu treten bzw. zu kommunizieren, bis sie den Eindruck erwecken, verstanden zu haben, was sie tun bzw. welche Verantwortung sie damit auf sich laden (- dass sie die Folgen ihres Tuns nicht versuchen abzuschätzen). – Das ist menschliche Anmaßung begründet auf festen Vorurteilen und fehlendem Wissen über andere und das Leben oder Naturgesetze und Anziehungskräfte oder Abstoßungsreaktionen im Universum.

In meinen Augen ist es außerdem Dummheit aus Gedankenlosigkeit oder aufgrund von fehlender Zeit, Geduld bzw. einem Mangel an Inter-Esse an anderen (also daran, wirklich bewusst mit ihnen zu sein, sich mit ihnen verbunden zu fühlen) von Menschen, die sich angewöhnt haben, ihre eigene Existenz, das eigene, individuelle Dasein auf dem anderer zu begründen, sich also davon abhängig zu machen, oder nur mit ihnen zu inter-agieren, es also willkürlich – bunt, wild und ungezügelt oder nach strengen Regeln – miteinander zu treiben (um so möglichst viel Spaß am Leben zu haben).
Es ist für mich das größte Versagen des Homo sapiens, zu denken, man könne die Stärksten und (Einfluss-)Reichsten einfach tun lassen, was sie vorhaben, oder sein zu lassen, wie sie sind, ohne ihnen täglich wieder ihre Grenzen aufzeigen zu müssen, sobald sie ihre Macht über andere zu sehr ausnutzen. Viele Menschen, die tun als wären sie die Allein-HerrscherInnen über die Erde oder die im Geheimen Auserwählten, um die Interessen der Natur als Ganzes und gleichzeitig der Menschheitsfamilie als einer Art  – unter unzähligen anderen – zu vertreten, ignorieren häufig, wenn Interessen ihren diametral entgegenstehen bzw. nicht miteinander vereinbar sind.
Die Zeit wird zeigen, welche sich irgendwann durchsetzen

P.s.: Es ist nicht damit getan, sich um körperliche oder seelische Bedürfnisse anderer zu kümmern wie die nach materieller Nahrung, Wasser, einem Schlafplatz, ausreichend Bewegungsraum und Streicheleinheiten. Es ist genauso essentiell für dauerhaft und nachhhaltig gute oder enge Familienbeziehungen, Angehörige intellektuell zu fordern, also vor immer wieder neue Herausforderungen oder Probleme zu stellen, die sie bewältigen können (oder für die sich gemeinsam Lösungen finden lassen), oder bei ihrer Körperpflege zu helfen, wenn sie selbst dazu noch oder gerade nicht bzw. vor allem im Alter nicht mehr selbstständig dazu in der Lage sind, oder im Krankheitsfall zu wissen, wie man ihnen helfen kann, vor allem, wenn sie besonders anfällig für bestimmte Gesundheitsprobleme sind

 

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Dank für das Foto gebührt CDC (auf Unsplash)!

Von Menschen, die ihre intuitive Verbindung und Liebe zur Natur verloren haben, aber glauben, dass sie sie noch hätten (während sie der Welt oder ihrem Leben viel lieber entfliehen würden)

Wenn die natürliche Balance im Universum bzw. im Miteinander von Lebewesen von angewöhnten Wunschvorstellungen, Erwartungen, Ängsten und Regeln statt von echtem Interesse aneinander, Geduld und Aufmerksamkeit, gegenseitigem Respekt und Verständnis füreinander – bzw. andere Bedürfnisse als die eigenen –  beherrscht wird

Kinder kommen normalerweise, wenn ihre Mütter sich von ihrer Intuition statt von anderen Menschen leiten lassen und ihre Kinder möglichst so gebären, wie sie es von Natur aus ohne fremde Hilfe tun würden, keine Angst vor dem Leben und den Menschen, die ihnen ans Licht der Welt geholfen haben (bzw. den Wesen, die ihnen in den ersten Wochen und Monaten begegnen, wenn sie bei ihrer Gewöhnung an die Schwerkraft noch vollständig auf fremde Hilfe angewiesen sind). Sie fühlen sich mehr oder weniger allen und allem verbunden, was sie in Ruhe lässt, während sie die Welt und ihre eigenen Fähigkeiten erkunden, also nicht auf die Nerven geht, und sie gleichzeitig mit Nahrung und Liebe versorgt, wenn sie Aufmerksamkeit oder Nähe brauchen (weil sie sich alleine fühlen), bzw. bei der Körperhygiene hilft.
Die gesunde Skepsis gegenüber anderen – ob Mensch, Tier, Pflanze oder anderer Art von Lebewesen oder totem Gegenstand – beginnt erst, wenn sie sich auch lohnt: Sobald Kinder also Berührungen und Körperkontakte mit anderen gezielter als mit abwehrenden Gesichtsausdrücken oder Geschrei vermeiden können, indem sie ihre Körperkraft einsetzen und sich auch mit Händen und Füßen gegen etwas wehren können, was sie nicht möchten. Wenn sie selbst sehr anhänglich sind und andere ihnen aus Gutmütigkeit (oder weil sie sich dadurch selbst begehrt und gut fühlen) nicht von Anfang an deutlich zu verstehen geben, wann es zu viel wird, können Angewohnheiten entstehen, die in ihrem späteren Leben zu „bösen“ Enttäuschungen führen können – wenn es Menschen nicht bewusst ist, dass andere nicht denselben Wunsch nach Verbundenheit oder weniger Zeit dafür haben könnten als sie (weil sie mehr mit sich selbst oder anderen wichtigen Dingen beschäftigt sind) oder aufgrund schlechter Erfahrungen vielleicht sogar von Berührungsängsten beherrscht werden.

Es herrscht meiner Beobachtung nach – trotz aller Forschungsarbeit und wissenschaftlichen Erkenntnisse – immer noch sehr wenig Verständnis zwischen unterschiedlichen Menschen, sei es aufgrund ihrer familiären Hintergründe oder regionalen Herkunft, ihres Alters oder Geschlechts, ihrer Haut- oder Haarfarbe oder anderer körperlichen Besonderheiten, ihrer Religion oder ihres (Aus-)Bildungsstandes, Berufs o.ä..
Noch weniger Verständnis – trotz regen Interesses – besitzen viele Menschen für andere Lebewesen, die ihre Bedürfnisse und Gefühle völlig anders kommunizieren als Menschen. Allein deshalb, weil die sich nicht mit Händen und Füßen oder klaren Worten, dafür aber mit ihren eigenen Lauten und Augen, oft auch mit ihren Ohren, Schwänzen oder ihrer Körperbehaarung verständlich machen (können), braucht es aber nicht nur generelle Informationen dazu, sondern Zeit und Geduld, auch individuell – mit Hilfe der eigenen, kritischen Beobachtungsgabe und natürlichen Intuition – zu überprüfen, ob die Informationen überhaupt zutreffen oder dem widersprechen, man sich davon erwarten würde.

Alle Menschen, die ihre natürliche Verbindung zu ihren Lebensräumen und Mitlebewesen, also auch zu anderen Menschen noch spüren bzw. feststellen, dass sie von unnatürlichen, übertriebenen, anerzogenen oder unbewusst angewöhnten Ängsten beherrscht werden, können auch im hohen Alter noch andere Sprachen lernen – die der Mitmenschen, anderer Länder oder die der Natur, von Tieren, Pflanzen oder anderen Wesen, die ihre Bedürfnisse äußern können.
Wenn Du genug Geduld und Interesse mitbringst, – sowohl aus den Erfahrungen anderer als auch durch selbstständige Beobachtungen und kritisches Hinterfragen der eigenen Gefühle, Träume und Wunschvorstellungen oder Glaubenssätze bzw. Erwartungen an andere und Ängste zu lernen – wirst Du mit Sicherheit schnell Erfolge auf Deinem Weg zurück zu mehr Natur in Deinem Leben feststellen.
Aber sei Dir besusst, dass er Dir nicht nur schöne Erkenntnisse bringen wird und dazu führen kann, dass Du nie mehr dahin zurück willst, wo Du hergekommen bist.
Er führt nämlich in die Zukunft der Menschheit, die weiß, wie sie nachhaltig und friedlich mit der Natur und all ihren unterschiedlichen Arten von Lebewesen leben kann bzw. sogar muss, wenn sie nicht ihre eigene Lebensgrundlage auf Dauer damit zerstören will, dass sie zwanghaft einen (biotechnologischen, auf künstlicher Energieerzeugung und möglichst viel Ressourcenverschwendung statt auf natürlichem Wachstum und Ruhephasen beruhenden) Entwicklungs- und Fortschrittsgedanken verfolgt, der sie immer weiter weg von der Natur, dafür aber Skrupel- und Gefühllosigkeit oder Gewissensbissen und anderen Schmerzen oder Krankheiten und Tod näher bringt.
Es braucht im Grunde – sobald man ein Verständnis für sie und das in ihnen schlummernde Bewusstsein entwickelt hat – nur genug Vertrauen in die Kräfte der Natur und Durchhaltevermögen, um sich nicht von schön und einfach klingenden, menschlichen Ideologien, sogenannten Fortschrittsgedanken, mitreißen zu lassen. Die natürliche Evolution wird sich meiner Meinung nach immer so lange Zeit lassen, wie sie braucht, um immer wieder eine natürliche Ordnung in ein Universum zurück zu bringen – wenn bestimmte Arten von Lebewesen zu viel Unordnung gemacht und ein auf Dauer unhaltbares Ungleichgewicht hergestellt haben.

P.s.: Andere Lebewesen – Menschen, Tiere, Pflanzen und alle anderen Arten von lebenden Organismen – können uns, solange wir sie nicht dazu be-, also ausnutzen bzw. missbrauchen wollen, im Gegensatz zu toten Gegenständen oder angeblich „intelligenten“ Maschinen (die elektronisch so gesteuert sein können, dass sie den Anschein erwecken, nicht nur auf uns zu reagieren, sondern uns sogar zu verstehen, also eine mitfühlende Seele zu haben) helfen, einen neuen Zugang zur Natur zu bekommen: einen der uns bewusst macht, dass Liebe auch den Mut und die mentale Vorbereitung darauf erfordert, Schmerz zu empfinden, wenn sie endet oder ein geliebtes Wesen stirbt.

P.p.s.: Es liegt nicht an der Schwerkraft, wenn Du Dich zu schwer für diese Erde fühlst oder denkst, Du könntest die Verantwortung, die auf Dir lastet, nicht ertragen. Und nur, weil Du es Dir in Deinem Leben besonders leicht zu machen versuchst und einfach irgendwohin fliegen oder mit Hilfe von Medikamenten oder anderen Drogen in andere Bewusstseinzustände entfliehen kannst, änderst Du selbst nichts daran, dass die Welt ist wie sie ist und ein großer Teil der Menschen weiterhin tun und/oder lassen will, was sie tun und/oder auch relativ leicht sein lassen also abschaffen oder einfach wieder abschalten könn(t)e – weil es automatisch gar nicht wieder los- oder angehen, also neu anfangen würde.

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Dank für der Foto gebührt NASA (auf Unsplash)!

 

Wie positive und negative Ladungen zu guten und schlechten Energien werden

Menschen bewerten ihre eigenen Gefühle und Stimmungen – bewusst oder unbewusst – mit energetischen Ladungen: als positiv oder negativ, je nachdem, ob sie sich dabei frei und lebendig oder gefangen und verlassen fühlen.
Für einige von uns, sehr energiegeladene Menschen, ist Wut deshalb etwas Positives, aus dem sich etwas Neues erschaffen lässt, weil sie sie konstruktiv zu nutzen wissen. Für andere, z.B. feinfühligere Menschen, die eher auf Sparflamme laufen, ist sie dagegen destruktiv und somit negativ belastet.
Für Menschen, die von ihren bisherigen Beziehungen enttäuscht wurden, ist Liebe und Nähe mit Schmerz verbunden. Für andere ist sie der rettende Hafen aus ihrer Einsamkeit.

Je nachdem, welche Erfahrungen und damit verbundenen Gefühle unser Leben prägen, können wir andere Menschen mit völlig anderen Lebenserfahrungen und Gefühlsäußerungen schwer verstehen. Viele von uns halten sich lieber unter Gleichgesinnten, gleichgepolten Menschen, auf – vielleicht aus einer unbewussten Angst heraus, von ihrem Gegenüber verletzt zu werden oder es verletzen zu können, wenn sich ihre Energien diametral gegenüberliegen und gegenseitig aufheben und dabei auslöschen könnten, wenn sie sich zu nahe kommen; selbst wenn sie sich stark davon angezogen fühlen bzw. tatsächlich häufig in die Situation kommen, sich mit ihnen auseinandersetzen zu müssen.

Wenn Du selbst in Deinem Leben keine Herausforderungen suchst, sondern einfach in Ruhe gelassen werden und so sein willst, wie Du bist, dann denk‘ daran, dass sich von Natur aus – warum auch immer – auch im Magnetfeld der Erde plötzliche Polsprünge ereignen und Plus- und Minus-, Nord- und Südpol umkehren können.
Wundere Dich also bitte nicht, wenn aus eher trägen ZeitgenossInnen auf einmal sehr bewegungsfreudige werden oder einstmals introvertiert erscheinende plötzlich aufblühen und umgekehrt.
Alles nimmt einmal ein gutes oder böses Ende – je nachdem, ob es vorher sehr negativ oder positiv beladen war.
Die sicherste Variante im Leben besteht also meiner Meinung nach darin, sich nicht zu einseitig auf der Sonnenseite bewegen zu wollen, sondern immer auch mit Wolken, Regen, Hagel oder Schnee zu rechnen, ohne etwas davon zu prophezeien.
Es wird sich immer wieder – wenn eine Zeit für Veränderungen gekommen ist, auf die wir selbst kaum Einfluss haben – zeigen, wer gelernt hat, die eigenen Energien sinnvoll – positiv? – einzusetzen.

 

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Dank für das Foto gebührt Chris Nagahama (auf Unsplash)!