Das Leben lieben und die (Versprechungen oder Erwartungen der) Vergangenheit in Frieden los- oder ruhen lassen

Warum zur Liebe für die Natur nicht nur gehört, sich mit allem und allen verbinden zu wollen, sondern auch – trotz Widerwillens – einige Menschen oder auch Dinge einfach so sein zu lassen, wie sie vielleicht sein müssen bzw. sein oder sich selbst gehen lassen wollen

Alle Lebewesen brauchen eine Lebensaufgabe, für die ihr Herz schlägt, so dass es sich für sie zu leben lohnt. Ohne einen „Lebenszweck“ fühlen sie sich schnell nutzlos und können oftmals keinen Sinn darin erkennen, überhaupt aufzustehen und Nahrung zu sich zu nehmen, die sie erst sammeln und womöglich noch für sich alleine zubereiten müssten. Wem die (Herzens-)Energie – der Mut zu leben bzw. die Neugier, noch Neues zu versuchen, oder die Wut auf das, was ist – fehlt, die aufgewendet werden müsste, um aus den eigenen (Muskel- oder Nerven-)Tätigkeiten neue Energie gewinnen zu können, braucht Unterstützung – einen Antrieb – von Außen. Nicht alle Menschen wissen, welche Energiereserven in ihnen stecken, die sie – als Starthilfe – abrufen könnten, wenn sie davon überzeugt wären, dass es sie gäbe.
Nicht alle Menschen haben das Glück, in Familien hineingeboren zu werden, die ihnen die Möglichkeit bieten, diese Energiereserven zu entdecken und während ihrer Entwicklung nicht nur auf Sparflamme laufen zu müssen, sondern gewissenhaft zu nutzen – so dass sie dabei nicht mit der Zeit ausbrennen, weil sie vergessen, für ausreichend Luftzufuhr zu sorgen.
Nicht alle Menschen haben das Glück, dazu erzogen bzw. mit so viel (Lebens-)Energie ausgestattet worden zu sein, um auch „(Energie-)Krisen“ wohlbehalten überstehen und selbstständig – mit ausreichend Zeit und Geduld – wieder zu neuen Kräften gelangen zu können.
Nicht alle Menschen kommen mit Veränderungen, die jedes Leben mit sich bringt, gut klar – vor allem, wenn sie dabei etwas oder jemanden verlieren, das, den oder die sie geliebt haben.

Dabei können wir Menschen uns bewusst – aus Vernunftgründen – gegen die Liebe entscheiden, indem wir den Fokus auf das setzen, was unsere Liebe trübt. Denn wie jedes Leben ist auch die Liebe etwas Vergängliches, wenn sie nicht bewusst – mit Sorgfalt – am Leben gehalten wird. Wir sind dazu fähig, etwas sein zu lassen, was wir eigentlich liebend gerne tun würden (weil wir uns damit verbunden oder auch „nur“ dazu berechtigt fühlen) und stattdessen Verzicht zu üben. Aus dem Fasten, indem wir (Verdauungs-)Tätigkeiten einstellen, lässt sich sogar Energie schöpfen für etwas Neues, was wir stattdessen mit uns anfangen wollen.
Weil wir von Natur aus kaum in der Lage sind, unsere Lebensbedingungen oder Mitmenschen und anderen Lebewesen, die ihr Leben auch lieben, immer so zu verändern, dass sie uns zu jeder Zeit alles bieten, was wir uns wünschen, – also ein an unsere Ansprüche angepasstes, völlig sorgloses Leben zu führen – müssen wir vor allem unsere Bedürfnisse nach Liebesbeziehungen und anderen Bindungen anpassen können.
Leben bedeutet Beziehungsarbeit, weil wir uns allein auf der Welt verloren vorkommen, egal ob dabei Verbindungen zu anderen Menschen, Tieren, Pflanzen oder sogar Dingen und wiederum damit verbundenen Tätigkeiten aufgebaut oder getrennt werden.

Wir alle können nur für uns selbst entscheiden, für wen oder was wir arbeiten gehen, also (Lebens-)Energie aufwenden wollen. Es ist allerdings illusorisch zu erwarten, dass andere das umgekehrt auch völlig freiwillig – ohne es uns jemals versprochen zu haben – für uns tun, wenn wir dazu (gerade) nicht (mehr) in der Lage sind. Die Fähigkeit, etwas oder andere zu lieben oder lieber zu vergessen, sich also möglichst fern davon oder von ihnen zu halten, hängt z.B. davon ab,

  • welche Erfahrungen und Gefühle – von Verbunden- oder Zufriedenheit und Dankbarkeit bzw. Sehnsucht oder einem Verlust- für uns damit verbunden sind,
  • ob wir uns auch in der Zukunft noch etwas von einer gemeinsamen Vergangenheit versprechen,
  • ob damit ein natürliches (oder ein von einer nach Wohlstand und Bequemlichkeit strebenden Gesellschaft künstlich geschaffenes) Bedürfnis gestillt wird oder (Zukunfts-)Ängste beseitigt werden (könnten) und
  • wie viel Liebe und Verständnis oder Vertrauen und Dank wir dafür (zurück geschenkt) bekommen.

Es gibt Menschen, denen es aufgrund ihrer eigenen Lebenserfahrungen besonders schwer fällt, andere Menschen allein – leben, aber vielleicht auch sterben – zu lassen; denn jedes Leben kann jeden Tag zu Ende sein. Wenn andere – selbst wenn sie sich in Lebensgefahr befinden oder begeben wollen – gar nicht um Gesellschaft oder Ratschläge, also „Hilfe von Außen„, gebeten haben, kann es Menschen (sinnlos) eigene Lebensenergie rauben, sich ihnen „aufzudrängen“. Es macht mehr Sinn, belastet also niemanden unnötig, sie in Frieden tun oder gehen zu lassen – nachdem man ihnen alles mitgegeben hat, was man ihnen mit auf ihren Weg geben wollte.

Etwas Wichtiges nicht rechtzeitig beachtet oder vergessen zu haben, kann Menschen im Nachhinein immer ein schlechtes Gewissen machen. Das zerstört auf Dauer jede Lebenskraft oder Liebesfähigkeit – vor allem, wenn Menschen nicht wissen, wie sie es wiedergutmachen könnten.
Die Vergangenheit oder Verstorbene ins Leben zurückholen kann niemand. Aber solange Leben und die Liebe dafür in uns steckt, könn(t)en wir darüber nachzudenken oder damit rechnen, dass das eigene Leben auch ein eigenes Sterben nach sich zieht – eng verknüpft mit oder losgelöst von anderen bzw. einer gemeinsamen Vergangenheit, die für deren Zukunft über ein paar Erinnerungen hinaus keine unnötig große Rolle mehr spielen sollte.

Eine einseitige Erinnerungskultur an schöne alte Zeiten verhindert für die, die nach uns kommen, eine schöne Zukunft genauso wie eine fehlende an alles, was bereits in der Vergangenheit vielen Menschen ihr Leben oder ihre (Liebes-)Beziehungen gekostet hat. Viele Menschen neigen immer noch dazu, die Welt nur in Schwarz und Weiß zu sehen und Freud‘ oder Leid, gute oder schlechte Taten, richtige oder falsche Meinungen, freundliche oder böse Menschen, friedliche oder gefährliche Tiere etc. zu unterscheiden – weil andere ihnen wiederholt erklärt haben, dass sie sich entscheiden müssen, selbst wenn sie sich überhaupt (noch) nicht sicher sind bzw. in der Vergangenheit waren.
Am Ende wird sich für jeden und jede von uns zeigen, ob sich unsere Entscheidungen oder Willenserklärungen vor allem für uns oder für andere – denen wir uns verbunden gefühlt oder die wir zurückgelassen haben – gelohnt haben. Es kann einen großen Unterschied machen, entweder für das, was man selbst liebt, oder für das, wofür man von anderen geliebt (und gelobt wird) zu leben. Zu Lebzeiten haben wir alle die Wahl, Veränderungen zuzulassen und auf unser (bisheriges oder geplantes) Leben zu verzichten – um ein völlig neues, anderes, möglichst für uns allein oder mit anderen, denen wir uns stark verbunden fühlen, führen zu können – oder nicht.
Die Verantwortung dafür bzw. alles, was wir uns oder anderen, die uns vertraut haben, versprochen und nicht gehalten (oder was wir anderen, die uns vertrauenswürdig erschienen, geglaubt) haben, tragen immer nur wir selbst; vielleicht ja sogar über dieses Leben hinaus.

 

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Dank für das Foto gebührt Veit Hammer (auf Unsplash)!

 

 

Natürliche Selbstreinigungsmechanismen wie der Lotuseffekt …

… können (wie Selbstheilung) ungehindert nur in dem natürlichen Zusammenhang, in dem sie einst entstanden sind, funktionieren

Seit Langem versuchen von der Natur begeisterte Menschen, diese willkürlich – bionisch – nachzubauen bzw. zu nutzen, wie es ihnen gerade – oft völlig ohne Verstand bzw. wirkliches Wissen und Verständnis für das, was sie tun – in den Sinn kommt.
Dabei herrschen in der Natur strenge Regeln, die dafür sorgen, dass ein natürliches Gleichgewicht aller Kräfte – auf- und abbauenden bzw. an- und entspannenden, ablagernden und loslösenden – eingehalten wird. In der Natur herrscht weder Verschwendung noch ein unsinniger Überfluss, der nicht dazu dienen würde, die Fülle und Vielfalt der Natur dauerhaft erhalten zu können, ohne sie dabei zu verschmutzen – zuzumüllen.

Nur Menschen ist bzw. war sie nicht sauber (oder gesund) genug zum Leben, so dass sie angefangen haben, sie mit selbst erfundenen – künstlichen, egal ob chemischen oder physikalischen Reinigungs- und Hygienemaßnahmen oder -mitteln (sowie angeblich gesünderen, nährstoffhaltigeren Produkten, die ihrem Lebenserhalt dienen sollen) zu überschwemmen …
Wenn natürliche, lokale Wasserkreisläufe durch Entwaldung und Versiegelung der Böden gestört sind, braucht man – gegen Dürre oder Sturmfluten – auch keine künstlichen Oberflächen mit Lotuseffekt mehr. Genauso wenig wie in einer Umwelt, in der Regen nicht mehr perlt, sondern aufgrund des Einsatzes von Seifen schäumt.
Wenn Blätter bzw. das Blattgrün, das unseren Sauerstoff aus Kohlenstoffdioxid produziert, nicht mehr schnell genug in ausreichender Menge neu entstehen kann, während es an anderer Stelle zerstört wird, brauchen wir uns nicht wundern, dass höhere CO2-Werte gemessen werden.
Wenn unsere natürlichen Ökosysteme bzw. Organismen mehr Giften – also unnatürlichen Mengen, Konzentrationen, Extrakten oder künstlichen Gemischen natürlicher (Roh-)Stoffe – ausgesetzt werden als ihre Organe – wenn sie genug Zeit und Ruhe, Frischluftzufuhr sowie sauberes Wasser und Nährstoffe dafür bekommen – automatisch ausscheiden können, braucht niemand zu erwarten, dass sie keinen Schaden davon tragen werden.

Es ist im Grunde traurig, wie viele – vermeintlich gebildete – Menschen immer noch nicht wissen, wie sie unsere Umwelt sauber(er) halten und/oder sich selbst vor Umweltverschmutzung schützen können – egal ob auf körperlicher, geistiger oder seelischer Ebene: durch weniger Konsum, vor allem von Produkten, die in erster Linie ihrem Genuss und ihrer Unterhaltung dienen, ihnen also das Leben leichter oder einfacher machen und sie vor – angeblich – allzu schwerer Kost schützen sollen.
Im wahren Leben können Menschen, die noch mit der bzw. ihrer Natur verbunden sind, spüren,

  • wenn ihnen etwas im Grunde gut Verdauliches auf den Magen schlägt (weil sie es zur „falschen Zeit am falschen Ort“ probiert oder sich dazu in Versuchung führen lassen haben) oder den Appetit verdirbt, weil es ungesund für sie ist;
  • was genau ihnen – außer Koffein oder Nikotin – Herzklopfen bereitet oder – wie zu viel Zucker – den Schlaf raubt, so dass sie etwas dagegen tun können, oder
  • wovon ihre Kopfschmerzen kommen bzw. wie sie sie auch ohne ärztliche Hilfe wieder loswerden.

Sie müssen keine saubere, besonders helle oder farbenfrohe Kleidung tragen, um ihnen ihr inneres Leuchten ansehen zu können. Und einigen von ihnen ist mit Sicherheit bewusst, dass Tränen manchmal der einzige Weg sind, sich von all der (mit gesundheitsschädlichen, immunschwächenden Stresshormonen verbundenen) Trauer oder Verzweiflung über die Verschmutzung der Erde und Zerstörung von lebendiger Natur – zugunsten dessen, was Menschen unter Nachhaltigkeit, „Fortschritt“ oder „sauberer Energie“ bzw. „grünen Technologien“ verstehen – zu reinigen.

 

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Dank für das Foto gebührt Marina Logvin (auf Unsplash)!

 

Was ist nur aus den Menschen geworden – die nie so sein wollten wie „die anderen“?

Wie sich Menschen, die (familiäre) Strukturen brauchen, denen sie blind vertrauen können, zu empathielos funktionierenden Robotern entwickeln können, die zwar noch gerne in Erinnerungen schwelgen, aber im Grunde trotzdem alles, woran sie mal geglaubt haben, vergessen zu haben scheinen

Es ist normal, dass Menschen sich im Laufe ihres Lebens vor allem äußerlich verändern. Aber nur wenige, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend gegen die gemein- oder gesellschaftlichen Strukturen rebelliert haben, die sie in ihrer freien Entwicklung (hin zu dem, was bzw. wer sie gerne sein wollten) behindert haben, scheinen sich bzw. ihren inneren (Ideal-)Vorstellungen – z.B. von Frieden, Freiheit, Gewaltlosigkeit, der Gleich- und/oder Einzigartigkeit der Menschen – ihr Leben lang treu bleiben zu können.

Besonders rücksichtsvolle Menschen, die anderen wiederholt gerne freiwillig Platz machen, – auch wenn die sich dann verhalten als

  • würde ihnen die Welt alleine gehören,
  • müssten alle anderen ihnen zuliebe auf ihre Freiheiten oder eigenen Ansprüche verzichten oder
  • wäre es normal, dass man dann auch freiwillig allen Müll wegräumt, den sie hinterlassen (haben) –

werden häufig feststellen, dass irgendwann gar kein (Rückzugs-)Raum mehr für sie selbst bleibt, an dem sie vor dem Einfluss anderer sicher wären.

Vielleicht ist es gut, sie so in Erinnerung zu behalten, wie sie mal waren: als gute FreundInnen, denen man einmal vertraut hat (die sich aber anderen Menschen untergeordnet und damit ihre Vertrauenswürdigkeit abgegeben haben).
Vielleicht ist es auch gut, die Gedanken an sie loszulassen und sich an vertrauenserweckenderen Menschen zu orientieren, die

  • noch nicht in einer Masse von mehr oder weniger gleichgeschalteten, gleichartig funktionierenden, berechenbaren Individuen untergegangen sind,
  • (weiterhin) zwischenmenschlichen Idealen folgen und
  • noch für Überraschungen gut sind.

Für mich als Verhaltensökologin ist es immerhin eine Erklärung (wenn auch keine Entschuldigung für das, was unzählige Menschen damit anrichten), dass es ihnen vielleicht selbst (gesundheitlich) schlecht (damit) geht. Gegen ungute Gefühle (von Ohnmacht oder Schwere) versuchen schon Kinder, (es) sich selbst möglichst leicht zu machen und dafür zu sorgen, dass es in erster Linie ihnen ein gutes Gefühl verschafft, dass sie keine oder zuindest wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse „anderer“ (insbesondere wenn sie ihnen noch völlig oder generell ziemlich fremd sind) – nehmen, geschweige denn Verantwortung für sie tragen, d.h. ihnen Rede und Antwort stehen müssen.

Es gibt hin und wieder auch Menschen, die werden einem mit der Zeit sympathischer, obwohl man früher nicht viel mit ihnen gemeinsam hatte. Und einige verändern sich irgendwie nie, während man selbst viel Neues dazulernt, Enttäuschungen erlebt bzw. neue Angewohnheiten entwickelt.
Am Ende, wenn die alten verschwunden sind, werden jedenfalls immer neue Arten von Menschen zurückbleiben, die ihre Chance bekommen, alles anders zu machen als die vor ihnen.
Es bleibt für die WissenschaftlerInnen der Zukunft jedenfalls spannend, zu erforschen, was sie wie und warum aus sich und dem, was war, gemacht haben.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly Sikkema (auf Unsplash), und dafür, dass sie mich auf das verlinkte Musikvideo aufmerksam gemacht hat, gebührt er meiner lieben Freundin Suleika (die ich seit mehr als 25 kenne und auch heute noch (mit-)erleben darf – wie sie auf ihre Weise friedlich Widerstand gegen vieles leistet, womit sie nicht leben will)!

Was da ist, muss weg! (Oder was noch nicht da ist, muss als lebensbedrohlich emp- bzw. erfunden, produziert und mit „guter“ Werbung als lebensrettend oder zumindest noch zum eigenen Glück fehlend verkauft werden)

Wie ein – „Dank“ einseitiger Propaganda – ökonomisches statt ökologisches Verständnis von der Welt (sowie anerzogene Glaubenssätze oder traumatische Verlusterfahrungen) Menschen zu Wahnsinnigen machen und/oder – auch andere – Leben zerstören

Dass viele Menschen – statt in der Realität zu leben und das zu tun, was sie gerne tun würden – ihren Alltag von Medien und Politik beherrschen lassen, zeigt sich allein darin, dass sie freiwillig Steuern und anderes Geld an Menschen zahlen, die damit Kriege und Propaganda für ihre „zukunftsorientierte“ Politik finanzieren, die die Umwelt vergiftet bzw. so zerstört, dass Klimaextreme zur Normalität werden (weil regulierende Wälder gnadenlos abgeholzt, Ökosysteme zerstückelt und ökologische Kreisläufe damit unterbrochen oder große Bodenflächen versiegelt werden). Oberflächlich mag es für alle, denen nicht bewusst ist, wie überlebenswichtig das Leben im Boden nicht nur für uns Menschen, so erscheinen, als würde es auch in Städten eine lebendige Vielfalt geben können. Ohne die Zahl der Bodenorganismen – die dafür sorgen, dass Kohlenstoff im Boden gespeichert wird oder neue organische Masse entstehen kann – herrscht ein lebensbedrohliches Ungleichgewicht.

Da alles mit allem verbunden ist und das Äußere – für Menschen, die (noch) wissen, wie man genau hinschaut bzw. auch mit dem Herzen sehen kann – nur das Innere, das Oben nur das Unten, das Rechte nur das Linke, große Dinge die kleinen und ein Kind meist (wenn es sich nicht bewusst dagegen entscheidet) die Sehnsüchte der Eltern widerspiegelt, genügt im Grunde ein kurzer Rundum-Blick bis in die eigene Gefühls- und Gedankenwelt, um sich ein Bild von dem, was wirklich ist, zu verschaffen.

Ich habe den Eindruck, viele Menschen scheuen sich davor, Einsicht zu zeigen – auch in sich zu gehen statt sich vor allem an anderen zu orientieren.
Solange ihnen noch Aufmerksamkeit zukommt, solange sie noch für das, was sie tun, von irgendjemandem gelobt oder sogar bejubelt, vielleicht sogar bezahlt werden, machen sie jeden – sogar beleidigenden, demütigenden, menschenverachtenden – Irrsinn mit. Im Glauben, „wenigstens etwas beizutragen“ zu einer Welt, die nicht auf einzelne Menschen angewiesen ist, sondern auch gut – vielleicht besser – ohne uns alle funktionieren würde.

Für mich ist das noch lange kein Grund,

  • Menschen und ihre Natur einseitig schlecht zu machen und – wie schon in der Vergangenheit auch viele Pflanzen- oder Tierarten und weitere Gruppen von Organismen – zu Schädlingen erklären,
  • alles, was sie von Natur aus gerne tun würden, lenken oder sogar streng kontrollieren zu wollen und
  • skrupellos Forschung zu betreiben und dafür bzw. dabei Menschen, Tiere oder Böden bzw. ganze Ländereien auszubeuten, um Rohstoffe für naturzerstörerische Technologien gewinnen, finanzierbare bzw. sich lohnende Produktionsorte schaffen und mit absurden Verkaufsstrategien umwelt- bzw. gesundheitsschädliche Produkte in die Welt bringen zu können (um damit – angeblich – die Menschheit zu retten).

Alle, die sich selbst für schlecht – (aus-)gebildet – oder – körperlich, geistig oder seelisch – benachteiligt halten und nicht erkennen, was sie alles – völlig freiwillig und aus eigener Kraft – besser machen bzw. sein lassen könnten (statt sich nicht nur vor anderen Menschen zum Affen machen oder von ihnen für dumm verkaufen lassen zu müssen könnten), fehlt – für mich ganz offensichtlich – ein wichtiger Teil ihrer oder ihres Selbst bzw. ihr Zugang dazu.
Vielleicht ist es hinter all ihren unsinnigen Besitztümern verloren gegangen, vielleicht hinter einer dicken Fettschicht, vielleicht in all den Gedanken, die sie sich um andere(s) machen.
Ich kann nur sagen: Verluste sind nicht immer lebensbedrohend. Sie haben schon immer vielen Menschen das Leben gerettet bzw. eine völlig andere Seite gezeigt, die vorher für sie unvorstellbar war.
Die Kunst eines glücklichen, gesunden Lebens ist es, beide Seiten als lebenswichtig anzuerkennen bzw. einzusehen, dass ein Extrem nur immer wieder zu einem anderen führt, wenn Menschen die eigene, entspannte Mitte dazwischen nicht finden (sondern von der Angst beherrscht werden, wieder ins Letzte zurückzufallen, so dass sie versuchen, den Kontakt mit allem oder allen zu vermeiden, was sie daran erinnert bzw. schmerzhafte Erinnerungen daran hervorrufen könnten).

P.s.: Es mag verlockend klingen, wenn Menschen versprechen, anderen ihre Arbeit abzunehmen, also zu ersparen, dass sie vielleicht viele Tränen, Schweiß und Blut vergießen müssen, um dahin zu kommen, wo sie gerne wären (um dort sich selbst – zum eigenen natürlichen inneren Frieden und Glück – zu finden. Allerdings sind die, die Menschen davon weggeführt haben, selten die, die irgendwann auch wieder zur Umkehr aufrufen.

 

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Dank für das Foto gebührt Documerica (auf Unsplash)!

Gewinn oder Verlust? – Glück und Unglück beim Glücksspiel

Wenn Menschen sich glücklich dabei fühlen, andere zu besiegen, sie übers Ohr zu hauen oder ihnen wenigstens etwas abzujagen bzw. aus der Tasche zu ziehen

Das Leben ist für viele Menschen kein wertvolles Geschenk, das sie nutzen dürfen, aber achtsam hüten (könnten oder sollten), sondern ein (Wett-)Kampf oder Spiel, das – ihrer Meinung nach – vor allem Spaß machen, also Freude bringen soll und in dem es immer auch Verlierer geben „muss“.
Die größten Gewinne gehen automatisch – ganz natürlich, wenn es sich beim Gewinn um ein materielles Gut handelt – immer mit den größten Verlusten für andere (auch wenn sie auf viele Köpfe aufgeteilt werden und klein erscheinen mögen) einher. Menschen, die etwas gewonnen und entweder hart für einen Sieg gearbeitet haben oder glauben, dass sie sich einen Sieg verdient oder andere dasselbe Spiel freiwillig – weil sie es sich selbst leisten konnten bzw. darauf vorbereitet waren, dabei auch verlieren zu können – mitgespielt haben, verdrängen oft oder sogar meistens (und wegen ihrer Glücksgefühle, die sie sich nicht verderben lassen wollen, auch relativ leicht) aus ihrem Bewusstsein, dass es immer auch Verlierer gibt.
Wir Menschen haben Glück (oder Pech?), dass wir nicht nur die Wesen mit dem größten Bewusstsein sind, sondern gleichzeitig auch die Besten darin, es völlig auszuschalten – mit erlernten mentalen Techniken, mit stupiden Ablenkungsmanövern oder der Hilfe der Natur, also mit bewusstseinsverändernden Mitteln, oder ihren Extrakten und künstlich hergestellten (Ersatz-)Drogen, die sich sowohl die moderne Medizin als auch Wirtschaft und Politik zu Nutze gemacht hat.

Es gibt schon immer Menschen, die sich völlig freiwillig, weil sie wenig oder keinen Sinn darin sehen, aus dem Spiel – um Geld oder persönliche Erfolge und Macht(zu)gewinn – heraushalten. Sie könnten völlig ohne Spielereien, die sie für nervig, also zerstörerisch und menschenunwürdig halten, in Frieden – mit sich und der Welt bzw. der Natur und anderen Menschen – leben. Allerdings gelten sie – wenn sie zu erklären versuchen, warum sie das, was gespielt wird, nicht sehr verlockend finden, um mitzumachen – als unsolidarische SpielverderberInnen, vor allem , wenn sie anderen ins Bewusstsein rufen, ein schlechtes Gewissen damit machen, mit welchen „Kindereien“ sie eigentlich ihr Leben verbringen.

Ich denke, niemand müsste sich für das schlecht fühlen, was er oder sie – aus Mangel an Alternativen bzw. besseren Ideen – gerne, also guten Gewissens bzw. mit einem guten Gefühl (in Erwartung einer Belohnung für den eigenen Einsatz) – tun möchte.
Allerdings sollte sich dann auch niemand so aufführen, als würde er oder sie zu den besonders guten oder intelligenten Menschen gehören, deren Vorbild möglichst auch alle andere folgen sollten, damit dadurch angeblich das Leben aller Menschen noch oder immer besser – fröhlicher, leichter o.ä. – wird).

Spielen (bzw. die Einnahme von Mitteln, die es Menschen erleichtern, es auch noch durchzuhalten, wenn es mal keinen Spaß mehr macht) kann zur Sucht, also einer Krankheit, werden.
Die Folgen von einseitigem Dauerkonsum unterschiedlichster „Drogen“ (zu denen sowohl jedes Spiel als auch jedes Nahrungsmittel werden kann) sind gut studiert. Alles, woran sich Menschen – aufgrund fehlender Abwechslung bei körperlichen und/oder geistigen Aktivitäten (beides gehört ohnehin zusammen bzw. wirkt positiv oder negativ aufeinander ein, falls der Fokus zu einseitig gesetzt wird) gewöhnen, macht sie mit der Zeit so abhängig, dass sie Schmerzen empfinden, also darunter leiden, wenn sie ihre Angewohnheit – ihre Spielgewohnheiten um Glücksgefühle – ablegen sollen.

Natürliche, physiologische Gewöhnungseffekte verhindern allerdings gleichzeitig, dass die Evolution zum Stillstand kommen könnte: alle, die nicht gut auf plötzliche (Umwelt-)Veränderungen reagieren und sich auch an völlig neue Bedingungen anpassen können, sterben mit der Zeit aus. Deshalb ist es – vor allem wenn man alt werden möchte – vorteilhaft, das eigene Leben nicht zu vielen Routinen zu unterwerfen, sich nicht zu sehr an etwas zu gewöhnen bzw. mit etwas abzufinden, das wenig oder keine Abwechslung bietet, oder es sich – gegen Langeweile – zur Routine zu machen, sich einfach alles im Leben als etwas Besonderes, etwas Wertvolles, vorzustellen, mit dem man nicht gedankenverloren, sondern höchstens mit vollem – körperlichen und geistigen – Einsatz spielen sollte.

 

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Dank für das Foto gebührt Chris Liverani (auf Unsplash)!

Freiwillig verantwortungslos, krank, einsam und trotzdem zufrieden?

Warum Menschen Gründe bzw. umfassende und ehrliche Informationen und Möglichkeiten statt nur offene Ohren und helfende Hände brauchen, um nachhaltig selbst für ihre Gesundheit zu sorgen (statt sich in ihrer Hilflosigkeit wohl zu fühlen, in der Hoffnung, dass andere sich dann um sie sorgen werden)

Jedes Kind lässt sich von Natur aus so lange von der eigenen Intutition und gesundem Menschenverstand durchs Leben führen, bis es damit zu viele schlechte, schmerzhafte Erfahrungen macht – weil andere Menschen es mit Gewalt oder Androhungen von schmerzhaften Verlusten davon überzeugen, dass es sinnvoller ist, auf andere statt auf sich selbst und die eigenen Gefühle zu hören.

Kein Mensch möchte alleine sein bzw. kann ohne die Unterstützung, das Mitwirken anderer Menschen, Tiere oder Pflanzen, die ihm als (Seelen-)Nahrung dienen, glücklich leben und gesund bleiben – denn wir werden als soziale Wesen und Teil der Natur, in der wir als Menschen überleben können, geboren.
Allerdings beobachte, höre und fühle ich, dass sich viele Menschen innerhalb der Gesellschaften, in denen sie leben, entweder in die fast völlige Isolation von der realen, lebenden Außen-, dafür in eine virtuelle, maschinengesteuerte Medienwelt oder in eine Individualität flüchten, die sie unter Gleichgesinnten ausleben können – die sich genauso von ihrer eigenen Natur, von sich selbst, haben entfremden lassen und dadurch gleichzeitig das Vertrauen in die Natur und das soziale Bewusstsein anderer Menschen verloren, aber ihre Sehnsucht danach behalten haben.

Menschen genießen es, sich mit anderen verbunden zu fühlen – weil es ihnen in einer unsicheren Welt Sicherheit vermittelt.
Menschen gestehen sich nicht gerne ein, verdrängen als bewusst, wie unsicher das eigene Leben ist, wie schnell es vorbei sein kann. Stattdessen klammern sich unbewusst an alles, was ihnen das nur das (Glücks-)Gefühl vermittelt, tatsächlich lebendig zu sein bzw. sinnvoll gelebt, in ihrem Leben etwas erreicht, aufgebaut, erschaffen zu haben.

Glücksgefühle, die nur aus persönlichen Erfolgserlebnissen heraus entstehen, nicht aus der Einsicht, wie wundervoll das Leben ist, ohne dass man irgendetwas dafür tun muss, – außer es zu fühlen – machen Menschen süchtig bzw. unglücklich, wenn sie sie nicht haben.
Du kannst täglich wieder versuchen,

  • irgendwann Dein Glück zu finden, indem Du andere Menschen beobachtest, die Du für glücklich oder noch glücklicher als Dich selbst hältst;
  • dem Glück hinterherzujagen, weil Du der Meinung bist, Du müsstest nur ein bisschen schneller machen und Dich beeilen, um es zu erreichen;
  • darauf zu warten, dass das Glück Dir gewogen ist und Dich findet;
  • dafür zu arbeiten, dass Du Dir irgendwann alles leisten kannst, was Dich endlich glücklich machen wird, oder
  • Dir einzureden, dass Du für Dein eigenes Glück und Unglück keinerlei Verantwortung trägst, weil andere ihm im Weg stehen und es absichtlich behindern.

Dabei trägst nur Du allein die Verantwortung für Dein eigenes „Schicksal„.
Menschen sind nicht verantwortlich für Dinge, die ihnen passieren, ohne dass sie gefragt wurden oder sich – aufgrund ihres Entwicklungsstandes – körperlich oder mit Worten dagegen hätten wehren können. Aber sie sind dafür verantwortlich, dass sie keine eigenen (Rück-)Fragen gestellt haben, wenn sie die Zeit dafür gehabt hätten, oder sich selbst hinterher nicht sorgfältig überprüfen (lassen) – in Hinsicht darauf, was sie vorher getan haben.
Menschen sind selbst verantwortlich – auch wenn sie unbedacht bzw. nicht gut recherchiert waren oder immer noch sind – für all die Antworten, die sie sich und anderen geben, für all die Reaktionen auf die Schicksalsschläge und unerwarteten Situationen, die das Leben für alle von uns bereithält (damit wir lernen und/oder auch andere lehren können, sinnvoll auf sie zu reagieren, ohne dass wir uns selbst oder anderen dabei auf Dauer zu viel Schaden zuzufügen).
Niemand kann Dich niemand zwingen, die (vorgegebenen oder empfohlenen) Antworten auf die Fragen zu geben, die andere Dir stellen, ohne dass Du Dir genau überlegt und abgewogen hast, was die kurz- und langfristigen Folgen für Dich sein könnten.
Ich kann und will auch niemanden zwingen, sich mehr mit der (eigenen) Natur, den eigenen Widerstands- und Selbstheilungskräften und ihrer leichtsinnigen oder mutwilligen, unbewussten oder absichtlichen Zerstörung zu beschäftigen. Ich kann Menschen nur ans Herz legen, mehr Vertrauen in sich selbst und in den Sinn der eigenen schmerzhaften Erfahrungen, Krankheiten, zerstörten Beziehungen und/oder Gewissensbisse, zu haben, die – meiner Meinung nach – dazu dienen sollen, dass wir sie zukünftig anderen ersparen könnten. Es wäre allerdings nötig, dass wir offen und ehrlich und auch laut, in aller Öffentlichkeit, nicht nur flüsternd, hinter vorgehaltener Hand oder verschlossenen Türen darüber reden bzw. sie für möglichst viele Menschen mit Bildern oder (Lebens-)Geschichten, in Farben oder Tönen erfahrbar machen, statt sie möglichst zu verheimlichen, damit sich – angeblich – andere, denen es „sowieso (auch) schon nicht gut“ geht, nicht noch mehr unnötig darüber aufregen oder Sorgen machen.

Ihr Leben wir für Menschen nicht schöner oder länger und sie nicht zufriedener dadurch, dass sie es

  • möglichst lange verpassen,
  • in Therapien verbringen oder
  • einsam bzw. gemeinsam mit ihren PartnerInnen, Tieren oder Pflanzen, die auch für ein Leben an der frischen Luft geschaffen wurden, in ihren Wohnungen verbringen oder
  • sich mit einer Arbeit erst verdienen wollen, die sie unzufrieden oder auf Dauer sogar krank macht.

Du kannst es natürlich – wie viele andere schon seit Jahrzehnten – weiterhin auf diese Weise versuchen.
Ich würde mich nur nicht darauf verlassen, dass – wenn alle es so machen und ein bestehendes, gemeinschaftliches System ausreizen bzw. überlasten – im Notfall immer noch jemand zur Stelle sein kann, wenn Du selbst mal wirklich Hilfe brauchst, weil Du alleine nicht mehr weiter weißt oder kommst.
Deine Gesundheits- und Notfallvorsorge liegt genausowenig in der Hand oder Verantwortung anderer wie ihre in Deiner, wenn sie Dich gar nicht darum gebeten haben und Du ihnen überhaupt nicht versprochen, also eingewilligt hast, sie für sie zu übernhemen.

 

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Dank für das Foto gebührt Yuris Alhumaydy (auf Unsplash)!

 

Drum prüfe, wer sich – ewig oder auch auf kürzere Zeit – bindet …

Wenn Menschen darunter leiden (oder davon krank werden), dass sie sich vor Zeugen Versprechen gegeben oder Verträge unterschrieben haben, die sie hinterher bereuen

Es ist relativ einfach, Menschen lange in Abhängigkeiten zu halten: Man muss sie nur dazu bringen, sich bzw. anderen „freiwillig“ etwas zu versprechen. Denn: Menschen sind als soziale Wesen von Natur aus dazu gemacht, sich oder Treueeiden, die sie geleistet haben, treu zu bleiben. In jedem Menschen finden allerdings mit der Zeit – mit zunehmendem Alter – Entwicklungen, also Veränderungen statt; bei einigen schnellere, bei anderen nur langsam, je nachdem, wie entspannt und bereit dazu sie sind.
Wer feste, von anderen beeinflusste – in Gedanken vorgefertigte – Ziele hat und diese Pläne verfolgt, verwickelt sich eher neu statt bei sich selbst zu bleiben und die eigene – freie und, weil jeder Moment entscheidende Veränderungen mit sich bringen kann, situationsabhängige – Entwicklung zuzulassen, die unserem natürlichen Wesen entspricht.

Feste, sicher in sich geschlossene, gesellschaftlich anerkannte Strukturen mögen hilfreich sein, Menschen so zu erziehen, wie man sie haben möchte. Mit (Entscheidungs-)Freiheit, die uns von Natur aus gegeben ist, hat das wenig zu tun: uns z.B. sicherheitshalber außerhalb „gewisser Kreise“ – in die Menschen leicht hinein-, aus denen sie aber schwer wieder herauskommen – zu bewegen, um dort nicht gefangen zu werden bzw. bleiben.

Menschen – vor allem Menschen, denen suggeriert wird, sie müssten sich in den Kreisen, in die sie hineingeboren wurden, oder den „höheren“, die sie sich, vielleicht hart, erarbeitet haben, sowohl frei als auch sicher und geborgen fühlen – kommen selten auf die Idee, dass nicht siefalsch ticken„, wenn sie dort nicht ihr (Lebens-)Glück finden oder gesund bleiben. Ordnungsstrukturen, die in Krisensituationen – als viele Menschen Angst hatten und froh waren, dass andere freiwillig das Ruder übernommen haben – oder aus der Bequemlichkeit vieler Menschen heraus, keine eigenen, (über-)lebenswichtigen Entscheidungen treffen oder selbstständig immer wieder eigene Wege gehen (und Gemeinschaften für sich finden) zu müssen, Sinn ergeben, sind allerdings nicht dazu geeignet, auch in „guten“ oder zumindest „besseren Zeiten“ für Ruhe und Ordnung unter freiheitsliebenden und kreativen Menschen zu sorgen: Wenn sie keine großen Sorgen, sondern Zeit für sich selbst und gewisse Sicherheiten haben, lassen sich Menschen ungern von anderen vorgeben, was sie zu tun haben.
Nicht wenige stellen – in Zeiten der Entspannung, wenn sie die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln – immer wieder auch fest, dass es in der Vergangenheit voreilig bzw. (weil sie nicht genug Wissen dazu oder Erfahrungen damit hatten) unbedacht war, sich – ohne die eigene oder äußere Entwicklungen voraussehen zu können – zu (gefühls-, also hormongesteuerten) Versprech(ung)en oder sogar schriftlichen Verträgen hinreißen zu lassen.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass Versprechen auch bedeuten kann, etwas falsch zu sagen?
Aus gesundheitlicher Sicht – um nicht irgendwann sehr von einem schlechten Gewissen gequält zu werden – würde (s)ich also empfehlen, jede Entscheidung, die Menschen treffen, eher als Versuch bzw. „gute Absicht„, sich auch daran zu halten, zu formulieren. Wer wirklich ein freier Mensch bleiben möchte (der jeden Tag wieder freie Entscheidungen treffen kann), muss auch auf Unverbindlichkeit Unverfänglichkeiten – achten.
Ich gehe allerdings davon aus, dass vor allem Menschen, die bisher darauf angewiesen waren, dass Menschen die mit ihnen geschlossenen Verträge strikt einhalten, selbst wenn sich oder sogar sie selbst die Bedingungen verändern, nicht sehr begeistert davon wären und mit all ihrer Macht zu verhindern versuchen werden, dass alle Menschen sich die Freiheit herausnehmen könnten, sich – ohne Folgen bzw. Strafverfolgung befürchten zu müssen – daraus lösen könnten. Mit (sorgen-)kranken, pflege- oder therapiebedürftigen Menschen (die sich nicht selbstständig versorgen bzw. -pflegen können, sondern eine Belastung für andere darstellen) neue Verbindungen einzugehen bzw. neue Verträge zu schließen, werden sie sich – wenn sie selbst überhaupt noch die freie Wahl haben – sich allerdings auch gut überlegen.

Ohne dass die Menschheit also erst einmal ihre Zivilisationskrankheiten in den Griff bekommt, wäre meiner (wissenschaftlich begründeten, wenn auch staatlich ungeprüften) Meinung nach zuerst zu prüfen, welche der alten Versprechungen und geschlossenen Verträge dazu geführt haben, dass heute so viele Menschen krank sind – um sie dann gegebenenfalls als „gesundheitsschädlich“ bzw. eine „Gefährdung für Menschenleben“ mit sofortiger Wirkung für ungültig (da zu voreilig und unbedacht – nicht nach heutigem bestem Wissen und Gewissen geschlossen) zu erklären.
Nur mit Menschen, die sich körperlich und geistig gesund sowie seelisch ausgeglichen fühlen, nicht mit von Ehrgeiz und persönlichen Erfolgen angetriebenen, lässt sich unsere Zukunft sinnvoll planen und – wenn es die richtige Zeit dafür ist – nachhaltig gestalten. Davon gibt es in der Praxis aktuell wenige. – Denn die, die genug theoretisches Wissen und eigene Erfahrungen in kleinen, offenen Kreisen (die Menschen jederzeit betreten oder auch verlassen dürfen, um später vielleicht doch wieder zurückzukehren) dazu besitzen, werden von den in alten, festen Strukturen eingefahrenen Menschen bzw. Gesetzen leider gehindert, in größeren Gemeinschaften  zu überprüfen, ob sich alle – als eigenverantwortliche Menschen mit Entscheidungsfreiheit – dauerhaft wohl darin fühlen könnten – so wie es meiner Meinung nach von Natur aus sogar für uns gedacht ist.

P.s.: Konsequent von anderen zu fordern, feste – verpflichtende – Bindungen einzugehen und alle neu hinzukommenden Informationen zu ignorieren, heißt auch, von Natur aus sinnvolle Entwicklungen bzw. Veränderungen laufender Systeme – natürliche Evolution zugunsten menschlicher Willkür – zu behindern, die erforderlich werden (würde/n), sobald offensichtlich wird, dass dadurch mehr Schaden angerichtet wird als jemals wieder gut gemacht werden könnte … Kranke Menschen können wieder gesund werden, wenn ihnen die Möglichkeit bzw. Zeit gegeben wird, sich – innerhalb ihrer Gemeinschaften und ohne schlechtes Gewissen – zu regenerieren, also ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Aktuell weigern sich noch viele angeblich moderne MedizinerInnen und WissenschaftlerInnen (die sich auf dem neuesten Stand der Forschung befinden sollten), die unser Gesundheitswesen mitbestimmen, anzuerkennen, dass dazu in erster Linie Verhaltensänderungen, eine gesunde Ernährung sowie Bewegungsweise und regelmäßige natürliche Entgiftungsmaßnahmen – keine Medikamente und/oder Behandlungen – notwendig sind. Dass außerdem weiterhin eine gesundheitsschädliche (Lobby-)Politik verfolgt wird, die weltweit die Natur vergiftet und natürliche Ökosysteme bzw. ihre Kreisläufe zerstört, von denen das (Über-)Leben der Menschen abhängt, das ließe sich leicht überprüfen – wenn man sich auch mal andere Seiten derselben Geschichten anhört, die uns unsere Schulen, Bildungsstätten und/oder anderen öffentlichen Einrichtungen und Medien erzählen.

 

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Dank für das Foto gebührt Janosch Diggelmann (auf Unsplash)!

Kopfüber oder kopfunter. Freiwillig, alleine und jederzeit oder vor allem in Begleitung und nach Terminabsprache. Gegen Bezahlung, als Tauschgeschäft oder geschenkt?

Wer oder was richtet Dich wieder auf, wenn Du (um-)gefallen oder -geknickt bist, bzw. womit Du Dich selbst, um Haltung zu bewahren?

Es gibt vieles, was Menschen dazu bringt, am liebsten im Erdboden zu versinken, den Kopf in den Sand zu stecken oder morgens überhaupt nicht erst aufzustehen.
Wer sich dazu entscheidet, dem zu trotzen und sich das eigene Leben so schön wie möglich zu machen, braucht Strategien, um auch mit harten (Schicksals-)Schlägen umgehen zu können.
Nicht alle, die uns in dieser Welt angeboten werden, sind sinnvoll in der Hinsicht, dass sie uns immer wieder die Stärke verleihen, uns aus eigener innerer (Willens- und Muskel-)Kraft zu erheben, wenn wir einmal down sind.
Wenn Du weißt, was Deinen Willen, Deinen Körper zu trainieren bzw. Deine Muskeln möglichst umfassend zu nutzen und in Bewegung zwischen An- und Entspannung zu halten, auf Dauer schwächt, weil es Dich dazu verlockt, lieber „angenehmere“ Dinge zu tun, die Dich nicht so viel Energie kosten, kannst Du beginnen, diese langsam aus Deinem Leben zu verbannen und dich stattdessen auf Dich und Deine Haltung in den unterschiedlichsten Situationen zu konzentrieren – völlig unabhängig von dem oder denen, womit bzw. von denen Du konfrontiert wirst, kostenlos und jederzeit möglich.

Ich kann es Dir nicht versprechen, weil ich nicht weiß, welche Wirkung etwas auf andere Menschen hat, was auf mich – je nach Ausgangslage – entspannend oder anregend wirkt; aber ich würde als Gesundheitswissenschaftlerin trotzdem generell empfehlen, sich der eigenen Gesundheit zuliebe möglichst oft – im Idealfall in jedem Moment – damit zu beschäftigen, wie krumm oder gerade und mit welcher inneren Haltung man aktuell alleine, nur in Begleitung bzw. mit Hilfsmitteln durchs Leben geht.
Es kommt nicht darauf an, schnell weit zu kommen, sondern eher darauf, sich die eigene Kraft so einzuteilen, dass man immer wieder einen nächsten Schritt tun kann, wenn man noch nicht da angekommen ist, wo man gerne noch hin möchte.

Viel Glück bzw. Erfolg beim Üben, wenn Du Lust darauf bekommen hast, damit anzufangen!

 

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Dank für das Foto gebührt J. Balla Photography (auf Unsplash)!

Glücksgefühle auf Knopfdruck oder beim (Pausen-)Gong

Wenn Menschen Erleichterung oder Entspannung mit nachhaltiger Erholung und Regeneration verwechseln (und sich wundern, dass sie trotz ihres glücklichen Lebens krank geworden sind)

In ihrem Alltag angespannte Menschen, denen es schwer fällt, ihre ungesunde – angewöhnte – Anspannung zu erkennen, brauchen Entspannungs- bzw. Erholungspausen – Freizeit, Urlaub – von ihrem Leben, um auf Dauer nicht krank davon zu werden. Menschen sind nicht dazu gemacht, ihre körperlichen, geistigen und seelischen Bedürfnisse nach einem Terminkalender, nach Schichtplänen oder festgelegten Pausen- und/oder Ferienzeiten zu richten, die keinen nachvollziehbaren Sinn für sie ergeben.
Echte Glücksgefühle hängen von Eindrücken ab, die uns unerwartet, überraschend Erfolgserlebnisse versprechen bzw. verschaffen, nicht von erfüllten Träumen, die wir uns aufgrund vergangenen (Erfolgs-)Erlebnissen angewöhnt haben, auch in der Zukunft zu erwarten. Glücklich können Menschen nur in jedem Moment sein, nicht in der Vorfreude auf kommendes Glück, das sie sich von etwas versprechen, das in der Zukunft liegt.

Menschen, die sich oft unglücklich fühlen, weil sie unzufrieden mit sich und ihrem Leben sind, können sich – genauso wenig wie kranke Menschen Gesundheit – Glück nicht erzwingen oder diszipliniert – indem sie sich streng an alle Vorgaben halten, die einem irgendjemand erteilt – erarbeiten. Mit strenger Disziplin lässt sich vielleicht vermeiden, dass man ungesunde Angewohnheiten entwickelt oder sie sich irgendwann wieder abtrainieren muss, sobald man feststellt, welch schmerzhafte oder (todes-)angsteinflößende Auswirkungen sie auf Körper, Geist und Seele haben. Dass sich Menschen wirklich – auch über längere Zeit – glücklich fühlen, wenn sie – ihrer Gesundheit zuliebe – vorsorglich auf Dinge verzichten (wollen) oder es irgendwann „müssen“ (weil es ihnen ihre PartnerInnen oder ÄrztInnen ans Herz legen, damit ihr Körper eine Chance bekommt, noch eine Weile am Leben zu bleiben), kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen.

Ein glückliches (oder gesundes) Leben führen zu wollen muss eine freiwillige Entscheidung sein, die nicht zulässt, dass Menschen sich anderen Menschen zuliebe unglücklich (oder krank) machen lassen. Sie erfordert ein gesundes Selbstbewusstsein und -vertrauen sowie ein Bewusstsein für menschliche – biologisch, also natur- oder evolutionswissenschaftlich erklärbare als auch familiär bzw. kulturell bedingte – Bedürfnisse, Ängste und andere Gefühle oder Träume und Wünsche.
Kein Mensch kann alleine lange glücklich sein.
Und kein Mensch wird sich lange glücklich damit zufrieden geben (und dabei gesund bleiben) können, dass andere ihm oder ihr nur eine bestimmte Anzahl Erholungs- oder Entspannungspausen zu bestimmten festgelegten Zeiten zubilligen.
Menschen sind leidensfähig. Menschen halten ihr Unglück – Zeiten, in denen sie unzufrieden sind – unglaublich lange durch. Solange es genug Dinge gibt, die sie davon abhalten, es bzw. sich selbst zu spüren bzw. daran zu denken, was sie alles viel lieber tun würden als das, was sie gerade tun, warten sie geduldig auf ihren Feierabend, das Wochenende, ihren nahenden Urlaub, den nächsten Termin beim Arzt, der Heilpraktikerin oder in der Massagepraxis u.ä., wo etwas oder jemand dafür sorgen wird, dass sie sich wieder ein bisschen glücklicher und lebendiger, vielleicht auch beachteter fühlen als von sich selbst.
Wer sich selbst von anderen wie eine Maschine behandeln lässt, die man an- und ausschalten kann, bzw. sich selbst freiwillig danach richtet, was andere erwarten, darf sich nicht wundern, wenn der eigene Lebensmut, die eigene Lebenslust mit den Jahren so darunter leidet, dass auch das eigene Immunsystem, die eigene Widerstandskraft, die immer wieder selbstbestimmte Regenerationspausen braucht, so abbaut, dass das eigene Glück immer mehr von den eigenen Krankheiten beeinträchtigt wird.

Finde lieber rechtzeitig heraus, was Dich wirklich immer, zu jeder Zeit, glücklich machen kann (ohne Dich süchtig und deshalb auf Dauer krank machen zu können) und sorge dafür, dass Du Dir das so oft wie möglich in Deinem Alltag (heraus-)nehmen kannst.
Manchmal genügt es schon, zu Dingen, zu denen Du nur anderen zuliebe meistens „Ja“ sagst, auch mal unerwartet, überraschend, „Nein“ zu sagen. Oder umgekehrt. Denn andere Menschen (noch oder immer wieder) überraschen zu können bzw. wollen hält – weil man sich dazu immer wieder etwas Neues einfallen lassen „muss“ – nicht nur den eigenen Geist lebendig, sondern macht – dank unserer Fähigkeit zu Mitgefühl – auch selbst glücklich; ganz ohne Druck, ein Klick oder anderes (lautes) Geräusch als „Startschuss“ oder einen sonstigen Befehl zum Glücklichsein.

 

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Dank für das Foto gebührt hannah joshua (auf Unsplash)!

Schmutzige Wäsche zu waschen macht noch lange keine weiße Weste

Wenn religiöse Reinheitsgebote und/oder medizinische Hygieneregeln nicht nur den eigenen Körper und Geist oder sogar die eigene Seele krank machen, sondern damit ganze Gemeinschaften vergiften können – die damit einen gemeinsamen „Volkskörper“ gegen Feinde ihrer (körperlichen, geistigen oder seelischen) Gesundheit immun machen wollen

Als Naturforscherin und Gesundheitswissenschaftlerin kann man den Glauben an die Menschheit – an den gesunden Menschenverstand – leicht verlieren.
Menschen, die es für ungesund halten,

  • sich schmutzig zu machen oder „unreine“ Gedanken zu haben,
  • Erde bzw. „Dreck“ zu (fr-)essen, auch oder vor allem, wenn man etwas zu viel gewagt und sich dabei auf die Schnauze gelegt hat,
  • sich nicht täglich unter eine Dusche zu stellen oder irgendwie anders Körper, Geist und Seele rein zu waschen,
  • Kleidung mehr als ein einziges Mal für ein paar Stunden am eigenen Körper zu tragen oder sich selbst nicht erst herauszuputzen, bevor sie sich in Gesellschaft anderer begeben,

haben ein – vermutlich kulturell bedingtes – gestörtes Verhältnis zu ihrer bzw. unserer menschlichen Natur.
Sie (ver-)zweifeln eher an sich selbst und dem, was sie denken bzw. fühlen, statt in Zweifel zu ziehen, was andere ihnen über „Gott und die (naturwissenschaftlich oder theologisch begründete) Welt“ erzählen.

Dabei könnte beides so leicht in Einklang gebracht werden – wenn Menschen nur denen Glauben schenken bzw. vertrauen würden, die ihnen all ihre Fragen beantworten können bzw. versuchen, mit ihnen gemeinsam Antworten zu finden (statt sie damit zufrieden stellen zu wollen, dass das „einfach – grundlos – so oder Gottes Wille sei„, ohne dass man dem auf den Grund gehen und es verstehen oder – alleine oder gemeinsam – etwas daran ändern könnte.
Vielleicht fragt sich der eine oder die andere, warum er oder sie im Laufe des Lebens so viele Allergien entwickelt hat – auf Wasch- oder andere Reinigungsmittel, Duft- oder andere Stoffe und (künstliche) Fasern oder Dinge, die er oder sie einmal gerne mochte und eigentlich auch gerne wieder (ohne schlechtes Gewissen) essen würde.
Dass gottgewollt ist, dass Menschen in ihre Leben leiden oder vieles „nur noch nicht ausreichend wissenschaftlich erforscht“ ist, um allen Menschen helfen zu können, das kann glauben, wer will.

Ich persönlich halte die Natur, unsere Mutter Erde, für die „fürsorgliche Herrscherin“ über alle Lebewesen, die allen, die sich an ihre Gesetze und Spielregeln zu halten versuchen, eine faire (Überlebens-)Chance gibt (Fehler sind also erlaubt), um ihre eigenen Fähigkeiten unter den bestehenden Bedingungen bestmöglich zu nutzen und aus ihren Fehlern – wenn sie nicht zu leichtsinnig oder lebensmüde waren und zu häufig wiederholt werden – zu lernen.
Wer selbst schon Erfahrungen mit Heilerde gemacht hat, wer die heilende Wirkung der Natur kennt, weiß, dass nicht alles, was nach Schmutz, Chaos oder auch tot aussieht, schlecht für die eigene Gesundheit ist.
Und wer weiß, unter welchen gesundheitlichen Problemen – die Körper, Geist oder das Seelenleben betreffen können – Menschen in besonders weißen Westen oder Kitteln (die behaupten, Leben oder die Natur retten zu wollen) leiden, wird sich davor hüten, ihren angeblich vernünftigen Reinigungsempfehlungen bzw. Hygieneverordnungen zu unkritisch Folge zu leisten.

 

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Dank für das Foto gebührt Megan Lee (auf Unsplash)!