Denke mit und frag‘ vor allem Menschen, die nachhaltig – gesund und umweltfreundlich – leben, statt Dich ungeprüft auf Werbung, Behauptungen und Versprechungen, Testergebnisse oder Gütesiegel zu verlassen!

Zumindest, wenn Du wirklich nachhaltig gesund und naturverbunden leben, Tier- und Menschenrechte schützen und Dich nicht für dumm verkaufen lassen willst

Ich muss mich selbst immer noch oft sehr zurückhalten, wenn ich Menschen, die in meinen Augen keineswegs gesund aussehen oder ein umweltfreundliches Leben führen, stolz davon reden höre, wie zufrieden ihr Arzt oder ihre Ärztin mit ihrem Zustand ist, den er vor allem mit Testergebnissen beurteilt, oder wie sehr sie beim Einkaufen auf Natur- und Tierschutz achten, der ihnen als Siegel präsentiert wird.

Ich bin im Laufe der Jahre gelassener, wenn auch noch nicht völlig ruhig, geworden, weil ich (immer noch) lerne zu respektieren, dass es für viele moderne Menschen Wichtigeres gibt, als sich darum zu kümmern, woher die Lebensmittel und all die anderen Produkte kommen, die sie täglich kaufen und konsumieren; welche Umweltschäden sie beim Anbau oder Ressourcen-Abbau, während der Produktion und natürlich auch anschließenden Entsorgung verursachen,  – denn nichts hält ewig, und viele Produkte, auch unsere Nahrungsmittel, sind ohnehin ganz offensichtlich Teil einer Kreislaufwirtschaft bzw. von natürlichen Kreisläufen – oder welche Tier- und Menschenrechte dabei missachtet, also hintergangen wurden.
Ich rege mich weniger über die Ignoranz, das Desinteresse und die Unachtsamkeit vieler Menschen auf, weil ich weiß, dass ich selbst (noch) nicht auf alles achten kann, worauf ich gerne achten würde.
Ich verlasse mich darauf, dass einige von ihnen irgendwann feststellen werden, – vermutlich durch eigene Erfahrungen mit Krankheiten oder durch „überraschende“ Todesfälle, die nur für Menschen überraschend kommen, die noch nicht viel von lebenden Systemen wissen – dass sie weder gesund noch besonders umweltfreundlich leben. Denn unsere Natur und unsere Gesundheit sind eng miteinander verflochten: wir können innerhalb einer vergifteten Umwelt nicht ewig gesund weiterleben, wenn wir nicht wissen, wie wir uns effektiv immer wieder davon reinigen und entgiften bzw. Erholungs- bzw. Regenerationspausen in einer weniger mit Schadstoffen belasteten Natur gönnen können.
Ich lerne zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die – nachdem sie vielleicht schon viel lernen mussten, was sie nicht interessiert hat, kein Interesse (mehr) daran haben, in ihrem Leben etwas zu lernen außer dem, was sie unbedingt wissen müssen, um durch den Tag zu kommen und ihre eigene Zukunft dabei im Auge zu behalten.
Ich glaube nicht mehr, dass sie eine besonders große Gefahr für die Gesundheit unseres Planeten sind und mit ihrem Leben großen Schaden anrichten – auch wenn sie  mit ihrem Konsumverhalten Menschen mitfinanzieren, von denen für mich persönlich die größte Gefahr, auch für unsere Überleben als Menschheit ausgeht: Menschen mit viel Macht und Geld und irrwitzigen Ideen im Kopf, um die Welt zu retten, wie die Zahl der Menschen zu reduzieren und das Leben der verbleibenden so zu regulieren, dass sie der Natur keinen Schaden mehr zufügen können – mit Hygienevorschriften, Sicherheitsmaßnahmen, Schutzgebieten u.ä.
Ich vertraue aber auch darauf, dass die Natur nachhaltig dafür sorgen wird, dass Menschen, die zu sehr versuchen, in ihre Kreisläufe einzugreifen, sie zu manipulieren und dabei selbst Gott, also Lebens- oder MenschenretterInnen, zu spielen, schneller vom Erdboden verschwinden, als sie das – aufgrund ihrer Lebensferne – selbst vermutet hätten.

Ich finde spannend, dass – wie ich vor gar nicht allzu langer Zeit erfahren habe – schon in der Offenbarung der Bibel steht, dass Gott vorhat, „die zu verderben, die die Erde verderbt haben“.
Es betätigt mich in meinem ganzheitlichen Weltbild – in dem auch Wissenschaften und Religionen zusammengehören, weil Menschen zusammengehören, auch wenn sie glauben oder überzeugt sind, dass sie nicht zusammenpassen.
Ich bin selbst überzeugt, dass niemand sehr lange in der Natur überleben wird, der/die nicht bereit ist, mit ihr zu leben, also ihre Kreisläufen von Leben und Tod, Werden und Vergehen zu verstehen und zu nutzen statt gegen sie vorzugehen und sich damit über sie erheben zu wollen.
Ich weiß zwar noch nicht, wie lange „nicht sehr lange“ in der Natur dauert; aber in unserer schnelllebigen Zeit kann es manchmal ja ganz schnell gehen.

Bis dahin werde ich die Zeit nutzen, meine Lebenserfahrungen, die Essenzen meiner langjährigen Auseinandersetzung mit den verschiedensten Themen, die sich um die Natur, Tiere, Pflanzen und Menschen, Gesundheit und Krankheiten, Körper, Geist und Seele, natürliche Kreisläufe und Vernetzungen, und eben auch nachhaltige Systeme, drehen, an Menschen weiterzugeben, die sich dafür interessieren.

Bis vor einiger Zeit hätte ich wahrscheinlich vor allem empfohlen, auf „echte“ Nachhaltigkeitssiegel, die kontrolliert werden, zu achten:

  • Ökologisch.
  • Biologisch.
  • Nachhaltig.
  • Vegan.
  • Kontrolliert.
  • MSC.
  • FSC.
  • ASC.

Heute bin ich mir ziemlich sicher, – neu darin bestätigt hat mich vor ein paar Tagen die Dokumentation über die Gefährdung unserer Meere, „Seaspiracy“ – dass die wenigstens von ihnen in dieser Welt überhaupt kontrolliert werden können. Nicht nur MeeresfreundInnen oder Fische-Geborene wie ich, denen unsere (ursprüngliche) Verbindung zum Ozean bewusst ist, die Abhängigkeit der Menschen von den Meeresströmungen – als Einflussfaktoren auf unser Weltklima – oder der lebendigen Vielfalt an MeeresbewohnerInnen, – als Nahrungsgrundlage für viele andere Lebewesen – dürften leicht nachvollziehen können warum.

Geschichten, Narrative, die lauten

  • Rette die Erde, indem Du mehr von ihr konsumierst.
  • Schütze das Meer und seine Lebewesen, indem Du möglichst viel Fisch oder andere Meeresbewohner in Deinen Ernährungsplan einbaust.
  • Zeige Deine Tierliebe, indem Du ausschließt, dass Tiere vor dem Schlachten so krank sind, dass sie mit Antibiotika behandelt werden mussten.
  • Achte auf die Natur, indem Du dorthin fliegst, wo sie noch möglichst unberührt ist, und
  • lerne sie kennen, indem Du Dich von einem Führer auf sicheren Weg durch sie leiten lässt.
  • Lerne andere Kulturen kennen, indem Du Dich in einem Hotel oder auf einer Kreuzfahrt so verwöhnen lässt, wie Du es Dir zu Hause nur wünschen kannst.

sind die Narrative erfolgreicher Unternehmer, nicht von Menschen, die am nachhaltigen Schutz der Natur oder von Menschenrechten interessiert sind.

Wie alle Systeme tendieren auch nachhaltige Systeme von Natur aus dazu, viele kleine Ecken und Winkel zu haben, in die niemand so leicht hineinschauen kann.
Nachhaltige Systeme sind aber nicht undurchschaubar.
Leicht zu erkennen sind die Nachhaltigkeitslügen:

Nachhaltig kann nur ein Leben und Konsum sein, der berücksichtigt, wie viele Ressourcen verfügbar sind und wie viele Menschen bzw. KonsumentInnen darauf angewiesen sind, und der sofort erkennt bzw. darauf aufmerksam macht, wann ein „zu viel“ erreicht ist, so dass die Pro-Kopf- oder zumindest die Gesamt-Verkaufsmenge reduziert wird.

Nachhaltig helfen können Hilfsorganisationen nur Menschen, die nicht auf Hilfen angewiesen sein, sondern sich irgendwann unabhängig versorgen wollen.

Nachhaltig gesund bleiben oder werden können nur Menschen, die nicht von ÄrztInnen so lange an sich herumdoktern lassen wollen bis diese irgendwann sagen, dass sie „jetzt nichts mehr tun können“.

Nachhaltig kann kein Konsum sein, wenn er Verkaufszahlen wie alle andere „Lifestyles“, denen man sich als „informierter Kunde“ anschließen kann.

Ein nachhaltiges Leben kann nicht von Anfang an immer nur Spaß machen, wenn man z.B. lernen will, auf immer mehr auf Genussmittel zu verzichten, die das eigene Leben gar nicht erhalten, sondern „nur“ bereichern, dafür dass andere dafür ausgebeutet werden.

Nachhaltig kann keine Freude an einem nachhaltigen Leben sein, wenn man selbst nicht davon überzeugt ist, dass es einen Sinn macht, möglichst nachhaltig zu leben.

Ich wünsche trotzdem auch allen, die sich dagegen entscheiden, ein nachhaltig gesundes, menschen-, tier- und umweltfreundliches Leben führen zu wollen, weil sie viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind, viel Freude dabei, sich das Leben so schön wie möglich zu machen.
Mir selbst ist es ein bisschen zu unsicher, dass ich tatsächlich niemals die Verantwortung dafür übernehmen muss, was ich mit meinem Leben auf der Erde angerichtet habe, obwohl ich ja so viel Einfluss darauf hab, wen ich dabei unterstütze, was ich konsumiere und hinterlasse und was oder wen ich lieber boykottiere.

P.s.: Nicht nur als Privatmensch, auch als selbstständige/r UnternehmerIn kann es überlebenswichtig sein, Bescheid zu wissen und nachhaltig zu denken statt sich vor allem oder allein auf Informationen zu verlassen, die andere, die vom eigenen Geschäft wenig bis gar nichts verstehen, ungefragt und freiwillig liefern.

P.p.s.: Wer nachhaltig und naturnah leben will, hat viel zu bedenken; das kann ich nicht leugen! Aber es geht in einem nachhaltig gesunden und glücklichen Leben nicht darum, einen Wettbewerb zu gewinnen und ständig als Beste/r dazustehen oder sich gut zu fühlen. Wenn Du lange und nachhaltig durchhalten willst, brauchst Du auch Durchhänger; aber hinterher den Ansporn weiterzumachen – weil es sich irgendwann lohnt: für Dich und für den Rest der Welt! Hab‘ etwas Geduld!

P.p.p.s.: Selbst für nachhaltig Verstörte hab‘ ich zufällig hilfreiche Tipps gefunden!

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Dank für das Foto gebührt ev (auf Unsplash)!

Lerne aus Erfahrungen – vor allem aus Deinen schlechten oder aus denen von Menschen, die sich Dein Vertrauen verdient haben

Sei skeptisch, wenn Menschen Zukunftsprognosen erstellen, Prophezeiungen machen oder Dinge ständig wiederholen müssen, damit Du sie glaubst

Menschen machen gerne schöne Erfahrungen in ihrem Leben und versuchen normalerweise, die schlechten bestmöglich zu vermeiden. Dazu greifen sie gerne und oft auf Erfahrungswerte zurück – auch wenn sich Zeiten ständig ändern oder Orte wechseln, die Welt sich also entweder einfach weiter gedreht hat, Menschen dazu gelernt oder Situationen gewandelt haben.
Es gibt – schon aufgrund früher und frühester Kindheitserfahrungen – neugierigere, wagemutigere oder vorsichtigere, ängstlichere Menschen, wenn es darum geht, Situationen zu beurteilen und Entscheidungen für oder gegen eine neue Erfahrungen zu treffen. Die wenigsten Erfahrungen kommen völlig unerwartet, auch wenn Du darüber vielleicht noch nie nachgedacht hast.
Wenn Du Dich noch nie gefragt hast, woher Deine Ängste oder Dein Selbstvertrauen, Deine persönlichen Abneigungen und individuellen Vorlieben kommen, dann fang – falls Du von einer schöneren Zukunft oder mehr Gesundheit und Glück träumst – an, in Deinen Erinnerungen, schönen wie schlechten, fröhlichen und traurigen, tröstenden und schmerzhaften, zu suchen.
Sie sind das, was Dir hilft, in Deinem Leben zu verstehen, was Du noch nicht verstehst – warum Du zum Beispiel immer wieder in „dieselben“ Muster verfällst, „dieselben“ Fehler machst oder ähnlichen Menschen begegnest, denen Du gar nicht begegnen möchtest – und zu verändern, was Du gerne verändern möchtest.

Das eigene Leben, nicht das Fernsehen oder ein anderer Bildschirm, nicht das, was andere berichten, sagen oder schreiben, ist Dein/e beste/r LehrmeisterIn – zumindest wenn Du seine oder ihre Sprache verstehst und die Zeichen lesen kannst, die allen von uns alltäglich auch vor Augen geführt werden.
Menschen, die wissen, worauf sie im Leben achten müssen, z.B.

  • wie sehr sie ihren Augen, Ohren oder anderen (Sinnes-)Organen und ihrem eigenen Gehirn trauen dürfen oder misstrauen müssen;
  • wie sie erkennen können, ob es jemand ernst mit ihnen meint und ob ihnen ehrlich die Meinung gesagt wird oder nicht;
  • wie sie sich verhalten können, wenn sie in unangenehme Situationen kommen oder
  • wie sie sich selbst austricksen, um nicht unnötig in unangenehme Situationen zu kommen,

leben entspannter und gesünder. Ich würde vermuten, sie leben auch glücklicher als Menschen, die ihr Leben – weil sie sich selbst zu wenig Fachwissen, oder praktische Kenntnisse und Fähigkeiten zutrauen oder weil sie befürchten, sie wären in etwas zu unerfahren – vor allem nach dem richten, was andere ihnen sagen und vorgeben.

Ich habe während meiner Schulzeit und meines Studiums viel Theoretisches und bei Laborarbeit auch viel Lebensfernes über das Leben und Gesundheit gelernt. – Deshalb suche ich in meinem Leben den Kontakt zu Menschen und Tieren, zu Pflanzen und dem Rest der Natur, um mein Wissen zu überprüfen und mit meinen Erfahrungen abzugleichen.
Ich lerne auch heute noch viel aus Büchern. – Deshalb muss ich viele, verschiedenste lesen, damit ich Informationen einordnen kann.
Ich schaue mir gerne auch Vorträge oder Interviews und andere Gespräche mit den Menschen an, von denen ich etwas gelesen habe, um mir ein genaueres Bild von ihnen machen zu können
Wenn Du Dich nur auf eine oder einige wenige Informationen und InformantInnen, Wissens- oder Erfahrungsquellen, verlässt oder bisher verlassen hast, darfst Du Dich nicht wundern, wenn Dein Welt- und Menschenbild wenig vollständig ist und Deine eigenen Erfahrungen oft dem widersprechen, was Du glauben möchtest oder bisher geglaubt hast (zu wissen oder zu können).
Wenn Du selten aus dem Haus gehst oder Dich immer nur mit denselben Menschen oder in ähnlichen Gruppen von Menschen unterhältst und mehr redest als zuhörst, darfst Du Dich nicht wundern, wenn Du irgendwann feststellen musst, dass Du von vielem, was andere tun und wissen, noch nie etwas gehört hast.

Die wertvollsten Erfahrungen, weil es auch die einzigen sind, denen Du – wenn Du sie unverfälscht, so wie Du sie in dem Moment gemacht hast, festhalten kannst – auch hinterher noch einhundertprozentig vertrauen kannst, sind Deine eigenen. Du kannst also immer erst hinterher feststellen, ob es gute oder schlechte Erfahrungen waren. Nur Du kannst wissen, ob sie (immer noch) aus Deinem tiefsten Inneren kommen oder (bisher) gekommen sind, ob sie mehr von außen – von anderen Meinungen und abhängig von Umgebungsbedingungen – gesteuert werden oder bestätigt werden müssen.
Beobachte genau, wer versucht, Dir Erfahrungen einzureden, nur weil er oder sie sie selbst gemacht hat und an ihren Sinn oder Irrsinn, ihre „Richtigkeit“ oder Unrecht glaubt und sich bei Dir die Bestätigung holen möchte, dass sie gut oder schlecht waren oder sind.

Nicht alle Menschen in unserem Leben, die vorgeben, sich um uns zu sorgen, oder die uns sogar versprechen, sich um uns zu kümmern, tun das, weil sie genau wissen, was wir brauchen oder was uns schadet. Nur Du kannst herausfinden, wem Du vertrauen kannst; wer bereit ist, Dir zuzuhören, oder wer Dich nicht nur an die Hand nimmt, um Dich dorthin zu ziehen, wo er oder sie gerne hin möchte.
Wer unterstützt Dich dabei, Deine eigenen Erfahrungen zu machen? Wer gibt Dir Rückendeckung, wenn Du Dir mehr (Wissen) zugetraut hast als Du dann tatsächlich (liefern) konntest? Wer tröstet Dich oder spricht Dir Mut zu bei dem, was in der Vergangenheit schief gelaufen ist oder was Du aber gerne (noch) einmal versuchen möchtest, auch wenn es eine (neue) schmerzhafte Erfahrung sein könnte?
Welche Erfahrungen möchtest Du überhaupt noch machen? Und welche nicht mehr?
Die Antworten wird Dir niemand abnehmen können; genauso wenig wie die Erfahrungen, die Du brauchst, um sie Dir irgendwann selbst geben zu können.
Verliere dabei nicht unnötig viel Lebenszeit – nutze Methoden, Dich aus einer Schockstarre zu lösen oder in die Gänge zu kommen! Lass‘ Dich immer wieder auf neue Erfahrungen ein!

P.s.: Ich habe aus meinen Lebenserfahrungen gelernt, weder WissenschaftlerInnen, vor allem denjenigen, deren Arbeit eng mit Unternehmen verflochten ist, – die ihre Versuchsbedingungen vorgeben und Studienergebnisse beeinflussen – noch ÄrztInnen, an deren Wartezimmer sich schon erkennen lässt, wie sehr sie unter dem Einfluss von PharmaberaterInnen stehen, zu viel Vertrauen entgegen zu bringen. – Die Entttäuschung könnte irgendwann groß sein! Ich traue den meisten VirologInnen weder epidemiologische noch Immunologie-Kenntnisse zu und wenigen ÄrztInnen, noch weniger PhysikerInnen oder Bankkaufmännern, Kenntnisse über die Zusammenhänge von körperlicher, geistiger und seelischer Gesundheit oder von Bewegung, Nervenreizungen, Psyche und einem gesunden Immunsystem.
Aber es ist für mich eine schöne Erfahrung, gerade vermehrt Menschen kennenzulernen, die zugeben, dass sie das eigentlich auch schon lange nicht mehr tun.

P.p.s.: Es ist übrigens in meinen Augen keine sehr gute Idee, den Situationen aus dem Weg gehen zu wollen, in denen Du bestimmte Erfahrungen nicht machen möchtest – irgendwann werden sie Dich einholen. Bereite Dich lieber darauf vor; übe in ähnlichen Situationen mit anderen Menschen, wie Du reagieren kannst, wenn sie tatsächlich eintreten sollten: Sei gefasst, wenn geplante Ereignisse oder bestimmte Situationen nicht gleich so verlaufen, wie erwartet – wir lernen alle nur aus unseren Erfahrungen. Freu‘ Dich, wenn alles sofort gut läuft, dann hast Du alles richtig gemacht.  Aber lass‘ Dir lieber etwas Neues einfallen, wenn Du dabei immer wieder auf die Nase oder Knie fällst.

 

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Dank für das Foto gebührt Diana Polekhina (auf Unsplash)!

Anleitendes und Abratendes zum gesunden Schlafen, behutsamen Wecken und fröhlichen Auf(er)stehen

Damit Du hoffentlich nie (wieder) ein böses Erwachen erleben musst!

Bei mir hat schon der Wunsch funktioniert, heute rechtzeitig wach zu sein, um für meine Tomatenpflänzchen vor Sonnenaufgang die Rollläden hochzuziehen, damit ich tatsächlich – ganz ohne Wecker – in der Dämmerung das erste Mal meine Augen aufgemacht habe (zum Glück wird auch mein Liebster am liebsten von der Sonne geweckt und hat sich von mir überzeugen lassen, dass er nachts neben mir keine Heizung im Schlafzimmer mehr braucht, so dass dort nie die Fenster verdunkeln).
Ich bin schon immer eine Gern-Frühaufsteherin.
Leider gehe ich auch nicht unbedingt gerne früh ins Bett.
Ich bin einfach gerne wach, so lange wie möglichst, egal ob in der Frühe oder bis spät in die Nacht – das Leben hat so viel zu bieten und jede Zeit hat ihre Besonderheiten, die ich liebe.

Allerdings weiß ich heute, – nicht unbedingt, weil ich während meines Biologiestudiums viel dazu gelernt hätte, sondern weil ich privat viel darüber gelesen und am eigenen Leib erfahren habe – dass ich meinen Körper, aber auch meine Gehirntätigkeit, also insgesamt mein Immunsystem überfordere oder schädige, wenn ich zu wenig schlafe. Gleichzeitig habe ich ein gutes Warnzeichen, wenn ich es übertreibe; wenn ich mir – während ich wach bin – auch noch zu viel Stress mache: dann zeigen sich bei mir „typische Krankheitszeichen“, die aus medizinischer Sicht auf eine unkontrollierte Verbreitung von sogenannten (humanen) Herpesviren hinweisen – zu denen außer den Herpes simplex- , dem Varizella-Zoster- und Epstein-Barr-Virus auch das Zytomegalie-Virus oder Kaposi-Sarkom-assoziierte Herpesvirus gezählt werden. Was auch immer Medizinier brauchen, um ihre Diagnosen stellen und Behandlungen planen zu können – ich weiß dann auch ohne Virentest, dass ich nicht genug Schlaf hatte oder mir tagsüber zu wenig Ruhe und Entspannungsphasen gegönnt habe.

Ich kann die Zeichen meines Körpers deuten. Ich weiß, was ich tun muss, wenn ich welche erhalte. Ich brauche heute keine ärztlichen Diagnosen mehr, um zu wissen, was ich habe. Und ich habe das Gefühl, ich gehe leichter und angstfreier durch den Tag als viele andere Menschen.
Ich weiß aber, dass ich das Glück hatte, dass mir in meinem Leben so gut wie nie Erwartungen entgegengebracht wurden, die ich nicht leicht erfüllen konnte oder die ich unbedingt erfüllen wollte, obwohl ich es nicht leicht konnte.
Vielleicht können sich andere Menschen, Menschen, die in ihrem Leben schon viel erreicht haben und stolz darauf sind, das nicht als Glück vorstellen; aber ich kann mir umgekehrt nicht vorstellen, dass Menschen in ihrem Leben wirklich glücklich sind, die Bestätigungen dafür brauchen, dass ihr Leben auch lebenswert ist, ohne dass sie dafür gelobt oder ausgezeichnet werden, dass sie die Erwartungen anderer erfüllen.

Ich habe den Eindruck, viele von ihnen schlafen schlechter als ich.
Ich habe den Eindruck, viele von ihnen kommen morgens schlechter aus dem Bett als ich.
Ich habe den Eindruck, wenige erwachsene, vor allem „ältere“ Menschen wie ich – ab ihren 40ern oder 50ern – freuen sich morgens so auf den Tag wie ich, und wachen deshalb schon energiegeladen, mit vielen schönen Ideen im Kopf auf.

Ich weiß aber heute, dass ich auch unachtsamer und „schusseliger“, viele würden wahrscheinlich sagen „blauäugiger“, durch den Tag gehe als andere Menschen und nicht unnötig viel Energie für Dinge verschwende, die mir schwer fallen, die ich aber trotzdem tun muss. Das heißt nicht, dass ich sie überhaupt nicht mache – ich habe mir nur angewöhnt, sie mir möglichst angenehm zu machen, indem ich dazu den Zeitpunkt wähle, an dem mir ihre Dringlichkeit so bewusst ist, dass ich mich nicht mehr mühselig dazu aufraffen muss, oder indem mir von Anfang an die Zeit dafür nehme, die ich brauche, um sie häppchenweise abzuarbeiten.
Ich weiß heute auch, dass es andere Menschen – wie meinen Liebsten – gibt, die ich mit vielen meiner Lebensstrategien, also wie ich durchs Leben gehe, wahnsinnig mache; für die es subjektiv viel mehr Stress bedeutet, ungeliebte Aufgaben überhaupt anzufangen – statt sie möglichst ganz von sich wegzuschieben – oder Dinge irgendwann unter Zeitdruck „nicht richtig“ tun zu können – als sie vielleicht später noch einmal nachkorrigieren zu müssen.
Ich kann mich heute – Dank ausgiebiger Diskussionen und meinem „neu gewählten“ Leben in einem alten Haus mit Garten und einem renovierungsbedürftigen Werkstadtgebäude, in dem vieles dringend gemacht werden müsste – gut in Menschen hineinfühlen, die mehr Schlaf brauchen als ich.
Ich kann heute leicht nachvollziehen, dass Menschen weniger Energie haben, wenn sie sich Sorgen um das, was sie tun gerne tun würden, aber nicht immer auch gleich tun können machen; wenn sie ihre Batterien während des Tages mit oder nach dem, was sie tun, nicht so wieder aufladen können, dass sie es am nächsten Tag wieder genauso gerne tun.
Kraft schöpfen aus dem, was wir tun, können wir nur, wenn wir etwas mit Liebe tun oder wenn wir einen Sinn darin sehen.

Gut schlafen können wir vor allem, wenn wir entweder sehr ausgelaugt und erschöpft sind, von dem, was wir getan haben, oder wenn wir zufrieden damit sind.

Fröhlich aufwachen können wir nur, wenn wir uns im Schlaf gut erholt haben; wenn wir uns nicht vorwerfen (lassen) müssen, wir hätten zu viel und zu lange geschlafen hat.

Ich werde jetzt mal eine Tasse Kaffee für meinen Liebsten füllen und sie ihm ans Bett bringen.
Ich muss aufpassen, dass ich dabei nicht gleich zu viel auf ihn einplappere, weil ich weiß, dass er seine Zeit morgens zum Aufwachen braucht.
Ich weiß, dass für ihn das Leben schwerer ist als für mich; aber ich weiß auch, dass ich es ihm nicht unnötig noch schwerer machen muss, sondern ihm jeden Tag von Neuem dabei helfen kann, dass er es ein bisschen leichter nimmt oder sich zumindest auf den aktuellen Tag freut.

Ich verrate aber nicht wie. Das kann jede/r für sich alleine herausfinden – wenn er/sie es denn will; denn nur wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg.

P.s.: Für die, die Wege aus ihrem Corona-Schlaf suchen, hat eine wagemutige Juristin – zwar schon letztes Jahr; aber passend zu Ostern – sogar eine Auferstehungs-Verordnung erlassen, die ich persönlich nur befürworten kann, also auch bestmöglich in ihrer Durchführung unterstützen werde. Ich hoffe sehr, dass nach 12 Monaten für ein paar mehr Menschen der Zeitpunkt gekommen ist, zusammen mit mir und vielen anderen gegen übertriebene politische Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen aufzustehen, die rein gar nichts mit Gesundheit und einem glücklichen Leben zu tun haben.

P.p.s.: Wer vor Sorgen oder aus Angst davor, wach zu sein und im Leben zu versagen, nicht gerne aufsteht, findet vielleicht hilfreiche Tipps in der aktuellsten Sitzung, der 46. mit dem Titel „Angst ist heilbar“, des Corona-Untersuchungsausschusses – in dem auch viele Menschen zu Wort kommen, die sich selbst vielleicht nicht ExpertInnen nennen oder für einige Menschen nicht wie ExpertInnen aussehen, die aber genau wissen, wovon sie reden, weil sie ihre eigenen (Lebens-)Erfahrungen damit gemacht haben.

P.p.p.s.: Ein frohes Ostereierfinden wünsche ich allen Suchenden und Nicht-Suchenden! Manchmal finden sich ja sogar überraschend welche, von denen man gar nicht wusste, dass sie versteckt wurden, oder ohne dass man überhaupt danach suchen musste.

 

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Dank für das Foto gebührt meinem Liebsten, der auch gleichzeitig mein Lieblingsfotograf ist, Mathias Csader.

Verpass‘ nicht den richtigen Zeitpunkt zum Träumen und Wunscherfüllen

Es ist sinnvoller, ihn selbst zu wählen, als ihn ungenutzt vergehen zu lassen oder ein Leben lang darauf zu vertrauen, dass er noch kommen wird

Viele Menschen haben ein Zeitproblem. Ewigkeiten lang scheinende Wartezeiten und vergebliche Erwartungen oder ungeduldiges Nicht-abwarten-können beherrschen unser Leben.
In einer modernen Welt, in der einige Menschen, die alles in ihrem Leben erreicht zu haben scheinen, begeistert behaupten, alles sei möglich – für alle anderen, an jedem Ort der Welt und zu jeder Zeit – oder zumindest erreichbar, könne also möglich gemacht werden, wollen viele Menschen, die glauben, noch zu wenige Möglichkeiten gehabt oder genutzt zu haben, genau das: auch endlich das erreichen, wovon sie schon immer geträumt haben und immer noch träumen.

Viele Träume gehen nicht in Erfüllung – denn bevor sie das tun können, müssen sie auch realisierbar sein.
Kein Traum, der auch von anderen Menschen abhängt, kann je in Erfüllung gehen, solange diese Menschen nicht wissen, dass sie ein Teil davon sind.
Ich hatte das Glück, dass ich als Kind erfahren durfte, dass ich – wenn ich genug Geduld habe – Dinge, die ich mir wünsche, bekomme, wenn ein bestimmter Zeitpunkt da ist: mein Geburtstag, Weihnachten oder manchmal auch einfach dafür, dass ich vorher etwas dafür geleistet, also dazu beigetragen habe, mir eine Wunscherfüllung zu verdienen.

In einer Welt, in der die Erfüllung menschlicher Grundbedürfnisse wie nach Nahrung und warmer Kleidung, nach sauberem Wasser, einem geschützten und warmen Zuhause mit vertrauenswürdig erscheinenden oder geliebten anderen Menschen gesichert ist, dienen alle Träume und Wünsche nur dazu, das eigene Leben angenehmer zu machen.
Menschen, aber auch Tiere, träumen – zumindest nachts – angeblich, um Erlebnisse zu verarbeiten.
Ich bin überzeugt, dass Träume auch dazu dienen, Menschen – vielleicht auch Tieren – ihre Wünsche und Möglichkeiten aufzuzeigen, die sie sonst – im Stimmengewirr des Tages – überhören oder übersehen. Die leise intuitive Stimme, die uns von Natur aus mitgegeben ist und die aus dem Herzen kommt, – vielleicht beginnt sie bei unserem ersten Herzschlag und hört mit unserem letzten auf zu „sprechen“ – , überhören wir am Tag leicht, weil unsere Umgebung und die Menschen darin oder die Stimmen, die aus unserem Kopf oder „Bauchgehirn“ durcheinander „reden“, sie leicht übertönen; weil uns heute niemand mehr beibringt, auf sie zu hören und ihren Anweisungen zu folgen. Es gibt zu viele andere Regeln und Verordnungen, an die wir uns gleichzeitig halten sollen, obwohl sie sich widersprechen. Dadurch bleiben nur wenige Menschen – je nachdem, wie viel Unterstützung sie darin haben, wie intensiv sie danach suchen und wie schnell oder spät sie sie finden (wollen) – authentisch und gleichzeitig glücklich, gesund und zufrieden damit.

Als begeisterte Lebenswissenschaftlerin kann ich Dir nur sagen, dass ich fest überzeugt bin, dass Du den „richtigen Zeitpunkt“, Deine Träume, die, die wirklich aus Deinem Herzen kommen – die Dir also nicht andere in den Kopf gesetzt haben – erst verpasst hast, wenn Du entweder aufhörst, Dein Leben zu lieben, oder wenn Du Deinen letzten Atemzug gemacht hast bzw. Dein Herz für immer aufhört zu schlagen.

Du wirst allerdings lernen müssen, Deine Träume und Wünsche auf ihre „Echtheit“, ihre Authentizität zu überprüfen, ob es also wirklich Deine eigenen sind oder ob Du damit anderen imponieren oder einen Gefallen tun möchtest.
Du wirst vielleicht akzeptieren müssen, dass Du in der Vergangenheit schon viele, günstigere Gelegenheiten verpasst hast.
Du wirst ein bisschen Geduld haben müssen, bis sich wieder eine Möglichkeit ergibt.
Aber wenn Du an die Zukunft glaubst, wenn Du darauf vertraust, dass Du das Naturrecht hast, Deinen Träumen zu folgen und Deine Wünsche zu erfüllen; wenn Du bereit bist, alles in Deiner Macht stehende dafür zu tun, – solange Du dabei kein anderes als Dein eigenes Herzblut opferst, also damit niemand anderen absichtlich alleine und unvorbereitet zurücklässt, der/die sich auf Dich verlassen hat, oder verletzt, auch wenn Tränen fließen können – dann fang‘ an, Dich darauf zu freuen, dass Du sie irgendwann leben wirst.

Fang‘ an, jeden Schritt in die „richtige“ Richtung zu genießen, auch wenn er schwer ist oder weh tut und Du nicht weißt, wie lange Du noch durchhalten musst. Manchmal hält man sich zu lange an Orten auf, die traumhaft schön, paradiesisch erscheinen, bis man feststellt, dass die eigenen Träume dort gar nicht erfüllt werden können; manchmal merkt man erst hinterher, dass man längst da ist, wo man schon immer hin wollte, weil man es sich anders vorgestellt hat, als es tatsächlich ist.

Nimm‘ Dir also nicht nur Zeit zum Träumen, sondern wähle auch nicht zu voreilig aus, welche Du verfolgen willst.
Viel Erfolg beim Wunscherfüllen – lass‘ mich gerne wissen, wenn ich vergessen habe, etwas Wichtiges zu erwähnen!

 

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Dank für das Foto gebührt Aron Visuals (auf Unsplash)!

 

Befrei Dich – wenn Du frei sein willst!

Niemand anders kann Dir Freiheit geben, wenn Du in Deinem Geist gefangen bist und aus Befangenheit handelst

Wir kommen auch in der modernen Zivilisation mit einem freien Geist, aber nicht mehr als freie Menschen auf diese Welt.
Die, die schon vor uns da waren, haben Strukturen festgelegt, in die wir hinein passen, also uns einfügen müssen. Unsere Eltern oder die Menschen, mit denen wir aufwachsen, halten uns so lange in den Strukturen gefangen, die sie selbst aufgebaut haben, bis wir erkennen, dass die uns selbst, unsere freie Entfaltung beschränken.
Wir können nur unter dem wählen, was uns von ihnen zur Wahl gestellt wird.
Wir können nur die Wege gehen, die sie uns weisen oder zulassen, also nicht behindern.

Viele Menschen denken, das wäre Freiheit.
Viele Menschen wurden erzogen, das zu glauben.
Menschen, die unbedingt glauben wollen, sie wären frei, führen auch ein glückliches Leben unter Zwängen oder der Diktatur anderer.
Wenn Du allerdings einsiehst, weil Du es erst an anderen beobachtest und irgendwann in Dir selbst spürst, wie gefangen Du bist, wie sehr Dich andere Menschen eingrenzen und Dir verbieten, zu sein, wer Du bist, und frei nach Deiner Schnauze zu reden, weil sie etwas anderes in Dir sehen wollen, hast Du die Möglichkeit,

  • Dich diesem Schicksal zu fügen – was Dich früher oder später krank machen wird, weil wir dazu geboren sind, frei und selbstverantwortlich zu leben und andere nie so gut wissen können wie wir selbst, was gut für uns ist, auch wenn wir uns wünschen würden, sie könnten uns das sagen, weil wir verlernt haben, uns selbst, unsere innere Stimme zu verstehen, also denken oder fühlen, dass es uns schlechter (er)geht, wenn wir auf sie hören;
  • Dich schnellstmöglich und um jeden Preis zu befreien, also alle Ketten mit körperlicher Kraft und Gewalt zu durchsprengen, dabei auch über Leichen zu gehen, also schwer Verletzte oder sogar Todesopfer in Kauf zu nehmen unter den Menschen, die Dich bewusst oder unbewusst, weil sie sich selbst für freie Menschen gehalten haben, als DienerIn für ihre eigenen oder die Zwecke anderer erzogen oder im Leben begleitet haben; oder
  • Dir langsam, indem Du zuerst Deinen Geist befreist und Geduld übst, zusammen mit möglichst vielen anderen – damit Du nach Deiner Befreiungsaktion nicht irgendwann ganz alleine dastehst – einen Weg in die Freiheit ebnest, also nach und nach Hindernisse aus dem Weg räumst, nach und nach die entmachtest, die davon profitieren, dass Du in ihrem Sinne lebst und arbeitest.

Pass‘ also auf, dass Dein eigenes Freiheitsbedürfnis, Deine Freiheitsliebe nicht – wie bisher in unserer Menschheitsgeschichte – in Krieg ausartet, weil Du entweder nicht beachtest, dass Deine Freiheit dort aufhört, wo die anderer beginnt, oder denkst, Du müsstest andere befreien, die in Deinen Augen unter ihrer Gefangenschaft leiden.
Wenn Du frei sein willst, musst Du Dich selbst befreien können – Du musst wissen, was Du willst, und herausfinden, wie Du es erreichen kannst. Du musst selbstständig denken und selbst verantworten können, was Du tust. Du musst an Dich und daran glauben, dass das, was Du tust, das Richtige ist – sonst wirst Du immer auf die RetterInnen in der Not warten und den Schritt in die Unabhängigkeit nicht selbst gehen (können).
Wenn Du frei und wirklich Du selbst sein willst, musst Du bereit sein zu lernen, was ein freies, selbstständiges Leben bedeutet – welche Gefahren es mit sich bringt und welche Möglichkeiten, diesen Gefahren zu begegnen.

Du wirst dabei Hilfe – Ratschläge oder tatkräftige Unterstützung – brauchen; denn alleine frei sein wollen die wenigsten Menschen.
Es gibt täglich mehr Menschen, die sich einer weltweiten, schnellwachsenden Freiheits- und Friedensbewegung anschließen, die erkannt haben, dass beides – Freiheit und die achtsame Bemühung um ein friedliches Miteinander – zusammen gehören muss, wenn wir irgendwann in Freiheit und ohne Angst miteinander leben wollen. Kriege werden seit jeher von Menschen unter dem Vorwand geführt, andere Menschen befreien oder die eigene Freiheit und lebenswichtige Ressourcen verteidigen zu müssen.
Es wäre schön, wenn sich Menschen endlich von diesem Aberglauben, den – entweder „dumme“ bzw. unüberlegt handelnde oder ängstliche bzw. verzweifelte – Menschen in der Welt verbreitet haben, befreien.
Es wäre in meinen Augen traumhaft, wenn alle Menschen wahrhaben könnten, dass wir zu einem friedlichen Miteinander in Freiheit befähigt sind; wenn wir es nur alle auch wollen und täglich versuchen, möglichst friedlich zu bleiben; wenn wir Geduld mit denen haben, denen das noch nicht gelingt, und denen verzeihen, die für Unfrieden gesorgt haben, wenn sie versprechen, sich zukünftig noch mehr darum zu bemühen.
Ich befürchte zwar, dass heute noch viele – langjährig indoktrinierte – Menschen leben, die immer noch glauben, dass Menschen nicht in Frieden und Freiheit zusammen leben können, weil sie oder andere dafür zu schlecht und böse sind sie; aber ich persönlich bin überzeugt, dass wir nicht erst sterben müssen, um uns irgendwann so frei und gerettet zu fühlen, wie wir uns das wünschen.

P.s.: Ich bin auch überzeugt, dass wir mit Tieren auf freiwilliger Basis zusammenleben könnten; dass viele davon freiwillig mit uns leben würden, wenn sie entscheiden dürften – aber nicht, solange Menschen lieber über das Leben anderer als über ihr eigenes frei entscheiden.

P.p.s.: Um frei zu sein, brauchen Menschen zuerst eine menschliche Identität, für die sie leben – wir zivilisierten Menschen haben nie gelernt, uns mit unserer biologischen Art, unserem Menschsein zu identifizieren, sondern sollen uns dem Land zugehörig fühlen, in dem wir geboren wurden. Vor allem wir Deutschen haben damit ein großes, aber nicht unslösbares Identitäts- und Freiheitsproblem.

P.p.ps.: Bemerkenswert finde ich zu sehen, wer sich bisher von einer Maskenpflicht befreit hat und wer nicht, wem also die eigene freie Atmung wichtiger ist als die Angst, mit den ausgeatmeten bzw. ausgesprochenen, -husteten oder -niesten Viren die Gesundheit anderer Menschen zu gefährden. Ich kann ohnehin nur jedem raten, das für die eigene Gesundheit zu tun und lieber auf Abstände zu MaskernträgerInnen zu achten (die sind ohnehin meist gefährlichere Viren-, Bakterien- und Pilzträger, wenn sie ihre Masken lange nicht desinfiziert haben!).

 

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Dank für das Bild und damit auch die Inspiration zu diesem Text gebührt erneut meiner Lieblingskünstlerin aus der Schweiz: Suleika Bachmann.

 

 

Sauberkeit und Ordnung sind nicht generell gesund

Dein inneres Strahlen dabei ist wichtiger!

Heute ist bei mir Fensterputzen angesagt – weil laut Mondkalender ein Lufttag ist, und weil die Scheiben sich an diesen Tagen wie von alleine reinigen sollen, wenn man ihnen dabei nur ein bisschen hilft.

Nein, so einfach ist es leider nicht; aber ich brauche einen Anlass, um Fenster zu putzen – denn mir macht Dreck nicht so schnell schlechte Laune, weil ich ihn leicht ignorieren kann: damit, dass es ein bisschen schummriger in der Wohnung ist und nicht jeder einfach zu uns herein schauen kann, kann ich mich gut abfinden, und wenn ich etwas von Nachbarn wissen möchte, also was sie zu etwas denken, dann frage ich sie.
Wenn ich klare Sicht haben will, kann ich nach draußen gehen; da bin ich im Prinzip eh viel lieber als in geschlossenen Räumen.

Aber seitdem ich beschlossen habe, mit in einem Haus zu leben, das ich mir auch bis ans Ende meiner Tage als Zuhause vorstellen kann, fällt mir immer mehr auf, wie wichtig es ist, langfristiger zu denken. Wenn man für eine gewisse Zeit in einer Wohnung lebt, aber weiß, dass man dort nicht für alle Ewigkeit bleiben möchte, macht man sich wenig – wie man beim Auszug manchmal feststellen muss, vielleicht auch zu wenige – Gedanken darüber, auch die Teile in Ordnung zu halten, die man selten zu Gesicht bekommt, die aber beim Auszug zurückbleiben, wie zum Beispiel diverseste Schrank-und Zimmerecken oder Fenster-Innenrahmen.

Ich kann mir vorstellen, dass es manche Menschen krank macht, immer wieder feststellen zu müssen, dass sich auch an Stellen innerhalb von Wohnräumen Schmutz ansammelt, ohne dass sie direkt dafür verantwortlich sind.
Wenn ich Dreck mache und Unordnung anrichte, bin ich auch gerne bereit, ihn hinterher zu entfernen.
Aber zu Staub, Luftfeuchtigkeit, Kalk und Fettablagerungen auf Oberflächen trage ich nur indirekt und nicht unbedingt gleich sichtbar bei.
„Leider“ mache ich besonders in der Küche viel selbst, so dass dort ständig viel Geschirr und diverse Küchenhilfen, aber auch Bratfett oder Mehlstaub in Umlauf gebracht werden.
Ich, als Mensch, der weiß, dass auch das Chaos bestimmten Regeln folgt, lässt sich nicht so schnell von Unordnung aus der Fassung bringen. Wenn mir allerdings irgendwann auffällt „Oh, das sieht jetzt langsam auch für meine Augen nicht mehr schön aus“, reicht es leider meistens nicht, mit warmem Wasser und einem Lappen darüber zu wischen.
Dann fängt das schwierige Unterfangen für mich als Öko und Gesundheitsforscherin an, möglichst gesundheits- und umweltfreundlich für Sauberkeit zu sorgen.
Leider bin ich unter Menschen aufgewachsen, die Putzen eher als Übel denn als notwendig für den Erhalt der Räume, in denen sie sich wohl fühlen, angesehen haben und von denen ich wenig über altbewährte, ressourcenarme, aber (vorbereitungs)zeit- oder kraftaufwendige Hausmittel und Hausfrauentricks gelernt habe. Dank neuer Entwicklungen und Werbung gab es immer mehr effektive und trotzdem umweltfreundliche Produkte, die das Leben so viel einfacher und den anstrengenden Hausputz mit viel körperlichem Einsatz zu einer leichten Übung gemacht haben.

Der größte Teil von Haushaltsprodukte ist reines Gift, nicht nur in meinen Augen, sondern auch für unseren menschlichen Organismus und viele andere Lebewesen. Die Natur ist nicht dazu gemacht, jederzeit möglichst sauber auszusehen und dafür Putzmittel zum Einsatz zu bringen, die nur einseitigen Nutzen und viel Schaden mit sich bringen – sie reinigt sich selbst umweltfreundlich: Lebewesen putzen sich und die „Räume“, in denen sie leben, soweit es für ihr Leben notwendig ist, mit Hand- oder Zungen- oder ganzem körperlichen Einsatz; mit Hilfe von Wasser, Erden oder Gesteinen, Feuer oder Luft. Ich habe noch kein Lebewesen beobachten können, das beim Putzen nicht so aussah, als würde es das mit Begeisterung tun und als wäre es hinterher nicht stolz oder zufrieden mit sich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eines davon mit Grauen daran denkt, das bald wieder tun zu müssen.

Ich bin überzeugt, dass alle freien Lebewesen, also alle außer den domestizierten und den Menschen das, was sie tun müssen, um zu (über-)leben, mit Freude und Begeisterung tun.
Ich bin nicht begeistert davon, sauber machen zu müssen; aber ich erkenne den Sinn darin, die Dinge, an denen ich Freude habe, möglichst sauber und in Ordnung zu halten, wenn ich sie auf lange Zeit erhalten möchte – nicht nur, weil sie irgendwann zu unansehnlich aussehen, sondern weil einige, wie Dichtungen, einfach irgendwann ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen können, wenn Staub oder andere Ablagerungen sie daran hindern.
Ich erkenne außerdem den Sinn darin, mir Zeit dafür zu nehmen bzw. sinnvoll zu planen, wenn ich möglichst umwelt- und kräfteschonend unser Haus sauber und auch mich dabei einigermaßen strahlend halten möchte.

Deshalb zurück zum Lufttag bzw. Mondkalender: Ich habe festgestellt, dass es Zeitpunkte gibt, an denen Dinge einfach überhaupt keinen Spaß machen wollen, weil so ziemlich alles schief läuft; und ich habe gelernt, dass bestimmte Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsverhältnisse zum Fensterputzen ziemlich ungeeignet sind, weil Schlieren dann so gut wie unvermeidbar sind. Also: Lufttage! Eigentlich sind die Wassertage im abnehmenden Mond eher zum Putzen geeignet, so dass ich noch unsicher bin, ob ich die Komplett-Grundreinigung bis in den Außenrahmen lieber noch zwei Tage aufschiebe …
Aber ich weiß, wie froh ich sein werde, wenn ich wenigstens schon mal angefangen habe. Ich weiß, dass es Dinge gibt, mit denen man nie fertig sein wird, weil sie einfach immer wieder sein müssen. Also kann ich mir die schlechte Laune deshalb auch sparen und mich über die körperliche Abwechslung freuen; mit ein bisschen unterhaltender Musik lässt sich vielleicht sogar eine Choreografie draus machen?

Ich glaube, mit ein bisschen mehr Kreativität wären viele Häuser und Wohnungen vielleicht nicht unbedingt sauberer oder ordentlicher; aber die Menschen darin bestimmt glücklicher und gesünder.
Lass‘ mich wissen, wenn Du kreative Ideen für mich hast, richtig dreckige Fenster möglichst schnell und umweltfreundlich, also möglichst ungiftig, (ab)wasser- und andere Ressourcen sparend, sauber zu kriegen! 😉

P.s.: Ich arbeite schon mit Natron, Soda und Essig, bin aber überzeugt, dass es noch viele Handkniffe oder hilfreiche Werkzeuge und nachvollziehbarere Tipps zum „richtige Zeitpunkt“ als den Blick in den Mondkalender gibt, die Reinigungsarbeiten erleichtern – verrate sie bitte, wenn Du welche hast!

P.p.s.: Hat sich außer mir und wenigen anderen noch niemand gefragt, wer – ohne es je öffentlich zur Debatte zu stellen und demokratisch darüber abstimmen zu lassen – eigentlich festgelegt hat, dass wir uns ordentlich verhalten, Abstände zu Menschen, die wir lieben, einhalten, Masken tragen und uns ohne Krankheitssymptome in Quarantäne begeben müssen, wenn wir das nicht wollen, weil wir keinen Sinn darin sehen? Aber ich weiß zum Glück auch, dass Bußgelder meist schnell fallengelassen werden, wenn man sich um seine eigene Gesundheit und das seiner Lieben sorgt und bereit ist, dafür einzustehen, sich also informiert und weiß, welche Rückfragen und -forderungen man als BürgerIn eines Staates stellen darf, der sich (noch) Demokratie nennt.

 

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Dank für das Foto gebührt Anton (auf Unsplash)!

Leben und leben lassen – alles zu seiner Zeit oder ihrem Platz

Mein zukünftiges Wild-Nutzgartenprojekt

Ich habe in meinem Leben gelernt, dass es sich für mich nicht rechnet, um alles zu kämpfen, was ich eigentlich gerne hätte.
Für mich sind viele Kosten – sei es Geld oder Energie, manchmal auch Zeit – oder Kollateralschäden für andere bei näherer Betrachtung entweder zu hoch oder der Nutzen für mich zu gering, als dass ich alles, was ich vielleicht anfänglich für erstrebenswert halte, auch lange weiter verfolge.
Das Leben bietet einfach zu viele andere Möglichkeiten.

Aber es gibt natürlich so einiges, was mir wirklich wichtig ist, was mir am Herzen liegt, für das ich bereit bin, so gut wie alles in Kauf zu nehmen. Aber mein Herz gehört nicht allein den Menschen oder Tieren, und schon gar nicht allein ein paar einzelnen unter ihnen.
Das macht mir das Leben nicht gerade einfach; denn: Ich kann es nicht allen Recht machen und schon gar nicht kann ich alle vor Leid und Tod retten, also am Leben erhalten und für sie sorgen.
Ich muss Entscheidungen treffen in meinem Leben; viele, die mir heute – nach 44 Jahren Leben auf dieser Erde – leicht fallen und immer wieder auch schmerzhafte.

Auch wenn die Natur im Grunde ein Paradies ist – das Leben an sich kostet niemanden etwas: alle dürfen kostenlos atmen, können kostenlos Regen- oder Quellwasser trinken, sich kostenlos von dem ernähren und das nutzen, was die Natur so bietet …

Hier hört das Paradies für diejenigen auf, die das, was sich anderen geradezu anbietet, mit viel Liebe und Herzblut oder körperlicher Anstrengung und viel Zeitaufwand produziert haben, um selbst damit über- oder davon leben zu können.
Hier hört das Paradies für diejenigen auf, die sich nicht wehren (können), wenn man ihnen das, was sie selbst zum (Über-)Leben brauchen, wegnimmt.

In meinen Augen gehen viele Menschen schon sehr lange viel zu weit damit, was sie allein für sich beanspruchen, also damit anderen wegnehmen, mit denen sie nicht teilen wollen.
Ich möchte den Platz, den ich beanspruche, auch gerne mit anderen teilen, solange ich notfalls auch einmal ein Plätzchen für mich finde, an dem ich meine Ruhe haben kann. Aber dafür brauche ich nicht viel Platz. Dazu reicht es mir, wenn ich in die Natur gehen oder bei schlechtem Wetter mit geschlossenen Augen allein in einen kleinen Raum setzen kann. Allein sein mit sich selbst sein, indem sie die Augen schließen und Ruhe finden können Menschen von klein an eigentlich fast überall – wenn es ihnen nicht ausgetrieben wurde, sie es sich unbewusst neu angewöhnt oder mit Bewusstseinsübungen antrainiert haben.

Deshalb brauche ich auch keinen Garten, in dem ich mich erholen und zur Ruhe kommen kann, der einfach nur hübsch aussieht oder in dem ich nach meinen Wünschen anpflanze, was außer mir so gut wie niemandem etwas nützt.
Ich brauche möglichst viel Natur in meinem Leben – auch wenn Natur nicht immer nur schön für meine Augen aussieht.
Ich möchte mich möglichst natürlich ernähren – auch wenn ich weiß, dass unsere Gartenfläche dazu nicht ausreichen wird, wenn ich einfach das sein lasse, was von Natur aus dort wächst, um meine täglich benötigte Kalorienzufuhr zu sichern.

Ich muss deshalb Kompromisse für mich und viele andere Arten von Lebewesen finden, mit denen ich leben will und guten Gewissens leben kann.
Deshalb sammle ich fleißig Informationen, Argumente und Gegenargumente, für mich und meine Herzensangelegenheiten, also auch für die vielen anderen Bedürfnisse, die ich berücksichtigen möchte.

Für mich gibt es gewichtige Argumente, unseren Garten möglichst anti-autoritär, also naturnah und biodivers zu gestalten; mit möglichst vielen blühenden Wildkräutern und -gemüsen. Ich weiß, dass Ökosysteme auf Dauer nur gut alleine – ohne dass man eingreifen und nachkorrigieren muss, damit sie nicht komplett zusammenbrechen – funktionieren können, wenn möglicht viele unterschiedliche Arten an ihnen beteiligt sind, sich also nicht wenige zu stark ausbreiten und andere nicht einmal das kleinste Plätzchen zum Leben finden.

Für mich gibt es gewichtige Argumente, möglichst viele Kalorien aus möglichst vielen unterschiedlichen Gemüsepflanzen und Früchten zu gewinnen; ich möchte mir den Gang zum (Super-)Markt oder Lebensmittelladen so oft wie möglich ersparen, weil es selbst dort für mich immer schwieriger wird, etwas zu finden, was produziert wurde, wie ich mir das wünschen würde.

Für mich gibt es gewichtige Argumente, dass ich mich wohl bei der Gartenarbeit fühle; dass es dort also sowohl schön als auch übersichtlich für mich ist; ich mag die natürliche Ordnung der Natur, das, wie Dinge sich von Natur aus ordnen, wenn man ihnen nur genug Zeit gibt.
Leider behindern sich meine Argumente an einigen Stellen gegenseitig, so dass ich immer wieder neu abwägen muss, was mir gerade wichtiger ist.

Momentan ist mir wichtig, möglichst wenig einkaufen gehen zu müssen – weil mir Menschen, die sich Masken vor ihren Mund und ihre Nase setzen, weil ihnen das jemand, den sie nicht einmal persönlich kennen, mit fadenscheinigen Argumenten verordnet hat.
Momentan ist mir wichtig, meine Lebensmittelversorgung möglichst unabhängig vom Gang zu Lebensmittelhändlern zu machen, die mir nicht einmal sagen können, wo und wie das, was sie verkaufen, eigentlich genau produziert wurde.
Momentan ist mir wichtig, auf Erfahrungen von Menschen zurückgreifen zu können, die selbst naturnah und nach möglichst ökologisch-biologischen Richtlinien (nicht nur denen, die zu gesetzlichen Vorgaben gemacht wurden)

Ich habe selbst in den letzten beiden Jahren eigene, schöne Erfahrungen machen und Ernteerträge genießen dürfen, aber auch schmerzhafte Verluste aufgrund eigener Nachlässigkeit eingestehen müssen.
Wir haben uns jetzt zwei Jahre Zeit gelassen, aus Rasen eine Anbaufläche zu schaffen, Beete und eine große Kompostfläche anzulegen, eine Wildwiese entstehen zu lassen, ein Regenwasser-Sammelsystem zu entwickeln, ein Erdgewächshaus, Ruhe- und Gemeinschaftszonen und einen Brunnen in Erwägung zu ziehen oder fest zu planen.
Ich habe mir Zeit genommen, um zu beobachten und so wenig wie möglich einzugreifen, um zu wissen, wo ich ab jetzt härter durchgreifen muss, wenn ich nicht zulassen möchte, dass sich einige Arten immer wieder an denselben Stellen zu stark oder immer weiter ausbreiten.

Ich bin Lebenswissenschaftlerin und ich kann recherchieren, weiß also, wo ich Informationen finde, die ich brauche. Ich weiß schon, vor allem Dank vielfältiger, zum Teil auch schon sehr alter Literatur und toller Menschen, die sich für Wildpflanzen- und Naturgärtenprojekte engagieren, welche Pflanzen welche Standorte bevorzugen – welche Böden, welche Nährstoffe, wie viel Sonne oder Schatten sie brauchen. Ich weiß, welche sich gerne selbst aussäen, welche sich lieber über ihre Wurzeln ausbreiten und welchen ich immer wieder einen eigenen Platz bieten muss, um sie von Hand anzupflanzen. Ich weiß, welche Pflanzen sich gut miteinander „vertragen“, welche sich aufgrund ihrer Inhaltsstoffe gegenseitig Schädlinge vom Hals halten und welche sich gegenseitig im Wachstum behindern. Ich weiß, dass vor allem „neue“ Sorten, die viele Erträge versprechen, für mich Mogelpackungen sind, weil sie – wie die industriell hochgezüchteten Tierarten – zu stark auf das Wachstum einzelner Organe gezüchtet wurden und zu wenig auf Gesundheit des gesamten Organismus.

Ich kann also aktiv dafür sorgen, dass sich die Arten, die sich gerne vordrängeln und ungehemmt ausbreiten, an bestimmte Grenzen halten.
Ich kann darauf achten, dass die, die besondere Ansprüche haben, die Zeit und Unterstützung zum Wachsen und für ihre Entwicklung brauchen, sie von mir bekommen.
Ich kann ein Auge haben auf alle Anzeichen, auch „Schädlinge“, die darauf hinweisen, dass Pflanzen geschwächt sind, ihnen also etwas fehlt oder sie an ihrem Standort zu viel Stress ausgesetzt sind.

Ich habe noch kein fertiges Bild unseres Gartens vor Augen; aber ich kann kreativ sein, wenn ich etwas will.
Ich spüre, dass meine Begeisterung dafür mit jedem Tag ein wenig wächst, wenn ich morgens meine etwas 100 Tomatenpflanzen – ich glaube, ich habe schon erwähnt, dass ich ein wenig zu pessimistisch hinsichtlich des Keimungserfolges bzw. auch mit dem Gedanken ausgesät habe, Pflanzen zu verschenken oder zu tauschen – mit Licht und Wasser und Aufmerksamkeit versorge, die ich ihnen in den letzten Jahren noch nicht geschenkt habe.

Liebe wächst zusammen mit Achtsamkeit, dessen bin ich überzeugt. Liebe und Begeisterung sterben, genau wie kleine Pflänzchen, wenn sie vernachlässigt werden, wenn sich Menschen ihrer Anwesenheit zu sicher sind und übersehen, dass sie genährt werden müssen, was wirklich für sie getan werden müsste, weil ihnen etwas Überlebenswichtiges fehlt, sie also immer mehr verkümmern. Auf der anderen Seite kann man auch zu viel auf etwas oder andere achten und dabei anderes oder sich selbst übersehen.
Ich persönlich habe gelernt,

  • dass im Grunde ohnehin jede/r macht, was er/sie möchte und wovon er/sie selbst überzeugt ist – auch wenn er/sie vorher von anderen manipuliert wurde und gegen die eigenen Überzeugungen handelt;
  • dass gar nicht alle dasselbe möchten, weil sie andere Erfahrungen in ihrem Leben gemacht, andere Voraussetzungen und andere Bedürfnisse haben;
  • dass jede/r eigene Lösungen für die Probleme finden kann, die sich ihm/ihr unter bestimmten Lebensbedingungen bieten – je nachdem, was er/sie schon weiß, schon kann, noch lernen oder erreichen möchte und dafür zur Verfügung hat.

Ich weiß, dass es auch schön war, in einer ruhigen, gemütlichen Ecke zu sitzen und einfach auf etwas Grünes schauen zu können. Gegeben hat es mir aber nur solange etwas, solange ich dort auch saß.
Ich weiß, was ich aus unserem Garten machen möchte: Er soll ein Teil unseres Lebens sein, aber nicht nur zu unserem Leben, sondern auch zum Leben möglichst vieler anderer Lebewesen möglichst unterschiedlicher Art – ob Mensch, Tier oder Pflanze – beitragen und die Dinge wieder für etwas oder jemanden nützlich sein, die für mich Überschuss oder Abfall bedeuten .
Und ich weiß zum Glück auch, dass ich kreativ und ausdauernd sein kann, wenn ich etwas erreichen möchte.
Ich bin am richtigen Ort und ich habe Zeit.

P.s.: Ich tue ja seit einem Jahr mein Bestes, um darauf aufmerksam zu machen, dass es in der „Coronakrise“ nicht wirklich um die Gesundheit der Bevölkerung, die vorher schon anfällig für Lungenentzündungen, oder die Entlastung des Gesundheitssystems geht, das vorher schon überlastet war; aber so langsam wird es spannend! Wie lange lassen sich die Menschen wohl noch zurückdrängen, wann ist der Zeitpunkt gekommen, und an welchen Orten wird der politische Widerstand zuerst stark, der sich (noch) für das Leben der Menschen verantwortlich fühlt und nicht einfach zusieht, wie „unsere Mutti“ eine angebliche Virengefahr ausnutzt, um willkürlich – nicht im Interesse ihrer BürgerInnen, sondern im Interesse von Banken und Großkonzernen – dieses Land zu regieren.
Für mich war schon länger klar, dass sie wie viele andere Menschen ihrer Generation erst zufrieden ist und leben kann, wenn andere für sie arbeiten und ihr so ihr Leben ermöglichen. Manche Menschen ertragen – weil sie selbst in ihrem Leben oft unterdrückt und ihre Bedürfnisse übergangen wurden – nicht oder schlecht, andere so leben und arbeiten zu lassen, wie die das selbst gerne möchten, um damit zufrieden leben zu können.
Ich vertraue darauf, dass die Zeit der Kontrollsüchtigen vergehen wird, wenn sie feststellen, dass es sich auch entspannter leben lässt: wenn Menschen nicht mehr versuchen, alles im Leben von groß(kotzig)en Unternehme(rInne)n absichern zu lassen, die schön klingende Sicherheitsversprechungen machen, oder allen nicht vorhandenen Hindernissen oder Gefahren schon vorher aus dem Weg zu gehen versuchen, sondern sich stattdessen lokale Netzwerke aufbauen mit Menschen, die versprechen, sich im Notfall gegenseitig zu helfen, um etwas hin und wieder auch einfach mal darauf ankommen zu lassen, weil man Vertrauen zu diesen Menschen gewonnen hat.

 

Versuch‘ doch mal, Dir Liebe, (Seelen-)Frieden und Gesundheit zu kaufen!

Vielleicht verstehst Du dann, warum es Sinn machen kann, umzudenken und Dein Leben ökologischer, biologischer, statt möglichst ökonomisch zu gestalten

Als tier- und naturliebender Öko, Pazifistin und Gesundheitsforscherin durchs Leben zu gehen, ist in einer Welt nicht einfach, in der wenige Menschen daran glauben, dass es Sinn macht,

  • die Umwelt mit dem eigenen (Konsum-)Verhalten zu schützen („Die größten UmweltverschmutzerInnen sind sowieso andere; was soll das also bringen?“);
  • nicht nur der eigenen Gesundheit zuliebe, sondern aus Umweltschutzgründen anzufangen, auf tierische Produkte in der Ernährung zu verzichten („Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt aber, dass Menschen für eine gesunde Ernährung tierische Fette und Proteine brauchen!“);
  • nicht einfach in Zweckgemeinschaften zu leben, in denen zwar alle Aufgaben zweckmäßig verteilt werden, aber nicht alle Beteiligten Interesse oder Verständnis füraneinander und die Dinge haben, die dem Gemeinwohl dienen sollen, also mit denen sich eigentlich alle wohl fühlen sollten („Man kann eben nicht alle/s verstehen!“);
  • das eigene Glück nicht von anderen Menschen abhängig zu machen oder anderen das eigene Unglück in die Schuhe zu schieben, sondern sich möglichst mit Menschen zusammentun, die Freud‘ und Leid miteinander teilen wollen („Aber ich kann doch nichts dafür, wenn er/sie …!“);
  • Geld möglichst nicht bei großen Banken und Versicherungen oder deren Subunternehmen anzulegen („Was sollen die schon mit Kriegen und Hunger in der Welt zu tun haben?“);
  • etwas über Gesundheit zu lernen und für die eigene Gesundheit zu sorgen und statt Hilfe und Heilung zu suchen bei Menschen in einem Gesundheitssystem, das durch die „Gesundheitspolitik“ zu einem Großunternehmen mit VerkäuferInnen von Gesundheitsprodukten wurde („Man blickt doch sowieso nicht durch – bei all den unterschiedlichen Gesundheitsempfehlungen!“);
  • die Natur nicht als Beispiel für menschliche Wertungen wie „friedlich“ oder „grausam“ heranzuziehen, sondern sie als den Raum erkennen, in dem Leben und Tod, Freude und Trauer, Werden und Vergehen stattfindet („Aber da müssen wir doch eingreifen; das können wir doch nicht so lassen!“);
  • etwas über die Natur zu lernen und sie bewusst wahrzunehmen, um sich in ihr auftanken und erholen zu können statt achtlos durch sie zu reisen oder sie als Sportanlage zu nutzen („Das macht doch keinen Unterschied, solange ich dabei an der frischen Luft bin!“);
  • Umweltgifte, vor allem in Lebensmitteln, neuen Kleidungsstücken und Alltagsprodukten, möglichst zu vermeiden bzw. für ausreichende Entgiftung zu sorgen („Wie soll man die denn erkennen und wie soll das denn überhaupt funktionieren?“);
  • sich gesund, also möglichst natürlich und abwechslungsreich pflanzlich zu ernähren („Was kann man denn dann im Supermarkt überhaupt noch kaufen oder im Restaurant noch essen?“);
  • nicht zu essen, wenn man gar keinen Hunger (mehr) bzw. gar keine Kalorien verbraucht hat („Mein Körper sagt mir aber, dass ich das jetzt brauche!“);
  • nicht unnötig lange zu hungern, wenn der Magen schon knurrt oder eine innere Stimme sagt „Iss‘ mal was“ – und hinterher Fressanfälle riskieren, die sich kaum verhindern lassen, wenn man die Bedürfnisse des eigenen Körpers zu lange ignoriert („Ich weiß auch nicht, warum ich so viel/wenig wiege – an meinem Essverhalten oder ungesundem Essen kann es nicht liegen!“);
  • Sport zu betreiben, um den eigenen Körper stark und beweglich zu halten, nicht, um Leistungen zu erbringen oder Siege zu erringen („Das soll Spaß machen? Wie soll ich mich denn dazu antreiben?“)
  • auch den eigenen Kopf fit zu halten – mit Literatur oder Denkspielen („Ich lese und spiele lieber zur Unterhaltung oder Erholung, da will ich mich nicht mit Themen befassen, über die ich zu viel nachdenken muss!“)
  • nicht nur möglichst viel Informationen im Außen, also bei anderen zu suchen, sondern sich zuerst selbst hinterfragen und dazu in sich hinein zu hören („Ich hab‘ da noch nie eine Stimme gehört oder Antwort bekommen!“);
  • Meditieren zu üben, um zu lernen, mit sich selbst alleine bleiben zu können, ohne dabei, außer zu atmen und dazusitzen, etwas tun zu müssen („Wozu soll Nichtstun denn gut sein, wenn es in dieser Welt so viel zu tun gibt?“);
  • nicht zu viel zu wollen, was man gar nicht gebrauchen kann („Irgendwer freut sich bestimmt irgendwann darüber!“)
  • sein Licht nicht unter den eigenen Scheffel zu stellen, wenn man etwas gut kann und gerne macht („Wozu soll das denn gut sein? Wer soll so was denn gebrauchen können?“).

Ich kann Dir nur so viel sagen:

Wir können nicht in die Zukunft schauen; aber wer mit offenen Augen und Ohren durchs Leben geht, lesen und recherchieren kann und sich für etwas interessiert, also damit auseinandersetzt und beschäftigt, kann vorausahnen, was kommen wird.

Manchmal ist es besser, nichts als zu viel (des Guten) zu tun und dabei Schaden anzurichten.

Es gibt mehr echte, ehrliche wissenschaftliche Beweise und Erklärungen für die unterschiedlichsten Fragestellungen als Du denkst, aber weniger, als Dir – vor allem politisch und medial – weisgemacht werden.

Du kannst alles, was WissenschaftlerInnen erforscht haben, mit Deinem gesunden Menschenverstand nachvollziehen, wenn Du bereit bist, Dir genau anzuhören oder zu lesen, was sie behaupten – gegebenenfalls mit Hilfe von anderen WissenschaftlerInnnen; denn gute WissenschaftlerInnen sind darauf trainiert, Argumentationslücken und „Unsauberkeiten“ in wissenschaftlichen Studien zu entdecken. Wenn Du verstanden hast, worauf Du achten musst, wird Dir selbst niemand mehr einen Bären aufbinden!

Du hast mehr Einfluss und Möglichkeiten als Du denkst – auf Deine eigenes Leben, aber auch auf das Leben anderer Menschen, derer, die Dich lieben, und anderer, denen Du vermutlich nie im Leben begegnen wirst.
Mach‘ was draus! Am besten mit viel Liebe, nicht nur für andere, und Seelenfrieden.
Besser zu früh als zu spät; dann bleibst Du auch (noch) lange glücklich und gesund!

Ich hoffe, Du weißt, dass ich bei Fragen gerne weiterhelfe.

P.s.: Ich „darf“ gerade hautnah miterleben, wie sich Menschen aufgrund der Angst vor EINEM neuen Virus (unter unzähligen) verfeinden oder sogar bis aufs Blut bekämpfen, – dessen direkte Weitergabe gar nicht und das selbst bei Menschen mit Krankheitssysmptomen labordiagnostisch nur als Gensequenzen oder in Form von Antikörpern, also nur indirekt, „nachgewiesen“ werden kann – „nur“ weil es nach Bekanntgabe durch die WHO fast weltweit von den Regierungen und Leitmedien zur lebensbedrohlichen Gefahr für die gesamte Menschheit erkoren wurde. Deshalb bin ich jetzts vollends überzeugt, dass auch Menschen in unserer Vergangenheit eher „an oder mit“ der Pest, Masern, Grippe, … verstorben sind und der Großteil der Toten, vielleicht sogar alle, Opfer von Angst, also  „Kollateralschäden“ waren. Auch bei kriegerischen Eroberungen die Eroberten zu „Opfern von Infektionskrankheiten“ zu erklären, klingt für ErobererInnen schmeichelhafter als „abgeschlachtet“ oder „ihrer Lebensgrundlagen beraubt“.

P.p.s.: Die Sommerzeit hat begonnen und der Mond ist heute Abend voll zu sehen – ich finde, das ist ein guter Zeitpunkt, mit Lebensratschlägen aufzuhören. Ab morgen steht für mich „Welche Gemüse säe bzw. setze ich wann und wo im Garten aus?“ auf dem Plan – nachdem ich in den letzten zwei Jahren wenig geplant, viel beobachtet und wenig („nur“ Erkenntnisse!) geerntet habe.
Ich denke, ich werde bald viel naturnah zu berichten haben.

P.p.p.s.: Meine Sonntagsfrage: Wäre die Welt eine friedlichere, liebevollere und gesündere, wenn wir die größten Unternehm(ung)en der Menschheit sein lassen, einflussreichen GroßunternehmerInnen ihre Macht über uns nehmen und zurückkommen würden zu den Handwerken und anderen Künsten, von denen wir wirklich etwas verstehen oder die wir lernen können, ohne dass wir jemandem schaden; zu denen wir von Natur aus begabt sind, um uns selbst und gegenseitig zu helfen, zu unterhalten, zu schützen – als Menschheit weiterzuentwickeln?

 

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Dank für das Foto gebührt Candice Seplow (auf Unsplash)!

Lerne lieber anständiges statt nur ordentliches menschliches Verhalten!

Anleitung zur Unterscheidung von Anstand zu vorauseilendem Gehorsam, Duckmäuser- und Strebertum

Als Mensch, als Homo sapiens innerhalb einer künstlich, von Menschen geschaffenen Welt hat man im Leben viel zu lernen.
An die Lehrinhalte des Unterrichts während der frühen Schulzeit erinnerst Du Dich vielleicht genauso wenig wie ich; aber spätestens dort, also wenn nicht schon von strengen Eltern, werden viele der Grundsteine gelegt für das Verhalten von Menschen im späteren Leben: Benimm‘ Dich ordentlich und sei dabei fleißig; dann wirst Du auch reichlich belohnt.
Von Anstand ist da meines Wissens nie die Rede gewesen.

Deshalb mein heutiger Versuch, nach 44 Jahren Lebenserfahrung ohne ausgeprägten Ordnungssinn (ich hatte wahrscheinlich Glück, dass ich mich scheinbar recht ordentlich während der Schulzeit verhalten oder einfach lieber gelesen und gelernt statt Unsinn angestellt habe), darauf aufmerksam zu machen, dass auch heute noch die „StreberInnen“ die Menschen mit dem wenigsten Anstand sein können – wenn sie mit voller Absicht und ohne Beachtung der „Kollateralschäden“ – dass sich z.B. alle anderen schlecht fühlen oder dabei ganz auf der Strecke bleiben – die Besten sein wollen:

Anständig ist es, Menschen umfassend aufzuklären über Situationen, die sie selbst auch betreffen, also nicht über ihre Köpfe hinweg, ohne auch ihre Gegenargumente berücksichtigt zu haben, Entscheidungen zu treffen.

Anständig ist es, keine Versprechungen zu machen, die wissentlich nie gehalten werden können.

Anständig ist es, vor tatsächlichen Gefahrenlagen, die Menschen drohen, ehrlich zu warnen statt einseitig vor denen, von denen man selbst profitiert, weil man mit deren „Bekämpfung“ z.B. sein Geld verdient.

Anständig ist es, gefährdete Menschen möglichst in Schutz zu nehmen; aber auch ehrlich darüber zu informieren, wenn alle Schutzmaßnahmen prinzipiell ungeeignet sind, um sie vor dem Tod aufgrund eines fortgeschrittenen Alters oder von chronischen Vorerkrankungen zu schützen.

Anständig ist es, sich an sinnvolle Verordnungen zu halten, die gemacht wurden, um Menschen nicht mehr als nötig zu gefährden.

Wenn man sich selbst anständig verhalten möchte, ist es also unabdingbar, dass man auch selbst darüber informiert ist, was sinnvoll ist und was nicht – sonst macht man sich leicht des vorauseilenden Gehorsams „schuldig“, dem schon viele Menschen zum Opfer gefallen sind, die den „falschen Leuten vertraut“, also vor anderen geduckmäusert haben, zu deren Gruppe sie gehören wollten.

Drum prüfe … – zumindest wenn Du Dich selbst lieber anständig statt ordentlich verhalten möchtest, also Dir auch gerne selbst in die Augen siehst.

 

P.s.: Dass Mund-Nasen-Masken einen Sinn haben, der darüber hinaus geht, dass man andere Menschen vor der eigenen feuchten Aussprache oder Tröpfchenübertragung beim Husten oder Niesen, schützt, ist wissenschaftlich nicht belegt – trotzdem tragen viele Menschen sie zur Sicherheit „freiwillig“. „Wir wissen nicht, was Impfungen machen und ob sie überhaupt etwas außer Nebenwirkungen für das Immunsystem, also die Gesundheit bzw. die körpereigene Abweht mit sich bringen, die langfristig gar nicht abschätzbar sind – aber auch ÄrztInnen und Krankenkassen betreiben dafür Propaganda. Es fällt mir schwer, dabei an „Vorbildlichkeit“ oder auch „nur“ an vorauseilenden Gehorsam zu denken …

P.p.s.: Ob Du aus der Medienberichterstattung der letzten 12 Monate etwas Ordentliches gelernt hast, kann Du an diesem Test überprüfen. Ich hoffe, Du findest ein paar anständige Quellen, in denen Du recherchieren kannst, wenn Du Hilfe brauchst! Oder hör‘ ein bisschen Hip Hop, da beweisen auch einige, dass sie mehr vom Leben in dieser Welt gelernt und verstanden haben als manche/r WissenschaftlerIn!

P.p.p.s.: Es gibt Zeiten, in denen anständige Menschen nicht zu rebellischen Aufständen, aber zum Aufstehen oder Sitzenbleiben und zivilem Ungehorsam aufrufen, um Widerstand zu leisten gegen die, die nur vorgeben, für Recht und Ordnung zu sorgen.

 

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Dank für das Foto gebührt Robert Bye (auf Unsplash)!

Mach‘ Dir doch mal klar, wieso Du eigentlich lebst

Sag‘ Danke für das Geschenk oder frag‘ Dich, warum Du nicht dankbar dafür bist!

Du bist von Natur aus mit allem Lebenswichtigen ausgestattet worden, als Du auf die Welt gekommen bist – Du kannst von alleine atmen; Du weißt, wann Du Nähe oder Hilfe brauchst und Hunger oder Durst hast und wie Du auf Dich aufmerksam machen kannst, wenn Du es alleine nicht schaffst, dafür zu sorgen, dass Deine natürlichen Bedürfnisse erfüllt werden; Du kannst Wasser und Nahrung verwerten, Überschüsse und Gifte ausscheiden; Trauer und Wut heraus schreien; Freude und Liebe empfinden.

Die Natur bietet alles, was wir als Menschen zum Leben brauchen – sauberes Wasser und gesunde, nährstoff- und vitaminreiche Lebensmittel und sogar „Heilmittel“, die uns helfen, Gifte aus unserem Körper zu lösen, also Reinigungsprozesse wie Husten, Schnupfen, Fieber und Schwitzen oder Durchfall zu unterstützen, oder die Symptome für uns erträglicher zu machen, wenn Wunden verheilen müssen.
Sie bietet Ressourcen, damit wir uns Wohnungen bauen oder Kleidung und die verschiedensten Hilfsmittel anfertigen oder einfach nur die Zeit mit etwas verbringen können, was uns Spaß macht.
Du wirst entweder in einen sozialen Zusammenhalt hineingeboren, in dem Du Dich durch Lernen zurechtfinden kannst; oder Deine Eltern bringen Dir bei, wie Du Dich alleine durchs Leben schlagen kannst, wenn sie selbst lieber möglichst getrennt von anderen leben.
Sie selbst haben – auch wenn sie es nicht nutzen – ein intuitives Wissen, wie sie Dich groß ziehen können; sie haben in ihrem Leben, bevor Du in ihres gekommen bist, die Möglichkeit gehabt, Erfahrungen dazu sammeln, sie hätten sich bei anderen Menschen oder in viel verfügbarer Literatur informieren können, wie Du gesund und glücklich lange leben kannst, um sie Dir einmal weiter zu geben.

Von Natur aus steht niemandem etwas im Weg, der oder die ein gesundes und glückliches Leben führen möchte. Von Natur aus geben Lebewesen ihr Wissen, ihre Lebenserfahrungen an ihre Nachkommen weiter, damit die noch bessere Chancen haben, lange gesund und glücklich zu leben.
Die Natur ist ein friedlicher Ort, in dem nur ums Überleben kämpft, wer nicht verstanden hat, wie das Leben auch „funktionieren“ kann: indem jedes Lebewesen einfach tut, was es tun muss, um zu überleben.
Kein Tier, keine Pflanze, kein Pilz, kein Mikroorganismus kämpft um seine Nahrung oder Wasser: sie versuchen alle, möglichst die Nährstoffe aufzunehmen, die sie zum Leben brauchen. Kein Lebewesen muss ums Überleben kämpfen; alle müssen versuchen zu überleben, ihr Bestes geben, um zu leben.
Jedes Lebewesen, das sicher sein kann, dass es im Leben sein Bestes gegeben hat, stirbt mit Sicherheit glücklicher als eines, das erfolglos um das eigene Leben gekämpft hat.

Hast Du Dich schon einmal gefragt, warum Menschen so leben (wollen), wie sie es Dir seit Deiner Geburt vorleben? Willst Du eigentlich so leben, wie Du lebst?
Fragst Du Dich nicht hin und wieder, wofür Menschen ihre Lebenszeit eigentlich so verbringen, wie sie es tun?
Für sich selbst? Für ihre Kinder und nachfolgende Generationen etwa?
Warum nehmen sie sich dann gar keine Zeit, um sie liebevoll großzuziehen, sondern schicken sie früh in Betreuungseinrichtungen, um Zeit zum Arbeiten zu haben?
Warum wollen Sie sie in „bessere Schulen“ schicken als die, die sie selbst besucht haben? Denken sie tatsächlich, es gäbe Schulen, die wichtigeres Wissen als lebenswichtiges vermitteln könnten? Lehrt irgendeine Schule Selbstvertrauen oder wie sich Kinder selbstständig vesorgen können, ohne dass sie dazu Geld brauchen? Lehrt irgendeine Schule irgendetwas wichtiges über das friedliche Zusammenleben?
Der Biologieunterricht wird stattdessen immer mehr zugunsten „Naturwissenschaften und Technik“ gekürzt.
Wen wundert es, dass die Medizin, HeilpraktikerInnen, Physio- und Psychotherapeuten Hochkonjunktur haben und es immer noch viele kranke und unglückliche Menschen auf dieser Welt gibt?

Selbst die, die noch wissen, warum und wofür sie leben (möchten), wie sie gesund und glücklich leben könnten, werden in dieser Welt daran gehindert – weil Menschen, die Gesetze machen oder Geld verteilen (dürfen), offensichtlich ganz eigene Interessen verfolgen: nämlich selbst möglichst lange, glücklich und gesund zu leben – ohne allerdings zu wissen, dass bzw. wie das überhaupt ohne Unterstützung ihrer „AnhängerInnen“ geht.
Ihre ehrliche Antwort auf die Fragen „Warum und wofür lebst Du eigentlich?“ würde mich besonders interessieren!

Unsere Welt ist im Prinzip ein großes Dorf – mit einigen BewohnerInnen, die meinen, sie bräuchten etwas Besseres oder sie wüssten es besser, und die vielleicht nicht bemerken, wie sie deshalb andere ausgrenzen oder deren Existenzen, also Leben vernichten.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie ewig damit durchkommen; weil ich sicher bin, dass in der Natur alles mit allem anderen zusammenhängt und ich auf den Überlebenswillen derjenigen zähle, die gerade nicht leben können, wie sie wollen.

Ich jedenfalls weiß, dass ich dafür lebe, Menschen vom Leben, von der Natur und ihrer Seele – von Lebensvorgängen, -zusammenhängen und Lebensräumen, von Ökosystemen, deren Ordnung und Kreisläufe, Regeln und Muster, ich tagtäglich beobachten oder mit anderen Sinnen wahrnehmen kann – zu erzählen oder darüber zu schreiben – in der Hoffnung, dass mich der eine oder die andere versteht.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader, einem derjenigen wenigen, von denen ich mich verstanden fühle!