Was soll ich nur tun – an diesem Tiefpunkt oder auf dem Gipfel der Hochgefühle, die ich gerne mit anderen teilen würde – oder mit meinem Leben anfangen, um die Kurve zu kriegen? (Vielleicht besser erst einmal gar nichts – außer darüber nachzudenken, was Du warum gerade beendet hast bzw. sowieso jeden Tag tust, um zu leben?)

Wenn Menschen – aus Langeweile, einem Gefühl der Nichtsnutzigkeit oder aus Verzweiflung über ihr Leben und die Welt – nicht mehr weiter wissen und sich nur das Naheliegendste einfallen (oder dazu überreden) lassen statt sich die Zeit zu nehmen, es ganz individuell für sich selbst herauszufinden und vorsichtig einen sichereren – nicht nur impulsiven, von ihren eigenen Gefühlen geleiteten, sondern auch zusammen mit anderen besprochenen und gut überlegten bzw. durchdacht geplanten – Weg zu gehen, den sie hinterher auch nicht bereuen werden)

Ich wusste nie wirklich,

  • was ich „aus meinem Leben machen“ bzw.
  • was ich „mal werden“ oder
  • mit wem ich wo leben

möchte.

Ich war zufrieden mit dem, was sich mir gerade anbot bzw. wohin ich alleine oder mit anderen zusammen gehen, fahren oder fliegen bzw. was ich eben immer so „anstellen“ konnte, und war es nur die Möglichkeit (notfalls in Papierform) zu kommunizieren oder mich an die frische Luft, in die Natur, zu begeben. Für mich gab es nie einen Grund, längerfristige Pläne außer denen zu schmieden, das bestmöglich zu Ende zu bringen, was ich guten Mutes angefangen hatte (wie meinen schulischen Bildungsweg) oder mir (Frei-)Zeit zum Nachdenken darüber zu verschaffen, was ich neu anfangen könnte, wenn der Abschluss von etwas anderem abzusehen war. So habe ich z.B. vor Beginn meines Studiums (von dem ich mir das Wissen darüber versprochen habe, was ich damit dann anfangen würde) als Au Pair die Chance genutzt habe, Einsichten bzw. Einblicke in das – meiner damaligen Meinung nach – „normale (Familien-)Leben“ in den USA zu gewinnen, das mir – von Deutschland und aus Teenageraugen aus gesehen – Mitte der 90er-Jahre verlockend erschien.

Ich habe „gerne und viel“ nachgedacht bzw. meine Gedanken in Worte gefasst, seitdem ich mich erinnern kann. Mein ältestes Tagebuch (dem ich anvertraut habe, wie es mir während einer Kur in einem Kindererholungsheim an der Nordsee erging), an das ich mich allerdings nicht mehr erinnert hatte, bis es mir kürzlich in die Hände gefallen ist, stammt aus dem Jahr 1986.
Aber ich weiß natürlich, dass aus Gedanken nie ein Tun werden kann, wenn sie in erster Linie genutzt werden, um bereits Geschehenes zu verarbeiten oder Träume und Wünsche dazu formulieren, wie man die Welt bzw. was man in Zukunft gerne anders hätte statt eigene – neue – Ideen (die nur entstehen können, wenn man sich nicht in Gedankenschlaufen verheddert) in die Tat umzusetzen.

Der einfachste Weg aus dem Nichtstun ist es, einfach irgendetwas zu tun, und sei es nur, aufzustehen, sich hinzusetzen, einen Schritt nach vorne, zur Seite oder zurück zu treten. Es gibt immer etwas, was ein Wesen, das noch atmet und seine Augen bewegen kann, tun kann.
Nur darf man sich dann nicht wundern, wenn man irgendwann wieder an demselben oder sogar einem tieferen (Tief-)Punkt im Leben ankommt. Es ist der einfachere, verführerischere Weg, sich von einem vorbeifließenden Strom bzw. einer Abwärtsspirale mitreißen zu lassen als dagegen anzukämpfen oder erst mühselig aus dem Loch herauszuklettern, in dem man sich vielleicht gerade befindet (nachdem man es sich unbewusst – aufgrund fehlerhafter Überlegungen oder Berechnungen dazu – selbst gegraben hat oder versehentlich – aus Unachtsamkeit bzw. weil man anderen Menschen vertraut hat, die auch gut darin sind, Löcher in den Boden unter ihren Füßen zu graben – dort gelandet ist).
Nachhaltig sinnvoller ist es, sich nicht aus der Ruhe – dem ruhigen Betrachten der aktuellen Situation – bringen und die eigenen Gedanken – ohne Ablenkung – so lange darum herum kreisen zu lassen, bis der Ausweg (und alles, was damit verbunden ist oder sein könnte) ganz klar vor Augen tritt.
Der sinnvollste Weg, um schnell auf wirklich neue Gedanken zu kommen (statt sich von Vertrauenspersonen die Bestätigung dafür zu holen, dass die alten genau die „richtigen“ sind), ist die Kommunikation mit Andersdenkenden bzw. Menschen, die etwas völlig anderes tun, sich mit völlig anderen Dingen beschäftigen als man selbst.

Es kann sein, dass Menschen hinterher ihr Leben umkrempeln, komplett anders denken und etwas völlig anderes tun als vorher.
Es kann auch sein, dass sie feststellen, dass sie ihr Leben, wie es ist, im Grunde lieben, und sie „nur“ weiter nach neuen Ideen suchen müssen, um die „Kleinigkeiten“ verändern zu können, die ihnen so (überlebens-)wichtig erscheinen, dass sie verzweifeln, wenn sie feststellen, dass sie sie nicht alleine unter Kontrolle haben – weil sie darauf angewiesen sind, dass auch andere Menschen sie so sehen, wie sie sie sehen bzw. genauso haben oder behalten wollen wie sie selbst.

Am Besten macht man das, was man selbst – ohne andere erst lange bitten oder dazu auffordern zu müssen – am Besten kann und was dabei Freude bereitet, weil man einen Sinn darin siehst bzw. auch anderen eine echte, nachhaltige (nicht nur schnelle, saisonbedingte) Freude machen oder zumindest niemandem damit schaden kann. So laufen Menschen nicht Gefahr, die Zeit, die sie „nur mit sich allein“ (und ihrer Suche nach neuen Aufgaben) verbringen, irgendwann als verschwendete Zeit anzusehen, die sie im Leben und in ihrem Verständnis von der Welt bzw. Natur oder in ihren Beziehungen zu anderen wenig vorangebracht hat.

Niemand macht damit die Welt (wieder) besser, einfach so weiterzumachen wie bisher oder das zu verteidigen und fortzuführen, was andere begonnen haben (ohne zu ahnen oder zu beachten, welchen Schaden sie dabei anrichten) oder was sie uns weiterhin als „neueste Erkenntnisse oder Errungenschaften“ und (kulturelle oder biotechnologische) Höhepunkte der Menschheitsgeschichte (oder „das beste Deutschland aller Zeiten„) verkaufen, während wir eher an einem neuen Tiefpunkt angelangt sind und von einer (Energie- oder Stimmungs-)Wende weit entfernt.

 

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Gedankt sei allen, die meine Liebe für Mathematik erweckt und genährt haben!

Einem geschenkten Gaul … Oder besser doch?

Von Menschen, die es sich nicht nur leisten wollen, Geschenke, die sie nicht gebrauchen können, abzulehnen, sondern auch NEIN sagen können, wenn es einen Verzicht für sie bedeutet

Oder: Von fehlendem oder überhöhtem Selbstwertgefühl (dem Geschenke schmeicheln können) und Selbstwirksamkeit (oder Gemeinwirtschaft)

Menschen, die sich mögen und „bei Laune“ bzw. einander zugeneigt halten wollen, machen sich – innerhalb einer Konkurrenzgesellschaft, in der man um Liebe und Aufmerksamkeit buhlen muss, um nicht darin „unterzugehen“ – „gerne“ Geschenke:

  • bewusst, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass es sie Freundschaften gekostet hat, denen sie nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt haben, oder
  • weil sie einem natürlichen Instinkt (ihrer Intuition) folgen, der ihnen unterbewusst so erscheint, als würde es sich lohnen, ihm zu folgen.

Doch viele, vielleicht sogar alle Geschenke sind mit Vorsicht zu genießen! – Denn:

Nicht alles, was Menschen zu verschenken haben, ist für andere – selbst wenn es völlig neuwertig – ist, auch zu gebrauchen.
Nicht alles, was Menschen im Überfluss, also „übrig“ haben, um es zu verschenken, hilft anderen dabei, einen echten Mangel zu beseitigen (so dass es ihnen nicht genauso überflüssig erscheint wie denjenigen, die es freiwillig hergegeben haben).
Nicht alles, was „gut gemeint“ ist oder großzügig erscheint, ist vorher auch „ehrlich verdient“ bzw. von anderen erworben worden, die dabei keinen Verlust erlitten hätten.

Wirkliche Verlustgeschäfte machen Menschen zwar immer erst dann, wenn sie selbst für etwas zahlen müssen.
Allerdigs bedenken viele nicht die „Folgekosten“ dessen, auf was sie sich möglicherweise einlassen, weil sie sich davon „reich beschenkt“ fühlen, seien es

  • Instandhaltungskosten,
  • Reparaturzahlungen,
  • die Verlockung, noch mehr davon oder „passende Teile“ dazu zu erwerben, oder einfach
  • das menschliche Gefühl der Verpflichtung, sich dankbar zeigen und eine Gegenleistung erbringen zu „müssen„.

Es kann also – wenn man niemandem zum Opfer fallen möchte, der oder die dieses Prinzipeine Hand wäscht die andere“ kennt und gemein ausnutzt – Sinn machen, sich der eigenen Beine und Füße bewusst zu sein (und wie gut ihnen das selbstständige Laufen tut), bevor man sich z.B. ein Pferd schenken lässt, das auch nicht (mehr) schneller laufen kann oder sogar zusammenbricht, wenn man versucht, darauf zu reiten, aber versorgt werden muss (wenn es seinen „Zweck“ auch über länger Zeit erfüllen, also dazu dienen soll, ein natürliches Bedürfnis zu befriedigen statt ein „neues“ Verlustgefühl zu hinterlassen).
Es sei denn, man sucht eine – vermeintlich – „sinnvolle Beschäftigung“ oder Wegbegleitung (die zur Not das Gras am Wegesrand frisst und kostenloses Regen- oder Flusswasser trinkt) und ist bereit, notfalls – falls man nicht die Möglichkeit hat, ein krankes Pferd wieder gesund zu pflegen, oder die Zeit und das Wissen, um ein altes langsam wieder aufzubauen – selbst Sterbebegleitung zu leisten.

P.s.: Jeder Mensch, der oder die schon einmal das eigene Herz verschenkt hat, weiß, wie schmerzhaft es sein kann, zu erkennen, dass andere

  • gar nichts mit den eigenen Liebesbeweisen oder Freundschaftsdiensten anfangen konnten (weil wir nicht alle dasselbe brauchen bzw. guten Gewissens geben oder kritiklos annehmen können),
  • sich etwas völlig anderes von Liebe und/oder Freundschaft versprochen oder
  • sogar Schindluder damit betrieben haben.

Deshalb – damit sich das trotzdem immer wieder lohnt oder sogar Freude bereitet – macht es Sinn, rechtzeitig (miteinander) zu klären, welche Lebenserfahrungen, -vorstellungen oder Erwartungen und Träume darin schlummern bzw. auf Erfüllung hoffen.

 

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Dank für das Foto gebührt July (auf Unsplash)!

Selbst verarscht (also vergessen, dem Gegenüber ins Gesicht zu schauen) oder von anderen verarschen (also vom wirklich Wichtigen oder Richtigen ablenken) lassen?

Warum es naiv ist zu glauben, man könnte dauerhaft – über Generationen – immer nur den eigenen Arsch (bzw. den der eigenen Nachkommen bzw. Nachfolger und Nachfolgerinnen) retten, ohne auch alle anderen Ärsche „mitretten“ oder zumindest mitreden lassen zu müssen (oder der eigene Arsch würde nichts darüber aussagen können, was man bereit ist, für sich und andere zu tun)

Als Biologin bzw. insbesondere Verhaltensökologin kann ich tagtäglich beobachten, wie sich Menschen damit abmühen,

  • ihre Lebensaufgabe oder ihr persönliches (Gleich-)Gewicht (zwischen Privatleben und Beruf oder individueller Freiheit bzw. Freizeit und Sozial- bzw. „Familienleben“) zu halten oder zu finden,
  • ihren BMI, CO2-Abdruck oder die Effizienz der Haushaltskasse zu berechnen,
  • ihren Energieverbrauch zu senken,
  • nachhaltig – gesund und/oder kostengünstig – einzukaufen,
  • ihren Körper und Geist (oder den ihrer Partner und Partnerinnen, Kinder und Enkel oder Eltern und Großeltern oder sogar Haustiere) so fit zu halten, dass sie „nicht darüber klagen können“ bzw. entweder „nur“ darüber, wie anstrengend das, was sie für ihn getan haben, war, oder darüber, dass „da leider – weil erblich bedingt – nichts zu machen ist.

Das alles ergibt für jeden einzelnen oder jede einzelne Sinn – solange sie sich nicht fragen, warum und wozu oder für wen sie das eigentlich tun und ob sie es nicht lieber sein lassen und etwas Sinnvolleres mit ihrer Lebenszeit anfangen sollten (weil es ihnen viel mehr abverlangt als sie dafür jemals zurückbekommen werden). Ich kann deshalb – bevor man überhaupt anfängt, mit Zeit, Geld, Erfolgserlebnissen oder damit zu rechnen, ob sich das, was man vorhat, überhaupt lohnt – nur empfehlen, in Zukunft besonders darauf zu achten, woher – aus welchem „Werbeblättchen„, „Fachjournal“ oder „politischem Magazin“ etc. – man die Informationen dazu überhaupt direkt bekommen oder über Mundpropaganda übernommen hat.

Die Natur ist voller Wunder und wundervoller Menschen in den unterschiedlichsten Körpern. Trotzdem ist es nicht sehr verwunderlich, dass in einer Welt, in der nicht alle Wert darauf legen (müssen), ihren Arsch in Hosen zu verstecken oder wenigstens einigermaßen hübsch zu verpacken bzw. in Form zu halten, sondern ihn nicht wenige bewusst und ohne, dass ihnen jemand draufschlagen könnte, ihrer Mitwelt entgegenstrecken (können), um ihr zu zeigen, was sie von ihr halten, ist es nicht sehr verwunderlich, wenn der eine oder die andere irgendwann erkennt, dass er oder sie sich nicht zu Unrecht schon länger oder zumindest früher einmal von anderen verarscht gefühlt hat.

Am Ende macht es relativ wenig Unterschied, ob jemand getäuscht wurde oder sich selbst in anderen – vielleicht „Vertrauenspersonen“ – getäuscht hat. Von Natur aus sind wir alle die „Gearschten“. Aber Menschen, die bisher dachten, dass sich andere nur ihr Gesicht gemerkt hätten, das sie gerne in aller Öffentlichkeit präsentieren, oder sie ihren Arsch damit retten könnten, dass sie sich einfach – ohne eine nachvollziehbare Erklärung (für ihre Wissens- oder Gewissenlücken, sollten sie „nach bestem Wissen und Gewissen“ gehandelt haben) dazu abgeben zu müssen – für alles entschuldigen könnten, was sie einmal öffentlich geäußert haben, sollten vielleicht nicht über den ein oder anderen Tritt in den Hintern überrascht sein.

 

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Dank für das Foto gebührt Laura Tancredi (auf pexels.com)!

Das ist doch unerhört!

Dass es Menschen gibt, die einfach nicht vorbildlich – vorschriftsmäßig – machen, worum andere sie bitten oder was ihnen von anderen aufgetragen wird und stattdessen so tun, als könnten sie entweder nicht hören oder nicht lesen bzw. wären zu schwach, um das zu (er-)tragen, was sie ausführen sollen

Es gibt vieles, worüber sich Menschen aufregen, weil es ihr „Unrechtsbewusstsein“ anspricht.
Allerdings glauben viele Menschen, wir könnten bzw. müssten uns erst gegenseitig beibringen, was „richtig“ und was „falsch“ für uns oder andere ist, selbst wenn wir es gar nicht nachempfinden können (weil es viel zu abstrakt für uns ist bzw. auf unsere eigene Lebenssituation gar nicht zutrifft).

Was wirklich richtig, falsch oder zu viel – von uns oder anderen – verlangt ist bzw. war, werden wir immer irgendwann am eigenen Leib erfahren können. Mit etwas Feingefühl uns selbst gegenüber – indem wir früh bzw. immer wieder bewusst wahrnehmen, was unsere inneren Stimmen uns zuflüstern – können wir es uns im Laufe unseres Lebens immer besser ersparen, uns Ausreden einfallen lassen zu müssen, warum wir etwas überhört, überlesen oder bewusst ignoriert haben. Es macht nämlich viel mehr Sinn, anderen Menschen in ruhigem Ton erklären zu können, warum nicht unsere Reaktion unerhört ist, sondern dass das, wozu sie uns auffordern, geradezu danach schreit, von uns nicht gehört, sondern stattdessen ignoriert zu werden – weil wir es als eine Zumutung empfinden, die weit über das hinaus geht, was wir für den uns von Natur aus zugeschriebenen und von uns kontrollierbaren „Zuständigkeitsbereich“ halten.

Natürlich gibt es mutigere und weniger mutige, besser und schlecher erzogene bzw. „hörige“ Menschen.
Ich glaube aber tatsächlich dass das nur eine auf unterschiedlichen kulturellen Zwängen beruhende Zivilisationskrankheit – eine Seuche – ist, die global um sich gegriffen hat, und dass wir alle von Natur aus dazu fähig sind, uns friedlich, ohne jeglichen Zuhörzwang, irgendwann – wenn die verfügbaren Informationen dazu doch alle „zufällig“ erreicht haben – darauf zu einigen, was Menschen wirklich guten Gewissens überhören bzw. ignorieren sollten (um uns keine Schuld aufzulasten, die wir später – im stillen Dialog mit uns alleine – bereuen und nicht nur als Jugendsünden abtun könnten).

 

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Dank für das Foto gebührt Allan Franca Carmo (auf pexels.com)!

Schnell auf- oder kurz an-, aber dann wieder ordentlich zusammenreißen

Von verzwickten Reißverschlussverfahrens- bzw. -verhaltensweisen in menschlichen Beziehungen, auch völlig ohne dass es irgendwelche Engpässe oder einen anderen Anlass zur Sorge gäbe

Das Leben ist nicht leicht in dieser Welt bzw. einem „westlichen“ Land wie Deutschland, wenn man mit offenen Augen und Ohren sowie einem offenen Geist und Herzen durchs Leben zu gehen versucht (auch wenn es in vielen anderen Ländern dieser Erde, in denen man sich zur eigenen Sicherheit „bedeckt“ hält, bestimmt nicht einfacher ist).

Der Blick ins Dekolleté, sei es das eines Bauarbeiters oder einer Busenträgerin, ist vielleicht jedem und jeder „Dahergelaufenen“ erlaubt bzw. zumindest geduldet; die Hosen runter und tiefer in ihre Augen und damit auch Seele blicken lassen viele Menschen – außer im Gegenwart „professionell dafür ausgebildeter Fachkräfte“ (oder unter dem Einfluss körpereigener Hormone und körperfremder Drogen) ungern.

Man(n) macht sich auch als Frau verletzlich und leicht angreifbar, wenn man anderen zu viel von sich oder dem offenbart, was man Wertvolles in sich trägt… Bekanntlich wurde schon vielen Menschen ihr Herzen gestohlen, und dass etwas, was man besitzt, „Füßchen kriegen„, wegfliegen oder den Neid anderer wecken könnte, die die macht haben es „wegzugucken„, ist nie ausgeschlossen.
Kein Wunder also, dass viele Menschen, die Angst haben, etwas (Über-)Lebenswichtiges zu verlieren, gut dafür sorgen, dass es behütet vor den Zugriffen anderer verborgen bleibt, deren Vertrauenswürdigkeit sie nicht selbst „streng geprüft“ haben. Dass es auch „professionelle Betrüger und Betrügerinnen“ (oder auch „nur“ Spielsüchtige, die damit für ihren Lebensunterhalt sorgen) gibt, die ihr Wissen darüber ausspielen, dass

  • Verlustangst Menschen verkrampft macht und dass
  • man Menschen, denen man ihre Verspannungen bereits ansieht oder zumutet (oder die man tatsächlich darüber klagen hört), besonders gut zureden und ihnen Sicherheiten suggerieren muss, die man ihnen angeblich bieten kann (um ihnen den Druck zu nehmen, der auf ihnen lastet, wenn sie den Gürtel vielleicht noch enger schnallen müssen),

das ahnen viele „Heimlichtuer“ und Heimlichtuerinnen“ nicht (die von zu viel Offenheit peinlich berührt werden).

Falls Du selbst die „Geheimnisvolle“ bzw. den „Geheimnisvollen“ zu spielen versuchst oder vielleicht einfach verklemmt bist, denk‘ daran, dass es unzählige Menschen gibt, die sich besonders für verschlossene Zeitgenossen bzw. Zeitgenossinen (die sich gerne bedeckt halten und vor anderen keine Blöße geben wollen) interessieren, sie bereits intensiv studiert haben oder sogar intuitiv fühlen können, wenn mit anderen etwas „nicht stimmt“, weil sie etwas – wie ihr Selbstvertrauen, ihre natürliche Leichtigkeit oder ihren Lebensmut – verloren zu haben scheinen.
Nicht alle meinen es „nur gut“ mit ihnen, sondern profitieren von denen, die bereitwillig – auch kostenpflichtige „Hilfsangebote“ annehmen.
Mach‘ Dich lieber mal locker und halte Dich nach Möglichkeit von Menschen fern, bei denen Dich – vor allem, wenn Du ein paar Worte mit ihnen gewechselt, Informationsgut oder materielle Güter ausgetauscht hast –  das ungute Gefühl befällt, Dir selbst „gut“ zureden zu müssen „Jetzt reiß‘ Dich aber zusammen„- weil Du weißt, dass sie ehrliche Offenheit schlecht vertragen.

Das geht nämlich selten wirklich lange – ohne Auswirkungen auf Deine körperliche und geistige Gesundheit sowie seelische Ausgeglichenheit – gut.

 

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Dank für das Foto gebührt Anastasia Shuraeva (auf pexels.com)!

Unter Druck (un-)vernünftige Entscheidungen treffen?

Oder lieber rechtzeitig ankündigen, dass es Zeit ist, mal eine Pause zu machen – damit niemand verletzt wird, falls man explodiert, oder damit sich niemand selbst damit schadet, dass alles, was zu lange dauert, irgendwann an die Nieren gehen kann (statt Angst davor zu haben, „abzutreten“, einen Raum zu verlassen und dadurch etwas Wichtiges zu verpassen – in der Erwartung, dass andere, die nachkommen, genauso „druckresistent“, also widerstandskräftig und bereit sein müssen, Schmerzen so lange „tapfer“ bzw. mit Hilfe von abhärtenden bzw. „nervtötenden“, vermeintlich schmerzstillenden Mitteln auszuhalten, bis sie tatsächlich losrennen oder sich für das Malheur, das ihnen, „ohne dass sie etwas dagegen hätten tun können, passiert“ ist, entschuldigen müssen)

Wir leben in einer Welt, in der sich ein enormer Druck aufgebaut hat, so viel, dass Menschen nicht mehr nur ihre Gebete, sondern „Flugzeuge“ und Menschen gen Himmel schicken, in der Hoffnung, dass diese ihnen ihr zukünftiges Leben erleichtern. Es lässt sich unschwer auch bei uns in Europa daran erkennen lässt, dass sich viele Menschen wie Ge- (oder Ver-?)triebene verhalten bzw. entweder in einer Aufbruch- oder Endzeitstimmung befinden, je nachdem, ob sie da, wo sie sich gerade befinden, bleiben oder sich ein „ruhige(re)s Plätzchen“ suchen wollen, an dem sie die Möglichkeit haben, sich zu erleichtern.
Menschen tragen – vielleicht nicht immer, aber jedes Mal, wenn es ihnen bewusst (gemacht) wird – vieles mit sich herum: nicht nur

  • (Ab-)Wasser in ihrer Blase,
  • angefutterten Speck auf ihren Hüften oder „schützend“, schmerzstillend, um ihre inneren (Bauch-)Organe „gehüllt“ (deren Gefühle bzw. natürlichen Bedürfnisse sie lange ignoriert haben,
  • privates Eigentum oder ein Vermögen, das weit über das hinausgeht, was ein einzelner Mensch zum (Über-)Leben bzw. einem vernünftigen, gesunden und glücklichen, möglichst sorgenfreien Dasein braucht bzw. besitzen müsste, oder
  • die (Privat- sowie Staats-)Schuld(en) dafür, dass sie so leben können, wie sie – vermeintlich freiwillig – wollen, obwohl unsere Vorgängergenerationen den Rahmen dafür eng abgesteckt und uns eher wenige Möglichkeiten überlassen haben, unser Leben wirklich frei wählen zu können,

sondern auch – zumindest solange sie es nicht analysiert, also in all seine(n) Einzelteile aufgelöst haben – ein mehr oder weniger schlechtes Gewissen, das auf ihrer Seele lastet.

Alles, was ich hier fast täglich aufschreibe, würde auf meiner Seele lasten, wenn ich es nicht loswerden könnte.
Mich begeistert und verzaubert die Natur und alles, was das Leben ausmacht, nicht nur; mich macht auch vieles wütend oder unendlich traurig, was ich mir tagtäglich ansehen oder anhören muss, was vor allem auf dem Mist der Menschen gewachsen ist, den sie bereits seit Jahrtausenden, aber extrem seit beginn der Industrialisierung auf diesem Planeten und mittlerweile auch im All hinterlassen. Mir schießen regelmäßig Tränen in die Augen, nicht weil ich verzweifeln würde, also nicht wüsste, was Menschen tun können bzw. mit Sicherheit tun werden, um „wenigstens irgendetwas“ zu tun, um sich selbst (wieder) besser zu fühlen: nämlich weiterhin

  • Notfallhilfe leisten bzw.
  • ermutigende oder tröstende Worte nach dem Motto „nicht geht ewig so weiter, sondern alles auch wieder vorbei“ aussprechen, sich (gegenseitig oder selbst) aufschreiben oder in Bilder und schöne Melodien verpacken,
  • zur „Aufmunterung“ bzw. Ablenkung Feste feiern, Alkohol trinken oder „bewusstseinserweiternde“ Drogen nehmen (die zwar in der Lage sind, Scheuklappen zu beseitigen, aber vor allem bei Dauerkonsum nicht dazu, bei klarem Bewusstsein zu bleiben) oder
  • in eine selbstgeschaffene, gut vor äußeren Einflüssen geschützte „Parallelwelt“ – entweder die Einsamkeit oder eine familiäre, religiöse oder sportliche (Interessen-)Gemeinschaft – flüchten, in der die eigenen seelischen, geistigen oder körperlichen Bedürfnisse ohne Druck von außen frei nach eigenem Belieben (und Zeitplan) ausgelebt werden können.

Die wenigsten Menschen ignorieren ganz bewusst das, was gar nicht zu ihrem eigenen Leben gehört, sondern fühlen sich zuständig für die Belange von Menschen, die weder jemals freiwillig persönlich an sie herangetreten sind noch sie selbst so interessieren, dass sie sie gerne kennenlernen, geschweige denn bei regelmäßigen Treffen länger in der eigenen Nähe ertragen würden. Es ist heute „normal“, dass überall auf der Welt, bis in die entlegensten Winkel Politik gemacht wird, die ursprünglich nur dazu geschaffen wurde, das Zusammenleben von „Geschäftstätigen“ (zu Lasten bzw. auf Kosten der „Bedürftigen“) zu organisieren.

Ich persönlich habe wenige Bedürfnisse, für deren Erfüllung ich von einem Geschäftsführer oder einer Geschäftsführerin angeleitet werden müsste… Mir haben glücklicherweise meine Eltern beigebracht, meinen Mund aufzumachen und zu sagen, wenn ich etwas brauche oder mit etwas nicht einverstanden bin.
Ich trage alleine die Konsequenzen dafür, dass ich so „dumm“ war, mir viel Wissen anzueignen, das mich befähigt, die Natur und auch die Menschen in vielerlei Hinsicht nur zu gut zu verstehen, also auch die unsichtbaren (inneren sowie äußeren) Zwängen wahrnehmen zu können, unter dem sie stehen und handeln. Auf mir lastet der Druck, dass ich weiß, dass alles, was Menschen verdrängen oder einfach (so weiter) laufen lassen, mit der Zeit nur schlimmer bzw. zäher zu verarbeiten wird: In „Glaubensgemeinschaften“ aufzuwachsen oder zu leben, in denen keine umfassende ehrliche Aufklärung herrscht, ist es für „Mitglieder“ entweder schmerzhafter, also beschämender, sich nicht vollständig unter Kontrolle zu haben, also auch jeden (Termin-)Druck von außen ignorieren und „völlig frei“ und selbstständig agieren zu können, oder kein Verständnis für oder Mitleid mit „Opfern der eigenen inneren Bedürfnisse“ zeigen zu können, seien sie auch noch so leicht absehbar und rechtzeitig planbar.

Ich frage mich tagtäglich: Wie lange sind Menschen noch bereit, weiter die Zähne zusammenzubeißen und so zu tun als würden sie (und auch andere, die ihnen nicht nur in die Augen oder das Gesicht, das Dekolleté oder den Kragen, sondern auch genau auf die Hände schauen) nicht bemerken, dass

  • ihnen längst der (Angst-)Schweiß auf der Stirn (ihrer hochroten oder leichenblassen) Gesichter steht,
  • sie angefangen haben, nervös auf der Stelle zu treten bzw.
  • ihre ganze Körperhaltung verrät, dass sie etwas zu verbergen versuchen, was ihnen offensichtlich peinlich ist auszusprechen?

Es ist, wie alles, nur eine Frage der Zeit, wann die nächste menschengemachte (Gedanken-)Blase oder mediale Bombe platzt (bzw. Menschen, die mächtig unter Druck gesetzt wurden über einem Land abgeworfen wird, das angeblich davon „befreit“ werden muss oder sich „freundschaftlich“ mit Waffenlieferungen an der „Befreiung“ anderer Länder beteiligt bzw. damit im eigenen Land „Arbeitsplätze finanziert“ oder davon profitiert, dass

  • geplatzte (Traum-)Blasen Platz für neue machen,
  • „ausgebombte“, also traumatisierte Menschen „gut“ behandelt und versorgt werden wollen,
  • Kollateralschäden beseitigt werden und
  • zerstörte Ländereien wieder „hübsch neu“ aufgebaut werden „müssen“, damit sich Menschen hinterher erleichtert fühlen können, dass die alten endlich verschwunden sind).

Menschen vertuschen gerne, was ihnen peinlich ist und betreiben zur Not auch eine höchst kreativeTatortreinigung„, die anderen eine Lehre sein soll, z.B. indem sie spezielle Lehrbücher dazu schreiben, Lehrpersonal darin ausbilden und Lehranstalten aufbauen (die angeblich dazu dienen sollen, dass andere nie in dieselbe Bredouille kommen, also lernen, wie sie sich zu ver-halten haben).
Auffällig werden irgendwann immer Wiederholungstäter und -täterinnen, die ihre Ziele, Druck noch länger auszuhalten, ehrgeizig weiter verfolgen oder damit andere Menschen herausfordern, die ihre eigene Selbstkontrolle als höher einschätzen oder (noch) keine Angst davor haben, irgendwann die Hosen herunterlassen zu müssen, um sie – vielleicht sogar noch mit Unterstützung Dritter – wieder zu reinigen (weil sie meinen zu wissen, wie man das unauffällig macht).

Ich weiß nicht, ob es Wut oder Mitleid ist, die bzw. das mir manchmal das Gefühl gibt, platzen zu können, wenn ich mir die Menschen betrachte, deren ganze Körperhaltung oder deren verzerrtes Gesicht mir verrät, was sie versuchen, sich zu verkneifen – weil sie sich für ihre natürlichen Bedürfnisse schämen bzw. verlernt oder nie gelernt haben, ihnen zu folgen. Menschen, die in der Angst leben, dieselben (Druck-)Fehler wie ihre Vorgänger und Vorgängerinnen zu machen, weil ihnen niemand erklärt hat, zu verstehen, wie all das geschehen konnte, was sie seit ihrer Geburt durchleben „mussten“, neigen dazu, sich unnötig viel Druck damit zu machen, genau das zu vermeiden.
Es macht viel mehr Sinn, sich ausreichend Zeit – auch für Pausen – zu nehmen, um sich in Ruhe alles zu durchdenken bzw. in Erfahrung bringen, was man – vermeintlich – freiwillig oder völlig unbewusst und unkritisch von ihnen übernommen hat, und gut zu überlegen, wie man damit alternativ umgehen könnte (ohne das „böse“ oder – wenn alles endlich vorbei ist – „gute Ende“ zu erahnen, dass das nehmen „muss“, was man tut, wenn man es weiterhin so betreibt, also anfeuert anstatt individuell „wohldosiert“, ohne dabei Schmerzen zu verursachen, den Druck herauszunehmen).

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader (natürlich nicht auf natur-highlights.de)!

Mit Glückstreffern belohnt …

… werden können nur Menschen, die

  • nicht gerne planvoll vorgehen, und
  • auch mal schnell, gleich am Anfang ihr ganzes Pulver verschießen,
  • nach Lust und Laune herumballern oder
  • sich nur deshalb so viel Zeit bei dem lassen, was (Reife-)Zeit braucht (um mit dem Ergebnis zufrieden sein zu können), weil sie so viel langsamer oder reaktionsträger als alle anderen sind.

Ob es glücklicher macht, sich auf das eigene Können und die Erfolge, die man damit erzielt, dass man es akribisch genau anwendet, verlassen zu können, oder überhaupt nicht damit zu rechnen, dass man mit dem, was man intuitiv – aus einem inneren Bedürfnis heraus – tut, überhaupt jemals auf ein „Ob-, Pro- oder Subjekt der eigenen Begierde“ treffen könnte, weiß ich nicht.
Was ich denke ist, dass ich mich viel mehr ärgern würde, wenn ich sehr viel Zeit damit verschwendet hätte, mich voll auf etwas wie ein Ziel konzentrieren zu „müssen“, was mir in dem Augenblick vielleicht gar keine Freude macht (weil es mich viel mehr verlocken würde, etwas anderes zu tun, was zeitgleich stattfindet), um dann festzustellen, dass ich dabei vielleicht nicht einmal etwas Sinnvolles gewinnen kann bzw. gewonnen habe, was mir im Leben weiterhilft.

Zum Glück ist keine (Trainings- oder Planungs-)Zeit der Welt bzw. im eigenen Leben verschwendet, so lange man erkennt, wofür sie gut war. Vielleicht ja nur für das Eingeständnis, dass sie zum damaligen Zeitpunkt eine schöne, wertvolle, unbezahlbar- oder schmerzhaft-teure Erfahrung mit sich gebracht hat, die man nicht unbedingt wiederholen, also zukünftig lieber möglichst vermeiden möchte.
Es mag wie eine (Energie-)Ressourcenverschwendung wirken, Menschen bei ihrer (Zufalls-)Suche nach dem Glück(streffer) zu beobachten oder sich selbst „blindlings“ auf eine Suche zu begeben. Ich bin allerdings sicher, dass viele Menschen davon überrascht wären, wie glücklich man über alles sein kann, was man findet bzw. „geschenkt“ bekommt, ohne gezielt danach gesucht bzw. darauf abgezielt zu haben: sei es „nur“ etwas augenscheinlich Brauchbares, etwas Neu– oder vielleicht Einzigartiges bzw. Sonderbares, dessen Wert man vielleicht noch gar nicht erahnen kann.

Es macht Sinn, wenn man im Leben vorwärts kommen und nicht untätig auf der Stelle treten, ewig hinterher, also rückständig bleiben oder sich nachhaltig erfolglos im Kreis drehen möchte, die (Himmels-)Richtung anzuvisieren, in der man sich ein zukünftiges Lebensziel erhofft. Aber damit zu rechnen, dass sich auch auf kurzen Strecken und innerhalb einer vorher festgelegten Höchstzeit dieselbe Anzahl an Glückstreffern erzielen und damit verbundenen nachhaltigen Glückserlebnissen – die sich nämlich ins menschliche Gehirn als mit einer Geschichte verbundene „schöne Überraschungen“ einbrennen und keine Siegermedaillen, Pokale oder andere Trophäen brauchen, um erinnert zu werden – erfahren lassen wie in längeren bzw. unbestimmt größeren, freier wählbaren (Lebens-)Abschnitten, halte ich persönlich für Unsinn.

 

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Dank für das Foto gebührt Ameer Basheer (auf Unsplash)!

Augen(klappe), Mund und Nase zu und durch – auch wenn das, was sich täglich weiter ansammelt, bereits zum Himmel stinkt

Wie Menschen mit der Möglichkeit, sich Geld zu drucken oder zumindest den Geldwert zu bestimmen (und gekauften Medien oder Bildungseinrichtungen), ihre gutgläubigen Mitmenschen dazu bringen, freiwillig (oder sogar mit dem gutem Gefühl, einen „sinnvollen Beitrag zur Gemeinschaft“ geleistet zu haben) zu Müllschluckern und -schluckerinnen (ganzer Nationen) zu werden bzw. dafür zu bezahlen, dass der Müll, den sie gar nicht selbst produziert haben, entsorgt wird (und damit die Paläste und Schlösser oder Kathedralen finanzieren, in denen (aus-)erwählte Regierungsbeamte und andere „führenden Köpfe“ aller Länder residieren dürfen und als Gegenleistung für ihre „uneigennützige“ Arbeit königlich versorgt werden)

Heute sagt die Überschrift bzw. ihr Untertitel im Grunde in einem (langen) Satz schon all das aus, was die Menschheit an ihren heutigen „Punkt“ (in unserer Menschheitsgeschichte) gebracht hat bzw. bringt es meiner Meinung und Erfahrung nach im Großen und Ganzen auf den Punkt bzw. mehrere gemeinsame Nenner, wovon sich Menschen in ihrem Leben antreiben lassen (wenn ihnen sonst nichts Sinnvolles einfällt):

  • von ihrer natürlichen Sehnsucht bzw. Suche nach einer Lebensaufgabe, für die sie bereit sind, ihr Leben auch irgendwann wieder aufzugeben – um denen, die nach ihnen kommen, den Platz zu räumen bzw. so ordentlich zu hinterlassen, dass sie selbst auch dort würden leben wollen, und der
  • Aussicht auf eine Belohnung dafür – in Form von Glücksgefühlen bzw. den symbolischen, rituellen Handlungen, die für Menschen mit Glücksgefühlen in Verbindung gebracht werden: wenn sie etwas erreicht haben, worauf sie entweder selbst stolz sind, weil sie sich so fühlen, oder in den Augen anderer sein können, weil es auf gesellschaftlicher Ebene als Erfolg gilt (z.B. so wohlhabend zu sein, dass alle es auch sehen können, also entweder viel Geld bzw. „Privateigentum“ zu besitzen und selbstständig verteidigen zu können, so dass es niemand so einfach wegnehmen kann, oder viele Anhänger und/oder Anhängerinnen, die sich bei Gefahr schützend vor sie stellen, also bereit sind, für sie zu sterben).

Ich bin nicht sicher, wofür Menschen sowohl mit einer angeborenen, natürlichen Neugier als auch mit einem zu lernfähigen, zu vernünftigen, achtsamen und nachhaltig durchdachten Handlungen fähigen Gehirn ausgestattet wurden, wenn sie beides so selten nutzen bzw. mit der Zeit verkümmern lassen, weil sie sich nur noch von ihren (Sehn-)Süchten oder – oft damit verbundenen – Schuldgefühlen durchs Leben leiten lassen.
Ich denke, es könnte damit zusammenhängen, dass nicht nur jeder Körper (innerlich) immer fauler oder schwer(mütig)er, sondern auch jeder Geist täglich träger wird, wenn er zu viel Müll (in Form von

  • „Lebensmitteln“,
  • (einseitig verlockenden oder abschreckenden, in die Irre führenden) Informationen oder
  • (das eigene Denken – bewusst oder unbewusst – lenkenden statt umfassend dazu anleitenden) Unterhaltungsmedien
  • oder Predigten von Menschen, die ihre eigenes Leben der Aufgabe geopfert haben, andere Menschen davon zu überzeugen, sie für ihre „aufopferungsvolle“ bzw. „entbehrungsreiche“ Arbeit zu bezahlen )

konsumieren und für andere entsorgen oder selbst produzieren muss, damit sich das eigene Leben überhaupt lohnt, also rechnet.

Es ist nicht einfach, in dieser Welt gesund, also möglichst ablehnend zu bleiben und darauf zu achten, sich nicht unnötig viel Abfall anderer aufzuladen, oder ihnen nicht dabei helfen zu wollen, die volle Verantwortung für das zu übernehmen, was sie der Natur entnommen und kulturell, künstlich oder künstlerisch verändert als schwer zu entsorgenden, nicht-kompostierbaren, gesundheitsschädlichen „Giftmüll“ in die Welt gebracht haben: oft unter hohem Energieeinsatz oder zulasten unzähliger Menschenleben, die sich „freiwillig“, mit der Aussicht auf Erfolg bzw. eine „gute Sache“, oder weil sie unter (privater, öffentlicher oder staatlicher) Gewaltandrohung dazu gezwungen wurden, mit dafür eingesetzt haben. Wenn wir irgendwann wirklich frei davon leben und nicht weiterhin Menschen, die unser aller Umwelt oft völlig unnötig (weil Alternativen bewussteres Handeln erfordern würden) verschmutzen, mit gemeinschaftlich-öffentlich versorgen wollen, ohne dass sie Rechenschaft darüber ablegen müssten, warum sie sich was in ihrem Leben auf Kosten anderer oder auch ihrer eigenen Gesundheit alles geleistet haben, ist es allerdings notwendig, durchzuhalten, also nicht immer wieder schwach zu werden und einzuknicken, also der Verlockung zu widerstehen, sich einzureden, dass alles „gar nicht so schlimm“ ist, wie es „nur“ an manchen Orten dieser Erde und auch gar nicht immer aussieht.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly (auf pexels.com)!

Das Leben und die Natur sind ein Wunder, über das man nur staunen kann, aber kein Hexenwerk oder mit geheimen Elixieren zu retten

Man muss aber – die individuell sehr unterschiedlichen – erforderlichen,“natürlichen Zutaten“ bzw. Elementarkörper- und -kräfte sowie ihren Preis kennen, den es als „Entschädigung“ kostet, wenn man sie nutzen bzw. der Natur entnehmen möchte (um damit persönliche Ziele zu verfolgen)

Oder: Das Märchen oder Missverständnis von den guten Wünschen (um deren Erfüllung man nur mit den „richtigen Worten“ bitten muss), Zaubertränken, Lebenswässern, speziellen Zutaten, Amphoren oder anderen legendären Gefäßen (nach denen man nur lange genug suchen muss) oder von bösen (Familien-)Flüchen (denen Menschen wehrlos ausgeliefert sind, wenn sie nicht bereit sind, ihr Leben oder ein anderes wertvolles Gut dafür zu opfern)

Menschen sind zauberhafte und äußerst wandlungsfähige Wesen, wenn man sie sich genauer betrachtet bzw. sich Zeit nimmt, auch die kennenzulernen, die anfänglich Angst machen können oder vollkommen uninteressant erscheinen: Menschen, die in ihrem Element sind – sei es Luft, Erde, Feuer oder Wasser – verhalten sich normalerweise völlig anders als außerhalb ihres vertrauten Terrains, zumindest solange sie nicht gelernt haben, sich gut zu verstellen oder – vor allem in Gesellschaft – „immer“ gleich „unlesbar“ zu erscheinen). Es ist mit ein wenig Gespür für bzw. Wissen um das, was unterschiedlichste Menschen – Männer, Frauen, Junge, Alte, Arme, Reiche, Singels oder Familienmenschen u.v.m. – in unterschiedlichen Lebenssituationen brauchen, nicht sehr schwer zu erkennen, wenn sie sich – vermutlich unfreiwillig – in eine (vielleicht elementar wichtige oder lebensgefährliche) Lage gebracht haben oder von anderen in eine hinein versetzt wurden, die ihrem Temperament am meisten fehlt bzw. es am meisten behindert:

  • Menschen ohne ausreichend Luft geht schnell die Puste aus, ersticken in ihrer Arbeit, oder es verschlägt ihnen die Sprache;
  • Menschen ohne Erde bzw. festen Boden unter den Füßen können leicht ins Straucheln geraten oder den Halt bzw. ihre Haltung verlieren;
  • Menschen die selbst bei körperlicher Anstrengung oder beim Lügen nicht rot werden bzw. häufig frieren können ihr inneres Feuer nicht (mehr) entfachen,
  • und Menschen, denen es unheimlich schwer fällt, sich zu „erleichtern“ und von den An- oder Auftriebskräften des Wasserelementes tragen zu lassen, laufen Gefahr unterzugehen und zu ertrinken (oder sich gerne zu betrinken oder anders zu berauschen).

Wer sich leicht von dem ablenken lässt, was aus dem Mund anderer verlockend oder vielleicht abstoßend klingt oder an ihnen verführerisch bzw. ekelerregend aussieht, und sich nie die Zeit nimmt, über längere Zeiträume genauer hinzuschauen bzw. ihren Geschichten – „guten Stories“, sorgfältig ausgewählten, zurückhaltenden oder eher begeisterten, wenig bedachten Worten  – zuzuhören, wird selten über einen ersten Eindruck hinauskommen bzw. wenig Ahnung von den Tiefen (der Tiefsinnigkeit oder den Tiefs) anderer Persönlichkeiten bzw. der inneren bzw. verborgenen Vielfalt der Natur haben (können).

Es mag einfach sein oder vielen – vor allem „fantasiebegabten“ – Menschen Spaß machen bzw. ihrer Unterhaltung dienen, sich (meist hinter deren Rücken) immer „ihren eigenen Teil“ über andere dazuzudenken statt sich die Mühe machen zu müssen, ihn erst herauszufinden (oder aus anderen „herauszukitzeln„, die nicht gerne viel von sich Preis geben oder wenig kitzelig sind).
Mir persönlich macht es Freude, das Getue und Gehabe von Menschen und (auch „ihren“) Tieren, die ich liebend gerne beobachte, zu beschreiben oder manchmal auch nach- bzw. bildlich darzustellen. Ich bin keine gute Schauspielerin oder Verkäuferin, sondern (Natur-)Wissenschaftlerin, die versucht, interessierten Menschen die Welt und das Leben bzw. seine nicht immer nur schönen – verlockenden, verführerischen – Seiten ehrlich-umfassend zu erklären statt nur das zu zeigen, wovon sich Menschen leicht begeistern lassen, weil sie sind, wie sie sind: von Natur aus sparsam mit ihren eigenen (Zauber-)Kräften, aber wild darauf, möglichst einfache, billige Tricks zu lernen, um andere (die sie nicht durchschauen, weil sie sich für ganz andere – weniger betrügerische – Dinge interessieren) damit an der Nase herumführen zu können.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader (nicht auf natur-highlights.de) der es liebt, die Natur und Menschen möglichst so in Szene zu setzen, dass sie dabei natürlich, unverfälscht wirken! (Ich muss also – weil er mir den Wunsch nicht abgeschlagen hat, das Foto von mir aufzunehmen – stark davon ausgehen, dass er entweder viel Fantasie hat und auch ohne die Szenerie genau das in mir sieht, was ich ver(sinn)bildlichen wollte, oder ich intuitiv die „richtigen Zauberworte“ dafür gewählt habe, ihn darum zu bitten.)

 

Darf es (immer noch) ein bisschen mehr (Masse) oder weniger (Qualität) sein, oder wann ist genug genug?

Wenn es als gesund propagiert wird, bewusst umwelt- und gesundheitsschädlich zu konsumieren statt bewusst darauf zu verzichten

Oder: Die leicht verständliche Angst der Menschen vor Mangelerscheinungen und der ungesunde Glaube anderer (oder derselben) an grenzenloses Wachstum bzw. ein gesundes Leben in (paradiesischer) Hülle und Fülle ohne Ende

Menschen „müssen“ – wenn sie ihr Leben nicht unnötig in Gefahr bringen wollen – in der Angst leben, nicht genug

  • zu essen bzw. Nähr– oder Aufbaustoffe,
  • zu trinken bzw. ein „Fließmittel“ zur Nährstoffversorgung auch der entlegensten Organe wie der Hautoberfläche, Haare, Darmzotten oder Lungenbläschen, oder Finger und Zehen und zur Entgiftung des eigenen Organismus,
  • Luft bzw. Sauer- oder einen „Brennstoff„, der dabei hilft, gespeicherte Energie freizusetzen,
  • Liebe oder (herz-)erwärmende Gesellschaft oder Räume, die vor einem einsamen (Kälte-)Tod schützen,
  • Ruhe und Entspannung zur Regeneration von Anspannung bzw. Anstrengungen, also Stress,
  • Bewegung und Abwechslung zur Erhaltung der eigenen Kraft und Flexibilität o.ä.

zu haben bzw. bekommen. Sobald unser Körper oder Geist eine Minder– oder lebensbedrohliche Unterversorgung feststellt, signalisiert er uns daher, dass ihm bzw. der in uns wohnenden lebenshungrigen Seele etwas fehlt, also etwas nicht in Ordnung ist.

Allerdings habe viele „moderne Menschen“ – trotz oder gerade wegen der unnatürlichen, nämlich kulturell begründeten (menschen-)gesellschaftlichen (Aus-)Bildungssysteme, in denen sie heute aufwachsen (müssen) – keinerlei oder zumindest wenig Bewusstsein für bzw. Verständnis für „natürliche Mengen“ oder ihren eigenen, individuell einzigartigen Organismus als Teil einer natürlichen (statt von dazu berechtigten Menschen gesetzlich geregelten) Ordnung: der Natur (und ihren Regel- und Gesetzmäßigkeiten):

Auch wenn wir als einzig überlebende Vertreter bzw. Vertreterinnen der Gattung Mensch prinzipiell alle dasselbe zum Leben brauchen, z.B.

  • Wasser,
  • Nahrung,
  • Luft zum Atmen und
  • (Sonnen-)Licht,
  • Sozialpartner und -partnerinnen, um uns miteinander auszutauschen,
  • Ideen, was wir möglicherweise aus unserem Leben machen wollen oder
  • Ziele, die wir erreichen wollen und uns dadurch immer wieder das Aufstehen erleichtern, wenn wir uns entweder ausgeruht haben oder uns etwas zu Fall gebracht hat.

ist die (über-)lebenswichtige Dosis, der Bedarf, für jeden Menschen eine andere bzw. äußerst unterschiedlich. – Nicht nur unsere Körpergröße, sondern auch die Herausforderungen, vor die wir im Laufe des Lebens gestellt werden, und die Art der individuellen Zielsetzungen sind uneinheitlich: was genau (oder in etwa) wir (bis) wann wie oft „gemeistert“ oder zumindest erlebt haben wollen (bis wir selbst davon ent- bzw. erledigt sind bzw. uns so fühlen).

Es macht wenig Sinn, wenn Menschen sich an (wissenschaftlich er-, also ge-mittelten oder mit Hilfe einer anderen – zu den eigenen Ansprüchen oder Anforderungen und Prognosen „passenden“ statistischen Methode berechneten) Richtlinien orientieren, die ihre eigene Lebenssituation, ihre aktuelle – körperliche, geistige und seelische – Konstitution, also Verfassung, und die Anforderungen, die täglich an sie gestellt werden, nicht berücksichtigen. Es ist Unsinn zu glauben, dass Menschen mit Bürojobs in klimatisierten Räumen, die es sich vielleicht sogar leisten können bzw. wollen, darauf zu achten, was sie an Nahrung zu sich nehmen (weil sie in erster Linie Kopfarbeit leisten, die den Grundumsatz also täglichen Kalorienbedarf des Gehirns nicht erheblich steigert, vor allem, wenn sie dabei lange still sitzen können), sich auf ähnliche Weise einen gesunden Ausgleich für ihre täglichen Strapazen schaffen könnten wie andere, die hart körperlich im Freien arbeiten. Menschen, die insbesondere für die Instandhaltung von Systemen oder Maschinen verantwortlich sind, kämpfen selten mit ähnlichen Sorgen wie andere, die sich um fühlende (Lebe-)Wesen kümmern (müssen). An einen allein lebenden Menschen werden völlig andere Ansprüche gestellt als an ein Mitglied einer Großfamilie, die auf engem Raum nicht nur den verfügbaren Sauerstoff miteinander teilen muss.

Trotzdem vergleichen sich die verschiedensten Menschen – vor allem, wenn sie sich häufig begegnen, also z.B. einen Arbeitsplatz oder ein Hobby miteinander teilenohne Rücksicht auf das, was sich in ihrem Leben im Hintergrund bzw. Verborgenen abspielt – miteinander; gerade wie es ihnen passt: Was verlockend aussieht oder einfach in der Umsetzung klingt, wird in der Regel von den meisten Menschen gerne übernommen; von allem anderen – „unschönen Dingen“ bzw. unangenehmen Themen distanziert man sich möglichst.
Mit einem bewussten Leben, einer bewussten Ernährungsweise oder Bewegung hat es wenig oder gar nichts zu tun, den Blick immer nur auf das zu richten, was größtmöglichen Genuss und – damit verbunden – kurzfristig gute Gefühle verspricht. Um nachhaltig gesund zu leben und gleichzeitig auch die Natur zu schützen, ist es erforderlich, sich bewusst – ohne Angst – darauf konzentrieren zu können, Verzicht zu üben. Vor allem Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer – unter Verlustängsten leiden und dazu neigen, zu viel zu wollen (statt sich auch mit weniger zufrieden geben zu können als das, was heutzutage als gesund oder sogar lebensnotwendig propagiert wird).

Dabei ist seit Langem bekannt, dass vor allem Übergewichtige – egal ob sie zufrieden oder unzufrieden mit ihrem Gewicht sind – spätestens im Alter unter Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen leiden, die einer medikamentösen oder chirurgischen Behandlung bedürfen, um der Gefahr von Arterienverstopfungen entgegenzuwirken.

Nicht nur die Natur und die Gesundheit der Menschen, sondern unser ganzes, nach stati(sti)schen Maßstäben aufgebautes Gesundheitssystem  leidet unter dem Konsumverhalten, das sich viele Menschen unkritisch angewöhnt haben bzw. haben anerziehen lassen haben – von Menschen, denen sie vertraut haben und die es ihnen vorgelebt oder als „erstrebenswert“ angepriesen haben. Die Auswirkungen des dazu notwendigen (Ver-)Handelns werden zwar mittlerweile von mehr Menschen bedacht, die damit verbundenen, grundlegenden Vorstellungen vom Leben auf der Erde, wie es „sein sollte“ oder „sein könnte“ (oder Lebensräumen bzw. der Natur, auf die wir alle angewiesen sind) aber selten wissenschaftlich – nach biologischen und psychologischen, (verhaltens-)ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten – hinterfragt.

Generell wird Menschen mit wenig(er) Geld oder einer „schlechteren“ (Schul-/Aus-)Bildung häufig unterstellt, ihre Gesundheit und/oder die Natur dadurch zu belasten, dass sie billige Lebensmittel einkaufen – obwohl sie häufig weitaus weniger konsumieren bzw. umweltbelastende, ressourcenintensive Dienst- oder Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen, ein Haus nur für sich alleine bauen (lassen) oder zum reinen Vergnügen ein Auto fahren. Selbst ein Gesundheits- oder Rentensystem wird aber nicht unbedingt durch Menschen belastet, die weniger fleißig darin sind, zahlungskräftige „Verbraucher und Verbraucherinnen“ bzw. Nutznießer und Nutznießerinnen zu werden (die auch nach einem „lasterhaften“ Leben so lange wie möglich mit ihren Krankheiten leben und medizinisch versorgt werden wollen). Wer den Fokus auch auf die Gefahren des Genusses und eines Genussstrebens um jeden Preis richtet, läuft weniger Gefahr, sich in Abhängigkeiten von „speziellen Nahrungs(ergänzungs)mitteln“ (oder Medikamenten) zu begeben, deren Entzug den Organismus stärker belasten kann als sich frühzeitig möglichst wenig festzulegen, sondern ein abwechslungsreiches Leben, fernab von „Spezialitäten“ oder einer besonderen Spezialisierung.

Es geht im Leben weder nur darum, möglichst schnell wieder satt zu werden, wenn Hunger aufkommt, noch darum, Zufriedenheit nur durch das zu erfahren, was teuer zu stehen kommen kann, wenn man es häufig zu sich nimmt: weil

  • es nur hochpreisig zu haben oder für die Sinne (oder den persönlichen Eigensinn) besonders verlockend angerichtet ist, während seine suchtfördernde Wirkung unerwähnt bleibt, bzw.
  • es speziell von dafür „ausgewählten Prüfstellen“ (ohne naturwissenschaftliche oder Gesundheitsexpertise, aber mit guten Marketingkenntnissen) beworben oder
  • es von Menschen hochgelobt wird, die es wissen, aber nicht umfassend erklären oder beweisen können „müssen“ (weil viele Menschen bereits Behauptungen glauben, die „gut“ oder so unverständlich klingen, dass sie sich nicht wagen nachzufragen), und weil
  • viel Herzblut anderer darin steckt (oder dafür geflossen ist), deren Opfer mitgesühnt werden muss (oder darf?).

Es gibt Menschen, die opfern sich gerne für ihre Ideale (von einem „schönen, angenehmen“ – also überhaupt annehmbaren – Leben).
Es gibt Menschen, die lassen sich ihren (übersteigerten) Appetit, ihre Lust auf Sinneserlebnisse, die sie vielleicht nur selten bzw. nur bei der Nahrungszufuhr oder im Genussmittelkonsum erfahren, nicht verderben von Informationen über

  • völlig unnatürliche Produktionsbedingungen,
  • eine zweifelhafte Herkunft von „ausgewiesenen“ Produkten,
  • die heute häufig hochindustrialisierte Verarbeitung und
  • betrügerische Vermarktung bzw.

dessen, was in ihrem Magen landet und dazu dienen soll, ihren Körper immer wieder neu aufbauen, also nach „Gebrauch“ bzw. (einseitiger) Überstrapazierung wieder zu regenerieren.
Deshalb heißt es für umwelt- und gesundheitsbewusste Menschen wie mich – die wissen, dass Menschen nicht gut darin sind, vorzusorgen oder etwas rechtzeitig schrittweise zu beenden, und dass es nicht so leicht ist, sowohl individuell als auch mit nachhaltigem Erfolg gesellschaftlichem Druck zu widerstehen und für die eigene Gesundheit einzustehen): abwarten, bis anderen irgendwann die Puste bei dem ausgeht, was sie praktizieren, und sie die Kraft verlieren, einfach so weitermachen zu wollen wie bisher.
Es ist noch nicht selbstverständlich geworden, dass es lebensgefährlich sein kann, freundlichen Verkäufern oder Verkäuferinnen alles abzukaufen, was wenig mit erntereifen, frischen oder natürlich haltbar gemachten Lebensmitteln zu tun hat, sondern vor allem etwas fürs Auge oder – wenn es unappetitlich aussieht oder unangenehm riecht – „fürs gute Gewissen“ darstellen soll. Ich bleibe allerdings optimistisch, dass das noch kommen wird. – Denn: Kein Lebewesen ist von Natur aus darauf vorbereitet, sich seine Lebensmittel lebenslang von anderen verzehrfertig zubereiten oder schmackhaft machen – anbieten – zu lassen, solange es noch gar keinen Hunger oder Lust darauf hat (bzw. es sich aus gesundheitlicher Sicht gar nicht leisten kann, etwas zu essen oder tun). Alle müssen – sobald sie erwachsen sind – in der Lage sein, eine gesunde Auswahl zu treffen, die sie selbstständig sammeln oder sich anders erarbeiten können.
Vielleicht lernen also auch die Menschen irgendwann wieder ihre ursprüngliche Sprache: Die Sprache der Tiere oder Natur, die alle dazu befähigt, sich so zu verstehen, dass etwas Vernünftiges dabei herauskommt (und die zuerst gehen, die besonders unvernünftig handeln)

 

 

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Dank für das Foto gebührt Darth Liu (auf Unsplash)!