Entwurzelt, umgehauen, ausgebrannt oder vertrocknet und von innen heraus zerfressen

Wenn sich Menschen für Bäume oder Lebewesen halten, die weder wissen, wie sie ihren Verstand, ihre Augen und Ohren oder anderen Sinnesorgane, ihren Mund, ihre Arme und Hände sowie Füße nutzen können, um Lebensgefahren rechtzeitig erkennen, sich gegen sie wehren oder ihnen aus dem Weg gehen zu können

Das Menschsein stellt uns täglich vor Herausforderungen, die wenig Spaß versprechen oder manchmal vielleicht sogar unmenschlich scheinen und mehr von uns verlangen als wir von Natur aus in kurzen Abständen wiederholt oder über längere Zeiträume leisten können. Dabei unterscheidet sich allerdings das, was Menschen wirklich zum Leben brauchen, was also (über-)lebensnotwendig für sie bzw. ihren Organismus ist und sie deshalb regelmäßig – auch wenn sie wenig Lust darauf haben – tun sollten, häufig stark von dem, was sie „nur“ wollen oder sich für sich selbst wünschen bzw. dafür tun, es zu bekommen.
Prinzipiell befähigt uns unser Verstand, im Gegensatz zu unseren Gefühlen bzw. intuitiven Reaktionen – die sich mit etwas Menschenkenntnis und Übung relativ leicht von außen beeinflussen lassen – zur Einsicht bzw. Erkenntnis, was Sinn für uns Menschen bzw. unser Leben als Menschen auf Erden macht und was eher dazu beiträgt, uns Probleme zu bereiten. Jeder und jede von uns kann lernen, was tatsächlich und/oder auch nachhaltig gut für ihn oder sie ist. Wir alle könnten – wenn wir nicht nur unsere sieben Sinne beisammen halten, sondern auch unser menschliches Mit- bzw. Feingefühl und unsere Hellhörig- oder -sichtigkeit nutzen würden – unterscheiden, was nur oberflächlich oder auf den ersten Blick wichtig für uns scheint. Energieaufwändige Tätigkeiten müssen uns, wenn wir dabei nicht mit der Zeit verhungern wollen, auch etwas zurückgeben. Sie müssen uns, wenn wir sie nicht freiwillig für uns oder andere auch gegen innere Widerstände auszuführen bereit sind, sogar einen Mehrwert für uns liefern, der das eigene Selbstwertgefühl erhöht und/oder (Selbst-)Wirksamkeit bzw. (-)Verwirklichung in einer Welt verspricht, in der sich Menschen vielerlei Einflüssen unterwerfen müssen, gegen die sie sich nicht wehren können.
Für viele Menschen ergibt es deshalb mehr Sinn, sich gedanklich dazu „herabzulassen“, die eigenen Möglichkeiten, die uns Menschen von Natur aus mitgegeben wurden, zu negieren und bewusst zu behaupten, sie wären nicht dazu in der Lage, sich bewusst allem zu entziehen, was ihnen – ihrem Körper und Geist oder ihrer Seele – schadet.

Viele Menschen haben trotz (oder vielleicht sogar eher wegen?) ihrer Schulbildung noch immer ein geringen Bewusstsein, Gefühl oder Verständnis für das, was die Menschen heute von Natur aus, von Geburt an, sind: Vertreter oder Vertreterin einer (Tier-)Art, deren „stärkste“ (An-)Führer und Führerinnen

  • gleichzeitig die ehrgeizigsten, hochmütigsten Köpfe sind, die
  • glauben, sie hätten das Recht, sich die ganze Welt zu eigen zu machen,
  • andere Lebewesen höchstens als Brüder oder Schwestern im Geiste bzw. Seelen- oder Blutsverwandte, aber nicht als ebenbürtig, gleichberechtigt ansehen und
  • keinerlei Gefahr darin sehen, die Natur und alles, was sie zu bieten hat, bzw. alle, die sie bewohnen, willkürlich oder „nach Gefühl“ – ohne also länger darüber nachzudenken – für ihre Zwecke zu (be-)nutzen, indem sie sie als ihren rechtmäßigen Besitz oder Beute betrachten, die ihnen in ihrer Position (als Krone der Schöpfung) zusteht.

Menschen sind von Natur aus soziale Wesen, die anderen, die ihnen freundlich gegenübertreten, normalerweise – falls sie noch keine schlechten Erfahrungen mit ihnen verbinden – vertrauensvoll begegnen, sich aber aus angstvollem Respekt vor der Macht Stärkerer demütig-unterwürfig zeigen.

Ich frage mich häufig, wer mehr Angst hat: diejenigen die denken, sie würden alleine einigen wenigen, besonders mächtigen Menschen gegenüberstehen, gegen die sie nichts ausrichten könnten, oder diejenigen, die sich selbst in „Spitzenpositionen“ befördert haben bzw. dorthin haben befördern lassen, wo die Luft für sie irgendwann dünn wird. Nachhaltig Sinn für alle würde meiner Meinung nach ergeben, ausgleichende Gerechtigkeit nicht nur nach eigenen, sondern auch nach den Bedürfnissen oder Maßstäben aller unserer Mitlebewesen walten zu lassen.
Denn im Grunde ticken wir alle gleich: Wir werden in eine Welt hinein geboren, in der wir uns mit dem, was uns von Natur aus mit auf den Weg gegeben wurde, zurechtfinden müssen – möglichst ohne schon früh daran zu verzweifeln oder damit abzufinden, dass wir nicht alles erreichen können, was wir gerne erreichen würden.
Das eigene, jetzige Leben ist erst mit dem Tod vorbei. Ihr Sterben beginnt aber oft schon, wenn sie denken, es würde sich nicht mehr lohnen, es noch einmal ganz neu zu beginnen bzw. neu aufzurollen.
Ein neu zusammengerolltes Blatt ist kein unbeschriebenes, das sich völlig frei entwickeln kann. Allerdings sind wir Menschen Dank unserer Vorstellungskraft dazu in der Lage, sowohl Rücksicht auf alle bereits gemachten, vielleicht sogar unmenschlichen Erfahrungen – unsere eigenen oder die anderer – zu nehmen als auch vor(aus)sichtig unsere natürlich-menschlichen Talente bzw. Stärken und Schwächen neu zu nutzen, um vielleicht sogar in hohem Alter noch etwas Besseres aus uns zu machen als wir es vorher für möglich hielten.

 

 

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Dank für das Foto gebührt Nicole Geri (auf Unsplash)!

Friedlich ge- oder entschlafen oder von lauten Schreien nach Frieden aufgeweckt?

Von Menschen, die keine (innere) Ruhe finden – weil sie die Welt zu gut oder nicht (mehr) verstehen

Innerer Friede braucht – genauso wie die (Selbst-)Heilung von Krankheiten – nicht nur Hoffnung und Konzentration darauf, um auch bei aufsteigender Wut, Verzweiflung oder anderen destruktiven Gefühlen (über den eigenen aufgewühlten Zustand) friedlich zu bleiben, sondern auch Verständnis für die eigene innere Unruhe.
Kein Mensch sieht die Welt wie ein anderer. Nur für wenige – selbst nicht für Kinder, die sich von ihren Eltern beschützt fühlen sollten – ist sie ein ruhiger, friedlicher Ort, an dem nicht täglich Lärm herrscht und Kriege geführt werden oder das eigene Zuhause, in dem sie Frieden finden könnten, bedrohen.
Viele leben in ständiger Angst um ihr eigenes Leben bzw. dem Bedürfnis, ihr Leben auch vorsorglich – wenn es gar nicht akut angegriffen wird – vor (Lebens-)Gefahren zu schützen.

Es macht allerdings einen großen Unterschied, zu wissen, was man alles tun könnte oder müsste, um sich abzusichern und dann – vermeintlich – in (ewiger) Ruhe schlafen zu können, oder was wirklich Sinn ergibt und eigentlich guten Gewissens erlaubt ist – um es nicht zu übertreiben mit der eigenen Vorsicht oder Rücksicht auf andere, die dem eigenen Leben gefährlich werden könnten.
Das eigene Leben kann kürzer als geplant sein, und der Tod ist ohnehin unausweichlich, so dass es wenig Sinn macht, sich mit der Angst davor (oder vor Menschen, die einem vermeintlich nach dem Leben trachten, so dass es angeblich Sinn acht, sich mit „Werkzeugen“ vor ihren Angriffen zu schützen), die eigene Laune verderben zu lassen. Menschen können lernen, sich mit ihren Ängsten und Befürchtungen auseinanderzusetzen bzw. darauf vorbereiten, ihnen mutig, aber entspannt – freundlich, friedlich gesinnt, aber in vollem Bewusstsein der eigenen Stärke – ins Gesicht zu schauen.
Angst kann sich jede/r nur selbst nehmen – mit dem Verständnis dafür, wer oder was sie ausgelöst hat: Worte oder eigene schlechte, demütigende Erfahrungen, die sich wiederholen und dieselben entmutigenden Gefühle – der Angst (vor einem Verlust, der eigenen Ohnmacht oder dem Versagen), Neid, Wut oder Scham – erneut auslösen könnten.

Nicht alle Menschen konfrontieren sich freiwillig – um ihres inneren Friedens willen – mit einer schmerzhaften Vergangenheit oder Gegenwart, sondern konzentrieren sich stattdessen darauf, sie aus ihrem Gedächtnis zu verdrängen, also keine Gefühle aufsteigen zu lassen, die im entspannten Zustand an die Oberfläche treten könnten. Sie merken oft gar nicht, wie sehr sie innerlich dagegen ankämpfen müssen. Denn sowohl unser Körper als auch unser Geist neigen von Natur aus (damit sie nicht krank werden und Gefahr laufen, dem Tod zum Opfer zu fallen) dazu, Ruhe finden zu wollen bzw. müssen, wenn etwas in ihnen passiert ist, was ihnen ihre natürliche Ausgeglichenheit, ihre Gesundheit nimmt: um Zeit zum Nachdenken, Einsehen und Verstehen oder dafür zu haben, kreativ gegen den inneren Unfrieden vorzugehen.
Nicht alle kreativen Lösungen machen – wenn sie nicht gut, in weiser Vor(aus)sicht, durchdacht sind – auch nachhaltig Sinn, können also früher oder später wieder Unfrieden (in oder unter Menschen) stiften – vor allem, wenn sie erneut zu rücksichtslos gegenüber natürlichen Bedürfnissen (nach ausreichend Ruhe und Frieden) umgesetzt werden.

Vor allem Menschen, die sich – statt „nur“ inspirieren, also neuen Lebensmut einhauchen – leicht von anderen für alles Mögliche begeistern und mitreißen lassen (statt auf sich selbst vertrauen zu können), laufen Gefahr, den eigenen Körper und (ruhigen) Geist zu vernachlässigen bzw. die Stimme ihrer Vernunft oder eigenen Intuition auszuschalten.
Niemand müsste die (Selbst-)Erkenntnis mit ins Grab nehmen, die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten – die eigene Lebenszeit – nicht genutzt zu haben, um sich selbst und die eigenen Ängste oder Stärken und Schwächen kennenzulernen (und ihnen nicht erst im Augenblick des Todes begegnen zu müssen). Jede/r hat die Möglichkeit, jeden Tag etwas Neues über sich zu erfahren und einen friedlichen Umgang damit zu lernen. Es gibt vieles, was – ohne ein schlechtes Gewissen oder Reue (es entweder getan oder nicht schon viel früher angefangen zu haben) zu hinterlassen – Freude macht und inneren Frieden schenkt.

Mit einer inneren Unruhe, mit einem aufgewühlten Herzen lässt sich jedenfalls kein Frieden in der Welt schaffen – auch nicht mit gutem Willen oder Absicht (wenn nicht alle anderen die auch verfolgen). Dann ist es sicherer, wenn möglichst viele Menschen weiter unruhig oder nur noch mit Beruhigungsmitteln schlafen und dann tagsüber zu müde zum Kämpfen sind, sondern nach möglichst viel Harmonie streben.
Alle friedliebenden Menschen, der nicht gerne unnötig lange schlafen, müssen nur aufpassen, sie zu schnell, unvorsichtig, zu wecken – mit Informationen zu dem, was sie vorher nicht verstanden haben (weil sie zu lebensmüde, gutgläubig oder abgelenkt waren, um sich damit zu beschäftigen).
Denn dann kann ganz schnell Unfrieden herrschen, wo kurz vorher noch alles ruhig war und in friedlicher (Rechts-)Ordnung schien.

 

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Dank für das Foto gebührt Sunguk Kim (auf Unsplash)!

Der Zahnmedizin auf den Zahn gefühlt oder davon den letzten Nerv geraubt?

Wie Menschen ihr natürlicher Biss verloren gehen kann (und sie schrittweise betreut auf ein zahnloses Leben vorbereitet) – wenn sie nicht selbst die Verantwortung dafür übernehmen wollen

Die Zahnmedizin ist wie jede andere Art von Medizin nicht dazu da, Menschen dabei zu helfen, sich gesund zu halten oder gesund zu werden. PatientInnen sollen von ihren (Zahn-)ÄrztInnen möglichst so zufrieden nach Hause entlassen werden, dass sie auch bereit sind, wiederzukommen und sich erneut von ihnen untersuchen oder behandeln zu lassen (bzw. zumindest nicht so viel „schlechte Publicity“ verbreiten können, dass andere Menschen davon abgehalten werden könnten, auf sie zu vertrauen).

MedizinerInnen können nur so erfolgreich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln arbeiten wie Menschen zur Kooperation bzw. Compliance bereit sind. Je schwerer eine bereits bestehende (Vor-)Erkrankung ist, desto schwerer wird es, sie auszuheilen.
Viele Menschen werden heute – bruchstückhaft – über körperliche und zum Teil auch geistige oder seelische Gesundheit aufgeklärt (so dass sie das Gefühl haben, ausreichend darüber informiert zu sein). Gleichzeitig müssen sie täglich den – unter anderem kulinarischen – Verlockungen unseres modernen Lebens Stand halten bzw. wissen sie häufig wenig darüber, wie sie sich tatsächlich individuell vor den Gefahren für ihre eigene Gesundheit schützen bzw. Zeichen deuten könnten, die darauf hinweisen, dass sie ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.

Zahnschmerzen bzw. Schmerzen im Gaumen (denn Zähne selbst sind schmerzunempfindlich) können ein Zeichen dafür sein, dass entweder Zähne bzw. ihre Nerven geschädigt sind oder dass – z.B. aufgrund von natürlichen oder unnatürlichen Veränderungen im Kiefer Nerven eingeklemmt werden.
Es macht wenig – zumindest keinen nachhaltigen – Sinn, aufgrund eine ungesunden, zahn- oder nervenschädigenden Ernährung oder ungesunden Beiß- und/oder Kaugewohnheiten geschädigte Zähne zu reparieren, ohne auch die Ursachen zu „behandeln“, Menschen also umfassend darüber aufzuklären, wie sie zukünftig „Zahnprobleme“ vermeiden können. Es macht noch weniger Sinn, wenn Zahnverfärbungen oder Schmerzen auf Vergiftungen oder Entzündungen (der Zahnwurzel) zurückzuführen sind, toxische Materialien in den Mundraum einzubauen oder den Zahnnerv zu ziehen, nur um den Anschein zu erwecken und Menschen das Gefühl zu geben, alles sei damit wieder in Ordnung.

Ohne Wissen darüber, dass nicht nur Zahnschmerzen immer ein Hinweis sind, dass etwas nicht in Ordnung oder in Gang ist, was durch eine Änderung des eigenen Verhaltens wieder in Ordnung gebracht oder gestoppt werden könnte, bringen Menschen ihren Organismus immer mehr in Unordnung oder auf eine „schiefe“, ungesunde Bahn“.
Die Ursache bei der Wurzel packen –

  • bewusster, entspannt, aber kräftig möglichst auch viel Rohkost, Nüsse und Saaten kauen – möglichst auch mit den schmerzenden Zähnen, um ihre Nährstoffversorgung und Abtransport von Toxinen zu gewährleisten -,
  • Ernährungsgewohnheiten ändern und z.B. Zucker oder starke Säuren, die den Zahnschmelz angreifen können, vermeiden oder bewusst neutralisieren, und/oder
  • Entgiftungsmaßnahmen (wie Ölziehen oder Fasten) –

könnte Menschen dabei helfen, sich Zahnarztbesuche und den zunehmenden Verlust der Kontrolle über ihr Gebiss zu ersparen.
Vielleicht werden Menschen friedlicher, wenn sie anderen noch stolz ihre Zähne zeigen können, aber nicht mehr in der Lage sind, sie fest zusammenzubeißen.
Ich denke eher, ihr ganzer Körper wird dadurch mit der Zeit schwächer und verliert seine natürliche Widerstandskraft. Sich vor allem mit weichgekochter Kost zufrieden geben müssen schränkt Menschen enorm in ihrer natürlichen Freiheit ein. – Vermutlich um auszugleichen, dass sie sich vorher etwas zu viel davon herausgenommen und ihre Zahngesundheit damit geschädigt haben.

P.s.: Die Natur bietet übrigens wunderbare Schmerz- oder Beruhigungsmittel, die helfen können, akute Probleme durchzustehen, um dem eigenen Körper die Ruhe zu geben, sich selbst zu regenerieren. Man muss nur aufpassen, dass man sich nicht davon verlocken lässt, sie – weil sie so gut helfen – zu missbrauchen, also nicht nur zur Überbrückung zu nutzen, sondern „vorsorglich“. So leicht macht es uns unser Körper bis hin zu den Zähnen allerdings nicht. – Wer ihm oder ihnen wenig Gutes tut, darf nicht erwarten, dass der eigene Körper lange gut funktionert bzw. er mit den eigenen Zähnen ohne Unterstützung auch lange kraftvoll zubeißen kann.

P.p.s.: Es mag ein subjektiv kraftvolles Gefühl sein, man müsse als „FleischfresserIn“ kräftiger zubeißen können als „PflanzenfresserInnen“. Allerdings lassen sich Muskelfasern leicht zerreißen und sind zum langsamen Zermahlen ziemlich ungeeiget – genauso wie für das restliche Verdauungssystem eines Pflanzenfressers oder einer Pflanzenfresserin.

 

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Dank für das Foto gebührt Kev Bation (auf Unsplash)!

Intuitives Bauchgefühl vs. Verstand

Als die Mehrheit der Menschen sich noch vernünftig-maßvoll ernährt und ausgewogen gelebt hat, aber so ungebildet war, dass sie dachten, dicke Bäuche (bzw. Menschen, die stolz welche tragen) wären etwas Erstrebenswertes – weil sie höheren Wohlstand oder übernatürliche Fruchtbarkeit signalisieren (und nicht nur ein Symbol für Fresssucht sind)

Der sogenannte „Wohlstandsbauch„, den ein großer Teil der Menschen unserem modernen Leben in Hülle und Fülle – auch in Hinsicht auf Stress für unseren Körper und Geist oder unsere Seele (die vor allem Ruhe und Frieden braucht) – zu verdanken hat, kann primitiv-denkende Männer oder Frauen, die auf der Suche nach einem außerordentlich gutsituierten Partner oder einer besonders fruchtbaren Partnerin für eine Familiengründung sind, heute stark in die Irre leiten: Dicke Wampen deuten keineswegs nur darauf hin, dass Menschen (ohne Interesse oder Verständnis dafür, welche gesundheitlichen Folgen ein Fettbauch für sie haben kann) es sich leisten können, sich den Magen mit hochwertiger Nahrung vollzuschlagen.
Ein boomender Lebensmittelmarkt, – häufig in industrialisierter Form – der Menschen den Anbau, die Ernte und die Haltbarmachung ihrer Nahrungsmittel abgenommen hat, produziert keineswegs nur natürliche Nahrung. Dank wissenschaftlicher Forschungsarbeit und umfassender Erkenntnisse darüber, wie sich der menschliche Körper (und Geist) mit „Ersatzbefriedigungen“ abfinden kann – in erster Linie mit Hilfe von Geschmacksverstärkern oder Füllmitteln – lässt sich die Menschheit im 21. Jahrhundert zwar nicht mehr gesund, aber mit billig produzierten Kalorien (egal ob in Form von Fetten, Proteinen oder Kohlenhydraten) relativ lange – mit einem guten Gefühl im Bauch – am Leben halten.

Ungut fühlen sich Menschen erst, wenn ihnen – weil sie sie am eigenen Leib zu spüren bekommen – die gesundheitlichen Probleme bewusst werden, die sie sich entweder mit ihrer Ernährung oder mit ihrem Glauben an den Sinn eines Lebens im Wohlstands eingehandelt haben. Menschen, die nicht nur nach einer Nahrungsmittelsicherheit in ihrem Leben streben, sondern auch anderweitig vorsorgen wollen, müssen hart dafür arbeiten, nämlich geschützte Vorräte anlegen, die ihnen diese Sicherheit gewähren.
Ihr körperlicher sowie geistiger Zustand zeigt deutlich, wie gut ihnen dies gelingt. Menschen, die zu viel bzw. hart für die eigene Sicherheit, den eigenen Wohlstand, arbeiten, laufen Gefahr, sich körperlich dabei so auszulaugen, dass sie entweder abmagern oder ihr (Stress-)Hormonhaushalt so sehr aus dem Gleichgewicht kommt, dass Ihr Stoffwechsel irgendwann beginnt, auf Sparflamme zu laufen. Müdigkeit, (Nerven-, Muskel- oder Knochen- und Gelenk-)Schmerzen (durch mangelhafte Entgiftung und zunehmende Ablagerung von Stoffwechselprodukten), Gewichtszu- oder -abnahme (trotz gleichbleibender Kalorienzufuhr) sind die typischen Symptome zivilisationskranker Menschen, die mit steigendem Alter (und Bauchumfang) zunehmen.

Unser eigenständiges, selbstverantwortliches Leben beginnt mit unserem ersten, intuitiven Atemzug. Den können wir – wenn wir wollen – bewusst – von unserem Verstand gelenkt – dahingehend beeinflussen, dass wir uns entscheiden, nur oberflächlich, bis in die Brust, oder bis tief in den Bauch hinein einzuatmen, bzw. unser Bewusstsein vor allem auf unsere Ausatmung, also auf unsere Entgiftung von Atemgasen zu richten. Dafür, dass wir automatisch einatmen, wenn wir nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt sind, sorgt die Natur. Dafür, dass wir uns – weil wir uns vor allem hektisch atmend um unsere körperliche oder geistige Nahrung bzw. Versorgung kümmern – immer auch ausreichend aus dem Bauch heraus entgiften können, sorgt vor allem das Einziehen des Bauches durch die Anspannung der Bauchmuskeln.
Ich denke, daraus könnte sich jedes Kind ableiten, wie es effektiv verhindern kann, zu viel ungesundes Bauchfett anzusetzen.
Vermutlich wird es – trotz der unzähligen Bildungsstätten, die in den letzten Jahrzehnten überall auf der Welt errichtet wurden – noch eine Weile dauern, bis mehr Menschen ein gesundes Bewusstsein für einen „erstrebenswerten“ Bauch bzw. einen weder zu vollen noch zu leeren Magen haben. Immerhin wird es leicht sein, diejenigen zu erkennen, denen es auch in Fleisch (und Seele) übergegangen ist.
Ich werde mich an ihrem Anblick erfreuen; denn ich finde Fettpolster, auch meine eigenen, zwar nicht schlimm, aber definitiv auch nicht ästhetisch.

 

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Dank für das Foto gebührt Ehimetalor Akhere Unuabona (auf Unsplash)!

Wie vielleicht aus giftigen Pflanzen (und Tieren oder Pilzen) wirksame Nahrungs-, Heil- oder Genussmittel wurden

Wenn Menschen zu kreativ werden, um zu überleben

Als Wissenschaftlerin mache ich nicht nur Beobachtungen. Ich entwickle Theorien zu allem, was ich sehe und/oder fühle.
Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen wenig Verständnis für ein naturnahes Leben und eine natürliche Ernährungsweise – im Einklang mit der Natur – haben. Wir alle sind beeinflusst von dem, was uns unsere Eltern oder die Gesellschaften, in denen wir aufwachsen, als „normal“ vorgelebt haben, selbst wenn wir uns als Kinder erst daran gewöhnen müssen, dass vieles, was wir überhaupt nicht mögen, gut für uns sein soll oder sein kann.
Weil ich überzeugt bin, dass wir selbst am Besten wissen, was uns – weil wir es spüren, schmecken oder riechen – wirklich gut tut, denke ich, dass das, was wir dazu hören, also gesagt bekommen, nicht unbedingt der Wahrheit entspricht: dem, wie es von Natur aus für uns gedacht ist.

Alles, was wir erst zubereiten, also nicht frisch und roh – in seiner natürlichen Form – zu uns nehmen können, ohne dass uns davon übel wird und wir vielleicht sogar schwer krank werden können, ist meiner Meinung nach ein von Menschen geschaffenes Kunstwerk, seien es gekochte oder anders abgetötete – sterilisierte, konservierte – Pflanzen (oder Tiere) oder Teile, Extrakte, und Mischungen, die daraus gewonnen bzw. hergestellt wurden.
Wir vertragen weder die meisten frischen, ungekeimten Hülsenfrüchte noch die meisten sogenannten Heilpflanzen, -pilze oder Gewürze und „essbaren“ Tiere in Mengen, um nur davon satt zu werden bzw. damit gesund zu bleiben. Da uns die Natur seit Anbeginn der Menschheit – bevor unsere Vorfahren begonnen haben, Nahrungsmittel nicht mehr nur zu sammeln bzw. uns zu erjagen, falls sie in der Lage waren, uns davonzulaufen, zu kriechen, zu schwimmen oder zu fliegen – alles geboten haben muss, was wir zum Leben gebraucht haben, müssten wir auch heute noch in der Lage sein, uns von ihr ernähren zu können, ohne die Methoden zu kennen, die sich Menschen im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte haben einfallen lassen, um sich das Leben bzw. die Nahrungsmittelbeschaffung vielleicht nur leichter, angenehmer zu machen.
Es kostet vielleicht Energie, Pflanzen selbst erst anzubauen oder Tiere selbst zu halten – sie zu kultivieren bzw. zu züchten, zu pflegen und mit dem zu versorgen, was sie als Nahrung brauchen – und/oder sie erst genieß- bzw. über ihre Lebenszeit hinaus haltbar zu machen; aber dafür kann man hinterher einfach zugreifen anstatt sie erneut sammeln bzw. erjagen zu müssen.
Wenn man sich – wie abenteuerlustige Menschen – neue Lebensräume erschließen möchte, ohne zu wissen, ob man dort etwas Essbares findet, kann es überlebenswichtig sein, genug Proviant mitgenommen zu haben, bevor sich die eigene Verdauung an neue Lebensmittel gewöhnt hat.
Der Bauer frisst nur so lange nichts, was er nicht kennt, solange er noch genug von dem hat, was ihn bisher völlig zufrieden gestellt, also gesättigt hat.
Nicht alle Menschen sind so neugierig, so experimentierfreudig, freiwillig „exotische“ Pflanzen, Pilze oder Tiere bzw. Teile davon zu sich zu nehmen und Gefahr zu laufen, sich daran zu vergiften.

Ich weiß nicht, ob wir den VertreterInnen unserer Vorgängergenerationen dafür dankbar sein sollen oder nicht, dass sie es uns ermöglicht haben, uns heute völlig unnatürlich zu ernähren – nicht mehr nur von (Nuss-)Früchten oder Samen, Wurzeln, Knollen oder Rüben, Sprossen oder Keimlingen und jungen Pflänzchen oder Blättern (die keine große Menge an Giftstoffen produzieren, deren Wirkung sich Menschen seit jeher zur Bewusstseinsveränderung oder um damit – bei Unwohlsein – einen Brechreiz auszulösen zu Nutze gemacht haben).
Sehr viele Menschen scheinen aus meiner Sicht unter ernährungsbedingten Krankheiten oder den Folgen ihres zu hohen Fleisch-, Fisch-, Pilz oder Genussmittelkonsums bzw. der Einnahme von wirksamen Heil- bzw. Giftpflanzen in unnatürlichen Mengen zu leiden, auch wenn ihnen gar nicht bewusst ist, dass ihre körperlichen Beschwerden damit zusammenhängen könnten.

Auf der anderen Seite leben andere Menschen sehr gut davon, dass sich so viele Produkte aus Pflanzen, Tieren und diversen Pilzen sowie auch mit Hilfe von Mikroorganismen herstellen und – Dank jahrhunderte- oder sogar jahrtausendealter Werbung dafür – leicht verkaufen lassen.
Jede/r freie Mensch, der oder die freie Entscheidungen treffen kann, bekommt irgendwann (zurück), was er oder sie (sich) verdient hat und unbedingt haben bzw. konsumieren oder in Umlauf bringen möchte. Denn in der Natur wird nichts vergessen, egal ob es mit besten Absichten oder böswillig geschehen ist. Aber ich habe den Eindruck, dass sie normalerweise all denen vergibt, die ehrlich bereuen, was sie sich selbst – ihrem eigenen Körper – angetan haben, weil sie es nicht besser wussten und dachten, sie könnten sich auf das verlassen, was ihnen irgendwann einmal so gelehrt wurde, dass sie es sich zur Gewohnheit gemacht haben.
Nur einschränken oder ganz sein lassen sollten sie es tunlichst bald – um sich nicht weiterhin unnötig stark damit zu vergiften, sondern stattdessen ihre körpereigenen Entgiftungsmechanismen wirksam werden zu lassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Conscious Design (auf Unsplash)!

Der absurde Schrei nach (oder Kampf für) Freiheit von Menschen, die sich nur in festen, vorgeordneten gesellschaftlichen Strukturen sicher fühlen

Warum Freiheit vor allem für ängstliche Menschen verlockend klingt, die sich (in ihren Routinen, Abhängigkeiten und Sehnsüchten) gefangen fühlen (und denen nur verboten wurde, sich frei innerhalb der begrenzten Gebiete zu bewegen, die sie gewohnt sind), obwohl sie gar nicht den Mut haben, selbstständig aus ihren selbstgebauten Käfigen auszubrechen

Völlige Freiheit im Leben kann Menschen überfordern, die gar nicht gelernt haben, völlig freie Entscheidungen zu treffen, weil andere ihre Auswahlmöglichkeiten – bewusst (manipulativ) oder unbewusst (weil ihnen selbst keine anderen Ideen kamen) – vorher eingegrenzt haben, ohne dass es einen vernünftigen Grund dafür gibt (sondern nur einen geschichtlichen Hintergrund).
Ein vernünftiger Grund, um die eigene Entscheidungsfreiheit zu begrenzen, ist meiner Meinung nach das Wissen, dass man mit dem, was man vorhat, sich selbst oder anderen – egal ob Mensch, Tier, Pflanze oder einem ganzen Lebensgemeinschaft aus unterschiedlichen Organismen – schadet bzw. dazu beiträgt, dass andere – statt dafür mit Ver- oder Missachtung gestraft zu werden – mit (Be-)Achtung (oder einer anderen Bezahlung) dafür belohnt werden, dass sie das tun.
(Schadens-)Freiheit bedeutet nicht, alles tun zu dürfen, was man möchte, sondern vor allem auch den Boykott dessen, den Verzicht auf das, was abhängig macht, und/oder derjenigen, die ungestraft – in ihrer Werbung für das, was sie tun oder produzieren – Sicherheiten versprechen dürfen (die es im Leben im Prinzip nie geben kann).
(In bestimmten Positionen kommen heute selbst Menschen ungeschoren davon, wenn ihre „Prognosen“ – Hiobsbotschaften, mit denen sie Angst geschürt haben, oder verlockende „Himmel-auf-Erden“-Reden, mit denen sie Menschen falsche Hoffnungen machen – nicht eintreffen, obwohl sie sich im Voraus dafür haben bezahlen lassen.)

Ein freies Leben bedeutet ein Leben voller Überraschungen – weil man sich jeden Tag dafür oder dagegen entscheiden kann, einen Plan oder Weg weiter zu verfolgen oder sich einen neuen, besseren zu überlegen.
Nur fantasielose Menschen (oder Menschen, die blind und taub für vernünftige, durchdachte Hinweise sind) lassen sich nie von ihrem einmal eingeschlagenen Pfad des Lebens abbringen, selbst wenn ihnen bewusst wird, dass er ihnen nicht gut tut: sie sich also oft schlecht dabei fühlen oder selbst gar nicht gut dabei aussehen.

Den Mut, sich wirklich frei – auch von ihrem Sicherheits- und Besitzdenken oder ihrem Bedürfnis nach Liebe und Bestätigung durch andere – zu machen, haben die wenigsten.
Vielleicht weil sie dann feststellen würden, wie unbedeutend sie selbst sind und wie wenig ihr eigenes Schicksal den Lauf der Welt ändern kann. – Vor allem nicht, wenn sie selbst nichts dagegen tun, ihn aufzuhalten, weil sie unbedingt ein Teil dessen sein wollen, was sie für „die Mehrheit“ halten.

  • Die Mehrheit auf dieser Erde, die sich über Jahrmillionen immer erfolgreich durchgesetzt hat, sind nicht die größten und mächtigsten Organismen, die von bestimmten, speziellen Dingen abhängig sind, sondern die Kleinsten, mit den wenigsten Ansprüchen, und Opportunistischsten: Diejenigen, die
  • genug Freiheit besitzen, Freizeit, Vertrauen und Geduld haben zu warten bzw. die Ausdauer durchzuhalten, und die
  • wissen, Gelegenheiten zu nutzen, die sich ihnen bieten, statt dabei zu verzweifeln, dass die, nach denen sie eifrig suchen, nie kommen (oder die, die sie sich aus eigener Kraft mit ihrem – vor allem im Hinblick auf die Zukunft – begrenzten Denken – geschaffen haben, überhaupt nicht den gewünschten, langfristigen Erfolg haben).

Ich weiß nicht, ob es den Menschen – insbesondere dem Homo sapiens, der sich für so schlau hält, bewusste Entscheidungen über das Leben und die Freiheit anderer treffen zu dürfen – bestimmt ist, sich noch lange weiterzuentwickeln. Ich kann mir auch vorstellen, dass irgendwann eine andere Art von Lebewesen, die die Erde weniger willkürlich ausbeuten und umgestalten will, – und sich die Freiheit dazu auf Kosten anderer einfach herausnimmt – irgendwann ihre Chance bekommt.
Vielleicht werden es neue Menschen – unabhängigere, weniger süchtige, entscheidungsfreiere – sein, die sich aufgrund ihres Bewusstseins nicht für die „HerrscherInnen“ über diese Erde halten, sondern die Traumata ihrer kriegerischen Vergangenheit hinter sich gelassen haben und sich auch freiwillig selbst beherrschen, also zurücknehmen können (statt weiter voranpreschen zu wollen).
In einer freien Welt brauchen auch alle anderen Arten von Lebewesen im gemeinsamen Miteinander genug Freiraum, also Rückzugsräume, in die sie sich jederzeit verkriechen können, wenn sie eine Pause von denen brauchen, die sich auch in Gegenwart anderer mit völlig anderen Bedürfnissen und Schmerzgrenzen – verhalten als würde ihnen die Welt alleine gehören.

Niemand kann immer Rücksicht auf alle anderen nehmen, und es ist utopisch zu denken, dass es ein Leben ohne unschuldige Opfer durch Unfälle geben könnte.
Allerdings ließe sich der Schaden definitiv begrenzen, der aus dem unsinnigen Freiheitsdrang von Menschen (in selbstgebauten Käfigen die sich Länder, Städte, Häuser, Familien, Berufe etc. nennen) entsteht – wenn sie sich an anderen gemeinschaftlichen Regeln orientieren würden als an denen, mit denen nur sie selbst sich frei in ihren Handlungen und Bewegungen fühlen (können oder wollen).

Für Freiheit oder gegen Unterdrückung kann man nicht nachhaltig erfolgreich kämpfen, solange man dabei andere opfern oder gegen ihren Willen Gefangene nehmen „muss“ (die ihre Freiheit irgendwann zurückhaben möchten). – Freiheit kann man sich nur nehmen – wenn man bereit ist, selbst die Opfer zu bringen, die notwendig sind, um sich aus seinen eigenen Abhängigkeiten zu lösen: indem man sich daran gewöhnt, keine Sicherheiten mehr zu haben, sondern immer eine Alternative – einen Plan B – kennen oder zumindest wissen muss, wie man sich selbstständig – mit vorhandenen eigenen Ideen oder indem man andere fragt oder um Unterstützung bittet – weiterhelfen kann, wenn ein Weg, der bis kurz vorher noch frei war, plötzlich versperrt ist.

 

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Dank für das Foto gebührt Dino Reichmuth (auf Unsplash)!

 

Vorbildliche Verhaltensweisen

Warum Menschen, die wissen, was sie tun oder sagen müssen bzw. vor anderen darstellen oder ihnen vormachen müssen, damit sie ihnen gefallen (oder unangenehm auffallen), nicht automatisch bessere (oder schlechtere) Menschen sind

Ich schätze, dass die meisten Menschen es lieben, Bilder gezeigt zu bekommen:

  • von schönen Orten (an denen sie gerne selbst einmal sein würden),
  • von Dingen (die sie selbst gerne besitzen würden),
  • von „besonderen“ Menschen (mit denen sie besondere Gefühle verbinden).

Vermutlich wissen aber die meisten Menschen nicht, wie fern der Realität die meisten Bilder bzw. die Geschichten, die dazu erzählt werden sind – weil sie nur einen klitzekleinen Teil einer langen (Lebens-)Geschichte erzählen.
Ich denke, den meisten Menschen ist nicht bewusst, welche Geschichten sie sich selbst dazu erzählen, wenn sie sich Bilder anschauen, also im Kopf zusammenreimen, ohne dass sie bei denen, die die Bilder gemacht haben, nachgefragt bzw. sich selbst dazu hinterfragt haben:

  • Warum gibt es dieses Bild überhaupt?
  • Wollte sich damit jemand selbst in Szene setzen, um sich besser zu fühlen (weil er oder sie sonst zu wenig Beachtung findet)?
  • Soll es ein Erinnerungsstück an einen besonderen Moment sein – vielleicht nur für sich selbst (weil Menschen sich zwar auch im Kopf erinnern können, aber ihr Erinnerungsvermögen mit der Zeit schwächer wird, also aufgrund der täglich neuen irgendwann nur noch sehr tief eingeprägte Erfahrungen leicht abrufen kann) oder sogar für die Nachwelt?
  • Ist das, was auf dem Bild gezeigt wird, überhaupt aussagekräftig und/oder bedeutsam bzw. überhaupt authentisch, ohne dass es eine zusätzliche Erklärung dazu gibt?

Menschen, von denen oft Bilder gemacht, also auch gezeigt werden, – weil sie vielleicht beschlossen haben, ein Leben im Rampenlicht zu führen, um damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen – haben oft ein großes Problem: Sie dürfen dieses Image, mit dem sie andere Menschen für sich begeistert haben, nicht wieder verlieren, müssen sich also Mühe geben, möglichst immer genauso hübsch und ordentlich (oder besonders hässlich gestylt) zu erscheinen, wie andere (die sie dafür bezahlen) sie sehen wollen.

Menschen, die sich zu sehr mit Personen auf Bildern identifizieren, die es so vielleicht überhaupt nicht (mehr) gibt, weil Menschen sich jeden Tag verändern (können) bzw. vielleicht überhaupt nicht so abgebildet wurden, wie sie sind, waren oder jemals sein wollten, stecken in ihren Vorstellungen von anderen fest.
Sich stärker von Bildern als von realen Erlebnisse durchs Leben führen zu lassen, kann zu viel größeren Enttäuschungen führen als jedes Bild, das vermittelt – also medial verbreitet – immer zuerst einmal kritisch zu sehen, selbst wenn es auf den ersten Blick schön oder besonders schlecht aussieht.

Ich glaube nicht an die Behauptung, dass der erste Eindruck von etwas der wichtigste ist. Er kann vielleicht bei Unsicherheiten herangezogen werden, wenn es irgendwann darum geht, Erklärungen dafür zu finden, warum die Entscheidung, jemanden oder etwas schön und gut bzw. zu sich selbst passend oder hässlich und schlecht bzw. völlig ungeeignet zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse – des eigenen Schönheitsempfindens, das die persönlichen Sehnsucht nach schönen Dingen ausdrückt – zu finden, intuitiv richtig oder falsch war, sich also auch noch später als passend oder nicht mehr zutreffend erwiesen hat.
Bilder – vor allem, wenn sie dazu gemacht sind, nicht für sich selbst zu sprechen und deshalb einfach schön zu sein, sondern Menschen etwas zu verkaufen, was darauf abgebildet ist (und was diese haben, also selbst besitzen wollen) – verfälschen leicht die Wirklichkeit für die BetrachterInnen. Solange FotographInnen oder andere BildermacherInnen nicht ehrlich darüber aufklären oder sich selbst nicht bewusst, warum ihre Kunstwerke eigentlich entstanden sind – unter welchem Druck bzw. aus welchem Schmerz heraus oder mit welcher Absicht – werden auch Vorbilder immer nur sehr einseitige Bilder in Köpfen bleiben, die man sich aufhängen oder an denen man sich selbst immer wieder aufhängen kann oder auch nicht.

Da das Leben aus ständiger Veränderung – nicht aus einer Aneinanderreihung nur schöner Momente, die es lohnt, auf Bildern festzuhalten – besteht, ist es – um nicht zu lange in einer Vergangenheit festzustecken, die es so, wie man sie bildlich vor sich hat, vielleicht ohnehin nie wirklich gab – auch für die eigene geistige Gesundheit vorteilhaft, sie wenigstens hin und wieder mal auszuwechseln und sie durch aktuellere zu ersetzen.
Es kann sehr heilend sein zu sehen, wohin sich einstige Vorbilder entwickelt haben, was aus ihnen geworden ist, genauso wie zu entdecken, dass es sich oft überhaupt nicht lohnt, sich über lange Zeit vorbildlich verhalten zu wollen; weil wir alle einfach nur Menschen sind, zu denen es nicht nur besonders schöne (oder nur schlechte) Ansichten gibt.

So einfach ist das Leben nicht; auch wenn es hin und wieder aussagekräftiger sein kann, die Welt in Hell und Dunkel – Schwarz und Weiß – zu „malen“, weil viele bunte Farben vom eigentlichen Motiv ablenken können.
Wer weiß, welchen Täuschungen das eigene Gehirn gerne zum Opfer fällt, kann auch lernen, sich davor zu schützen.
Es mag nicht vorbildlich sein, schlechter über einstige Vorbilder zu sprechen als früher; aber es ist wenigstens ehrlicher als sie anderen weiterhin nur im besten Licht dar- bzw. sie sich vorzustellen.

Jede/r darf sich selbst entscheiden, was ihm oder ihr – vor allem im Hinblick auf die eigene Zukunft – wichtiger ist; dazu haben wir Meiner Meinung nach unseren freien Willen geschenkt bekommen, den ich schon immer gerne freiwillig nutze. Vermutlich werde ich weiterhin den Fehler machen, einige/s in unserem Leben schlechter zu machen als es tatsächlich ist – weil es Lebensräume für Tiere und Pflanzen oder viele andere Lebewesen zerstört, „nur“ damit wir Menschen es nutzen können. – Aber wenigstens wird es mir vermutlich nie mehr passieren, dass ich die Welt zu rosig sehe (weil ich Rosa – im Gegensatz zu Pink, das ich auch nur als Farbtupfer vertrage – eine relativ langweilige Farbe finde) und dadurch irgendwann schwer von etwas oder anderen enttäuscht werde.
Ob jemand vorbildlich lebt bzw. gelebt hat, sollte man immer erst am Ende eines Lebens, als Gesamtbild, beurteilen – weil jedes Verhalten Auswirkungen sowohl auf den eigenen Körper, Geist und die Seele als auch auf andere hat, die sich davon beeinflussen lassen oder dadurch in ihrem eigenen eingeschränkt werden. Sobald ein gesundes Gleichgewicht zwischen Licht- und Schattenscheiten des eigenen Dasein gestört ist, verblasst auch jede natürlich gesunde Haut- und/oder Haarfarbe eher früher als später (auch wenn sie sich heute Dank unzähliger Möglichkeiten der Bildbearbeitung leicht wieder aufhübschen lässt).

Mein größtes Vorbild ist schon lange unser angeblich blauer Planet, dem erst das Grün der Pflanzen in Verbindung mit Licht und Wärme Leben einhaucht, in seiner bunten Vielfaltigkeit – weil er unendlich vielen Wesen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen Lebensräume und die Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders bietet. Nur unter den Menschen gibt es einige, – in meinen Augen viel zu viele – denen das bzw. in deren Weltbild das nicht passt: denen das nicht genug ist, was sie sich nur für sich selbst nehmen dürften (ohne dass sie es anderen damit wegnehmen müssen, vor allem denen, die gerne länger davon leben würden bzw. leichter länger damit leben könnten als sie)  – wenn sie sich überhaupt vorbildlich verhalten wollten.

 

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Dank für das Foto gebührt Dariusz Sankowski (auf Unsplash)!

 

 

Suchtgefahr Mutter- oder Elternschaft

Kopfgeburten oder der Missbrauch menschlicher (Er-)Schaffenskraft zum persönlichen Vergnügen bzw. zum Stillen der eigenen (Sehn-)Sucht nach Verbindungen

Menschen, denen

  • der Sinn in ihrem Leben fehlt,
  • ihr Beruf oder ihr Privatleben nicht erfüllend genug ist und
  • die Gefahren einer Schwangerschaft und Geburt nicht bewusst oder egal sind
  • und die außerdem ihre eigenen Möglichkeiten oder Fähigkeiten überschätzen,

neigen dazu, ihre Hoffnung (sich als wertvoller oder „vollständig erwachsener“ Teil der Gemeinschaften, in denen sie leben, zu fühlen) in die „Produktion“ eigenen Nachwuchses zu setzen; vor allem, wenn sie zusätzlich (mit Glückwünschen, Lob, Kindergeld oder anderen Geschenken) dafür belohnt werden, Kinder in die Welt zu setzen.

Viele Menschen können sich vermutlich nicht vorstellen, wie einseitig schön, erstrebenswert, Mutter- oder Elternschaft in unseren westlichen Gesellschaften propagiert wird – aus Unwissen, Gutgläubigkeit oder gezielt, – gesellschaftspolitisch – wenn Kinder z.B. als

  • „HoffnungsträgerInnen für ganze (mit ihrem eigenen Leben unzufriedene oder davon enttäuschte) Generationen,
  • zukünftige ArbeiterInnen oder Pflegekräfte im Alter bzw.
  • als KundInnen benötigt werden, um den Reichtum eines „produktiven“ Landes zu erhalten oder sogar zu mehren.

Vielen Frauen und Männern fällt auch heute oft noch nichts Kreativeres ein, um sich selbst zu verwirklichen, der Welt etwas von sich mitzugeben bzw. nach dem eigenen Tod zu überlassen (auf das sie stolz sein können) als sich selbst fortzupflanzen und dadurch zumindest Teile von sich selbst erfolgreich zu ersetzen, zu verdoppeln, zu verdrei-, -vier- oder sogar vielfachen.
Vielleicht ist vielen Menschen trotz biologischer Schulbildung (über die Wirkung körpereigener Drogen, Aufputsch- oder Beruhigungsmittel) gar nicht bewusst, wenn sie Opfer ihrer Hormone werden, die ihnen – auch im Unglück – Glücksgefühle versprechen bzw. bescheren (wenn sie ihrer Intuition folgen).

Mit einer vernünftigen Entscheidung, zu der Menschen nach reiflicher Überlegung fähig sind, hat im Grunde keine Schwangerschaft zu tun, auch wenn sie sich „richtig“ anfühlt; eher mit einer „freudigen Erwartung„. Wie oft diese über das Kindesalter hinaus – wenn die natürliche, hormonell bedingte Mutter- bzw. Eltern-Kind-Bindung nachlässt – anhält, darüber lässt sich nur spekulieren.
Von Natur aus sind Blutsverwandte selten lebenslang enger miteinander verbunden als (Seelen-)freundInnen oder „Brüder (oder Schwestern) im Geiste“, deren Bindungen zueinander auf Freiwilligkeit beruhen. Sie sind deshalb auch „normalerweise“, ohne dass es ihnen abtrainiert wird, im Erwachsenenalter (erwartungs-)frei – höchstens hoffnungsvoll – ihnen gegenüber.

Unter bestimmten Umständen – wenn es um ihr Überleben geht oder ihre gemeinschaftlichen Strukturen es von Natur aus (oder aufgrund ihrer Kultur, ihrer angelernten Überlebensstrategie) erfordern – bleibt eine (Ver-)Bindung zwischen Blutsverwandten lebenslang bestehen. Die Natur macht nicht nur Menschen – wenn es vorteilhaft für sie ist – vieles, in erster Linie Schmerzen durch körpereigene Betäubungsmittel – Endorphine – erträglich, die sie „normalerweise“ nicht ertragen würden (ohne sich dagegen zu wehren oder einen Ausweg aus ihrer Situation zu suchen).

Dass Menschen (oder auch Tiere) freiwillig, unbeeinflusst von anderen oder ihren eigenen Hormonen – einfach weil sie

  • es intuitiv für eine gute Idee hielten,
  • sich umfassend darüber informiert, also Beobachtungen dazu an- oder anderen Fragen dazu gestellt,
  • darüber nachgedacht und anschließend
  • gemeinsam mit einem passenden Partner dazu entschieden haben

– Eltern werden (wollen), kann ich mir als (Lebens-)Wissenschaftlerin, die ihre Studienergebnisse vor allem aus dem menschlichen Alltag zieht, und als Frau ohne Kinder wirklich nicht vorstellen.
Ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen im Laufe ihres Lebens wünschen, sie hätten keine Kinder bekommen (ein Dank an all die, die mir das – trotz der Liebe, die sie über mehr oder weniger lange Zeit für ihren Nachwuchs empfunden haben – in meinem Leben schon gestanden haben), also vernünftiger gehandelt, wenn sie aufgeklärter gewesen wären (z.B. über natürliche Verhütungsmethoden oder alternative, gemeinschaftliche Lebensmodelle).
Vielleicht werden sie es in einem nächsten Leben nicht mehr tun, wenn sie die Chance dazu bekommen – und nicht Opfer ihrer Sehnsucht nach kreativer Erfüllung oder anderer werden, die davon profitieren, dass sich Eltern und Kinder ihr Leben lang nicht nur abhängig voneinander, sondern verantwortlich füreinander fühlen, vielleicht sogar mehr als für ihr eigenes Leben und ihre eigene Gesundheit (wenn sie dazu erzogen werden, das zu tun).

Von Natur aus würde je intelligente Frau, die sich der Gefahr für ihr eigenes Leben spätestens bei ihrer ersten Geburt bewusst (geworden) ist und Möglichkeiten kennt, sich vor einer erneuten Schwangerschaft zu bewahren, darauf verzichten, sich erneut selbst zu gefährden; vor allem, wenn sie die Erziehung ihrer bereits geborenen Kinder niemand anderem überlassen möchte.
Aber von „süßen Dingen“ haben sich Menschen – auch Männer – seit jeher zu Dummheiten verlocken lassen oder sind sie schon oft süchtig geworden.

Heutzutage könnten sie – Dank naturwissenschaftlicher Forschung – darüber Bescheid wissen.

P.s.: Der perverseste Missbrauch menschlicher Kreativität findet für mich übrigens in „der“ Kunst, Kultur oder Wissenschaft statt – sobald dort

  • menschliche Werke bewundert und begeistert aufgenommen statt respektvoll anerkannt oder
  • KünstlerInnen bzw. kreative Köpfe entweder in den Himmel gelobt oder dafür verantwortlich gemacht werden, dass die Welt immer mehr verkommt
  • mit menschengemachten (Bio-)Technologien Lebewesen – egal ob Viren oder Bakterien, Pilze, Pflanzen, Tiere oder Menschen – willkürlich so verändert werden, wie Menschen (vielleicht Männer, die selbst gerne Kinder gebähren würden, Frauen, die lieber Karrriere machen statt die Verantwortung für die Erziehung eigener Kinder übernehmen wollen, oder Menschen, die kein Naturverständnis oder keine Wunschkinder haben und denken sie müssten/könnten die Welt damit besser machen) sie sich wünschen.

Allerdings kann ich mich damit trösten, dass den meisten Menschen überhaupt nicht bewusst ist, welches kreative Potential in ihnen selbst liegt, das ihnen mit ihrer Geburt zur freien Entwicklung mitgegeben wurde. Nicht viele wissen, wie sie ihrem eigenen Schicksal, das andere für sie festgelegt haben, aus dem Weg gehen und sich ihm nicht ergeben müssen, sondern dafür entscheiden können, sich gegen jegliche Einflussnahme von außen auf ihren eigenen Weg zu machen bzw. den frei zu gestalten, auf den sie einmal von anderen geschickt oder gelockt wurden.
Es ist nicht nur die Frage „Was will oder kann ich aus meinem Leben – meinen Ideen, die Früchte tragen könn(t)en – machen und daraus erschaffen?“, sondern auch „Was darf ich tun und was sollte ich lieber sein lassen, weil ich nicht nur mich selbst damit anspornen oder andere damit begeistern, befruchten kann, sondern mir oder ihnen damit schaden könnte?“, die sich jede/r stellen könnte, der oder die beschließt, selbst schöpferisch tätig zu werden.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly Sikkema (auf Unsplash)!

Erlebnisse oder Eindrücke und bewusste oder professionelle Einflussnahme auf das Leben anderer

Wenn Menschen glauben, was sie sehen oder hören, ohne zu wissen, warum (oder ohne daran zu denken, dass andere damit eine Absicht verfolgen, ihnen etwas besonders deutlich zu sagen oder zu zeigen)

Wir Menschen funktionieren – genau wie die anderen Lebewesen dieser Erde (und vermutlich auch im Rest des Universums) – im Grunde alle gleich: Wir reagieren auf Reize, die unsere Sinnesorgane erreichen. Der eine mehr, die andere weniger – je nach individueller, körperlicher Voraussetzung oder und dem geistigen Bewusstsein für die eigene Wahrnehmung oder die – körperliche, geistige oder seelische – Manipulation durch andere Menschen, die beeindrucken oder Einfluss ausüben (wollen).
Menschen müssen – wenn sie überleben wollen – wissen, wie andere, deren Hilfe sie vielleicht einmal brauchen, auf sie – ihr Auftreten oder ihre Anliegen – reagieren. Vor allem müssen sie wissen, wie sie – falls sie Hilfe benötigen, die ihnen verweigert wird – doch noch bekommen, was sie brauchen: durch Überzeugungsarbeit bzw. Betteln oder einfach – wenn sie darin keine Erfolgschancen sehen – bei anderen Menschen.
Auch wenn ich denke, dass die meisten Menschen wissen, wie sie ihre Ziele (nicht) erreichen können, vermute ich, dass den wenigsten bewusst ist, wie manipulativ sie sich verhalten, wenn sie

  • z.B. in Rätseln oder Gleichnissen sprechen bzw. um den heißen Brei herumreden – vielleicht weil sie in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen damit gemacht haben, Klartext zu reden, also deutlich, ehrlich die Wahrheit zu sagen – und
  • sie sich selbst mit Worten bzw. Bitten zurückhalten (um Mitgefühl bzw. Respekt zu erwecken) oder
  • anderen ein schlechtes Gefühl – wie Ehrfurcht, die eine Angst bzw. Unterdrückungsform darstellt – damit vermitteln, dass sie sich besser, größer, schöner als sie darstellen (wollen).

Oft sind nicht die auf ungeübte Augen oder ängstliche Gemüter gefährlich-wirkenden, aufbrausenden Charaktere die größten Kontrollfreaks, die versuchen, andere mit mit Macht dazu zu bringen zu tun, was sie wollen – zumindest wenn sie so schlau sind zu wissen, dass Gewalt immer auch Gegengewalt hervorruft. Es sind meiner Beobachtung nach eher die ruhigen, unauffällig und rücksichtsvoll wirkenden, die ihre Strategien – ihre (manipulative) Kunst, mit der sie anderen schmeicheln oder sie beeindrucken wollen – ausarbeiten und auf ihre Chancen warten.
„Dank“ unseres Gehirns, also unserer geistigen Intelligenz und unseres Sprachvermögens sind Menschen dazu in der Lage, Erkenntnisse über sich selbst und andere zu gewinnen, die sie verschweigen oder an andere weitergeben können – je nachdem, ob sie sie aufklären, also ihnen ihr Wissen weitergeben oder es stattdessen selbst anwenden und damit – bewusst oder „ohne böse Absicht“ – Einfluss auf sie nehmen wollen.

Ich persönlich halte es für gefährlich, Menschen in Richtungen lenken zu wollen, die man selbst für erstrebenswert hält – ohne sie ehrlich darüber aufzuklären, warum sie das auch für sie sein könnten, bzw. ohne sie zu fragen, ob sie überhaupt von anderen Menschen angeleitet werden wollen.
Erwachsene Menschen sind von Natur aus daran gewöhnt, sich erst von etwas oder jemandem beeindrucken lassen zu müssen, bevor sie in all Vielfalt des Lebens – der ArtgenossInnen, Mitlebewesen und Dinge – überhaupt noch Begeisterung für etwas oder Interesse an anderen entwickeln können. Sie sind nicht mehr wie kleine Kinder neugierig auf alles, sondern haben vielfach festgestellt, dass nicht alles, was anfangs aufregend oder besonders schön erscheint, lange hält, was es versprochen hat (oder Menschen ihre Treueschwüre immer ernst meinen). Daher beherrscht Werbung bzw. Propaganda eigener Vorzüge die Menschenwelt genau wie den Rest der Natur: Es geht schließlich um Erfolgserlebnisse im Leben sowie die eigene Fortpflanzung bzw. Weitergabe des angeeigneten Wissens oder Könnens an jüngere Generationen.

Nur Menschen könn(t)en allerdings hinterfragen, warum sie eigentlich

  • schön finden, was sie als schön wahrnehmen;
  • mögen, was ihnen ein gutes Gefühl verschafft;
  • beeindruckend finden, was andere ihnen vorspielen;
  • Einfluss auf das nehmen wollen, was andere tun, und damit vielleicht selbst
  • Eindruck schinden möchten (statt zufrieden mit sich selbst und den eigenen Kenntnissen und Fähigkeiten zu sein und sie anderen einfach anzubieten).

In der heutigen Angebotsvielfalt müssen Menschen abgestumpft sein, – strenge Auswahlkriterien, vielleicht Schönheitsideale, haben – um sich überhaupt noch zurechtzufinden bzw. Entscheidungen für sich treffen zu können. Oder sie müssen mit ihrem Herzen sehen (können), das sich schwerer täuschen lässt und mit weniger zufrieden gibt als ihre Augen, ihr Bauch oder ihr Gehirn.
Dass das wenige tun, viele Menschen also nicht allein durch ihre innere Zufriedenheit reich werden (wollen), lässt sich unschwer daran erkennen, dass „InfluencerIn“ ein anerkannter Beruf bzw. sogar Berufswunsch von Kindern ist, dem sie nachgehen könnten, weil andere, die von dieser Arbeit profitieren, sie dafür bezahlen.
Es ist mein Eindruck, dass sie damit in Zukunft immer weniger Menschen so beeinflussen können, wie sie es sich heute vorstellen.
Aber vielleicht erlebe ich noch mein blaues Wunder, weil ich mich in der natürlichen Evolution (des Menschen) getäuscht habe und wir zukünftig von UnternehmerInnen beherrscht werden, die nicht nur genau wissen, was sie selbst wollen, sondern auch, wie sie es bekommen (ohne darum bitten zu müssen).

 

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Dank für das Foto gebührt Birmingham Museums Trust (auf Unsplash)!

Von Menschen, die sich nicht wohl in ihrer eigenen, natürlichen Haut fühlen und sich eine künstliche zugelegt haben

Von der sinnlosen Suche nach Rettung in der Natur(heilkunde), wenn Menschen sie schon nicht in künstl(er)i(s)chen oder virtuellen Welten gefunden haben

Unsere Natur – so wie wie von Natur aus sind, also unsere Nackheit – scheint vielen Menschen entweder nicht (mehr) zu gefallen oder sogar Angst zu machen. Vielleicht betrachten sich die, die sich nicht gefallen könnten, wie sie sind, aber auch einfach nicht nackt im Spiegel.
Vielleicht verhüllen sie sich, ihr echtes Selbst, hinter hübschen Kleidungsstücken oder fühlen sich erst wohl, wenn etwas sie warm hält, weil sie allein (mehr) wissen, was sie tun können, um mit ihrem Körper oder Geist innere Wärme zu produzieren, um sich selbst aufzuheizen.
Vielleicht haben sie schon so viel an sich, an der Person, als die sie auf die Welt kamen, verändern, herumschneiden oder sich diverse, künstlich hergestellte Substanzen einspritzen lassen, dass sie gar nicht mehr wissen, wer sie natürlich immer noch sind – irgendwo versteckt oder verdeckt oder sogar eingesperrt.

Niemand kann von anderen Menschen erwarten, dass sie auf die Suche nach etwas gehen, was gezielt, mit voller Absicht so sehr verändert wurde, dass es nur für liebende Augen noch in seiner ursprünglichen Form erkennbar ist (die es ohnehin sehen, ohne dass jemand sie zum Suchen auffordert).
Und niemand sollte darauf hoffen, dass andere das ausbügeln können, was man sich selbst – aus fehlender Naturverbundenheit, also fehlendem Natur- und Selbstvertrauen bzw. -bewusstsein – angetan hat, auch nicht mit „Naturheilmitteln“, die auf jeden Menschen – je nach Verbundenheit damit und Vertrauen in sie – eine andere Wirkung haben können.

Menschen, die sich in ihrem eigenen Körper nicht wohlfühlen, vielleicht von Kindheit an nicht wohlgefühlt haben, weil sie keine liebenden, naturverbunden, sondern zivilisations- bzw. kriegsgeschädigte Eltern hatten, wissen nicht genug darüber, wie sie sich selbst helfen, befriedigen können, wenn ein innerer Kampf in ihnen tobt.

Niemand wird inneren Frieden, das eigene Glück, darin finden, andere Menschen an sich „herumdoktern“ zu lassen.
Die kurzen Glücksgefühle dabei, wenn andere sich um das eigene Selbst, das verletzte Ego oder die unbeachtete Person kümmern, kann sich jede/r leicht bescheren, der oder die Geld besitzt und sich das, wonach das Herz sich sehnt, kaufen kann.
Allerdings wird sich niemand

  • ein neues Wissen über sich selbst bzw. die eigenen schlechten Erfahrungen mit dem eigenen Ich;
  • eine neue Reizverarbeitung über Sinnesorgane, die vielleicht umoperiert wurden;
  • eine neue Familie, und schon gar nicht
  • eine neue Erde

kaufen können, auch wenn es mächtige, (einfluss-)reiche Menschen gibt, die schon lange versuchen, aus unser aller Natur eine Kunstwelt zu erschaffen, in der sie sich – unter ihren selbstgeschaffenen Kunstmenschen, Transhumanen – wohl, sicher und frei, fühlen.

Ich wette, sie werden darin nie Sicherheit und Freiheit finden und sich wirklich wohl in ihrer Haut, nämlich wieder naturverbunden fühlen. Solange sie

  • ihr Geld und ihre materiellen Besitztümer brauchen, um sich wertvoll zu fühlen;
  • (virtuelle) Machtinstrumente wie die von ihnen gegründeten Unternehmen und Institutionen oder gekauften Medien, PolitikerInnen oder AnwältInnen nutzen, die ihre „Kreationen“ als das (völlig ungefährliche) Nonplusultra propagieren, das möglichst alle Menschen zu ihrem Glück brauchen;
  • abgeschottet von anderen Menschen leben und nur vor großem – ausgewählten – Publikum reden statt schutzlos und unvorbereitet in aller Öffentlichkeit auftreten zu können, weil sie
  • nicht nur viele treue AnhängerInnen haben, sondern mit dem, was sie tun oder schon alles getan haben, z.B. gesundheitsschädliche, naturzerstörerische, also potentiell tödliche Technologien zu finanzieren, mit denen sie entweder sich selbst das Leben vereinfachen oder andere willkürlich kontrollieren können – schon viele Menschenleben (die nicht genug Widerstandskraft gegen ihre Macht hatten) zerstört haben, so dass sie
  • FeindInnen haben, es also Menschen gibt, die sehr wütend auf sie sind und ihnen nach dem Leben trachten könnten, und
  • denken, man dürfe sich alles aus der Natur nehmen, was man für sich allein oder die eigenen Ziele nutzen möchte, ohne fragen zu müssen, ob es sonst jemand für etwas Wichtigeres – z.B. das eigene Überleben – braucht, und
  • nicht auf die Idee kommen, natürliche Ressourcen gerecht mit allen anderen Lebewesen auf dieser Erde – nicht nur Menschen – zu teilen, denen es von Natur aus genauso zusteht wie uns,

scheinen sie ihre natürliche Rolle auf dieser Erde etwas zu übertrieben spielen zu wollen und nicht respektieren zu können, dass andere Lebewesen auch das (Natur-)Recht besitzen, so frei und in (vermeintlicher) Sicherheit leben zu dürfen wie sie es für sich beanspruchen.
Wir werden sehen, wohin es sie führen wird.

P.s.: Die Natur mag zwar – wie unsere menschliche Haut – nichts vergessen, also alles abspeichern, was Menschen ihr oder sich selbst zu Lebzeiten angetan haben. – Aber wenn sie nicht jederzeit eine ehrlich gemeinte Entschuldigung und das Versprechen, zukünftig ihr als Ganzheit – nicht nur dem, was man sich als Rosinen aus ihr herauspickt – zu dienen, akzeptieren würde, würde Erkenntnisfähigkeit keinen Sinn ergeben, genausowenig wie Neuanfänge, also Möglichkeiten, noch einmal ganz von vorne, bei den eigenen Ursprüngen, anzufangen und etwas zukünftig besser zu machen als bisher.

 

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Dank für das Foto gebührt Velizar Ivanov (auf Unsplash)!