Wie vielleicht aus giftigen Pflanzen (und Tieren oder Pilzen) wirksame Nahrungs-, Heil- oder Genussmittel wurden

Wenn Menschen zu kreativ werden, um zu überleben

Als Wissenschaftlerin mache ich nicht nur Beobachtungen. Ich entwickle Theorien zu allem, was ich sehe und/oder fühle.
Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen wenig Verständnis für ein naturnahes Leben und eine natürliche Ernährungsweise – im Einklang mit der Natur – haben. Wir alle sind beeinflusst von dem, was uns unsere Eltern oder die Gesellschaften, in denen wir aufwachsen, als „normal“ vorgelebt haben, selbst wenn wir uns als Kinder erst daran gewöhnen müssen, dass vieles, was wir überhaupt nicht mögen, gut für uns sein soll oder sein kann.
Weil ich überzeugt bin, dass wir selbst am Besten wissen, was uns – weil wir es spüren, schmecken oder riechen – wirklich gut tut, denke ich, dass das, was wir dazu hören, also gesagt bekommen, nicht unbedingt der Wahrheit entspricht: dem, wie es von Natur aus für uns gedacht ist.

Alles, was wir erst zubereiten, also nicht frisch und roh – in seiner natürlichen Form – zu uns nehmen können, ohne dass uns davon übel wird und wir vielleicht sogar schwer krank werden können, ist meiner Meinung nach ein von Menschen geschaffenes Kunstwerk, seien es gekochte oder anders abgetötete – sterilisierte, konservierte – Pflanzen (oder Tiere) oder Teile, Extrakte, und Mischungen, die daraus gewonnen bzw. hergestellt wurden.
Wir vertragen weder die meisten frischen, ungekeimten Hülsenfrüchte noch die meisten sogenannten Heilpflanzen, -pilze oder Gewürze und „essbaren“ Tiere in Mengen, um nur davon satt zu werden bzw. damit gesund zu bleiben. Da uns die Natur seit Anbeginn der Menschheit – bevor unsere Vorfahren begonnen haben, Nahrungsmittel nicht mehr nur zu sammeln bzw. uns zu erjagen, falls sie in der Lage waren, uns davonzulaufen, zu kriechen, zu schwimmen oder zu fliegen – alles geboten haben muss, was wir zum Leben gebraucht haben, müssten wir auch heute noch in der Lage sein, uns von ihr ernähren zu können, ohne die Methoden zu kennen, die sich Menschen im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte haben einfallen lassen, um sich das Leben bzw. die Nahrungsmittelbeschaffung vielleicht nur leichter, angenehmer zu machen.
Es kostet vielleicht Energie, Pflanzen selbst erst anzubauen oder Tiere selbst zu halten – sie zu kultivieren bzw. zu züchten, zu pflegen und mit dem zu versorgen, was sie als Nahrung brauchen – und/oder sie erst genieß- bzw. über ihre Lebenszeit hinaus haltbar zu machen; aber dafür kann man hinterher einfach zugreifen anstatt sie erneut sammeln bzw. erjagen zu müssen.
Wenn man sich – wie abenteuerlustige Menschen – neue Lebensräume erschließen möchte, ohne zu wissen, ob man dort etwas Essbares findet, kann es überlebenswichtig sein, genug Proviant mitgenommen zu haben, bevor sich die eigene Verdauung an neue Lebensmittel gewöhnt hat.
Der Bauer frisst nur so lange nichts, was er nicht kennt, solange er noch genug von dem hat, was ihn bisher völlig zufrieden gestellt, also gesättigt hat.
Nicht alle Menschen sind so neugierig, so experimentierfreudig, freiwillig „exotische“ Pflanzen, Pilze oder Tiere bzw. Teile davon zu sich zu nehmen und Gefahr zu laufen, sich daran zu vergiften.

Ich weiß nicht, ob wir den VertreterInnen unserer Vorgängergenerationen dafür dankbar sein sollen oder nicht, dass sie es uns ermöglicht haben, uns heute völlig unnatürlich zu ernähren – nicht mehr nur von (Nuss-)Früchten oder Samen, Wurzeln, Knollen oder Rüben, Sprossen oder Keimlingen und jungen Pflänzchen oder Blättern (die keine große Menge an Giftstoffen produzieren, deren Wirkung sich Menschen seit jeher zur Bewusstseinsveränderung oder um damit – bei Unwohlsein – einen Brechreiz auszulösen zu Nutze gemacht haben).
Sehr viele Menschen scheinen aus meiner Sicht unter ernährungsbedingten Krankheiten oder den Folgen ihres zu hohen Fleisch-, Fisch-, Pilz oder Genussmittelkonsums bzw. der Einnahme von wirksamen Heil- bzw. Giftpflanzen in unnatürlichen Mengen zu leiden, auch wenn ihnen gar nicht bewusst ist, dass ihre körperlichen Beschwerden damit zusammenhängen könnten.

Auf der anderen Seite leben andere Menschen sehr gut davon, dass sich so viele Produkte aus Pflanzen, Tieren und diversen Pilzen sowie auch mit Hilfe von Mikroorganismen herstellen und – Dank jahrhunderte- oder sogar jahrtausendealter Werbung dafür – leicht verkaufen lassen.
Jede/r freie Mensch, der oder die freie Entscheidungen treffen kann, bekommt irgendwann (zurück), was er oder sie (sich) verdient hat und unbedingt haben bzw. konsumieren oder in Umlauf bringen möchte. Denn in der Natur wird nichts vergessen, egal ob es mit besten Absichten oder böswillig geschehen ist. Aber ich habe den Eindruck, dass sie normalerweise all denen vergibt, die ehrlich bereuen, was sie sich selbst – ihrem eigenen Körper – angetan haben, weil sie es nicht besser wussten und dachten, sie könnten sich auf das verlassen, was ihnen irgendwann einmal so gelehrt wurde, dass sie es sich zur Gewohnheit gemacht haben.
Nur einschränken oder ganz sein lassen sollten sie es tunlichst bald – um sich nicht weiterhin unnötig stark damit zu vergiften, sondern stattdessen ihre körpereigenen Entgiftungsmechanismen wirksam werden zu lassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Conscious Design (auf Unsplash)!

Der absurde Schrei nach (oder Kampf für) Freiheit von Menschen, die sich nur in festen, vorgeordneten gesellschaftlichen Strukturen sicher fühlen

Warum Freiheit vor allem für ängstliche Menschen verlockend klingt, die sich (in ihren Routinen, Abhängigkeiten und Sehnsüchten) gefangen fühlen (und denen nur verboten wurde, sich frei innerhalb der begrenzten Gebiete zu bewegen, die sie gewohnt sind), obwohl sie gar nicht den Mut haben, selbstständig aus ihren selbstgebauten Käfigen auszubrechen

Völlige Freiheit im Leben kann Menschen überfordern, die gar nicht gelernt haben, völlig freie Entscheidungen zu treffen, weil andere ihre Auswahlmöglichkeiten – bewusst (manipulativ) oder unbewusst (weil ihnen selbst keine anderen Ideen kamen) – vorher eingegrenzt haben, ohne dass es einen vernünftigen Grund dafür gibt (sondern nur einen geschichtlichen Hintergrund).
Ein vernünftiger Grund, um die eigene Entscheidungsfreiheit zu begrenzen, ist meiner Meinung nach das Wissen, dass man mit dem, was man vorhat, sich selbst oder anderen – egal ob Mensch, Tier, Pflanze oder einem ganzen Lebensgemeinschaft aus unterschiedlichen Organismen – schadet bzw. dazu beiträgt, dass andere – statt dafür mit Ver- oder Missachtung gestraft zu werden – mit (Be-)Achtung (oder einer anderen Bezahlung) dafür belohnt werden, dass sie das tun.
(Schadens-)Freiheit bedeutet nicht, alles tun zu dürfen, was man möchte, sondern vor allem auch den Boykott dessen, den Verzicht auf das, was abhängig macht, und/oder derjenigen, die ungestraft – in ihrer Werbung für das, was sie tun oder produzieren – Sicherheiten versprechen dürfen (die es im Leben im Prinzip nie geben kann).
(In bestimmten Positionen kommen heute selbst Menschen ungeschoren davon, wenn ihre „Prognosen“ – Hiobsbotschaften, mit denen sie Angst geschürt haben, oder verlockende „Himmel-auf-Erden“-Reden, mit denen sie Menschen falsche Hoffnungen machen – nicht eintreffen, obwohl sie sich im Voraus dafür haben bezahlen lassen.)

Ein freies Leben bedeutet ein Leben voller Überraschungen – weil man sich jeden Tag dafür oder dagegen entscheiden kann, einen Plan oder Weg weiter zu verfolgen oder sich einen neuen, besseren zu überlegen.
Nur fantasielose Menschen (oder Menschen, die blind und taub für vernünftige, durchdachte Hinweise sind) lassen sich nie von ihrem einmal eingeschlagenen Pfad des Lebens abbringen, selbst wenn ihnen bewusst wird, dass er ihnen nicht gut tut: sie sich also oft schlecht dabei fühlen oder selbst gar nicht gut dabei aussehen.

Den Mut, sich wirklich frei – auch von ihrem Sicherheits- und Besitzdenken oder ihrem Bedürfnis nach Liebe und Bestätigung durch andere – zu machen, haben die wenigsten.
Vielleicht weil sie dann feststellen würden, wie unbedeutend sie selbst sind und wie wenig ihr eigenes Schicksal den Lauf der Welt ändern kann. – Vor allem nicht, wenn sie selbst nichts dagegen tun, ihn aufzuhalten, weil sie unbedingt ein Teil dessen sein wollen, was sie für „die Mehrheit“ halten.

  • Die Mehrheit auf dieser Erde, die sich über Jahrmillionen immer erfolgreich durchgesetzt hat, sind nicht die größten und mächtigsten Organismen, die von bestimmten, speziellen Dingen abhängig sind, sondern die Kleinsten, mit den wenigsten Ansprüchen, und Opportunistischsten: Diejenigen, die
  • genug Freiheit besitzen, Freizeit, Vertrauen und Geduld haben zu warten bzw. die Ausdauer durchzuhalten, und die
  • wissen, Gelegenheiten zu nutzen, die sich ihnen bieten, statt dabei zu verzweifeln, dass die, nach denen sie eifrig suchen, nie kommen (oder die, die sie sich aus eigener Kraft mit ihrem – vor allem im Hinblick auf die Zukunft – begrenzten Denken – geschaffen haben, überhaupt nicht den gewünschten, langfristigen Erfolg haben).

Ich weiß nicht, ob es den Menschen – insbesondere dem Homo sapiens, der sich für so schlau hält, bewusste Entscheidungen über das Leben und die Freiheit anderer treffen zu dürfen – bestimmt ist, sich noch lange weiterzuentwickeln. Ich kann mir auch vorstellen, dass irgendwann eine andere Art von Lebewesen, die die Erde weniger willkürlich ausbeuten und umgestalten will, – und sich die Freiheit dazu auf Kosten anderer einfach herausnimmt – irgendwann ihre Chance bekommt.
Vielleicht werden es neue Menschen – unabhängigere, weniger süchtige, entscheidungsfreiere – sein, die sich aufgrund ihres Bewusstseins nicht für die „HerrscherInnen“ über diese Erde halten, sondern die Traumata ihrer kriegerischen Vergangenheit hinter sich gelassen haben und sich auch freiwillig selbst beherrschen, also zurücknehmen können (statt weiter voranpreschen zu wollen).
In einer freien Welt brauchen auch alle anderen Arten von Lebewesen im gemeinsamen Miteinander genug Freiraum, also Rückzugsräume, in die sie sich jederzeit verkriechen können, wenn sie eine Pause von denen brauchen, die sich auch in Gegenwart anderer mit völlig anderen Bedürfnissen und Schmerzgrenzen – verhalten als würde ihnen die Welt alleine gehören.

Niemand kann immer Rücksicht auf alle anderen nehmen, und es ist utopisch zu denken, dass es ein Leben ohne unschuldige Opfer durch Unfälle geben könnte.
Allerdings ließe sich der Schaden definitiv begrenzen, der aus dem unsinnigen Freiheitsdrang von Menschen (in selbstgebauten Käfigen die sich Länder, Städte, Häuser, Familien, Berufe etc. nennen) entsteht – wenn sie sich an anderen gemeinschaftlichen Regeln orientieren würden als an denen, mit denen nur sie selbst sich frei in ihren Handlungen und Bewegungen fühlen (können oder wollen).

Für Freiheit oder gegen Unterdrückung kann man nicht nachhaltig erfolgreich kämpfen, solange man dabei andere opfern oder gegen ihren Willen Gefangene nehmen „muss“ (die ihre Freiheit irgendwann zurückhaben möchten). – Freiheit kann man sich nur nehmen – wenn man bereit ist, selbst die Opfer zu bringen, die notwendig sind, um sich aus seinen eigenen Abhängigkeiten zu lösen: indem man sich daran gewöhnt, keine Sicherheiten mehr zu haben, sondern immer eine Alternative – einen Plan B – kennen oder zumindest wissen muss, wie man sich selbstständig – mit vorhandenen eigenen Ideen oder indem man andere fragt oder um Unterstützung bittet – weiterhelfen kann, wenn ein Weg, der bis kurz vorher noch frei war, plötzlich versperrt ist.

 

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Dank für das Foto gebührt Dino Reichmuth (auf Unsplash)!

 

Vorbildliche Verhaltensweisen

Warum Menschen, die wissen, was sie tun oder sagen müssen bzw. vor anderen darstellen oder ihnen vormachen müssen, damit sie ihnen gefallen (oder unangenehm auffallen), nicht automatisch bessere (oder schlechtere) Menschen sind

Ich schätze, dass die meisten Menschen es lieben, Bilder gezeigt zu bekommen:

  • von schönen Orten (an denen sie gerne selbst einmal sein würden),
  • von Dingen (die sie selbst gerne besitzen würden),
  • von „besonderen“ Menschen (mit denen sie besondere Gefühle verbinden).

Vermutlich wissen aber die meisten Menschen nicht, wie fern der Realität die meisten Bilder bzw. die Geschichten, die dazu erzählt werden sind – weil sie nur einen klitzekleinen Teil einer langen (Lebens-)Geschichte erzählen.
Ich denke, den meisten Menschen ist nicht bewusst, welche Geschichten sie sich selbst dazu erzählen, wenn sie sich Bilder anschauen, also im Kopf zusammenreimen, ohne dass sie bei denen, die die Bilder gemacht haben, nachgefragt bzw. sich selbst dazu hinterfragt haben:

  • Warum gibt es dieses Bild überhaupt?
  • Wollte sich damit jemand selbst in Szene setzen, um sich besser zu fühlen (weil er oder sie sonst zu wenig Beachtung findet)?
  • Soll es ein Erinnerungsstück an einen besonderen Moment sein – vielleicht nur für sich selbst (weil Menschen sich zwar auch im Kopf erinnern können, aber ihr Erinnerungsvermögen mit der Zeit schwächer wird, also aufgrund der täglich neuen irgendwann nur noch sehr tief eingeprägte Erfahrungen leicht abrufen kann) oder sogar für die Nachwelt?
  • Ist das, was auf dem Bild gezeigt wird, überhaupt aussagekräftig und/oder bedeutsam bzw. überhaupt authentisch, ohne dass es eine zusätzliche Erklärung dazu gibt?

Menschen, von denen oft Bilder gemacht, also auch gezeigt werden, – weil sie vielleicht beschlossen haben, ein Leben im Rampenlicht zu führen, um damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen – haben oft ein großes Problem: Sie dürfen dieses Image, mit dem sie andere Menschen für sich begeistert haben, nicht wieder verlieren, müssen sich also Mühe geben, möglichst immer genauso hübsch und ordentlich (oder besonders hässlich gestylt) zu erscheinen, wie andere (die sie dafür bezahlen) sie sehen wollen.

Menschen, die sich zu sehr mit Personen auf Bildern identifizieren, die es so vielleicht überhaupt nicht (mehr) gibt, weil Menschen sich jeden Tag verändern (können) bzw. vielleicht überhaupt nicht so abgebildet wurden, wie sie sind, waren oder jemals sein wollten, stecken in ihren Vorstellungen von anderen fest.
Sich stärker von Bildern als von realen Erlebnisse durchs Leben führen zu lassen, kann zu viel größeren Enttäuschungen führen als jedes Bild, das vermittelt – also medial verbreitet – immer zuerst einmal kritisch zu sehen, selbst wenn es auf den ersten Blick schön oder besonders schlecht aussieht.

Ich glaube nicht an die Behauptung, dass der erste Eindruck von etwas der wichtigste ist. Er kann vielleicht bei Unsicherheiten herangezogen werden, wenn es irgendwann darum geht, Erklärungen dafür zu finden, warum die Entscheidung, jemanden oder etwas schön und gut bzw. zu sich selbst passend oder hässlich und schlecht bzw. völlig ungeeignet zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse – des eigenen Schönheitsempfindens, das die persönlichen Sehnsucht nach schönen Dingen ausdrückt – zu finden, intuitiv richtig oder falsch war, sich also auch noch später als passend oder nicht mehr zutreffend erwiesen hat.
Bilder – vor allem, wenn sie dazu gemacht sind, nicht für sich selbst zu sprechen und deshalb einfach schön zu sein, sondern Menschen etwas zu verkaufen, was darauf abgebildet ist (und was diese haben, also selbst besitzen wollen) – verfälschen leicht die Wirklichkeit für die BetrachterInnen. Solange FotographInnen oder andere BildermacherInnen nicht ehrlich darüber aufklären oder sich selbst nicht bewusst, warum ihre Kunstwerke eigentlich entstanden sind – unter welchem Druck bzw. aus welchem Schmerz heraus oder mit welcher Absicht – werden auch Vorbilder immer nur sehr einseitige Bilder in Köpfen bleiben, die man sich aufhängen oder an denen man sich selbst immer wieder aufhängen kann oder auch nicht.

Da das Leben aus ständiger Veränderung – nicht aus einer Aneinanderreihung nur schöner Momente, die es lohnt, auf Bildern festzuhalten – besteht, ist es – um nicht zu lange in einer Vergangenheit festzustecken, die es so, wie man sie bildlich vor sich hat, vielleicht ohnehin nie wirklich gab – auch für die eigene geistige Gesundheit vorteilhaft, sie wenigstens hin und wieder mal auszuwechseln und sie durch aktuellere zu ersetzen.
Es kann sehr heilend sein zu sehen, wohin sich einstige Vorbilder entwickelt haben, was aus ihnen geworden ist, genauso wie zu entdecken, dass es sich oft überhaupt nicht lohnt, sich über lange Zeit vorbildlich verhalten zu wollen; weil wir alle einfach nur Menschen sind, zu denen es nicht nur besonders schöne (oder nur schlechte) Ansichten gibt.

So einfach ist das Leben nicht; auch wenn es hin und wieder aussagekräftiger sein kann, die Welt in Hell und Dunkel – Schwarz und Weiß – zu „malen“, weil viele bunte Farben vom eigentlichen Motiv ablenken können.
Wer weiß, welchen Täuschungen das eigene Gehirn gerne zum Opfer fällt, kann auch lernen, sich davor zu schützen.
Es mag nicht vorbildlich sein, schlechter über einstige Vorbilder zu sprechen als früher; aber es ist wenigstens ehrlicher als sie anderen weiterhin nur im besten Licht dar- bzw. sie sich vorzustellen.

Jede/r darf sich selbst entscheiden, was ihm oder ihr – vor allem im Hinblick auf die eigene Zukunft – wichtiger ist; dazu haben wir Meiner Meinung nach unseren freien Willen geschenkt bekommen, den ich schon immer gerne freiwillig nutze. Vermutlich werde ich weiterhin den Fehler machen, einige/s in unserem Leben schlechter zu machen als es tatsächlich ist – weil es Lebensräume für Tiere und Pflanzen oder viele andere Lebewesen zerstört, „nur“ damit wir Menschen es nutzen können. – Aber wenigstens wird es mir vermutlich nie mehr passieren, dass ich die Welt zu rosig sehe (weil ich Rosa – im Gegensatz zu Pink, das ich auch nur als Farbtupfer vertrage – eine relativ langweilige Farbe finde) und dadurch irgendwann schwer von etwas oder anderen enttäuscht werde.
Ob jemand vorbildlich lebt bzw. gelebt hat, sollte man immer erst am Ende eines Lebens, als Gesamtbild, beurteilen – weil jedes Verhalten Auswirkungen sowohl auf den eigenen Körper, Geist und die Seele als auch auf andere hat, die sich davon beeinflussen lassen oder dadurch in ihrem eigenen eingeschränkt werden. Sobald ein gesundes Gleichgewicht zwischen Licht- und Schattenscheiten des eigenen Dasein gestört ist, verblasst auch jede natürlich gesunde Haut- und/oder Haarfarbe eher früher als später (auch wenn sie sich heute Dank unzähliger Möglichkeiten der Bildbearbeitung leicht wieder aufhübschen lässt).

Mein größtes Vorbild ist schon lange unser angeblich blauer Planet, dem erst das Grün der Pflanzen in Verbindung mit Licht und Wärme Leben einhaucht, in seiner bunten Vielfaltigkeit – weil er unendlich vielen Wesen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen Lebensräume und die Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders bietet. Nur unter den Menschen gibt es einige, – in meinen Augen viel zu viele – denen das bzw. in deren Weltbild das nicht passt: denen das nicht genug ist, was sie sich nur für sich selbst nehmen dürften (ohne dass sie es anderen damit wegnehmen müssen, vor allem denen, die gerne länger davon leben würden bzw. leichter länger damit leben könnten als sie)  – wenn sie sich überhaupt vorbildlich verhalten wollten.

 

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Dank für das Foto gebührt Dariusz Sankowski (auf Unsplash)!

 

 

Suchtgefahr Mutter- oder Elternschaft

Kopfgeburten oder der Missbrauch menschlicher (Er-)Schaffenskraft zum persönlichen Vergnügen bzw. zum Stillen der eigenen (Sehn-)Sucht nach Verbindungen

Menschen, denen

  • der Sinn in ihrem Leben fehlt,
  • ihr Beruf oder ihr Privatleben nicht erfüllend genug ist und
  • die Gefahren einer Schwangerschaft und Geburt nicht bewusst oder egal sind
  • und die außerdem ihre eigenen Möglichkeiten oder Fähigkeiten überschätzen,

neigen dazu, ihre Hoffnung (sich als wertvoller oder „vollständig erwachsener“ Teil der Gemeinschaften, in denen sie leben, zu fühlen) in die „Produktion“ eigenen Nachwuchses zu setzen; vor allem, wenn sie zusätzlich (mit Glückwünschen, Lob, Kindergeld oder anderen Geschenken) dafür belohnt werden, Kinder in die Welt zu setzen.

Viele Menschen können sich vermutlich nicht vorstellen, wie einseitig schön, erstrebenswert, Mutter- oder Elternschaft in unseren westlichen Gesellschaften propagiert wird – aus Unwissen, Gutgläubigkeit oder gezielt, – gesellschaftspolitisch – wenn Kinder z.B. als

  • „HoffnungsträgerInnen für ganze (mit ihrem eigenen Leben unzufriedene oder davon enttäuschte) Generationen,
  • zukünftige ArbeiterInnen oder Pflegekräfte im Alter bzw.
  • als KundInnen benötigt werden, um den Reichtum eines „produktiven“ Landes zu erhalten oder sogar zu mehren.

Vielen Frauen und Männern fällt auch heute oft noch nichts Kreativeres ein, um sich selbst zu verwirklichen, der Welt etwas von sich mitzugeben bzw. nach dem eigenen Tod zu überlassen (auf das sie stolz sein können) als sich selbst fortzupflanzen und dadurch zumindest Teile von sich selbst erfolgreich zu ersetzen, zu verdoppeln, zu verdrei-, -vier- oder sogar vielfachen.
Vielleicht ist vielen Menschen trotz biologischer Schulbildung (über die Wirkung körpereigener Drogen, Aufputsch- oder Beruhigungsmittel) gar nicht bewusst, wenn sie Opfer ihrer Hormone werden, die ihnen – auch im Unglück – Glücksgefühle versprechen bzw. bescheren (wenn sie ihrer Intuition folgen).

Mit einer vernünftigen Entscheidung, zu der Menschen nach reiflicher Überlegung fähig sind, hat im Grunde keine Schwangerschaft zu tun, auch wenn sie sich „richtig“ anfühlt; eher mit einer „freudigen Erwartung„. Wie oft diese über das Kindesalter hinaus – wenn die natürliche, hormonell bedingte Mutter- bzw. Eltern-Kind-Bindung nachlässt – anhält, darüber lässt sich nur spekulieren.
Von Natur aus sind Blutsverwandte selten lebenslang enger miteinander verbunden als (Seelen-)freundInnen oder „Brüder (oder Schwestern) im Geiste“, deren Bindungen zueinander auf Freiwilligkeit beruhen. Sie sind deshalb auch „normalerweise“, ohne dass es ihnen abtrainiert wird, im Erwachsenenalter (erwartungs-)frei – höchstens hoffnungsvoll – ihnen gegenüber.

Unter bestimmten Umständen – wenn es um ihr Überleben geht oder ihre gemeinschaftlichen Strukturen es von Natur aus (oder aufgrund ihrer Kultur, ihrer angelernten Überlebensstrategie) erfordern – bleibt eine (Ver-)Bindung zwischen Blutsverwandten lebenslang bestehen. Die Natur macht nicht nur Menschen – wenn es vorteilhaft für sie ist – vieles, in erster Linie Schmerzen durch körpereigene Betäubungsmittel – Endorphine – erträglich, die sie „normalerweise“ nicht ertragen würden (ohne sich dagegen zu wehren oder einen Ausweg aus ihrer Situation zu suchen).

Dass Menschen (oder auch Tiere) freiwillig, unbeeinflusst von anderen oder ihren eigenen Hormonen – einfach weil sie

  • es intuitiv für eine gute Idee hielten,
  • sich umfassend darüber informiert, also Beobachtungen dazu an- oder anderen Fragen dazu gestellt,
  • darüber nachgedacht und anschließend
  • gemeinsam mit einem passenden Partner dazu entschieden haben

– Eltern werden (wollen), kann ich mir als (Lebens-)Wissenschaftlerin, die ihre Studienergebnisse vor allem aus dem menschlichen Alltag zieht, und als Frau ohne Kinder wirklich nicht vorstellen.
Ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen im Laufe ihres Lebens wünschen, sie hätten keine Kinder bekommen (ein Dank an all die, die mir das – trotz der Liebe, die sie über mehr oder weniger lange Zeit für ihren Nachwuchs empfunden haben – in meinem Leben schon gestanden haben), also vernünftiger gehandelt, wenn sie aufgeklärter gewesen wären (z.B. über natürliche Verhütungsmethoden oder alternative, gemeinschaftliche Lebensmodelle).
Vielleicht werden sie es in einem nächsten Leben nicht mehr tun, wenn sie die Chance dazu bekommen – und nicht Opfer ihrer Sehnsucht nach kreativer Erfüllung oder anderer werden, die davon profitieren, dass sich Eltern und Kinder ihr Leben lang nicht nur abhängig voneinander, sondern verantwortlich füreinander fühlen, vielleicht sogar mehr als für ihr eigenes Leben und ihre eigene Gesundheit (wenn sie dazu erzogen werden, das zu tun).

Von Natur aus würde je intelligente Frau, die sich der Gefahr für ihr eigenes Leben spätestens bei ihrer ersten Geburt bewusst (geworden) ist und Möglichkeiten kennt, sich vor einer erneuten Schwangerschaft zu bewahren, darauf verzichten, sich erneut selbst zu gefährden; vor allem, wenn sie die Erziehung ihrer bereits geborenen Kinder niemand anderem überlassen möchte.
Aber von „süßen Dingen“ haben sich Menschen – auch Männer – seit jeher zu Dummheiten verlocken lassen oder sind sie schon oft süchtig geworden.

Heutzutage könnten sie – Dank naturwissenschaftlicher Forschung – darüber Bescheid wissen.

P.s.: Der perverseste Missbrauch menschlicher Kreativität findet für mich übrigens in „der“ Kunst, Kultur oder Wissenschaft statt – sobald dort

  • menschliche Werke bewundert und begeistert aufgenommen statt respektvoll anerkannt oder
  • KünstlerInnen bzw. kreative Köpfe entweder in den Himmel gelobt oder dafür verantwortlich gemacht werden, dass die Welt immer mehr verkommt
  • mit menschengemachten (Bio-)Technologien Lebewesen – egal ob Viren oder Bakterien, Pilze, Pflanzen, Tiere oder Menschen – willkürlich so verändert werden, wie Menschen (vielleicht Männer, die selbst gerne Kinder gebähren würden, Frauen, die lieber Karrriere machen statt die Verantwortung für die Erziehung eigener Kinder übernehmen wollen, oder Menschen, die kein Naturverständnis oder keine Wunschkinder haben und denken sie müssten/könnten die Welt damit besser machen) sie sich wünschen.

Allerdings kann ich mich damit trösten, dass den meisten Menschen überhaupt nicht bewusst ist, welches kreative Potential in ihnen selbst liegt, das ihnen mit ihrer Geburt zur freien Entwicklung mitgegeben wurde. Nicht viele wissen, wie sie ihrem eigenen Schicksal, das andere für sie festgelegt haben, aus dem Weg gehen und sich ihm nicht ergeben müssen, sondern dafür entscheiden können, sich gegen jegliche Einflussnahme von außen auf ihren eigenen Weg zu machen bzw. den frei zu gestalten, auf den sie einmal von anderen geschickt oder gelockt wurden.
Es ist nicht nur die Frage „Was will oder kann ich aus meinem Leben – meinen Ideen, die Früchte tragen könn(t)en – machen und daraus erschaffen?“, sondern auch „Was darf ich tun und was sollte ich lieber sein lassen, weil ich nicht nur mich selbst damit anspornen oder andere damit begeistern, befruchten kann, sondern mir oder ihnen damit schaden könnte?“, die sich jede/r stellen könnte, der oder die beschließt, selbst schöpferisch tätig zu werden.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly Sikkema (auf Unsplash)!

Erlebnisse oder Eindrücke und bewusste oder professionelle Einflussnahme auf das Leben anderer

Wenn Menschen glauben, was sie sehen oder hören, ohne zu wissen, warum (oder ohne daran zu denken, dass andere damit eine Absicht verfolgen, ihnen etwas besonders deutlich zu sagen oder zu zeigen)

Wir Menschen funktionieren – genau wie die anderen Lebewesen dieser Erde (und vermutlich auch im Rest des Universums) – im Grunde alle gleich: Wir reagieren auf Reize, die unsere Sinnesorgane erreichen. Der eine mehr, die andere weniger – je nach individueller, körperlicher Voraussetzung oder und dem geistigen Bewusstsein für die eigene Wahrnehmung oder die – körperliche, geistige oder seelische – Manipulation durch andere Menschen, die beeindrucken oder Einfluss ausüben (wollen).
Menschen müssen – wenn sie überleben wollen – wissen, wie andere, deren Hilfe sie vielleicht einmal brauchen, auf sie – ihr Auftreten oder ihre Anliegen – reagieren. Vor allem müssen sie wissen, wie sie – falls sie Hilfe benötigen, die ihnen verweigert wird – doch noch bekommen, was sie brauchen: durch Überzeugungsarbeit bzw. Betteln oder einfach – wenn sie darin keine Erfolgschancen sehen – bei anderen Menschen.
Auch wenn ich denke, dass die meisten Menschen wissen, wie sie ihre Ziele (nicht) erreichen können, vermute ich, dass den wenigsten bewusst ist, wie manipulativ sie sich verhalten, wenn sie

  • z.B. in Rätseln oder Gleichnissen sprechen bzw. um den heißen Brei herumreden – vielleicht weil sie in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen damit gemacht haben, Klartext zu reden, also deutlich, ehrlich die Wahrheit zu sagen – und
  • sie sich selbst mit Worten bzw. Bitten zurückhalten (um Mitgefühl bzw. Respekt zu erwecken) oder
  • anderen ein schlechtes Gefühl – wie Ehrfurcht, die eine Angst bzw. Unterdrückungsform darstellt – damit vermitteln, dass sie sich besser, größer, schöner als sie darstellen (wollen).

Oft sind nicht die auf ungeübte Augen oder ängstliche Gemüter gefährlich-wirkenden, aufbrausenden Charaktere die größten Kontrollfreaks, die versuchen, andere mit mit Macht dazu zu bringen zu tun, was sie wollen – zumindest wenn sie so schlau sind zu wissen, dass Gewalt immer auch Gegengewalt hervorruft. Es sind meiner Beobachtung nach eher die ruhigen, unauffällig und rücksichtsvoll wirkenden, die ihre Strategien – ihre (manipulative) Kunst, mit der sie anderen schmeicheln oder sie beeindrucken wollen – ausarbeiten und auf ihre Chancen warten.
„Dank“ unseres Gehirns, also unserer geistigen Intelligenz und unseres Sprachvermögens sind Menschen dazu in der Lage, Erkenntnisse über sich selbst und andere zu gewinnen, die sie verschweigen oder an andere weitergeben können – je nachdem, ob sie sie aufklären, also ihnen ihr Wissen weitergeben oder es stattdessen selbst anwenden und damit – bewusst oder „ohne böse Absicht“ – Einfluss auf sie nehmen wollen.

Ich persönlich halte es für gefährlich, Menschen in Richtungen lenken zu wollen, die man selbst für erstrebenswert hält – ohne sie ehrlich darüber aufzuklären, warum sie das auch für sie sein könnten, bzw. ohne sie zu fragen, ob sie überhaupt von anderen Menschen angeleitet werden wollen.
Erwachsene Menschen sind von Natur aus daran gewöhnt, sich erst von etwas oder jemandem beeindrucken lassen zu müssen, bevor sie in all Vielfalt des Lebens – der ArtgenossInnen, Mitlebewesen und Dinge – überhaupt noch Begeisterung für etwas oder Interesse an anderen entwickeln können. Sie sind nicht mehr wie kleine Kinder neugierig auf alles, sondern haben vielfach festgestellt, dass nicht alles, was anfangs aufregend oder besonders schön erscheint, lange hält, was es versprochen hat (oder Menschen ihre Treueschwüre immer ernst meinen). Daher beherrscht Werbung bzw. Propaganda eigener Vorzüge die Menschenwelt genau wie den Rest der Natur: Es geht schließlich um Erfolgserlebnisse im Leben sowie die eigene Fortpflanzung bzw. Weitergabe des angeeigneten Wissens oder Könnens an jüngere Generationen.

Nur Menschen könn(t)en allerdings hinterfragen, warum sie eigentlich

  • schön finden, was sie als schön wahrnehmen;
  • mögen, was ihnen ein gutes Gefühl verschafft;
  • beeindruckend finden, was andere ihnen vorspielen;
  • Einfluss auf das nehmen wollen, was andere tun, und damit vielleicht selbst
  • Eindruck schinden möchten (statt zufrieden mit sich selbst und den eigenen Kenntnissen und Fähigkeiten zu sein und sie anderen einfach anzubieten).

In der heutigen Angebotsvielfalt müssen Menschen abgestumpft sein, – strenge Auswahlkriterien, vielleicht Schönheitsideale, haben – um sich überhaupt noch zurechtzufinden bzw. Entscheidungen für sich treffen zu können. Oder sie müssen mit ihrem Herzen sehen (können), das sich schwerer täuschen lässt und mit weniger zufrieden gibt als ihre Augen, ihr Bauch oder ihr Gehirn.
Dass das wenige tun, viele Menschen also nicht allein durch ihre innere Zufriedenheit reich werden (wollen), lässt sich unschwer daran erkennen, dass „InfluencerIn“ ein anerkannter Beruf bzw. sogar Berufswunsch von Kindern ist, dem sie nachgehen könnten, weil andere, die von dieser Arbeit profitieren, sie dafür bezahlen.
Es ist mein Eindruck, dass sie damit in Zukunft immer weniger Menschen so beeinflussen können, wie sie es sich heute vorstellen.
Aber vielleicht erlebe ich noch mein blaues Wunder, weil ich mich in der natürlichen Evolution (des Menschen) getäuscht habe und wir zukünftig von UnternehmerInnen beherrscht werden, die nicht nur genau wissen, was sie selbst wollen, sondern auch, wie sie es bekommen (ohne darum bitten zu müssen).

 

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Dank für das Foto gebührt Birmingham Museums Trust (auf Unsplash)!

Von Menschen, die sich nicht wohl in ihrer eigenen, natürlichen Haut fühlen und sich eine künstliche zugelegt haben

Von der sinnlosen Suche nach Rettung in der Natur(heilkunde), wenn Menschen sie schon nicht in künstl(er)i(s)chen oder virtuellen Welten gefunden haben

Unsere Natur – so wie wie von Natur aus sind, also unsere Nackheit – scheint vielen Menschen entweder nicht (mehr) zu gefallen oder sogar Angst zu machen. Vielleicht betrachten sich die, die sich nicht gefallen könnten, wie sie sind, aber auch einfach nicht nackt im Spiegel.
Vielleicht verhüllen sie sich, ihr echtes Selbst, hinter hübschen Kleidungsstücken oder fühlen sich erst wohl, wenn etwas sie warm hält, weil sie allein (mehr) wissen, was sie tun können, um mit ihrem Körper oder Geist innere Wärme zu produzieren, um sich selbst aufzuheizen.
Vielleicht haben sie schon so viel an sich, an der Person, als die sie auf die Welt kamen, verändern, herumschneiden oder sich diverse, künstlich hergestellte Substanzen einspritzen lassen, dass sie gar nicht mehr wissen, wer sie natürlich immer noch sind – irgendwo versteckt oder verdeckt oder sogar eingesperrt.

Niemand kann von anderen Menschen erwarten, dass sie auf die Suche nach etwas gehen, was gezielt, mit voller Absicht so sehr verändert wurde, dass es nur für liebende Augen noch in seiner ursprünglichen Form erkennbar ist (die es ohnehin sehen, ohne dass jemand sie zum Suchen auffordert).
Und niemand sollte darauf hoffen, dass andere das ausbügeln können, was man sich selbst – aus fehlender Naturverbundenheit, also fehlendem Natur- und Selbstvertrauen bzw. -bewusstsein – angetan hat, auch nicht mit „Naturheilmitteln“, die auf jeden Menschen – je nach Verbundenheit damit und Vertrauen in sie – eine andere Wirkung haben können.

Menschen, die sich in ihrem eigenen Körper nicht wohlfühlen, vielleicht von Kindheit an nicht wohlgefühlt haben, weil sie keine liebenden, naturverbunden, sondern zivilisations- bzw. kriegsgeschädigte Eltern hatten, wissen nicht genug darüber, wie sie sich selbst helfen, befriedigen können, wenn ein innerer Kampf in ihnen tobt.

Niemand wird inneren Frieden, das eigene Glück, darin finden, andere Menschen an sich „herumdoktern“ zu lassen.
Die kurzen Glücksgefühle dabei, wenn andere sich um das eigene Selbst, das verletzte Ego oder die unbeachtete Person kümmern, kann sich jede/r leicht bescheren, der oder die Geld besitzt und sich das, wonach das Herz sich sehnt, kaufen kann.
Allerdings wird sich niemand

  • ein neues Wissen über sich selbst bzw. die eigenen schlechten Erfahrungen mit dem eigenen Ich;
  • eine neue Reizverarbeitung über Sinnesorgane, die vielleicht umoperiert wurden;
  • eine neue Familie, und schon gar nicht
  • eine neue Erde

kaufen können, auch wenn es mächtige, (einfluss-)reiche Menschen gibt, die schon lange versuchen, aus unser aller Natur eine Kunstwelt zu erschaffen, in der sie sich – unter ihren selbstgeschaffenen Kunstmenschen, Transhumanen – wohl, sicher und frei, fühlen.

Ich wette, sie werden darin nie Sicherheit und Freiheit finden und sich wirklich wohl in ihrer Haut, nämlich wieder naturverbunden fühlen. Solange sie

  • ihr Geld und ihre materiellen Besitztümer brauchen, um sich wertvoll zu fühlen;
  • (virtuelle) Machtinstrumente wie die von ihnen gegründeten Unternehmen und Institutionen oder gekauften Medien, PolitikerInnen oder AnwältInnen nutzen, die ihre „Kreationen“ als das (völlig ungefährliche) Nonplusultra propagieren, das möglichst alle Menschen zu ihrem Glück brauchen;
  • abgeschottet von anderen Menschen leben und nur vor großem – ausgewählten – Publikum reden statt schutzlos und unvorbereitet in aller Öffentlichkeit auftreten zu können, weil sie
  • nicht nur viele treue AnhängerInnen haben, sondern mit dem, was sie tun oder schon alles getan haben, z.B. gesundheitsschädliche, naturzerstörerische, also potentiell tödliche Technologien zu finanzieren, mit denen sie entweder sich selbst das Leben vereinfachen oder andere willkürlich kontrollieren können – schon viele Menschenleben (die nicht genug Widerstandskraft gegen ihre Macht hatten) zerstört haben, so dass sie
  • FeindInnen haben, es also Menschen gibt, die sehr wütend auf sie sind und ihnen nach dem Leben trachten könnten, und
  • denken, man dürfe sich alles aus der Natur nehmen, was man für sich allein oder die eigenen Ziele nutzen möchte, ohne fragen zu müssen, ob es sonst jemand für etwas Wichtigeres – z.B. das eigene Überleben – braucht, und
  • nicht auf die Idee kommen, natürliche Ressourcen gerecht mit allen anderen Lebewesen auf dieser Erde – nicht nur Menschen – zu teilen, denen es von Natur aus genauso zusteht wie uns,

scheinen sie ihre natürliche Rolle auf dieser Erde etwas zu übertrieben spielen zu wollen und nicht respektieren zu können, dass andere Lebewesen auch das (Natur-)Recht besitzen, so frei und in (vermeintlicher) Sicherheit leben zu dürfen wie sie es für sich beanspruchen.
Wir werden sehen, wohin es sie führen wird.

P.s.: Die Natur mag zwar – wie unsere menschliche Haut – nichts vergessen, also alles abspeichern, was Menschen ihr oder sich selbst zu Lebzeiten angetan haben. – Aber wenn sie nicht jederzeit eine ehrlich gemeinte Entschuldigung und das Versprechen, zukünftig ihr als Ganzheit – nicht nur dem, was man sich als Rosinen aus ihr herauspickt – zu dienen, akzeptieren würde, würde Erkenntnisfähigkeit keinen Sinn ergeben, genausowenig wie Neuanfänge, also Möglichkeiten, noch einmal ganz von vorne, bei den eigenen Ursprüngen, anzufangen und etwas zukünftig besser zu machen als bisher.

 

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Dank für das Foto gebührt Velizar Ivanov (auf Unsplash)!

Wem hältst Du – womöglich gegen jede Vernunft – die Treue?

Wie Menschen sich mit Treueschwüren (oder dem Sammeln von Bonuspunkten) ihren freien Willen absprechen und stattdessen ein schlechtes (oder gutes) Gewissen machen (lassen)

Es ist schön zu wissen bzw. zu glauben, dass man FreundInnen oder eine/n oder mehrere PartnerInnen, Familienmitglieder, vielleicht ÄrztInnen oder HeilpraktikerInnen, ArbeitgeberInnen, VersicherungsagentInnen, PolitikerInnen oder Banken hat, die einem/einer – zumindest oder vor allem in Notfällen – immer treu zur Seite stehen und mit Rat und/oder Tat (oder materiellen Gütern wie Geld) weiterhelfen (werden oder könnten).
Wenn Menschen „gut“, also auf vielfältige, natürliche Weise sozialisiert wurden, also unter unterschiedlichsten anderen aufwachsen durften bzw. von ihnen liebe- und verständnisvoll erzogen wurden (weil alle Menschen, die wenige Lebenserfahrungen mit Gefahren haben, in die sie sich begeben könnten, dazu neigen, lebensgefährliche, gesundheitsschädliche „Dummheiten“ zu machen, wenn andere sie nicht darüber aufklären), haben sie von Natur aus nicht nur

  • Mitgefühl mit allen, die ihnen auf ihrem Lebensweg hilfreich zur Seite gestanden haben, sondern auch
  • das Bedürfnis, anderen, Hilfsbedürftigen oder in Not Geratenen, zu helfen.

Menschen bekommen ein schlechtes Gewissen, wenn sie ihre Hilfe, die sie leisten könnten, verweigern.
Allerdings scheinen viele nicht zu lernen, wer in dieser Welt wirklich Hilfe oder Unterstützung dabei braucht, anderen zu helfen, bzw. wer ein Geschäftsmodell daraus entworfen hat, anderen das Gefühl zu vermitteln, Gutes zu tun, und gleichzeitig Nutzen daraus zu ziehen.
Bei modernen Geschäftsmodellen geht es nicht darum, dass ALLE Beteiligten hinterher zufrieden sind. Bei Geschäftsmodellen geht es darum, möglichst effizient, also sparsam zu arbeiten, aber dabei möglichst hohe Gewinne aus dem eigenen Zeiteinsatz zu erzielen. Denn: Zeit ist für viele in unserer Welt in erster Linie Geld (und Freizeit da, um hart verdientes Geld wieder auszugeben).

In der freien Natur gibt es keine Kosten-Nutzen- oder andere Modell-Rechnungen, um die eigene Lebenszeit nicht sinnlos zu verschwenden.
In der Natur tun alle intuitiv das, was ihnen in den Sinn kommt bzw. möglichst das, was getan werden muss, um wohlbehalten durch den Tag zu kommen und etwas daraus für die Zukunft zu lernen. Wer noch jung ist und sich zu naiv, „gutgläubig“ oder draufgängerisch verhält (statt sich an vertrauenswürdige Lebenserfahrenere zu halten), bezahlt dafür schnell mit dem eigenen Leben. Es gibt weder einen Glauben an das „Richtige“ oder „Falsche“, an „kostengünstigere“, sparsamere oder effizientere Lösungen oder daran, dass man jemandem ewig die Treue halten müsste, der einen selbst gezielt ge- bzw. die eigenen Erwartungen enttäuscht hat.
In der Natur verlieren diejenigen ihre einst „treuen Fans“, wenn sie ihnen nicht jeden Tag wieder das bieten, was sie ihnen versprochen haben (bzw. was die sich davon versprochen haben, ihnen die Treue zu halten.

Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen – neben anderen Rudel- oder Herdentieren, die alleine schlecht zurechtkommen oder keine Möglichkeiten kennen bzw. haben, sich ein anderes Rudel zu suchen oder in einer anderen Herde aufgenommen zu werden – besonders „treudoof“ sind, selbst wenn sie längst wissen könnten, dass sie von anderen für deren Zwecke ausgenutzt werden.
Meiner Erfahrung nach sind moderne Menschen die Lebewesen, die am meisten unter ihren ArtgenosInnen zu leiden bereit sind, die sich „freiwillig“ – weil sie es zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht besser wussten – so abhängig von deren „Dienstleistungen“ oder Produkten gemacht haben, dass sie sich ein Leben ohne sie überhaupt nicht mehr vorstellen können. Kein Wunder, dass den führenden Köpfen dieser Erde,

  • die anderen schon immer gerne vorgegeben haben, was ihrer Meinung das Beste für sie war/ist (ohne dass sie selbst bereit waren, die dazu  notwendige Arbeit zu übernehmen) und
  • von denen sich der Rest der Menschheit, der sich für zu ungebildet hielt/hält, um eigenständige, andere Entscheidungen treffen zu können oder ihnen widersprechen zu dürfen, schon immer gerne anführen und beherrschen ließ,

schon oft nichts Sinnvolleres mehr eingefallen ist bzw. schon lange nichts mehr, als natürliche „Suchtmittel“ wie Brot und (Karten-)Spiele – bzw. heute von großen Firmen in Fabriken hergestellten Drogen, die sie als „Lebensmittel“ tarnen dürfen, und Computerbildschirme zu nutzen, um diese zu beschäftigen bzw. ruhig zu stellen, wenn gar nicht genug Beschäftigung für alle mehr da war/ist. Mit deren Hilfe können sie sich nicht nur die Zeit und Energie sparen, den persönlichen Kontakt zu anderen Menschen oder zu ihrer Umwelt, Tieren, Pflanzen oder anderen Arten von Lebewesen und toten Materialien zu suchen, sondern völlig alleine, nur mit/gegen sich selbst spielen (und dabei keine Niederlagen vor anderen zugeben zu müssen), sondern sich sogar eigene virtuelle Welten, mit guten FreundInnen, perfekten PartnerInnen oder Haustieren und pflegeleichten, unzerstörbaren oder immer wiederbelebbaren Pflanzen und/oder vermeintlich sinnvollen – kreativen, spannenden oder entspannenden – Beschäftigungen erschaffen.

Es ist verlockend einfach, zu denken, man könnte sich blind und/oder ewig auf andere Menschen verlassen, die

  • es geschafft haben, einen guten ersten Eindruck zu erwecken,
  • einem über schlechte Zeiten hinweggeholfen bzw.
  • dabei unterstützt haben, bestimmte Hürden im Leben zu nehmen,

oder etwas wirklich und nachhaltig Gutes – außer Menschen bei etwas geholfen zu haben, was sie gerne damit erreichen wollten – bewirken, indem man eine Treuekarte zückt oder sich vertraglich an jemanden bindet.
Es ist vor allem einfacher als jeden Tag überprüfen zu müssen, ob man nicht selbst einen Fehler gemacht haben könnte, sich auf sie einzulassen und ihnen vielleicht nur mit Worten hätte Treue schwören sollen, – die sich relativ leicht mit einer ehrlichen Entschuldigung für das eigene Versagen oder einer ausweichenden Erklärung, um sich nicht selbst zu schlecht dabei zu fühlen bzw. vor dem/der anderen dazustehen, widerrufen lassen, sondern sich schriftlich mit der eigenen Unterschrift, also vertraglich, an sie zu binden (ohne von Anfang an eigene vertragliche Bedingungen festlegen zu können bzw. in Erfahrung zu bringen, ob/wie sich ein voreilig geschlossener Vertrag auch leicht wieder auflösen lässt.

Bevor Du Dir oder anderen also das nächste Mal etwas versprichst oder abverlangst, überleg‘ Dir genau, wie realistisch es ist, dass Du es auch morgen, nächsten Monat oder ein paar Jahre später – wenn Du viel Zeit gehabt hättest, darüber nachzudenken bzw. intensiv dazu zu recherchieren – noch dasselbe (Treue-)Versprechen geben oder von anderen fordern würdest, es Dir zu geben.
Es mag, – wie anfangs schon gesagt – ein schöner Gedanke, eine schöne Traumvorstellung sein, der bzw. die sich für die eine oder den anderen auch zeitweise erfüllen mag…
Davon auszugehen, dass Menschen die Zukunft mit – egal ob virtuellen, auf echtem Papier oder Kunststoffen geschriebenen, gedruckten oder eingravierten – Verträgen bzw. (Treue-)Karten in ihren Händen halten würden, ohne jeden Tag daran oder dafür arbeiten zu müssen, ist fern

  • jeder Realität,
  • jedes tagtäglich freien Willens (völlig neue Entscheidungen zu treffen) und
  • jedes Gewissens, möglichst oft (nicht nur dann, wenn man gerade Lust dazu hat oder das, was man dazu tun müsste, nicht allzu viel Kraft erfordert) vorsorglich eine Leistung dafür zu erbringen, dass man im Notfall auch eine im Gegenzug erwarten darf.

P.s.: Es ist nicht freundlich-zuvorkommend, wenn „UnternehmerInnen“ bzw. Menschen, die sich eine bestimmte Gegenleistung – eine Be- oder Entlohnung bzw. Aufwandsentschädigung oder zumindest ein Dankeschön, das sich für sie auszahlt, erwarten – von dem erwarten, Dir etwas schenken. Entweder bezahlst Du selbst oder andere in irgendeiner Form dafür (heute oft als Daten, die Werbeagenturen nutzen, um Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen). Vor allem sehr junge, naive, oder in den Tücken des modernen Alltags unerfahrene, ältere Menschen, die sich von Treuegelübten oder anderen Versprechungen dazu verlocken lassen, Geld oder ihre Arbeitskraft zu „investieren“, und leider oft auch Menschen, die aus einem schlechten Gewissen heraus dazu neigen, Geld sparen oder anderen spenden zu wollen, also vor allem die Schwächsten in unserer Gesellschaft mit der geringsten Allgemeinbildung, müssten in meinen Augen besonders davor geschützt werden, dass andere sich auf ihre Kosten bereichern oder zumindest selbst ein schönes Leben machen – indem sie es sich mit ihrer Arbeit, egal ob ehrlich oder betrügerisch, für die sie ein bereits vorher berechnetes, gut kalkuliertes, und nur für sich selbst festgelegtes Entgelt verlangen, verdienen.

 

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Dank für das Foto gebührt Clay Banks (auf Unsplash)!

Zwischen göttlichen oder Naturgesetzen, menschengemachter Rechtsstaatlichkeit und den ungeschriebenen Gesetzen der Straße

In welcher Märchen(-Angst- oder Schuld-)blase, die Du von anderen Menschen übernommen hast, lebst Du?

Es gibt auf dieser Erde Universalgesetze: Gesetze, die an jedem Ort dieser Erde und zu jeder Zeit ihre Gültigkeit haben, so dass Menschen sich auf sie verlassen können.
Und dann gibt es neben den juristisch festgeschriebenen, die sich Menschen (die sie für vernünftig halten) mit viel Kopfeinsatz ausgedacht haben, auch die harten Gesetze der Straße. Daran halten sich Menschen intuitiv, wenn sie (noch) genug echte, natürliche – statt ideologiebehaftete – Menschenkenntnis besitzen oder von anderen beigebracht bekommen haben.
Wer ohne Vorurteile oder Erwartungen – einfach aus Interesse – angefangen hat, neben Naturwissenschaften wie Physik oder Mathematik auch die Menschen und ihre Natur und (Vor-)Geschichte/n zu studieren, wird vielleicht wie ich feststellen dürfen, wie viel leerer Raum sich nicht nur zwischen Menschen befindet, sondern wie viele Informationen auch in unseren Köpfen einfach nicht verfüg- oder abrufbar sind, weil sie wie von einer Blase umschlossen scheinen.

Es kann allerdings gefährlich sein, solche Blasen – durch etwas, was man sagt, weil man es für selbstverständlich hält – unbewusst zum Platzen zu bringen, wie anderen Menschen helfen zu wollen, an die in ihnen verfügbaren Informationen – verdrängte (Lebens-)Erfahrungen, Gedanken und Ideen oder Gefühle – heranzukommen, wenn sie selbst (noch) gar nicht bereit dazu sind, von dem, was sich darin befindet, überschwemmt zu werden.

Ich persönlich halte es für ein Naturgesetz, dass wir Menschen nicht dazu geboren sind, ewig als Hohl- oder Wasserköpfe zu leben. Deshalb denke ich, dass wir einfach so lange Geduld brauchen, bis unsere jüngeren Generationen keine Lust mehr haben, sich von den Älteren, die in ihrem Leben noch keinen Zugang zu all dem verfügbaren Wissen – der Vergangenheit bis heute – hatten, weiterhin entweder nur schöne Märchengeschichten von früher erzählen oder damit unnötig viel, also eine unrealistische Angst davor machen zu lassen, dass es undurchschaubare, unberechenbar böse Menschen gibt, die sich an keinerlei Gesetze halten (müssen).
Ich glaube nicht, dass Menschen

  • sich auf alle Zeit so gut verstecken können, dass sie niemand findet,
  • Tarnkappen besitzen bzw. immer unter dem Radar fliegen können,
  • immer wieder so schnell laufen können, dass sie niemand schnell genug erreichen kann, oder
  • lebenslang starke und skrupellose FreundInnen haben, dass sie davor beschützen (könnten), gerecht für ihre Vergehen an anderen Menschen bestraft zu werden.

Ich habe keine Ahnung, ob ich als ökologisch, nachhaltig und holistisch denkende Lebenswissenschaftlerin Recht habe. Für mich sind das jedenfalls keine Märchen-, die tatsächlich irgendwann einmal stattgefunden haben, sondern entweder Traumvorstellungen oder Lügengeschichten von Menschen, die – wenn sie nicht schon gestorben sind – noch leben.

P.s.: Gegen menschliche – aus Nöten oder Übermut heraus begangene – Verbrechen mit Schuldzuweisungen und neuen Gesetzen vorgehen zu wollen, mag sinnvoll erscheinen für Menschen, die sich dazu berufen fühlen, für Gerechtigkeit zu „kämpfen“. Meiner Meinung nach ist das genauso unsinnig wie zu versuchen, ein schlechtes Gewissen, Scham oder Schuldgefühle mit der Behauptung oder einem Recht aus der Welt schaffen zu wollen, es bzw. sie nicht haben zu müssen. Menschen können natürlich versuchen, sich das einzureden und/oder sich so gegenüber anderen durchzusetzen. Im Grunde müsste es aber längst keine Menschen mehr geben, die sich damit entschuldigen (können), sie hätten es nicht besser gewusst bzw. wissen können.

 

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Dank für das Foto gebührt Hello I’m Nik (auf Unsplash)!

 

Von perfider, menschen- bzw. mediengemachter Hypochondrie, teuer berechneten Hilfsangeboten und/oder (fehlender) Hoffnung auf Mit- oder Beileid

Wenn – unter Einsamkeit oder fehlendem Verständnis bzw. Medienkompetenz – leidende Menschen ein einseitig fehlgeleitetes Mitgefühl (ein Helfersyndrom oder übersteigertes Mitleid) für sich selbst und/oder andere – Menschen, Tiere oder Pflanzen – entwickeln, die sie für ähnlich fühlend, also (geistes-)krank, unzurechnungsfähig oder liebes- und pflegebedürftig halten (oder sich von anderen, die sich einen Spaß daraus machen, in die Irre leiten lassen können)

Jedes Jahr mindestens eine neue, zusätzliche – körperliche – Krankheit oder eingebildete Gefahr, die das Leben bestimmter Menschen oder der ganzen Menschheit bedroht. Immer wieder neue Tier-oder Pflanzenarten, die entweder auszusterben scheinen oder – angeblich – bisher völlig unbekannt waren und oft plötzlich zu gefährlichen Eindringlingen werden, die eine Gefahr für andere Arten darstellen. Ständig wieder bahnbrechende Entdeckungen oder heilbringende Erfindungen – mindestens alle paar Monate ein neues, wissenschaftlich erforschtes, (zukunfts-)sicheres Verfahren oder eine neue Technologie, die unsere Welt retten soll …
Wenige Menschen hinterfragen, wie Informationen (z.B. auch über riesige Hilfsprojekte oder Rettungsaktionen in Milliardenhöhe), die um die Welt gehen, eigentlich gemacht werden bzw. wie oder ob überhaupt getestet und bewertet wird, ob etwas wirklich wichtig oder neu – egal ob besonders gefährlich oder ungefährlich für Menschen und ihre Gesundheit – oder einfach nur etwas Altbekanntes ist, was jemand, der sich einen Namen machen und besonders hervorheben möchte, neu beschreibt.

Als Naturwissenschaftlerin weiß ich, wie unsicher, willkürlich und daher – ohne genauere Betrachtung – wenig aussagekräftig wie Zukunftsprognosen jedes für eine Diagnose entwickelte Prüf- und Testverfahren ist, das HerstellerInnen für ihre eigenen Produkte entwerfen (dürfen), um sie von anderen Produkten unterscheiden, also im Vergleich besser oder schlechter als sie abschneiden lassen können.
Als Biologin kann ich fast täglich beobachten, wie Menschen sich ihre auf Tests bzw. ihrem fehlgeleiteten Vertrauen – in andere Menschen, vor allem wenn die medial, also wiederum von anderen, als „ExpertInnen“ auf ihrem Gebiet beworben werden  statt in sich selbst – beruhenden, also auf Ängsten beruhenden Prophezeiungen selbst erfüllen.

Es ist für mich unverständlich, dass vernunftbegabte Menschen, die in der Lage sind, Veränderungen wahrzunehmen und unterschiedliche Situationen zu beurteilen, sich nicht vorstellen können, dass man vielleicht an toter, ursprünglicher Materie, also an Elementen dieselben Testparameter anwenden kann, um sie zu vergleichen, aber nicht an Lebewesen, die sich in ständigem Wachstum bzw. beständiger Weiterentwicklung befinden, oder an Produkten, die zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten hergestellt wurden. – Denn jede kleinste Veränderung der Umgebungsbedingungen – Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck oder -verschmutzung genauso wie der mentale oder Zeitdruck, unter dem PrüferInnen arbeiten oder Testobjekte oder -personen stehen u.ä. –  kann jede mit Hilfe eines Testergebnisses gestellte Diagnose , sei sie auch noch so differentialdiagnostisch erstellt worden, beeinflussen und das von den HerstellerInnen oder ErfinderInnen erwünschte bzw. erwartete Ergebnis verändern.

Menschen, die – obwohl für andere offensichtlich ist, dass sie unter etwas leiden, also mindestens ein Problem haben, das sie nicht alleine lösen können – nicht spüren können, dass sie Hilfe gebrauchen könnten, keine Hilfe annehmen wollen oder nicht wissen, wen sie um Rat fragen oder Unterstützung bei ihren Problemen bitten könnten, kann genauso wenig geholfen werden wie Menschen, die keinerlei Anzeichen von Beschwerden, dafür aber auffällige Befunde, also Testergebnisse zeigen.
Mich als Gesundheitsforscherin bringt es mich genauso zur Verzweiflung,

  • wenn in der praktischen Ausführung (von diagnostischen Verfahren) aus-, aber in der dahinterliegenden Theorie völlig ungebildete Menschen anderen ungestraft einreden (dürfen), sie bräuchten fremde Hilfe, um selbstständig wieder auf ihre Beine kommen zu können, die ihnen nur ihren Dienst versagt haben, weil sie nicht genug auf sich selbst (und ihren gesunden Menschenverstand) und vermutlich gleichzeitig auf etwas anderes oder jemand anderen geachtet haben, wie
  • dass fühlende und denkfähige Menschen Wert darauf legen, sich von häufig völlig fremden Menschen mit keinerlei Einblick in ihr Leben „helfen“, also sich selbst analysieren und gegebenenfalls behandeln lassen, nur weil ihnen von anderen Menschen – also medial, ohne dass sie aus sich selbst heraus einen Impuls dazu gespürt hätten – angeraten wurde, das vorsorglich zu tun, statt selbstständig und eigenverantwortlich herauszufinden, warum es ihnen überhaupt schlecht geht oder sie sich zumindest unwohler als sonst in ihrem Kopf oder dem Rest ihres Körpers fühlen.

Immerhin weiß ich als Biologin, die sich – aus Interesse an uns Menschen und unserem Leben – über viele Jahre anthropologisch weitergebildet hat, dass Menschen im Laufe ihres Lebens erst schmerzhaft, durch eigene Denkfehler hinsichtlich der spürbaren, schmerzhaften oder tröstenden Erfahrungen, die sie gemacht haben, lernen müssen,

  • wem sie wirklich vertrauen können und wem nicht;
  • wessen Expertise sie fälschlicherweise Glauben geschenkt haben und wer wirklich weiß, was aktueller Stand der Forschung ist;
  • wer ihnen in ihrem Leben wirklich weiterhilft und wer nicht;
  • wer sie nur von den eigenen Rettungsdiensten abhängig macht und
  • wem es am Herzen liegt, dass sich möglichst viele Menschen gegenseitig helfen, also auch im Notfall Hilfe zur Selbsthilfe leisten können statt darauf warten zu müssen, dass jemand, der beruflich dazu ausgebildet wurde bzw. sich dazu berufen gefühlt hat, zu Hilfe eilt.

Menschen können sich ihr Leben lang wie kleine – hilfsbedürftige oder sturköpfig jegliche Hilfe abweisende – Kinder verhalten, wenn sie – weil es ihnen niemand „richtig“ beigebracht, also ehrlich und umfassend vermittelt hat – nicht verstehen, was ihr eigener Körper ihnen sagt oder für andere ganz offensichtlich ausdrückt, und sie außerdem die Stimmen im eigenen Kopf oder warnende Worte von anderen Menschen dazu nicht hören (können oder wollen). Sie halten Hilfsangebote für Geschenke, die sie annehmen können, wenn sie ihnen passen, aber lieber ablehnen, wenn sie spüren, dass dafür eine Gegenleistung von ihnen verlangt wird wie die, selbst mitzuhelfen und vielleicht etwas sein (oder liegen) zu lassen, was ihnen besonders wichtig erscheint.

Sowohl ihr eigenes Gewicht als auch ihre Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit oder ihre Ansprüche an sich selbst, das Leben und andere könn(t)en Menschen jederzeit lernen, selbst, ganz ohne medizinische Hilfe oder staatliche Unterstützung zu kontrollieren – wenn sie nicht darauf warten würden, dass ihnen jemand frei Haus alle Informationen dazu liefert, die sie bräuchten, wenn sie mehr Selbstkontrolle und -versorgung – eben Hilfe zur Selbsthilfe und -verantwortung – lernen wollten.
Stattdessen leben viele offensichtlich lieber lebenslang ein mehr oder weniger verantwortungsloses Leben, in dem sich andere um sie und ihre (Betreuungs- oder Versorgungs-)Probleme kümmern, von der (früh-)kindlichen Ersatz-/Tagesmutter über die ArbeitgeberInnen und HausärztInnen bis hin zu LieferdientsleisterInnen oder Hilfs- und Pflegekräften beim altersgerecht betreuten Wohnen.

Im Grunde tun sie mir leid, weil sie so wenig über unsere menschlichen Möglichkeiten und Fähigkeiten wissen.
Allerdings liegt es in ihrem eigenen Verantwortungs-, Zuständigkeits- und Entscheidungsbereich, sich darum zu bemühen, Wissen und (Lebens-)Erfahrungen zu sammeln. Es ist nicht nur die Aufgabe von hilfsbereiten Menschen, die früh wahrnehmen können, wer ihre – aus Büchern oder ihren eigenen Erfahrungen gewonnene – Hilfe gebrauchen könnte, sie anzubieten, sondern auch die von Hilfsbedürftigen, nach der passenden Hilfe zu suchen, die sie wirklich brauchen, und darum zu bitten. Wer oder was ihnen tatsächlich irgendwann – nicht nur kurzfristig und scheinbar – weiterhilft bzw. vielleicht nur neue Probleme eingehandelt hat, bei denen sie dann wieder Hilfe brauchen, werden sie früher oder später feststellen; und hinterher vielleicht an anderer Stelle, bei anderen Menschen, die ihnen vertrauenerweckend (und/oder verlässlicher) in dem erscheinen, was sie tun, nach Hilfestellungen suchen.

P.s.: Alle Menschen haben in meinen Augen ihre eigenen, ganz individuellen „Zauberkräfte“ oder „special skills“ mit auf den Weg bekommen, um sie innerhalb von Gemeinschaften in den Dienst anderer stellen und sie bzw. sich selbst dabei verwirklichen zu können. Menschen ist nicht damit geholfen, dass man sie bewusst in den eigenen Schatten stellt bzw. sie selbst nur ein Schattendasein führen, einen Schatten ihrer selbst – der eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten – darstellen lässt, sondern indem man ihnen nachhaltig auf ihre Beine hilft bzw. sich auf die eigenen.

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Dank für das Foto gebührt Annie Spratt (auf Unsplash)!

Warum krankhafte Depressionen, – die Unterdrückung des eigenen, übersteigerten Egos – unter denen Menschen leiden, wichtig für deren zukünftige Gesundheit und den Erhalt unserer Natur sind

Die schmerzhafte Realität des Erwachsen- oder Menschwerdens und der Erkenntnis der Verantwortung nicht nur für das eigene Leben

Lange Zeit hatte ich eher, weil ich mich nicht näher damit beschäftigt, aber öfters davon gehört oder gelesen habe, den Eindruck, dass besonders schwache Menschen – Menschen, die bereits an einem „einfachen Leben“ verzweifeln, weil sie es zu schwer nehmen oder sich zu viel aufgelastet haben – zu Depressionen neigen.
Heute bin ich sicher, dass es die Menschen mit den größten, willens- und überlebensstärksten Egos sind, die damit irgendwann nicht mehr weiter kommen.
Viele Menschen erfahren früh, andere erst sehr spät in ihrem Leben, dass die Welt nicht so einseitig schön (oder grausam) ist wie sie sie gerne hätten (damit sie gut darin leben können) und das Leben nicht so einfach (oder schwer) wie das, was ihre Eltern vielleicht geführt oder sich darunter vorgestellt und nach außen getragen haben.

Etwas über das echte Leben, die Natur, zu erfahren bedeutet für Menschen, die sich wirklich ehrlich und umfassend damit – mit Lebensräumen, Tieren, Pflanzen oder auch sich selbst und ihren ZeitgenossInnen – auseinandersetzen möchten, immer auch, etwas zu erfahren, was sie noch nie vorher gehört oder gesehen haben, z.B. auch über die Grausamkeiten, zu denen ganz „normale“ Menschen in der Lage sind, und die willkürlich und unaufhaltsam erscheinende Zerstörung unserer Erde durch den Menschen.
Menschen sind von Natur aus zartbesaitete Wesen, die nicht dazu neigen, sich oder anderen absichtlich weh zu tun, wenn es ihnen nicht z.B. darum geht, ihre Körperstärke aneinander zu messen. Allerdings können sie „zum Tier werden“, wenn sie entweder glauben, dass ihnen jemand an den Kragen oder ihnen etwas besonders Wertvolles (wie ihren freien Willen und Fortpflanzungsdrang) wegnehmen will.

Vor allem Menschen, die bereits in ihrer Kindheit – körperliche oder physische – Gewalt (durch angsterfüllte, hormongesteuerte Menschen) erfahren (selbst erlebt oder „nur“ beobachtet) haben, so dass sie sie nachfühlen konnten, neigen dazu, sich selbst und andere zukünftig davor schützen zu wollen.
Menschen, die nicht wissen, dass wir andere nicht davor schützen können, ihre eigenen schmerzhaften Erfahrungen im Leben machen zu müssen, um daraus zu lernen und ihre eigenen Widerstandskraft zu entwickeln, um im Leben zu bestehen, können dabei nur verlieren: ihre Lebensfreude, ihre Gesundheit oder sogar ihr Leben. – Wenn sie nicht rechtzeitig beginnen, sich selbst vor sich selbst und ihrem Engagement zu schützen (das in erster Linie ein fehlendes für ihre eigenes Leben ist und das, was sie dafür brauchen, damit ihre natürlichen Bedürfnisse als Menschen erfüllt werden).

Es macht aus biologischer Sicht keinen Sinn, die eigenen Nerven für etwas aufzureiben, was sie nicht auch dauerhaft wieder beruhigen kann – weil man sicher sein kann, dass man etwas nachhaltig Gutes (wie die eigene Zufriedenheit mit sich) damit erreicht hat.
Es macht wenig Sinn, sich – ohne mit dem Rest der Welt zu kooperieren, weil auf unserer Erde alles miteinander verbunden ist – bestimmte Arten oder Lebensräume schützen zu wollen, deren Existenz davon abhängt, dass an einem anderen Ort zu einer anderen Zeit etwas anderes entsteht und auf natürlichem Weg – per „Luftpost“ oder Vehikeln in Form von Tieren, Menschen oder Wasser – dorthin transportiert wird, wenn das gleichzeitig zerstört wird.
Es ist meiner Meinung nach völliger Unsinn, sich selbst dabei auszulaugen, den eigenen Besitz oder die eigene Gesundheit mit der Arbeit für Unternehmen oder Staaten zu schützen, deren Intention es ist, Menschen zu enteignen und selbst die Kontrollmacht über deren Körper zu gewinnen.
Unser Planet ist ein einziges riesiges Ökosystem, dessen genaue Funktionsweise bzw. Bedeutung einzelner Teile kein Mensch erfassen kann – weil sich alle miteinander weiterentwickeln müssen, um (über-)lebensfähig zu bleiben. Ich weiß nicht, ob Menschen es tatsächlich so in der Hand haben, sein Gleichgewicht so stören zu können, dass es unserer Spezies nicht mehr als Lebensraum dienen kann – indem sie alle Organismen zerstören, die uns zur Nahrung dienen, unser Wasser wiederaufbereiten und unsere Atemluft reinigen.
Aber ganz unbezweifelbar bleibt alles, was wir versuchen zu ignorieren oder bewusst zu unterdrücken, nicht ewig unter der Oberfläche verborgen, auch wenn es unsere Psyche, unseren Geist betrifft. Unsere Seele lässt ein schlechtes oder „fehlendes“ Gewissen nicht ewig zu (das sich auch in vielen anderen, körperlichen Krankheitsbildern äußern kann).
Erwachsene Menschen mit zu kindlichen oder verletzten Egos und zu wenig Vertrauen in das, was sie (in ihrem Leben erreicht) haben, selbst wenn es mehr ist als sie überhaupt brauchen, „müssen“ wahrscheinlich – wenn sie zu einer neuen Stärke und Widerstandskraft finden wollen, bis an ihre Existenzgrenzen geführt werden, um herauszufinden, wer sie eigentlich sind und warum sie genau so – depressiv – geworden sind, wenn sie doch ein Leben führen, das sie im Prinzip selbst – freiwillig – gewählt haben.

Die Natur ist aber nicht so wie Menschen sie sich freiwillig wählen würden:

  • Neben dem Leben gibt es das Sterben und den Tod, neben Geheilten auch unheilbar Kranke, neben der Schönheit die Vergänglichkeit;
  • wer andere fressen möchte, ist darauf angewiesen, dass sie sich einfangen und fressen lassen;
  • wenn nicht genug Nahrung für alle da ist, müssen einige freiwillig Verzicht leisten oder hungern;
  • neben sparsamen Menschen oder Tieren, die Vorrat halten und vorsorgen, gibt es andere, die Völlerei betreiben und sogar wertvolle Ressourcen verschwenden;
  • Menschen, die erfolgreich Krafttraining und Imponiergehabe ohne böse Absichten betreiben, können unter anderen Umständen zu besonders erbitterten KämpferInnen auf Leben und Tod werden, und
  • bewusste, achtsame Handlungen schließen gleichzeitig begeistertes Tun aus.

Wir können nicht alles zur selben Zeit und genau da so haben, wie wir es wollen – auch wenn uns Menschen, die davon profitieren, die vielleicht selbst glücklich macht, dass andere unzufrieden mit ihrem Leben sind, genau das glauben machen wollen. Es wird vielleicht immer Menschen geben, die ihren eigenen Verstand (noch) nicht so nutzen (möchten), wie sie ihn nutzen könnten, nämlich vernünftig – nach bestem Wissen und Gewissen, nicht nur willentlich oder so, wie sie glauben, dass es vernünftig ist (ohne dass sie jemals etwas über seine Funktionsweise und die Abweichungen zwischen unterschiedlichen Menschengruppen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen gelernt hätten). Es gibt Menschen, die schreiten lieber möglichst schnell zur Tat statt erst lange darüber nachdenken zu wollen, ob das, was sie tun möchten, viel Sinn macht oder eher ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Und es gibt Menschen, die verzweifeln an ihrer Mutlosigkeit (selbst etwas zu tun statt nur darüber nachzugrübeln, wie sie etwas anfangen könnten).

Aber: Wo ein Wille ist, ist prinzipiell immer auch ein Weg, auch aus jeder Depression (auch wenn unsere natürliche Intuition meiner Meinung nach immer unsere verlässlichere Führerin ist).
Viele Menschen sind allerdings gewohnt, vielleicht um sich selbst oder anderen etwas zu beweisen, die (selbstquälerische) Herausforderung darin zu suchen, sich freiwillig den schwersten (möglichst wenig an ihrem Leben zu verändern, so dass es für sie leichter werden könnte) statt den einfachsten zu wählen; oft zusätzlich das schwerste Gepäck (oder Medikament mit den stärksten Nebenwirkungen) statt möglichst gar kein neues Gewicht – außer dem, was man unbedingt braucht und selbst problemlos auch über weite Strecken tragen kann. Wer sich selbst etwas gegen Widerstände bzw. UnterdrückerInnen ihrer eigenen Bedürfnisse hart erkämpfen musste, gibt leider selten etwas davon wieder freiwillig her – selbst wenn der Druck, der davon ausgeht, spürbar auf den eigenen Schultern lastet.
Oft genügt es aber – weil Körper und Geist zusammengehören (und von unserer Seele zusammengehalten werden), die fehlende Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer wieder zurückzuerlangen, also jeden Tag daran zu arbeiten, den kranken Körper zu heilen, damit der Geist erkennen, ihm bewusst werden kann, womit er sich unnötig stark belastet hat, um etwas auszugleichen, was ihm eigentlich gefehlt hat: mehr Freiheit, Liebe und/oder vielleicht ein neues Bewusstsein für sich und die Natur und andere Menschen, deren naturfernes, ignorantes Leben sie ähnlich depressiv gemacht hat wie sie selbst.

Es gibt viel aufzuräumen in einer Welt der jahrtausendelangen Unterdrückung von Menschen und der Natur.
Aber: Es wird uns nichts anderes übrig bleiben, es ist der einzige lange Weg, wenn wir Menschen irgendwann wieder die Möglichkeit geben wollen, ein gesundes Leben ohne Depressionen zu führen.

P.s.: Beschleunigen ließe sich der Prozess vermutlich, wenn nicht immer noch Kinder von Eltern mit mangelhafter schulischer Bildung oder Lebenserfahrung gezeugt und großgezogen werden würden, die nichts oder wenig über die Bedürfnisse ihres eigenen Nachwuchses wissen – weil sie sie entweder fehldeuten oder ihren eigenen Erwachsenen-Bedürfnissen unterordnen (und nicht spüren oder wissen, welche Folgen es haben haben kann, dass sie ein besonders folgsames Kind haben, das beginnt, seinen Eltern zuliebe alle eigenen Bedürfnisse völlig freiwillig und selbstständig zu unterdrücken statt sie sinnvoll beherrschen zu lernen). Aber ganzheitliche Betrachtungsweisen in der Biologie, die auch unser gesellschaftliches Miteinander umfassen, stehen meines Wissens nirgendwo auf einem Lehrplan oder in einem Lehrbuch …

 

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Dank für das Foto gebührt Naja Bertolt Jensen (auf Unsplash)!