Selbstdarstellung und Werbung im Tier- und Pflanzenreich – von Partnersuche bis politischer Propaganda

Das eigene Aussehen, das eigene Ansehen, spielt in der Natur eine überlebenswichtige Rolle.

Die „Mauerblümchen“, die es nicht schaffen, in irgendeiner Weise auf sich aufmerksam zu machen, bleiben vielleicht vor vielen Gefahren geschützt verborgen, können aber auch nicht viel Unterstützung und Hilfe von anderen erwarten, wenn es einmal notwendig sein sollte.
Auch die Suche nach einem Partner oder einer Partnerin kann sich schwierig gestalten, wenn sich nicht gerade viele unscheinbare, unauffällige Gestalten, die alle möglichst oder gar keine Aufmerksamkeit anderer auf sich ziehen wollen, zufällig am selben Ort zusammenfinden.
Wenn aber genau das in der Natur nicht stattfinden würde, gäbe es vermutlich gar keine Lebewesen mehr, die in diese Kategorie fallen.

So aber ist die Welt ein bunter Haufen von Lebewesen mit unterschiedlichen „Werbestrategien“, von denen es einige gar nicht weit genug treiben können, unbedingt auffallen zu wollen, während andere sich damit begnügen, ein glückliches, unauffälliges Leben zu führen oder – wie viele Arten im Pflanzenreich – sogar darauf zurückgreifen können, durch Selbstbefruchtung oder – im Gegensatz zu sexueller – vegetative Vermehrung Nachkommen zu produzieren.

Auch unter Menschen als der Spitze des Tierreiches gibt es noch VertreterInnen, die in Kategorie passen könnten.
Auf der anderen Seite sehe ich Menschen, die ihren Drang nach Selbstdarstellung in skrupellosester Weise auszuleben scheinen und mit Werbetricks, die allein dem Verkauf ihrer Person – ihrer Meinung und ihrer Produkte – zu dienen scheinen, also aus egoistischen Gründen oder für persönliche Zwecke, vielen anderen Menschen schaden oder sogar Menschenleben dafür in Kauf nehmen.

Heute wissen viele Menschen, dass Werbung oft lügt, solange es ihr erlaubt ist. Sich von Anfag an ein eigenes Bild zu machen und eigene, mündige (Konsum-)Entscheidungen zu treffen, trauen sich leider nur wenige Menschen zu, trotz aller Bildung, die sie genossen haben.
Vielleicht wollen Menschen auch einfach so lange vertrauen, bis auch dem/der Letzten klar ist, dass er/sie belogen wird?
Aber wie lange dauert es, bis das so weit ist?
Ich weiß es nicht, ich sehe nur, dass es fester Bestandteil vieler menschlicher Tragödien ist.

Die größte Tragödie, wenn nicht ein Verbrechen, ist in meinen Augen die politische Werbung und Propaganda: wenn PolitikerInnen das ihnen entgegengebrachte Vertrauen schamlos ausnutzen, um Menschen ihnen Versprechungen zu machen, die sie nie halten können. Und Menschen ihnen trotzdem immer wieder neuen Glauben schenken.

Jede/r PolitkerIn, der/die mit seiner/ihrer Politik, mit Lügen, Menschen schadet oder sogar Menschenleben zerstört, dürfte mit diesen Lügen in einer Gesellschaft, die sich als zivilisiert und gewissenhaft, moralisch handelnd bezeichnet, eigentlich nicht ungestraft durchkommen.
Wenn Nahrungsmittel- oder andere ProduktherstellerInnen in ihrer Werbung „lügen“ und damit Menschenleben gefährden oder ihrer Gesundheit schaden, obwohl das eigentlich jedem denkenden Menschen aufgefallen sein könnte und sich bei Interesse sogar selbst nachprüfen ließe, werden sie öffentlich angeprangert. Politische Propaganda muss bei uns jede/r BürgerIn sogar über Steuergelder hinaus noch mit Gebühren wie der GEZ unterstützen, und viele Ziele oder Verträge werden im Geheimen beschlossen, so dass wir Menschen, für die angeblich die Politik gemacht wird, nicht einmal die Chance bekommen, etwas nachzuprüfen.

Ich liebe die Natur, ich liebe es zu spüren, wem bzw. wessen Werbung ich trauen und wo ich lieber erst etwas nachrecherchieren möchte.
Und ich wünschte, moderne Menschen hätten ihre natürlichen Bedürfnisse und ihr natürliches Gespür für BetrügerInnen und LügnerInnen, um vor allem denjenigen zu vertrauen, die dieses Vertrauen nicht ausnutzen, nicht ihrem modernen Leben geopfert.
Viele Menschen lassen sich heute (gerne?) von Werbung und Propaganda hinters Licht führen, viele übernehmen (gerne?) möglichst wenig Eigen-Verantwortung für ihr Leben, viele sind sich vielleicht ihrer Pflichten als mündige BürgerInnen in einer Demokratie überhaupt nicht bewusst, die Demokratie mitzubestimmen, damit es eine Demokratie bleibt.

Solange die nicht endlich mit-entscheiden (wollen), sich nicht weiter schamlos belügen zu lassen (wollen), und solange die nicht beginnen, sich eine von vielen Anlaufstellen zu suchen, um sich kollektiv dagegen zu wehren – Inspirationen dazu gibt auch Rubikon: Machen wir’s selbst -, dass Menschen von einer selektiv menschenfreundlichen, also teilweise menschenverachtenden Politik regiert oder sogar tyrannisiert werden, werde ich wohl weiter zusehen müssen, wie die täglichen Lügen, vor allem von politischer Seite, weder unterbunden noch jemals bestraft werden.

Solange werde ich mir auch weiter anhören, wie sich „ganz normale“ Menschen täglich neu – gegenseitig und selbst – belügen.

 

P.s.: Ich frage mich, ob Kindern heute überhaupt noch beigebracht wird „Du sollst nicht lügen“, vor allem wenn Du damit einem oder sogar vielen anderen Menschen schadest?

P.p.s.: Und ich frage mich mittlerweile, ob die völlig absurde Maskenpflicht, die mit Sicherheit keine Viren an ihrer Ausbreitung hindert, höchstens den Radius der Ausbreitung gering verkleinert, der Test unserer PolitikerInnen ist, um in der Bevölkerung leicht ablesen zu können, wie viele ihren Lügen noch glauben… Oder sie wären mittlerweile vielleicht sogar dankbar, wenn sich Menschen endlich weigern würden, die Masken zu tragen, weil sie sich so sehr in ihre Lügen verstrickt haben, dass sie von alleine gar nicht mehr daraus heraus kommen?

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader!

Zurück zur alten Normalität!

Das kann nur der Wunschtraum von Menschen sein, die sich so gesund und/oder jung fühlen, dass sie auch vor Entdeckung von SARS-CoV-2 („Corona“) keine Angst vor Viren hatten bzw. haben mussten, und die sich gleichzeitig gerne jederzeit wieder „soziale Distanz“ oder einen kompletten Lockdown verordnen lassen; von Menschen, die genauso weiter machen wollen wie vorher und dabei gerne bereit sind, sich auch immer wieder abzuschotten, wenn es ein Virus in die Medien schafft – weil Viren ja irgendwann von ganz alleine wieder „verschwinden“ oder zumindest ihre potenziell krankmachende Wirkung verlieren, ein neuer Impfstoff Schutz davor verspricht, so dass niemand mehr in Panik gerät, oder ein Medikament dagegen gefunden wird, das zwar nicht heilen, aber Symptome so gut unterdrücken kann (so dass Erkrankte wenigstens schneller wieder gesund wirken). Denn das nächste Virus kommt bestimmt, das sich nicht an Ländergrenzen hält und es dank Flug- oder Schiffsverkehr auch bis auf alle Kontinente schafft!

P.s.: Ich wäre ja eher dafür, – selbstverantwortlich oder im besten Fall auch mit Unterstützung der Politik – daran zu „arbeiten“, die Menschheit insgesamt ein bisschen gesünder zu kriegen oder zu halten und Risikogruppen für Viruserkrankungen (die uns ja gerade deutlich vor Augen geführt werden!) – alte Menschen mit witeren Vorerkrankungen, jüngere Menschen mit mehreren Vorerkrankungen, v.a. Diabetes und andere „Zivilisationskrankheiten“, d.h. Fettleibige, unterversorgte Menschen, soziale Randgruppen wie Farbige in Amerika, … – in Zukunft möglichst gering zu halten. Aber ich weiß ja: Erst einmal müssen wir jetzt die Wirtschaft wieder in Gang und mindestens auf ihren alten Stand bringen! (Achtung: Sarkasmus!!!)
Auch ein Lockdown hat – wie alles – seine guten Seiten! Vor allem für unsere Natur, weil wir sie dadurch nicht ungehindert weiter zerstören können, also auch für Menschen, die dadurch mehr zu ihrer eigenen Natur, zu sich selbst (zurück) finden – die z.B. darauf aufmerksam werden, dass es vielleicht wichtigere Dinge gibt als Arbeiten für unsere Wirtschaft; oder die feststellen, dass man als Einzelne/r in einem Ernstfall nicht zu sehr auf Unterstützung durch unseren Staatsapparat zählen sollte (der ja heutzutage keinen Hehl daraus macht, dass er in erster Linie dazu da ist, irgendwie unsere Wirtschaft am Laufen zu halten oder wieder in die Gänge zu bringen).

P.p.s.: Damals, früher (allerdings nicht gaaanz früher!), war ja auch alles besser und gut oder richtig oder zumindest alternativlos! Deshalb entwickeln wir uns auch nur so gerne technisch weiter statt menschlich – es ist einfach leichter, an ein paar Schrauben zu drehen, als als Mensch aus einer alten Situation zu lernen und zukünftig etwas anders zu machen, an neue Situationen anzupassen, etwas neu zu lernen, das eigene Verhalten ändern zu müssen…

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader! (https://natur-highlights.de, https://automotive-photo.de/)

Du bist, was Du isst

Auch wenn mir das definitiv zu „kurz“, zu einseitig, gedacht ist und ich mindestens noch ein „Und Du bist, was Du aus Dir machst“ ergänzen würde, macht Ernährung aus biologischer Sicht nun mal das aus, woraus sich ein physischer, materieller Körper zusammensetzt! Ein Organismus kann sich nur aus dem Material aufbauen, das ihm angeliefert wird.

Essen ist also für mich, da ich nicht sicher bin, ob ich meinen Körper auf Dauer von rein geistiger Nahrung ernähren könnte, lebenswichtig! Und ich kann es nur richtig genießen, wenn ich das Gefühl habe, dass das, dem ich durch meinen Mundes Einlass gewähre, nicht nur einem kurzzeitigem Glück, sondern auch meiner Gesundheit dient: einerseits meiner körperlichen – dass es mich also mit lebenswichtigen Inhaltsstoffen versorgt und möglichst wenigen Giften belastet -, andererseits auch meiner geistigen – dass es mir kein, oder zumindest ein möglichst gering gehaltenes, schlechtes Gewissen macht, was z.B. seine Herkunft, Produktions-, Lager- und Transportbedinungen, Verpackung etc. alles mit sich bringen.

Ich würde also behaupten, ich ernähre mich ziemlich bewusst; ich verzichte auch häufig bewusst auf essbare Produkte, die ich persönlich meistens gar nicht als „Lebensmittel“ bezeichnen würde, aber trotzdem noch nicht komplett von meinem Essensplan gestrichen habe. Ich bleibe aber optimistisch, dass ich mir irgendwann eine biologisch sinnvollere Strategie angewöhne, mit „Gelüsten“, umzugehen, als sie allein mit meinem Gaumen befriedigen zu wollen, also auch nicht jedes Bedürfnis gleich in ein Hungergefühl umzudeuten.
Ich bin auf einem guten Weg dahin, weil ich mir immerhin über die Jahre abgewöhnen konnte, mehr oder weniger unbewusst während des Tages mehrere kleine „Zwischenmahlzeiten“ einzulegen, eher aus Esslust oder dem Bedürfnis nach einer kleinen Pause, nicht weil ich wirklich hungrig gewesen wäre. Heute macht mich meistens mein Magen oder ein leichtes Schwächegefühl darauf aufmerksam, dass es Zeit ist, etwas zu essen, manchmal habe ich sogar das Gefühl, ich muss mich selbst daran erinnern, meinem Körper endlich mal wieder ein paar Bau- und Nährstoffe zukommen zu lassen.

Ich würde nicht behaupten, dass ich gerne koche; aber ich esse gerne biologisch sinnvolle Nahrung – also heißt es dann meistens automatisch: selbst etwas aus saisonalen, möglichst auch regionalen Zutaten zubereiten. Und meistens macht es dann doch auch Freude; vor allem wenn man dabei oft von jemandem unterstützt wird, der sich darum kümmert, dass das Essen schon abgeschmeckt ist, bevor es auf dem Teller landet, und sogar noch optischen Ansprüchen genügt (er hätte das Titelbild mit Sicherheit auch in ein „besseres Licht“ gesetzt; aber ich habe mich spontan zu dem Foto mit dem kalten Pizzastück von gestern entschieden, bevor ich es mir dann einverleibt habe)! Ich handle oft eher pragmatisch (- leicht zu verwechseln mit unüberlegt, voreilig oder ungeduldig!)… Und ich bin außerdem weit von meinem Ideal entfernt, z.B. bei Lebensmitteln keinen Verpackungsmüll und möglichst auch keine CO2-Emissionen nur für den Transport vom Produktionsort in unsere Küche zu produzieren; aber immerhin liefert meine pflanzliche Ernährung (und glücklicherweise auch die meines Liebsten) schon mal sehr viel energieeffizienter Nährstoffe als der „Umweg“ über tierische Produkte.

Ich habe aufgehört, andere Menschen krampfhaft überzeugen und belehren zu wollen, dass es nicht nur aus ethischer oder ökologischer Sicht sinnvoll ist, sich möglichst pflanzlich zu ernähren, sondern es auch möglich ist, sich damit gesünder als der Normal-Mischköstler zu halten. Ich gestehe jedem Menschen zu, sich so zu ernähren, wie er/sie möchte, würde mir aber z.B. wünschen, dass alle auch bereit wären, die unter anderem damit verbundene Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen. Zu deren Glück müssen sie das zwar nicht, denn dafür gibt es ja unsere Gesundheitssystem – aber ans Herz legen würde ich es trotzdem gerne jedem und jeder! Ich biete zwar (noch?) keine Ernährungsberatungen an, weil ich mich mit keiner „Ernährungsschule“ anfreunden kann, deren Meinung ich gerne vertreten würde; aber bei Interesse helfe ich gerne – unabhängig und individuell – weiter, die eigene Ernährung biologisch sinnvoller zu gestalten.

Bei mir gibt es z.B. momentan häufiger Wildkräuter-Pizza (mit „Hefeschmelz“ statt Käse) – nicht nur weil mein Liebster sie sich immer wieder wünscht, sondern auch weil ich selbst erst am Anfang stehe, mir all die neuen Geschmacksrichtungen einzuprägen und lieb zu gewinnen, die unsere heimische Flora (bzw. die in unserem Garten) bietet; z.B. auf der Pizza bisher: Brennnessel, Giersch, Spitzwegerich, Löwenzahn, schmalblättriger Doppelsame (unser heimischer Rukola), Blutampfer, Salbei, Oregano, Thymian, Gundermann, Vogelmiere, Waldschaumkraut, Gänseblümchen, Nachtkerze, Nelkenwurz, Mauerpfeffer.
Und auch Peppies Hundefutter ergänze ich täglich mit frischem Grün, vor allem dem ernährungsphysiologischen „Powerkraut“ Brennnessel – sie scheint’s zu mögen, und ich vermute, dass sie sich dadurch auch nicht mehr mit langweiligen Grashalmen begnügt, die sie früher regelmäßig gefressen hat!

P.s.: Wer immer noch (veraltete?) Vorbehalte gegenüber einer rein pflanzlichen Ernährungsweise hat, kann einige vielleicht ja damit ausräumen?

Zeit, zur Natur zurückzukehren!

… Zumindest für mich an dieser Stelle, nachdem mich der Konflikt unserer Zivilisation mit einem natürlichen Corona-Virus schon viel zu lange fast ausschließlich beschäftigt und von meinen eigentlichen Herzensthemen abgelenkt hat!
Dass ein „zurück zu mehr Natur“ im Sinne eines längerdauernden Lockdowns der Industrie und Wirtschaft zwar auch für die Gesundheit vieler Menschen hilfreich sein und viele zukünftige Kranke vermieden und deren dadurch verursachter frühzeitiger Tod verhindert werden könnte/n, das haben verschiedenste Beobachtungen während der letzten Wochen zwar gezeigt (v.a. zur verbesserten Luftqualität)… Aber wenn Menschen einfach aufhören würden, gesundheitsschädliche Industrien und eine gesundheitsschädliche Marktwirtschaft anzutreiben, wofür bräuchten sie denn dann noch ein milliardenschweres Gesundheitssystem oder eine Regierung, die Hand in Hand mit Unternehmen arbeiten kann, um das alles am Laufen zu halten? Was sollen sich Menschen dann bloß einfallen lassen, um sich die Zeit zu vertreiben? Etwa wieder mehr eigenverantwortlich, auf sich alleine und die eigenen sozialen Netzwerke gestellt, also vor allem mit Unterstützung der Menschen im direkten persönlichen Umfeld gemeinsam leben? Wie altmodisch und „fortschrittsfeindlich“ ist das denn – ich weiß! Wenn sich die Menschheit weiterentwickeln will und gleichzeitig die Wirtschaftsleistung mitwachsen soll, muss sie eben natur- und gesundheitsschädigende, ressourcen- und energiefressende, menschenverachtende Entwicklungen weiter vorantreiben…

Trotzdem verhalte ich persönlich mich schon seit längerer Zeit wieder mehr „rückständig“ und greife möglichst viel auf altbewährte „Weisheiten“ (natürlich kein Wissen im wissenschaftlichen Sinne!) und Methoden (u.a. Ernährungsformen) zurück, die es nicht als fertige Produkte zu kaufen gibt. Obwohl in meinen Augen früher definitiv NICHT alles besser war: dass Menschen irgendwann einmal in unserer Menschheitsgeschichte nichts kaufen MUSSTEN und die volle Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen DURFTEN, macht diese „alten Zeiten“ in meinen Augen in vielem verlockender als unser „modernes Leben“. Mir erfinden Menschen heute das Rad zu oft neu und jedes Mal eher komplizierter als einfacher; es werden ständig neue, zusätzliche Abhängigkeiten (an spezielle Produzenten, Hersteller) geschaffen, unnötig viele, z.T. nicht- oder kaum-erneuerbare, Ressourcen verbraucht und oft nicht einmal Ideen entwickelt, wie und wo alle dabei entstehenden Abfälle recycelt oder entsorgt werden sollen. Vielleicht habe ich viele weitere Nachteile noch gar nicht bedacht!

Weil ich mich schon lange so gut wie rein pflanzlich ernähre, habe ich jedenfalls irgendwann angefangen, mein pflanzliches Nahrungsspektrum um heimische Pflanzen(teile) zu erweitern. Das Obst-, Gemüse-, Gewürze- und Kräuterangebot im Supermarkt bietet ja in erster Linie Produkte, die sich für den Großmarkt eignen, die also haltbar gemacht oder zumindest eine Zeitlang gelagert werden können, ohne zu viel ihres ursprünglichen Aussehens (auf Aroma kommt es heute anscheinend oft gar nicht an…) zu verlieren. Da können viele heimische, regionale und saisonale, Wildpflanzen mit ihren zarten Blättern und Blüten oder ihren mickrigen Wurzeln nicht mithalten. Wer darauf aus ist, zu erfahren, wovon sich unsere Ahnen ernährt haben, bevor gezüchtete Nutzpflanzen begonnen haben, ihre Teller fast komplett einzunehmen, für den/die heißt es (falls es nicht zufällig eine Kräuterfrau oder einen Kräutermann in der Nähe gibt, die/der für den Verkauf sammelt): selbst auf die Suche gehen und pflücken, oder selbst ein paar wilde Pflanzenarten in Töpfen oder im Garten aussäen bzw. anpflanzen.

Jahrelang habe ich es geliebt, (Wild-)Kräuter und -Früchte oder auch Pilze sammeln zu gehen, habe mich auf die wenigen Wochen der Bärlauch-, Brunnenkresse, Brombeer-, Holunderernte gefreut oder im Bekanntenkreis geholfen, der Tomaten-, Zucchini-, Paprika-, Kirsch- oder Quittenschwemme Herr zu werden. Vor 2 Jahren habe ich dann mit meinem Liebsten begonnen, mehr als 100 m2 Rasenfläche wieder in bepflanzbare Erde umzuwandeln … Immer noch etwa ein Drittel der Fläche liegt brach, seitdem wir den Rasen abgetragen haben, und zeigt immer mehr Wildwiesencharakter, mit mehreren Löwenzahn- und Kleearten, Gräsern, Mohn, Beruf- und Johanniskraut, Wegerichen und Ampfer, Hahnenfuß und Disteln, Vergissmeinnicht, Euphorbia und Veronica, Storchschnabel, Nelkenwurz, Hornkraut, Hahnenfuß, Knopfkraut,…; aber ich habe mich mehr oder weniger mit der Idee angefreundet, Gärtnerin zu sein oder vielleicht ja noch zu werden. „Meine“ Erträge sind noch überschaubar: Es gab zwar schon Möhren, Radieschen, Bohnen, Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Salat, Rukola, Sauerampfer, Koriander, Petersilie, Schnittlauch, Rosmarin, … aus Eigenanbau; aber vermutlich hätte jede/r erfahrene Gärtner/in die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen angesichts meiner sehr ökologisch ausgerichteten, „extensiven Bewirtschaftungsweise„, durch die alle angebauten Nutzpflanzen-Arten vermutlich stark unter ihren Ertragsmöglichkeiten bleiben mussten. Mir fällt Autorität schwer… Ich gebe anderen, also auch Pflanzen, viel lieber die Möglichkeit, sich frei zu entfalten – deshalb haben in unserem potenziellen Gemüsegarten ziemlich schnell einige (Wild-)Kräuter die Herrschaft übernommen, die immerhin essbare Teile liefern, die ich sehr gerne n der Küche verwende: Blätter (z.B. Giersch, Brennnessel, Löwenzahn, Gundermann, Zitronenmelisse, Rukola, Salbei, Oregano, Pfefferminze, Thymian, Vogelmiere, Waldschaumkraut) oder auch Blüten (Stiefmütterchen, Rotklee, Gänseblümchen, Huflattich), Wurzeln (Nachtkerze), Knollen (Topinambur) und Samen (Fenchel) oder (Sammel-)Früchte (sorry, aber Walderdbeeren, Him- und Brombeeren sind im botanischen Sinne keine einzelnen Früchte!). Satt werden kann man davon leider meistens nicht. Deshalb habe ich dieses Jahr, zusätzlich zu den oben genannten Gemüsesorten und Salat noch Erbsen, Zucchini, Gurken, Kürbis und Mais angezogen, mittlerweile ausgepflanzt und mehr Bohnensorten ausgesät. Außerdem habe ich angefangen, einige Arten in ihre Grenzen zu weisen, also zu viel Nachkommenschaft gnadenlos zu beseitigen. MEIN „gnadenlos“ ruft bei anderen vermutlich nur ein Lächeln hervor – denn ich lasse natürlich von jeder „Unkraut“-Art auch ein paar Individuen stehen, falls ich ihre Rolle in einem gesunden Ökosystem einfach noch nicht verstanden habe und ich irgendwann feststelle, dass sie für irgendetwas (vielleicht als Brutplatz für ein Tier, das mir Schädlinge auf Gemüsepflanzen in Schach hält?) notwendig war. Ich glaube daran, dass eine gesunde Vielfalt auch im Garten möglich sein kann, dass sich dort ein stabiles Gleichgewicht entwickeln kann, dass ich nicht jedes Unkraut entfernen muss, um selbst genug noch genug Nahrung für meinen Haushalt ernten zu können. Ich werde bestimmt berichten, ob ich zu naiv darauf gehofft habe und irgendwann bereue, diesem Wunschtraum so lange gefolgt zu sein, oder ob jede Hürde einfach nur wichtig war, um zu verstehen, wie es letztendlich funktionieren kann: neue Geschmackserlebnisse auf unseren Tellern trotz „Unkraut-„Vielfalt im Garten (die vielleicht „nur“ Insekten, Vögeln und anderen Tieren dient) Kultur und Natur im Einklang!

So wie sie übrigens gerade in unserem Zeitungsrohr am Haus herrscht: gerade ist zum 2. Mal (nachdem mein Liebster vor ein paar Wochen den 1. Einzug vereitelt und ein Nestgrundgerüst entfernt hatte, wir uns aber darauf einigen konnten, dass Hartnäckigkeit belohnt werden muss, weil der Wohnungsmarkt für Rotschwänzchen demnach vermutlich nicht genügend Möglichkeiten für die Familiengründung bietet) ein Rotschwänzchenpaar eingezogen. Ich hoffe, ich kann bald berichten, dass mein Hinweisschild für die Zeitungsboten gewirkt hat (das ich, nachdem vorgestern die erste Zeitschrift davor gesteckt hat, befestigt habe) und dort – wie vor 4 Jahren schon einmal – Jungtiere bis zum Ausflug großgezogen werden konnten.

Ein natürliches MUSTER … dafür, wie Angst gepaart mit Hochmut radikalisieren kann: Unsere neue extreme politische Mitte (die unsere Grundrechte aushebelt)

Ich bin Biologin, keine Politik- oder Sozialwissenschaftlerin oder Historikerin; aber ich versuche, mein Zusammenleben mit anderen Menschen zu verstehen. Ich sehe uns Menschen dabei als Säugetiere, mit natürlichen Bedürfnissen, nicht als Krone der Schöpfung, die über die Natur und alles Natürliche erhaben ist. Ich glaube an Zusammenhänge und beeinflussbare Abhängigkeiten, an die Verantwortung jedes einzelnen Menschen für sein Leben und nicht an unabwendbares Schicksal. Deshalb beobachte ich viel und suche unter anderem nach Mustern, die mir Orientierung dabei geben, Dinge einzuordnen. Wie es vermutlich jeder Mensch tut.

Momentan erschreckt mich, was ich an vielen meiner Mitmenschen, auf Gesellschaftsebene, beobachte. Denn ich sehe ein Muster aus Angst oder Unsicherheit, einseitiger Information unserer Mainstream-Medien, fehlendem Selbstvertrauen (in den eigenen Körper, die Natur, die eigene Verantwortung) und grenzenloser Überheblichkeit von Menschen (als Wächter über Leben und Tod), das ich aus unserer Menschheitsgeschichte kenne….

Momentan haben viele Menschen Angst vor „Corona“, d.h. vor dem Krankheitsbild Covid 19; aber leider auch vor dem – von Politik, einigen Wissenschaftlern und Medien zum unsichtbaren „Feind“ erkorenen – Corona-Virus (das prinzipiell nicht kränker als andere Viren macht: Warum-erkranken-manche-heftiger-andere?). Ich weiß aus der Biologie, aber eben auch aus unserer Geschichtsschreibung, dass ein Tier, und auch das Säugetier Mensch, aus Angst (um sich selbst, aber auch um seine/ihre Liebsten) so ziemlich ALLES tut, um sich selbst (oder eben diese) am Leben zu halten. Egal wie kurzfristig gedacht das ist, und egal, welche langfristigen Folgen das haben kann.

Außerdem sehe ich ziemlich viele kranke Menschen, vor allem körperlich – mit den diversesten „Zivilisationskrankheiten“ – , aber auch psychisch – mit Ängsten, Depressionen, Psychosen… Kranke, vorerkrankte Menschen, insbesondere Menschen, die die Verantwortung für ihre Gesundheit an die Politik, ein Gesundheitssystem und die Medizin abgegeben haben – von Kindesbeinen an Umweltgiften, Medikamtenten, die z.T. deren schädliche Wirkungen ausbügeln sollen, oder Impfstoffen ausgesetzt werden und auch gar kein (Selbst-)Vertrauen in ihren Körper, in ihre Selbstheilungskräfte, entwickeln können -, suchen nach Heilmitteln und fordern den Schutz ihrer bisschen Rest-Gesundheit vor Gefährdungen. Ein gefundener Markt für viele Anbieter! Und auch heute noch, in einer angeblich aufgeklärten Gesellschaft, fallen viele auf Versprechungen herein, die kaum gehalten werden können, wenn sie realistisch, umfassend betrachtet würden… Unsere Gesellschaft ist nicht gesund, sie fühlt sich vermutlich auch gar nicht krank; aber sie ist medikamenten-, medizinabhängig. Und was Abhängige zu tun bereit sind, das brauche ich hier vermutlich nicht auszuführen. Nur so viel: Abhängige leisten brav Folge, wenn ihnen jemand zwar genauso ängstlich erzählt, dass eine Gefahr für die eigene Gesundheit oder die der liebsten Angehörigen umher geht, aber gleichzeitig sehr hochmütig (im Sinne von sich „überlegen“ und „im Recht fühlend“) so tut, als wisse er/sie genau, was ALLE zusammen jetzt tun müssen, um diese Gefahr zu bannen. (Und wenn nicht nur für Abhängigkeiten, sondern gleichzeitig für eine „gute Erziehung“ und relativ einseitige Bildung gesorgt wurde, bei der wenig Denken gefordert wird, das aus einem festgelegten Rahmen fällt, und Individualität ziemlich der Solidarität zu einer festgelegten Gruppe, einem festgelegten Gemeinwohl unterworfen wird, sind Handlungen unter „Gruppenzwang„, der eine Mehrheit folgt, eigentlich abzusehen).

Paradoxerweise fühlen sich – „geschützt durch unser Gesundheitssystem“ – viel mehr Menschen gesundheitlich bedroht als Leben tatsächlich von einem Virus gefährdet sind: Viren richten in der Natur prozentual gesehen normalerweise keinen großen Schaden an: wenn die mit einem ihnen neuen Virus Infizierten schnell gut versorgt werden, ihr Lebensraum also genug Ressourcen bietet und sie Zugang dazu haben; wenn sie also nicht unter elenden Bedingungen oder am Rande von Gesellschaften leben (s. meinen Beitrag am Vatertag), stirbt kaum jemand an den Folgen. So wie auch nur wenige, sehr immungeschwächte Menschen, an den Folgen eines Durchfalls sterben, der z.B. während einer Urlaubsreise durch den Erstkontakt mit neuen Bakterien im Wasser ausgelöst wird. Wenn mehr Individuen in einer Gruppe einem Virus zu Opfer fallen, dann war – nüchtern betrachtet, aus biologischer Sicht – das Virus nicht besonders gefährlich, sondern die Gruppe extrem schwach, vorerkrankt, immungeschwächt, krankheitsanfällig. Das hat unsere Politik und ihr Gesundheitssystem, auf das viele, vielleicht die meisten unter uns Deutschen so stolz sind, aus uns gemacht – wenn es dafür da wäre, uns gesund zu halten und unsere körpereigene Widerstandskraft zu stärken, also bestmöglich zu unterstützen, müsste niemand Corona ängstlich entgegensehen, sondern könnte diesem Virus sozusagen mit starkem Immunsystem mutig ins Auge blicken!

In der Natur entstehen vermutlich täglich neue Viren, es ist nur eine Frage der Zeit, wann das nächste uns erreicht und viele – mit Hilfe von Medikamenten – vorerkrankte Menschen gefährdet, also Menschen, deren angeborene Selbstheilungskräfte sehr wahrscheinlich so verkümmert sind, dass sie auch kein Selbstvertrauen (in ihren Körper) mehr haben können.
Menschen OHNE starkes Selbstvertrauen, OHNE Kenntnis ihrer eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten (mit denen sie Schwächen auffangen können), tragen selbst meist nicht gerne Verantwortung , vertrauen lieber Obrigkeitsvertreter/Innen (Politiker/Innen, Kirchenmännern und -frauen, Ärzt/Innen) und lassen sich daher oft auch leicht und gerne regieren – oft sogar ganz ohne dass Politiker sie (links- oder rechts-)extrem begeistern müssten… Manche sind vielleicht eher enttäuscht (vom Leben; von fehlenden Wahlmöglichkeiten; von der fehlenden Selbstverantwortung oder -wirksamkeit, die auch Politiker, denen man sie doch freiwillig übertragen hat, häufig nicht im gewünschten Sinne zu übernehmen scheinen…) und so politikverdrossen, dass sie gar nicht wählen gehen.
Dass wir schon so lange von einer „gemäßigten Mitte“ regiert werden, zeigt mir in erster Linie, wie gut es den Deutschen insgesamt zu gehen scheint, wie sehr sie sich mit ihrem Leben abgefunden haben und wie egal es außerdem vielen ist, wer eigentlich Politik macht – „Hauptsache, ich hab‘ möglichst meine Ruhe vor ihr.“

Diese „gemäßigte Mitte“, die auf Ruhe und Sicherheit in der Bevölkerung bedacht ist und für mich eine alternde Gesellschaft widerspiegelt, die auf Dauer keine fröhlich-bunte, „laute“ Vielfalt an Individuen, an Persönlichkeiten und ihren Meinungen erträgt, kann allerdings, wie es gerade zu beobachten ist, leicht zu einer „extremen Mitte“ werden, wenn dieser „Frieden“ bedroht wird. Dass sich unsere demokratische Regierung also gerade zu einer sehr totalitär agierenden herauskristallisiert, die Kontaktverbote ausspricht, Bürgerrechte außer Kraft setzt und andere Meinungen zensiert, nicht nur, indem sie keine Gegenstimmen zu Wort kommen lässt und ihren Bürgern damit Wahlmöglichkeiten nimmt, führe ich auf das Zusammenwirken verschiedener Faktoren zurück:

1. Es herrscht genug Unsicherheit und Angst (vor einem „unsichtbaren Feind“, einem Virus, vor dem Tod) unter Menschen, unter Bürgern, aber vermutlich auch unter vielen Politikern (die aufgrund ihres Alters zu einer Risikogruppe gehören, meiner Meinung nach aber alle gute Chancen hätten, Corona zu überleben, wenn sie auch die nächste Grippewelle überleben würden!). Deshalb werden extreme Maßnahmen kurzzeitig geduldet werden – ohne langfristig schwerwiegende Folgen überhaupt in Betracht zu ziehen und ausschließen zu können!
Mich persönlich macht es mehr als nachdenklich, dass sich an unseren Regierungsspitzen Menschen wie „aufgescheuchte Hennen“ verhalten dürfen, um angeblich Leben zu retten. Weder beantworten sie oder lassen sie sich Fragen über mögliche Folgen ihres Handelns stellen (z.B. „Wie lässt sich ausschließen, das nicht mehr Menschen an den Folgen der Corona-Maßnahmen erkranken und sterben als Leben dadurch gerettet werden?“) noch werden sie vermutlch – im Sinne der Evaluierung und Vermeidung von weiteren zukünftigen Fehleinschätzungen (wie nicht nur bei der Schweinegrippe) – Rechenschaft darüber ablegen zu müssen, dass Krankenhausbetten – statt für Kranke genutzt zu werden – zum Teil leer standen, um auf prophezeite Infizierte zu warten, die aber nie eintrafen.

2. Es gibt Meinungsverschiedenheiten zwischen Regierung und ihren (medizinischen) Beratern und anderen unabhängigen Wissenschaftlern (Ärzten und Virologen). Dass einigen Politikern gute Gegenargumente fehlen, die sie auch in offenen Gesprächen anbringen könnten, sehe ich daran, dass ihnen offensichtlich nichts anderes mehr einfällt als EINE Schublade – mit Rechtsextremen, Verschwörungstheoretikern und anderen Randgruppen der Gesellschaft – aufzumachen und darin auch die besonnenen, auf wissenschaftliche Daten verweisenden Wissenschaftler und Ärzte untergehen zu lassen, die viele Maßnahmen – Kontaktverbote, Gesichtsmasken, zu frühe Medikamentengaben, Corona-Tests zur Nachverfolgung der Verbreitung, vorsorgliche Impfungen – in Frage stellen.

3. Das Gros unserer Politiker – Entschuldigung, wenn ich damit einigen vielleicht doch unrecht tue – sieht nicht so aus, als hätte es ein gesundes Verhältnis oder ein übermäßig großes Verantwortungsbewusstsein für ihren menschlichen Körper (ich schließe das aus den geschätzten BMIs, die offen zur Schau getragen werden, aber vermutlich von Ärzten nicht mehr als gesund erachtetet würden). Nicht nur daraus schließe ich, dass sie selbst keinen starken Bezug mehr zur Natur haben: Sie „wollen“ sie auf der einen Seite schützen (denn leider ist sie ja immer noch unsere Lebensgrundlage …), glauben auf der anderen Seite aber und tun das auch sehr überheblich kund, die Natur bzw. ihre Organismen, also auch Bakterien und Viren, selektiv bekämpfen zu können. Dass das keine große Chancen auf Erfolg hat und die Eingriffe des Menschen in die Natur und damit auch die Gesundheit der Menschen schon etliche Male verheerende Folgen hatte, die dann irgendwie wieder ausgebügelt werden mussten (aber nicht immer konnten… nur zwei Stichworte: multiresistente Keime, Gentechnik in der Umwelt), könnte ihnen vermutlich jeder Ökologe erklären. Es gibt heute sogar Virologen, die genügend Hinweise dafür gefunden haben und behaupten, dass noch nie ein Virus von Menschenhand ausgerottet wurde, sondern sich entweder verändert hat, aufgrund veränderter Lebensbedingungen heute andere Symptome hervorruft oder eben gar keine mehr – weil Menschen dagegen eine natürliche, vermutlich lebenslange, Immunität aufgebaut haben (die sich durch Impfstoffe – zum Glück für Impfstoffhersteller – nie erreichen lässt!).

Wenn wir weiter – aus Angst (vor einem Virus, das ein Teil der Natur ist, aber angeblich bekämpft werden muss), Gutgläubigkeit an einseitig dargestellte Informationen, Bequemlichkeit oder Frust – eine demokratische Regierung „Lebensretter“ spielen lassen, würde mich nicht wundern, wenn sich auch eine „extreme Mitte“ noch mehr radikalisieren könnte und zu Gräueltaten fähig wäre; zu Taten, die bisher nur „extrem Linken“ oder „extrem Rechten“ zugeschrieben wurden. Mich würde – wenn es schon Strafen für das Nicht-Tragen von Gesichtsmasken gibt – nicht überraschen, wenn sich Geldstrafen in härtere Maßnahmen gegenüber Gegnern von Regierungsmaßnahmen, gegenüber ausgerufenen „Regierungsfeinden“ verwandeln könnten, z.B. gegenüber Corona-“Verharmlosern“ (es ist eine Gefahren-Relativierung, keine Verharmlosung, liebe Schwarz-Weiß-Denker!), gegenüber jüngeren Menschen, die sich als Nicht-Risikogruppen gegen Maßnahmen wehren, oder gegenüber Menschen, die unsere Schulmedizin nicht zum Anlass nehmen, die Verantwortung für die eigene Gesundheit komplett an ein Gesundheitssystem abgeben zu wollen, sondern vorziehen, das eigene Leben höchstens notfalls, z.B. nach Unfällen, in die Hände von Ärzten geben möchten.

Würde zumindest ins Muster passen
Bleibt am Endo noch die Chance, dass die, die vielleicht gerade unbewusst ein Muster abspielen, dies bemerken, sich besinnen, und bewusst nach einem Ausweg suchen, der weniger verhängnisvoll ist als der, den andere vor ihnen gewählt haben.
Und es bleibt die Hoffnung, dass das alles wirklich unbewusst und in bester Absicht geschieht und nicht doch durch bewusstes Aufbauschen eines alltäglichen bzw. alljährlich neuen Viruses… Um vom Kollaps unseres Finanzsystems abzulenken, staatlichen Überwachungsmaßnahmen (oder eher denen von einflussreichen, unsere Politik bestimmenden, großen Konzernen) den Weg zu ebnen, Impfzwänge durchzusetzen, oder was die vielfältigen Verschwörungstheorien, die gerade verbreitet werden, sonst noch anzubieten haben.

P.s.: Muster wiederholen Menschen übrigens meistens so lange, bis sie wirklich verstanden haben, was und warum etwas in der Vergangenheit schief gelaufen ist. Wir können Muster schlecht durchbrechen und tappen gerne immer wieder in dieselben Fallen, solange wir uns die Frage nach (Hinter-)Gründen, nach Ursachen, nicht stellen (wollen), also auch nicht beantworten können. Mir ist kein Beispiel dafür bekannt, dass es auf Dauer von Erfolg gekrönt blieb, ein unerwünschtes menschliches Verhalten einfach zu verdrängen oder verbieten zu wollen. Wir Menschen ticken zwar oft recht einfach, aber so einfach dann doch nicht!

P.p.s.: Alles Gute nachträglich zum Geburtstag, liebes Grundgesetz! Zum Glück gibt es Menschen, die immer wieder neu auf Deinen Inhalt hinweisen und nicht nur darauf hoffen, dass sich alle immer noch daran erinnern! https://www.ggultras.de/grundgesetz-geburtstag-2020/

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader, natur-highlights.de.

Der Mai ist noch nicht gekommen…

… aber die Bäume schlagen schon fleißig aus!
Und auch am Boden ist draußen in der Natur schon wieder viel Farbe eingekehrt. Mit dem sprießenden Grün bietet sich die großartige Möglichkeit, auch Tiere im Haus daran teilhaben zu lassen. Mein Botanikerherz schlägt immer ein bisschen schneller, wenn ich beobachten kann, wie sehr viele der Tiere, die an ein Leben in Häusern gewöhnt sind, die Schätze der Natur zu genießen scheinen!

Die Gesundheit von Kaninchen und Nagern, Sittichen und anderen Papageien oder Kanarienvögeln sowie von Schildkröten und Echsen profitiert besonders von den wertvollen Inhaltsstoffen frischer (Wild-)Kräuter. Aber auch Hund und Katzes Speiseplan lässt sich – genau wie unser menschlicher – mit so einigen vitamin- und mineralstoffreichen, entgiftenden, blutreinigenden, verdauungsfördernden, beruhigenden, … Kräutlein ergänzen.
Ich weiß, wie umstritten es z.B. ist, Katzen Gras zu geben. Horrorgeschichten von im Nasen- oder Rachenraum festsitzenden Halmen kursieren fleißig und ich habe selbst schon die Erfahrung gemacht, dass meinem Kater nach ein paar Tagen Husten ein Halm aus der Nase kam. Ich habe noch nie gehört, dass eine Katze an einem Grashalm gestorben wäre oder bleibende Schäden davongetragen hätte; ich vermute eher an den Versuchen, den Fremdkörper mit künstlichem Eingriff entfernen zu wollen anstatt auf die Fähigkeit eines Körpers zu vertrauen, diesen selbst langsam wieder heraus zu befördern. Ich kann die Vorbehalte gegen das Grasfressen verstehen. Aber ich halte die damit verbundenen Risiken für so gering, dass ich diese natürliche Verhaltensweise lieber selbst mit beeinflusse, in dem ich meinen Katzen frisches, zartes Gras zur verfügung stelle statt zu wissen, dass sie sich draußen, am Straßenrand, auf jeden der oft wenigen verfügbaren Halme stürzen.
Genauso umstritten wie die Grasfütterung sind die Gründe, warum Katzen überhaupt das natürliche Bedürfnis haben, Gras zu fressen. Vielleicht um mit den Fasern auch Würmer auszuscheiden, vielleicht um einen Brechreiz auszulösen, weil ihnen etwas im Magen Probleme macht, vielleicht wegen der Folsäure oder des Chlorophylls. Vielleicht auch nur, weil es ihnen irgendwie Spaß macht und gut oder zumindest nicht schlecht tut. Vielleicht von allem ein bisschen. Jedenfalls haben sich nicht nur meine Katzen jedes Frühjahr darüber gefreut, dass bis zum Wintereinbruch regelmäßig eine Vase mit langen, frisch-grünen, zarten Grashalmen für sie bereitstand. Die war mindestens genau so begehrt wie das beliebte Zyperngras-Töpfchen aus dem Handel. Wobei ich später im Jahr darauf geachtet habe, blühende Exemplare möglichst zu vermeiden, weil deren Grannen ja tatsächlich gefährlich werden können, wenn sie sich irgendwo verhaken und festsetzen.

Natürlich ist nicht jede Pflanze für jede Tierart geeignet, und im Zweifelsfalle würde ich lieber ein Mal zu viel als ein Mal zu wenig eine zweite und dritte Meinung einholen, bevor ich meinem Tier damit unnötig Probleme einhandle.
Zur Eingewöhnung empfiehlt es sich, mit kleinen Mengen auszuprobieren, ob mein Tier das überhaupt fressen mag und ob es das neue Futter- oder „Nahrungsergänzungsmittel“ auch verträgt. Vorsicht ist also besonders geboten, wenn sich mein Liebling gleich darauf stürzt und zu verstehen gibt, dass mehr davon zu besorgen sei. Der Magen vieler Tiere muss langsam an neue Sorten oder überhaupt Grünfütterung gewöhnt werden. Also am besten etwas abwarten und gut beobachten, bevor man relativ sicher sein kann, dass keine unerwünschten Nebenwirkungen auftreten und es dem eigenen Tier gut bekommt.

Bei pflanzenfressenden Haustieren können viele Kräuter bedenkenlos den täglichen Speiseplan bereichern; manche sollten allerdings nicht pausenlos über längere Zeiträume gegeben werden: was „gut“ für Magen, Leber, Niere oder andere Organe ist, also deren Tätigkeit unterstützt und stimuliert, kann auf Dauer eben einfach „zu gut“, zu anstrengend sein und diese schädigen. Wer sich draußen in der freien Natur oder im eigenen Garten auf die Suche begibt, kann das Tierfutter mit der Vielfalt, die jede Jahreszeit bietet, abwechslungsreich gestalten. Ich persönlich würde darauf achten, Standorte in der Nähe von vielbefahrenen Straßen oder gespritzten Äckern zu meiden. Vielleicht können Schadstoffe ja der Abhärtung dienen; aber ich denke, davon kriegen unsere Tiere ohnehin schon eher zu viel als zu wenig ab. Beliebte Spazierwege von Hundehaltern sind auch nicht mein bevorzugtes Sammelgebiet, aber da traue ich mir noch zu, urinbespritzte Exemplare aussortieren zu können bzw. nicht direkt neben einem Kothaufen zu sammeln.
Wer ein bisschen experimentierfreudig ist und selbst mal kostet, entdeckt vielleicht sogar das ein oder andere Kräutlein für den eigenen Speiseplan. Löwenzahn, Brennnessel, Gänseblümchen, Spitzwegerich, Gundermann, Giersch, Vogelmiere, Brunnenkresse,… ich werde bestimmt noch von so einigen Bewohnern meines Gartens und meinen Erfahrungen mit ihnen berichten, die ich regelmäßig unters Hundefutter mische.

Heute möchte ich es dabei belassen, Bücher zum Weiterlesen zu empfehlen:

Taschenatlas Pflanzen für Heimtiere – gut oder giftig?
Marlies Busch, Ulmer 2014 (2. Auflage)

Handbuch der Futterpflanzen für Schildkröten und andere Reptilien
Marion Minch, Kirschner & Seufer 2013 (2. Auflage)

Giftige Pflanzen für Klein- und Heimtiere Pflanze erkennen – Gift benennen – Richtig therapieren.
Jacqueline Kupper, Enke 2010

Als schöne Alternative zu Wiesenkräutern für Kaninchen, Nagetiere und viele Vögel finden sich darin auch Informationen zu Baumzweigen, die sogar im zeitigen Frühjahr schon ohne Blätter zum Knabbern einladen.

Und zuletzt kann ich noch die Internetseite www.diebrain.de empfehlen, die detailliert für verschiedenste Nager und Kaninchen eine Vielzahl von Futterpflanzen und deren Verwendungsmöglichkeiten auflistet.