Vom sinnlosen und sinnvollen Klagen oder Rebellieren

Es gibt Dinge in unser aller Leben, die lassen sich nicht ändern: nämlich alles, was in der Vergangenheit liegt oder zu dem geführt hat, was heute ist.

Wenn allerdings ganz offensichtlich ist, dass nur nicht genug Menschen bereit sind, etwas daran zu ändern, dass sich dieselben beklagenswerten Zustände ständig wiederholen (weil sie es vorziehen, sich im Kreis zu drehen statt einen Schritt nach vorne zu tun oder zurückzutreten), dann ist das meiner Meinung nach nicht nur ein guter Grund, still und leise darüber zu klagen, also in Trauer oder Fassungs- und Tatenlosigkeit zu verfallen oder einen Gott oder gleich mehrere Götter und Göttinnen um Hilfe zu bitten. Es ist dann auch leicht verständlich oder sogar – weil es Erleichterung verschafft – gesundheitlich vorteilhaft, lauter als gewöhnlich über die eigene Ohnmacht oder andere Menschen zu schimpfen und somit – auch in aller Öffentlichkeit – dagegen aufzubegehren, als einzelner Mensch breitflächig Widerstand gegen Kriege oder andere menschenverursachte Notlagen leisten zu können, ist genauso eine Illusion wie zu glauben, man hätte überhaupt keine Möglichkeiten, die Zukunft so zu gestalten, dass weniger Menschen darüber klagen müss(t)en.

 

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Dank für das Foto gebührt Levi Meir Clancy (auf Unsplash)!

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