Der Zahnmedizin auf den Zahn gefühlt oder davon den letzten Nerv geraubt?

Wie Menschen ihr natürlicher Biss verloren gehen kann (und sie schrittweise betreut auf ein zahnloses Leben vorbereitet) – wenn sie nicht selbst die Verantwortung dafür übernehmen wollen

Die Zahnmedizin ist wie jede andere Art von Medizin nicht dazu da, Menschen dabei zu helfen, sich gesund zu halten oder gesund zu werden. PatientInnen sollen von ihren (Zahn-)ÄrztInnen möglichst so zufrieden nach Hause entlassen werden, dass sie auch bereit sind, wiederzukommen und sich erneut von ihnen untersuchen oder behandeln zu lassen (bzw. zumindest nicht so viel „schlechte Publicity“ verbreiten können, dass andere Menschen davon abgehalten werden könnten, auf sie zu vertrauen).

MedizinerInnen können nur so erfolgreich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln arbeiten wie Menschen zur Kooperation bzw. Compliance bereit sind. Je schwerer eine bereits bestehende (Vor-)Erkrankung ist, desto schwerer wird es, sie auszuheilen.
Viele Menschen werden heute – bruchstückhaft – über körperliche und zum Teil auch geistige oder seelische Gesundheit aufgeklärt (so dass sie das Gefühl haben, ausreichend darüber informiert zu sein). Gleichzeitig müssen sie täglich den – unter anderem kulinarischen – Verlockungen unseres modernen Lebens Stand halten bzw. wissen sie häufig wenig darüber, wie sie sich tatsächlich individuell vor den Gefahren für ihre eigene Gesundheit schützen bzw. Zeichen deuten könnten, die darauf hinweisen, dass sie ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.

Zahnschmerzen bzw. Schmerzen im Gaumen (denn Zähne selbst sind schmerzunempfindlich) können ein Zeichen dafür sein, dass entweder Zähne bzw. ihre Nerven geschädigt sind oder dass – z.B. aufgrund von natürlichen oder unnatürlichen Veränderungen im Kiefer Nerven eingeklemmt werden.
Es macht wenig – zumindest keinen nachhaltigen – Sinn, aufgrund eine ungesunden, zahn- oder nervenschädigenden Ernährung oder ungesunden Beiß- und/oder Kaugewohnheiten geschädigte Zähne zu reparieren, ohne auch die Ursachen zu „behandeln“, Menschen also umfassend darüber aufzuklären, wie sie zukünftig „Zahnprobleme“ vermeiden können. Es macht noch weniger Sinn, wenn Zahnverfärbungen oder Schmerzen auf Vergiftungen oder Entzündungen (der Zahnwurzel) zurückzuführen sind, toxische Materialien in den Mundraum einzubauen oder den Zahnnerv zu ziehen, nur um den Anschein zu erwecken und Menschen das Gefühl zu geben, alles sei damit wieder in Ordnung.

Ohne Wissen darüber, dass nicht nur Zahnschmerzen immer ein Hinweis sind, dass etwas nicht in Ordnung oder in Gang ist, was durch eine Änderung des eigenen Verhaltens wieder in Ordnung gebracht oder gestoppt werden könnte, bringen Menschen ihren Organismus immer mehr in Unordnung oder auf eine „schiefe“, ungesunde Bahn“.
Die Ursache bei der Wurzel packen –

  • bewusster, entspannt, aber kräftig möglichst auch viel Rohkost, Nüsse und Saaten kauen – möglichst auch mit den schmerzenden Zähnen, um ihre Nährstoffversorgung und Abtransport von Toxinen zu gewährleisten -,
  • Ernährungsgewohnheiten ändern und z.B. Zucker oder starke Säuren, die den Zahnschmelz angreifen können, vermeiden oder bewusst neutralisieren, und/oder
  • Entgiftungsmaßnahmen (wie Ölziehen oder Fasten) –

könnte Menschen dabei helfen, sich Zahnarztbesuche und den zunehmenden Verlust der Kontrolle über ihr Gebiss zu ersparen.
Vielleicht werden Menschen friedlicher, wenn sie anderen noch stolz ihre Zähne zeigen können, aber nicht mehr in der Lage sind, sie fest zusammenzubeißen.
Ich denke eher, ihr ganzer Körper wird dadurch mit der Zeit schwächer und verliert seine natürliche Widerstandskraft. Sich vor allem mit weichgekochter Kost zufrieden geben müssen schränkt Menschen enorm in ihrer natürlichen Freiheit ein. – Vermutlich um auszugleichen, dass sie sich vorher etwas zu viel davon herausgenommen und ihre Zahngesundheit damit geschädigt haben.

P.s.: Die Natur bietet übrigens wunderbare Schmerz- oder Beruhigungsmittel, die helfen können, akute Probleme durchzustehen, um dem eigenen Körper die Ruhe zu geben, sich selbst zu regenerieren. Man muss nur aufpassen, dass man sich nicht davon verlocken lässt, sie – weil sie so gut helfen – zu missbrauchen, also nicht nur zur Überbrückung zu nutzen, sondern „vorsorglich“. So leicht macht es uns unser Körper bis hin zu den Zähnen allerdings nicht. – Wer ihm oder ihnen wenig Gutes tut, darf nicht erwarten, dass der eigene Körper lange gut funktionert bzw. er mit den eigenen Zähnen ohne Unterstützung auch lange kraftvoll zubeißen kann.

P.p.s.: Es mag ein subjektiv kraftvolles Gefühl sein, man müsse als „FleischfresserIn“ kräftiger zubeißen können als „PflanzenfresserInnen“. Allerdings lassen sich Muskelfasern leicht zerreißen und sind zum langsamen Zermahlen ziemlich ungeeiget – genauso wie für das restliche Verdauungssystem eines Pflanzenfressers oder einer Pflanzenfresserin.

 

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Dank für das Foto gebührt Kev Bation (auf Unsplash)!

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