Scheißegal, witzig oder richtig beschissen, in welchem Ausmaß Scheiße „passiert“?

Wenn die Welt in der Scheiße steckt und trotzdem noch fröhlich darüber miteinander gelacht wird – weil ja alles noch viel schlimmer sein könnte

Menschen beschäftigen sich ungern mit beschissenen Dingen oder (Lebens-)Bedingungen anderer, egal ob von Menschen, Tieren oder anderen BewohnerInnen unserer gemeinsamen Lebensräume.
Erst wenn sich  schwerlich darüber hinwegsehen bzw. -riechen lässt, dass die Kacke am Dampfen ist, oder sie so tief im Morast stecken, dass sie darin unterzugehen drohen, kommen viele in Bewegung:

  • Einige suchen mit aller (eigener körperlicher oder Geistes-) Kraft bzw. mit allen Mitteln (die sie anderen abgekauft oder abgejagt haben), die sie besitzen, schleunigst das Weite;
  • andere schreien verzweifelt um Hilfe – vielleicht mit der Begründung, sie wüssten nicht, was sie dagegen tun könnten, wären nicht qualifiziert dafür, oder würden sich zu sehr ekeln, um selbst Hand anzupacken -; und
  • meist eher wenige fassen sich ein Herz, atmen noch einmal tief durch oder verschließen ihre Augen, Nase oder – falls sie geräuschempfindlich sind – ihre Ohren, bevor sie einfach loslegen. Sie fangen an, das zu beseitigen, was nie hätte so unerträglich groß werden müssen … – Wenn Menschen sich nicht skrupellos, scheinbar ohne jedes schlechte Gewissen oder sogar noch mit Stolz auf ihre eigene Leistung (wie viel Scheiße sie produzieren oder ertragen können) gegenseitig bescheißen (lassen) würden.

So, das musste mal raus.
Ich bin nämlich kein Mensch, der bzw. die einfach alles, was sie sieht, hört, riecht, schmeckt oder fühlt, – nur weil eine DGE oder andere, eng mit der Nahrungs(ergänzungsmittel)- oder Gesundheitsindustrie verwobene staatliche Institutionen es empfehlen, als gesundheitsfördernd oder zumindest ungefährlich für das eigene körperliche, geistige oder seelische Wohl propagieren – in sich hineinfrisst, ohne es auch immer mal wieder (her-)ausdrücken zu wollen. Eigentlich fehlen mir oft die Worte und stehen mir eher Tränen der Verzweiflung in den Augen bzw. möchte ich einfach nur laut schreien, wenn ich mir täglich mangelernährte oder überfressene Menschen mit Kot- oder Blähbäuchen (für mich eher Ausdruck von Langeweile oder Zeitnot, Wut oder Trauer, Sehn– oder einer anderen Sucht) anschauen muss, die sich dumm stellen und keinerlei Informationen dazu haben wollen, wie sehr und von wem sie jeden Tag beschissen werden.
Allerdings gibt es ja überall auch Informationen, wie Menschen ihren eigenen Körper und Geist – völlig selbstständig, ohne Reinigungspersonal oder -produkte – säubern könnten (statt andere zu beschuldigen, sie würden überall Scheiße verbreiten, der sie nicht ausweichen könnten, oder zu versuchen, ihr schlechtes Gewissen, wenn sie es nicht schaffen, einfach mit ein paar guten Taten aufzubessern). Deshalb werde ich versuchen, die aktuelle Lage einfach mit (Fäkal-)Humor zu nehmen.

Ich empfinde Mitgefühl für Menschen, die sich – weil sie ihren Schließmuskel nicht gut unter Kontrolle haben und dazu neigen, sich vor Angst in die Hose zu scheißen – ihre menschlichen Bedürfnisse, ihre (Mit-)Menschlichkeit verkneifen (müssen) wenn sie in Bedrängnis kommen. Allerdings verstehe ich heute, warum man Menschen als beschönigend als Witzfiguren bezeichnet, die vor VertreterInnen der Gemeinschaften, in denen sie leben, nicht zugeben würden, dass sie Skrupel haben, sich gegenüber anderen mit Gewalt durchzusetzen, aber jede Verordnung, mit der Gewalt gegen andere – selbst ihre eigenen Kinder – ausgeübt werden kann, freiwillig umzusetzen bereit sind, sobald ihnen jemand eine, jede noch so absurde Rechtsgrundlage (gegen die jeder angstfreie Mensch Widerstand leisten würde) liefert und damit scheinbar die „Erlaubnis“ gibt.

Glücklicherweise weiß ich, wie

  • gut Pflanzen, Bakterien oder Pilze auf Fäkalien als Nährmedium wachsen (die wiederum anderen Lebewesen als Nahrung und somit lebenswichtigen, natürlichen Kreisläufen dienen können);
  • wohl sich einige Tiere fühlen, wenn sie sich – vor allem um sich selbst von Parasiten zu befreien – in Kot und/oder Urin suhlen oder wenigstens kurz darin wälzen können (um ArtgenossInnen an den darin enthaltenen Informationen teilhaben zu lassen), und
  • viel Neues daraus entstehen kann, vor allem, wenn die Phase vorbei ist, in der das Ganze noch bis zum Himmel stinkt.

Das erfreut mich wirklich!

 

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Dank für das Foto Sincerely Media (auf Unsplash)!

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