Von natürlichen (Frei-)Handelsabkommen

Das Leben ist auch, aber nicht nur ein Geben und Nehmen

Es ist außerdem ein

  • Verschenken oder (Auf-)Teilen und Akzeptieren oder Nicht-Hinnehmen,
  • Sich-einfach-etwas-Herausnehmen, ohne es sich ehrlich verdient zu haben, und Auf-andere-Weise-Zurückzahlen oder ein
  • hemmungsloses, gieriges – „vorsorgliches“ – Anhäufen oder Verlangen, durch das andere bzw. die Natur und ihre natürlichen Ressourcen ausgebeutet werden, die uns vermeintlich unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

Ich denke allerdings – weil alles in der Natur nach einem natürlichen Gleichgewicht strebt, also auf der Erde für Ausgeglichenheit gesorgt ist – , dass alle irgendwie, irgendwann dafür „zahlen“ werden, was sie in ihrem Leben (hin-)genommen haben, ohne dass sie bereit waren, etwas dafür aufzugeben. Jeder einzelne Mensch, jeder Mann, jede Frau, jedes Kind, handelt sich mit allem, was er/sie/es im eigenen Leben tut (oder nicht tut) etwas anderes ein – selbst wenn das noch nicht offensichtlich ist.

Damit ich mir nicht noch unnötig mehr Zeitverschwendung mit einem elektronischen Medium einhandele, während ich viel sinnvollere Dinge – mit der Natur, anderen Menschen oder Dingen, die nicht erst (energie-)kostenintensiv hergestellt oder betrieben werden müssen – tun könnte, habe ich heute beschlossen, das tägliche Bloggen einzustellen. Ich befürchte, ich werde nie genug Entschädigungszahlungen für das leisten können, was für den „technologischen Fortschritt“ in der Natur von dem zerstört wird, was sie in Jahrmillionen aufgebaut hat – dafür dass Menschen leichter, schneller oder an mehr (kostenlose) Informationen kommen als zu Zeiten, als man noch dem vertraut hat, was Menschen, die man zum Informationsaustausch persönlich treffen musste, aus eigener Erfahrung – nicht über Dritte, also Medien – wussten (und dass ich meinen Kopf freier kriege).

Ich mache mich jetzt also wieder an meine Arbeit bzw. Lebensaufgabe: den Versuch, mich immer unabhängiger von Menschen zu machen, die Gegen(dienst-)leistungen oder Geld für Dinge verlangen, die sie selbst niemals alleine leisten bzw. herstellen könnten, und die niemals für all die Schäden aufkommen könnten, die bei ihrer Arbeit bzw. der Herstellung, (Weiter-)Verarbeitung oder Entsorgung dieser Dinge angerichtet werden (die sie selbst nicht nur für wertvoll, sondern für ihr Eigentum halten, so dass andere sie sich nicht einfach von ihnen nehmen, sondern ihnen etwas dafür geben müssen).

P.s.: Nicht nur Eigentum verpflichtet (z.B. dazu, es nicht mutwillig oder aus Leichtsinnigkeit zu zerstören und damit auch für andere unbrauchbar zu machen, oder es im Notfall auch mit anderen Menschen, die es zum Leben brauchen, zu teilen), sondern auch Besitztümer verpflichten – dazu, möglichst gut auf sie zu achten bzw. sie selbst möglichst so zu nutzen, dass andere nicht auf die Ideen kommen, eigene Besitzansprüche darauf geltend machen zu können, dürfen, müssen oder wollen.

 

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Dank für das Foto gebührt CHUTTERSNAP (auf Unsplash)!

Wie sich angeblich umweltbewusste Menschen selbst betrügen

… oder sich vielleicht auch nur von anderen betrügen lassen, die davon profitieren (dass es Menschen gibt, die sich vor allem unbewusst von ihrem Unterbewusstsein oder ihren Gefühlen leiten lassen)

Ein Bewusstsein für die Natur und ihre Kreisläufe zu entwickeln erfordert mehr als ein wenig Schulwissen und das, was Medien in der Absicht verbreiten, ZuhörerInnen, LeserInnen oder zumindest KäuferInnen zu gewinnen oder behalten.
Es erfordert außerdem

  • Zeit und Muße, die Natur, sowohl ihre BewohnerInnen und Ressourcen als auch sich selbst in Ruhe genau zu beobachten (denn Eile und/oder Ungenauigkeit führt dazu, dass wichtige Details übersehen oder überhört werden, und verleitet zu Fehlschlüssen),
  • einen kreativen Kopf, in dem auch noch eigene Fragen entstehen (zu allem, was in der Welt um sich geht), nicht nur neue Ideen (wie man Problemen leicht aus dem Weg gehen oder sie schnell wieder beseitigen kann), und
  • Ausdauer, die Ursachen von bestehenden Umweltproblemen zu erforschen, ihnen also auf den Grund zu gehen (statt an die „üblichen Verdächtigen“ in der Politik oder neuen „Schuldigen“ in der Industrie oder unter den Menschen zu glauben, die es schon seit jeher gibt, ohne dass sonst jemand zur Verantwortung gezogen werden könnte oder müsste).

Probleme lassen sich nur nachhaltig lösen, wenn alle, die – vor allem wenn sie wiederholt in ähnlicher Form auftreten – mit ihnen zu kämpfen haben, weil sie sie nicht (mehr) ignorieren können, verstanden haben, warum es sie gibt, wo also ihre Ursprünge zu suchen sind.
Die größten Probleme handeln unserer Erde also meiner Meinung nach die Menschen ein, die nur nach vorne schauen wollen und die Vergangenheit oder sogar Gegenwart als so rückständig oder unvollständig betrachten, dass sie schnellstens verändert und um bessere Produkte oder Dienstleistungen ergänzt werden müsste.
Dabei könnte allen Menschen längst klar sein, dass unsere Welt bereits jetzt von Müll überflutet ist, den im Grunde niemand zu einem glücklichen Leben braucht bzw. der sogar immer mehr Menschen krank macht, weil sowohl bei seiner Herstellung als auch beim Zerfall toxische Substanzen entstehen, die sich in unserer Umwelt anreichern (während nur ein paar wenige Menschen auch reich damit werden).

Bewusstsein hat nicht nur damit zu tun, im Augenblick zu leben und alles zu glauben, was man sieht bzw. mit den eigenen Sinnen überprüfen kann.
Bewusst lebende Menschen wissen auch um die oder zumindest ihre eigene Vergangenheit und Zukunftsoptionen: Ihnen ist bewusst, wie sie zu dem Menschen geworden sind, der bzw. die sie heute sind, und was aus ihnen werden könnte, wenn sie genau das weiterhin tun, was sie bisher in ihrem Leben getan haben.
Niemand kann wissen, was geschieht, wenn wir bewusst beschließen würden, einfach mal etwas oder sogar alles, was sich schon mal als überflüssig oder kontraproduktiv, herausgestellt hat, anders zu machen als vorher. Das kann jede/r nur für sich selbst herausfinden.

Wer weiß, vielleicht könnten wir so – wenn alle mitmachen würden – sogar all die Probleme lösen, mit denen Menschen seit Jahrtausenden oder Millionen zu kämpfen haben?
Allerdings würden wir dann nicht wissen, ob wir sie auch damit hätten lösen können, dass wir einfach alles genau so hätten weitermachen können wie bis zum jetzigen Zeitpunkt: wie wir dachten, dass wir sie – alleine oder gemeinsam – lösen oder zumindest gut – zufrieden, bequem oder sogar glücklich – mit ihnen weiterleben könn(t)en …

Was ich weiß ist, dass uns allen immer hinterher bewust ist, was wir alles hätten anders machen können.

 

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Dank für das Foto gebührt Brian Yurasits (auf Unsplash)!

Natürliche Selbstreinigungsmechanismen wie der Lotuseffekt …

… können (wie Selbstheilung) ungehindert nur in dem natürlichen Zusammenhang, in dem sie einst entstanden sind, funktionieren

Seit Langem versuchen von der Natur begeisterte Menschen, diese willkürlich – bionisch – nachzubauen bzw. zu nutzen, wie es ihnen gerade – oft völlig ohne Verstand bzw. wirkliches Wissen und Verständnis für das, was sie tun – in den Sinn kommt.
Dabei herrschen in der Natur strenge Regeln, die dafür sorgen, dass ein natürliches Gleichgewicht aller Kräfte – auf- und abbauenden bzw. an- und entspannenden, ablagernden und loslösenden – eingehalten wird. In der Natur herrscht weder Verschwendung noch ein unsinniger Überfluss, der nicht dazu dienen würde, die Fülle und Vielfalt der Natur dauerhaft erhalten zu können, ohne sie dabei zu verschmutzen – zuzumüllen.

Nur Menschen ist bzw. war sie nicht sauber (oder gesund) genug zum Leben, so dass sie angefangen haben, sie mit selbst erfundenen – künstlichen, egal ob chemischen oder physikalischen Reinigungs- und Hygienemaßnahmen oder -mitteln (sowie angeblich gesünderen, nährstoffhaltigeren Produkten, die ihrem Lebenserhalt dienen sollen) zu überschwemmen …
Wenn natürliche, lokale Wasserkreisläufe durch Entwaldung und Versiegelung der Böden gestört sind, braucht man – gegen Dürre oder Sturmfluten – auch keine künstlichen Oberflächen mit Lotuseffekt mehr. Genauso wenig wie in einer Umwelt, in der Regen nicht mehr perlt, sondern aufgrund des Einsatzes von Seifen schäumt.
Wenn Blätter bzw. das Blattgrün, das unseren Sauerstoff aus Kohlenstoffdioxid produziert, nicht mehr schnell genug in ausreichender Menge neu entstehen kann, während es an anderer Stelle zerstört wird, brauchen wir uns nicht wundern, dass höhere CO2-Werte gemessen werden.
Wenn unsere natürlichen Ökosysteme bzw. Organismen mehr Giften – also unnatürlichen Mengen, Konzentrationen, Extrakten oder künstlichen Gemischen natürlicher (Roh-)Stoffe – ausgesetzt werden als ihre Organe – wenn sie genug Zeit und Ruhe, Frischluftzufuhr sowie sauberes Wasser und Nährstoffe dafür bekommen – automatisch ausscheiden können, braucht niemand zu erwarten, dass sie keinen Schaden davon tragen werden.

Es ist im Grunde traurig, wie viele – vermeintlich gebildete – Menschen immer noch nicht wissen, wie sie unsere Umwelt sauber(er) halten und/oder sich selbst vor Umweltverschmutzung schützen können – egal ob auf körperlicher, geistiger oder seelischer Ebene: durch weniger Konsum, vor allem von Produkten, die in erster Linie ihrem Genuss und ihrer Unterhaltung dienen, ihnen also das Leben leichter oder einfacher machen und sie vor – angeblich – allzu schwerer Kost schützen sollen.
Im wahren Leben können Menschen, die noch mit der bzw. ihrer Natur verbunden sind, spüren,

  • wenn ihnen etwas im Grunde gut Verdauliches auf den Magen schlägt (weil sie es zur „falschen Zeit am falschen Ort“ probiert oder sich dazu in Versuchung führen lassen haben) oder den Appetit verdirbt, weil es ungesund für sie ist;
  • was genau ihnen – außer Koffein oder Nikotin – Herzklopfen bereitet oder – wie zu viel Zucker – den Schlaf raubt, so dass sie etwas dagegen tun können, oder
  • wovon ihre Kopfschmerzen kommen bzw. wie sie sie auch ohne ärztliche Hilfe wieder loswerden.

Sie müssen keine saubere, besonders helle oder farbenfrohe Kleidung tragen, um ihnen ihr inneres Leuchten ansehen zu können. Und einigen von ihnen ist mit Sicherheit bewusst, dass Tränen manchmal der einzige Weg sind, sich von all der (mit gesundheitsschädlichen, immunschwächenden Stresshormonen verbundenen) Trauer oder Verzweiflung über die Verschmutzung der Erde und Zerstörung von lebendiger Natur – zugunsten dessen, was Menschen unter Nachhaltigkeit, „Fortschritt“ oder „sauberer Energie“ bzw. „grünen Technologien“ verstehen – zu reinigen.

 

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Dank für das Foto gebührt Marina Logvin (auf Unsplash)!

 

Was ist nur aus den Menschen geworden – die nie so sein wollten wie „die anderen“?

Wie sich Menschen, die (familiäre) Strukturen brauchen, denen sie blind vertrauen können, zu empathielos funktionierenden Robotern entwickeln können, die zwar noch gerne in Erinnerungen schwelgen, aber im Grunde trotzdem alles, woran sie mal geglaubt haben, vergessen zu haben scheinen

Es ist normal, dass Menschen sich im Laufe ihres Lebens vor allem äußerlich verändern. Aber nur wenige, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend gegen die gemein- oder gesellschaftlichen Strukturen rebelliert haben, die sie in ihrer freien Entwicklung (hin zu dem, was bzw. wer sie gerne sein wollten) behindert haben, scheinen sich bzw. ihren inneren (Ideal-)Vorstellungen – z.B. von Frieden, Freiheit, Gewaltlosigkeit, der Gleich- und/oder Einzigartigkeit der Menschen – ihr Leben lang treu bleiben zu können.

Besonders rücksichtsvolle Menschen, die anderen wiederholt gerne freiwillig Platz machen, – auch wenn die sich dann verhalten als

  • würde ihnen die Welt alleine gehören,
  • müssten alle anderen ihnen zuliebe auf ihre Freiheiten oder eigenen Ansprüche verzichten oder
  • wäre es normal, dass man dann auch freiwillig allen Müll wegräumt, den sie hinterlassen (haben) –

werden häufig feststellen, dass irgendwann gar kein (Rückzugs-)Raum mehr für sie selbst bleibt, an dem sie vor dem Einfluss anderer sicher wären.

Vielleicht ist es gut, sie so in Erinnerung zu behalten, wie sie mal waren: als gute FreundInnen, denen man einmal vertraut hat (die sich aber anderen Menschen untergeordnet und damit ihre Vertrauenswürdigkeit abgegeben haben).
Vielleicht ist es auch gut, die Gedanken an sie loszulassen und sich an vertrauenserweckenderen Menschen zu orientieren, die

  • noch nicht in einer Masse von mehr oder weniger gleichgeschalteten, gleichartig funktionierenden, berechenbaren Individuen untergegangen sind,
  • (weiterhin) zwischenmenschlichen Idealen folgen und
  • noch für Überraschungen gut sind.

Für mich als Verhaltensökologin ist es immerhin eine Erklärung (wenn auch keine Entschuldigung für das, was unzählige Menschen damit anrichten), dass es ihnen vielleicht selbst (gesundheitlich) schlecht (damit) geht. Gegen ungute Gefühle (von Ohnmacht oder Schwere) versuchen schon Kinder, (es) sich selbst möglichst leicht zu machen und dafür zu sorgen, dass es in erster Linie ihnen ein gutes Gefühl verschafft, dass sie keine oder zuindest wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse „anderer“ (insbesondere wenn sie ihnen noch völlig oder generell ziemlich fremd sind) – nehmen, geschweige denn Verantwortung für sie tragen, d.h. ihnen Rede und Antwort stehen müssen.

Es gibt hin und wieder auch Menschen, die werden einem mit der Zeit sympathischer, obwohl man früher nicht viel mit ihnen gemeinsam hatte. Und einige verändern sich irgendwie nie, während man selbst viel Neues dazulernt, Enttäuschungen erlebt bzw. neue Angewohnheiten entwickelt.
Am Ende, wenn die alten verschwunden sind, werden jedenfalls immer neue Arten von Menschen zurückbleiben, die ihre Chance bekommen, alles anders zu machen als die vor ihnen.
Es bleibt für die WissenschaftlerInnen der Zukunft jedenfalls spannend, zu erforschen, was sie wie und warum aus sich und dem, was war, gemacht haben.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly Sikkema (auf Unsplash), und dafür, dass sie mich auf das verlinkte Musikvideo aufmerksam gemacht hat, gebührt er meiner lieben Freundin Suleika (die ich seit mehr als 25 kenne und auch heute noch (mit-)erleben darf – wie sie auf ihre Weise friedlich Widerstand gegen vieles leistet, womit sie nicht leben will)!

Vom sinnlosen und sinnvollen Klagen oder Rebellieren

Es gibt Dinge in unser aller Leben, die lassen sich nicht ändern: nämlich alles, was in der Vergangenheit liegt oder zu dem geführt hat, was heute ist.

Wenn allerdings ganz offensichtlich ist, dass nur nicht genug Menschen bereit sind, etwas daran zu ändern, dass sich dieselben beklagenswerten Zustände ständig wiederholen (weil sie es vorziehen, sich im Kreis zu drehen statt einen Schritt nach vorne zu tun oder zurückzutreten), dann ist das meiner Meinung nach nicht nur ein guter Grund, still und leise darüber zu klagen, also in Trauer oder Fassungs- und Tatenlosigkeit zu verfallen oder einen Gott oder gleich mehrere Götter und Göttinnen um Hilfe zu bitten. Es ist dann auch leicht verständlich oder sogar – weil es Erleichterung verschafft – gesundheitlich vorteilhaft, lauter als gewöhnlich über die eigene Ohnmacht oder andere Menschen zu schimpfen und somit – auch in aller Öffentlichkeit – dagegen aufzubegehren, als einzelner Mensch breitflächig Widerstand gegen Kriege oder andere menschenverursachte Notlagen leisten zu können, ist genauso eine Illusion wie zu glauben, man hätte überhaupt keine Möglichkeiten, die Zukunft so zu gestalten, dass weniger Menschen darüber klagen müss(t)en.

 

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Dank für das Foto gebührt Levi Meir Clancy (auf Unsplash)!

Was da ist, muss weg! (Oder was noch nicht da ist, muss als lebensbedrohlich emp- bzw. erfunden, produziert und mit „guter“ Werbung als lebensrettend oder zumindest noch zum eigenen Glück fehlend verkauft werden)

Wie ein – „Dank“ einseitiger Propaganda – ökonomisches statt ökologisches Verständnis von der Welt (sowie anerzogene Glaubenssätze oder traumatische Verlusterfahrungen) Menschen zu Wahnsinnigen machen und/oder – auch andere – Leben zerstören

Dass viele Menschen – statt in der Realität zu leben und das zu tun, was sie gerne tun würden – ihren Alltag von Medien und Politik beherrschen lassen, zeigt sich allein darin, dass sie freiwillig Steuern und anderes Geld an Menschen zahlen, die damit Kriege und Propaganda für ihre „zukunftsorientierte“ Politik finanzieren, die die Umwelt vergiftet bzw. so zerstört, dass Klimaextreme zur Normalität werden (weil regulierende Wälder gnadenlos abgeholzt, Ökosysteme zerstückelt und ökologische Kreisläufe damit unterbrochen oder große Bodenflächen versiegelt werden). Oberflächlich mag es für alle, denen nicht bewusst ist, wie überlebenswichtig das Leben im Boden nicht nur für uns Menschen, so erscheinen, als würde es auch in Städten eine lebendige Vielfalt geben können. Ohne die Zahl der Bodenorganismen – die dafür sorgen, dass Kohlenstoff im Boden gespeichert wird oder neue organische Masse entstehen kann – herrscht ein lebensbedrohliches Ungleichgewicht.

Da alles mit allem verbunden ist und das Äußere – für Menschen, die (noch) wissen, wie man genau hinschaut bzw. auch mit dem Herzen sehen kann – nur das Innere, das Oben nur das Unten, das Rechte nur das Linke, große Dinge die kleinen und ein Kind meist (wenn es sich nicht bewusst dagegen entscheidet) die Sehnsüchte der Eltern widerspiegelt, genügt im Grunde ein kurzer Rundum-Blick bis in die eigene Gefühls- und Gedankenwelt, um sich ein Bild von dem, was wirklich ist, zu verschaffen.

Ich habe den Eindruck, viele Menschen scheuen sich davor, Einsicht zu zeigen – auch in sich zu gehen statt sich vor allem an anderen zu orientieren.
Solange ihnen noch Aufmerksamkeit zukommt, solange sie noch für das, was sie tun, von irgendjemandem gelobt oder sogar bejubelt, vielleicht sogar bezahlt werden, machen sie jeden – sogar beleidigenden, demütigenden, menschenverachtenden – Irrsinn mit. Im Glauben, „wenigstens etwas beizutragen“ zu einer Welt, die nicht auf einzelne Menschen angewiesen ist, sondern auch gut – vielleicht besser – ohne uns alle funktionieren würde.

Für mich ist das noch lange kein Grund,

  • Menschen und ihre Natur einseitig schlecht zu machen und – wie schon in der Vergangenheit auch viele Pflanzen- oder Tierarten und weitere Gruppen von Organismen – zu Schädlingen erklären,
  • alles, was sie von Natur aus gerne tun würden, lenken oder sogar streng kontrollieren zu wollen und
  • skrupellos Forschung zu betreiben und dafür bzw. dabei Menschen, Tiere oder Böden bzw. ganze Ländereien auszubeuten, um Rohstoffe für naturzerstörerische Technologien gewinnen, finanzierbare bzw. sich lohnende Produktionsorte schaffen und mit absurden Verkaufsstrategien umwelt- bzw. gesundheitsschädliche Produkte in die Welt bringen zu können (um damit – angeblich – die Menschheit zu retten).

Alle, die sich selbst für schlecht – (aus-)gebildet – oder – körperlich, geistig oder seelisch – benachteiligt halten und nicht erkennen, was sie alles – völlig freiwillig und aus eigener Kraft – besser machen bzw. sein lassen könnten (statt sich nicht nur vor anderen Menschen zum Affen machen oder von ihnen für dumm verkaufen lassen zu müssen könnten), fehlt – für mich ganz offensichtlich – ein wichtiger Teil ihrer oder ihres Selbst bzw. ihr Zugang dazu.
Vielleicht ist es hinter all ihren unsinnigen Besitztümern verloren gegangen, vielleicht hinter einer dicken Fettschicht, vielleicht in all den Gedanken, die sie sich um andere(s) machen.
Ich kann nur sagen: Verluste sind nicht immer lebensbedrohend. Sie haben schon immer vielen Menschen das Leben gerettet bzw. eine völlig andere Seite gezeigt, die vorher für sie unvorstellbar war.
Die Kunst eines glücklichen, gesunden Lebens ist es, beide Seiten als lebenswichtig anzuerkennen bzw. einzusehen, dass ein Extrem nur immer wieder zu einem anderen führt, wenn Menschen die eigene, entspannte Mitte dazwischen nicht finden (sondern von der Angst beherrscht werden, wieder ins Letzte zurückzufallen, so dass sie versuchen, den Kontakt mit allem oder allen zu vermeiden, was sie daran erinnert bzw. schmerzhafte Erinnerungen daran hervorrufen könnten).

P.s.: Es mag verlockend klingen, wenn Menschen versprechen, anderen ihre Arbeit abzunehmen, also zu ersparen, dass sie vielleicht viele Tränen, Schweiß und Blut vergießen müssen, um dahin zu kommen, wo sie gerne wären (um dort sich selbst – zum eigenen natürlichen inneren Frieden und Glück – zu finden. Allerdings sind die, die Menschen davon weggeführt haben, selten die, die irgendwann auch wieder zur Umkehr aufrufen.

 

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Dank für das Foto gebührt Documerica (auf Unsplash)!

Zum Trotzen – sowohl gegenüber Ja-Sager/Innen als auch Widerständler/Innen – geboren

Warum Ge- und Verbote für kreative Menschen keine Wege verschließen, sondern nur neue Möglichkeiten eröffnen (von denen auch alle anderen profitieren können)

Die Welt der Menschen wird beherrscht von gutgläubigen Individuen, die all dem vertrauen, was andere – auf vermeintlich rechtschaffende Vorbilder zählende – Menschen ihnen über gute und böse Menschen (und wie diese für ihre „Verdienste“ belohnt oder Taten bestraft werden müssen oder zumindest in einer gerechten Welt bestraft werden sollten) beigebracht haben.

Dabei neigen schon Kinder, die sich von anderen ungerecht behandelt fühlen (weil ihnen z.B. niemand verständlich machen kann, warum nicht bei ihnen die Ausnahmeregelung herrscht, die sie bei anderen schon beobachtet haben), dazu, sich über – angeblich – vernünftige oder zumindest allgemein akzeptierte Verbote hinwegzusetzen, also in bestimmten Situationen „böse“ zu  sein, während sie unter anderen Umständen wahre Engel sind.
Was schwerer wiegt – ihr Liebreiz oder ihre Bösartigkeit -, hängt wiederum davon ab, wer davon betroffen ist, sich also damit herumschlagen muss, oder wer davon profitiert.

Rechtsprechung ist keine leichte, in meinen Augen sogar eine unmögliche Aufgabe, weil es im Grunde immer „mildernde Umstände“ gibt, die Taten – egal ob besonders gute oder schlechte – relativieren. Streiten lässt sich über alles, vor allem darüber, wem es wann (zu) gut oder schlecht (genug) geht, um etwas zu rechtfertigen, bzw. was eine „gerechte“ oder „ungerechte“ Strafe, Entschädigung oder Belohnung für jemanden ist.

Während andere damit beschäftigt sind, über bestehende Gesetze oder Ge- und Verbote zu diskutieren (statt sie wörtlich zu nehmen) oder neue Gesetze zu beschließen (weil die alten – wie zu erwarten – missbraucht werden konnten) entstehen schon immer Möglichkeiten, die Gunst der Stunde zu nutzen, um selbst zu überdenken, ob es nicht sinnvoller ist, sich etwas völlig Neues einfallen zu lassen, wozu es – aktuell – noch gar keine einheitlichen Regelungen oder diese auch nicht mehr gibt, weil sich herausgestellt hat, dass es unmöglich war, diese zu kontrollieren.

Es gibt immer noch Kontrollfreaks – fanatische AnhängerInnen einer Verbotskultur – auf dieser Erde, die denken, dass sich zwischenmenschliche und gesellschaftliche Probleme einfach verbieten lassen würden, ohne dass man

  • ihnen auf den Grund gehen,
  • sie in aller Öffentlichkeit bzw. zumindest unter Beteiligung aller Betroffenen diskutieren und
  • sich darüber – nicht nur mehrheitlich – einigen müsste, wie zukünftig damit umgegangen werden soll, dass es menschlich ist, NEIN zu sagen zu allem, was sich schlecht oder ungerecht anfühlt, also nicht einfach alles hinzunehmen, was andere als gut und gerecht oder zumindest normal, natürlich oder notwendig, also unumgänglich propagieren.

Als Verhaltensökologin kann ich nur hoffen, dass sie – ihrer etablierten, festgefahrenen Meinung zum Trotz – irgendwann noch eines Besseren belehrt werden: Dass der Homo sapiens nicht entstanden ist, weil sich seine VertreterInnen freiwillig anderen Menschenarten untergeordnet haben bzw. von ihnen ihren überlebenswichtigen Drang nach (Entscheidungs-/Meinungs-/Religions-/beruflicher/…)Freiheit – aus angeblich vernünftigen Gründen, nämlich zum Besten aller – haben verbieten lassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Jon Tyson (auf Unsplash)!

Das war schon immer so

und wird sich auch nie ändern!

… sagen nur Menschen, die nichts von (unseren) Anfängen wissen und keine Vorstellung davon haben (wollen), dass von einem Tag auf den anderen wirklich alles anders sein kann – auch wenn das dann „nur“ einen neuen Anfang für etwas darstellt, nachdem vorher etwas Altes zu Ende gegangen ist.

Wer immer noch nicht merkt, dass wir uns (genau wie unsere Erde) alle im Kreis drehen – wenigstens unsere Gedanken um etwas kreisen lassen – (müssen), bevor wir bereit sind, einen Schritt weiter oder zurück zu gehen, oder bereit ist, einen Blick in unsere Geschichtsbücher zu werfen, bevor er oder sie „einfach so weitermacht wie bisher„, dem bzw. der ist wahrscheinlich einfach nicht zu helfen.
Es war glücklicherweise tatsächlich schon immer so, dass im Laufe der Evolution die überlebt haben, die sich am Besten an die Natur anpassen bzw. mit natürlichen – vor allem klimatischen – Veränderungen leben konnten – nicht die, die versucht haben, sie zu verhindern und die Natur künstlich zu verändern bzw. mit ihren Techniken/Technologien zu beherrschen.

 

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Dank für das Foto gebührt Etienne Bösiger (auf Unsplash)!

 

Der Mensch ist nicht für ein streng geordnetes Leben in großen (und einfarbigen oder weißen) Freiräumen gemacht

Warum ich wette, dass minimalistisch-lebende Menschen die Liebe oder zumindest Tendenz zum Chaos, das jedes Leben erst liebens- und lebenswert macht, nur in ihr Inneres verlagert oder digitalisiert haben

Menschen, die sich schlecht auf Dinge konzentrieren können, auf die sie ihren Fokus setzen möchten (weil sie ihnen z.B. selbst gut tun), wenn gleichzeitig zu viel Ablenkung herrscht, lieben minimalistische Formen oder große, leere Räume, in denen nur wenige farbliche Akzente gesetzt sind.
Wir alle können uns, wenn wir wollen, das Leben einfach machen und, notfalls mit mentalem Trainng, einfach alles weglassen, was uns – unsere Augen, unsere Ohren oder unsere anderen Sinnesorgane – stört bzw. sich schlecht für uns anfühlt.
Mit einem Leben in der Realität hat das wenig zu tun. Viel eher mit Realitätsflucht.

Natürlich ist unsere Welt viel zu voll mit Dingen und die meistern von uns besitzen unzählige unsinnige Dinge, die uns geschickte VerkäuferInnen angedreht bzw. mit ihrer Werbung schmackhaft gemacht haben (selbst wenn ihr Produkt ein reiner Giftcocktail ist), die nicht nur unsere innere Ordnung – unsere Selbstheilungskräfte – stören, sondern auch in der Natur ein Chaos anrichten, indem ihre Herstellung oder Entsorgung natürliche Kreisläufe stört.
Aber Menschen machen es nicht besser, wenn sie einfach nur

  • mehr Raum ganz für sich allein beanspruchen, in den sie sich zurückziehen können, um sich vor dem Chaos draußen absichern  zu können;
  • mehr Dinge entsorgen, ohne sich dafür zu interessieren, wo sie landen, oder
  • Werbung dafür machen, es ihnen gleichzutun – also Propaganda für Ordnung und/oder Leere zu betreiben.

Die Natur ist wie alle ihre BewohnerInnen weder immer ordentlich noch leer.
Es braucht immer auch Raum für das Chaos – innerhalb eines geordneten Rahmens; damit es nicht eskaliert.

Ich denke, es wird immer wieder genug Menschen geben, die hinterher das Chaos beseitigen, das andere angerichtet haben (die anfangs nicht den Eindruck erweckt haben als würden sie Unordnung mögen oder sie sogar mit brutaler Gewalt durchsetzen). Allerdings habe ich den Eindruck, dass das Bewusstsein dafür steigt, sich besser vor Menschen in Acht zu nehmen, die ein besonders vorbildliches, angeblich einfaches Leben führen (wollen) bzw. sich immer sehr ordentlich verhalten.
Es erfordert ein strenges Training und weiterhin enorme Selbstkontrolle, um von einem gesellschaftlich anerkannten nicht in einen natürlichen Zustand zurückzufallen, in dem Menschen sein dürfen wie sie wollen – solange sie damit keine anderen in ihren Freiheiten begrenzen.

Ich wette also nicht nur, dass – Dank verbesserter, nicht nur digitaler Möglichkeiten – immer mehr Unordnung vor anderen Menschen versteckt wird, sondern auch, dass sie irgendwann wieder an die Oberfläche kommen, vielleicht sogar – wie bereits wiederholt in unserer Menschheitsgeschichte, die von Menschen dominiert wird, die immer wieder für Recht und Ordnung sorgen wollten (und stattdessen Unrecht und chaotische Zustände in die Welt gebracht haben) – ausbrechen wird.

Als geborene Chaotin, die Dinge erst gerne wegräumt oder -wirft, wenn sie sicher ist, dass sie bzw. sonst irgendwer sie nicht mehr braucht, und Verhaltensökologin weiß ich, dass die Menschheit das, was jetzt ist, bzw. diejenigen, die jetzt regieren, noch braucht. Die Menschen brauchen – um in Zukunft zu wissen, was sie sich hätten (er-)sparen können – nicht nur das Wissen (und Warnungen), sondern eigene (schmerzhafte) Erfahrungen dazu, womit sie früher hätten aufhören, was sie hätten stoppen können  bzw. was sie früher hätten anfangen sollen, um nicht teures Lehrgeld bezahlen oder traurige Verluste hinnehmen zu müssen.

Es ist nie zu spät, mit dem Aufräumen in der Natur zu beginnen und wieder mehr Platz für sie zu schaffen.
Allerdings bin ich mir sicher, dass es nicht so leicht sein wird, Menschen davon zu überzeugen, die Wohnräume, die sich sich als Schutz vor ihr gebaut haben, wieder mehr mit ihr – nicht nur mit der Vorstellung von ihr, wie sie sein sollte – zu teilen bzw. wenigstens mehr anderen natürlichen Lebewesen Raum zu geben (keinen von Menschenhand nach Modellvorstellungen künstlich gezüchteten – domestizierten -, die lernen mussten, wie man sich innerhalb von geschlossenen Räumen ordentlich, unauffällig verhält, wenn man geduldet werden will).

 

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Dank für das Foto gebührt Sarah Dorweiler (auf Unsplash)!

 

Friedlich ge- oder entschlafen oder von lauten Schreien nach Frieden aufgeweckt?

Von Menschen, die keine (innere) Ruhe finden – weil sie die Welt zu gut oder nicht (mehr) verstehen

Innerer Friede braucht – genauso wie die (Selbst-)Heilung von Krankheiten – nicht nur Hoffnung und Konzentration darauf, um auch bei aufsteigender Wut, Verzweiflung oder anderen destruktiven Gefühlen (über den eigenen aufgewühlten Zustand) friedlich zu bleiben, sondern auch Verständnis für die eigene innere Unruhe.
Kein Mensch sieht die Welt wie ein anderer. Nur für wenige – selbst nicht für Kinder, die sich von ihren Eltern beschützt fühlen sollten – ist sie ein ruhiger, friedlicher Ort, an dem nicht täglich Lärm herrscht und Kriege geführt werden oder das eigene Zuhause, in dem sie Frieden finden könnten, bedrohen.
Viele leben in ständiger Angst um ihr eigenes Leben bzw. dem Bedürfnis, ihr Leben auch vorsorglich – wenn es gar nicht akut angegriffen wird – vor (Lebens-)Gefahren zu schützen.

Es macht allerdings einen großen Unterschied, zu wissen, was man alles tun könnte oder müsste, um sich abzusichern und dann – vermeintlich – in (ewiger) Ruhe schlafen zu können, oder was wirklich Sinn ergibt und eigentlich guten Gewissens erlaubt ist – um es nicht zu übertreiben mit der eigenen Vorsicht oder Rücksicht auf andere, die dem eigenen Leben gefährlich werden könnten.
Das eigene Leben kann kürzer als geplant sein, und der Tod ist ohnehin unausweichlich, so dass es wenig Sinn macht, sich mit der Angst davor (oder vor Menschen, die einem vermeintlich nach dem Leben trachten, so dass es angeblich Sinn acht, sich mit „Werkzeugen“ vor ihren Angriffen zu schützen), die eigene Laune verderben zu lassen. Menschen können lernen, sich mit ihren Ängsten und Befürchtungen auseinanderzusetzen bzw. darauf vorbereiten, ihnen mutig, aber entspannt – freundlich, friedlich gesinnt, aber in vollem Bewusstsein der eigenen Stärke – ins Gesicht zu schauen.
Angst kann sich jede/r nur selbst nehmen – mit dem Verständnis dafür, wer oder was sie ausgelöst hat: Worte oder eigene schlechte, demütigende Erfahrungen, die sich wiederholen und dieselben entmutigenden Gefühle – der Angst (vor einem Verlust, der eigenen Ohnmacht oder dem Versagen), Neid, Wut oder Scham – erneut auslösen könnten.

Nicht alle Menschen konfrontieren sich freiwillig – um ihres inneren Friedens willen – mit einer schmerzhaften Vergangenheit oder Gegenwart, sondern konzentrieren sich stattdessen darauf, sie aus ihrem Gedächtnis zu verdrängen, also keine Gefühle aufsteigen zu lassen, die im entspannten Zustand an die Oberfläche treten könnten. Sie merken oft gar nicht, wie sehr sie innerlich dagegen ankämpfen müssen. Denn sowohl unser Körper als auch unser Geist neigen von Natur aus (damit sie nicht krank werden und Gefahr laufen, dem Tod zum Opfer zu fallen) dazu, Ruhe finden zu wollen bzw. müssen, wenn etwas in ihnen passiert ist, was ihnen ihre natürliche Ausgeglichenheit, ihre Gesundheit nimmt: um Zeit zum Nachdenken, Einsehen und Verstehen oder dafür zu haben, kreativ gegen den inneren Unfrieden vorzugehen.
Nicht alle kreativen Lösungen machen – wenn sie nicht gut, in weiser Vor(aus)sicht, durchdacht sind – auch nachhaltig Sinn, können also früher oder später wieder Unfrieden (in oder unter Menschen) stiften – vor allem, wenn sie erneut zu rücksichtslos gegenüber natürlichen Bedürfnissen (nach ausreichend Ruhe und Frieden) umgesetzt werden.

Vor allem Menschen, die sich – statt „nur“ inspirieren, also neuen Lebensmut einhauchen – leicht von anderen für alles Mögliche begeistern und mitreißen lassen (statt auf sich selbst vertrauen zu können), laufen Gefahr, den eigenen Körper und (ruhigen) Geist zu vernachlässigen bzw. die Stimme ihrer Vernunft oder eigenen Intuition auszuschalten.
Niemand müsste die (Selbst-)Erkenntnis mit ins Grab nehmen, die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten – die eigene Lebenszeit – nicht genutzt zu haben, um sich selbst und die eigenen Ängste oder Stärken und Schwächen kennenzulernen (und ihnen nicht erst im Augenblick des Todes begegnen zu müssen). Jede/r hat die Möglichkeit, jeden Tag etwas Neues über sich zu erfahren und einen friedlichen Umgang damit zu lernen. Es gibt vieles, was – ohne ein schlechtes Gewissen oder Reue (es entweder getan oder nicht schon viel früher angefangen zu haben) zu hinterlassen – Freude macht und inneren Frieden schenkt.

Mit einer inneren Unruhe, mit einem aufgewühlten Herzen lässt sich jedenfalls kein Frieden in der Welt schaffen – auch nicht mit gutem Willen oder Absicht (wenn nicht alle anderen die auch verfolgen). Dann ist es sicherer, wenn möglichst viele Menschen weiter unruhig oder nur noch mit Beruhigungsmitteln schlafen und dann tagsüber zu müde zum Kämpfen sind, sondern nach möglichst viel Harmonie streben.
Alle friedliebenden Menschen, der nicht gerne unnötig lange schlafen, müssen nur aufpassen, sie zu schnell, unvorsichtig, zu wecken – mit Informationen zu dem, was sie vorher nicht verstanden haben (weil sie zu lebensmüde, gutgläubig oder abgelenkt waren, um sich damit zu beschäftigen).
Denn dann kann ganz schnell Unfrieden herrschen, wo kurz vorher noch alles ruhig war und in friedlicher (Rechts-)Ordnung schien.

 

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Dank für das Foto gebührt Sunguk Kim (auf Unsplash)!