Eine einseitig helle, unaufgeklärte, flache Postkarten- und Werbeprospekt-Perspektive auf die Erde …

… voll von unbewusster Mundpropaganda und Schleichwerbung für angeblich immer schönere (als die bestehende), „ferne Welten“

Menschen bleiben oder siedeln von Natur aus nicht freiwillig an Orten, an denen es ihnen in vieler Hinsicht nicht gefällt.
Menschen gewöhnen sich aber notfalls an alles, was – ohne dass sie sich dafür anstrengen, ohne hart dafür oder dagegen arbeiten zu müssen – immer da ist und ihnen alles Lebensnotwendige bietet, so dass sie – als Lohn für Arbeit bzw. Energieaufwand, den sie freiwillig nicht leisten würden,- „etwas Besseres„, „Schöneres“ erwarten.
Viele Menschen sind dort, wo sie sind, zwar mit vielem unzufrieden (und gönnen sich so oft wie nur irgendwie möglich Auszeiten davon), begnügen sich aber mit den eingeschränkten Möglichkeiten, die ihnen – warum auch immer – andere für ihr Leben, das sie angeblich frei-willig führen, bieten.

Alle, die die Freiheit haben, – scheinbar ganz ohne Anstrengung –

  • dorthin gehen zu können, wo andere es sich – aus Langeweile oder Überdruss an dem, was sie bereits haben – schöner vorstellen, oder
  • das tun und/oder lassen zu können, worin andere Menschen eine Auszeit von ihrem anstrengenden Leben oder einen Ausweg aus einer Situation sehen, die ihnen aussichtslos erscheint,

oder die sich diese Freiheit mit viel Mühe nehmen, wecken bei anderen, mit ihrem Leben unzufriedenen Menschen völlig natürliche Begierden, es ihnen gleichzutun.
Nur ist das vielen Menschen in keinster Weise bewusst – Menschen mit wenig Selbstbewusstsein bzw. ohne vielfältige Lebenserfahrungen oder umfassendes Wissen über ihren oder überhaupt den menschlichen Körper und Geist.
Viele lassen völlig unbewusst ihr Gehirn von Bildern, Worten, Klängen oder Düften und anderen chemischen Reaktionen beeinflussen, also ihren vermeintlich „freien Willen“ oder Geist steuern.
Und genauso unbewusst betreiben viele Mund- oder andere Propaganda für Dinge, die ihnen einseitig „nur schön“ oder „traumhaft“ erscheinen, ohne darauf aufmerksam zu machen, dass Träume nur kleine Ausschnitte einer viel längeren Geschichte sind, die im Dunklen oder zumindest bei geschlossenen Augen (und vielleicht sogar mit Ohrstöpseln) stattfindet.

Alles in dieser von der Sonne beschienen Welt hat Schattenseiten, auch oder vor allem die Menschen, die dazu neigen, sich möglichst nur im besten Licht zu zeigen
Es gibt Menschen, die reden offen und ehrlich über alles, weil sie wissen, dass echte, umfassende Aufklärung wichtig ist, um möglichst vernünftige, nachhaltig sinnvolle Entscheidungen für das eigene Leben (und die Werbung, die man dabei in der Welt verbreitet) treffen bzw. überlegen zu können, worüber man zukünftig ausschweifend reden möchte und worüber lieber nicht.
Und es gibt Menschen, die wollen lieber gar nicht alles so genau wissen – weil sie sich sonst vielleicht nicht mehr besonders wohl dort fühlen würden, wo sie sich aktuell befinden und woraus sie aktuell keinen Ausweg sehen.

Gespräche zwischen solch unterschiedlichen Menschen enden häufig in der Grundsatzdiskussion, ob sich die Welt verändern lässt oder nicht.
Liebe Mitmenschen, – möchte ich ihnen am liebsten sagen – die Welt verändert sich täglich, ganz ohne dass Ihr etwas dagegen tun könnt – allein dadurch, dass

  • alle Lebewesen, aber auch tote Materialien einem Alterungsprozess unterworfen sind, aber auch dadurch, dass
  • wir täglich etwas dazulernen können, was unser weiteres Handeln bestimmen kann.

Bevor Du also zukünftig Postkarten schreibst oder Werbung für etwas oder andere machst, mach‘ doch lieber etwas Sinnvolles mit den Menschen um Dich herum, die Dir am Herzen liegen: schmiedet Pläne, wie sich Euer Leben auf einfache Weise schöner, besser machen lässt – ohne dass Ihr dazu

  • weit weg fahren müsst von da, wo Ihr lebt,
  • Eure FreundInnen von weit her zusammentrommeln,
  • Eure Familie besuchen,
  • erst einmal einkaufen gehen oder
  • warten müsst, bis das wieder geöffnet und einen Termin für Euch hat, womit Ihr Euch ein bisschen mehr innere Zufriedenheit und weniger Fernweh verschafft.

Die Nähe, das Gefühl der Verbundenheit zur Natur bzw. zu den Menschen vor der eigenen Haustür bzw. an dem Ort, an dem sie leben, ist das einzige, was Menschen immer und überall glücklich macht; zumindest so lange sich alle darüber einig sind, dass es sich für Menschen nicht lohnt, neidisch auf andere zu sein oder auch alle Dinge haben zu wollen, die sie sich leisten können – vor allem nicht die, für die jemand völlig Fremdes Werbung machen musste, weil sie sonst vor Ort vielleicht gar niemand würde haben wollen.

 

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Dank für das Foto gebührt Murat Karahan (auf Unsplash)!

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