Wenn Menschen durch ihre Erziehung zum dauerhaften, bewegungslosen Durchhalten (nicht nur im Sitzen) ihre natürliche, ursprüngliche, intuitive bzw. selbstständig erlernte Schwanzsteuerung verloren haben

… und denken, ihre Unterleibsorgane, ihr Magen oder ihr Kopf könnte ihnen dabei helfen, dahin zu gelangen, wo sie bekommen, was sie von Natur aus brauchen, sich also von ganzem Herzen wünschen

Auf mich machen relativ wenige Menschen den Eindruck, ihren Körper (oder Geist) zu verstehen, bzw. sehen für mich so aus, als stünde ihr Körper im Einklang mit einem friedlichen Geist und einer zufriedenen Seele.
Mich macht skeptisch, wenn Menschen, die eindeutige Krankheitszeichen wie

  • (Lebens-)Energie– oder Lustlosigkeit, also (Lebens-)Müdigkeit, Trägheit und fehlenden Appetit oder
  • ein übersteigertes, zwanghaftes Bedürfnis nach Nahrung, Sex oder Schlaf;
  • Probleme damit, sich freiwillig auf Dinge einlassen oder konzentrieren zu können, die nützlich – wichtig, gesund – für unser (Über-)Leben sind (denn wir sind nicht dazu gemacht, unseren Fokus auf Befehl – ohne eine Erklärung, die uns schlüssig erscheint – auf etwas zu richten, was uns selbst überflüssig und damit nutzlos anmutet), und – dadurch verursacht –
  • eine körperliche Unförmigkeit, geistige Abwesenheit, also Unansprechbarkeit, oder seelische Unausgeglichenheit zwischen übermäßiger Freude oder Wut und tiefer Traurigkeit, in der sie – bewegungslos – versinken,

aufweisen, behaupten, sie wären gesund oder glücklich, genau so, wie sie sind.

Allerdings befürchte ich, dass viele – weil sie es noch nie erfahren haben oder sich nicht mehr daran erinnern können, wie es als Kind war, als man sich mit dem zufrieden geben konnte oder musste, was andere bereit waren zu geben – sich nicht einmal vorstellen können, wie sich Glück und Zufriedenheit mit dem eigenen Leben anfühlen kann, ohne dass sie sich ständig neue (Fern-)Ziele setzen, die es zu erreichen gilt (um ihrem unnatürlichen Leben entfliehen oder sich vermeintliche Herzenswünsche erfüllen zu können).

Besonders unausgeglichen-traumatisiert wachsen viele Kinder auf, wenn ihre Eltern all ihre körperlichen Bedürfnisse auf die Nahrungszufuhr durch den Mund oder den Geist reduzieren und nicht ehrlich darüber aufklären, dass Menschen auch sexuelle Bedürfnisse oder den Drang haben, sich selbstständig und eigenverantwortlich – ohne immer Rücksicht auf andere nehmen, ihne zuliebe besonders vorsichtig sein zu müssen – zu bewegen und persönlich – auf ihre individuelle Weise frei – weiterzuentwickeln.
Menschen brauchen immer wieder neue Herausforderungen, vor die sie sich stellen können, um zu wissen, erfahren zu können, wo ihre eigenen Grenzen – die sie sich netweder selbst in den Kopf gesetzt haben oder von anderen haben suggerieren lassen – tatsächlich liegen.

Diejenigen, die nicht bedenken, dass wir Menschen mit aufrechtem Gang dazu gemacht sind, Schritt für Schritt durchs Leben zu gehen, möglichst auf dem Boden zu bleiben bzw. immer wieder sanft darauf aufzukommen und dabei zu lernen, unsere (Lebens-)Erfahrungen zu sammeln, sondern sich – vielleicht un- oder unterbewusst – vorstellen, sie hätten immer noch einen Schwanz, der ihnen dabei hilft, sich auch auf gefährlichem Terrain – wo es wichtig ist, das Gleichgewicht zu (be-)halten – sicher fortzubewegen oder den eigenen Körper nach einem Absprung durch die Luft steuern zu können (um an einem anvisierten Ort zu landen) wagen vielleicht zu große Sprünge.
Früher oder später werden sie es wahrscheinlich büßen – weil unser Körper nicht ewig mitmacht, wozu er von Natur aus nicht gemacht ist.

Zum Glück gibt es die biologische Forschung, die ihnen dann vielleicht helfen kann, den Ursprüngen ihrer Beschwerden auf den Grund zu gehen – damit sie ihre eigene Evolution, ihre eigene Entwicklung zu dem Menschen, der sie geworden sind, verstehen und vielleicht sogar revolutionieren, also wenigstens teilweise umkehren, in etwas umwandeln können, mit dem sie sich – auch ohne den Schwanz, den wir Menschen alle einmal verloren haben bzw. der uns nur rudimentär als Steißbein erhalten geblieben ist – (wieder) wohler fühlen.

 

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Dank für das Foto gebührt Jason Leung (auf Unsplash)!

Ansteckungsrisiko! Das unaufhaltsame, pandemische Umsichgreifen eingebildeter Krankheiten

Wie mit ehrgeizigem oder schambehafteten Einfallsreichtum bzw. angstgesteuerten Erkenntnissen über das Leben, die als Lehren verkauft werden aus (un)glücklich-, (un)zufrieden-kranken Menschen oder den Solidargemeinschaften, in den sie zusammen leben und sich dabei gegenseitig infizieren können, eine angeblich unheilbar kranke, kriegerische Welt wird, die droht, im Chaos zu versinken

Menschen müssen sich – um naturgemäß friedlich und angstfrei miteinander leben zu können – ihre Welt und sich selbst erklären können.
Sie müssen – wenn sie nicht mit der Zeit unzufrieden und dadurch unglücklich und krank werden wollen – wissen, wer sie sind:

  • Woher sie kommen bzw. woher nicht;
  • was sie können oder nicht können, und
  • was sie in ihrem Leben wie noch erreichen oder auf keinen Fall werden wollen.

Menschen, die nicht mit sich selbst im Reinen sind und sich selbst nicht verstehen, neigen dazu, die Welt oder andere Menschen als ihnen feindlich gesinnt zu sehen, als Übel, das beseitigt oder zumindest unter Kontrolle gebracht werden müsste oder könnte.
Dabei ist Unzufriedenheit oder persönliches Unglück immer eine individuelle Angelegenheit, auch wenn viele andere auch – in ähnlicher Weise – davon betroffen sind, die als LeidensgenossInnen oder Seelenverwandte (an-)erkennen.

Solidarisch geteiltes Leid ist – vor allem für Menschen, die Mathematik beherrschen und gut (be-)rechnen können, aber wenig bzw. nur sehr einseitige, schlechte Lebenserfahrungen beisitzen – nur ein halbes Leid, vor allem, wenn man sich gegenseitig, gemeinsam, einreden kann, dass man selbst in der „verschworenen Gruppe“, die ein oder mehrere Heilmittel für sich gefunden hat, alles richtig macht – jetzt, nachdem man vielleicht aus Unwissenheit einige Fehler begangen hat, die der eigenen Gesundheit geschadet haben – oder nichts gegen das eigene Leid tun kann als gemeinsam weiter zu leiden bzw. sich davon abzulenken, dass man körperliche oder seelische Schmerzen hat (denn unser Gehirn, in dem unser Geist wirkt, ist schmerzunempfindlich):

  • Mit erblichen oder ansteckenden Krankheiten, vor denen man sich angeblich nicht schützen kann, lässt sich ein ungesunder Lebensstil, dem Kranke fröhnen, entschuldigen.
  • Hinter einem zu stressigen oder eintönigen Job und daraus entstehendem Bewegungsmangel aus Energielosigkeit lassen sich private Krisen verbergen.
  • Mit Wetterfühligkeit lassen sich ein allgemeines Unwohlsein, schlechte Laune oder Kreislaufbeschwerden erklären.
  • Mit dem gemeinsamen Jammern über Wechseljahresbeschwerden lässt sich eine die Trauer über eine „verlorene“ Jugend leichter ertragen.
  • Mit Zeckenbissen können Menschen sich ihre Depressionen wegdenken.

Für jeden Zweck, jedes Krankheitssymptom, gibt es einen passenden „Schuldigen“, auch wenn sich viele Menschen heute als „selbst schuld“ betrachten, weil sie sich allein für ihre eigenen körperlichen oder geistigen Eskapaden verantwortlich machen.
Dabei sind kranke Menschen heute nur ein Zeichen dafür, dass die Gemeinschaften, in denen sie leben, kein Gesundheitsbewusstsein besitzen und nicht an natürliche Selbstheilungskräfte glauben.
Echte HeilkundlerInnen, die Krankheiten auf den Grund gehen, um sie zu heilen – die umfassend untersuchen, warum Menschen krank geworden sind und wie sie sich von ihren Krankheiten heilen könn(t)en – denn nicht alle sind bereit, ihre gesundheitsschädlichen Beziehungen oder anderen Solidargemeinschaften aufzugeben, um sich von ihren Leiden zu befreien, oder ihr Leben so zu verändern, dass sie die Gelassenheit entwickeln können, sich selbst unsolidarisch ihnen gegenüber zu verhalten und eigenständig, ohne ihre Unterstützung, ein gesünderes, zufriedeneres, glücklicheres Leben im Einklang mit sich selbst, nicht in erster Linie mit anderen zu führen.
Gefährliche, ansteckende Krankheiten lassen sich so leicht vermeiden: Mit einem gesunden Abstand zu Menschen, die sich selbst für (un-)heilbar krank halten, weil sie noch keinen Weg gefunden haben, ohne regelmäßige Besuche bei ÄrztInnen, HeilpraktikerInnen oder in Kliniken, ohne die Einnahme von Medikamenten oder „Nahrungsergänzungsmitteln und/oder ohne den „Schutz“ durch Impfungen gesund zu bleiben. Zusätzlich ist ein gesunder Abstand zu allen, die Krankheiten als lebensbedrohlich und ihre Lösungen – um die Welt von ihnen zu heilen oder alle Menschen und „die Natur“, also vor allem große, sichtbare Tiere oder Pflanzen und Pilze vor ihnen zu retten – als alternativlos propagieren, zu empfehlen.

Gegen sehr viel eigene Fantasie oder den großen Ideenreichtum der führenden Köpfe der Welt hilft – genau wie gegen eigene Scham, Familienschande oder einen gewaltbereiten Nationalstolz und Angst – nach der bewussten Konfrontation mit sich selbst und der eigenen Vergangenheit bzw. der Einsicht, dass man sich damit nicht nur bisher geschadet hat sondern auf Dauer nur selbst immer mehr damit schadet – nur das (gemeinsame) bewusste Heraus- und Zurücklassen des damit verbundenen Schmerzes sowie das regelmäßige Erinnern daran, selbst wenn es mit der Zeit langweilig wird

Wenn Menschen nicht ignorieren oder vergessen könn(t)en, dass sie krank werden könnten, wenn sie sich nicht gesund halten; wenn Menschen sich angewöhnen könn(t)en, sich selbst immer wieder zu Ruhe und Neuordnung aufzurufen bzw. von anderen, die ihnen dabei helfen wollen, aufrufen zu lassen, können vor allem chronische Krankheiten bzw. akute Beschwerden, die aus vorhandenen Vorerkrankungen – eines (immun-)geschwächten Körpers, Geistes oder einer entzündeten Seele – meiner Meinung nach mit einem gesunden, angstfreien, Selbstbewusstsein, einem zufriedenen – statt kämpferischen – Selbstbild, in der ganzen Welt „ausgerottet“ werden.

Da es allerdings nicht nur große ProfiteurInnen von Gesundheitskrisen bzw. (Ur-)Ängsten oder dem menschlichen Bedürfnis nach Geheimniskrämereien gibt (wenn uns etwas peinlich ist, worüber wir nicht offen reden möchten), die nicht nur unsere Medienwelt beherrschen, werden eingebildete Krankheiten aber wohl weiterhin immer wieder – medial verbreitet – um sich greifen, bis alle unzufriedenen, kranken, wütenden und/oder unglücklichen Menschen bzw. ganzen Gesellschaften vielleicht auf andere, ursprünglichere Weise wie Mundpropaganda, also gemeinsame Gespräche auf Augenhöhe zu ihrer gesunden, friedlichen und glücklichen Natur gefunden haben, die sie gemeinsam pflegen und sogar die ganze Welt damit heilen könnten.
Für GesundheitswissenschaftlerInnen wird es vermutlich weiterhin schwer bleiben, Kranke von ihrem verzerrten Selbstbild zu überzeugen, das für sie – ihre Seele – mehr als einen Gewinn darstellt, sogar wenn sie stark unter ihren körperlichen und/oder geistigen Symptomen leiden.
Ich denke, es gibt trotzdem Hoffnung. Denn die stirbt bekanntlich immer zuletzt.

P.s.: Weder ein Gesundheits- oder anderes System, das die belohnt, die sich „richtig“, angemessen, verhalten, noch diejenigen bestraft, die es nicht tun und dadurch krank oder straffällig werden, wird auf Dauer dafür sorgen, dass Menschen gesund und glücklich und zufrieden bleiben. Es muss erlaubt sein, Fehler zu begehen und sich auch einmal unangemessen zu verhalten – in dem Wissen, dass man die Möglichkeit bekommt, sich zu entschuldigen. Von Natur aus haben wir die und können selbst alte Wunden ausheilen lassen. Nur das Wissen oder Vertrauen dazu haben viele Menschen noch nicht.

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Dank für das Foto gebührt Usman Yousaf (auf Unsplas)!

Den sprichwörtlichen – roten? – Faden können Menschen nie verlieren, solange sie leben

Er führt uns weiter, sobald wir uns selbst verlieren

Wenn Menschen, das, was sie antreibt, sobald sie die Lust verlieren weiterzumachen, (noch) nicht sehen oder verstehen (wollen) und wissen können, ob oder wie sie ihn – willkürlich oder nur nach den Regeln, die er uns von Natur aus vorgibt – nutzen dürfen, wird ihr eigenes Leben zum Selbstläufer.
Nicht darüber nachdenken wollen und keine Menschen um sich zu haben, denen man vertraut und die einem helfen, es wieder eigenständig in die „richtigen Bahnen“ zu lenken, kann fatale Folgen für die eigene – körperliche, geistige oder seelische – Gesundheit haben.
Menschen müssen wissen bzw. glauben, dass sie ihr Leben in ihrer eigenen Hand halten und eigene Entscheidungen treffen können, wo sie sich aufhalten oder wohin sie stattdessen lieber gehen wollen und wo bzw. wohin nicht.
Sobald sie feststellen, dass etwas sie – gegen ihren Willenführen möchte, irgendwohin, worin sie weder einen Sinn, einen kurz- oder langfristigen Nutzen, sehen oder wo sie sich auch in bester Gesellschaft nicht wohl fühlen können, begehren sie wie kleine Kinder dagegen auf.

Es mag für viele Menschen verführerisch sein, den einfachsten, verlockendsten Weg oder den zu gehen, der auf Dauer den größten, nachhaltig-dauerhaften Erfolg in der Zukunft verspricht, den sie erreichen möchten – wenn sie bereit sind, dafür persönliche Opfer zu bringen, also nicht nur so viel Lebenszeit, (-)Kraft und (-)Energie dafür zu investieren, wie sie selbst möchten.
Denn Menschen können nicht einfach im Hier und Jetzt leben, ohne an ihre Vergangenheit oder die Zukunft zu denken, in die sie ihr Leben führen wird. – Sie können es nur versuchen, sich also von anderen in die Versuchung führen lassen, es zu tun.
Sie können verdrängen, wer sie (geworden) sind, weil sie den Weg, den sie bisher gegangen sind, gewählt haben. Sie können sich eine Zukunft erträumen, die sie nie erreichen werden, wenn so blind für den (roten) Faden weitergehen, der sich durch ihr komplettes Leben – vielleicht schon das ihrer Vorfahren, wenn die genauso blind dafür waren – schlängelt.
Denn wirklich gerade Linien sind für die Natur viel zu unflexibel um sehr lange bestand haben zu können. – Was für den einen Menschen allerdings eine Ewigkeit darstellt, ist für andere Lebewesen oft nur ein kurzer Augenblick, in dem sie keine Veränderungen wahrnehmen. Nichts im Leben bleibt aber jemals, vor allem nicht auf Dauer genau gleich, selbst wenn Menschen versuchen, Routinen daraus zu machen. Viele merken die kleinen schleichenden Veränderungen aber erst, wenn sie sich mal wieder fühlen als hätten sie gerade den Faden verloren, den sie wieder finden müssten – auch wenn ihnen in diesen Augenblicken stattdessen bewusst werden könnte, dass es wichtiger ist, davon überzeugt zu sein, dass dieses Gefühl einen Sinn ergibt: weil man sich in etwas verloren hat, was anfangs viel weniger wichtig erschien als es vielleicht tatsächlich war oder sein sollte.

Am Ende ist alles wichtig, was wir aus dem gelernt haben, was einmal war oder aktuell ist, wie es (geworden) ist.

 

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Dank für das Foto gebührt Lisa Woakes (auf Unsplash)!

Liebe, Lust und Leidenschaft

Die Macht der natürlichen, hormonbedingten menschlichen Anziehungskräfte über vernünftige, glaub- oder gewissenhafte Vermeidungs- oder bewusste Abstoßungsreaktionen

Menschen, die in ihrem Leben zufällig – weil sie sich entschieden haben, zu einem bestimmten Zeitpunkt am selben Ort bzw. an einem bestimmten Ort zur selben Zeit zu sein – aufeinandertreffen, treten miteinander in Resonanz. Selbst wenn sie sich weder besonders sympathisch sind, also intuitiv gleiches Mitleid für sich oder andere empfinden bzw. ähnlich leidvolle Erfahrungen in ihrem Leben gemacht haben, noch gemeinsame Interessen finden, die ihnen Lust darauf machen, sich wiederzusehen, oder sich ineinander verlieben, weil sie sich von Anfang an gefallen, gerne zuhören, gut riechen und schnell eine gemeinsame Zukunft vorstellen können, können sich unterbewusst Anziehungskräfte entwickeln, wenn die natürliche Chemie zwischen ihnen stimmt (die nicht von künstlichen Düften, gekünstelten gegenseitigen Vorstellungen oder anerzogenen – statt frei erlernten – Verhaltensweisen getäuscht werden kann).

Wer sich und die eigenen sieben Sinne (inklusive der feineren, feinstofflichen oder hellen, erhellenden Form) – bzw. wie sie sich befriedigen bzw. beruhigen lassen – schon gut kennt, spürt, wenn ihm oder ihr harmlos, unauffällig oder sogar abstoßend wirkende Menschen gefährlich werden können, oder andere, die sich besonders auffällig verhalten oder kleiden, keine besondere Bedrohung darstellen, sondern nur anwesendpräsentsein oder wahrgenommen werden wollen.

Alle anderen lernen es im Laufe ihres Lebens – je nachdem, wie

  • neu- bzw. wissbegierig und experimentierfreudig (oder traumatisiert – verletzt oder durch Vorerfahrungen sozial gestört) sie sind,wie
  • viel Zeit sie sich dafür nehmen wollen und wie
  • viel Lust sie darauf haben oder wie
  • sehr sie sich selbst vertrauen (können) statt sich nur auf das verlassen zu müssen, was andere ihnen weismachen wollen –

früher oder später – schneller oder langsamer – oder vielleicht auch gar nicht, in wessen Nähe sie sich gefahrlos begeben und aufhalten können, ohne es hinterher zu bereuen, oder wem sie besser möglichst aus dem Weg gehen bzw. von wem sie sich lieber baldmöglichst wieder freundlich verabschieden sollten, wenn sie nicht immer wieder unnötig lange darunter leiden – also Mitleid empfinden oder Sehnsucht nach (neuer oder mehr) Liebe, Lust und Leidenschaft spüren wollen, weil manche Menschen sie immer wieder in Versuchung führen, d.h. mit (un-)bewusster (Um-)Werbung versuchen bzw. es sogar schaffen, sie abhängig davon bzw. regelrecht süchtig danach zu machen.

 

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Dank für das Foto gebührt Dan-Cristian Pădureț (auf Unsplash)!

Der absurde Schrei nach (oder Kampf für) Freiheit von Menschen, die sich nur in festen, vorgeordneten gesellschaftlichen Strukturen sicher fühlen

Warum Freiheit vor allem für ängstliche Menschen verlockend klingt, die sich (in ihren Routinen, Abhängigkeiten und Sehnsüchten) gefangen fühlen (und denen nur verboten wurde, sich frei innerhalb der begrenzten Gebiete zu bewegen, die sie gewohnt sind), obwohl sie gar nicht den Mut haben, selbstständig aus ihren selbstgebauten Käfigen auszubrechen

Völlige Freiheit im Leben kann Menschen überfordern, die gar nicht gelernt haben, völlig freie Entscheidungen zu treffen, weil andere ihre Auswahlmöglichkeiten – bewusst (manipulativ) oder unbewusst (weil ihnen selbst keine anderen Ideen kamen) – vorher eingegrenzt haben, ohne dass es einen vernünftigen Grund dafür gibt (sondern nur einen geschichtlichen Hintergrund).
Ein vernünftiger Grund, um die eigene Entscheidungsfreiheit zu begrenzen, ist meiner Meinung nach das Wissen, dass man mit dem, was man vorhat, sich selbst oder anderen – egal ob Mensch, Tier, Pflanze oder einem ganzen Lebensgemeinschaft aus unterschiedlichen Organismen – schadet bzw. dazu beiträgt, dass andere – statt dafür mit Ver- oder Missachtung gestraft zu werden – mit (Be-)Achtung (oder einer anderen Bezahlung) dafür belohnt werden, dass sie das tun.
(Schadens-)Freiheit bedeutet nicht, alles tun zu dürfen, was man möchte, sondern vor allem auch den Boykott dessen, den Verzicht auf das, was abhängig macht, und/oder derjenigen, die ungestraft – in ihrer Werbung für das, was sie tun oder produzieren – Sicherheiten versprechen dürfen (die es im Leben im Prinzip nie geben kann).
(In bestimmten Positionen kommen heute selbst Menschen ungeschoren davon, wenn ihre „Prognosen“ – Hiobsbotschaften, mit denen sie Angst geschürt haben, oder verlockende „Himmel-auf-Erden“-Reden, mit denen sie Menschen falsche Hoffnungen machen – nicht eintreffen, obwohl sie sich im Voraus dafür haben bezahlen lassen.)

Ein freies Leben bedeutet ein Leben voller Überraschungen – weil man sich jeden Tag dafür oder dagegen entscheiden kann, einen Plan oder Weg weiter zu verfolgen oder sich einen neuen, besseren zu überlegen.
Nur fantasielose Menschen (oder Menschen, die blind und taub für vernünftige, durchdachte Hinweise sind) lassen sich nie von ihrem einmal eingeschlagenen Pfad des Lebens abbringen, selbst wenn ihnen bewusst wird, dass er ihnen nicht gut tut: sie sich also oft schlecht dabei fühlen oder selbst gar nicht gut dabei aussehen.

Den Mut, sich wirklich frei – auch von ihrem Sicherheits- und Besitzdenken oder ihrem Bedürfnis nach Liebe und Bestätigung durch andere – zu machen, haben die wenigsten.
Vielleicht weil sie dann feststellen würden, wie unbedeutend sie selbst sind und wie wenig ihr eigenes Schicksal den Lauf der Welt ändern kann. – Vor allem nicht, wenn sie selbst nichts dagegen tun, ihn aufzuhalten, weil sie unbedingt ein Teil dessen sein wollen, was sie für „die Mehrheit“ halten.

  • Die Mehrheit auf dieser Erde, die sich über Jahrmillionen immer erfolgreich durchgesetzt hat, sind nicht die größten und mächtigsten Organismen, die von bestimmten, speziellen Dingen abhängig sind, sondern die Kleinsten, mit den wenigsten Ansprüchen, und Opportunistischsten: Diejenigen, die
  • genug Freiheit besitzen, Freizeit, Vertrauen und Geduld haben zu warten bzw. die Ausdauer durchzuhalten, und die
  • wissen, Gelegenheiten zu nutzen, die sich ihnen bieten, statt dabei zu verzweifeln, dass die, nach denen sie eifrig suchen, nie kommen (oder die, die sie sich aus eigener Kraft mit ihrem – vor allem im Hinblick auf die Zukunft – begrenzten Denken – geschaffen haben, überhaupt nicht den gewünschten, langfristigen Erfolg haben).

Ich weiß nicht, ob es den Menschen – insbesondere dem Homo sapiens, der sich für so schlau hält, bewusste Entscheidungen über das Leben und die Freiheit anderer treffen zu dürfen – bestimmt ist, sich noch lange weiterzuentwickeln. Ich kann mir auch vorstellen, dass irgendwann eine andere Art von Lebewesen, die die Erde weniger willkürlich ausbeuten und umgestalten will, – und sich die Freiheit dazu auf Kosten anderer einfach herausnimmt – irgendwann ihre Chance bekommt.
Vielleicht werden es neue Menschen – unabhängigere, weniger süchtige, entscheidungsfreiere – sein, die sich aufgrund ihres Bewusstseins nicht für die „HerrscherInnen“ über diese Erde halten, sondern die Traumata ihrer kriegerischen Vergangenheit hinter sich gelassen haben und sich auch freiwillig selbst beherrschen, also zurücknehmen können (statt weiter voranpreschen zu wollen).
In einer freien Welt brauchen auch alle anderen Arten von Lebewesen im gemeinsamen Miteinander genug Freiraum, also Rückzugsräume, in die sie sich jederzeit verkriechen können, wenn sie eine Pause von denen brauchen, die sich auch in Gegenwart anderer mit völlig anderen Bedürfnissen und Schmerzgrenzen – verhalten als würde ihnen die Welt alleine gehören.

Niemand kann immer Rücksicht auf alle anderen nehmen, und es ist utopisch zu denken, dass es ein Leben ohne unschuldige Opfer durch Unfälle geben könnte.
Allerdings ließe sich der Schaden definitiv begrenzen, der aus dem unsinnigen Freiheitsdrang von Menschen (in selbstgebauten Käfigen die sich Länder, Städte, Häuser, Familien, Berufe etc. nennen) entsteht – wenn sie sich an anderen gemeinschaftlichen Regeln orientieren würden als an denen, mit denen nur sie selbst sich frei in ihren Handlungen und Bewegungen fühlen (können oder wollen).

Für Freiheit oder gegen Unterdrückung kann man nicht nachhaltig erfolgreich kämpfen, solange man dabei andere opfern oder gegen ihren Willen Gefangene nehmen „muss“ (die ihre Freiheit irgendwann zurückhaben möchten). – Freiheit kann man sich nur nehmen – wenn man bereit ist, selbst die Opfer zu bringen, die notwendig sind, um sich aus seinen eigenen Abhängigkeiten zu lösen: indem man sich daran gewöhnt, keine Sicherheiten mehr zu haben, sondern immer eine Alternative – einen Plan B – kennen oder zumindest wissen muss, wie man sich selbstständig – mit vorhandenen eigenen Ideen oder indem man andere fragt oder um Unterstützung bittet – weiterhelfen kann, wenn ein Weg, der bis kurz vorher noch frei war, plötzlich versperrt ist.

 

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Dank für das Foto gebührt Dino Reichmuth (auf Unsplash)!

 

Lebenslang (professionell) betreutes – therapiertes – Leben

Wenn der moderne, menschengemachte (Arbeits-)Markt mit seiner Produkt- und Dienstleistungsvielfalt es regelt, dass Menschen immer unselbstständiger und verantwortungsloser werden, weil sie sich von fremden Begleiterpersonen oder DienerInnen – also TherapeutInnen (oder den von ihnen empfohlenen Therapeutika) – unterhalten bzw. durch ihr ganzes Leben führen (statt sich nur in Notsituationen von ihren Familienmitgliedern oder FreundInnen und Bekannten helfen zu) lassen

Ein Therapeut ist ein Helfer, zumindest wenn man der Übersetzung aus dem Griechischen Glauben schenkt, und ein Therapeutikum demnach ein Hilfsmittel für bestimmte Lebenssituationen.
Kein Mensch kommt ohne fremde Hilfe durchs Leben: ohne die Hilfe der Natur, in der

  • die Nahrung wächst, die wir verdauen können, um zu wachsen und uns zu entwickeln,
  • das Wasser fließt, das wir brauchen, um uns innerlich und/oder äußerlich zu reinigen,
  • die Lebensräume bzw. Materialien entstehen, die wir nutzen können, um uns Wohnungen darin bzw. daraus zu bauen.

Soziale Arten von Lebewesen wie Menschen neigen von Natur aus außerdem dazu, sich gegenseitig zu Hilfe zu eilen, also therapieren zu wollen, wenn sie sehen, dass andere – sogar artfremde Individuen, mit denen sie Mitgefühl empfinden können – sich in einer Notlage befinden und Hilfe brauchen, die sie leisten können. Zumindest tun sie das meistens – so lange sie die (jugendliche) Energie bzw. Kraft und Ausdauer dazu haben. Wenn Menschen allerdings feststellen, wie hilfsbedürftig sie selbst ohne andere sind, die ihnen in Notsituationen zur Seite stehen, wird vielen bewusst, in welche Bedrängung sie sich in ihrem Drang nach einem möglichst freien, von anderen unabhängigen Leben selbst(ständig) gebracht haben, von dem sie dachten, sie könnten es sich erkaufen bzw. mit Hilfe von GeldgeberInnen oder KundInnen erarbeiten: Entweder haben sie das Glück, dass andere in ihrer Nähe ihr Problem sehen oder Hilfe anbieten (können), nachdem sie ihnen davon erzählt haben, oder sie müssen gezielt andere – bekannte oder unbekannte Menschen – um Hilfe bitten.

Nur „moderne Menschen“ – Menschen,

  • die kaum mehr Zugang zur freien Natur und deshalb auch kaum Wissen über ihre Ressourcen und natürlichen (Regenerations-)Zyklen haben;
  • die sich nicht nach dem richten (können), was die Natur für sie an Ressourcen zur freien Verfügung bereithält, sondern sich am Angeboten orientieren, die ihnen andere Menschen machen;
  • die sich nicht lange oder zumindest selten mit dem zufrieden geben können, was sie gerade haben, sondern ihr Leben lang mit der Mode gehen (wollen), die ihnen als die aktuell gefragteste erscheint, weil andere Werbung dafür machen, sie also propagieren, oder
  • denen ein einfacheres Leben als das, was sie führen, nicht gut genug ist, weil sie sich dazu berufen fühlen, mehr aus sich oder daraus zu machen –
  • denken, dass es entbehrungsreich wäre, ihre täglichen HelferInnen und Hilfsmittel, an die sie sich gewöhnt haben, wieder aufzugeben (weil sie nicht in die finsteren Zeiten zurückwollen, aus denen die sie – vermeintlich – befreit haben).

Vielen Menschen genügen ihre PartnerInnen, ihre Familien oder anderen lokalen Lebensgemeinschaften nicht, um ihnen die Sicherheit (oder den inneren Frieden) zu geben, ihr Leben eigenständig bestreiten zu können. Sie brauchen zusätzlich

  • Arbeit- bzw. GeldgeberInnen, also zahlende KundInnen;
  • Betreuungseinrichtungen für ihre Kinder, Kranken und Alten;
  • Lehrstätten, an denen ihnen andere etwas beibringen oder vorbeten, damit sie das Gefühl haben, etwas zu lernen;
  • Sportstudios oder -vereine, um körperlich fit zu bleiben;
  • Auszeiten von ihrem Alltag auf Schönheitsfarmen, im Wellness- oder Abenteuerurlaub, weil ihnen ihr Leben zu wenig Abwechslung bietet;
  • ein Unterhaltungsprogramm, das ihnen immer wieder neue Lebensenergie gibt, weil sie nicht wissen, wie sie die – gemeinsam mit anderen Menschen – aus sich selbst bzw. aus dem, was schon da ist oder die Natur kostenlos zur Verfügung stellt – schöpfen können;
  • individuelle Absicherungen für Schadens- oder Krankheitsfälle und Pflegedienste für das eigene Alter, wenn sie verpasst haben, sich körperlich und/oder geistig fit genug zu halten und ein stabiles soziales Umfeld aufzubauen oder zu erhalten, um sich selbst, auch mit weniger eigenem Kraft- und Energieaufwand oder Durchhaltevermögen versorgen zu können.

Menschen, die

  • ihr Leben nicht selbst organisieren können,
  • nicht wissen, wie sie sich im Notfall mit Hilfe ihres sozialen Umfeldes selbst helfen könn(t)en, ohne auf viele Dinge angewiesen zu sein, die vielleicht erst am anderen Ende der Welt für sie angebaut oder hergestellt und angeliefert werden müssen,

brauchen viel fremde Hilfe von außen.
Sie sind darauf angewiesen, dass fremde Menschen Dinge für sie erledigen, die sie erst am Ende eines Produktions- und/oder Transportprozesses, den sie oftmals überhaupt nicht einsehen können, in ihrer Hand bzw. selbst nutzen oder sich zu Nutze machen können.
Sie müssen fremde Menschen um Hilfe bitten, die im Grunde gar nicht freiwillig helfen, sondern dafür bezahlt oder anders entlohnt werden (wollen), dass sie sich sozial verhalten.
Sie müssen sich mit dem zufrieden geben, was andere Menschen bereit sind, für Geld zu tun, bzw. was ihnen ihre Versicherungen an Entschädigungsleistungen dafür anbieten, dass sie selbst Geld in sie eingezahlt haben.
Sie müssen geduldig warten können, bis jemand Zeit hat, ihnen zu helfen, bzw. flexibel genug sein, um sich in der Zwischenzeit etwas anderes einfallen zu lassen.

Ich denke, ich weiß, warum Frauen immer noch häufig – wenn sie noch kein Opfer der modernen (Arbeits-)Welt geworden sind – gesünder alt werden, sich auch mit wenig Geld länger selbstständig versorgen können und ein höheres Lebensalter erreichen als ihre Männer.
Mich wundert es nicht, wenn viele von ihnen sogar oft noch einmal aufzublühen beginnen, wenn niemand mehr von ihnen begleitet, therapiert, werden möchte, sondern sie selbstzufrieden die Natur genießen oder täglich frei entscheiden können, mit wem oder sie ihre Zeit verbringen möchten.
Es ist für unser Überleben wichtig (und evolutionär bedingt), dass immer wieder die zuerst krank werden und aussterben, die nicht wissen, wie man nachhaltig gesund, glücklich und zufrieden mit sich lebt (vor allem wenn im Rest der Welt gar kein Frieden, sodern Krieg herrscht).
Am Ende hilft es allen, die – auf ihrer eigenen Suche (oder durch ihre eigene Sucht) nach (mütterlicher) Geborgenheit oder natürlicher Schöpferkraft – aus dem „Versagen“ ihrer Vorgängergenerationen lernen können (die „nur“ Zeichen ihrer Zeit waren, also symbolhaft dafür stehen, was kreative Menschen in dieser Welt anrichten können, wenn sie noch nicht über genügend Kenntnisse über die Folgen ihrer Handlungen wissen, es aber trotzdem wagen, sie auszuführen).
Heute ist es gut zu wissen, dass aus Liebe (und Freude und Vertrauen) mit der Zeit krankhafte Abhängigkeiten entstehen können und daraus sogar tödlicher Ernst, also eine Lebensbedrohung werden kann, wenn sich Menschen zu sehr auf die (zukunfts-)sicheren (Betreuungs-)Angebote – die Propaganda geschäftstüchtiger und einflussreicher Menschen (die es sich leisten können, Werbung für sich selbst zu machen) – verlassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Philippe Leone (auf Unsplash)!

Eroberungen kosten oft nicht nur viel Herzblut, sondern geben – selbst wenn sie mit dem strategischen Einsatz von Gewalt(androhungen), mit echten Gewehren oder anderen möglicherweise todbringenden Waffen durchgeführt werden – niemals Gewähr(leistungen) über den aktuellen Moment hinaus

Wenn Menschen denken, sie könnten sich auf dem, was sie sich selbst oder andere für sie erkämpft haben, ausruhen oder sogar zur Ruhe setzen

Ich habe den Eindruck, dass es vor allem ein „männliches Problem“ bzw. eine Eigenart von Menschen, die glauben, sie müssten bzw. könnten sich unter anderen Menschen, die die Macht in Händen halten, diese Welt nach ihrem Willen zu regieren, ihre Freiheit erkämpfen und unabhängig machen – indem sie sich mit Eigentum absichern: mit einem „sicheren „Grund und Boden“, auf den sie sich immer zurückziehen können, weil er ihnen alles Lebensnotwendige bietet.

Jeder Grund und Boden verändert sich – genau wie alles, was damit oder darauf gebaut wurde oder darin bzw. darauf lebt – mit der Zeit, selbst wenn er bewirtschaftet oder anders „in Stand“ gehalten wird. Nichts hält ewig dem Einfluss der Naturkräfte stand.
Deshalb macht es meiner Meinung nach aus biologischer Sicht mehr Sinn, sie sich so zu Nutze zu machen, dass man nicht zusätzlich gewaltsam gegen sie kämpfen muss – mit der Absicht, alle „Eroberungen“ im eigenen Leben genau so zu erhalten, wie sie ursprünglich waren oder wie man sie vielleicht möglichst auch der Nachwelt übergeben möchte, weil sie viele Menschen begeistert haben.

Meine Begeisterung für die Eroberungen meiner Vorgängergenerationen, mit denen sie sich ihr Leben angenehmer machen wollten oer gemacht haben – denn grundlos fängt niemand an, für etwas oder gegen andere zu kämpfen, um ihnen etwas wegzunehmen – hält sich in Grenzen. Ich bin froh, wenn es viele nur noch auf Bildern einer Vergangenheit gibt, die sie sich damit geschaffen haben – selbst wenn sie viele der modernen Errungenschaften entweder völlig in den Schatten stellen oder immer noch ihre Schatten darüber werfen.

Am Ende ist es immer wieder die Natur, die sich das auf ihre friedliche Weise – die aber beharrlich zerstörerisch gegenüber dem oder denen vorgeht, was bzw. die ihr Wachstum, ihre Weiterentwicklung behindert oder zugunsten ihrer (art-)eigenen Bedürfnisse aufhalten wollen – zurückerobert, was Menschen ihr auf ihren Eroberungs- oder vielmehr Raubzügen genommen haben.
In meinen Augen lohnt es sich nie, gegen die Natur kämpfen zu wollen – vor allem nicht nach menschengemachten (Spiel-)regeln, die aus Angst vor der Natur oder aus Unkenntnis ihrer Gesetze, nicht aus gebührendem Respekt gegenüber ihrer Gewalt(igkeit) aufgestellt wurden (mit der sie für Gerechtigkeit für alle Lebewesen sorgt, deren Leben von ihrer reichhaltigen Fülle abhängt).
Sich ihr demütig zu ergeben und zu lernen, für sie oder mit ihr zusammen zu arbeiten, kann Menschen mehr Ruhe – vor allem im Herzen – bescheren als sie sich jemals hätten vorstellen können – auf ihrer Suche nach immer neuen Herausforderungen im Leben. Denn Menschen sind selten – wenn sie nicht immer wieder darauf aufmerksam gemacht werden oder sich selbst daran erinnern – zufrieden mit dem, was sie sich erkämpft haben – weil sie feststellen, dass es sie gar nicht ruhiger, gelassener oder freier gemacht hat, sondern im Grunde nur dazu veranlasst, den neugewonnenen Besitz abzusichern, also gegen Angriffe von außen zu verteidigen, und/oder sich ein neues Ziel, ein noch sichereres oder schöneres Ruheplätzchen für die eigene Seele zu suchen und notfalls auch zu erkämpfen.

Frieden auf Erden wird sich mit solchen Menschen, die nicht bereit sind, alles, was sie einmal nur für sich selbst erobert haben, bzw. die Lebenserfahrungen, die sie dabei gewonnen haben, mit möglichst vielen anderen Arten von Lebewesen, natürlich auch oder vor allem Menschen, zu teilen, vermutlich nicht so schnell erreichen lassen.
Aber mir macht Hoffnung, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben mehr Menschen sehe, die nicht nur von einem friedlichen Miteinander auf Erden träumen, sondern auch erkannt haben, dass Menschen alleine es nicht in der Hand haben, es auch umzusetzen, wenn sie ihre und unser aller, also den Rest der Natur und ihre vielfältigen Bedürfnisse (die sich aber aufgrund unserer gemeinsamen Abstammung immer auf gemeinsame Nenner bringen lassen), auch dabei berücksichtigen.

Ein großes Dankeschön an alle, die es bereits mutig, im Vertrauen darauf, dass sie auf dem richtigen Weg sind, und beharrlich – auch gegen alle Widerstände von Menschen, die ihre veralteten Weltbilder in Stein gemeißelt haben und weiterhin gegen „AngreiferInnen“ verteidigen – umzusetzen versuchen.
Es ist von Natur aus nicht leicht, sich nicht dazu hinreißen zu lassen, etwas – selbst wenn es dem eigenen Körper oder Geist und der darin lebenden Seele schadet – zu widerstehen, was sich zu lohnen scheint, weil es einen Gewinn (an Lebenserfahrungen oder anderem Eigentum verspricht).
Wir sind – wie alle anderen Lebewesen auch – geborene ErobererInnen dieser Welt.
Allerdings weilen unter uns Menschen viele, die dazu neigen (können), ihr Wissen oder andere Machtmittel zu missbrauchen, während andere sich damit begnügen, sich von ihnen erobern zu lassen, um sich ihnen unterordnen zu können. Es lebt sich für viele Menschen – wie für kleine Kinder in der Obhut der Eltern – einfach leichter, wenn sie im Leben keine eigenen Entscheidungen (mehr) treffen müssen bzw. dürfen (die vielleicht erfordern würden, sich etwas zurückzuerobern, was sie entweder aus Unachtsamkeit verloren haben oder – übereilt – kampflos an andere, die es unbedingt haben wollten, abgegeben haben).

 

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Dank für das Foto gebührt Boban Simonovski auf Unsplash)!

Vorbildliche Verhaltensweisen

Warum Menschen, die wissen, was sie tun oder sagen müssen bzw. vor anderen darstellen oder ihnen vormachen müssen, damit sie ihnen gefallen (oder unangenehm auffallen), nicht automatisch bessere (oder schlechtere) Menschen sind

Ich schätze, dass die meisten Menschen es lieben, Bilder gezeigt zu bekommen:

  • von schönen Orten (an denen sie gerne selbst einmal sein würden),
  • von Dingen (die sie selbst gerne besitzen würden),
  • von „besonderen“ Menschen (mit denen sie besondere Gefühle verbinden).

Vermutlich wissen aber die meisten Menschen nicht, wie fern der Realität die meisten Bilder bzw. die Geschichten, die dazu erzählt werden sind – weil sie nur einen klitzekleinen Teil einer langen (Lebens-)Geschichte erzählen.
Ich denke, den meisten Menschen ist nicht bewusst, welche Geschichten sie sich selbst dazu erzählen, wenn sie sich Bilder anschauen, also im Kopf zusammenreimen, ohne dass sie bei denen, die die Bilder gemacht haben, nachgefragt bzw. sich selbst dazu hinterfragt haben:

  • Warum gibt es dieses Bild überhaupt?
  • Wollte sich damit jemand selbst in Szene setzen, um sich besser zu fühlen (weil er oder sie sonst zu wenig Beachtung findet)?
  • Soll es ein Erinnerungsstück an einen besonderen Moment sein – vielleicht nur für sich selbst (weil Menschen sich zwar auch im Kopf erinnern können, aber ihr Erinnerungsvermögen mit der Zeit schwächer wird, also aufgrund der täglich neuen irgendwann nur noch sehr tief eingeprägte Erfahrungen leicht abrufen kann) oder sogar für die Nachwelt?
  • Ist das, was auf dem Bild gezeigt wird, überhaupt aussagekräftig und/oder bedeutsam bzw. überhaupt authentisch, ohne dass es eine zusätzliche Erklärung dazu gibt?

Menschen, von denen oft Bilder gemacht, also auch gezeigt werden, – weil sie vielleicht beschlossen haben, ein Leben im Rampenlicht zu führen, um damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen – haben oft ein großes Problem: Sie dürfen dieses Image, mit dem sie andere Menschen für sich begeistert haben, nicht wieder verlieren, müssen sich also Mühe geben, möglichst immer genauso hübsch und ordentlich (oder besonders hässlich gestylt) zu erscheinen, wie andere (die sie dafür bezahlen) sie sehen wollen.

Menschen, die sich zu sehr mit Personen auf Bildern identifizieren, die es so vielleicht überhaupt nicht (mehr) gibt, weil Menschen sich jeden Tag verändern (können) bzw. vielleicht überhaupt nicht so abgebildet wurden, wie sie sind, waren oder jemals sein wollten, stecken in ihren Vorstellungen von anderen fest.
Sich stärker von Bildern als von realen Erlebnisse durchs Leben führen zu lassen, kann zu viel größeren Enttäuschungen führen als jedes Bild, das vermittelt – also medial verbreitet – immer zuerst einmal kritisch zu sehen, selbst wenn es auf den ersten Blick schön oder besonders schlecht aussieht.

Ich glaube nicht an die Behauptung, dass der erste Eindruck von etwas der wichtigste ist. Er kann vielleicht bei Unsicherheiten herangezogen werden, wenn es irgendwann darum geht, Erklärungen dafür zu finden, warum die Entscheidung, jemanden oder etwas schön und gut bzw. zu sich selbst passend oder hässlich und schlecht bzw. völlig ungeeignet zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse – des eigenen Schönheitsempfindens, das die persönlichen Sehnsucht nach schönen Dingen ausdrückt – zu finden, intuitiv richtig oder falsch war, sich also auch noch später als passend oder nicht mehr zutreffend erwiesen hat.
Bilder – vor allem, wenn sie dazu gemacht sind, nicht für sich selbst zu sprechen und deshalb einfach schön zu sein, sondern Menschen etwas zu verkaufen, was darauf abgebildet ist (und was diese haben, also selbst besitzen wollen) – verfälschen leicht die Wirklichkeit für die BetrachterInnen. Solange FotographInnen oder andere BildermacherInnen nicht ehrlich darüber aufklären oder sich selbst nicht bewusst, warum ihre Kunstwerke eigentlich entstanden sind – unter welchem Druck bzw. aus welchem Schmerz heraus oder mit welcher Absicht – werden auch Vorbilder immer nur sehr einseitige Bilder in Köpfen bleiben, die man sich aufhängen oder an denen man sich selbst immer wieder aufhängen kann oder auch nicht.

Da das Leben aus ständiger Veränderung – nicht aus einer Aneinanderreihung nur schöner Momente, die es lohnt, auf Bildern festzuhalten – besteht, ist es – um nicht zu lange in einer Vergangenheit festzustecken, die es so, wie man sie bildlich vor sich hat, vielleicht ohnehin nie wirklich gab – auch für die eigene geistige Gesundheit vorteilhaft, sie wenigstens hin und wieder mal auszuwechseln und sie durch aktuellere zu ersetzen.
Es kann sehr heilend sein zu sehen, wohin sich einstige Vorbilder entwickelt haben, was aus ihnen geworden ist, genauso wie zu entdecken, dass es sich oft überhaupt nicht lohnt, sich über lange Zeit vorbildlich verhalten zu wollen; weil wir alle einfach nur Menschen sind, zu denen es nicht nur besonders schöne (oder nur schlechte) Ansichten gibt.

So einfach ist das Leben nicht; auch wenn es hin und wieder aussagekräftiger sein kann, die Welt in Hell und Dunkel – Schwarz und Weiß – zu „malen“, weil viele bunte Farben vom eigentlichen Motiv ablenken können.
Wer weiß, welchen Täuschungen das eigene Gehirn gerne zum Opfer fällt, kann auch lernen, sich davor zu schützen.
Es mag nicht vorbildlich sein, schlechter über einstige Vorbilder zu sprechen als früher; aber es ist wenigstens ehrlicher als sie anderen weiterhin nur im besten Licht dar- bzw. sie sich vorzustellen.

Jede/r darf sich selbst entscheiden, was ihm oder ihr – vor allem im Hinblick auf die eigene Zukunft – wichtiger ist; dazu haben wir Meiner Meinung nach unseren freien Willen geschenkt bekommen, den ich schon immer gerne freiwillig nutze. Vermutlich werde ich weiterhin den Fehler machen, einige/s in unserem Leben schlechter zu machen als es tatsächlich ist – weil es Lebensräume für Tiere und Pflanzen oder viele andere Lebewesen zerstört, „nur“ damit wir Menschen es nutzen können. – Aber wenigstens wird es mir vermutlich nie mehr passieren, dass ich die Welt zu rosig sehe (weil ich Rosa – im Gegensatz zu Pink, das ich auch nur als Farbtupfer vertrage – eine relativ langweilige Farbe finde) und dadurch irgendwann schwer von etwas oder anderen enttäuscht werde.
Ob jemand vorbildlich lebt bzw. gelebt hat, sollte man immer erst am Ende eines Lebens, als Gesamtbild, beurteilen – weil jedes Verhalten Auswirkungen sowohl auf den eigenen Körper, Geist und die Seele als auch auf andere hat, die sich davon beeinflussen lassen oder dadurch in ihrem eigenen eingeschränkt werden. Sobald ein gesundes Gleichgewicht zwischen Licht- und Schattenscheiten des eigenen Dasein gestört ist, verblasst auch jede natürlich gesunde Haut- und/oder Haarfarbe eher früher als später (auch wenn sie sich heute Dank unzähliger Möglichkeiten der Bildbearbeitung leicht wieder aufhübschen lässt).

Mein größtes Vorbild ist schon lange unser angeblich blauer Planet, dem erst das Grün der Pflanzen in Verbindung mit Licht und Wärme Leben einhaucht, in seiner bunten Vielfaltigkeit – weil er unendlich vielen Wesen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen Lebensräume und die Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders bietet. Nur unter den Menschen gibt es einige, – in meinen Augen viel zu viele – denen das bzw. in deren Weltbild das nicht passt: denen das nicht genug ist, was sie sich nur für sich selbst nehmen dürften (ohne dass sie es anderen damit wegnehmen müssen, vor allem denen, die gerne länger davon leben würden bzw. leichter länger damit leben könnten als sie)  – wenn sie sich überhaupt vorbildlich verhalten wollten.

 

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Dank für das Foto gebührt Dariusz Sankowski (auf Unsplash)!

 

 

Spuren von Reparaturen (bzw. Reparationen) oder anderen Wiedergutmachungsversuchen

Völlig Heilung oder Ganzheit von Körper, Geist und Seele ist „nur“ ein Gefühl, vor allem nachdem man einmal zerstört war

Lebewesen kommen normalerweise mit dem Gefühl – einem Urvertrauen in sich selbst bzw. die eigenen Fähigkeiten und in alles, was ihnen begegnet – auf die Welt,

  • vollständig, also gut – genauso wie sie sind – zu sein, und
  • genau zu wissen, was sie alles tun müssen, um zu (über-)leben: im Notfall, um Hilfe schreien und denen Dankbarkeit entgegen zu bringen, die hilfreich – heilsam – zur Seite stehen.

Solange sie keine Ablehnung durch ihre Mutter oder ihren Vater erfahren bzw. schlechte Erfahrungen mit anderen Lebewesen machen oder nicht zu schwach sind, um sich gegen Geschwister oder andere „KonkurrentInnen“ durchzusetzen, also körperliche Schmerzen oder Verluste sowie seelischen Mangel und – aufgrund ihrer eigenen Hilflosigkeit – Angst vor dem Tod (durch Vernachlässigung) durchleben, können sie sich geistig (angst-)frei entwickeln und sich gut aufgehoben oder völlig „richtig“ fühlen: am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, unter den richtigen Menschen, Tieren, Pflanzen, Dingen etc., die sie freiwillig erforschen (um so viel wie möglich über sie zu lernen).

Sobald ihr Körper oder Verstand bzw. ihre Seele mit Situationen konfrontiert wird, die dieses natürliche mentale Selbstbild ins Wanken bringen, indem sie ihnen ungute Gefühle bescheren, beginnt für sie ein anderer Lernprozess, in dessen Verlauf Verantwortliche dafür gesucht werden, warum sie selbst sich nicht mehr gut oder richtig, vielleicht auch schön, im eigenen Körper bzw. mit dem eigenen Verstand oder Seelenleben fühlen. Menschen, vor allem Kinder, die nicht von anderen – Lebenserfahreneren – darüber aufgeklärt wurden, was sie selbst dagegen tun können, sich schlecht zu fühlen, wie sie also Auswege aus unangenehmen Situationen finden können, (er-)finden ihre ganz eigenen Strategien, um mit dem oder den „Bösen“ bzw. den Gefahren in ihrer Welt umzugehen, Begegnungen mit ihnen also möglichst zu vermeiden oder möglichst immer nur „gute“ Menschen oder Dinge um sich zu haben, die sie nicht verletzen oder ihnen andere schmerzhaften Gefühle bescheren können bzw. – vermeintlich – zufügen wollen. Ihre Welt besteht aus gemeinen TäterInnen, „Schuldigen“, und armen, hilflosen Opfern wie ihnen.
So entwickeln sich Menschen, die ihren körperlichen Gesundheitszustand und/oder ihre geistige oder seelische Verfassung vor allem von äußeren Faktoren abhängig machen und sich – oder wie sie ihr Leben führen – wenig bis gar nicht verantwortlich dafür fühlen. Sie suchen daher vor allem im Außen nach Heilmitteln oder Heilung.

Natürlich gibt es keine Zweifel daran, dass Umwelteinflüsse uns Menschen bzw. auch Tiere krank oder „kaputt“ machen und ganze Ökosysteme sterben bzw. zusammenbrechen lassen.
Allerdings gibt es von Natur aus keine gesundheitsschädlichen Umwelten, denen Menschen nicht aus dem Weg gehen könnten, wenn sie den ihnen zur Verfügung stehenden Raum nicht freiwillig mit lebensgefährlichen Dingen ausstatten und gleichzeitig überbevölkern würden, sich also genug Freiräume lassen würden, an denen sie sich immer wieder regenerieren oder entgiften könnten.
Menschen haben die frei Wahl, sich Gefahren für ihr Leben auszusetzen oder sogar selbst Dinge zu erschaffen, die das Leben anderer gefährden können – solange sie niemand zwingt, sich eine Alternative dazu zu überlegen, weil Menschen dadurch mit der Zeit krank und/oder unglücklich werden, also nicht mehr ganz (aus-)heilen können.

Menschen sind dazu in der Lage, zu sich zurück zu finden: Sie könn(t)en erkennen, dass sie irgendwann einmal ganz und glücklich waren,

  • sich völlig gesund und frei gefühlt haben (unabhängig von Medikamenten oder Arztbesuchen bzw. dem Geld, das dafür notwendig ist, oder dem „Gesundheits- und Versorgungssystem“, für das sie bereit sind zu arbeiten),
  • ohne all die Dinge, – seien es tägliche Prozeduren oder Produkte – die sie heute besitzen, aber im Grunde gar nicht brauchen, und die nicht nur unsere Umwelt belasten, unsere Lebensräume zerstören, sondern auch uns Menschen und unsere Tiere oder (Nahrungs-)Pflanzen.

Menschen werden sich vermutlich immer wieder in Unfälle oder andere Missgeschicke verwickeln (lassen), die ihre Spuren hinterlassen.
Sie allerdings so gut wie möglich zu vertuschen oder zu kaschieren, – mit irgendetwas zu verhüllen, zuzukleistern oder überpinseln bzw. mit Hilfe von Technologien vergessen zu machen – damit sie nicht mehr daran erinnert werden, statt sie bei Interesse auch öffentlich zu zeigen und offen darüber zu reden, wird niemandem dabei helfen, sich selbst wieder davon zu heilen.
Unser geistiges Erinnerungsvermögen mögen wir – mit Medikamenten oder andere bewusstseinsverändernden Mitteln oder Techniken – beeinflussen können; aber ein menschlicher Körper, in dem eine Seele wohnt, vergisst nie.
Es macht daher mehr Sinn, – um nicht aus Unachtsamkeit immer wieder dieselben Unfälle bzw. verletzenden und damit gesundheitsschädlichen Situationen durchleben zu müssen, die sich vielleicht seit dem ersten Tag auf Erden durch das eigene Leben (vielleicht schon das der eigenen Eltern) gezogen haben, –

  • sich aller Narben – auch der im Herzen – bewusst zu sein, die man sich im Leben schon zugezogen hat,
  • sie sich selbst oder anderen Beteiligten zu verzeihen und
  • Besserung bzw. mehr Achtsamkeit – auf sich selbst und andere – zu geloben.

Für mitfühlende, soziale Wesen, die mitleiden können, wenn andere – körperlich, geistig oder seelisch – verletzt oder krank sind, macht es noch mehr Sinn, so viele andere wie möglich an den eigenen Erfahrungen teilhaben zu lassen statt – vielleicht aus masochistischer Veranlagung, vielleicht aus Schadenfreude, vermutlich aus einer Mischung von beidem – andere bei ihren eigenen leidvollen Erfahrungen zu beobachten, in der Hoffnung, dass sie irgendwann selbst etwas daraus lernen, wenn sie von alleine darauf gekommen sind, was sie dagegen tun können.
Das ist zumindest meine persönliche Meinung, aus der ich keine wissenschaftliche Debatte machen möchte, von der sich andere Menschen so angegriffen oder sogar verletzt fühlen könnten, dass sie Reparaturzahlungen von mir fordern bzw. andere Schadensersatzforderungen an mich stellen könnten. Ich habe genug damit zu tun, auf mich selbst aufzupassen.

P.s.: Wenn viele Menschen nicht so experimentierfreudig wären und andere, die sich lieber mit dem zufrieden geben, was sie bereits wissen oder haben, nicht immer wieder davon überzeugen würden, etwas „ganz Neues“ (das es oft in ähnlicher Form schon längst einmal gab) auszuprobieren, könnten sie sich zwar viel Leid und Schmerzen ersparen. Aber ganz sicher sein, dass vorher mit Sicherheit nicht alles gut, aber vieles auf jeden Fall besser, heiler, war, das können sie immer erst hinterher.

P.p.s.: Jeder gesunde Körper ist in der Lage, jeden Tag Reparaturen durch Schäden zu leisten, die daraus entstehen, dass wir uns z.B. ständig unsichtbarer Strahlung oder anderen messbaren, energetischen Strömen oder Schwingungen von Geräten oder menschengemachten Umweltgiften aussetzen, die heute in vielen Fabriken oder Laboren hergestellt werden, unsere Nerven und Muskeln oder Organtätigkeiten beeinträchtigen – lähmen oder überreizen – können und in erster Linie dem Wissensgewinn von ForscherInnen bzw. dem Geldbeutel von ProduktherstellerInnen dienen statt dem Wohl, der Gesundheit, der Menschheit. Ohne ausreichende Ruhezeiten bzw. Erholungspausen, in denen Heilung stattfinden kann, und ohne eine gesunde, möglichst natürliche, abwechslungsreiche Nahrungszufuhr, die sowohl bei der Ausscheidung von anfallenden Abfällen, also Giftstoffen, hilft als auch beim Wiederaufbau von zerstörtem Körpergewebe, dürfen sich Menschen, die sich für gesund halten, nicht darüber wundern, dass sie viel weniger Kraft oder Energie (und Lebensfreude) übrig und mehr Schlaf nötig haben als andere, die sich besser vor den „modernen Errungenschaften“ dieser Welt schützen. Das heißt aber nicht, dass es ihnen nicht viel besser (er-)gehen könnte – wenn sie (häufiger) auf Dinge verzichten würden, mit denen es ihnen vermeintlich gut geht.

P.p.p.s.: Dinge, die zerbrochen sind, oder Menschen und andere Lebewesen, die sich krank – also nicht vollständig heil – fühlen oder aufgrund von Verletzungen oder Vergiftungen vom Tod bedroht werden, mit genug Geld einfach immer wieder nur zusammenbauen, „hinkriegen“, zu wollen, macht nur Sinn in einer Welt voller Menschen, die sich keines Besseren belehren lassen geschweige denn daran arbeiten wollen, die Ursachen der Zerstörung von Leben zu beseitigen. Vermutlich werden noch unendlich viele Wiedergutmachungsversuche stattfinden, die sich im Grunde relativ leicht hätten vermeiden lassen…

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader, der auf seinen Fotos zwar lieber die Schönheit(en) der Natur zeigt, es aber in meinen Augen immer schafft, allem oder allen, die er fotografiert, etwas Schönes abzugewinnen!

Suchtgefahr Mutter- oder Elternschaft

Kopfgeburten oder der Missbrauch menschlicher (Er-)Schaffenskraft zum persönlichen Vergnügen bzw. zum Stillen der eigenen (Sehn-)Sucht nach Verbindungen

Menschen, denen

  • der Sinn in ihrem Leben fehlt,
  • ihr Beruf oder ihr Privatleben nicht erfüllend genug ist und
  • die Gefahren einer Schwangerschaft und Geburt nicht bewusst oder egal sind
  • und die außerdem ihre eigenen Möglichkeiten oder Fähigkeiten überschätzen,

neigen dazu, ihre Hoffnung (sich als wertvoller oder „vollständig erwachsener“ Teil der Gemeinschaften, in denen sie leben, zu fühlen) in die „Produktion“ eigenen Nachwuchses zu setzen; vor allem, wenn sie zusätzlich (mit Glückwünschen, Lob, Kindergeld oder anderen Geschenken) dafür belohnt werden, Kinder in die Welt zu setzen.

Viele Menschen können sich vermutlich nicht vorstellen, wie einseitig schön, erstrebenswert, Mutter- oder Elternschaft in unseren westlichen Gesellschaften propagiert wird – aus Unwissen, Gutgläubigkeit oder gezielt, – gesellschaftspolitisch – wenn Kinder z.B. als

  • „HoffnungsträgerInnen für ganze (mit ihrem eigenen Leben unzufriedene oder davon enttäuschte) Generationen,
  • zukünftige ArbeiterInnen oder Pflegekräfte im Alter bzw.
  • als KundInnen benötigt werden, um den Reichtum eines „produktiven“ Landes zu erhalten oder sogar zu mehren.

Vielen Frauen und Männern fällt auch heute oft noch nichts Kreativeres ein, um sich selbst zu verwirklichen, der Welt etwas von sich mitzugeben bzw. nach dem eigenen Tod zu überlassen (auf das sie stolz sein können) als sich selbst fortzupflanzen und dadurch zumindest Teile von sich selbst erfolgreich zu ersetzen, zu verdoppeln, zu verdrei-, -vier- oder sogar vielfachen.
Vielleicht ist vielen Menschen trotz biologischer Schulbildung (über die Wirkung körpereigener Drogen, Aufputsch- oder Beruhigungsmittel) gar nicht bewusst, wenn sie Opfer ihrer Hormone werden, die ihnen – auch im Unglück – Glücksgefühle versprechen bzw. bescheren (wenn sie ihrer Intuition folgen).

Mit einer vernünftigen Entscheidung, zu der Menschen nach reiflicher Überlegung fähig sind, hat im Grunde keine Schwangerschaft zu tun, auch wenn sie sich „richtig“ anfühlt; eher mit einer „freudigen Erwartung„. Wie oft diese über das Kindesalter hinaus – wenn die natürliche, hormonell bedingte Mutter- bzw. Eltern-Kind-Bindung nachlässt – anhält, darüber lässt sich nur spekulieren.
Von Natur aus sind Blutsverwandte selten lebenslang enger miteinander verbunden als (Seelen-)freundInnen oder „Brüder (oder Schwestern) im Geiste“, deren Bindungen zueinander auf Freiwilligkeit beruhen. Sie sind deshalb auch „normalerweise“, ohne dass es ihnen abtrainiert wird, im Erwachsenenalter (erwartungs-)frei – höchstens hoffnungsvoll – ihnen gegenüber.

Unter bestimmten Umständen – wenn es um ihr Überleben geht oder ihre gemeinschaftlichen Strukturen es von Natur aus (oder aufgrund ihrer Kultur, ihrer angelernten Überlebensstrategie) erfordern – bleibt eine (Ver-)Bindung zwischen Blutsverwandten lebenslang bestehen. Die Natur macht nicht nur Menschen – wenn es vorteilhaft für sie ist – vieles, in erster Linie Schmerzen durch körpereigene Betäubungsmittel – Endorphine – erträglich, die sie „normalerweise“ nicht ertragen würden (ohne sich dagegen zu wehren oder einen Ausweg aus ihrer Situation zu suchen).

Dass Menschen (oder auch Tiere) freiwillig, unbeeinflusst von anderen oder ihren eigenen Hormonen – einfach weil sie

  • es intuitiv für eine gute Idee hielten,
  • sich umfassend darüber informiert, also Beobachtungen dazu an- oder anderen Fragen dazu gestellt,
  • darüber nachgedacht und anschließend
  • gemeinsam mit einem passenden Partner dazu entschieden haben

– Eltern werden (wollen), kann ich mir als (Lebens-)Wissenschaftlerin, die ihre Studienergebnisse vor allem aus dem menschlichen Alltag zieht, und als Frau ohne Kinder wirklich nicht vorstellen.
Ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen im Laufe ihres Lebens wünschen, sie hätten keine Kinder bekommen (ein Dank an all die, die mir das – trotz der Liebe, die sie über mehr oder weniger lange Zeit für ihren Nachwuchs empfunden haben – in meinem Leben schon gestanden haben), also vernünftiger gehandelt, wenn sie aufgeklärter gewesen wären (z.B. über natürliche Verhütungsmethoden oder alternative, gemeinschaftliche Lebensmodelle).
Vielleicht werden sie es in einem nächsten Leben nicht mehr tun, wenn sie die Chance dazu bekommen – und nicht Opfer ihrer Sehnsucht nach kreativer Erfüllung oder anderer werden, die davon profitieren, dass sich Eltern und Kinder ihr Leben lang nicht nur abhängig voneinander, sondern verantwortlich füreinander fühlen, vielleicht sogar mehr als für ihr eigenes Leben und ihre eigene Gesundheit (wenn sie dazu erzogen werden, das zu tun).

Von Natur aus würde je intelligente Frau, die sich der Gefahr für ihr eigenes Leben spätestens bei ihrer ersten Geburt bewusst (geworden) ist und Möglichkeiten kennt, sich vor einer erneuten Schwangerschaft zu bewahren, darauf verzichten, sich erneut selbst zu gefährden; vor allem, wenn sie die Erziehung ihrer bereits geborenen Kinder niemand anderem überlassen möchte.
Aber von „süßen Dingen“ haben sich Menschen – auch Männer – seit jeher zu Dummheiten verlocken lassen oder sind sie schon oft süchtig geworden.

Heutzutage könnten sie – Dank naturwissenschaftlicher Forschung – darüber Bescheid wissen.

P.s.: Der perverseste Missbrauch menschlicher Kreativität findet für mich übrigens in „der“ Kunst, Kultur oder Wissenschaft statt – sobald dort

  • menschliche Werke bewundert und begeistert aufgenommen statt respektvoll anerkannt oder
  • KünstlerInnen bzw. kreative Köpfe entweder in den Himmel gelobt oder dafür verantwortlich gemacht werden, dass die Welt immer mehr verkommt
  • mit menschengemachten (Bio-)Technologien Lebewesen – egal ob Viren oder Bakterien, Pilze, Pflanzen, Tiere oder Menschen – willkürlich so verändert werden, wie Menschen (vielleicht Männer, die selbst gerne Kinder gebähren würden, Frauen, die lieber Karrriere machen statt die Verantwortung für die Erziehung eigener Kinder übernehmen wollen, oder Menschen, die kein Naturverständnis oder keine Wunschkinder haben und denken sie müssten/könnten die Welt damit besser machen) sie sich wünschen.

Allerdings kann ich mich damit trösten, dass den meisten Menschen überhaupt nicht bewusst ist, welches kreative Potential in ihnen selbst liegt, das ihnen mit ihrer Geburt zur freien Entwicklung mitgegeben wurde. Nicht viele wissen, wie sie ihrem eigenen Schicksal, das andere für sie festgelegt haben, aus dem Weg gehen und sich ihm nicht ergeben müssen, sondern dafür entscheiden können, sich gegen jegliche Einflussnahme von außen auf ihren eigenen Weg zu machen bzw. den frei zu gestalten, auf den sie einmal von anderen geschickt oder gelockt wurden.
Es ist nicht nur die Frage „Was will oder kann ich aus meinem Leben – meinen Ideen, die Früchte tragen könn(t)en – machen und daraus erschaffen?“, sondern auch „Was darf ich tun und was sollte ich lieber sein lassen, weil ich nicht nur mich selbst damit anspornen oder andere damit begeistern, befruchten kann, sondern mir oder ihnen damit schaden könnte?“, die sich jede/r stellen könnte, der oder die beschließt, selbst schöpferisch tätig zu werden.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly Sikkema (auf Unsplash)!