Massengräber entstehen von Natur aus nur dort …

…, wo Naturkatastrophen stattfinden, weil jemand Warnzeichen ignoriert und dadurch zu weit geht oder andere natürliche Grenzen überschreitet und sich mehr (heraus-)nimmt als er oder sie tun sollte, um damit nicht auf Dauer eine Katastrophe zu verursachen

Die größten Vernichtungsfeldzüge der Weltgeschichte, – gegen die Natur und ihre BewohnerInnen – mit den meisten Todesopfern haben immer Menschen geführt: Menschen, die entweder – weil es zu ihrem Plan gehört hat – genau wissen konnten, was sie damit anrichten (wollen), oder die aufgrund ihres kurzsichtigen Handelns nicht absehen konnten, welche Lawine sie damit in Gang gesetzt bzw. welche tödlichen Folgen ihr Pioniergeist, ihre Unternehmungslust und/oder ihre(Neu-)Gier haben (können).
Da viele Menschen – leider immer noch – davon auszugehen scheinen, dass andere, die Führungspositionen für sich beanspruchen, genau wissen, was sie tun, werden überambitionierte Menschen mit festen, ehrgeizigen, aber nicht ausreichend oder zu Ende gedachten Zielen im Kopf – die dazu neigen, Warnzeichen zu übersehen und Warnrufe zu überhören – weiterhin für Katastrophen sorgen (können bzw. vielleicht noch müssen, bevor die Menschheit dazu bereit ist, daraus zu lernen, wie man sie verhindert).
Es finden sich auch heute noch Menschen, die

  • sogar völlig fremden Menschen, die ihnen vorgesetzt werden – gutmütig, in bestem Glauben oder weil sie sich selbst davon einen Gewinn versprechen – treu(-doof) folgen, und die
  • alles tun, was ihnen von Menschen gesagt oder versprochen wird, die es (medial) geschafft haben, sich als VorreiterInnen hervorzutun.

Zu den Opfern menschengemachter Katastrophen gehören leider selten nur die, die Kriege um Besitz- oder Verfügungsrechte (über natürliche Ressourcen) und/oder „geschützte Gebiete“ für vernünftiger halten als

  • sich mit dem zufrieden zu geben, was die Natur vor der eigenen Haustür das ganze Jahr über zur freien Verfügung anbietet (solange sie nachhaltig genutzt wird) und
  • freiwillig auf das zu verzichten, was von Natur aus an anderen Orten der Erde für andere Menschen gedacht ist, so dass sie den alleinigen Anspruch darauf haben, wenn ihr Überleben davon abhängt, und/oder was nur in begrenzten Mengen verfügbar ist, oder
  • um friedliche (Aus-)Tauschgeschäfte zu bemühen, wenn sie etwas davon haben, daran teilhaben möchten…

Es braucht wohl einfach noch Zeit und weitere Dramen, bis sich alle Menschen nicht nur ihrer (Mit-)Verantwortung für ihr eigenes Leben und das, woran sie einmal sterben könnten, sondern auch für Leben und Tod anderer bewusst geworden sind.
Kein einziges Lebewesen auf der Welt, das sich von anderen ernährt oder mit ihrer Hilfe das eigene Leben bestreitet, kann überleben, ohne sich etwas von anderen nehmen zu müssen und ihnen damit vielleicht körperliches Leid zuzufügen oder ihnen anders damit zu schaden. Die Frage ist nur: Wie viel darf das sein, ohne ein schlechtes Gewissen anderen gegenüber haben zu müssen?
Die katastrophalen Folgen menschlichen Handelns – unter denen nicht nur Menschen leiden, die einfach nur möglichst in Ruhe gelassen und ihr Leben selbstständig und selbstverantwortlich leben möchten – ließen sich jedenfalls zukünftig vermeiden, wenn wir gemeinsam darauf achten und dafür sorgen würden, dass

  • möglichst viel miteinander über mögliche Folgen des eigenen Handelns kommuniziert und über Alternativen diskutiert wird,
  • möglichst niemand mehr Grenzen überschreitet, die im Grunde nie hätten überschritten werden sollen, und
  • sich niemand mehr nimmt als er oder sie für sich selbst oder dazu braucht, um anderen zu helfen, die rechtzeitig vorher (nicht erst nach der nächsten Katastrophe) um Hilfe (statt vor allem Aufklärungsarbeit, um zukünftig selbstständig besser vorsorgen zu können) gebeten haben.

Allerdings können erst dann, wenn es zusätzlich zum Willen auch den Glauben an alternative Möglichkeiten bzw. Wege gibt, diese irgendwann auch von Menschen beschritten werden.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader (auf natur-highlights.de)!

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