Wähle sorgsam, was oder wem Du glaubst – vor allem, wenn ein zu güter, für Gerechtigkeit sorgender Gott im Spiel ist – oder was Du sicherheitshalber selbst erst noch genauer prüfst

Von Menschen, die Mitleid mit allen Lebewesen predigen, aber statt es – sympathisch – zu praktizieren und Verständnis für ihre natürlichen Bedürfnisse zu haben (bzw. dazu beizutragen, dass sie sich keine unnatürlichen Ersatzbefriedigungen suchen), nur dafür beten, dass ihr Gott sich ihrer erbarme – wenn „mitfühlende“ erzieherische (Zwangs-)Maßnahmen erfolglos bleiben, ihre Moralvorstellungen zu Spaltungen oder extremistischer Gewalt innerhalb von Gemeinschaften führen oder sie im Tod nicht endgültig von ihren „Leiden“ erlöst werden

Ich stoße immer wieder auf energ(et)ischen Widerstand, wenn ich naturwissenschaftlich – denn alles ist meiner Meinung nach relativ – relativiere, was Menschen an sich selbst oder anderen, mit denen sie Sympathie – also Mitleid – empfinden können, „gut“ oder „schlecht“ finden.
Denn: Es kann lebensrettend sein zu stehlen oder sogar zu töten.

Ist es Diebstahl, anderen etwas wegzunehmen, das die sich vorher unrechtmäßig – mit betrügerischen Mitteln oder gewaltsam – angeeignet haben, weil sie wussten, wie man gutgläubige, „schlecht“, nämlich nur einseitig gebildete Menschen betrügt oder Schwache – mit wenig Selbstbewusstsein und/oder – vertrauen – leicht unter Kontrolle bringt, indem man ihnen droht?
Ist Fremdgehen Ehebruch, wenn sich herausstellt, dass das Versprechen der gegenseitigen Liebe unter einem übersteigerten Hormoneinfluss gegeben wurde, also Beteiligte im Grunde als unzurechnungsfähig gelten können?
Warum sollen wir einen Gott ehren, der über allen Menschen steht, und ihm das Schicksal der Menschheit überlassen, wenn alle Wesen auch ein Teil von ihm sein sollen, so dass wir selbst mit ihnen in Kontakt treten und gemeinsam darüber entscheiden könnten, wie wir leben wollen?
Warum sollen wir nicht fluchten dürfen über das, was uns in unserem Leben missfällt – solange wir niemandem damit schaden außer uns selbst, weil Wut selbstzerstörerisch sein kann, wenn wir sie nicht unter Kontrolle bringen (also uns ihre gefährliche Nutzlosigkeit bewusst machen, wenn wir durch sie nicht ins Handeln kommen und etwas an dem ändern können, was uns wütend macht)?
Warum sollten wir uns nur bestimmte Feiertage festlegen, an denen wir fröhlich und ohne Strafen dafür befürchten zu müssen, all unsere angestauten Energien bzw. unser Bedürfnis nach Freiheit ausleben dürfen – statt dafür zu sorgen, dass wir nicht krank werden, weil wir unser Leben nicht täglich feiern, also über unsere natürlichen Bedürfnisse hinaus zwanglos genießen können?
Warum sollten Kinder auch Eltern ehren, die sie misshandelt haben oder von denen sie und ihre natürlichen Bedürfnisse oder besonderen Fähigkeiten, die jedes Kind mit auf die Welt bringt, missachtet wurden?
Wo liegt der Unterschied zwischen „töten“ und „Leben opfern“?
Warum sollten Menschen sich davor hüten müssen, etwas zu sagen, was sie – weil sie (vielleicht noch) keine Beweise dafür haben und es „nur“ glauben – für die Wahrheit halten, auch wenn es sich später als „falsch“ bzw. „unvollständig“ herausstellt? Wo beginnen Lügen bzw. warum sollten sie immer nur bewusst in die Welt gesetzt werden?

Ich denke, es gibt mehr Menschen auf der Welt, die auf die „Lügen“ der Weltreligionen hereingefallen sind bzw. sie weiterhin glauben. Denn die ganze Wahrheit kann nur ein Gott kennen, den alle Lebewesen gemeinsam verkörpern; von dem alle, die ein Bewusstsein für sich selbst und die Welt, in der sie leben, besitzen, ein Teil sind.
WissenschaftlerInnen behalten immer nur so lange Recht, bis irgendjemand das widerlegen kann, was sie – vielleicht über lange Zeit – als „richtig“ behaupten konnten, weil sich sonst noch niemand so viele Gedanken dazu gemacht und – um ihre eigenen Thesen zu überprüfen – Studienobjekte beobachtet und/oder Experimente, um verwertbare Daten daraus zu gewinnen, dazu überlegt hatte wie sie.
Mir genügt die Biologie und andere Naturwissenschaften, um mir die Welt und das Universum zu erklären – zumindest solange ich

  • Menschen glaube, denen ich nicht nur intuitiv vertraue, sondern die mir ihre Welt erklären können oder wollen, und
  • zusätzlich eine intelligente Macht hinter allem, was geschieht, vermute, die immer wieder dafür sorgt, dass alles möglichst im Gleichgewicht bleibt und nicht auseinanderbricht (indem alle, die ihr natürliches Gleichgewicht zwischen“gut für sie“ und „schlecht für sie selbst“ nicht finden, früher vergehen als andere, die dafür sorgen können, dass es erhalten bleibt).

Ich kann mir allerdings vorstellen, dass auch ein intelligent durchdachtes Spiel ein Ende haben kann und einen Neuanfang braucht, wenn bestimmte (Mit-)SpielerInnen die alleinige Macht – Alleinherrschaft – darüber an sich reißen und es in sich zusammenbrechen lassen – wie vielleicht vor sehr langer Zeit, als es einen lauten Urknall gegeben haben soll.

 

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Dank für das Foto gebührt Jens Auer (auf Unsplash)!

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