Suchtgefahr Mutter- oder Elternschaft

Kopfgeburten oder der Missbrauch menschlicher (Er-)Schaffenskraft zum persönlichen Vergnügen bzw. zum Stillen der eigenen (Sehn-)Sucht nach Verbindungen

Menschen, denen

  • der Sinn in ihrem Leben fehlt,
  • ihr Beruf oder ihr Privatleben nicht erfüllend genug ist und
  • die Gefahren einer Schwangerschaft und Geburt nicht bewusst oder egal sind
  • und die außerdem ihre eigenen Möglichkeiten oder Fähigkeiten überschätzen,

neigen dazu, ihre Hoffnung (sich als wertvoller oder „vollständig erwachsener“ Teil der Gemeinschaften, in denen sie leben, zu fühlen) in die „Produktion“ eigenen Nachwuchses zu setzen; vor allem, wenn sie zusätzlich (mit Glückwünschen, Lob, Kindergeld oder anderen Geschenken) dafür belohnt werden, Kinder in die Welt zu setzen.

Viele Menschen können sich vermutlich nicht vorstellen, wie einseitig schön, erstrebenswert, Mutter- oder Elternschaft in unseren westlichen Gesellschaften propagiert wird – aus Unwissen, Gutgläubigkeit oder gezielt, – gesellschaftspolitisch – wenn Kinder z.B. als

  • „HoffnungsträgerInnen für ganze (mit ihrem eigenen Leben unzufriedene oder davon enttäuschte) Generationen,
  • zukünftige ArbeiterInnen oder Pflegekräfte im Alter bzw.
  • als KundInnen benötigt werden, um den Reichtum eines „produktiven“ Landes zu erhalten oder sogar zu mehren.

Vielen Frauen und Männern fällt auch heute oft noch nichts Kreativeres ein, um sich selbst zu verwirklichen, der Welt etwas von sich mitzugeben bzw. nach dem eigenen Tod zu überlassen (auf das sie stolz sein können) als sich selbst fortzupflanzen und dadurch zumindest Teile von sich selbst erfolgreich zu ersetzen, zu verdoppeln, zu verdrei-, -vier- oder sogar vielfachen.
Vielleicht ist vielen Menschen trotz biologischer Schulbildung (über die Wirkung körpereigener Drogen, Aufputsch- oder Beruhigungsmittel) gar nicht bewusst, wenn sie Opfer ihrer Hormone werden, die ihnen – auch im Unglück – Glücksgefühle versprechen bzw. bescheren (wenn sie ihrer Intuition folgen).

Mit einer vernünftigen Entscheidung, zu der Menschen nach reiflicher Überlegung fähig sind, hat im Grunde keine Schwangerschaft zu tun, auch wenn sie sich „richtig“ anfühlt; eher mit einer „freudigen Erwartung„. Wie oft diese über das Kindesalter hinaus – wenn die natürliche, hormonell bedingte Mutter- bzw. Eltern-Kind-Bindung nachlässt – anhält, darüber lässt sich nur spekulieren.
Von Natur aus sind Blutsverwandte selten lebenslang enger miteinander verbunden als (Seelen-)freundInnen oder „Brüder (oder Schwestern) im Geiste“, deren Bindungen zueinander auf Freiwilligkeit beruhen. Sie sind deshalb auch „normalerweise“, ohne dass es ihnen abtrainiert wird, im Erwachsenenalter (erwartungs-)frei – höchstens hoffnungsvoll – ihnen gegenüber.

Unter bestimmten Umständen – wenn es um ihr Überleben geht oder ihre gemeinschaftlichen Strukturen es von Natur aus (oder aufgrund ihrer Kultur, ihrer angelernten Überlebensstrategie) erfordern – bleibt eine (Ver-)Bindung zwischen Blutsverwandten lebenslang bestehen. Die Natur macht nicht nur Menschen – wenn es vorteilhaft für sie ist – vieles, in erster Linie Schmerzen durch körpereigene Betäubungsmittel – Endorphine – erträglich, die sie „normalerweise“ nicht ertragen würden (ohne sich dagegen zu wehren oder einen Ausweg aus ihrer Situation zu suchen).

Dass Menschen (oder auch Tiere) freiwillig, unbeeinflusst von anderen oder ihren eigenen Hormonen – einfach weil sie

  • es intuitiv für eine gute Idee hielten,
  • sich umfassend darüber informiert, also Beobachtungen dazu an- oder anderen Fragen dazu gestellt,
  • darüber nachgedacht und anschließend
  • gemeinsam mit einem passenden Partner dazu entschieden haben

– Eltern werden (wollen), kann ich mir als (Lebens-)Wissenschaftlerin, die ihre Studienergebnisse vor allem aus dem menschlichen Alltag zieht, und als Frau ohne Kinder wirklich nicht vorstellen.
Ich bin überzeugt, dass sich viele Menschen im Laufe ihres Lebens wünschen, sie hätten keine Kinder bekommen (ein Dank an all die, die mir das – trotz der Liebe, die sie über mehr oder weniger lange Zeit für ihren Nachwuchs empfunden haben – in meinem Leben schon gestanden haben), also vernünftiger gehandelt, wenn sie aufgeklärter gewesen wären (z.B. über natürliche Verhütungsmethoden oder alternative, gemeinschaftliche Lebensmodelle).
Vielleicht werden sie es in einem nächsten Leben nicht mehr tun, wenn sie die Chance dazu bekommen – und nicht Opfer ihrer Sehnsucht nach kreativer Erfüllung oder anderer werden, die davon profitieren, dass sich Eltern und Kinder ihr Leben lang nicht nur abhängig voneinander, sondern verantwortlich füreinander fühlen, vielleicht sogar mehr als für ihr eigenes Leben und ihre eigene Gesundheit (wenn sie dazu erzogen werden, das zu tun).

Von Natur aus würde je intelligente Frau, die sich der Gefahr für ihr eigenes Leben spätestens bei ihrer ersten Geburt bewusst (geworden) ist und Möglichkeiten kennt, sich vor einer erneuten Schwangerschaft zu bewahren, darauf verzichten, sich erneut selbst zu gefährden; vor allem, wenn sie die Erziehung ihrer bereits geborenen Kinder niemand anderem überlassen möchte.
Aber von „süßen Dingen“ haben sich Menschen – auch Männer – seit jeher zu Dummheiten verlocken lassen oder sind sie schon oft süchtig geworden.

Heutzutage könnten sie – Dank naturwissenschaftlicher Forschung – darüber Bescheid wissen.

P.s.: Der perverseste Missbrauch menschlicher Kreativität findet für mich übrigens in „der“ Kunst, Kultur oder Wissenschaft statt – sobald dort

  • menschliche Werke bewundert und begeistert aufgenommen statt respektvoll anerkannt oder
  • KünstlerInnen bzw. kreative Köpfe entweder in den Himmel gelobt oder dafür verantwortlich gemacht werden, dass die Welt immer mehr verkommt
  • mit menschengemachten (Bio-)Technologien Lebewesen – egal ob Viren oder Bakterien, Pilze, Pflanzen, Tiere oder Menschen – willkürlich so verändert werden, wie Menschen (vielleicht Männer, die selbst gerne Kinder gebähren würden, Frauen, die lieber Karrriere machen statt die Verantwortung für die Erziehung eigener Kinder übernehmen wollen, oder Menschen, die kein Naturverständnis oder keine Wunschkinder haben und denken sie müssten/könnten die Welt damit besser machen) sie sich wünschen.

Allerdings kann ich mich damit trösten, dass den meisten Menschen überhaupt nicht bewusst ist, welches kreative Potential in ihnen selbst liegt, das ihnen mit ihrer Geburt zur freien Entwicklung mitgegeben wurde. Nicht viele wissen, wie sie ihrem eigenen Schicksal, das andere für sie festgelegt haben, aus dem Weg gehen und sich ihm nicht ergeben müssen, sondern dafür entscheiden können, sich gegen jegliche Einflussnahme von außen auf ihren eigenen Weg zu machen bzw. den frei zu gestalten, auf den sie einmal von anderen geschickt oder gelockt wurden.
Es ist nicht nur die Frage „Was will oder kann ich aus meinem Leben – meinen Ideen, die Früchte tragen könn(t)en – machen und daraus erschaffen?“, sondern auch „Was darf ich tun und was sollte ich lieber sein lassen, weil ich nicht nur mich selbst damit anspornen oder andere damit begeistern, befruchten kann, sondern mir oder ihnen damit schaden könnte?“, die sich jede/r stellen könnte, der oder die beschließt, selbst schöpferisch tätig zu werden.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly Sikkema (auf Unsplash)!

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