Menschen funktionieren nicht wie Uhren, die immer im gleichen Takt schlagen oder irgendeinem Taktgeber folgen (müssen)

Wir als menschliche Wesen mit

  • einem freien Willen,
  • Füßen, um anderen aus dem Weg zu gehen, sowie
  • einem Mund und Armen, um uns anderen verständlich zu machen,

können beeinflussen, also selbstständig entscheiden, ob wir ständig in Bewegung bleiben (wollen) – zwischen

  • Aufstehen, Loslaufen und Hinsetzen oder Hinlegen;
  • Rechts und Links, nach Vorne und wieder Zurück;
  • begeistertem Nach-oben-Streben und dann wieder steil abstürzen.

Wir könn(t)en stattdessen – wenn wir Untätigkeit ohne schlechtes Gewissen ertragen können – auch völlig still halten und einfach nur beobachten, hören, riechen und dabei in uns hinein spüren und ruhig, gelassen, weiteratmen, bis uns etwas Sinnvolles einfällt, was wir tun könnten: ganz egal ob für unser Weiterkommen oder gegen die Hindernisse oder Blockaden, die uns dabei im Weg stehen.

Ich habe schon oft gehört, dass Menschen verstorben sind, weil sie zu viel oder zu wenig für sich und/oder andere getan haben, aber noch nie, dass sie beim Warten auf etwas oder andere plötzlich nicht mehr atmen konnten und kurz darauf tot ungefallen sind – solange sie neben der Sorge für ihre Sauerstoffversorgung auch die Nahrungs- und Wasseraufnahme nicht vernachlässigt und dabei nicht so unbeweglich geworden sind, dass sie nicht mehr schmerzfrei oder ohne Unterstützung selbstständig aufstehen konnten, um ihre Notdurft zu verrichten.
Aber wartende Menschen, die mit wenig zufrieden sind und sich selbst versorgen können, sind einfach schlechte ArbeiterInnen und schwer zu gewinnen für etwas, was ihnen gar keinen Spaß macht.
Ihnen muss man – vor allem, wenn man mit ihnen wirtschaftliche Interessen verfolgt – erst einmal Angst machen, dass ihre Zeit ablaufen könnte, ohne dass sie einen sinnvollen Beitrag zu einer menschlichen Wertegemeinschaft beigetragen haben, in der die Uhrmacherei sowohl als Handwerk als auch als echte Kunst gilt, nicht als „brotlose“.
Für mich als Biologin, die sich schon sehr lange damit beschäftigt, wie Menschen ticken ergibt das sowohl Sinn als auch gar keinen – je nachdem, aus wessen Perspektive man es betrachtet: aus menschlicher oder unternehmerischer, gesellschaftspolitischer.

P.s.: Dass man Menschen mit mechanischer Gleichtönigkeit gut unter Kontrolle halten kann, dürfte allen bewusst sein, die sich „gerne“ mit elektronischer Musik beruhigen oder in geistige Sphären befördern, in denen sie sich wie freie Menschen fühlen können – ohne Bewusstsein dafür, dass sie sich dabei wie in ihrem echten Leben von anderen abhängig machen, die die Töne für sie erklingen lassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Bryan Williams (auf Unsplash)!

Von Menschen, die nicht auf ihren eigenen Füßen stehen können (oder wollen?)…

… , weil sie den Zugang zu ihnen verloren haben und nach Höherem oder – wenn  sie sie einfach nur hochlegen wollen – Darunterliegendem streben

Mir kommen viele Mensche vor, als würden sie selbst gar nicht bemerken, dass ihnen jemand ihre Füße abgeschnitten hat und sie gar nicht mehr mit beiden Beinen fest auf der Erde stehen. Sie schweben in (geistigen) Höhen und schauen auf andere herab oder als TieffliegerInnen zu anderen weiter oben hinauf, die nichts mit ihren großartigen Ideen anfangen können.
Das Zeitalter der (Flug-)Technologie hat seine Spuren hinterlassen …
Allerdings war schon den alten Griechen bewusst, in welche Gefahr sich Menschen selbst bringen, wenn sie warnenden Worten nicht genug Bedeutung zumessen: Der Traum vom Fliegen hat schon Dädalus bzw. seinen eigenen Sohn ins Unglück gestürzt, der sich der Gefahr der Erfindung seines Vater offenbar weniger bewusst war als dieser selbst und deren verlockenden neuen Möglichkeiten zum Opfer fiel.
Es wird immer neugierige Menschen geben, die zum Beispiel

  • denken, sie könnten etwas besser machen als die Natur und ihre eigenen Regeln aufstellen statt Naturgesetzen Folge zu leisten;
  • willkürlich in der Natur herumspielen, sie willentlich manipulieren, – kultivieren – ohne die möglichen Folgen ihres Handelns, vor allem auf ihren Organismus oder andere Arten von Lebewesen, zu bedenken;
  • auch daran glauben, dass eine Heilung von Körper und/oder Geist im Bett liegend stattfinden kann, solange andere ihnen verheimlichen, welche Kollateralschäden schon immer dadurch entstanden sind, dass Menschen sich Zeit sparen wollten, die sie zum Ausheilen ihrer Erkrankungen – Verletzungen oder Vergiftungen oder anderer Ungleichgewichte – gebraucht hätten;
  • einer einst grünen, friedlichen Politik dazu verholfen haben, umweltschädlichen, zerstörerischen Technologien Vorschub zu geben und unter ihrem Deckmantel Kriege zu führen, und
  • immer noch die Rettung der Menschheit darin sehen, weiterhin Strom zu verbrauchen und sich von Ressourcen abhängig zu machen, die sie gar nicht selbst herstellen bzw. eigenständig – indem sie auf ihren Füßen dorthin laufen und dort ihre eigenen Hände benutzen – aus der Natur vor ihrer Haustür gewinnen können.

Vielleicht habe ich ja den einen oder die andere neugierig darauf gemacht, was das alles mit seinen bzw. ihren Füßen, Wurzeln, der eigenen Herkunft, und den Zielen, die er oder sie sich im Leben gesetzt hat, zu tun haben könnte? Finde es doch einfach selbstständig und selbstverantwortlich heraus, indem Du beginnst, Dir und anderen die richtigen Fragen dazu zu stellen!

 

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Dank für das Foto gebührt Joe Pizzio (auf Unsplash)!

 

Wessen Modellvorstellung folgt Dein Leben und was ist Dein Plan?

Von Menschen, die vorbildlich leben und sich wundern, dass sie genau dieselben Fehler wie die vor ihnen machen, nur anders oder sogar noch schlimmer

Viele Menschen, die die Spielregeln des (modernen) Lebens nicht durchschaut haben, die uns von der Natur vorgegeben werden, denken nur, sie würde ihr eigenes Leben – so wie sie es führen wollen – leben.
Menschen, die nicht bewusst durch den Tag gehen und kritisch hinterfragen, was andere ihnen entweder vorspiegeln oder ihnen vorzuleben oder sogar vorzuschreiben versuchen, übersehen leicht, welche bzw. wessen Erwartungen sie dabei unbewusst erfüllen (und zu wessen Lasten es geht, dass sie nicht ihrem eigenen inneren, von außen unbeeinflussten Plan folgen).

Menschen wissen von Natur aus, – denn sonst könnten sie selbstständig nicht überleben – was gut und was schlecht für sie ist, was sie brauchen und was nicht. Schon bei ihrer Geburt, spätestens danach, wenn sie unvorbereitet ins Leben geholt werden, tun Kleinkinder lautstark kund, wenn ihre Bedürfnisse nicht so erfüllt werden, wie sie es sich wünschen würden. Eltern oder vor allem Mütter, die wenig oder gar kein natürliches Gespür (mehr) für ihren eigenen Körper haben, neigen dazu, andere Menschen, denen sie mehr Erfahrungen damit zutrauen, um Rat zu fragen.
Und viele Menschen folgen dem, was andere ihnen anraten, weil sie es für das einzig Richtige halten, auch gegen ihre inneren Widerstände.

Bereits im frühesten Kindesalter beginnt für viele Menschen ein modernes Drama: der Spagat zwischen dem Menschen, der bzw. die sie von Natur aus sein wollen, und dem oder der, der bzw. die sie gerne sein möchten, um in der eigenen Familie oder gesellschaftlich anerkannt zu werden und in einem Leben erfolgreich zu sein, das kaum Rücksicht auf natürliche Bedürfnisse der Menschen nimmt.

Es ist kein natürliches Bedürfnis, auch nicht des Menschen, die eigenen Bedürfnisse nach einer Uhrzeit oder einem anderen passenden Zeitpunkt zu richten.
Es ist kein natürliches Bedürfnis, auch nicht des Menschen, in Beziehungen mit Menschen zu leben, die die eigenen natürlichen Bedürfnisse ignorieren.
Es ist kein natürliches Bedürfnis, auch nicht des Menschen, Auszeiten vom eigenen Leben zu brauchen und wegrennen, -fahren oder -fliegen zu wollen, weil ihnen von anderen so viel aufgelastet wurde, dass sie es alleine nicht mehr (er-)tragen können und eine Pause brauchen, um neue Kräfte zu sammeln (statt sich in ihrem Alltag Hilfe beim Tragen zu suchen).

Es ist das, was Menschen erwartungsgemäß denken, wenn sie sich an den Erwartungen und Plänen anderer Menschen orientieren, die diese über Medien verbreiten.
Menschen, die sich Menschen im Fernsehen oder Zeitungen oder in hohen, angesehenen Positionen, vielleicht sogar die eigenen Eltern zum Vorbild nehmen statt sich in erster Linie vorzunehmen, nicht dieselben Fehler wie sie zu machen, falls ihr Leben sie krank und unglücklich gemacht hat, dürfen sich nicht wundern, wenn sie sich selbst dabei immer mehr verlieren.

Es gibt keine Blaupause für Dein Leben, der Du einfach nur folgen müsstest.
Wir alle könn(t)en unsere eigenen Augen und Ohren offenhalten und unsere eigenen Fein- und Hellsinne benutzen, um das Leben zu führen, das wirklich zu uns passt und uns glücklich macht – ohne Rücksicht auf das, was andere über uns denken, solange wir uns nicht rücksichtslos ihnen gegenüber verhalten.

Unsere Gedanken waren schon immer frei und werden es – zumindest vermute ich das – auch immer bleiben, selbst wenn es Menschen gibt, die alles tun, um sie abzustellen oder (mit Hilfe von Technologien) kontrollieren zu lassen, und andere, die sich schon verhalten als hätten sie gar keine eigenen mehr.
Ich glaube, oder hoffe es zumindest, – auch wenn ich es nicht wissenschaftlich beweisen kann – sie machen sich – vorbildlich, weil man das als moderner Homo sapiens nun mal so macht – selbst und anderen nur etwas vor.
Welchen Plan sie selbst damit verfolgen, weiß ich nämlich nicht; aber ich wünsche ihnen, dass er wenigstens für sie aufgeht.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly Sikkema (auf Unsplash)!

Die Forschungsstätten der Zukunft …

… könnten zur Abwechslung vielleicht nach wirklich intelligenten Lösungen für die Probleme der Menschheit – Angst (vor dem einsamen Verfall), Bequemlichkeit, unerfüllte Liebe, Unzufriedenheit mit ihrem Leben – suchen statt ihr ständig nur neue damit einzuhandeln, dass sie ihre bisherigen – Abhängigkeit von begrenzten Ressourcen und sinnlose Energieverschwendung oder Bedeutungs- bzw. Wertzuweisung und Anhaftung an materielle Dinge – nicht bis zu Ende denken will.

Wir bräuchten meiner Meinung nach Werkstätten, die aus umwelt- und gesundheitsschädlichen Abfällen, Altlasten, die die bisherige Forschung zusammen mit ihren Produkten entwickelt hat (ohne sich um deren Entsorgung kümmern zu wollen), etwas Neues machen könn(t)en – das dem Leben und nicht nur menschlichen Miteinander, sondern auch dem zwischen unterschiedlichen Arten von Lebewesen, nicht dessen bzw. deren Zerstörung (und dafür dem Wohlstand einiger Menschen) dient.
Aktuell halten ganz offensichtlich immer noch Menschen die meisten Gelder für Forschungsmittel in der Hand, die von Nachhaltigkeit oder einer gesunden Zukunft reden, ohne an zeitlich begrenzte, natürliche Ressourcen zu glauben – vielleicht weil sie bisher nur tote Naturwissenschaften, aber keine lebendigen, beseelten Körper bzw. Systeme und ihre Regenerationszyklen studiert haben.

Nur weil WissenschaftlerInnen etwas prinzipiell verstanden haben, heißt das noch nicht, dass sie es auch sinnvoll praktisch anwenden können – vor allem, wenn es sich um etwas so Wundervolles wie das Leben handelt.
Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie viel Leid Menschen ertragen können, bis sie bereit sind, ihre Überzeugungen aufzugeben, die sie in ihre leidliche Situation gebracht haben. Vermutlich hat selbst vielen WissenschaftlerInnen bisher die Vorstellungskraft dazu gefehlt, wie gesundheits- und umweltschädlich das, was sie selbst erforschen und dabei tun, trotz aller Warnungen und Sicherheitsvorkehrungen oder Gesetze tatsächlich (immer noch) ist.
Es wird jedenfalls nicht besser, wenn wir sie weiter wie bisher machen lassen statt das, was sie bisher getan haben, grundsätzlich zu hinterfragen: die Natur, unsere Lebensgrundlage zerstören, um das Leben der Menschen angeblich besser zu machen.

Vielleicht sollten wir also erst einmal neue Bildungs- statt Forschungsstätten aufbauen – damit nicht weiterhin täglich neuer (Gedanken-)Müll von ungenügend natur- bzw. lebenswissenschaftlich gebildeten Menschen produziert wird und in der Welt kursiert, durch den andere gesundheitlich zu Schaden kommen oder sogar dadurch sterben, dass sie ihn glauben und/oder selbst nutzen?

P.s.: Weil ja meiner Technologie-Kritik gerne entgegengesetzt wird, dass wir Menschen immer noch wie Affen auf Bäumen leben würden, wenn wir uns nicht mit Hilfe von Werkzeugen oder Waffen auch ins freie Feld unter gefährliche Raubtiere gewagt und dabei weiterentwickelt hätten, frage ich mich häufig und erst recht, wenn ich kunstvoll mit einfachsten Mitteln errichtete, umweltfreundliche Baumhäuser sehe, für die kein einziger Baum sein Leben lassen musste: Wäre das wirklich so schlimm? Es mag hilfreich sein, Erde zum Bauen einer Behausung nutzen und Pflanzen, die von Natur aus in ihr wachsen, zur Bereicherung der eigenen Ernährung nutzen zu können. Aber müssen wir sie uns tatsächlich so Untertan machen und weiterhin so viel in ihr graben, (auch um Rohstoffe für den Maschinenbau nachliefern zu können) wie wir es aktuell immer noch tun?

 

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Dank für das Foto gebührt sq lim (auf Unsplash)!

Bist Du dankbar für Dein Leben? Oder hast Du ein schlechtes Gewissen deswegen?

Macht es dann Sinn, bei wem Du Dich auf Deine Weise dafür bedankst?

Es gibt Menschen, die ihr Leben für selbstverständlich halten statt dankbar dafür zu sein, dass es ihnen geschenkt und ermöglicht wurde, es so zu führen, wie sie es führen wollten.
Es gibt Menschen, die halten es – nur weil es bei ihnen problemlos funktioniert hat und außerdem auch in ihrem Sinne war – für eine Selbstverständlichkeit, dass

  • Menschen gemeinsam Kinder bekommen (wollen);
  • Eltern auch noch für ihre Kinder sorgen müssen, wenn diese längst selbst Erwachsene sind und eigene Kinder – wenn sie sie wollten – versorgen könnten oder – wenn sie sie unfreiwillig bekommen haben – müssten;
  • Kinder ihren Eltern ewig für alles dankbar sein müssen, was diese für sie getan haben, selbst wenn die ihr Leben irgendwann völlig unabhängig führen können und vielleicht sogar wollen;
  • Menschen sich einen Beruf oder wenigstens Jobs suchen und regelmäßig Geld verdienen müssen, um ihr Leben so führen zu können wie sie es sich wünschen.

Es gibt Menschen, die wissen wenig über das Leben und sich selbst bzw. andere – über unser natürliches menschliches Wesen, das Dankbarkeit empfinden, aber auch gezielt benutzen kann, um anderen ein schlechtes Gewissen zu machen – weil die sich nicht genauso dankbar bzw. großzügig, angeblich großherzig, zeigen.
Viele Menschen sind dankbare Opfer anderer, die davon leben, Menschen an der Nase herumzuführen, in Hamsterrädern laufen zu lassen oder an Leinen bzw. in Privat-Gefängnissen zu halten, die die zwar ihren Besitz oder ihr Eigentum nennen dürfen, aber nur mit besonderen Genehmigungen (oder genügend Geld, mit denen sie sich umgehen lassen) so bauen und nutzen dürfen, wie sie es gerne möchten.
Seit jeher arbeiten viele Menschen dankbar für andere, die ihnen dafür Geld geben und versprechen, sich um sie und alles Lebenswichtige zu kümmern.
Dabei vergessen sie oft, sich selbst um die lebenswichtigsten Organe zu kümmern, die sie für dieses Leben mitbekommen haben: all ihre Knochen, Muskeln, Sehnen, Gelenke, inneren und äußeren Verdauungs- und Sinnesorgane, Fett- und Bindegewebe sowie ihren Geist, den sie mit immaterieller Nahrung bzw. Energie füttern und mit ihren Gedanken lenken können, um jeden Tag etwas wirklich Sinnvolles zu tun, was ihnen vielleicht sogar zukünftige Generationen noch danken werden.

Von Natur aus fühlen wir uns als Menschen nicht vollständig, erfüllt, ganz lebendig, wenn wir lebenswichtige Dinge und Tätigkeiten vernachlässigen, die wir dankbar jeden Tag pflegen müssten, damit sie uns nicht mit der Zeit abhanden kommen: unsere Natur – Beziehungen zu anderen Menschen, Tieren, Pflanzen und allen anderen Lebewesen, mit denen wir unsere Lebensräume teilen müssen, damit wir selbst gesund – im Gleichgewicht – bleiben.

Wir können uns – wenn wir als Menschen nachhaltig glücklich und gesund leben und nicht irgendwann auf dem harten Boden der Realität aufwachen wollen – nicht nur die Rosinen aus dem Leben herauspicken und uns nur auf das konzentrieren, was uns Spaß macht und Erfolg verspricht:

  • auf das Zusammenleben mit Gleichgesinnten statt mit KritikerInnen und QuerschlägerInnen, die unsere Ideen und die Verwirklichung unserer Lebensvorstellungen mit Einwänden behindern könnten, weil sie vielleicht völlig andere haben, die unsere in Frage stellen könnten;
  • auf einen Beruf bzw. eine Berufung, für die viel Energie benötigt und bei der lebenswichtige, natürliche Rohstoffe verschwendet werden;
  • auf den Schutz von Tieren, mit denen wir uns verbunden fühlen, während wir – nicht nur wenn es FleischfresserInnen sind und wir ihr Futter kaufen – dafür in Kauf nehmen, dass andere Tiere gleichzeitig darunter leiden, dass Menschen nur ein paar wenige Tiere besonders schützen;
  • auf Pflanzen, an denen wir uns erfreuen, weil wir sie in unserem Leben nutzen wollen;
  • auf den Kampf gegen Pilze, Bakterien oder Viren, die wir für Schuldige daran halten, dass Menschen ein ungesundes, undankbares, Leben führen (müssen), das sie krankheitsanfällig macht.

Menschen sollten eigentlich für alles dankbar sein, was sie in ihrem Leben erfahren durften, um etwas daraus lernen und in Zukunft besser machen zu können.
Dass wir laut einiger PolitikerInnen angeblich aktuell im besten Deutschland aller Zeiten leben, zeigt mir nur, dass die offenbar weder etwas wieder besser oder überhaupt noch gut machen zu wollen, noch bereit sind, aus ihren und/oder anderen Fehlern der Vergangenheit zu lernen..
Ich bin wirklich dankbar, dass sie und die Menschen, die ihre Politik immer noch gutheißen, schon so bereitwillig zugegeben haben, dass wir es uns sparen können, ihnen noch länger Dankbarkeit entgegenzubringen.

Ich würde also sagen: Dankeschön für alles, was Ihr (Euch) in der Vergangenheit so geleistet habt!
Aber jetzt ist es wirklich an der Zeit, mehr dafür zu tun, dass auch zukünftige Generationen wieder dankbar dafür sind, dass ihre VorgängerInnen wirklich wertvolle Vorarbeit für ihre Zukunft geleistet haben. – Vielleicht ja eine neue, nicht nur deutsche, sondern globale Wertarbeit, in der Zeiteinsatz und sorgfältige, gemeinsame Planung und Umsetzung unter kritischen Blicken und mit echten ExpertInnen-, nämlich AnwenderInnen– bzw. NutzerInnen-Meinungen, wieder belohnt und nicht daran gespart wird, um möglichst schnell und viel Zeit für etwas anderes, was angeblich mehr Spaß macht oder Erfolg verspricht, zu haben?

(Lebens-)Zeit wird Menschen nie davonlaufen, die sich auf ihren echten Wert besinnen statt sie erst in Geld umrechnen zu müssen, das sie verdienen müssen, um sich hinterher Freizeit leisten zu können, oder das sie verlieren könnten, wenn sie sich nicht beeilen, es für sich zu sichern.
(Lebens-)Zeit wird immer den Wert für Menschen haben, den sie ihm individuell und in Dankbarkeit zuschreiben. Wenn Du also kein allzu schlechtes Gewissen am Ende Deines Lebens haben, sondern dankbar darauf zurückblicken willst, dann achte gut darauf,

  • was Du jeden Tag denkst oder tust,
  • für wen Du freiwillig arbeitest und für wen besser nicht,
  • was Du eigentlich mit dem erreichen willst, was Du gerade tust und wie gut Du dabei vorankommst.

P.s.: Es gibt immer Menschen, die – statt nur Propaganda für ihre Weltverbesserung- und Nachhaltige-Erfolgs-Ideen zu verbreiten, also Werbeversprechungen zu machen – selbstständig daran arbeiten, Dinge wirklich nachhaltig sinnvoll für die ganze Menschheit zu gestalten, nicht nur für eine Region oder ein Land. Sie sind allerdings darauf angewiesen, dass möglichst viele sie dabei tatkräftig, nicht nur mit ihrem Geld, unterstützen – weil wir als Menschen nur gemeinsam stark gegen andere sein können, die stärker sind als jeder einzelne von uns. Menschen, die einfach nur dankend gen Himmel dafür beten, dass alles irgendwann (wieder) gut für sie wird (so dass sie sich damit abfinden können), haben schon immer nur denen geholfen, die selbst etwas dafür getan haben, dass für sie alles gut wird bzw. sie – wie aktuell die Mächtigsten der Mächtigen und Reichsten der Reichen – die beste Zeit ihres Lebens haben.

 

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Dank für das Foto gebührt Ben White (auf Unsplash)!

 

 

Das automatische Ende ungesunder menschlicher Angewohnheiten

Wenn Menschen denken, dass sie sich ihr Leben damit vereinfachen könnten, dass sie es von Automaten kontrollieren oder sich selbst von immer wieder neuen, besseren Angewohnheiten oder Produkten leiten lassen

Wir Menschen mögen von Natur aus dazu neigen, uns bestimmte Verhaltensweisen anzugewöhnen – wenn wir daraus Vorteile für uns erkennen können, die uns unser Leben leichter, absehbarer, sicherer, machen, weil wir dann irgendwann nicht mehr darüber nachdenken müssen, was wir tun.
Sowohl unser Körper als auch unser Geist ist dazu in der Lage, aus etwas völlig Neuem, Fremden, vielleicht sogar Angsteinflößenden, etwas (Alt-)Bekanntes und oft irgendwann auch Liebgewonnenes – eine Angewohnheit, die zu unserer Persönlichkeit, mit der wir uns identifizieren – gehört, zu machen. Mit genügend „guter“ PR, also Werbeversprechungen und deren eingängige Wiederholungen – Slogans bis hin zu regelrechten Schlachtrufen – kann man Menschen, die sich auch Gewohnheit wie Gewohnheitstiere benehmen, im Grunde alles andrehen oder sie dazu bringen, sich wie Esel zu verhalten, denen man eine Karotte vor die Nase hält. Solange Menschen sich nicht die Mühe machen, von Anfang an zu hinterfragen, wer oder was eigentlich dahinter steckt, dass sie sich mit etwas Neuem, einer neuen Angewohnheit oder einem leblosen Produkt, das ihnen angeblich ihr Leben erleichtern und schöner machen soll, anfreunden sollen – selbst wenn es ihrer Gesundheit schadet und ihnen daher von Natur aus vielleicht sogar unheimlich erscheint – werden sie es so lange mitmachen, bis ihr Körper, ihr Geist oder ihre Seele darunter zu leiden und abzubauen beginnt, also jegliche Lebenslust verliert.
AutomatenherstellerInnen und ihre angestellten VerkäuferInnen, zumindest die, die sich mit Kundenwünschen beschäftigen und sie analysieren, weil sie eine Verkaufsstrategie verfolgen, wissen das: Sie kennen Kundenwünsche und -ängste sowie Gewöhnungseffekte und die passenden Mittel und Wege, sie zu bedienen bzw. die Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die ihnen im Weg stehen.

Es gibt viele Menschen, die – auch oder vor allem Dank wissenschaftlicher Forschung –  die Regeln kennen, nach denen Menschen spielen, die sie für ihre Zwecke benutzen, also als zahlende KundInnen oder auch brave MitarbeiterInnen gewinnen möchten.
Sie wissen, wie sie Menschen – die aus Gewohnheit überall Spuren hinterlassen bzw. ihre Meinung laut, vielleicht über ihre Kleidung oder das, was sie sonst besitzen, kundtun – leicht erkennen und erreichen bzw. in erster Linie das erreichen können, was sie von ihnen wollen, indem sie ihnen etwas bieten können, das sie zufriedener mit ihrem Leben macht.
Ihnen ist bewusst, dass skeptische, zufriedene und bewegungsfaule Menschen dazu neigen, immer erst einmal NEIN zu etwas Neuem zu sagen, so dass sie es ihnen so einfach wie möglich machen müssen, das – ihre Produkte oder Dienstleistungen – zu bekommen, was sie ihnen als Bereicherung ihres Lebens anpreisen möchten (um selbst davon leben zu können bzw. ihren eigenen Reichtum zu erhalten oder zu vermehren).
Man nennt sie geborene Geschäftsleute, und sie sehen ihre Mitmenschen in erster Linie als potentielle AbnehmerInnen dessen, was sie ihnen bieten können.
Vielen Menschen ist nicht einmal bewusst, dass es ihre natürliche Hilfsbereitschaft, ihr soziales Wesen ist, das kulturgesellschaftlich pervertiert wurde – weil es uns von Natur aus Lohn genug ist, ArtgenossInnen bei etwas zu unterstützen, das sie nicht alleine schaffen, und uns nur frustriert, wenn wir mehr geben, mehr investieren, als wir von anderen von Natur aus dafür zurückbekommen. Jeder Mensch hat nur eine bestimmte verfügbare Menge an Kraft und Energie, die er oder sie aus seiner – materiellen oder geistigen – Nahrung zieht, die ganz automatisch mit der Zeit weniger wird, wenn er sie nicht sinnvoll wieder erneuert, also auffüllt, indem er oder sie sich selbst mit etwas Gesundem belohnt oder auch mal andere damit überrascht, dass er oder sie sich zur Abwechslung mal etwas nachhaltig Energie- und Kraftspendendes tut.

Als Biologin weiß ich, dass Menschen irgendwann, nach Jahren oder erst Jahrzehnten krank davon werden, wenn ihr Leben keine Überraschungen mehr bietet, weil alles durchschaubar – zur Routine – geworden ist.
Menschen drehen sich zwar gerne im Kreis, weil sie dann sicher sein können, dass sie wieder dorthin zurückfinden, wo sie ein sicheres Plätzchen zum Ausruhen, Nahrung zu sich nehmen und Schöpfen neuer Kräfte – ihren Kraftort, ihr Haus, ihre Wohnung oder ein anderes Zuhause – haben, das ihnen das Gefühl einer Heimat vermittelt, in der sie geschützt sind und aufatmen bzw. einfach sein können, wie sie wollen.
Mich überraschen Menschen selten. Ich kann absehen, dass sie irgendwann etwas tun werden, um sich aus einer misslichen, gesundheitsschädlichen Lage – die ich ihnen, ihrem Körper, ansehen oder ihren Worten entnehmen kann – zu befreien; zumindest wenn sie noch vorhaben, länger weiterzuleben als sie es mit ihren gesundheitsschädlichen, auf Dauer tödlichen, Angewohnheiten könnten.
Mich überrascht nur, wie schwer es vielen fällt, sich selbst zu durchschauen und auszutricksen, um nicht immer wieder Opfer ihrer automatisierten Routinen zu werden, also immer wieder nur auf andere, neue Menschen mit neuen Gesichtern oder in anderen Gewändern und schöner klingenden Angeboten hereinfallen, die ihnen neue Produkte und Dienstleistungen anbieten (von deren Verkauf in erster Linie VerkäuferInnen und HerstellerInnen profitieren, während der Rest der Welt, der Natur und damit auch die Gesundheit aller Menschen unter ihnen – ihrer Produktion Instandhaltung und /oder Entsorgung – leidet).

Ich denke, es werden noch viele in ihren Angewohnheiten verfangene Menschen wie an Ort und Stelle verwurzelte Pflanzen vor sich hinvegetieren, wenn niemand sie mit all dem versorgt, was sie zum Leben brauchen, bis sich überall herumgesprochen hat, dass wir – zumindest die meisten von uns – zusätzlich auch noch

  • zwei Beine und Füße haben, mit denen wir uns nicht nur im Kreis bewegen, sondern auch sonst überell hinlaufen könnten, wohin wir wollen, wenn wir bereit sind, auch mal überraschend die Richtung zu wechseln;
  • einen Rücken, der sich nicht nur dankbar nach vorne, sondern in alle Richtungen beugen lässt;
  • einen Mund, mit dem wir auch einmal andere Menschen ansprechen könnten als darauf zu warten, dass sie uns ein Gespräch (und vielleicht ihre Hilfe) anbieten;
  • Ohren, um genau hinzuhören;
  • Arm und Hände, die gemeinsam mit anderen etwas anpacken könnten, was vielleicht über sehr lange Zeit von Automaten erledigt wurde, die vor allem Ressourcen gefressen haben, die wir anderen wegnehmen mussten – weil wir sie selbst gar nicht produzieren können; und
  • einen Verstand, der uns sowohl dabei hilft,uns immer mal wieder selbst etwas wirklich Neues einfallen zu lassen, um unserem Leben einen neuen Sinn zu geben.

Ich war – ganz ungewohnt zu dieser Zeit – gerade mit meinem Liebsten eine Runde im Wald spazieren und werde jetzt mal frühstücken, was schon eher der Zeit entspricht, in der mein Magen normalerweise dazu bereit ist, auch größere Nahrungsmengen zu sich zu nehmen. – Vorher begnüge ich mich lieber nur mit meinem Geist, also meinen Ideen, und körperlichen Aktivitäten, also den Dingen, die ich gleich morgens erledigen will (weil sie am Vortag liegengeblieben sind bzw. mich bei dem, was ich sonst noch vorhabe, stören würden).
Es ist ein intuitiver Automatismus, den ich mir nicht bewusst angewöhnt habe und den mir zum Glück auch noch niemand abgewöhnt hat – weil ich sonst mt Sicherheit auf Dauer krank oder zumindest so unglücklich werden würde, dass ich mir etwas anderes einfallen lassen müsste.

P.s.: Vor allem hormon-, also angstgesteuerte oder liebestolle Menschen sind besonders anfällig dafür, nach Techniken oder Produkten zu suchen, die ihnen helfen, ihre natürlichen Bedürfnisse unter Kontrolle zu halten. Daran ist nichts Verwerfliches. Ungesund wird es für sie und manchmal auch gefährlich oder zumindest leidvoll und schmerzhaft für andere, die gemeinsam mit ihnen leben möchten, erst, wenn sie nicht bemerken, wie sie das, was ihnen definitv nicht gut tut, zu ignorieren lernen und all das, was ihrer Gesundheit (ihrer Lebensenergie, -kraft, Beweglichkeit und damit auch ihrem Glück) stattdessen wirklich nützen würde, ablehnen – aus dem Bedürfnis heraus, gegen andere aufzubegehren, die ihnen verbieten wollen, ihre natürlichen Bedürfnisse – z.B. nach freien, selbstständigen Entscheidungen – auszuleben.

 

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Dank für das Foto gebührt Boston Public Library (auf Unsplash)!

Willst Du wirklich noch Kontakt zu Deinem inneren Kind?

Wenn es vielleicht besser Zeit ist, der Vergangenheit Lebwohl zu sagen

Es ist in Mode gekommen, Menschen einzureden, die unverarbeiteten Traumata ihrer Kindheit würden ihnen die Probleme machen, die sie in ihrem Leben haben, sei es im Job, mit ihrer Gesundheit oder in ihren Beziehungen.
Ich denke eher, diese Menschen haben viel mehr ein Problem, ihre Vergangenheit, in der sie einerseits sehr glücklich waren – denn Kinder machen immer das Beste aus ihrer Situation, selbst wenn sie darunter leiden – und andererseits sehr unterdrückt wurden, nicht loslassen zu können, während sich ihr Körper, ihr Geist und ihre Seele frei weiterentwickeln wollen.

Sie können sich von ihren TherapeutInnen oder ÄrztInnen einreden lassen, dass sie alles richtig machen bzw. gemacht haben und zu ihnen gekommen sind, weil sie Hilfe von Medikamenten oder anderen Menschen brauchen. Selbstständige, selbstverantwortliche Erwachsene werden sie dabei meistens nicht – wenn den TherapeutInnen und ÄrztInnen nicht bewusst ist, dass sie eine fürsorgliche Elternrolle für die nach Liebe und Bestätigung suchenden inneren Kinder übernehmen, die in ihrem Leben nicht alleine weiterkommen.

Jedes Kind schöpft – wenn es nicht nur einen eigenen, schlauen Dickkopf, sondern auch ein großes, mutiges Herz hat – Mut aus sich selbst, ohne dass ihm der von anderen erst gemacht, also eingeredet werden muss.
Ich habe den Eindruck, viele Menschen reden sich selbst ein, dass es ihnen Spaß machen würde, sich ordentlich zu verhalten und nicht aufzubegehren gegen das, was andere ihnen vorschreiben – obwohl es ihnen das Leben unter anderen Menschen, die – oft streng und mit Strafen wie Liebesentzug – dazu erzogen wurden, Ordnung zu halten.

Alle Menschen halten von Natur aus so viel Ordnung, wie es gesund für sie ist – weil sie den Überblick über das behalten müssen, was sie zum Leben brauchen bzw. was ihrer Gesundheit abträglich sein könnte.
Umso mehr sie besitzen, umso schwieriger wird es für sie – sowohl die Zeit aufzubringen, all ihre Siebensachen im Blick zu behalten, als auch, ihre Prioritäten zu setzen, was besonders in Ordnung gehalten und immer wieder sauber weggepackt werden muss und was einfach nur irgendwo verstaut werden kann.

Es ist also immer wieder gut, Dingen und Angewohnheiten Lebwohl zu sagen, sobald sie zu viel Raum im eigenen Leben einnehmen, vielleicht auch der Angewohnheit, in Büchern oder Praxen therapeutischen Rat zu suchen statt das eigene innere Kind einfach mal hinter sich zu lassen und sich zu fragen:

  • Wer bin ich eigentlich heute und wie konnte es sein, dass ich genau hier gelandet bin?
  • Was will ich eigentlich, also wer möchte ich viel lieber sein und wie komme ich dahin?
  • Was würde ich mir selbst eigentlich in meiner Situation empfehlen, wenn ich nicht nur vernünftig denken oder aus dem Bauch heraus handeln, sondern meinem Herzen (und vielleicht Menschen, die ich liebe) folgen würde?

Du magst glücklich aussehen auf Fotos, die andere von Dir lieben, weil Du von ihnen hübsch in Szene gesetzt wurdest.
Ich würde sie lieber zerreißen, wenn Du Dir heute sicher bist, dass sie dazu beigetragen haben, dass Du bisher vielleicht ein vorbildliches Leben – ein Leben nach (Vor-)Bildern – gelebt hast, aber mit Sicherheit keines, das Dich dahin gebracht hast, wo bzw. wie Du heute gesund und glücklich leben könntest.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du noch dorthin kommst – denn Du hast es Dir genauso verdient wie jeder und jede andere (der oder die Dich bisher vielleicht vor allem benutzt hat, damit Du ein Klischee für ihn oder sie erfüllst, also nur eine Schablone dessen, woraus Du ein echtes Kunstwerk machen könntest; vielleicht weil er oder sie Angst hat, sonst in Deinem Schatten zu stehen oder feststellen zu müssen, dass Du auch ohne sie oder ihn zurechtkommst).

P.s.: Wer von den Menschen, die Deine kindliche, hilfesuchende Seele trösten, ist im Alltag für Dich da, wenn Du Hilfe brauchst, weil Du Dich überfordert fühlst? Such‘ Dir lieber echte FreundInnen in Deiner Nähe, die sich sowohl um Dich kümmern, wenn Du einfach nur jemanden zum Reden brauchst als auch, wenn Dir zwei oder mehr helfende Hände oder andere tatkräftige UnterstützerInnen fehlen, um mit dem voranzukommen, was Du in Deinem Leben erreichen möchtest.

 

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Dank für das Foto gebührt Terricks Noah (auf Unsplash)!

Es ist nie unsinnig, Unsinn zu machen!

Die Frage ist nur, wie lange Menschen damit durchkommen (wollen), bevor sie zugeben, dass sie es längst hätten besser wissen können

Wahrscheinlich haben alle Mensch im eigenen Leben schon einmal die Erfahrung gemacht, dass sie etwas – vor allem im Voraus – besser wussten als andere, die noch keine Erfahrung damit gemacht hatten (und nur davon überzeugt waren, dass sie sich ausreichend darüber informiert hatten, was sie taten oder vorhatten).
Es ist keine Schande, herausfinden zu wollen, wo die eigenen Grenzen liegen, wie weit man also gehen kann, bis man sich selbst weh tut oder anderen damit so sehr auf die Nerven geht, dass es ihnen weh tut.
Menschen brauchen in ihrem Leben Mut, auch Unsinn zu machen, für den andere sie irgendwann auslachen könnten – wenn sie in ihrem Leben überhaupt irgendetwas erreichen wollen.
Manche Menschen kommen bereits früh selbst darauf, dass es wenig Sinn macht, zu viel damit erreichen zu wollen, wenn man sich dafür vor anderen zum Affen machen oder ihnen in den Hintern kriechen muss.
Andere werden sich dessen bewusst, wenn ihr eigener Körper unter der Last, die sie sich selbst auferlegt haben – sich selbst, ihre eigene Menschenwürde zu verraten, also gegen ein Naturgesetz bzw. Menschenrecht zu verstoßen – zu leiden, also Krankheitssymptome zu entwickeln beginnt, die sie sich anders nicht erklären können.

Natürlich kann man sich auch jede entspannte Lebensfreude verderben, dass man alles im Leben völlig ernst nimmt und sich nie einen Spaß daraus macht, andere Menschen einfach in einem naiven Glauben zu lassen – selbst wenn man also schon vorher weiß (bzw. nur davon überzeugt ist), dass etwas schief gehen  oder nicht funktionieren wird, was sie versuchen (vor allem, wenn sie dabei versuchen, gegen Naturgesetze zu verstoßen oder anzukämpfen).
Man sollte vielleicht als Mensch unter so vielen anderen, mit so vielen unterschiedlichen Hintergründen und Lebenserfahrungen, auch beim Humor – wie bei allem im Leben – nicht zu zimperlich sein und es ihnen nicht übel nehmen, wenn sie sich in den eigenen Augen manchmal einfach doof benehmen. Selbst wenn es sich bei ihrer Doofheit um himmelschreiende Ungerechtigkeit gegenüber Menschen, Tieren oder der Natur handelt (weil sie mit zweierlei Maß messen, was gut oder was schlecht ist – je nachdem, ob es für sie oder andere Vor- oder Nachteile bringt), darf immer damit gerechnet werden, dass ihnen irgendwann noch bewusst wird, dass immer irgendwann Schluss mit lustig ist – entweder weil man selbst nicht mehr über sich lachen kann oder einem auch sonst niemand mehr wenigstens ein Lächeln (zurück-)schenkt (selbst wenn man sich für das, was man getan hat, entschuldigt hat).

Und am Ende hat auf jeden Fall jeder und jede etwas (Lebens-)Wichtiges daraus gelernt – egal ob Frontmann, Frontfrau, Zuschauer oder Zuschauerin: Ob sich die Show gelohnt hat und man sie irgendwann wiederholen will oder lieber nicht.

 

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Dank für das Foto gebührt Jay Lamm (auf Unsplash)!

Mit dem Vorlieb nehmen oder uns zufrieden geben, was rücksichtslose Menschen zurückgelassen bzw. für uns „vorbereitet“ haben

Wahrscheinlich wüssten die wenigsten Menschen von heute, wie sie irgendwo überleben sollten, wo keine anderen Menschen ihnen sagen können,

  • wo man etwas zu essen oder (fließendes) Wasser und eine Toilette findet oder
  • wie man sich selbst eine sichere Behausung baut, in der man Schutz vor Regen und Kälte oder ein Rückzugsplätzchen zum Schlafen findet.
  • Wir sind so viele geworden, dass wir kaum mehr (Lebens-)Raum zur Verfügung (und Entfaltung unserer eigenen Persönlichkeit) haben, den wir uns einfach aussuchen und selbstständig einrichten könnten, während wir unser eigenes Leben darum herum aufbauen.

Wir müssen das nehmen, was andere uns übrig gelassen haben, die behaupten, wir hätten darin noch alle Möglichkeiten, die wir uns wünschen …

Ich wünschte, es wäre allen von von uns von unserem gesunden Menschenverstand verboten,

  • die Natur vorsorglich, auf Verdacht zu zerstören,
  • ihr ihre Ressourcen zu entnehmen oder
  • ihren Boden zu versiegeln,
  • weil jemand damit rechnet, also vorausberechnet hat, dass irgendwann Nachfrage danach bestehen wird.

Aber umso mehr Menschen mit Hilfe von Computern und computergesteuerten Maschinen arbeiten, umso weniger benutzen sie ganz offensichtlich ihre Vernunft, ihre Vor(aus)sicht und ihr Gewissen.
Technologien können nicht in die Zukunft schauen, und Menschen, deren Lebensmittelpunkt darin besteht, sich technologische Lösungen für all ihre Probleme einfallen zu lassen, offensichtlich auch nicht.
Das können nur Menschen, die sich Gedanken darüber machen, was ihr Tun anrichtet, und Wissen, dass natürliche, biologische, ökologische Kreisläufe gestört werden können, wenn man ihnen die Nahrung oder ihren Lebensraum entzieht.
Mit toter Erde kann man niemanden mehr füttern, weil auf ihr nichts mehr wächst.

Ein Haus könnte man auf ihr bauen – aber wenn es weit und breit darum herum keine lebendige mehr gibt, auf der Nahrung für ihre BewohnerInnen wachsen kann oder die ihnen als lebendiger Erholungsraum (von ihrem auf Tod gebauten Leben) dienen kann, stellt sich für mich die Frage, wer darin überhaupt leben soll.
Menschen, die sich ins Auto setzen müssen, um sich über weite Strecken Lebensmittel einzukaufen, oder sich ihre Nahrung bis vor die Haustüre liefern lassen? Ohne Rücksicht auf die (Energie-)Ressourcen – Erdöl oder -gas, seltene Erden und Metalle, Holz, also Pflanzen- oder Tierkörper – die sie dabei verschwenden, ohne dass sie sonst jemand nutzen könnte, um sich davon zu ernähren oder damit ein eigenes, lebendiges Zuhause zu bauen?

Ich bin sicher, dass es bereits viele Kinder gibt, die als neue HüterInnen der Erde auf diese Welt gekommen sind. Denn die werden sogar Indianischen Weisheiten zufolge immer wieder neu geboren, so dass das alte, intuitive, Wissen niemals aussterben wird. Nur (durchsetzungs-)stark genug sind sie wohl noch nicht gegen all die BaggerfahrerInnen und sonstigen Maschinenfreaks dieser Welt, die glauben, sie müssten bzw. dürften die Erde beherrschen, wie sie wollten (weil sie keinen Schmerz empfinden kann) statt rücksichts- und liebevoll, mitfühlend, mit ihr umzugehen, weil sie nicht nur ihre eigenen Lebensgrundlage ist, sondern auch die aller anderen Lebewesen.

P.s.: Es mag für Menschen, die nicht lange nachdenken (wollen), scheinbar naturfreundlich sein, mit Holz zu bauen oder zu heizen. Wenn – statt ganze lebende Bäume dafür fällen zu müssen – aber nur Äste, Zweige, Triebe, Steine, Lehm oder andere tote Materialien als Bau- und Abfälle (wie Stroh oder Wolle) als Dämm- oder Brennmaterial genutzt werden könnten, steht für mich nicht zur Debatte, dass diese Menschen zu viel des Guten wollen und dementsprechend auch der Natur entnehmen (statt verfügbare Ressourcen und Wohnflächen nachhaltig miteinander zu teilen und viel Lebensenergie einzusparen – am Leben zu erhalten statt sie sinnlos zu verbrennen).

 

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Dank für das Foto gebührt Abdul Zreika (auf Unsplash)!

Kennst Du die Realität und weißt, was nur Deine Wirklichkeit ist?

Oder bist Du sehr überzeugt von Dir, hast Du Deine natürliche Neugier verloren und unrealistische Ansprüche an das Leben und Erwartungen in andere, die selten oder nie erfüllt werden?

Die Menschheit entwickelt sich – wie der Rest der Natur – beständig weiter: nach den (Spiel-)Regeln der Evolution und unter strenger Einhaltung der Naturgesetze. Selbst wenn viele Menschen, die keine ausreichenden naturwissenschaftlichen Kenntnisse (was ihre eigenen Grenzen betrifft), – aber ausreichend (Dritt-)Mittel haben und Wege dafür kennen – meinen, sich darüber hinwegsetzen zu können oder glauben (wollen), (einfluss-)reiche Menschen hätten sie in die Welt gesetzt, um die Menschheit damit leichter kontrollieren zu können.
Ich bin sicher, dass sie schon viele ehrliche WissenschaftlerInnen – die wie der Rest der Menschheit darauf angewiesen sind, sich von ihrer Arbeit ernähren zu können – dazu haben verleiten lassen, ihre Forschungsergbnisse anderen so zu verkaufen, dass die dazu bereit waren, Geld dafür zu bezahlen.
Wer sich die Zeit nimmt, ihre Werke zu erforschen, wird feststellen, welcher rote Faden sich durch ihr ganzes Leben zieht und wann sie darauf angewiesen waren, nur das zu tun (oder zu schreiben bzw. veröffentlichen), was andere von ihnen erwartet haben (ohne dass sie mit Sicherheit viel Freude daran hatten, aber wenigstens gebührend dafür entlohnt wurden).

Menschen, die sehr leicht oder schnell etwas glauben, – ohne es im Detail zu recherchieren und egal, ob sie es entweder „nur“ in der Zeitung gelesen oder von anderen Menschen, die sie für schlauer als sich halten, gehört haben – neigen dazu, den Sinn für die Realität zu verlieren. – Denn unsere Realität wird von Lügen und Propaganda beherrscht.
Menschen stellen sich von Natur aus gerne im besten Licht da. Statt ehrlich ihre Meinung zu sagen, die anderen widersprechen oder sie und ihre Worte anzweifeln könnte, schweigen viele – um (Meinungs-)Diskussionen aus dem Weg zu gehen, die sie Streitereien oder Gezänk nennen.

Unterschiedliche Meinungen – die auf unterschiedliche Lebenserfahrungen und individuelle Voraussetzungen zurückzuführen sind – auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, erfordert Zeit, Geduld und insbesondere den Willen, andere Meinungen und deren Ursprung zu verstehen, also eine natürliche Neugier darauf, warum andere Menschen eigentlich eine andere haben (könnten).
Es gibt Menschen, die nicht einmal erklären können, warum sie denken, was sie denken, oder zu wissen glauben, was sie zu wissen glauben, aber überzeugt sind, es anderen beweisen zu können oder gar nicht beweisen zu müssen.

Dass wir uns viele Dinge einfach glauben könnten – weil wir spüren, dass sie ehrlich gemeint sind – und gr nicht beweisen müssen, weil sie einfach sind wie sie sind, das ist vor allem WissenschaftlerInnen und anderen Menschen, die alles bis ins kleinste Detail herausfinden wollen, oft nicht genug.
Dabei könnten sie sich genauso gut einfach die Realität draußen vor ihrer Haustür – also nicht die, die im Fernsehen oder auf anderen Bildschirmen gezeigt oder über die in Zeitungen und anderen Medien berichtet wird – wird betrachten, die immer zeigt, was wirklich gerade los ist.

Mit ein paar naturwissenschaftlichen Kenntnissen und unter Berücksichtigung bestimmter Spielregeln (des Lebens) bzw. indem man andere Menschen, denen man vertraut, auch mal um Rat und Hilfe fragt, lässt sich die Realität als Mensch auf jeden Fall relativ gut ertragen – auch wenn es Menschen gibt, die unsere schöne Welt fleißig weiter damit zerstören, sie besser und schöner machen bzw. sie – angeblich – noch effektiver (aus-)nutzen zu wollen.
In meiner Wirklichkeit benutzt man (tote) Werkzeuge, aber keine Lebewesen, um aus ihnen beliebige Werkzeuge für die eigenen Zwecke zu machen.
Vielleicht hat sich in manchen Menschen der göttliche Funke besonders stark entzündet – weil sie nicht entspannt genug geatmet haben?
Irgendwann werden sie sich sicherlich von selbst beruhigen bzw. erlöschen.

Wer nicht nur mit offenen Augen und Ohren oder Nasen, sondern auch mit offenem Herzen durchs Leben geht, findet meiner Wahrnehmung nach jedenfalls genug Zeichen, dass es unter Menschen nicht nur gemeinsame LebenslügnerInnen, sondern auch gemeinsame Wahrheiten gibt. Die stehen prinzipiell immer bereit, irgendwann auch ans Licht der (Öffentlichkeit) zu kommen, mit der Chance, dass sie dann für mehr Menschen als zuvor, die sich darüber einig sind, dass sie stimmen, Wirklichkeit und damit – statt zur Normalität – zu einer neuen gemeinsamen Realität werden.

P.s.: Sowohl Menschen, die sich nur von ehrgeizigen Zielen leiten lassen, als auch andere, die gerne immer auf ihre Möglichkeiten warten, aber dann denken, sie dürften erst zugreifen, nachdem sie andere um Erlaubnis gefragt haben, können von der Realität und ihrem Leben auf Dauer nur enttäuscht werden, selbst wenn sie – aus Trotz – immer mal genau das Gegenteil tun. So einfach sind die Spielregeln für (Lebens-)Glück (oder auch Gesundheit) nicht, denn wir sind in unserem Leben – um zufrieden erfolgreich, (willens-)stark und selbstständig beweglich zu bleiben – weder nur auf uns allein angewiesen noch vom Wohlwollen anderer abhängig. Es gilt jeden Tag neu herauszufinden, was oder wer heute der, die oder das Beste für uns ist.

 

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Dank für das Foto gebührt Barbara Zandoval (auf Unsplash)!