Welche Lebensaufgabe hast Du Dir auferlegt?

Ich glaube nicht, dass wir schon mit einer Lebensaufgabe geboren werden.
Aber ich glaube, dass vielen Menschen nicht geholfen wird, – weder von ihren Eltern noch den Gemeinschaften, in denen sie aufwachsen – eine sinnvolle zu finden, also Entscheidungen zu treffen, die nicht nur ihnen selbst, sondern auch ihren Mitmenschen dienlich sind.

Menschen wachsen heute statt zu kreativen HandwerkerInnen und/oder anderen (Lebens-)KünstlerInnen oft

  • zu „SklaventreiberInnen“ heran, die nicht nur sich selbst, sondern auch möglichst viele andere dazu bringen wollen, ihre Lebensziele zu erreichen;
  • zu (Staats- oder anderen) DienerInnen, die sich damit begnügen, sich anderen, „Höhergestellten„, unterzuordnen; oder
  • zu selbstständigen (oft verantwortungslosen, schlecht sozialisierten) „Freigeistern“ heran, die weder Druck auf andere ausüben noch sich von ihnen herumkommandieren lassen, sondern einfach etwas produzieren und anderen anbieten wollen, was diese gut gebrauchen können.

Ich sehe es als meine Lebensaufgabe, meine eigenen Lebenserfahrungen und mein Wissen, das ich mir seit meiner Kindheit aus Büchern über das Leben, die Natur, Menschen, Tiere, Pflanzen und ihre Gemeinschaften oder Gesundheit und Krankheiten angelesen oder mit Hilfe anderer Medien angeeignet habe, weiterzugeben, also mit anderen Menschen zu teilen, die bereit dazu sind, also Interesse daran haben.

Ich bin allerdings selbst nicht dazu bereit, nur geschönte Geschichten zu erzählen.
Es ist meine Überzeugung, dass Menschen über den Ernst der Lage – nicht nur der Lage unseres Planeten, sondern ihrer eigenen – aufgeklärt werden sollten, in die viele sich unwissend selbst gebracht haben – weil es für sie verlockend geklungen hat, ihr Leben in eine Aktentasche oder einen Koffer packen zu können, aus dem heraus es sich einfach leben lässt – so lange man damit Geld verdienen bzw. ein Leben bestreiten, finanzieren, kann.

P.s.: Besonders schwer fallen mir Gespräche mit Menschen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, andere – in ihren Augen hilfsbedürftige – Menschen oder Tiere „eigenverantwortlich“ retten zu wollen, ohne sich also ausführlich über sie und ihre natürlichen Bedürfnisse bzw. verfügbaren Lebensräume zu informieren bzw. gar nicht persönlich, sondern nur mit Unterstützung von für Notfälle ausgebildeten (Tier-)ÄrztInnen und/oder (Tier-)PflegerInnen um sie zu kümmern. Es ist nicht leicht einzusehen, dass man anderen nicht dadurch helfen kann, dass man ihnen die Verantwortungum für ihr (Über-)Leben abnimmt, sie also ungefragt in „liebevolle“ Obhut nimmt, ohne ihnen gleichzeitg Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit ans Herz legen bzw. beibrigen zu können. Alle Lebewesen werden dabei nicht nur uneigenständiger und hilfsbedürftiger als vorher, sondern verlieren zunehmend ihre gesunde Widerstandskraft (gegen aufdringliche Menschen) und werden mit der Zeit (immun-)geschwächter, also krankheitsanfälliger  – weil sie sich sehr schnell daran gewöhnen, versorgt zu werden, sich also selbst keine Sorgen mehr um ihr (Über-)Leben machen zu müssen.

P.p.s.: Ich wünschte, wir Menschen würden es uns zur Lebensaufgabe machen, uns immer mal wieder – nicht nur böse – zu überraschen, weil wir uns – selbst oder gegenseitig – täglich daran erinnern (lassen), also bewusst machen und darauf achten, dass es lebensgefährlich für potentielle „Gewohnheitstiere“ ist, sich zu sehr darauf zu verlassen, dass andere – die unsere Gewohnheiten genau kennen, weil sie sie studiert haben und wissen, wie sie sie kontrollieren bzw. gewinnbringend darauf spekulieren können – immer nur gut mit uns (statt in erster Linie mit dem „Geldbeutel“ in ihrer eigenen Tasche) meinen.

 

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Dank für das Foto gebührt Marten Bjork (auf Unsplash)!

Von der unterbewussten Denkweise, man könnte mit bewusster Ignoranz (und einseitig verschlossenem Herzen) geistige Gelassenheit erreichen

Bewusstes, achtsames und mutiges Reden (oder Schweigen), Hinschauen (oder Die-Augen-Schließen) und Zuhören (oder Den-Ton-Abschalten) als sinnvolle Alternative zum Mundhalten, Wegschauen und Nicht-hören-Wollen

Wenn kleine Kinder und Menschen, die sich nicht anders zu helfen wissen, etwas zugeben sollen, was ihnen unangenehm ist, so dass sie sich dafür schämen, oder wovon sie wissen, dass es andere – warum auch immer – ärgert, neigen sie dazu, zu schweigen oder sich Lügengeschichten einfallen zu lassen.
Wenn Menschen ohne Bewusstsein oder Verständnis für sich und das Menschsein oder Vertrauen in sich selbst etwas nicht sehen wollen, weil es ihnen Angst macht oder Übelkeit in ihnen erregt, sie also ekelt, halten sie sich die Augen (und/oder vielleicht auch die Nase) zu, wenn sie wissen, dasss sie dem Anblick (oder Geruch) nicht entfliehen können.
Gegen ein schlechtes Gewissen oder das Gefühl, unerwünscht zu sein, (weil sie z.B. jemand anschreit oder ihnen mit Worten bewusst macht, dass sie etwas Schlimmes verursacht oder auch etwas Sinnvolles nicht getan haben, was sie hätten tun können) hilft es einigen Menschen, sich die Finger in die Ohren zu stecken und/oder bewusst so zu tun, als hätte gar niemand mit ihnen gesprochen oder zumindest nicht sie direkt gemeint.
Menschen sind kreativ, wenn es darum geht, sich das Leben so schön und einfach wie möglich zu machen, möglichst wenig unnötig nachdenken zu müssen und alles auszuschließen, was ihr Bewusstsein belasten oder ihnen ihr Herz schwer machen könnte – vielleicht aus Angst, dass es gebrochen bzw. geraubt und damit ihr Leben beendet werden könnte.

Noch nicht besonders viele sind geübt darin, leidvolle Erfahrungen bewusst Loslassen zu können.
Es fällt ihnen besonders schwer, wenn sie lange erfolgreich ignoriert haben, dass es ihre eigenen Traumvorstellungen vom Leben bzw. damit verbundene Gefühle und idealisierte Erwartungen an andere bzw. an sich selbst sind, die sie aufgeben, sich also bewusst ausreden müssten (um sich nicht immer wieder körperliche und/oder geistige bzw. auch seelische Schmerzen zuzufügen).
Für Menschen, die in ihrem Leben nichts zu verlieren haben, weil sie wenig oder gar nichts – materiell – Wertvolles (sondern vor allem oder nur – immaterielle – unbezahlbare Güter) besitzen, oder die wenig Anreiz haben, etwas gewinnen zu wollen, wofür sie alleine die Verantwortung tragen müssen statt sie mit anderen teilen zu können, ist es relativ leicht, bewusst loszulassen und auch angespannte Situationen zu nutzen, um die Praxis entspannter Gelassenheit zu trainieren. – Ihnen fällt es oft nicht schwer, auch über Dinge zu reden, über sie eigentlich nicht reden möchten (wenn für sie bereits alles dazu gesagt wurde oder sie gar nichts dazu sagen wollen) bzw. könn(t)en (weil sie überhaupt keine Informationen dazu gesammelt bzw. sie hinsichtlich ihres Wahrheitsgehaltes umfassend hinterfragt oder geprüft haben) oder von denen sie nichts hören oder bzw. die sie sich lieber nicht zeigen lassen möchten, weil sie für sie mit körperlichen, geistigen oder seelischen Schmerzen verbunden sind.

Es ist die freie Entscheidung alles Menschen, ob sie es – situationsabhängig – vorziehen zu reden oder zu schweigen, hinzuschauen oder so zu tun, als hätten sie nichts gesehen, bzw. zuzuhören oder RednerInnen zu unterbrechen, wenn sie z.B. Lügen verbreiten.
Alle, die sich stattdessen – aus Unsicherheit, also zur eigenen SicherheitTechniken (oder eine bestimmte Denkweise) angewöhnt haben, um immer schon im Voraus zu wissen, wie sie sich „richtig“ verhalten können oder angeblich reagieren müssen, um z.B. nie eine Niederlage einstecken zu müssen, ignorieren dabei ihre Intuition, die sie vor ihrer eigenen Unvernunft warnen und vor Dummheiten bewahren könnte, wenn sie wüssten, wann sie sich auf sie verlassen könn(t)en. Es kann nicht nur fatal (für das eigene Ego oder die eigene Gesundheit) sein, sich mit körperlich Stärkeren anzulegen, sondern sich in anderen Menschen zu irren, die gelassen, mutig oder großmütig erscheinen – wenn man ihnen nicht tief genug in die Augen sehen konnte, um etwas über die wahre Größe ihres Herzens bzw. ihre Seele (zu der auch ihre Ohren Zugang haben) zu erfahren.

Anderen schöne Augen zu machen hat genauso wenig mit Menschenliebe zu tun wie ihnen mit (ignorierten, ins Unterbewusstsein verdrängten) Erwartungen oder Befürchtungen zu begegnen. Menschen, die vor allem Unbekannten kein freies, unvorbelastet gelassenes Herz öffnen können und ihren eigenen Sinnesorganen bzw. dem, was gleichzeitig in ihrem Bauch oder Kopf vor sich geht, nicht vertrauen, suchen oft Halt bei – ihrer Meinung nach herzlichen – Menschen, von denen sie sich verstanden fühlen, weil sie dieselben Probleme haben. – Verständnis für sich selbst und ihr eigenes Denkvermögen bzw. ihre Gehirntätigkeit, die ihnen suggeriert, doch alles richtig zu machen bzw. sich an alle Regeln des menschlichen Miteinanders zu halten und trotzdem bestraft zu werden, werden sie dabei nicht lernen. Menschen brauchen neben einem Interesse daran, warum das eigene Leben nicht so verläuft, wie sie es sich gewünscht hätten bzw. geplant hatten, auch Selbstbewusstsein und (Lebens-)Mut, – Vertrauen darauf, alle Antworten auf die eigenen Lebensfragen auch ohne besonderes Fachwissen, Hilfe von ExpertInnen, Fremdwörterlexikon oder DolmetscherInnen finden zu können – sich und das eigene Leben bzw. das, was sie sich zukünftig noch davon versprechen, zu hinterfragen.

Genauso wie die Lust auf etwas beruht die Liebe zum Leben – mit allen (zyklisch wiederkehrenden) Hochs und Tiefs, die es von Natur aus mit sich bringt, so dass wir lernen könnten, sie zu akzeptieren, wenn sie keine von Menschen gemachten sind, die dachten, dass sie es besser als die Natur machen und ewige Höhenflüge ohne Zwischenlandungen ausführen können – auf einer freiwilligen Entscheidung (für sie bzw. füreinander) bzw. – einem oder mehreren – damit verbundenen Versprechen. Nichts kann im Voraus (vertraglich) auf alle Ewigkeit gesichert werden, vor allem wenn nur wenige Interesse daran haben, sich täglich dahingehend überprüfen zu lassen bzw. sich selbst zu bestätigen, dass sie es immer noch ernst meinen.
Stattdessen vermeiden Menschen lieber ermüdende Gespräche oder ignorieren irgendwann bewusst ihre Gefühle, wenn sie oft genug versucht haben,

  • mit „Stummen“ ins Gespräch zu kommen, die gar nicht ehrlich aussprechen wollen, was sie denken;
  • anderen etwas mitzuteilen, was für sie wichtig sein könnte, also damit nur auf taube Ohren gestoßen sind;
  • Menschen etwas Offensichtliches zu zeigen, also zu beweisen, die so tun, als könnten sie es nicht sehen, oder das sogar tatsächlich denken, weil sie nichts über blinde Flecken, Fehlsichtigkeit und/oder darüber wissen, wie sie ihre Augen öffnen könn(t)en, wenn sie den Mut hätten, sie so zu benutzen, wie sie von Natur aus gemacht sind (wenn sie sinnvoll in ihrer Entwicklung gefördert werden): dafür, sich auf die direkte Nähe und weite Ferne einzustellen, nicht nur eines von beiden.

Ich kann nur sagen: Mich wundert nicht, wenn immer mehr Menschen unter Verspannungs(kopf- oder glieder)schmerzen leiden und statt heiterer Gelassenheit in dieser Welt immer mehr Irr- und Unsinn oder nur noch Sarkasmus herrscht.
Ich würde mich tatsächlich auch gerne öfters stumm, blind oder taub stellen …
Aber ich weiß – weil ich mich seit meiner Jugend damit beschäftigt habe – leider zu viel über das Leben und wie es funktioniert, vor allem wenn man es nur willentlich selbstbewusst praktiziert, um sich vor (vermeintlichen) Lebensgefahren zu schützen, aber unbewusst der echten Bedrohungen für das eigene Leben, die selbst jeder Affe noch riechen kann und definitiv niemand von sich abwendet, indem er oder sie sie ignoriert.

 

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Dank für das Foto gebührt Paulette Vautour (auf Unsplash)!

Wer sollte wem warum dienen?

Ist es im Sinne der Natur, dass Pflanzen und Tiere oder andere Arten von Lebewesen sowie unterwürfig-respektvolle Menschen dem Überleben oder vor allem zur Unterhaltung Vergnügungs- oder Herrsch- bzw. Kontrollsüchtiger dienen?

Es gibt Menschen, die verhalten sich wortwörtlich gemäß dem Bibelspruch MACHT EUCH DIE ERDE UNTERTAN.
Welche Art von Mensch diese „Weisheit“ als Wort Gottes in der Welt propagiert hat, kann ich als Biologin nur vermuten. Aber ich habe meine Meinung dazu.
Ich halte Menschen, die eher pragmatisch-berechnend, ökonomisch, (in ihrem Sinne oder global) denken statt das, was sie tun oder wollen, im ökologisch, – Sinne von Biodiversität – also aus unterschiedlichsten (Lebens-)Perspektiven betrachten, nicht für böse oder dumm (oder blind und/oder taub), eher für fehl-, also zu kurz- oder weitsichtig und/oder schlecht informiert (oder schwerhörig, wenn es um ihre inneren Stimmen oder das Gewissen geht, das ihnen andere Menschen hin und wieder machen).

Wir alle müssen in dieser Welt sehen, wo wir bleiben: Es kann lebensentscheidend sein, ob wir uns ein unerträglich schwer erscheinendes Leben leichter machen, wenn wir einfach

  • das tun, was andere von uns erwarten, – weil wir dann möglichst wenig darüber nachdenken müssen, was wir eigentlich selbst wollen – oder
  • kompromisslos nur dem folgen, was wir für richtig halten, ohne also nach Links und Rechts zu sehen oder hören, geschweige denn bei anderen, die eine andere Meinung als wir haben, nachzufragen, warum sie das nicht tun, was also gegen unsere Moralvorstellungen und/oder Rechtsprechung spricht, oder
  • einen goldenen Mittelweg finden zwischen Wegducken (und hoffen, dass alles gut geht) und einer freundlich-dankbaren Verbeugung vor Menschen, die uns das Leben entweder erleichtern oder uns zumindest nicht unnötig zu belasten und das eigene Rückgrat zu brechen versuchen.

Mich belastet es, wenn Menschen „Wichtigeres“ zu tun haben als sich mit dem Überleben der Menschheit auf unserem Planeten zu tun haben, das eng damit zusammenhängt, dass wir nicht ständig weiter Lebensräume vernichten und – um vielleicht einen besseren Überblick über „Freund oder Feind“ zu haben. Es macht für mich keinen Sinn, die Natur wie Menschen bzw. ihre natürlichen Eigenheiten und heutzutage vielen unnatürlichen Angewohnheiten in „gute“ und „schlechte“ einzuteilen, erst recht nicht nach ihrer Bereitschaft, anderen Menschen zu dienen.
Das Gute in der Natur können wir erst in Verbindung mit allem, was wir als schlecht empfinden, erkennen – weil wir uns selbst vor allem dann gut fühlen, wenn wir etwas „Böses“, zum Beispiel eine Niederlage, ertragen bzw. erfolgreich Widerstand gegen etwas leisten konnten, was wir für falsch halten (statt es kriegerisch ausrotten, aus der Welt schaffen, zu wollen und dabei „unschuldige“ Leben zu opfern).

Dem oder denen zu dienen, die Kriege und Zerstörung – der Natur bzw. Artenvielfalt, also von Leben, egal welcher Art – zur Rettung der Menschheit propagieren und sich dafür schon mit Steuergeldern finanzieren lassen, halte ich für grundsätzlich falsch. Aber ich halte es auch für ein völlig falsches Verständnis der Würde des Menschen bzw. der Natur, dass es darin HerrscherInnen und DienerInnen geben soll. Dass die Menschen, die die Bibel bzw. ihre vielen unterschiedlichen Versionen geschrieben haben, bereits ein umfassendes ökologisches Wissen hatten und Zusammenhänge verstehen konnten, kann ich mir nicht vorstellen. Aber dass es heute – unter angeblich gebildeten Menschen und in unserem hochgelobten, sogenannten Informationszeitalter – sowohl noch offizielle StaatsdienerInnen als auch DienerInnen Gottes auf Erden und andere Bediensteten gibt – finde ich schon erstaunlich…

Wir Menschen sind eben doch noch einfach Gewohnheitstiere, die auch lange brauchen, bis sie erkennen, dass ihnen Menschen, die davon profitieren, dass andere ihnen bereitwillig zu Diensten stehen, einen Bären aufgebunden haben (der vielleicht ihren Rücken so belastet, dass ihnen gar keine Alternative dazu einfällt, als ihn zu beugen).
Es gibt übrigens viele Streck- und Dehnübungen, die nicht nur Deinen geschundenen Rücken entlasten, wenn Du sie regelmäßig praktizierst, sondern auch zusätzlich Deinen Brustraum erweitern, so dass Du vielleicht Lust bekommst, wieder tiefer und freier zu atmen.
Das alles dient Deiner Gesundheit – vielleicht greifst Du ja irgendwann auch mehr auf Selbsthilfe zurück statt vor allem dafür zu buckeln, dass Du Dir Arztbesuche oder im Alter einen Pflegedienst leisten kannst?

 

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Dank für das Foto gebührt Katherine Conrad (auf Unsplash)!

Ehrliche Verantwortung für das Leben tragen lernen – das eigene und das anderer, deren Leben davon abhängt, dass es Menschen gibt, die offene (Lebens-)Fragen (er-)klären können

Wenn schon Spielplätze von unverständlichen oder übertriebenen (Sicherheits-)Regeln beherrscht werden oder von Menschen, die anderen beweisen müssen, dass sie zwar wenig Verantwortungsgefühl, aber – trotz fehlender guten Argumente – noch einen freien Willen haben

Als Biologin habe ich nicht nur Naturgesetze oder Tiere und Pflanzen, sondern auch Menschen über viele Jahre bzw. seit etwa einem Vierteljahrhundert studiert, so dass unsere moderne, naturentfremdete Welt mit all ihren künstlichen, menschengeschaffenen Angeboten statt eines großen Spielplatzes für Menschen (deren kindliche Seele sich nicht frei zu einer erwachsenen entwickeln durfte) eher ein riesiges Irrenhaus ist: Eines, das Menschen dazu verlockt, sich für krank erklären zu lassen, wenn sie sich (oder andere) aufgrund von fehlenden oder einseitigen Gesundheitskenntnissen (oder dem Umwillen, sie umzusetzen) krank und/oder unglücklich gemacht, also (Mit-)Leid verursacht haben. – Trotzdem lässt sich menschliche Unvernunft, fehlendes Wissen oder Hang zum „Besserwissen“ (durch fleißiges Auswendiglernen von Lehrinhalten oder Ausreden, also ohne wirkliche Lebenserfahrungs- oder kritisch-hinterfragte Studiengrundlage) besonders leicht aus Kindheitserfahrungen herleiten.

Viele Kinderseelen werden dadurch verletzt, traumatisiert, dass besonders regelkonforme und/oder wenig verantwortungsbewusste Erwachsene (die Fragen anderer nicht beantworten können oder möchten) ihren freien Willen mit einem schlechten Gewissen manipulieren oder ihn mehr oder weniger ganz brechen. Es ist genauso unverantwortlich, wenn Erwachsene

  • unerklärliche und unberechtigte Ängste (weil gar keine akute Gefahr oder ein bestätigtes Risiko besteht) auf Kinder übertragen, ihnen also „vererben“ oder „einbläuen„, sobald die etwas freiwilliggerne – tun, sagen oder haben möchten, das gar niemandem, nicht einmal ihnen selbst, schadet, ohne ihnen eine ehrliche und sinnvolle Erklärung dafür liefern zu können, indem sie sie entweder mit Liebesentzug dafür strafen oder es ihnen – vielleicht sogar unter Gewaltandrohung – „ausreden“ (indem sie das Gewünschte zum Beispiel einem göttlich-strafenden Wissen oder Gewissen unterordnen), wie
  • Kindern einreden, sie bräuchten vor nichts Angst zu haben und könnten tun und lassen, was sie wollten – weil im Leben auch niemand von alleine Rücksicht auf sie und ihre Bedürfnisse nehmen würde.

Um Verantwortung zu lernen, müssten Menschen es sich zuerst gefallen lassen, dass ihnen Fragen gestellt werden, die sie sich selbst noch nicht beantworten können.
Viele Menschen scheinen sich angewöhnt zu haben, zu denken bzw. – ohne es selbstständig, eigenverantwortlich, überprüft zu haben – zu glauben, es gäbe Dinge im Leben, die sich nicht aus einem Ursache-Wirkungsprinzip erklären ließen, so dass es nicht auf alle Fragen eine Antwort geben könnte. Und es gibt im Gegensatz dazu sogar WissenschaftlerInnen, die nicht wissen, dass sich einzelne Ursachen und Wirkungen in einem grenzenlosen, ineinander verflochtenen Universum nur unter streng kontrollierten und leicht wiederholbaren Laborbedingungen ergründen lassen, so dass allgemein – also auch überall sonst – gültige, generalisierte Aussagen dazu unwissenschaftlich sind.

Nur weil viele Menschen einig sind, dass bestimmte Regeln für alle gelten sollten, heißt das nicht, dass diese Regeln für alle Sinn ergeben.
Es macht wenig Sinn, sich ihnen aus Trotz zu widersetzen, wenn man nicht bereit ist, die Konsequenzen dafür zu tragen, dass man anderen beweisen möchte, dass ihre aufgestellten Regeln unsinnig oder sogar gefährlich sind – weil sie Menschen davon abhalten, selbst zu denken (und nach Antworten auf Fragen zu suchen, die seit der eigenen Kindheit unbeantwortet geblieben sind).
Ich tue es trotzdem gerne – weil ich mir wünsche, dass all die menschengemachten, für die Allgemeinheit sinnlosen Regeln (weil immer nur ein Teil davon profitiert) irgendwann wieder aus der Welt verschwinden.

Ich werfe Menschen vor, dass sie sich selbst belügen, wenn sie sich einbilden, sie würden nicht nur ein Verantwortungsbewusstsein besitzen, sondern sich auch der Verantwortung für ihr eigenes Leben bzw. das anderer, für die sie freiwillig die Verantwortung übernommen habent (weil die ihnen oder anderen entweder – noch – keine Fragen stellen oder Antworten gar nicht verstehen können).
Ich bin überzeugt, dass es naive und übermütige Kinderseelen sind bzw. waren, die sich eine Welt zusammengebastelt haben, die wenig mit der Realität aller anderen zu tun hat – weil ihnen keine erwachsenen Menschen geholfen haben, die Welt bzw. vor allem Menschen kritisch im Auge zu behalten und die Wirklichkeit und ihre Prinzipien zu verstehen.
Ich wünschte, alle Menschen würden sich selbst die Frage stellen (lassen) bzw. sie ehrlich beantworten (können), was der Sinn ihres Lebens ist bzw. sein soll, – worin er für sie selbst liegt – woher sie kommen und wohin sie gerne noch gehen oder wo sie vielleicht gerne irgendwann sterben würden.
Es mag eine Überlebensstrategie sein, sich – wie ein kleines Kind oder gefangenes Tier – jeden Tag einfach von dem überraschen zu lassen, was das Leben bzw. andere Dir anzubieten hat bzw. haben und zur Wahl stellen.

Aber denk‘ bitte nicht, dass Du Dein Leben nicht töricht aufs Spiel setzt, es also auf dem Spielplatz des Lebens zu bunt treibst, weil Du Dich an alle Sicherheits- und Verhaltensregeln hältst und keine Verbote oder rote Linien übertrittst. Glaub‘ einfach nicht alles, was selbst kleine Kinder – schon oder noch – kritisch hinterfragen!

P.s.: Ehrliche Antworten zu geben kann auch immer bedeuten, dass sie nicht allen gleichermaßen gefallen … Rücksicht gegenüber Wagemutigeren kann für zurückhaltendere, ängstlichere, sicherheitsbedachte ZeitgenossInnen eine zu große Herausforderung sein, und Frust oder Langeweile ist oft für Menschen oder Tiere vorprogrammiert, die mehr Energie oder einen größeren Freiheitsdrang haben als andere. Wir müssen nicht alle zur selben Zeit Lust auf die gleichen Spiele haben – aber wir könnten uns alle bemühen, die Kunst des friedlichen Miteinander- bzw. (Lebens-)Frage-und-Antwort-Spielens zu lernen, damit es möglichst wenige Verletzte dabei gibt und zuimindest alle wissen, wie man sich hinterher gebührend entschuldigt: gegebenenfalls Wunden verarztet, sich tröstet und vergibt.

 

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Dank für das Foto gebührt Oakville News (auf Unsplash)!

Wo befindet sich Deine (herzerwärmende) Kraft- und Energiequelle?

Lebst Du in der Einsamkeit auf oder erst innerhalb von Gemeinschaften, weil Du Dich sonst allein und verlassen fühlst und auskühlst?

Soziale Wesen wie Menschen fühlen sich nicht nur schnell gelangweilt, sondern lebensbedrohlich einsam, wenn sie nicht wissen, was sie alleine tun bzw. wie sie überhaupt alleine (über-)leben sollen. Nur wenige haben das Glück, in einer intakten Familie aufzuwachsen, in der jedes Individuum – egal ob jung oder alt, stark oder schwach, groß oder klein, besonders gebildet oder eher handwerklich oder musikalisch begabt – für seinen Beitrag zur Gemeinschaft so wertgeschätzt wird, so wie er oder sie es sich wünschen würde. Es gibt meiner Erfahrung nach nicht sehr viele Menschen, die sowohl in ihrer persönlichen Entwicklung gefördert und gestärkt als auch „gut sozialisiert“ wurden, sich also weder über andere Menschen aufregen, die mehr oder weniger von ihrem Leben erwarten, noch alles gefallen lassen von denen, die besonders viel (oder vielleicht auch gar nichts Gutes mehr) von ihnen erwarten.

Nicht alle Menschen sind mit sich selbst zufrieden oder können sich mit dem, was andere tun, zufrieden geben – vor allem, wenn sie absehen können, welchen Ärger die sich oder anderen damit einhandeln. Das Unglück der Menschen beginnt meiner Meinung nach damit, dass sie wenig bis nichts über sich selbst und die in ihnen verfügbaren (Energie-)Reserven sowie die Energieressourcen unseres Universums wissen. Schon innerhalb von kleinen Menschengruppen werden sie oft nicht so gerecht aufgeteilt, dass sich alle nicht nur damit zufrieden geben, sondern wirklich glücklich damit sind: Dass sie entweder – weil sie es gerade gebraucht haben – etwas mehr (Zu- oder Abneigung) als andere bekommen haben oder von ihrem Anteil etwas abgeben konnten, weil andere mehr davon als sie selbst gebrauchen konnten.
Menschen rauben sich oft gegenseitig damit den letzten Nerv, dass sie gar nicht versuchen, unterschiedliche Bedürfnisse zu berücksichtigen, geschweige denn, sich so lange darüber auszutauschen, bis alle sich gemerkt haben, wem Verzicht wann besonders leicht fällt und warum, und wem überhaupt nicht, weil er oder sie viel zusätzliche Kraft oder Energie für etwas braucht.

In Großfamilien mag – um unnötigen Ärger zu vermeiden – mehr Rücksicht aufeinander genommen werden; dafür kann auch mehr Neid und weniger Nachsicht herrschen, wenn einzelne – aus welchen Gründen auch immer – zeitweise besonders viel Aufmerksamkeit (geschenkt) bekommen. Einzelkindern, denen alle Aufmerksamkeit (aber z.B. auch elterliche Wut) zuteil wird, fehlen häufig Verbündete, die ihnen den Rücken stärken, so dass sie ihre Kraft häufig aus sich selbst schöpfen, aber – wenn sie wenig Selbstvertrauen besitzen – sich nach Verbindungen sehnen, die sie darin bestätigen, dass sie alles richtig machen wie sie es tun (oder sagen).

Menschen, die nur aus der Schönheit der Natur – dem Wunder des Lebens – Kraft schöpfen, ohne sich gleichzeitig mit ihrer Vergänglichkeit oder der Zerstörung durch uns Menschen auseinandersetzen (um ihre materiellen oder EnergieRessourcen willkürlich zu „nutzen“ bzw. Raubbau daran zu betreiben) zu wollen, dürfen sich genauso wenig wundern, wenn ihre Kräfte sie mit der Zeit verlassen, wie andere, die ihre Energie nur daraus schöpfen, für den Erhalt der Natur zu „kämpfen“, ohne sich hin und wieder zurückzulehnen und genießen zu können, dass alles auch völlig ohne menschliches Zutun in Zyklen abläuft, also irgendwann auch jeder Krieg endet, so dass etwas Neues (vermutlich wieder ein Kampf um Frieden, Freude, Eierkuchen in der Welt) anfangen kann.
Es gab noch nie einen Endsieg, und es wird in einem unendlichen Universum nie einen geben, solange es Lebewesen und deren „Überlebenskämpfe“ gibt. Das Leben wird auch für vernunftbegabte Menschen ein ewiger Kampf bzw. Weltkrieg um (Energie- und Kraft-)Ressourcen bleiben, wenn wir Menschen nicht lernen, sie wirklich nachhaltig zu nutzen – ohne sie unseren Körpern oder Geistern gegenseitig zu rauben, Wasser zu verschmutzen, Böden auszulaugen oder zu untergraben und Wälder zu roden, ohne sie gleich- bzw. rechtzeitig für den (Energie-)Bedarf der Zukunft wiederaufzuforsten.

Bevor Du also das nächste Mal einen Ort aufsuchst, der Dir Kraft spendet, oder zu etwas greifst, das Dir neue Energie (zum Durchhalten) gibt, dann frag‘ Dich bitte, wie viele Ressourcen Du oder andere vorher dazu aufwenden mussten, dass Du sie dir jetzt „einfach“ wieder zurückholen kannst.
Denkst Du immer noch, Du wurdest ausreichend darüber aufgeklärt bzw. hast Dich selbst umfassend darüber informiert, was Ökologie und Nachhaltigkeit bedeuten?
Glaubst Du, Du hast das Recht, neue Technologien zu nutzen, die energetische Felder an Orten erzeugen, an denen sie von Natur aus nicht vorkommen?
Bist Du Dir sicher, dass sie anderen, die sie mindestens genauso dringend bräuchten wie Du, dadurch nicht weggenommen werden, dass Du sie für Dich beanspruchst?

Vielleicht ist es an der Zeit, Dir wirklich etwas Lebendiges – aus der freien Natur – als Kraft- und Energiequelle zu suchen statt zu denken, Du könntest Dir alles Lebenswichtige einfach „frei Haus“ bestellen oder andere dafür anwerben oder bezahlen, dass sie Dir mehr Leben in Deine Wohnräume oder zurück in Deinen Körper bringen, wenn Du Deine Kraft und Energie verloren hast?

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader (auf natur-highlights.de)

Von Menschen, die ihre intuitive Verbindung und Liebe zur Natur verloren haben, aber glauben, dass sie sie noch hätten (während sie der Welt oder ihrem Leben viel lieber entfliehen würden)

Wenn die natürliche Balance im Universum bzw. im Miteinander von Lebewesen von angewöhnten Wunschvorstellungen, Erwartungen, Ängsten und Regeln statt von echtem Interesse aneinander, Geduld und Aufmerksamkeit, gegenseitigem Respekt und Verständnis füreinander – bzw. andere Bedürfnisse als die eigenen –  beherrscht wird

Kinder kommen normalerweise, wenn ihre Mütter sich von ihrer Intuition statt von anderen Menschen leiten lassen und ihre Kinder möglichst so gebären, wie sie es von Natur aus ohne fremde Hilfe tun würden, keine Angst vor dem Leben und den Menschen, die ihnen ans Licht der Welt geholfen haben (bzw. den Wesen, die ihnen in den ersten Wochen und Monaten begegnen, wenn sie bei ihrer Gewöhnung an die Schwerkraft noch vollständig auf fremde Hilfe angewiesen sind). Sie fühlen sich mehr oder weniger allen und allem verbunden, was sie in Ruhe lässt, während sie die Welt und ihre eigenen Fähigkeiten erkunden, also nicht auf die Nerven geht, und sie gleichzeitig mit Nahrung und Liebe versorgt, wenn sie Aufmerksamkeit oder Nähe brauchen (weil sie sich alleine fühlen), bzw. bei der Körperhygiene hilft.
Die gesunde Skepsis gegenüber anderen – ob Mensch, Tier, Pflanze oder anderer Art von Lebewesen oder totem Gegenstand – beginnt erst, wenn sie sich auch lohnt: Sobald Kinder also Berührungen und Körperkontakte mit anderen gezielter als mit abwehrenden Gesichtsausdrücken oder Geschrei vermeiden können, indem sie ihre Körperkraft einsetzen und sich auch mit Händen und Füßen gegen etwas wehren können, was sie nicht möchten. Wenn sie selbst sehr anhänglich sind und andere ihnen aus Gutmütigkeit (oder weil sie sich dadurch selbst begehrt und gut fühlen) nicht von Anfang an deutlich zu verstehen geben, wann es zu viel wird, können Angewohnheiten entstehen, die in ihrem späteren Leben zu „bösen“ Enttäuschungen führen können – wenn es Menschen nicht bewusst ist, dass andere nicht denselben Wunsch nach Verbundenheit oder weniger Zeit dafür haben könnten als sie (weil sie mehr mit sich selbst oder anderen wichtigen Dingen beschäftigt sind) oder aufgrund schlechter Erfahrungen vielleicht sogar von Berührungsängsten beherrscht werden.

Es herrscht meiner Beobachtung nach – trotz aller Forschungsarbeit und wissenschaftlichen Erkenntnisse – immer noch sehr wenig Verständnis zwischen unterschiedlichen Menschen, sei es aufgrund ihrer familiären Hintergründe oder regionalen Herkunft, ihres Alters oder Geschlechts, ihrer Haut- oder Haarfarbe oder anderer körperlichen Besonderheiten, ihrer Religion oder ihres (Aus-)Bildungsstandes, Berufs o.ä..
Noch weniger Verständnis – trotz regen Interesses – besitzen viele Menschen für andere Lebewesen, die ihre Bedürfnisse und Gefühle völlig anders kommunizieren als Menschen. Allein deshalb, weil die sich nicht mit Händen und Füßen oder klaren Worten, dafür aber mit ihren eigenen Lauten und Augen, oft auch mit ihren Ohren, Schwänzen oder ihrer Körperbehaarung verständlich machen (können), braucht es aber nicht nur generelle Informationen dazu, sondern Zeit und Geduld, auch individuell – mit Hilfe der eigenen, kritischen Beobachtungsgabe und natürlichen Intuition – zu überprüfen, ob die Informationen überhaupt zutreffen oder dem widersprechen, man sich davon erwarten würde.

Alle Menschen, die ihre natürliche Verbindung zu ihren Lebensräumen und Mitlebewesen, also auch zu anderen Menschen noch spüren bzw. feststellen, dass sie von unnatürlichen, übertriebenen, anerzogenen oder unbewusst angewöhnten Ängsten beherrscht werden, können auch im hohen Alter noch andere Sprachen lernen – die der Mitmenschen, anderer Länder oder die der Natur, von Tieren, Pflanzen oder anderen Wesen, die ihre Bedürfnisse äußern können.
Wenn Du genug Geduld und Interesse mitbringst, – sowohl aus den Erfahrungen anderer als auch durch selbstständige Beobachtungen und kritisches Hinterfragen der eigenen Gefühle, Träume und Wunschvorstellungen oder Glaubenssätze bzw. Erwartungen an andere und Ängste zu lernen – wirst Du mit Sicherheit schnell Erfolge auf Deinem Weg zurück zu mehr Natur in Deinem Leben feststellen.
Aber sei Dir besusst, dass er Dir nicht nur schöne Erkenntnisse bringen wird und dazu führen kann, dass Du nie mehr dahin zurück willst, wo Du hergekommen bist.
Er führt nämlich in die Zukunft der Menschheit, die weiß, wie sie nachhaltig und friedlich mit der Natur und all ihren unterschiedlichen Arten von Lebewesen leben kann bzw. sogar muss, wenn sie nicht ihre eigene Lebensgrundlage auf Dauer damit zerstören will, dass sie zwanghaft einen (biotechnologischen, auf künstlicher Energieerzeugung und möglichst viel Ressourcenverschwendung statt auf natürlichem Wachstum und Ruhephasen beruhenden) Entwicklungs- und Fortschrittsgedanken verfolgt, der sie immer weiter weg von der Natur, dafür aber Skrupel- und Gefühllosigkeit oder Gewissensbissen und anderen Schmerzen oder Krankheiten und Tod näher bringt.
Es braucht im Grunde – sobald man ein Verständnis für sie und das in ihnen schlummernde Bewusstsein entwickelt hat – nur genug Vertrauen in die Kräfte der Natur und Durchhaltevermögen, um sich nicht von schön und einfach klingenden, menschlichen Ideologien, sogenannten Fortschrittsgedanken, mitreißen zu lassen. Die natürliche Evolution wird sich meiner Meinung nach immer so lange Zeit lassen, wie sie braucht, um immer wieder eine natürliche Ordnung in ein Universum zurück zu bringen – wenn bestimmte Arten von Lebewesen zu viel Unordnung gemacht und ein auf Dauer unhaltbares Ungleichgewicht hergestellt haben.

P.s.: Andere Lebewesen – Menschen, Tiere, Pflanzen und alle anderen Arten von lebenden Organismen – können uns, solange wir sie nicht dazu be-, also ausnutzen bzw. missbrauchen wollen, im Gegensatz zu toten Gegenständen oder angeblich „intelligenten“ Maschinen (die elektronisch so gesteuert sein können, dass sie den Anschein erwecken, nicht nur auf uns zu reagieren, sondern uns sogar zu verstehen, also eine mitfühlende Seele zu haben) helfen, einen neuen Zugang zur Natur zu bekommen: einen der uns bewusst macht, dass Liebe auch den Mut und die mentale Vorbereitung darauf erfordert, Schmerz zu empfinden, wenn sie endet oder ein geliebtes Wesen stirbt.

P.p.s.: Es liegt nicht an der Schwerkraft, wenn Du Dich zu schwer für diese Erde fühlst oder denkst, Du könntest die Verantwortung, die auf Dir lastet, nicht ertragen. Und nur, weil Du es Dir in Deinem Leben besonders leicht zu machen versuchst und einfach irgendwohin fliegen oder mit Hilfe von Medikamenten oder anderen Drogen in andere Bewusstseinzustände entfliehen kannst, änderst Du selbst nichts daran, dass die Welt ist wie sie ist und ein großer Teil der Menschen weiterhin tun und/oder lassen will, was sie tun und/oder auch relativ leicht sein lassen also abschaffen oder einfach wieder abschalten könn(t)e – weil es automatisch gar nicht wieder los- oder angehen, also neu anfangen würde.

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Dank für der Foto gebührt NASA (auf Unsplash)!

 

Zwischen göttlichen oder Naturgesetzen, menschengemachter Rechtsstaatlichkeit und den ungeschriebenen Gesetzen der Straße

In welcher Märchen(-Angst- oder Schuld-)blase, die Du von anderen Menschen übernommen hast, lebst Du?

Es gibt auf dieser Erde Universalgesetze: Gesetze, die an jedem Ort dieser Erde und zu jeder Zeit ihre Gültigkeit haben, so dass Menschen sich auf sie verlassen können.
Und dann gibt es neben den juristisch festgeschriebenen, die sich Menschen (die sie für vernünftig halten) mit viel Kopfeinsatz ausgedacht haben, auch die harten Gesetze der Straße. Daran halten sich Menschen intuitiv, wenn sie (noch) genug echte, natürliche – statt ideologiebehaftete – Menschenkenntnis besitzen oder von anderen beigebracht bekommen haben.
Wer ohne Vorurteile oder Erwartungen – einfach aus Interesse – angefangen hat, neben Naturwissenschaften wie Physik oder Mathematik auch die Menschen und ihre Natur und (Vor-)Geschichte/n zu studieren, wird vielleicht wie ich feststellen dürfen, wie viel leerer Raum sich nicht nur zwischen Menschen befindet, sondern wie viele Informationen auch in unseren Köpfen einfach nicht verfüg- oder abrufbar sind, weil sie wie von einer Blase umschlossen scheinen.

Es kann allerdings gefährlich sein, solche Blasen – durch etwas, was man sagt, weil man es für selbstverständlich hält – unbewusst zum Platzen zu bringen, wie anderen Menschen helfen zu wollen, an die in ihnen verfügbaren Informationen – verdrängte (Lebens-)Erfahrungen, Gedanken und Ideen oder Gefühle – heranzukommen, wenn sie selbst (noch) gar nicht bereit dazu sind, von dem, was sich darin befindet, überschwemmt zu werden.

Ich persönlich halte es für ein Naturgesetz, dass wir Menschen nicht dazu geboren sind, ewig als Hohl- oder Wasserköpfe zu leben. Deshalb denke ich, dass wir einfach so lange Geduld brauchen, bis unsere jüngeren Generationen keine Lust mehr haben, sich von den Älteren, die in ihrem Leben noch keinen Zugang zu all dem verfügbaren Wissen – der Vergangenheit bis heute – hatten, weiterhin entweder nur schöne Märchengeschichten von früher erzählen oder damit unnötig viel, also eine unrealistische Angst davor machen zu lassen, dass es undurchschaubare, unberechenbar böse Menschen gibt, die sich an keinerlei Gesetze halten (müssen).
Ich glaube nicht, dass Menschen

  • sich auf alle Zeit so gut verstecken können, dass sie niemand findet,
  • Tarnkappen besitzen bzw. immer unter dem Radar fliegen können,
  • immer wieder so schnell laufen können, dass sie niemand schnell genug erreichen kann, oder
  • lebenslang starke und skrupellose FreundInnen haben, dass sie davor beschützen (könnten), gerecht für ihre Vergehen an anderen Menschen bestraft zu werden.

Ich habe keine Ahnung, ob ich als ökologisch, nachhaltig und holistisch denkende Lebenswissenschaftlerin Recht habe. Für mich sind das jedenfalls keine Märchen-, die tatsächlich irgendwann einmal stattgefunden haben, sondern entweder Traumvorstellungen oder Lügengeschichten von Menschen, die – wenn sie nicht schon gestorben sind – noch leben.

P.s.: Gegen menschliche – aus Nöten oder Übermut heraus begangene – Verbrechen mit Schuldzuweisungen und neuen Gesetzen vorgehen zu wollen, mag sinnvoll erscheinen für Menschen, die sich dazu berufen fühlen, für Gerechtigkeit zu „kämpfen“. Meiner Meinung nach ist das genauso unsinnig wie zu versuchen, ein schlechtes Gewissen, Scham oder Schuldgefühle mit der Behauptung oder einem Recht aus der Welt schaffen zu wollen, es bzw. sie nicht haben zu müssen. Menschen können natürlich versuchen, sich das einzureden und/oder sich so gegenüber anderen durchzusetzen. Im Grunde müsste es aber längst keine Menschen mehr geben, die sich damit entschuldigen (können), sie hätten es nicht besser gewusst bzw. wissen können.

 

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Dank für das Foto gebührt Hello I’m Nik (auf Unsplash)!

 

Menschliche Sesshaftigkeit als Ursprung moderner Zivilisationserkrankungen?

Als Gesundheitsforscherin habe ich viele Ideen bzw. wissenschaftliche Theorien zu den modernen Gesundheitsproblemen der Menschen – die sich leider kaum überprüfen lassen, weil Gesundheit ein sehr komplexes und individuelles Thema ist.
Ich bin allerdings aufgrund meiner langjährigen Beobachtungen überzeugt, dass viele Menschen sich nur oberflächlich mit ihrem eigenen Körper und Geist beschäftigen, ganz zu schweigen von ihrer Seele, oder dem, was alle gemeinsam am Leben erhält. Wenige gehen und spüren so tief in das hinein, was sie wirklich brauchen und gerne tun oder von Natur aus völlig anders machen würden, wenn sie könnten – also den Mut dazu hätten, sich die Voraussetzungen dafür zu schaffen.
Viele haben ihre natürliche Beweglichkeit und Bewegungsfreude dadurch verloren, dass sie schon von Kindheit an dazu erzogen werden, möglichst lange still zu sitzen oder sich vor allem anderen Menschen zuliebe bewegen: ihnen Platz zu machen, sich für sie zu bücken – selbst wenn sie absichtlich etwas heruntergeworfen haben – oder ihnen aufzuhelfen, wenn sie für sich selbst zu schwer geworden sind.
Die Welt wird heute beherrscht von Zivilisationskranken: vor allem trägen Schwergewichten, die sich selbst als „GenießerInnen“ bezeichnen, oder bewegungsfaulen Essgestörten, die gar nicht genug Nahrung zu sich nehmen können, um all die Energieverschwendung in ihrem stressigen Alltag ausgleichen zu können.

Sie alle erholen sich „gemütlich“, angelehnt an leblose Materialien (statt in entspannter Gesellschaft), im Sitzen oder im Liegen, oft also mit hochgelegten Beinen – statt aufzustehen und das zu tun, wofür wir von Natur aus gemacht sind, um zu einseitige Körperhaltungen auszugleichen: Laufen, Springen, Tanzen, Strecken, Dehnen – so oft wie möglich, am besten täglich, immer wenn die innere Uhr es einfordert, nicht wenn andere oder Zahlen sagt, dass es jetzt die richtige Zeit dafür ist.

Wie lange sitzt Du normalerweise jeden Tag herum? Und wie erholst Du Dich von diesem körperlichen Stress?
Vielleicht kommst Du Dir – falls Du Dich öfters krank fühlst – ja noch auf die Spur, ganz ohne dass Du den Weg zur nächsten Arztpraxis auf Dich nehmen musst?

Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei, in der Hoffnung, dass Zivilisationserkrankungen irgendwann nicht mehr die Kassen der Pharmaindustrie, von ÄrztInnen und von TherapeutInnen füllen, sondern gemeinsam von uns allen besiegt wurden, weil sich jede/r rechtzeitig in den eigenen Hintern tritt, wenn sich erste Anzeichen von körperlichen Schäden durch zu langes untätiges Herumsitzen zeigen.

P.s.: Kleiner Tipp: Falls Du gewohnt bist, im Sitzen oder Liegen auf gute Ideen zu warten, die Du intuitiv nicht (mehr) hast, dann beweg‘ zur Abwechslung doch mal Deinen Körper statt zu versuchen, sie Dir in Ruhe herbeizumeditieren.

P.p.s.: Glaub‘ auch nicht alles, was „Märchenonkel“ oder „Märchentanten“ von ihren Thronen aus als „wahre“ Geschichten in der Welt verbreiten – besonders wenn sie Dir keine Fragen dazu beantworten oder als nachprüfbare Quellen nur Märchen- oder Geschichtsbücher nennen können, die Menschen geschrieben haben, die sie entweder selbst gar nicht miterlebt haben oder heute überhaupt nicht mehr leben.

 

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Dank für das Foto gebührt Monirul Islam Shakil (auf Unsplash)!

Wie positive und negative Ladungen zu guten und schlechten Energien werden

Menschen bewerten ihre eigenen Gefühle und Stimmungen – bewusst oder unbewusst – mit energetischen Ladungen: als positiv oder negativ, je nachdem, ob sie sich dabei frei und lebendig oder gefangen und verlassen fühlen.
Für einige von uns, sehr energiegeladene Menschen, ist Wut deshalb etwas Positives, aus dem sich etwas Neues erschaffen lässt, weil sie sie konstruktiv zu nutzen wissen. Für andere, z.B. feinfühligere Menschen, die eher auf Sparflamme laufen, ist sie dagegen destruktiv und somit negativ belastet.
Für Menschen, die von ihren bisherigen Beziehungen enttäuscht wurden, ist Liebe und Nähe mit Schmerz verbunden. Für andere ist sie der rettende Hafen aus ihrer Einsamkeit.

Je nachdem, welche Erfahrungen und damit verbundenen Gefühle unser Leben prägen, können wir andere Menschen mit völlig anderen Lebenserfahrungen und Gefühlsäußerungen schwer verstehen. Viele von uns halten sich lieber unter Gleichgesinnten, gleichgepolten Menschen, auf – vielleicht aus einer unbewussten Angst heraus, von ihrem Gegenüber verletzt zu werden oder es verletzen zu können, wenn sich ihre Energien diametral gegenüberliegen und gegenseitig aufheben und dabei auslöschen könnten, wenn sie sich zu nahe kommen; selbst wenn sie sich stark davon angezogen fühlen bzw. tatsächlich häufig in die Situation kommen, sich mit ihnen auseinandersetzen zu müssen.

Wenn Du selbst in Deinem Leben keine Herausforderungen suchst, sondern einfach in Ruhe gelassen werden und so sein willst, wie Du bist, dann denk‘ daran, dass sich von Natur aus – warum auch immer – auch im Magnetfeld der Erde plötzliche Polsprünge ereignen und Plus- und Minus-, Nord- und Südpol umkehren können.
Wundere Dich also bitte nicht, wenn aus eher trägen ZeitgenossInnen auf einmal sehr bewegungsfreudige werden oder einstmals introvertiert erscheinende plötzlich aufblühen und umgekehrt.
Alles nimmt einmal ein gutes oder böses Ende – je nachdem, ob es vorher sehr negativ oder positiv beladen war.
Die sicherste Variante im Leben besteht also meiner Meinung nach darin, sich nicht zu einseitig auf der Sonnenseite bewegen zu wollen, sondern immer auch mit Wolken, Regen, Hagel oder Schnee zu rechnen, ohne etwas davon zu prophezeien.
Es wird sich immer wieder – wenn eine Zeit für Veränderungen gekommen ist, auf die wir selbst kaum Einfluss haben – zeigen, wer gelernt hat, die eigenen Energien sinnvoll – positiv? – einzusetzen.

 

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Dank für das Foto gebührt Chris Nagahama (auf Unsplash)!

Von perfider, menschen- bzw. mediengemachter Hypochondrie, teuer berechneten Hilfsangeboten und/oder (fehlender) Hoffnung auf Mit- oder Beileid

Wenn – unter Einsamkeit oder fehlendem Verständnis bzw. Medienkompetenz – leidende Menschen ein einseitig fehlgeleitetes Mitgefühl (ein Helfersyndrom oder übersteigertes Mitleid) für sich selbst und/oder andere – Menschen, Tiere oder Pflanzen – entwickeln, die sie für ähnlich fühlend, also (geistes-)krank, unzurechnungsfähig oder liebes- und pflegebedürftig halten (oder sich von anderen, die sich einen Spaß daraus machen, in die Irre leiten lassen können)

Jedes Jahr mindestens eine neue, zusätzliche – körperliche – Krankheit oder eingebildete Gefahr, die das Leben bestimmter Menschen oder der ganzen Menschheit bedroht. Immer wieder neue Tier-oder Pflanzenarten, die entweder auszusterben scheinen oder – angeblich – bisher völlig unbekannt waren und oft plötzlich zu gefährlichen Eindringlingen werden, die eine Gefahr für andere Arten darstellen. Ständig wieder bahnbrechende Entdeckungen oder heilbringende Erfindungen – mindestens alle paar Monate ein neues, wissenschaftlich erforschtes, (zukunfts-)sicheres Verfahren oder eine neue Technologie, die unsere Welt retten soll …
Wenige Menschen hinterfragen, wie Informationen (z.B. auch über riesige Hilfsprojekte oder Rettungsaktionen in Milliardenhöhe), die um die Welt gehen, eigentlich gemacht werden bzw. wie oder ob überhaupt getestet und bewertet wird, ob etwas wirklich wichtig oder neu – egal ob besonders gefährlich oder ungefährlich für Menschen und ihre Gesundheit – oder einfach nur etwas Altbekanntes ist, was jemand, der sich einen Namen machen und besonders hervorheben möchte, neu beschreibt.

Als Naturwissenschaftlerin weiß ich, wie unsicher, willkürlich und daher – ohne genauere Betrachtung – wenig aussagekräftig wie Zukunftsprognosen jedes für eine Diagnose entwickelte Prüf- und Testverfahren ist, das HerstellerInnen für ihre eigenen Produkte entwerfen (dürfen), um sie von anderen Produkten unterscheiden, also im Vergleich besser oder schlechter als sie abschneiden lassen können.
Als Biologin kann ich fast täglich beobachten, wie Menschen sich ihre auf Tests bzw. ihrem fehlgeleiteten Vertrauen – in andere Menschen, vor allem wenn die medial, also wiederum von anderen, als „ExpertInnen“ auf ihrem Gebiet beworben werden  statt in sich selbst – beruhenden, also auf Ängsten beruhenden Prophezeiungen selbst erfüllen.

Es ist für mich unverständlich, dass vernunftbegabte Menschen, die in der Lage sind, Veränderungen wahrzunehmen und unterschiedliche Situationen zu beurteilen, sich nicht vorstellen können, dass man vielleicht an toter, ursprünglicher Materie, also an Elementen dieselben Testparameter anwenden kann, um sie zu vergleichen, aber nicht an Lebewesen, die sich in ständigem Wachstum bzw. beständiger Weiterentwicklung befinden, oder an Produkten, die zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten hergestellt wurden. – Denn jede kleinste Veränderung der Umgebungsbedingungen – Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck oder -verschmutzung genauso wie der mentale oder Zeitdruck, unter dem PrüferInnen arbeiten oder Testobjekte oder -personen stehen u.ä. –  kann jede mit Hilfe eines Testergebnisses gestellte Diagnose , sei sie auch noch so differentialdiagnostisch erstellt worden, beeinflussen und das von den HerstellerInnen oder ErfinderInnen erwünschte bzw. erwartete Ergebnis verändern.

Menschen, die – obwohl für andere offensichtlich ist, dass sie unter etwas leiden, also mindestens ein Problem haben, das sie nicht alleine lösen können – nicht spüren können, dass sie Hilfe gebrauchen könnten, keine Hilfe annehmen wollen oder nicht wissen, wen sie um Rat fragen oder Unterstützung bei ihren Problemen bitten könnten, kann genauso wenig geholfen werden wie Menschen, die keinerlei Anzeichen von Beschwerden, dafür aber auffällige Befunde, also Testergebnisse zeigen.
Mich als Gesundheitsforscherin bringt es mich genauso zur Verzweiflung,

  • wenn in der praktischen Ausführung (von diagnostischen Verfahren) aus-, aber in der dahinterliegenden Theorie völlig ungebildete Menschen anderen ungestraft einreden (dürfen), sie bräuchten fremde Hilfe, um selbstständig wieder auf ihre Beine kommen zu können, die ihnen nur ihren Dienst versagt haben, weil sie nicht genug auf sich selbst (und ihren gesunden Menschenverstand) und vermutlich gleichzeitig auf etwas anderes oder jemand anderen geachtet haben, wie
  • dass fühlende und denkfähige Menschen Wert darauf legen, sich von häufig völlig fremden Menschen mit keinerlei Einblick in ihr Leben „helfen“, also sich selbst analysieren und gegebenenfalls behandeln lassen, nur weil ihnen von anderen Menschen – also medial, ohne dass sie aus sich selbst heraus einen Impuls dazu gespürt hätten – angeraten wurde, das vorsorglich zu tun, statt selbstständig und eigenverantwortlich herauszufinden, warum es ihnen überhaupt schlecht geht oder sie sich zumindest unwohler als sonst in ihrem Kopf oder dem Rest ihres Körpers fühlen.

Immerhin weiß ich als Biologin, die sich – aus Interesse an uns Menschen und unserem Leben – über viele Jahre anthropologisch weitergebildet hat, dass Menschen im Laufe ihres Lebens erst schmerzhaft, durch eigene Denkfehler hinsichtlich der spürbaren, schmerzhaften oder tröstenden Erfahrungen, die sie gemacht haben, lernen müssen,

  • wem sie wirklich vertrauen können und wem nicht;
  • wessen Expertise sie fälschlicherweise Glauben geschenkt haben und wer wirklich weiß, was aktueller Stand der Forschung ist;
  • wer ihnen in ihrem Leben wirklich weiterhilft und wer nicht;
  • wer sie nur von den eigenen Rettungsdiensten abhängig macht und
  • wem es am Herzen liegt, dass sich möglichst viele Menschen gegenseitig helfen, also auch im Notfall Hilfe zur Selbsthilfe leisten können statt darauf warten zu müssen, dass jemand, der beruflich dazu ausgebildet wurde bzw. sich dazu berufen gefühlt hat, zu Hilfe eilt.

Menschen können sich ihr Leben lang wie kleine – hilfsbedürftige oder sturköpfig jegliche Hilfe abweisende – Kinder verhalten, wenn sie – weil es ihnen niemand „richtig“ beigebracht, also ehrlich und umfassend vermittelt hat – nicht verstehen, was ihr eigener Körper ihnen sagt oder für andere ganz offensichtlich ausdrückt, und sie außerdem die Stimmen im eigenen Kopf oder warnende Worte von anderen Menschen dazu nicht hören (können oder wollen). Sie halten Hilfsangebote für Geschenke, die sie annehmen können, wenn sie ihnen passen, aber lieber ablehnen, wenn sie spüren, dass dafür eine Gegenleistung von ihnen verlangt wird wie die, selbst mitzuhelfen und vielleicht etwas sein (oder liegen) zu lassen, was ihnen besonders wichtig erscheint.

Sowohl ihr eigenes Gewicht als auch ihre Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit oder ihre Ansprüche an sich selbst, das Leben und andere könn(t)en Menschen jederzeit lernen, selbst, ganz ohne medizinische Hilfe oder staatliche Unterstützung zu kontrollieren – wenn sie nicht darauf warten würden, dass ihnen jemand frei Haus alle Informationen dazu liefert, die sie bräuchten, wenn sie mehr Selbstkontrolle und -versorgung – eben Hilfe zur Selbsthilfe und -verantwortung – lernen wollten.
Stattdessen leben viele offensichtlich lieber lebenslang ein mehr oder weniger verantwortungsloses Leben, in dem sich andere um sie und ihre (Betreuungs- oder Versorgungs-)Probleme kümmern, von der (früh-)kindlichen Ersatz-/Tagesmutter über die ArbeitgeberInnen und HausärztInnen bis hin zu LieferdientsleisterInnen oder Hilfs- und Pflegekräften beim altersgerecht betreuten Wohnen.

Im Grunde tun sie mir leid, weil sie so wenig über unsere menschlichen Möglichkeiten und Fähigkeiten wissen.
Allerdings liegt es in ihrem eigenen Verantwortungs-, Zuständigkeits- und Entscheidungsbereich, sich darum zu bemühen, Wissen und (Lebens-)Erfahrungen zu sammeln. Es ist nicht nur die Aufgabe von hilfsbereiten Menschen, die früh wahrnehmen können, wer ihre – aus Büchern oder ihren eigenen Erfahrungen gewonnene – Hilfe gebrauchen könnte, sie anzubieten, sondern auch die von Hilfsbedürftigen, nach der passenden Hilfe zu suchen, die sie wirklich brauchen, und darum zu bitten. Wer oder was ihnen tatsächlich irgendwann – nicht nur kurzfristig und scheinbar – weiterhilft bzw. vielleicht nur neue Probleme eingehandelt hat, bei denen sie dann wieder Hilfe brauchen, werden sie früher oder später feststellen; und hinterher vielleicht an anderer Stelle, bei anderen Menschen, die ihnen vertrauenerweckend (und/oder verlässlicher) in dem erscheinen, was sie tun, nach Hilfestellungen suchen.

P.s.: Alle Menschen haben in meinen Augen ihre eigenen, ganz individuellen „Zauberkräfte“ oder „special skills“ mit auf den Weg bekommen, um sie innerhalb von Gemeinschaften in den Dienst anderer stellen und sie bzw. sich selbst dabei verwirklichen zu können. Menschen ist nicht damit geholfen, dass man sie bewusst in den eigenen Schatten stellt bzw. sie selbst nur ein Schattendasein führen, einen Schatten ihrer selbst – der eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten – darstellen lässt, sondern indem man ihnen nachhaltig auf ihre Beine hilft bzw. sich auf die eigenen.

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Dank für das Foto gebührt Annie Spratt (auf Unsplash)!