In Würde altern …

… heißt für mich weder,

  • den eigenen jugendlichen Leichtsinn zu verlieren und von einem kleinen, charmanten Dickkopf zu einem alten, verbitterten Sturkopf zu werden, der/die auf Einhaltung von Regeln pocht, die vor allem für alte, von ihrem eigenen Leben und den von ihnen errungenen Erfolgen entweder zu begeisterte oder enttäuschte Menschen Sinn ergeben, noch
  • plötzliche körperliche und/oder geistige Verfallserscheinungen zu ernst oder als unumkehrbar, „natur-“ oder „gottgegeben“ hinnehmen zu müssen (weil man keine Möglichkeit, Zeit oder Lust hatte, sich biologische Kenntnisse anzueignen und sich mit sinnvoller, achtsamer Gesundheitsvorsorge zu beschäftigen, sondern sich nicht anders zu helfen wusste als sich auf Menschen zu verlassen, die sich HeilerInnen, HeilpraktikerInnen, Medizinmänner oder -frauen bzw. ÄrztInnen nennen und versprochen haben, Menschen immer wieder von ihren Leiden zu befreien) oder
  • von Jüngeren Respekt zu fordern, ohne dass man ihnen beweisen müsste oder überhaupt könnte, dass man sich tatsächlich ihren Respekt verdient hat (weil das, was sie in ihrem Leben erreicht haben, besonders oder überhaupt tatsächlich rücksichtsvoll gegenüber anderen und nicht nur zuvorkommend-höflich – so wie es ihnen beigebracht wurde oder wie sie es sich selbst eingeredet haben – gewesen wäre).

In Würde altern heißt für mich, würdevoll die Konsequenzen für das eigene Leben, vor allem auch für die eigenen Versagen, tragen zu können: Also

  • nicht nur mit einem Lächeln über die „guten alten Zeiten“ und die eigenen Erfolge zu sprechen oder auch am Ende noch zufrieden darüber lächeln zu können, dass man sich selbst das Leben (vor allem das menschliche Miteinander) oft etwas zu leicht vorgestellt oder sich selbst über lange Zeit viel zu ernst genommen hat,
  • sondern auch – wenn man sich hoffentlich spätestens in fortgeschrittenem Alter damit auseinandergesetzt hat – anderen möglichst viel davon zu erzählen, was man der eigenen (Lebens-)Ansicht nach anders, besser machen könnte.

Ein schadenfrohes Lächeln nach dem Motto „Mach‘, Du naives Kind, erst einmal all meine Erfahrungen, bevor Du mich weiter mit Deinen Träumereien belustigst“, hat noch niemandem Würde verliehen oder nachhaltig dazu beigetragen, die Welt für nachfolgende Generationen einfacher oder schöner zu machen. Vermutlich haben viele der heute Alten in ihrem Leben die Würde anderer nicht nur im übertragenen Sinn – mit beleidigenden Worten – mit Füßen getreten, sondern wurden auch selbst von anderen tief gedemütigt … Deshalb sei ihnen jedes zufriedene Lächeln gegönnt.

P.s.: Die Trauer über eine „verlorene“ oder vermeintlich verpasste Jugend, weil man sie gefühlt nicht ausleben konnte, lässt sich meiner Meinung nach genauso in fünf Phasen unterteilen wie jeder andere natürliche Zyklus (bis zu einem Neuanfang):

Neugier und Freude über eine neue, angenehme bzw. unbewusste Verdrängung oder bewusste Ignoranz einer unangenehmen Entdeckung oder Erfahrung“;

Herstellung von Verknüpfungen im Gehirn oder Rest des Körpers bzw. Einordnung der neuen oder unbewusstes Erfahren von alten, damit verbundenen Gefühle wie Angst oder Wut über eigene Handlungsunfähigkeit oder Ohnmacht in der Vergangenheit;

Bewusste oder unbewusste Mobilisierung der eigenen Ideen und/oder Körperkräfte, um etwas Neues daraus zu erschaffen bzw. mit den bisherigen und neuen Lebenserfahrungen weiterleben zu können;

Verhandlungen mit sich selbst oder sie Suche nach Gleichgesinnten, mit denen man sich einig werden kann, um sich zu versichern, dass man bisher „richtig“ gehandelt hat und das eigene Leben Sinn ergibt;

innere Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit dem Ergebnis bzw. Verständnis für das, was dabei herausgekommen ist, weil sich nur das daraus ergeben konnte; Akzeptanz oder Nicht-Akzeptieren des eigenen Schicksals, das in diesem Leben nicht umgangen wurde.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader (auf natur-highlights.de: Kambodscha-Archiv)!

Vom Glauben der Menschen an frei erfundene rituelle Handlungen

Wenn nicht nur die Natur darunter leidet (aber kluge und unternehmerisch-begabte Menschen davon profitieren), dass Menschen das Bedürfnis haben, ihrer eigenen geschundenen Seele etwas besonders Gutes zu tun, das sie tröstet

Alle Menschen könn(t)en wissen, dass wir mehr sind als Fleisch und Blut und ein Gehirn, das die Steuerung darüber übernehmen kann.
Allen Menschen könnte bewusst sein, wie sehr wir sowohl mit anderen Menschen als auch mit Tieren, Pflanzen und anderen lebenden und toten Organismen verbunden sind – weil diese Verbindung mehr oder weniger spürbar ist, je nachdem, wie sehr unsere Eltern sie uns vermittelt haben.
Wir Menschen sind wie alle anderen Lebewesen abhängig von den Zyklen der Natur: Tag und Nacht, Sommer und Winter, Regen- und Trockenzeiten, Kalt- und Warmzeiten, Entstehen und Vergehen, Zunahme von Fülle oder Reichtum und Abnahme bis hin zur Dürre oder kargen Armut.
Allerdings denken viele Menschen, die unter den ihrer Meinung, ihres Empfindens nach, schlechten Zeiten leiden, sie könnten sie vermeiden oder müssten das Gute selbst wieder heraufbeschwören.
Natürlich gibt es selbstverschuldete Zeiten des Mangels: Wenn Menschen sich nicht genug um sich oder andere, die ihnen am Herzen liegen, gekümmert haben, sondern viele „wichtigere Digne“ zu tun hatten, bekommen sie es irgendwann am eigenen Leib zu spüren.
Wenn sie selbst zu viele (eigene oder andere natürliche) Ressourcen sinnlos verbrannt, vielleicht auch verräuchert oder als anderes Opfer dargebracht haben, könnte es sein, dass sie feststellen, dass sie irgendwann keine mehr zur Verfügung haben.

Einen der größten Denkfehler, den sie dann begehen können, ist es, sich Unterstützung bei gleichgesinnten Menschen, in Glaubensgemeinschaften, zu suchen, die versprechen, ihnen beizustehen oder sogar das Himmelreich auf die Erde holen zu können – dafür, dass sie

  • dieser Gemeinschaft ihr Leben, die eigene Lebensenergie und/oder -kraft, widmen,
  • sie womöglich mit ihrem Geld unterstützen oder ihr ihren Besitz überschreiben  und
  • zusätzlich ihre Kinder im selben Glauben erziehen.

Es spielt keine Rolle, ob es sich um den Glauben an einen Gott oder weltliche HerrscherInnen handelt; daran, dass einzelne Menschen die ganze Wahrheit oder mehr über das eigene Leben, den eigenen Körper oder Geist wissen könnten als man selbst, so dass sie ihm helfen oder ihn sogar heilen könnten.
Aber zum Selbst-Denken wird man von Menschen, die ihren Glauben in der Welt verbreiten wollen, eher selten animiert.
Denn wenn bei allen Menschen Körper, Geist und Seele im Einklang wären, wenn sie überzeugt davon wären, dass sie sich mit Hilfe der Natur – ihrer eigenen Intuition, ihres Verstandes, ihrer eigenen Fähigkeiten oder Möglichkeiten, mit anderen zu kommunizieren, und ihrer Selbstheilungskräfte – immer selbst helfen könnten, würden sie vermutlich damit aufhören, die Natur für ihre individuellen Zwecke und/oder täglichen Rituale willkürlich zu opfern. Ich denke, sie würden beginnen, wirklich nachhaltig, ökologisch, also möglichst sparsam (statt effizient) nutzen und nur das verbrennen, was zu bestimmten Zeiten (eines Zyklus) sowieso oder als Abfall im Überfluss vorhanden ist oder sich zumindest wieder regenerieren kann, bis es dieselben Menschen wieder brauchen.
Ich glaube leider bzw. befürchte allerdings, dass es noch eine ganze Weile dauern könnte, bis genug Menschen unter all den modernen Errungenschaften und ihrem Fortschrittsglauben gelitten haben, dass sie irgendwann bereit sind, ihn wieder aufzugeben und sich stattdessen am Vorbild der Natur – aus der wir alle stammen – zu orientieren, nicht an Menschen, die sie zu ihren Idolen – Vorbildern, denen sie nacheifern oder huldigen, statt sie als das zu sehen, was sie sind (auch „nur“ Menschen) – erhoben haben.

 

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Dank für das Foto gebührt Emily Bauman (auf Unsplash)!

Was Du hörst, siehst, riechst oder fühlst, ist von Natur aus nicht immer wirklich so existent, wie Du denkst

Wenn moderne Menschen übertrieben einseitige Bild- und Ton- bzw. Symbolsprache oder manipulierte Düfte für zu bare Münze nehmen und sich davon durch ihr Leben steuern lassen

Vielleicht steht am Anfang der Homo sapiens-Geschichte tatsächlich das Wort, wie es uns die Bibel erzählen will.
Vermutlich war diese biologische Art tatsächlich die erste, die sich

  • aufgrund ihres Sprachapparates (dessen Anatomie bzw. Physiologie sich Dank ihres aufrechten, zweibeinigen Ganges entwickeln konnte) sowie
  • wegen ihres natürlich begründetet Einfallreichtums (der sich aus der Nutzung ihrer Hände als Werkzeuge oder zur Werkzeugherstellung ergab – denn Lebewesen nutzen von Natur aus alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten) und
  • durch ihre Intelligenz – ihrer Fähigkeit, sich einen eigenen dritten, einen dazwischenliegenden Mittelweg wählen zu können, wenn andere ihnen nur zwei Optionen zur Auswahl stellen –

ein kompliziertes Sprachsystem ausdenken konnte, mit dem sie in der Lage war, sich gegenseitig die Welt bis ins kleinste Detail zu erklären.
Aus biologischer Sicht ist es allerdings zu kurz gegriffen, die Menschheitsgeschichte, um sie verstehen zu können, erst bei Adam und Eva anfangen zu lassen.
Nur weil die Menschenarten vor uns nicht sprechen konnten, heißt das nicht, dass sie sich vorher nicht miteinander unterhalten, über sich selbst und die eigenen Vorhaben oder Absichten und über ihren Lebensraum kommunizieren konnten.
Alle Lebewesen haben die Fähigkeit, sich aufeinander einzulassen oder sich gegenseitig bewusst zu ignorieren, also zu signalisieren, ob sie in Ruhe gelassen werden wollen oder – zum Austausch von Informationen (oder sogar materiellen Waren) – an einem (Körper-)Kontakt interessiert sind, für den sie auch Berührungen in Kauf nehmen oder sogar – bewusst – zulassen (wollen).

In der Natur begegnet man sich je nach Tageslaune und/oder je nach den persönlichen, im eigenen Körper automatisch (mit Hilfe eines Gehirns oder rudimentäreren Nervensystems) abgespeicherten Lebenserfahrungen mit ArtgenossInnen oder artfremden Individuen –

  • falls man Augen oder andere Organe besitzt, die einen Eindruck der Umgebung vermitteln – in Bildern;
  • falls man Ohren oder andere Organe besitzt, um Geräusche wahrzunehmen – in Tönen;
  • falls man eine Nase oder andere Riechorgane besitzt – in Gerüchen;
  • falls man mit anderen, zusätzlichen Sinnesorganen oder vielleicht besonderen Fein- und Hellsinnen ausgestattet ist – in anderen Schwingungen bzw. Gefühlen,

gegenseitig neugierig oder eher vorsichtig-skeptisch.

Panische Angstreaktionen, ohne dass vorher ausreichend (Warn-)Signale dafür abgegeben wurden, dass eine Gefahr im Anmarsch ist, lassen sich in der freien Natur eher selten beobachten. Wer als JägerIn in der Natur überleben will, muss sich möglichst lange zusammenreißen und harmlos darstellen, um auf erfolgreiche Überraschungsangriffe setzen zu können. Beutetiere halten sich zur eigenen Sicherheit nicht sicherheitshalber den ganzen Tag oder die ganze Nacht möglichst fern von ihnen, weil sie sonst in ihrem Leben überhaupt keine ruhige Sekunde mehr hätten.
Aber: Sie sind immer möglichst wachsam und halten ihre Augen, Ohren, Nase oder andere Sinnesorgane weit geöffnet bzw. verlassen sich, wenn sie in Gruppen leben, – auch wenn sie vermutlich nichts darüber wissen können, weil sie keine Möglichkeit haben, es miteinander abzusprechen – auf die natürliche Schwarmintelligenz ihrer Gruppe, die dafür sorgt, dass immer jemand wachsam sein und alle anderen warnen wird.

Ich weiß nicht, ob

  • Menschen sich ihr Leben gegenseitig einfach zu kompliziert gemacht und zu viele (energetische) Informationen in die Welt gebracht haben, so dass sich nur wenige darin überhaupt noch zurechtfinden und ihren eigenen Sinnen vertrauen (sondern stattdessen eher dem, was ihnen Nachrichtendienste zutragen);
  • es unter den Menschen besonders viele Spaßvögel gibt, die anderen mit ihrem „Humor“ oder ihrer Sensationssucht das Leben zur Hölle machen, weil sie es lieben, so zu tun, als bestünde eine akute Lebensgefahr für alle, auch wenn überhaupt keine Gefahr herrscht (so dass viele andere irgendwann überhaupt nicht mehr auf Warnsignale reagieren); oder ob
  • unter uns Menschen zu wenige unvoreingenommen, immer noch auf das Leben und andere Menschen, Tiere, Pflanzen, Pilze, Bakterien, Viren, … neugierig sind, denen es außerdem (noch) Freude bereitet, andere Menschen an den eigenen, unerfreulichen, aber selbstverantworten Lebenserfahrungen teilhaben zu lassen (die sich daraus ergeben haben, dass sie selbst viel zu übertrieben auf keine echte Gefahr oder viel zu langsam auf etwas sich lange Abzeichnendes reagiert haben).

Jedenfalls stelle ich fest, dass wenige andere ehrlich darüber aufklären, was sie aus eigener Dummheit – weil sie zu viel oder zu wenig Angst vor realen Gefahren hatten – in ihrem bisherigen Leben alles „falsch“ eingeschätzt und vielleicht deshalb auch gemacht haben.
Menschen, die – entgegen dem, was andere über sie denken (könnten) – ein bestimmtes Bild von sich selbst kreieren wollen, mit dem sie sich wohl fühlen (statt sich dafür vor anderen, die sie für besser/schlauer/schöner/gebildeter/… halten, schämen zu müssen), stellen sich und das, was sie in ihrem Leben tun, gerne nur im besten Licht, also sehr einseitig dar.
Menschen, die nicht einfach „nur“ selbst denken, sie hätten ihre eigenen sieben Sinne(sorgane) immer beisammen, sondern wissen – weil sie sie genauestens studiert und über viele Jahre an sich und anderen beobachtet haben – wie „fehleranfällig“ und leicht beeinflussbar sie von außen sind (bzw. seit den ersten Kindheitstagen waren), befinden sich jedenfalls meiner Meinung nach auf einer sichereren Seite (was ihr Erkenntnisvermögen hinsichtlich Sinnestäuschungen betrifft): Sie werden – weil sie es bei Menschen, mit denen sie sich länger beschäftigt haben, absehen können – selten davon überrascht, wenn sie erfahren, dass die sich einen Spaß daraus gemacht haben, Menschen zu täuschen, oder davon profitieren, dass andere dem, was sie sagen oder tun, blind vertrauen).

Natürlich kann man sich – wenn man sich entweder als Mann als Opfer einer Frau fühlt oder als Frau als das schwache Geschlecht  – einer alten Bildergeschichte Glauben schenken, in der eine Frau auf das verlockende Angebot einer bösen, verführerischen Schlange, der man die Schuld daran in die Schuhe schieben kann, dass die Menschen aus dem Paradies vertrieben wurden. Natürlich kann man darauf hoffen, dass immer wieder HeilsbringerInnen kommen und alles Böse von der Erde vertreibt, ohne dass man selbst dabei irgendetwas Wichtiges verliert, was man sich über viele Jahre hart gegenüber sich selbst (und oft auch skrupellos gegenüber anderen) erarbeitet hat.

Man könnte aber auch einfach

  • die Symbolsprache erkennen,
  • sich bewusst machen, dass wir ohne schlechte Zeiten oder Erlebnisse mit der Zeit gar nicht mehr wüssten, was gute sind bzw. waren, und
  • die Parallelen zur heutigen Welt ziehen.

Naturwissenschaftlich-ökologisches, ganzheitliches (statt nur leblos-ökonomisches) Denken in Kombination mit meinen Lebenserfahrungen hat mich davon überzeugt, dass

  • alle Materie auch von einem Geist, von Energien, erfüllt ist, die sich selbstständig ineinander umwandeln (können) oder – in guter oder böser Absicht, um andere zu ärgern oder bewusst für eigene Zwecke zu manipulieren – ineinander umwandeln lassen,
  • alles im Leben – außer die Entwicklung des Bewusstseins durch Lerneffekte, die sich in der materiellen Natur manifestieren können (wenn Menschen ihre Ressourcen nicht gleichzeitig zu sehr für sich alleine beanspruchen, also ausbeuten) – zyklisch verläuft,
  • es nach jedem Ende nicht nur einen neuen Anfang gibt, sondern dass sich jeder neue Kreis auch irgendwann wieder schließen (lassen) muss, weil alles, was beginnt, irgendwann einmal enden wird (vielleicht weil Menschen – wie schon in unserer Vergangenheit – etwas zu eng gesehen oder zu weit getrieben haben).

Es ist nicht so schwer, die Naturgesetze zu lernen und zu verstehen, mit denen unsere Welt im Gleichgewicht – zwischen „guten“ und „bösen“ Energien (wenn Du sie so sehen willst, um sie besser für Dich einordnen zu können) – bleibt. Es macht keinen Sinn, gegen die zu kämpfen, die nicht in Dein „heiles“ Weltbild passen, wenn das überhaupt kein vollständiges ist.
Beschäftige Dich lieber damit, warum Du die Welt so wahrnimmst, wie Du es tust: mit Deinen Augen oder Ohren und all Deinen anderen äußeren und inneren (Sinnes-)Organen, – vielleicht erklärt sie sich Dir dann sogar irgendwann genauso von selbst wie unseren Vorfahren. Die sind mit ziemlicher Sicherheit nicht weniger friedlich oder kämpferisch miteinander umgegangen als wir heute (auch wenn sie weitaus weniger gefährliche, zerstörerische Waffen hatten …), und für sie war die Welt mit ziemlicher Sicherheit auch nicht mehr oder weniger in Ordnung als sie es für uns heute ist (obwohl entweder sinnes-/wahrnehmungsgestörte oder naturwissenschaftlich sehr ungebildete Menschen sie immer noch ordentlicher herrichten wollen …).

P.s.: Wenn du das Gefühl hast, niemand interessiert sich für Dich und das, was Dir am Herzen liegt, kann es entweder daran liegen, dass Du nichts wirklich Interessantes weißt, sagst oder tust, oder dass andere die besseren (finanziellen) Möglichkeiten und (Markt-)Instrumente haben, um das Interesse von Menschen für das zu wecken, was sie interessiert oder ihnen persönlich am Herzen liegt. Und wenn Du offenbar so anziehend auf andere wirkst, dass Du Dich vielleicht sogar schon verfolgt fühlst, würde ich mir überlegen, ob es daran liegt, dass Du Dich als besonders begehrenswert darzustellen versuchst oder ob Du etwas besitzen könntest, was andere gerne von Dir für sich selbst haben würden (und ob Du überhaupt bereit bist, ihnen das zu geben). Die Welt kann sich für Dich – weil sie rund ist und je nachdem, wie Du sie betrachtest – von einem Moment auf den anderen völlig auf den Kopf stellen oder verdrehen, ohne dass sie sich in der Realität dadurch verändert. Warum vertraust du dann Menschen, die behaupten, sie für Dich besser zu machen; findest ihre Denkfehler, Wissenslücken oder anderen Schwachstellen heraus und nimmst Dein Leben mehr selbst in die Hand?

 

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Dank für das Foto gebührt Simon Stratford (auf Unsplash)!

 

Wenn „Hundeprofis“ hartes Überlebenstraining mit ausgelassen-entspanntem „Spiel“ verwechseln

Oder wenn Menschen panische (Verlust-)Angstreaktionen für draufgängerische „Streitlustigkeit“ oder „Bösartigkeit“ halten

Wenn ich im Alltag die Meinungen vieler Menschen übereinander höre, habe ich oft den Eindruck, viele wissen weder viel über menschliche, körperliche Ausdrucksformen (die über den Inhalt ihres Gesagten hinausgehen) noch über Rollen, die Menschen in ihrem Leben (gelernt haben zu) spielen.
Deshalb wundert mich deren Meinung über Hunde noch weniger.
Ohne Mitgefühl und/oder Verständnis für die eigene Spezies – nicht nur für „Lieblingsexemplare“ – weil es durch (zu viele, vielleicht bereits frühkindliche) schmerzhafte Erfahrungen abgestumpfe und nicht bewusst gegengesteuert, also neues (Ur-)Vertrauen aufgebaut wurde – können sich Menschen leicht einreden, eine andere Tierart besser zu verstehen. – Für mich ist es aus biologischer Sicht unwahrscheinlich, dass dieses „Verständnis“ viel mit der Realität zu tun, dass also das „Gesagte“ oder anders „Kommunizierte“ wirklich das „Gemeinte“ einer anderen Art von Lebewesen ist, die man überhaupt nicht studiert hat.

Von Natur aus verhalten sich Hunde nicht immer gleich vorhersehbar, sondern in Gegenwart fremder Menschen oder Hunde anders als gegenüber denen, die sie bereits kennengelernt oder selbst „genauestens unter die Lupe genommen“ haben, so dass sie sie und ihre Reaktionen einschätzen können.
Hunde vertrauen wie auch Menschen in erster Linie sich selbst und ihrer Intuition – solange ihnen niemand schmerzhaft (mit Strafen oder so großen Verlockungen, dass sogar ein „gesunder Hundeverstand“ damit dauerhaft außer Kraft gesetzt werden kann) beigebracht hat, dass „Herrchen“ oder „Frauchen“ es besser weiß und dass entweder gar keine Gefahr droht oder es überhaupt nichts zu sehen gibt (obwohl es ihr Interesse geweckt hatte).

Ich weiß, dass Hunde wie Menschen in unserer modernen Welt angepasst leben müssen, damit sie sich nicht unnötig viele Probleme mit anderen einhandeln. Da man ihnen – selbst als „HundeversteherIn“ – den Sinn von Regeln aber noch weniger gut erklären kann als Menschen (die man wenigstens mit Freiheitsversprechungen durch die „Hilfe“ oder das Geld, das sie dafür bekommen, entlohnen oder trösten kann), wundert mich nicht, dass vor allem die kleinsten Rassen, die sich von „ihren Menschen“ behütet fühlen, besonders lange „glücklich“ leben – wenn sie mit fortschreitender Lebenszeit neben ihren zuchtbedingten Problemen keine zusätzlichen Stress-, also modernen Zivilisationserkrankungen (wie Essstörungen oder Allergien, Herz-/Kreislauf-, Nieren oder Schilddrüsenerkrankungen und Diabetes) entwickeln.
Mich wundert allerdings auch nicht, wenn Hunde dieselben gesundheitlichen  oder „Aggressionsprobleme“ wie die Menschen haben, bei denen sie leben.
Es gibt einen Grund, warum Menschen sich von Hunden angezogen fühlen und bestimmte Hunde auch von bestimmten Menschen, die ihnen den Eindruck vermitteln, ihnen ein schönes oder zumindest besseres Leben als bisher versprechen zu können.

Wie gut oder schön es tatsächlich wird, bestimmen heute viele unterschiedliche Hunde-ExpertInnen – je nach individuellem Bedarf findet sich auf jeden Fall eine/r – maßgeblich mit.
Ich begnüge mich nicht nur damit, Menschen, die sich für biologische Zusammenhänge interessieren, mit zusätzlichen Informationen zu versorgen oder ihren Alltag ein Stück zu begleiten – so dass sie die Möglichkeit bekommen, möglichst viele „Kommunikations- und Verständnisprobleme“ zu erkennen und selbstständig zu beheben. – Für mich gehört zur Tierliebe auch, ehrlich über menschlichen Irrsinn aufzuklären, z.B.

  • die Hundehaltung in Lebensräumen, die tagtäglich ihrer Gesundheit schaden – weil sie darin so gut wie keinen freien Bewegungsraum haben oder ihre natürlichen Bedürfnisse kaum noch ausleben können,
  • die Betrachtung von Hunden (oder anderen Tieren) als engere Familienmitglieder als Menschen, oder
  • eine Tierfütterung – egal ob mit Industriefutter oder möglichst naturbelassener Nahrung – ohne Wissen über die globale Lebensmittelproduktion und Hunger in der Welt, geschweige denn über ökologische Nachhaltigkeit.

Tiere haben unseren Respekt verdient. – Respekt bedeutet aber eigentlich auch, sie nicht willkürlich zu züchten oder zu LeidensgenossInnen in einem Leben zu machen, das Menschen nicht einmal alleine führen wollen.
Im Grunde macht es also Sinn, wenn zu ihrem Überlebenstraining irgendwann auch gehört, die Hand zu beißen, die sie füttert – wenn die Angst ums eigene Überleben in der Obhut von Menschen größer wird als ohne deren „Hilfe“.
Wir hätten es – als tierliebe Menschen mit Verständnis für andere, die Angst vor (bestimmten) Tieren haben – in der Hand, uns in unserem Leben etwas wirklich Vernünftiges, Zukunftsfähiges einfallen zu lassen, was allen unterschiedlichsten, tierischen und menschlichen Bedürfnissen (nach möglichst viel Freiheit, aber auch Sicherheit) entgegenkäme, wenn sie dabei ausreichend berücksichtigt und sinnvoll, z.B. zeitlich und lokal, sowohl getrennt als auch offen miteinander verknüpft wären (so dass es möglichst häufig, wenn auch nicht jederzeit möglich ist, einem anderen nachzugehen bzw. herauszufinden, ob man bereit ist, zur Abwechslung mal etwas Neues oder ganz Anderes auszuprobieren).
Stattdessen lassen sich noch sehr viele uns von viel „wichtigeren (ernsteren) Dingen“ beherrschen bzw. stressen und erwarten dann von Tieren (oder der Natur), dass sie für den Ausgleich dazu, zu ihrer (spielerischen) Erholung, beitragen. Für viele wird es vermutlich irgendwann dahin führen, dass sie feststellen, dass sie sich

  • einiges im Leben zu leicht vorgestellt haben, vor allem die Sorge um andere, die man liebt,
  • sich in sich selbst getäuscht oder von dem, was ihnen andere vorgemacht haben, zu etwas haben verlocken lassen, was in ihrer Realität völlig anders aussieht.
  • in ihrer Kosten-Nutzen-Rechnung vollkommen verrechnet haben – weil sie sich entweder zu wenig Zeit dafür genommen oder ihre naturwissenschaftlichen bzw. biologischen Kenntnisse überschätzt haben.

Es wird immer Profis geben – Menschen, die schon fast ihr ganzes Leben lang davon geträumt haben, einem bestimmten Beruf nachzugehen, oder die öffentlich behaupten (dürfen/wollen), z.B. indem sie „Testimonials“ zufriedener KundInnen für sich sprechen lassen, ihre eigenen Lebenserfahrungen wären dazu geeignet, dem Leben anderer zu dienen. Mir persönlich ist es zu gefährlich, die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass es dabei Missverständnisse geben könnte – weil ich weiß, was Menschen mit bestimmten Erwartungen (oder Hoffnungen) an andere aus dem ziehen, was die ihnen anraten (vor allem, wenn Zeitdruck oder Ungeduld und Scham, für ungebildet gehalten zu werden ins Spiel kommt und Menschen sich nicht die Zeit nehmen, von Anfang an bis ganz zum Ende zuzuhören oder nachzufragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben).
Ich bin überzeugt: Alle HundehalterInnen haben die Hunde, die sie brauchen, um mit ihrer Hilfe etwas für ihr eigenes Leben zu lernen. – Selbst wenn sie irgendwann die Lehre daraus ziehen, dass lebendes Eigentum noch zu mehr verpflichtet als rein materielles und ihr Leben – so wie es ist – völlig ungeeignet ist, einem Hund ein gesundes und glückliches Leben zu bieten. Alle Hunde, die ihre eigenen HalterInnen als mehr oder weniger gleichberechtigte Rudelmitglieder ins Herz geschlossen haben (statt sich „nur“ als RudelführerInnen zu akzeptieren) hätten es verdient, dass ihre HalterInnen sie genauso zurücklieben: dass sie bereit sind, daran etwas zu ändern und ihr Leben hundefreundlicher zu machen. Ich meine damit nicht, dass sie ihnen ein „besseres Zuhause“ bei Menschen suchen sollen, die mehr Zeit haben, sich mit ihnen zu beschäftigen und um sie und ihre natürlichen (oder künstlich, durch unnatürliche Eingriffe geschaffenen) Bedürfnisse zu kümmern. Meiner Erfahrung nach gibt es heute – neben anderen Haustieren – bereits ohnehin viel zu viele Hunde für viel zu wenig (Menschen-)Zeit. Solange Menschen also nichts an dem verändern, womit sie ihre Lebenszeit verbringen bzw. sich Unterstützung anderer Hundefreund- oder liebhaberInnen holen, ist es vielleicht ein tröstender, aber auch völlig utopischer (oder verantwortungslos-kindlicher, selbstsüchtiger) Gedanke, andere Menschen könnten/wollten das (freiwillig) gut zu Ende bringen, was man selbst schlecht angefangen hat.

 

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Dank für das Foto gebührt Tadeusz Lakota (auf Unsplash)!

Wer immer noch suchet, wird weiterhin etwas finden, das die eigenen Erwartungen bestätigt oder enttäuscht

Es mag für alle Menschen, die gerne – im wörtlichen oder übertragenen Sinn – Ostereier verstecken, um anderen schöne Geschenke zu machen oder – wenn sie sehr viel Schadenfreude in sich tragen – immer wieder auch „böse“, enttäuschende Überraschungen zu bereiten, viel Spaß bzw. Unterhaltung mit sich bringen, andere dazu zu bringen, danach zu suchen.

Mir persönlich macht es viel mehr Freude, wirklich für Überraschungen zu sorgen, mit denen niemand gerechnet hat – weil ich nicht erst „großartig„, für möglichst viele laut hörbar oder heimlich und leise nur für besonders achtsame Menschen, ankündige, dass es etwas zu suchen gibt, sondern darauf warte, dass andere ganz von alleine feststellen, dass etwas hinter ihrem Rücken für sie versteckt wurde.
Je nachdem wie „anfällig“ diejenigen für offensichtliche, ungewöhnliche Veränderungen sind, denen sie auf den Grund gehen müss(t)en und wie geduldig bei der Suche nach den Ursachen dafür, „müssen“ unerwartete Geschenke für unterschiedlichste Menschen etwas mehr oder weniger auffällig an Orten hinterlegt werden, an denen sie auf jeden Fall irgendwann vorbeikommen bzw. nach- oder um sich schauen werden. Wenn man Glück und sich nicht verrechnet hat, kann man irgendwann ein (un-)beabsichtigtes Ergebnis beobachten oder zumindest hinterher in Erfahrung bringen, ob die Überraschung so gelungen ist, wie man sie sich (nicht) ausgemalt hatte.

Es gibt jeden Tag so viele Möglichkeiten, mit denen man anderen (k)eine Freude oder auch sich selbst positiv oder negativ überraschen kann, indem man einfach etwas völlig anderes als sonst oder als geplant bzw. genau wie sonst auch immer tut.
Nur wirklich fantasielose, ziemlich oder völlig unkreative Menschen können glauben, dass man diese Möglichkeiten erst lange suchen oder sie sich (oder anderen) – mit langer Vorplanung oder Vorbereitungszeit – mit viel Aufwand schaffen muss. Unsere Intuition liefert von Natur aus spontan immer viele Ideen, wenn wir Augen und Ohren oder anderen Sinnesorgane öffnen und einfach etwas ausprobieren statt erst lange nach besonders guten Ideen zu suchen.
Die brauchen nur Menschen für Überraschungen, die gar keine Überraschungseffekte für alle erzielen wollen, sondern eine bestimmte Absicht verfolgen, deren Misserfolg sie nicht oder zumindest schlecht ertragen würden (meist, weil sie sich besonders viel Mühe geben, um selbst nicht enttäuscht von dem zu sein, was sie sich erst lange ausdenken mussten).

Ich persönlich kann wirklich nur empfehlen, die gezielte Sucherei zu beenden, für die es gar keinen konkreten, sinnvollen Anlass gibt (weil Du z.B. etwas verloren hast, was Du unbedingt für etwas anderes brauchst, was Du gerne bzw. am Liebsten sofort tun möchtest). Denk‘ lieber nicht zu lange darüber nach, suche also in Deinem Kopf nach Anknüpfungspunkten zu Dingen, die Du schon mal gehört oder gesehen bzw. gelesen, oder Erfahrungen, die Du in Deinem Leben gemacht hast – Du könntest sonst vielleicht etwas herausfinden, was ich damit (gar nicht) gemeint haben könnte, und womit Du Dich vielleicht auch gar nicht abfinden willst, weil Du denkst, Du hättest eine schönere Überraschung verdient.

 

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Dank für das Foto gebührt Ian Baldwin (auf Unsplash)!

Leben in der eigenen, oft (früh-)kindlichen Vergangenheit

Vom Glauben an die eigene Zukunft – ohne Bewusstsein für das, was das Jetzt herbeigeführt hat oder zur Folge haben wird

Viele Menschen, die erkennen, dass sie in der Vergangenheit zu unbewusst und unachtsamunvorsichtig oder rücksichtslos gegenüber sich selbst oder anderen – gelebt und sich damit Folgeschäden für sich selbst – ihre eigene Gesundheit oder für das, was sie besitzen oder hüten – eingehandelt haben.
Statt sich auf die Suche nach den Auslösern, den tatsächlichen Ursachen für ihre Probleme zu machen, sich selbst auf den Grund zu gehen, beginnen viele, ihr Heil im aktuellen Moment zu finden, den sie einfach – ohne sich Gedanken über die Vergangenheit oder Zukunft machen zu müssen – erleben können, wodurch sie eventuell noch unvorsichtiger oder rücksichtsloser gegenüber anderen oder ihrer eigenen Gesundheit werden, deren Erhalt nicht nur individuelles Wohlbefinden, sondern auch vernünftiges Denken verlangt – vor allem hinsichtlich der Dinge, über die sich Menschen Sorgen machen sollten, weil sie ihrer Gesundheit oder der der Menschen, mit denen sie ihr Leben verbringen (möchten) schwer schaden könn(t)en.

Menschen, die sich auf „neueste wissenschaftliche Forschungsergebnisse und/oder Therapien (bzw. das, was Medien darüber verbreiten und gut- oder leichtgläubige, „schwarmdumme“ Menschen deshalb oft mehrheitlich darüber denken)“ verlassen, haben oft wenig oder keinerlei Ahnung davon, dass die mit öffentlichen oder privaten Geldern gewinnversprechend (vor-)finanziert werden mussten, weil an wissenschaftlichen Erkenntnissen vor allem Menschen interessiert sind, die an die Zukunft glauben, sie aber gleichzeitig kontrollieren bzw. mit Hilfe ihres Geldes oder Einflusses auf andere „nach ihrem Bilde„, also so, wie sie sie sich vorstellen, gestalten wollen.

Mir fällt auf, wie viele Menschen sich „schöne alte Zeiten“ zurückwünschen, während die Welt doch angeblich so gut und schön wie nie zuvor ist – zumindest ist es das, was mehrheitlich von den „öffentlichen Medien“ verbreitet wird wird, denen viele Menschen – wenn auch vielleicht keine Mehrheit mehr – im Gegensatz zu den „alternativen“, die es bereits überall gibt, vertrauen.
Im Grunde leben sie im Glauben an Dinge bzw. Ideen, die längst der Vergangenheit angehören, aber noch nicht bereit dazu sind, Platz zu machen für andere, die für die Zukunft gebraucht werden: nicht nur angeblich ökologisch und nachhaltig produzierte, sondern auch rückstandslos und schadstofffrei zu entsorgende, ohne dass dabei Naturräume für andere Lebewesen zerstört werden, die für die Gesundheit bzw. das Überleben der Menschen wichtig sind.

Alles Leben ist an Kreisläufe gebunden.
Jede/r von uns wird also – wenn er oder sie versucht, einfach nur weiter stur so unvorsichtig oder rücksichtlos weiterzumachen wie bisher im eigenen Leben, ohne ökologisches Denken zu lernen und den Mut zu haben, Ursachen auf den Grund zu gehen, die genau dahin geführt haben, dass er bzw. sie sich in der aktuellen Situation befindet – früher oder später feststellen, dass er oder sie trotz all der neuen Erfahrungen keinen Schritt weiter gekommen ist als zuvor, oft nicht einmal weiter als die eigene Vorgängergeneration, die schon mit denselben (privaten, gesundheitlichen, familiären oder beruflichen und gesellschaftlichen) Problemen „gekämpft“ hat.
Wer weiß, dass alles wieder kommt und mit dem zusammenhängt, was war, muss nicht gegen etwas Vergangenes oder für etwas Zukünftiges kämpfen – das ist old school-(Sozial-)Darwinismus. Es reicht,

  • das eigene Leben so gut wie möglich nachhaltig zu gestalten;
  • sich so wenig wie möglich Kunststoffen oder anderen unnatürlichen, schwer wieder ausscheidbaren Substanzen oder energetischen Feldern auszusetzen, also vielleicht mit etwas zu vergiften, über dessen Langzeitwirkung noch kaum etwas bekannt ist (was aber Allergien oder andere Autoimmunerkrankungen auslösen und dadurch die eigene Gesundheit, das eigene Wohlbefinden und die eigene körperliche und/oder geistige Leistungs- oder Regenerationsfähigkeit stark beeinflussen kann);

aber nicht, sich nur vorzustellen, dass alles irgendwann wieder besser wird, weil andere sich darum kümmern werden.

Bereits in der Vergangenheit hat sich das besonders für die ausgezahlt, die heute nicht unter dem leiden, – z.B. Zivilisationserkrankungen – was vielen, vielleicht der Mehrheit, zu schaffen macht, weil sie mehr auf die vor ihnen vertraut haben als auf sich selbst oder ihre eigenen Kinder bzw. darauf, dass sie auch ihren eigenen gesunden Menschenverstand nutzen könnten statt „nur“ Zeitungen, Zeitschriften oder andere (Weltanschauungs-)Ratgeberliteratur zu lesen und/oder unkritisch dem zuschauen, -hören bzw. auf das zu hören, was andere ihnen vorgeben, -spielen oder -lesen.

P.s.: Für mich ergab es noch nie Sinn – sobald man erkennt, was man alles schlecht macht bzw. was in der Vergangenheit immer wieder schief lief (aber was man einfach irgendwann auf sich beruhen lassen wollte) – sich weiterhin einzureden, es könnte irgendwann noch etwas Gutes dabei herauskommen, ohne dass etwas verändert, überdacht oder vielleicht komplett anders gemacht werden müss(t)e. Wenn Du also dazu neigst, immer erst lange zu warten, bis Du etwas unternimmst, dann mach‘ zur Abwechslung doch mal etwas völlig spontan; und wenn Du normalerweise schnell umsetzt, was Dir spontan einfällt, dann gib‘ Dir öfters mal Zeit, um darüber nachzudenken. Wenn Du glaubst, Du bist ein Nachtmensch, dann entdecke den Tag, Abend oder Morgen für Dich. Wenn Du Dich für optimistisch oder pessimistisch hältst, dann frag‘ Dich, ob es nicht hin und wieder besser für Dich wäre, Dir die Welt nicht ganz so schön oder schlecht auszumalen, wie sie Dir erscheint, sondern beschäftige Dich lieber mehr mit der Realität, die uns heute vor allem von Menschen mit „alten Werten“ vorgegeben wird, die denken, dass Naturgesetze unmenschlich brutal wären …

P.p.s.: Ich wünsche wirklich allen Kindern dieser Erde, dass ihre Eltern auf bessereandere, neue – Ideen kommen als sie an ein Jetzt gewöhnen oder vielleicht sogar mit Gewalt an etwas anpassen zu wollen, das vielen Menschen keine Zukunft mehr bieten wird.

 

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Dank für das Foto gebührt insung yoon (auf Unsplash)!

 

Wie frisch aus dem Ei gepellt

Wann es Zeit für einen radikalen Neuanfang ist, wenn Menschen oder Tiere feststellen, dass sie sich lieber wieder zurück dahinein verkriechen würden, woraus sie vorher beschlossen hatten auszubrechen

Menschen streben – wenn ihnen etwas mit der Zeit langweilig und überdrüssig wird oder zu gefährlich erscheint, weil sie feststellen, dass es ihnen bzw. ihrer Gesundheit nicht gut tut  – genau wie Tiere nach Veränderungen: Sie

  • probieren neue Nahrungsmittel aus;
  • verzichten auf Genussmittel, von deren Konsum ihr Wohlbefinden über lange Jahre abhängig war;
  • legen sich eine neue Frisur oder einen neuen Kleidungsstil zu;
  • räumen ihre Wohnung um oder verlassen ihre Heimat, um sich ein neues Zuhause zu suchen;
  • sortieren alte Bilder oder sonstigen Erinnerungsstücke aus und verschenken oder vernichten sie;
  • lesen Bücher, sie sie vorher nicht interessiert haben, hören andere Musik oder informieren sich in „neuen“ Medien;
  • suchen sich weniger anstrengende oder herausforderndere Hobbies und/oder FreundInnen;
  • etc. pp.

Viele denken, sie würden ein völlig neues Leben beginnen, das ihnen nie mehr langweilig, überdrüssig oder lebensgefährlich werden kann und/oder sie ans Ziel ihrer Lebensträume bringen wird, während sie keinen Schritt weiter in Richtung Glück und Zufriedenheit kommen. Ihnen ist nur bewusst geworden, dass es innerhalb oder außerhalb der Kreise, in denen sie sich bewegen bzw. bisher bewegt haben, noch viel mehr für sie gibt als sie bisher dachten.

Solange Menschen oder Tiere denken, dass ihr Leben irgendwann (wieder) besser werden kann, ohne dass sie besonders glücklich und zufrieden damit sind, oder zumindest nicht schlechter als bisher, weil sie es jeden Tag genießen, werden die meisten einfach weitermachen wie bisher.
Wenn Du also einen wirklichen Neuanfang willst, dann nimm‘ ihn Dir – auch wenn Dir das sehr anstrengend erscheint – jeden Tag vor und mach‘ möglichst all das, worauf Du Lust bekommst und wovon Du sicher bist, dass es Dir – selbst wenn du weißt, dass es bei Dauerkonsum gesundheitsschädlich ist – nicht schaden kann, weil Du es auf keinen Fall jeden Tag oder in regelmäßigen Abständen wieder machen wirst.

Niemand hat behauptet, unser Leben würde leicht oder nur schön werden. Aber ob es mit der Zeit langweilig wird oder spannend bleibt, das können alle täglich neu entscheiden, die sich ihre eigene Entscheidungsfreiheit behalten und nicht zu abhängig davon gemacht haben, was andere dazu sagen oder ihnen vorschreiben bzw. verbieten könn(t)en.

P.s.: Ich habe mich schon vor längerer Zeit entschieden, christlich-kirchliche Feste zu boykottieren, die dazu animieren, die Natur willkürlich auszubeuten – sich also „großzügig“ zu nehmen, was man möchte, um es dann an andere weiter zu „schenken“. Deshalb wünsche ich allen, die sich vielleicht heute alleine fühlen, weil sie sich zu Dingen gezwungen fühlen, die ihnen überhaupt keine Freude machen, ein besonders schönes Frühlingsfeiertagswochenende.
Genieße die Sonne, die Frühjahrsblüher oder den Frühjahrsvollmond. Vielleicht magst Du die nächsten 2 Wochen bis zum Neumond nutzen, „Altlasten“ loszuwerden, so dass Du gemeinsam mit der Natur einen radikalen inneren Wandel vollziehen und einen echten Neubeginn starten kannst, auch wenn Du Dich dafür vielleicht komplett auf den Kopf stellen musst – je nachdem wie kopf- oder bauchlastig Du bisher gelebt hast statt Deine Füße dafür zu benutzen, im Leben voranzukommen?

 

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Dank für das Foto gebührt Christian Bowen (auf Unsplash)!

Familienmitglieder mit besonderen Bedürfnissen

Von der menschlichen Verlockung, ihre eigene Existenz darauf zu begründen, vor allem mit Schwächeren oder hilfsbedürftig Erscheinenden – die sich über jede Unterstützung freuen (sollten) – zu interagieren statt sich um die Interessen derer zu sorgen, die stark genug scheinen, das selbst zu tun, oder Hilfsangebote ablehnen

Kein Mensch ist wie ein/e andere/r, genauso wenig wie eine Familie einer anderen gleicht.
Es gibt kleine und große; schwergewichtige oder starke bzw. eindrucksvolle oder einfache und vielleicht unbedeutend oder schwächer erscheinende; eher leise-zurückhaltende oder laute-draufgängerische, eintönige oder bunte, welche mit über- oder unterdurchschnittlich vielen „Extremitäten“ bzw. „extrem anderen Mitgliedern“ oder Besonderheiten, selbst innerhalb eines Verwandtschaftskreises.
Die Natur bietet unendlich viele Möglichkeiten für individuelle Entwicklungen und Zusammenstellungen unterschiedlicher, von Natur aus zwei- oder vier- bis vielbeiniger oder sogar beinloser Individuen.

Für mich als Biologin gehören nicht nur Eltern oder Groß- und Urgroßeltern, Geschwister, Tanten, Onkels, Cousins und Cousinen, Neffen und Nichten etc., sondern alle Säugetiere zu einer natürlichen Familie, innerhalb der allen die gleichen Lebensrechte bzw. individuelle Rücksichtnahme entgegengebracht werden sollte. Dass wir auch mit allen anderen Arten von Lebewesen rücksichtsvoll, gemäß ihrer, aber auch unserer natürlichen Bedürfnisse umgehen sollten, ist für mich allerdings auch gar keine Frage. Mir gehen Menschen zu weit, die sich eigene Gesetze machen und Rechte geben, also so tun, als dürften sie auf dieser Welt ungestraft tun und lassen, was sie wollten, sich also alle anderen Lebewesen unterordnen.
Ich bin überzeugt, kein freilebendes Tier (das sich nicht an menschliche Regeln und Routinen gewöhnt hat)  käme auf die Idee, sich automatisch schon beim Aufwachen – nur aufgrund der eigenen Verfassung oder Laune – für stärker und „besser“ oder schwächer und „schlechter“ zu halten als andere, ohne es überprüft zu haben: Alle, die sich bisher aufgrund ihrer Fähigkeiten Vorrechte angeeignet hatten bzw. für sich beansprucht haben, könnten diese – sollten sich z.B. irgendwelche (Umwelt-)Faktoren und damit die individuellen Voraussetzungen oder Umgebungsbedingungen (überraschend) geändert haben – nicht weiter benötigen und verteidigen wollen (sondern stattdessen Hilfe bei etwas brauchen).
In der Natur ist jeder Tag wirklich neu. Alle müssen täglich in erster Linie gut für sich selbst sorgen (können) – den eigenen Körper und Geist sowie seelische Bedürfnisse bzw. die Nahrungsmittel, mit denen sie genährt, also aufgebaut oder erhalten, und bei Bedarf entgiftet werden – oder zumindest wissen, wer oder was ihnen behilflich dabei sein kann, das zu bekommen, was sie brauchen und daher gerne  haben möchten.

Nur Menschen haben sich angewöhnt, zu denken, sie müssten auch über die Köpfe anderer hinweg – die vielleicht nicht einmal ihre eigenen Kinder oder Haustiere sind, für deren Verhalten bzw. daraus entstehende Schäden sie selbst die Verantwortung tragen müssen, oder die ganz offensichtlich zeigen, dass sie nicht damit einverstanden sind, sich also z.B. dagegen sträuben – Entscheidungen zu treffen. Selbst Eltern, die von Natur aus die Bedürfnisse ihres eigenen Nachwuchses, also ihres eigenen Fleisch und Blutes intuitiv verstehen könnten (wenn sie genug Selbstbewusstsein und –vertrauen hätten), hören heute viel zu oft auf andere, die sich aufgrund ihres mit Zeugnissen oder Urkunden und anderen Schriftstücken nachgewiesenen Bildungsstandes, ihrer Ausbildung oder ihrer Berufserfahrungen „ExpertInnen“ nennen (können/wollen/dürfen).
Viele Menschen wissen nicht, dass es nicht mehr als eine unbewiesene Behauptung, eine wissenschaftliche These ist, die (Körper-)Sprache von „Untersuchungs- oder Versuchsobjekten“ – den „Objekten menschlicher Begierden“ bzw. ihres intuitiven Tatendrangs – so genau studiert zu haben, dass man sie – ohne überhaupt irgendetwas über ihre Vergangenheit wissen zu müssen – auf Anhieb verstehen und wissen könnte, wie man sie auf einen Blick „liest“ und – vielleicht mithilfe wissenschaftlicher Fragebögen oder anderer Anleitungen und Testverfahren – ihre „wahren“ Bedürfnisse erkennt.

Nur Menschen denken – vor allem wenn sie sich mit anderen, die sie für besser (oder auch schlechter) als sich selbst halten, vergleichen – sie wären in der Vergangenheit oder insgesamt nicht konsequent oder streng bzw. unterwürfig genug (gewesen), wenn andere sich ihnen gegenüber nicht immer wie erwartet oder gewünscht verhalten. Freilebende Tiere wissen, dass sie immer damit rechnen müssen, dass etwas Unerwartetes geschieht oder etwas immer wieder neu versuchen können bzw. sogar müssen, weil es von der Tagesform des Gegenübers abhängt, ob sie mit ihrem – aufdringlich-fordernden oder demütigen – Verhalten erfolgreich sein könn(t)en oder nicht.

Nur Menschen haben sich ihre natürliche Achtsamkeit – sowohl im Hinblick auf ihre eigenen körperlichen, geistigen und/oder seelischer Bedürfnisse als auch ihre intuitive Vorsicht und Rücksichtnahme auf die anderer – ab- und dafür einen lebenslangen Beschützer- oder Mutterinstinkt, ein unnatürliches, krankhaftes Helfersyndrom, antrainieren, anerziehen, lassen: dadurch, dass sie an festen Orten in lebenslangen Gemeinschaften auch mit besonders unvorsichtigen oder rücksichtslosen, sehr ängstlichen oder draufgängerischen anderen leben wollen oder müssen, wenn sie nicht als NomadInnen durchs Leben ziehen und sich nur bei Menschen (oder Tieren) niederlassen wollen, mit denen sie sich von Natur aus wohl oder besonders verbunden fühlen.

Nur Menschen, die sich – weil ihre individuellen, besonderen Bedürfnisse nicht ausreichend wahrgenommen bzw. gestillt werden – in ihren natürlichen Gemeinschaften nicht wohl fühlen, kommen auf die Idee, diese zu verlassen und sich andere zu suchen bzw. sogar eigene Familien zu gründen, für die sie – als Familienoberhaupt – die Verantwortung übernehmen wollen.

Nur Menschen, die perfektionistisch versuchen, sich um alles und jede/n zu kümmern, erfinden Ausreden für sich, warum sie sich nicht genug Zeit dafür nehmen können oder Energie haben, sich um sich selbst zu kümmern (oder dagegen zu wehren, dass andere über ihren Kopf hinweg Entscheidungen treffen können – selbst wenn sie die nicht für gut befinden).

Ich sehe heute selten wirklich glückliche Menschen oder vorbildliche Familien, sondern eher Trauerspiele, die Menschen aufführen, die

  • (Tier-)ÄrztInnen brauchen, die ihnen bei Krankheitssymptomen sagen müssen, was denen fehlt, um die sie sich hätten kümmern sollen;
  • nicht wissen, wie man natürliche Bedürfnisse bei anderen erkennt bzw. richtig deutet, wenn die sich dafür schämen bzw. unangenehme Erfahrungen damit gemacht haben;
  • zu wenig Wissen über ganz normale VertreterInnen ihrer eigenen Art oder einer Tierart haben, die sie in ihre Familie aufnehmen möchten;
  • denken, sie wären nur zu gutherzig-inkonsequent, um feste, strenge Regeln zu etablieren, mit denen alle glücklich und zufrieden – ohne Stress miteinander haben oder sich übereinander ärgern zu müssen – leben könnten, sobald sie sich ihnen unterworfen hätten …

Was für viele Menschen „vernünftig klingt„, oder einst vernünftig geklungen hat, ergibt oft nur solange Sinn, bis man beginnt, eigene Erfahrungen damit zu machen.
Dann kommt – wenn man anerkennen kann, dass unser Leben dazu da ist, Erkenntnisse zu sammeln und dazuzulernen – die Zeit, darüber nachzudenken, woher die eigenen Vorstellungen vom und Erwartungen an das Leben kommen und es auch einmal aus anderen Perspektiven zu betrachten.
Aus meiner Perspektive erscheint es mir nicht
besonders vernünftig, sich im Voraus auf Jahre oder Jahrzehnte bzw. vielleicht sogar lebenslang einer festen Lebensgemeinschaft zu verpflichten.
Es mag schön sein, sich als Teil einer über viele Jahre eingeschworenen Gemeinschaft zu fühlen.
Ich nehme mir lieber die Freiheit heraus, meine Lebenszeit dafür zu investieren, mich mit den Problemen der Menschen im Miteinander oder bei ihrem Verständnis von Tieren und Pflanzen bzw. anderen Arten von Lebewesen – also vor allem der lebenden Natur (aber auch in Verbindung zur toten) – und mit natürlichen, gesunden, ökologischen Beziehungen zu beschäftigen. In der Natur geht es nicht um Gewinn-und-Verlust-Rechnungen, also darum, ob sich alles Leid (auf das Freude folgen kann) lohnt, um glückliche Zeiten auskosten zu können, sondern um gegenseitiges Ver- oder ein gesundes – anfängliches, vorsichtiges – Misstrauen und einen achtsamen, verantwortungsvollen Umgang miteinander, nachdem man sich die Zeit genommen hat, sich näher kennenzulernen (oder eher aus dem Weg zu gehen und nur aus der Ferne zu grüßen).

Es gibt immer wieder Zeiten, in denen Menschen (oder auch Tiere) mehr persönliche Freiheit und Zeit für sich alleine oder mehr Zuneigung bzw. die Sicherheit brauchen, dass andere im Notfall für sie da sind.
Es hat also wenig mit den Menschen (oder Tieren) an sich zu tun hat, sondern vor allem mit ihren individuellen Lebensumständen und Angewohnheiten, sich „normalerweise“ die Zeit zu vertreiben, von der sie hin und wieder eine Auszeit brauchen, um sich davon erholen zu können. – Denn das, was anfangs viel Sicherheit und/oder Wohlbefinden verspricht, – unnatürliche Routinen und/oder Genuss-Süchte, die unsere natürlichen Sinne unter- bzw. überreizen und früher oder später keine Überraschungen (mehr) bieten können – macht Menschen auf Dauer krank und/oder unglücklich und/oder hilfsbedürftig und/oder irgendwann schlauer als vorher. Wer besonders sozial veranlagt ist oder erzogen wurde, neigt dazu, neugewonnenes Wissen so schnell wie möglich in der Welt verbreiten zu wollen, damit anderen schmerzhafte Erfahrungen erspart bleiben; Menschen – die eher schadenfroh sind bzw. sich erst mit anderen solidarisch fühlen, wenn diese dieselben Lebenserfahrungen wie sie selbst gemacht haben – können fröhlich oder zumindest entspannt dabei zuschauen, wie andere dieselben „Dummheiten“ im Leben begehen wie sie selbst.

Es ist weder ein Freundschaftsdienst noch ein Liebesbeweis, andere – weil sie vermeintlich oder angeblich keine eigenen, sinnvollen Entscheidungen für sich treffen können oder würden, wenn sie genug für sie leicht verständliche Informationen dazu (bekommen) hätten – wie willen- oder gehirnlose Wesen zu behandeln und nicht immer wieder zu versuchen, mit ihnen in Kontakt zu treten bzw. zu kommunizieren, bis sie den Eindruck erwecken, verstanden zu haben, was sie tun bzw. welche Verantwortung sie damit auf sich laden (- dass sie die Folgen ihres Tuns nicht versuchen abzuschätzen). – Das ist menschliche Anmaßung begründet auf festen Vorurteilen und fehlendem Wissen über andere und das Leben oder Naturgesetze und Anziehungskräfte oder Abstoßungsreaktionen im Universum.

In meinen Augen ist es außerdem Dummheit aus Gedankenlosigkeit oder aufgrund von fehlender Zeit, Geduld bzw. einem Mangel an Inter-Esse an anderen (also daran, wirklich bewusst mit ihnen zu sein, sich mit ihnen verbunden zu fühlen) von Menschen, die sich angewöhnt haben, ihre eigene Existenz, das eigene, individuelle Dasein auf dem anderer zu begründen, sich also davon abhängig zu machen, oder nur mit ihnen zu inter-agieren, es also willkürlich – bunt, wild und ungezügelt oder nach strengen Regeln – miteinander zu treiben (um so möglichst viel Spaß am Leben zu haben).
Es ist für mich das größte Versagen des Homo sapiens, zu denken, man könne die Stärksten und (Einfluss-)Reichsten einfach tun lassen, was sie vorhaben, oder sein zu lassen, wie sie sind, ohne ihnen täglich wieder ihre Grenzen aufzeigen zu müssen, sobald sie ihre Macht über andere zu sehr ausnutzen. Viele Menschen, die tun als wären sie die Allein-HerrscherInnen über die Erde oder die im Geheimen Auserwählten, um die Interessen der Natur als Ganzes und gleichzeitig der Menschheitsfamilie als einer Art  – unter unzähligen anderen – zu vertreten, ignorieren häufig, wenn Interessen ihren diametral entgegenstehen bzw. nicht miteinander vereinbar sind.
Die Zeit wird zeigen, welche sich irgendwann durchsetzen

P.s.: Es ist nicht damit getan, sich um körperliche oder seelische Bedürfnisse anderer zu kümmern wie die nach materieller Nahrung, Wasser, einem Schlafplatz, ausreichend Bewegungsraum und Streicheleinheiten. Es ist genauso essentiell für dauerhaft und nachhhaltig gute oder enge Familienbeziehungen, Angehörige intellektuell zu fordern, also vor immer wieder neue Herausforderungen oder Probleme zu stellen, die sie bewältigen können (oder für die sich gemeinsam Lösungen finden lassen), oder bei ihrer Körperpflege zu helfen, wenn sie selbst dazu noch oder gerade nicht bzw. vor allem im Alter nicht mehr selbstständig dazu in der Lage sind, oder im Krankheitsfall zu wissen, wie man ihnen helfen kann, vor allem, wenn sie besonders anfällig für bestimmte Gesundheitsprobleme sind

 

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Dank für das Foto gebührt CDC (auf Unsplash)!

Generation „Traum vom Eigenheim“

Wenn der (Tag-)Traum längst aus sein könnte, weil er aus logischen – platz- bzw. anderen ressourcenbedingten – Gründen unrealisierbar ist, aber viele weiterhin davon träumen (wollen)

Wir Menschen sind definitiv zu viele.
Wir sind einfach zu viele für diesen Planeten, um alle ein Häuschen im Grünen oder zumindest mit Garten zu besitzen – von dem vielleicht Milliarden von Menschen träumen, die heute in Städten leben (um dort das Geld zu verdienen, um irgendwann in ihrem eigenen Häuschen leben und alt werden zu können).

Wir sind zu viele EgoistInnen, die nicht bereit sind zu teilen und stattdessen Dutzende oder Hunderte oder noch mehr Quadratmeter für sich allein bzw. nur mit ihrer eigenen Familie und vielleicht ein paar anderen ausgewählten – künstlich selektierten – Arten von Lebewesen besetzen bzw. besitzen wollen (während alle unerwünschten, ungebetenen Gäste ausgeschlossen oder – wenn es sich um Tiere oder Pflanzen und andere Arten von Lebewesen handelt – gnadenlos vernichtet werden).
Wir sind zu viele „kreative“ PerfektionistInnen, die sich nicht mit gebrauchten Dingen zufrieden geben können, sondern alles individuell neu machen müssen.
Wir sind zu viele Menschen, die Wichtigeres zu tun haben als selbst nachzudenken – darüber,

  • was sie in ihrem Leben wirklich für sich alleine oder ihre Gemeinschaft mit anderen Menschen brauchen bzw. was unser Planet braucht, um für uns als Lebenraum erhalten zu werden,
  • wonach sie sich eigentlich sehnen, wenn sie Wohneigentum ganz für sich alleine besitzen wollen, um dessen Erhalt oder Entsorgung sie sich auch kümmern müssen/sollten, wenn sie es nachhaltig nutzen wollen,
  • was ihnen warum in ihrem Leben fehlt, so dass sie sich erst innerhalb der eigenen vier Wände sicher fühlen,
  • warum sie so leichgläubig Werbeversprechungen zur Finanzierung oder Umweltverträglichkeit von Neubauten vertrauen, wo doch allen Menschen, die sich selbst informieren können, klar sein sollte, dass Werbung für Unternehmen dazu da ist, (immer wieder) zahlende – keinen zufriedenen – KundInnen zu gewinnen.

Wer so viel Geld für (Eigen-)Werbung hat bzw. ausgeben muss, um damit sogar Millionen oder Milliarden von Menschen zu erreichen, kann – ganz offensichtlich – keine Produkte haben oder Dienstleistungen erbringen, die allein für sich sprechen und viele Menschen davon überzeugen können, sie zu kaufen (oder für sie als MultiplikatorInnen Mund-zu-Mund-Propaganda zu betreiben).

Man kann natürlich daran glauben (oder davon träumen), sich nicht nur einen Traum (der schon immer auch ein Herzenswunsch war) zu erfüllen, sondern gleichzeitig noch ein superindividuelles Angebot bekommen oder ein besonderes Schnäppchen gemacht zu haben…
Solange ich nicht gegenrechnen kann, ob ich am Ende der Woche oder Monats – im Vergleich zu der oder dem davor – oder am Ende meines Lebens tatsächlich etwas dabei gespart oder sogar einen Gewinn daraus erzielt habe, können mir „traumhafte Angebote“, von denen Menschen schwärmen, nur noch ein müdes Lächeln abgewinnen.
Aber Menschen müssen einfach selbst feststellen, wessen – feuchte oder trocken-realistische – Träume davon in Erfüllung gegangen sind, dass sie geglaubt haben, jemand würde sich für ihre interessieren, geschweige denn persönlich dafür einsetzen.

 

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Dank für das Foto gebührt Mick Haupt (auf Unsplash)!

Zwischen hysterischem Lachen und verzweifeltem Weinen

Wie gesellschaftliche Etikette es Menschen erschwert, (mit wenig) zufrieden lächelnde Menschen von siegessicher, höhnisch lächelnden bzw. traurigen zu unterscheiden, denen überhaupt nicht nach Lächeln zumute ist?

Mir persönlich sind Menschen etwas unheimlich, deren (Körper-)Sprache bzw. Inhalt von Worten für mich nicht zu ihrem Gesichtsausdruck passt (bzw. die lächelnd darüber berichten, was sie sich für andere Menschen, Tiere oder den Rest der Natur, den gemeinsamen Lebensraumes vieler anderer, haben einfallen lassen, ohne dass die überhaupt gefragt wurden oder die Möglichkeit bekommen, sich dagegen zu wehren).
Menschen, die nur (noch) vor großem Publikum auftreten und sich gegen persönliche Gespräche wehren, in denen Fragen gestellt werden könnten, auf die sie sich nicht vorbereiten konnten, machen mich besonders skeptisch. Aber es ist für mich auch unnatürlich, nicht authentisch, wenn sich mir ein freundlich und offen lächelnder Mensch zurückhaltend nähert oder mir mit dem Rest des Körpers suggeriert, dass er oder sie lieber einen großen Bogen um mich machen würde. Mir fällt der Umgang mit Menschen leichter, die mir gegebenenfalls mit einem skeptischen Gesichtsausdruck zeigen, dass sie Körperkontakt zur Begrüßung nicht wünschen.

Allerdings kann ich ohnehin mit vielen „modernen“ menschlichen „Umgangsformen“ wenig anfangen, die nicht im Geringsten dazu dienen (können), allen Menschen das Leben zu erleichtern, sondern höchstens denen, die sie sich ausgedacht haben (um weniger Probleme im Umgang mit anderen Menschen zu haben).
Meiner wissenschaftlichen und persönlichen Meinung nach sind es vor allem schlecht sozialisierte Menschen, „SoziopathInnen“, die wenig bis keine Kenntnis der bzw. keinen Bezug zur ursprünglich friedlichen, sozialen, entgegenkommenden und nicht abwehrenden Natur des Menschen, also aller Menschen haben. Sie haben sich stattdessen – unbewusst, aufgrund der „guten“ oder „schlechten“ Erziehung durch ihre Eltern oder des sozialen Umfelds, in dem sie aufgewachsen sind – ein FreundIn-FeindIn-Denken in einer Welt der „Guten“ und „Bösen“ angewöhnt, von denen man sich entweder fernhalten oder sie stattdessen „zum Guten“ bekehren sollte.
Ich habe den Eindruck – zumindest, wenn ich mich auf das verlasse, was mir viele Medien vermitteln – unsere Welt wird beherrscht von ihnen.

Dabei stellt ich häufig fest – wenn ich mich freundlich lächelnd anderen Menschen nähere, wie entgegenkommend sie sich schnell verhalten. Selbst wenn sie mit Sicherheit schon viele schlechte Erfahrungen mit Menschen – egal ob mit Fremden, also vielleicht „schlechten Menschen“, oder lange Bekannten, die in die Kategorie „hilfreich und/oder gut“ eingeordnet wurden – gemacht haben.
Menschen könn(t)en im Grunde viel häufiger über sich selbst lachen oder weinen – weil sie sich wieder einmal darauf einlassen, vielleicht enttäuscht zu werden, wenn sie sich etwas von einer Begegnung oder beginnenden Beziehung zu anderen Menschen erwarten (solange ihr Denken von Vorurteilen statt von täglicher Neugier beherrscht ist).
Sie könn(t)en aber auch einfach friedlich (gegenüber anderen) und selbstzufrieden vor sich hin lächeln, im Wissen, dass es vielen, vielleicht sogar allen anderen genauso geht – weil Menschen einfach nicht aus ihrer Haut können, selbst wenn sie

  • versuchen, sich ordentlich zu benehmen und an alle (gesellschaftlichen) Regeln und Gesetze zu halten (die andere Menschen über ihren Kopf hinweg aufgestellt haben),
  • sie wegschneiden und dabei „natürlich“ straffen,
  • mit etwas Künstlichem unterspritzen lassen oder
  • sich mit Hilfe von Technologien zeitweise einen anderen Körper oder sogar eine künstlich geschaffene Welt aussuchen, in der sie vor allem Spaß haben können oder sich sogar anerkannt und so geliebt fühlen, dass ihnen ein zufriedenes Lächeln über die Lippen huscht oder ihre Augen beginnen zu leuchten.

Ich denke, mit ein wenig ehrlicher, vorurteilsfrei wissenschaftlicher Menschenkenntnis, die man aus Büchern oder mit Hilfe anderer Medien gewinnen kann und praktischer Übung im Alltag könnte jede/r lernen, Gesichter in Verbindung mit dem Rest der Körper- oder der Art der (Aus-)Sprache zu lesen und neue, vielleicht natürlichere, sozialere, entgegenkommend-friedlichere Wege der Kommunikation lernen – je nachdem, ob das Gegenüber gerade in guter Laune und zum gemeinsamen Lachen bereit ist oder ihm oder ihr eher zum Heulen zumute, so dass tröstende Worte oder einfach ein offenes Ohr wichtiger sind als ein Lächeln im Gesicht.

Man muss keinen Joker ziehen, um Freude beim Spielen oder am Leben zu haben – man sollte nur wissen, wie man anderen so begegnet, dass man sich gegenseitig möglichst wenig auf die Nerven geht und übereinander ärgert.
Konkurrenzkämpfe um Siege oder auch nur virtuelle Siegestrophäen in ihrem eigenen Kopf brauchen nur Menschen, die ihr Leben erst genießen können, wenn es für sie dabei auch etwas zu gewinnen gibt, was sie unbedingt haben wollen – weil sie sich sonst nicht glücklich und zufrieden mit dem fühlen können, was sie bereits alles (vielleicht sogar geschenkt bekommen) haben.

 

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Dank für das Foto gebührt Ryan Moulton (auf Unsplash)!