Von Menschen, die sich nicht wohl in ihrer eigenen, natürlichen Haut fühlen und sich eine künstliche zugelegt haben

Von der sinnlosen Suche nach Rettung in der Natur(heilkunde), wenn Menschen sie schon nicht in künstl(er)i(s)chen oder virtuellen Welten gefunden haben

Unsere Natur – so wie wie von Natur aus sind, also unsere Nackheit – scheint vielen Menschen entweder nicht (mehr) zu gefallen oder sogar Angst zu machen. Vielleicht betrachten sich die, die sich nicht gefallen könnten, wie sie sind, aber auch einfach nicht nackt im Spiegel.
Vielleicht verhüllen sie sich, ihr echtes Selbst, hinter hübschen Kleidungsstücken oder fühlen sich erst wohl, wenn etwas sie warm hält, weil sie allein (mehr) wissen, was sie tun können, um mit ihrem Körper oder Geist innere Wärme zu produzieren, um sich selbst aufzuheizen.
Vielleicht haben sie schon so viel an sich, an der Person, als die sie auf die Welt kamen, verändern, herumschneiden oder sich diverse, künstlich hergestellte Substanzen einspritzen lassen, dass sie gar nicht mehr wissen, wer sie natürlich immer noch sind – irgendwo versteckt oder verdeckt oder sogar eingesperrt.

Niemand kann von anderen Menschen erwarten, dass sie auf die Suche nach etwas gehen, was gezielt, mit voller Absicht so sehr verändert wurde, dass es nur für liebende Augen noch in seiner ursprünglichen Form erkennbar ist (die es ohnehin sehen, ohne dass jemand sie zum Suchen auffordert).
Und niemand sollte darauf hoffen, dass andere das ausbügeln können, was man sich selbst – aus fehlender Naturverbundenheit, also fehlendem Natur- und Selbstvertrauen bzw. -bewusstsein – angetan hat, auch nicht mit „Naturheilmitteln“, die auf jeden Menschen – je nach Verbundenheit damit und Vertrauen in sie – eine andere Wirkung haben können.

Menschen, die sich in ihrem eigenen Körper nicht wohlfühlen, vielleicht von Kindheit an nicht wohlgefühlt haben, weil sie keine liebenden, naturverbunden, sondern zivilisations- bzw. kriegsgeschädigte Eltern hatten, wissen nicht genug darüber, wie sie sich selbst helfen, befriedigen können, wenn ein innerer Kampf in ihnen tobt.

Niemand wird inneren Frieden, das eigene Glück, darin finden, andere Menschen an sich „herumdoktern“ zu lassen.
Die kurzen Glücksgefühle dabei, wenn andere sich um das eigene Selbst, das verletzte Ego oder die unbeachtete Person kümmern, kann sich jede/r leicht bescheren, der oder die Geld besitzt und sich das, wonach das Herz sich sehnt, kaufen kann.
Allerdings wird sich niemand

  • ein neues Wissen über sich selbst bzw. die eigenen schlechten Erfahrungen mit dem eigenen Ich;
  • eine neue Reizverarbeitung über Sinnesorgane, die vielleicht umoperiert wurden;
  • eine neue Familie, und schon gar nicht
  • eine neue Erde

kaufen können, auch wenn es mächtige, (einfluss-)reiche Menschen gibt, die schon lange versuchen, aus unser aller Natur eine Kunstwelt zu erschaffen, in der sie sich – unter ihren selbstgeschaffenen Kunstmenschen, Transhumanen – wohl, sicher und frei, fühlen.

Ich wette, sie werden darin nie Sicherheit und Freiheit finden und sich wirklich wohl in ihrer Haut, nämlich wieder naturverbunden fühlen. Solange sie

  • ihr Geld und ihre materiellen Besitztümer brauchen, um sich wertvoll zu fühlen;
  • (virtuelle) Machtinstrumente wie die von ihnen gegründeten Unternehmen und Institutionen oder gekauften Medien, PolitikerInnen oder AnwältInnen nutzen, die ihre „Kreationen“ als das (völlig ungefährliche) Nonplusultra propagieren, das möglichst alle Menschen zu ihrem Glück brauchen;
  • abgeschottet von anderen Menschen leben und nur vor großem – ausgewählten – Publikum reden statt schutzlos und unvorbereitet in aller Öffentlichkeit auftreten zu können, weil sie
  • nicht nur viele treue AnhängerInnen haben, sondern mit dem, was sie tun oder schon alles getan haben, z.B. gesundheitsschädliche, naturzerstörerische, also potentiell tödliche Technologien zu finanzieren, mit denen sie entweder sich selbst das Leben vereinfachen oder andere willkürlich kontrollieren können – schon viele Menschenleben (die nicht genug Widerstandskraft gegen ihre Macht hatten) zerstört haben, so dass sie
  • FeindInnen haben, es also Menschen gibt, die sehr wütend auf sie sind und ihnen nach dem Leben trachten könnten, und
  • denken, man dürfe sich alles aus der Natur nehmen, was man für sich allein oder die eigenen Ziele nutzen möchte, ohne fragen zu müssen, ob es sonst jemand für etwas Wichtigeres – z.B. das eigene Überleben – braucht, und
  • nicht auf die Idee kommen, natürliche Ressourcen gerecht mit allen anderen Lebewesen auf dieser Erde – nicht nur Menschen – zu teilen, denen es von Natur aus genauso zusteht wie uns,

scheinen sie ihre natürliche Rolle auf dieser Erde etwas zu übertrieben spielen zu wollen und nicht respektieren zu können, dass andere Lebewesen auch das (Natur-)Recht besitzen, so frei und in (vermeintlicher) Sicherheit leben zu dürfen wie sie es für sich beanspruchen.
Wir werden sehen, wohin es sie führen wird.

P.s.: Die Natur mag zwar – wie unsere menschliche Haut – nichts vergessen, also alles abspeichern, was Menschen ihr oder sich selbst zu Lebzeiten angetan haben. – Aber wenn sie nicht jederzeit eine ehrlich gemeinte Entschuldigung und das Versprechen, zukünftig ihr als Ganzheit – nicht nur dem, was man sich als Rosinen aus ihr herauspickt – zu dienen, akzeptieren würde, würde Erkenntnisfähigkeit keinen Sinn ergeben, genausowenig wie Neuanfänge, also Möglichkeiten, noch einmal ganz von vorne, bei den eigenen Ursprüngen, anzufangen und etwas zukünftig besser zu machen als bisher.

 

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Dank für das Foto gebührt Velizar Ivanov (auf Unsplash)!

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