Was Du hörst, siehst, riechst oder fühlst, ist von Natur aus nicht immer wirklich so existent, wie Du denkst

Wenn moderne Menschen übertrieben einseitige Bild- und Ton- bzw. Symbolsprache oder manipulierte Düfte für zu bare Münze nehmen und sich davon durch ihr Leben steuern lassen

Vielleicht steht am Anfang der Homo sapiens-Geschichte tatsächlich das Wort, wie es uns die Bibel erzählen will.
Vermutlich war diese biologische Art tatsächlich die erste, die sich

  • aufgrund ihres Sprachapparates (dessen Anatomie bzw. Physiologie sich Dank ihres aufrechten, zweibeinigen Ganges entwickeln konnte) sowie
  • wegen ihres natürlich begründetet Einfallreichtums (der sich aus der Nutzung ihrer Hände als Werkzeuge oder zur Werkzeugherstellung ergab – denn Lebewesen nutzen von Natur aus alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten) und
  • durch ihre Intelligenz – ihrer Fähigkeit, sich einen eigenen dritten, einen dazwischenliegenden Mittelweg wählen zu können, wenn andere ihnen nur zwei Optionen zur Auswahl stellen –

ein kompliziertes Sprachsystem ausdenken konnte, mit dem sie in der Lage war, sich gegenseitig die Welt bis ins kleinste Detail zu erklären.
Aus biologischer Sicht ist es allerdings zu kurz gegriffen, die Menschheitsgeschichte, um sie verstehen zu können, erst bei Adam und Eva anfangen zu lassen.
Nur weil die Menschenarten vor uns nicht sprechen konnten, heißt das nicht, dass sie sich vorher nicht miteinander unterhalten, über sich selbst und die eigenen Vorhaben oder Absichten und über ihren Lebensraum kommunizieren konnten.
Alle Lebewesen haben die Fähigkeit, sich aufeinander einzulassen oder sich gegenseitig bewusst zu ignorieren, also zu signalisieren, ob sie in Ruhe gelassen werden wollen oder – zum Austausch von Informationen (oder sogar materiellen Waren) – an einem (Körper-)Kontakt interessiert sind, für den sie auch Berührungen in Kauf nehmen oder sogar – bewusst – zulassen (wollen).

In der Natur begegnet man sich je nach Tageslaune und/oder je nach den persönlichen, im eigenen Körper automatisch (mit Hilfe eines Gehirns oder rudimentäreren Nervensystems) abgespeicherten Lebenserfahrungen mit ArtgenossInnen oder artfremden Individuen –

  • falls man Augen oder andere Organe besitzt, die einen Eindruck der Umgebung vermitteln – in Bildern;
  • falls man Ohren oder andere Organe besitzt, um Geräusche wahrzunehmen – in Tönen;
  • falls man eine Nase oder andere Riechorgane besitzt – in Gerüchen;
  • falls man mit anderen, zusätzlichen Sinnesorganen oder vielleicht besonderen Fein- und Hellsinnen ausgestattet ist – in anderen Schwingungen bzw. Gefühlen,

gegenseitig neugierig oder eher vorsichtig-skeptisch.

Panische Angstreaktionen, ohne dass vorher ausreichend (Warn-)Signale dafür abgegeben wurden, dass eine Gefahr im Anmarsch ist, lassen sich in der freien Natur eher selten beobachten. Wer als JägerIn in der Natur überleben will, muss sich möglichst lange zusammenreißen und harmlos darstellen, um auf erfolgreiche Überraschungsangriffe setzen zu können. Beutetiere halten sich zur eigenen Sicherheit nicht sicherheitshalber den ganzen Tag oder die ganze Nacht möglichst fern von ihnen, weil sie sonst in ihrem Leben überhaupt keine ruhige Sekunde mehr hätten.
Aber: Sie sind immer möglichst wachsam und halten ihre Augen, Ohren, Nase oder andere Sinnesorgane weit geöffnet bzw. verlassen sich, wenn sie in Gruppen leben, – auch wenn sie vermutlich nichts darüber wissen können, weil sie keine Möglichkeit haben, es miteinander abzusprechen – auf die natürliche Schwarmintelligenz ihrer Gruppe, die dafür sorgt, dass immer jemand wachsam sein und alle anderen warnen wird.

Ich weiß nicht, ob

  • Menschen sich ihr Leben gegenseitig einfach zu kompliziert gemacht und zu viele (energetische) Informationen in die Welt gebracht haben, so dass sich nur wenige darin überhaupt noch zurechtfinden und ihren eigenen Sinnen vertrauen (sondern stattdessen eher dem, was ihnen Nachrichtendienste zutragen);
  • es unter den Menschen besonders viele Spaßvögel gibt, die anderen mit ihrem „Humor“ oder ihrer Sensationssucht das Leben zur Hölle machen, weil sie es lieben, so zu tun, als bestünde eine akute Lebensgefahr für alle, auch wenn überhaupt keine Gefahr herrscht (so dass viele andere irgendwann überhaupt nicht mehr auf Warnsignale reagieren); oder ob
  • unter uns Menschen zu wenige unvoreingenommen, immer noch auf das Leben und andere Menschen, Tiere, Pflanzen, Pilze, Bakterien, Viren, … neugierig sind, denen es außerdem (noch) Freude bereitet, andere Menschen an den eigenen, unerfreulichen, aber selbstverantworten Lebenserfahrungen teilhaben zu lassen (die sich daraus ergeben haben, dass sie selbst viel zu übertrieben auf keine echte Gefahr oder viel zu langsam auf etwas sich lange Abzeichnendes reagiert haben).

Jedenfalls stelle ich fest, dass wenige andere ehrlich darüber aufklären, was sie aus eigener Dummheit – weil sie zu viel oder zu wenig Angst vor realen Gefahren hatten – in ihrem bisherigen Leben alles „falsch“ eingeschätzt und vielleicht deshalb auch gemacht haben.
Menschen, die – entgegen dem, was andere über sie denken (könnten) – ein bestimmtes Bild von sich selbst kreieren wollen, mit dem sie sich wohl fühlen (statt sich dafür vor anderen, die sie für besser/schlauer/schöner/gebildeter/… halten, schämen zu müssen), stellen sich und das, was sie in ihrem Leben tun, gerne nur im besten Licht, also sehr einseitig dar.
Menschen, die nicht einfach „nur“ selbst denken, sie hätten ihre eigenen sieben Sinne(sorgane) immer beisammen, sondern wissen – weil sie sie genauestens studiert und über viele Jahre an sich und anderen beobachtet haben – wie „fehleranfällig“ und leicht beeinflussbar sie von außen sind (bzw. seit den ersten Kindheitstagen waren), befinden sich jedenfalls meiner Meinung nach auf einer sichereren Seite (was ihr Erkenntnisvermögen hinsichtlich Sinnestäuschungen betrifft): Sie werden – weil sie es bei Menschen, mit denen sie sich länger beschäftigt haben, absehen können – selten davon überrascht, wenn sie erfahren, dass die sich einen Spaß daraus gemacht haben, Menschen zu täuschen, oder davon profitieren, dass andere dem, was sie sagen oder tun, blind vertrauen).

Natürlich kann man sich – wenn man sich entweder als Mann als Opfer einer Frau fühlt oder als Frau als das schwache Geschlecht  – einer alten Bildergeschichte Glauben schenken, in der eine Frau auf das verlockende Angebot einer bösen, verführerischen Schlange, der man die Schuld daran in die Schuhe schieben kann, dass die Menschen aus dem Paradies vertrieben wurden. Natürlich kann man darauf hoffen, dass immer wieder HeilsbringerInnen kommen und alles Böse von der Erde vertreibt, ohne dass man selbst dabei irgendetwas Wichtiges verliert, was man sich über viele Jahre hart gegenüber sich selbst (und oft auch skrupellos gegenüber anderen) erarbeitet hat.

Man könnte aber auch einfach

  • die Symbolsprache erkennen,
  • sich bewusst machen, dass wir ohne schlechte Zeiten oder Erlebnisse mit der Zeit gar nicht mehr wüssten, was gute sind bzw. waren, und
  • die Parallelen zur heutigen Welt ziehen.

Naturwissenschaftlich-ökologisches, ganzheitliches (statt nur leblos-ökonomisches) Denken in Kombination mit meinen Lebenserfahrungen hat mich davon überzeugt, dass

  • alle Materie auch von einem Geist, von Energien, erfüllt ist, die sich selbstständig ineinander umwandeln (können) oder – in guter oder böser Absicht, um andere zu ärgern oder bewusst für eigene Zwecke zu manipulieren – ineinander umwandeln lassen,
  • alles im Leben – außer die Entwicklung des Bewusstseins durch Lerneffekte, die sich in der materiellen Natur manifestieren können (wenn Menschen ihre Ressourcen nicht gleichzeitig zu sehr für sich alleine beanspruchen, also ausbeuten) – zyklisch verläuft,
  • es nach jedem Ende nicht nur einen neuen Anfang gibt, sondern dass sich jeder neue Kreis auch irgendwann wieder schließen (lassen) muss, weil alles, was beginnt, irgendwann einmal enden wird (vielleicht weil Menschen – wie schon in unserer Vergangenheit – etwas zu eng gesehen oder zu weit getrieben haben).

Es ist nicht so schwer, die Naturgesetze zu lernen und zu verstehen, mit denen unsere Welt im Gleichgewicht – zwischen „guten“ und „bösen“ Energien (wenn Du sie so sehen willst, um sie besser für Dich einordnen zu können) – bleibt. Es macht keinen Sinn, gegen die zu kämpfen, die nicht in Dein „heiles“ Weltbild passen, wenn das überhaupt kein vollständiges ist.
Beschäftige Dich lieber damit, warum Du die Welt so wahrnimmst, wie Du es tust: mit Deinen Augen oder Ohren und all Deinen anderen äußeren und inneren (Sinnes-)Organen, – vielleicht erklärt sie sich Dir dann sogar irgendwann genauso von selbst wie unseren Vorfahren. Die sind mit ziemlicher Sicherheit nicht weniger friedlich oder kämpferisch miteinander umgegangen als wir heute (auch wenn sie weitaus weniger gefährliche, zerstörerische Waffen hatten …), und für sie war die Welt mit ziemlicher Sicherheit auch nicht mehr oder weniger in Ordnung als sie es für uns heute ist (obwohl entweder sinnes-/wahrnehmungsgestörte oder naturwissenschaftlich sehr ungebildete Menschen sie immer noch ordentlicher herrichten wollen …).

P.s.: Wenn du das Gefühl hast, niemand interessiert sich für Dich und das, was Dir am Herzen liegt, kann es entweder daran liegen, dass Du nichts wirklich Interessantes weißt, sagst oder tust, oder dass andere die besseren (finanziellen) Möglichkeiten und (Markt-)Instrumente haben, um das Interesse von Menschen für das zu wecken, was sie interessiert oder ihnen persönlich am Herzen liegt. Und wenn Du offenbar so anziehend auf andere wirkst, dass Du Dich vielleicht sogar schon verfolgt fühlst, würde ich mir überlegen, ob es daran liegt, dass Du Dich als besonders begehrenswert darzustellen versuchst oder ob Du etwas besitzen könntest, was andere gerne von Dir für sich selbst haben würden (und ob Du überhaupt bereit bist, ihnen das zu geben). Die Welt kann sich für Dich – weil sie rund ist und je nachdem, wie Du sie betrachtest – von einem Moment auf den anderen völlig auf den Kopf stellen oder verdrehen, ohne dass sie sich in der Realität dadurch verändert. Warum vertraust du dann Menschen, die behaupten, sie für Dich besser zu machen; findest ihre Denkfehler, Wissenslücken oder anderen Schwachstellen heraus und nimmst Dein Leben mehr selbst in die Hand?

 

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Dank für das Foto gebührt Simon Stratford (auf Unsplash)!

 

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