Wer immer noch suchet, wird weiterhin etwas finden, das die eigenen Erwartungen bestätigt oder enttäuscht

Es mag für alle Menschen, die gerne – im wörtlichen oder übertragenen Sinn – Ostereier verstecken, um anderen schöne Geschenke zu machen oder – wenn sie sehr viel Schadenfreude in sich tragen – immer wieder auch „böse“, enttäuschende Überraschungen zu bereiten, viel Spaß bzw. Unterhaltung mit sich bringen, andere dazu zu bringen, danach zu suchen.

Mir persönlich macht es viel mehr Freude, wirklich für Überraschungen zu sorgen, mit denen niemand gerechnet hat – weil ich nicht erst „großartig„, für möglichst viele laut hörbar oder heimlich und leise nur für besonders achtsame Menschen, ankündige, dass es etwas zu suchen gibt, sondern darauf warte, dass andere ganz von alleine feststellen, dass etwas hinter ihrem Rücken für sie versteckt wurde.
Je nachdem wie „anfällig“ diejenigen für offensichtliche, ungewöhnliche Veränderungen sind, denen sie auf den Grund gehen müss(t)en und wie geduldig bei der Suche nach den Ursachen dafür, „müssen“ unerwartete Geschenke für unterschiedlichste Menschen etwas mehr oder weniger auffällig an Orten hinterlegt werden, an denen sie auf jeden Fall irgendwann vorbeikommen bzw. nach- oder um sich schauen werden. Wenn man Glück und sich nicht verrechnet hat, kann man irgendwann ein (un-)beabsichtigtes Ergebnis beobachten oder zumindest hinterher in Erfahrung bringen, ob die Überraschung so gelungen ist, wie man sie sich (nicht) ausgemalt hatte.

Es gibt jeden Tag so viele Möglichkeiten, mit denen man anderen (k)eine Freude oder auch sich selbst positiv oder negativ überraschen kann, indem man einfach etwas völlig anderes als sonst oder als geplant bzw. genau wie sonst auch immer tut.
Nur wirklich fantasielose, ziemlich oder völlig unkreative Menschen können glauben, dass man diese Möglichkeiten erst lange suchen oder sie sich (oder anderen) – mit langer Vorplanung oder Vorbereitungszeit – mit viel Aufwand schaffen muss. Unsere Intuition liefert von Natur aus spontan immer viele Ideen, wenn wir Augen und Ohren oder anderen Sinnesorgane öffnen und einfach etwas ausprobieren statt erst lange nach besonders guten Ideen zu suchen.
Die brauchen nur Menschen für Überraschungen, die gar keine Überraschungseffekte für alle erzielen wollen, sondern eine bestimmte Absicht verfolgen, deren Misserfolg sie nicht oder zumindest schlecht ertragen würden (meist, weil sie sich besonders viel Mühe geben, um selbst nicht enttäuscht von dem zu sein, was sie sich erst lange ausdenken mussten).

Ich persönlich kann wirklich nur empfehlen, die gezielte Sucherei zu beenden, für die es gar keinen konkreten, sinnvollen Anlass gibt (weil Du z.B. etwas verloren hast, was Du unbedingt für etwas anderes brauchst, was Du gerne bzw. am Liebsten sofort tun möchtest). Denk‘ lieber nicht zu lange darüber nach, suche also in Deinem Kopf nach Anknüpfungspunkten zu Dingen, die Du schon mal gehört oder gesehen bzw. gelesen, oder Erfahrungen, die Du in Deinem Leben gemacht hast – Du könntest sonst vielleicht etwas herausfinden, was ich damit (gar nicht) gemeint haben könnte, und womit Du Dich vielleicht auch gar nicht abfinden willst, weil Du denkst, Du hättest eine schönere Überraschung verdient.

 

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Dank für das Foto gebührt Ian Baldwin (auf Unsplash)!

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