Welche Lebensaufgabe hast Du Dir auferlegt?

Ich glaube nicht, dass wir schon mit einer Lebensaufgabe geboren werden.
Aber ich glaube, dass vielen Menschen nicht geholfen wird, – weder von ihren Eltern noch den Gemeinschaften, in denen sie aufwachsen – eine sinnvolle zu finden, also Entscheidungen zu treffen, die nicht nur ihnen selbst, sondern auch ihren Mitmenschen dienlich sind.

Menschen wachsen heute statt zu kreativen HandwerkerInnen und/oder anderen (Lebens-)KünstlerInnen oft

  • zu „SklaventreiberInnen“ heran, die nicht nur sich selbst, sondern auch möglichst viele andere dazu bringen wollen, ihre Lebensziele zu erreichen;
  • zu (Staats- oder anderen) DienerInnen, die sich damit begnügen, sich anderen, „Höhergestellten„, unterzuordnen; oder
  • zu selbstständigen (oft verantwortungslosen, schlecht sozialisierten) „Freigeistern“ heran, die weder Druck auf andere ausüben noch sich von ihnen herumkommandieren lassen, sondern einfach etwas produzieren und anderen anbieten wollen, was diese gut gebrauchen können.

Ich sehe es als meine Lebensaufgabe, meine eigenen Lebenserfahrungen und mein Wissen, das ich mir seit meiner Kindheit aus Büchern über das Leben, die Natur, Menschen, Tiere, Pflanzen und ihre Gemeinschaften oder Gesundheit und Krankheiten angelesen oder mit Hilfe anderer Medien angeeignet habe, weiterzugeben, also mit anderen Menschen zu teilen, die bereit dazu sind, also Interesse daran haben.

Ich bin allerdings selbst nicht dazu bereit, nur geschönte Geschichten zu erzählen.
Es ist meine Überzeugung, dass Menschen über den Ernst der Lage – nicht nur der Lage unseres Planeten, sondern ihrer eigenen – aufgeklärt werden sollten, in die viele sich unwissend selbst gebracht haben – weil es für sie verlockend geklungen hat, ihr Leben in eine Aktentasche oder einen Koffer packen zu können, aus dem heraus es sich einfach leben lässt – so lange man damit Geld verdienen bzw. ein Leben bestreiten, finanzieren, kann.

P.s.: Besonders schwer fallen mir Gespräche mit Menschen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, andere – in ihren Augen hilfsbedürftige – Menschen oder Tiere „eigenverantwortlich“ retten zu wollen, ohne sich also ausführlich über sie und ihre natürlichen Bedürfnisse bzw. verfügbaren Lebensräume zu informieren bzw. gar nicht persönlich, sondern nur mit Unterstützung von für Notfälle ausgebildeten (Tier-)ÄrztInnen und/oder (Tier-)PflegerInnen um sie zu kümmern. Es ist nicht leicht einzusehen, dass man anderen nicht dadurch helfen kann, dass man ihnen die Verantwortungum für ihr (Über-)Leben abnimmt, sie also ungefragt in „liebevolle“ Obhut nimmt, ohne ihnen gleichzeitg Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit ans Herz legen bzw. beibrigen zu können. Alle Lebewesen werden dabei nicht nur uneigenständiger und hilfsbedürftiger als vorher, sondern verlieren zunehmend ihre gesunde Widerstandskraft (gegen aufdringliche Menschen) und werden mit der Zeit (immun-)geschwächter, also krankheitsanfälliger  – weil sie sich sehr schnell daran gewöhnen, versorgt zu werden, sich also selbst keine Sorgen mehr um ihr (Über-)Leben machen zu müssen.

P.p.s.: Ich wünschte, wir Menschen würden es uns zur Lebensaufgabe machen, uns immer mal wieder – nicht nur böse – zu überraschen, weil wir uns – selbst oder gegenseitig – täglich daran erinnern (lassen), also bewusst machen und darauf achten, dass es lebensgefährlich für potentielle „Gewohnheitstiere“ ist, sich zu sehr darauf zu verlassen, dass andere – die unsere Gewohnheiten genau kennen, weil sie sie studiert haben und wissen, wie sie sie kontrollieren bzw. gewinnbringend darauf spekulieren können – immer nur gut mit uns (statt in erster Linie mit dem „Geldbeutel“ in ihrer eigenen Tasche) meinen.

 

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Dank für das Foto gebührt Marten Bjork (auf Unsplash)!

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