Wessen Modellvorstellung folgt Dein Leben und was ist Dein Plan?

Von Menschen, die vorbildlich leben und sich wundern, dass sie genau dieselben Fehler wie die vor ihnen machen, nur anders oder sogar noch schlimmer

Viele Menschen, die die Spielregeln des (modernen) Lebens nicht durchschaut haben, die uns von der Natur vorgegeben werden, denken nur, sie würde ihr eigenes Leben – so wie sie es führen wollen – leben.
Menschen, die nicht bewusst durch den Tag gehen und kritisch hinterfragen, was andere ihnen entweder vorspiegeln oder ihnen vorzuleben oder sogar vorzuschreiben versuchen, übersehen leicht, welche bzw. wessen Erwartungen sie dabei unbewusst erfüllen (und zu wessen Lasten es geht, dass sie nicht ihrem eigenen inneren, von außen unbeeinflussten Plan folgen).

Menschen wissen von Natur aus, – denn sonst könnten sie selbstständig nicht überleben – was gut und was schlecht für sie ist, was sie brauchen und was nicht. Schon bei ihrer Geburt, spätestens danach, wenn sie unvorbereitet ins Leben geholt werden, tun Kleinkinder lautstark kund, wenn ihre Bedürfnisse nicht so erfüllt werden, wie sie es sich wünschen würden. Eltern oder vor allem Mütter, die wenig oder gar kein natürliches Gespür (mehr) für ihren eigenen Körper haben, neigen dazu, andere Menschen, denen sie mehr Erfahrungen damit zutrauen, um Rat zu fragen.
Und viele Menschen folgen dem, was andere ihnen anraten, weil sie es für das einzig Richtige halten, auch gegen ihre inneren Widerstände.

Bereits im frühesten Kindesalter beginnt für viele Menschen ein modernes Drama: der Spagat zwischen dem Menschen, der bzw. die sie von Natur aus sein wollen, und dem oder der, der bzw. die sie gerne sein möchten, um in der eigenen Familie oder gesellschaftlich anerkannt zu werden und in einem Leben erfolgreich zu sein, das kaum Rücksicht auf natürliche Bedürfnisse der Menschen nimmt.

Es ist kein natürliches Bedürfnis, auch nicht des Menschen, die eigenen Bedürfnisse nach einer Uhrzeit oder einem anderen passenden Zeitpunkt zu richten.
Es ist kein natürliches Bedürfnis, auch nicht des Menschen, in Beziehungen mit Menschen zu leben, die die eigenen natürlichen Bedürfnisse ignorieren.
Es ist kein natürliches Bedürfnis, auch nicht des Menschen, Auszeiten vom eigenen Leben zu brauchen und wegrennen, -fahren oder -fliegen zu wollen, weil ihnen von anderen so viel aufgelastet wurde, dass sie es alleine nicht mehr (er-)tragen können und eine Pause brauchen, um neue Kräfte zu sammeln (statt sich in ihrem Alltag Hilfe beim Tragen zu suchen).

Es ist das, was Menschen erwartungsgemäß denken, wenn sie sich an den Erwartungen und Plänen anderer Menschen orientieren, die diese über Medien verbreiten.
Menschen, die sich Menschen im Fernsehen oder Zeitungen oder in hohen, angesehenen Positionen, vielleicht sogar die eigenen Eltern zum Vorbild nehmen statt sich in erster Linie vorzunehmen, nicht dieselben Fehler wie sie zu machen, falls ihr Leben sie krank und unglücklich gemacht hat, dürfen sich nicht wundern, wenn sie sich selbst dabei immer mehr verlieren.

Es gibt keine Blaupause für Dein Leben, der Du einfach nur folgen müsstest.
Wir alle könn(t)en unsere eigenen Augen und Ohren offenhalten und unsere eigenen Fein- und Hellsinne benutzen, um das Leben zu führen, das wirklich zu uns passt und uns glücklich macht – ohne Rücksicht auf das, was andere über uns denken, solange wir uns nicht rücksichtslos ihnen gegenüber verhalten.

Unsere Gedanken waren schon immer frei und werden es – zumindest vermute ich das – auch immer bleiben, selbst wenn es Menschen gibt, die alles tun, um sie abzustellen oder (mit Hilfe von Technologien) kontrollieren zu lassen, und andere, die sich schon verhalten als hätten sie gar keine eigenen mehr.
Ich glaube, oder hoffe es zumindest, – auch wenn ich es nicht wissenschaftlich beweisen kann – sie machen sich – vorbildlich, weil man das als moderner Homo sapiens nun mal so macht – selbst und anderen nur etwas vor.
Welchen Plan sie selbst damit verfolgen, weiß ich nämlich nicht; aber ich wünsche ihnen, dass er wenigstens für sie aufgeht.

 

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Dank für das Foto gebührt Kelly Sikkema (auf Unsplash)!

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