Die Forschungsstätten der Zukunft …

… könnten zur Abwechslung vielleicht nach wirklich intelligenten Lösungen für die Probleme der Menschheit – Angst (vor dem einsamen Verfall), Bequemlichkeit, unerfüllte Liebe, Unzufriedenheit mit ihrem Leben – suchen statt ihr ständig nur neue damit einzuhandeln, dass sie ihre bisherigen – Abhängigkeit von begrenzten Ressourcen und sinnlose Energieverschwendung oder Bedeutungs- bzw. Wertzuweisung und Anhaftung an materielle Dinge – nicht bis zu Ende denken will.

Wir bräuchten meiner Meinung nach Werkstätten, die aus umwelt- und gesundheitsschädlichen Abfällen, Altlasten, die die bisherige Forschung zusammen mit ihren Produkten entwickelt hat (ohne sich um deren Entsorgung kümmern zu wollen), etwas Neues machen könn(t)en – das dem Leben und nicht nur menschlichen Miteinander, sondern auch dem zwischen unterschiedlichen Arten von Lebewesen, nicht dessen bzw. deren Zerstörung (und dafür dem Wohlstand einiger Menschen) dient.
Aktuell halten ganz offensichtlich immer noch Menschen die meisten Gelder für Forschungsmittel in der Hand, die von Nachhaltigkeit oder einer gesunden Zukunft reden, ohne an zeitlich begrenzte, natürliche Ressourcen zu glauben – vielleicht weil sie bisher nur tote Naturwissenschaften, aber keine lebendigen, beseelten Körper bzw. Systeme und ihre Regenerationszyklen studiert haben.

Nur weil WissenschaftlerInnen etwas prinzipiell verstanden haben, heißt das noch nicht, dass sie es auch sinnvoll praktisch anwenden können – vor allem, wenn es sich um etwas so Wundervolles wie das Leben handelt.
Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie viel Leid Menschen ertragen können, bis sie bereit sind, ihre Überzeugungen aufzugeben, die sie in ihre leidliche Situation gebracht haben. Vermutlich hat selbst vielen WissenschaftlerInnen bisher die Vorstellungskraft dazu gefehlt, wie gesundheits- und umweltschädlich das, was sie selbst erforschen und dabei tun, trotz aller Warnungen und Sicherheitsvorkehrungen oder Gesetze tatsächlich (immer noch) ist.
Es wird jedenfalls nicht besser, wenn wir sie weiter wie bisher machen lassen statt das, was sie bisher getan haben, grundsätzlich zu hinterfragen: die Natur, unsere Lebensgrundlage zerstören, um das Leben der Menschen angeblich besser zu machen.

Vielleicht sollten wir also erst einmal neue Bildungs- statt Forschungsstätten aufbauen – damit nicht weiterhin täglich neuer (Gedanken-)Müll von ungenügend natur- bzw. lebenswissenschaftlich gebildeten Menschen produziert wird und in der Welt kursiert, durch den andere gesundheitlich zu Schaden kommen oder sogar dadurch sterben, dass sie ihn glauben und/oder selbst nutzen?

P.s.: Weil ja meiner Technologie-Kritik gerne entgegengesetzt wird, dass wir Menschen immer noch wie Affen auf Bäumen leben würden, wenn wir uns nicht mit Hilfe von Werkzeugen oder Waffen auch ins freie Feld unter gefährliche Raubtiere gewagt und dabei weiterentwickelt hätten, frage ich mich häufig und erst recht, wenn ich kunstvoll mit einfachsten Mitteln errichtete, umweltfreundliche Baumhäuser sehe, für die kein einziger Baum sein Leben lassen musste: Wäre das wirklich so schlimm? Es mag hilfreich sein, Erde zum Bauen einer Behausung nutzen und Pflanzen, die von Natur aus in ihr wachsen, zur Bereicherung der eigenen Ernährung nutzen zu können. Aber müssen wir sie uns tatsächlich so Untertan machen und weiterhin so viel in ihr graben, (auch um Rohstoffe für den Maschinenbau nachliefern zu können) wie wir es aktuell immer noch tun?

 

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Dank für das Foto gebührt sq lim (auf Unsplash)!

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