Es ist nie unsinnig, Unsinn zu machen!

Die Frage ist nur, wie lange Menschen damit durchkommen (wollen), bevor sie zugeben, dass sie es längst hätten besser wissen können

Wahrscheinlich haben alle Mensch im eigenen Leben schon einmal die Erfahrung gemacht, dass sie etwas – vor allem im Voraus – besser wussten als andere, die noch keine Erfahrung damit gemacht hatten (und nur davon überzeugt waren, dass sie sich ausreichend darüber informiert hatten, was sie taten oder vorhatten).
Es ist keine Schande, herausfinden zu wollen, wo die eigenen Grenzen liegen, wie weit man also gehen kann, bis man sich selbst weh tut oder anderen damit so sehr auf die Nerven geht, dass es ihnen weh tut.
Menschen brauchen in ihrem Leben Mut, auch Unsinn zu machen, für den andere sie irgendwann auslachen könnten – wenn sie in ihrem Leben überhaupt irgendetwas erreichen wollen.
Manche Menschen kommen bereits früh selbst darauf, dass es wenig Sinn macht, zu viel damit erreichen zu wollen, wenn man sich dafür vor anderen zum Affen machen oder ihnen in den Hintern kriechen muss.
Andere werden sich dessen bewusst, wenn ihr eigener Körper unter der Last, die sie sich selbst auferlegt haben – sich selbst, ihre eigene Menschenwürde zu verraten, also gegen ein Naturgesetz bzw. Menschenrecht zu verstoßen – zu leiden, also Krankheitssymptome zu entwickeln beginnt, die sie sich anders nicht erklären können.

Natürlich kann man sich auch jede entspannte Lebensfreude verderben, dass man alles im Leben völlig ernst nimmt und sich nie einen Spaß daraus macht, andere Menschen einfach in einem naiven Glauben zu lassen – selbst wenn man also schon vorher weiß (bzw. nur davon überzeugt ist), dass etwas schief gehen  oder nicht funktionieren wird, was sie versuchen (vor allem, wenn sie dabei versuchen, gegen Naturgesetze zu verstoßen oder anzukämpfen).
Man sollte vielleicht als Mensch unter so vielen anderen, mit so vielen unterschiedlichen Hintergründen und Lebenserfahrungen, auch beim Humor – wie bei allem im Leben – nicht zu zimperlich sein und es ihnen nicht übel nehmen, wenn sie sich in den eigenen Augen manchmal einfach doof benehmen. Selbst wenn es sich bei ihrer Doofheit um himmelschreiende Ungerechtigkeit gegenüber Menschen, Tieren oder der Natur handelt (weil sie mit zweierlei Maß messen, was gut oder was schlecht ist – je nachdem, ob es für sie oder andere Vor- oder Nachteile bringt), darf immer damit gerechnet werden, dass ihnen irgendwann noch bewusst wird, dass immer irgendwann Schluss mit lustig ist – entweder weil man selbst nicht mehr über sich lachen kann oder einem auch sonst niemand mehr wenigstens ein Lächeln (zurück-)schenkt (selbst wenn man sich für das, was man getan hat, entschuldigt hat).

Und am Ende hat auf jeden Fall jeder und jede etwas (Lebens-)Wichtiges daraus gelernt – egal ob Frontmann, Frontfrau, Zuschauer oder Zuschauerin: Ob sich die Show gelohnt hat und man sie irgendwann wiederholen will oder lieber nicht.

 

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Dank für das Foto gebührt Jay Lamm (auf Unsplash)!

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