Brauchen wir wirklich 10 Gebote für ein friedliches Miteinander als Menschen?

Oder haben herrschsüchtige Menschen, die die Schöpfung entweder nicht verstanden hatten oder für eigene Zwecken benutzen wollten, in der Bibel ihre eigene, menschliche (Leidens-)Geschichte aufgeschrieben?

Ich bin ein religiöser Mensch, ohne mich irgendeiner Religion angehörig zu fühlen, die Menschen zwingt, ihren Regeln zu folgen.
Dir Natur gibt allen Lebewesen alles an die Hand, was sie brauchen, um eigenständig und ohne anderen unnötigen Schaden zuzufügen, also der Natur mehr zu entnehmen und anderen Lebewesen damit wegzunehmen als sie für ihr eigenes Überleben und Glück brauchen.
Die Natur lehrt allen Lebewesen Demut, indem sie sie dafür zahlen lässt, wenn sie sich zu sehr über ihre Gesetze hinwegsetzen, zu weit aus dem Fenster lehnen oder zu wenig von sich und anderen fordern. Zu Einsicht und vernünftigen Handlungen fähige Menschen, die all ihre Sinne und ihren Verstand beisammen haben, brauchen kein einziges Gebot, das Leben zu ehren, wenn sie nicht sterben wollen, sobald sie sich – wiederholt, unsinnig – in Todesgefahr begeben, indem sie zum Beispiel ihren Körper mit unverträglichen Nahrungsmitteln oder ihren Geist, der ihnen die Ideen dafür liefert, was sie täglich tun könn(t)en, mit „falschen Lehren“ vergiften und entgegen besseren Wissens handeln. Irgendwann hat jeder Schutzengel mal die Nase voll oder ist jedes überzählige Leben verbraucht, bevor es an der Zeit wäre, ein achtsameres – ehrfürchtigeres, vorsichtigeres und sich oder anderen (Bedürfnissen) gegenüber rücksichtsvolleres – Leben zu beginnen.

Alle Lebewesen gefährden ihr Leben damit, wenn sie sich nicht an die Spielregeln halten, die sie ganz von Natur aus – entweder weil sie es intuitiv wissen oder von ihren Eltern gelernt haben – „zwingen“, ihren Körper täglich mit allem Lebenswichtigen zu versorgen, zu reinigen und zu trainieren, so dass er „funktionstüchtig“ bleibt und nicht krank wird.

Soziale Lebewesen, die nicht alleine überlebensfähig sind, also höchstens abwandern und sich eine neue soziale Gruppe suchen können, gefährden nicht nur ihr Leben, sondern das Überleben der ganzen Gemeinschaft, wenn sie sich nicht an die Gruppenregeln halten und die ihnen im Laufe ihres Lebens – aufgrund ihrer angeborenen Fähigkeiten und erlernten Talente – zugedachten Aufgaben erfüllen, die allen Nahrung und ein sicheres Zuhause bzw. Ruheplätze ermöglicht, an denen alle neue Kräfte sammeln können, wenn sie sie erholen müssen.

Wozu also die mahnenden Gebote, nur einem einzigen Gott zu dienen, dessen Namen man nicht einmal kennen oder aussprechen soll?
Wozu (nur) einen Feiertag begehen, wenn jeden Tag das Leben gefeiert werden könnte?
Wozu Vater und Mutter ehren, wenn sie „einfach nur“ ihre Aufgabe erfüllt haben, die von ihnen in die Welt gesetzten Kinder zu schützen und großzuziehen?
Wozu Lebewesen, die selbst Schmerzen empfinden können und eine natürliche Beißhemmung haben (um andere nicht versehentlich im Spiel aus Übermut zu verletzen), die sie nur lösen können, wenn es um ihr eigenes Überleben geht, haben, das Töten verbieten wollen?
Wozu in der freien Natur die freie Liebe verbieten?
Wozu in einer Welt, in die alle Wesen besitzlos hineingeboren werden, – so dass sie wissen, wie schwer es sein kann, eigenen Besitz zu sichern – daran erinnern, dass es falsch ist, anderen grundlos, ohne es also zum eigenen Über-Leben zu brauchen, etwas wegzunehmen?
Wozu vorgeben, was Menschen sagen dürfen und was nicht, über wen sie reden oder nicht reden, wem sie ihre eigene Meinung mitten ins Gesicht sagen dürfen und wem nicht?

Ich habe seit Langem den Eindruck, dass Menschen, die glauben, sie wären die Krone der Schöpfung, sich von anderen, die ihnen das Glauben machen wollen, entweder selbst an der Nase herumführen lassen oder – wissenschaftliche – Bücher wie die Bibel nutzen, um andere, die ihnen ihren Glauben schenken, gezielt zu steuern, sie also zu benutzen wie Werkzeuge für ihre eigenen Ziele.
Ich habe außerdem den Eindruck, dass das sogar vielen Menschen, die sich selbst für Gelehrte und wissend halten, nicht einmal bewusst, also je in den Sinn gekommen ist.
Ich glaube, viele Menschen beschäftigen sich heute ihr Leben lang mit Unsinn, den sie „ihre Arbeit“ nennen, um sich hinterher mit weiterem Unsinn in ihrer Freizeit davon zu erholen.
Vielleicht würde uns ein einziges Gebot genügen, um weder uns selbst – egal ob wir uns und unser Leben lieben oder nicht – noch unsere Nächsten, also unsere Gemeinschaften, andere Lebewesen und Lebensräume ständig wieder oder dauerhaft zu schädigen?

Mach‘ nicht unnötig viel Unsinn in Deinem Leben, auch wenn es Dir vielleicht geschenkt wurde, ohne dass Du es haben wolltest (wer weiß, wohin es Dich führen wird)!

Als Wissenschaftlerin, die weiß, wie leicht Menschen sich dazu verführen lassen, sich jeden Unsinn irgendwie sinnvoll zurechtzulegen, würde ich es allerdings um die Erklärung ergänzen:
Höre – bei allem, was Du tun willst, was Dir also in den Sinn kommt – sowohl auf Deine Bauchgefühle, Dein Herz, also ein enges oder weites Gefühl im Brustraum, und auch darauf, was andere Menschen, die bereits ihre eigenen Lebenserfahrungen gesammelt haben, Dir dazu zu sagen haben und handle erst danach, in vollem Bewusstsein der Folgen, die daraus entstehen können, und der Verantwortung, die Du Dir damit auflastest und mit Sicherheit auch – körperlich oder auf geistig-seelischer Ebene – immer auch tragen musst! Im Universum, das einer natürlichen Bewusstseinsevolution unterliegt, wird nichts übersehen oder vergessen, Du kannst es höchstens aufschieben, Dich selbst damit zu konfrontieren.

Für mich ergibt die Welt täglich automatisch Sinn, so dass ich gar keine Zeit verschwenden und danach suchen oder mich erst noch durch Bücher kämpfen muss, die ich gar nicht komplett lesen will, weil mir ihr Inhalt zu kompliziert ist oder ich – weil sie so einfach verständliche Lebensweisheiten enthalten – glaube, ihren Inhalt bereits nach ein paar Seiten verstanden zu haben, selbst wenn er in altertümlicher Sprache oder Dialekt, in Jägerlatein, Beamtendeutsch oder anderen Fachjargons, sogenannten Technolekten, verfasst ist.
Die fünf wichtigsten Fragen dazu lauten für mich nur:

  • 1. Wofür ist genau heute oder jetzt gerade der richtige Zeitpunkt gekommen?
  • 2. Wann genau fange ich damit an?
  • 3. Wen oder was brauche ich dazu?
  • 4. Wie viel Kraft und Lebenszeit wird es mich und andere kosten?
  • 5. Wie belohne ich mich und andere hinterher für das, was ich alleine oder wir gemeinsam aus der Welt geschafft, also vollendet, oder neu in sie hinein gebracht, also geboren, haben?

 

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Dank für das Foto gebührt Levi Meir Clancy (auf Unsplash)!

Wenn zwei Herzen in Deiner Brust schlagen …

… dann könnte es sein, dass Du Bauchgefühle mit Liebe verwechselst

Weil ich feststellen durfte, dass es Menschen gibt, die ihren eigenen Puls bzw. Herzschlag gar nicht spüren können, solange sie sich nicht in äußerster Panik oder freudiger Erregung befinden, ist mir bewusst geworden, dass es ihnen in ihrem Leben äußerst schwer fallen dürfte, der intuitiven Stimme ihres Herzens zu folgen.
Unser Bauch schreit nach Nahrung bzw. ErnährerInnen und unser Kopf nach Menschen, von denen wir uns völlig verstanden und angenommen fühlen, nicht nach partnerschaftlichen, gleichberechtigten Beziehungen zu anderen Menschen, die wir erst noch näher kennenlernen wollen.
Wenn Du Dir unsicher bist, ob Du

  • Dich von ehrlicher Liebe oder eher von Angst vor dem Alleinsein und Verhungern durchs Leben leiten lässt und
  • das, was Du tust, wirklich liebst oder nur brauchst, um Dich in einer unsicheren Welt, auf die Du wenig Einfluss hast, ein wenig sicherer zu fühlen,

dann öffne Dein Herz für neue Erfahrungen, atme tief in Deine Brust – statt bis in den Bauchraum, der Dir nur Deine Ängste bewusst machen kann.
Alles, worüber Du Dir ständig den Kopf zerbrechen musst, bis er brummt, oder was Dir immer wieder Bauchschmerzen bereitet, trägt wenig dazu bei, dass Du Dich wirklich lebendig oder jemals zufrieden fühlen kannst.
Intuitiv, „zufällig“, die Liebe finden kannst Du nur da, wohin Dein Herz Dich treibt – weil Du verwandte Seelen niemals suchen musst, die immer auch da oder in der Nähe von dort sind, wo Du gerade bist.
Halte also nicht nur Deine Augen und Ohren, vielleicht auch Deine Nase, sondern vor allem Dein Herz immer offen (und sorge dafür, dass es Deinem Bauch gutgeht), wenn Du selbst sowohl von anderen Menschen geliebt werden willst als auch noch nicht zu enttäuscht davon geworden bist, Deinem Bauchgefühl gefolgt zu sein und Treueschwüre abgegeben zu haben.

Zu Liebe gehören immer zwei, und unser eigenes Herz hat vielleicht zwei Hälften – aber die widersprechen sich nie wirklich, sondern arbeiten zusammen, ergeben also von Natur aus ein sinnvolles Ganzes und ein sicheres Gefühl, keine Zweifel!

 

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Dank für das Foto gebührt Ali Hajiluyi (auf Unsplash)!

Der (krankhafte?) Glaube von WissenschaftlerInnen, allein mit dem Geist (oder menschengemachten Technologien) die Welt beherrschen zu können, und andere Wahrnehmungsstörungen

Wenn Körper und Geist aus Angst vor Liebe und (Trennungs-)Schmerz ihre (Herz-)Verbindung verloren haben

Ich glaube, dass seit jeher Menschen aneinander geraten, die

  • entweder ihren inneren Überzeugungen, ihrem Glauben, folgen können, ohne sie selbst wissenschaftlich überprüft zu haben oder eine genaue Quelle dafür nennen zu können,
  • oder so verunsichert sind, dass sie für alles, was sie tun (wollen), auch eine genaue, mit ihrem Kopf bzw. Verstand oder Geist nachvollziehbare, „vernünftige“ Anleitung brauchen.

Vermutlich kämpfen, schon seit es Begriffe wie Religion und Wissenschaft gibt, ihre VertreterInnen, vor allem Männer, um ihre geistige und weltliche Vormachtstellung.
Wirklicher, innerer Frieden ist zwischen ihnen nie eingekehrt, auch wenn sich nach erbitterten Kriegen automatisch – um neue Kräfte sammeln zu können – auch über lange Zeiten ein Waffenstillstand halten konnte.
Der Konflikt wurde noch nie beendet, Glaube und Wissenschaft noch nie sinnvoll vereinigt, sondern nur in neuen Gesichtern – wie einem Zeitgeist, neuen Religionen oder herrschenden Ängsten und Sehnsüchten bzw. daraus entstehenden Zivilisationserkrankungen – offenbart.
Ich bin selbst keine Historikerin, aber man muss – meiner (un)wissenschaftlichen Meinung nach – auch keine Expertin sein, um Muster, die sich nicht nur in der Natur und in zwischenmenschlichen Beziehungen oder eben auch geschichtlich immer wieder wiederholen, mit der Zeit erkennen zu können:
Die Suche nach DER Wahrheit steht mal wieder auf der Tagesordnung vieler Medien, und der Weltuntergang oder nächste Weltkrieg ist im Grunde vorprogrammiert, wenn Menschen sich nicht bewusst werden, dass sie Opfer einer einseitigen Propaganda – ihr (Seelen-)Heil in der Wissenschaft oder im Glauben (an eine bessere Welt) finden zu können – sind bzw. unter einer Wahrnehmungsstörung leiden könnten, weil andere ihnen ein verkehrtes, einseitiges Weltbild als Realität verkaufen.

Heutzutage, in einem Zeitalter des ultraschnellen Informationsaustauschs, können nicht nur Tief-Gläubige, sondern auch krankhaft Abergläubige mit angeblich wissenschaftlichen Methoden anderen Menschen ihre Welt erklären und sich selbst zu deren AlleinherrscherInnen ausrufen – ohne dass kritische Fragen dazu gestellt bzw. erlaubt werden.
Echte, ehrliche WissenschaftlerInnen oder weltoffene ReligionsvertreterInnen, die ihr eigenes, angelerntes, Wissen bzw. ihre praktischen Erfahrungen damit und ihren tiefen, anderen unbeweisbaren, sondern nur nachfühlbaren Glauben noch voneinander unterscheiden können, können und lassen sich selbst auch kritisch hinterfragen, um unsere äußere Realität und ihr Innenleben in Einklang zu halten.

Wenn ich mich als Wissenschaftlerin nicht irre, sind wir Menschen nicht dazu in der Lage, aus Geist willkürlich – mit Hilfe von neuen Technologien – neue Materie zu schaffen, die es auf der Erde nicht bereits in anderer Form gibt, sondern werden gleichzeitig an anderer Stelle – die uns vielleicht noch nicht bewusst ist, uns aber irgendwann heimsuchen wird – Materie zerstören.
Menschen, die denken, wir könnten uns die Natur völlig zu Untertan machen, ohne die Raumansprüche und Freiheitsbedürfnisse anderer Arten von Lebewesen respektieren, sogar hochachten zu müssen, weil sie unsere Lebensgrundlage – die Kreisläufe der Natur – bilden, sind für mich Verrückte.
Leider gehören heute nicht nur viele WissenschaftlerInnen und ReligionsvertreterInnen, sondern vor allem Menschen mit der größten Macht, das heißt mit dem meisten Geld, zu ihnen, die sich von der Magie der – inneren oder äußeren – Bilder verzaubern, also täuschen lassen, die ihnen sowohl Gläubige als auch wissenschaftliche ExpertInnen in ihre Köpfe setzen können.
Diese können mit dem menschlichen Urvertrauen, Glauben an das Gute oder unseren Urängsten – wie der, von anderen fallen oder allein gelassen zu werden – spielen.
Die Verbindung zwischen ihnen – zwischen Stimmen in unserem Kopf, also Ideen, und Bauchgefühlen, also Ängsten – erkennen und sie voneinander unterscheiden bzw. sinnvoll nutzen lernen können vor allem Menschen, die sich von ihrer (Herzens-)Liebe für das Leben, die Natur und alle anderen Menschen steuern lassen, nicht nur für die in ihren Augen Guten.

Trotz Globalisierung und Bildung legen auch heute immer noch viele Menschen Wert darauf, nicht mehr miteinander zu reden oder sich sogar mit Gewalt von anderen Menschengruppen zu distanzieren …
Obwohl Menschen dazu in der Lage sind, sich friedlich zu einigen, kann auch heute noch medial so viel Angst in Bevölkerungen geschürt werden, dass nicht nur der Hass auf andere Nationen, sondern auch auf Menschengruppen im eigenen Land zu neuem Leben erwacht.
Weder Geistes-, Natur- oder Religions-, Kultur- oder Politikwissenschaften allein werden Menschen umfassend verständlich machen können,

  • wer sie eigentlich sind,
  • woher sie kommen,
  • wohin sie von Natur aus gehören, aber
  • wohin sie auch gefahrlos (für ihr Leben bzw. ihre Gesundheit) gehen können bzw. wie weit sie vorsorglich (in zu kurzer Zeit) besser nicht gehen sollten (um nicht unter Anpassungsstörungen leiden zu müssen) und
  • wo sie vielleicht einmal enden oder wiedergeboren werden könnte.

Aber Menschen könn(t)en auch im höheren Alter noch eigenständig – solange sie

  • ihren natürlichen Sinnen noch ein wenig Vertrauen schenken;
  • Augen, Ohren, Nase und ihr Herz weit offen halten, und
  • auf ihr Bauchgefühl hören können –

lernen, sich selbst so gut zu verstehen, um früher oder später auch selbstständig, ohne ärztliche Hilfe, feststellen zu können, welchen Wahrnehmungsstörungen sie unbewusst (vielleicht weil sie sich haben ablenken lassen) bisher zum Opfer gefallen sind und wer sie (und vielleicht auch sich selbst) bewusst oder aus eigenem Unwissen getäuscht hat.

Wenn also Deine Welt öfters mal Kopf steht, dann musst nicht immer Du Dich auf den Kopf stellen, damit sie für Dich wieder stimmig ist.
Es gibt Menschen, die profitieren davon, dass Du vor ihnen den Hampelmann machst und ihnen abkaufst, was sie Dir

  • entweder als Erklärung dafür abzugeben haben, dass Du alles richtig machst,
  • oder an Mitteln und Wegen anzubieten haben, damit sich nicht zu anstrengend oder schmerzhaft anfühlt, was Du tust.

Sich auf dauerhafte Bindungen mit ihnen einzulassen garantiert häufig nicht nur optische Enttäuschungen.

P.s.: Ideologischen analytischen Berechnungen zu glauben, die suggerieren, wir würden nur im ungerecht verteilten Überfluss leben und müssten uns keinerlei Sorgen um die Zukunft der Menschheit machen (ganz ohne in Zukunft auf viele Dinge verzichten zu müssen, an die sich Menschen in Industrienationen gewöhnt haben, sondern indem wir weiterhin das Geld herrschen und den Markt regieren lassen) entbehrt – meiner un-wissenschaftlichen, da unüberprüfbaren Meinung nach – genauso jeder Wissenschaft wie der Glaube, die Menschen könnten zu viele auf der Erde werden, ohne dass natürliche Ressourcen ihrem zügellosen Treiben rechtzeitig ein Ende setzen würden. Aber wir werden es, wenn wir einfach geduldig abwarten und unsere WissenschaftlerInnen und GlaubensvertreterInnen oder PolitikerInnen einfach so weitermachen lassen wie bisher – völlig ohne Zukunftsprophezeiungen – irgendwann erfahren, wer Recht hatte. Solange sich Menschen gar nicht überlegen müssen oder wollen, was sie wann und wie oft in ihrem Leben überhaupt brauchen, sondern sich unüberlegt alles kaufen können, was sie wollen, glaube ich jedenfalls nicht daran, dass sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen die Welt retten lässt. Da hilft eigentlich nur beten.

 

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Dank für das Foto gebührt Mathilda Khoo (auf Unsplash)!

Die erste Frage, die Du Dir immer stellen solltest …

…, wenn Du überhaupt noch etwas dazulernen oder wissen willst, wohin Dein Weg Dich führen wird

Wenn Du alleine nicht mehr weiter weißt und etwas in Frage stellst, was Du irgendwo gehört oder gesehen hast, oder wenn Du spürst, dass Du Dich verlaufen hast, solltest Du nicht zuerst andere fragen, wie sie Dir weiterhelfen oder was sie dazu wissen (könnten), sondern zuerst Dich selbst, wie Du überprüfen kannst, ob Du ihrem Wissen vertrauen kannst – ob sie also eigene Erfahrungen dazu haben oder nur ihre Meinung dazu sagen (die Du teilen kannst oder auch nicht).

In der heutigen Zeit – in der der „Kopf nicht mehr weiß, was der Arsch macht“ zu denken, Menschen, die praktische Erfahrungen mit etwas haben, wären auch in der Theorie umfassend aufgeklärt, könnten sie „gut“, unmissverständlich, erklären und wüssten immer genau, was sie tun oder sagen, ist genauso naiv wie zu denken, dass TheoretikerInnen nur fachsimpeln würden und keine Ahnung von Umgangssprache, der Praxis haben könnten (deren Auswirkungen sie täglich beobachten könn(t)en – wenn sie einfach nur wollten).

P.s.: Nur weil ich selbst als Lebensforscherin z.B. keine eigenen, sondern nur ein großes Kind als Lebenspartner habe, heißt das z.B. nicht, dass ich nicht hochrechnen könnte und wüsste, dass es – zumindest theoretisch – unter mehr Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen noch viel mehr Missverständnisse und Streitfragen geben muss, also dauerhaft harmonische Bedingungen  bzw. Bindungen – vor allem unter erschwerten Anfangsbedingungen – noch viel schwieriger herzustellen oder aufrechtzuerhalten sind als zwischen Paaren. Ich habe also tiefsten Respekt vor allen „Familienmenschen“, die ihr Leben lang wirklich menschlich bleiben und nicht – aus Liebe zu ihren Liebsten – sich selbst völlig vergessen. Frag‘ Dich also bitte rechtzeitig, wenn Du Dich gut kennst und/oder schon am eigenen Leib erfahren, wozu Du unter bestimmten (Notfall-)Bedingungen, also auch in Ausnahmesituationen, fähig bist, ob Du nicht etwas Neues, vielleicht eine mentale Entspannungstechnik oder Sportart bzw. Kommunikationsweise, bei der Du Aggressionen ausleben kannst, ohne andere verletzen zu müssen.

 

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Dank für das Foto gebührt Daniel Gonzalez (auf Unsplash)!

Friedvolle KämpferInnen brauchen keine Schlachtpläne oder Kampfstrategien, sondern Vertrauen in ihre Überzeugungskraft

Weil sie intuitiv wissen, dass es falsch ist, andere anzugreifen oder mit denselben oder anderen Waffen zurückzuschlagen, wenn man Frieden haben und keine unnötigen Opfer bringen möchte

Sie sind bereit, selbst Opfer zu bringen, also innerlich etwas loszulassen, – während sie im Außen friedlich und standhaft bleiben können – und lassen sich auch auf Friedensverhandlungen mit Menschen ein, die ihnen unberechtigt etwas wegnehmen oder mehr haben wollen als sie jemals zurückgeben könn(t)en. – Denn sie wissen, dass sie sich besser kennen und unter Kontrolle haben, also auch besser argumentieren oder harte Schläge einstecken können als Menschen, die ihnen – aus welchem Grund auch immer – feindlich gesinnt sind (und darauf zählen, dass sie den Kampf, den sie begonnen haben, auch gewinnen können).
Wer keine FeindInnen im Inneren hat, kann auch keine im Außen haben.
Wer sich nicht zum Kampf herausfordern lässt, sondern den eigenen Überzeugungen eines friedlichen Miteinanders – in dem zum Meinungsaustausch auch heftig diskutiert werden darf – treu bleibt, wird sich nie geschlagen geben, also die (schuldbewusste) Opferrolle übernehmen müssen.

Aber es ist natürlich ein unerreichbar hohes Ziel für Menschen, immer alles „richtig“ machen, also friedlich bleiben und überlegt handeln zu wollen, wenn Menschen

  • oft gar nicht genug Zeit dazu bekommen, die eigene Intuition mit dem eigenen Verstand zu hinterfragen oder andere Meinungen zu Rate zu ziehen, oder
  • selbst – in unterschiedlichsten Situationen – gar nicht genug Erfahrungen haben und wissen, um beurteilen zu können, was gut oder schlecht (für sie selbst, andere oder die Gemeinschaft, in der sie möglichst in Ruhe gelassen werden und leben wollen) ist – ob also eine aggressive Angstreaktion oder eine friedliche Herzenssache ihr Auslöser war.

Hör‘ vor allem auf, Dir zu viele Sorgen um geliebte Menschen oder Dinge zu machen, achte lieber darauf, wie Du damit umgehen kannst, wenn Trauer, Wut oder Verzweiflung in Dir aufsteigen; aber pass‘ auch auf, dass Du nicht zu acht- oder sorglos durchs Leben gehst, weil Du denkst, alle Menschen wären so achtsam oder selbstbewusst und liebesfähig wie Du selbst.
Es wird immer Menschen geben, die nicht einfach nur – wie neugierige AbenteurerInnen – leben, sondern in oder mit ihrem Leben vor allem auch etwas erreichen wollen.
Für sie wäre eine friedliche Exit-Strategie vielleicht hilfreich – falls sie vergessen oder nie gelernt haben, wie sie immer wieder ihrer Intuition folgen und – je nach (Gefahren-)Lage – das Richtige für sich und andere daraus machen können.

Wie aggressiv oder friedlich – im Einklang mit Dir selbst – sind Deine Pläne für diese Woche?
Denk‘ daran, dass es keinen Sinn macht, eine Zukunft planen zu wollen als wäre überhaupt keine andere möglich (oder bei einer Strategie zu bleiben, von der längst klar ist, dass sie nicht nur nicht bis zu Ende, sondern viel zu kurz gedacht und überhaupt noch nicht ausgearbeitet war …).

Tu‘ lieber das einzig Richtige für Dich und finde Möglichkeiten, Dir Deine Zweifel an dem, was Du tust, zu nehmen, ohne sie einfach wegschieben oder wunde Punkte ignorieren zu müssen, die Du aus alten Kämpfen zurückbehalten hast (die Du selbst gar nicht bewusst angefangen hattest, geschweige denn ausfechten wolltest).
P.s.: Wenn Du zu müde, kraft- oder einfallslos bist, friedliche Selbstverteidigung zu praktizieren, also mit Worten oder Gesten zu deeskalieren, wenn andere Dich grundlos – weil ihnen selbst nichts Besseres einfällt – angreifen, kannst Du immer noch aufgeben, all Deine Waffen niederlegen und friedlich, freiwillig, ohne Ankündigung eines Rachefeldzugs, das Feld räumen.

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Dank für das Foto gebührt Mor Shani (auf Unsplash)!

Spielst Du freiwillig den Sündenbock oder die blöde Ziege für andere?

Oder hast Du Dir nur Hörner aufsetzen lassen, ohne es zu bemerken?

Menschen, die sich schon früh in ihrem Leben schuldig dafür gefühlt haben, dass sie geboren wurden – weil ihre Eltern sehr unter der Verantwortung für sie gelitten und es nicht geschafft haben,  ihnen zu erklären, dass Kinder vielleicht „Geschenke Gottes“ sind, aber – vor allem in einer kinderfeindlichen Gesellschaft, in der Kinder eher als störend empfunden werden, wenn sie sich nicht ordentlich verhalten können  – Herausforderungen mit sich bringen, die sich Menschen mit einem natürlichen Kinderwunsch vermutlich nie erwartet hätten.

Kinder können verstehen, was man ihnen verständlich macht.
Aber Kinder basteln sich auch Fantasiewelten in ihren Köpfen zusammen, um sich selbst eine Welt zu erklären, in der sie sich gar nicht erwünscht fühlen:

  • Sie leben vielleicht an einem falschen Ort, dem sie als WeltenbummlerIn, Handelsreisende/r oder sonstige/r Abenteurer möglichst oft oder immer wieder entfliehen wollen, um irgendwann einen Besseren – den perfekten für sie selbst – zu finden;
  • sie wurden natürlich zum falschen Zeitpunkt auf einem falschen Planeten geboren, den sie wenigstens – als HistorikerIn – geschichtlich verstehen wollen oder z.B. – als RaumfahrerIn oder ForscherIn – in ein neues Zeitalter überführen wollen.
  • Andere finden sich einfach mit ihrer Situation ab und versuchen, das Beste daraus zu machen, dass andere unter ihrem Dasein leiden.
    Sie suchen ihr Heil in Drogen, mit denen sie ihre Fantasiewelten noch bunter machen können, während sie den Bezug zur Realität immer nur mehr verlieren bzw. es sich selbst – durch körperliche und psychische Abhängigkeiten – noch schwerer machen, jemals ein echtes, selbstständiges Leben als freier Mensch führen zu können.
  • Viele suchen sich, um sich selbst zu trösten und anderen, geschundenen Kreaturen, die ihnen hilfsbedürftig erscheinen, zu helfen, menschliche oder tierische BegleiterInnen, von denen sie sich in ihrer Einsamkeit verstanden fühlen, deren Bedürfnisse sie allerdings häufig genauso missdeuten wie ihre eigenen (falls sie es sich zur Gewohnheit gemacht haben, sie zu unterdrücken – weil ihnen Menschen, die sie lieben oder geliebt haben, sonst noch mehr das Gefühl geben oder gegeben haben, Schuld daran zu sein, dass sie mit ihnen fühlen, also vielleicht weinen oder schreien „müssen“.

Falls Du Dich also irgendwo wiedererkennst, sei Dir sicher: Niemand muss wegen Dir weinen oder schreien, wenn er oder sie es nicht will. Und niemand wird es irgendwann noch ehrlich tun, also nur schauspielern können, wenn Du Dich zeitlebens wie ein bockiges Tier verhältst.
So dumm sind mitfühlende Menschen, die sich und ihre Emotionen nicht nur gut kennen, sondern auch befürchten, dass sie in Deiner Nähe hochkochen könnten, bestimmt nicht: dass sie nicht wüssten, wann es besser für sie ist, sich emotional von Dir zu distanzieren.

Glücklich kann sich schätzen, wer irgendwann einsieht, wie dumm es ist zu glauben, man selbst sei am Leben oder Schicksal anderer Menschen Schuld, während man nicht einmal die Verantwortung das eigene alleine tragen oder Hilfe dabei finden kann, es zu bewältigen (und zeitlebens versucht, die Schuld dafür anderen in die Schuhe zu schieben statt wirklich das Beste aus dem zu machen, was einem Menschen (die nicht so dumm waren zu glauben, sie würden ihren Kindern nie dieselben Schuldgefühle machen wie ihre Eltern bzw. erfolgreich ausreden können) einfach, weil sie es (oder ungeschützten Sex) wollten, geschenkt haben – zur möglichst freien Verfügung bzw. Entwicklung in einer Welt voller Menschen mit Schuldkomplexen, die sich gehörnte Wesen erschaffen haben, um sich unschuldig zu fühlen.

 

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Dank für das Foto gebührt Sharon Carr (auf Unsplash)!

Ein völlig leeres Glas wird für Dich nie halbvoll sein können …

… wenn Du es überhaupt nicht sinnvoll nutzen, sondern – zum eigenen Vergnügen, Lebensunterhalt oder Seelenheil – zweckentfremden und „einfach nur schön“ finden möchtest

KünstlerInnen und ihre Kunstwerke mögen unsere Welt für viele Menschen – denn Schönheit ist Geschmackssache – schöner machen.
Aber wenn sie – gedanken-, bedenken- oder gewissenlos – dabei wertvolle, begrenzte Ressourcen verbrauchen, die Menschen für wichtigere Dinge wie ihre Nahrungsproduktion oder -verarbeitung und -zubereitung, zum Trinken, als Kleidung oder zum Leben in sicheren Unterkünften gebrauchen könnten, leisten sie gleichzeitig einen „schönen“ Beitrag dazu, unsere Welt bzw. Lebensräume zu zerstören.

Es mag sinnvoller sein, aus Abfällen etwas schönes Neues zu erschaffen, also Upcycling zu betreiben. Wenn allerdings das neue Kunstwerk auch „nur“ schön ist, also „nur“ den Zweck erfüllt, (unglücklichen) Menschen eine Freude zu machen, dann frage ich mich, ob es nicht sinnvoller wäre, ihrem Unglück auf die Spur zu kommen statt sie nur  – mit schöneren Dingen – darüber hinwegzutrösten.
Falls Du Deinen Selbstzweck bzw. Nutzen für andere noch nicht erkannt oder das Gefühl verloren hast, einen nützlichen – nicht nur schönen – Beitrag zu unserer Gesellschaft zu leisten, der Dich glücklich macht, könnte es sein, dass Du zu wenig pragmatisch-vernünftig und dafür zu künstlerisch-verspielt gedacht hast.

Nicht alles, was zweckdienlich ist, muss hässlich sein. – Geborene KünstlerInnen mit Liebe zum Detail hätten also vielfältige Chancen, das, was Menschen wirklich zu ihrem Lebensglück – nicht nur für kurzzeitige Glücksmomente – brauchen, für sie zu kreieren.
Allerdings müsste man ihnen dazu auch die Zeit geben, die sie brauchen – denn bis etwas wirklich schön und auch lange Zeit haltbar, also für etwas zu gebrauchen ist, was wir täglich nutzen könn(t)en, braucht es viel Geduld und Vertrauen in die (Lebens-)KünstlerInnen, die sich nicht mit einem Entweder-Oder zufrieden geben, sondern in ihrem Leben Alles-oder-Nichts mit ihrer Kunst – sowohl für sich selbst als auch für andere – erreichen wollen.

Sich damit aufzuhalten, über halbvolle oder halbleere Gläser zu philosophieren, ergibt für sie wenig Sinn – weil sie bereits wissen, dass alles immer realtiv ist und auf die eigene Perspektive ankommt, also niemand darüber streiten müsste, wie andere Menschen die Welt für sich definieren.

 

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Dank für das Foto gebührt Zoelle Suo (auf Unsplash)!

Auf dem richtigen (Lebens-)Weg

…, der Dich in Dein Glück führt, …

bist Du – meiner Meinung nach – mit Sicherheit, wenn Du ihn sowohl

  • alleine gehen kannst, weil Du Dich frei und unabhängig von anderen oder Ge(h)hilfen fortbewegen oder – je nach Schwere Deines Gepäcks – nach Belieben Pausen machen kannst, als auch
  • mitgenommen wirst, wenn Du alleine mal nicht weiter kommst und signalisierst, dass Du Hilfe gebrauchen könntest, oder
  • immer wieder jemand „zufällig“ zu Dir stößt, um auch eine längere Weile mit oder eng neben Dir zu gehen bzw. gemeinsame Herausforderungen – Abenteuer – zu meistern, die sich alleine nicht bewältigen lassen, zu gehen, sobald Du Dich einsam hoder traurig darüber fühlst, dass Du immer nur kurzzeitig nette WegbegleiterInnen hast.

Wohin er Dich führen wird, hast Du nie alleine in der Hand.
Lass‘ besser die lieber los, die Dich festhalten oder zu sehr in eine Richtung zerren wollen, die Dir – aus welche Grund auch immer – Unbehagen bereitet.
Und steig‘ vor allem nicht bei Menschen ein, die Dir Hilfe anbieten oder behaupten, genau dahin unterwegs zu sein oder Dich überall hinzufahren, wohin Du gerne möchtest, wenn Du Dir noch gar nicht sicher bist, dass Du Dich dort notfalls auch wieder alleine weiter zurechtfindest oder Dein Bauchgefühl Dir – aus welchem Grund auch immer – sagt „Tu‘ das besser nicht (weil es sich entweder viel zu gut oder nur vielleicht gar nicht so schlecht anhört)!“

Viel Freude beim Vorankommen!

 

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Dank für das Foto gebührt Jon Tyson (auf Unsplash)!

Trennungen als Liebesbeweise

Wenn die zwei Herzhälften in der eigenen Brust nicht mehr kräftig genug sind, für andere mitzuschlagen

Menschen, die seit Beginn ihres Lebens miteinander verbunden waren, sich irgendwann einmal zueinander hingezogen gefühlt und sich viel bedeutet haben, können mit der Zeit feststellen, dass sie sich gegenseitig nicht glücklich machen können, weil sie sich entweder überhaupt nicht gut ergänzen, – fördern oder schützen – sondern in vieler Hinsicht gegeneinander konkurrieren. und den oder (Lebens-)PartnerInnen nicht sein lassen können, wie sie sind, sondern am Liebsten verändern würden.

Trennungen zwischen Menschen, die andere nicht so sein – leben oder sterben – lassen können bzw. wollen (weil sie sie am Liebsten verändern würden, um sie z.B. selbst vor sich zu schützen), sind immer auch Liebesbeweise:

  • entweder „nur“ dafür, dass Menschen, die sich eingestehen, dass sie unglücklich sind und ihre Beziehung sie auf Dauer krank machen könnte oder das bereits getan hat und sie noch Liebe für sich selbst bzw. Respekt vor dem Leben haben,
  • oder dafür, dass sie aus Liebe zu ihrem Gegenüber, den sie selbst krank und unglücklich machen könnten, weil er oder sie sie gerne anders hätte, bereit sind, Grenzen zu ziehen und auf Abstand zu gehen.

Es ist genauso ein Liebesbeweis, sich selbst zurückzunehmen und andere ihr Leben möglichst glücklich führen zu lassen (auch wenn man dabei ein schlechtes Gewissen sich selbst gegenüber hat, wenn man sich dabei belügen muss), wie ohne schlechtes Gewissen selbst glücklich getrennt von ihnen weiterzuleben und sie in ihrem (Aber-)Glauben zu lassen, verlassen worden zu sein, obwohl sie doch in ihrer Beziehung glücklich waren und noch lange geblieben wären.

Mit gegenseitiger, vollkommener Liebe, die zusätzlich Verständnis für- und Vertrauen ineinander beinhaltet, hat beides aber nichts zu tun.
Wenn Du Dich also wenig oder nicht geliebt fühlst, frag‘ Dich zuerst, ob Du Dir und dem, was Du tust, überhaupt vertraust, also verstanden hast, warum Du bist wie Du bist oder ob

  • Dir etwas Wichtiges zum Verständnis fehlt und
  • Du Dich selbst schlecht kennst oder
  • Du Dich nur teilweise, gar nicht alles an Dir, liebst (weil Du entweder Dein Bauchgefühl oder Deinen Kopf nicht „richtig“ zu nutzen weißt).

Wir Menschen können sowohl

  • unseren Kopf nutzen, um Vernunftentscheidungen auch gegen unser Bauchgefühl oder die Liebe zu treffen, als auch
  • aus Angst – weil unser Bauch dabei krampft – wie leblos erstarren oder Rückzieher machen, obwohl es vernünftiger wäre weiterzugehen oder einen Angriff nach vorne zu starten, oder
  • einfach unserem Herzen folgen und immer das Richtige für uns selbst tun, weil wir mit uns selbst vielleicht nicht nur leben müssen, bis dass der Tod uns scheidet, sondern vielleicht – sollte unsere Seele tatsächlich unsterblich sein – bis in alle Ewigkeit.

Falls es für Dich noch keine Trennungsgründe gibt, obwohl Dich etwas belastet und Du Dich schwer(mütig) fühlst, dann solltest Du Dich vielleicht zuerst einmal von der Vorstellung trennen, dass Du alles alleine tragen könntest, was Du Dir – entweder aus Liebe zu anderen oder zu Dir selbst – aufgelastet oder vorgenommen hast.
Vielleicht ist es also Zeit, Dich schrittweise von Dingen zu lösen, die Du nie so lieben wirst wie die Menschen, für die Du Dir Deine Kräfte sparen solltest.

 

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Dank für das Foto gebührt Alexas_Fotos (auf Unsplash)!

Menschen, die sich selbst wie unselbstständige Maschinen (oder auch noch als Erwachsene wie ängstliche kleine Kinder) behandeln (lassen) …

…, kann zwischen naiver Gutmütig- oder -gläubigkeit, fehlendem Mut und Wut auf sich oder andere ihre Menschlichkeit komplett verloren gehen

  • Sich wie ein Rädchen im Getriebe zu fühlen,
  • (labor-)technologische Tests, Check-Ups, über sich ergehen lassen,
  • den Alltag von Kontrollgeräten und -verfahren bestimmen lassen,
  • zum Ausgleich NLP oder ASP – neurolinguistische oder Alphasynapsen-Programmierung –  betreiben,
  • sich Nadeln in den Körper stechen oder
  • Triggerpunkte bearbeiten lassen, mit denen der Körper wieder zum Funktionieren gebracht werden soll.

Sowohl Menschen , die sich am Liebsten anderen unterordnen und blind dem folgen, was andere ihnen sagen, weil ihnen selbst entweder nichts (mehr) einfällt oder sich noch nie selbstständig um sich kümmern mussten bzw. wollten,
als auch diejenigen, die von anderen erwarten, dass sie alles tun, was sie selbst für das einzig Richtige halten,
verkümmern mt der Zeit als Menschen, fühlen sich also immer lebloser oder kränker, werden von immer wiederkehrenden Schmerzen geplagt und fühlen sich häufig sogar lieblos von anderen umsorgt, die ihnen helfen wollen, selbstständig(er) zu werden und die Verantwortung für ihr Leben und ihre Gesundheit selbst zu tragen.

Menschliche Liebe und gegenseitiges Verständnis haben ihre Grenzen da, wo zu wenig Selbstliebe, mangelndes Selbstvertrauen und/oder fehlende Selbstachtung und stattdessen Scham, Versagens- oder Bindungsängste herrschen, die Menschen davon abhalten, auch vor anderen Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen zu wollen, sich also Fragen dazu stellen zu lassen und sie auch ehrlich zu beantworten.
Stattdessen finden sich immer mehr Menschen zusammen, die – ohne sich je eingehender mit sich selbst auseinandergesetzt zu haben – die Welt überhaupt nicht mehr verstehen, aber jemand anderem die Schuld an ihrem eigenen Unglück oder daran geben können, dass alles um uns herum immer unnatürlicher, unmenschlicher, routinierter, gefühlloser, mechanischer wird – um sich nicht schmerzhaft selbst eingestehen zu müssen, dass sie selbst sich zu dem oder der gemacht haben, der oder die sie geworden sind (indem sie nicht sehr viel aus dem oder der gemacht haben, als der oder die sie geboren worden sind).

Solange Du also noch Leben in Dir fühlst, pass‘ auf, dass es Dir nicht von anderen oder Dingen genommen wird, denen Du Dich freiwillig unterworfen hast oder von denen Du Dich abhängig gemacht hast.
„Die“ können sogar langjährige „FreundInnen“ oder „SeelentrösterInnen“ sein, die davon profitieren, dass Du genauso bist wie Du bist – weil sie Dich genau so, berechenbar, haben wollen.
Menschen, die noch intuitiv wissen, was gut für sie ist bzw. wie sie es herausfinden können, und die den Mut haben, es dann auch – völlig unberechenbar für andere, die nicht (mehr) wissen, wie man den eigenen Gefühlen folgt – zu tun, gibt es immer weniger.
Meine weibliche Intuition sagt mir, dass zusammen mit ihnen auch der Homo sapiens aussterben wird, wenn wir als Menschheit nicht vorher lernen, uns vor allem selbst sinnvoll zu kontrollieren und andere sein (und auch vergehen, also leben und sterben) lassen können, wie sie es wollen.
Es ist schmerzhaft, mitansehen zu müssen, wie andere, die sich nach Liebe sehnen, nur bei anderen nach ihr suchen – weil sie sich sonst unvollständig fühlen oder nicht für überlebensfähig halten, wenn sich niemand um sie kümmert. Sie sind sich dabei vermutlich nicht bewusst, dass sie nach optimalen Bedingungen für ihr eigenes Leben immer wieder da suchen, wo sie sie gar nicht finden können, weil sie seit jeher vom eigenen Inneren, den eigenen Überzeugungen, abhängen.
Sie – sowohl äußere Bedingungen als auch innere Überzeugungen – haben wenig mit dem zu tun, was nur aktuell „draußen“ stattfindet, also zu herrschen scheint, – sei es Krieg oder Frieden – sondern damit, wie Menschen sie umgehen bzw. sich von anderen behandeln lassen, die sich selbst wie Maschinen verhalten.

 

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Dank für das Foto gebührt Possessed Photography (auf Unsplash) und für mein Leben vor allem den Menschen, die es mir bisher ermöglicht haben, mich also freiwillig dabei unterstützt haben, mich nicht in die Abhängigkeit von emotions- oder seelenlosen Vorgesetzten oder anderen Menschen begeben zu müssen, die die Verbindung zu ihrer eigenen Natur, ihrem Ursprung, mehr oder weniger verloren zu haben und ihr Leben für selbstverständlich zu halten scheinen (und sich deswegen selbst keine Fragen dazu stellen oder von anderen stellen lassen, weil sie denken, darauf gäbe es überhaupt keine Antwort)!