Wenn naive, leichtsinnige Gemüter ohne umfassende Lebenserfahrungen mit ihren Ratschlägen hausieren geben

Und – weil ihnen die Weitsicht oder Hintergrundinformationen fehlen – nicht bedenken können, welche Folgen es haben kann, wenn andere naive, leichtsinnige Gemüter ihre Tipps umzusetzen versuchen oder ihr (Über-)Leben darauf aufbauen

Menschen sind von Natur aus hilfsbereit, helfen also Hilfesuchenden meist gerne weiter, vor allem, wenn es ihnen selbst einmal schlecht ging und sie die in etwas – einer Tätigkeit oder einem Hilfs- oder Heilmittel – die Hilfe gefunden haben, die sie gebraucht haben.
Viele Menschen, die mit oder für Menschen arbeiten, ihnen also helfen möchte, haben allerdings immer noch wenig Ahnung davon, WARUM ihnen jemand oder etwas tatsächlich hilft – weil sie sich auch nie gefragt haben, WARUM sie eigentlich fremde Hilfe nötig hatten und sie nicht wussten, wie sie sich von Anfang an gleich selbst bzw. eventuell mit tatkräftiger Unterstützung anderer hätten helfen können. Denn nicht immer – vor allem, wenn Menschen ihren Körper gar nicht dafür trainiert haben – reicht die Körperkraft eines einzelnen Menschen aus, um sich alleine um alles lebenswichtigen Dinge kümmern zu können.
Vieles ist lange nicht so einfach, wie es – oft auf die Schnelle, weil Zeit heute ein wertvolles Gut ist, das niemand verschwenden möchte  – vermittelt wird. Vieles bräuchte – bis alle es tatsächlich verstanden haben – viel mehr Zeit als sich viele, vor allem von ihren eigenen Ideen begeisterte Menschen dafür nehmen wollen.
Ich selbst neige dazu, alles, was in meinem Kopf arbeitet, sehr schnell auch unter andere Menschen bringen zu wollen, ohne Rücksicht darauf, ob es sie überhaupt interessiert.
Ich verändere viele meiner Blogeinträge noch mehrmals, nachdem ich sie veröffentlicht habe, – vor allem innerhalb des folgenden Tages – so dass mir bewusst wird, dass ich mir damit noch etwas länger hätte Zeit lassen können.

Wir selbst entscheiden,

  • wann wir etwas, sei es auch nur ein Gespräch, anfangen;
  • wie lange wir konzentriert daran arbeiten wollen, und
  • wann wir es sein lassen können oder wollen.

Viele Menschen verstehen allerdings nicht, warum ihnen entweder das Anfangen, die Durchführung, also das Dranbleiben an etwas, was sie sich vorgenommen haben, oder das Aufgeben, wenn etwas alleine keinen Sinn macht, im Gegensatz zu anderen sehr schwer oder extrem leicht fällt.
Viele Menschen verstehen Zusammenhänge in ihrem Leben nicht, weil sie nie versucht haben, sie zu verstehen, sondern sich lieber damit abfinden wollen, dass es ihr (göttliches oder menschliches?) Schicksal ist, an dem sie gar nicht selbst herumschrauben können oder – wenn sie nicht dafür bestraft werden wollen, es hinterfragt zu haben – dürfen.

Allerdings wird jede menschliche Erfahrung in einem bestimmten Zusammenhang, an einem bestimmten Ort, zu einem bestimmten Zeitpunkt unter bestimmten Voraussetzungen gemacht. Sie lässt sich – genau wie ein wissenschaftliches Experiment – nicht an jedem anderen Ort der Welt, zu einem anderen Zeitpunkt, von völlig anderen Menschen, unter völlig anderen Rahmenbedingungen wiederholen.
Du kannst also weiter versuchen, naiv vertrauensvoll – wie ein kleines Kind – anderen alles nachzumachen, was sie tun, und versuchen, ihren Ratschlägen Folge zu leisten und Dich hin und wieder wundern, warum ihre (Über-)Lebensstrategie bei Dir nicht funktioniert.
Du machst nichts falsch außer zu denken, dass Du genauso sein könntest wie andere Menschen bzw. nur alles genauso machen müsstest wie sie, um dieselben Erfolge damit zu erzielen.
Allerdings solltest Du immer damit rechnen, dass Du auch anderen Menschen die falschen Ratschläge erteilst oder Versprechungen machst und damit Enttäuschungen verursachst (sobald diese Menschen feststellen, dass Du Dich geirrt oder sie vielleicht sogar – vermeintlich oder bewusst – belogen hast).

Als Biologin habe ich mich über viele Jahre damit beschäftigt und in meinem täglichen Leben beobachtet bzw. Erkenntnisse dazu gesammelt,

  • wer sich wie und warum von anderen unterscheidet;
  • wer unter welchen Voraussetzungen erfolgreicher, glücklicher mit der eigenen (Über-)Lebensstrategie ist und sich früh mit dem zufrieden gibt, was er/sie damit erreicht;
  • wer warum gut alleine, ohne schwere Krankheiten dabei zu entwickeln, durchs eigene Leben kommt, und
  • wer sich warum nur in Gemeinschaften gut aufgehoben fühlt und dafür sogar bereit ist, die eigene Individualität aufzugeben.

Es hat einen Grund, dass Du genau die Erfahrungen in Deinem Leben machst, die Du machst.
Du kannst entweder denken, dass Du sie willkürlich – nur aufgrund bewusster, freier Entscheidungen – herbeigeführt hättest, sobald Du in der Lage warst, von anderen Menschen unabhängige Entscheidungen für Dein Leben treffen zu können. Du kannst aber auch überzeugt sein, dass du keinerlei Einfluss auf Dein Leben hast, weil es Dein – vielleicht gottgegebenes – Schicksal ist, es genau so zu führen.
Als Naturwissenschaftlerin und Biologin glaube ich nicht daran, dass irgendjemand unsere Zukunft bereits vorgeplant hat; auch wenn ich ganz klar sehen kann, wie sich die Natur immer wieder selbst neu ordnet, also einem inneren Plan zu folgen statt im Chaos zu enden scheint.
Ich bin überzeugt, dass wir – wie ich es auch in der Bibel deute – die Natur nutzen oder auch umbauen dürfen, solange wir sie dabei nicht zerstören.
Ich denke, dass viele Menschen, die sich selbst noch als „NaturliebhaberInnen“ betrachten, einfach nur nicht wissen, was sie der Natur dabei antun, dass sie entweder

  • nicht zufrieden waren mit dem Leben, aus dem sie – vermeintlich – ausgestiegen sind (ohne zu ahnen, dass sie ihre Unzufriedenheit auch an bisher friedliche Orte mitgenommen haben …), oder
  • noch nicht zufrieden sind mit dem, was sie (in ihrem bisherigen Leben erreicht) haben.

Stattdessen beschäftigen sich die Do-it-yourselfer vor allem damit,

  • im Außen nach ihrem inneren Frieden zu suchen und dabei entweder
  • so oft wie möglich friedlichere Orte als das eigenen Zuhause, die eigenen vier (Gefängnis-)Wände, aufzusuchen, an denen sie sich wohler fühlen, oder
  • es sich dort so „gemütlich“ wie möglich einzurichten.

Es gibt Menschen, die fühlen sich besonders wohl, wenn

  • sie Dinge über lange Zeit entweder genau so unverändert lassen wie sie sich selbst, oder
  • sie möglichst oft selbstständig etwas umräumen oder sich Unterstützung anderer (oder mit Hilfe ihrer Produkte), die sie dafür bezahlen (wollen oder müssen), erkaufen können.

Es ist genauso gefährlich, sich auf die Ratschläge selbsternannter ExpertInnen zu verlassen wie auf Menschen, die ihre Expertise mit Zeugnissen und Urkunden nachweisen können, die wenig Aussagekraft über ihr Talente besitzen.
Du wirst irgendwann selbst feststellen, ob Du ausreichend informiert und vorgewarnt wurdest, was schief gehen und welche Folgen das haben kann, was Du damit nicht nur in Deinem Leben, sondern vielleicht sogar in der Natur anrichtest (weil Du Dich noch nie mit ökologischen Kreisläufen, gegenseitigen Abhängigkeiten oder den Menschen und ihrer Evolutionsgeschichte beschäftigt hast) – wenn Du Dir nicht genug Zeit genommen hast, es bis zu (Deinem) Ende zu denken.

Ich vermute, dass Dir das vielleicht bisher noch niemand so deutlich gesagt hat – weder Deine Eltern noch Deine LehrerInnen in der Schule oder bei der Arbeit.
Lernerfolge im Leben können sich nur einstellen,

  • wenn Du das, was Du tun willst, auch freiwillig – ohne Erfolgs- und Zeitdruck – tun kannst;
  • wenn Du Menschen an Deiner Seite hast, die Dich anspornen durchzuhalten, wenn Du die Lust verlierst, etwas nur für Dich selbst zu tun, oder
  • wenn andere rechtzeitig merken, dass Du Dich dabei übernimmst und Dir raten, eine (Denk-)Pause einzulegen, um nicht nur neue Körperkräfte dabei zu sammeln, sondern auch zu überlegen, ob Du überhaupt zufrieden bist mit dem, was Du da tust, oder ob es nicht an der Zeit wäre, es sein zu lassen und stattdessen lieber etwas anderes anzufangen.

Arbeit ist vielleicht das halbe Leben, nicht das Einholen und Befolgen von Ratschlägen – aber die kannst Du Dir unnötig schwer machen, wenn Du nicht immer auch mal auf Deine innere Stimme hörst und lernst, einzuordnen, wann Dir jemand nachhaltig gute und wann eher schlecht formulierte, zu wenig durchdachte oder auf Dauer wenig hilfreiche Ratschläge gibt (weil sie Dir oder anderen nur neue Probleme bescheren, die Du alleine gar nicht lösen kannst).

 

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Dank für das Foto gebührt micheile || visual stories (auf Unsplash)!

Morgenmuffel langsam aufgewacht! Die Welt leidet lange genug unter Eurem Trotzkopf

Ihr boykottiert nicht nur Menschen, die Euch das Aufstehen erleichtern wollen und damit Eure Beziehungen, sondern auch Euch selbst und auf Dauer Eure Gesundheit bzw. körperliche, geistige und seelische Ausgeglichenheit

Ich habe das Glück, mich als Kind intuitiv an dem Menschen orientiert zu haben, der morgens als Erster mit guter Laune und viel Energie die Verantwortung für den Rest seiner Familie übernommen hat. Es macht für mich keinen Sinn, sich zu lange Zeit dazu zu lassen, wenn man ohnehin aufstehen „muss“ (um einer Arbeit nachzugehen, der man – aus welchem Grund auch immer – nachgehen möchte), sich vorzustellen, wie kalt es sein wird und schon „vorsorglich“ einem warmen Bett hinterherzutrauern oder sich gedanklich damit aufzuhalten, dass das, was eine/n erwartet, nicht nur so sein könnte, wie man es sich wünscht. Es macht keinen nachhaltigen Sinn, – zumindest in gesundheitlicher Hinsicht – Kaffee zu trinken, um die eigenen Nerven und Muskeln zu Arbeit zu zwingen, die ihnen ihrem Verstand als „unsinnig“ oder zumindest „nicht erstrebens- oder des Aufstehens wert“ abgespeichert ist. Und es macht – wieder im Hinblick auf die eigene Gesundheit – noch weniger Sinn, zu einem Kaffee, der aufputscht, eine Zigarette zu rauchen, die der Beruhigung dienen soll.

Wenn Du also zu den sogenannten „Morgenmuffeln“ – ich nenne sie eher Trotzköpfe gegen den Beginn jedes neuen Tages – gehörst, dann fang‘ doch Deinem Körper, Deinen Nerven, Deinen Muskeln, Deinen Knochen, Deinem Kreislauf und Deinen Liebsten zuliebe mal an, Dich selbst – Deine Gedanken – sinnvoll zu kontrollieren und ihnen etwas Positiveres vorzugeben als das, was Du bisher morgens gedacht hast. Trainiere Dir an, Deine Nerven mit guten Vorsätzen zu stimulieren, ihnen also dadurch Lust aufs Aufstehen zu machen, dass Ihr Euch sicher seid, dass der Tag etwas schönes Neues und nicht nur Erfahrungen bringen wird, auf die Ihr lieber verzichten würdet.
Nimm‘ dabei Rücksicht auf Deinen Körper, bewege ihn schon im Bett vorsichtig, um ihn auf den Temperaturwechsel vorzubereiten. Strecke Dich aus, damit Dein Blut wieder überall hinfließen kann, wo es in der Nacht, beim ruhigen Schlafen, nicht gebraucht wurde. Wenn Du sehr unruhig schläfst und unerholt aufwachst, weil Dein Körper nachts das nachholt, was Du ihm tagsüber verwehrt hast , versucht Dein Körper Dir vielleicht nur klarzumachen, dass Du ihn tagsüber zu wenig bewegst oder auch sonst zu wenig auf das achtest, was er braucht, um nachts die Pause zum Nichtstun genießen zu können.
Gib‘ Deinen Muskeln zum Aufstehen – neben der Wärme, die Du mit Dehnen und Strecken produzieren kannst – auch genug Sauerstoff, schlaf‘ also am Besten bei offenem Fenster, atme kräftig und verdränge die Luft aus Deinen Lungen nicht schon frühmorgens mit Zigarettenqualm, auch wenn Du dadurch weniger spürst, dass Deine Muskeln schmerzen.
Nimm‘ Dir Zeit für ein paar „Aufwachübungen“ – Dein Körper wird es Dir lange danken, wenn Du nicht immer versuchst, ihn in kürzester Zeit von 0 auf 100 Hochzudrehen.

Man kann morgens auch schon unkonzentriert herumlaufen und trotzdem die Dinge erledigen, die man sich im Laufe seines Lebens antrainiert, also zur Gewohnheit gemacht hat – wie in Ruhe Kaffee kochen und ihn dann bei jedem Schluck genießen statt ihn nur als Antriebsmittel zu sehen, das dafür verantwortlich ist, ob der Tag beginnen kann oder nicht.
Ich sehe mittlerweile ein, dass es Menschen gibt, die unbedingt überall mitreden wollen und dann von anderen Menschen genervt sind, die das auch schon direkt nach dem Aufstehen können – ohne sich darauf konzentrieren zu müssen, weil sie intuitiv über das sprechen können, was sie beschäftigt.
Ich verstehe heute, dass man sich viele Worte und damit auch Energie sparen könnte, wenn man versucht, Menschen, die nur bewusst geplant statt intuitiv sprechen möchten, davon zu überzeugen, dass man Energie zurückbekommt, wenn man bereit ist, sie zu investieren – zumindest von Menschen, die dieses Naturgesetz nicht mit ihrem Trotzkopf zu boykottieren versuchen.
Ich weiß ja, dass Menschen den Mut haben müssen, etwas Neues auszuprobieren, wenn sie neue Erfahrungen machen und etwas Neues dabei lernen wollen.
Aber es ist natürlich bequemer, sich einreden zu lassen, man wäre eben von Natur aus ein Morgenmuffel statt sich eingestehen zu müssen, dass man sich dieses Verhalten nur hart antrainiert, also angewöhnt hat – weil man

  • schon als Kleinkind morgens nicht genug Zeit bekommen hat, es richtig zu lernen, also intuitiv alles zu machen, was man dazu braucht;
  • es im Laufe des Lebens nicht beibehalten konnte, weil man sich zu hohe Ziele gesetzt hat (oder auch zu niedrige, die auch wenig dazu anspornen, dafür aufzustehen); oder
  • nie auf die Idee kam, es abzugewöhnen und anzufangen, sich auf jeden neuen Tagesbeginn zu freuen und ihn sich mit milderen Mitteln als Nervengiften so angenehm wie möglich zu machen:vielleicht zuerst mit einem Lächeln; hinterher durch ein paar kleine Bewegungen der Füße und Beine, gefolgt vom Ausstrecken der Arme und Vertreiben der verbrauchten Luft aus den Lungen, also kräftigem Gähnen.

Wenn Du dann noch etwas findest, vielleicht eine ganz eigene Technik erfindest, die Dir Spaß macht, um Dich vorsichtig aus dem Bett rollen und/oder möglichst gelenkschonend auf die Beine bringen zu können, dann wirst Du vielleicht feststellen, wie viel Zeit und Energie Du in Deinem Leben damit verschwendet hast, es Dir unnötig schwer damit zu machen, den Tag möglichst nicht einfach, nämlich friedlich und im Einklang mit Dir selbst und den Menschen bzw. Stimmen um Dich herum (statt sehr leichtsinnig im Hinblick auf Deine Gesundheit) zu beginnen.

Ich hoffe, Dein Tag hat trotzdem irgendwie gut begonnen, auch ohne dass Du beschlossen – weil Du es mit dem Weckerklingeln oder beim ersten Augenaufschlag ausgeschlossen) hast, dass er überraschend der Beste Deines Lebens werden könnte! Ich finde es löblich, dass Du der Welt offen zeigen willst, was Du von Ihr hältst. – Aber lass‘ Deine Wut oder Verzweiflung darüber nicht an den Menschen aus, die versuchen, Dein Leben schöner zu machen, sondern eher an denen, die Dir die Hoffnung genommen haben, dass es Sinn macht, jeden Morgen wieder gutgelaunt, mit neuen guten Vorsätzen und Plänen für ein schöneres Leben aufzustehen – auch wenn die sich jeden Tag ändern, weil unerwartet etwas weniger Schönes vorher erledigt werden und man sie noch einmal verschieben musste.

P.s.: Wenn Du Dir das Aufstehen und Wachwerden bzw. In-die-Gänge-kommen nicht unnötig schwer machen willst, gewöhnst Du Dir an, bei offenem Fenster (notfalls mit Ohrstöpseln, falls Du sonst keine erholsame Ruhe findest) zu schlafen und Dir nicht gleich als Erstes morgens den Magen vollzuschlagen. Menschen, die anschließend in (Büro-)Stühlen oder an ihren Arbeitsgeräten sitzen und in Ruhe dabei verdauen können, mag das nicht schaden; alles anderen profititeren davon, ihre Energiereserven vom Vorabend zu mobilisieren und erst zu essen, wenn sie hungrig geworden sind von ihrer körperlichen oder geistigen Ertüchtigung.

 

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Dank für das Foto gebührt Karina Tess (auf Unsplash) und für die Erfahrungen, die ich mit Morgenmuffeln machen durfte, allen, neben denen ich in meinem Leben schon aufgewacht bin oder mit denen ich die ersten Stunden des Tages verbringen durfte!

 

Wenn die besten FreundInnen der Menschen nicht sie selbst, sondern Dinge, Pflanzen, Tiere oder andere Menschen sind

Ich habe den Eindruck, Selbstliebe wird in vielen menschlichen Gesellschaften als Egozentrismus verteufelt, während Selbstvertrauen und –bewusstsein oder –verständnis als erstrebenswerte Eigenschaften gelten.

Aber wenig ist in unserer Welt tatsächlich selbstverständlich, auch nicht, dass sich jeder Mensch nicht selbst der oder die Nächste sein sollte, um selbstständig – ohne anderen zur Last zu fallen – überleben zu können. Aber wenn Menschen keine Antworten auf all ihre Fragen finden, weil andere Menschen sie ihnen nicht gleich geben, fangen sie an, mit toten Dingen oder anderen Lebewesen zu kommunizieren und in Fantasiewelten abzutauchen – bis sie lernen, wie man eigenständig recherchiert, bis man etwas tatsächlich verstanden hat, weil es verständlich klingt.

Selbstvertrauen brauchen nur Menschen, die kein Vertrauen in andere Menschen haben.

Selbstbewusstsein können Menschen, die kein ehrliches Feedback von ihren „FreundInnen“ auf ihre Verhaltensweisen oder Worte erhalten, nicht entwickeln.

Wie also sollen Menschen, die sich selbst nicht erlauben, sich zu lieben, in der Lage sein, diese Erlaubnis anderen zu erteilen? Sich um andere zu kümmern, die sich dankbar für die Zuwendung zeigen, kann den Eindruck von Gegenliebe erwecken, hat aber nicht unbedingt tatsächlich etwas mit romantischer Liebe zu tun, die nicht nur Gefühle (des Verlangens), sondern auch „brennende“ Leidenschaft – die Bereitschaft, dafür auch Leid (z.B. unter einer Trennung) zu empfinden – beinhaltet.
Menschen können sich einreden, dass tote Materie, Pflanzen, Tiere oder andere Menschen dazu in der Lage sind, sie zu lieben, tatsächlich wissen können sie es nur, wenn sie sich trauen, ehrlich danach fragen (und eine ehrliche Antwort darauf erhalten).

Aber es kann natürlich auch schön für Menschen sein, sich geliebt zu fühlen, ohne wirklich davon überzeugt zu sein.
Es erspart ihnen Enttäuschungen, gibt ihnen aber auch nicht die Möglichkeit zu erfahren, wie sich auf Gegenseitigkeit beruhende Liebe wirklich anfühlt.
Wenn Du also das Gefühl hast, die „echte“ Liebe in Deinem Leben noch nicht gefunden zu haben, dann gib‘ nicht auf, danach zu suchen, egal ob in Deinem Freundeskreis oder außerhalb davon – aber nicht auf die Weise, wie Du es bisher versucht hast.
Frag‘ Dich aber zuerst, was Du an Dir selbst nicht liebst – falls Du verstehen lernen willst, warum Dir andere bisher nicht trotzdem dauerhaft ihre Liebe entgegengebracht haben.

P.s.: Und wenn Du die echte Liebe, die, für die Du notfalls vielleicht sogar Dein Leben geben würdest, gefunden hast, dann pass‘ auf, dass Du es nicht unabsichtlich tust – weil Du vielleicht übersiehst, dass Du Dich selbst dabei kaputt machst, wenn die Liebe zu Deinem Leben, die Rücksichtnahme auf Deine körperlichen, geistigen und seelischen Bedürfnisse nicht die wichtigere für Dich ist. Menschen, die sich wirklich lieben, könn(t)en offen und ehrlich aussprechen, was sie brauchen – weil sie sich sicher sein könn(t)en, dass ihre LiebespartnerInnen ihnen immer entgegenkommen werden, solange sie dabei nicht selbst Schaden zufügen (indem sie ihre eigenen Bedürfnisse zu sehr missachten, also nicht dafür sorgen, dass auch sie das bekommen, was ihnen fehlt, oder indem sie sich, obwohl sie schon genug mit sich selbst zu tun haben, sich zusätzlich etwas auflasten, was ihrem Gewissen oder ihren aus ihren Lebenserfahrungen gewonnenen Erkenntnissen widerspricht).

P.p.s.: Ideale LebenspartnerInen, beste FreundInnen, Geliebte und LiebhaberInnen zugleich, sind nicht die Menschen, die sich nie widersprechen, also nie streiten und sich immer sofort einigen können (oder vereinigen wollen), sondern die, die sich Mühe geben, ihr Leben gemeinsam zu bestreiten (statt gegeneinander zu konkurrieren). Sie geben einander Kraft, wenn sie sie brauchen, und wissen sich zu helfen, wenn sie alleine nicht weiterkommen – weil sie ihre Stärken zu nutzen wissen und nicht gemeinsam unsinnig viel Zeit damit verbringen, ihren Schwächen zu fröhnen. Beste/r FreundIn kann sich im Grunde jeder selbst sein. – Eine/n perfekten PartnerIn zu finden und sich ihn oder sie an der eigenen Seite zu erhalten, kostet Zeit und Mühe, in der miteinander – mehr oder weniger hart – trainiert werden „muss“ (je nachdem, wie das Wunschild einer „echten“ Partnerschaft aussieht). Ich wünsche allen Menschen viel Erfolg auf ihrer Suche – vor allem, wenn sie den Glauben an die auf Gegenseitigkeit beruhende Liebe aufgegeben haben und sich auf Freundschaften Plus beschränken.

 

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Dank für das Foto gebührt Hannah Rodrigo (auf Unsplash)!

Moderner Menschenhandel

Wenn schon Eltern ihre Kinder freiwillig an einen Staat verkaufen statt sie ehrlich aufzuklären und ihnen den Weg in die unabhängige Selbstständigkeit zu ebnen

Menschenleben sind kostbar.
Nicht nur für diejenigen, die es von Natur aus besitzen, sondern auch für andere, die wissen, wie sie sie für ihre Zwecke – als Spielzeuge zu Zeitvertreib oder als (frei-)willige Arbeitstiere – benutzen können.
Kaum jemand, der in einem sogenannten Rechts- oder Sozialstaat unter angeblich freien Menschen aufwächst, hinterfragt jemals,

  • wieso Menschen eigentlich so viel tun müssen, was ihnen im Leben nicht selbst einfallen würde;
  • wieso so viele Menschen, die sich an Gesetze halten und sich im Recht fühlen, nicht einmal erklären können, wieso es diese Gesetze gibt, welche Gefahr damit verhindert oder wer damit geschützt werden soll;
  • wieso uns Dritte, die wir noch nie im Leben persönlich gesprochen haben, etwas verbieten oder dafür einfordern dürfen, dass wir mit anderen Menschen Vereinbarungen treffen oder (Kauf-)Verträge schließen.

Viele Menschen kennen mit Sicherheit das Gefühl, sich zu verkaufen und die eigene Menschenwürde zu verraten, wenn sie wider besseren Wissens und Gewissens „Jobs“ machen,

von denen andere Menschen Albträume bekommen und bei denen sie aufpassen müssen, dass sie nicht ihren Verstand verlieren, oder

mit denen sie ihren Organe schleichend vergiften oder täglich mehr Muskeln verkrampfen und damit auf Dauer ihre körperlichen Gesundheit zerstören.

Kaum jemand redet offen und ehrlich darüber – weil sich Menschen schämen, wenn sie etwas Unmoralisches tun wie sich zu prostituieren oder ihre PartnerInnen, Kinder und anderen Familienangehörigen zur Prostitution zu zwingen, „nur“ um sich ihren Lebensstil erhalten zu können und nicht „sozial abzusteigen„.
Ich würde sagen, wenige können auf menschlicher Ebene tiefer sinken als sie – vielleicht in tiefer Bewusstlosigkeit – sowieso schon gesunken sind.
Auf gesellschaftlicher Ebene ist das natürlich erwünscht, zumindest von denjenigen, die ihr Geld in den modernen Sklavenhandel investieren, also dafür hergeben, dass es Menschen, die bereit sind, dafür zu arbeiten, noch weiter für sie vermehren.

Ich würde aber sagen, die Zeit arbeitet gegen sie, weil in immer mehr Menschen, die dachten, sie würden in ihrem Leben etwas Gutes tun, das Bewusstsein erwacht, dass sie möglicherweise auf BetrügerInnen hereingefallen sind, die ihnen ein X für ein U bzw. eine römische Fünf, ein V, vorgemacht, also etwas für eine 10 verkauft haben, was nur den Wert einer 5 hatte – um selbst den Vorteil zu haben, sich die Differenz in die eigene Tasche spielen zu können.

P.s.: Bestimmt gibt es Menschen, die denken, sie hätten die Entscheidungen, die sie in ihrem bisherigen Leben getroffen haben, nur aus Liebe getroffen. Aber Liebe erfordert manchmal auch den Mut, Dinge sein zu lassen, für die man gar nicht selbst die Verantwortung tragen kann oder notfalls sogar ein Leben lang tragen möchte, selbst wenn man sich noch nicht vorstellen kann, was das überhaupt bedeutet.

 

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Dank für das Foto gebührt Kate Oseen (auf Unsplash) und für mein Leben meinen Eltern, die mit Sicherheit nicht wussten, was es bedeutet, Kinder in diese von Geld, Angst und menschlicher Willkür statt von echter Liebe – die auf Selbstachtung, gegenseitigem Vertrauen und Verständnis für andere beruht – und Ehrfurcht vor der Natur beherrschte Welt zu setzen. Sie haben es trotzdem geschafft, mir die Möglichkeiten einer relativ freien Entwickliung zu bieten und mir meinen freien Willen und meine Skepsis gegenüber den Systemen, in denen ich leben muss zu erhalten, ohne mich davon aufhalten lassen zu müssen, mir allzu viele Sorgen um sie und ihre Zukunft machen zu müssen!

Völkerwanderungen im neuen Gesicht

Vom individuellen Aussteigen auf Zeit, entschlossenen AuswandererInnen oder vom modernen Nomadentum gleichgesinnter Gruppen auf der Suche nach einem dauerhaft schönen und/oder friedlichen Platz zum Leben

Wir Menschen haben vor langen Zeiten erkannt, wie bequem es ist, einen festen Platz zum Leben zu haben, den wir unsere Heimat oder sogar „unser Eigentum“ nennen können, das uns niemand wegnehmen kann, weil wir es besitzen (es also ein steter Teil von uns ist).
Es gibt allerdings immer noch viele Menschen, die nicht wissen, wo unsere und auch ihre natürlichen Grenzen liegen, die wir sowohl individuell als auch für alle anderen leicht und ohne gesetzliche Regelung verständlich festsetzen sollten, wenn wir als Menschheit überleben wollen – weil es ihnen noch niemand beigebracht hat und sie selbst wichtigere Dinge in ihrem Leben zu tun haben als sich mit dem Menschsein und unserer menschlichen Vergangenheit, der Gestaltung unserer Zukunft oder der Natur, in der wir als Menschen alle, gemeinsam, leben (müssen), zu beschäftigen.
Es gibt immer noch Menschen, die nicht auf die Idee kommen, dass zur künstlichen, willkürlichen, auf Masse und Überfluss ausgelegten, Energiegewinnung und Nahrungsmittelproduktion immer unsere lebenswichtige Natur zerstört wird, die wir erhalten könnten, wenn wir stattdessen natürliche Energieträger und Kalorien, also Wärmeeinheiten, sinnvoll nachhaltig nutzen statt sie schneller verbrennen würden als sie sich und wir uns und unsere Körperkräfte regenerieren können.
Es gibt Menschen, die leben in Kriegsgebieten, weil andere in ihrer Heimat Krieg – um natürliche Ressourcen – führen oder Macht über das Territorium erlangen, also die bisherige Regierung ablösen wollen, die ihren Interessen – dort verfügbare Ressourcen mitnutzen zu dürfen – nicht wie gewünscht entgegenkommt.

Sobald die Angst um das eigene Überleben größer wird als die Liebe zu ihrer Heimat, sind alle Menschen bereit zu flüchten, die noch ein Leben vor sich haben bzw. eine Perspektive für sich sehen, an einem anderen Ort dieser Erde in Frieden weiterleben zu können.
Selten werden Menschen tatsächlich aus ihren Häusern vertrieben. Oft flüchten sie statt sich in Gruppen gegen Eindringlinge zu organisieren sicherheitshalber – aus Angst, dass ihre Stadt oder sogar ihr Haus bombardiert werden oder Militär eindringen und sie töten könnte bzw. ihr Leben, in dem sie sich wohl und frei gefühlt haben, zerstört werden könnte.

Lieber fühlen sie sich frei zu gehen und – für ein unsicheres Leben an einem neuen Ort – ein Leben hinter sich zu lassen, das ihnen Sicherheit gegeben hat.
Es ist ein schönes Gefühl, frei zu sein.
Solange Menschen aber nicht in der Lage sind, für die Freiheit an dem Ort zu kämpfen, an dem sie – gemeinsam mit Gleichgesinnten – tatsächlich leben wollen, befinden sie sich immer nur auf der Flucht vor einem Leben, das sie gar nicht wirklich führen wollen (aber akzeptieren, solange es für sie bequemer ist als es aufzugeben und sich überlegen zu müssen, was sie eigentlich wirklich wollen).

Führst Du das Leben, das Du führen willst oder wartest Du noch auf Deine Chance, es irgendwann da oder von da aus führen zu können, wo Du aktuell bist?
Bist Du aktuell da, wo Du leben (und notfalls auch sterben) willst?
Fühlst Du Dich da, wo Du  bist, verstanden von den Menschen, mit denen Du lebst? Kannst Du Dich dort unterhalten – mit ihnen oder selbstständig, ganz allein mit Dir und dem, was Du besitzt?
Kannst Du dort gemeinsam mit anderen über dieselben Dinge oder Themen lachen und weinen?
Oder glaubst Du, dass Du Dich an einem bestimmten anderen Ort wohler fühlen könntest oder die Welt Dein Zuhause ist, so dass im Prinzip egal für Dich ist, wo Du lebst?
Bist Du selbst (flucht-)gefährdet, gehörst also zu den „echten“ Nomaden oder Nomadinnen, die dorthin gehen, wohin die Bedürfnisse aller Gruppenmitglieder, vor allem ihrer Tiere, auf die sie angewiesen sind, sie führen – weil sie nur gemeinsam überleben können.
Oder flüchtest Du gerne und immer wieder, vor allem wenn Du Angst hast, dort wo Du bist, für den Rest Deines Lebens bleiben zu müssen?

Solange Menschen denken, dass es für sie Fluchtwege gibt, neigen sie dazu, ihre Zelte oder notdürftig eingerichteten Wohnungen übergangsweise auch gegen ein dauerhaftes oder sogar selbst gebautes oder mühsam erspartes Haus einzutauschen – für sich und/oder die Menschen, denen sie auch hin und wieder Besuchsraum bieten möchten.
Ihre wahre Natur, ihre echten (Freiheits-)Bedürfnisse und Ängste (oder angeborenen Instinkte), erkennen viele Menschen erst, wenn etwas ihnen Angst einjagt, die sie vorher noch nicht kannten:

  • wenn der eigene Körper oder Geist streikt, also Krankheiten auftreten, die sie sich nicht erklären können;
  • wenn in den Nachrichten von einer neuen, akuten oder sich nähernden Gefahr geredet oder darüber geschrieben wird;
  • wenn plötzlich militärische Geschütze aufgefahren, Straßensperren errichtet oder Grenzkontrollen eingeführt werden, die sie nicht mehr freiwillig erfüllen wollen.

Es gibt unter Menschen die Kämpfernaturen, die ihre Reviere, die sie lieben und deshalb auch schützen und nachhaltig nutzen, – notfalls bis aufs Blut verteidigen.
Es gibt aber auch friedlichere, in meinen Augen naive, Seelen, die entweder

  • freiwillig das Feld räumen und nur mit dem flüchten, was sie mit sich nehmen können – weil sie keinen Grund sehen, für ihren Lebensraum zu kämpfen, dessen Bedeutung für ihr Leben sie nicht einmal kennen, oder
  • denken, sie würden dort, wo sie sich befinden, von anderen in Ruhe gelassen werden – weil sie sich nicht vorstellen können, dass andere gierigere Menschen, die selbst nicht wissen, wie sie nachhaltig glücklich und zufrieden leben könn(t)en, ihnen ihr Eigentum wegnehmen wollen könnten.

Wo ein menschlicher Wille ist, ist immer auch ein Weg – alleine zu kämpfen; zu akzeptieren, dass man alleine keine Chance hat, oder sich zu organisieren, also mit anderen Menschen zusammentun, die bereit sind, eine geschlossene Front gegen Eindringlinge in ihre Gebiete zu bilden, sei es mit Waffen oder auf friedliche Weise, also mit guten Argumenten gegen den Einsatz von Waffen.
Wir Menschen könnten gemeinsam beschließen, gegen unseren natürlichen Fluchtinstinkt zu handeln und genau da zu bleiben, wo wir sind bzw. bleiben wollen: an einem Platz, den wir nicht nur unser Zuhause nennen dürfen, sondern an dem wir uns auch wirklich daheim fühlen können – weil dort andere Menschen leben, also auch über längere Zeit bleiben (wollen), mit denen wir uns verbunden fühlen.
Selbst wenn andere in unseren Augen grausame Dinge tun, mit denen wir nicht einverstanden sind, ließe sich mit ihnen über neue gemeinsame Wege verhandeln statt immer wieder alleine oder nur in kleinen Gruppen nach einem neuen zu suchen, der auch nur an einen neuen Ort führen wird, den globale Menschheitsprobleme irgendwann heimsuchen werden, die in unsere Natur liegen und die wir auch nicht künstlich verändern können. Wir können uns einreden (lassen), dass es Sinn macht, immer wieder kurzzeitig Meisterleistungen zu erbringen und/oder (Kunst-)Werke zu erschaffen, die weder regenerierbar, also bewohn-, ess- oder kompostierbar sind. – Aber solange wir nicht das Bewusstsein für echte Kunst, nämlich natürliche Schönheit und Vergänglichkeit sowie ihre nachhaltige Nutzung erlangen, zerstören wir auf Dauer nicht nur unser eigenes Leben, – unseren Körper, unseren Geist oder unsere von Natur aus sowohl friedliche als auch kämpferische Seele – sondern auch unser aller Lebensgrundlage, die Lebensräume unserer Erde, die uns den Tod bringen, wenn wir nicht mehr Raubzüge gehen können, um uns irgendwo anders neue Ressourcen zu beschaffen, mit denen wir Kraft sammeln oder Energie gewinnen können.

P.s.: Statt alle Völker oder demokratischen Staaten dieser Erde zu einem gemeinsamen, menschlichen verbinden zu wollen, willkürlich zu einigen, ohne dass unterschiedliche Fähigkeiten und Bedürfnisse unter unterschiedlichen Lebensbedingungen, die ein Nationalbewusstsein, einen sogenannten Nationalstolz, schaffen, berücksichtigt werden (können), kann ich mir vorstellen, dass es uns vor allem helfen würde, uns erst einmal zu entspannen, durchzuatmen und dann zu überlegen, was wir damit anfangen, dass es uns bisher offensichtlich noch nicht gelungen ist, dauerhaft friedlich miteinander und im Einklang mit unserer Natur zu leben. Solange unterschiedliche Volksgruppen ihre Kräfte aneinander messen statt sie gemeinsam sinnvoll für etwas Höheres, z.B. den Erhalt unserer Natur, von der wir alle abhängig sind, einzusetzen, wird sich nach jedem Kampf eines für das auserwählte halten und dazu berufen fühlen, auch andere mit mehr Freiheitsversprechungen herauszufordern, es ihnen gleich zu tun.

 

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Dank für das Foto gebührt Larry Li (auf Unsplash)!

Arbeit macht frei (und gesund und glücklich)

Oder vielleicht doch nur die, die sie freiwillig leisten, sich von anderen dazu einspannen lassen oder bereit sind, ihre Lasten zu tragen, ohne sich jemals darüber zu beschweren oder darunter zusammenzubrechen?

Ich bin überzeugt, dass Arbeit – etwas, was man mit dem eigenen Geist und den eigenen Händen oder anderen Körperteilen erschafft – Menschen sowohl befreien als auch gesund halten und glücklich machen kann – solange sie selbstständig an sich und/oder zu ihrem Vergnügen, wann immer sie wollen, arbeiten können, ohne dass sie irgendwann mit ihrer – körperlichen, geistigen oder seelischen – Gesundheit dafür bezahlen oder mit Geld bezahlt werden müssen, weil sie es sich nicht leisten können, keine Gegenleistung dafür zu verlangen.

Begeistert Arbeitswütige, – energiegeladene, körperlich, geistig oder seelisch unausgeglichene oder sehr angstbelastete Menschen – die dazu neigen, sich selbst viel zuzumuten oder sogar zu viel aufzulasten und im Grunde jede Arbeit freiwillig übernehmen (weil sie in ihrem Leben viel oder sogar mehr erreichen wollen als sie alleine eigentlich leisten können), profitieren seit jeher davon, dass andersartige, entspanntere Menschen, die nicht so ehrgeizig durchs Leben gehen, weil sie sich mit wenig zufrieden geben können und dafür auch keine schwere körperliche oder geistige Arbeit leisten wollen, als von Natur aus soziale Wesen aus ihrer Gutmütigkeit heraus bereit sind, mit ihnen zusammen oder sogar für sie zu arbeiten.

Im Grunde könnte daraus eine Win-win-Situation entstehen – wenn Menschen dabei nicht an ihre körperlichen oder geistigen Grenzen gehen müssten bzw. sie immer wieder übertreten würden, so dass auch ihre Seele darunter leidet. Männer oder Frauen, die ihre eigene Kraft oder (Besitz-)Macht über andere nicht unter Kontrolle haben und andere unnötig damit belasten, dass sie sie zu denselben Höchstleistungen antreiben wollen, verbrennen dabei selbst oft unnötig viel Energie und laugen sich dabei aus, während andere, die sich davon belasten lassen, wundern, warum sie sich so schwermütig fühlen, obwohl ihnen ihre Arbeit im Grunde Spaß macht, oder warum sie so hungrig sind und essen müssen (und daher „leicht“ zunehmen), obwohl sie versuchen, (Lebens-)Energie zu sparen.

Wir Menschen sind nicht zum Nichtstun geboren. Aber Mensch können nicht sehr lange gesund und glücklich leben,

  • wenn sie das, was sie tun, nicht aus vollem Herzen lieben, wenn sie also viel lieber etwas anderes tun würden;
  • wenn ihnen das, was sie tun sollen, an die Nieren geht, so dass sie dazu neigen, sich ihre Arbeit schön zu trinken;
  • wenn ihre Arbeit sie ständig wütend macht, ihnen dabei also eine Laus über die Leber oder die Galle überläuft;
  • wenn sie jeden Morgen mit Bauch- oder Rückenschmerzen aufstehen und ihnen spätestens nach der Arbeit der Schädel brummt und sie nur noch in Bewegungslosigkeit erstarren möchten.

Wir könnten unsere Gemeinschaften auch so organisieren, dass wir uns gemeinsam nur um das Nötigste kümmern, was wirklich sinnvoll für alle ist, so dass allen genug Zeit bleibt für die Dinge, die sie wirklich gerne tun, also freiwillig für sich oder andere leisten würden.
Wir müssten uns nicht von arbeitswütigen, ehrgeizigen Menschen regieren lassen, die vor allem persönliche Erfolge feiern und für ihre Leistungen gelobt werden wollen statt ihr Leben einfach zu genießen.

Aber viele Menschen, selbst unter den sogenannten Gelehrten, sind vielleicht einfach noch zu „dumm“ – gutgläubig oder nicht aufgeklärt genug, also ungebildet – und kennen, weil sie noch nicht auf die Idee gekommen sind, selbst danach zu suchen, oder nicht wissen, wie man recherchiert, keine Alternativen dazu, sich von anderen sogar zu Arbeiten antreiben zu lassen, die sie weder sinnvoll finden noch selbst verantworten wollen würden.

Solange wir uns also in Abhängigkeit von Bezahlsystemen für unsere Arbeit und damit auch unsere Leben abhängig gemacht haben und Kindern nicht beibringen, wie sie auch ohne viel Geld und Erfolg (und all die sinnlosen Produkte, die Menschen, die Geld verdienen wollen, uns anbieten, also auf den Markt gebracht haben) glücklich leben können, werden wir uns wohl damit abfinden müssen, dass ihre Arbeit nur die paar wenigen wirklich glücklich und frei macht,

  • die sie von Anfang an frei wählen und sich damit (selbst-)verwirklichen können;
  • die so erfolgreich damit durchs Leben kommen, dass sie sich immer auch genug Auszeiten von ihrer Arbeit nehmen können, um körperlich, geistig und seelisch gesund zu bleiben; und
  • die nicht dafür zur Verantwortung gezogen und bestraft werden, dass sie uneingeschränkt behaupten dürfen, dass in einer Welt voller teurer Güter auch schlecht bezahlte Arbeit Menschen frei machen würde.

Keine für unsere Zukunft wertlose oder sogar gesundheits- oder gesellschaftsschädliche, zerstörerische Arbeit wird ewig weiter bestehen. Überlege Dir – nicht nur Deiner Gesundheit und Deinem Seelenfrieden, sondern auch Deinen Lebensglück zuliebe – gut, ob Du Dich nicht rechtzeitig, bevor Du Dich in unzählige Abhängigkeiten begeben hast, aus denen sich Menschen schwer wieder lösen können, möglichst frei davon und lieber etwas machen willst, was Dir wirklich liegt, auch wenn Du Dir dann vielleicht nicht mehr alles kaufen kannst, was Du Dir bisher von dem Geld, das Du dafür bekommen hast, geleistet hast.
Glaub‘ mir: Es gibt unzählige, kostengünstige oder -lose, oft viel gesündere Alternativen, Dein Leben zu leben. Und wenn Du wirklich etwas Sinnvolles zu der Gemeinschaft, in der Du lebst, beizutragen hast, wirst Du mit Sicherheit für Deine Arbeitsleistung, die Du freiwillig zur Verfügung stellst, auch gebührend entlohnt werden.

 

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Dank für das Foto gebührt MARIOLA GROBELSKA (auf Unsplash)!

Von gefühlskalten, sinnes(-organ-)kranken Menschen

Und von den (Lebens-)Gemein- oder Gesellschaften, die unter ihnen und ihren Verführungskünsten leiden müssen

Alle Menschen haben hin und wieder damit zu kämpfen, dass ihre Bedürfnisse ignoriert oder Gefühle verletzt werden. Unser Leben ist kein (Wohlfühl-)Wunschkonzert. Und nicht alle Menschen erhalten Erklärungen dafür, warum andere ihnen – vielleicht unbewusst, vielleicht um sich bewusst von ihnen abzugrenzen – weh tun oder mit dem, was sie besitzen, hausieren gehen (müssen), so dass andere sich in ihrer Gegenwart schlecht fühlen.

Krankhaft wird es für sie,

  • wenn ihre Sinne dabei abstumpfen;
  • wenn sie sich selbst gar nicht mehr oder erst spüren, wenn sie überreizt werden;
  • wenn sie sich besonders einfühlsam anderen gegenüber fühlen, aber gar nicht merken, wie verletzlich sie dabei wirken, wie sie sich ihnen dabei aufdrängen und im Prinzip nach Gegenliebe schreien, also auch keinerlei Kritik an ihrem Verhalten ertragen können.

Gefährlich wird es für menschliche Gemeinschaften, wenn sie sich – vielleicht aus Trotz oder sogar Rache dafür, dass sie selbst so von anderen verletzt wurden – Positionen erarbeiten oder rücksichtslos erkämpfen, aus denen heraus sie völlig gefühllos anderen Menschen gegenüber agieren können.
Einfacher wird es für sie – weil selbst gefühllose Menschen noch Mitleid empfinden können, wenn sie andere leiden – weinen, schreien oder sterben – sehen , wenn sie sich nicht persönlich mit denen konfrontieren müssen, die unter ihrer „Herrschaft“ leiden (weil sie sich in Hierarchien weit genug nach oben gearbeitet haben oder technologische „Lösungen“ für sich gefunden haben, um unliebsame Begegnungen vermeiden zu können.
Ich würde solchen Menschen trotzdem gerne begegnen, um sie zu fragen, ob sie eigentlich wissen, was sie in ihrem Leben und mit ihrer Arbeit tun bzw. anderen Menschen antun. Ich befürchte nämlich, die meisten von ihnen können sich kaum vorstellen, wie kaltherzig sie tatsächlich sind.

Wenn Du zu den Menschen gehörst, denen ständig kälter ist als anderen und die schwer für etwas zu begeistern sind, was sie sich nicht selbst ausgesucht haben, dann pass‘ bitte besonders auf Dein Herz, Deinen Kreislauf und Deine (Rücken-)Nerven auf und achte darauf, dass Du genügend Entspannungsphasen in Deinen Tagesablauf einplanst, in denen Du einfach nur auf Deinen Atem achtest und Deine Atemmuskulatur dabei auch trainierst, also tief und kräftig Luft holst. Ich würde wetten, dass Du Dich für sinnlich hältst und den Sinn Deines Lebens in äußeren Sinneserfahrungen suchst. Aber wenn Deine inneren Organe dabei der Reihe nach versagen, wirst Du nicht besonders lange Freude daran haben, Dein Leben dabei ausschweifend – vermeintlich mit allen Sinnen – zu genießen.

P.s.: Körperbeherrschung oder besondere Techniken anwenden zu können hat wenig mit echtem Körpergefühl zu tun und Du musst Dich nicht schämen, wenn Du es nicht selbstständig gelernt oder beigebracht bekommen hast, weil es in Deiner Familie auch niemand besser wusste oder Dir in Deinem Leben noch niemand begegnet ist, der oder die Dich darauf aufmerksam gemacht hat. Schau‘ also nicht in die Vergangenheit, versuche nicht, Dich dafür zu entschuldigen, sondern verzeih‘ dir und fang‘ an, Dich mit Deinen echten, natürlichen Bedürfnissen und Gefühlen zu beschäftigen und für sie einzustehen. Sonst tut es – solange Du auch nicht ehrlich darüber reden willst – bestimmt niemand.

P.p.s.: Natürlich können auch temperamentvolle, heißblütige Menschen, die nicht nur bei Angst oder körperlicher Arbeit oder aufgrund von Übergewicht leicht ins Schwitzen kommen, (mit)gefühlsarm sein – aber vor ihnen sind andere automatisch eher auf der Hut und halten einen gebührenden (Sicherheits-)Abstand, weil sie und ihre Verhaltensweisen noch unsere natürlichen Sinne ansprechen.

 

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Dank für das Foto gebührt Aydin Ghadakchi Lamor (auf Unsplash)!

Kennst Du eigenen Deine Zauberkräfte, wunderst Du Dich noch über das, was Du erlebst, oder hast Du Dich von anderen verhexen lassen?

Von guten Hexern und Hexen oder bösen Zauberern und Zaubererinnen und ihren unschuldigen Opfern

Nur Ängstliche Menschen, die andere, (vermeintlich) Stärkere unter Kontrolle halten müssen, um sich in ihrer Nähe sicher zu fühlen, neigen dazu, ihre Talente zur Herrschaft über sie einzusetzen. Wirklich mächtige, selbstbewusste ZaubererInnen haben es nicht nötig, Menschen zu manipulieren und nach ihrer Pfeife tanzen lassen zu müssen.
Nur ist den wenigsten Menschen bewusst, wie sie mit ihrem eigenen Verhalten, ihren neckischen Späßen und Spielereien oder angsteinflößenden Flüchen und Drohungen, andere beeinflussen, nämlich in erster Linie auf die Nerven gehen und ihre natürlichen (Zauber-)Kräfte rauben (können).
Zu angeblich vornehmer Zurückhaltung (ihrer eigenen Fähigkeiten) erzogene Menschen denken häufig, sie müssten andere immer erst persönlich um etwas bitten, wenn sie etwas von ihnen haben möchten statt zu erkennen, was sie nur selbst tun müss(t)en, um es – früher oder später, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist – auch von ihnen zu bekommen.
Menschen neigen zu Ungeduld und Zweifel an sich selbst oder anderen, wenn sie die Zusammenhänge zwischen ihnen und sich nicht erkennen oder zumindest spüren.
Viele denken, sie könnten Dinge willkürlich vorantreiben, ohne

  • sich an der Natur und ihren verfügbaren Ressourcen zu orientieren und Rücksicht auf sie zu nehmen, also vorsichtig vorzugehen, um niemand anderem zu schaden;
  • alle „Zutaten“ für das, was sie in ihrem Leben manifestieren wollen, alles, was sie dafür brauchen, selbstständig – mit ihren eigenen Händen und Füßen – gesammelt und sinnvoll – gleichzeitig oder hintereinander, je nach den Vorstellungen in ihrem eigenen Kopf, nicht nach Plänen, die andere für sie entwickelt haben – zusammengetragen; und
  • beharrlich – ohne sich dabei in der Bewegungslosigkeit zu verkrampfen, sondern in ständigem (Gedanken-)Fluss, notfalls in kleinen Kreisen  – durchzuhalten, bis alles so ist, dass sie damit zufrieden sind und sich bzw. ihren Erfolg feiern möchten, andere also dazu einladen wollen, ihn gemeinsam mit ihnen zu genießen, also gemeinsam – so dass auch alle Gäste damit zufrieden sind – ein Fest(-Essen) vorzubereiten.

Ich habe den Eindruck, es sind vor allem die männlichen bzw. von ihrer männlichen, rechten – körperlich (vermeintlich) „stärkeren“ – Seite dominierten Exemplare, die dazu neigen, von einem Thron aus herrschen und sich von anderen bedienen lassen wollen bzw. mental und emotional Stärkeren – den friedlichen, „guten“ Hexen oder Hexern – unterstellen, sie würden das beabsichtigen.
Menschen, die vor anderen nicht zugeben können bzw. wollen, dass sie ihre Opfer betören, sie einlullen und (ver-)führen, eben verzaubern können, ohne dass die sich in Gefahr wägen, sind in meinen Augen die wirklich „Bösen“ auf dieser Welt – weil sie ihre Erfahrungen nicht weitergeben, sondern vor allem selbst als die mächtigsten ZaubererInnen in die Geschichte eingehen wollen.

Passt bitte auf, liebe Hexen und Hexer, die Ihr Eure eigenen Kräfte noch nicht zu nutzen wisst, weil Euch noch niemand erklären konnte, was alles in Eurer Macht steht, in Euren eigenen Händen liegt, und dass Ihr nicht selbst Opfer eines bösen Zaubers über Euren Körper oder Geist oder sogar Euer Herz werdet, weil Ihr Angst vor Euch selbst und Euren menschlichen (weder animalisch- noch übermenschlich-göttlich) kreativen Fähigkeiten, selbst mit einfachsten Mittel etwas Beeindruckendes zu erschaffen, habt (einreden lassen)!
Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen, zauberhaften Tag, Hex-hex!

P.s.: Wenn Du mit dem Gefühl lebst, Du wärst am falschen Ort zur falschen Zeit unter den falschen Menschen geboren worden, ist das ein klarer Hinweis darauf, dass Dein innerer Kompass, Dein Leitstern manipuliert wurde – entweder von Deinen Eltern oder der Gesellschaft, in der Du aufgewachsen bist. Wenn Du außerdem das Gefühl hast, Du bist immer zu langsam oder müsstest nur noch auf „Deine“ passende Gelegenheit warten, bis Du mit voller Kraft auflaufen kannst, dann könnte es sein, dass andere Dich im Grunde zu einem ewigen Jet Lag-Gefühl verurteilt, also an Deiner inneren Uhr gedreht haben – nur um Dich an ihre Bedürfnisse anzupassen (gegen die Du Dich immer noch unbewusst sträubst, obwohl Du längst freiwillig aufstehen könntest und nicht erst, wenn Du denkst, es könnte jetzt der richtige Zeitpunkt für Dich sein. Mit dem eigenen Denken kommt man Flüchen selten auf die Spur, die es behindern.

P.p.s.: Und wenn Du denkst, die beste Zeit Deines Lebens wäre längst vorbei und Du könntest nie mehr zu neuen Höchstformen auflaufen, dann weißt Du vermutlich nicht, dass die besondere Stärke der Alten darin liegt, dass sie genug Lebenserfahrungen gesammelt haben, um anderen zu helfen, (Selbst-)Vertrauen in ihre eigenen Zauberkräfte zu geben, also ihre geduldigen LehrmeisterInnen zu werden. Falls Du nicht mehr viel zu tun hast (weil Du in Deinem Leben genug zu Deiner Gemeinschaft beigetragen hast, die Dir dafür gerne freiwillig ihre Hilfe im Alter zukommen lässt) außer Dich körperlich und geistig fit zu halten, kannst Du als geborene/r MagierIn Dein Leben damit genießen, jüngere Generationen an Deinem Wissen teilhaben zu lassen und zufrieden zu beobachten, was sie Neues damit anfangen.

 

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Dank für das Foto gebührt Joshua Newton (auf Unsplash)!

Zwischen Schwärmerei und Selbstgefälligkeit

Wenn Du Dich wie ein Vogel verhältst, der seine Fähigkeiten über- oder unterschätzt und nicht bedenkt, dass es nicht nur gefährlich ist, beim Fliegen zu schlafen, sondern auch, zu bequem oder (höhen-)ängstlich, demütig zu sein, die eigenen Flügel zu benutzen

Wir Menschen sind – wie alle Lebewesen – von Natur aus zu Schwarmintelligenz fähig, wenn wir uns nicht zu sehr von den Gruppen, in denen wir leben, absondern (oder von anderen, die nicht auf die Vernunft und das Können der Gruppe, sondern nur ihren eigenen Fähigkeiten vertrauen, abspalten lassen), sondern uns darin als Individuen behaupten können.
Wenn Du entweder denkst, dass Du – als Einzelne/r – nichts zu Deiner Gemeinschaft beitragen kannst und nur das (nach-)machen oder dem (brav oder mürrisch) folgen kannst, was andere Dir vorgeben, dann hast Du Dein wahres menschliches Potential genauso wenig entdeckt wie andere, die „die Herde“ (die ihnen plötzlich folgt, weil sie auf einmal „außerordentlich“ gute Ideen haben oder etwas besonders gut können), also „alle anderen“ für zu dumm oder einfältig halten.

Natürlich intelligent können Menschen nur gemeinsam handeln, – Höhenflüge erleben oder ihre Bodenreviere verteidigen – wenn sie sowohl ihre eigenen natürlichen Bedürfnisse, also sich selbst, wirklich kennen (und auch genau wissen, welche unnatürlichen Ersatzbefriedigungen sie sich notfalls – um Überleben zu können – holen müssen, wenn sie unter Stress geraten) als auch Mitgefühl für andere empfinden können, die nicht dasselbe Leben führen – können oder sich vielleicht gar nicht selbst erlauben wollen – wie sie.
Menschen, die ihre animalische Natur – die echten, tiefsten Bedürfnisse ihrer Seele – erkannt haben, aber auch wissen, dass sie sich damit krank und unglücklich machen, wenn sie sie – weil es in ihren Gemeinschaften von ihnen verlangt wird – verdrängen müssen, könn(t)en wissen, wie sich auch andere Menschen fühlen müssen, wenn sie wirklich Menschen sind und sich (nicht) „nur“ wie besonders stolze Gockel, bunte Vögel, imposante (Langstrecken-)Flieger oder „Ratten der Lüfte“ benehmen.

Es ist nicht einfach als Mensch, Deine eigene Rolle, auch im Leben anderer, zu finden.
Wenn Du es nicht schaffst, wirst Du Dich mit der Zeit entweder auflösen, innerlich ausbrennen oder von anderen auffressen lassen und langsam in Vergessenheit geraten oder Dich selbst beim Verbiegen, pausenlosen Fortbewegen oder Stillhalten so schmerzhaft verkrampfen, dass Du – ganz automatisch – überdenken wirst, ob das, was Du tust, überhaupt (mit-)menschlich ist oder nur das, was Du für (mit-)menschlich hältst (weil Du zu wenig über unsere Natur und Menschheitsgeschichte weißt).

Natürlich bist Du „nur“ eine oder einer unter vielen.
Warum denkst Du dann aber, dass es außer den Menschen, die für Dich etwas ganz Besonderes sind, andere geben müsste, die für ganze Länder oder die Welt von besonderer Bedeutung wären?
Jeder Mensch bekommt nur das, was er sich verdient, wofür also andere zu zahlen bereit sind. – Wenn jede/r einzelne aufhören würde, für die Reichsten der Reichen zu arbeiten bzw. ihnen Geld zu geben, weil Du ihnen ihre Werbung und/oder Produkte abkaufst, bliebe vielleicht mehr Zeit und Geld und Kraft für Dich und andere übrig, die es sich genauso verdient haben, ein richtig schönes, ganz besonderes Menschenleben zu leben.

P.s.: Sei Dir immer bewusst, dass Du – vielleicht sogar ohne es zu merken – hin und wieder die Hauptrolle für andere Menschen spielst, weil sie auf Deine Unterstützung angewiesen sind bzw. niemandem so sehr vertrauen wie Dir. Solltest Du dieses Vertrauen zu lange oder immer wieder enttäuschen, weil es für Dich wichtigere Dinge oder Menschen gibt, dann wundere Dich bitte nicht, wenn sie Dich nicht ewig weiter dafür rühmen.

 

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Dank für das Foto gebührt Jake Bergen (auf Unsplash)!

 

Bewusst leben (und nicht dabei verzweifeln)

In vollem Bewusstsein ihrer geistigen und körperlichen Kräfte können nur Menschen leben, die sich auch ihrer und anderer menschlichen, unbewussten oder ins Unterbewusstsein verdrängten Schwächen bewusst sind und sie (trotzdem) entspannt annehmen bzw. bewusst transformieren, also sinnvoll nutzen können – indem sie andere z.B. darüber aufklären und davor warnen oder um ihre (Mit-)Hilfe bitten, weil sie alleine vielleicht zu schwach sind, etwas gegen sie auszurichten.

Ich hoffe, Du hast Deine sinnlosen Allein-Kämpfe gegen Dein Unbewusstes noch nicht aufgegeben!
Ich bin nämlich sicher, dass Du Dir bewusst sein darfst, dass Du nicht der oder die einzige bist, der oder die jede – auch noch so schwache – Hilfe dabei gebrauchen könnte, sie in unser aller kollektives Bewusstsein zu holen und sie dort so zu manifestieren, dass sie nie mehr in Vergessenheit geraten können..
Sobald Du erst einmal das Prinzip verstanden hat, dass Bewusstsein sich beständig weiter entwickelt, verzweifelt Du vielleicht auch nicht mehr daran, wenn Du dabei immer auf der Hut bleiben, etwas Neues lernen und erkennen „musst“, dass Du darin vermutlich nie auslernen wirst.

Der Lernstoff, den unsere Natur bzw. die Funktionsweise unseres menschlichen Gerhirns und unserer Sinneserfahrungen mit sich bringt, übersteigt vermutlich (noch) das Vorstellungsvermögen vieler Menschen.
Aber ich denke, die Grundpfeiler sind längst gelegt – jetzt können wir bewusst entscheiden, was davon wir erfahren bzw. uns aneignen und was wir daraus machen wollen.

 

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Dank für das Foto gebührt Samuel Austin (auf Unsplash)