Kennst Du eigenen Deine Zauberkräfte, wunderst Du Dich noch über das, was Du erlebst, oder hast Du Dich von anderen verhexen lassen?

Von guten Hexern und Hexen oder bösen Zauberern und Zaubererinnen und ihren unschuldigen Opfern

Nur Ängstliche Menschen, die andere, (vermeintlich) Stärkere unter Kontrolle halten müssen, um sich in ihrer Nähe sicher zu fühlen, neigen dazu, ihre Talente zur Herrschaft über sie einzusetzen. Wirklich mächtige, selbstbewusste ZaubererInnen haben es nicht nötig, Menschen zu manipulieren und nach ihrer Pfeife tanzen lassen zu müssen.
Nur ist den wenigsten Menschen bewusst, wie sie mit ihrem eigenen Verhalten, ihren neckischen Späßen und Spielereien oder angsteinflößenden Flüchen und Drohungen, andere beeinflussen, nämlich in erster Linie auf die Nerven gehen und ihre natürlichen (Zauber-)Kräfte rauben (können).
Zu angeblich vornehmer Zurückhaltung (ihrer eigenen Fähigkeiten) erzogene Menschen denken häufig, sie müssten andere immer erst persönlich um etwas bitten, wenn sie etwas von ihnen haben möchten statt zu erkennen, was sie nur selbst tun müss(t)en, um es – früher oder später, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist – auch von ihnen zu bekommen.
Menschen neigen zu Ungeduld und Zweifel an sich selbst oder anderen, wenn sie die Zusammenhänge zwischen ihnen und sich nicht erkennen oder zumindest spüren.
Viele denken, sie könnten Dinge willkürlich vorantreiben, ohne

  • sich an der Natur und ihren verfügbaren Ressourcen zu orientieren und Rücksicht auf sie zu nehmen, also vorsichtig vorzugehen, um niemand anderem zu schaden;
  • alle „Zutaten“ für das, was sie in ihrem Leben manifestieren wollen, alles, was sie dafür brauchen, selbstständig – mit ihren eigenen Händen und Füßen – gesammelt und sinnvoll – gleichzeitig oder hintereinander, je nach den Vorstellungen in ihrem eigenen Kopf, nicht nach Plänen, die andere für sie entwickelt haben – zusammengetragen; und
  • beharrlich – ohne sich dabei in der Bewegungslosigkeit zu verkrampfen, sondern in ständigem (Gedanken-)Fluss, notfalls in kleinen Kreisen  – durchzuhalten, bis alles so ist, dass sie damit zufrieden sind und sich bzw. ihren Erfolg feiern möchten, andere also dazu einladen wollen, ihn gemeinsam mit ihnen zu genießen, also gemeinsam – so dass auch alle Gäste damit zufrieden sind – ein Fest(-Essen) vorzubereiten.

Ich habe den Eindruck, es sind vor allem die männlichen bzw. von ihrer männlichen, rechten – körperlich (vermeintlich) „stärkeren“ – Seite dominierten Exemplare, die dazu neigen, von einem Thron aus herrschen und sich von anderen bedienen lassen wollen bzw. mental und emotional Stärkeren – den friedlichen, „guten“ Hexen oder Hexern – unterstellen, sie würden das beabsichtigen.
Menschen, die vor anderen nicht zugeben können bzw. wollen, dass sie ihre Opfer betören, sie einlullen und (ver-)führen, eben verzaubern können, ohne dass die sich in Gefahr wägen, sind in meinen Augen die wirklich „Bösen“ auf dieser Welt – weil sie ihre Erfahrungen nicht weitergeben, sondern vor allem selbst als die mächtigsten ZaubererInnen in die Geschichte eingehen wollen.

Passt bitte auf, liebe Hexen und Hexer, die Ihr Eure eigenen Kräfte noch nicht zu nutzen wisst, weil Euch noch niemand erklären konnte, was alles in Eurer Macht steht, in Euren eigenen Händen liegt, und dass Ihr nicht selbst Opfer eines bösen Zaubers über Euren Körper oder Geist oder sogar Euer Herz werdet, weil Ihr Angst vor Euch selbst und Euren menschlichen (weder animalisch- noch übermenschlich-göttlich) kreativen Fähigkeiten, selbst mit einfachsten Mittel etwas Beeindruckendes zu erschaffen, habt (einreden lassen)!
Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen, zauberhaften Tag, Hex-hex!

P.s.: Wenn Du mit dem Gefühl lebst, Du wärst am falschen Ort zur falschen Zeit unter den falschen Menschen geboren worden, ist das ein klarer Hinweis darauf, dass Dein innerer Kompass, Dein Leitstern manipuliert wurde – entweder von Deinen Eltern oder der Gesellschaft, in der Du aufgewachsen bist. Wenn Du außerdem das Gefühl hast, Du bist immer zu langsam oder müsstest nur noch auf „Deine“ passende Gelegenheit warten, bis Du mit voller Kraft auflaufen kannst, dann könnte es sein, dass andere Dich im Grunde zu einem ewigen Jet Lag-Gefühl verurteilt, also an Deiner inneren Uhr gedreht haben – nur um Dich an ihre Bedürfnisse anzupassen (gegen die Du Dich immer noch unbewusst sträubst, obwohl Du längst freiwillig aufstehen könntest und nicht erst, wenn Du denkst, es könnte jetzt der richtige Zeitpunkt für Dich sein. Mit dem eigenen Denken kommt man Flüchen selten auf die Spur, die es behindern.

P.p.s.: Und wenn Du denkst, die beste Zeit Deines Lebens wäre längst vorbei und Du könntest nie mehr zu neuen Höchstformen auflaufen, dann weißt Du vermutlich nicht, dass die besondere Stärke der Alten darin liegt, dass sie genug Lebenserfahrungen gesammelt haben, um anderen zu helfen, (Selbst-)Vertrauen in ihre eigenen Zauberkräfte zu geben, also ihre geduldigen LehrmeisterInnen zu werden. Falls Du nicht mehr viel zu tun hast (weil Du in Deinem Leben genug zu Deiner Gemeinschaft beigetragen hast, die Dir dafür gerne freiwillig ihre Hilfe im Alter zukommen lässt) außer Dich körperlich und geistig fit zu halten, kannst Du als geborene/r MagierIn Dein Leben damit genießen, jüngere Generationen an Deinem Wissen teilhaben zu lassen und zufrieden zu beobachten, was sie Neues damit anfangen.

 

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Dank für das Foto gebührt Joshua Newton (auf Unsplash)!

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