Aufrichtig im Vergessen dessen, wie Du Dich unbewusst (immer wieder) verhältst?

Was allein unsere Körperhaltung über uns und unser „inneres Milieu“ verrät, wenn wir sie nicht bewusst wahrnehmen und gegensteuern können

Menschen sind nur bedingt multi-tasking-fähig.
Bewusst können wir uns nur auf wenige Dinge konzentrieren, während wir andere

  • nur“ un- oder unterbewusst wahrnehmen,
  • „überhaupt nicht auf dem eigenen Schirm haben“ oder
  • bewusst ausblenden,

sobald sie uns entweder so sehr stören oder verunsichern , dass wir uns nicht mehr auf das fokussieren können, worauf wir eigentlich unsere Bewusstsein lenken woll(t)en.

Unser Bewusstsein ist vor allem auf unsere Atmung bzw. unsere Sauerstoffversorgung und Kohlenstoffdioxid-Entgiftung angewiesen, weil wir nur klar denken können, wenn unser Gehirn störungsfrei arbeiten, also im (Daten-)Fluss zwischen Informationseingabe und sinnvoller Verarbeitung bleiben kann.
Bevor die Nährstoffversorgung zu unserem Gehirn unterbrochen wird, werden allerdings alle anderen Körperfunktionen heruntergefahren – so dass unser Gehirn erst dann geschädigt wird, wenn Speicherorgane nichts mehr hergeben können und gleichzeitig nicht für genügend Nährstoffe nachgeliefert werden.

Du kannst Dich selbst dabei beobachten bzw. Dir von anderen Menschen Feedback dazu holen, an welchen Organen Dein Körper gerade zehrt – weil Du ihn entweder bewusst vernachlässigst oder Dich „nur“ belügst, Dir also einredest, Du würdest genug für Dich und Deine Gesundheit tun, die eng mit Deiner inneren und äußeren Haltung zusammenhängt.
Schützt Du mit Deinen Händen unbewusst Deine Genital- oder unteren Bauchorgane, also Gedärm? Deinen Magen und Deine Leber? Oder sogar Dein Herz und Deine Lunge?
Oder hast Du Dir bestimmte Posen angewöhnt, zu denen Du eine Hand oder alle Finger benutzt, beide Arme übereinanderschlägst oder in die Hosentaschen steckst?

Allein unsere Schulter- und Arm- oder Händehaltung und Körperspannung sagt schon viel mehr über uns aus als uns wahrscheinlich lieb ist.
Aber wenn Du ausschließen möchtest, dass andere – die mit psychologischen Tricksereien ihr Geld verdienen bzw. sich ihre KundInnen halten – es sehr einfach damit haben, Dich an der Nase herumzuführen (weil sie genau sehen können, wann Du es – wie ein kleines Kind – mit der Angst zu tun bekommst und wie sie Dich wieder beruhigen und Dir ihre Sicherheit gegen eine Belohnung, die Du ihnen versprechen musst, vermitteln können), dann achtest Du zukünftig, dass Du anderen nicht mehr über Dich verrätst als Du vielleicht selbst über Dich weißt.
Wenn Du Dich nie intensiv damit auseinandergesetzt hast,

  • warum Du bist wie Du bist und sein oder werden wolltest, was bzw. wie Du bisher gewesen oder geworden bist;
  • warum Du liebst, wen oder was Du liebst und in Deinem Leben mühelos erreichst bzw. erreicht hast oder Dir bisher hart erarbeiten musstest;
  • wen oder was Du freiwillig, unbewusst oder bewusst vermeidest und was nicht, oder
  • worauf Du in Deinem Leben Lust hast, obwohl es Dir vielleicht Angst macht,

dann wirst nicht Du Dich vielleicht noch – schön oder böse – überraschen, sondern in erster Linie andere Menschen (wenn sie Diagnosen über Dich erstellen).

Es gibt viele Menschen, die andere besser zu lesen wissen als die sich selbst; oft sogar ganz ohne dass sie persönlich mit ihnen reden müssen – weil sie anderen nicht einmal zuhören, sondern nur genau hinschauen müssen, um relativ genau zu wissen, was in anderen vorgeht.
Mach‘ es deshalb manipulativen Menschen nicht zu leicht, mit Deinem Leben zu spielen, wenn Du es lieber selbstverantwortlich führen möchtest.
Hab‘ Vertrauen in Deine menschlichen Fähigkeiten, die Dich rechtzeitig vorwarnen können, wann es andere wirklich ernst oder gut mit Dir meinen – auch wenn Du Dich zuerst gar nicht gut in ihrer Nähe fühlst, weil sie sich Dir entweder zu sehr aufdrängen oder Dir gegenüber nicht in derselben, (über-)vorsichtigen Weise öffnen wie Du Dich ihnen zu öffnen bereit bist – und wann nicht.
Wir stellen immer irgendwann fest, was anderen an uns wichtig ist und was sie gerne oder lieber vergessen – weil sie entweder viele andere Dinge im Kopf oder zu tun haben oder uns bewusst ignorieren, also vergessen wollen.

Wir können uns nicht alles und alle immer im Bewusstsein behalten, was oder die wir gerne in unserem Leben halten, früher einmal hatten oder in der Zukunft gerne hätten, solange wir uns noch neue Dinge anschaffen oder bereit sind, Neues zu lernen und Bekanntschaften zu machen bzw. Beziehungen einzugehen.
Niemand braucht deswegen ein schlechtes Gewissen zu haben oder wütend auf andere Menschen sein, die es anderen machen (wollen), „nur“ weil sie etwas angeblich Wichtiges vergessen haben.

Wir selbst sind das Wichtigste für uns, auch mit unserer auf andere ängstlich oder überheblich wirkenden Haltung, wenn wir z.B. hinter deren Rücken über andere reden (weil sie – in unseren Augen – nicht einmal selbst zu merken scheinen, welchen Eindruck sie auf andere machen).
Wir können nie wissen, auf was sie sich stattdessen konzentrieren, um nicht durchzudrehen und sich noch auf all die Dinge und Menschen konzentrieren zu können, die überlebenswichtig für sie sind.

P.s.: Menschen, die festgestellt haben, wie viel sie – vielleicht trotz Pokerface und antrainierter Körperspannung – nur über ihr (öffentliches) Auftreten über sich verraten (weil irgendwann jede dauerhaft einseitige Anspannung – ohne anschließende Entspannung – ihren Tribut fordert) und noch aufrichtiger werden oder bleiben wollen, können noch weiter gehen: Sie können aufhören, die deutlichen Spuren zu ignorieren, die sie nicht nur im Internet oder mit Deinem Handy, sondern auch bei Deinen Einkäufen und Arzt- oder sonstigen „Besuchen“ und anderen Dienstleistungen hinterlassen, wenn sie nur einen Rat gesucht haben oder ein Produkt kaufen wollten. Rücken-, Nacken oder Schulterprobleme, unter denen die Mehrheit moderner Menschen zu leiden scheint, verschwinden meiner Meinung nach – ganz ohne spezielle Trainingsprogramme – automatisch, sobald Menschen bewusster leben und gegenseitig auf sich achten.

 

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Dank für das Foto gebührt Christopher Campbell (auf Unsplash)!

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