Easy living oder Rücksichtslosigkeit gegenüber Menschen, die sich das Leben nicht so einfach machen wollen?

Macht es auf Dauer nur (lebens-)müde oder vor allem auch andere wütend bzw. sogar krank, wenn Menschen vor allem nach Lust und Laune leben bzw. sich nicht auch damit beschäftigen, was sie damit anrichten könnten?

Es gibt Menschen, die können ihr Leben auf die leichte Schulter nehmen.
Sie müssen – weil sie entweder in reiche Familien oder Gemeinschaften hinein geboren wurden, die sie mit allem versorgen, was sie zum Leben brauchen, oder weil sie lernen, mit wenig zurecht zu kommen und niemanden sonst versorgen oder sich vor anderen rechtfertigen müssen – nicht bereit sein, wie andere hart dafür zu arbeiten bzw. Jobs zu machen, die ihnen widerstreben, nur um Geld damit zu verdienen, das ihr einfaches Leben nur komplizierter machen würde, auch wenn es ihnen vielleicht andere Lebensträume erfüllen könnte.
Es gibt Menschen wie mich, die es sich leisten können, Möglichkeiten zu nutzen, die sich ihnen bieten bzw. von anderen aufgrund ihrer Fähigkeiten und Kenntnisse oder Lebensvorstellungen und vielversprechenden Ideen geboten werden, ohne dass sie dabei ein schlechtes Gewissen haben müssen – weil sie nicht darum gebeten haben bzw. immer bereit waren, als Gegenleistung ihr Bestmögliches dafür zu tun.

Ich bin mir heute bewusst, dass nicht alle anderen Menschen dieselben Voraussetzungen und Lebenserfahrungen bzw. Kenntnisse sowie körperlichen und geistigen Widerstandskräfte besitzen, um sich mit dem abzufinden, was – wenn sie ein möglichst einfaches Leben führen möchten – für sie selbst zu tun bleibt, nämlich vor allem immer wieder Alternativen zu Dingen oder helfenden Händen zu suchen, die sie sich mit genug Geld immer leicht kaufen könnten.
Menschen, die genug Zeit, Geduld und Ausdauer, also Vertrauen in das, was sie tun, haben, werden sie mit Sicherheit immer finden.
Menschen, die keine Angst haben, im Leben etwas Wichtigeres zu verpassen oder nicht genug für die eigene Zukunft vorzusorgen, können sich voll darauf konzentrieren, das zu tun, was wirklich wichtig und bestimmt auch gut und gesund für sie – und wahrscheinlich, wenn sie darauf achten, dabei nicht zu viel Unsinn zu machen und Müll zu produzieren, auch den Rest der Welt, nämlich den Naturschutz – ist.

Mir persönlich reicht es, wenn ich das, was ich tue, vor mir selbst verantworten kann.
Ich weiß aber auch, wie gefährlich es ist, anderen Menschen – vor allem Menschen, die nicht genug Zeit, Geduld und Ausdauer mitbringen, sondern „blind“ nur dem vertrauen, was sie sehen wollen – nicht genau erklären zu können, was ich dabei bereit bin zu riskieren.
Ich habe keine Ahnung, wohin mich dieses Leben noch führen wird, aber ich bin mir jetzt schon relativ sicher, dass es sich für mich gelohnt haben wird.
Dessen völlig sicher sein kann man sich aber als einfache/r LebenskünstlerIn genauso wenig wie alle anderen Menschen, die sich ihr Leben freiwillig komplizierter gestalten bzw. die Verantwortung für ihr Leben, ihre Gesundheit, ihre Arbeitsleistung oder ihr Geld und ihre Besitztümer großteils freiwillig an andere abgeben.

 

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Dank für das Foto gebührt Kyle Glenn (auf Unsplash)!

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