Leiste lieber freiwillig und achtsam, rechtzeitig und kostenlos Hilfe (zur Selbsthilfe) da, wo Hilfe wirklich gebraucht wird

Wenn Du nicht als einst hochgeachteter, bewunderter Mensch genauso hilfsbedürftig oder arm und bemitleidenswert enden willst wie die Menschen, auf die Du einst herunter geschaut hast

Menschen wissen von Natur aus bzw. lernen im Laufe ihres Lebens, wie sie sich selbst helfen oder die Hilfe bekommen können, die sie benötigen, wenn sie Probleme haben.
Die wenigsten lernen aber rechtzeitig, wie sie sich auch langfristig ohne fremde Hilfe – ohne GlücksbringerInnen und RetterInnen in der Not – glücklich, zufrieden und sicher fühlen können, bzw. sind sich bewusst, dass sie im Prinzip immer andere Menschen dafür brauchen, um sich wirklich glücklich, zufrieden und in Sicherheit zu fühlen bzw. es auch auf Dauer zu bleiben.
Es gibt Menschen, die macht es über Jahrzehnte glücklich und zufrieden, anderen mehr zu helfen als ihnen umgekehrt geholfen wird, so dass sie dabei über Kurz oder Lang ihre Kräfte verlieren (müssen), weil der Dienst an anderen Kraft kostet und nicht nur immer wieder neue Kraft schenkt.
Andere verschulden sich, nehmen also – bewusst oder unbewusst – viel mehr Hilfe oder Hilfsgüter an, als sie jemals zurückgeben können, und tragen damit eine ständige Last auf ihrer Seele, ihrem Gewissen herum, die sie früher oder später auch in ihrem Körper, in erster Linie ihrem Rücken oder ihren Schultern, zu spüren bekommen.

Viele Menschen, die sich für selbstständig halten, ahnen nicht, wie sehr sie davon abhängen, dass andere ihnen ihr Leben ermöglichen.
Vielen Menschen, die es beruhigt zu wissen, dass sie genug Geld besitzen, um sich im Notfall Hilfe davon leisten, also dafür bezahlen zu können, ist nicht bewusst, dass gar nicht alle hilfsbereiten Menschen bereit sind, für ihr Geld zu arbeiten.

Gute Hilfe“ hat in einer Gesellschaft, in der sich Menschen Hilfe kaufen können, ihren Preis.
Nur für „gutes Geld“ sind „gute ArbeiterInnen“ auch bereit, „gute Arbeit“ zu leisten oder ihr Know How weiterzugeben.
Mit echter Hilfsbereitschaft, mit Menschlichkeit, hat das nichts (mehr) zu tun.
Allerdings profitieren viele Menschen heute davon, die es sich leisten können, nicht für andere arbeiten und Jobs nachgehen zu müssen, an denen sie wenig oder gar keine Freude haben, Es gibt immer mehr Menschen, die wenige Ansprüche haben und viele Alternativen kennen, auch ohne viel Geld – für Notfallsituationen – glücklich, zufrieden und in der Sicherheit zu leben, dass sich ihr Leben lohnt oder bisher für sie gelohnt und ausgezahlt hat.

Auf Kosten anderer zu leben und zum Beispiel für einen gemeinschaftlich organisierten Staat zu arbeiten, der gar nicht allen Menschen die gleichen Möglichkeiten eröffnet, unabhängig und selbstständig zu leben, macht weder glücklich noch zufrieden, auch wenn es gewisse Sicherheiten bietet. Sich z.B. in Versicherungen zwingen zu lassen oder andere Abgaben für unter anderem Kriegsdienst-Leistungen zu zahlen, die man freiwillig nicht einmal hilfsbedürftigen Menschen zuliebe erbringen würde, geschweige denn für die UnternehmerInnen und PolitikerInnen, die davon profitieren, schlägt vielen Menschen nicht nur kurzzeitig auf den Magen oder sauer auf, sondern kann ihnen auf Dauer auch an die Nieren gehen und sie chronisch krank machen.
Sicherheit allein hält Menschen, die sich auch nach Freiheit sehnen, nicht lange gesund.

Solange sie körperlich in der Lage sind, sich genug Freiheiten, also auch Hilfe, wenn sie alleine nicht mehr weiterwissen oder -kommen, zu erkaufen, werden sich Menschen damit zufrieden geben, dass sie sich selbst in einem Geldsystem gefangenhalten, das ihnen zu ihrem Glück und Zufriedenheit verhilft.
Wie es sich anfühlt, frei und verantwortlich für den eigenen Körper und Geist oder das zu sein, was sie sich in ihrem Leben damit erarbeitet oder erkauft haben, stellen viele Menschen erst fest, wenn sie selbst einmal wirklich hilfsbedürftig sind und niemand da ist, der ihnen freiwillig – egal ob gegen Geld oder unentgeltlich – helfen würde.

Lass‘ es Dir zuliebe nicht so weit kommen und investiere lieber mehr – Zeit, Energie und, falls es notwendig ist, auch Geld – in Dich und Deine körperliche, geistige und seelische Gesundheit bzw. in Menschen, die Dir helfen, mehr Selbstverantwortung auch für die Dinge zu übernehmen, die Du Dir im Laufe Deines Lebens aufgelastet bzw. zu Schulden kommen lassen hast.

Im Hinblick auf Deine Zukunft bringt es Dir wenig,

  • Dich möglichst wenig mit Deiner Vergangenheit auseinanderzusetzen;
  • emotionale Bindungen zu Menschen aufrechtzuerhalten, die Dir Deine Kräfte rauben;
  • an Dingen oder Angewohnheiten festzuhalten, die Dir Sicherheiten geboten haben,

wenn sie Dich hilfsbedürftig oder schwer(st)krank und womöglich – wenn Du sie nicht freiwillig, aus Liebe zu anderen oder zu Dir selbst getan hast, sondern aus Angst, etwas zu verlieren, was Du Dir womöglich gar nicht ehrlich verdient hattest – auch unglücklich und unzufrieden gemacht haben.

Es mag andere Menschen nach Deinem Tod mit einem unguten Gefühl zurücklassen, wenn große „WohltäterInnen“ von dieser Welt gehen, die eine große Leere zurücklassen. Denn nicht viele Menschen folgen dem guten Beispiel anderer, wenn es sie selbst zu viel Mühe kostet. Sie beruhigen sich und ihr Gewissen stattdessen mit dem Gedanken, dass sie ihnen zum Beispiel Geld dafür spenden oder in ihrer Freizeit, wenn sie Lust dazu und nichts Wichtigeres zu tun haben, unterstützen.
Für Dein Leben bringt es Dir allerdings wenig, wenn Du Dich darin nur für andere aufopferst, ohne genug auf Dich selbst – sowohl Deine körperliche und geistige als auch seelische Balance  zu achten zwischen den Dingen, die Du

  • gerne freiwillig für Dich oder andere tust oder
  • nur tun musst, weil andere es von Dir verlangen, obwohl Du gar keinen Sinn für Dich darin erkennst (außer dem, damit Geld zu verdienen, mit dem Du Dir im Notfall Hilfe besorgen kannst, wenn Du sie einmal brauchst).

Es mag für viele Menschen abwegig erscheinen, freiwillig unentgeltlich zu arbeiten, also keinen festen Geldbetrag für die eigene Arbeitszeit zu verlangen. Vor allem Menschen, die – vorsorglich, weil sie mit einer bestimmten Arbeit ihr Geld verdienen wollten – viel Geld in ihre Werkzeuge oder Werkstädten investieren „mussten“ oder sich selbst bei anderen Menschen verschuldet haben, die feste Beträge und vielleicht sogar Zinsen für ihre Dienstleistungen verlangen, macht es Angst, dass andere sie nicht freiwillig für ihren Einsatz gebührend entlohnen würden.
Ich selbst lebe in dem Vertrauen, dass Menschen, denen ich gerne weiterhelfe, mir – wenn ich ihnen tatsächlich geholfen habe – freiwillig etwas dafür zurückgeben, was ich selbst gebrauchen kann oder mir als Gegenleistung von ihnen wünschen würde, z.B. in Notfallsituationen für mich da zu sein und mir weiterzuhelfen.
Für mich stellt es erst eine echte Notfallsituation dar, wenn ich nicht mehr weiß, wie ich mir kostenlos Nahrung oder Wasser in der Natur besorgen kann, wie ich mich auch mit genug Kleidungsstücken und Bewegung nicht mehr aufwärmen könnte oder wo ich ein sicheres Plätzchen zum Schlafen finde. Wenn mir die Luft zum Atmen ausgehen sollte, finde ich wahrscheinlich im Notfall auch nicht schnell genug einen Ort, an dem mir wirklich geholfen wäre.

Allerdings lebe ich ja aktuell als Hausbesetzerin in einem alten Häuschen mit einem restaurierungsbedürftigen Werkstattgebäude und einem Garten, der biologisch-ökologisch, möglichst nur mit Handarbeit und Hilfe von Kompost oder anderen natürlichen „Abfällen“, die zu neuer Erde werden können, „bewirtschaftet“ werden soll. Im Prinzip kann ich also, um nicht nicht nur auf Kosten des Hausbesitzers und von Spendengeldern zu leben, selbst jederzeit helfende Hände und Unterstützung von Menschen gebrauchen, die mir mit ihrem Know How weiterhelfen können.
Was ich an Gegenleistungen bieten kann, dürfte einerseits auf meinen Website zu finden sein und andererseits daraus hervorgehen:

Hilfestellungen oder Ratschläge zu allem, wofür ich als Biologin und als Tierheilpraktikerin ausgebildet wurde (ohne die Prüfung dazu je abgelegt zu haben, weil ich in meinem Studium genug lernen musste, was andere von mir hören wollten), bzw. was ich mir als Lebenswissenschaftlerin und Gesundheitsforscherin selbstständig an Wissen erarbeitet habe,

viel Zeit und Geduld mit – jungen oder alten – Menschen oder Tieren, die sich nicht selbstständig beschäftigen können,

Raum für selbstverantwortliches Arbeiten in der Natur bzw. einem Garten und einem alten Gebäude, das restauriert werden möchte,

Begeisterung für das Leben und die Natur, die ich gerne so vielen Menschen wie möglich weitergeben würde, wenn sie sich für meine Sichtweise auf die Welt interessieren und es sich auch gefallen lassen können, dass ich sie vielleicht damit konfrontiere, dass ihre eigene, bisherige, unnatürlich naturentfremdete, keine sehr realistische oder besonders glaubwürdige ist.

Ich weiß: Nicht allen Menschen – vor allem Menschen, die es gewohnt sind, von anderen in ihrem Weltbild bestätigt zu werden – hilft das weiter.
Aber für alle, die noch lange freiwillig selbstständig gesund und glücklich, im Frieden mit sich und der Welt leben oder wieder gesund werden und zukunftsfähig bleiben, also eigene Widerstandskräfte wieder aufbauen und Abhängigkeiten ablegen möchten, sehe ich – Dank der Natur – gute Chancen.
Wir sollten nur gemeinsam möglichst bald dafür sorgen, dass vor allem GeldgeberInnen, also InvestorInnen und „EnergieversorgerInnen“ und die von ihnen gekauften PolitikerInnen sie nicht weiter sinnlos damit zerstören, angeblich Energie sparen bzw. für unser aller Zukunft sichern und damit angeblich der Menschheit helfen wollen, auf der Erde zu überleben.

 

—————————————————–

Dank für das Foto gebührt Josh Appel (auf Unsplash)!

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.