Eine Schöpfungskraft braucht nicht nur Ideen, sondern auch nutz- und veränderbare Materialien sowie Entwicklungszeit

Warum das Naturbild vieler Menschen in meinen Augen zu einseitig bzw. eindimensional, also zu wenig umfassend und damit unvollständig ist

Ich glaube an Schöpfungsakte; aber nicht an einen allmächtigen Gott (auch nicht in Menschenform), der sie alleine vollbringen könnte; genauso wenig wie an Allheilmittel oder andere Absolutheiten.
Als Biologin würde ich sagen, das Leben kann – nach allem, was ich darüber gelernt und am eigenen Leib erfahren habe – nie absolute Sicherheiten geben und kein Lebewesen an jedem Ort der Welt und zu jedem Zeitpunkt – unabhängig von den lokalen Lebensbedingungen – denselben Vorbildern einfach folgen, in blindem Vertrauen, dann das Richtige (oder Falsche) zu tun.
Aber ich habe den Eindruck, dass vor allem ängstliche Menschen, die kein oder zumindest wenig oder nur selektiv Vertrauen in andere oder die Natur haben, sie brauchen:
Menschen ohne Kenntnisse ökologischer oder (menschheits-)geschichtlicher Zusammenhänge , die keinen Glauben an die Sinnhaftigkeit

  • der Natur,
  • der Schöpfungsgeschichte, also Evolution,
  • ihres Daseins oder auch ihres Todes haben,

an den sie sich klammern könnten, wenn sie sich einsam fühlen.
Stattdessen klammern sie sich an ihren Körper oder Geist, die meiner Meinung nach beide vergänglich sind, weil von ihnen nach unserem Hirntod nichts übrigbleiben kann.
Nur Seelen, die sich mit anderen Lebewesen verbinden und sich in Taten und Werken ausdrücken können, werden immer weiterleben. – Vielleicht nie wieder in einem menschlichen oder sonstigen Körper, vielleicht nur als Bewusstsein, mit dem der Rest der Natur, also auch die Menschen werden weiterleben (können, dürfen oder müssen) und das sie immer wieder auf neue Ideen bringen wird.

Welche sie davon zukünftig umsetzen werden, das weiß vermutlich nicht einmal der Himmel.
Aber ich bin sicher, er wird geduldig darüber wachen, bis irgendwann vielleicht alles auch wieder vorbei ist, was einmal von Menschenhänden geschaffen wurde.

P.s.: Der Glaube mag Berge versetzen und die Wissenschaft neue bauen; aber die Wirklichkeit wird verlässlich verhindern, dass alles weiterhin willkürlich machbar bleibt. Das ist zumindest das, was ich als Mensch, begeisterte Biologin und Naturwissenschaftlerin mit Leib und Seele glaube.

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Dank für das Foto gebührt Earl Wilcox (auf Unsplash)!

Wie Menschen ganz ohne Worte ausdrücken, dass es ihnen Scheiße geht

Oder auch an stillen Örtchen Nachrichten hinterlassen, die beweisen, dass sie wenig/kein ökologisches (Körper-Geist-Seelen-)Bewusstsein haben

Mir war bis zum Frühjahr des Jahres 2020 nicht bewusst, wie schlecht es vor allem um die Deutschen bestellt ist, wenn es um das Thema Gesundheit und Lebensglück geht.
Für mich als Naturforscherin sind die natürlichen Bedürfnisse der Menschen natürlich besonders aufschlussreich, und es sagt mir viel über sie aus, wenn sie heute in Supermärkten nicht mehr zuerst die sogenannten Nahrungsmittelregale leerräumen, sondern Vorräte dafür anlegen, um auch alles wieder spurlos beseitigen zu können, was sie vorher irgendwann einmal in sich hineingestopft haben.
Vor allem meine deutschen MitbürgerInnen sind dazu erzogen worden, alles immer möglichst hygienisch-sauber aussehen zu lassen – zumindest hinterher – und das offensichtlich sehr erfolgreich.

Mit einer Entwicklung zu dem, was Menschen – aufgrund ihrer körperlichen, geistigen und seelischen Voraussetzungen – sein könnten, hat das für mich wenig zu tun.
Menschen scheißen sich heute vielfach nur bei anderen aus oder vor Angst fast in die Hose. Sie kommen selten – weil sie es gar nicht kennen, sich selbst also nie bis auf den Grund gegangen sind – von alleine darauf, ihr natürliches Potenzial voll zu nutzen. Die wenigsten Menschen betreiben echte bzw. biologisch, von Natur aus sinnvolle, körperliche, geistige und seelische Hygiene.

Stattdessen interessieren sie sich kaum dafür, ob sie

  • nicht – obwohl sie schmackhaft zubereitet ist – vielleicht bereits Scheiße fressen oder geistig konsumieren, weil sie sich nicht vorstellen können, dass andere Menschen ihnen so etwas anbieten oder sogar vorsetzen würden
  • ihren Verdauungsorganen eigentlich überhaupt genug zu tun geben oder ob sie ihnen nur noch Gekochtes, sozusagen Vorverdautes anbieten können, ohne dass sie rebellieren;
  • sich immer genug Zeit zum Verdauen nehmen oder ob sie versuchen, – vor allem, wenn etwas schwer bekömmlich für sie war – die Verdauungszeit mit pflanzlichen oder labortechnisch hergestellten Hilfsmitteln zu verkürzen statt sich bei einem Spaziergang Luft zu verschaffen;
  • überhaupt ein gesundes Verhältnis zu ihrem Körper, ihren natürlichen Bedürfnissen und Ausscheidungen haben oder vielmehr ein gestörtes, – zugunsten ihres Geistes oder ihrer Seele – verzerrtes Selbst- und vermutlich dadurch auch Menschenbild haben.

Nur Du selbst, Dein Gewissen, vielleicht Menschen, die Dich wirklich gut kennen, aber kein Arzt und keine Ärztin oder sonst jemand kann für Dich sprechen oder Dir sagen,

  • wie gut oder Scheiße Du Dich wirklich fühlst;
  • dass das, was Du zu Dir nimmst und deshalb auch verdauen musst, also konsumierst, gesund oder schlecht für Dich ist;
  • was Du Dir zuliebe lieber vermeiden und stattdessen tun solltest;
  • Du Dich durch Fasten entgiften und besser fühlen kannst, wenn Du weiterhin geistigen Müll schlucken musst oder dafür unter Entzugserscheinungen leidest;
  • dass Du keine Angst haben musst, dass Dir oder uns allen das Klopapier ausgehen könnte, wenn Transportketten unterbrochen werden sollten.

Allerdings nur, wenn Du schon weißt, was Deine rektale Ausscheidung beeinflusst und wie gut Du sie selbst kontrollieren bzw. damit leben kannst, dass Du Dir notfalls auch mal mit Blättern (Huflattich soll sich übrigens besonders gut dafür eignen) oder nur mit Wasser Deinen Hintern sauber machen musst.

Nicht jedes Geschäft, das erfolgreich abgeschlossen wurde, hinterlässt nichts oder kaum etwas, woran sich Menschen nicht auch die Hände schmutzig machen könnten.
Ich wünsche Dir also viel Glück, dass Dir das möglichst nie passiert, oder – falls Du nicht wie ich Wert auf ein möglichst natürlich-gesundes, ökologisch-nachhaltiges Leben legst – einfach genug Vorräte an Hygieneartikeln, um alle Spuren zu beseitigen und Dich hinterher immer wieder richtig sauber, vielleicht sogar porentief rein, zu fühlen.

P.s.: Es macht wenig Sinn, die eigene Seele, das Animalische in uns, das uns mit der Natur verbindet (und vielleicht alles Physische, vielleicht nur lebende Körper, vielleicht nur Wesen mit einem echten Selbstbewusstsein, bewohnt) mit

  • psychologischen Tricks,
  • geistig-spirituellen Techniken,
  • nur ausgewählten, elitär erscheinenden, Pflanzen, Tieren oder Menschen oder
  • in Laboren geschaffenen, (bio-)technologischen „Werkzeugen“ beherrschen zu wollen.

Du kannst Dir aber die Zeit nehmen, sie und ihre Bedürfnisse bzw. auch die Bedürfnisse aller anderen beseelten Wesen, kennenzulernen sowie Frieden mit ihr/ihnen zu schließen: Dich vertraglich dazu verpflichten, dass Du sie nicht mehr unnötig unterdrücken und rechtzeitiger auf sie hören wirst.

 

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Dank für das Foto gebührt Claire Mueller (auf Unsplash)!

Wäre es nicht schön, wenn es (wieder) mal wärmer auf der Erde wäre?

Warum also versuchen Menschen zu verhindern, dass weniger Kälte herrscht?

Jeder denkfähige und ökologisch interessierte Mensch könnte sich überlegen, ob die Erde tatsächlich – wie selbsternannte „KlimaretterInnen“ behaupten – Gefahr läuft, sich aufzuhitzen, nur weil Menschen auf ihr leben und atmen; selbst wenn sie dabei unnötig viel Kohlenstoffdioxid zu produzieren, also Ressourcen unnötig zu verbrennen, ihr Trinkwasser zu vergiften und ihre eigenen Nahrungs-, also damit Lebensgrundlagen zu zerstören. Die Erde ist ein einziges zusammenhängendes und mehr oder weniger geschlossenes Ökosystem, in dem zwar Energiekreisläufe unterbrochen und damit unnötig Energie verschwendet werden kann, das aber – wenn man es in Ruhe lässt – immer wieder in der Lage sein sollte, sich selbst zu regulieren:
Sobald es an einer Stelle wärmer wird, könnte es also an einer anderen nicht nur kälter werden, sondern das müsste es sogar, wenn man den Energieerhaltungssatz innerhalb des Systems berücksichtigt und nicht zusätzliche Energie (aus dem Rest des Universums) abgezogen wurde.
Wir können auf der Erde nur so viel Energie freisetzen wie ursprünglich darin gebunden war, auch wenn wir Menschen uns gerne vorstellen, wir könnten etwas erschaffen, was es vorher noch gar nicht gab.

Wir können zwar kreativ umwandeln, was uns unsere Erde und unser Universum an Ausgangsstoffen liefert, aber wir wissen (noch) nicht, wie wir aus dem Nichts etwas erschaffen können, wofür es keine materielle Grundlage gibt, bzw. wie wir all den Müll, den wir als Menschen produzieren, schnell wieder im Nichts verschwinden lassen könnten.
Wir sind für unser Überleben auf natürliche Kreisläufe angewiesen angewiesen, auch die zwischen warmen und kalten Jahreszeiten oder Luftströmungen.
Ich habe den Eindruck, dass heute – trotz aller Globalisierung – immer weniger Rücksicht auf globale Verstrickungen und Zusammenhänge genommen wird, weil einige Spezialistinnen zu fokussiert auf einen kleinen Teil eines viel größeren Problems – das uns alle betrifft – sind, das sie damit, dass sie es ignorieren, immer nur schlimmer machen.

Nur wenigen – intelligenten – Menschen, die Nachrichten nicht nur (un)kritisch konsumieren, sondern auch auf ihren Informationsgehalt überprüfen, scheint es aufzufallen.
Gleichzeitig verbauen uns andere – die vor allem gut auswendig lernen und reden bzw. sich nur auf eine Sache konzentrieren können, weil sie sich von anderen schnell aus ihrem Konzept bringen lassen) – mit ihren hochtechnologisierten Zukunftsideen die Zukunft im wahrsten Sinne des Wortes: Wertvolle, lebendige bzw. vielen, unterschiedlichsten Arten lebensspendende Ressourcen bzw. ganze Lebensräume, die wegen ihres Sandes oder Lehms ausgeplündert werden, werden von ihnen genauso zerstört, um daraus totes Baumaterial zu gewinnen (das außerdem ungerecht unter wenigen Menschen aufgeteilt wird bzw. nur einer einzigen Art, nämlich ihnen dienen soll).

Vielleicht können wir Menschen mit unserem Bewusstsein uns tatsächlich irgendwann neue Materie schaffen – denn das Universum dehnt sich angeblich weiter aus.
Als ökologisch denkende Naturforscherin möchte ich allerdings zu bedenken geben, vorsichtig damit zu sein, zu willkürlich in funktionierenden Ökosystemen herumzupfuschen. Es braucht bzw. bräuchte Zeit, gemeinsam – in möglichst großer öffentlicher Runde – und ausführlich Vor- und Nachteile bzw. mögliche Kollateralschäden abzuwägen, die sich daraus ergeben könn(t)en, dass wir die Natur künstlich umgestalten wollen, indem wir sie unnatürlichen und oftmals absehbar gesundheitsschädlichen, nur technisch einwandfreien Kriterien oder Schönheitsidealen unterwerfen.

Wir haben nur eine Erde, obwohl ich nicht ausschließe, dass Menschen sich irgendwann eine neue erschaffen können, wenn sie ihre alte zerstören.
Aber ich habe den Eindruck, eine lebendige, gesunde, sich selbst regulierende und natürlich evolutionsfähige, eine auf der ich glücklich und zufrieden leben könnte bzw. in Erinnerung an die natürlich bunte und überraschend individuell und artenreiche, die ich liebe, überhaupt leben wollte, wird es nicht sein können…
Ich frage mich also: Warum lassen sich zu intelligenten Leistungen fähige Menschen, die sich selbst sogar Homo sapiens, also klug nennen (wollen), sich Informationen und Produkte verkaufen, die unsere Natur zerstören, statt eigenverantwortlich möglichst darauf zu verzichten und der Natur „einfach“ genug Zeit und Raum zur (Selbst-)Regeneration zu geben.
Vielleicht bescheren wir uns dadurch statt neuartiger Wetterextreme sogar eine globale Warmzeit. Aber würde das irgendeinen Menschen wirklich stören?

P.s.: Persönlich würde ich vor allem höhere Temperaturen statt monatelanger Kälte in dunklen Jahreszeiten begrüßen. – Aber ich verdiene auch nicht mein Geld damit, anderen Menschen ihr Leben möglichst schön, warm, hell und gemütlich zu machen. Ich hole sie viel lieber auf den unbequem harten Boden der (natürlich-biologischen) Realität zurück.

 

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Dank für das Foto gebührt benjamin lehman (auf Unsplash)!

 

Schuldig, mitschuldig oder unschuldig?

Oder doch „nur“ unbewusst-naiv, unwissend, falsch informiert und verantwortungs- bzw. (noch) sprachlos

Fast alle Menschen auf dieser Erde werden – selbst wenn sie gar nichts davon wissen – bereits mit Schuld(en) geboren: Entweder weil ihre eigenen Eltern sich selbst keiner (Staats-)Schuld(en) bewusst sind, die ihnen über Generationen weitervererbt wurden, oder weil sie sich für ihre eigene/n schämen und sie ihren Kindern nicht auflasten wollen.

Früher oder später wird sie irgendjemand begleichen, sich also davon freikaufen oder dafür um Entschuldigung bitten müssen.
Wenn Du also unter Schuldgefühlen leidest, obwohl Du denkst, Du würdest alles richtig machen, dann versuche nicht weiter, diesem Gefühl mit Deinem Kopf auf den Grund zu gehen.
Frage Dein Herz, Deinen Bauch und vor allem auch andere Menschen, Deine/n PartnerIn, Deine Eltern oder Kinder, vielleicht sogar Deine Tiere oder Pflanzen, ob Du Dich – weil Du nicht achtsam genug mit ihnen umgegangen bist oder Dich nicht genug mit ihnen und ihren Bedürfnissen beschäftigt hast – sozusagen an ihnen versündigt und damit verschuldet hast

Du kannst jederzeit damit anfangen, es wieder gutzumachen.
Du kannst aber – wie unsere Vorgängergenerationen – so tun, als wäre alles in bester Ordnung; als wäre es normal, in seinem Leben Schulden zu machen, sich immer wieder neu verschulden zu müssen und alles Selbstverschuldete beim eigenen Tod einfach anderen hinterlassen zu dürfen.

Ich denke, wir werden als Menschheit noch viel zu klären haben, wenn es um Schuldfragen, (Mit)TäterInnen und vor allem mildernde Umstände geht. Vermutlich könnten viele längst als verjährt betrachtet werden, wenn von (Landes-)PolitikerInnen oder Medien, von religiösen FührerInnen oder anderen Menschen mit klugen Köpfen und großer öffentlicher Reichweite ehrlich darüber aufgeklärt worden wäre statt sich dafür bezahlen zu lassen, Beihilfe zu ihrer Vertuschung zu leisten.

Stattdessen spielen sich regelmäßig Tragödien ab, weil Menschen Angst haben, ihre Schuld(en) nicht mehr begleichen zu können.
Und es tut mir jetzt schon leid für alle Menschen, die bisher nur denken, dass andere tatsächlich noch in ihrer Schuld stehen würden, weil sie bisher so viel für sie getan haben.
Früher oder später kommt alles, was mit Betrug oder sogar Ausbeutung und bewusster Verleugnung und falschen Schuldzuweisungen (oder ungerechten Schulden-Verteilungen) zu tun hat, entweder ans Licht oder verschwindet tatsächlich im Dunkel der Vergangenheit.

Momentan warte ich allerdings, wenn ich mir das aktuelle Weltgeschehen und viele der Menschen um mich herum betrachte, noch auf viele, vor allem öffentliche Entschuldigungen.

P.s.: Es gibt Menschen, die glauben, durch Nichtstun oder -sagen keine Schuld auf sich laden zu können. Solange es aber Ungerechtigkeiten in der Welt gibt, darf sich die, die sich nicht auch öffentlich dagegen aussprechen oder anders gegen eine stille Mittäterschaft wehren, nicht wundern, wenn ihnen andere irgendwann die Schuld der unterlassenen Hilfeleistung in die Schuhe schieben.

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Dank für das Foto gebührt Mathias Csader (auf natur-highlights.de)

Straight forward und voll konzentriert: Immer auf Linie zu bleiben (und vor allem schwarze oder rote ignorieren) …

… kann Dich sicher durchs Leben bringen, aber selten zu Deinem individuellen Lebensglück führen

Die Menschen, die vor uns geboren wurden oder gelebt haben, haben ihre Spuren hinterlassen, denen andere mehr oder weniger leicht – je nachdem, wie deutlich oder bereits auch von anderen „eingefahren“ sie sind – folgen können. Menschen, die gut sehen oder recherchieren und sich voll darauf konzentrieren können bzw. genug Ausdauer haben, Vorbildern zu folgen bzw. detailgenau zu rekonstruieren, welchen Weg sie genommen haben, können irgendwann genauso enden wie die vor ihnen – zumindest falls sich zwischenzeitlich sonst nichts geändert hat, was einst erstrebenswerte Ziele hat unerreichbar oder alles andere als erstrebenswert hat werden lassen.

Wir Menschen sind eigentlich – wenn wir auf dem Pfad unseres Lebens auch Glück empfinden und lebenslang dabei lernen statt immer nur kurze Erfolgserlebnisse (beim Erreichen von Etappenzielen) haben zu wollen – von Natur aus nicht dazu gemacht, nur nach rechts und links oder auch mal zurück zu schauen, um uns dann weiter geradlinig auf Pfaden vorwärts zu bewegen, die uns von anderen vorgegeben wurden.
Evolution, also natürliche Entwicklungen könnten nicht stattfinden ohne Menschen, die den Mut haben, eigene, neue Wege zu gehen.
Es gibt Menschen, die kein Vertrauen in natürliche (Weiter-)Entwicklungen haben und sich stattdessen nur auf ihre eigenen Fortschritte verlassen, die sie auch sehen bzw. an denen anderer in irgendeiner Weise messen können. Dafür brauchen sie Strategien, die in der Vergangenheit bereits zu Erfolgen geführt haben (bzw. müssen sie wissen, was sie tunlichst vermeiden sollten, weil es vorher schon immer gescheitert ist).
Nur wenige, vielleicht sogar gar keine Menschen finden darin ihr Lebensglück; denn: Kein Mensch ist wie ein anderer gemacht.
Kein Mensch wurde unter exakt denselben Bedingungen gezeugt oder hat dieselben Geburtserfahrungen wie andere.
Kein Mensch wächst genau so auf, hat die gleichen körperlichen und geistigen Voraussetzungen oder jeden Tag dieselbe Laune, macht dieselben Begegnungen und Erfahrungen, erlebt also jeden Tag seines Lebens genau wie ein anderer.
Menschen haben die unterschiedlichsten persönlichen Vorstellungen und Wünsche oder Absichten, bei dem, was sie tun, um sie zu erreichen.
Menschen achten – je nach ihren persönlichen Stärken oder Schwächen – ganz unterschiedlich auf andere oder das, was sie tun.
Menschen suchen sich unterschiedliche PartnerInnen aus bzw. gehen – je nachdem, wie stark ihr Harmoniebedürfnis oder ihre Suche nach neuen Herausforderungen ist – unterschiedlichste Verbindungen mit anderen Menschen ein.
Menschen haben unterschiedlich viel Ausdauer, bis sie innehalten, also hin und wieder stehen bleiben und vielleicht auch zurückblicken wollen oder müssen.
Menschen sind unterschiedlich schnell oder gut darin, auch beim Bewegen durchzuatmen und nachzudenken und – wenn es sinnvoll oder erforderlich erscheint – auch mal die Richtung zu wechseln und zurückzulaufen, um nicht die Freude daran zu verlieren, langsamere „VerfolgerInnen derselben Spur“ oder „MitläuferInnen“ immer wieder anzuspornen bzw. auf sie zu warten.
Besonders zielstrebige Menschen sind gar nicht daran interessiert, auf andere zu warten oder ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre eigene Spur zu verfolgen, verwischen sie also mit Absicht hinter sich.
Manche Menschen ziehen am liebsten ihre eigenen Kreise, in denen sie sich drehen können – weil sie so sicher sein können, dass sie immer dort bleiben werden, wo sie sich aktuell am wohlsten oder zumindest nicht nur schlecht fühlen.

Das Leben bietet uns unendlich viele, immer auch völlig neue, alternative Möglichkeiten und dadurch Überraschungen für uns bereit, wenn wir den Mut haben, unseren eigenen, ganz individuellen Lebensweg zu finden.
Nur wählen musst Du ihn selbst.

Wenn Du also in Deinem Leben nicht auf ganzer Linie versagen willst, dann fang‘ am Besten früher als später an, immer wieder auch mal aus der Reihe zu tanzen und etwas anderes zu tun als die, die Dir empfehlen, einfach immer so weiter zu machen. Es sei denn, Du bist sowieso schon eine gesunde und glückliche Mischung aus VerfolgerIn Deiner ganz persönlichen Ziele und TrödlerIn oder PausiererIn, ZurückschauerIn, TräumerIn, DenkerIn und eben (Weiter-)MacherIn.
Du wirst auf jeden Fall irgendwo ankommen und enden, so viel kann ich Dir versprechen.
Dir alleine bleibt überlassen, wie und was bzw. wie viel, also welche Spuren Du dabei hinter Dir zurücklässt.

P.s.: Mitmenschlichkeit erscheint mir als die einzig erfolgversprechende (Lebens-)Linie, der Menschen treu folgen können, um lange gesund und glücklich zu bleiben.

 

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Dank für das Foto gebührt Sam Poullain on Unsplash

Unnatürliche Angst vor (Wert-)Verlusten oder Vergänglichkeit

Warum sich gebührender Respekt, sinnvolle, achtsame Vorsorge und Ehrfurcht in der Konfrontation damit mehr lohnen als Verdrängungs- oder Vermeidungsstrategien und daraus resultierende Panik, sobald uns – meist schmerzhaft – ins Bewusstsein gerückt wird, was wir wirklich vernachlässsigt oder bereits verloren haben

Als ökologisch, in Kreisläufen denkende Lebenswissenschaftlerin habe ich oft einen völlig anderen Blick auf das, was gerade ist und wie es sich entwickelt hat oder was – unumgänglich – irgendwann einmal (wieder oder in leicht veränderter Form) kommen oder auch vergehen wird.
Ich kann mich gut mit dem abfinden, was vorhanden ist oder auch fehlt, weil ich weiß, dass ohnehin nichts sehr lange genau so bleiben wird – wenn wir nicht sorgfältig darauf achten, dass sich nichts daran ändert. Es ist anstrengend, kostet viel Energie, auf Dinge zu achten, so dass ich sie mir möglichst sorgfältig einteile bzw. meine Achtsamkeit vor allem dem schenke, was ich für besonders wertvoll halte: dem Leben, der Natur und unserer Beziehung zu ihr oder anderen Lebewesen, die für mich besonders eng mit unserer Gesundheit und unserem Glücksempfinden verbunden ist.
All unsere Besitztümer, die wir im Laufe unseres Lebens anhäufen, sind immer nur so viel wert, wie sie uns selbst bedeuten bzw. wie uns andere als Gegenwert dafür geben würden; und wir selbst sind nur so wertvoll, wie wir uns selbst bewerten oder im Laufe unseres Lebens anderen gegenüber verdient machen.

Einige Menschen werden mit der Zeit nachlässiger, wenn es um ihre Wertgegenstände geht, vor allem, wenn sie sie nicht selbst geschaffen oder erarbeitet oder noch nie verloren haben, so dass sie ihre Haltbarkeit nicht aus Erfahrung kennen. Andere entwickeln eine regelrechte Sammelwut.
Die Natur verhindert allerdings,  – solange wir im Bewusstsein leben, geistig fit, gesund und glücklich bleiben zu wollen – dass uns etwas nie zu langweilig werden könnte. Sie sorgt also meistens dafür, dass Menschen sich irgendwann nach Abwechslung sehnen bzw. sie beginnen, darüber nachzudenken, was wirklich wertvoll für sie ist und ob sie das eigentlich besitzen oder nicht.
Die Natur verhindert außerdem, dass unser Leben verlustfrei bleibt: Damit etwas neues entstehen kann, muss etwas Altes vergehen, auch wenn es für Menschen – vor allem für Menschen, denen es schwer fällt, alte Dinge oder Vorstellungen loszulassen – grausam oder zerstörerisch anmutet.
Gewöhn‘ Dich also besser nicht zu sehr an den Gedanken, dass alles, was Du gerade besitzt oder in Deiner erreichbaren Umgebung hast, immer da sein und seinen Wert für Dich behalten wird.
Echte Wertschätzung beginnt erst da, wo Menschen etwas verloren haben, was sie nicht so leicht ersetzen können.

Vielleicht werden Wertgegenstände irgendwann einmal die mit dem tatsächlich höchsten Wert für uns Menschen sein – so dass wir alle freiwillig achtsamer mit ihnen umgehen? Mit unserem Trinkwasser, unsere Grundnahrungsmittel, leicht verfügbare Baumaterialien und sonstige natürliche Stoffe, die schnell nachwachsen, wenn wir etwas verloren oder versehentlich zerstört haben, was aus ihnen gemacht wurde.
Aktuell sehe ich wenige Chancen für eine zukunftsfähige, nachhaltig lebende und wirtschaftende, menschliche Wertegemeinschaft – wenn „die Reichsten“ die sind, die die wertvollsten Güter allein für sich beanspruchen bzw. damit machen dürfen, was sie wollen.
Aberr: Ich bin sicher, auch dieses Wertgefüge wird wie alles Menschengemachte irgendwann einmal vergehen, spätestens wenn die Menschheit verloren ist.

 

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Dank für das Foto gebührt Bernd Dittrich (auf Unsplash)!

Ist das, was für Dich (bio-)logisch ist, auch anderen leicht verständlich zu machen oder selbsterklärend?

Oder bist Du vielleicht „falsch“ – nicht ausreichend oder zumindest ungenügend – informiert, zu kindlich-naiv und unrealistisch?

Hältst Du es für selbstverständlich, dass immer Strom aus der Steckdose geliefert wird, um Deine elektrischen Geräte nutzen zu können?
Hältst Du es für selbstverständlich, dass Deine Heizung Deine Wohnräume wärmt, solange sie nicht kaputt ist?
Hältst Du es für selbstverständlich, dass Du telefonieren kannst, solange Du Dein Telefon oder Handy nicht kaputt machst und Deine Rechnungen bezahlst?
Hältst Du es für selbstverständlich, dass Du Dir etwas zum Essen kaufen kannst, wenn Deine Vorräte zu Hause ausgehen sollten?
Hältst Du es für selbstverständlich, dass Du – solange Du genug Geld hast – Dir damit alles leisten kannst, was Du willst?
Hältst Du es für selbstverständlich, dass Dein Geld – wo auch immer Du es ablegst – noch da sein wird, wenn Du es brauchst?
Hältst Du es für selbstverständlich, dass Du  – wenn Du Dein Heim und vielleicht Deine Liebsten verlässt, um zur Arbeit zu fahren oder in den Urlaub zu fliegen – auch immer zurückkehren wirst?
Hältst Du es für selbstverständlich, dass Dich Menschen, die Dir das Gefühl geben, Dich zu mögen oder sogar zu lieben, das immer tun werden, nur weil Du das Gefühl hast, immer derselbe Mensch zu bleiben?
Hältst Du es für selbstverständlich, dass Eltern ihren Kindern und Kindern ihren Eltern – egal, was geschieht – lebenslang dafür dankbar sind, was sie sich einander irgendwann einmal gegeben haben (weil sie das freiwillig tun wollten oder vielleicht das Gefühl hatten, sie müssten es tun)?
Hältst Du es für selbstverständlich, dass Du Dich Dein Leben lang auf Deinen Körper und Geist verlassen kannst, wenn Du Dich nicht regelmäßig und sorgfältig, achtsam, um beides kümmerst?

Als Biologin halte ich es nicht für selbstverständlich, dass alles, was man aussät, auch Früchte tragen wird – man kann nur bestmöglich dafür sorgen.
Als Naturwissenschaftlerin halte ich es nicht für selbstverständlich, dass die Sonne auch morgen wieder aufgehen wird – aber ich hoffe darauf, weil ich weiß, dass wir sonst wenig oder gar keine Überlebenschancen auf der Erde haben werden.
Als Mensch halte ich es nicht für selbstverständlich, dass alle anderen mich schon verstehen, auch wenn sie mich gar nicht kennen – aber ich bin überzeugt, ich könnte mich allen erklären, wenn sie mir genug Möglichkeiten und vor allem Zeit dazu geben würden.

Es macht für mich keinen Sinn zu denken, man hätte andere bereits verstanden, ohne ihnen jemals „richtig“ zugehört oder ihnen (Rück-)Fragen gestellt zu haben – sei es aufgrund von unterschiedlichen Sprachen oder Begrifflichkeiten und Definitionen, wegen Verständnisschwierigkeiten bei Hör- oder Sprechproblemen, aus fehlendem Interesse, durch Störgeräusche oder aus Zeitmangel.
Je mehr Du Dich darauf verlässt, dass Du bereits alles weißt oder genug Menschenkenntnis besitzt, was bzw. die Du für Dein Leben brauchst, und dabei nie belogen oder in die Irre geführt wurdest, oder
je sturköpfiger Du denkst, dass andere Dir immer alles erklären werden, was Du für wichtig und (selbst-)verständlich hältst,
umso unverständlicher wird Dir vieles mit zunehmendem Alter erscheinen.
Das sagt mir zumindest mein Verständnis für die Welt: das Universum und seine Gesetze, die Natur und ihre Regelmäßigkeiten, und die Menschen mit ihrem Selbst- bzw. Unverständnis für alles, was sie (nur) noch nicht kennen können oder gar nicht verstehen wollen.
Mir ist noch unverständlich, wie der Glaube in die Welt gesetzt wurde, dass ein Mensch  allein die Welt – das Universum, die Natur oder andere Menschen – nicht komplett verstehen könnte, oder die Angst, dass der eigene Kopf beim Lernen, also dem versuch, das eigene Bewusstsein zu erweitern, platzen könnte…

Ich ahne allerdings, dass es religiöse Ideologien waren, die den Grundpfeiler dafür gesetzt haben: Es hat mit ziemlicher Sicherheit keine wissenschaftlichen Gründe, dass Menschen zum Glauben gezwungen werden oder ihnen Angst gemacht wird.
WissenschaftlerInnen suchen seit jeher nach nachvollziehbaren Erklärungen, und: wer lange genug sucht, findet irgendwann für alles mindestens eine, die auch allen anderen Menschen einleuchten oder zumindest – mit genug Zeit und Geduld bzw. Ausdauer – verstehbar gemacht werden könnte.

(Bio-)Logisch, oder?

Frieden lässt sich nicht einfordern oder erkämpfen

Um Frieden mit KämpferInnen zu schließen, musst Du Friedensangebote machen und ihnen die Chance lassen, sich freiwillig zu ergeben

Jahrelang bin ich gerne auf Demonstrationen gegangen, im Glauben, damit könnte ich für etwas Sinnvolles einstehen und es vielleicht sogar erreichen.
Aber ich war schon immer auch die Querdenkerin unter den Querdenkern, so dass ich jetzt – da viele Leute freiwillig auf die Straße gehen, weil es um Eingriffe von Politik in ihre eigenen Freiheitsrechte geht – keinen Sinn mehr darin sehe, meine Meinung öffentlich zu kundzutun, wenn gar niemand nach ihr gefragt hat.

Ich möchte in Frieden mit anderen Menschen leben, denen ich persönlich meine Meinung sagen, mit denen ich mich darüber austauschen und von denen ich dadurch auch selbst etwas lernen kann – nicht mit Menschen, die

  • meine Meinung, die ihr „Lebenswerk“ kritisieren könnte, sowieso nicht hören wollen,
  • sich nur hinter verschlossenen Türen ehrlich miteinander unterhalten und
  • meinen, sie oder ihre „ExpertInnen“ wüssten ohnehin schon alles am Besten, so dass andere nur von ihnen lernen, selbst aber gar nichts wissen könnten.

Es bringt nichts, gegen Menschen zu kämpfen bzw. sie „friedlich“ zum Aufgeben zwingen zu wollen, ohne ihnen entgegenkommen zu können.
Solange Menschen keine Bereitschaft dazu zeigen, solange sie ihre ganz eigenen kämpferischen Ideen oder Pläne haben und Kriegsstrategien, die sie verfolgen, weil sie weder einen Grund sehen, sich selbst zu hinterfragen, noch friedliche Alternativen zu ihrem Handeln kennen, besteht die Gefahr, dass ein Krieg dadurch ausbricht, dass man sie zu sehr in Bedrängnis bringt.

Ich halte daher jede Friedensbewegung für gefährlich, die
gegen KriegsführerInnen hetzt, also zu wütend auf deren Greueltaten agiert – selbst wenn sie im Grunde jeden Menschen wütend machen können;
nur zu neuen gesellschaftlichen Spaltungen führt, indem sie harte Strafen für KriegsverbrecherInnen fordert – denn auch sie sind als Menschen geboren worden, die es verdienen, gerecht und erst nach ausführlicher Untersuchung ihres Falles bestraft zu werden – unter Berücksichtigung aller Beweggründe und Verhältnisse: sowohl gesellschaftlicher als auch familiärer oder persönlicher.
Unsere Welt ist voll von Menschen, die andere zum Kämpfen anstiften oder freiwillig für andere in den Krieg ziehen, wenn sie denken, es wäre für eine „gute Sache“.

Krieg ist nie eine „gute Sache“, auch keiner gegen Viren, der – nach dem gegen Bakterien – vermutlich aussichtsloseste, den die Menschheit je geführt hat.
Viele Menschen führen Kriege in ihrem Inneren – insbesondere zwischen der Angst vor Strafen (durch gewissenlose Menschen, die selbst kämpfen oder zum Kampf aufrufen, und dem Gewissen, das weiß, dass es ein Verbrechen begeht – führen und sind nicht imstande, ihr eigenes Bedürfnis nach (innerem) Frieden sinnvoll zu befriedigen.
Wenn Du also spürst, dass Dir etwas fehlt, dann versuche nicht nur, es mit Nahrungs- oder Genussmitteln, mit Bewegung oder anderem Training, mit Beziehungen zu Menschen, Tieren oder Pflanzen und (Glücks- bzw Erfolgs-)Erlebnissen, die sie Dir bescheren, auszugleichen oder an einem anderen Ort danach zu suchen.
Fang‘ bei Dir selbst an und schaffe erst einmal in Deinem Inneren Frieden. Vorher brauchst Du gar nicht anfangen, andere dazu zu bringen, ihn mit Dir zu schließen.
Ich bin überzeugt – weil trotz aller Kriege in der Welt für mich bisher alles darauf hinweist – dass wir als friedliebende und zum friedlichen Miteinander fähige Wesen geboren wurden.
Wir haben nur bisher noch nicht gelernt, auch mit allen uns zum Teil völlig fremden Menschen Frieden zu schließen, also weiße Fahnen zu hissen und gemeinsam ganz neue, bunte, friedliche National-Flaggen daraus zu machen.

Glücklicherweise habe ich – warum auch immer, denn in den meisten Medien geht es in erster Linie darum, das sich Menschen nicht nur ehrlich die Meinung sagen, sondern sich gegenseitig schlecht machen und als LügnerInnen, BetrügerInnen oder VerbrecherInnen bezeichnen – den Eindruck, es gibt schon ein paar, die bereits damit begonnen haben.
Nur weil Menschen – aus Spaß, Angst, Unwissenheit, Wut, Enttäuschung oder falschem Ehrgeiz – andere getäuscht oder belogen und damit ein Verbrechen begangen haben, sind sie noch lange keine schlechten Menschen, mit denen man sich – solange sie dazu bereit sind – nicht friedlich auf eine Wiedergutmachung einigen könnte.
Die Entscheidung, ob sie sich selbst dazu in der Lage sehen, zukünftig in Frieden mit sich, anderen und der Welt zu leben, oder lieber eine Zeitlang in Frieden gelassen werden oder sogar ruhen möchten, das muss ihnen überlassen bleiben – damit auch ihre (einstigen) AnhängerInnen oder VerteidigerInnen die Chance bekommen, Frieden mit sich zu schließen und nicht mit Schamgefühlen, also einem schlechtem Gewissen weiterleben müssen.

Ich wünsche Dir ein wunderschönes, friedliches Wochenende, das Du genießen, also voll auskosten kannst, ohne hinterher bereuen zu müssen, was Du getan hast, und ohne dass Du Angst vor dem Montag hast, an dem Du dann wieder andere Dinge tun musst, für die Du Dich oft schämst.
Wie wäre es damit, schwarze Flaggen, Gürtel oder bunte Fahnen und Banner oder rote Tücher abzunehmen und Dich mit anderen gemeinsam auf zukünftig wechselnde Farben, Muster und/oder Symbole zu einigen – je nachdem, welche Ihr braucht, um Frieden zu halten?

 

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Dank für das Foto gebührt Bernard Hermant (auf Unsplash)!

Wenn Menschsein zum Staatsfeind oder (Klima-)Killer ernannt wird …

… wagen nur noch diejenigen zivilen Ungehorsam, die darauf vertrauen, dass die Menschlichkeit sie trotzdem auffangen wird

Menschliche Bedürfnisse sind nicht gefragt in einer Welt der GlobalistInnen, die „groß“ denken und den Mensch als Individuum dabei völlig übergehen.

  • Wenn Solidarität gefragt ist und alle dasselbe tun „müssen“, kann auf Einzelschicksale oder individuelle Wünsche keine Rücksicht genommen werden.
  • Wenn es erforderlich ist, sich von anderen zu isolieren, um sie – angeblich – dadurch zu schützen, müssen Bedürfnisse nach Nähe übergangen werden.
  • Wenn alle daheim eingesperrt bleiben müssen, um sich – angeblich – nicht gegenseitig zu gefährden, müssen menschliche Freiheitsrechte ignoriert werden.

Menschen, die andere regieren wollen, haben sich schon immer die passenden Argumente überlegt, um sie unter ihre Herrschaft zu zwingen.
Menschen, die glauben, andere – weil sie es nicht anders gelernt haben – nur so schützen zu können, lassen sich von solchen Argumenten leicht überzeugen.

Glücklicherweise gibt es auch noch Menschen, denen es ein Bedürfnis ist, selbst zu denken, und die den Mut dazu haben, sich staatlichen Verordnungen zu widersetzen – selbst wenn sie Angst haben müssen, dafür bestraft zu werden.
Glücklicherweise spüren Menschen, wenn ihre Menschenrechte mit Füßen getreten werden, selbst wenn andere behaupten, es hätte gute Gründe, wäre also rechtens, diese zeitweise „freiwillig“ abgeben zu müssen.
Glücklicherweise haben alle Menschen ein Bedürfnis nach Menschlichkeit, auch wenn viele von ihnen – weil sie ihre eigenen menschlichen Bedürfnisse nie ausleben, also erfahren durften – nie gelernt oder vergessen, was es bedeutet ein Mensch zu sein bzw. auch lebenslang zu bleiben: Nicht nur genug Selbstvertrauen oder enge Vertrauenspersonen zu haben, sondern immer wieder auch völlig fremden Menschen Vertrauen entgegenbringen zu können, selbst wenn man nicht weiß, was sie damit anfangen werden.

 

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Dank für das Foto gebührt lifesimply.rocks (auf Unsplash)!

In (Dis-)Harmonie mit der Erde und unserer Weltordnung

Aus alt mach neu

Für ein Leben im Einklang mit der Natur müssten Menschen „einfach nur“

  • bereit sein, ihr altes, naturfernes und -fremdes Leben, das ihnen oft nicht einmal als krank(machend) bewusst ist, weil sie denken, es gäbe keine Alternative dazu, loszulassen und
  • ein neues Bewusstsein für das Leben auf der Erde entwickeln können, also offen dafür sein, sich mehr mit der Natur und ökologischen Fragestellungen und Problemen zu beschäftigen;
  • sich umfassend über ökologische Kreisläufe, nicht nur über Bio- und andere Umwelt-Siegel informieren und von ÖkologInnen, die noch die Natur beobachten, nicht nur an oder mit Hilfe von Computeralgorithmen berechnen (lassen), erklären lassen, was sie nicht verstehen;
  • damit beginnen würden, ihre natürlichen, „echten“ – nicht künstlich bzw. medial mit Hilfe von Werbung geschaffene – unbewussten Bedürfnisse und Gefühle wie Wohlbefinden, Unmut, Liebe oder Angst bewusster wahrzunehmen (statt sich von bewussten Lustgefühlen, Ehrgeiz, Wut oder Horrorvorstellungen durchs Leben leiten zu lassen);
  • wirkliche Achtsamkeit, nicht nur oberflächliche Aufmerksamkeit, gegenüber sich selbst und ihrer Mitwelt – bzw. deren oft sehr unterschiedlichen Bedürfnissen und Gefühlsäußerungen – entwickeln, also trainieren würden.

Alle Menschen könnten prinzipiell nachhaltig und in Frieden miteinander leben, wenn sich alle mit unseren natürlichen, regional unterschiedlichen und besonderen Lebensräumen anfreunden und harmonisch an sie anpassen könnten statt sie willkürlich nach Belieben umstrukturieren – zerstören und neu, angeblich besser aufbauen – zu wollen, damit es die Menschen dort „schöner“, harmonischer haben …

Schönheit ist relativ, genauso wie Harmonien relativ sind – je nachdem, in welcher Grundstimmung Du Dich gerade befindest bzw. welche um Dich herum herrscht…
Mir machen die meisten Kunststoffe und neuen Technologien, mit denen völlig neue, tote Organismen – ohne Fähigkeit zu eigenen positiven Schwingungen – geschaffen werden können, schon immer – meist unbewusst – Angst. Heute verstehe ich mein Misstrauen ihnen gegenüber besser: Sie wachsen und vergehen nicht wie natürliche Materialien oder auch natürliche, ungestörte Ordnungen, die immer wieder selbstständig in ihr Gleichgewicht finden können. Sie können nicht sterben und dabei dem Aufbau neuen Lebens dienen können, sondern vergehen oft nur extrem langsam und töten dabei viele Lebewesen früher oder später.

Ich weiß, dass die meisten, vielleicht sogar alle irgendwann wieder verschwinden, vielleicht sogar abgeschafft und ihre weitere Herstellung bewusst von Menschen verhindert wird, weil sie zu viel Schaden angerichtet haben und unnötig viele – Menschen und andere Lebewesen an ihnen gestorben sind.
Vielleicht wird es dann – weil sie genauso wenig in Harmonie mit der natürlichen Strukturierung von Lebensräumen geschaffen wurden – auch keine Rechts- oder Nationalstaaten mehr geben, sondern nur noch Menschen, die in den unterschiedlichsten Regionen der Erde leben.
Vielleicht brauchen diese Menschen keine Natur- oder Tierschutzorganisationen mehr, weil sie selbst wissen, wie sie die Natur schützen und mit ihren Tieren zusammen leben können ohne sie (fest) zu halten, zu besitzen oder zu (be-)nutzen.
Vielleicht gibt es dann keine Tourismusbranche mehr, sondern nur noch gastfreundliche und an anderen Kulturen, nicht nur an Naturwundern und Sehenswürdigkeiten interessierte Menschen.
Vielleicht sind diejenigen die Angesehensten, die nicht die größten Häuser und besitztümer für sich allein beanspruchen, sondern ihre Räumlichkeiten mit möglichst vielen anderen Menschen teilen oder zumindest zeitweise gemeinsam nutzen.
Vielleicht sind die die Reichsten und Glücklichsten, die mit dem wenigsten Eigenbesitz durchs Leben kommen können, weil sie wissen, dass sie sich im Notfall, wenn sie selbst nicht arbeiten und eigenständig für ihren Lebensunterhalt aufkommen können, auf ihre Gemeinschaft verlassen können.
Vielleicht sind die irgendwann die Erfolgreichsten, die ihre eigene frei Kreativität ausleben können, weil sie sinnvolle Dinge auch für alle anderen, nicht nur für zahlungskräftige KundInnen, damit schaffen, dass sie wirklich nachhaltig und in Rücksicht auf natürliche Ressourcen und (Regenerations-)Kreisläufe wirtschaften – ohne neue Naturzerstörung und ohne jeden Abfall.

Ja, vielleicht … leben wir irgendwann einmal tatsächlich in Harmonie mit dem Universum und nur noch in schmerzlicher und ständig warnender Erinnerung dessen, was wir der Natur und auch uns selbst einmal angetan haben. – Denn Menschen vergessen leider „gerne“ bzw. verdrängen schnell,

  • wofür sie sich selbst schämen,weil ihnen etwas Entwürdigendes angetan wurde;
  • woran sie nicht erinnert werden wollen, weil sie sich selbst dabei vielleicht unmöglich verhalten haben oder
  • worauf sie nicht aufmerksam gemacht werden möchten, weil sie es als grausam empfinden und darunter leiden.

Besser, schöner, harmonischer wird auch eine neue Weltordnung dadurch niemals werden, wenn wir eine alte, schlechtere Welt darunter begraben und vergessen wollen – weil Harmonien nur im Bewusstsein von Disharmonien ihren Klang, ihre Schönheit, entfalten oder behalten können.

P.s.: Immerhin verstehe ich heute – ohne es gutzuheißen – besser, wenn Eltern ihren Kindern böse Märchenfiguren bewusst vorenthalten, weil die Welt oder ihre – von Medien vermittelte – Vorstellung davon ihnen bereits genug Angst einjagt. Ich selbst habe auch nicht sehr lange geglaubt, „es war einmal„. Aber ich glaube weiterhin, – weil für mich Harmonien schon immer besonders schön in Verbindung mit Disharmonien klingen – dass auch „alles wieder besser“ werden oder sogar „endlich mal richtig gut“ sein kann bzw. könnte; wenn wir uns alle darum bemühen und dafür sorgen würden, dass es nicht immer wieder anders kommt.

 

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Dank für das Foto gebührt Amy Treasure (auf Unsplash)!