Menschen können kein nachhaltiges Leben im Einklang mit der Natur führen …

…, wenn alle selbst Brot backen oder eine eigene Milch- und Honigquelle für sich alleine haben möchten (um möglichst unabhängig von anderen leben zu können) – dazu sind wir zu viele!

Nachhaltigkeit, also die sinnvolle Nutzung verfügbarer Ressourcen, kann überhaupt nur funktionieren, wenn Menschen ein Verständnis davon haben,

woher natürliche Ressourcen – die Grundlage aller künstlich produzierten – überhaupt stammen,

ob sie sich eigentlich regenerieren könn(t)en bzw. in welchem Zeitraum, oder

ob sie künstlich sinnvoll recycelt werden müss(t)en, um nicht auf ständig größer werdenden Abfallhalden zu landen oder die Umwelt auf vielfältigen anderen Wege zu vermüllen bzw. zu vergiften.

Denn: Die Dosis hat schon immer das Gift gemacht, und ab einer bestimmten Dosis, einer Überdosierung, ist alles Gift.

Wenn Du also mit gutem Beispiel vorangehen und Menschen ihrer Natur wieder näher bringen möchtest, dann halte Dir immer vor Augen, dass die Natur auf den Erhalt ihrer Vielfalt, auf Biodiversität, angewiesen ist.
Es macht genauso wenig Sinn, dass alle Menschen getrennt voneinander genau dasselbe machen, wie es einigen GroßanbieterInnen, GlobalistInnen, zu überlassen, einen weltweiten Markt mit einem einzigen Produkt (und seinen künstlichen Abwandlungen) zu beherrschen.

Ich denke, wir haben heute tatsächlich die Möglichkeiten, Technologien, dafür, gemeinsam nachhaltige Lösungen selbst für in vielen Jahrzehnten geschaffene Probleme zu finden.
Nur das nachhaltige Denken und frühzeitige Spüren, dass etwas, was Medien und andere Werbemaschinen als nachhaltig anpreisen, nicht das Geringste mit Nachhaltigkeit zu tun hat, das müssten Menschen erst wieder lernen.
Dann aber halte ich alle Menschen, egal wo auf der Welt, aber für intelligent und kooperationsbereit genug, um – wieder, vielleicht aber auch erstmalig – ein nachhaltiges Leben, im Einklang mit der Natur und nicht allein zu ihren Lasten, zu führen.

Ich weiß zwar nicht, ob ich das selbst noch erleben werde; aber ich bin mir sicher, dass es für die Menschheit keine andere Möglichkeit gibt als das tatsächlich irgendwann zu tun.

P.s.: Wenn Energieverschwendung eine der Ursachen menschlicher Probleme ist, wird die niemand mit technologischen Lösungen beheben – so viel Menschenkenntnis (über Selbstbeherrschung) könnte wirklich jede/r haben!

P.p.s.: Solange von den VorreiterInnen auf dem Weg in unsere Zukunft Slogans wie THINK BIG verbreitet werden, ohne dass sie im Detail das Zusammenspiel der kleinsten Teilchen erklären können bzw. wie gewährleistet wird, dass die alle auch in sich noch nachhaltig funktionieren können, würde ich persönlich mich nicht allzu sehr auf die „Größten“ unter ihnen verlassen.

 

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Dank für das Foto gebührt Tyler Casey (auf Unsplash)!

Anderen oder etwas (ewige Treue) schwören kann fatale Folgen haben …

…, wenn Menschen sich dabei selbst verraten oder andere belügen müssen

Ich habe den Eindruck, viele Menschen bauen sich mehr oder wenig freiwillig – vermutlich aus kindlicher Naivität oder auf leichten „Druck“ von außen, in Form von falschen Versprechungen oder Verlockungen, denen sie glauben, ohne sie auf ihre Richtigkeit überprüfen zu können – ihre eigenen Gefängnisse, während sie glauben, sie würden ein Traumschloss errichten.
Erst wenn ihnen klar wird, dass es

  • weder einen Notausgang gibt, den sie nutzen könnten, wenn sie drinnen keine Luft mehr bekommen,
  • noch Werkzeuge verfügbar oder Menschen erreichbar, die es ihnen ermöglichen, daraus auszubrechen;

stellen sie fest, dass es mindestens ein Fehler war, den sie gemacht haben, bzw. dass sie im Grunde ein Verbrechen – Verrat oder Täuschung – begangen haben.

Alle Menschen haben allerdings jeden Tag die Möglichkeit, sich aus alten Versprechen zu lösen, sich dafür zu entschuldigen, also Reue zu zeigen und sich – oder anderen – stattdessen etwas Neues zu schwören.
Sie müssten es sich nur trauen.

 

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Dank für das Foto gebührt Tai’s Captures (auf Unsplash)!

Lachen ist vielleicht die beste Medizin

Aber sie ist – wie alle Stimmungsaufheller – eben auch nur eine Notfallmedikation, kein Heilmittel gegen Trübsal

In zu hoher oder schnell aufeinander folgender Dosierung ist auch bei Humor, selbst bei Galgenhumor, bald der Witz raus und Gewöhnungseffekte setzen ein, so dass er seine Wirkung irgendwann ganz verliert und mit Depressionen zu rechnen ist.

Gesundheit hat zwar viel damit zu tun, ob Menschen ihr Leben zu ernst nehmen oder über alles Mögliche auch lachen können. Aber weder können ComikerInnen oder Clowns kranke Menschen gesund machen noch können gesunde Menschen, indem sie lauthals lachen, andere mit ihrer Gesundheit anstecken (vor allem, wenn die sich in ihrer krankhaften Melancholie wohl fühlen).

Selbst wenn Du am liebsten über den Gesundheitszustand anderer Menschen und deren Verständnis von einem gesunden Leben weinen würden – manchmal hilft es mehr, andere mit einem lustigen Satz oder Bild statt mit Vorwürfen zum Nachdenken bzw. Nachforschen über ihre Krankheiten zu bringen. Im besten Fall liefert ihnen das den Anlass, sich mit den zugrundeliegenden Problemen zu beschäftigen und sie auf Ideen zu deren Lösung zu bringen.

Vielleicht könnte ich einige der Probleme lösen, die ich in der Kommunikation mit kranken, leidenden Menschen habe, die aber weiterhin auf unterschiedlichste Weise ihrer Gesundheit schaden, wenn es dazu eine „witzige Sprüche“-Sammlung gäbe?
Wenn mir deshalb mal zum Heulen ist, werde ich bestimmt mal Recherche-Arbeit dazu leisten. – Denn für mich sind Erklärungen für das, was ich noch nicht weiß, aber selbst in der Praxis überprüfen kann, die beste Medizin: eine, die mich überzeugt und von der sich alle anderen selbstständig, auch ganz ohne ärztliche oder therapeutische Hilfe oder Hilfsmittel überzeugen können.

 

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Dank für das Foto gebührt Quino Al (auf Unsplash)!

Fehlerhafte Verknüpfungen mögen Freiräume bieten, ergeben aber oft kein stimmiges Bild

Unsere Gehirnfunktionen – unsere Wahrnehmungen, Erkenntnisse und Erinnerungen – leben von mehr oder weniger klaren Bildern, manchmal auch nur Mustern oder Farben, manchmal nur von den damit verbundenen Schwingungen, also Düften, die uns in der Nase gekitzelt haben, oder Gefühlen, die uns z.B. eine Gänsehaut eingejagt haben.

Aber: Unser Gehirn ist sehr eigenwillig, wenn es darum geht, den Rest unseres Körpers zu schützen, also z.B. auch in – vermeintlich oder tatsächlich – lebensbedrohlichen Situationen alle überlebenswichtigen Körperfunktionen so weit aufrechtzuerhalten, bis die Gefahr überwunden ist. Dabei können fatale Fehlverknüpfungen entstehen, die viele von uns ein Leben lang begleiten – verdrängt ins Unterbewusstsein; denn wir nehmen natürlich jede Bedrohung für unser Leben auch bewusst auf, sobald wir sie als Bedrohung erkannt haben und solange wir bei Bewusstsein sind.

Es gibt viele Menschen,

  • für die die Welt nicht in Ordnung ist, so wie sie von Natur aus ist;
  • die denken, sie könnten oder müssten sie sogar in Ordnung bringen und Menschen darüber belehren, was sie tun und lassen dürfen oder nicht dürfen;
  • die Fehler bei sich oder an anderen suchen statt ihre eigenen und deren Schwächen gleichermaßen anzuerkennen;
  • die glauben, sie müssten erst in den Himmel kommen, um da das Paradies zu finden, bzw. würden es sich damit, dass sie Menschen töten oder die Natur zerstören, sogar verdienen können.

Ich hoffe, sie kommen sich – ihren Gedanken und Gefühlen, ihren (vermeintlich) schönen Erinnerungen und Ängsten – irgendwann auf die Schliche und schließen die Lücken in ihrem Gehirn. Sonst werden sie mit zunehmendem Alter nur größer.
Für mich ist es kein Wunder, dass immer neue Schuldige für die zunehmende Anzahl an Demenzkranken – seien es Coronaviren oder Impfstoffe – gesucht werden.
Denn dass z.B.

  • unser moderner, bequemer Lebensstil, der Menschen mit genug Geld alles erlaubt, was sie sich wünschen;
  • die Technologisierung unserer Welt, die sowohl das menschliche (Problemlösungs-)Denken als auch die selbstständige, selbstverantwortliche (Fort-)Bewegung überflüssig macht;
  • die Vergiftung und Zerstörung der Natur bzw. großflächige Zersplitterung von Naturräumen, die zusammengehören,weil Menschen dort auf ihre Weise, möglichst geschützt vor unerwünschten „Eindringlingen“, also anderen Lebewesen, leben wollen,
  • die als „Individualismus“ getarnte Suche nach Freiheit und (Natur-)Verbundenheit, die Menschen bis in die Selbstsucht oder -aufgabe treibt, oder
  • das als „Humanismus“ getarnte Streben der Menschen nach einem sinnerfüllten Menschenleben innerhalb all des Irrsinns, den erst wir Menschen in die Welt gebracht haben,

dafür verantwortlich sein könnten, dass immer mehr Menschen sich in der Realität nicht mehr alleine zurechtfinden, das ergibt für viele Menschen, vor allem in der Politik oder anderen Führungsriegen, vermutlich immer noch kein stimmiges Bild.
Sonst würden sie das alles doch nicht immer noch weiter vorantreiben, offenbar in der Hoffnung, dass am Ende doch irgendjemand wenigstens ein Muster erkennt, oder?

 

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Dank für das Foto gebührt K15 Photos (auf Unsplash)

Wenn das, was immer (oder nicht) speziell bleiben und individuell behandelt werden sollte, zum Alltag gehört oder zur Sucht wird

Es gibt Menschen, die mögen Alkohol, weil sich damit eine angespannte Atmosphäre schneller auflockern lässt. Und es gibt Menschen, die brauchen ihn, weil sie sonst überhaupt keinen Spaß am Zusammensein mit anderen Menschen hätten.

Es gibt Menschen, die gerne essen und Lieblingsspeisen haben, die sie zu besonderen Anlässen zubereiten. Und es gibt Menschen, die versüßen sich damit das Leben, dass sie sich ihr Lieblingsessen so oft wie möglich gönnen.

Es gibt Menschen mit natürlichen oder speziellen Bedürfnissen aufgrund von körperlichen oder geistigen Besonderheiten, die ihr selbstständiges, freies Leben behindern, so dass sie auf Hilfe anderer Menschen angewiesen sind. Und es gibt Menschen mit „hohem gesellschaftlichen Ansehen“, die ihre zivilisationsbedingten, unnatürlichen und häufig reichlich übertriebenen Bedürfnisse auch zu Lasten anderer, auf deren Hilfe sie verzichten können (oder das zumindest glauben), ausleben wollen.

Es gibt Menschen, die verzichten freiwillig auf viele Dinge, die z.B. nur unter hohem Energieaufwand oder zu Lasten der Natur und auf Kosten der Gesundheit von Menschen hergestellt werden können. Und es gibt Menschen, die glauben, dass es ihnen selbst noch mehr schadet, wenn sie auf ein paar wenige Dinge verzichten, die ihnen ihre Lebensenergie geben, und sich stattdessen sparsamere, naturfreundlichere und gesündere Alternativen suchen.

Es gibt Menschen, die wissen, wie wichtig es ist, unseren Körper und auch Geist regelmäßig zu fordern, um ihn stark und beweglich zu halten. Und es gibt Menschen, die denken, sie könnten guten Gewissens immer wieder eine längere Vernachlässigung bestimmter Tätigkeiten zugunsten anderer damit ausgleichen, dass sie sie hinterher exzessiv nachholen.

Es gibt Menschen, die wissen, dass Biodiversität ein natürliches Phänomen ist, es also auch innerhalb einer Art schon immer Vielfalt und Normabweichungen gab, selbst wenn die gesellschaftlich unerwünscht sind. Und es gibt Menschen, die sich selbst nicht speziell genug fühlen – vielleicht weil ihnen zu selten besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde – und gleichzeitig andere Menschen, die ihre Individualität nicht auf dieselbe Weise demonstrieren wollen, für zu wenig speziell zu halten.

Es gibt Menschen, die sich lieben, weil sie sich für etwas ganz Besonderes halten. Und es gibt Menschen, die brauchen andere Menschen, weil sie alleine nicht lange gut zurechtkommen.

Kein Mensch ist dazu geboren, alleine zu leben, geschweige denn in der Natur – ohne dass er oder sie von anderen lernen konnte wie – überhaupt überleben zu können.
Es ist allerdings nicht selbstverständlich, dass diejenigen, die wir besonders lieben, oder die Dinge, die wir kennen oder an die wir uns gewöhnt haben und die wir besonders mögen, immer da sein werden.
Deshalb macht es sowohl Sinn, immer Alternativen zu kennen oder einen Plan B zu haben, als auch auf alles, was Du gerne behalten möchtest, besonders acht zu geben – sei es Deine eigene Gesundheit, Menschen, die Du liebst, oder das, was Du Dir hart und vielleicht zu Lasten Deiner Gesundheit oder der Zeit mit Deinen Liebsten erarbeitet hast.

Man kann es mit allem übertreiben … – Damit, die besonderen Möglichkeiten als zu gegeben hinzunehmen und sich darauf zu verlassen, dass sie immer da sein werden, oder damit, Angst davor zu haben, dass es nie (mehr) eine geben wird oder die nächste die letzte sein könnte.
Wenn Du Dir Zeit nimmst, mehr darauf zu achten, was im Laufe der Zeit – vielleicht auch schon öfters in Deinem Leben, Deiner Familien- oder unserer Menschheitsgeschichte – regelmäßig auftrat, routiniert-langweilig, seltener oder auch immer legendärer wurde, kannst Du vielleicht zukünftig rechtzeitiger spüren, was das Besondere in Deinem Leben ist, welche Menschen oder Dinge speziell für Dich wichtig sind und wie Du verhindern kannst, dass Dein Leben entweder zu alltäglich oder Du zu einem oder einer (Alkohol-/Fett-/Zucker-/Eiweiß-/Medikamenten- oder anderen Drogen-/Spiel-/Sex-/…)Suchtkranken wirst.

Jede Sucht zeigt an, dass Menschen verzweifelt auf der Suche nach Hilfe sind.
Wenn sie sich dabei aber nur von anderen Menschen abhängig machen, die meistens Geld, vielleicht auch „nur“ in Form von Mitgliedsbeiträgen, dafür verlangen (weil ihre Arbeitsleistung davon abhängt), frage ich mich, welchen Suchtkranken am Ende eigentlich damit geholfen ist …

 

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Dank für das Foto gebührt thom masat (auf Unsplash)!

 

Wenn Menschen ohne Natur- und Menschen- und damit auch Selbstkenntnis Menschlichkeit – Humanismus – fordern

Wie aus Adam und Eva, also „typisch Mann“ und „typisch Frau“, nicht nur (un-)menschliche Wesen ohne Geschlechtszugehörigkeit und Identität wurden, sondern auch Menschen ohne (körperliche und geistige) Widerstandskräfte und Verständnis für das Leben

Es ist in meinen Augen gefährlich, es Menschen zu überlassen, für eine „humanistische Weltordnung“ oder „humanere Bedingungen“ zu sorgen, die Menschlichkeit nur aus Büchern oder innerhalb eines bestimmten Umfeldes von Menschen gelernt haben.
Viele, vielleicht die meisten Menschen werden unter unmenschlichen Bedingungen großgezogen, das heißt, dürfen sich nicht frei zu Menschen entwickeln, indem sie von ihren Eltern alles lernen bzw. von ihren Artgenossen alles (Über-)Lebenswichtige beigebracht bekommen, während sie gleichzeitig ihre eigenen Lebenserfahrungen dazu machen können (ohne dass unzählige Regeln und Gesetze es ihnen verbieten).

Es gibt Eltern, die lassen ihren Kindern so viele Freiheiten wie möglich, damit sie Möglichkeiten bekommen, ihre eigenen Lebenserfahrungen zu machen, und fangen sie im Notfall auf, wenn sie dabei auf die Nase fallen.
Andere Eltern versuchen ihren Kindern den Weg in ihre eigene Zukunft zu ebnen, indem sie ihnen nur so viele Möglichkeiten wie möglich eröffnen, die sie selbst bereits – aufgrund ihrer eigenen guten Lebenserfahrungen, unerfüllten Träume und Ausschlussprinzipien – vorausgewählt haben.

Beides führt dazu, dass viele Menschen innerhalb ihrer Gesellschaft nicht schon früh auch unterschiedlich „harte Lektionen“ erteilt bekommen – weil ihnen entweder nicht bewusst gemacht wird,

  • wie unsicher das Leben sein kann bzw. wie groß mancher Verlust ist, wenn niemand da ist, um darüber hinwegzutrösten bzw. erklären zu können, warum die Welt auch grausam erscheinen kann bzw. warum es für den Erhalt unserer Menschlichkeit wichtig ist, dass sich manche Verluste grausam anfühlen, oder
  • wie viele Freiheiten und Möglichkeiten es bieten könnte, wenn sie bereit wären, ihre – wie auch immer, meist durch unbewusste, von Eltern übernommene Ängste und erlernte Angewohnheiten – bisher stark begrenzte Welt zu verlassen und „die große weite“ zu entdecken.

Es ist nicht realistisch, zu denken, dass schon direkt vor der eigenen Haustür eine gefährliche „unbekannte Welt“ beginnen würde, die Menschen z.B. nur mit Begleiterpersonen oder Hunden erkunden könnten, um sicher zu sein), genauso wenig wie es vernünftig ist, zu denken, man könne nur von speziell dafür ausgebildeten ExpertInnen etwas über das Leben lernen oder nur durch Fernreisen neue Erkenntnisse gewinnen und sich dabei vom Alltagstrott entspannen.
Es ist weder typisch männlich noch typisch weiblich, sowohl nach Sicherheiten als auch immer wieder neue Herausforderungen zu suchen.
Das ist menschlich, und es hängt von der individuellen Lebenssituation und den Vorerfahrungen im Leben ab, ob der Sicherheitsfaktor die größere Rolle spielt oder der Freiheitsdrang.

Mit einem sicheren Job, bei dem man „gutes Geld“ verdienen konnte, konnte man sich in den letzten Jahrzehnten beides leisten.
Ich habe das Gefühl, beides ist dabei, zusammen mit unserer Menschlichkeit und einem sinnvollen Verständnis für Humanismus mal wieder zu verschwinden.
Wer unsere Menschheitsgeschichte kennt, weiß natürlich, dass es schon immer Zeiten gab, in denen das so war.
Als Biologin, die es liebt, sich mit natürlichen Zyklen oder menschlichen Verhaltensmustern zu beschäftigen und Entwicklungen zu beobachten, werde ich weiterhin Augen, Ohren und andere Sinnesorgane offenhalten und mich sowohl auf mein angelerntes Wissen als auch auf meine weibliche Intuition verlassen, die mich noch nie getäuscht hat.
Vielleicht liegt es daran, dass ich lieber immer wieder neue Herausforderungen suche statt nach Dingen oder Menschen, die mir Sicherheiten versprechen?
Mir persönlich erscheint ein achtsames Leben am sichersten. Denn: Nichts im Leben ist so sicher wie der Tod, der im Grunde immer lauert, so dass man sich wirklich immer auf ihn verlassen kann – vor allem, wenn die Zeit für etwas Neues gekommen ist und etwas Altes (seien es auch „nur“ Überzeugungen, Erwartungen, Hoffnungen, Träume oder Eigentümlichkeiten und Eigentümer) dafür gehen muss.

P.s.: Mit „falschem Mitleid“, also übertriebener Gefühlsduselei, um andere nicht zu verletzen, ist Menschen (oder Tieren und der Natur) genauso wenig geholfen wie mit unmenschlicher Härte zur Abhärtung bzw. „Gewöhnung an Grausamkeiten“. Gesunde Widerstandskräfte (und damit auch ein gesundes Menschenbild) können nur Menschen ohne irrationalen Ängste entwickeln, die auch ihre menschliche Neugier behalten haben und noch bereit sind, sich auch auf Erfahrungen einzulassen – die sie bisher aus Angst, an dieser großen Herausforderung zu scheitern (bzw. dauerhaften Schaden davontragen oder daran sterben zu können) verweigert haben. Oder glaubst Du auch schon, dass man sich auf die besser nicht mehr verlässt?

 

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Dank für das Foto gebührt Külli Kittus (auf Unsplash)!

Liebe, Freundschaft, Schutz, Respekt- und Verantwortungslosigkeit oder Abhängigkeit und Sklavenhaltung?

Dient es der Weiterentwicklung der Menschheit, wenn sich einige Arten von Lebewesen weiterhin von anderen beherrschen lassen oder sich ihnen unterwerfen müssen?

Es ist in meinen Augen das Recht eines jeden Menschen, einem anderen ewige Liebe zu versprechen, also Treue zu geloben.

Es ist in meinen Augen das Recht jeden Menschen, Verbindungen mit anderen einzugehen und sich freiwillig von ihnen an die Leine nehmen oder – zu ihrer eigenen Sicherheit oder um andere Menschen zu schützen – zeitweise einsperren zu lassen.

Es ist in meinen Augen das Recht aller Menschen, die bereit sind, die Verantwortung für ihr eigenes Verhalten zu übernehmen, sich respektlos gegenüber anderen Menschen verhalten zu dürfen, die sich mit verantwortungslosem Verhalten keinen Respekt verdienen.

Aber: Wenn Tiere ihre (Freiheits- und Mitbestimmungs-)Rechte einfordern, wenn sie mit ihrem eigenen Verhalten eindeutig zu verstehen geben,

  • was sie lieben oder was sie nur – wohl oder übel, weil sie keine andere Wahl haben – über sich ergehen lassen;
  • wen sie respektieren und mit wem sie wie kommunizieren wollen;
  • wem sie sich freiwillig anschließen und vor wem sie sich am liebsten die ganze Zeit verstecken würden (wenn sie nicht zur Nahrungs- oder Partnersuche, um ihre Notdurft zu verrichten oder ihrem Bewegungs- und Fortpflanzungsdrang nachzukommen, ihre Rückzugsorte verlassen müssten, solange sie weiterleben wollen);

wer von all den Menschen, die nicht einmal ihre eigenen (Menschen-)Rechte kennen bzw. wissen, wie sie sie verteidigen können, sichert sie eigentlich ihnen?

Solange selbsternannte TierschützerInnen oder -liebhaberInnen ihre eigenen Tiere halten, ohne dass die sie persönlich um Hilfe angefleht und ihnen das Recht dazu eingeräumt hätten, frage ich mich wirklich, woher solche Menschen ihr Verständnis von „Schutz“ und „Liebe“ bzw. „Liebhaberei“ haben …

Vielleicht halte ich es für zu selbstverständlich, dass alle Menschen dieses Verständnis von Natur aus hätten?
Ich werde also – während ich immer wieder darüber schreibe – einfach abwarten, bis sie mich und meine Liebe zur Natur, meinen Respekt vor ihr und mein Verantwortungsgefühl ihr und all ihren Geschöpfen gegenüber vielleicht irgendwann auch verstehen können, wenn sie selbst mehr darüber wissen wollen und anfangen, genauer nachzuforschen.

 

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Dank für das Foto Robert Eklund (auf Unsplash)!

 

Schluckst Du selbst jeden Müll?

Oder gibst Du ihn auch mal demonstrativ zurück?

Menschen verschmutzen die Umwelt – keine Frage.

Menschen verstehen selten die örtlichen Regelungen, welchen Abfall sie wo entsorgen können, damit er bestmöglich recycelt werden kann.

Aber dass Menschen – auch nach einer ehrlichen Aufklärung – weiterhin so dumm wären,

  • sich für Müll, den sie selbst gar nicht produziert hätten, ein Entsorgungssystem einfallen zu lassen und
  • sogar freiwillig Abholgebühren zu bezahlen bzw.
  • Arbeitsplätze für Menschen zu finanzieren, die sich selbst wie Dreck dafür behandeln lassen müssen, dass sie sich für andere – die sich dafür zu Schade sind – die Hände schmutzig machen,

das können mir sogar die „seriösesten“ Wissenschaftsmagazine oder UmweltspezialistInnen nicht erzählen, ohne dass ich wenigstens darüber lächeln würde.

Aber dass es jemals eine seriöse – ehrliche – Wissenschaft, auf der Grundlage von menschlicher Vernunft, sorgfältiger, gewissenhafter Arbeit und Gesundheits- oder Naturbewusstsein bis in die Politik geschafft hätte, die bereit wäre, sich um menschliche Hinterlassenschaften zu kümmern statt rücksichtslos ihre Zukunftsvisionen umzusetzen.
Wenn die einzig sinnvolle Alternative zur Müllproduktion und -entsorgung das Verzichten auf Produkte ist, die ihn mit sich bringen, dann schlucken viele Menschen ihren Ärger darüber doch lieber herunter.

Ich hab‘ darin noch nie einen Sinn gesehen, also schon mein Leben lang möglichst viel Widerstand gegen die unterschiedlichsten Unternehmen geleistet, indem ich ihre Produkte boykottiert habe. Ich verzichte immer noch gerne freiwillig auf vieles, was sie mir „anbieten“ wollen; aber auch ich habe mittlerweile sinnvollere und weniger gesundheitsschädliche Strategie gefunden, damit umzugehen, dass ich für einiges immer noch keine Alternative gefunden habe. Was nicht ist, kann ja noch werden.

 

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Dank für das Foto gebührt Joshua Lawrence on Unsplash

Lerne erst, Dein eigenes Reich zu ordnen, Dein inneres Chaos unter Kontrolle zu bringen und Dich selbst zu beherrschen …

…, bevor Du andere zur Ordnung in ihrem Verantwortungsbereich aufrufen willst oder denkst, Du hättest das Recht, Herrschaft über sie ausüben und ihnen sagen zu dürfen, was sie zu tun und lassen haben!

Es ist keine schöne Erkenntnis, sich bewusst zu werden, dass Menschen – selbst wenn Du sie darauf hinweist – nicht alles unterlassen, was Dir oder anderen weh tut. – Sei es aus Unwissenheit, Unachtsamkeit oder willentlich, weil sie sich damit selbst besser und wie HerrscherInnen über ihr eigenes Leben fühlen.

Wir alle haben das Recht, so zu leben, wie wir gerne leben würden.
Es wird vielleicht immer Menschen geben, die sich von anderen wie SklavInnen halten und von ihnen herumkommandieren lassen.
Vielleicht werden alle Menschen irgendwann im Bewusstsein leben, dass nicht nur Gewalt und Herrschsucht abstoßend auf andere wirkt, sondern auch Duckmäusertum.

Ich weiß nicht, was kommen wird, weil es viel Mut erfordert, für die eigenen Rechte aufzustehen, die von mächtiger – reicher, intelligenter, ausdrucksstärker oder (selbst-)bestimmter – erscheinenden Menschen unterdrückt werden, die sich selbst ihre Macht aber in erster Linie mit ihrem Geld und ihren Versprechungen sichern. Ich sehe jedenfalls wenige besonders intelligent, ausdrucksstark oder (selbst-)bestimmt erscheinenden Menschen in unseren Ämtern oder in den Schlagzeilen unserer öffentlichen Medien.
Ich sehe in erster Linie Menschen, die

  • nicht zu Besonnenheit, sondern zu Gewalt gegenüber anderen aufrufen;
  • nicht den Mut oder das Vertrauen haben, Menschen ehrlich aufzuklären und ihnen Entscheidungsfreiheiten zu überlassen;
  • in meinen Augen kaum bzw. nur sehr einseitige Menschenkenntnis haben und sich daher selbst auch gar nicht bewusst sein können, was sie tun.

Ich denke, es würde ihnen gut tun, wenn sie sich ein bisschen mehr mit sich selbst und ihrer bzw. auch unserer (Menschheits-)Geschichte auseinandersetzen würden, damit sie ein klareres Bild davon und dadurch mit Sicherheit auch (wieder oder endlich einmal) einen klareren Geist bekommen könnten.
Aber ich will anderen nicht vorschreiben, was sie zu tun haben. Darauf müssen sie schon selbst kommen.
Ich bin froh, dass ich so selbstbestimmt leben kann, um frei entscheiden zu können, wen ich in mein Leben (eingreifen) lassen möchte und wen nicht.
Aber ich bin auch bereit, alle Konsequenzen dafür zu tragen, wenn die herrschende Meinung ist, dass OrdnungshüterInnen im Auftrag unserer (Rechts-)Staates dafür sorgen dürfen, die Gesellschaft vor Menschen wie mir zu schützen, weil sie die öffentliche (Herrschafts-)Ordnung gefährden könnten.
Nur weil ich die Ordnung im Universum zu verstehen glaube (und mir sicher bin, dass es weder im Chaos versinken wird, wenn wir Menschen das nicht verhindern, noch dass Menschen dazu berechtigt sind, allen anderen ihre „sinnvollen“ Ordnungssysteme als die einzig „richtigen“ zu verkaufen oder sie ihnen mit Gewalt überzustülpen, das heißt, sie dazu zu zwingen, sich ihnen zu unterwerfen) heißt das ja noch lange nicht, dass andere Menschen das auch müssen.

Also werde ich

  • mich weiterhin auf das konzentrieren, was ich in meinem Leben zu ordnen habe;
  • versuchen, das Chaos, das ich dabei oft anrichte, unter Kontrolle zu halten und
  • weiterhin Selbstbeherrschung gegenüber den Mächten des Universums bzw. den Herausforderungen des Lebens üben, vor die sie mich täglich stellen.

Danke übrigens dafür!

P.s.: Es gab schon viele naturferne Königreiche, in denen z.B. die geistige (Mehrheits-)Meinung oder (Unterwerfungs-)Haltung herrschte,

  • sie hätten eine/n gute/n KönigIn mit innerlicher Stärke, guten Absichten sowie einem aufrechten Rückgrat, obwohl nicht nur deren Körperform und -haltung dem widersprach, sondern sie zusätzlich Menschen, die sich ihnen nicht freiwillig unterwerfen und dienen wollten, wie Unmenschen behandelten und demütigten (statt sie einfach in Ruhe leben zu lassen oder zu ermutigen, gemeinsame Lösungen für gemeinsame Probleme zu finden), oder
  • körperliche Hygienemaßnahmen wären wichtiger als geistige.

Ich kenne allerdings noch keine Beispiele dafür, dass es schon mal Menschen gab, die in solchen Königreichen geboren wurden und ihr Leben lang deren HerrscherInnen vertraut bzw. ihnen sogar treu gedient haben, die bis an ihr Lebensende glücklich und zufrieden gelebt hätten, ohne jemals (sinnlose) Kriege ausgefochten zu haben. Vermutlich konnten sich dort nicht vorstellen, dass ihr Leben sich in jedem Augenlick hätte komplett verändern und – aus ihrer Perspektive – völlig verrückt oder verdreht weitergehen können als vorher.

 

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Dank für das Foto gebührt Paweł Furman auf Unsplash)!

Wie reagierst Du, wenn Du (nicht) das bekommst, was Du Dir wünschst, aber (nicht) gut gebrauchen könntest/kannst?

Unser Leben ist kein Wunschkonzert; aber die Natur folgt gewissen Regelmäßigkeiten, die immer mehr Menschen zu erkennen und – leider auch oft nur für eigene Zwecke – zu nutzen scheinen. Sobald sie dabei aber natürliche (Stoff-)Kreisläufe stören oder Grenzen übertreten, – obwohl ihr Gewissen bzw. ihre natürliche Intuition sie davor gewarnt hat – dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie selbst irgendwann Kreislaufprobleme bekommen oder etwas in ihrem Leben nicht mehr rund läuft.

Wir können uns als Menschen nicht rücksichtslos weiterentwickeln, ohne aus Fehlern in der Vergangenheit gelernt zu haben. – Deshalb drehen wir uns meiner Meinung nach so lange im Kreis und brauchen unsere Routinen, Angewohnheiten und Wiederholungen, bis wir verstanden haben, warum wir sie haben, welche uns auch auf Dauer gut tun oder welche uns eher schaden (weil immer wieder auch schlechte Gefühle damit verbunden sind), bzw. dass wir viele getrost loslassen und uns an dem neu orientieren können, was aktuell (das Problem) ist.

Wunschlos glückliche Menschen gibt es wahrscheinlich wenige, vielleicht gar keine. Wer selbst schon alles Lebenswichtige hat und die Probleme anderer Menschen, Tiere oder sonstiger Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen, also Wünschen, kennt, könnte sich die eigenen Wünsche für sie aufheben.
Allerdings bringt es wenig,

  • sich zu wünschen, dass sich irgendjemand anders darum kümmern wird, dass irgendetwas in dieser Welt besser wird (bzw. sich Politik um sinnvollen Naturschutz kümmern könnte, ohne dass Menschen bereit sind, ihr Leben naturfreundlicher und ressourcenschonender zu gestalten);
  • Geld an Menschen zu spenden, die versprechen, sich um Probleme zu kümmern, die aus Geldgier, dem Streben nach Ehre, Ruhm und Wohlstand oder der Angst, etwas davon wieder zu verlieren, entstanden sind;
  • wenn Du eine gerechte Verteilung von Ressourcen forderst, aber gar nicht gerne und mit Freude Deine eigenen auch unentgeltlich teilst oder an andere verschenkst, weil Du genug davon hast, also von anderen eine Gegenleistung für Deine – sei es Zeit, Energie oder Besitztümer – erwartest.

Vielleicht hast Du schon bemerkt, was Du selbst bewirken kannst, wenn Du Dir etwas wünschst, von dem Du glaubst, dass Du es Dir (ganz alleine) verdient hast?
Pass‘ nur auf, dass Du dabei immer ehrlich – sowohl zu Dir als auch zu anderen – und bereit bleibst, es mit anderen zu teilen, also jederzeit auch wieder abzugeben, wenn andere es brauchen.
Denn: Die natürliche Evolution verhindert, dass Lebewesen, die rücksichtslos die Bedürfnisse anderer missachten und nur ihre eigenen Wünsche zu erfüllen versuchen (statt anzuerkennen, dass wir als Menschen alle dieselben Grundbedürfnisse haben), lange gesund und (über)lebensfähig bleiben.
Wenn Du also in Deinem Leben selten bekommst, was Du Dir wünschst, und stattdessen viel dafür kämpfen musst, dann wundere Dich auch nicht darüber, wenn Du irgendwann todkrank davon wirst (dass Du Deine „falschen“ Erwartungen an die Natur oder vom Leben nicht loslassen kannst).

Du kannst so tun als wäre es Dir egal.
Du könntest genauso gut Deine Wünsche und Vorstellungen überdenken und mehr mit denen eines sinnerfüllten Lebens in Einklang bringen.
Your body, your spirit, your soul – your wishes and choices.

 

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Dank für das Foto gebührt Maria Lysenko (auf Unsplash)!