Lerne erst, Dein eigenes Reich zu ordnen, Dein inneres Chaos unter Kontrolle zu bringen und Dich selbst zu beherrschen …

…, bevor Du andere zur Ordnung in ihrem Verantwortungsbereich aufrufen willst oder denkst, Du hättest das Recht, Herrschaft über sie ausüben und ihnen sagen zu dürfen, was sie zu tun und lassen haben!

Es ist keine schöne Erkenntnis, sich bewusst zu werden, dass Menschen – selbst wenn Du sie darauf hinweist – nicht alles unterlassen, was Dir oder anderen weh tut. – Sei es aus Unwissenheit, Unachtsamkeit oder willentlich, weil sie sich damit selbst besser und wie HerrscherInnen über ihr eigenes Leben fühlen.

Wir alle haben das Recht, so zu leben, wie wir gerne leben würden.
Es wird vielleicht immer Menschen geben, die sich von anderen wie SklavInnen halten und von ihnen herumkommandieren lassen.
Vielleicht werden alle Menschen irgendwann im Bewusstsein leben, dass nicht nur Gewalt und Herrschsucht abstoßend auf andere wirkt, sondern auch Duckmäusertum.

Ich weiß nicht, was kommen wird, weil es viel Mut erfordert, für die eigenen Rechte aufzustehen, die von mächtiger – reicher, intelligenter, ausdrucksstärker oder (selbst-)bestimmter – erscheinenden Menschen unterdrückt werden, die sich selbst ihre Macht aber in erster Linie mit ihrem Geld und ihren Versprechungen sichern. Ich sehe jedenfalls wenige besonders intelligent, ausdrucksstark oder (selbst-)bestimmt erscheinenden Menschen in unseren Ämtern oder in den Schlagzeilen unserer öffentlichen Medien.
Ich sehe in erster Linie Menschen, die

  • nicht zu Besonnenheit, sondern zu Gewalt gegenüber anderen aufrufen;
  • nicht den Mut oder das Vertrauen haben, Menschen ehrlich aufzuklären und ihnen Entscheidungsfreiheiten zu überlassen;
  • in meinen Augen kaum bzw. nur sehr einseitige Menschenkenntnis haben und sich daher selbst auch gar nicht bewusst sein können, was sie tun.

Ich denke, es würde ihnen gut tun, wenn sie sich ein bisschen mehr mit sich selbst und ihrer bzw. auch unserer (Menschheits-)Geschichte auseinandersetzen würden, damit sie ein klareres Bild davon und dadurch mit Sicherheit auch (wieder oder endlich einmal) einen klareren Geist bekommen könnten.
Aber ich will anderen nicht vorschreiben, was sie zu tun haben. Darauf müssen sie schon selbst kommen.
Ich bin froh, dass ich so selbstbestimmt leben kann, um frei entscheiden zu können, wen ich in mein Leben (eingreifen) lassen möchte und wen nicht.
Aber ich bin auch bereit, alle Konsequenzen dafür zu tragen, wenn die herrschende Meinung ist, dass OrdnungshüterInnen im Auftrag unserer (Rechts-)Staates dafür sorgen dürfen, die Gesellschaft vor Menschen wie mir zu schützen, weil sie die öffentliche (Herrschafts-)Ordnung gefährden könnten.
Nur weil ich die Ordnung im Universum zu verstehen glaube (und mir sicher bin, dass es weder im Chaos versinken wird, wenn wir Menschen das nicht verhindern, noch dass Menschen dazu berechtigt sind, allen anderen ihre „sinnvollen“ Ordnungssysteme als die einzig „richtigen“ zu verkaufen oder sie ihnen mit Gewalt überzustülpen, das heißt, sie dazu zu zwingen, sich ihnen zu unterwerfen) heißt das ja noch lange nicht, dass andere Menschen das auch müssen.

Also werde ich

  • mich weiterhin auf das konzentrieren, was ich in meinem Leben zu ordnen habe;
  • versuchen, das Chaos, das ich dabei oft anrichte, unter Kontrolle zu halten und
  • weiterhin Selbstbeherrschung gegenüber den Mächten des Universums bzw. den Herausforderungen des Lebens üben, vor die sie mich täglich stellen.

Danke übrigens dafür!

P.s.: Es gab schon viele naturferne Königreiche, in denen z.B. die geistige (Mehrheits-)Meinung oder (Unterwerfungs-)Haltung herrschte,

  • sie hätten eine/n gute/n KönigIn mit innerlicher Stärke, guten Absichten sowie einem aufrechten Rückgrat, obwohl nicht nur deren Körperform und -haltung dem widersprach, sondern sie zusätzlich Menschen, die sich ihnen nicht freiwillig unterwerfen und dienen wollten, wie Unmenschen behandelten und demütigten (statt sie einfach in Ruhe leben zu lassen oder zu ermutigen, gemeinsame Lösungen für gemeinsame Probleme zu finden), oder
  • körperliche Hygienemaßnahmen wären wichtiger als geistige.

Ich kenne allerdings noch keine Beispiele dafür, dass es schon mal Menschen gab, die in solchen Königreichen geboren wurden und ihr Leben lang deren HerrscherInnen vertraut bzw. ihnen sogar treu gedient haben, die bis an ihr Lebensende glücklich und zufrieden gelebt hätten, ohne jemals (sinnlose) Kriege ausgefochten zu haben. Vermutlich konnten sich dort nicht vorstellen, dass ihr Leben sich in jedem Augenlick hätte komplett verändern und – aus ihrer Perspektive – völlig verrückt oder verdreht weitergehen können als vorher.

 

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Dank für das Foto gebührt Paweł Furman auf Unsplash)!

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