Wäre es nicht schön, wenn es (wieder) mal wärmer auf der Erde wäre?

Warum also versuchen Menschen zu verhindern, dass weniger Kälte herrscht?

Jeder denkfähige und ökologisch interessierte Mensch könnte sich überlegen, ob die Erde tatsächlich – wie selbsternannte „KlimaretterInnen“ behaupten – Gefahr läuft, sich aufzuhitzen, nur weil Menschen auf ihr leben und atmen; selbst wenn sie dabei unnötig viel Kohlenstoffdioxid zu produzieren, also Ressourcen unnötig zu verbrennen, ihr Trinkwasser zu vergiften und ihre eigenen Nahrungs-, also damit Lebensgrundlagen zu zerstören. Die Erde ist ein einziges zusammenhängendes und mehr oder weniger geschlossenes Ökosystem, in dem zwar Energiekreisläufe unterbrochen und damit unnötig Energie verschwendet werden kann, das aber – wenn man es in Ruhe lässt – immer wieder in der Lage sein sollte, sich selbst zu regulieren:
Sobald es an einer Stelle wärmer wird, könnte es also an einer anderen nicht nur kälter werden, sondern das müsste es sogar, wenn man den Energieerhaltungssatz innerhalb des Systems berücksichtigt und nicht zusätzliche Energie (aus dem Rest des Universums) abgezogen wurde.
Wir können auf der Erde nur so viel Energie freisetzen wie ursprünglich darin gebunden war, auch wenn wir Menschen uns gerne vorstellen, wir könnten etwas erschaffen, was es vorher noch gar nicht gab.

Wir können zwar kreativ umwandeln, was uns unsere Erde und unser Universum an Ausgangsstoffen liefert, aber wir wissen (noch) nicht, wie wir aus dem Nichts etwas erschaffen können, wofür es keine materielle Grundlage gibt, bzw. wie wir all den Müll, den wir als Menschen produzieren, schnell wieder im Nichts verschwinden lassen könnten.
Wir sind für unser Überleben auf natürliche Kreisläufe angewiesen angewiesen, auch die zwischen warmen und kalten Jahreszeiten oder Luftströmungen.
Ich habe den Eindruck, dass heute – trotz aller Globalisierung – immer weniger Rücksicht auf globale Verstrickungen und Zusammenhänge genommen wird, weil einige Spezialistinnen zu fokussiert auf einen kleinen Teil eines viel größeren Problems – das uns alle betrifft – sind, das sie damit, dass sie es ignorieren, immer nur schlimmer machen.

Nur wenigen – intelligenten – Menschen, die Nachrichten nicht nur (un)kritisch konsumieren, sondern auch auf ihren Informationsgehalt überprüfen, scheint es aufzufallen.
Gleichzeitig verbauen uns andere – die vor allem gut auswendig lernen und reden bzw. sich nur auf eine Sache konzentrieren können, weil sie sich von anderen schnell aus ihrem Konzept bringen lassen) – mit ihren hochtechnologisierten Zukunftsideen die Zukunft im wahrsten Sinne des Wortes: Wertvolle, lebendige bzw. vielen, unterschiedlichsten Arten lebensspendende Ressourcen bzw. ganze Lebensräume, die wegen ihres Sandes oder Lehms ausgeplündert werden, werden von ihnen genauso zerstört, um daraus totes Baumaterial zu gewinnen (das außerdem ungerecht unter wenigen Menschen aufgeteilt wird bzw. nur einer einzigen Art, nämlich ihnen dienen soll).

Vielleicht können wir Menschen mit unserem Bewusstsein uns tatsächlich irgendwann neue Materie schaffen – denn das Universum dehnt sich angeblich weiter aus.
Als ökologisch denkende Naturforscherin möchte ich allerdings zu bedenken geben, vorsichtig damit zu sein, zu willkürlich in funktionierenden Ökosystemen herumzupfuschen. Es braucht bzw. bräuchte Zeit, gemeinsam – in möglichst großer öffentlicher Runde – und ausführlich Vor- und Nachteile bzw. mögliche Kollateralschäden abzuwägen, die sich daraus ergeben könn(t)en, dass wir die Natur künstlich umgestalten wollen, indem wir sie unnatürlichen und oftmals absehbar gesundheitsschädlichen, nur technisch einwandfreien Kriterien oder Schönheitsidealen unterwerfen.

Wir haben nur eine Erde, obwohl ich nicht ausschließe, dass Menschen sich irgendwann eine neue erschaffen können, wenn sie ihre alte zerstören.
Aber ich habe den Eindruck, eine lebendige, gesunde, sich selbst regulierende und natürlich evolutionsfähige, eine auf der ich glücklich und zufrieden leben könnte bzw. in Erinnerung an die natürlich bunte und überraschend individuell und artenreiche, die ich liebe, überhaupt leben wollte, wird es nicht sein können…
Ich frage mich also: Warum lassen sich zu intelligenten Leistungen fähige Menschen, die sich selbst sogar Homo sapiens, also klug nennen (wollen), sich Informationen und Produkte verkaufen, die unsere Natur zerstören, statt eigenverantwortlich möglichst darauf zu verzichten und der Natur „einfach“ genug Zeit und Raum zur (Selbst-)Regeneration zu geben.
Vielleicht bescheren wir uns dadurch statt neuartiger Wetterextreme sogar eine globale Warmzeit. Aber würde das irgendeinen Menschen wirklich stören?

P.s.: Persönlich würde ich vor allem höhere Temperaturen statt monatelanger Kälte in dunklen Jahreszeiten begrüßen. – Aber ich verdiene auch nicht mein Geld damit, anderen Menschen ihr Leben möglichst schön, warm, hell und gemütlich zu machen. Ich hole sie viel lieber auf den unbequem harten Boden der (natürlich-biologischen) Realität zurück.

 

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Dank für das Foto gebührt benjamin lehman (auf Unsplash)!

 

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