Die Natur als Deine Wegweiserin oder Begleiterin

Sie wird Dich immer rechtzeitig anzuhalten versuchen, um Dir Zeit zum Entscheiden zu geben, ob Du (noch) auf dem richtigen Weg bist

Die Menschen im Leben, die

entweder glücklich oder erfolgreich durchs Leben kommen, indem sie nicht viel dafür leisten oder investieren müssen – weil sie mit ihrem Leben zufrieden sind und ihnen das, was sie tun, Freude bereitet, also wenig Anstrengung kostet,

oder die großen Erfolg mit dem haben, was sie – aus freien Stücken und in guter Absicht oder mit Hilfe von FreundInnen oder anderen UnterstützerInnen, die sie nicht erst um Hilfe bitten müssen – tun,

werden in ihrem Leben meiner (natur- bzw. lebenswissenschaftlichen) Meinung nach immer dafür belohnt werden und auf wenig Widerstand oder Ablehnung stoßen bzw. immer wieder leicht und schnell Wege finden, um damit umzugehen, um auch Hindernisse, die anfangs groß sein können, immer leichtherziger zu umschiffen.

Wenn Du also nicht nur immer mehr Vertrauen in Deine Fähigkeiten gewinnst, sondern im Sinne der Natur gute Ziele – also Ziele, die auch ihr, ihrer Evolution und unserer menschlichen Weiterentwicklung dienen – damit erreichst, wirst Du immer dafür belohnt werden: mit Zuspruch, mit Kraft und neuem Mut oder neuen Ideen.
Achte also immer bewusst darauf, ob Dir, wenn Du etwas entscheiden musst oder Du Dich bereits entschieden hast, eine Bedenkzeit gegeben wird, das heißt, ob irgendetwas passiert, was Dich daran hindert, Deinen Plan, der vielleicht den schöpferischen Plänen der Natur entgegensteht, sofort und ohne schlechtes Gewissen – also in sicherer Überzeugung und ohne Zweifel daran, dass Dein Plan gut ist – umzusetzen oder weiter zu verfolgen.
Natürlich kannst Du Dich auch immer trotzig dem widersetzen, was die Natur für Dich geplant hat. Du kannst ihr trotzen und versuchen, Dich über ihren Willen hinwegzusetzen- Aber wundere Dich dann nicht, wenn Du Deine Entscheidungen irgendwann bereuen wirst und sie oder anderen, denen Du mit Deinem Verhalten geschadet hast, vielleicht um Vergebung bitten musst, damit sie Dir verzeiht bzw. verzeihen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Nutzen der WegweiserInnen, die Dir – da bin ich sicher – die Natur schicken wird. Glück brauche ich Dir dafür nicht zu wünschen; denn das Glück, das sich auch in Rück- oder Fehlschlägen und Hindernissen oder Verlusten ausdrücken kann, begleitet ohnehin immer die, die auf die Natur und ihre Hilfe oder HelferInnen vertrauen.
Vielleicht hast Du ja Lust, selbst eine/r zu werden?
Ich kann Dir nicht versprechen, dass Du – wenn Du andere Erfolge gewohnt bist, bei denen Du mit Glückshormonen berauscht wurdest – gleich mit dem zufrieden sein wirst, was Du erreichst. Aber ich glaube, Du wirst Dich (nachhaltig) gut oder sogar besser als bisher damit fühlen und – wenn Du mal nicht weiterweißt in Deinem Leben – immer wieder schnell einen neuen Weg finden, der Dir Freude bereitet.
Viel Spaß dabei!

P.s.: Wenn Du auf einem richtigen Weg bist, auf dem Du Dich gut und sicher fühlst, aber bei dem Du nicht all Deine körperlichen und geistigen Fähigkeiten trainierst, dann achte besonders, ehrlich, im vollen Bewusstsein Deiner Kräfte, auf Deine Schwachstellen, Deine Wachheit und Ausdauer, Beweglichkeit, Konzentrationsfähigkeit, Versprecher oder Schreibfehler, Kreativität und anderen (einstigen) Stärken, die nachlassen, weil Du dachtest, Du würdest sie nicht mehr brauchen. Du bist nicht umsonst so auf diese Welt gekommen, wie Du bist – Du entscheidest, wie Du sie irgendwann verlässt.

P.p.s.: Wenn Du unsicher bist, ob das, was Du gerade tust oder planst, (noch) richtig ist, dann warte lieber ab, bis Du das nächste Zeichen, die Freigabe für Deinen Weg, bekommst. – Denn Geduld ist etwas, was wir in unserer schnellebigen Zeit so ziemlich alle gebrauchen könn(t)en, weil sie auch der Natur mehr Zeit zum Auftmen und zur Regeneration geben würde.

 

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Dank für das Foto gebührt Annie Spratt (auf Unsplash)!

Den Wald vor lauter abgefällten Bäumen nicht mehr sehen

Wenn wir alle biologisch und nachhaltig gesund leben woll(t)en, müss(t)en wir zuallererst wissen, wie wir alle selbst ökologisch leben können, nicht nur – am Besten noch alle dasselbe … – „bio“ oder „von GesundheitsexpertInnen empfohlen“ einkaufen!

Wenn „Bio für alle“ das Motto von großen Supermarktketten ist, dann haben die Menschen, die dort einkaufen gehen, nicht verstanden, was „bio“ bedeutet: kleinflächige, möglichst vielfältige lebendig-diverse Strukturen aufrechterhalten, die sinnvoll miteinander arbeiten, also ineinandergreifen, wenn es um Produktion, Konsum und sinnvolle „Zerstörung“ also Entsorgung geht, die sich zum Wiederaufbau von etwas Neuem, zum Recycling, nutzen lässt. Es ist nicht „bio“, sich nicht darum kümmern zu müssen, wie oder wo die Verpackungen oder Zusatzstoffe, Gimmicks oder andere Extras zu dem, was wir produzieren und/oder konsumieren, herkommen und wie oder wo sie „verschwinden“. Nur Nichts kann sich auch in Nichts auflösen, alles andere hinterlässt Spuren … leider meistens Spuren der Verwüstung.

Menschen, die kaum Ahnung von Ökologie haben, für die ein bewirtschafteter Wald eine Wildnis oder ein angelegter Park „Natur“ ist, verlassen sich oft blind darauf, wenn ihnen andere, die vielfach genauso wenig über die Natur und ihre Kreisläufe wissen, erklären, sie würden ökologische Landwirtschaft betreiben oder nachhaltig wirtschaften. Mir ist z.B. keine Technologie bekannt, die schon weiß, wie sie ihre Abfälle sinnvoll entsorgen oder immer wiederverwenden kann, ohne dass sie dazu enorme Energiemengen brauchen, die an anderer Stelle oder auf ihre Weise der natur schaden.
Auf staatlich geprüfte Siegel in Staaten, die ökonomisch, nicht ökologisch, arbeiten und investieren wollen, – so dass es sich am Ende für sie, nicht auch für alle anderen rechnet – dürfte sich kein Mensch mit einem gesunden Menschenverstand verlassen, ohne genauer dazu zu recherchieren.
Weder ist unser Gesundheitssystem auf die langfristige Gesundheit der Menschen ausgerichtet, noch unser Rentensystem auf ein gesundes Leben auch im Alter. Auf wessen Kosten ein Land wie Bhutan vielleicht das eigene Glück erkauft, weiß ich nicht, aber in einer globalisierten Welt kann ich mir kaum vorstellen, dass sich jemand abgekoppelt von anderen nur zum eigenen Vorteil entwickeln kann, ohne andere dabei unglücklich zu machen. Ökologische Systeme sind komplexe Systeme.

Die meisten Menschen wollen gar nicht ökologisch leben, weil es ihnen viel zu anstrengend und zeitaufwändig wäre, sich umfassend zu informieren und um vieles selbst zu kümmern, was damit verbunden wäre: ökologische Entscheidungen treffen, umweltschädliche Verhaltensweisen möglichst sein lassen und Alternativen dafür zu finden statt sie damit zu rechtfertigen, dass alle anderen das ja auch tun, es also nicht so schlimm sein könne.
Ein biologisches Leben, ein Leben mit, mit Hilfe, von oder in der Natur bedeutet, der Natur, ihren begrenzten Ressourcen zuliebe auch auf Dinge zu verzichten, also nicht alles haben zu wollen, was aktuell verfügbar ist, sondern auch über die Begleiterscheinungen, „Kollateralschäden“ – von Missbrauch über Ausbeutung bis zu Mord und Totschlag – und Folgen nachzudenken.
Wenn niemand damit anfängt, Massenware und große Unternehmen, die sie produzieren, zu boykottieren, werden sie weiterhin die Natur zerstören – während sie genug Geld damit verdienen, um es in ihre Marketingabteilungen stecken zu können, die ihnen ein mehr oder weniger grünes Image zu generieren oder einigermaßen aufrechtzuerhalten.

Wenn Du also zu beschäftigt bist, Dich mit Ökologie zu beschäftigen, Dich ehrlich damit zu konfrontieren, wie nachhaltig gesund und ökologisch Du tatsächlich lebst, dann wundere Dich bitte nicht, wenn in Deinem Leben auch vieles andere nicht rund läuft. Das ist der Lauf der Natur – wer sich zu sehr von ihr entfernt oder sie unwissentlich oder bewusst ignorant zerstört, darf auch nicht auf ihre Hilfe zählen oder auf das gesunde Immunsystem hoffen, dass sie allen von uns mitgegeben hat.
Vielleicht überlegst Du Dir ja im neuen Jahr, wie Du es sinnvoll wieder aufbauen und nachhaltig stärken kannst?
Ich kann es Dir nicht versprechen; aber ich für meinen Teil halte die Natur nicht für unsere Feindin, sondern für unser aller Verbündete – wenn wir bereit sind, für sie und mit ihr zu arbeiten, nicht gegen sie. Ich glaube sogar, dass sie uns erlaubt, all ihre Ressourcen, auch lebende, zu nutzen, wenn wir auf deren natürliche Regenerationszeit achten bzw. ihren Tod verantworten können oder wollen.
Ich z.B. halte auch Pflanzen für fühlende Wesen, aber ich glaube, dass sie beim Sterben – wenn es ein schneller Tod ist – oder Abtrennen von Körperteilen, die ihnen z.B. auch Insekten und ihre Larven oder andere Tiere abfressen, weniger leiden als Tiere, die sich von Natur aus dagegen wehren können, wenn ihnen jemand zu nahe auf den Pelz rückt, oder die wegrennen, wegfliegen oder -schwimmen würden oder könnten, wenn Menschen das tun.
Wer sich (noch) unsicher ist, was er oder sie darf oder nicht, wie er oder sie leben sollte oder nicht, um ein nachhaltig gutes Gefühl dabei zu haben, muss keine Gesetzestexte oder in anderen Büchern oder Quellen nachlesen und forschen, sondern kann sich – meiner Meinung nach – darauf verlassen, dass eine innere Stimme dafür das ist, Antworten zu geben.
Mich würde es zwar sehr wundern, wenn es Menschen gäbe, die sie nicht hätten; aber da die Natur ja voller Wunder steckt, würde sie mich auch nicht unbedingt damit überraschen, wenn es die doch gäbe. Mir persönlich ist noch keiner begegnet; aber wer weiß, was mir meine Naturforschung noch eröffnen wird … vielleicht über (bio-)technologisch oder -medizinisch veränderte Menschen, die ihre inneren Stimmen nicht mehr wahrnehmen können, sondern – bevor sie handeln – darauf warten, dass ihnen jemand den Befehl oder die Erlaubnis dazu erteilt?
Aber da die sich in den Lebensräumen, in denen ich mich gerne aufhalte, vermutlich nicht wohlfühlen, schwer zurechtfinden oder sogar oft allergisch auf sie reagieren, habe ich wenig Hoffnung, dass ich sie auch mal genauer studieren könnte. Vielleicht ist das aber auch ganz gut so.

P.s.: Die Natur setzt uns natürliche Grenzen, die wir natürlich übertreten können, auch ohne dass wir immer sofort dafür gestraft werden. Aber wenn Du immer wieder nicht einsehen willst, was offensichtlich ist und wenn Du Dich nicht immer wieder dafür entschuldigen und das wieder gutmachen kannst, was Du angerichtet hast, darfst Du nicht erwarten, dass Dir immer wieder vergeben wird. Irgendwann ist jede Geduld mal zu Ende, ich befürchte, nein eigentlich weiß ich es: auch die der gütigen Mutter Natur.

 

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Dank für das Foto gebührt Dave Herring (auf Unsplash)!

Die Zukunft der Menschheit hat mal wieder begonnen

Wenn das Bewusstsein der Masse für die Dreidimensionalität der Erde, die Lügen der fehlenden guten Alternativen auf irdischem Boden und die prinzipiell unendlichen Möglichkeiten in der lebendigen Natur erwacht

Schon in meiner Jugend habe ich feststellen müssen, dass sich Menschen noch wie Neanderthaler verhalten, wenn es um ihre Gaumenfreuden gibt – selbst wenn bekannt ist (bzw. sein könnte, weil man sich dazu Zeit zum Recherchieren nehmen müsste), dass sie nicht zum Fleischfresser geboren sind, sondern in Notzeiten auch mit Hilfe von tierischen Fetten und Proteinen eine Zeitlang überleben können (bis sich Spätfolgen wie Bluthochdruck, eine Fettleber oder eine allgemeine Schwächung des Immunsystems einstellen).

Ich kann seit fast 3 Jahrzehnten nicht fassen, wie wenig Widerstand Menschen gegen das leisten, was die Politik vorantreibt: die rücksichtslose Ausbeutung unseres Planeten und Menschen in ärmeren Ländern, die – weil ihnen der Zugang zum weltweiten Wissen fehlt bzw. gezielt, durch einseitige Propaganda oder Zensur unter Strafandrohung versperrt bzw. erschwert wird – im Grunde gar nicht wissen können, was ihnen angetan wird.

Unser angeblich fortschrittliches, modernes und bequemes Leben erschien mir nie verlockend genug, um mich dafür in Abhängigkeiten – vor allem von Geld – zu begeben. Ich habe mich damit zufrieden gegeben, zu wissen, wie ich mir genug gesunde Lebensmittel besorgen und mich körperlich und geistig fit halten kann, um möglichst selbstständig durchs Leben zu kommen und nicht das Gefühl zu haben, auf Dinge verzichten zu müssen, die sich andere leisten konnten. Ich hatte dabei immer Glück – ich bezeichne es eher als erfolgreiche Lebensstrategie unter bestmöglicher Nutzung verfügbarer Ressourcen: Ich konnte mir mit Arbeit, für die ich mich und meine Ideale nicht verkaufen musste, weil sie mir Freude gemacht hat (bis ich festgestellt habe, warum sie für mich keinen Sinn mehr macht) immer einen gemütlichen Platz zum Schlafen und Wohnen in netter Gesellschaft oder Nachbarschaft leisten. Mir sind immer Menschen begegnet, die mich weitergebracht haben (vielleicht weil ich ihnen auch etwas gebracht habe?), und ich habe das Gefühl, dass ich intuitiv immer alles richtig gemacht habe – weil ich hinterher immer verstehen konnte, wofür und wozu meine Erfahrungen wichtig waren, auch die, die ich mir vielleicht lieber erspart hätte, wenn ich vorher gewusst hätte, wie ich mich dabei fühlen werde.

Ich bin heute überzeugt, dass sich Menschen für besonders schlau halten, wenn sie ihren Geist nutzen, um ihr Leben zu planen und alles bis in Detail – jahrzehntelang im Voraus – zu durchdenken.
Mir kommen viele Menschen viel glücklicher vor, die noch so viel Vertrauen ins Leben haben, dass sie einfach in den Tag hinein leben und nur das Wichtigste statt so viel wie möglich – vorsorglich – erledigen.
Ich beobachte, dass vor allem die Menschen gesünder aussehen und leben, die nicht damit rechnen, dass sie im Alter von einem Staat versorgt werden.
Und ich bete für alle, die sich immer noch darauf verlassen, dass sie nicht belogen wurden (weil Staatsmedien leider selten die Realität, sondern nur das zeigen und berichten, was treue StaatsbürgerInnen sehen sollen oder wollen: Nicht zu viel Schrecken in der Welt, der mit ihrem eigenen Lebensstil zu tun hat und ihnen ein schlechtes Gewissen machen würde, sondern nur die – angeblich – unvermeidbaren Übel(täterInnen) und sinnvollen Kriege, im Namen des Friedens (auch wenn dieser Widerspruch jedem Kleinkind auffallen könnte … aber dazu, um diesen aufzulösen, geht es ja zur Schule).

Es ist alles durchschaubar, völlig transparent – trotz aktuell zunehmender Internetzensur, weil es langsam auch den Letzten aufzufallen scheint, dass die Menschheit ihr Bewusstsein weiterentwickelt hat, um nicht mehr auf (Werbe-)Tricks, also Propaganda derjenigen hereinzufallen, die sie bisher – mit Hilfe von Geld und verlockenden Reich- oder Besitztümern und „besonders wertvollen“ Konsumgütern, die wir uns dafür leisten können – so leicht steuern konnten.
Aktuell gilt Quer- oder FreidenkerIn zwar als Schimpfwort; aber ich denke, es kann nicht mehr lange dauern, bis alle, die bisher in erster Linie geradeaus – auf das Ende ihres Lebens hin – gedacht haben, erkennen, wie wichtig es ist, auch Parallelen und Querverbindungen oder Wiederholungsmuster sehen, die Zeichen der Zeit lesen zu können. Die Welt ist keine Scheibe, die nur zwei Seiten und immer eine bessere Alternative hat: Sie ist eine Art Kugel mit potentiell unendlich vielen Seiten bzw. Perspektiven in einem Universum, dass sich ausdehnen muss, wenn es dem Bewusstsein der Menschen Raum geben soll, um sich zu erweitern. Ich weiß nicht, ob dieses Naturgesetz je aufgestellt (oder zensiert) wurde; aber ich kann es mir vorstellen – denn weder kann noch muss ich alles wissen in einer Welt der unendlichen, nicht nur zwei oder anders begrenzten Möglichkeiten, die immer auch Raum für Widersprüchlichkeiten oder Unregelmäßigkeiten lassen müssen.

P.s.: Es ist leicht, jede wissenschaftliche Behauptung auch intuitiv, ohne dass man gelernt hat, wissenschaftlich zu arbeiten, zu widerlegen – indem man sie genauer, aus anderer Perspektive, betrachtet und sie hinterfragt: Denn ohne Beweis ist jede These nur eine unbewiesene von vielen Tatsachen. Politik lässt sich damit nur betreiben, solange Menschen PolitikerInnen ihr Vertrauen schenken und WissenschaftlerInnen (die sich damit ihren Lebensunterhalt verdienen) über ihr Leben herrschen lassen.
Meine wissenschaftliche These lautet daher: Politik, wie sie jetzt seit Jahrzehnten betrieben wurde, – indem sie die unwissende Menschheit für ihre Zwecke missbraucht hat – wird irgendwann abgewählt werden bzw. verschwinden, weil Menschen sich sinnvoller selbst organisieren können, wenn sie dem Vorbild der Natur folgen: indem sie viele unterschiedliche, junge-dynamische bis altersstarrsinnige, miteinander vernetzte, nachhaltig automatisch funktionierende Ökosysteme (weil alle voneinander abhängen) aufbauen statt die überalterten, spaltenden, zentral gesteuerten und streng kontrollierten, auf Massenware ausgerichteten, wirtschaftlich für nur einige wenige – die in Führungspositionen – erfolgversprechenden Strukturen aufrecht zu erhalten. Wenn man die Natur kennt, weiß man, dass man natürliche Entwicklungen nicht ungestraft – oder zumindest ohne Kollateralschäden zu verursachen – vorantreiben kann. Also warte ich einfach weiter auf die Veränderungen, die ich mir wünschen würde – diese Geduldsübung praktiziere ich schon mein Leben lang, während ich andere Menschen damit nerve, dass ich ihre alte Leier „Es wird sich ja doch nichts ändern“ eindeutig, wissenschaftlich bewiesen, widerlegen kann.

 

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Dank für das Foto gebührt Luana De Marco (auf Unsplash)!

Vom (verlorenen) U(h)rvertrauen

Lebenszeit ist wertvoll und vielleicht mit Geld käuflich, aber ihr Wert schwindet, umso mehr Geld Du unfreiwillig in sie investierst

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, gleich zum Jahresbeginn, am Neujahrstag 2022, über Zeitpunkte zu schreiben – aber ich verschiebe Termine oft, wenn mir etwas Wichtigeres dazwischenkommt. Bei mir wird es vermutlich nie sicheres Zeichen für Demenz sein, wenn ich nicht weiß, welches Datum heute ist oder wie alt ich aktuell bin.
Für mich hat Zeit wenig Bedeutung. Ich versuche zwar, Verabredungen einzuhalten, bin aber immer froh, wenn mir wenig Vorlaufzeit bleibt, damit ich auch einplanen kann, ob ich überhaupt Lust auf das geplante Treffen habe.

Viele „modernen Menschen“ lassen sich – ohne dass sie bemerken oder wahrhaben wollen, wie ungesund und oft selbstquälerisch es für sie – nicht von ihren natürlichen Bedürfnissen, sondern von „gesellschaftlich anerkannten“ Regeln, von Anleitungen, die ihnen andere geben, statt von ihrem gesunden Menschenverstand und natürlichen Zyklen durchs Leben leiten.
Mich erstaunt oft, wie wenig Menschen trotz all der verfügbaren Informationen über sich bzw. über das Menschsein an sich wissen:
Sie glauben auch noch als Erwachsene in blindem Vertrauen dem, was ihnen andere als „Wissen“ vermitteln.
Sie wissen, was sie gerne tun und was sie nicht mögen; aber sie fragen sich nicht, ob das tatsächlich gut oder schlecht für sie ist – meist so lange, bis sie schmerzhafte Erfahrungen dabei machen.

Wer „Glück hat“ und die wahren Ursachen daran herausfindet und sie beseitigen kann, findet dadurch vielleicht schnell zum wahren Ich, zu dem, das wirklich weiß, was es ist: eine Illusion aus

  • reellen Erfahrungen und Glaubenssätzen oder Bildern in unserem Kopf, die wir von anderen Menschen übernommen oder uns selbst antrainiert haben,
  • dem, was wir als Menschen und als Individuen brauchen und bräuchten;
  • dem, was wir tun können, dürfen, sollten oder müssen;
  • dem, was wir denken können, dürfen, sollten oder müssen; oder
  • dem, was wir sagen können, dürfen, sollten oder müssen
  • dem, was wir uns wirklich wünschen und von anderen oder unserem Leben erwarten und dem, was uns besonders leicht oder schwer zugänglich gemacht, als verlockend angepriesen oder ausgeredet wurde.

Wenn sich alle Menschen genug Zeit nehmen würden, um sich selbst nicht nur zu fragen, wie sie so geworden sind, wie sie jetzt sind, sondern auch so lange recherchieren, nachforschen würden, bis sie es herausgefunden hätten, würden sich vermutlich die meisten sehr über sich selbst wundern.
In der Welt der Wunder, der Natur gibt es keine Uhrzeiten oder vorgeplanten Termine. Es gibt nur feste Zeiten, die von natürlichen Zyklen abhängen. – Wenn man ein Naturwunder verpasst hat, muss man nicht nur warten, bis wieder die Zeit dafür gekommen ist, sondern immer auch – wenn man nicht an Ort und Stelle warten möchte, rechtzeitig die Zeichen lesen können, die es andeuten. Ob mit dem vielzitierten blauen Wunder die täglich wiederkehrenden, also unvermeidbaren blauen Stunden gemeint sind, weiß ich nicht – aber ich finde nichts Unangenehmes an ihnen, sondern liebe es, sie bewusst zu erleben. Ich weiß, dass sich viele Menschen darüber wundern, wie ich die Welt und die Menschen in ihr sehe: als hochentwickelte Säugetiere, denen ich nicht nur die Erkenntnisfähigkeit, dass sie Fehler machen können, zutraue, sondern auch ihr Verantwortungsbewusstsein, sie sich oder anderen erklären zu können und so gut wie möglich wieder gutmachen zu wollen (wenn sie das wiederum können …).

Ich glaube, dass wir Menschen alle spüren könn(t)en, wann der richtige Zeitpunkt für etwas gekommen ist, ohne dass wir uns dazu verabreden müssen.
Ich glauben, dass wir uns darauf verlassen können, dass wir die wichtigsten Menschen in unserem Leben entweder zufällig oder zu einem besonderen Anlass immer wieder zufällig treffen werden, uns also nicht unbedingt verabreden müssen, nur um sich nicht aus den Augen zu verlieren.
Ich glaube, dass wir ohne schlechtes Gewissen auch kurzfristig Termine absagen können, wenn uns dabei flau im Magen ist, uns das Treffen Kopfschmerzen bereitet oder etwas Wichtigeres, ein Notfall oder jemand, der oder die für uns Priorität hat, dazwischenkommt.
Ich glaube, dass es mehr Sinn macht, Menschen zu vertrauen, die ihre Arbeit sorgfältig machen und dafür auch mal auf morgen verschieben, als Menschen, die sie „wie vorher verabredet“ pünktlich erledigen.

Ich finde es oft interessant zu wissen, wie viel Uhr es ist, um zu wissen, wie viel Zeit ich vom Tag übrig habe für das, was ich gerne noch tun würde. – Allerdings lasse ich mir auch selten die Laune davon verderben, wenn ich das dann doch nicht schaffe.
Ich habe mich vor niemandem zu verantworten, wie ich meine Lebenszeit verbringe, solange ich niemandem damit zur Last falle. Aber ich habe auch nicht den Anspruch, Teil einer Gesellschaft zu sein, die es sich zur Aufgabe gemacht zu haben scheint, täglich um jeden Preis Ziele zu erreichen, die mir wenig erstrebenswert erscheinen. Ich kümmere mich lieber darum, woher ich möglichst gesunde Nahrung bekomme, wo ich einen festen Schlafplatz und dass ich etwas Wettertaugliches zum Anziehen habe. Außerdem beobachte und analysiere ich gerne die Natur, Menschen, Tiere und Pflanzen, bis auf Pflanzenteile auch völlig ohne sie dafür zu sezieren, also in biologischen, ökologischen, möglichst ganzheitlichen Zusammenhängen. Und ich kommuniziere gerne darüber, weil ich z.B. wichtig finde, dass auch andere Menschen wissen, dass man auch gesund und glücklich ohne Uhr, aber dafür mit einem natürlichen Urvertrauen leben kann, vielleicht sogar gesünder und glücklicher.

Ich bin sicher, dass uns unser Leben nicht nur von unseren Eltern geschenkt wurde und dieses Geschenk ein Ablaufdatum hat, wenn man nicht sorgfältig darauf achtet. Ich bin dankbar, dass mir zu Lebzeiten schon viele Menschen geholfen haben, achtsamer damit umzugehen, so dass ich – nach meiner langjährigen Auseinandersetzung mit dem Leben, mit Gesundheit und Krankheiten, mit (Tier-)Quälerei, Missbrauch und Tod und persönlichen Nahtoderfahrungen – gerne so viel wie möglich davon weitergeben möchte: an Menschen, die etwas damit anfangen, vielleicht sogar ein ganz neues Leben beginnen möchten.
Denn dazu ist es nie zu spät, so lange man noch weiß, noch bewusst erfahren kann, was man tut und sich einigermaßen daran erinnern kann, was man in seinem bisherigen Leben getan hat.

 

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Dank für das Foto gebührt Heather Zabriskie (auf Unsplash)!