Lebendige statt willkürliche Verbindungen knüpfen lernen (und dabei individuelle Freiräume für alle anderen lassen)

Wenn Dir Kraft, Ideen oder Vitamin B fehlen und Du Dich allein im Universum fühlst (oder nach Lebensräumen auf anderen Planeten suchst)

Wir Menschen sind – auch wenn das vor allem IndividualistInnen denken und Freigeister denken – nicht dafür geschaffen, völlig selbstständig und unabhängig von anderen zu leben. Nur weil wir eine Zeitlang einsam oder zu zweit in der Wildnis überleben und uns dort auch fortpflanzen könnten, heißt das noch nicht, dass uns das auf Dauer glücklich machen oder gesund halten würde.
Es gibt Menschen, die sich so verbunden mit der Natur fühlen, um mit ihr und den in ihr lebenden Wesen zu kommunizieren, immer wieder Trost und neuen Mut in ihr finden und zusammen mit ihr bzw. ihnen zu arbeiten, sie zur eigenen Bedürfnisbefriedigung und zum Ausleben der eigenen Kreativität zu nutzen – also zum eigenen Überleben, für das nicht nur unser Körper, sondern auch unser Geist und unsere Seele regelmäßig sowohl zur Ruhe finden als auch ausgewogen genährt, bewegt und entgiftet werden muss.
Ein Großteil der Menschen wächst heute dagegen völlig naturentfremdet, oftmals abgeschottet in hygienisch sauberen Räumen, unter „zivilisierten Menschen„, angeblich als geborene HerrscherInnen über die Natur auf, hat seelische Traumata – nämlich Bindungsverluste zu ihren Ursprüngen – durchlebt oder fühlt sich durch Erziehung über natürliche Bedürfnisse und Sehnsüchte, über Gefühle erhaben und – statt dem eigenen Gewissen und Naturgesetzen – nur einer gültigen Rechtsordnung unterworfen. Nur wenige haben noch Achtung oder Respekt vor anderen, vor allem fremdartigen Lebewesen, die nicht als Angehörige der eigenen Gruppe, Familie oder Art, angesehen werden, selbst wenn sie natürliche ArtgenossInnen sind.

In unserer modernen Welt herrscht Angst – vor allem vor der angeblichen Unberechenbarkeit der Naturgewalten, vor „schicksalhaften“ Krankheiten und unabseh- oder -wendbaren Katastrophen, und vor Klimaveränderungen, die unser menschliches Überleben gefährden könnten, indem sie unsere Lebensräume unbewohnbar machen.
Mir ist schwer verständlich, wieso es kaum oder – trotz all des verfügbaren Wissens – immer noch sehr wenige Menschen gibt, die die Verbindung mit unserem Lebensstil erkennen, einem Leben, das viele Erwachsene immer noch weiter führen bzw. zurück haben wollen:

  • denen noch nicht klar ist, dass wir uns unsere innere Welt selbst und die äußere gemeinsam erschaffen;
  • die nicht wissen bzw. bewusst ignorieren – weil sie Wichtigeres zu tun haben – dass wir mehr Ressourcen verbrauchen, Lebensräume für uns allein beanspruchen, Natur „freiräumen“ bzw. zerstören (ohne sie auch während ihrer Regeneration sinnvoll, nachhaltig, zu nutzen) als wir aus ökologischer Sicht sollten; zumindest wenn wir uns dabei nicht rücksichtslos voranschreitend – ohne immer wieder neue vernünftige Entscheidungen zu treffen, sobald erkennbar ist, dass wir uns verkalkuliert haben – unsere eigene Lebensgrundlage nehmen wollen;
  • die nicht einsehen können, dass wir uns weder ungehemmt (und ohne Aufklärung über die Auswirkungen) vermehren noch uns nur Wunschkinder im Labor züchten oder ihnen termingerecht auf die Welt helfen können, wenn wir die Natur nicht mehr vorselektieren lassen (so dass sie mit der Zeit statt gesünder zu werden immer häufiger Entwicklungsstörungen und andere „Immunschwächen“ zeigen);
  • die zugeben würden, dass sie sich schlecht dabei fühlen, wenn sie hören, was gebildete Menschen nicht nur in der Vergangenheit denen angetan haben, die weniger oder gar keinen Zugang zu ihren Informationen hatten, die also nicht wissen konnten, was die ihnen antaten oder antun würden – seien es wilde Tiere oder Menschen.

„Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.“ (2. Mose 20.4) – weil Lebenserfahrungen mehr als Bilder im Kopf sind, die Dir erscheinen, wenn jemand bestimmte Gefühle in Dir auslöst; weil Weisheit mehr als reines Wissen oder Nachvollziehenkönnen, sondern auch echtes Verständnis ist.
Viele Menschen scheinen nicht einmal nachvollziehen zu können, dass allen Lebewesen dasselbe Lebensrecht auf dieser Erde zusteht; sie können die Verbindung zwischen ihrem eigenen Leben und Leiden und ihren Bindungsängsten anderen gegenüber, für die sie zu viel Mitleid empfinden könnten, nicht wahrnehmen, sondern verleugnen sie oft sogar vehement und schließen sich stattdessen entweder vor allem Stärkeren, Kreativeren oder scheinbar beliebteren Menschen mit vielen Kontakten und Verbindungen an oder anderen einsamen Seelen, um die sie sich kümmern können, weil sie noch schwächer als sie selbst erscheinen, so dass sie keine Angst vor ihnen haben müssen.

Auf Augenhöhe, ebenbürtig, begegnen sich die wenigsten Menschen heute …
Wundere Dich also bitte nicht, wenn Deine Bindungen nicht halten, also Deine Beziehungen immer wieder in die Brüche gehen oder mit der Zeit auflösen.
Wenn Du etwas Haltbares knüpfen möchtest, das nicht nur äußerlich stabil erscheint, sondern auch fest verknotet, also bis tief ins Innere verbunden ist, darfst Du Dich nicht nur darauf verlassen, was anfänglich war. – Du musst dafür sorgen, dass sowohl der Knoten, also das, was tatsächlich verbindet, bleibt, also gepflegt und vielleicht hin und wieder nachgezogen wird, als auch dass die Verbindungsschnur nicht irgendwann abreißt, weil Du zu oft zu stark daran gezogen oder Dich mit der Zeit Schritt für Schritt – so dass Du es kaum bemerkt hast – zu weit davon entfernt hast.

Jedes Handwerk will nicht nur gelernt sein, darf also nicht nur reiner Lernstoff sein. Es braucht auch Zeit zum selbstständigen und selbstverantwortlichen Üben, also für eigene Erfolgserlebnisse, eigenen Ehrgeiz (zur Stärkung des Selbstvertrauens) und Misserfolge (die zu Neubeginnen anspornen), für Wut und Freude und Neugier und Kreativität und Verständnis dafür, warum es sinnvoll ist, sich (grob oder genau) nach bestimmten Regeln zu richten, und wann man sie brechen darf, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, die man selbst gar nicht tragen möchte.
Ich wünschte, es gäbe mehr Menschen, die ihre eigenen handwerklichen oder kreativen Fähigkeiten nicht nur realistisch einschätzen, sondern auch erkennen würden, was sie – je nach ihrem Einfluss(reichtum), je nach Vermögen und gesellschaftlichem Ansehen – damit in der Welt anrichten, also nicht nur hinterlassen, sondern dabei gleichzeitig zerstören.

Ich wünschte, sie würden sich irgendwann dafür schämen, dass sie so schlecht darin waren, einfachste Verbindungen herzustellen.

 

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Dank für das Foto gebührt Thomas Couillard (auf Unsplash)!

Entwickelst Du Dich (noch) weiter?

Oder verstrickst Du Dich nur in den Lebenslügen, die Du bisher blind geglaubt hast?

Glaubst Du, dass Du Dich vor der Natur schützen musst, obwohl Du ihr entstammst?
Glaubst Du, dass es Dinge gibt, vor denen Du Dich generell fernhalten musst, weil sie Dir immer gefährlich werden können?
Glaubst Du, dass es gerechtfertigt ist, dass Du Angst vor bestimmten Tier- oder Pflanzenarten oder anderen Menschen hast, die Du noch nie persönlich kennengelernt hast?
Glaubst Du also, dass es sinnvoll ist zu generalisieren statt Dich individuell mit anderen bzw. Deinen Problemen mit ihnen auseinanderzusetzen?
Glaubst Du, dass Du ÄrztInnen oder Medikamente brauchst, die Dich wieder gesund machen, wenn Du krank geworden bist?
Glaubst Du, dass Dich nur Operationen retten können, wenn etwas in Dir aus medizinischer Sicht „repariert“ werden muss?
Glaubst Du, dass es unter den unzähligen unterschiedlichen, zum Großteil noch völlig unbekannten Viren (oder Bakterien) ein paar besonders gefährliche gibt, die Menschen entdeckt haben, und alle anderen harmlos sind?
Glaubst Du tatsächlich, dass die Mutter-Kind-Bindung die Stärkste ist und nicht die Liebe, die sich weiterentwickeln kann, indem Du für sie sorgst, statt mit der Zeit nachzulassen (weil sowohl Mutter als auch Kinder irgendwann (wieder) ihr eigenständiges Leben führen wollen)?
Glaubst Du wirklich, dass sich Blutsverwandte eher die Treue halten als Seelenverwandte oder Verbündete im Geiste?

Hältst Du es für sinnvoll, Menschen, vor allem PolitikerInnen und UnternehmerInnen, zu glauben, die Dir versprechen, sich um all das zu kümmern, worum Du Dich am liebsten nicht selbst kümmern würdest bzw. angeblich (weil andere das behaupten und Du es selbst glaubst) gar nicht selbst kümmern kannst.
Und falls Du das alles glaubst oder zumindest gerne glauben würdest, weil Dir keine gute Alternative dazu einfällt, gibt es dafür tatsächlich eindeutige Beweise, dass das die einzig sinnvollen Glaubenssätze sind?
Hast Du selbst ausgeschlossen, dass alles anders sein könnte als Du bisher dachtest bzw. als Du selbst geglaubt oder „gutgläubig“ angenommen hast?
Hast Du noch das Entwicklungspotenzial, Dir selbst auf die Spur zu kommen: Das, in das Du Dich von anderen hast verwickeln oder verstricken lassen, aufzulösen?
Du bist nicht dazu geboren, etwas zu werden, was andere aus Dir machen wollen, sondern dazu, Dich zu dem Menschen zu entwickeln, der bzw. die Du sein willst.

Ich wünsche Dir also, falls

  • Du Dir gerade selbst nicht gefällst;
  • es Dir keine Freude bereitet, in den Spiegel zu sehen;
  • Du Dich da, wo Du bist, nicht wohl fühlst, oder
  • Du die Menschen um Dich herum nicht mit liebenden Augen oder zumindest nachsichtig, gelassen, betrachten kannst, weil Du Dich ihnen verbunden oder einig mit ihnen fühlst.

dass Du herausfindest, warum alles gerade so ist, wie es ist.

Erst wenn Du Probleme erkannt hast, kannst Du anfangen, sie zu lösen – auch wenn es bedeutet, dass Du etwas aufgeben oder fallen lassen musst, was Du Dir irgendwann einmal vorgestellt oder vorgenommen hattest.
Wenn am Ende etwas wirklich Schönes, – etwas Stabiles oder viele, ganz unterschiedlich sinnvolle oder unnütze Dinge, aber kleine Kunstwerke – an das andere sich gerne erinnern, herauskommen soll, lohnt es sich immer, sich die Zeit zu nehmen, es nach jedem Fortschritt nicht  nur auf seine Zweckmäßigkeit oder Haltbarkeit, sondern auch auf seine Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit zu überprüfen.
Aber vergiss‘ bitte nie, dass persönliche Entwicklung immer sowohl Spaß machen und kreativ sein als auch Erfolgserlebnisse mit sich bringen muss, weil sonst am Ende ein sorgfältig aufgewickelter Wollknäuel oder ein völlig entwickelter Faden herauskommen kann, mit dem andere vielleicht wieder etwas anfangen können, der aber – außer vielleicht ein paar Erinnerungsbildern und schönen Geschichten über Dein Wirken, die in Vergessenheit geraten, wenn sie nicht aufgeschrieben werden – kaum andere bleibende, immaterielle, Eindrücke von Dir hinterlässt.

 

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Dank für das Foto gebührt Anastasia Zhenina (auf Unsplash)!

Du musst nicht Deine andere Wange freiwillig hinhalten …

…, wenn Dir jemand einen schmerzhaften Schlag ins Gesicht versetzt.

Du kannst – wenn Du Dir die Zeit dafür nimmst, Deine Möglichkeiten bzw. Fähigkeiten kennst und Folgen abwägen kannst – frei entscheiden, ob Du

  • so tun willst, als hätte es Dir nichts ausgemacht, und
  • Deine Wut darüber herunterschlucken, also
  • so tun kannst, als wäre überhaupt nichts geschehen (weil Du sicher bist, dass Du den Schlag verdient hast),
  • Dich lautstark darüber beschwerst,
  • eine Entschuldigung forderst,
  • mit gleichen Waffen zurückschlägst,
  • andere Menschen vor dem Schläger oder der Schlägerin warnst und ihn oder sie zukünftig meidest, oder
  • auf eine andere Gelegenheit warten willst, um Dich dafür zu rächen, oder
  • Dir etwas ganz anderes einfallen lässt, um die Situation für Dich zu klären.

Es ist Deine Wahl – für oder gegen gewalttätige, nachhaltig sinnvolle oder radikale Lösungen – und Dein Beitrag zum zukünftigen Umgang mit Problemen oder Menschen, mit denen sich vielleicht auch noch viele andere Menschen herumschlagen.

 

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Dank für das Foto gebührt Andrew Le (auf Unsplash)!

Die Spitze der Nahrungskette zu erklimmen, ohne sie zu verstehen, …

… ist nicht nur menschengemachter Unsinn, sondern letztendlich tödlich

Menschen neigen sowohl zu Übermut als auch zu Lethargie – solange es ihnen gut geht und sie sich keine Sorgen um ihre Zukunft machen müssen oder können, weil sie keinerlei Vorstellung davon haben, was es bedeutet, für die Zukunft vorzusorgen.

Wir Menschen können nur wissen, was wir selbst erfahren haben.
Wir können nur verstehen, was uns verständlich erklärt wird, so dass wir es gedanklich nachvollziehen können.
Wir können nur Gefühle – Glück und Freude oder Ängste, Scham und Schuld – nachvollziehen, also empathisch sein, wenn wir ähnliche kennen, also durchlebt, d.h. ähnliche Gefühle in ähnlichen Situationen schon am eigenen Leib gespürt haben oder zumindest umfassend dazu recherchiert haben; alle anderen entspringen nur unserer Fantasie.

Eine Gesellschaft von Menschen, die ÄrztInnen oder SeelsorgerInnen und andere RatgeberInnen oder sogar Seelennahrung brauchen, um

  • über ihre Gefühle reden zu können,
  • sie zu ordnen und in den Griff zu bekommen,
  • gegebenenfalls unberechtigte, nur eingebildete – aufgrund von unverständlichen oder fehlenden Informationen im Kopf entstandene – loszulassen und
  • umfassend echte, ehrliche, kennenzulernen bzw.
  • Vertrauen in sie und ihren Sinn zu gewinnen,

lebt in einer geistigen Illusion, nicht in der wirklichen Welt, der realen, beseelten, fühlenden Natur:
Wer in der Natur überleben will, muss sowohl intuitiv und aufmerksam – achtsam gegenüber der Außen– als auch der inneren (Gefühls- und Gedanken- bzw. Ideen-)Welt lernen als auch alle Informationen selbst überprüfen können, darf also anderen nicht einfach glauben, was schön oder gefährlich klingt, aussieht oder sich bei einer nur kurzen Begegnung gut oder schlecht anfühlt.

Erkenntnisgewinn braucht Zeit und gute LehrerInnen, denen Transparenz, also klare Angaben von Quellen, ehrliches, umfassendes Wissen und kritisches Denken bzw. ständiges Hinterfragen des aktuellen Wissensstandes am Herzen liegt. Niemand kann alles alleine lernen und wissen. Aber es ist in einer Welt voller ihre Gefühle ignorierender Menschen (die rücksichtslos gegenüber anderen mit ihren eigenen, persönlichen Erfahrungen und ihrem erworbenenen Wissen Geld verdienen „müssen“ oder Ruhm und Ehre und damit auch Macht über andere gewinnen wollen statt der Menschheit und dem Erhalt ihrer Lebensräume, der Natur, demütig zu dienen) wirklich dumm, sich nicht einmal mit den grundlegendsten Themen – z.B. einer gesunden Ernährung und regelmäßigen Entgiftung des Organismus von Umweltgiften – ehrlich auseinanderzusetzen:
Was ist wirklich gesund für mich und wovon denke ich nur, dass ich es brauche (weil ich es liebgewonnen oder mich einfach daran gewöhnt und davon abhängig gemacht habe) und was schadet nicht nur mir, sondern auch anderen Menschen, die mir und meinem Rat blind vertrauen?

Du musst selbst entscheiden, was Du aus Deinem Leben machst, wem Du Dein Vertrauen schenken willst und wem nicht. Niemand wird Dir Deine Verantwortung für alles, was Du in Deinem Leben tust oder getan hast, jemals abnehmen können. Aber Du kannst jeden Tag damit anfangen, Dich ehrlich mit Dir selbst und Deinen Gefühlen, Deinem Befinden, auseinanderzusetzen, Dir Rat dazu holen, um Dich besser verstehen zu lernen.
Pass‘ nur auf, dass Du Dir nicht nur die Rosinen aus dem herauspickst, was Du hörst, oder Dir nur Menschen suchst, die Dir raten, was Du Dir auch selbst geraten hättest.
Die Welt ist ein wundervoller Ort; aber sie ist mit Sicherheit nicht so, wie wir sie uns wünschen würden: ohne Leid, ohne Krankheiten und Tod.
Versuche also erst gar nicht, Dich so wenig wie möglich damit zu konfrontieren – irgendwann wird Dich alles davon einholen, so dass es sinnvoll ist, wenn Du gut darauf vorbereitet bist und es immer wieder ausheilen lassen kannst statt es so schnell wie möglich wieder hinter Dich bringen und Dir – wenigstens in Deinem Kopf – so angenehm wie möglich machen zu wollen.
Umso mehr Deine Gedankenwelt von der Realität abweicht, umso größer ist die Gefahr, dass Du Dich irgendwann ganz darin verlierst.

Für mich ist niemand verloren, der noch Zugang zu seinen Gefühlen hat. Aber es macht mir definitiv Angst, wenn ich beobachten muss, wie viel unsinniges Leid Menschen aktuell – aus medial geschürter Angst vor unsichtbaren todbringenden Viren bzw. vor Menschen, die sie auch völlig ohne Krankheitssymptome auf andere übertragen sollen – nicht nur selbst ertragen, sondern auch anderen, vor allem zukünftigen Generationen aufbürden.
Ich denke, viel schlimmer kann es nicht werden; für mich sind längst alle roten Linien der Unmenschlichkeit überschritten worden – aber wer weiß, wie viel höher die noch steigen werden, die es auf die Spitze treiben wollen?
Ich werde weiter auf meine Intuition hören, so achtsam wie möglich bleiben und mich auf mein Wissen und Menschen verlassen, deren Erfahrungen ich vertraue, also hin und wieder – wenn es sein muss – auch zur Vernunft aufrufen (lassen). Das ist alles, was ich tun kann, wenn ich etwas nicht weiter mitmachen möchte, was ich für unsinnig halte.
Und ich habe das Gefühl, die Natur ist auf meiner Seite – weil ich dabei auch gleichzeitig für ihre nachhaltige Nutzung und eine biologisch sinnvolle, aus ökologischer Sicht menschengemachte und möglichst tierfreundliche, wenig leidbringende Ernährungsweise „kämpfe“.

Vielleicht magst Du ja mitkommen, Dich also auf den Weg zurück zur Basis, ins Erd- und Pflanzenreich, begeben statt sinnlos weiter oben nach dem zu suchen, was Du vor langer Zeit vergessen hast bzw. Dir schon Deine Eltern nicht beibringen konnten, weil sie selbst nicht auf ihre Intuition hören und selbstständig, selbstverantwortlich lernen durften oder bzw. sich von anderen und schönklingenden Versprechungen in die Irre haben leiten lassen, es also gar nicht besser wussten?

P.s.: Eine Kette für etwas zu halten, das eine Spitze statt gar kein Ende hat, ist an sich schon sehr fragwürdig … Aber wenn sich etwas erst einmal in den Köpfen der Menschen eingebürgert hat, ist es manchmal hilfreich, nicht für zu viel zusätzliche Verwirrung zu sorgen und erst einmal so viele bekannte – wenn auch veraltete – Begrifflichkeiten zu benutzen wie nötig, wenn man auf Verständnis stoßen möchte.

 

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Dank für das Foto gebührt Jeremy Bezanger (auf Unsplash)!

Du brauchst keine Ziele im Leben, die Du um jeden Preis erreichen musst …

… solange Du einen Sinn und Zweck in dem siehst, was Du tust

Wenn Du um persönliche Erfolge, das heißt nicht nur um Dein persönliches Lebensrecht, sondern darum kämpfst, es Dir damit zu beweisen, es gegenüber anderen durchzusetzen, kannst Du entweder – wenn Du hart trainierst, bis Du stark, beweglich oder ausdauernd und konzentriert genug bist – gewinnen oder – wenn Du keine guten LehrerInnen und anderen UnterstützerInnen oder Menschen, deren Ratschlägen Du vertraut hast, hattest – nur verlieren und enttäuscht werden.

Ich sehe weder einen Sinn darin, andere Menschen zu besiegen, wenn ich mich gar nicht im Recht dazu fühle, mit ihnen zu kämpfen, noch – um des lieben Friedens willen – auf meine (Menschen-)Rechte und Rede- bzw. Meinungsfreiheit zu verzichten.
Aber ich freue mich natürlich immer, wenn ich – ganz ohne erst darum streiten zu müssen – meine Rechte behalten darf und sogar hin und wieder überraschend freiwillig, also ganz ohne dass ich darum kämpfen muss, von anderen – offenbar Menschenrechte würdigenden ZeitgenossInnen – zugesprochen bekomme.

Mein Leben wird sich solange lohnen, also seinen Sinn und Zweck für mich erfüllen, solange ich daran glauben kann, dass es Menschen gibt, die keine reinen TrophäenjägerInnen sind, sondern es als unsere Aufgabe erkennen, selbst möglichst frei und selbstverantwortlich, aber unter gemeinschaftlicher Nutzung unserer verfügbaren Ressourcen zu leben – weder als IndividualistInnen oder Liberale noch als NationalsozialistInnen noch als KommunistInnen, sondern als Menschheitsfamilie – und auch allen anderen Lebewesen ihre Lebensrechte zuzusprechen, sie also möglichst individuell zu behandeln und ihnen ein Leben zu bieten, das nicht nur unseren, sondern auch ihren Bedürfnissen so gut wie möglich gerecht wird.

P.s.: Das Selbstwertgefühl und (-)Bewusstsein von Menschen erkennt man in meinen Augen also vor allem daran,

  • wie sehr sie feiern müssen, dass sie Ziele erreicht haben, die im Grunde kein Mensch wirklich braucht oder die nur in ihren Augen der Menschheit einen Dienst erwiesen haben, und
  • wie stark oder wenig sie sich mit dem identifizieren, wo oder wie sie geboren wurden und was sie selbst daraus gemacht haben, ohne dass auch andere nachhaltig davon profitieren können: so dass die Welt dadurch vielleicht ein kleines bisschen besser, weniger zielorientiert, wirdm sondern möglichst offen ist und bleibt für alles Neue, was noch kommt.

P.p.s.: Ziele brauchen wir im Grunde nur, wenn sich uns der Sinn und Zweck unseres Daseins nicht von alleine erschließt. Was sagt Dir das über die Menschen, die vor allem bei ihren Urlaubsreisen möglichst ferne Ziele anpeilen und hinterher damit zufrieden sind, dass ihr Urlaub schön war?

 

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Dank für das Foto gebührt NeONBRAND (auf Unsplash!)

 

Es gibt genauso wenige SklavenhalterInnen (oder Menschen, die Ausgangs- oder „Einsperren“ für sinnvoll halten und für andere fordern) mit Respekt vor dem Freiheitsbedürfnis von Menschen …

… wie es TierhalterInnen mit Respekt vor dem Freiheitsbedürfnis von Tieren gibt

„Die Größ und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.“ soll Mahadma Gandhi einmal gesagt haben; „Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt daran, wie sie mit den schwächsten Mitgliedern umgeht.“ wird Helmut Kohl zugeschrieben.

Solange Tierhaltung also nicht nur gesellschaftlich akzeptiert ist, sondern es sogar gesetzliche Vorgaben dafür – z.B. hinsichtlich der Größe von Zellen oder Käfigen, der Höhe von Zäunen und Mauern oder vielerorts einen Leinenzwang – gibt, wundert es mich nicht, wie verroht und unsensibel Menschen miteinander umgehen: wenn also die Bedürfnisse von Kindern in Tagesstätten oder Schulen oder pflegebedürftige Menschen im Krankenhaus oder Pflegeheimen vernachlässigt und welche Menschen in Gefängnissen landen bzw. wie StraftäterInnen – je nach Bildungsniveau oder gesellschaftlicher Stellung – „resozialisiert“ werden.
Um respekt-, also rücksichtsvoll mit anderen Lebewesen umzugehen, muss man ein Gefühl dafür haben, wie sehr sie vor allem leiden, wenn sie nicht für sich selbst sprechen können, sondern „nur“ ihre Körpersprache und ihre Augen für sich sprechen lassen müssen.

Wie gut ist Deine Menschen- und Tierkenntnis?
Wenn Dich die Meinung einer Biologin dazu interessiert, wenn Du also wissen möchtest, wie Du Dir vielleicht einen respektvolleren – achtsameren oder angstfreien – Umgang mit Tieren angewöhnen kannst, der wenig mit Liebesbezeugungen im Ausgleich zu bewusster oder unbewusster Ablehnung zu tun hat, dafür aber mit viel Neugier und konsequenten Handlungen, dann freue ich mich darauf, von Dir zu hören.
Aber sei mir nicht böse, wenn ich Deine Meinung nicht immer respektiere, sondern hin und wieder nur toleriere. Ich habe Respekt vor allen Lebewesen: den, der ihnen – meiner Meinung und ihrem Verhalten nach – gebührt.

 

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Dank für das Foto gebührt monkeyoutside (auf Unsplash)!

Wenn Du auch als Friedensaktivistin inneren Frieden und Gelassenheit finden möchtest …

…, darfst Du nicht um jeden Preis gegen andere gewinnen und nur Deine Träume leben wollen

Seitdem mir – Dank der Coronakrise – täglich vor Augen geführt wird, wie wenig sich PolitikerInnen für Bürger- oder Menschenrechte, ÄrztInnen für die Gesundheit und LehrerInnen für Kinder einsetzen, wird mir immer klarer, wie wenig Menschen über die Welt und unsere Menschheitsgeschichte, über das verfügbare Wissen, über ihre eigenen Fähigkeiten, aber auch Schwächen wissen (Werbe-)Parolen wie „Wir müssen gemeinsam für den Frieden kämpfen.“, „Wir werden Deine Krankheit besiegen.“ oder „Du musst nur irgendwie durchhalten – wir kämpfen für Dich.“ und ähnliche Sprüche von kämpferischen, kaltblütigen, zu echtem Mitgefühl unfähigen, sondern vor allem mitleidig dreinschauenden Menschen, die sich Machtpositionen erkämpft, vielleicht auch ihre Seele dafür verkauft haben, sind auch in unserem angeblich aufgeklärten Informationszeitalter noch äußerst erfolgreich, weil sie bei vielen Menschen auf Resonanz stoßen können, also immer noch beliebt sind.

Menschen, die Frieden wollen, dürf(t)en weder selbst zu Waffen greifen noch andere für sich kämpfen lassen. „Hilf‘ Dir selbst, dann hilft Dir Gott“, heißt es sogar bei Gläubigen.
Es kostet allerdings Kraft und erfordert viel Training, friedlich zu bleiben, wenn man sich von anderen angegriffen fühlt.
Es erfordert Mut, stärkere Menschen damit zu konfrontieren, dass sie sinnlose Kriege führen: dass innere Kämpfe die eigenen Abwehrkräfte schwächen und dass Menschen immer wieder nur neue FeindInnen haben werden, solange sie sich nicht mit ihnen anfreunden.
Frieden lässt sich nur mit friedlichem, mutigem Widerstand gegen gegenseitiges Bekämpfen erreichen, nicht indem man sich gegen immer wieder neue Bedrohungen aufhetzen lässt oder sich ihnen, nur weil sie stärker erscheinen als man selbst, „friedlich“ ergibt.
Frieden lässt sich nicht mit Menschen erreichen,

  • die keine Geduld haben; Menschen,
  • die es nicht ertragen, andere leiden zu sehen;
  • die anderen unbedingt helfen und so früh wie möglich eingreifen wollen, wenn sie denken, sie hätten das Recht dazu (ohne es zu prüfen, also nachzufragen);
  • die sich also selbst schlecht unter Kontrolle halten können, wenn es darum geht, anderen – die selbst lernen müss(t)en, sich zu wehren – beizustehen oder etwas beizubringen; damit sie sich selbst wie RetterInnen oder SiegerInnen fühlen können, während sie vermutlich damit ausgleichen, dass sie ihren eigenen Ansprüchen an anderer Stelle nicht genügen, sich also wie VersagerInnen fühlen.

Die Natur wird irgendwann wieder dafür sorgen, dass die sinnlosen Kämpfe – die Kämpfe der Menschen gegen die Natur genauso wie gegen ihre Gefühle, gegen ihre kultur- oder zivilisationsbedingten Krankheiten und gegen menschlichen Wahnsinn, ihre unrealistischen Träumereien – irgendwann wieder aufhören; dessen bin ich mir sicher. Das hat sie schon immer getan.
Ich weiß, dass ich kaum Einfluss darauf habe, wie lange sich Menschen gegenseitig nicht nur bekriegen, sondern – in der Vorstufe – diskriminieren, beschimpfen oder gegeneinander antreten und sich gegenseitig schlecht machen wollen, um mit weniger Skrupeln ihre eigenen Ziele auch gegen den Willen anderer zu erreichen, die gar keine (Wett- oder Konkurrenz-)Kämpfe ausführen, sondern einfach ein Leben in Frieden und gegenseitiger Toleranz führen wollen.
Ich debattiere lieber mit Menschen, denen bereits bewusst ist, dass wir dazu neigen, Kriege – gegen „die Bösen“, das Klima, Viren, TerroristInnen, gegen staatsfeindliche ImpfgegnerInnen, … – zu führen, vor allem, wenn wir einen Sinn darin sehen, also z.B. selbst davon profitieren: uns unsere (Macht-)Positionen oder Arbeitsplätze dabei erhalten oder unsere Ängste vor einer unsicheren Zukunft damit unter Kontrolle halten können.
Ich streite mich lieber mit Menschen, die nach friedlichen Lösungen unserer ewigen Streitereien – nach echter, freiwilliger Einigkeit – suchen. Ich suche nach Menschen die bereit sind, Friedensverhandlungen zu führen, um nicht immer wieder neu sinnlos Energie dabei verschwenden wollen, um ein Recht kämpfen zu müssen, dass jede/r für sich selbst zu haben beansprucht.
Ich kämpfe – solange ich denken kann – schon für die Rechte von Tieren und der Natur, mehr oder weniger alleine für mich und mein Gewissen; weil ich keinen Sinn darin sehe, anderen etwas aufzwängen zu wollen, was sie nicht freiwillig zu tun bereit sind.

Ich kann keine großen Erfolge feiern, aber ich kann jeden Abend zufrieden mit meiner Leistung einschlafen – mal mehr, mal weniger; je nachdem, wie sehr ich darum kämpfen „musste“ oder friedliche Überzeugungsarbeit leisten konnte. Immerhin habe ich mir mit meiner „Trainingsmethode“ bisher noch keine auffällige Schwerhörigkeit oder andere krankhafte sinnlich Abstumpfung und körperliche Bewegungseinschränkung wie

  • eine schützende Fettschicht,
  • eine einseitig verkürzte Muskulatur,
  • eine dünne Haut,
  • einen übersäuerten, schmerzenden Organismus oder
  • zunehmende Antriebslosigkeit und
  • ein chronisch krankes oder zumindest stark beeinträchtigtes Immunsystem

eingehandelt.
Ich muss auch keine anderen Menschen für mich vorschicken, wenn ich selbst etwas erreichen möchte. Ich brauche weder VorreiterInnen noch AuskundschafterInnen, wenn ich selbst etwas herausfinden und neue Gebiete betreten möchte, noch Bodyguards zu meiner Linken und Rechten; weder UnterstützerInnen, die hinter mir stehen, weil ich ihnen dafür etwas – Geld, Unterhaltung oder eine andere Belohnung für ihre investierte Zeit – versprochen habe, oder Menschen, die mir zujubeln und darauf warten, dass sie Anweisungen von mir bekommen, was jetzt „für unsere gemeinsame gute Sache“ zu tun ist.
Ich kann verstehen, wenn sich Menschen – um ihren Hormonhaushalt zu kontrollieren – just for fun die Köpfe einschlagen bzw. die eigenen Körperkräfte und andere Fähigkeiten auf möglichst gewalt- und schmerzfreie Weise aneinander messen wollen. Wofür das dann – außer sich darin zu bestärken, dass wir nicht alle dieselben Stärken und Schwächen haben – gut sein soll, frage ich mich – als Zuschauerin – schon lange.
Deshalb konzentriere ich persönlich mich lieber auf mich und meine Zufriedenheit mit mir selbst und dem, was ich täglich tue oder besser nicht tun, also sein lassen sollte – dazu brauche ich keine fairen, sportlichen GegnerInnen oder selbstbewussten TrainingspartnerInnen; denn die begegnen mir im Alltag ohnehin selten.
Ich brauche Menschen, die mir helfen, mir immer wieder neue, friedliche Wege einfallen zu lassen, um das zu bekommen, was ich mir wünschen würde: ein Ende der sinnlosen Kriege und Siege auf dieser Erde, unter denen Menschen immer wieder leiden statt sich füreinander zu freuen, dass das Kämpfen (oder gewaltsame, willkürliche Spielen um Glücksgefühle, Geld oder beides) endgültig ein Ende gefunden hat.

Solange ein im Grunde diabolisches, kriegspropagandistisches, gespaltenes VICTORY-Zeichen Frieden symbolisiert, mache ich mir allerdings wenige Illusionen, dass die Menschheit bereits auf einem guten Weg dahin ist …

 

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Dank für das Foto gebührt Wesley Eland (auf Unsplash)!

Zu viel Vorsorge ist auch ungesund: Gesundheit hört – wie Liebe und Spaß – (frühzeitig) da auf …

…, wo Zwang und Fanatismus bzw. überzeugte Über- oder Untertreibung und Angst – davor, sie, die eigene Versorgungsunabhängigkeit oder die Kontrolle über sie zu verlieren – beginnen

Ein gesundes Leben „muss“ Spaß machen. Es darf weder von der Angst vor Krankheiten oder Kranken und dem Tod noch von Konkurrenzdenken beherrscht sein.
Menschen, die in der Überzeugung leben (wollen),

  • dass es keinen Spaß machen kann, ein gesundes Leben zu führen;
  • dass man sich quälen oder zurücknehmen muss, um alles zu vermeiden, was der eigenen Gesundheit schadet; oder
  • dass Medizin für die Gesundheit der Menschen sorgen kann oder den Bediensteten eines staatlichen Gesundheitssystems die Gesundheit von Menschen am Herzen liegen würde,

wissen nicht, was Gesundheit ist: ein natürlicher Zustand, der – mit einfachsten Mitteln, vor allem körperlichem Einsatz, seelischer Unterstützung und geistiger Kontrolle – aufrechterhalten bzw. verbessert werden kann.

Die Dosis macht auch beim Thema Gesundheit das Gift – aber nicht bereits, wenn Menschen sich viel und mit Freude damit beschäftigen, sondern erst, wenn das Interesse, die Begeisterung dafür, nicht da, also erzwungen ist, und keine gesunde Balance zwischen – individueller oder gemeinschaftlicher – Gesundheitsförderung und -schädigung entstehen kann.
Es ist utopisch zu denken, wir könnten oder müssten alles vermeiden, was unserer Gesundheit schadet, wenn wir sie bewahren wollen.
Und es gibt einfältige Menschen, die sich einreden, sie könnten wissen – ohne dass sie gelernt haben, wie ihr eigener Körper und Geist oder Werbung (Gesundheitsprodukte und Dienstleistungen) funktioniert – was gut für sie selbst ist, ohne dass sie schon alles ausprobiert haben, was wirklich gut für sie sein könnte (weil sie dazu alte Gewohnheiten ändern müssten).

Ohne dass Menschen bereit sind, etwas Neues auszuprobieren, etwas zu riskieren oder aufzugeben, werden sie nie etwas Neues dazugewinnen können, nicht einmal neue Erkenntnisse über Gesundheit sammeln. Aber vielleicht wiederholen sich die in unseren Leitmedien deshalb in Dauerschleifen, die jedes Jahr ein etwas neues Gewand schmücken.
Mit individueller Gesundheit hat das, was darüber in der Zeitung oder Magazinen steht oder im Fernsehen läuft oder leider auch in Schulen oder an Universitäten gelehrt wird, jedenfalls wenig zu tun – eher mit der Begeisterung für individuelle Einzelschicksalen oder für Volksverdummung.
Aber auch das kann immerhin eine gewisse Zeitlang Spaß machen und als Ausgleich vom ungesunden Alltagsstress dienen, also gesund halten.
Fragt sich nur wie lange – denn man kann einfach viel falsch machen, wenn man es mit etwas übertreibt und es zum einzigen Lebensinhalt macht.
So einfach ist ein gesundes Leben nicht, genauso wenig wie die Liebe oder wie es ist, auf Anordnung Spaß zu haben! – Aber auch gar nicht so schwierig, wenn man seine Prinzipien verstanden hat und das eigene Immunsystem mehr fördert als mit unnötigen (medizinischen oder anderen unnatürlichen) Eingriffen oder übertriebenem Training schwächt oder schädigt.

Vielleicht fängt 2022 Dein gesundes Leben an?
Glaub‘ nicht, dass Du dafür ungeeignet oder zu faul bist, nur weil Du bisher Gesundheitsratgebern vertraut hast, die entweder mit Krankheiten oder Behandlungen ihr Geld verdienen oder Dich und Deine Fähigkeiten gar nicht kannten oder kennen lernen wollten.

Was Du vielleicht „nur“ brauchst, ist ein neues Verständnis für Krankheiten und kranke Menschen – z.B. vermeintlich Behinderte, Minderbemittelte, Hyperaktive oder Hochsensible – bzw. ein echtes, ehrliches Bewusstsein für (Deine) Gesundheit, mit dem Du selbstständig etwas anfangen kannst, sobald Du krank wirst:

  • Für Dich und Deinen Körper und Geist;
  • für Deine individellen, familiären Vorbelastungen (die nicht nur genetisch vererbt, sondern vor allem epigenetisch weitervergegeben oder verändert werden können);
  • für Deine Interessen, Vorlieben, Gelüste – nach Süßem, Saurem, Deftigen, Wärme und Sonne oder Kälte und Winter oder Dunkelheit;
  • und Ängste – vor dem Versagen oder Nicht-gut-genug-Sein, vor Bindungen oder Abhängigkeiten oder vor „Dingen“ oder Lebewesen, vielleicht sogar Menschen, auf die Du Deine Ängste projizierst, damit andere sie Dir nehmen können, bzw. Du Dich von ihnen fernhalten kannst;
  • Deine anerzogenen Glaubenssätze und Dein bisher erworbenes Gesundheitswissen.

Glaub‘ mir, es ist gut, Menschen um sich zu haben, die sich liebevoll um einen kümmern, wenn man krank ist.
Aber verlass‘ Dich nicht darauf, dass sie immer da sein werden, wenn Du jedes Mal wieder – auch wenn anderen längst klar ist, warum Du krank geworden bist – die gleiche „Krankheitskarte“ ausspielen  musst, um Dich geliebt und behütet zu fühlen oder zu neuen Kräften zu kommen. Irgendwann brauchen wir vielleicht alle liebevolle, nicht nur mechanische, Unterstützung, um wieder selbstständig auf unsere Beine zu kommen.

P.s.: Viele Menschen scheinen in ihrem Leben Poker zu spielen – obwohl sie ihre eigenen Karten gar nicht kennen bzw. wissen, wie sie sie sinnvoll, vernünftig und beherzt ausspielen können, um auch lange Spaß daran zu haben; ohne immer wieder gewinnen oder verlieren zu müssen, weil sie zu hoch gepokert haben. Für mich macht es wenig Sinn, immer wieder ein neues Spiel zu lernen, nur weil man nicht verstanden hat, wie aufregend neu man auch ein altes mit Kreativität immer wieder machen kann …

 

 

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Dank für das Foto gebührt Tricia Galvin (auf Unsplash)?

Nur was lange genug währt, um endlich gut zu werden, …

… kann auch am Ende noch gut sein

Viele Menschen heute haben ihre Geduld bzw. das Vertrauen, dass es sich lohnen kann, sich Zeit für etwas zu nehmen, verloren. Sie erlauben sich – weil sie mit der Zeit gehen wollen statt zu warten, bis der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist – heute kaum noch, etwas Langfristiges, Dauerhaftes zu planen, mit frohem Mut anzufangen, genug Pausen zum Betrachten und Genießen der Fortschritte oder zum kritischem Überdenken der bisher erzielten Ergebnisse sowie zum Darüber-Diskutieren mit anderen zu machen. Lieber hoffen sie, dass das, was sie tun werden oder wollen, gut sein und zu dem Ergebnis führen wird, das sie haben wollen.
Statt sich auf sich selbst und die eigene Intuition zu verlassen, statt sich die Realität ehrlich zu betrachten, also so viele Informationen wie möglich darüber einzuholen und sich einzugestehen, dass die Zukunft nicht vorhersagbar ist, so dass man immer bereit sein sollte, umzudenken – einen Plan B zu haben – und nur in kleinen Schritten voranzugehen, so dass es nicht zu lange dauert oder zu weh tut, wenn man wieder umkehren, noch etwas Fehlendes besorgen oder etwas umbauen muss, zählen viele Menschen heute vor allem darauf, was ihnen andere sagen: was WissenschaftlerInnen erforscht haben, was ExpertInnen im Voraus berechnet haben, was BeraterInnen für gut befinden und empfehlen.

Wenn Du nicht irgendwann vor den Trümmern Deiner Existenz stehen willst, weil Du etwas aufgebaut hast, obwohl Du befürchtet hast, dass das nicht ewig so weitergehen kann – in der Hoffnung, dass Du den Einsturz nicht mehr erleben wirst oder die (Mit-)Verantwortung dafür tragen musst – dann nimm‘ Dir immer wieder genug Zeit, Dir Deine aktuelle Situation ehrlich zu betrachten:
Wer oder was tut Dir wirklich gut?
Wer will einfach nur weiter wie bisher machen und auf das Beste hoffen?
Wer ist kreativ und lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen, wenn etwas schief zu gehen droht (so dass ein schiefes oder wackliges Ergebnis nicht als der ursprüngliche Plan verkauft werden muss, wenn man für die Arbeit entlohnt werden möchte)?
Wer sorgt für Ruhe, wenn es Streit darüber gibt, ob man einfach weitermachen oder lieber noch eine Halterung oder Sicherung einbauen, einen Schritt zurückgehen oder nochmal von vorne anfangen sollte?

Ohne dass Menschen daran geglaubt haben, dass das, was sie aufbauen wollten, am Ende auch gut sein wird, hätten viele ihre Lebenswerke nicht begonnen.
Ich wünsche Dir also, wenn Du gerade unzufrieden mit Deinem Leben bist, wenn Du unsicher bist, ob das, was Du gerade tust, Dich wirklich weiter bringen wird – irgendwohin, wo es Dir auch zukünftig gut gehen könnte, wenn Du Glück oder auch Pech hast: Hoffe nicht nur auf das Beste, sondern mach‘ etwas nachhaltig Gutes daraus!
Lass‘ Deine Fantasie spielen, werde kreativ, während Du Dir alles realistisch betrachtest, was ist und sein oder werden könnte, und dann – wenn Du Dir wirklich sicher bist, dass Du das, was Du tust, weiterhin tun willst, oder wenn Dir eine bessere, vielversprechendere Idee gekommen ist, dann leg‘ los – auch wenn andere noch daran zweifeln, dass es Dich irgendwohin führen wird.
Sobald Du eine realistische Vorstellung davon hast, nicht nur einen Wunschtraum, wie Dein oder unser gesellschaftliches, gemeinsames Leben sich entwickeln könnte, kannst Du sie vielleicht auch irgendwann realisieren – wenn Du genug Geduld hast und es wirklich eine gute Idee war!

Ich wünsche Dir viel Spaß, genug Durchhaltevermögen und eigene Kraft oder Unterstützung, Rückschläge auszuhalten, also Erfolg dabei, etwas zu schaffen, worauf Du irgendwann stolz sein kannst statt bereuen zu müssen, so viel Lebenszeit, Energie oder Geld dafür verschwendet zu haben, dass andere etwas damit anfangen konnten, aber nicht Du selbst!

P.s.: Es braucht nicht nur gut überlegte Ideen, um etwas zu erschaffen, es braucht auch Zeit, um sie gemeinsam vernünftig, mit einem auch nachhaltig sinnvollen Ergebnis, nicht nur in hoffnungsvoller Erwartung und ohne Rücksichtnahme auf die umzusetzen, die zukünftig vielleicht damit weiterleben müssen, dass im Grunde Schrott produziert wurde!

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Dank für das Foto gebührt Willian Justen de Vasconcellos (auf Unsplash)!

Im Rausch der Gefühle und eigenen Visionen

Wenn Menschen auf Egotrips Leidenschaft mit Liebe und Angst mit Mut oder Solidarität verwechseln

Ich weiß gar nicht, ob ich viel dazu schreiben muss; denn: Jede/r kennt vermutlich seine eigenen Süchte und die Gefahren, die von ihnen ausgehen.

Nur das Ausmaß ist vielleicht nicht allen Menschen bewusst:

Nur aus Angst, nicht wenn – wie uns vor allem Hollywood weismachen will – Menschen besonders mutig sind und für andere kämpfen, kommen sie in einen Blutrausch, bei dem ihnen ihr eigenes Leben egal wird.

Nur aus der Sucht nach Leidenschaft, nicht wenn sie nach Liebe suchen, sind Menschen bereit, um Leichen zu gehen und für ihre Glückshormonausschüttung zu kämpfen (nach der sie irgendwann in der nächsten Gefühlsflaute landen werden.

Wir Menschen sind nicht dazu gemacht, rund um die Uhr Hochgefühle zu erleben.
Es gibt Zeiten, die wir über uns ergehen lassen, oder Menschen, die wir ertragen müssen, in bzw. mit denen wir kaum oder sogar keinerlei Glücksgefühle empfinden – weil wir

  • nicht das tun dürfen, was wir gerne tun würden;
  • keine Wertschätzung für das erfahren, was wir machen oder sagen; und
  • keine Erfolgserlebnisse haben,

also spüren können, dass das, was wir getan, geschafft oder fertig gemacht bzw. gebracht haben, nicht nur für uns, sondern auch für andere einen Sinn ergibt.

Daher neigen wir dazu, diese Tiefzeiten durch besondere Hoch-Zeiten auszugleichen: wir bauen uns entweder eigene Familien, die uns glücklich machen sollen, auf oder genießen es, auf besonders vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen zu gehen, also zu möglichst vielen Gelegenheiten – möglichst ausgelassen und ohne darüber nachdenken zu müssen bzw. um sich über die Tiefzeiten und Menschen, die mehr oder weniger verantwortlich dafür sind – ausgelassen zu sein, zu feiern, zu trinken und zu tanzen und dabei unser unterdrücktes Ego, unser Ich-Bewusstsein, zu zeigen, das sonst kaum jemand wahrzunehmen scheint.

Unser wahres Ich wird dabei zerstört – denn das wahre Ich der Menschen liegt nicht im Bewusstsein der Menschen, das außer Kraft gesetzt werden kann, das Blackouts haben kann. Ein wahres Ich weint, während sein Ego schreien muss, damit andere es überhaupt als existent wahrnehmen. Ein wahres Ich kann bereuen, was es getan hat; ein wahres Ich kann sich entschuldigen.
Nur Egos glauben, dass das nicht notwendig sei, weil man dann ständig etwas bereuen oder sich für etwas entschuldigen müsste.

Die Menschen dieser Erde sind heute – in einer Welt der menschengemachten und ständig verfügbaren Drogen, also Dinge, die Glück versprechen, ohne dass wir dazu etwas tun müssen, außer sie zu nehmen, zu konsumieren – im Grunde fast alle auf Egotrips, selbst die, deren Droge der Verzicht, die Askese, geworden ist.
Viele wissen es vermutlich nicht einmal – weil sie im Grunde nichts über sich wissen, sondern von Geburt an denen vertraut haben, die sie großgezogen haben.

Wer nie herausfinden will, wer er oder sie wirklich ist, wird immer denken, er oder sie sei schon immer so, also genau so auf die Welt gekommen: entweder als unzufriedenes, missverstandenes Wesen, am falschen Ort zur falschen Zeit in der falschen Familie oder zufrieden, genau zur richtigen Zeit mit den besten Voraussetzungen, der oder die zu werden, der oder die man sein wollte.
Ich habe jetzt, mit knapp 45 Jahren endlich erkannt, dass ich schon immer dieselbe war und nie eine andere werden wollte – ob als Tochter, Enkelin oder Schwester, als Weltenbummlerin oder ewige Studierende, als Wissenschaftlerin, Arzthelferin, Tierpflegerin oder Lehrerin, als Freundin oder Partnerin oder jetzt als Bürger- und Menschenrechtlerin, die gegen eine korrupte Regierung und ihre Verordnungen und Zukunftsvisionen Widerstand leistet, weil sie nicht nur menschenverachtend, sondern auch naturzerstörerisch sind.
Aber mir ist auch bewusst geworden, dass es Menschen gibt, die mich und meinen persönlichen Entwicklungsweg nicht verstehen und die mich nur so haben wollten, wie sie mich zu einem kurzen Zeitpunkts meines Lebens, auf einer bestimmten Entwicklungsstufe, gesehen haben.
Auf viele von ihnen kann ich jetzt verzichten, weil sie mich überhaupt nicht mehr verstehen; aber mit allen anderen werde ich weiterhin genau so ehrlich sein wie bisher in  meinem Leben: Lachen, wenn ich lachen muss; weinen oder laut werden, wenn mir danach ist; tanzen und singen, wenn ich den Mut dazu gefunden habe; arbeiten, wenn ich wirklich muss, weil es für mein Überleben notwendig ist; und lieben, wen ich lieben kann, solange ich Naturliebe spüre.

Ich habe nicht das Gefühl, dass ich meine Gefühle, meine Stärken und Schwächen nicht kenne – aber wer weiß? Vielleicht bin ich ja auch nur berauscht von meinem Leben und kann mein Bewusstsein nicht mehr von der Realität unterscheiden?
Lass‘ mich also bitte wissen, wenn Du mir weiterhelfen könntest, weil ich vielleicht – am Tag der Drei Heiligen, die angeblich mal aus dem Morgenland gekommen sein sollen, um einem kleinen Kind, von dem sie nur gehört hatten, Geschenke zu bringen – nur Visionen habe, die sonst niemand sehen kann.

P.s.: Happy Birthday, Patrick! Genieße den Tag, auch ohne wilde Feier!

 

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Dank für das Foto gebührt Alina Sofia on Unsplash)!