Der Sinn von Unordnung

Dinge verstauben, verwittern oder werden mit der Zeit von anderen Dingen verdeckt, die sich über ihnen entwickeln.
In einer lebenden Welt ist nichts für die Ewigkeit gemacht, weil zum Leben (Weiter-)Entwicklungen gehören.

Überleben kann nichts, was still und ordentlich wie ein totes Material an einer Stelle der Dinge harrt, die kommen werden.
Selbstständig leben kann nichts und niemand, der, die oder das nicht bereit ist, sich zu verändern, also auch zu altern und zu sterben.

Menschen, die zu sehr an Dingen festhalten und nur Ordnung lieben, werden es immer schwer haben im Leben.
Denn: Vor allem die Menschen,

  • die auch mit dem, was ganz unerwartet kommen oder gehen kann, gut umgehen können;
  • denen neue Situationen, unerwartete Schicksalsschläge oder Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen – OrdnungsfanatikerInnen oder ChaotInnen – wenige Probleme bereiten;
  • die sich auch (dem) Fremden leicht nähern und (damit bzw.) mit ihnen interagieren können,

kann die natürliche Ordnung im eigenen Inneren so erhalten, dass die eigene Individualität dabei erhalten bleibt.
Alle anderen kämpfen sinnlos gegen den Verfall und das natürliche Vergehen.
Und häufig sieht man ihnen das auch äußerlich an.

Vielleicht hast Du ja Lust bekommen, ein bisschen mehr Chaos in Deinem Leben zuzulassen bzw. Dich darauf einzulassen?
Genieß‘ es! Wenn der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist, wird es sich von alleine ordnen, glaub‘ mir!
Du musst nur die anderen ordnungsliebenden Menschen, mit denen Du vielleicht zusammenlebst, davon überzeugen, dass

  • Deine Unordnung Struktur hat;
  • Ordnung sich entwickeln muss, wenn sie nachhaltig sinnvoll sein soll; und
  • sich alle Menschen früher oder später damit abfinden müssen, dass jedes zu sehr geordnete System irgendwann zusammenbrechen wird – wenn es nicht im Einklang mit der Natur und ihren Unvorhersehbarkeiten, in achtsamer Vorausschau und Demut vor ihr aufgebaut wurde.

Die Zukunft wird immer zeigen, wie jede „neue Weltordnung“ am Ende aussehen wird; je nachdem, ob weiterhin „global players“ – Weltkonzerne, Weltbank oder weltbekannte, einflussreiche Menschen – die Weltpolitik weiter vorantreiben können, wie sie es seit Langem – vielleicht schon seit Ewigkeiten, wenn sie nur dem Vorbild ihrer Vorfahren gefolgt sind – planen, oder nicht.

 

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Dank für das Foto gebührt Robert Bye (auf Unsplash) und allen Menschen, die immer noch darauf vertrauen, dass ich nicht nur Unordnung mache, sondern sie – wenn man mir genug Zeit lässt – sie auch immer wieder beseitige (und hin und wieder sogar früher als vermutet)!

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