Wie – schlau oder vernünftig, gesund oder krank, glücklich oder traurig, schön oder hässlich, offen und ehrlich oder verschlossen, frei oder abhängig, gut oder böse, selbstständig oder -bewusst, erwachsen, talentiert, (über-)lebensfähig, … – bist Du wirklich?

Ohne all die Dinge oder Menschen, die Du zum (Über-)Leben brauchst …

Wie fühlst Du Dich gerade? Wie gesund oder krank darfst Du Dich aktuell guten Gewissens nennen – ohne dass Du es Dir erst von einem Arzt oder einer Ärztin bestätigen lassen musst?

Wie mobil, also beweglich bist Du ohne Fahrrad, Auto, öffentliche Verkehrsmittel oder Flugzeuge – um Dich auch selbstständig dahin befördern zu können, wo Du gerne sein möchtest?

Wie gut schläfst Du ganz ohne Abendrituale, Beruhigungsmittel, Dein Wasserbett, Deine Spezialmatratze oder Dein besonderes – vielleicht für Seitenschläfer – Kissen?

Wie gesund ernährst Du Dich ohne die Tabellen, Ratgeber und Nahrungsmittel, in bzw. auf denen aufgeschrieben steht, was bzw. dass sie gesund sein sollen; ohne Nahrungsergänzungsmittel, die ausgleichen sollen, wenn Du es mal nicht schaffst, genug von all den gesunden Dingen, die Du sonst ist, zu konsumieren?

Wie vertrauenerweckend erscheint Dir die Welt „da draußen“, also wie viel weiß Du über andere Menschen, die Dir vielleicht täglich begegnen? Wie interessiert bist Du an ihnen oder wie viel Angst machen sie Dir?

An wem meinst Du, liegt das alles?
Bei wem laufen alle Deine Gefühle, all Dein Wissen und all Deine Erfahrungen in einem Körper zusammen?

Ohne Dein Interesse an Dir, Deinen Dingen und den Menschen, mit denen Du zusammen lebst kannst Du nichts über Dich wissen oder noch von Dir und aus Deinen Erfahrungen lernen, Dich also selbst auch nicht mehr weiterentwickeln oder Dir selbst helfen, wenn es Dir mal schlecht geht. Aber: Vielleicht ist irgendwann mal niemand da, der oder die Dir im Notfall zur Seite steht?
Dich darauf verlassen, dass Du da sein wirst, kannst Du immer. – Deshalb macht es Sinn, neugierig darauf zu sein bzw. zu wissen, warum Du genau so (geworden) bist, wie Du jetzt gerade bist, und wie Du viele „Dinge“ – Deine Voraussetzungen für die Zukunft – für Dich zum Besseren wenden kannst, indem Du sie entweder abschaffst oder zumindest hin und wieder ein paar davon – inklusive der damit zusammenhängenden liebgewonnenen Angewohnheiten – änderst (also zum Beispiel auch zeitweise Deinen engsten Familienkreis verlässt oder Dir neue „FreundInnen“ suchst, die Dich auf andere Gedanken und neue Ideen bringen).

Du weißt selbst am Besten, was gut für Dich wäre, womit Du Dich also möglichst nicht mehr (als unbedingt notwendig) beschäftigen oder unterhalten bzw. Deinen Tag beginnen, überstehen oder beenden solltest. Du weißt, wovor Du Angst hast bzw. mit welchen „guten Dingen“ Du sie zu verdrängen versuchst, die Dir noch Hoffnung auf ein schönes, sorgenfreies Leben machen.
Aber Angst, auch die Angst davor, ehrlich in den Spiegel zu schauen, wird bleiben, solange Du auch die Sinnbilder behalten willst, die sie symbolisieren.

Am Ende wirst immer nur Du allein – ohne irgendein Ding oder jemanden, der oder die immer für Dich da ist, – übrig bleiben und das, was Dich selbst ausmacht: was Dir für Dein Leben geschenkt wurde und was Du daraus gemacht hast.
Ich hoffe, es ist schon etwas Schönes geworden!
Aber falls nicht, kannst Du dafür sorgen, dass es jeden Tag (wieder) ein bisschen schöner wird, Du Dir also jeden Tag gut oder sogar ein bisschen besser gefällst: Nicht indem Du den Spiegel, sondern Dich selbst fragst, was Du dazu beigetragen hast.
Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg dabei, und vor allem ein schönes Wochenende mit Dir selbst!

Falls wir uns noch nicht kennen, würde ich mich bestimmt freuen, Dich irgendwann einmal kennenzulernen – denn als Naturforscherin interessiere ich mich wirklich für alle Menschen und das, was sie zu dem gemacht hat, wie sie heute sind!

P.s.: Wenn Du denkst, Du hättest im Leben schon oft Dein Bestes gegeben, ohne je gebührend dafür belohnt worden zu sein, dann überlege doch mal, ob das überhaupt stimmt bzw. ob sich Taten genauso wie Ersparnisse nutzen lassen!

P.p.s.: Weil ich bei einem Fotografen lebe, der sich nicht nur für Naturlandschaften, sondern auch für natürliche Körper- und Gesichtsformen oder -ausdrücke interessiert und es sich zur Aufgabe gemacht hat, Portraits daraus zu kreieren, könntest Du sogar – wenn Du genug Zeit mitbringst – ein schönes Erinnerungsfoto von Dir mitnehmen, falls Du uns einmal besuchen kommen magst.

 

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Dank für das Foto gebührt Andre Mouton (auf Unsplash)!

 

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