Erkennst Du echte Liebesbeweise?

Oder denkst Du, dass es dafür „Beweismaterial“ braucht?

Liebe ist ein Gefühl, dem viele Menschen heute nicht (mehr) trauen – weil sie zu viel darüber nachdenken, wie sie sicher feststellen, überprüfen oder wissen können, ob andere sie lieben.

Wenn ich mir die Anzahl der Single-Haushalte oder Zweckgemeinschaften anschaue, die sich – vertraglich oder mit gegenseitigen Versprechen – verpflichten, sich an bestimmte Gemeinschaftsregeln zu halten;
wenn ich mir Berichte über Datingportale und die Erfahrungen von Menschen, die sie nutzen, anhöre;
wenn mir Menschen erzählen, dass sie ihre PartnerInnen nicht verstehen und befürchten, dass sie von ihnen betrogen werden (könnten),

dann wird mir klar, wie viele Verzweifelte oder an der Liebe Verzweifelnde es heute gibt, solange sie nach etwas suchen, was sie selbst unbedingt wollen und was am Besten auch alle anderen sehen sollen, damit es nicht nur ihnen selbst glaubhaft erscheint.

Ohne Glaube an die Liebe und natürliche Anziehungskräfte, die den Weg dahin ebnen, ohne ihn vorherzubestimmen; ohne das (Selbst-)Vertrauen, liebenswert zu sein und – auch mit allen Schwächen und bei allen möglichen Kritikpunkten am eigenen Erscheinungsbild oder den eigenen liebgewonnenen Angewohnheiten – der wichtigste Mensch im Leben eines anderen sein oder werden zu können, gibt es keine echte Liebe – weil sie immer vom Misstrauen beherrscht sein wird.

Wenn Du Dich nicht auf Dein Gefühl verlassen kannst oder willst; wenn Du nicht herausfinden willst, warum es Dich in der Vergangenheit schon öfters getäuscht hat und Du enttäuscht wurdest, dann kann ich Dir nur raten: Lass‘ es sein, nach der Liebe zu suchen – weil Du erst Dein Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl finden solltest, das von niemand anderem abhängen darf, also nicht erst eine Bestätigung, eine Würdigung, durch andere braucht!

Wie sollen Dir andere etwas beweisen, von dem Du selbst gar nicht überzeugt bist?

P.s.: Die Liebe ist wie die Würde des Menschen nur ein Gedankenkonstrukt, solange Menschen sich gar nicht darauf verlassen, dass es sie tatsächlich auch für sie persönlich gibt.

P.p.s.: Ich hoffe, dass mir „mein“ Mathias auch heute glaubt, dass ich ihn über alles liebe, und ganz viele andere Menschen wissen, wofür ich sie liebe und schätze: vor allem für ihre offene Ehrlichkeit mir gegenüber, egal ob mich mit dem, was sie sagen oder tun, voll einverstanden zeige. Für mich braucht es keine „großen“ Liebesbeweise, solange ich spüre, welch große Opfer einige Menschen schon für mich gebracht haben, was sie also „nur“ mir zuliebe – ohne dass ich sie darum bitten musste – aufgegeben oder mit mir zusammen versucht haben (obwohl sie es sich vorher alleine nicht zugetraut hätten!). Mach‘ bitte möglichst auch ohne mich weiter, wenn Du das Gefühl hast, auf einem guten, richtigen Weg (hin zu mehr Selbstbewusstsein, -vertrauen und Liebenswürdigkeit) zu sein!

 

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Dank für das Foto gebührt Markus Spiske (auf Unsplash)!

 

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