Es gibt genauso wenige SklavenhalterInnen (oder Menschen, die Ausgangs- oder „Einsperren“ für sinnvoll halten und für andere fordern) mit Respekt vor dem Freiheitsbedürfnis von Menschen …

… wie es TierhalterInnen mit Respekt vor dem Freiheitsbedürfnis von Tieren gibt

„Die Größ und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.“ soll Mahadma Gandhi einmal gesagt haben; „Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt daran, wie sie mit den schwächsten Mitgliedern umgeht.“ wird Helmut Kohl zugeschrieben.

Solange Tierhaltung also nicht nur gesellschaftlich akzeptiert ist, sondern es sogar gesetzliche Vorgaben dafür – z.B. hinsichtlich der Größe von Zellen oder Käfigen, der Höhe von Zäunen und Mauern oder vielerorts einen Leinenzwang – gibt, wundert es mich nicht, wie verroht und unsensibel Menschen miteinander umgehen: wenn also die Bedürfnisse von Kindern in Tagesstätten oder Schulen oder pflegebedürftige Menschen im Krankenhaus oder Pflegeheimen vernachlässigt und welche Menschen in Gefängnissen landen bzw. wie StraftäterInnen – je nach Bildungsniveau oder gesellschaftlicher Stellung – „resozialisiert“ werden.
Um respekt-, also rücksichtsvoll mit anderen Lebewesen umzugehen, muss man ein Gefühl dafür haben, wie sehr sie vor allem leiden, wenn sie nicht für sich selbst sprechen können, sondern „nur“ ihre Körpersprache und ihre Augen für sich sprechen lassen müssen.

Wie gut ist Deine Menschen- und Tierkenntnis?
Wenn Dich die Meinung einer Biologin dazu interessiert, wenn Du also wissen möchtest, wie Du Dir vielleicht einen respektvolleren – achtsameren oder angstfreien – Umgang mit Tieren angewöhnen kannst, der wenig mit Liebesbezeugungen im Ausgleich zu bewusster oder unbewusster Ablehnung zu tun hat, dafür aber mit viel Neugier und konsequenten Handlungen, dann freue ich mich darauf, von Dir zu hören.
Aber sei mir nicht böse, wenn ich Deine Meinung nicht immer respektiere, sondern hin und wieder nur toleriere. Ich habe Respekt vor allen Lebewesen: den, der ihnen – meiner Meinung und ihrem Verhalten nach – gebührt.

 

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Dank für das Foto gebührt monkeyoutside (auf Unsplash)!

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