Lebenslustig oder lebensmüde – wie fühlst Du Dich zum Jahresende?

Die Liebe zum Leben (und zur Natur) hat nicht nur Erfreuliches zu bieten

Manche Menschen halten mich für verrückt, weil ich keine Angst vor Coronaviren oder anderen angeblich ansteckenden Krankheiten habe, sondern überzeugt sind, dass Menschen nur krank werden, wenn es Zeit für sie ist, sich von allem zu erholen, womit sie ihr Immunsystem überlastet haben, bzw. mit etwas auseinanderzusetzen, das noch neu für ihr Immunsystem ist – damit es lernen kann, hinterher weiß, damit umzugehen.
Viele Menschen können nicht verstehen, dass ich im Prinzip an jedem Menschen gleichzeitig etwas besonders liebenswertes und verabscheuungswürdiges entdecken kann, während ich alle anderen Lebewesen grundsätzlich für beseelt und/oder (herzens-)gut halte (wenn sie überhaupt ein Herz haben, das sie zur Moral befähigen würde). Besonders verachtenswert wird für mich selbst die beste Absicht oder werden die höchsten Ideale, wenn Menschen ihre schon einmal für Geld verkauft oder aufgegeben haben.
Andere denken, ich wäre naiv oder depressiv, weil ich mir den Kopf über die Probleme der Menschheit bzw. die Probleme der Natur (mit der zivilisierten Zerstörungswut der Menschen) zerbreche, die ich gar nicht selbst lösen kann.
Wenige Menschen können sich gut mit dem abfinden, was in der Natur bereits kaputt oder längst verloren ist, ohne gleichzeitig aufzuhören, Widerstand zu leisten, gegen andere, die täglich Zerstörung weiter vorantreiben – vor allem wenn die harte GegenerInnen und viele Wölfe im Schafspelz sind, die Menschen weismachen, die Natur wäre gefährlich für uns Menschen und müsste unter Kontrolle gebracht werden.
Menschen, die sich Angst vor der Natur, vor der Sonne, vor dem Klima, vor angeblich gefährlichen Tieren und Pflanzen oder Bakterien und Viren haben einreden lassen, können nicht behaupten, sie würden die Natur lieben, denn: Liebe erfordert nicht nur Vertrauen in und Empathiefähigkeit mit Lebewesen, die man mag, sondern auch Respekt vor denen, die vielleicht angsteinflößend oder nervenaufreibend scheinen. Echte Liebe zum Leben (und zur Natur) verbietet willkürliche Eingriffe, um angeblich „das Gute“ zu schützen und „nur Böses“ zu bekämpfen.

Wie wenig moderne Menschen von Lebewesen und einem natürlichen Leben (in Freiheit) verstehen, wie weit sie sich von ihrer natürlichen Wahrnehmung entfernt haben, offenbart sich mir nicht  nur in den vielfältigen körperlichen Seh-, Hör-, Geh-, Organ- oder anderen Schwächen, sondern schon darin, wie gerne sie sich innerhalb von Räumen aufhalten; wie wenig bedroht sie sich von Sauerstoffmangel bzw. fehlender Entlüftung von Atemgasen fühlen und wie leicht sie sich von Schildern abhalten lassen, die Natur auf eigene Gefahr zu betreten (und sich stattdessen in künstlichen, oft unnatürlich sauberen oder sogar sterilen Lebens- bzw. eher toten Räumen aufhalten, die sie sich mit Tieren oder Pflanzen oder Meeresrauschen aus der Stereoanlage ein wenig lebendiger machen).
Ein paar wenige andere scheinen mich und meine Liebe zum Leben und meinen höheren Respekt vor Naturgesetzen oder der Daseinsberechtigung jedes Lebewesens als vor staatlichen Behörden und ihren Vertreterinnen zu verstehen:
Ich habe immerhin den Eindruck, dass es viele Menschen gibt, die wie ich für sich erkannt haben, dass zum Leben und dem Festhalten daran auch Leid, der Tod und das Loslassen gehören muss.
Allerdings muss niemand – nur weil etwas unabänderlich und schmerzhaft ist – weder

  • anfangen, es immer wieder möglichst lange und so gut wie möglich zu verdrängen, oder
  • so tun, als mache es einem nichts aus, noch
  • sich so dagegen abhärten oder damit anfreunden, dass es zur Gewohnheit werden oder sogar in eine Abhängigkeit führen kann (weil vor allem friedliebende Menschen von Natur aus dazu neigen, das zu lieben, was ihnen keine Wahl oder keinen Ausweg lässt und im sogenannten Stockholm-Syndrom beschreiben ist).

Wir Menschen können lernen, Trauer und Leid nachhaltig sinnvoll – um sie zukünftig möglichst vielen anderen Menschen zu ersparen – zu ertragen: am besten gemeinsam, indem wir uns damit trösten, dass sie genau dafür – zukünftiges Leid zu vermeiden – gut sind, dass sie uns die Möglichkeit geben, daraus zu lernen, also z.B. menschliche Entwicklungen zu stoppen, die im Grunde vorausschaubare Katastrophen zur Folge haben (können), weil sie bereits in der Vergangenheit Leid erzeugt oder Todesopfer gefordert haben..

Wir Menschen können akzeptieren, dass der Tod alter Menschen gerechtfertigt ist – weil sie damit Platz für neue Generationen machen.

Wir Menschen können uns ehrlich eingestehen, dass es Menschen gibt, die ihr (Lebens-)Glück – aufgrund von falschen Annahmen, aus Übermut oder Lebensmüdigkeit – zu sehr herausfordern und damit rechnen müssen, dass es sie irgendwann verlässt, wenn sie sich dabei z.B. ohne Absicherung zu weit aus dem Fenster lehnen.

Wir Menschen können mit Freud‘ und Leid glücklich leben – sobald wir verstanden haben, warum wir selbst oder andere unter uns und unserem Verhalten leiden:
Du kannst lernen, wie Du Dich – wenn Du des Lebens müde wirst – selbst trösten kannst bzw. einfach vor Dich hinweinen oder schreien, wenn es nichts gibt, was Dich trösten könnte außer der Einsicht, dass es im Grunde reine Zeitverschwendung ist, zu weinen oder zu schreien. Daraus entstehen neue Ideen und neuer Lebensmut.
Ohne Mut bzw. ohne das Vertrauen, dass es sich lohnen könnte, Mut zu beweisen, wirst Du nicht anfangen, Ideen in Pläne zu fassen und nach Möglichkeiten suchen, sie umzusetzen.
Wenn Du zu verzweifelt bist, um Dich auf einen aussichtslosen Weg zu machen, dessen Sinn Du Dir vielleicht nur erträumst oder zusammenreimst, während andere ihn nicht erkennen – weil sie Deine Wegweiser, die Zeichen, die Du siehst, selbst nicht lesen können können, wirst Du vermutlich nicht – nur auf Verdacht – Deine Lebenszeit und -energie damit „verschwenden“.
Mir begegnen viele – sowohl durchgeplante als auch planlose – Menschen, die zwar an den Sinn und Zweck von Plänen glauben, sich aber entweder weigern bzw. sich nicht trauen, für ihr eigenes Leben selbstständig und selbstverantwortlich (ohne auf Menschen hereinzufallen, deren Plan es ist, mit dem Entwickeln von Plänen für andere Menschen ihr Geld zu verdienen)  sinnvolle, gesunde, glücksversprechende anzufertigen oder daran zu glauben, dass es bereits – von Natur aus – viele gibt, denen sie einfach vertrauensvoll folgen können, je nachdem, welches Ziel sie damit verfolgen.
Sie suchen immer nur nach denen, die sich besonders verlockend anhören oder wandern lieber völlig ohne Plan durch ihr Leben: immer nur, wenn sie selbst Lust darauf haben oder einen Sinn darin erkennen können, und freiwillig nur so lange, bis sie müde werden oder aber – wenn andere Menschen sie dazu zwingen – irgendwann tot umfallen.

Du kannst erst feststellen, was das Leben alles zu bieten hat und individuell für Dich – zur Auswahl – bereit hält, wenn Du auch ohne Lust oder einen anderen Grund dazu zu haben aufstehst, um spontan etwas zu unternehmen, was Du vorher noch nicht geplant hast. Du kannst nur herausfinden, was wirklich – von Natur aus – in Dir steckt, wenn Du hin und wieder den Mut hast auszuprobieren, wie lange Du z.B. aus freien Stücken tatsächlich laufen könntest, wenn es um Dein Leben ginge.
Du kannst aber – wenn Deine Lebenslust schwindet – auch denken, dieser Trainingsaufwand oder unnötige Stress würde sich nicht lohnen …
Mir reicht ein Einblick in die unterschiedlichsten Lebensgeschichten, um zu wissen, wozu „normale“ Menschen in der Lage sind, die von Ängsten besessen sind oder im Gegensatz dazu aus reiner Liebe handeln, also auch bereit sind, dafür zu leiden oder auf etwas zu verzichten und keine Gegenliebe dafür erwarten. Ich denke, vielen ist nicht bewusst, wie sehr es schmerzen kann, nicht von Menschen zurückgeliebt zu werden, von denen man es am ehesten erwartet, weil man ihnen schon viel Liebe geschenkt hat. Aber es ist auch eine wichtige Erkenntnis, dass man nicht darauf hoffen sollte, dass die Liebe – zu anderen Menschen, zur Natur oder zum Leben – bleibt, ohne dass man die Absicht hat, sie zu erhalten, und etwas Sinnvolles dafür tut bzw. zu tun bereit ist. Es ist nicht damit getan, zu behaupten, man würde lieben – wenn man nur liebt, solange es Spaß macht und Freude bereitet, also von Natur aus glücklich macht, aber nicht, wenn man dazu laut schreien möchte oder zu Tränen gerührt wird.

Ich genieße die letzten Tage eines Jahres voller schmerzhafter Erfahrungen, das mich so wütend und traurig gemacht hat wie noch nie ein Jahr zuvor – eines Jahres, in dem das traditionelle Familien-Weihnachtsfest für mich gestorben ist – und das mir aber gleichzeitig wertvolle „neue“ Menschen beschert und viele Erkenntnisse für meine Lebens(liebes)forschung gebracht hat. Mein Kopf sprüht voller Ideen für 2022, die für viele vielleicht verrückt, naiv oder auch mutig-gewagt klingen mögen.
Aber so fühle ich mich schon immer am wohlsten in meiner Haut, und: Wann ist die Zeit besser, mit etwas Neuem zu beginnen, wenn etwas Altes zu Ende geht?
Es gibt vermutlich Menschen, die daran glauben (wollen), man könne etwas kurz und schmerzlos beenden oder ohne triftigen Grund in Dankbarkeit loslassen, was einen treu durch das jahr begleitet, vielleicht über viele Jahre oder Jahrzehnte hinweg, ohne dass man schon eine Alternative dafür in Aussicht hat, die verspricht, eine bessere zu sein.

Zu früh können Menschen meiner Meinung nach nie mit etwas beginnen – weil sie es dann immer wieder unterbrechen können, wenn etwas Wichtigeres dazwischen kommt. – Aber für die Liebe zum Leben, die Entscheidung, diese Welt mit all ihren Lebewesen, mit denen, die Freude bereiten und die, die Angst machen, zu lieben und auch den Menschen freundlich zuzulächeln, die sie – bewusst oder unbewusst, in erster Linie für Geld, für ihre Freiheiten oder die Sicherheiten, die ihnen gegen Geld versprochen werden – zerstören, ist es auch nie zu spät; zumindest so lange man bereit ist, dafür auch Leid in Kauf zu nehmen.
Ich finde es lohnender, mit gutem Gewissen in diesem Leben mein Möglichstes für die Natur getan zu haben (auch wenn ich vielen Menschen damit ein schlechtes Gewissen mache … – sie müssen sich ja nicht mit mir abgeben) als darauf zu spekulieren, dass ich im nächsten nicht dafür bestraft werde, dass ich so nachlässig mit ihren begrenzten Ressourcen umgegangen bin, zu viele alleine für mich beansprucht oder unachtsam verschwendet habe.

Du hast immer die Möglichkeit zu zeigen, wenn Du zu wenig Liebe bekommst oder wenn Du Dich von ihr bedroht fühlst, weil Du von anderen mit ihr überschüttet wirst.
Aber dazu – um überhaupt echtes Mitgefühl entwickeln zu können – musst Du ihre Zeichen erst lesen oder entschlüsseln können: nicht hinter allem, was liebevoll scheint, steckt eine gute, liebenswerte Absicht, sondern oft auch Schuldgefühle oder Erwartungen von Gegenleistungen. Und nicht alles, was scheinbar lieb- oder emotionslos ist – die unscheinbaren Schätze dieser Erde: tote Materie oder in unseren Augen Leblose oder (innerlich) Gestorbene – ist das tatsächlich, auch wenn das für viele, vor allem fortschrittlich denkende Menschen, die (Mit-)Leid versuchen zu vermeiden, schwer vorstellbar ist.
Was nicht wahr sein darf … was nicht gedacht werden darf (weil es zu schmerzhaft und leidvoll wäre) … darf sich an dieser Stelle jede/r LeserIn selbst denken.

Ich werde auch im nächsten Jahr nicht unbedingt für andere Menschen denken, sondern meinen Gedanken nachhängen und weiterhin auf meine Weise – die mich nicht müde macht – versuchen, Menschen dazu zu animieren, dass es (Lebens-)Freude bereitet, also Lust und Laune macht, selbst zu denken bzw. sich neue Ideen oder Ratschläge bei Menschen zu holen, die ihre Dienste nicht überall und leicht zugänglich anbieten und als lebensrettend oder zumindest „geprüft“ und „unschädlich“ anpreisen.
Ich halte es nicht nur für dumm, sondern für lebensmüde, Versprechungen von Menschen zu glauben – ungeprüft für wahr zu halten – die einen vertrauenswürdigen Eindruck erwecken können, aber in erster Linie etwas gegen Geld verkaufen wollen (oder müssen, um ihr naturfernes, liebloses Leben finanzieren zu können).
Wie schon erwähnt: Ideen dazu habe ich bereits viel, genau wie noch große (Lebens-)Lust, sie umzusetzen.
Ich kann geduldig auf Menschen warten, die sich für die Liebe zur Natur begeistern lassen wollen und die auch bereit sind, ein bisschen für sie zu leiden, also auf möglichst viele Dinge, in erster Linie künstliche, gesellschaftliche Suchtmittel, die unsere Emotionen und Glaubenssätze steuern, zu verzichten.

Es ist krank, Dinge zu lieben, obwohl sie Deinem Leben, Deiner eigenen Gesundheit oder Deinen Mitmenschen und anderen Lebewesen – hier oder in anderen Teilen der Welt – schweren Schaden zufügen, Dir oder ihnen also auf Dauer sowohl die Lust am Leben nehmen als auch ihre lebensmüden, selbstmörderischen Tätigkeiten fördern.
Es ist nicht gesund(heitsfördernd), sich auf Medikamente, MedizinerInnen und ein Gesundheitssystem zu verlassen, wenn Du lustvoll gesund bleiben und werden und Dein Leben lieben willst, ohne müde davon zu werden.
Das ist meine Meinung als Gesundheitsforscherin und (Lebens-)Wissenschaftlerin.
Davon überzeugen, ob Du sie teilen kannst oder nicht, muss Du Dich schon selbst – das ist nicht meine Lebensaufgabe.

Ich lasse mich überraschen; so wie ich mich seit jeher am liebsten vom Leben und den Menschen überraschen lasse statt darauf zu zählen, dass ich immer bekommen kann, was ich will.
Ich bin dankbar, dass ich – seit ich mich erinnern kann – das Gute in allen bösen Überraschungen erkennen konnte, die das Leben mir beschert hat.
Ich habe mir angewöhnt hat, auf alles vorbereitet zu sein; Behauptungen und Zukunftsprophezeiungen zu hinterfragen und die Regeln hinter denen zu lernen, die zutreffend waren – so fällt man immer seltener auf die herein, die nur Angst schüren sollten oder trügerische Sicherheiten versprochen haben.
Was mir Sicherheit gibt und mich überzeugen kann, sind Menschen, auf deren Integrität und Loyalität ich mich – wenn ich sie näher kennengelernt und sie mir Rede und Antwort gestanden haben – verlassen kann, und die festen Gesetze, flexibel anwendbaren Regeln und Kreisläufe in der Natur, die ich studiert habe: die Sicherheit von Leben und Tod, Liebe und Leid.

Ich bin noch lange nicht müde, auf meine Weise – auch mit deutlichen, möglicherweise verletzenden Worten – gegen unsinniges Leid, vor allem durch die (bio-)medizinische und naturwissenschaftliche, naturzerstörerische, Forschung, zu kämpfen, und habe noch viel Lust auf die Liebe und das Leben.
Es wird sich zeigen, ob ich sie auch bis zum Ende des nächsten Jahres behalte.

 

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Dank für das Bild gebührt dem unbekannten Zeichner aus „Mein schönstes Geschichtenbuch“ (Favorit Verlag Rastatt)!

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