Wie unerfüllte Sehnsüchte schon immer Menschen an die Nadel oder in den (Helden-)Tod getrieben haben

Sinnlose menschliche Freiheitskämpfe für Einheit(sbrei), Kameradschaft und Gleich(gültig)heit statt gemeinsamer friedlicher Widerstand für Einigkeit, Gemeinschaftlichkeit und Gleichwertigkeit

Es beginnt für viele schon früh im Leben und gleich morgens. – Das, was sie sich zu Beginn eines Tages wünschen oder erhoffen, weil sie es brauchen, um überhaupt die Energie zum Aufstehen aus dem Bett selbst aufbringen zu können, tritt nicht ein:
Kinder oder Erwachsene, die ihr Leben lang sogenannte Lerchen bleiben, die es lieben, morgens früh wach zu sein, weil sie sich einfach schon darüber freuen, dass ein neuer Tag begonnen hat, der ihnen viele neue Möglichkeiten eröffnet, so dass sie daraus schnell Energie gewinnen, brauchen eher MitstreiterInnen, die sofort bereit sind, etwas mit ihnen zu unternehmen, Pläne mit ihnen zu schmieden, oder zumindest mit einem Lächeln im Gesicht darüber zu reden.
Sie treffen früher oder später – denn es zieht uns meiner (wissenschaftlichen) Meinung nach von Natur aus zu Menschen, die uns so ergänzen, dass wir in friedlichen Gemeinschaften auf dieser Erde leben könn(t)en, in denen zu jeder Tageszeit für das Wohl aller gesorgt ist – auf Kinder oder erwachsene Menschen, die sich eher zu NachtwächterInnen berufen fühlen.
Von Natur aus haben wir alle die mehr oder weniger gleichen Talente mitbekommen, – um uns je nach den Lebensumständen, in die wir hineingeboren werden, möglichst frei entfalten und Lebensfreude empfinden zu können – die sich meiner Meinung nach erst nach unserer Geburt ganz natürlich ausformen: Nicht um uns bestmöglich an die vorgefundenen Lebensumstände anzupassen, sondern um uns selbst darin verwirklichen zu können, das heißt eine individuelle Rolle darin, eine ökologische Nische, zu übernehmen, die noch von niemand anderem besetzt ist.
Sehnsüchte entstehen erst da, wo Menschen genau daran gehindert werden.

Ich glaube nicht, dass ich der einzige Mensch auf dieser Erde mit dieser Idee und Vorstellung von einer friedlich funktionierenden Welt, einer an ökologischen, nicht ökonomischen Maßstäben ausgerichteten Weltordnung bin; aber leider hat sich noch wenig davon bis in viele Köpfe der Menschen herumgesprochen, bis in Schulbücher durchgesetzt oder anders medial verbreitet.
Vielleicht wollen viele Menschen einfach nicht wahrhaben, dass unsere aktuellen Systeme, das, was unsere Vorfahren aufgebaut und uns überlassen haben sowie weiter fortgeführt haben, längst nicht mehr zeitgemäß ist, vielleicht sogar nie menschenwürdig war, weil sie unsere menschlichen Sehnsüchte – nach Verständnis, Liebe und Respekt sowie persönlichen Freiheiten und festen und vertraulichen, eingeschworenen Gemeinschaften – noch nie für alle gleichzeitig erfüllen konnten?
Vielleicht verhindern einige wenige sogar bewusst die ehrliche und umfassende Aufklärung der Menschen darüber,

  • dass sie ihre Sehnsüchte gar nicht mit ihren (Ersatz-)Produkten und Dienstleistungen, mit Seelennahrung und -trösterInnen, (Fantasie-)Reisen, mit Drogen und Medikmenten, stillen müssten, weil sie ihre menschlichen Bedürfnisse gemeinsam ganz anders befriedigen könnten;
  • was sie alles friedlich erreichen könnten, ohne darum kämpfen zu müssen;
  • dass wir im Grunde alle dieselben Ziele verfolgen, – Frieden unter den Menschen, Gerechtigkeit, Einigkeit und das Gefühl von Freiheit – , aber gar nicht alle gleich sein oder keinerlei Einschränkungen haben wollen, die uns die Grenzen anderer nicht immer wieder auch aufzeigen, damit wir sie nicht immer wieder unbewusst – weil wir selbst ganz andere haben – übertreten;

obwohl sie also die Bedürfnisse der Menschen nach ihrer freien Entfaltung genau und auch bereits Ideen wie meine kennen, weil sie

  • sich selbst gar nicht für Menschen, sondern für Genies oder wahnsinnig gute ErfinderInnen oder Geschäftsleute halten, die ihre eigenen menschlichen Sehnsüchte gut unter Kontrolle haben (müssen), um im Leben erfolgreich zu sein – während sie nicht erkennen, dass sie andere Menschen im Grunde nur noch als ihre ArbeiterInnen und KundInnen, als ProduzentInnen und KonsumentInnen, ansehen oder so behandeln, während sie sich selbst – damit ihre Welt im Gleichgewicht bleibt – sich wie skrupel-, gewissen- oder gefühllose DestruentInnen, ZerstörerInnen, verhalten (müssen); oder weil sie
  • so sehr davon profitieren, dass sie glauben, sie könnten sich damit all ihre Sehnsüchte erfüllen.

Es ist in dieser Welt relativ leicht, Menschen zu finden, die

  • sich mit individuellen Belohnungen oder social credits anspornen lassen, sich wie harte KonkurrentInnen zu benehmen, die gegeneinander statt miteinander spielen, oder wie ZuschauerInnen, die sich damit be- oder sogar vergnügen, die Konkurrenzkämpfe der anderen aus der Ferne zu betrachten;
  • dazu bringen lassen, Jobs zu übernehmen, die andere Menschen nie ausführen würden – weil sie in Grunde jedem ethischen Verständnis von gleichen Lebensrechten für alle Lebewesen widersprechen;
  • es lieben, wenn Systeme immer wieder zusammenbrechen und sie aus Trümmern etwas Neues aufbauen dürfen oder sogar müssen, weil Menschenleben davon abhängen.

Ich denke, es ist nicht nur unser Weg als Menschheit zu erkennen, wer wir sind, was unsere (Sehn-)süchte, und wozu wir fähig sind, wenn sie nicht oder nur einseitig statt umfassend auf allen Ebenen, körperlicher, geistiger und seelischer, erfüllt werden – im Guten wie im Schlechten.
Ich denke, das ist das, was alle Lebewesen lernen, auch wenn sie noch kein Nervensystem haben, um die Informationen, die sie im Laufe ihres Lebens sammeln, weiter zu verarbeiten, oder ein Ich-Bewusstsein wie wir Menschen.
Ich denke, wir könnten unsere Chance endlich nutzen – denn wir haben selbst lange genug Informationen dazu gesammelt und lange genug nur zugesehen, wie reiche UnternehmerInnen und korrupte Regierungen Wissen dazu benutzt haben, die Menschheit für dumm zu verkaufen – und uns ein menschliches Leben schaffen, nach dem wir uns alle sehnen, wenn ich richtig sehe, dass das eines ist, in dem wir

  • uns von anderen geliebt oder zumindest voll als Mensch respektiert fühlen, nicht nur als kleinstes, unabwendbares Übel akzeptiert werden;
  • uns frei entfalten dürfen, solange wir die Grenzen anderer Menschen nicht übertreten; in dem wir also beigebracht bekommen bzw. voneinander lernen können, wie wir
  • nicht nur Menschen finden oder erkennen, die uns wirklich lieben, nicht nur bewundern oder Mitleid mit uns haben, sondern auch andere, die bisher nur das Schauspielen beherrschen;
  • so früh wie möglich – intuitiv – erkennen können, wann wir bei etwas zu weit gehen, womit wir uns unnötig lange beschäftigen oder wo wir zu früh aufgeben;
  • am Ende jedes Tages alle mit ihrer Leistung oder dem, was sie sonst – nur für sich selbst oder anderen zuliebe – so gemacht oder nicht gemacht, erreicht oder nicht erreicht haben, zufrieden sein können;
  • unsere Lebenszeit nicht sinnlos verschwenden, sondern immer genau wissen, was wir gerade warum tun, und sei es „nur“, weil wir wissen, dass wir auch genug Erholungspausen brauchen, dass es günstigere Zeitpunkte oder Orte oder Lebensstrategien und ungünstige gibt, aber keine allgemeingültigen richtigen oder falschen, etwas zu beginnen oder ganz neu anzufangen.

Oder wonach sehnst Du Dich noch?

P.s.: Vielleicht wie ich nach einer Welt, in der es

  • weder illegale EinwanderInnen gibt, weil Menschen überall dort in Frieden und Freiheit innerhalb ihrer mehr oder weniger festen, lokalen, sozialen Netzwerke leben können, wo sie ihre Talente einbringen möchten und ihre Fähigkeiten – zeitweise oder dauerhaft – gebraucht werden;
  • noch illegale Pflanzen oder Pilze, die ja nur von Menschen, die sich über die Vernunft unserer Schöpfung, also der Natur oder Gottes, stellen, verboten worden sein können bzw. von Menschen, die anderen Menschen nicht zutrauen, verantwortungsvoll mit etwas umgehen, vor dem sie wiederholt gewarnt, über dessen Nebenwirkungen oder Vergiftungspotential und daraus möglicherweise resultierende Krankheiten oder Todesfolgen sie informiert wurden; also
  • nur Menschen gibt, die wissen, dass sie Teil eines fragilen Ökosystems sind, das auch Gefahren birgt, ihnen aber, wenn sie sowohl zur Zusammenarbeit bereit sind als auch dazu, natürliche Grenzen anerkennen, – auch ihre eigenen – unendlich viele Möglichkeiten gibt, frei darin zu leben, kreativ zu werden und sich weiterzuentwickeln;
  • keine gesetzlichen Freiheitseinschränkungen für – zumindest wenn andere Menschen nicht gleichzeitig weiter willkürlich und ohne alle anderen überhaupt zu fragen oder über Hintergründe zu informieren, gesetzliche Grenzen oder Grenzwerte festlegen, Grenzzäune ziehen oder Mauern bauen dürfen, von denen die Freiheiten anderer eingeschränkt werden?

Ich glaube übrigens weder, dass

  • sogenannte demokratische Rechtsstaaten je dazu gedacht waren, Menschenrechte zu schaffen oder dauerhaft zu gewährleisten (sondern dazu, für Recht und Ordnung – und Einfluss und Macht – zu sorgen, wo Menschen sich zu unvorhersehbar selbst weiterentwickelt haben), noch dass
  • sich menschliche Sehnsüchte nach einem anderen Ich oder Leben als ihrem eigenen; danach, ihrem wenigstens kurzzeitig zu entfliehen, indem sie in Illusionen abtauchen oder andere Länder in weiter Ferne besuchen, damit friedlich beherrschen und unter Kontrolle halten lassen, dass Menschenrechte weiter eingeschränkt werden oder das Reisen nur noch wenigen erlaubt sein wird und dass stattdessen mehr virtuelle Welten erschaffen werden.

Ich hoffe natürlich sehr, dass ich mich nicht täusche – weil ich mich sehr danach sehne, dass aller menschengemachte, zu kurz gedachte, von übertriebenen Ängsten oder von Gier getriebene Irrsinn in unserer Welt, also nicht nur auf der Erde, irgendwann aufhört und wir uns alle wieder mehr daran orientieren, wozu wir meiner Meinung nach geschaffen wurden: unsere Lebensräume und damit auch all die Lebewesen, die sie ausmachen, nicht zu beherrschen, zu befehligen oder nur für unsere Zwecke zu benutzen, also dabei auszubeuten, weil wir andere Bedürfnisse als unsere eigenen ignorieren, sondern friedlich, angstfrei und vertrauensvoll, aber immer achtsam, hochachtungsvoll, darin und zusammen mit all ihren BewohnerInnen zu leben bzw. die in den Tod zu begleiten, die sich nicht nur danach sehnen zu sterben, sondern die wissen oder spüren (könnten), dass ihre Zeit dafür gekommen ist – weil bestimmte Menschen beschlossen haben, ihnen ihr Leben oder ihren Lebensraum zu nehmen.

 

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Dank für das Foto gebührt Michael Longmire (auf Unsplash)!

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